Schlagwortarchiv für: RASTA Vechta

FÜR DEN BACKCOURT: RASTA VERPFLICHTET SCHNEIDER

Kurz vor dem Samstagabendspiel (19.30 Uhr, RASTA Dome) gegen die PS Karlsruhe LIONS kann RASTA Vechta die Verpflichtung von Siler Schneider bekanntgeben. Der 27-Jährige rückt am 9. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA für den aussetzenden Jordan Johnson in den Kader. Erst am Mittwoch in Deutschland gelandet, konnte der Guard bereits alle Medical Checks und behördlichen Formalitäten erledigen, so dass er heute Abend mit der #10 im RASTA Dome auflaufen wird.

Die erste Nachverpflichtung trotz bisher sieben Siegen in acht Spielen und Tabellenplatz zwei war aus Sicht von Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele und dem Trainerstab um Head Coach Ty Harrelson unabwendbar. „Zwar stehen wir in der Tabelle gut da und sind mit der Mannschaft auch auf einem guten Weg. Trotzdem analysieren wir dies natürlich auch kritisch und bewerten sowohl unsere Leistung als Mannschaft als auch die individuellen. Und da sind wir der Ansicht, dass Siler uns auf der Position des Point Guards stärker machen wird und andere, für uns wichtige Aspekte ins Spiel bringt.“ Und Head Coach Ty Harrelson sagt: „Wir suchen einen Spieler, der seine Rolle in unserem Kader annimmt und voll ausfüllt und uns dabei hilft, ballsicherer zu werden.

Siler Schneider spielte zuletzt in Neuseeland für Auckland Tuatara, wurde Vizemeister und kam in 17 Spielen auf 17.5 Punkte (36.9% 3er), 5.8 Assists und 5.4 Rebounds plus 1.5 Steals. In der Saison 2021-22 hatte der in der Kleinstadt Lansing im US-Bundesstaat Kansas beheimatete Rotschopf in Dänemark gespielt und mit Horsens IC den dritten Platz belegt. Mit 14.2 Punkten (50.9% FG-Quote), 5.1 Assists und 3.9 Rebounds in 34 Minuten war er auch dort maßgeblich für den Erfolg mitverantwortlich. Sein neuer Head Coach Ty Harrelson konnte sich seit Donnerstag einen ersten Eindruck verschaffen: „Was wir zuvor auf Video von ihm gesehen haben, hat uns gefallen. Er hat auch in den bisherigen Einheiten an beiden Enden des Feldes gute Dinge gemacht und scheint die Systeme schnell zu begreifen.“

Sich schnell zu integrieren und einen Mehrwert für RASTA auf dem Feld zu sein, wird maßgeblich sein für den 1.90 Meter großen Guard, der vor seiner Zeit in Dänemark bereits gut eine Saison in Rumänien absolviert hatte und schon dort als Scorer und Vorbereiter überzeugte. Sein letztes Pflichtspiel bestritt der Absolvent der University of California (Davis) Mitte August, seitdem hielt er sich in den Staaten fit und empfahl sich für ein neues Engagement. „Ich freue mich sehr darauf, ein Teil der Mannschaft zu werden. Sicherlich gibt es viel zu lernen. Aber ich bin optimistisch, dass ich meine Wettkampfhärte und Spielgestaltung einbringen kann“, sagt Siler Schneider.

Siler Schneider im Kurzportrait

Geburtstag: 28. August 1995 

Nation: USA

Geburtsort: Lansing (Kansas, USA)

Größe: 1.90 Meter

Gewicht: 86 Kilogramm

Position: Point Guard

Stationen: Auckland Tuatara (2022, Neuseeland), Horsens IC (2021-22, Dänemark), BC Athletic Neptun Constanta (2020-21, Rumänien), UC Davis Aggies (2015 bis 2019)

RASTA Vechta – 2022/2023 – Der Kader

Profis: Tajuan Agee (Power Forward, 25, USA), Joel Aminu (Shooting Guard, 25, D), Kilian Brockhoff (Small Forward, 18, D), Joschka Ferner (Small Forward/Shooting Guard, 26, D), Chip Flanigan (Small Forward, 26, USA), Johann Grünloh (Center, 17, D), Noah Jänen (Shooting Guard/Small Forward, 18, D), Andrew Jones (Shooting Guard/Point Guard, 24, USA), Jordan Johnson (Point Guard, 27, USA), Robin Lodders (Center, 27, D), Ryan Schwieger (Small Forward/Shooting Guard, 23, USA), Enosch Wolf (Center, 31, D), Julius Wolf (Power Forward, 29, D). Head Coach: Ty Harrelson (41, USA/AUS). Assistant Coaches: Miguel Zapata (42, ESP) und Marius Graf (31, D). Athletic Trainer: Domenik Theodorou (36, D).

Farmteam: 100-Punkte-Mann, Albatros und Braveheart

Das in der kommenden Saison erstmals in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB-Nord antretende Farmteam RASTA Vechtas erhält drei Verstärkungen. Aus der Jugend von ALBA BERLIN kommt Point Guard Kaya Bayram nach Vechta. Der 18-Jährige wird auch zum erweiterten Kader der Profis und zum NBBL-Team der YOUNG RASTA DRAGONS gehören. Von den Berlin Braves aus der 4. Liga stößt Roman Bedime (20) zum Team von Head Coach Hendrik Gruhn. Eine besondere Geschichte liefert der dritte Neuzugang, J.J. Culver (24). Dem Shooting Guard nämlich gelang am College das Kunststück, 100 Punkte in einem Spiel zu erzielen.

CNN, die USA Today, ESPN, die Los Angeles Times, die ARD Sportschau und viele, viele andere berichteten im Dezember 2019 über die so herausragende Performance des Bruders von NBA-Profi Jarret Culver (Memphis Grizzlies). J.J. gelangen die 100 Punkte für seine Wayland Baptists in einem NAIA-Spiel gegen Southwestern Adventist (124:60). Dabei traf der 1.93 Meter große Guard 34 von 62 Würfen (12/33 3er) und auch noch 20 Freiwürfe. Vor Culver waren 100 oder mehr Punkte am College nur drei anderen Talenten gelungen. In RASTA Vechtas Farmteam ist der Mann aus Lubbock in Texas, dessen Trainer am College RASTAs aktueller ProA-Head Coach TY Harrelson war, ebenfalls als Scorer eingeplant. Sein erstes Jahr als Profi absolviert der 24-Jährige in Litauen und spielte dort seit November für den BC Silute. „J.J. ist aber auch jemand, der gut verteidigen kann. Er hat Gardemaße für einen Guard, hat sehr lange Arme und kann es jedem gegnerischen Point Guard schwer machen, den Ball nach vorne zu bringen. Mit J.J. haben wir jetzt in der Offensive neben Kevin Smit einen weiteren Spieler, der den Ball bringen kann. Er kann sicherlich Verantwortung übernehmen, für sich selber und für andere kreieren“, freut sich Gruhn auf den „100-Punkte-Mann“.

