Florian Flabb wird neuer Headcoach der HAKRO Merlins Crailsheim

Die HAKRO Merlins Crailsheim haben Florian Flabb als neuen Headcoach verpflichtet. Der 33-Jährige wechselt von der Orange Academy aus Ulm nach Crailsheim und übernimmt ab der Saison 2026/27 die sportliche Verantwortung an der Seitenlinie der Zauberer. Crailsheim, 22.05.2026. Mit Florian Flabb verpflichten die HAKRO Merlins einen der vielversprechendsten deutschen Trainer. Zuletzt führte der gebürtige Düsseldorfer die OrangeAcademy, das Nachwuchsteam von ratiopharm ulm, zum Aufstieg in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Flabbs Basketballlaufbahn begann in seiner Heimatstadt Düsseldorf, wo er sieben Jahre lang als Spieler bei den Giants aktiv war. 2017 wechselte er vom Parkett an die Seitenlinie und übernahm die JBBL sowie die zweite Herrenmannschaft des Vereins als Headcoach. Im Jahr 2020 wurde Flabb Cheftrainer der NBBL-Mannschaft und unterstützte gleichzeitig die erste Herrenmannschaft in der ProB als Assistant Coach. Auch beim Deutschen Basketball Bund sammelte Flabb früh wertvolle Erfahrungen. Unter anderem war er als Betreuer der U20-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft sowie als Co-Trainer der U18-Nationalmannschaft im Einsatz. Die erste Station als Headcoach im Profibereich trat Flabb im April 2021 ebenfalls in Düsseldorf an. 2022 führte er die Giants überraschend als Vizemeister zum Aufstieg in die ProA. In der darauffolgenden Saison gelang zudem der direkte Klassenerhalt. Nach der Trennung im Dezember 2023 übernahm Flabb im Sommer 2024 die Orange Academy als Headcoach der Ulmer Zweitvertretung sowie der NBBL-Mannschaft.

Bereits in seiner ersten Saison erreichte Flabb mit der jüngsten Mannschaft der Liga die ProB-Playoffs und wurde zum Trainer des Jahres der NBBL ausgezeichnet. In der abgelaufenen Spielzeit schaffte er mit beiden Mannschaften den Einzug ins Finale und feierte mit der Ulmer Zweitvertretung als ProB-Vizemeister den Aufstieg in die ProA. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe in Crailsheim. Der Standort steht für Tradition, Leidenschaft und eine außergewöhnliche Fanbase, die den Basketball hier besonders macht. Die Gespräche mit den Verantwortlichen Lukas Lienert und Bogdan Radosavljević waren von Anfang an sehr offen, vertrauensvoll und konstruktiv. Dabei hatte ich schnell das Gefühl, dass die Vorstellungen und Werte sehr gut zusammenpassen. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem gesamten Umfeld etwas aufzubauen und die kommende Herausforderung mit viel Energie und Leidenschaft anzugehen“, sagt Florian Flabb. „Wir freuen uns sehr, dass sich Florian Flabb für die HAKRO Merlins entschieden hat. Flo ist ein sehr talentierter und ambitionierter Coach, der bereits in jungen Jahren große Erfolge in Ulm und Düsseldorf feiern konnte. Dort hat er eindrucksvoll gezeigt, wie erfolgreich er Mannschaften entwickeln und führen kann. Er möchte bei uns den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen und passt sowohl menschlich als auch basketballerisch hervorragend zu den HAKRO Merlins. Umso mehr freuen wir uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit und die kommende Zeit mit ihm in Crailsheim“, sagt der sportliche Leiter der Merlins Bogdan Radosavljević.

