Eine Ära geht zu Ende: Markus Linden übergibt Trainerstab der Herren 2 an Johannes Sünnen

Er war eine Institution in der Trainer-Riege der Dragons Rhöndorf und brachte sich über mehr als 30 Jahre auf verschiedenen Ebenen und Positionen in die Vereinsarbeit der Dragons ein. Nun hat Markus Linden einen Schlussstrich gezogen, um zukünftig seine Familie und sein Privatleben wieder mehr in den Vordergrund rücken zu können.

In den vergangenen Jahren war Markus Linden maßgeblich an den Erfolgen der ehemaligen Herren 3 und heutigen Herren 2 beteiligt und führte seine Mannschaft 2016 zum Aufstieg in die Oberliga. Dort gelang in der vergangenen Spielzeit souverän der Klassenerhalt mit Rang 9 in der Endabrechnung.

„Markus hat in den vergangenen Jahren immer eine hervorragende Arbeit abgeliefert und hat neben dem fachlichen Wissen auch die menschlichen Werte nie zu kurz kommen lassen. Daher gilt es jetzt einfach nur Danke zu sagen. Markus wird bei uns jederzeit wieder willkommen sein.“, kommentiert Matthias Sonnenschein den Abgang des jahrelangen Weggefährten im Trainer-Lager der Dragons Rhöndorf.

Nachfolger von Markus Linden in der Coaching-Box der Herren 2 wird mit Johannes Sünnen ein in der Bad Honnefer Basketball-Szene ebenfalls bestens bekanntes Gesicht. Der hauptamtliche Trainer der Dragons war in den vergangenen Jahren erfolgreich im Jugendbereich der Drachen tätig und wird sich auch dort, neben seiner Trainertätigkeit in der Oberliga, weiter einbringen.

„Mit der Mischung aus routinierten Spielern und jungen Nachwuchskräften ist es klar unser Ziel, eine noch stärkere Rolle in der kommenden Saison zu spielen. Neben den reinen sportlichen Zielen bleibt es aber auch dabei, dass wir zukünftig noch mehr jungen und hungrigen Spielern die Chance bieten wollen, sich über die Herren 2 im leistungsorientierten Basketball zu etablieren. In der Vorbereitung hat die Mannschaft bislang toll mitgezogen und wir sind hungrig auf viele Erfolge.“, sieht Johannes Sünnen in der Oberliga-Mannschaft der Drachen mehr als genug Potential, um die Spitzenplätze der Oberliga ins Visier zu nehmen.

Die gesamte Dragons-Familie dankt Markus Linden auf diesem Weg für viele Jahre Arbeit, Einsatz und Leidenschaft für den Basketball in Bad Honnef.

(Dragons Rhöndorf)

Zweiter Platz beim Frank-Thalwitzer-Cup

Die BAYER GIANTS Leverkusen belegen beim Frank-Thalwitzer-Cup 2017 den zweiten Platz. Das Team von Cheftrainer Achim Kuczmann unterlag im Endspiel gegen den BC Musel Pikes aus Luxemburg mit 54:56.

Der Start in das Turnier verlief am Samstagmittag für den Rekordmeister nach Plan. Gegen den Oberligisten TuS Opladen, der mit lediglich sechs Akteuren angetreten war, kamen die „Giganten“ zu einem deutlichen 98:23-Erfolg. Dabei rotierte Trainer Hansi Gnad, der den bei einer Ligatagung weilenden Achim Kuczmann vertrat, kräftig durch. Vor allem die jüngeren Spieler bekamen so die Möglichkeit sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Topscorer der Farbenstädter war Daniel Merkens, der auf starke 20 Zähler kam, dicht gefolgt von Donovon Jack und Benjamin Nick, die jeweils 13 Punkte auf ihrem Konto verbuchen konnten.

Am späten Nachmittag kam es dann zu einem weiteren Stadtduell, denn die GIANTS bekamen es nun mit Fast-Break Leverkusen zu tun. Der frischgebackene Aufsteiger in die 2.Regionalliga spielte zu Beginn der Partie munter mit und hielt die BAYER-Defensive auf Trab. Zur Halbzeit betrug die Führung des Rekordmeisters lediglich sieben Punkte (20:27). Erst im weiteren Spielverlauf setzten sich die Mannen von der Bismarckstraße weiter von FBL ab. Nach 24 Minuten gingen die „Kuczmänner“ mit einem verdienten 59:46-Sieg vom Feld. Der erste Turniertag war somit beendet.

