Tigers Tübingen verlängern mit Publikumsliebling Melkisedek Moreaux

Tigers Tübingen können einen echten Transfererfolg vermelden: Publikumsliebling Melkisedek Moreaux bleibt den Schwaben erhalten und hat seinen Vertrag um ein weiteres Jahr mit Option auf eine zusätzliche Saison verlängert. Damit geht der 28-Jährige in seine dritte Spielzeit am Neckar und setzt gemeinsam mit den Tigers ein klares Zeichen für Kontinuität. Für die Tübinger Verantwortlichen besitzt die Vertragsverlängerung enorme Bedeutung. General Manager David Keckeis machte deutlich, welchen Stellenwert der vielseitige Forward mittlerweile im Klub besitzt: „Wir sind sehr froh, dass wir „Melki“ Moreaux nach intensiven Verhandlungen und vielen guten Gesprächen weiterhin an die Tigers Tübingen binden können. Er ist für uns ein absoluter Leistungsträger – sportlich durch seine Qualität auf dem Feld, aber auch darüber hinaus als Persönlichkeit innerhalb der Mannschaft und als Identifikationsfigur für die Fans. Umso wichtiger war es für uns, gemeinsam den Weg fortzusetzen und ein klares Zeichen für Kontinuität zu setzen.“ Sportlich entwickelte sich Moreaux in den vergangenen beiden Jahren zum wohl wichtigsten deutschen Spieler im Tübinger Kader. In der abgelaufenen Saison kam der athletische Forward in 30 Ligaspielen auf starke 11,7 Punkte und 5,9 Rebounds pro Partie. Dazu überzeugte er mit großem Einsatz, spektakulären Aktionen und hoher Energie auf beiden Seiten des Feldes. Besonders bemerkenswert: Mit 24 Minuten Einsatzzeit pro Spiel stand kein anderer deutscher Spieler der Tigers länger auf dem Parkett.

Auch der neue Headcoach Félix Bañobre zeigte sich begeistert über den Verbleib des Fanlieblings und hob dessen Bedeutung für den gesamten Standort hervor: „Eine Sache, die mir sofort auffiel, war die starke Verbindung, die Kapitän Till Jönke und Moreaux zu den Fans und dem Klub pflegen. Wir betrachten Moreaux als einen der zentralen Baustelle unseres Teams für die Zukunft, sein Einfluss auf dem Spielfeld ist für uns von enormer Bedeutung. Vielen Personen innerhalb der Organisation haben große Anstrengungen unternommen, um ihn in Tübingen zu halten. Naturgemäß wecken Spieler mit seinen Qualitäten das Interesse anderer Verein, daher schätze ich das Engagement, das er für unser Projekt und die gemeinsame Ausrichtung gezeigt hat, sehr. Wir haben ein offenes und positiven Gespräch geführt. Ich bin fest davon überzeugt, dass eine weitere Leistungsstufe erreichen werden kann. Für den Basketball-Standort Tübingen ist es einfach eine gute Nachricht, dass Moreaux bleibt!“

Auch Moreaux selbst machte keinen Hehl daraus, wie eng seine Verbindung zu Verein, Stadt und Fans inzwischen geworden ist: „Es ist kein Geheimnis, wie besonders meine Beziehung zu diesem Verein und den Fans in den letzten zwei Jahren geworden ist. Der Klub, die Stadt und die Menschen hier sind mir wirklich ans Herz gewachsen, und genau deshalb bedeutet mir diese Entscheidung sehr viel. Ich möchte dem Management und allen Verantwortlichen großen Respekt und Dank aussprechen. Sie haben wirklich um mich gekämpft, mir gezeigt, wie sehr sie mich hier haben wollen, und mir während des gesamten Prozesses das Gefühl gegeben, wertgeschätzt zu werden und hierher zu gehören. Genau dieser Einsatz und dieses Vertrauen haben die Entscheidung, zurückzukommen, deutlich einfacher gemacht.“ Mit der Verlängerung von Moreaux sichern sich die Tigers nicht nur einen ihrer konstantesten Leistungsträger, sondern auch eine wichtige Identifikationsfigur für Fans und Mannschaft. Gemeinsam mit Till Jönke, Connor Nelson und Neuzugang Fabien Kondo nimmt der Kader für die kommende Saison damit weiter Form an.

