Nachberichte ProA 6. Spieltag
24.10.2026 19:00 Uhr // VfL SparkassenStars Bochum vs. SBB Börde Baskets 73:76
Neben dem verletzten Tommy Kamarad musste der VfL auf Pablo Estelle und Dyami Janeck verzichten. Auch Conrad Klotz und David Pisic hatten noch mit Blessuren zu kämpfen, standen dennoch aber für die SparkassenStars auf dem Spielbogen. Das Trainerteam schickte eine Sarting-Five bestehend aus Teamkapitän Niklas Geske, Ja’Monta Black, Jaylen Wesley, Neil Masnic und Kilian Dietz auf das Parkett. Die Partie startete gleich furios und der bochumer Flügelspieler Jaylen Wesley netzte direkt zwei Sprungwürfe ein (5:0, 1.). Doch die Gäste aus Wolmirstedt legten prompt nach und übernahmen durch den Dreier von Martin Bogdanov die erste Führung (9:10, 6.). In der Folge zogen die SparkassenStars das Tempo an und kamen immer wieder über die Flügelzange bestehend aus Gabriel Kuku und Jaylen Wesley zu leichten Punkten in Korbnähe. Getrieben von einer grandiosen Stimmung in der Rundsporthalle zogen die Bochumer bis auf acht Punkte davon (27:19, 10.). Auch im zweiten Viertel behielten die SparkassenStars vorerst die Oberhand und profitierten von dem positiven Momentum. Doch die Wolmirstedter kämpften sich durch eine körperliche Vereidigung und schnelles Umschalten im Fastbreak zurück in die Begegnung (36:32, 16.). Es entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, in welcher der VfL-Kapitän Niklas Geske durch sein Playmaking auffiel. Neben zwei Distanzwürfen legte Geske bis zur Halbzeit, insgesamt sieben Korberfolge für seine Mitspieler auf. Nach einem umkämpften Viertel ging die Mannschaft von Headcoach Alvaro Paredes mit einer knappen Führung in die Halbzeitpause (40:36, 20.).
Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten die Gäste. Mehrfach erspielten sie sich freie Würfe von außen und übernahmen erneut die Führung (51:54, 26.). Die SparkassenStars wirkten überrascht von der aufgeblühten Verteidigung des Gegners und verloren durch Ballverluste allmählich die Kontrolle. Besonders die Dreier wollten nichtmehr fallen und so ging es mit einem Rückstand in das letzte Viertel (52:60, 30.). Das letzte Viertel begann ebenfalls mit mehreren Zählern auf der Gästeseite. Besonders an der Freiwurflinie und in der Zone punkteten die SBB Börde Baskets und erhöhten somit die Führung (52:67, 35.). Doch die Fans feuerten weiterhin die Spieler in Blau-Weiß an und wurden mit einer Aufholjagd aus dem Bilderbuch belohnt. Gabriel Kuku leitete die Schlussoffensive mit zwei starken Drives zum Korb ein. Als Niklas Geske einen And-One-Stepback-Dreier verwandelte explodierte die Rundsporthalle (63:67, 37.). In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch und beide Teams erhöhten die Schlagzahl. Die Gäste punkteten und führten nach knapp 38 Minuten erneut mit sieben. Doch der US-Amerikaner Ja’Monta Black schweißte kurz vor Schluss zwei Dreier in Folge ein und verkürzte auf 73:74. In den letzten Sekunden blieb den Bochumern nur das Foulen, was die Gäste mit erfolgreichen Freiwürfen bestraften. Minus drei – vier Sekunden auf der Spieluhr. Ein letzter Wurf blieb für den Ausgleich. David Pisic übernahm Verantwortung, doch der Ball tanzte auf dem Ring und sprang letztlich zurück auf das Spielfeld. Schließlich unterlagen die Bochumer nur knapp mit 73:76 vor heimischem Publikum und wurden nicht für den Kampfgeist der letzten Minuten belohnt.
