Routinier Roessler bei den Wizards: 40-Jähriger hängt noch ein Jahr dran

Routinier Rouven Roessler wird auch in der kommenden Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB im Jersey der Arvato College Wizards auflaufen. Mit seinen mittlerweile 40 Jahren ist der ehemalige Nationalspieler der erfahrenste Spieler der KIT-Basketballer und hat seinen Vertrag um ein weites Jahr verlängert. Der Small Forward war einer der Top-Scorer der vergangenen Saison und ein Garant für viele Erfolge.

„Das Rouven noch ein weiteres Jahr für uns spielen wird freut mich natürlich sehr. In seinem Alter auf diesem Niveau mit solchen Leistungen zu agieren ist definitiv etwas Außergewöhnliches. Für unser Team war er immer einer der Leistungsträger und ich bin überzeugt, dass sich das auch in der kommenden Saison nicht ändern wird. Ich hoffe, dass Rouven fit bleibt und genau dort weitermacht, wo er in der vergangenen Spielzeit aufgehört hat“, so Wizards-Manager Zoran Seatovic.  

„Uns wird keine Mannschaft mehr unterschätzen“

Auch der 40-Jährige freut sich auf die kommende Spielzeit in der ProB: „Ich bin gespannt, ob wir eine ähnliche Rolle spielen können, wie in der vergangenen Saison. Das zweite Jahr ist aber immer schwierig. Ich denke aber, dass uns jetzt keine Mannschaft mehr unterschätzen wird und bin gespannt, wo wir am Ende stehen“, so Roessler.

Quelle | Foto: Arvato College Wizards

Abschied aus Münster: Thank you very much, Mr. Malcolm Delpeche!

Die WWU Baskets und Malcolm Delpeche sagen nach drei gemeinsamen, sehr erfolgreichen Jahren einander auf Wiedersehen und aus tiefstem Herzen vielen Dank. Verein und der Publikumsliebling haben sich einvernehmlich darauf verständigt, den auslaufenden ProB-Vertrag zur kommenden Saison nicht zu verlängern. „Mr. Malcolm Delpeche“, wie ihn Hallensprecher Heri Koch stets mit großer Anerkennung beim Einlauf zu den Heimspielen vorstellte, hat nun eine attraktive Chance, seinen nächsten Karriereschritt zu gehen. Ein Abschied für immer muss das nicht sein, ein baldiges Wiedersehen mit einem der prägenden Gesichter der Erfolgsgeschichte der WWU Baskets der vergangenen Jahre ist möglich.

„Die WWU Baskets müssen sich schweren Herzens von Malcolm Delpeche trennen. Er hat ein sehr lukratives Angebot, wo er sofort zusagen musste, weil es sonst nicht mehr auf dem Tisch gewesen wäre“, so Manager Helge Stuckenholz. Durch den Brexit hat der britische Forward inzwischen keinen EU-Status mehr. Die Regularien der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB, für die die WWU Baskets gegenwärtig planen können, sehen „nur“ einen Nicht-EU-Ausländer vor. Nach dem Karriereende des ebenfalls als Nicht-EU-Ausländer geltenden Marck Coffin ist noch nicht klar, ob die WWU Baskets seine Position adäquat durch einen deutschen oder US-amerikanischen Akteur ersetzen können. „Deshalb konnten wir Malcolm jetzt sofort noch kein Angebot machen“, erklärt der Manager weiter. „Daraufhin hat er sich entschlossen, das vorliegende Angebot anzunehmen, was wir gut verstehen können.“

Der 25-Jährige bleibt jederzeit bei den WWU Baskets herzlich willkommen. So betont Helge Stuckenholz: „Der gemeinsame Weg ist an dieser Stelle nicht zu Ende, sondern es ist eher eine Pause. Darüber waren sich Malcolm, sein Agent und ich uns einig. Wir hegen weiter die romantische Vision, dass Malcolm seine Karriere sogar in Münster beendet und in ein, zwei Jahren, wenn wir vielleicht ProA spielen, zurückkehren kann. Denn ProA-tauglich ist er. Vielleicht lässt er dann sogar mit einem Studium die letzten Basketball-Jahre seiner Karriere in Münster ausklingen.“

Im Sommer 2018 wechselte Malcolm Delpeche in die Uni-Stadt. Insgesamt bestritt der heute 25-Jährige 83 ProB-Pflichtspiele für die WWU Baskets Münster, lief davon in 30 Spielen der soeben abgelaufenen Saison sogar als stellvertretender Kapitän auf. Gleich in Delpeches Einstandssaison wurden die WWU Baskets Deutscher ProB-Vizemeister und Erster der Nordstaffel. In der vergangenen Saison erreichte er mit seinem Team das Playoff-Halbfinale. Parallel zur Entwicklung der WWU Baskets entfaltete Malcolm mehr und mehr sein ganzes Potenzial.