Mit einer Doppellizenz für die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA und ProB wird Kaya Bayram ausgestattet. Das Point Guard-Talent aus Berlin spielte letzte Saison in der 2. Regionalliga Ost mit ALBA II und wurde Vizemeister. Im Finale der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) gewann er dann den Titel – gegen so manche zukünftigen Teamkollegen. Gegner im U19-Endspiel nämlich waren die YOUNG RASTA DRAGONS mit den Vechtaer Talenten – wie zum Beispiel Johann Grünloh, Kilian Brockhoff und Noah Jänen, die nun ebenfalls im erweiterten ProA-Kader stehen. „Kaya ist ein hochtalentierter Spieler, der bei uns in drei Teams auflaufen kann. Er ist gut ausgebildet, hat noch viel Potential und gemeinsam wollen wir jetzt seinen weiteren Werdegang angehen“, so RASTAs Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele über den Guard, der an der Pariser Straße einen mehrjährigen Vertrag erhält. Und Hendrik Gruhn sagt: „Mit der Verpflichtung von Kaya ist uns ein absoluter Glücksgriff gelungen. Er ist ein klassischer Point Guard, der sehr lautstark agiert und ein toller Verteidiger ist. Er hat die ALBA-Mentalität total verinnerlicht, ist ein toller Fighter. Kaya wird uns mit seiner sehr guten Übersicht und seiner Willen, seine Mitspieler in Szene zu setzen in der ProB und in der NBBL extrem viel helfen können.“

Ebenfalls aus der Hauptstadt in den Nordwesten kommt der 2.03 Meter große Forward Roman Bedime. Auch der am 18. November 2001 geborene Bedime hat in der Jugend für ALBA gespielt, in der Saison 2019-20 dann für die Berlin Tiger aus Kreuzberg in der NBBL und letzte Saison für die Berlin Braves 2000 in der 1. Regionalliga Nord. „Braveheart“ Bedime begann erst mit 15 Jahren mit dem Basketballspielen und war 2021-22 mit 15.2 Punkten nicht nur Top-Scorer, sondern mit 9.0 Rebounds, 1.7 Blocks und einer Effizienz von 20.0 auch in diesen Kategorien der Beste des Tabellensiebten. „Roman ist ein absoluter Wunschspieler von mir“, sagt Hendrik Gruhn. „Er hat noch extrem viel Potential. Bisher wurde Roman hauptsächlich als Big Man eingesetzt. Aufgrund seiner Athletik kann er aber auch als Small Forward spielen. Ich hoffe, dass wir hier sein Bestes aus ihm herausholen können, zumal Roman eine tolle Arbeitseinstellung hat am liebste immer in der Halle wäre.“

Fünfter Import: RASTA holt „All American“ nach Vechta

Shooting Guard Andrew Jones (24), 2016 gemeinsam mit den heutigen NBA-Stars Jayson Tatum (Boston Celtics), Bam Adebayo (Miami) und etwa Lonzo Ball (Chicago Bulls) zu einem der besten High School-Spieler der Vereinigten Staaten gewählt, hat RASTA Vechta als erste Station in seiner jetzt beginnenden Profi-Karriere gewählt. Der 1.93 große US-Amerikaner lief erfolgreich 135 Mal in der besten Conference der NCAA für die Texas Longhorns auf – und: Andrew Jones besiegte bereits den Krebs.

Als Jones Anfang 2018 die Hiobsbotschaft über seine Leukämie-Erkrankung erhielt, brach für den damals erst 21-Jährigen eine Welt zusammen. Als Neunjähriger hatten er und seine Schwester Alexis, die 2017 die WNBA-Meisterschaft mit den Minnesota Lynx holte, bereits einen Autounfall überlebt – sein Vater ist seitdem querschnittsgelähmt. Und dann zeigte sich die  Widerstandskraft von Andrew Jones auch im Kampf gegen den Blutkrebs, er kehrte auf beeindruckende Weise zurück aufs Parkett. Als Stammspieler der Texas Longhorns legte der Guard in seinem Abschlussjahr nun 11.2 Punkte in 26:18 Minuten auf. „Andrew musste schon früh in seinem Leben erwachsen werden. Er hat auf jeden Fall die Möglichkeit, ein sehr guter Profi zu werden. Ich bin froh, dass er sich für uns entschieden hat und freue mich darüber, schon bald mit ihm arbeiten zu können“, sagt Ty Harrelson, Head Coach RASTA Vechtas.

Jones, der aufgrund seiner Erkrankung und der Corona-Pandemie in insgesamt sechs Jahren für die University of Texas auflaufen konnte, kam dabei auf 12.0 Punkte, 2.3 Assists und 3.2 Rebounds. Als fünfter Importspieler Vechtas ist der Texaner in erster Linie als Shooting Guard vorgesehen, kann aber auch als Point Guard und gegebenenfalls als Small Forward agieren. Die Vielseitigkeit Jones’ passt daher genau ins Anforderungsprofil, sagt RASTAs Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele: „Andrews Dynamik und Athletik sowie seine Variabilität haben ihn für uns sehr interessant gemacht. In Las Vegas konnten wir ihn dann in einem der Camps live sehen und uns von seiner Art, wie er spielt und wie er sich auf dem Platz gibt, überzeugen. Andrew wird bei uns eine wichtige Rolle spielen und soll uns dabei helfen, unsere Ziele zu erreichen.“

Dass der Texaner mit Druck umzugehen weiß, bewies er über Jahre in einer der stärksten Ligen der NCAA, der sogenannten Big 12. Dreimal erreichte er mit den Longhorns die Playoffs, spielte vor fast 20.000 Zuschauern – und lieferte konstant gute Leistungen ab. Jetzt, als Rookie, soll der nächste Schritt folgen: „Mein Spiel muss reifen, ganz klar. Ich bin ehrgeizig und möchte jedes Spiel gewinnen, auch Titel holen. Dass ich nach all den Umständen in meinem Leben jetzt die Chance habe, professionell zu spielen, dafür bin ich Gott jeden Tag dankbar. Und dies geschafft zu haben, ist das beste Gefühl, das ich jemals hatte seitdem ich Basketball spiele.“

Dass nach den in der High School gesammelten Auszeichungen und einem sehr starken ersten Jahr bei den Texas Longhorns mit 11.5 Punkten und 3.9 Rebounds plus 3.5 Assists und 1.2 Steals sowie einem sehr guten Start in die Saison 2017-18 vielleicht sogar noch mehr, sprich: die NBA, drin gewesen wäre, diesem Gedanken trauert Andrew Jones nicht hinterher. „Bei allem, was ich durchgemacht habe, bin ich einfach glücklich, weiter spielen zu können. Nachdem ich mit Coach Harrelson gesprochen hatte, hatte ich den Eindruck, dass in Vechta eine große Möglichkeit auf mich wartet. Ich danke RASTA für diese Chance!“

NOCH EIN WOLF: BEI RASTA FINDEN BRÜDER ENDLICH ZUSAMMEN

RASTA Vechta ist auf dem Transfermarkt ein echter Coup gelungen. Von BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA-Spitzenklub Medipolis SC Jena kommt Julius Wolf in die Universitätsstadt. Der 29-jährige Power Forward wird somit erstmals in seiner Karriere mit seinem Bruder Enosch (31) zusammenspielen. Julius Wolf war zuletzt Kapitän der Jenenser und von den Medipolis-Fans zum MVP gewählt worden, führte sie in der letzten Saison mit 12.9 Punkte und 5.7 Rebounds bis ins Halbfinale.