24.10.2026 19:30 Uhr // ETB Miners vs. Kreisbau Kirchheim Knights 99:103
Bereits am Vortag begab sich der Knights Tross in Richtung Essen. Wieder mit an Bord war der zuletzt fehlende Youngster Paul Viefhues. Und dem Distanzexperten sollte die entscheidende Rolle zufallen. Für Fans des Basketballsports hatte die Partie wenig zu bieten. Mehrere Unterbrechungen aufgrund technischer Probleme, 52 Foulpfiffe, kaum ein Angriff ohne Spielunterbrechung und insgesamt 61 Freiwürfe, sind die negative Bilanz eines Abends, der das Duell zweier Teams werden sollte, deren Vergangenheit eng miteinander verbunden ist. Im 20. Jahr der Gründung der Knights erinnern sich noch einige an die Anfangszeit der Ritter, die in der Saison 2006/2007 in Essen einen ihrer Hauptkonkurrenten um den Aufstieg hatten. Der Film zum Jubiläum wird am 23. November im Kirchheimer Hirschgarten präsentiert und die Essener werden auch darin natürlich vorkommen. Doch am vergangenen Samstagabend spielte dies keine Rolle. Nach schwachem Saisonstart und nur einem Sieg aus fünf Spielen wollten die Miners von ihrem Heimvorteil profitieren und zur Überraschung gegen den Favoriten ansetzen. Entsprechend ambitioniert gingen die Gäste zu Werke. Doch auch die Teckstädter waren gut vorbereitet. Im ersten Viertel entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Essen überraschte mit einer eher ungewöhnlichen Form der Zonenverteidigung und die Knights hatten zunächst Schwierigkeiten aus der Distanz zu verwandeln. Dennoch ging man mit einer 22:20 Führung ins zweite Viertel. Bis dahin ein eher normales Spiel. Innerhalb von ca. 3 Minuten im zweiten Abschnitt waren die Ritter bereits mit Teamfouls ausgestattet. Von da an mussten die Mannen von Head Coach Perovic vorsichtiger agieren. In der Offensive fanden die Schwaben zumeist in Form von Center Nico Bretzel eine passende Antwort. Er sammelte bis zur Halbzeit bereits 16 Punkte und zeigte sein bislang bestes Saisonspiel. Dank eines Dreier von Desmond Watson mit Ablauf der Uhr, gingen die Korbjäger mit einer knappen 47:44 Führung in die Pause.
Den besseren Start in Halbzeit zwei erwischten die Gäste. Sofort bauten die Knights ihre Führung aus und zwangen Miners Coach Wendt zur frühen ersten Auszeit. Die Ritter hatten nun eindeutige Vorteile, jedoch kämpften die Hausherren beherzt und hielten die Partie in einem überschaubaren Rückstand. Zum Ende des Viertels waren die Miners wieder dran (71:66). Viertelübergreifend schlug nun die Stunde von Viefhues. Der 21-jährige verwandelte vier Dreier innerhalb von drei Minuten staubtrocken und erhöhten den Vorsprung auf zwölf Punkte. Doch weiterhin gaben sich die Gastgeber nicht geschlagen, kämpften sich unerbittlich zurück und holten sich viele Punkte an der Freiwurflinie. Wenige Minuten vor Spielende wechselte die Führung zu Gunsten Essens. Wie würden die Ritter reagieren? Im Stile einer routinierten Truppe blieben Morgan und Co. ruhig und trafen gute Entscheidungen. Der Kapitän selbst per Dreier, fand die richtige Antwort und in der Schlussminute wanderten nun die Teckstädter insgesamt elf Mal an die Freiwurflinie. Beim Zwischenstand von 103:94 war die Partie entschieden. „Wir sind stabil und konzentriert geblieben. Es gibt einige Dinge, die heute nicht gepasst haben. Am Ende zählt das Ergebnis,“ sagte Knights Head Coach Igor Perovic nach Spielende. Am kommenden Samstag steht das Topspiel gegen Heidelberg in der Sporthalle Stadtmitte an. Um 18 Uhr empfangen die Knights den letztjährigen Bundesligisten und eindeutigen Aufstiegsanwärter, der eine 5:1 Bilanz aufzuweisen hat.