Mit einer Bilanz von zwei Siegen aus ebenso vielen Begegnungen, reisten die GIANTS am Sonntagmorgen zum ersten Halbfinale in Leichlingen an. Um 10:00 Uhr war der Gastgeber, der Leichlinger TV, Gegner der „Riesen vom Rhein“. Der Leverkusens Trainerstab verzichtete auf einen Einsatz von Götz Twiehoff und Tim Schönborn, um den jüngeren Spielern Minuten zu geben. Zwischenzeitlich konnte sich die „jungen Wilden“ gar mit 15 Punkten absetzen, doch Leichlingen steckte nicht auf und holte auf. Das zuvor geschaffene Polster reichte allerdings aus und BAYER gewann hochverdient mit 59:54 gegen den LTV.

Im Finale um kurz vor Drei traf man nun auf die Musel Pikes aus Luxemburg. Der Vizemeister von 2016/17 um Headcoach Frank Baum gelang ebenfalls wie den GIANTS ein bis hierhin perfektes Turnier: Vier Partien, vier Siege – Eine Serie sollte nun reißen. Leverkusen begann stark und ging nach fünf gespielten Minuten mit 9:4 in Front. In den darauffolgenden Momenten musste das Team von Trainer Achim Kuczmann allerdings eine Hiobsbotschaft verkraften. Tim Schönborn verletzte sich bei einem Zusammenstoß mit seinem Gegenspieler so schwer, dass er das Spielfeld mit einem Nasenbeinbruch in Richtung Krankenhaus verlassen musste. Nach und nach kamen die Musel Pikes heran und gingen durch einen erfolgreichen Dreipunktewurf erstmalig in der zweiten Halbzeit in Führung (46:45). Die ca. 100 Zuschauer in der Realschulhalle am Hammer sahen in den letzten Spielminuten eine ausgeglichene Partie. 14 Sekunden vor dem Ende des Endspiels lagen die Pikes mit zwei Zählern in Front. Die Leverkusener versuchten per Wurf aus der Mitteldistanz die Paarung in die Verlängerung zu schicken, doch Michael Kuczmann setzte seinen Versuch an das hintere Ende des Rings und BAYER ging mit einer 54:56-Niederlage vom Feld. Bester Punktesammler der „Giganten“ war Donovon Jack, der mit 16 Zählern seine beste Partie an diesem Wochenende zeigte.

GIANTS-Coach Achim Kuczmann blickt mit gemischten Gefühlen auf das Turnier in Leichlingen zurück:

„Für uns kommt der Frank-Thalwitzer-Cup leider in diesem Jahr zum falschen Zeitpunkt. Wir stecken bereits mitten in der Vorbereitung und haben einige schwere Spiele wie gegen die Dragons Rhöndorf oder den RheinStars Köln in den Knochen. Es war jedoch eine tolle Gelegenheit unseren Jüngeren Einsatzzeit zu verschaffen.“

Das Finale beschreibt der ehemalige Assistenztrainer der Deutschen Basketballnationalmannschaft wie folgt:

„Die Musel Pikes sind nicht umsonst in einer doch sehr soliden Luxemburgischen Liga Vizemeister und Pokalsieger geworden. Der Stamm des Teams ist seit Jahren zusammen und die Pikes verfügen über zwei spielstarke US-Amerikaner. Ich glaube die Zuschauer haben ein spannendes Finale mit einigen tollen Aktionen gesehen. Leider hat es für uns schließlich nicht gereicht, das Turnier zu gewinnen.“

Tim Schönborn wird am Donnerstag nach seinem Nasenbeinbruch operiert und steht der Mannschaft vorläufig nicht zur Verfügung:

„Wir können noch nicht sagen wie lange Tim uns fehlen wird“, so Kuczmann „er wird am Donnerstag operiert und dann schauen wir was die Ärzte sagen. Der Ausfall eines etatmäßigen Starters wiegt schwer, aber die Gesundheit geht natürlich vor.“

Olegas Legankovas ist ebenfalls angeschlagen. Der Flügelspieler verletzte sich ohne Fremdeinwirkung im Halbfinale gegen den Leichlinger TV. Beim kommenden Turnier in Herten, soll Legankovas aber wieder einsatzbereit sein.