Den nächsten Schritt, nämlich den Einzug ins Finale und damit den Aufstieg in die easyCredit Basketball Bundesliga, strebt Julius Wolf nun mit RASTA an: „Den Ausschlag für Vechta hat gegeben, dass ich nach neun Jahren in Jena das Gefühl hatte, noch einmal etwas Neues machen zu wollen – raus aus der Komfortzone hinein in ein neues Umfeld, ich möchte mich noch weiterentwickeln. Und dann ist da ja auch Enosch! Es war schon immer ein Traum von uns, mal zusammen als Profis für ein Team aufzulaufen.“

Bruder Enosch, gut zwei Jahre älter und jetzt von den RÖMERSTROM Gladiators Trier nach Vechta gewechselt, freut sich genauso: „Es ist super, dass das geklappt hat – es ist wirklich ein Coup! Damit wird ein Traum für uns war. Es war bisher nie so, dass wir unsere Wege so eingeschlagen haben, damit wir uns in einem Team treffen. Jetzt in Vechta deckt sich aber unser beider Anspruch an die für uns  wichtige sportlich-individuelle Situation.“

Seit 2013 hatte Julius Wolf neun Saisons für Medipolis SC Jena bestritten, war mit den Thüringern 2016 im RASTA Dome gegen Vechta ProA-Meister geworden. „An den gemeinsamen ProA-Aufstieg kann ich mich noch gut erinnern. Der RASTA Dome ist ja eine eher kleine Halle, die Stimmung jedoch ist erstaunlich gut – darauf freue ich mich sehr“, so Wolf. Ihm gelangen für Jena in 187 ProA-Spielen 9.4 Punkte und 5.0 Rebounds, seine letzte war die statistisch beste seiner Karriere – mit 451 Punkten und 200 Rebounds in 35 Partien. 

„Wenn ein Spieler mit der Qualität von Julius unerwartet auf den Markt kommt, dann ist klar, dass man sich um ihn bemühen muss. Wir sind froh, dass er sich für uns entscheiden hat und sind uns sehr sicher, dass er als Leistungsträger und Führungspersönlichkeit voran gehen kann. Mit seiner Verpflichtung sind wir nun in unserer Kaderplanung schon sehr weit und können mit Vorfreude auf den Trainingsstart Mitte August schauen“, sagt RASTAs Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele.

Auch Erfahrung aus drei Jahren in der easyCredit Basketball zwischen 2016 und 2019 (81 Spiele /  5.6 Punkte / 3.8 Rebounds) bringt das 2.03 große und 102 Kilogramm schwere Kraftpaket mit. Als Jugendlicher war Julius Wolf bei zwei Welt- und einer Europameisterschaft dabei, war auch Allstar in der Nachwuchs Basketball Bundesliga (U19). „Julius ist schon lange erfolgreich unterwegs und ich freue mich über die Gelegenheit, ihn trainieren zu können“, so Vechtas Head Coach Ty Harrelson. „Er bringt Erfahrung mit, ein gutes Spiel in der Zone plus die Fähigkeit, das Spiel breit zu machen – und Julius trifft gute Entscheidungen. Er wird hart arbeiten, um so sein Maximum zu erreichen und dann haben wir einen dynamischen Power Forward.“

Mit den Wolf-Brüdern und den weiteren Big Men Tajuan Agee und Robin Lodders plus der Frontcourt-Talente Johann Grünloh (16) und Kilian Brockhoff (18) ist RASTAs Inside-Garde nun komplett. „Für unsere jungen Spieler ist es gut, wenn sie von den erfahrenen lernen können. Die Älteren können hier ihre Spuren hinterlassen, als Vorbilder einen Weg einschlagen, dem die Talente gerne folgen“, sagt Harrelson. Fünf Wochen vor dem Start des Teamtrainings am 15. August stehen in RASTAs Kader nun neun Profis und drei Nachwuchsspieler. Ein oder zwei Profis sollen noch dazu kommen, weshalb Coaching Staff und Sportdirektor auch gerade in den USA bei der NBA Summer League in Las Vegas (Nevada) sind. 

Neuzugang Julius Wolf stellt derweil klar, worauf es vor allem ankommt in der kommenden Saison: „Viel Training! Auch wenn unser Kader auf dem Papier schon einmal gut aussieht, so bringt’s in der ProA nichts, wenn du das nicht aufs Parkett kriegst. Wir müssen uns immer weiterentwickeln, dürfen niemals zufrieden sein mit einzelnen Ergebnissen oder einem temporären Tabellenplatz. Es gilt, die ganze Saison über hart zu arbeiten, um ins Finale zu kommen und den Titel zu holen.“

ROOKIE RYAN: VON PRINCETON ÜBER LOYOLA ZU RASTA

RASTA Vechta hat zum zweiten Mal in der Klubgeschichte einen Absolventen der weltberühmten Princeton University unter Vertrag genommen. Ryan Schwieger (23) spielte von 2017 bis 2020 für die Tigers, bevor er in der letzten Saison sein Master-Studium an der Loyola University in Chicago beendete. Schwieger kam 2021-22 auf im Schnitt pro Spiel 9.2 Punkte bei einer Trefferquote von jenseits der Dreierlinie von 39.7%.

Der 1.98 Meter große Small Forward, der auch als Guard eingesetzt werden kann, fragte vor seiner Unterschrift keinen Geringeren als T.J. Bray (30), ob RASTA denn wohl eine gute Option sei. Bray spielte zwischen 2010 und 2014 in Princeton, in der Saison 2018-19 in Vechta. Mit überragenden Leistungen (15.6 Punkte bei 41.8% 3er plus 8.1 Assists) führte der Spielmacher RASTA bis ins Halbfinale der easyCredit Basketball Bundesliga, wurde Zweiter der MVP-Wahl und wechselte anschließend zum Turkish Airlines EuroLeague-Klub FC Bayern München. „Ich kenne T.J. ein bisschen. Mit ihm habe ich über RASTA und Vechta gesprochen – er hatte nur Gutes zu berichten. T.J. ist ein toller Kerl und er war sehr auskunftsfreudig“, erzählt Ryan Schwieger, der in Charlotte (North Carolina) aufwuchs.