24.10.2026 19:30 Uhr // Paderborn Baskets vs. OrangeAcademy 83:71
Die Paderborn BASKETS haben ihren zweiten Heim- und Saisonsieg in der PHOENIX CONTACT arena in Lemgo eingefahren: Am 5. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA sicherten sie sich gegen die OrangeAcademy Ulm den verdienten 83:71 (45:41) Erfolg mit einem bärenstarken letzten Viertel, in dem sie nur fünf Gegnerpunkte zuließen und selbst 22 Punkte erzielten. Das Team um Head Coach Milos Stankovic lag vor den finalen zehn Spielminuten in einer bis dahin spannenden, überwiegend ausgeglichenen Partie noch mit 61:66 zurück. Dann schalteten die Ostwestfalen in Defense und Offense einen Gang höher, sicherten sich Rebound um Rebound, spielten sich mit leidenschaftlichem Einsatz in einen kleinen Rausch und ließen sich von der lautstarken Unterstützung der 1170 begeisterten Fans zum Sieg tragen. In der ersten Hälfte entwickelte sich von Beginn an eine schnelle, dynamische und von starker Physis auf beiden Seiten geprägte ausgeglichene Partie. Beide Teams punkteten hochprozentig in der Zone, zeigten schnelle Ballbewegungen und ansehnliche Offensivaktionen. Aus der Distanz jedoch trafen in den ersten 20 Minuten sowohl Paderborn als auch die OrangeAcademy jeweils nur zwei Mal, bei einer Vielzahl von Versuchen. Entscheidend absetzen konnten sich daher weder die Baskets noch Ulm: Nach diversen Führungswechseln ging es mit einer knappen 45:41-Führung für Paderborn in die Pause.
Nach der Halbzeit kamen die Gäste mit viel Schwung aus der Kabine. Die OrangeAcademy arbeitete sich Punkt für Punkt an die Baskets heran, zog das Momentum auf ihre Seite und holte sich nach vier gespielten Minuten wieder die Führung zurück (49:51, 34.). Bis zum Viertelende folgte nun die stärkste Phase der Ulmer Youngster: Die Schützlinge von Head Coach Mehdy Mary bauten den Vorsprung zwischenzeitlich bis auf sechs Punkte aus. Paderborn fand in der zweiten Hälfte des dritten Abschnitts zwar wieder zu seiner Treffsicherheit zurück, Ulm hatte jedoch auf alle Anschlussbemühungen der Gastgeber zunächst stets eine passende Antwort parat und lag vor den finalen zehn Minuten mit 66:61 vorn. Die Wende folgte direkt mit Beginn des finalen Spielabschnitts: Paderborn stellte in der Defense um, zwang die Gäste wiederholt zu Turnovern, verteidigte aggressiv und effektiv, dominierte die Rebounds unter beiden Körben, sicherte sich so eine Vielzahl zweiter Chancen – und punktete immer wieder erfolgreich, nun auch aus der Distanz mit diversen Dreipunktewürfen. Die Baskets ließen der OrangeAcademy während des gesamten 4. Viertels mit hoher Intensität keine Luft zum Atmen und spielten sich mit lautstarker Unterstützung der Fans in einen kleinen Rausch. Am Ende ließen sie in den letzten zehn Minuten nur bemerkenswerte fünf Gegenpunkte zu und erzielten selbst 22 Zähler – der Schlüssel zum verdienten, umjubelten 83:71-Heimsieg, dem zweiten Erfolg in der laufenden Saison.
24.10.2026 19:30 Uhr // MLP Academics Heidelberg vs. BG Göttingen 80:76
Die BG Göttingen hat in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ihre Siegesserie nicht fortgesetzt. Die Mannschaft von BG-Headcoach Martins Gulbis verlor am Samstagabend bei den MLP Academics Heidelberg knapp 76:80 (40:42). Im Heidelberger SNP Dome bewegten sich die Gäste aus Südniedersachsen mit dem Aufstiegsfavoriten über weite Strecken auf Augenhöhe und kämpften sich nach Rückständen immer wieder zurück. Am Ende reichte es nicht ganz zum dritten Saisonsieg. Bester BG-Werfer war Zach Jackson mit 15 Punkten. Für die Academics traf Niklas Würzner am häufigsten (20 Zähler). Die Highlights gibt’s später bei Sporteurope.TV. Die Veilchen, bei denen Zac Watson weiterhin ausfällt (Oberschenkelverletzung), taten sich gegen die physische Verteidigung der Gastgeber schwer. Doch auch die Academics fanden offensiv in den ersten Minuten keinen Rhythmus, sodass die Partie eng war (5:6/4.). Die Heidelberger fanden dann Lücken in der BG-Defensive und zogen durch einen 2:15-Lauf auf 7:19 davon (9.). Im Anschluss fingen sich die Göttinger, erkämpften sich die Punkte an der Freiwurflinie und verkürzten bis zur Viertelpause auf 14:19.
