Sören-Eyke Urbansky verlässt die Bayer Giants Leverkusen

Bei den Bayer Giants Leverkusen endet nach drei gemeinsamen Jahren die Zusammenarbeit mit Sören-Eyke Urbansky. Der 2,14 Meter große Center wird in der Saison 2026/27 nicht mehr für den Rekordmeister auflaufen und verabschiedet sich damit nach einer intensiven und erfolgreichen Zeit aus Leverkusen. Bereits in seiner ersten Saison am Rhein zeigte Urbansky, welches Potenzial in ihm steckt. Direkt am ersten Spieltag der Saison 2023/24 setzte der Big Man beim Auswärtsspiel in Bernau mit 23 Punkten und 11 Rebounds ein Ausrufezeichen. Mit einer Effektivität von 31 war es statistisch die stärkste Partie seiner bisherigen Karriere. In seiner Debütsaison vertrat er den verletzten Dennis Heinzmann stark und überzeugte mit durchschnittlich 7,5 Punkten sowie 4,2 Rebounds pro Spiel. Ein Jahr später folgte dann der große sportliche Erfolg: Gemeinsam mit den GIANTS gelang Urbansky der Gewinn der Meisterschaft und der Aufstieg. Als wichtiger Rotationsspieler unter den Körben steuerte der Center in der erfolgreichen Aufstiegsrunde solide 6,4 Punkte pro Partie bei und stellte sich jederzeit in den Dienst der Mannschaft. Auch in der ProA blieb Urbansky ein verlässlicher Faktor.

Immer wieder brachte er wichtige Impulse von der Bank, unter anderem mit zwölf Punkten in Quakenbrück oder elf Zählern bei der knappen Niederlage in Göttingen. Wann immer er gebraucht wurde, war auf den Center Verlass. Zum Abschied blickte Urbansky emotional auf seine Zeit in Leverkusen zurück: „Ich möchte mich von Herzen beim gesamten Verein bedanken. Bei meinen Mitspielern, Trainern, den Physiotherapeuten, dem Vorstand und allen Fans, die mich in dieser Zeit unterstützt haben. Wir haben zusammen gekämpft, gewonnen, verloren, gelacht und viele Erinnerungen geschaffen, die ich niemals vergessen werde. Dieser Verein war für mich mehr als nur Basketball. Er war ein zweites Zuhause. Ich bin dankbar für jede einzelne Erfahrung, jede Trainingseinheit und jedes Spiel, das ich mit euch erleben durfte. Jetzt beginnt für mich ein neues Kapitel, aber ein Teil von mir wird immer in Leverkusen bleiben. Dem Klub wünsche ich für die Zukunft alles erdenklich Gute.“

Auch Headcoach Michael Koch fand zum Abschied ausschließlich lobende Worte für seinen Schützling: „Sören-Eyke hat sich von seinem ersten Jahr an in Leverkusen kontinuierlich weiterentwickelt. Als sich Dennis schwer verletzt hat, hat er die Starterrolle bei den GIANTS mit viel Engagement erfüllt. Auch nach der Rückkehr von Dennis Heinzmann ließ sich Sören nie hängen. Trotz der starken Konkurrenz arbeitete er weiter hart an sich. Er hat sich nie beklagt, sich stets in den Dienst der Mannschaft gestellt und hart an sich gearbeitet. Ich wünsche ihm nur das Beste und vor allem Gesundheit!“ Mit Urbansky verlieren die GIANTS nicht nur einen zuverlässigen Center, sondern auch einen Teamspieler, der sich durch Einsatzbereitschaft, Professionalität und Loyalität auszeichnete. Seine Rolle beim Meistertitel und Aufstieg 2025 bleibt ein wichtiger Teil der jüngeren Vereinsgeschichte.