T.J. Bray, der nach dem Gewinn des Doubles 2021 in Griechenland mit Panathinaikos Athen seine Karriere frühzeitig beendet hatte, ist hocherfreut über RASTAs neueste Verpflichtung: „Ryan ist ein Spieler, der ein bisschen von allem kann. Ihm habe ich in Princeton und Loyola sehr gerne zugeschaut. Seine Fähigkeit, sowohl werfen als auch die Zone attackieren zu können, wird ihm zugute kommen. Vor allem ist Ryan ein toller Kerl, der gut in das Team und die Stadt passen wird!“

72 Spiele absolvierte Schwieger für Princeton, kam in seinem dritten Jahr auf 10.7 Punkte (37.3% 3er, 88.1% Freiwürfe), 3.0 Rebounds und 2.6 Assists in 26:24 Minuten. Für seinen Master wechselte der US-Amerikaner dann von New Jersey nach Chicago und steigerte seine Quote von Downtown auf 39.7%, kam bei geringerer Spielzeit (20:12 Minuten) noch auf 9.2 Zähler und 2.8 Rebounds. „Wir denken, dass Ryan bei uns ein sehr guter Schütze seien kann“, sagt RASTAs Head Coach Ty Harrelson. „Außerdem hat er das Zeug, auf mehreren Positionen zu spielen. Ryan hat uns gesagt, dass er RASTA helfen will, um Spiele zu gewinnen. Er weiß, dass die Siege des Teams auch seiner persönlichen Entwicklung helfen, um seine Kariere voranzutreiben.“

Ryan Schwieger wird Anfang August erstmals nach Europa kommen, spricht fließend spanisch, hat einen Bachelor in Soziologie, einen Master in Urbanistik und ist Mitbegründer des „The Poll Hero Project“, welches sich seit gut zwei Jahren in Fragen von demokratischer Teilhabe und Überparteilichkeit engagiert. „Ryan ist in Sachen Ausbildung und Sport einen bemerkenswerten Weg gegangen. Eine solche Kombination macht ihn natürlich interessant für einen Klub. Hat man einen Spieler gefunden, der das erforderliche sportliche Niveau mitbringt und dann auch noch einen guten Charakter hat, dann passt es einfach. Denn: Wenn wir uns keine Sorgen um einen Spieler machen müssen, dann können wir all unsere Arbeit in die Entwicklung der Mannschaft und jedes einzelnen im Kader stecken“, so Harrelson.

Sprach RASTAs Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele am Dienstagabend beim Kick-Off-Meeting für Sponsoren im Autohaus Anders davon, dass man oben mitspielen und den Aufstieg in die easyCredit Basketball Bundesliga wolle, so kann sich der Rookie aus den USA vollumfänglich mit diesen Zielen identifizieren: „Die Meisterschaft zu gewinnen ist definitiv das Ziel! Ich denke, maximal erfolgreich zu sein, sollte sowieso vor jeder Saison das Ziel eines Klubs sein. RASTA ist ein toller Klub mit sehr guten Spielern, so dass ich erwarte, dass wir ganz oben angreifen wollen.“

KÖNIG DER DIEBE KOMMT NACH VECHTA

RASTA Vechta hat den besten Balldieb der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA unter Vertrag genommen. Chavares, genannt „Chip“, Flanigan holte in der vergangenen Saison im Trikot der Uni Baskets Paderborn satte 80 Steals und brachte damit so manche gegnerische Offense um den Verstand. Außerdem verbuchte der 26-jährige US-Amerikaner 11.5 Punkte, 5.2 Assists sowie 4.4 Rebounds und hatte somit maßgeblichen Anteil am Erfolg der Ostwestfalen.

Gerade RASTAs Team machte keine so guten Erfahrungen mit dem Small Forward, der auch als Guard fungieren kann. Ein Double-Double aus je zehn Punkten und Assists sowie sieben Rebounds und drei Steals vom 1.98 Meter großen Flanigan kassierten die Vechtaer am 5. Spieltag in Paderborn, unterlagen 86:99. „An seinen Statistiken kann man sehen, dass Chip jemand ist, der von allem etwas zum Teamerfolg beitragen kann“, sagt RASTAs Head Coach Ty Harrelson über seinen Neuzugang. „Er hat Playoff-Erfahrung und wir können ihn in Offense wie Defense variabel einsetzen. Chip hat uns gegenüber deutlich gemacht, dass er hier mit uns Siege einfahren will. Seine spielerischen Qualitäten und seine Einstellung sind genau das, wonach wir Ausschau gehalten haben. Ich denke daher, dass Chip eine echte Bereicherung für RASTA sein wird.“

War Flanigans erste Profi-Station bei den Surrey Scorchers in England – nach zuvor fünf Jahren bei den Parkside Rangers (University of Wisconsin-Parkside) – noch wenig erfolgversprechend verlaufen, so griff der US-Profi ab Dezember 2019 in Norwegen mit dem Gimle BBK aus Bergen so richtig an. In noch zwölf Spielen legte der Forward 16.8 Punkte, 5.4 Rebounds plus 3.5 Assists und 2.5 Steals auf. Hatte der BBK von seinen ersten 18 Spielen zehn verloren, so gewann er anschließend mit Flanigan schließlich elf in Serie. Erst der Ausbruch des Corona-Virus’ machte der Erfolgsgeschichte im Frühling 2020 ein Ende. Mit RASTA will der US-Amerikaner nun unbedingt in die Playoffs – und mehr: „Ich erwarte von uns, dass wir uns eine gute Ausgangsposition für die Playoffs erarbeiten und den Aufstieg in die easyCredit Basketball Bundesliga sowie den Gewinn der Meisterschaft anstreben. Das ist es, was alle bei RASTA wollen und ich wüsste nicht, warum wir dieses Ziel nicht erreichen sollten.“

Seine starken Leistungen bestätigte Flanigan in der in Norwegen aufgrund von Corona erneut verkürzten Saison 2020-21, in der er Gimle BBK in 15 Spielen zu einer 13:2-Bilanz führte und dabei auf 14.3 Punkte, 5.5 Rebounds, 4.6 Assists und 2.9 Steals kam. „Chip kommt einem Schweizer Taschenmesser gleich, ist ein Spieler, der sehr vielseitig ist. Auch er passt sehr gut in unser Anforderungsprofil, wenn wir über Intensität und Variabilität sprechen. Mit der Verpflichtung von Chip sind wir wieder ein gutes Stück weiter in der Kaderplanung und zum jetzigen Zeitpunkt damit auch sehr zufrieden“, freut sich Gerrit Kersten-Thiele, RASTAs Sportdirektor, über den Neuzugang.