Scoring BAYER GIANTS Leverkusen (Opladen / Fast-Break Lev. / Leichlingen / Musel Pikes)
Donovon Jack (13/0/7/16), Bruce Beckford (2/7/1/6), C.J.Oldham (0/8/4/11), Götz Twiehoff (0/8/0/0) Benjamin Nick (13/0/6/0), Dzemal Selimovic (10/2/2/0), Olegas Legankovas (12/0/0/0), Jacob Engelhardt (12/0/4/0), Sören Queck (10/0/0/0), Michael Kuczmann (0/8/5/12), Daniel Merkens (20/4/18/0), Marvin Heckel (6/11/12/4) und Tim Schönborn (0/10/0/5)

(Bayer Giants Leverkusen)

Titans verpflichten spanischen „Big-Men“ auf Probe

Dresden Titans geben dem 2,11 m großen Malick Fall eine Chance mit 4-wöchigem Probevertrag. 24-jähriger Spanier mit senegalesischen Wurzeln könnte die Lücke unter dem Korb füllen.

Nach dem kurzfristigen Abgang von Forward und Kapitän Walter Simon war die sportliche Führung der Dresden Titans in den letzten Wochen intensiv bemüht, einen Ersatz für die große Position (Center/Forward) zu finden. Auf ihrer Suche sind Head Coach Nenad Josipovic und Geschäftsführer Peter Krautwald nunmehr in Spanien mit dem 2,11 Meter großen Malick Fall fündig geworden. Der gebürtige Senegalese erhält zunächst einen Probe-Vertrag für die kommenden vier Wochen und ist bereits in Dresden gelandet. Bis zum Saisonstart am 24. September soll entschieden werden, ob der Vertrag für die gesamte Spielzeit verlängert wird.

Bereits in jungen Jahren weckte Malick Fall Begehrlichkeiten bei vielen Scouts und wer ihn nur für ein paar Minuten spielen sieht, versteht sofort warum. Denn trotz seiner Körpergröße und des kräftigen Oberkörpers, ist der Iberer erstaunlich mobil auf dem Feld. Nach seiner Einbürgerung 2009 spielte er für die spanische U18-Nationalmannschaft sowie für CB Clinicas Rincon zunächst in der dritten spanischen Liga (LEB Plata) und später in der 2. Liga (LEB ORO). Die Saison 2014/2015 bedeutete für Fall die erste Basketballerfahrung außerhalb Spaniens, als er bei den VOO Wolves Verviers-Pepinster in der belgischen 1. Liga unterschrieb. Im darauffolgenden Jahr wechselte er jedoch zurück in die zweithöchste spanische Spielklasse.

„Malicks Stärken liegen vor allem in seiner Athletik“ erklärt Peter Krautwald. „Er kann Fastbreaks mit den Flügelspielern sehr gut laufen, aber genauso schnell in die Verteidigung umschalten. Unter dem Korb schließt er oft hochprozentig und spektakulär ab. Defensiv sind es vor allem seine Fähigkeiten als Shotblocker und Rebounder, die ihn für uns wertvoll machen, da wir genau nach so einem Spielertyp gesucht haben“, so Manager Krautwald weiter.

Aufgrund der Ausländerregelung in der 2. Basketball-Bundesliga ProB hatten die „Titanen“ zunächst einen deutschen Spieler bzw. ein „Local Player“ gesucht. Die Verpflichtung eines US-Amerikaners war keine Option, da die Liga-Regularien zur Saison 2017/2018 lediglich zwei Nicht-EU-Ausländer auf dem Spielberichtsbogen erlauben und diese beiden Plätze aktuell im Titans-Kader bereits mit den Guards Steven Bennett und Travis Thompson belegt sind. Da die Regeln des Weiteren vorschreiben, dass zu jederzeit mindestens drei „Local Player“, d.h. Spieler die in den Altersklassen zwischen U15 und U19 mindestens drei Jahre in Deutschland gespielt haben, auf dem Spielfeld stehen müssen, werden sich die beiden US-Amerikaner Thompson und Bennett zusammen mit den beiden EU-Imports Petar Madunic und Malick Fall künftig ihre Spielzeit in einer Rotation teilen müssen.

