Rupert Hennen wechselt innerhalb der RheinStars

Rupert Hennen schließt sich ab sofort der zweiten Mannschaft der RheinStars an und wird mithelfen, den Aufstieg in die erste Regionalliga zu realisieren. Der Sportstudent verlässt das ProA-Team in der BARMER 2. Basketball Bundesliga als Kapitän und wird beim aktuellen Tabellenführer der 2. Regionalliga auf viele ehemalige Mitspieler und Freunde treffen.

„Wir freuen uns sehr, dass Rupi sich an einer für die Gesamtentwicklung des Vereins wichtigen Stelle weiter einbringen möchte“, führen die Geschäftsführer Stephan Baeck und Tibor Taras aus.

Zuletzt hatte der ProB-MVP der Saison 2023/2024 immer weniger Spielzeit im Team von Headcoach Zoran Kukic erhalten, so dass sich der Wechsel innerhalb der RheinStars als aktuell bestmögliche Situation für alle Beteiligten anbot.

Hennen bestritt in ProB und ProA seit 2022 in nun vier Spielzeiten insgesamt 105 Partien für die RheinStars. Er erzielte 1.592 Punkte und spielte 547 Assists, davon erreichter er in dieser Saison in 15 Spielen 86 Punkte bzw. 28 Assists.

Artem Kovalov verlässt den BBC Bayreuth

Der BBC Bayreuth verabschiedet sich von Artem Kovalov. In dieser Saison erzielte er in elf Einsätzen in gut 20 Minuten Einsatzzeit durchschnittlich 9,8 Punkte und 4,8 Rebounds pro Spiel.

Mit der Verpflichtung von Willem Brandwijk war klar, dass es für Artem keinen Platz mehr im Kader geben würde. Neben sportlichen Gründen, ihn in den letzten Spielen nicht mehr einzusetzen, hätten Kurzeinsätze sinkende statistische Werte zur Folge gehabt. Dadurch wäre es noch schwerer geworden, Artem als Offensivspieler zu vermitteln.

Der BBC Bayreuth möchte ausdrücklich betonen, dass sich Artem jederzeit professionell verhalten hat und sich immer in den Dienst der Mannschaft und der Organisation gestellt hat. Kovalov wird sich zeitnah einem neuen Verein im Ausland anschließen.

Eisbären Bremerhaven verpflichten BBL-Spieler Lorenz Brenneke

Mit Blick auf die Rückrunde und die im Mai 2026 anstehenden Playoffs freuen sich die Eisbären Bremerhaven, die Nachverpflichtung von Lorenz Brenneke zu verkünden. Der 26-jährige Power Forward wechselt von den SKYLINERS aus Frankfurt zu den Seestädtern.

Der gebürtige Berliner stammt aus dem Nachwuchs von ALBA Berlin, gewann mit der deutschen U20-Nationalmannschaft Bronze und spielte seit 2021 für die SKYLINERS in Frankfurt. In der vergangenen Saison erzielte er als Kapitän und festes Mitglied der Starting Five 4.1 Punkte und 2 Rebounds pro Spiel.

Durch eine Verletzung an der Hand musste der 2,04m große Power Forward zu Beginn der Saison eine längere Pause einlegen und kam dadurch in dieser Saison auf sechs Einsätze mit rund sieben Minuten Einsatzzeit im Schnitt.

Lorenz Brenneke blickt zuversichtlich auf seine Zeit bei den Eisbären: „Ich freue mich auf die neue Herausforderung. Ich wurde schon sehr herzlich von dem ganzen Team in Empfang genommen und kann es kaum erwarten, alle Eisbärenfans am Sonntag im Eisbärenkäfig zu sehen.“

„We are very excited having Lorenz with us. He gives us more depth at the big Position for the remainder of the season, and important to help with Hendrik out for the next couple of weeks“, so Eisbären Headcoach Steven Esterkamp über die Neuverpflichtung.