In seinen zwei Jahren in Norwegen führte Flanigan sein Team also zu 24 Siegen in 27 Spielen, den Uni Baskets Paderborn verhalf er zu 19:13-Siegen, die schließlich die Qualifikation für die Playoffs bedeutete. In denen punktete Flanigan noch besser als in der Hauptrunde, kam gegen den großen Favoriten Medipolis SC Jena auf 14.6 Punkte. Paderborn brachte die Jenenser an den Rand des Ausscheidens, musste sich erst im alles entscheidenden Spiel 5 geschlagen geben. Vor allem im gewonnenen Spiel 4 zeigte Chip Flanigan mit fünf Steals seine herausragenden Qualitäten als Balldieb. „Auf meine Defense lege ich wirklich viel wert. Daran arbeite ich soviel wie nur möglich. Um konstant gut zu verteidigen kommt es auch auf die richtige Technik an, sehr aber auch auf die Lust darauf. Von mir selbst erwarte ich, dass ich in dieser Saison in der Defensive genauso viel bewirken kann wie in der letzten Saison“, sagt der 26-Jährige.

Jannes Hundt kehrt zurück ins Artland

Guess who’s back! Nach zwei Saisons bei RASTA Vechta wird Jannes Hundt in den kommenden zwei Jahren wieder das Trikot der Artland Dragons in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA tragen. Der inzwischen 25-jährige Point Guard kehrt also an seine alte Wirkungsstätte zurück, wo er bereits zwischen 2018 und 2020 aktiv war, schon damals mit unheimlichem Kampfgeist und aggressiver Defense zu überzeugen wusste und so zum Publikumsliebling avancierte. 

„Die Rückkehr von Jannes Hundt freut mich und uns wirklich außerordentlich. Wir haben uns in den vergangenen zwei Jahren nie aus den Augen verloren und die gegenseitigen Wege stets ganz genau beobachtet“, sagt Dragons-Geschäftsführer Marius Kröger und ergänzt: „Jannes hat bereits in der Vergangenheit in unserem Trikot unter Beweis gestellt, dass nur wenige die Werte der Artland Dragons so sehr mit Leben füllen, wie er. Damals habe ich gesagt, dass ich mich sehr freuen würde, ihn ab und zu als Zuschauer oder vielleicht auch als Spieler in der Arena wiederzusehen. Dass letzteres nun eintritt, macht die Sache zum jetzigen Zeitpunkt rund, nun wollen wir mit neuer Energie wieder zusammen angreifen und erfolgreich sein.“

Hundt war erstmals im Sommer 2018 nach dem Quakenbrücker Aufstieg in die ProA ins Artland gewechselt. In zwei Spielzeiten kam der 1,81 Meter große Point Guard damals auf 55 Pflichtspieleinsätze und verzeichnete durchschnittlich 9,1 Punkte, 3,8 Assists und 1,9 Rebounds pro Partie. Seine basketballerische Ausbildung genoss Hundt im Jugendprogramm von ALBA Berlin, zuletzt war er zwei Saisons lang für RASTA Vechta aktiv – sowohl in der easyCredit Basketball Bundesliga als auch in der ProA. Seine offensive Ausbeute im vergangenen Jahr: 3,4 Punkte und 1,2 Assists in knapp 12 Minuten Spielzeit.

„Als Jannes Name bei mir aufgepoppt ist, sind bei mir natürlich direkt die Alarmglocken angegangen – im positiven Sinne. Er ist ein sehr aggressiver Spieler, der vornehmlich defensivorientiert ist und seinem Gegenspieler wirklich über die gesamte Spielzeit keine Ruhe lässt. Er ist sich seiner Qualitäten und seiner Identität als Basketballer vollkommen bewusst, weshalb die Entscheidung, ihn unter Vertrag zu nehmen schlussendlich leicht war. Und auch wir wissen bei Jannes genau, was wir bekommen. Er kehrt an einen Ort zurück, wo er wirklich sein möchte, was im Sport essenziell ist. Ich habe es bereits damals als Assistenztrainer genossen mit ihm zu arbeiten, auch wenn unsere gemeinsame Zeit damals begrenzt war. Er ist sehr professionell, arbeitet wie ein Besessener und hilft dem Team so in jeder Sekunde, die er auf dem Feld steht. Er hat keine Angst vor der Entscheidungsfindung und vor großen Momenten – das ist es, was man als Coach von seinen Spielern will“, betont Drachen-Headcoach Patrick Flomo.

Jannes Hundt ist neben Marko Bacak, Thorben Döding, Joanic Grüttner Bacoul, Demetrius Ward, Jonas Weitzel und Daniel Zdravevski der siebte Dragon für die anstehende Saison 2022/23.

Quelle: Artland Dragons

YOUNGSTER: DREI TALENTE FÜR RASTAs PROFI-KADER!

Sie spielen in der U18 Nationalmannschaft, gewannen mit RASTAs Farmteam die Viertliga-Meisterschaft, schafften so den Aufstieg in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord und erreichten das Finale der Nachwuchs Basketball Bundesliga (U19): Kilian Brockhoff (18), Johann Grünloh (16) und Noah Jänen (18). Das Trio wird sich in in der kommenden Saison nicht nur in der 3. Liga beweisen können sondern auch bei den Profis unter Head Coach Ty Harrelson gefördert werden. 

Den Traum von der Basketball-Karriere, den träumen nicht nur in Deutschland unzählige Kinder und Jugendliche. RASTA Vechtas Youngster Brockhoff, Grünloh und Jänen kommen der Erfüllung Schritt für Schritt näher. Von Kindesbeinen an mit dem Basketball-Virus infiziert, verfolgen sie ihre Ziele und schaffen den Spagat zwischen Schule und Leistungssport – inklusive U18-Nationalmannschaft. Im Sommer findet die Europameisterschaft in der Türkei statt, alle drei wollen es in den Kader von Alan Ibrahimagic schaffen. 

Einen Platz im erweiterten Kader von RASTAs Head Coach Ty Harrelson (USA) hat das Trio aufgrund der Eindrücke der letzten Saison schon einmal sicher. „Seit ich meine Arbeit für RASTA aufgenommen habe, habe ich schon viel Gutes über diese Jungs gehört. Über ihre Einsätze in der ProB und in der ProA wollen wir ihre Karrieren weiter fördern. Klar ist, dass jeder im Profi-Kader eine Rolle spielen wird – einige natürlich eine größere als andere. Jeder Spieler im Kader muss verinnerlichen, dass er, wenn er eine Chance bekommt, auch bereit dafür sein muss“, so der US-Amerikaner.