Auch dem Headcoach der WWU Baskets Philipp Kappenstein fällt es sichtlich schwer einen ganz besonderen Menschen und Spieler ziehen zu lassen, wenngleich dieser Karriereschritt auch das Resultat der dreijährigen gemeinsamen Arbeit ist. Für seinen Schützling findet er schnell die passenden Worte: „Auf der einen Seite bedauere ich es sehr, dass wir Malcolm verlieren. Auf der anderen Seite freut es mich für ihn, dass er jetzt die aus meiner Sicht sehr gute Chance bekommt, sich sportlich und finanziell steigern zu können. Ich denke, dass hat er sich mehr als verdient. Malcolm war in unser ganzen ProB-Zeit nicht nur ein ganz integraler Part unseres Teams, sondern ein Gesicht der Mannschaft – auch nach außen sicherlich.

Es ist sehr selten und auch besonders, dass ein Importspieler drei Jahre bei dem selben Verein bleibt. Natürlich hätten wir auch sehr gerne mit ihm weitergearbeitet. Wenn es eine solche Chance für ihn gibt, dann muss er sie einfach wahrnehmen. Das muss man anerkennen. Ich denke, er hat sehr, sehr viele Verdienste um den Basketball in Münster. Er hat unser Spiel gerade im athletischen Bereich auf ein ganz neues Level gehoben, was aber auch für die ProB für uns absolut notwendig war, diesen Schritt zu machen.

Malcolm war im letzten Jahr nicht umsonst stellvertretender Kapitän. Auch diese Stellung innerhalb der Mannschaft hat er sich verdient. Er hat sich als Spieler aus meiner Sicht gerade in diesem Jahr noch mal ganz, ganz klar gesteigert. Ich bedauere es sehr, dass er sich hier nicht von den Zuschauern, die ihn sehr geliebt haben ‒ und das zu Recht ‒ persönlich verabschieden kann. Auch das hätte er sicherlich absolut verdient gehabt.

Malcolm ist ein toller Charakter, super Athlet, richtig, richtig guter Spieler, ein sehr gern gesehener Teammate. Für die Zukunft kann man nur sagen, dass wir ihn hier in Münster jederzeit wieder mit offenen Armen empfangen würden. Und das sagt ja man nicht allzu oft. Das soll eine Auszeichnung sein. Ich habe es genossen, mit ihm zu arbeiten. Ich stand mit ihm über die drei Jahre auch drei, viermal morgens jede Woche in der Halle. Das hat mir so viel Spaß gemacht wie bei kaum einem anderen Spieler. Als Person werden wir ihn definitiv auch extrem vermissen im nächsten Jahr.“

Quelle | Foto: WWU Baskets Münster

Daniel Mayr verlängert bei den EN Baskets Schwelm!