Neue Impulse und Erfahrung – Die Uni Baskets holen Deshon Taylor in ihren Aufbau

Die Uni Baskets Münster haben auf ebenso sportliche wie personelle Probleme im Backcourt reagiert. Nach dem längerfristigen Ausfall des erfahrenen Guards Bo Hodges hat der Zweitligist mit Deshon Davion Taylor einen international erfahrenen Aufbauspieler verpflichtet. Der 29-jährige US-Amerikaner unterschrieb bei den Unistädtern einen Vertrag bis zum Saisonende. Infolge der veränderten sportlichen Ausrichtung im Aufbau wird Julian Larry nicht mehr für die Uni Baskets auflaufen.

Der 1,88 m große Point Guard spielte im Collegebasketball ein Jahr für Kansas City, bevor er 2016 zu Fresno State wechselte. Nach Abschluss seiner College-Laufbahn 2019 startete Deshon Taylor seine Profikarriere bei den Sydney Kings in der australischen National Basketball League (NBL). Weitere Karrierestationen folgten in Neuseeland, Finnland, Ungarn, der Türkei, Israel und zuletzt bei KTB Basket in Finnland. Taylor ist der Cousin des früheren NBA-Spielers Quincy Pondexter und hat einen Sohn.

„Nach reiflichen Überlegungen haben wir uns dazu entschieden, auf der Aufbauposition einen erfahrenen Guard nachzuverpflichten. Deshon Taylor ist gestern in Frankfurt gelandet. Wir arbeiten mit Nachdruck an seiner Spielberechtigung“, erklärte Helge Stuckenholz den Transfer. Die veränderte sportliche Ausrichtung hätte in der Konsequenz erhebliche Auswirkungen auf die Spielzeit des hochveranlagten Julian Larry gehabt.

Der Manager der Uni Baskets erläuterte weiter: „Wir sind deshalb mit Julian und seinem Agenten übereingekommen, seinen Vertrag aufzulösen, damit er an einer anderen Stelle mehr Einsatzzeit bekommen kann. Er ist somit jetzt frei, sich einem neuen Klub anzuschließen. Die Suche hier hat schon begonnen. Wir wünschen Julian sportlich und privat nur das Allerbeste. Wir hoffen sehr, dass er mit seinem unbestrittenen Talent in der Zukunft in der Basketballszene weiter für Furore sorgen wird.“

Der Cheftrainer der Uni Baskets, Götz Rohdewald, ergänzt: „Wir haben Deshon ausgewählt, weil er Erfahrung hat, was in unserer jetzigen sportlichen Situation sehr wichtig ist. Julian ist ein guter Spieler, dem diese leider noch fehlt. Gerade in unserer Situation brauchen wir jetzt jemanden, der schon ein bisschen was gesehen hat.“

Nicht nur dieser Aspekt spielt für Rohdewald eine wesentliche Rolle, sondern ebenso die notwendigen sportlichen Veränderungen wegen des längerfristigen Ausfalls von Guard Bo Hodges. „Wir brauchen auch jemanden, der vielleicht ein wenig ein anderes Profil hat als Julian, weil Bo nicht so schnell wieder zurückkommt. Wir glauben, dass wir auch mehr Scoring-Punch auf der Position brauchen. Deshon hat beides und ist eigentlich ein höherklassiger Spieler, war aber zuletzt ohne Vertrag.“

Deshon Taylor, der die Nummer 21 tragen wird, trifft auf einen alten Bekannten. „Ich kenne Bo noch aus Finnland, wo wir zusammengespielt haben. Er hatte nur Gutes über Münster und die Fans zu berichten. Ich kann es kaum erwarten, meinen Job hier zu starten und dem Team auf jede mögliche Art zu helfen.“

GIESSEN 46ers trennen sich nach nur sechs Partien von Powerforward Abu Kigab

Abu Kigab ist bei den GIESSEN 46ers schon wieder Geschichte. Nach nur sechs Partien in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA haben sich der Altmeister und der 27-Jährige auf eine sofortige Vertragsauflösung geeinigt.