Co-Trainer Thorben Döding gibt sein Comeback bei den Uni Baskets Münster

Bei den Uni Baskets Münster nimmt die Planung auf der Point-Guard-Position weiter konkrete Formen an. Nach einem Jahr als Co-Trainer feiert Thorben Döding sein Comeback auf dem Parkett und wird die Münsteraner in der kommenden ProB-Saison wieder aktiv als Spieler unterstützen. Der 27-Jährige bringt dabei die Erfahrung aus insgesamt 214 ProA-Partien mit und soll gemeinsam mit Nachwuchstalent Thore Dilschmann ein starkes Duo im Aufbau bilden. Manager Helge Stuckenholz bewertet die Rückkehr des Routiniers durchweg positiv: „Mit Thorben haben wir einen erfahrenen Point Guard aus der ProA, der letztes Jahr seinen Horizont als Coach weiterentwickeln konnte. Er wird hinter Thore eine erfahrene und stabilisierende Rolle spielen. Alle deutschen Spieler, die hier bleiben, freuen sich sehr, dass er noch einmal die Basketballschuhe schnürt!“ Auch Headcoach Götz Rohdewald blickt mit gemischten Gefühlen auf die neue Konstellation. Einerseits verliere er einen wichtigen Co-Trainer, andererseits gewinne die Mannschaft einen erfahrenen Aufbauspieler zurück: „Thorben ist leider dann nicht mehr mein Assistenztrainer. Das ist natürlich schade. Er hat das sehr gut gemacht und sich da sehr gut eingefunden. Es hat Spaß gemacht. Auf der anderen Seite hat es bei ihm auch hin und wieder gejuckt, dass er noch spielen wollte. Er hat ja auch in Gießen ein super Spiel gemacht.“

Döding selbst nutzte die vergangene Saison bewusst, um erste Erfahrungen im Trainergeschäft zu sammeln. Gleichzeitig merkte er jedoch schnell, dass ihn das Spiel auf dem Feld weiterhin reizt: „Die Möglichkeit, in das Trainergeschäft reinzuschnuppern, war eine wertvolle Erfahrung und die Pause als Spieler hat mir körperlich und mental gutgetan. Aber als ich in der ProA und der Regionalliga ausgeholfen habe, habe ich gemerkt, dass ich noch sehr gerne auf dem Feld stehe.“ Der Aufbauspieler blickt nun voller Motivation auf die kommende Saison und den gemeinsamen Angriff auf den Wiederaufstieg: „Ich fühle mich bei den Uni Baskets sehr wohl, harmoniere bestens mit dem deutschen Kern und der Anreiz ist riesig, gemeinsam die ProB zu gewinnen und den Wiederaufstieg perfekt zu machen. Aus der ProB in die ProA aufzusteigen, ist nicht einfach. Das weiß man hier in Münster und das weiß ich auch noch aus meiner Zeit in Quakenbrück. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass wir eine erfolgreiche Saison spielen werden und hoffentlich viele Fans und Studis in die Halle Berg Fidel locken!“

Besonders gespannt sind die Verantwortlichen auf das Zusammenspiel zwischen Döding und dem jungen Thore Dilschmann. Rohdewald sieht darin eine ideale Kombination aus Talent und Erfahrung: „Die Kombination aus Thorben und Thore ist eine sehr, sehr gute auf der Point-Guard-Position. Da haben wir ein starkes Duo fürs nächste Jahr.“ Auch Döding selbst traut seinem jungen Mitspieler den nächsten Entwicklungsschritt zu: „Ich bin mir sicher, dass Thore den nächsten Schritt machen und sich zu einem echten Führungsspieler entwickeln wird. Dabei hoffe ich, ihm bestmöglich mit meiner Erfahrung zu helfen und das Duo zu komplettieren! Thore ist ein hervorragender Spieler und vor allem auch ein super Kerl. Wir verstehen uns auf und abseits des Feldes sehr gut.“ Für die Uni Baskets ist die Rückkehr des erfahrenen Aufbauspielers damit nicht nur sportlich ein wichtiges Signal, sondern auch ein klares Zeichen für Kontinuität und Identifikation mit dem Standort Münster.