Die Saison 2020/2021 endete ohne Daniel Mayr, da er sich am 20. Spieltag gegen die ART Giants Düsseldorf schwer am Fuß verletzte und den Rest der Meisterschaft von der Bank aus miterlebte. Mayr kam vor der Spielzeit 2019/2020 zu den Blau-Gelben und plante nach einer langwierigen Knieverletzung sein Comeback zu geben. Das gelang ihm auch im Dezember 2019. Die lange Pause war dem 2,18m großen Centerspieler anzumerken, doch er kämpfte sich durch und wollte nach dem Restart im Oktober 2020 wieder Gas geben. Sein großes Potenzial deutete Daniel immer wieder an, konnte in der Defensive Spitzen setzen – aber er kann noch mehr! Die Rückkehr aufs Spielfeld nach einer langen Pause und vor allem nach einer Verletzung ist keinesfalls eine einfache Sache und mit Höhen und Tiefen verbunden. Dass der 25-Jährige sich erneut „durchgebissen“ hat und seit Wochen wieder in der Halle steht, zeugt von einer Menge Courage und Durchhaltevermögen. Aber der nächste Schritt, wieder ein richtiger Faktor im Spiel der EN Baskets zu werden, fehlt ein wenig. Genau daran wird im Kollektiv gearbeitet, so dass der Knoten ab der Saison 21/22 für Mayr hoffentlich platzen wird. Dennoch wird das Unterfangen nicht einfach, da sich Daniel Mayr neben dem Basketball noch ein weiteres berufliches Standbein aufbaut. Damit begann er schon im letzten Jahr und möchte schon für eine Zeit nach seiner sportlichen Laufbahn vorbereitet oder gar gefestigt sein. Die EN Baskets Schwelm unterstützen seine Planungen und wissen genau, dass ihr „Mann unter den Körben“ die berufliche Doppelbelastung packen wird. Umso mehr freuen sich beide Parteien, dass es nun gemeinsam weitergeht. Daniel Mayr sagt selbst zu seinem Engagement bei den EN Baskets: „Ich freue mich zum ersten Mal in meiner Profikarriere mehr als 2 Jahre bei einem Verein zu sein und die Baskets zumindest ein wenig zu prägen und voranzubringen. Ich kann es kaum erwarten zu Saisonbeginn wieder die ersten Gesichter in der Halle zu sehen und gemeinsam mit den Fans Siege zu feiern.“ 

Quelle | Foto: EN Baskets Schwelm

Felix Hecker verlässt die White Wings

Nachdem die White Wings Hanau bereits in der vergangenen Woche mit Josef Eichler einen wichtigen Spieler verloren haben, gibt es auch in der neuen Woche einen Spielerabgang zu vermelden: Felix Hecker wird in der kommenden Saison ebenfalls nicht mehr für die White Wings auflaufen. Felix kam zur Saison 2019/20 vom Südhessen-Konkurrenten Frankfurt nach Hanau. Seither hat er eine starke Entwicklung hingelegt. War seine erste Saison für Hanau noch von einigen Ups and Downs geprägt, entwickelte er sich in seiner zweiten Spielzeit für die Grimmstädter zu einem wichtigen Stammspieler. Fast 30 Minuten stand er in der Saison 2020/21 auf dem Feld, gehörte mit durchschnittlich 11,3 Punkten zu den Topscorern der Mannschaft und war zudem der beste Dreierschütze des Teams. Zudem konnte er sich einen lang gehegten Traum erfüllen und gemeinsam mit seinem Bruder Philip Hecker für einen deutschen Basketball-Proficlub spielen. Diese Leistungen hatten natürlich auch andere Clubs auf dem Schirm. Entsprechend liegen Felix Hecker für die neue Spielzeit u.a. auch vielversprechende Angebote aus der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA vor. In der Folge konnte leider keine Vertragseinigung zwischen Hecker und den White Wings erzielt werden.

Geschäftsführer Sebastian Lübeck: „Wir hätten sehr gerne mit Felix verlängert, da er in den zwei Jahren hier in Hanau eine gute Entwicklung genommen hat und diese mit Sicherheit noch nicht abgeschlossen ist. Allerdings müssen wir auch einsehen, dass wir Angebote aus der ProA in der derzeitigen Situation leider nicht matchen können. Das ist auf der einen Seite sehr schade, auf der anderen Seite macht es uns aber auch ein wenig Stolz, dass sich die Jungs durch gute Leistungen im Hanauer Trikot für höhere Aufgaben empfehlen können. Wir wünschen Felix viel Erfolg auf und abseits des Feldes und werden seinen Weg intensiv verfolgen und vielleicht gibt es in der Zukunft ja ein Wiedersehen!“ Felix Hecker: „Ich hatte viel Spaß in Hanau, habe hier Freunde gewonnen und mich weiterentwickeln können. Ich wäre gerne geblieben, aber leider haben wir nicht zusammengefunden. Vielleicht schaffen wir das eines Tages wieder. Ich möchte mich bei den Fans bedanken. Die Unterstützung und Atmosphäre, auch während der Pandemie, werden mir in Erinnerung bleiben. Ich bin traurig, dass wir meine letzte Saison in Hanau nicht zusammen mit den Fans spielen konnten, aber trotzdem sehr dankbar für die schönen 2 Jahre in Hanau. Mein Dank gilt auch Simon Cote und Kamil Piechucki, die mir viel Vertrauen gegeben und mir den Erfolg, den ich letztes Jahr hatte, ermöglicht haben. Zu guter Letzt möchte ich mich bei den Sponsoren, Gesellschaftern sowie dem Management bedanken, ohne die Basketball in Hanau nicht funktionieren würde. Bis auf ein nächstes Mal!