In seinen rund fünf Wochen an der Lahn brachte es der Kanadier mit sudanesischen Wurzeln auf durchschnittlich neun Punkte und fünf Rebounds in 22 Minuten Einsatzzeit. Seinen sportlichen Höhepunkt hatte der Ex-Karlsruher gleich bei seinem ersten Auftritt in Quakenbrück, als ihm bei der 100:107-Niederlage 17 Zähler glückten.

Die Trennung von Abu Kigab kam zustande, da er recht schnell nach der bekanntgewordenen Verpflichtung des Serben Viktor Kovacevic, der ebenfalls auf der Powerforward-Position einsetzbar ist, Abwanderungsgedanken äußerte. Außerdem ließ sich der Mann aus Ontario in dieser Woche überraschend nicht mehr im Training blicken.

„Wir wünschen Abu Kigab auf seinem weiteren Weg alles nur erdenklich Gute“, gab sich 46ers-Geschäftsführer Guido Heerstraß dennoch nicht nachtragend.

 

BG Göttingen verpflichten Wesley Dreamer

Die BG Göttingen hat sich rund einen Monat vor Ende der Wechselfrist in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA personell verstärkt. Die Südniedersachsen verpflichten US-Forward Wesley Dreamer. Der 25-Jährige kommt vom tschechischen Champions-League-Teilnehmer ERA Basketball Nymburk in die Universitätsstadt und erhält einen Vertrag bis Saisonende.

Dreamer soll die Lücke füllen, die die Knieverletzung von Kevin Buckingham in den BG-Kader gerissen hat. Nachdem Buckingham weiterhin unter Schmerzen im Knie litt, musste er nun operiert werden und fällt noch mehrere Wochen aus. Dreamer ist bereits in Göttingen eingetroffen und wird in den kommenden Tagen die obligatorischen Medizin-Checks absolvieren.

Der BG-Neuzugang und Strauß kennen sich aus der vergangenen Saison bei den Dresden Titans. Der aus dem US-Bundesstaat Nebraska stammende Basketball-Profi startete seine professionelle Karriere bei den Sachsen und avancierte dort zum Leistungsträger. In 29 Partien stand der 2,01 Meter große Spieler durchschnittlich rund 30 Minuten auf dem Parkett. In dieser Einsatzzeit erzielte er im Schnitt 16,9 Punkte und holte 7,7 Rebounds.

Mit diesen guten Statistiken empfahl sich der Forward für stärkere Klubs und wechselte nach dem Ende der ProA-Saison nach Frankreich, um die Spielzeit bei Le Mans Sarthe zu beenden. Die Franzosen mussten sich im Playoff-Viertelfinale dem Euroleague-Team AS Monaco geschlagen geben. Für Le Mans absolvierte der BG-Neuzugang fünf Partien (16 Minuten/5,6 Punkte/4,4 Rebounds).

Im vergangenen Sommer unterschrieb Dreamer einen Vertrag in Nymburk. Dort kam der 25-Jährige 13-mal in der tschechischen Liga zum Einsatz (20 Minuten/8,2 Punkte/5,0 Rebounds) und sechsmal in der Basketball Champions League (17 Minuten/7,0 Punkte/3,2 Rebounds).

Nach seinem Schulabschluss im Sommer 2019 hatte Dreamer ein Studium an der Northwest Missouri State University in Maryville begonnen und ging dort für die Bearcars auf Korbjagd (NCAA Division II). Bis 2024 absolvierte der Forward 159 Partien und holte zwei NCAA-Meisterschaften (2021 und 2022). In seinem Abschlussjahr kam Dreamer auf durchschnittlich 17,8 Punkte und wurde in der Mid-America Intercollegiate Athletic Association (MIAA)-Conference als Spieler des Jahres ausgezeichnet.

 

Viktor Ziring ist kein „Giant“ mehr

Viktor Ziring wird künftig nicht mehr für die „Riesen vom Rhein“ auflaufen. Beide Seiten haben sich auf eine Vertragsauflösung geeinigt. Der 27-Jährige hat bereits einen neuen Verein gefunden.