Im zweiten Abschnitt stellten sich die Gäste besser auf die Academics-Physis ein. Jackson schloss einen 7:0-Lauf per Dreier zum 23:24 ab und zwang Academics-Headcoach Carlo Finetti zu seiner ersten Auszeit (13.). Doch auch danach lief es zunächst nicht besser für die Kurpfälzer. Der wieder genesene Radvilas Kneizys ließ einen weiteren Dreier zum 26:24 folgen (14.). Ab Mitte des Abschnitts lief es für die Heidelberger wieder besser. Einen 2:11-Lauf schloss der starke Nick Muszynski zum 30:37 ab (17.). Doch die BG konterte und verkürzte durch einen Dreier von Tai Bibbs auf 38:39 (19.). In die Halbzeitpause gingen die Göttinger mit einem knappen 40:42-Rückstand. Nach dem Seitenwechsel bewegten sich beide Teams auf Augenhöhe. Jackson glich zum 44:44 aus (22.). Die Hausherren erarbeiteten sich leichte Vorteile, Jackson hielt die BG zunächst in Schlagdistanz (46:48/25.). Dann leisteten sich die Göttinger zu viele kleine Fehler und Ungenauigkeiten, die Heidelberg bestrafte. Die Kurpfälzer zogen nun Stück für Stück auf 51:63 davon (30.). Ein Kneizys-Dreier zum 54:63-Viertelendstand gab den Gästen Hoffnung für den letzten Abschnitt. Im Schlussviertel gaben sich die Veilchen noch lange nicht geschlagen. Daniel Kirchner, der schon im zweiten Abschnitt sein viertes Foul kassierte, aber bis Ende der Partie ohne weiteres Foul blieb, verkürzte durch einen Dreier auf 59:66 (33.). Die Heidelberger hielten die BG zunächst auf Abstand (62:70/34.), doch die Gäste zeigten dann eine starke defensive Phase und kamen durch einen weiteren Kirchner-Dreier auf 67:70 heran (37.). Der deutsche Guard übernahm Verantwortung und traf erneut von außen zum 71:72 (39.). Die Göttinger kämpften und blieben durch den nächsten Bibbs-Dreier dran (76:78/40.). Am Ende reichte dies aber nicht ganz, um die Partie zu drehen. Martins Gulbis (Headcoach BG Göttingen): „Wir haben sehr viel Kampfgeist gezeigt. Es war nicht das unterhaltsamste Spiel bedingt durch die Physis. Wir hätten die Chance gehabt, den Sieg zu holen, aber hatten zu viele Höhen und Tiefen in der Verteidigung. Dadurch haben wir Heidelberg leichte Punkte gestattet und ihnen Selbstvertrauen gegeben. Ich danke den Göttinger Fans, die uns hier unterstützt haben. Wir hören sie und freuen uns auf sie am nächsten Wochenende in Göttingen.“
24.10.2026 19:30 Uhr // PS Karlsruhe LIONS vs. Tigers Tübingen 87:83
Die Tigers Tübingen haben das Derby bei den PS Karlsruhe LIONS vor 2.087 Zuschauern – darunter circa 30 Tübinger Fans – in der Europahalle zu Karlsruhe nach einem Thriller mit 83:87 (78:78; 40:47) in der Verlängerung verloren. Nach 14 Minuten lagen die Schwaben beim Stand von 22:39 bereits mit 17 Zählern im Hintertreffen, doch die Schützlinge von Trainer Félix Bañobre zeigten Moral und kämpften sich trotz des höchsten Rückstands im Spiel in die Partie zurück. In der regulären Spielzeit hatten beide Kontrahenten mehrfach die Chance auf den Sieg. Den Erfolg sicherte sich das Team von Trainer Demond Greene dann in der Verlängerung, welche mit 9:5 an die Badener ging. Den Gästen ging in der Schlussphase dann etwas die Luft aus, die Intensität beim Gegner war etwas größer. Topscorer des Spiels wurde Kilian Binapfl mit 22 Zählern für den Sieger, für die Schwaben waren erneut Isaac Haney und Tim Smith mit jeweils 20 Punkten die beste Schützen. Die Rebounds gingen knapp mit 48:47 an den Gastgeber, bei den Assists lagen die Löwen mit 18:12 deutlicher vorne. Problematisch auf Tübinger Seite waren 19 Ballverluste, die Greene-Truppe musste nur elf Bälle abgeben. Aus der Distanz gelangen der Bañobre-Truppe 13 Treffer bei 32 Versuchen (41 Prozent). Die Tübinger Basketballer lagen mehrfach mit zwei Zählern in Front, so beispielsweise 26,6 Sekunden vor dem Ende des vierten Viertels. Beim Stand von 78:78 hatten die Schwaben den letzten Ball in der regulären Spielzeit, doch Jesse „Jason“ Ani leistete sich 2,8 Sekunden vor dem Ende ein offensives Foul – das Spiel ging in die Verlängerung. Der Rest ist bekannt. Mit nun jeweils drei Siegen und Niederlagen nehmen die Tigers Tübingen aktuell den achten Tabellenplatz ein. Die Badener belegen mit 2:4-Erfolgen den 16. Tabellenplatz.