Quelle | Foto: EBBECKE White Wings Hanau

Porcher Jimenez und Elling verabschieden sich

Im Kader der RheinStars für die kommende Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB sind die nächsten personellen Entscheidungen gefallen. Marco Porcher Jimenez wird sich nach nur einer Spielzeit in der kommenden Saison wieder in Richtung Regionalliga orientieren. Der wurfstarke Guard plagte sich am Ende immer wieder mit Verletzungen herum, konnte aber trotzdem 17 von 23 Spiele bestreiten. Er sorgte im Schnitt für 9.3 Punkte bei einer Treffsicherheit von 43.7% von der Dreierlinie. „Marco ist ein wirklich guter Spieler mit einem guten Charakter, ein Teamspieler, der sich immer für die Mannschaft engagiert. Wir wünschen ihm alles Gute und hoffen, dass er sich in aller Ruhe auskurieren wird“, sagt Manager Stephan Baeck.

Ebenfalls die RheinStars verlassen wird Assistant Coach Oliver Elling. Der junge A-Trainer verspricht sich im Programm des Bundesligisten s.Oliver Würzburg seinen nächsten Karriereschritt und wird die NBBL-Mannschaft der Süddeutschen übernehmen. „Wir wünschen Oli bei seiner neuen Aufgabe in Würzburg viel Glück und hoffen, dass er seinen Weg findet“, sagt Manager Baeck. Somit suchen die RheinStars ab sofort einen weiteren hauptamtlichen Jugendtrainer.

Quelle: RheinStars Köln

Fotos: Gero Müller-Laschet

Emanuel Francisco: „Möchte hier den nächsten Schritt machen“

Die Saison 2020/21 war für Emanuel Francisco ein Lehrjahr. Auf allen Ebenen. Aber weil sowohl er als auch die Iserlohn Kangaroos das Potenzial der Zusammenarbeit sehen, gehen sie gemeinsam in die neue Spielzeit der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Damit ist er bereits der achte (!!) Spieler, der bei den Kangaroos auch für die kommende Spielzeit bleiben wird. Auch wenn der 20-Jährige in seinem ersten Jahr mit den Kangaroos nur wenig Spielzeit gesehen hat, weiß er, dass er ein wichtiger Teil des Teams war.

In neun Partien wurde Francisco eingesetzt, stand insgesamt 28 Minuten auf dem Feld. Im Schnitt also etwas mehr als drei Minuten. Das hatte sich der ehrgeizige Junge zwar irgendwie anders vorgestellt, aber: er hat seine Rolle im Team akzeptiert. Und auf andere Art und Weise Einfluss auf sein Team genommen. Gemeinsam mit Benjamin Dizdar und Elias Marei sorgte er dafür, dass das Team in der Spielzeit ohne Zuschauer immer wieder wichtigen Support von der Bank bekam. „Für mich ist es selbstverständlich, dass ich alles tun werde, um meinem Team den Rücken zu stärken“, erklärt der 1,98 Meter große Forward.

Und das hat er getan. Kaum eine Bank in der Liga hat so bedingungslos und ehrgeizig geflext bei guten Aktionen, Aufbauhilfe geleistet, wenn es mal nicht so rund lief. Deswegen sagt Francisco auch selbstbewusst: „Ohne unseren Support untereinander wären wir wahrscheinlich nicht so weit gekommen. Allerdings glaube ich auch, dass gemeinsam noch mehr möglich gewesen wäre.“ Und genau deshalb kehrt er nach Iserlohn zurück. Weil er an das Team glaubt, an die gemeinsame Perspektive. Und weil auch er betont, dass „die Teamchemie überragend gut war“.

Zudem hat er sich gemeinsam mit Ruben Dahmen um die Beschallung in der Kabine gekümmert, war also Co-Team-DJ. Und was legt er dann so auf? „Alles, was das Team hyped. Das kann Hip Hop sein, Techno, Schlager. Hauptsache wir fühlen es und kommen auf Touren“, sagt Emanuel Francisco.

Für die Saison 2021/22 hat er ehrgeizige Ziele: „Ich will zeigen, was ich kann. Und gemeinsam mit dem Team zeigen, was wir zu leisten imstande sind. Und natürlich möchte ich für mich den nächsten Schritt machen, mich weiter verbessern. Und ich glaube, dass ich für diese Ziele in Iserlohn den richtigen Standort und mit Dennis Shirvan den richtigen Coach dafür gefunden habe“, so der 20-Jährige.