Thore Dilschmann bleibt bei den Uni Baskets Münster

Die Uni Baskets Münster haben eine wichtige Personalie für die Zukunft geklärt: Nachwuchs-Point-Guard Thore Dilschmann bleibt den Münsteranern erhalten und hat seinen Vertrag bis 2027 verlängert. Im Falle eines direkten Wiederaufstiegs in die ProA verlängert sich das Arbeitspapier automatisch um eine weitere Saison. Für die Uni Baskets ist die Verlängerung des 20-Jährigen ein bedeutendes Signal – gerade in einem schwierigen Markt für deutsche Nachwuchsspieler. Nach dem Abschied von Eigengewächs Paul Viefhues sehen die Verantwortlichen in Dilschmann einen zentralen Baustein für die Zukunft des Teams. Cheftrainer Götz Rohdewald betonte die enorme Bedeutung der Verlängerung: „Dass Thore bei uns bleibt, ist sehr, sehr wichtig. Er hat gezeigt, dass er im Herren-Basketball Fuß gefasst hat. Vor allem in seiner Rolle als Point Guard ist es sehr, sehr schwer, in der ProA überhaupt Minuten zu kriegen – in seinem Alter sowieso. Und ich finde, er hat das sehr, sehr gut gemacht – trotz seiner jungen Jahre. Von daher bin ich sehr froh, dass er auch in der ProB bei uns bleibt.“

Nach seiner ersten kompletten ProA-Saison soll Dilschmann nun den nächsten Entwicklungsschritt gehen und künftig als Starting Point Guard deutlich mehr Verantwortung übernehmen. Manager Helge Stuckenholz sieht darin die perfekte Chance für die weitere Entwicklung des jungen Aufbauspielers: „Thore hat eine super Saison gespielt, vor allem, wenn man in Betracht zieht, was für eine Verantwortung im Abstiegskampf auf diesen jungen Schultern lastete. Jetzt der Starting-Point-Guard in einem ProB-Team zu sein, welches hoffentlich mit um den Aufstieg spielt, ist eine große Herausforderung, an der er weiter wachsen kann. Ich glaube auch, dass das ein guter Schritt für ihn ist, erst einmal ein Jahr Verantwortung zu haben und noch mehr als letztes Jahr im Fokus zu stehen. Ich glaube, er wird ein sehr, sehr gutes Jahr spielen. Das braucht er auch für seine Entwicklung.“ Auch Dilschmann selbst freut sich auf die größere Rolle und die Möglichkeit, sich sportlich weiterzuentwickeln:

„Ich bekomme viel Vertrauen von Götz und Helge, auch schon in meinem jungen Alter, die Rolle des Starting-Point-Guards noch mehr als in den paar Spielen des Vorjahres einzunehmen und konstant zu zeigen, und kann mich durch viel Spielzeit in der ProB am besten entwickeln. Aber auch, weil wir mit Felix Engel einen sehr guten Individualtrainer haben. Unter ihm kann ich im Sommer und in der nächsten Saison viel an meinen Schwächen arbeiten. Ein Ziel: einen konstanteren Wurf zu bekommen.“ Darüber hinaus verfolgt der gebürtige Wedeler auch persönliche Ziele: „Weitere Ziele des 20-Jährigen sind, meine Führungsqualitäten zu verbessern und mich menschlich weiterzuentwickeln. Ich fühle mich in Münster sehr wohl und kann hier auch mein Studium nebenbei weitermachen.“ In seiner ersten vollständigen ProA-Spielzeit stand Dilschmann in allen 34 Saisonspielen auf dem Feld und kam dabei auf durchschnittlich 5,6 Punkte sowie 3,1 Assists pro Partie.

SC Rist Wedel und Lincoln Rosebush beenden die Zusammenarbeit

Der SC Rist Wedel und Importspieler Lincoln Rosebush gehen nach nur einer gemeinsamen Saison wieder getrennte Wege. Obwohl der Kanadier in seiner ersten Spielzeit in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB durchaus starke Ansätze zeigte, war laut Sportlichem Leiter Christoph Roquette frühzeitig klar, dass die Zusammenarbeit nicht fortgesetzt wird. Rosebush war im Sommer 2025 als spielstarker Big Man mit Wurfstärke von außen verpflichtet worden und sollte gemeinsam mit Camron Reece die großen Fußstapfen auf der Centerposition füllen. Vor allem sein Distanzwurf überzeugte dabei durchaus: Mit 36,6 Prozent verwandelter Dreier brachte der Kanadier eine wichtige offensive Komponente mit. Gleichzeitig blieb er jedoch insbesondere in Korbnähe hinter den Erwartungen zurück. Lediglich 41,4 Prozent seiner Würfe aus der Nahdistanz fanden ihr Ziel – für einen klassischen Big Man deutlich zu wenig.