Auch in der kommenden Woche treten die Tigers Tübingen auswärts an. Am Samstag, den 31. Oktober 2026, spielt die Mannschaft von Trainer Félix Bañobre bei den GIESSEN 46ers. Hochball ist um 19:30 Uhr in der Sporthalle Gießen-Ost. Die Hessen treten erst am Montag, den 26. Oktober, bei den EPG Baskets Koblenz zum Duell an. Aktuell nimmt das Team von Trainer Branislav „Frankie“ Ignjatovic mit zwei Siegen und drei Niederlagen den zehnten Tabellenplatz ein. Die Entscheidung über Sieg und Niederlage musste in der Verlängerung ermittelt werden. Nach 40 Minuten stand ein 78:78-Unentschieden auf der Anzeigetafel. Binapfl hatte 2,8 Sekunden für Karlsruhe noch die Chance auf den Sieg, doch der 26-Jährige konnte den Ball in aussichtsreicher Position nicht im Korb unterbringen. Fünf Minuten Extrazeit standen auf dem Programm. Angepeitscht von den eigenen Fans hatten die Badener am Ende das bessere Ende für sich. Isaiah Hart erzielte 126 Sekunden vor dem Ende mit einem Zweier das 83:80. Das war die Basis für den ersten Heimsieg der Greene-Truppe in der Saison 2026/2027 der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Die Energie der Löwen war in dieser Phase etwas mehr vorhanden. Nach einem Ballverlust von Haney sorgte Wesley Oba per Dunking zum 85:81 für die Entscheidung – nur noch 73 Sekunden standen auf der Uhr. Hart war es dann exakt 39,9 Sekunden vor der finalen Sirene, der per Zweier das 87:81 erzielte. Dieser Rückstand war zu hoch, um in kürzester Zeit die Begegnung noch drehen zu können. Simon Feneberg gelang nur noch Ergebniskosmetik zum 83:87-Endstand.
Félix Bañobre (Trainer Tigers Tübingen): „Glückwunsch an Trainer Demond Greene und seine Karlsruher Mannschaft zu diesem Sieg. Die Ballverluste haben uns heute das Genick gebrochen. Wir sind weiter sehr ersatzgeschwächt, Aiden Warnholtz hat es heute enorm gefehlt. Isaac Haney musste heute viel den Ball bringen. Das ist aber nicht seine Position, weshalb er noch unerfahren ist. Wir müssen aus dem Spiel lernen und hoffen, dass Warnholtz bald zurückkommt.“ Demond Greene (Trainer PS Karlsruhe LIONS): „Am Ende hat die Verteidigung den Ausschlag über Sieg und Niederlage ausgemacht. Wir sind gut in die Verlängerung gekommen und konnten uns ein minimales Polster erspielen. Im Anschluss haben wir aufopferungsvoll verteidigt und den Tigers Tübingen den Dreier weggenommen. Wesley Oba hat mit seinem Dunking in der Schlussphase der Verlängerung dann das Spiel entschieden.“
24.10.2026 20:00 Uhr // HAKRO Merlins Crailsheim vs. Eisbären Bremerhaven 80:68
Die HAKRO Merlins Crailsheim gewinnen ein intensives und hart umkämpftes Heimspiel gegen die Eisbären Bremerhaven mit 80:68. Nach einem Drei-Punkte-Rückstand zur Halbzeit drehten die Zauberer mit einem überragenden dritten Viertel die Begegnung und begeisterten die 2.224 Zuschauer in der Arena Hohenlohe mit spektakulären Aktionen. Besonders Courtney Alexander II sorgte mit mehreren krachenden Dunkings für Highlights. Es war die wohl spektakulärste Szene des Abends: Courtney Alexander II blockte im dritten Viertel zunächst einen Dreipunkteversuch der Gäste, sicherte sich den Ball und vollendete den anschließenden Fastbreak mit einem krachenden Dunk. Danach ließ der Center unter dem Jubel der Fans die Muskeln spielen. Es war der Höhepunkt eines beeindruckenden dritten Spielabschnitts, in dem die Merlins die Begegnung zu ihren Gunsten drehten. Dabei hatten zunächst die Gäste den besseren Start erwischt. Die Partie begann mit hohem Tempo, ganze vier Minuten vergingen ohne einen Schiedsrichterpfiff, ehe Booker Coplin mit einem erfolgreichen Korb trotz Foul für die erste Unterbrechung sorgte. Bremerhaven überzeugte mit intensiver Verteidigung und gleich vier Blocks im ersten Viertel, das die Gäste schließlich mit 18:16 für sich entschieden.