Fabien Kondo verstärkt die Tigers Tübingen unter den Körben

Die Tigers Tübingen haben ihren ersten Neuzugang für die Saison 2026/27 präsentiert: Fabien Kondo wechselt vom Ligakonkurrenten SBB Baskets Wolmirstedt nach Tübingen und unterschreibt bei den Schwaben einen Vertrag bis 2028. Der 24-jährige Center soll künftig unter den Körben für Stabilität sorgen und bringt bereits Erfahrung aus ProA und ProB mit. In der vergangenen Spielzeit absolvierte der 2,06 Meter große und 116 Kilogramm schwere Big Man insgesamt 33 Partien in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Dabei stand Kondo durchschnittlich 19 Minuten auf dem Feld und erzielte 5,8 Punkte sowie 4,9 Rebounds pro Begegnung. Besonders in der Aufstiegssaison 2024/25 hatte der Center mit 9,1 Punkten und 5,6 Rebounds pro Spiel großen Anteil am Erfolg der Wolmirstedter. Tübingens neuer Headcoach Felix Bañobre kennt Kondo bereits aus gemeinsamen Zeiten beim SC Rist Wedel und bei den Veolia Towers Hamburg. Entsprechend überzeugt zeigte sich der Spanier von der Verpflichtung: „Ich kenne Fabien Kondo noch aus meiner Zeit in Wedel und Hamburg. Er ist ein guter Typ und leicht zu coachen. Ihn zeichnen seine Durchschlagskraft und seine Spielintelligenz unter den Körben aus. Er hat sich in Wolmirstedt zuletzt toll entwickelt und in seiner ersten ProA-Saison gute Spiele gezeigt. Für mich ist er der perfekte Backup-Center.“

Auch Kondo selbst blickt voller Vorfreude auf seine neue Aufgabe bei den Tigers: „Nach vier ereignisreichen Jahren in Wolmirstedt ist nun der Zeitpunkt für mich gekommen, um den nächsten Entwicklungsschritt in meiner Karriere zu gehen. Ich brauche jetzt ein neues Umfeld, in dem ich mich weiterentwickeln und eine neue Perspektive einnehmen kann. Coach Bañobre ist ein sehr guter und harter Trainer, zu dem ich in meiner Zeit in Hamburg und Wedel ein super Verhältnis hatte. Tübingen ist eine schöne Stadt mit vielen jungen Leuten. Ich freue mich schon auf die Atmosphäre in der Paul Horn-Arena mit den tollen Tübinger Fans.“ Der gebürtige Hamburger begann seine Basketballlaufbahn bei der BG Hamburg-West und wechselte später zum SC Rist Wedel, wo er sich kontinuierlich weiterentwickelte. Parallel zu seiner sportlichen Laufbahn engagierte sich Kondo während seines Bundesfreiwilligendienstes auch im Jugendbereich und leitete Grundschul-AGs. Über Stationen beim VfL Stade und schließlich in Wolmirstedt führte ihn sein Weg nun erstmals nach Süddeutschland zu den Tigers Tübingen.

Tigers Tübingen und Sportdirektor Eric Detlev gehen getrennte Wege

Bei den Tigers Tübingen kommt es im Zuge der sportlichen und strukturellen Neuausrichtung zu einer personellen Veränderung in der Vereinsführung. Der Klub und Sportdirektor Eric Detlev werden künftig getrennte Wege gehen. Wie die ProBasket Tübingen AG am Dienstag mitteilte, wird die Position des Sportdirektors zur Saison 2026/27 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga vollständig gestrichen und nicht neu besetzt. Hintergrund der Entscheidung seien vor allem die sportlich und wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen nach einer enttäuschenden Saison 2025/26. Die Verantwortlichen sehen sich laut Mitteilung zunächst zu einer wirtschaftlichen und strukturellen Konsolidierung gezwungen, wodurch auch die organisatorische Neuaufstellung im sportlichen Bereich notwendig geworden sei.