In der Offseason hat er unter anderem mit seinem Zwillingsbruder Obed trainiert. Auf dem Court, aber auch im Bereich Kraft und Athletik. „Wir sind auf dem Weg zur Maschine“, sagt Emanuel Francisco und lacht. Der Forward hat Potenzial – und noch viel Luft nach oben. Aber auch den Ehrgeiz, dieses Potenzial ausschöpfen zu wollen. 

„Emanuel ist unglaublich athletisch, ein guter Verteidiger. Er hat immer ein Lächeln auf den Lippen und die richtige Arbeitseinstellung. Ich freue mich sehr darauf, mit ihm gemeinsam an seiner Entwicklung weiterzuarbeiten. Wir werden definitiv viel Freude an ihm und seiner Art zu spielen haben“, sagt Kangaroos-Headcoach Dennis Shirvan.

Team Iserlohn Kangaroos Saison 2021/2022:  #2 Elias Marei, #7 Joshua Dahmen, #8 Emanuel Francisco, #10 Toni Prostran, #20 Jonas Buss, #21 Benjamin Dizdar, #22 Ruben Dahmen, #55 Moritz Schneider, HC Dennis Shirvan

Quelle: Iserlohn Kangaroos

Stephan Blode wird Cheftrainer

Der neue Trainer der Rist-Herren kommt aus den eigenen Reihen. Stephan Blode tritt die Nachfolge von Benka Barloschky an, der neben seiner Aufgabe als Co-Trainer der Hamburg Towers die Schnittstelle zwischen der Bundesliga-Mannschaft und dem Wedeler Kader bleibt.

„Das ist jetzt der logische Schritt, dass man das Vertrauen an Stephan weitergibt“, sagt Christoph Roquette, der Sportliche Leiter des SC Rist. Die Beförderung Blodes vom Co-Trainer- auf den Cheftrainerposten entspricht ganz dem Wedeler Ansinnen, nicht nur Talente auf dem Spielfeld, sondern auch im Trainerbereich voranzubringen und ihnen Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Auch vor diesem Hintergrund holten die Rister 2019 den Berliner als Assistenztrainer für die Herren und als Jugendtrainer, denn es sei darum gegangen „einen Trainer zu finden, der die Ambition hat, höherklassig etwas umzusetzen, und auch über das Talent dazu verfügt“, so Roquette. Diesen Erwartungen hat Blode in seiner bisherigen Arbeit in Wedel vollauf entsprochen und übernimmt nun weitere Verantwortung.

Blode beendet durch den Wechsel auf den Cheftrainerposten der Rist-Herren seine Arbeit als Trainer der 1. Damen. Die Betreuung der Risterinnen abzugeben, sei ihm nicht leicht gefallen, so Blode. „Ich habe die Arbeit mit den Damen sehr genossen. Das sind ganz tolle Spielerinnen und ganz tolle Charaktere. Es war eine ganz schwere Entscheidung für mich, weil beide Aufgaben sehr reizvoll sind. Ich habe das dann heruntergebrochen auf die Tatsache, dass ich hier als ProB-Assistantcoach angefangen habe und es dann für mich der nächste Schritt ist. Es ist eine tolle Herausforderung und eine Aufgabe, auf die ich mich sehr freue. Es gibt natürlich einen anderen Teil in meinem Herzen, der gerne weiter die Damen betreut hätte. Letztendlich musste ich eine Entscheidung treffen“, sagt er. Die Trainerstelle bei den Rist-Damen wird ebenso neu besetzt wie jene bei der JBBL-Mannschaft. Diese betreute Blode zwei Jahre lang.

Der Weg, gemeinsam mit den Towers Nachwuchsspieler auszubilden, für die ProB, noch höhere Aufgaben und möglichst die Bundesliga zu befähigen, wird unter Blode fortgesetzt. „Benka und ich werden uns weiterhin ganz viel über Basketball austauschen und die Schritte besprechen. Ich werde ihm ganz viel Rückmeldung geben, wie sich die Spieler im Training anstellen und auch, was das Taktische angeht, ist da eine sehr hohe Durchlässigkeit. Also, da werden wir das Bewährte weiterführen. Es hat toll funktioniert in den letzten zwei Jahren, davon haben alle profitiert“, erläutert Blode.