Auch im zweiten Spielabschnitt blieben die Eisbären zunächst tonangebend und setzten sich zwischenzeitlich auf neun Punkte ab. Doch die Merlins, die auf Gianni Otto und Till Isemann verzichten mussten, steigerten sich kurz vor der Pause insbesondere defensiv. Booker Coplin und Dylan Addae-Wusu sorgten mit Ballgewinnen für wichtige Impulse. Mit der Halbzeitsirene verkürzte Hendrik Drescher nach einem Offensivrebound auf 33:36. Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie aus Crailsheimer Sicht richtig Fahrt auf. Zunächst eröffnete Drescher die zweite Hälfte mit einem Dreier, ehe Peyton Gerald die Merlins in der 22. Minute mit einem spektakulären Dunking zur 41:39-Führung brachte. Die Arena Hohenlohe stand Kopf. Coplin legte mit einem erfolgreichen Korbleger trotz Foul nach. Wenig später bediente Krajcovic Courtney Alexander mit einem sehenswerten Alley-oop-Anspiel, das der Center hoch über dem Ring in den Korb stopfte. Die Crailsheimer spielten sich in einen Rausch und entschieden das dritte Viertel mit 27:16 für sich (60:52). Im Schlussabschnitt entwickelte sich ein intensiver Kampf um jeden Punkt. Bremerhaven verkürzte mit aggressiver Verteidigung und schnellen Ballgewinnen zwischenzeitlich bis auf einen Zähler. Doch Krajcovic übernahm nun Verantwortung. Der zuvor durch Foulprobleme ausgebremste Aufbauspieler traf einen wichtigen Dreier und erhöhte später mit einem erfolgreichen Drei-Punkte-Spiel auf 71:63. Für die endgültige Vorentscheidung sorgte schließlich Addae-Wusu, der seine starke Leistung mit einem Dreier zum 76:65 krönte. Am Ende feierten die Merlins einen umjubelten 80:68-Heimsieg und meldeten sich nach der Niederlage in Ulm eindrucksvoll zurück.
25.10.2026 15:30 Uhr // Nürnberg Falcons vs. Artland Dragons 84:77
Die Nürnberg Falcons haben ihre Niederlagenserie durch einen 84:77 (41:34)-Heimsieg gegen die Artland Dragons am 6. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga beendet. Vor 1.871 Zuschauern in der Kia Metropol Arena zeigte das Team von Tim Black eine kämpferisch und spielerisch starke Leistung und behielt in der Crunchtime die Nerven. Mit neuen Kräften und einer lauten Halle im Rücken konnten die Nürnberg Falcons am heutigen Sonntagnachmittag den dritten Saisonsieg einfahren. Vor den Augen vieler Familien legte Nürnberg konzentriert und engagiert los und zeigte im ersten Viertel begeisternden Team-Basketball (21:16). Die Gäste aus Quakenbrück brauchten einige Zeit, um die fränkische Intensität zu matchen, konnten sich zum Ende der ersten Halbzeit ein kleines Momentum erspielen (41:34) und dieses mit ins dritte Viertel nehmen. Dort kippte die Partie, und die Mannschaft von Hendrik Gruhn lag nach 30 Minuten mit 56:62 vorne. Die Entscheidung musste also im Schlussviertel fallen. Dort spielten beide Mannschaften mit offenem Visier. Nürnberg konnte fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit nach einem Turnover der Gäste ausgleichen und mit 69:67 in Führung gehen. Die Halle stand Kopf, als Nic Welp wenig später auf fünf Punkte erhöhte (72:67). Es war der Turning Point. Getragen von den eigenen Fans spielten die Falken die Partie souverän zu Ende und hielten die tapfer kämpfenden Drachen bis zum Schluss auf Distanz. Am Ende gewann Nürnberg mit 84:77 und fuhr den dritten Saisonsieg ein.