General Manager David Keckeis würdigte die Arbeit von Eric Detlev ausdrücklich: „Eric Detlev hat in einer sportlich wie wirtschaftlich herausfordernden Phase Verantwortung übernommen und sich für die Tigers Tübingen in besonderem Maße eingesetzt. Dafür gebührt ihm unser ausdrücklicher Dank.“ Besonders hervorgehoben wurde dabei Detlevs Einsatz als Interimstrainer in den vergangenen beiden Spielzeiten. In der Saison 2024/25 führte er die Mannschaft noch in die Playoffs, in der sportlich schwierigen Saison 2025/26 gelang unter seiner Leitung als Headcoach der wichtige Klassenerhalt in der ProA. Die Tigers Tübingen bedankten sich abschließend für Detlevs Einsatz, seine Professionalität und seine Identifikation mit dem Klub und wünschen ihm für die berufliche wie private Zukunft weiterhin viel Erfolg.

Paderborn verlängert Vertrag mit US-Point Guard Eyassu Worku bis Saisonende

Die Paderborn Baskets investieren noch einmal in ihre Mission Ligaverbleib in der Pro A Barmer 2. Basketballbundesliga: Die Ostwestfalen verlängerten den Vertrag des europaerfahrenen Point Guards Eyassu Worku bis zum Saisonende. Der 27jährige US-Amerikaner wurde im Dezember 2025 als Ersatz für den damals verletzten und mittlerweile wieder genesenen Point Guard Branden Maughmer nachverpflichtet.

Worku feierte beim Auswärtssieg gegen die Uni Baskets Münster ein erfolgreiches Debüt, verletzte sich in seiner ersten Partie jedoch direkt selbst am Meniskus. Mittlerweile ist er wieder komplett fit und gab am vergangenen Wochenende im Auswärtsduell bei der BG Göttingen ein vielversprechendes Comeback. Bei den Baskets soll er mit seinen kreativen Playmaker- und Führungsqualitäten das Spiel mitlenken und seinen Teamkollegen zusätzliche Sicherheit in der anstehenden heißen Endphase der laufenden Spielzeit geben.

Eyassu Worku – 1.88 Meter groß und 79 Kilogramm schwer – wurde am 18. Oktober 1998 in Los Alamitos, Kalifornien/USA, geboren. Er begann mit dem Basketball in der Highschool für die Los Alamitos Griffins und spielte während seiner Collegezeit für die UC Irvine Anteaters – bei beiden Teams zeigte sich sein hohes Talent als Point Guard und kreativ agierender Spieler mit Scoring-Potential.

Diese Entwicklung setzte sich bei seinen Profistationen fort: Worku startete seine Profikarriere 2020 beim kroatischen Club KK Zadar, wechselte dann zum kroatischen Verein KK Zabok. Anschließend spielte er für die nordmazedonischen Erstligisten BC Gostivar und MZT Skopje. Zuletzt etablierte er sich beim kroatischen Erstligisten KK Dubrovnik in der Saison 2024/25 als einer der stärksten Akteure: Worku stand dort in 33 Spielen durchschnittlich 32.8 Minuten auf dem Parkett und legte im Schnitt pro Partie 16.7 Punkte, 3.6 Rebounds, 5.1 Assists und 1.9 Steals auf.

Bei den Paderborn Baskets absolvierte er in der laufenden Saison verletzungsbedingt erst zwei Partien. In diesen gehörte er jedoch auf Anhieb zu den Leistungsträgern und bewies unter anderem mit insgesamt 24 erzielten Punkten seine Qualitäten auf dem Parkett.