Amir Hinton, Ben Burnham und Nate Petrone verlassen die Artland Dragons

Die Artland Dragons müssen sich nach der Saison 2025/26 von gleich drei prägenden Spielern verabschieden. Mit Amir Hinton, Ben Burnham und Nate Petrone verlassen sämtliche Importspieler den Klub nach nur einer gemeinsamen Spielzeit – und hinterlassen sportlich wie menschlich große Lücken in Quakenbrück. Besonders Amir Hinton entwickelte sich schnell zu einem der spektakulärsten Offensivspieler der gesamten ProA. Der US-Amerikaner kam nach einer schwierigen und verletzungsgeprägten Saison in Trier zu den Dragons und fand in Quakenbrück sofort zurück zu alter Stärke. Mit durchschnittlich 20,2 Punkten pro Partie sicherte sich der Guard den Topscorer-Titel der Hauptrunde und bestätigte seine Klasse auch in den Playoffs mit starken 21 Punkten im Schnitt gegen Bremerhaven. Vor allem seine explosiven Zugaktionen zum Korb, sein gefährlicher Mitteldistanzwurf und seine enorme Sicherheit von der Freiwurflinie – 190 Treffer bei nur 201 Versuchen – machten Hinton zu einem der gefährlichsten Offensivspieler der Liga.

Nicht weniger beeindruckend verlief die erste Profisaison von Ben Burnham. Der Forward wechselte nach seiner Collegezeit bei den Charleston Cougars und Virginia Tech nach Quakenbrück und dominierte die Liga vom ersten Spieltag an. Burnham beendete die Hauptrunde mit 19,3 Punkten und 10 Rebounds pro Partie, war damit bester Rebounder der ProA und stellte mit einer Effektivität von 25,6 den klar besten Wert der Liga auf. Die Konsequenz war die verdiente Auszeichnung zum MVP der ProA. Selbst Headcoach Hendrik Gruhn fand außergewöhnliche Worte für seinen Starspieler und bezeichnete Burnham als „den besten Spieler, der jemals in dieser Liga gespielt hat“. In den Playoffs steigerte Burnham seine Leistungen sogar noch einmal drastisch. Gegen die Eisbären Bremerhaven erzielte er unglaubliche 31,3 Punkte pro Spiel und verabschiedete sich trotz des frühen Ausscheidens mit einer historischen 46-Punkte-Gala im letzten Spiel seiner ProA-Karriere aus Quakenbrück.

Auch Nate Petrone wird die Dragons nach nur einer Saison wieder verlassen. Der Kanadier kam direkt von der University of Calgary nach Deutschland und sammelte in Quakenbrück seine ersten Erfahrungen im Profibereich. Mit seiner positiven Art und seiner hohen Einsatzbereitschaft arbeitete sich Petrone im Laufe der Saison zu einem wichtigen Faktor der zweiten Fünf hoch. Der 24-Jährige erzielte durchschnittlich acht Punkte pro Partie und überzeugte dabei mit starken Wurfquoten aus nahezu allen Bereichen. Besonders seine Dreier aus der Ecke entwickelten sich zu einer wichtigen Waffe im Offensivspiel der Dragons. Im letzten Saisonspiel stemmte sich Petrone mit elf Punkten und vier Assists noch einmal gegen das Ausscheiden. Neben ihren sportlichen Leistungen werden vor allem der Einsatz, die Leidenschaft und die positive Ausstrahlung aller drei Spieler in Erinnerung bleiben. Die Artland Dragons bedankten sich ausdrücklich bei Hinton, Burnham und Petrone für das gemeinsame Jahr und die vielen besonderen Momente auf und neben dem Feld.

Cantia Rahming entscheidet sich gegen das Angebot aus Bayreuth

Der BBC Bayreuth muss in der Kaderplanung für die kommende Saison einen schmerzhaften Rückschlag hinnehmen. Cantia Rahming wird nicht nach Oberfranken zurückkehren und hat sich gegen das Vertragsangebot der Bayreuther entschieden. Der talentierte Forward wird seine Karriere mit großer Wahrscheinlichkeit bei einem anderen Klub in Deutschland fortsetzen. Besonders überraschend kam für die Verantwortlichen dabei die Art der Bekanntgabe. Während Rahmings Agent dem Verein zuletzt noch signalisiert hatte, dass der Spieler den Markt sondieren und sich mit einer Entscheidung Zeit lassen wolle, veröffentlichte der 24-Jährige seinen Abschied am Donnerstagabend selbst über Instagram. Eine endgültige Absage an den BBC hatte es bis dahin offenbar noch nicht gegeben. Trotz der Enttäuschung blickt man in Bayreuth stolz auf die Entwicklung des deutsch-bahamaischen Forwards zurück. Nach seiner Collegezeit an der Saint Leo University und bei den South Alabama Jaguars kam Rahming erstmals nach Deutschland und spielte sich bei den Bayreuthern schnell in die Rotation. Vor allem seine Athletik, sein Rebounding und seine Energie machten ihn zu einer der positiven Überraschungen der Saison 2025/26.