Bereit zu sein, größte Bereitschaft zeigen – wichtige Eckpunkte im Nachwuchsleistungskonzept RASTA Vechtas. „Kilian, Johann und Noah sollen sich in jeder Trainingseinheit der Profis anbieten, dazulernen und auch die älteren Spieler herausfordern. Dort können sie sich in Position bringen, zeigen, dass sie ‚ready‘ sind. Dafür muss man natürlich immer Vollgas geben und für jede Chance brennen“, sagt Vechtas Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele. Auch betont er: „Die Förderung von Talenten ist ein ganz wichtiger Bestandteil RASTA Vechtas. Dafür müssen diese dann aber auch bedingungslos bereit sein, sehr hart zu arbeiten. Wenn man das Ziel hat, Profi-Basketball  zu werden, dann heißt das eben auch, in anderen Lebensbereichen Abstriche zu machen.“

Bereit für Kurzeinsätze in der ProA war der Jüngste des Trios, Johann Grünloh, bereits letzte Saison. Viermal stand er auf dem Parkett und wurde in der NBBL zum „Rookie of the year“ gewählt – ein herausragendes Jahr für den Teenager. „In der kommenden Saison möchte ich schlichtweg besser  und stärker werden, um auf dem Profi-Level spielen zu können. Dazu gehört, dass ich vieles von den erfahrenen Spielern lernen möchte, um das selbst anwenden zu können“, sagt der erst 16-Jährige, der mit aktuell 2.09 Metern wohl noch nicht das Ende seines Wachstums erreicht hat.

Während Grünloh aus Löningen, 35 Kilometer westlich von Vechta, stammt, ist Noah Jänen in der Universitätsstadt aufgewachsen. Seit 2014 ist er bei RASTA, durchlief alle Jugendmannschaften und führte gerade die U19 im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaf mit 24 Punkten, fünf Assists und drei Steals gegen den FC Bayern München ins Endspiel. Seine Erwartungen für die neue Saison, seine letzte, die er auch im Juniorenbereich absolvieren kann, sind klar umrissen: „Ich möchte vor allem im Farmteam und bei den YOUNG RASTA DRAGONS lernen, noch mehr Verantwortung zu übernehmen. Dazu gehört auch, dass ich noch ‚erwachsener‘ spiele. Gerade von den älteren Profis kann ich in der Hinsicht viel lernen. Auch möchte ich mich technisch noch weiter verbessern. Bei all diesen individuellen Vorhaben steht für mich in allen drei Teams aber der Teamerfolg an erster Stelle.“

Der Dritte im Bunde, Kilian Brockhoff, durfte an Ostern bei einem der Qualifikationsturniere des renommierten „ADIDAS Next Generation Tournament“ teilnehmen. Im Farmteam RASTAs und in der U19 war er in der letzten Saison mit seinen 2.05 Meter und 105 Kilogramm nicht selten ein Turm in der Schlacht. „Ich habe mir vorgenommen, auf jeden Fall viel dazuzulernen und mir von den Erfahreneren viel abzuschauen. Und im Training möchte ich natürlich meine Chance nutzen, um mich letztlich dort fest zu integrieren“, so der in Cuxhaven geborene und aufgewachsene Power Forward, der seit 2018 an der Pariser Straße Zuhause ist.

RASTA Vechtas Nachwuchsabteilung mit dem Farmteam und den zwei Teams der YOUNG RASTA DRAGONS in der Jugend Basketball Bundesliga (U16) und Nachwuchs Basketball Bundesliga (U19, brachte in den letzen Jahren mit Philipp Herkenhoff (22, ratiopharm ulm), Luc van Slooten (20, Basketball Löwen Braunschweig), Radii Caisin (21, SYNTAINICS MBC) und Nat Diallo (22, ratiopharm ulm) gleich mehrere easyCredit Basketball Bundesliga-Profis hervor, Herkenhoff und van Slooten spielten gar schon für Deutschlands A-Nationalmannschaft. 

Zum Sommer-Auftaktlehrgang der deutschen U18-Nationalmannschaft werden Kilian Brockhoff, Johann Grünloh und Noah Jänen in der ersten Juli-Woche in Kienbaum bei Berlin erwartet, die Europameisterschaft beginnt am 30. Juli. „Die Jungs gehören in ihren Altersgruppen zu den Top-Spielern in Deutschland. Bei uns sollen sie im Farmteam Führungsrollen einnehmen und dort als ‚Leader‘ auftreten, Verantwortung tragen. Diese Führungsqualitäten zu entwickeln ist ein ganz wichtiger Bestandteil der Spielerentwicklung“, weiß Kersten-Thiele.

Die Erwartungshaltung an Talente ist nicht selten (zu) hoch, nur die wenigsten verwirklichen ihre großen Träume. Ein Beispiel: Nur 0.03% der US-amerikanischen Kinder, die an der Highschool  Basketball spielen, schaffen es in die NBA – also eines von 10.000 Kids. Harrelson: „Unter Druck werden Diamanten geformt – oder Rohre zum Platzen gebracht. Mein Rat an junge Spieler lautet, dass sie ihre Ziele konsequent verfolgen sollen. Ich erwarte von Ihnen, dass sie es uns als Coaching Staff so schwer wie möglich machen, sie nicht einzusetzen. Letztlich ist es unser aller Interesse bei RASTA, dass diese Jungs sehr erfolgreich sind.“

Kilian Brockhoff im Kurzportrait

Position: Center

Geburtstag: 17. Mai 2004

Geburtsort: Cuxhaven

Bei RASTA seit: 2018

Größe: 2.05 Meter

Gewicht: 105 Kilo

Johann Grünloh im Kurzportrait

Position: Center

Geburtstag: 14. August 2005

Geburtsort: Löningen

Bei RASTA seit: 2019

Größe: 2.09 Meter

Gewicht: 101 Kilo

Noah Jänen im Kurzportrait

Position: Small Forward

Geburtstag: 14. Februar 2004

Geburtsort: Osnabrück

Bei RASTA seit: 2014

Größe: 1.99 Meter

Gewicht: 90 Kilogramm

RASTA Vechta – 2022/2023 – Der Kader

Profis: Tajuan Agee (Forward, 24, USA), Joel Aminu (Guard, 25, D), Kilian Brockhoff (Forward, 18, D), Joschka Ferner (Forward, 26, D), Johann Grünloh (Center, 16, D), Noah Jänen (Forward, 18, D), Jordan Johnson (Guard, 27, USA), Robin Lodders (Center, 27, D), Enosch Wolf (Center, 31, D). Head Coach: Ty Harrelson (41, USA/AUS). Assistant Coaches: Miguel Zapata (42, ESP) und Marius Graf (31, D). Athletic Trainer: Domenik Theodorou (36, D).

Quelle: RASTA Vechta

JORDAN JOHNSON: NBA G LEAGUE-CHAMP KOMMT ZU RASTA!