Milos Stankovic, Head Coach Paderborn BASKETS: „Eyassu hat sich sofort sehr gut in unser Team integriert. Leider hat er sich in seiner ersten Partie unglücklich verletzt, jetzt ist er aber wieder komplett genesen und fit. Er wird uns bis zum Saisonende definitiv mehr Qualität in den Kader bringen. Er ist ein weiterer toller Ballhandler für unser Team, der für sich und für seine Mitspieler gute, wichtige Plays kreieren und sie besser machen kann. Diese Fähigkeiten werden wir für den Rest der Saison brauchen.“

Eyassu Worku: „Ich freue mich sehr über die Möglichkeit, meinen Vertrag in Paderborn zu verlängern. Seit meinem ersten Tag habe ich hier große Wertschätzung und Unterstützung bekommen, von den Fans und von meinen Mitspielern. Das war ein entscheidender Faktor für meine Vertragsverlängerung.“

„Gerade nach meiner Verletzung bedeutet mir das entgegengebrachte Vertrauen des Managements und des Trainerteams besonders viel. Es ist ein starkes Zeichen, mir diese Chance bis zum Saisonende zu geben. Dieses Vertrauen möchte ich mit Leistung zurückzahlen, hart arbeiten und gemeinsam mit meinen Teamkollegen alles dafür tun, möglichst viele Spiele zu gewinnen und damit meinen Teil dazu beitragen, unseren Klassenerhalt zu sichern“, so Worku.

 

Giessen 46ers finden Ersatz für den verletzten Devon Goodman

Die GIESSEN 46ers haben auf das verletzungsbedingte Saisonende von Devon Goodman reagieren können und mit Adnan Arslanagic einen Profi mit großer internationaler Erfahrung verpflichtet.

„In der Kürze der Zeit rund um das Ende der Wechselfrist war es nicht möglich, uns in Übersee umzuschauen. Wir mussten auf dem europäischen Markt aktiv werden, das ist uns hervorragend geglückt“, freut sich Cheftrainer „Frenki“ Ignjatovic darüber, einen bosnischen Nationalspieler, der auch einen kroatischen Pass besitzt, von einem Wechsel überzeugt zu haben.

„Adnan kann den Korb attackieren und ist ein grundsolider Verteidiger. Er steht voll im Saft und wird nicht allzu lange brauchen, um sich zu akklimatisieren“, so der Mann aus Belgrad. „Wir gehen in die Crunchtime der Saison. Die Position des Pointguards ist enorm wichtig. Wir wollten kein russisches Roulette, sondern einen Mann, der uns sofort weiterhelfen kann.“

Adnan Arslanagic ist 28 Jahre alt. Seine ersten Schritte im Profibereich ging er bei KK Bosna Royal in Sarajevo. Es folgten Stationen bei KK Kakanj in der ersten Liga von Bosnien-Herzegowina, bei Adria Oil Skrljevo und GKK Sibenik in Kroatien, bei Slavia Istocno Sarajevo abermals in Bosnien, beim slowenischen Club KK Ilirija Ljubljana, bei KK Orlovik Zepce in Bosnien und schließlich bei KB Trepca Mitrovica im Kosovo sowie bei KK Jahorina Pale, für die er sowohl in der ersten Liga seines Heimatlandes als auch in der Adria League aktiv war.

Seine Stats konnten sich dabei durchaus sehen lassen. In der Kosovo-Superliga stand der bosnische Regisseur in 13 Partien rund 16 Minuten auf dem Parkett und steuerte durchschnittlich sechs Punkte sowie drei Assists zum Gelingen bei. Im Europe Cup absolvierte er zusätzlich sechs Matches, bei denen er rund 29 Minuten Einsatzzeit (zehn Punkte, sechs Assists, drei Rebounds) hatte.

20 Zähler waren es unter anderem Mitte Oktober bei der 70:84-Niederlage gegen die Löwen Braunschweig, bei der Arslanagic für Aufsehen sorgte. Die Saison begann für ihn im September mit einer 68:90-Niederlage gegen den niederländischen Vertreter Heroes Den Bosch in der Champions League.

Nach seiner zur Jahreswende vollzogenen Rückkehr nach Bosnien absolvierte der Pointguard für Jahorina im Januar und Februar fünf Ligaspiele mit im Schnitt 35 Minuten, 14 Punkten, fünf Assists und drei Rebounds. In der Adria League kamen nochmals zwei Partien gegen KK Vrsac/Serbien und ABS Primorje/Kroatien, wo ihm 22 Zähler glückten, hinzu.

