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Mit vereinten Kräften – Initiative Teamsport Baden-Württemberg

6. August 2020/in ProA 20/21

Die Profi-Vereine im Land wollen mit der Initiative Teamsport Baden-Württemberg dem Sport eine Stimme geben. Seitens der Politik wird Hilfsbereitschaft signalisiert.

Sie alle haben unter den Folgen der Corona-Pandemie zu leiden, sie alle stemmen sich mit aller Macht gegen drohende existenzgefährdende Szenarien, sie alle eint das Ziel, möglichst bald wieder in einen unter den gegebenen Umständen geregelten Spielbetrieb zurückzukehren: Profi-Klubs aus den Sportarten Basketball, Handball, Eishockey und Volleyball haben sich zusammengeschlossen, um auf Landesebene mit vereinten Kräften für ihre Interessen einzutreten. Unter dem Namen Teamsport Baden-Württemberg haben sie sich das Ziel gesetzt, gemeinsam eine Wiederaufnahme des Spielbetriebes mit möglichst vielen Zuschauern vorzubereiten – in engem Austausch mit den verantwortlichen politischen Akteuren.

Nach ersten Gesprächen mit den Ministerien auf der Arbeitsebene in den vergangenen Wochen hat Baden-Württembergs Sportministerin Dr. Susanne Eisenmann im Rahmen ihrer Sommertour am Dienstag die SAP Arena besucht, um sich dort mit Vertretern der Rhein-Neckar Löwen und der Adler Mannheim über deren Sorgen und Anliegen auszutauschen.

„Wir sind uns der Bedeutung der Mannschaftssportarten für unsere Gesellschaft und der Notlage, in die viele Profi-Vereine völlig unverschuldet durch die Corona-Pandemie gerutscht sind, bewusst“, sagte Susanne Eisenmann, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg: „Deshalb sind wir froh, dass der Spielbetrieb in allen Sportarten unter Auflagen seit dem 1. Juli wieder möglich ist.“ Laut der Corona-Verordnung Sport des Landes sind seit dem 1. August bei einer Sportveranstaltung bis zu 500 Teilnehmer erlaubt, wenn gewisse Anforderungen für den Infektionsschutz erfüllt sind. Die zahlenmäßige Aufteilung dieser 500 Personen zwischen Sportlerinnen und Sportlern sowie Zuschauern bleibt dem Veranstalter freigestellt. Trainer, Betreuer und Funktionsteams werden nicht mitgezählt. Eisenmann verdeutlichte, dass sie die Anliegen der Profi-Vereine gut nachvollziehen könne und sehr ernstnehme. Weitere Öffnungsschritte seien allerdings immer abhängig von der Entwicklung des Infektionsgeschehens, sagte die Ministerin.

„Mit Teamsport BW ist es uns gelungen, in einen guten und lösungsorientierten Austausch mit der Politik zu gehen. Dass wir jetzt wieder trainieren und spielen können, ist ein erster wichtiger Schritt. Nun wird es darum gehen, mit überzeugenden Konzepten bald wieder vor möglichst vielen Zuschauern zu spielen. Denn ohne dies stünde unser gesamtes Geschäftsmodell weiterhin auf der Kippe. Die nunmehr signalisierte Bereitschaft der politisch Verantwortlichen, uns dabei zu helfen, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Jennifer Kettemann, Geschäftsführerin der Rhein-Neckar Löwen. Kettemann besetzt zusammen mit drei weiteren Vereinsvertreten sowie dem Landessportverband den sogenannten Ausschuss von Teamsport Baden-Württemberg.

Mit vereinten Kräften: Drei Fokusthemen auf der gemeinsamen Agenda

Den Anstoß für das Bündnis gab eine sich stetig steigernde Kooperation der baden-württembergischen Handball-Bundesligisten. Was als erste Gespräche zwischen von der Corona-Krise unvermittelt und hart getroffenen „Leidensgenossen“ begann, wurde Schritt für Schritt zu einem dauerhaften Zusammenwirken ausgebaut und einer gemeinsamen Linie verdichtet. Aus dieser Gruppe heraus wurde schließlich auch der Wunsch formuliert, (Profi-)Vereine anderer Sportarten mit ins Boot zu holen. Die Idee: Je breiter und vielgestaltiger aufgestellt, desto wirkungsvoller und überzeugungskräftiger würden die Initiative und ihre Anliegen zu vertreten sein.

Drei Fokusthemen haben die Handelnden auf ihre Agenda gesetzt: Zum einen geht es um staatliche finanzielle Hilfe, welche die durch die Pandemie verursachten Verluste abfedern soll. Zweitens soll um Verständnis für die Situation der repräsentierten Sportarten geworben werden – um, drittens, die Rückkehr zum Spielbetrieb vor Zuschauern zu organisieren. Denn alle in Teamsport Baden-Württemberg organisierten Sportarten sind in hohem Maße wirtschaftlich von Zuschauereinnahmen abhängig. Für Letzteres werden aktuell in sämtlichen Vereinen sowie auf Ebene der organisierenden Ligen entsprechende Gesundheits- und Hygienekonzepte erarbeitet. „In allen drei Punkten wollen wir unsere Erkenntnisse, Ideen und Ergebnisse aus Arbeitsgruppen zusammenführen, Synergien nutzen und am Ende möglichst schlüssige und überzeugende Konzepte vorlegen“, beschreibt Jennifer Kettemann die Arbeit der Initiative.

Mit an Bord sind neben TEAM EHINGEN URSPRING folgende Vereine aus dem Basketball:

MHP RIESEN Ludwigsburg, HAKRO Merlins Crailsheim, ratiopharm ulm, MLP Academics Heidelberg, Wiha Panthers Schwenningen, VfL Kirchheim Knights, PS Karlsruhe LIONS, Tigers    Tübingen, Rutronik Stars Keltern und die USC BasCats Heidelberg.

Aus dem Handball: Rhein-Neckar-Löwen, TVB Stuttgart, HBW Balingen-Weilstetten, FRISCH AUF! Göppingen, SG BBM Bietigheim und HSG Konstanz sowie die Frauen-Teams von Neckarsulmer Sport-Union e.V., Kurpfalz Bären, Bietigheim und Göppingen.

Aus dem Volleyball: VfB Friedrichshafen, TSV Mimmenhausen, Freiburger Turnerschaft von 1844 e.V. und Allianz MTV Stuttgart.

Aus dem Eishockey: Adler Mannheim, Wild Wings Schwenningen, EHC Freiburg e.V., Ravensburg Towerstars, Steelers Bietigheim sowie die Heilbronner Falken.

Quelle: TEAM EHINGEN URSPRING

Schlagworte: TEAM EHINGEN URSPRING
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