In der nächsten Woche geht es für die Dresdner Korbjäger ab kommenden Montag ins Trainingslager zum Kooperationspartner BK SLUNETA Usti nad Labem, gegen den man nächsten Mittwoch auch ein Testspiel absolvieren wird. Über vier Tage will das Trainerduo Josipovic/Pleta in Tschechien das Team und die neue Rotation auf die kommende ProB-Saison einstellen. Für Malick Fall wird es die erste Möglichkeit sein, die Coaches und Vereinsführung von sich zu überzeugen.

Zwei Nachwuchskräfte komplettieren den Kader der EN Baskets!

Die Regularien der 2.Basketball-Bundesliga schreiben für die Saison 17/18 vor, dass jede Mannschaft einen Kader stellen muss, der aus mindestens 14 Spielern besteht. Um den Vorgaben der Liga zu entsprechen, aber auch der eigenen Linie treu zu bleiben, entschied sich Trainer Falk Möller für zwei Akteure, die in der vergangenen Meisterschaftsrunde noch als U18er unterwegs waren. Florian Fischer, Neuzugang aus Iserlohn und Eigengewächs Jan-Luca Göttker werden ab sofort zum Team der EN Baskets Schwelm gehören. Florian Fischer fühlt sich primär auf der Point-Guard-Position heimisch und soll zunächst in der 2.Regionalliga-Mannschaft der RE Baskets Schwelm zum Einsatz kommen und an den ProB-Kader herangeführt werden. Außerdem ist er bei den Phoenix Hagen Juniors in der NBBL aktiv.

Der zweite Neuzugang heißt Jan-Luca Göttker. Der 18-jährige durchlief ab der U12 alle Jugendmannschaften der RE Baskets Schwelm und erhält ebenfalls seine Chance, sich über das Training mit den EN Baskets, spielerisch und athletisch zu entwickeln.

In der Vorsaison traf es ihn gleich zweimal heftig. Eine Fußgelenksfraktur und eine weitere böse Verletzung des Sprunggelenks zwangen Jan-Luca Göttker zu langen Pausen. Dennoch kämpfte er sich in den letzten Monaten wieder heran und wird genauso wie Fischer erst einmal in der 2.Regionalliga seine Spielzeit erhalten.

„Um den 14-Kader der ProB-Mannschaft zu komplettieren, habe ich mich mit Florian Fischer und Jan Luca Göttker bewusst für zwei Nachwuchsspieler entschieden. Beide sollen schon einmal etwas ProB-Luft schnuppern, sich vornehmlich aber in der zweiten Mannschaft weiterentwickeln. Florian spielt dazu noch in meiner NBBL in Hagen, daher kenne ich seine Qualitäten, bei Jan Luca hoffe ich, dass er von nun an verletzungsfrei bleibt und durchgängig an seinem vorhandenen Potential arbeiten kann.“ so Head Coach Falk Möller zu den beiden Youngsters.

Nils Maisel verstärkt den GEQUOS-Kader

Guard wechselt aus Trier ans KIT

Der 19-jährige Flügelspieler Nils Maisel läuft in der neuen ProB-Spielzeit für den Aufsteiger KIT SC GEQUOS auf. Maisel durchlief die Jugendarbeit des Trierer ProA-Teams Römerstrom Gladiators. In Karlsruhe studiert Maisel ab dem Wintersemester am KIT –damit passt er perfekt in das College-Konzept der Karlsruher.

Nils Maisel spielte bis 2015 in der JBBL und NBBL für Trier und stand danach für die Reserve der Gladiators in der Regionalliga Südwest unter anderem gegen die GEQUOS auf dem Feld. In der vergangenen Spielzeit stand der vielseitig einsetzbare, 1,93 Meter große Guard im Kader des ProA-Teams. In Karlsruhe will er nun professionellen Basketball und Studium verbinden.

„Nils ist wegen unseres College-Projekts zu uns gestoßen, das freut mich persönlich sehr. Er hat in der ProA auf sehr hohem Level trainiert und gespielt. Nils besitzt großes Potential, er wird uns sicher weiterhelfen“, sagt Manager Zoran Seatovic.

Aaron Schmitz verstärkt den GEQUOS-Aufbau

Guard bringt viel ProB-Erfahrung mit.