Auch für das bosnische Nationalteam war Adnan Arslanagic im November in der WM-Qualifikation zweimal aktiv, unterlag allerdings der Türkei mit 71:93 und Serbien mit 72:74. Insgesamt absolvierte der 28-Jährige in dieser Spielzeit bereits 29 Partien.

„Ich weiß um die Ambitionen der 46ers und möchte meinen Teil dazu beitragen, dass wir in die Bundesliga zurückkehren“, gab sich der Regisseur während der ersten Trainingseinheiten zuversichtlich, Gießen weiterhelfen zu können. „Meine Gespräche mit Branislav Ignjatovic haben mich beeindruckt. Für mich war schnell klar, dass der Wechsel in die ProA kein Rückschritt sein wird, sondern dass an einem solchen Traditionsstandort mit diesen tollen Fans einiges möglich sein wird.“

Dass seine Frau Farah und die sieben Monate alte Tochter Irma in den nächsten Tagen von Sarajevo aus nach Gießen nachkommen werden, war für Adnan Arslanagic ein weiterer bedeutender Schritt, sich für ein Engagement an der Lahn zu entscheiden. „Dass wir bald wieder als Familie vereint sind, macht mich glücklich.“

 

Tigers Tübingen stellen Trainer Henrik Sonko frei – Sportdirektor Eric Detlev übernimmt

Die Tigers Tübingen haben auf die anhaltende sportliche Talfahrt reagiert und Trainer Henrik Sonko von seinen Aufgaben mit sofortiger Wirkung entbunden.

„Die sportliche Entwicklung sowie die Ergebnisse der vergangenen Wochen sind leider hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben. Nach intensiven Gesprächen haben wir uns daher gemeinsam mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat dazu entschieden, die Zusammenarbeit mit Sonko zu beenden. Diese Entscheidung ist uns persönlich alles andere als leichtgefallen. Dennoch sahen wir uns im Sinne unserer langfristigen sportlichen Zielsetzung zu diesem Schritt veranlasst“, sagt David Keckeis, General Manager der Tigers Tübingen.

Die Freistellung wurde dem 47-Jährigen am Sonntag in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt. „Er war über diese Entscheidung natürlich sehr enttäuscht und gleichzeitig betroffen“, so Keckeis. Aus den vergangenen 14 Partien konnten die Schwaben nur zwei Spiele siegreich gestalten, der Absturz auf den 14. Tabellenplatz ist die Folge. „Wir benötigen nun einen neuen Impuls, um den Klassenerhalt schaffen zu können“, betont Keckeis.

Die Tigers Tübingen bedanken sich bei Trainer Henrik Sonko für die geleisteten Dienste und wünschen dem Schweden sportlich und private alles Gute für die Zukunft. Sonko übernahm zur laufenden Saison 2025/2026 bei seiner ersten Station im Ausland die Tigers Tübingen. Das bisherige Abschneiden mit nur acht Siegen aus 23 Begegnungen war aber insgesamt zu wenig, der anhaltende Negativtrend hat die Schwaben nun zum Handeln gezwungen.

Als Interimstrainer fungiert übergangsweise Sportdirektor Eric Detlev mit den bisherigen Co-Trainern Troy Culley, Philipp Braun und Athletiktrainer Benedikt Cords. „Er hat den Großteil des Kaders zusammengestellt und bereits in der vergangenen Saison unter Beweis gestellt, dass er eine Mannschaft erfolgreich führen kann. Gemeinsam mit ihm werden wir nun den Kampf um den Klassenerhalt aufnehmen. Wir sind überzeugt, dass wir mit vereinten Kräften unser Ziel bis zum Saisonende erreichen werden“, so Keckeis.

 

Topscorer der Pro B wechselt zum BBC Bayreuth – Doppellizenz für Jonathan Zeisberger

Durch seine starken Leistungen weckte Jonathan Zeisberger Begehrlichkeiten bei vielen höherklassigen Vereinen. Für den 19-jährigen Aufbauspieler, der bei den TSV Oberhaching Tropics eine außergewöhnliche Entwicklung nahm und eine überragende Saison spielt, trafen im Laufe der Saison viele Angebote ein.