Christoph Roquette ordnete die Saison des Centers deshalb differenziert ein: „Er hat uns geholfen und eine überdurchschnittliche Saison gespielt, aber keine sehr gute.“ Insgesamt kam Rosebush in 26 Einsätzen für die Wedeler auf 334 Punkte und 204 Rebounds, was im Schnitt 12,9 Punkte sowie 7,8 Rebounds pro Partie bedeutete. Dennoch fehlte es laut Verein an Konstanz. Immer wieder wechselten starke Auftritte mit eher unauffälligen Spielen ab. Zudem tat sich der Kanadier offenbar schwer damit, sich vollständig ins Mannschaftsgefüge einzufinden. Roquette beschrieb den 26-Jährigen als eher introvertierten Spieler: „Er weiß, dass er noch an vielen Aspekten seines Spiels arbeiten muss – vor allem mental. Er darf sich nicht von kleinsten Widrigkeiten unterkriegen und von Rückschlägen beeinflussen lassen, sondern muss seinen Mann stehen.“

Auch beim Kooperationspartner Veolia Towers Hamburg konnte sich Rosebush nicht nachhaltig für größere Rollen in Bundesliga oder EuroCup empfehlen. Dennoch sieht der SC Rist die Saison des Kanadiers keineswegs ausschließlich negativ. Vielmehr sei die erste Spielzeit in Deutschland für ihn ein wichtiger Lernprozess gewesen. Für die Wedeler Verantwortlichen beginnt nun die Suche nach dem nächsten Importspieler. Christoph Roquette formulierte dabei bereits ein klares Anforderungsprofil: „Wir möchten für die kommende Saison einen Importspieler finden, der schon etwas Spezielles mitbringt, den wir aber auch noch weiterentwickeln können.“

Kapitän Sebastian Heck verlängert bei den Dresden Titans

Die Dresden Titans setzen in ihrer Kaderplanung für die kommenden Jahre auf Kontinuität und haben den Vertrag mit Kapitän Sebastian Heck um zwei weitere Spielzeiten verlängert. Damit geht das Dresdner Basketball-Urgestein in seine elfte und zwölfte Saison bei den Elbriesen und bleibt weiterhin eines der prägenden Gesichter des Vereins. Der gebürtige Speyerer hat sich in den vergangenen Jahren längst zur Identifikationsfigur der Titans entwickelt. Nach dem ProA-Abstieg 2025 bekannte sich Heck früh zum Neustart in Dresden und unterstrich seine Bedeutung für die Mannschaft in der abgelaufenen Saison eindrucksvoll. Der 30-Jährige spielte eine der stärksten Spielzeiten seiner Karriere und gehörte ligaweit zu den konstantesten Akteuren. Mit durchschnittlich 3,0 Steals pro Partie war Heck sogar bester Balldieb der Liga. Hinzu kamen starke Werte von 8,4 Rebounds, 6,5 Assists und 1,5 Blocks pro Spiel, womit er sich in mehreren statistischen Kategorien unter den Topspielern der ProB Süd etablierte. Auch offensiv war der erfahrene Forward mit durchschnittlich 8,6 Punkten ein wichtiger Faktor. Doch nicht nur sportlich nimmt Heck bei den Titans eine zentrale Rolle ein.