Nach Marcel Davis und Jeremy Black wechselt auch Aufbauspieler Aaron Schmitz von der BG Karlsruhe zum ProB-Aufsteiger KIT SC GEQUOS. Der 24-Jährige bringt trotz seines jungen Alters einiges an Erfahrung in ProA und ProB mit. Er soll sich gemeinsam mit Deon McDuffie und seinem letztjährigen Teamkollegen Davis um den Spielaufbau der Karlsruher kümmern.

„Aaron ist eine tolle Ergänzung für das Team. Er kennt die Liga, er kennt die Stadt – ich bin sicher, er wird sich schnell zurechtfinden und uns zusätzliche Stabilität verleihen“, sagt GEQUOS-Manager Zoran Seatovic.

Schmitz durchlief die Jugendarbeit der BIS Baskets Speyer und lief in der 2. Basketball-Bundesliga unter anderem für Rhöndorf, Heidelberg und seit 2014 für die BG Karlsruhe

AA statt FF

Es klingt wie die Bewertungskürzel einer Ratingagentur. Im Zusammenhang mit dem BBC COBURG drücken die Buchstabenkombinationen jedoch keine Bonitätsveränderung aus, sondern beschreiben einen Wechsel im Spielerkader: Für Fabian Franke, der aufgrund beruflicher und familiärer Beanspruchung eine Saison aussetzt, stößt der US-Amerikaner Anell Alexis zu den Vestestädtern.

Bereits im Mai war Franke, der in der Meistersaison mit über 20 Punkten und fast acht Rebounds pro Partie zu den absoluten Führungsspielern beim BBC gehörte, mit der Bitte an die Verantwortlichen herangetreten, seinen neuen Lebensumständen – er wurde unlängst zum zweiten Mal Vater und wagt beruflich den Schritt in die Selbständigkeit – Rechnung zu tragen und seine zeitliche Belastung, aber auch seine Bezüge für die anstehende Runde zu reduzieren. Monatelang feilten Trainerstab, Spieler und Mannschaftskollegen an einer gangbaren Lösung, nur um sich schlussendlich eingestehen zu müssen, dass eine solche nicht zu bewerkstelligen sein würde.

„Wir sind gemeinsam zum Ergebnis gekommen, dass gerade angesichts des größeren Aufwands in der 2. Bundesliga ProB kein für alle Seiten zufriedenstellender Kompromiss in Sicht ist und haben uns daher entschlossen, die Zusammenarbeit vorerst bis zum Saisonende auszusetzen“, erläutert BBC-Cheftrainer Simon Bertram, der den Verlust seines Leistungsträgers bedauert: „Mit Fabian verlieren wir einen erfahrenen Anführer, der in schwierigen Situationen Verantwortung übernimmt und sich nicht scheut auch unangenehme Dinge anzusprechen.“

Franke selbst fällt der Abschied ebenfalls nicht leicht: „Ich habe im Sommer 2016 einen Zweijahresvertrag unterschrieben, weil ich das Projekt „Basketball in Coburg“ langfristig begleiten und mitgestalten wollte. Deshalb ist es nicht einfach für mich, diesen Plan jetzt aufzugeben oder zumindest zu unterbrechen, aber es hat keinen Zweck, ein Provisorium zu erzwingen, das zum Scheitern verurteilt ist. Ich wünsche dem BBC eine schöne und vor allem erfolgreiche Saison, und werde die Heimspiele natürlich aufmerksam mitverfolgen und die Jungs frenetisch anfeuern.“

Manuel „Bobby“ Fischer, Geschäftsführer der BBC COBURG Spielbetriebs GmbH, lobt die Professionalität des Rödentalers: „Fabian hat uns zu jedem Zeitpunkt reinen Wein eingeschenkt. Wir trennen uns im Guten und können uns weiterhin gegenseitig in die Augen schauen.“ Alle Beteiligten betonen, dass die Trennung keineswegs endgültiger Natur sein muss: „Die Tür steht jederzeit offen und sollte sich Fabians Lage etwas entzerren, ist er herzlich willkommen, sich uns wieder anzuschließen“, so Headcoach Bertram.