Sowohl der Verein als auch Zeisberger waren sich jedoch immer einig, dass er die „Gelbhemden” erst im Sommer verlassen und danach den nächsten Schritt gehen wird. In der laufenden Saison will man noch viel erreichen und beide Parteien hatten kein Interesse an einem vorzeitigen Wechsel des Fürstenfeldbruckers.

Im Laufe der letzten Woche kam der BBC Bayreuth mit einem interessanten Lösungsvorschlag auf den TSV Oberhaching und den Spieler zu. Der oberfränkische Traditionsverein wollte sich aufgrund von Verletzungsproblemen auf den deutschen Positionen noch einmal personell absichern und hatte die Idee, Zeisberger mit einer Doppellizenz auszustatten.

In sehr guten Gesprächen zwischen dem Bayreuther Geschäftsführer Friedrich Hartung und den Verantwortlichen des TSV Oberhaching einigten sich beide Vereine schnell. Auch Zeisberger, dessen Mutter Sandra eine gebürtige Bayreutherin ist und dort selbst in der Bundesliga gespielt hat, wollte die Chance unbedingt ergreifen.

Der aktuelle Topscorer der Pro B wird unter der Woche komplett im Trainingsbetrieb des Pro-A- Ligisten sein, aber an den Wochenenden für beide Mannschaften zum Einsatz kommen. In den letzten fünf Saisonspielen kommt es hierbei zu zwei Spielüberschneidungen. Die beiden Vereine sind im intensiven Austausch darüber, wo Jonathan zum Einsatz kommen wird.

In seinen bisherigen 18 Saisonspielen konnte Jonathan im Durchschnitt 24,9 Punkte und 5,8 Assists erzielen. Mit insgesamt 448 erzielten Punkten ist er der Topscorer der gesamten Barmer 2. Basketball-Bundesliga Pro B.

Auch Mario Matic, der sportliche Leiter von Oberhaching und ehemalige Spieler des BBC Bayreuth, freut sich über die Lösung für seinen Point Guard: „Wir hatten im Laufe der Saison einige Anfragen für Jonathan, sind aber in Rücksprache mit dem Spieler auf keine Ablöseverhandlungen eingegangen. Es war immer klar, dass Zeisberger die Saison bei uns zu Ende spielt. Mit der vom BBC Bayreuth angebotenen Lösung konnten wir gut leben. Jonathan bleibt uns weiterhin erhalten.“

„Wir wollten dem Spieler keine Steine in den Weg legen und hoffen, dass er auch eine Liga höher zeigt, was für ein toller Spieler er ist. Ich möchte zudem betonen, dass die Gespräche mit Herrn Hartung äußerst korrekt waren. Die Bayreuther Fans, die ich aus meiner Spielerzeit beim BBC kenne, können sich auf ein großes Talent freuen. Wir sind stolz auf die Entwicklung, die Jonathan bei uns genommen hat“, so Matic weiter.

Jonathan Zeisberger freut sich über die große Chance, die sich ihm bietet: „Während der Saison wurden sowohl ich als auch der Verein oft kontaktiert. Für mich war aber immer klar, dass ich die Tropics nicht während der laufenden Runde verlassen werde. Die Möglichkeit, die Bayreuth mit der Doppellizenz angeboten hat, war jedoch sehr interessant, und wir haben viele Gespräche darüber geführt. Ich freue mich auf die Herausforderung und bedanke mich bei beiden Vereinen, dass sie eine schnelle Lösung gefunden haben.“

Die BBC-Trainer Lukas Hofer und Nils Scheller freuen sich, ein großes Talent für Bayreuth gewinnen zu können: „Wir sind sehr glücklich, dass wir mit Jonathan jemanden nach Bayreuth bringen können, der Noah Wabersich ersetzen kann. Er kann uns im Trainingsbetrieb unterstützen und sich zusätzlich in der Pro A zeigen. Gleichzeitig möchten wir ihm die Chance geben, weiterhin in Oberhaching zu spielen. Je nach Entwicklung wird er hier die Möglichkeit bekommen, sich zu beweisen.“

Kyle Sturdivant ergänzt den Spielaufbau beim BBC Bayreuth

Kurz vor Ende der Wechselfrist in der Barmer 2. Basketball Bundesliga Pro A am 15. Februar hat sich der BBC Bayreuth im Kampf um den Klassenerhalt nochmal verstärkt: Kyle Sturdivant ergänzt den Spielaufbau.

