RASTA-Macher Niemeyer im Interview

Stefan Niemeyer: „Die Vorfreude ist riesig!“

Am Freitag (20 Uhr, live auf www.sportdeutschland.tv) beginnen für RASTA Vechta die Playoffs in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Gegner des nach der Hauptrunde Tabellenersten ist rent4office Nürnberg. Vor dem ersten Spiel gegen den Achten spricht RASTAs Geschäftsführer Stefan Niemeyer über die bisherige Saison und die Zukunft.

Frage: „Stefan, am Freitag beginnen die Playoffs. Zum ersten Mal seit drei Jahren sind wir in solch einer Endrunde dabei. Wie steht es um Deine Vorfreude?“

Stefan Niemeyer: „Die Vorfreude ist riesig! Ich freue mich einfach ungemein auf die Playoffs und die super Stimmung im RASTA Dome und bei den Auswärtsspielen, wo ganz bestimmt viele, viele Fans aus Vechta mitfahren werden. In der Stadt und um zu scheint sich ja aktuell fast jeder für Basketball zu interessieren, so oft wie ich darauf angesprochen werde. Und da kribbelt es dann natürlich allein schon bei dem Gedanken an die Playoffs. Aber es besteht auch größter Respekt vor der kommenden Aufgabe. Alle erwarten wie selbstverständlich, dass wir ins Endspiel kommen und somit aufsteigen. Ich bin mir da nicht so sicher, obwohl unserer Mannschaft eine super Hauptrunde gespielt hat.“

Frage: „Die Hauptrunde konnten wir auf Platz 1 abschließen, der RASTA Dome war bei allen 15 Spielen ausverkauft, der Umsatz konnte erneut gesteigert werden. Ist die Saison 2015/2016 schon jetzt ein Erfolg?“

Stefan Niemeyer: „Diese Saison toppt wirtschaftlich alles, was bislang war. Wir haben weitere Sponsoren gewonnen und den Etat auf über zwei Millionen Euro bringen können. Auch haben wir uns im Jugendbereich weiter entwickelt und unser Farmteam spielt in der 1. Regionalliga eine gute Rolle – mit einer gesunden Mischung aus Jung und Alt. In der kommenden Saison wollen wir uns in allen Bereichen noch weiter verbessern und RASTA in allen Belangen weiter entwickeln. Der Stellenwert von Basketball soll in unserer Region weiter nach vorne gebracht werden, um die Jugend für Basketball zu begeistern. Die Kinder und Jugendlichen sind das Potential für die Zukunft als unsere Spieler und auch als unsere Zuschauer. Es ist schließlich nicht selbstverständlich, das wir auch in Zukunft immer ausverkauft sein werden.“

Stefan Niemeyer

Stefan Niemeyer

Frage: „Mit Christian Standhardinger, Carlos Medlock und Derrick Allen haben drei Neuzugänge voll eingeschlagen. Auch die Nachverpflichtungen Travis Warech und Devin Gibson spielt erfolgreich. Wie bist Du zufrieden mit der Personalauswahl?“

Stefan Niemeyer: „Das Ergebnis dieser Saison beantwortet diese Frage selbst. Wir haben in allen Belangen bei der Personalauswahl richtig gelegen. Dies gilt für alle, die mit RASTA zu tun haben. Ich denke, es ist normal, dass sich einzelne Spieler hier mehr hervortun als andere. Aber vor allem arbeiten das Team und alle um dieses herum super zusammen. Dies erinnert sehr an die Jahre mit den Aufstiegen.“

Frage: „Mit Andreas Wagner war im Sommer auch ein neuer Headcoach nach Vechta gekommen. Welchen Anteil hat er am Aufschwung?“

Stefan Niemeyer: „Die Entscheidung nach der letzten Saison, uns vom kompletten Trainerteam der Profis zu trennen, war genau richtig. Dass wir dann die Chance hatten, Andreas Wagner für RASTA zu gewinnen, können wir aus aktueller Sicht als Glücksfall bezeichnen. Er hat schon einiges an Erfahrung. Die hat Andreas Wagner an uns als Verantwortliche herangetragen und hier bei RASTA eingebracht. Er ist der Architekt des Teams, zusammen mit seinem Co-Trainer Pedro Calles. Die zwei sind in erster Linie für das bislang gebrachte Ergebnis verantwortlich. Uns alle erfreut das sehr und wir freuen uns die weitere Zusammenarbeit.“

Frage: Gegner im Viertelfinale ist rent4office Nürnberg. Das Heimspiel wurde klar gewonnen, im Rückspiel wurde der Sieg quasi in letzter Sekunde eingetütet. Was erwartest Du für ein Duell?

Stefan Niemeyer: „Unsere Duelle der letzten Jahre gegen Nürnberg waren zumeist nicht einfach. Leichte Spiele gibt es in der 2. Basketball-Bundesliga ProA nicht. Als Außenstehender kann man nur vermuten, dass es in Nürnberg einige Probleme gab – siehe die vorzeitige Trennung von Dylan Talley. Aber: im Hinblick auf die Playoffs denke ich, dass all dies jetzt ausgeräumt wurde. Nürnbergs Trainer Ralph Junge sprach ja bereits davon, dass ein neuer Teamgeist in der Mannschaf herrscht. Ich jedenfalls habe großen Respekt vor den Nürnbergern, gerade vor ihrem Trainer. Ralph Junge halte ich für einen sehr kompetenten Mann. Allen muss klar sein, auch wenn der Erste gegen den Achten spielt: diese erste Runde gegen Nürnberg ist kein Selbstläufer. Doch bin ich ein Optimist und gehe davon aus, dass wir uns gegen rent4office Nürnberg durchsetzen werden.“

 

(RASTA Vechta)