Anell Alexis – Sohn einer BBL-Legende und „Local Player“

Der Wegfall eines zentralen Bausteins der Teamarchitektur veranlasste Bertram und seinen Sportlichen Leiter Matthias Haufer, den Transfermarkt noch einmal zu sondieren. Mit einiger Überraschung stellten die Coburger Kaderplaner fest, dass bis dato offenbar kein Ligakonkurrent den Namen Anell Alexis auf dem Einkaufszettel notiert hatte. Der knapp zwei Meter große US-Amerikaner hatte in der Saison 2015/2016 für die Reserve der Eisbären Bremerhaven in der 1. Regionalliga Nord im Schnitt 22,7 Punkte erzielt und 8,6 Abpraller gepflückt. Starke Zahlen, aber zunächst einmal kein für den BBC COBURG interessantes Spielerprofil, zumal bereits zwei US-Boys im Kader stehen und die erlaubte Höchstzahl damit erreicht ist.

Der Clou? Als Sohn der ALBA Berlin-Legende Wendell Alexis, der den Bundeshauptstädtern von 1997 bis 2002 sechs Meisterschaften und drei Pokalsiege bescherte und viermal zum BBL-MVP gewählt wurde, spielte Anell als Kind und Jugendlicher beim TuS Lichterfelde und erfüllt damit die Anforderungen an einen sogenannten „Local Player“, belastet also nicht das Ausländerkontingent der Oberfranken.  „Wir haben uns bei der Liga erkundigt und seinen Status verifiziert“, versichert Haufer, der Alexis am Samstag vom Frankfurter Flughafen abholte und direkt zum Testspiel in Hanau chauffierte, dem er als aufmerksamer Zuschauer beiwohnte.

Trainer Simon Bertram freut sich über die weitere Verstärkung: „Anell ist in Deutschland aufgewachsen, kennt das Land und spricht die Sprache. Er kann zum Bindeglied zwischen unseren Amerikanern und den deutschen Spielern werden. Auf dem Parkett erwarte ich von ihm, dass er uns durch seine Schnelligkeit und Athletik noch mehr Verteidigungsoptionen geben wird und offensiv sowohl in Brettnähe als auch von außen Gefahr ausstrahlt. Er kann von Position zwei bis vier alles spielen und passt mit seiner Vielseitigkeit sehr gut zu unserem sonstigen Kader. Ich habe viel mit ihm telefoniert und für uns beide sind Siege das wichtigste. Wir haben jemanden gesucht, der übernehmen kann, wenn er muss, aber sich auch zurücknehmen kann und will, wenn andere Teamkollegen „heiß“ sind.“

Der Neuzugang selbst hat sich ebenfalls umfassend über seinen neuen Arbeitgeber informiert: „Nachdem der Erstkontakt aus Coburg kam, haben sich in der Folge auch andere Klubs aus der ProB gemeldet, die zum Teil ein höheres Gehalt geboten haben. Trotzdem habe ich mich für den BBC entschieden, weil bei den Gesprächen mit Simon und Matt die Wellenlänge stimmte und weil ich das Gefühl habe, dass die Mannschaft zahlreiche Spiele gewinnen kann. Dieses Gefühl hat sich in Hanau bestätigt. Außerdem haben die beiden mein Spiel wirklich analysiert und kennen meine Stärken und Schwächen genau. Das ist wichtig, um Missverständnisse zu vermeiden.“

Missverständnisse, wie sie der 27-jährige aus New Jersey zum Beispiel in Panama erlebt hat. „Meine Mutter stammt von dort, deshalb habe ich eine Einladung von der Nationalmannschaft erhalten und auch in der dortigen ersten Liga gespielt. Das Land ist wunderschön, aber die Bedingungen sind doch eher chaotisch. Die Zielstrebigkeit und Effizienz Deutschlands gefallen mir da wesentlich besser“, betont der studierte Marketingexperte, der während seiner Zeit in Bremerhaven seinen Master abschloss. „AA“ sollte also keine lange Eingewöhnungszeit benötigen, bevor er das Rating des BBC COBURG noch einmal anhebt.

 

(BBC Coburg)

Jugend forscht auf beiden Rheinseiten: Karl Mamady Dia erweitert den Kader der Dragons Rhöndorf

Mit Karl Mamdy Dia rückt ein weiteres Talent aus dem Regionalliga Team der Telekom Baskets Bonn in den Kader der Dragons Rhöndorf auf und verleiht der ProB-Mannschaft der Drachen die nötige Tiefe auf den Flügelpositionen.