Offensiv steigerte sich Rahming besonders in der zweiten Saisonhälfte deutlich und überzeugte mehrfach mit starken Leistungen. Beim Auswärtssieg in Koblenz gelang ihm mit 15 Punkten und 15 Rebounds sogar ein echtes Ausrufezeichen. Insgesamt kam Rahming in seiner ersten Saison in Deutschland auf durchschnittlich 6,9 Punkte und 6,8 Rebounds bei knapp 20 Minuten Einsatzzeit pro Partie. Auch Geschäftsführer Friedrich Hartung machte keinen Hehl daraus, wie gerne der Verein mit Rahming weitergearbeitet hätte: „Wir hätten Cantia sehr gerne weiterhin in unseren Reihen gesehen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass er eine prägende Rolle hätte einnehmen können und bereit ist, mehr Verantwortung zu tragen. Entsprechend sind wir mit unserem Angebot bis an unsere Schmerzgrenze gegangen. Dennoch müssen wir respektieren, dass er sich dazu entschieden hat, den nächsten Schritt woanders zu gehen. Wir danken Cantia für seinen Einsatz und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.“

Auch der künftige Sportdirektor Felix Hilgart hatte große Hoffnungen in eine weitere Zusammenarbeit gesetzt: „Wir haben Cantia frühzeitig als einen wichtigen Pfeiler für das Team der kommenden Saison identifiziert und in vielen Gesprächen versucht, ihm eine Rolle anzubieten, in der er den nächsten Schritt in seiner Entwicklung hätte gehen können. Auch wenn wir seine Entscheidung sehr bedauern, trifft sie uns nicht unvorbereitet. Da sich die nun eingetretene Situation in den vergangenen Wochen aber bereits abgezeichnet hatte, sind wir guter Hoffnung, zeitnah einen adäquaten Ersatz für Cantia präsentieren zu können.“ Mit Rahming verliert Bayreuth nicht nur eines der spannendsten jungen Talente der vergangenen Saison, sondern auch einen Spieler, der sich durch seine offene Art und seine Energie schnell großer Beliebtheit im Umfeld des Vereins erfreut hatte.