Als dienstältester Spieler des Teams führt er die junge Mannschaft mit Ruhe und Erfahrung an und gilt intern als wichtiger Führungsspieler. Gleichzeitig ist er auch abseits des Feldes längst ein Publikumsliebling geworden – etwa wenn er nach Spielen gemeinsam mit seiner Tochter die Fans in der Margon Arena begrüßt. Heck selbst erklärte nach seiner Vertragsverlängerung: „Über die Jahre ist eine besondere Verbindung mit dem Verein entstanden. Es macht mich stolz, in meine elfte Saison mit den Titans zu gehen und weiterhin der Mannschaft eine Stütze sein zu dürfen.“ Auch Headcoach Valentino Lott zeigte sich hochzufrieden über die Verlängerung seines Kapitäns: „Wenn der Kapitän an Bord bleibt, weiß man, dass der Kurs stimmt. Als absolute Identifikationsfigur des Vereins und mit inzwischen zehn Jahren im Trikot, steht Sebastian wie kaum ein anderer für Kontinuität, Leidenschaft und Zusammenhalt. Ich freue mich, dass Sebastian nochmal zwei Jahre dranhängt. Er ist nicht nur auf dem Feld enorm wichtig für die Mannschaft, sondern auch off the court ein Ruhepol. Genau solche Typen braucht man, um gemeinsam etwas aufzubauen und langfristig erfolgreich sein will.“

Jakob Burger wird Nachfolger von Alex King in Würzburg

Bei der VR-Bank Würzburg Baskets Akademie kommt es nach vier gemeinsamen Jahren zu einem Wechsel auf der Trainerposition. Alex King wird in der kommenden Saison nicht mehr als Headcoach der Männer-Mannschaft fungieren. Der frühere 42-fache Nationalspieler führte das Akademie-Team vor zwei Jahren als Meister der Regionalliga Südost zurück in die ProB und erreichte in seiner ersten Saison als ProB-Headcoach 2024/25 direkt die Playoffs. Sein Nachfolger steht bereits fest: Jakob Burger wechselt aus Trier nach Würzburg und übernimmt sowohl den Cheftrainerposten des Herrenteams als auch die sportliche Leitung der älteren Jahrgänge im Nachwuchsbereich. Geschäftsführer Steffen Liebler würdigte die Arbeit von Alex King ausdrücklich: „Wir bedanken uns bei Alex für vier Jahre großes Engagement und harte Arbeit für unser Nachwuchsprogramm. Sportliche Erfolge wie unsere Rückkehr in die ProB und die erfolgreiche Entwicklung unserer Talente Hannes Steinbach und Christian Skladanowski sind auch sein Verdienst und werden immer mit seinem Namen verbunden sein.“ Gleichzeitig betonte Liebler, dass die Entscheidung nichts mit der schwierigen ProB-Saison zu tun habe: „Nach reiflicher Überlegung waren wir aber der Meinung, dass unser Nachwuchsprogramm aus verschiedenen Gründen einen neuen Input braucht.“ Alex King hatte das Amt direkt nach dem Ende seiner aktiven Karriere übernommen.

Mit Jakob Burger übernimmt nun ein junger und akademisch geprägter Trainer das Programm. Der 29-Jährige kommt aus dem Nachwuchsbereich der VET-CONCEPT Gladiators Trier und war zuletzt unter anderem Headcoach des Kooperationspartners Artemis Sunkings Saarlouis in der Regionalliga Südwest. Zuvor arbeitete Burger an der renommierten Urspring-Akademie und bringt zudem internationale Erfahrung im Nachwuchsbereich des Deutschen Basketball Bunds mit. Im vergangenen Sommer war er Co-Trainer der deutschen U20-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Griechenland. In Würzburg soll Burger künftig vor allem die nachhaltige Entwicklung der Talente vorantreiben. „Jakob wird bei uns als sportlicher Leiter den Bereich ab der U17 aufwärts verantworten und dabei seinen Fokus auf einer nachhaltigen Spielerentwicklung im Leistungsbereich haben“, erklärte Steffen Liebler. Burger selbst blickt mit großer Vorfreude auf seine neue Aufgabe: „Spielerentwicklung ist für mich eine Herzensangelegenheit. Würzburg bietet dafür sportlich und mit der Infrastruktur sehr gute Voraussetzungen. Die Stelle bei der VR-Bank Würzburg Baskets Akademie ist für mich ein echtes Privileg. Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen der Gesellschafter.“