Ziring wechselte im Januar 2025 von den GIESSEN 46ers zu den GIANTS. Der Shooting Guard hatte großen Anteil am Aufstieg des deutschen Rekordmeisters von der ProB in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. So erzielte Viktor in der regulären Spielzeit im Durchschnitt 9,8 Punkte pro Spiel und war einer der besseren Scorer im Team von Headcoach Michael „Mike“ Koch.

Auch in den Playoffs 2025 war der gebürtige Gießener ein immens wichtiger Faktor der BAYER-Korbjäger. So steuerte Ziring beim 74:61-Erfolg bei LOK BERNAU, welcher den Aufstieg für Leverkusen bedeutete, zehn Zähler, vier Rebounds und ebenso viele Assists hinzu. Im bisherigen Saisonverlauf 2025/26 kommt „Vik“ auf 3,3 Punkte bei durchschnittlich 12:03 Minuten pro Begegnung.

„Viktor war mit seiner Rolle in Leverkusen nicht zufrieden und es war für ihn an der Zeit, eine neue Herausforderung zu finden. Für uns war klar, dass wir ihm bei diesem Vorhaben keine Steine in den Weg legen möchten“, erklärt Sportdirektor Hansi Gnad. „Viktor hatte einen gewichtigen Anteil am Aufstieg in die ProB und hat für uns tolle Spiele absolviert. Nichtsdestotrotz ist der professionelle Basketballsport ein Geschäft und so kommt es leider auch zu Trennungen mit Spielern, welche über einen tollen Charakter verfügen.“

Coach Koch stimmt Gnad zu: „Vik hat stets 100 Prozent gegeben und sich im Training nie hängenlassen. Er ist ein Vorzeigeprofi, wie er im Buche steht und von daher wünsche ich ihm für seinen weiteren Karriereverlauf nur das Allerbeste!“

 

Größere Rotation und Qualitätsgewinn – RheinStars verpflichten neuen Power Forward

Kenny Baptiste stößt aus der französischen ersten Liga bis Saisonende zu den RheinStars. Der bald 26 Jahre alte und 205cm große Forward ist seit der vergangenen Woche im Team-Training und soll am kommenden Samstag beim Auswärtsspiel bei den HAKRO Merlins Crailsheim seine Premiere im Trikot der Kölner geben.

Baptiste stammt aus dem französischen Karibik-Department Guadeloupe, wo er im Herbst erstmals Vater wurde. Um vor Ort zu sein, hatte er im September seinen Vertrag mit Limoges nach der Vorbereitung aufgelöst. So kommt er zwar aus einer längeren Spielpause, aber auch mit der Empfehlung eines Starting-Five-Spielers aus Limoges.

„Kenny kann in der Offense auf den Positionen drei bis fünf eingesetzt werden und selbst alle Positionen verteidigen. So gewinnen wir an Variabilität“, sagen Headcoach Zoran Kukic und Assistant Coach Oli Elling über ihren Neuzugang und nach den ersten gemeinsamen Einheiten. Zusammen mit Björn Rohwer, Hall B. Elisias, Zac Watson und Adam Paige soll er das Rückgrat der RheinStars auf den großen Positionen weiter stärken.

„Die Mannschaft befindet sich in einer sehr guten Entwicklung und hat einen Lauf. Aber wir müssen auch realistisch bleiben und dürfen die Verletzungsprobleme auf der großen Position nicht auf die leichte Schulter nehmen“, sagt Stephan Baeck als Geschäftsführer Sport.

„Wir mögen an Kenny seine Beweglichkeit und Variabilität, die es ermöglicht, ihn auf den großen Positionen bis runter auf die Small Forward Position einsetzen zu können. Mit ihm vergrößert sich nicht allein unsere Rotation auf den großen Positionen, sondern wir gewinnen auch an Qualität und machen so einen weiteren Schritt, um die weitere Entwicklung und die bisherigen guten Ergebnisse abzusichern“, beschreibt Stephan Baeck die Gedanken zur Verpflichtung von Baptiste..