Eigengewächs Paul Viefhues verlässt die Uni Baskets Münster

Nach elf Jahren beim Heimatverein endet für Paul Viefhues das Kapitel bei den Uni Baskets Münster. Das Eigengewächs der Münsteraner wird den Klub verlassen und sich zur kommenden Saison einem höherklassigen Verein anschließen. Welches Team sich die Dienste des 21-Jährigen gesichert hat, soll zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden. Bereits vor rund einem Jahr hatte Viefhues seine Vertragsverlängerung unter anderem damit begründet, in Münster in der ProA Spielzeit sammeln und sich gleichzeitig in einem vertrauten Umfeld weiterentwickeln zu können. Diese Perspektive besteht nach dem Abstieg der Uni Baskets in die ProB nun nicht mehr, weshalb die Verantwortlichen den nächsten Schritt des Shooting Guards mit großem Verständnis begleiten. Cheftrainer Götz Rohdewald erklärte: „Ich habe Paul gesagt, ich gönne ihm das. Er hat sehr viel investiert. Ich denke da auch an die Leidensstrecke mit seinen beiden Fußbrüchen, wo die ganze Saison weg war. Paul hat immer daran geglaubt, viel gearbeitet und eine sehr gute ProA-Saison bei uns gespielt. Und es war eigentlich klar, dass wir keine Chance haben werden, ihn für die ProB zu begeistern. Dafür war sein Jahr zu gut. Ich glaube, bei seinem neuen Club ist er gut aufgehoben, und ich hoffe, da macht er den nächsten Schritt in seiner Karriere. Von daher: Ich freue mich für ihn und wünsche ihm da alles erdenklich Gute!“ Auch Manager Helge Stuckenholz blickte mit Stolz auf die Entwicklung des Münsteraner Eigengewächses: „Ich freue mich sehr, dass ein Münsteraner jetzt einmal aus seinem Münsteraner Nest ausfliegt, weil Paul so viel Talent hat und weil unsere Jugendarbeit im Verein so hervorragendes leistet, dass wir wirklich ein Talent von dem Format herausbringen, wie es Paul hat. Noch ein Jahr mit uns in der ProB zu bleiben, wäre für ihn ein Rückschritt gewesen. Deshalb gehen wir im maximal Guten auseinander und wünschen ihm nur das Beste. Paul ist ein ProA-Spieler, dem hier und da noch ein bisschen Konstanz fehlt. Die wird er in seinem neuen Team dann finden.“

Viefhues selbst sprach emotional über seinen Abschied aus der Heimat: „Mein Ziel ist einfach, im Endeffekt herauszufinden, wie weit es mit Basketball gehen kann, aber wenn ich jetzt daran denke, wird es mir natürlich schwerfallen, nicht mehr vor den Heimfans in der vollen Halle in der Stadt zu spielen, in der ich groß geworden bin. Ich habe mich immer sehr wertgeschätzt gefühlt auf dem Weg von der U12 bis in das ProA-Team. Ich bedanke mich vor allem bei Helge und Götz, die mich zuletzt bei dieser schönen, elfjährigen Reise enorm unterstützt haben, aber ebenso bei allen Trainern in 11 Jahren UBC Münster sowie selbstverständlich auch den Physios und Ärzten. Außerdem möchte ich mich bei allen Mitspielern, allen aus der Geschäftsstelle und allen Helfern über die Jahre bedanken.“ Besonders die Fans der Uni Baskets werden dem U20-Nationalspieler in Erinnerung bleiben: „Man ist schon verwöhnt, was die Zuschauerzahlen und die Fanliebe angeht.“ Viefhues trug bereits im Alter von zehn Jahren erstmals das Trikot des UBC Münster und durchlief anschließend sämtliche Nachwuchsteams des Vereins. In der Saison 2025/26 absolvierte er 33 ProA-Partien, stand durchschnittlich 21:50 Minuten auf dem Feld und erzielte 8,6 Punkte pro Spiel bei einer starken Dreierquote von 36,6 Prozent. Besonders in Erinnerung bleibt vielen Fans sein Auftritt beim 92:86-Derbysieg gegen Bochum, als der Shooting Guard 24 Punkte auflegte und von außen hochprozentig traf.

Collin Metcalf erster Neuzugang von Medikamente per Klick Bayreuth

Der BBC Bayreuth setzt weiter auf junge Talente aus dem US-Collegebasketball und hat mit Collin Metcalf den nächsten spannenden Nachwuchsspieler verpflichtet. Der 2,06 Meter große und 108 Kilogramm schwere Center unterschreibt in Oberfranken einen Zweijahresvertrag und startet damit seine Profikarriere in der ProA. Bereits in der vergangenen Saison sammelten die Bayreuther positive Erfahrungen mit jungen NCAA-Spielern wie Leroy Ikejiaku und Cantia Rahming, die den Sprung in den Profibasketball schnell meisterten. Eine ähnliche Entwicklung erhoffen sich die Verantwortlichen nun auch von Metcalf. Der Deutsch-Amerikaner stammt aus einer US-Militärfamilie und verbrachte unter anderem acht Jahre seines Lebens in Südkorea, ehe er für sein letztes High-School-Jahr in die USA zurückkehrte. Seine College-Karriere begann er an der Northeastern University in Boston, wo er sich in der CAA Conference vor allem defensiv einen Namen machte. In seinem dritten Jahr wurde er mit durchschnittlich 5,0 Rebounds und 2,4 Blocks pro Spiel ins CAA All-Defensive Team gewählt und gehörte zu den zehn besten Shotblockern der gesamten NCAA.