Für die Verantwortlichen ging es dabei hier vor allem um eine zusätzliche Absicherung im Kader vor dem Transferende sowie um einen Spieler, der mehr Struktur und Ballsicherheit in die entscheidenden Phasen der anstehenden Spiele bringen soll.

Kyle Sturdivant besuchte vier Jahre lang die renommierte Georgia Tech University in der Division 1 der NCAA und war dort einer der Leistungsträger. An der Technischen Hochschule in Atlanta spielte er unter anderem gegen die absoluten Top-Colleges der Nation wie Duke, Syracuse oder die North Carolina Tar Heels – das einstige College von Michael Jordan.

In seinem letzten Jahr bei Georgia Tech erzielte er im Durchschnitt 8,8 Punkte, 2,1 Rebounds und 2,8 Assists bei einer starken Dreierquote von 38,5%. Bereits einige ehemalige NBA-Legenden wie Mark Price, Stephon Marbury, Chris Bosh oder Kenny Anderson trugen einst das Trikot der Yellow Jackets.

In dieser Saison lief Kyle für Cair 2030 in insgesamt neun Partien der mazedonischen Superleague auf und erzielte am vergangenen Wochenende im Lokalderby gegen den Tabellenzweiten TFT Skopje 24 Punkte, sieben Rebounds und vier Assists. Im Schnitt kam er diese Saison für den nordmazedonischen Club auf 15,6 Punkte, 4,3 Assists und 4,0 Rebounds.

Das Coaching-Duo um Lukas Hofer und Nils Scheller freut sich, mit Kyle Sturdivant den aktuellen Kader ergänzen zu können: „Wir sind sehr glücklich, dass wir jemanden gefunden haben, der uns eine weitere Dimension bieten kann. Kyle bringt die Fähigkeit mit, ein Spiel zu strukturieren, zu lenken und das Tempo zu bestimmen. Das ist etwas, das wir definitiv brauchen und gesucht haben.“

Auch Kyle Sturdivant freut sich auf seine neue Aufgabe: „Ich freue mich riesig, Teil dieser Mannschaft und dieser phänomenalen Stadt zu werden. Ich freue mich darauf, alle in der Bayreuther Basketballfamilie kennenzulernen, und kann es kaum erwarten, gemeinsam Großes zu erreichen.“

Trotz großer Bemühungen konnte für das Spiel in Tübingen noch keine Spielerlaubnis für Kyle erlangt werden. Er wird erstmals im anstehenden Heimspiel am 21. Februar gegen die Rheinstars Köln das Trikot des BBC Bayreuth tragen

Nürnberg Falcons verpflichten Big Man von Aris Thessaloniki

Die Nürnberg Falcons reagierten auf die angespannte Personalsituation und sicherten sich kurz vor Ende der Transferperiode die Dienste von Georgios Giouzelis. Der 30-Jährige kam vom griechischen Erstligisten Aris Betsson Thessaloniki und gab sein Debüt in der BARMER 2. Basketball Bundesliga im Spiel gegen die HAKRO Merlins Crailsheim. 

Nach intensiver Suche sind die Nürnberg Falcons auf dem Spielermarkt fündig geworden und haben sich mit Big Man Georgios Giouzelis auf einen Vertrag verständigt. Der 2,04 Meter große Grieche durchlief seinerzeit das Nachwuchsprogramm von Panathinaikos Athen. Danach folgten mehrere Stationen in seinem Heimatland mit mehreren internationalen Auftritten. Mit seinem bisherigen Arbeitgeber, Aris Betsson Thessaloniki, spielte er zuletzt in er 1. Griechischen Liga und im Eurocup.