Ty Allred wurde von den Fans mit dem #NUEbasketball MVP Fan Award, presented by Sparkasse Nürnberg, ausgezeichnet. Coach Tim Black war die Erleichterung anzusehen: „Wir haben heute gekämpft und uns auch mental stark präsentiert, nachdem wir im dritten Viertel das Spiel aus der Hand gegeben hatten. Der Sieg tut gut. Wir müssen die Emotionen mitnehmen zum anstehenden Auswärtsspiel am Mittwoch.“ Dann treten die Nürnberg Falcons um 19.30 Uhr bei den RheinStars Köln an – zu einer vorgezogenen Partie des 14. Spieltags. Die Partie wird live auf Sporteurope.TV übertragen und auch bei der Watch Party im PARKS Nürnberg für die Fans gezeigt.
25.10.2026 17:00 Uhr // RheinStars Köln vs. Medikamente per Klick Bayreuth 105:98
MpK Bayreuth musste weiterhin auf die verletzten Moritz Plescher, Noah Wabersich, Leroy Ikejiaku, Nic McClain, Joshua Bonga und Luis Wulff verzichten. Erstmals lief Neuzugang Darrell Davis auf, er hatte rechtzeitig vor der Partie die Spielberechtigung erhalten. Neben acht etatmäßigen Profis verstärkten die beiden Youngsters Liam Holländer und Leo Friedlein den Bayreuther Kader. Die Starting Five von MpK Bayreuth bildeten Matt Frierson, Collin Metcalf, Simon Hildebrandt, Glen Abram Jr. und Darrell Davis Jr.. Simon Hildebrandt, beim zweiten Mal per Dunking, sorgte für die ersten vier Bayreuther Punkte zum Zwischenstand von 4:4. Collin Metcalf und abermals Hildebrandt sorgten für das 8:8, Glen Abram stellte auf 10:10. In der Folge zog Köln nach vier Punkten von James Pattersson auf 14:10 davon. Matt Frierson und Darrell Davis mit seinem ersten Korb für Bayreuth glichen anschließend zum 14:14 aus und Taje Kelly machten den Bayreuther 6:0-Lauf perfekt und brachte MpK mit 16:14 in Front. Dann waren wieder die Gastgeber am Drücker und gingen nach zwei Dreiern von Haris Hujic und Antonio Williams mit 22:16 in Führung. Kevin Wohlrath beendete mit zwei getroffenen Freiwürfen zum 18:22 den Kölner 8:0-Run. Letztlich ging es mit einer Kölner 24:18-Führung in die erste Viertelpause. Kein Dreier, ausgeglichen 6:6 bei den Rebounds und fünf Turnovers (Köln vier) waren die Bayreuther Bilanz der ersten zehn Minuten. Köln startete mit dem 26:18 in den zweiten Abschnitt, dann stellte Darrell Davis mit einem Drei-Punkte-Spiel auf 21:26. Haris Hujic mit einem Dreier und Maximilian Begue erhöhten für die RheinStars auf 31:21 und machten damit den Vorsprung zweistellig. Taje Kelly traf den ersten Bayreuther Dreier zum 24:33. Die Ganzfeld-Defense der Kölner machte MpK Probleme, Liam Holländer verkürzte dennoch mit einem Dreier aus der Ecke auf 27:35. Glen Abram stellte auf 29:38. Die Gastgeber bauten ihren Vorsprung in der Folge weiter auf 43:29 aus. Darrell Davis verkürzte auf 31:43 und Kevin Wohlrath stellte per Dreier auf 34:45. Beim Stand von 48:34 für die RheinStars rief der Bayreuther Headcoach Vincent van Sliedregt seine Mannen zur Auszeit und bemängelte zu wenig Gegenwehr gegen die Kölner Offense. Glen Abram verkürzte in der Folge auf 36:48. Simon Hildebrandt stellte von der Freiwurflinie auf 38:50. Köln erhöhte danach weiter auf 56:38. In einer weiteren Auszeit appellierte Headcoach Vincent van Sliedregt an die Moral des Bayreuther Teams. Emanuel Prospere beendete schließlich mit einem Dreier zum 41:59-Halbzeitstand den 9:0-Lauf der Rheinländer. Das zweite Viertel ging letztlich mit 35:23 an Köln. 13 Turnovers, 8:12 Rebounds und 31 Prozent Dreierquote (64 Prozent bei Köln) war aus Bayreuther Sicht in der ersten Hälfte zu wenig. MpK verstand es nicht, die Gegner ausreichend vor sich zu halten.