Dem 33-Jährigen steckt wie Barloschky auch die Nachwuchsförderung im Blut – eine unabdingbare Voraussetzung für das Cheftraineramt bei den Rist-Herren. „Wir haben junge Spieler und Jungs, die ich jetzt auch schon seit zwei Jahren kenne und die wir an die 2. Bundesliga heranführen, weiterentwickeln und auf ein höheres Niveau bringen wollen“, sagt Blode. „Und gleichzeitig wollen wir Bundesligaqualität auf dem Feld verkörpern. Das kann zweigleisig sein: Das bedeutet, dass man immer Phasen hat, in denen junge Spieler auch Fehler machen und lernen müssen. Es kann aber auch sein, dass man beides gleichzeitig sieht. Das macht einen dann immer sehr stolz, wenn man sieht, dass man jungen Spielern Raum für Fehler und zur Entwicklung geben kann, aber man gleichzeitig sieht, dass sie auf dem Niveau immer besser mithalten können und immer besser werden – von Monat zu Monat, Jahr zu Jahr, manchmal sogar von Woche zu Woche“, betont er.

Bevor Blode im August 2019 zum SC Rist wechselte, arbeitete der Reinickendorfer in Berlin bei den Vereinen SV Pfefferwerk, VfB Hermsdorf, TuS Lichterfelde sowie beim Berliner Basketball-Verband.

Quelle | Foto: SC Rist Wedel: Stephan Blode (Trainer SC Rist Wedel, im Bild links) und Christoph Roquette (Sportlicher Leiter SC Rist Wedel)

Felix Meyer-Tonndorf entscheidet sich für einen neuen Lebensweg!

Felix Meyer-Tonndorf kam vor der Saison 2016/2017 zu den EN Baskets Schwelm. Er durchlief fast sämtliche Jugendmannschaften beim TuS Breckerfeld, bei Phoenix Hagen und machte seine ersten Schritte auf ProB-Niveau in Iserlohn. Gemeinsam mit seinem langjährigen Trainer Falk Möller schloss er sich in 2016 den Blau-Gelben an und machte dabei von Jahr zu Jahr Fortschritte. Trotz langwieriger Verletzungen und Krankheiten biss sich der 24-jährige Flügelspieler immer wieder durch und steigerte seine Leistung stetig. Auch eine Knieverletzung in 2019/2020 hinderte Felix Meyer-Tonndorf nicht daran, noch besser in 2020/2021 zurückzukehren. Doch die Coronakrise bringt so manchen Sportler zum Nachdenken, so auch Felix. Bereits im März 2021 bat der Forward Coaches und Verantwortliche um ein Gespräch und verkündete, dass er seine sportliche Karriere so nicht mehr weiterführen wollte. Felix Meyer-Tonndorf entscheidet sich in eine neue Richtung zu blicken und möchte seine Zukunft anders gestalten. Verbunden mit einem Umzug in ein neues Bundesland, hat sich Felix beruflich umorientiert und wird im Herbst 2021 ein duales Studium beginnen. Auch klafft eine große Lücke im Jugendbereich der RE Baskets Schwelm, wo er als Trainer aktiv war und sich maßgeblich um die jüngeren Altersklassen U6-U10 sowie diverse Schul-AGs kümmerte.

„Zunächst einmal möchte ich mich bei den Verantwortlichen der RE und EN Baskets für einen gelungenen Einstieg in das Arbeitsleben als hauptamtlicher Jugendtrainer bedanken, durch Euch habe ich die Möglichkeit bekommen meine Leidenschaft für den Basketball an den Nachwuchs weiterzugeben. Ein großes Dankeschön geht auch an meine Teamkollegen und Trainer, mit denen ich in den vergangenen Jahren zahlreiche Siege feiern durfte und Niederlagen weggesteckt habe. DANKE natürlich auch an die besten Fans der Liga! Ihr seid klasse und habt es geschafft uns trotz der Corona-Maßnahmen tatkräftig zu unterstützen.

Schwelm wird immer ein Stück Heimat für mich bleiben. 

Herzlichen Dank und bis bald!