Eagles-Kapitän bleibt an Bord: Lucien Schmikale verlängert in Itzehoe

Die Itzehoe Eagles können auch in der kommenden Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB auf ihren Kapitän bauen. Lucien Schmikale wird weiterhin das Trikot der Eagles tragen und nach seinem im vergangenen Sommer unterschriebenen Zwei-Jahres-Vertrag auch in der Spielzeit 2026/27 eine zentrale Rolle übernehmen. Der 29-Jährige gehörte in der vergangenen Saison mit durchschnittlich knapp 16 Punkten und rund 33 Minuten Einsatzzeit pro Partie zu den wichtigsten Akteuren der Norddeutschen. Für den neuen Headcoach Max Rockmann ist Schmikale ein elementarer Bestandteil der Mannschaft: „Als Kapitän übernimmt Lucien Verantwortung, geht täglich voran und gibt unserem Team auf und neben dem Feld Stabilität. Seine Erfahrung und Präsenz sind für unsere Entwicklung enorm wertvoll.“ Mit etwas Abstand blickt Schmikale insgesamt positiv auf die vergangene Saison zurück, auch wenn das frühe Playoff-Aus einen bitteren Beigeschmack hinterließ. „Auch wenn wir uns erhofft hatten, ein wenig weiter in den Playoffs zu kommen, bin ich der Meinung, dass wir stolz auf die Saison sein können. Nach zwei sportlich schwierigen Jahren in Itzehoe waren wir in der Lage, den Fans wieder erfolgreichen Basketball zu bieten“, erklärte der Guard. Besonders wichtig sei für ihn die Entwicklung des Teams gewesen: „Wir sind als Team zusammengewachsen und haben uns sowohl auf dem Feld als auch menschlich weiterentwickelt.“

Auch abseits des Courts fühlt sich Lucien Schmikale in Itzehoe mittlerweile tief verwurzelt. Vor allem die Rückkehr der Heimspiele an den Lehmwohld habe die Verbindung zum Umfeld nochmals verstärkt: „Dadurch, dass die Spiele am Lehmwohld und nicht mehr wie in der ProA in Brokdorf stattfanden, war die Nähe zu Fans, Helferinnen und Helfern besonders bei den Spielen für mich als Spieler noch greifbarer.“ Über die Jahre habe er erkannt, wie bedeutend der Zusammenhalt innerhalb des Vereins und der Stadt sei. „Grenzen zwischen ‚Arbeit‘ und Privatem verschwimmen hier in Itzehoe – und das ist natürlich positiv gemeint“, so Schmikale. Die Offseason nutzt der Kapitän aktuell vor allem, um Kraft zu tanken und sich gleichzeitig auf die kommende Spielzeit vorzubereiten. Neben Reisen mit seiner Frau arbeitet Schmikale an seiner Masterarbeit und hält sich mit Krafttraining fit. Zudem verbringt er freie Zeit gerne bei seiner Familie in der Heimat, kümmert sich um den Haushalt, geht mit dem Hund spazieren oder spielt Videospiele.

Mit Blick auf die kommende Saison sieht Schmikale sowohl persönlich als auch mannschaftlich weiteres Entwicklungspotenzial. „Für die neue Saison nehme ich mir persönlich vor, eine Balance zwischen Positivität und Fordern zu entwickeln“, erklärte der 29-Jährige. Gleichzeitig wolle die Mannschaft lernen, sich gegenseitig noch konsequenter an den eigenen Standards zu messen und sich weniger von negativen Emotionen beeinflussen zu lassen. Auch der Trainerwechsel von Timo Völkerink zu Max Rockmann wird innerhalb des Teams positiv aufgenommen. „Nach außen mögen sich Max und Timo vielleicht etwas unterscheiden. Der eine ruhiger, der andere emotionaler. Jedoch kommen sie hinsichtlich Basketball oft auf einen Nenner“, sagte Schmikale. Besonders schätze er Rockmann als reflektierte Persönlichkeit und freue sich auf neue Impulse im Spielsystem der Eagles.