Die RheinStars starteten mit einem Dreier zum 62:41 in die zweite Halbzeit. Darrell David erwiderte, ebenfalls aus der Distanz, mit dem 44:62 und traf kurz darauf gleich den nächste Dreier zum 47:64. Nach gut 24 Minuten stand es 70:47 für Köln. Collin Metcalf und Glen Abram verkürzten auf 51:70, nochmals Metcalf machte mit dem 53:70 einen 6:0-Lauf von MpK klar. Die RheinStars ließen jedoch nicht locker und stellten wieder auf 73:53, ehe Liam Holländer zum 55:73 traf. Darrell Davis brachte MpK mit einem Dreier weiter auf 58:73 heran. Davis verkürzte als bester Bayreuther Akteur für MpK weiter mit 63:76 auf 13 Punkte. Collin Metcalf stellte auf 65:78. Dennoch gab Bayreuth immer wieder zu viele Offensiv-Rebounds ab. Nach einem unsportlichen Foul gegen Köln traf Taje Kelly einen seiner Freiwürfe und MpK verkürzte nach einem weiteren Dreier von Glen Abram mit dem Buzzer des dritten Viertels noch bauf 69:80. Mit nur noch elf Punkten Rückstand ging es damit ins Schlussviertel. Taje Kelly verkürzte zu Beginn des Schlussviertels weiter auf 71:80. Matt Frierson stellte mit einem Dreier auf 74:80. Köln erwiderte mit einem Dreier zum 83:74. Matt Frierson mit dem nächsten Dreier scorte zum 77:83. Bayreuth hatte durch eine bessere Defensive ins Spiel zurückgefunden und kämpfte. Simon Hildebrandt stellte mit einem Drei-Punkte-Spiel auf 80:85. Darrell Davis traf zum 82:88. Simon Hildebrandt verkürzte von der Freiwurflinie auf 84:89. Man war jetzt auf fünf Punkte dran. Emanuel Prospere stellte auf 86:92. Es wurde jetzt hart um jeden Ball gekämpft. Bayreuth kam aber nicht näher heran. Knapp drei Minuten vor Schluss traf Haris Hujic per Dreier zum 96:86, Köln lag wieder zehn Punkte vorne. Simon Hildebrandt traf nur einen seiner zwei Freiwürfe zum 87:96, die RheinStars erwiderten mit dem 98:87. Matt Frierson wurde dann beim Dreierversuch gefoult und scorte drei Freiwürfe zum 90:98. Ein weiteres Drei-Punkte-Spiel von Glen Abram führte zum 93:100, 57 Sekunden vor dem Ende stand es 102:93 für Köln, Rohwer erhöhte auf 104:93 32 Sekunden vor dem Ende. Matt Frierson traf noch einen Dreier zum 96:104 und Darrell Davis sorgte noch für den Endstand von 98:105. Bayreuth hatte in der zweiten Halbzeit Herz und Moral gezeigt, es reichte aber nicht zum ersten Saisonsieg, man bleibt mit jetzt sechs Niederlagen Tabellenletzter. Glen Abram und Collin Metcalf waren zum Spielschluss ausgefoult. Neuzugang Darrell Davis mit 23 Punkten als Topscorer erwies sich als ein echter Hoffnungsträger für die nächsten Partien. Bei den Rebounds lag am Ende Köln mit 28:26 vorne, die Bayreuther Dreierquote hatte sich auf 41 Prozent erhöht und MpK hatte 20 Turnovers zu verzeichnen.
26.10.2026 19:30 Uhr // EPG Baskets Koblenz vs. GIESSEN 46ers -:-
Nachbericht folgt in Kürze.