Euer Felix“

 „Felix hat sich zu einer ernstzunehmenden sportlichen Persönlichkeit bei den EN Baskets Schwelm etabliert. Bei ihm hat man immer 100% Einsatz bekommen – nie weniger! Er ist aktuell auf seinem basketballerischen Höhepunkt und noch nicht am Ende seiner Entwicklung. Aber in seinem Plan spielt der Sport ab sofort eine nebensächliche Rolle. Das ist wirklich traurig, da wir einen sehr guten und engagierten Mitarbeiter verlieren, mit dem wir ohne Frage gern weitergemacht hätten. Er ist hier immer willkommen!“ fassen die Verantwortlichen der EN Baskets Schwelm zusammen. Die EN Baskets bedanken sich bei Felix Meyer-Tonndorf für eine tolle und erfolgreiche Zeit und wünschen ihm für seine Zukunft alles erdenklich Gute!

Quelle: EN Baskets Schwelm

Simon Cote kommt als Headcoach und Entwickler zu den RheinStars

Die gute Nachricht zum Sonntag: Simon Cote ist ab sofort neuer Cheftrainer der RheinStars Köln. Vor einigen Tagen bereits hat der bald 50 Jahre alte US-Amerikaner seine Arbeit aufgenommen, um so nach dem Ausscheiden von Johannes Strasser einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen. Allerdings nicht allein auf dem Posten als Headcoach des Teams in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Denn mit Cote, der einigen vielleicht noch aus den ProA-Duellen mit den Hanau Wild Wings geläufig ist, hat ein ausgewiesener Förderer und Entwickler von Nachwuchsprogrammen bei den Kölnern angeheuert.

„Wir haben nach mehr als nur nach einem Headcoach für unser ProB Team gesucht und dafür ist Simon genau der Mann, den wir nun an unserer Seite brauchen“, sagt Manager Stephan Baeck. Es gehe darum, den ganzen Verein mit seinen knapp 50 Mannschaften mitzunehmen und eine einheitliche Spiel-Idee, eine Philosophie für den kompletten Verein zu entwickeln, die auf die erfolgreichen Jahre mit Johannes Strasser aufsetzt. „Alle Trainer auf eine Linie zu bringen, eine enge Verzahnung der Leistungsmannschaften bis zur JBBL und NBBL und die Weiterentwicklung der eigenen Talente bis hin zum Profiteam zu ermöglichen, ist eine unserer Hauptaufgaben der nächsten Jahre.“

Zwar können die RheinStars noch nicht nach höheren Ligen greifen, aber sie können dafür die Grundlagen schaffen. Mit dem „Basketball Campus Köln powered by Flossbach von Storch“ und mit dem anstehenden Ausbau der Müngersdorfer Radrennbahn in ein Bahnradsportzentrum mit einer mindestens ProA-tauglichen Zuschauerausstattung für Basketball, entstehen aktuell Möglichkeiten zur sportlichen Entwicklung auf allen Ebenen, die es so noch nicht gab in Köln. Diese Chancen müssen in den kommenden Jahren mit Leben gefüllt werden bzw. vor allem mit einer funktionierenden Organisation, die eine Weiterentwicklung und Perspektive für das Erreichen der langfristigen Ziele erlaubt.

Cotes Visitenkarte in Deutschland ist dabei vor allem seine Erfahrung mit dem Aufbau der Basketball Academy in Frankfurt, die er als Assistant Coach maßgeblich inhaltlich mit entwickelte. Bis heute profitieren die Hessen von zu Beginn der 2000er Jahre entwickelten Grundlagen. „Die Voraussetzungen in Köln sind erstklassig, das Jugendprogramm entwickelt sich und alle hier haben ehrgeizige Ziele, die Organisation besser zu machen“, nennt Cote als Hauptgrund für seine Zusage. „Und ich bin voller Energie, die hier entstandene Dynamik auf- und auszubauen.“

Auf die Idee, Cote nach Köln zu lotsen, kam Assistant Coach Katharina Arnold, die den US-Amerikaner aus gemeinsamen Zeiten im US-amerikanischen Basketball kennt. Beide haben dort bereits zusammengearbeitet. „Eigentlich wollte ich ja Katharina vor Jahren als Assistant Coach nach Hanau holen“, erinnert sich Cote, „nun war es praktisch umgekehrt. Wenn ich darüber nachdenke, sind meine Jobs immer zu mir gekommen – und ich habe dann begeistert zugesagt, weil mich neue Erfahrungen und Situationen faszinieren.“