Während seiner Zeit an Northeastern traf Metcalf unter anderem mehrfach auf den späteren ProA-Player-of-the-Year Ben Burnham von den Artland Dragons. Anschließend wechselte er über das NCAA-Transferportal an die renommierte University of Maryland in die starke Big Ten Conference. Dort absolvierte der Center 31 Spiele, davon 13 in der Starting Five, und etablierte sich in einer klar definierten Rolle als defensiver Anker, Rebounder und Ringbeschützer. In Maryland spielte Metcalf unter anderem gegen spätere NCAA-Spitzenteams aus Michigan und Illinois sowie gegen deutsche Talente wie Johann Grünloh und Hannes Steinbach. Besonders das direkte Duell mit Steinbach sorgte für Aufmerksamkeit: In 30 Einsatzminuten hielt Metcalf den angehenden NBA-Draft-Kandidaten bei 14 Punkten und drei Rebounds.

Der neue Bayreuther Center blickt voller Vorfreude auf seine erste Profistation: „Ich bin überaus begeistert und dankbar für die Gelegenheit, nach Deutschland zurückzukehren und die großartige Stadt Bayreuth zu vertreten. Ich habe viel Gutes über die Leidenschaft der Fans und den Stolz dieser Gemeinschaft auf ihre Mannschaft gehört und kann es kaum erwarten, das selbst zu erleben. Ich freue mich darauf, bald anzukommen, meine Teamkollegen und die Fans kennenzulernen und alles zu geben, um der Mannschaft zu helfen, ihren Erfolg fortzusetzen und Spiele zu gewinnen. Ich freue mich besonders darauf, Energie und Härte in der Verteidigung einzubringen und ein starker defensiver Anker für das Team zu sein. Verteidigung und Einsatz sind Dinge, auf die ich sehr stolz bin, und ich bin bereit, jeden Abend zu kämpfen, den Korb zu verteidigen, Rebounds zu holen und spielentscheidende Aktionen zu machen. Ich kann es kaum erwarten, mit dem Trainerstab und meinen Teamkollegen zusammenzuarbeiten und dazu beizutragen, Bayreuth in dieser Saison noch mehr Erfolg zu bescheren.“

Auch der künftige Sportdirektor Felix Hilgart sieht großes Potenzial im jungen Big Man: „Wir freuen uns sehr, dass Collin sich dafür entschieden hat, seine Profikarriere bei uns in Bayreuth zu starten. In unseren Gesprächen haben wir Ihn als einen sehr aufgeräumten und positiven jungen Mann kennengelernt, der neben seinem spannenden Lebenslauf auch alle physischen Anlagen und die richtige Einstellung für eine erfolgreiche Karriere in Europa mitbringt. Er soll uns mit seiner Länge und Beweglichkeit von Anfang an Stabilität in der Verteidigung geben und verfügt unserer Meinung nach zudem auch in der Offensive über einiges Potential, welches wir noch besser nutzen und entwickeln wollen. Gemeinsam mit Leroy Ikejiaku bildet Collin in der kommenden Saison ein sehr spannendes, wenngleich auch noch sehr junges Duo auf der großen Position.“