RASTA Vechta wird in der Saison 2022-23 der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA vom US-Amerikaner Jordan Johnson angeführt werden. Der 27-Jährige geht in sein fünftes Jahr als Profi, gewann mit dem Farmteam der Houston Rockets 2019 die Meisterschaft in der NBA G League. In der letzten Saison spielte der 1.80 Meter große Point Guard in Schottland für die Glasgow Rocks und legte in der British Basketball League starke Zahlen auf.

Jordan Johnson. Ein Name, der bei Basketball-Fans wie eine ‚Ode an die Freude’ klingt. Dass RASTA Vechtas neuer Point Guard im Vornamen mit Michael Jordan und im Nachnamen mit Magic Johnson in Verbindung gebracht wird, ist kein Wunder. „Tatsächlich ist meine Mutter ein Fan von Michael Jordan, so bin ich dann zu meinem Vornamen gekommen – und ich mag ihn auch, es ist ein toller Name. Allerdings denke ich nicht, dass sie damals daran gedacht hat, dass ich mal Profi-Basketballer werden würde “ , so der am 26. Januar 1995 in der Nähe von Chicago geborene US-Amerikaner.

Nachdem sich Johnson als junger Mann über zwei Jahre am John Wood Community College in die NCAA gekämpft hatte, überzeugte er dort auf ganzer Linie. Für die Milwaukee Panthers kam er 2015-16 auf 12.5 Punkte und 8.1 Assists, in seinem Abschlussjahr bei den UNLV Runnin’ Rebels waren es sogar 13.9 Punkte und noch 6.2 Assists. „Ich habe mir immer viel vorgenommen“, so Johnson. „Um etwas zu erreichen, muss man aber auch die nötige Arbeit reinstecken. Wenn sich dann eine Chance bieten, will ich bereit sein, diese zu nutzen. Auf dem Feld will ich meine Mitspieler ‚glücklich’ machen, ich sehe mich als Organisator des Spiels. Also muss ich zusehen, dass ich sie vom Jump weg in gute Positionen bringe, eigene Abschlüsse sind zweitrangig.“

Als Rookie in der NBA G League war Jordan Johnson in den Playoffs der Saison 2018-19 kaum mehr zu halten. An der Seite der heutigen NBA-Spieler Isaiah Hartenstein und Gary Payton II hatte er mit 15.4 Punkten bei einer 3er-Quote von 52.6% sowie 4.4 Assists und 4.2 Rebounds großen Anteil an der Championship der Rio Grande Valley Vipers. Mit Isaiah Hartenstein ist Johnson sehr gut befreundet, holte sich vor seiner Unterschrift reichlich Infos über RASTA beim Center der Los Angeles Clippers.

Zu Beginn der Saison 2019-20 spielte der Guard dann in den Niederlanden für Landstede u.a. im FIBA Europe Cup und legte in diesem Wettbewerb 14.7 Punkte (39.4% 3er) und 4.5 Assists auf. Nach dem Ausscheiden aus dem Europapokal wechselte Johnson in den Kosovo und gewann mit Sigel Pristina sowohl die Liga als auch den Pokal, überzeugte mit 19.3 Punkten und 6.3 Assists. „Wir haben einen Point Guard mit einem großen Antrieb gesucht und den in Jordan gefunden. Er kann verteidigen, punkten und den Ball verteilen. Als Spielmacher ist Jordan praktisch der verlängerte Arm des Trainerstabs und je erfahrener er ist, desto besser kommuniziert er auf dem Feld“, sagt RASTAs Head Coach Ty Harrelson.

In der letzten Saison schließlich brachte Johnson die Schotten von Glasgow Rocks in Liga und Pokal jeweils ins Halbfinale der besten britischen Wettbewerbe. 40 Spiele insgesamt machte der 27-Jährige dabei, kam auf 18.2 Punkte (37.2% 3er) und 8.2 Vorlagen. „Jordan musste schon sein ganzes Basketballleben lang hart arbeiten und sich immer wieder beweisen, weil er mit seinen 1.80 Meter nicht zu den Großen auf seiner Position gehört. Letztlich waren seine Leistungen in Europa und schon an der UNLV beeindruckend. Ich kann nur jedem Fan empfehlen, sich eine Eintrittskarte zu kaufen, denn Jordan Johnson zuzusehen, macht Spaß!“, ist Ty Harrelson sicher.

Diesen Spaß am Spiel möchte Jordan Johnson in der in gut drei Monaten beginnenden Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA haben und hat sich – wie schon in der Vergangenheit – hohe Ziele gesteckt: „Ich erwarte von uns, dass wir viele Spiele gewinnen werden und die Meisterschaft holen wollen, damit wir in die easyCredit Basketball Bundesliga aufsteigen können. Außerdem wollen wir auf dem Feld natürlich Freude an dem haben, was wir tun und auch abseits des Parketts Spaß miteinander haben. Ich freue mich schon darauf, das Essen in Deutschland und die Kultur in diesem für mich neuen Land kennenzulernen.“

Jordan Johnson im Kurzportrait

Geburtstag: 26. Januar 1995

Geburtsort: Waukegan (Illinois, USA)

Größe: 1.80 Meter

Gewicht: 79 Kilo

Position: Point Guard

Nation: USA

Stationen: Glasgow Rocks (2021-22), Sigal Prishtina (2020, Kosovo), Landstede Hammers (2019, Niederlande), Rio Grande Valley Vipers (2018-19, NBA G League), UNLV Runnin’ Rebels (2017-18, NCAA), Milwaukee Panthers (2016-17, NCAA), John Wood Blazers (2013 bis 2015, NCAA II)

Stats 2021-22: 40 Spiele / 34:24 Minuten / 18.2 Punkte / 37.2% 3er / 8.2 Assists / 3.7 Rebounds

NBA G League-Spiele: 34

NCAA-Spiele: 65

Europapokal-Spiele: 6

RASTA Vechta – 2022/2023 – Der Kader

Profis: Tajuan Agee (Forward, 24, USA), Joel Aminu (Guard, 25, D), Joschka Ferner (Forward, 26, D),  Jordan Johnson (Guard, 27, USA), Robin Lodders (Center, 27, D), Enosch Wolf (Center, 31, D). Head Coach: Ty Harrelson (41, USA/AUS). Assistant Coaches: Miguel Zapata (42, ESP) und Marius Graf (31, D). Athletic Trainer: Domenik Theodorou (36, D).

Quelle: RASTA VECHTA

GRÖSSER GEHT’S KAUM: 2.15-METER-WOLF KOMMT NACH VECHTA!