Wie der Schauspieler Steve Carell stammt Cote aus den knapp 17.000 Einwohner zählenden Ort Concord im US-Bundestaat Massachusetts und wird wie Carell bei Wikipedia unter den bekannten Söhnen und Töchtern der Stadt aufgeführt.  Cotes Aufgeschlossenheit und Neugier zog den späteren International Scout der Denver Nuggets von 2002 bis 2006 aus Dallas zu den Opel Skyliners Frankfurt, weil ihn Europa reizte. 2008 kehrte er als Coach der Gießen 46ers nach zwei Jahren NBA-Nachwuchsscouting an die Seitenlinie zurück. Von 2010 bis 2013 verschlug es ihn dank einer interessanten Offerte nach China zu den Shanghai Sharks und schließlich übernahm er die Hanau White Wings 2015. In vier Jahren ProA führte er Hanau sogar bis in die Playoffs, konnte jedoch den Abstieg 2019 nicht verhindern. Im November schließlich trennten sich dort die Wege, obwohl das Team sich im Mittelfeld der Liga etabliert hatte.

„Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Simon“, sagt Katharina Arnold. „Ich glaube, er ist in der aktuellen Phase der perfekte Coach für uns. Gerade wenn es darum geht, das komplette Programm mit aufzubauen. Er bringt Ideen ein, die in Deutschland noch nicht so verbreitet sind. Was das Recruiting anbelangt, nicht nur für Profi- sondern auch für Jugendspieler. Was das gesamte Programm angeht, auf und abseits des Felds. Das wird eine spannende und gute Saison. Gerade, weil er einen ganzheitlichen Ansatz hat. Davon können alle viel mitnehmen für die Zukunft.“

Headcoach Simon Cote
geb. 17. August 1971 in Concord/Massachusetts

Masterabschluss in Sportadministration und Bachelor-Abschlüsse in Sportpsychologie und Motorischem Verhalten

Stationen als Trainer

2021                RheinStars Köln – Headcoach (ProB)

2015 – 2019    Hanau White Wings – Headcoach (ProA/ProB)

2010 – 2013    Shanghai Sharks – Head Assistant Coach (CBL)

2008- 2009     Gießen 46ers – Headcoach (BBL)

2006 – 2008    Denver Nuggets – International Scout (NBA)

2002 – 2006    Opel Skyliners Frankfurt – Assistant Coach (BBL)

1998 – 2002    Southern Methodist University, Dallas – Assistant Coach (NCAA)

1997 – 1998    University of Tennessee, Knoxville – Video Coordinator (NCAA)

Quelle | Foto: RheinStars Köln

Miki Servera verlängert seinen Vertrag bei den SparkassenStars um zwei weitere Jahre in der ProA

Die nächste Personalentscheidung der VfL SparkassenStars Bochum ist gefallen. Der spanische Guard Miki Servera wird seinen Vertrag bei den SparkassenStars um zwei weitere Jahre verlängern und geht mit dem Team von Headcoach Felix Banobre in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA.

Miki Servera wechselte vor der abgelaufenen Saison von den EBECKE White Wings Hanau an den Stadionring und avancierte nach einer Verletzung zu Saisonbeginn zum Leistungsträger der Bochumer ProA-Aufsteiger. Der 28-jährige Guard kam in 26 Spielen auf 12,6 Punkte und 4,3 Assists im Schnitt.

Servera hatte bereits bei seinem Wechsel eine Players-Option für den Fall des ProA-Aufstiegs in seinem Vertrag verankert. Anstatt eines weiteren Jahres in der ProA bleibt er nun zwei Jahre mit seiner Familie in Bochum.

„Miki ist die perfekte Verbindung für dieses Team. Er ist ein vielseitiger Spieler und sein hoher Basketball-IQ ist der Schlüssel. Ich weiß, dass Miki ein Spieler ist, der auf einem höheren Niveau spielen muss und kann. Ich bin sehr froh, dass er bei uns bleibt“, freut sich Headcoach Felix Banobre über die Vertragsverlängerung seines Landsmannes.

„Miki war eine der wichtigen Säulen für den Aufstieg und wir haben ihm bereits schon vor der Verpflichtung im letzten Jahr unsere Absicht aufgezeigt, mit ihm in der ProA zu planen. Dieses Vertrauen hat er in der abgelaufenen Saison auf dem Feld zurückgezahlt und deshalb freuen wir uns, dass er nun nicht nur das kommende Jahr, sondern noch ein weiteres darüber hinaus bei uns bleibt“, so Geschäftsführer Tobias Steinert.