Publikumsliebling Adam Touray bleibt bei den Uni Baskets Münster

Die Uni Baskets Münster können auch in der kommenden ProB-Saison weiter auf ihr Gesicht der vergangenen Jahre bauen. Publikumsliebling und Leistungsträger Adam Touray hat seinen Vertrag verlängert und geht damit nach seiner Rückkehr im Jahr 2020 bereits in seine siebte Spielzeit bei den Münsteranern. Für Cheftrainer Götz Rohdewald ist der Verbleib des Centers ein enorm wichtiges Signal: „Wir können stolz sein, auch froh sein, dass Adam bei uns bleibt. Er ist ein Riesenteil von Münster und unserem Verein. Und wie sehr er sich mit dem Verein verbunden fühlt, hat man ja auch daran gesehen, dass er so früh wieder zurückgekommen ist.“ Besonders hob Rohdewald hervor, wie sehr sich Touray trotz Verletzung für den Klub aufgeopfert habe: „Ich glaube, er hat viele Spiele mit quasi nur ‚einem Arm‘ gespielt und hat alles getan, um in der ProA zu bleiben. Von daher ist Adam in so vielen Punkten ein so unglaublich wichtiger Spieler für uns, der auch ein großes Vorbild für alle Spieler ist in der Art, wie er Training, Spiel und alles angeht.“

Auch Manager Helge Stuckenholz zeigte sich begeistert über die erste wichtige Personalentscheidung für den neuen Kader: „Wenn man von ‚to lead by example‘ spricht, kenne ich keinen, der dieser Redewendung mehr gerecht wird als Adam! Er war einer der Eckpfeiler des Erfolges der letzten Jahre! Dass er in der ProB für uns und die Stadt weiter die Doppelbelastung von Lehre und Basketball leisten will, rechne ich ihm sehr hoch an!“ Für Adam Touray selbst spielte bei der Entscheidung vor allem die enge Bindung zur Stadt und zum Verein eine große Rolle: „Ich bin Münsteraner. Ich liebe es, hier zu spielen. Es gibt ProA-Vereine mit vielleicht 1.000 Leuten bei den Spielen und die sind im Mittelfeld oder in den Playoffs. Wir steigen ab und haben 2.800 Fans beim letzten Heimspiel in der Halle. Das ist ein Riesenfaktor für mich. Das macht unglaublich Spaß, alle zwei Wochen hier vor so einer Menge Leute zu spielen, die einen anfeuern.“

Zudem betonte der Center die Bedeutung seines privaten Umfelds: „Dazu habe ich meine Freunde und Familie und auch meinen Job hier, gehe ins letzte Lehrjahr. Ohne die Uni Baskets würde ich das wahrscheinlich nicht nebenher schaffen.“ Der gebürtige Münsteraner war 2020 von den MHP RIESEN Ludwigsburg in seine Heimat zurückgekehrt und entwickelte sich seitdem zu einer Identifikationsfigur des Vereins. Bis zum Ende der Saison 2024/25 absolvierte Touray 152 Spiele in der ProA mit 1.768 Punkten sowie 61 Partien in der ProB mit 626 Zählern. Dazu kommen fünf Einsätze in der Basketball Bundesliga. In der vergangenen Spielzeit wurde der Big Man allerdings immer wieder von einer hartnäckigen Verletzung ausgebremst und kam deshalb nur auf elf ProA-Einsätze mit insgesamt 107 Punkten.

Kapitän Tim Köpple verlängert bei den Nürnberg Falcons

Die Nürnberg Falcons können den Verbleib von Kapitän Tim Köpple vermelden. Der 25-jährige Aufbauspieler hat seinen Vertrag beim mittelfränkischen ProA-Ligisten für zwei Jahre verlängert. Mit der Vertragsverlängerung von Tim Köpple setzten die Nürnberg Falcons zu einem sehr frühen Zeitpunkt ein wichtiges Signal mit Blick auf den deutschen Kern. Köpple spielt seit Sommer 2021 in Nürnberg und gehört hier zu den absoluten Publikumslieblingen. Seine Besonnenheit und Leadership machen ihn auch weiterhin zu einem wichtigen Puzzle-Teil im Nürnberger Profikader. Sein zukünftiger Head Coach Tim Black freut sich den gemeinsamen Weg weiter zu gehen: „Es ist ein tolles Zeichen, Tim Köpple weiterhin als Teil der Falcons-Familie zu wissen. In den vergangenen Jahren war er ein entscheidender Baustein unseres Fundaments und unseres Aufbauprozesses. Sein Verbleib unterstreicht die wichtige Rolle, die er als Eckpfeiler dessen, was wir hier aufbauen, auch weiterhin spielt.“