„Ich freue mich, auch in der kommenden Saison mit Karl arbeiten zu können. Er bringt unglaublich viel Intensität ins Spiel, ist ein guter Defender und ist hungrig auf die kommenden Aufgaben.“, weiß Headcoach Thomas Adelt um die Qualitäten des 1,94 Meter großen Flügelspielers, den er bereits in der vergangenen Saison in der Zweitvertretung der Telekom Baskets unter seinen Fittichen hatte.

In insgesamt 19 Spielen durfte der 20 Jahre alte Dia in der abgelaufenen Saison das Regionalliga-Parkett betreten und konnte dabei in rund 12 Minuten Spielzeit durchschnittlich 2,5 Punkte und 2,8 Rebounds pro Partie verbuchen. Sein sportliches Handwerk erlernte der bissige Verteidiger sowohl in der JBBL- und NBBL-Vertretung der Bayer Giants Leverkusen als auch in der NBBL-Mannschaft des Team Bonn/Rhöndorf, für das er 2014/2015 auflief und 3,2 Punkte, gepaart mit 4 Rebounds erzielen, konnte. Im Anschluss ging es für den gebürtigen Kölner zurück in heimische Gefilde, um im Trikot der DJK Südwest erste Erfahrungen im Senioren-Bereich zu sammeln, ehe der nächste Entwicklungsschritt ab 2016 auf altbekanntem Terrain am Bonner Hardtberg folgen sollte.

In der kommenden Saison heißt es nun Fuß fassen im ProB-Kader, in dem der sportliche Schwerpunkt für Karl Mamady Dia liegen wird. Zusätzlich wird er weiterhin an ausgewählten Trainingseinheiten der Bonner Zweitvertretung teilnehmen und im Spielbetrieb der Regionalliga-Mannschaft der Telekom Baskets Bonn aushelfen.

Profil
Name: Karl Mamady Dia
Position: Guard/Forward
Geburtstag:  20.08.1996
Größe: 1,95 m
Gewicht: 86 kg
Nationalität: deutsch

Der aktuelle Kader der Dragons Rhöndorf: Yannick Kneesch, Viktor Frankl-Maus, Alexander Möller, Anton Geretzki, K.J. Sherrill, Thomas Michel, Valentin Blass, Kameron Taylor, Fabian Vermum, Patrick Reusch, Karl Mamady Dia

 

(Dragons Rhöndorf)

Abenteuer Oberliga: Bastian Winterhalter verstärkt 2. Mannschaft der Dragons

Nach Center Florian Wendeler wird mit Bastian Winterhalter ein weiterer langjähriger Leistungsträger 2017/2018 nicht mehr zum ProB-Kader der Dragons Rhöndorf zählen. Doch so ganz ohne Dragons-Logo auf der Brust geht es doch nicht und so wird der Power Forward mit der Lizenz für hochprozentige Trefferquoten zukünftig die 2. Mannschaft der Dragons Rhöndorf in der Oberliga verstärken.

„Mit Basti verlässt ein waschechter Drache unser ProB-Team, der die Dragons-DNA verinnerlicht hat. Er war nicht ohne Grund ,sowohl bei seinen Mitspielern, als auch bei den Fans beliebt und ich möchte mich im Namen der gesamten Dragons-Familie für seine Leistungen bei uns bedanken.“, möchte Geschäftsführer Alexander Dohms die verdienten Worte des Dankes für die Leistungen des gebürtigen Bajuwaren nicht missen und betont zeitgleich seine Freude darüber, dass Bastian Winterhalter als Leitfigur zur Reserve-Mannschaft der Dragons stößt: „Mit seinem Engagement in der 2. Mannschaft zeigt Basti, dass die Dragons seine Heimat geworden sind und ich bin mir sicher, dass er mit seiner Erfahrung zu einer erfolgreichen Saison unserer Oberliga-Mannschaft beitragen wird. Es ist schön, ihn auch weiterhin in unserer Basketball-Familie zu haben.“

Auch in der vergangenen Spielzeit zählte der 2013 von der SG Sechtem „heimgekehrte“ ehemalige NBBL-Spieler der Drachen zum Stammpersonal in der ProB und konnte in 28 Partien durchschnittlich 4,4 Punkte und 2,4 Rebounds für sich verbuchen und erzielte mit 16 Punkten beim Gastspiel in Nördlingen seine persönliche Karriere-Bestleistung im Dragons-Trikot.