Aufgrund seiner Vita und seines Skill-Sets, ist der 30-Jährige eine vielversprechende Nachverpflichtung im Kampf um die ProA-Playoffs. „Georgios bringt viel Qualität, internationale Erfahrung und vor allem Spielpraxis mit. Er ist ready, motiviert und kann uns sofort helfen, die aktuelle Lücke unter den Körben zu schließen“, erklärt Head Coach Ralph Junge, der zuletzt die Ausfälle von Brandton Chatfield und Julius Wolf kompensieren musste.

Wechsel innerhalb der ProA – Till Isemann ist ein Zauberer

Kurz vor Ablauf der Meldefrist der BARMER 2. Basketball Bundesliga wurden die HAKRO Merlins Crailsheim nochmal auf dem Transfermarkt tätig und verpflichteten ProA-Routinier Till Isemann aus Bremerhaven. Der Center unterschrieb in Hohenlohe einen Kontrakt bis Saisonende und läuft fortan mit der Trikotnummer 21 auf. 

Die HAKRO Merlins erweitern ihre Center-Rotation und verstärken sich im Kampf um die Playoff-Plätze mit dem gebürtigen Oldenburger Till Isemann. Der 2,09-Meter-Hüne begann seine Profikarriere in seiner Heimatstadt. 2015 lief er erstmals für die Niedersachsen in der ProB auf.

In den Jahren 2018 und 2019 kam er für die EWE Baskets auf insgesamt neun Bundesligaeinsätze, ehe er sich erstmals außerhalb seiner Heimat dem ProB-Klub Lok Bernau anschloss. Dort absolvierte er in zwei Spielzeiten insgesamt 33 ProB-Partien. In seiner zweiten Saison empfahl er sich mit durchschnittlich 7,2 Punkten und 4,2 Rebounds für höhere Aufgaben.

Zur Saison 2021/22 wechselte Isemann erstmals in die ProA, wo er seitdem aktiv ist. Seine Premierenspielzeit absolvierte er in Schwenningen (6,4 Punkte / 3,2 Rebounds), ehe er sich für ein Jahr den Gladiators Trier (7,7 PKT / 6,3 REB) anschloss. Nach einer Saison in Dresden (6,5 PKT / 3,3 REB) wechselte Isemann wieder in den Norden Deutschlands.

Bei den Eisbären Bremerhaven zog er sich bereits nach fünf Einsätzen einen Kreuzbandriss zu und verpasste die restliche Spielzeit, die sein Team auf dem vierten Platz der Hauptrunde abschloss. In der aktuellen Saison kam Isemann in Pokal und Liga insgesamt 14-mal zum Einsatz und legte dabei 7,4 Punkte und 4,8 Rebounds auf.

Mit einer Erfahrung von 92 ProA-Spielen verstärkt Till Isemann nun die HAKRO Merlins Crailsheim für den Saisonendspurt und wechselt damit zum Tabellennachbarn. Bei den Zauberern läuft der 29-Jährige künftig mit der Trikotnummer 21 auf und unterschreibt einen Vertrag bis Saisonende.

„Ich hatte schnell sehr gute Gespräche mit David und Boggy. Beide haben mir signalisiert, dass ich gut in das Team passe und der Mannschaft einen Mehrwert bringe. Die offene und direkte Kommunikation schätze ich sehr. Wir haben die gleichen Ziele und ich möchte dem Team dabei helfen, aufzusteigen. Ich wollte zu einem ambitionierten Verein gehen, der in der ProA oben mitspielt. Ich bin sehr froh, dass es jetzt geklappt hat“, sagt die neue Nummer 21 der HAKRO Merlins.

„Wir freuen uns, dass sich Till trotz mehrerer Angebote für uns entschieden hat. Dass wir zu dem Zeitpunkt der Saison einen deutschen Spieler mit seiner Qualität dazubekommen, ist für uns ein absoluter Glücksgriff. Till ist ein sehr großer und physischer Spieler, der eine enorme Präsenz am Korb hat und dort auch sehr gut reboundet. Daher sind wir überzeugt, dass er uns für den Saisonendspurt helfen wird“, so HAKRO Merlins Headcoach David McCray über den Neuzugang.