 

Nicolas Bretzel und Kirchheim verlängern ihre Zusammenarbeit

Der Vertrag zwischen den Bozic Knights und Center Nico Bretzel wird bis Saisonende verlängert. Damit steht der 2,12m große Ritter den Teckstädtern in der Rückrunde und für eventuelle Playoffs der Saison 2025/2026 zur Verfügung.

Zunächst als Interimslösung bis zum Ende der Hinserie gedacht, hat sich die Partnerschaft der Knights mit dem ehemaligen Deutschen Meister und langjährigen Bundesligaakteur Nico Bretzel zu einer Erfolgsgemeinschaft entwickelt. Zum Ende der Vorsaison verletzte sich Lukas Zerner im Trikot der Dresden Titans. Zunächst wurde von einer mehrwöchigen Pause ausgegangen, die neuerliche Diagnose einer Schambeinentzündung etwa zwei Monate später, erschwerte die Situation enorm und verlängerte die Zwangspause auf mehrere Monate.

Niemand konnte genau vorhersagen, wie lange der eigentlich geplante Neuakteur der Ritter ausfallen werden würde. Nachdem keine Besserung eintrat, mussten die Verantwortlichen reagieren und suchten kurz vor Saisonstart nach Ersatz. Eine schwierige Aufgabe, wenn man bedenkt, dass einige junge deutsche Centertalente in die USA ans College wechselten und der Markt daher härter den je umkämpft war.

Die Schwaben wurden direkt vor ihrer Haustüre fündig. Von Bundesligist ratiopharm Ulm wechselte Nico Bretzel in die Teckstadt. Der bundesligaerfahrene und ca. 110 kg schwere Korbspieler verbrachte seine gesamte bisherige Karriere bei den Ulmern. Nun sollte der erste Schritt an einen anderen Arbeitsplatz, mit mehr Verantwortung und mehr Spielzeit, folgen.

Nach holprigem Saisonstart haben sich Bretzel und Co. gefangen und acht der letzten zehn Pflichtspiele teilweise eindrucksvoll gewonnen. Damit stehen die Korbjäger in der BARMER 2. Basketball Bundesliga auf dem 6. Tabellenplatz. Dem Platz, der vorbehaltlich der Playoffs, für eine Teilnahme am Pokal 2026/2027 berechtigt. „Die letzten zwei Monate waren sehr gut. Die Mannschaft hat sich gefunden. Die Playoffs zu erreichen wäre schon verrückt, aber sich für den Pokal zu qualifizieren unglaublich,“ sagte Knights Sportchef Chris Schmidt.

In den vergangenen beiden Jahren scheiterten die Knights nur knapp daran. In der Vorsaison gelang die Qualifikation zu den Playoffs trotz Punktgleichheit mit Platz sechs, sieben und acht aufgrund des direkten Vergleichs nicht und im Jahr zuvor sorgte der Siebtplatzierte aus Karlsruhe mit einem Überraschungserfolg in der ersten Playoffrunde gegen Giessen, dass die Schwaben die sichergeglaubte Qualifikation auf Platz sechs nach der Hauptrunde doch noch verloren.

„Wir haben noch eine komplette Rückrunde und viele schwierige Aufgaben vor uns. Wir müssen jede Einzelne seriös angehen und dann kucken wir, was dabei herauskommt,“ sagt Schmidt. Dabei soll Nico Bretzel helfen und einen entscheidenden Faktor darstellen. Mit 8,6 Punkten und 5,6 Rebounds pro Partie leistet der Publikumsliebling einen wichtigen Beitrag für den momentanen Erfolg der Ritter. Immer häufiger wird sein Impact auf das Ritterspiel deutlich.