Dass Wölfe im Oldenburger Münsterland in den letzten Jahren immer mehr zum Tagesgespräch wurden, ist nicht von der Hand zu weisen. RASTA Vechta hat jetzt den wohl größten je gesichteten Wolf an die Pariser Straße geholt. 2.15 Meter groß ist RASTAs neuer Center, es ist Enosch Wolf. Der 31-Jährige spielte zuletzt für die RÖMERSTROM Gladiators Trier und hinterließ bereits mehrfach seine Duftmarke im RASTA Dome.

20 Punkte, 17 Rebounds, Auswärtssieg. Seinen letzten Auftritt in Vechta hat Enosch Wolf in bester Erinnerung. 81:67 gewann er mit den RÖMERSTROM Gladiators Trier bei RASTA, kam auf einen Effizienzwert von 29. Schließlich waren es in der Saison 2021-22 in 25 Spielen 9.8 Punkte und 6.9 Rebounds plus 2.0 Assists – in gerade einmal 20:43 Minuten. Enosch Wolf ist zusammen mit Robin Lodders und Tajuan Agee der dritte Big Man im Kader von RASTAs Head Coach Ty Harrelson. „Jetzt noch mit Enosch dazu, freuen wir uns schon sehr darauf, zu sehen, wie unser Inside-Spiel aussehen wird. Sein Rebounding wird uns ganz sicher weiterhelfen können und natürlich auch seine Erfahrung. Außerdem haben wir mit Enosch jemanden verpflichten können, der hochprozentig abschließt und effizient spielt“, so Harrelson.

154 Spiele in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA hat der am 18. Oktober 1990 in Ludwigsburg geborene Center bereits absolviert, dazu kamen 18 easyCredit Basketball Bundesliga-Spiele für die Telekom Baskets Bonn und medi bayreuth. „Enosch bringt einiges an Erfahrung mit, ist sehr ehrgeizig und erfolgshungrig. Dass er auf den großen Positionen vielseitig eingesetzt werden kann, spricht ebenfalls sehr für ihn. Er freut sich auf die guten Strukturen in Vechta und wir sind sicher, dass Enosch genauso hier zu RASTA passt, wie wir uns das vorstellen“, sagt Sportdirektor Gerrit Kersten-Thiele.

Enosch Wolf geht in sein zehntes Jahr als Profi, spielte auch am College in den USA, in Spanien und Luxemburg. Bei RASTA Vechta ist der im Oktober 32 Jahre alt werdende Center nun genau dort, wo er sich neu beweisen will: „Ich freue mich auf ein geiles Jahr! In der ProA bin ich ja schon lange unterwegs und RASTA ist für mich – neben zwei, drei anderen Klubs, die zwischen ProA und BBL gependelt sind – immer das Maß aller Dinge gewesen. RASTA ist eine super Top-Adresse in der ProA mit entsprechenden Ambitionen und Ziele. Und ich sehe mich als einer der Top-Spieler in dieser Liga und will jetzt in einem Top-Team zeigen, dass ich auch da erfolgreich Basketball spielen kann.“

Dass Wolf Profi-Basketballer werden würde, dafür standen die Vorzeichen schon in dessen Kindheit gut. Enoschs Vater ist der dreimalige Nationalspieler Horst Wolf, seine Mutter Inken spielte ebenfalls Bundesliga-Basketball. Sein jüngerer Bruder Julius (29) ist Profi bei RASTA-Konkurrent Medipolis SC Jena, Schwester Ronja spielte als Amateurin in Göttingen. „In meiner Familie wird die Unterstützung sehr groß geschrieben. Man erfährt ganz viel Support und auch mal konstruktive Kritik. In erster Linie ist es aber wirklich die große Unterstützung die uns als Familie kennzeichnet und nicht etwa ständig kritische Beobachtung“, so Enosch Wolf.

Für den mit der linken Hand werfenden Rechtshänder ist sein Vater immer ein großes Vorbild gewesen. ‚Wie der Vater, so der Sohn‘ hat er sich in englischer Sprache tätowieren lassen. Und auf seinem linken Oberarm ließ er sich „Horscheck“, so der Spitzname des Vaters, in Aktion stechen – beim ‚hook shot’, dem ‚signature move‘ des Vaters. Enosch selbst kann nicht nur scoren, er legt  auch großen Wert auf Reboundarbeit: „Dazu gehört oftmals mehr Herz und Willen als Physis oder Technik. Rebounds kriegt man, weil man da hingeht. In den Gesprächen mit dem Coach ist schnell klar geworden, dass ihm das genauso wichtig ist. Rebounds sind einfach eine super Waffe – und eine der wichtigsten.“

Einen der wichtigsten Titel im internationalen Basketball gewann Wolf übrigens schon mit 20 Jahren. In seinem ersten Jahr an der University of Connecticut war er Teil der UConn Huskies, die (angeführt vom heutigen NBA-Star Kemba Walker und mit dem eheamligen ALBA BERLIN-Profi Niels Giffey) die NCAA-Meisterschaft holten – im Finale vor gut 70.000 Zuschauern im Football-Stadion von Houston. Weitere Titel kamen seitdem nicht hinzu, umso hungriger ist (der) Wolf: „Ich will immer besser werden und auf der guten Form aus dem Frühling aufbauen. Es geht darum, so viele Spiele zu gewinnen, wie möglich und in den Playoffs so weit zu kommen, wie möglich – im Idealfall mit dem Aufstieg am Ende.“

Enosch Wolf im Kurzportrait

Geburtstag: 18. Oktober 1990

Geburtsort: Ludwigsburg

Größe: 2.15 Meter

Gewicht: 112 Kilo

Position: Center

Nation: Deutschland

Stationen: RÖMERSTROM Gladiators Trier (2021-22), Tigers Tübingen (2018 bis 2021), Hamburg Towers (2016 bis 2018), Musel Pikes (2016, LUX), Ametx Zornotza (2015-16, ESP), medi bayreuth (2015), VfL Kirchheim Knights (2014-15), Nürnberg Falcons (2014), Telekom Baskets Bonn (2013),  UConn Huskies (2010 bis 2013, NCAA)

Stats 2021-22: 25 Spiele / 20:43 Minuten / 9.8 Punkte / 6.9 Rebounds / 2.0 Assists / 13.7 Eff.

BBL-Spiele: 18

ProA-Spiele: 154

NCAA-Spiele: 36

RASTA Vechta – 2022/2023 – Der Kader

Profis: Tajuan Agee (Forward, 24, USA), Joel Aminu (Guard, 25, D), Joschka Ferner (Forward, 26, D), Robin Lodders (Center, 27, D), Enosch Wolf (Center, 31, D). Head Coach: Ty Harrelson (41, USA/AUS). Assistant Coaches: Miguel Zapata (42, ESP) und Marius Graf (31, D). Athletic Trainer: Domenik Theodorou (36, D).

Quelle: RASTA VECHTA

Foto: RÖMERSTROM Gladiators Trier | Simon Engelbert / PHOTOGROOVE