In der 2. Mannschaft trifft Bastian Winterhalter auf viele bekannte Gesichter aus gemeinsamen Tagen in der ersten Mannschaft der Drachen vom Menzenberg, was dem 1,98 Meter großen Forward die Entscheidung pro Oberliga letztlich leicht gemacht hat: „Nach vier Jahren, in denen sich im Verein vieles geändert hat, ist es nun soweit eine neue Herausforderung anzutreten. In der Oberliga-Mannschaft finde ich genau die Faktoren vor, die mir wichtig sind und ich freue mich auf einige ehemalige Mitspieler, mit denen das Zusammenspiel während des Sommers schon viel Spaß gemacht hat. Ich möchte mich besonders bei den einzigartigen Fans bedanken, die uns nicht nur in der Halle sondern auch abseits des Feldes, vor allem in den letzten beiden problematischen Jahren, immer wieder aufs Neue unterstützt haben. Dieser Support ist nicht selbstverständlich und zeichnet diesen Verein, wie keinen anderen, aus. “

 

(Dragons Rhöndorf)

Die BAYER GIANTS Leverkusen und der Leichlinger TV kooperieren

Seit vielen Jahren leisten die Basketballer in Leverkusen und Leichlingen im Jugendbereich hervorragende Arbeit. Als Maßstab dafür mag gelten, dass in der Saison 2014/15 beide Vereine in das „Final Four“ der U12 Mannschaften aus ganz NRW vordringen konnten.

BAYER GIANTS Jugendkoordinator Thomas Röhrich hatte deshalb ein Gespräch zwischen beiden Vereinen angeregt, welches am vergangenen Mittwoch dann „auf halbem Weg“ in Bergisch Neukirchen stattfand. Frank Rothweiler (Abteilungsleiter TSV Bayer Leverkusen Basketball), Björn Jakob (Abteilungsleiter Leichlinger TV), Carsten Haberland, Norbert Quandt (beide Jugendtrainer Leichlinger TV) und BAYER GIANTS Jugendkoordinator Thomas Röhrich trafen sich zum Meinungsaustausch.

Im Wesentlichen ging es darum die Rahmenbedingungen abzustecken. Wie gelingt es, die Leichlinger Talente, die das Zeug zur Jugendbundesliga (JBBL) haben, in Richtung BAYER GIANTS zu lenken und gleichzeitig den LTV nicht zu schwächen.
Keiner der beiden Vereine sollte durch die Kooperation benachteiligt werden.

Der Gesprächsrunde war das klar und man vereinbarte deshalb nach ausgiebiger Diskussion eine freundschaftliche Zusammenarbeit, von der letztlich beide Vereine und vor allem die jungen Spieler profitieren sollen.
In Leverkusen spielt man Jahr für Jahr Jugend-Basketball-Bundesliga in der JBBL (U16) und der NBBL (U19), Plattformen, die die Möglichkeiten des LTVs übersteigen, zumal sie finanziell eine hohe Belastung darstellen. Gleich für die kommende Saison haben sich zwei Spieler aus Leichlingen schon im jüngeren Jahrgang für die JBBL qualifizieren können und befinden sich im Trainingskader bei BAYER GIANTS-Headcoach Kevin Oberlack.

Die vereinbarte Zusammenarbeit ist dabei vielschichtig: Nicht nur geht es dabei um den Austausch talentierter Spieler, vielmehr wurde auch im Bereich der Feriencamps, der Schulliga „BAYER GIANTS League“ und der Saisonvorbereitung die Intensivierung der in diesem Bereich bereits bestehenden Kooperation beschlossen.

Alle Verantwortlichen waren sich darüber einig, dass besonders der Austausch von Spielern vor dem Vereinswechsel freundschaftlich abgesprochen werden soll, die Zusammenarbeit soll für alle Seiten fruchtbar sein. Letztlich sollen nicht die Vereine in dieser Sache im Vordergrund stehen, sondern die Weiterentwicklung der Spieler ist das Wesentliche!

In diesem Sinne werden also die Basketballabteilungen des TV Leichlingen und des TSV BAYER Leverkusen künftig enger zusammenrücken und hoffentlich dem ein oder anderen Talent den Weg in höhere Ligen öffnen!

 

(Bayer Giants Leverkusen)