Zu Saisonbeginn wurde der 26-jährige von kleineren Blessuren ausgebremst. „Es war klar, dass Nico ein wenig Zeit braucht, um sich an eine neue Rolle, mehr Verantwortung und eine andere Liga zu gewöhnen. Diesen Prozess hat er gut abgeschlossen und wir hoffen, dass er eine stabile Konstante für uns in der Rückrunde sein kann. Das werden nicht immer herausstechende Statistiken zeigen, sondern vielmehr seine Verfügbarkeit und körperliche Stabilität,“ ergänzt Schmidt.

Seit einigen Wochen zeigt die Leistungskurve nach oben und der ehemalige Ulmer hat sich gut ins System von Head Coach Perovic eingefügt. Der „Routinier“ freut sich ebenfalls über die Vertragsverlängerung. „Das Vertrauen des Vereins bedeutet mir viel und ich bin motiviert, weiter alles für das Team und unsere gemeinsamen Ziele zu geben. Ich bin sehr gespannt, was diese Saison noch passiert,“ so Bretzel.

 

Uni Baskets verstärken ihre Rotation mit Philip Alston

Die Uni Baskets Münster haben auf ihre Verletzungsmisere reagiert und einen Ersatz für langfristig ausfallende Leistungsträger perfekt gemacht. Philip Alston kommt von den Wisconsin Herd aus der NBA G-League in die westfälische Universitätsmetropole. Der 24-jährige US-Amerikaner gilt als Wunschlösung bei den Uni Baskets, weil er sowohl enorme Physis in die Spielweise des Zweitligisten einbringen wird als auch flexibel die Positionen drei, vier und fünf einnehmen kann.

Philip Alston bestritt in dieser Saison fünf Spiele für die Wisconsin Herd in der NBA G-League. Dabei erzielte der Forward im Schnitt 6 Punkte und 4 Rebounds in 19,3 Minuten pro Spiel, bevor ihn eine Handverletzung Ende November vergangenen Jahres ausbremste. Davor war der 24-Jährige bei den Milwaukee Bucks in der NBA-Summer League aktiv und spielte von 2022 bis 2024 für die Loyola Ramblers von der Loyola University Chicago in der „Atlantic 10 Conference“ der NCAA I.

In 60 Partien für die Ramblers sorgte er für durchschnittlich 13,6 Punkte und 5,1 Rebounds. Alston begann 2019 seine College-Karriere bei den California Vulcans (Pennsylvania Western University, California) in der NCAA II, für die er bis 2022 spielte und 21,0 Punkte und 10,8 Rebounds pro Spiel auflegte.

„Ich denke, dass Philip uns mit seiner positiven, energetischen Art auf und neben dem Feld für die schweren Aufgaben sehr gut zu Gesicht steht“, erklärte Manager Helge Stuckenholz den Transfer zur Erweiterung der Baskets-Rotation. Nach den Ausfällen von Adam Touray, Julius Ferber und zuletzt noch Bo Hodges „war offensichtlich, dass wir eine kurze Rotation haben“, erläuterte Götz Rohdewald die sportlichen Beweggründe, die für Philip Alston sprachen.

Der Cheftrainer der Uni Baskets freut sich auf einen wichtigen Baustein für den Frontcourt seiner Mannschaft: „Philip ist ein kräftiger, physischer Spieler, der jetzt kein reiner Fünfer ist. Aber er kann die Position spielen, kann aber auch die Vier spielen, auch auf die Drei gehen. Er ist sehr flexibel. Von daher musste es ein flexibler Spieler sein, der einige Themen abdeckt, bei denen wir Probleme haben.“ In Philip Alston erweitern die Münsteraner ihren Kader ebenso in der Abwehrarbeit.

Alston, der die Nummer 55 tragen wird, trainiert bereits mit der Mannschaft. Abzuwarten bleibt noch, bis wann alle Formalitäten bis zur Spielberechtigung vollzogen sind. Kein Problem dagegen stellen die aktuellen Wetterverhältnisse in Münster für den Neuzugang dar. „Ich bin aus Ohio, das kalte Wetter bin ich gewöhnt“, sagte Phlipp Alston mit einem  Lächeln kurz vor dem Hochball gegen Nürnberg.