Tim Köpple hat in seiner fünften Falcons-Spielzeit alle 34 Partien bestritten und stand dabei im Schnitt 18 Minuten auf dem Parkett. Sein statistisch bestes Jahr hatte der 1,82 Meter große Guard 2023/20024, als er im Schnitt 8,6 Punkte, 2,9 Assists und 2,4 Rebounds auflegte. Daran will Köpple in der kommenden Saison gerne anknüpfen: „Ich freue mich sehr, hier bleiben zu können. Die letzten Jahre hat sich der Verein toll entwickelt und ich möchte gerne weiterhin meinen Beitrag leisten, da wir weiter Luft nach oben haben. Daher ist mir die Entscheidung auch sehr leicht gefallen.“

Vertragsauflösung: BG Göttingen und Headcoach Fabian Strauß beenden Zusammenarbeit

Bei der BG Göttingen kommt es nach dem enttäuschenden Aus im Playoff-Viertelfinale zu einer personellen Veränderung auf der Trainerposition. Die Veilchen und Headcoach Fabian Strauß haben sich im gegenseitigen Einvernehmen auf eine Vertragsauflösung geeinigt. Nach einer intensiven Analyse kamen beide Seiten zu dem Entschluss, dass eine Trennung die beste Lösung sei. BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen erklärte: „Wir haben uns nach dem viel zu frühen Saisonende etwas Zeit genommen, um die Situation zu bewerten. Fabo ist ein junger Trainer, dem wir eine große Verantwortung übertragen haben. Letztendlich hat es aus unserer Sicht sportlich nicht so funktioniert, wie wir das erwartet haben.“ Zwar habe Göttingen das Minimalziel erreicht und die Hauptrunde mindestens auf Rang vier abgeschlossen, das angestrebte Halbfinale jedoch verpasst. Gleichzeitig verwies Meinertshagen auf die schwierigen Umstände während der Saison: „Zur Wahrheit gehört auch, dass wir solch eine Seuchensaison mit vielen parallel verletzten Spielern noch nie erlebt haben. Dennoch hat die Mannschaft ihr Potenzial zu oft nicht ausgeschöpft. Wir danken Fabo für seinen Einsatz für die BG und wünschen ihm für seine sportliche und private Zukunft nur das Beste.“

Fabian Strauß war erst im Mai 2025 nach Göttingen gekommen und startete stark in seine erste Saison als Cheftrainer der Veilchen. Die BG spielte eine überzeugende Hinrunde mit 13 Siegen aus 17 Spielen, ehe zahlreiche Verletzungen das Team im Dezember und Januar massiv zurückwarfen. Über Wochen musste die Mannschaft im Notfallmodus agieren, wodurch laut Klubangaben selbst reguläre Fünf-gegen-fünf-Trainingseinheiten kaum möglich waren. Auch nach der Rückkehr vieler Spieler fand das Team nie wieder zu seiner Form aus der ersten Saisonhälfte zurück. Strauß selbst verabschiedete sich mit emotionalen Worten: „Ich bin dankbar für die Möglichkeit, Cheftrainer der BG Göttingen gewesen zu sein und solch einen Traditionsklub vertreten zu dürfen. Natürlich ist es schade und enttäuschend, dass wir unsere gemeinsamen Ziele nicht erreicht haben. In der Saison sind viele Verletzungen passiert und einige Dinge anders verlaufen, als wir es geplant hatten, was unseren Weg nicht einfacher gemacht hat.“ Besonders bedankte er sich bei den Fans, seinem Staff und der Mannschaft: „Ich nehme viele wertvolle Erfahrungen und wichtige Erkenntnisse für meine Zukunft mit und wünsche dem Klub und allen Menschen rund um die Veilchen alles Gute für die kommenden Jahre.“ Die BG Göttingen haben nach eigenen Angaben bereits mit der intensiven Suche nach einem neuen Headcoach begonnen.