Schlagwortarchiv für: 8. Spieltag

Nachberichte ProB Süd 8. Spieltag

Foto: Gerd Käser

Spieltag 8: 26.11.2022 15:30 Uhr Porsche BBA Ludwigsburg vs. BBC Coburg 76:87

Am 8. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB bekam es die Porsche BBA Ludwigsburg in der Rundsporthalle mit dem BBC Coburg zu tun und musste sich den Gästen am Ende mit 76:87 (53:41) geschlagen geben. Zu viele einfache Fehler und insgesamt 29 Ballverluste besiegelten letztlich die sechste Niederlage in Folge für die junge Mannschaft von Head Coach Kheeryoung Rhee.

Ludwigsburg sorgte in einer zerfahrenen Anfangsphase für einen ausgeglichenen Start (8:8), ehe sich die zuletzt zweimal siegreichen Gäste mit einem 9-0 Lauf erstmals absetzen konnten. Die Coburger Führung hatte jedoch nicht lang Bestand, konnte die Porsche BBA doch mit acht Zählern in Serie kontern und wenig später durch den dritten Dreier von Esli Edigin erstmal selbst in Front (22:20) gehen. In den letzten 60 Sekunden des ersten Viertels leistete sich die Rhee-Truppe dann allerdings mehrere Konzentrationsfehler, die der BBC zum 20:28 Zwischenstand nach den ersten zehn Minuten nutzen konnte. Ballverluste und Schwächen in der Defensive erlaubten es den Gästen im zweiten Spielabschnitt angeführt vom ehemaligen Ludwigsburger Tyresse Blunt weiter davonzuziehen. Nachdem er sich in Ludwigsburg drei Jahre lang als großartiger Mannschaftskollege ausgezeichnet hatte, war der 20-Jährige am Samstag in der ersten Halbzeit erbarmungslos mit seinen ehemaligen Teamkameraden und legte 21 seiner 23 Punkte vor dem Seitenwechsel auf, sodass Coburg mit einem 53:41 Vorsprung in die Pause gehen konnte.

Im 3. Viertel schafften es die Hausherren dann endlich sich in der Verteidigung zu steigern und mit mehr Druck elf gegnerische Ballverluste zu forcieren. Da man selbst jedoch auch weiterhin zu leichtsinnig mit dem Ball umging und sich zu bereits 25 Turnover vor dem Schlussabschnitt auch immer wieder vergebene einfache Korbleger gesellten, konnte man
nicht entscheidend verkürzen, sodass es für die Porsche BBA mit einem 58:67 Rückstand in die letzten zehn Minuten ging. Hier sahen die Zuschauer in der Rundsporthalle dann die beste Phase der Gastgeber, die nach einem Dreier von Nico Santana Mojica bis auf vier Punkte herankommen konnten. Im Anschluss an eine Auszeit hatte Adrian Petkovic mit einem erfolgreichen Dreier allerdings die passende Antwort für Coburg parat, was dem 18-Jährigen viereinhalb Minuten vor dem Ende erneut gelingen sollte, sodass dem Heimteam beim Stand von 68:77 allmählich die Zeit davonzurennen schien. Ludwigsburg warf zwar noch einmal alles in die Waagschale, ein „Last Minute“ Comeback wie gegen Speyer sollte der Porsche BBA aber nicht mehr gelingen, sodass am Ende eine 76:87 Heimniederlage zu Buche stand.

26.11.2022 18:00 Uhr TEAM EHINGEN URSPRING vs. SEEBURGER College Wizards 86:80

Dem TEAM EHINGEN URSPRING gelingt nach dem spielfreien vergangenen Wochenende ein erfolgreicher Wiedereinstieg in den Saisonalltag. In der heimischen Sporthalle am JVG besiegt das teamingreen die Gäste aus Karlsruhe mit 86:80 und verbessert somit die eigene Bilanz auf vier Siege bei drei Niederlagen. Für die College Wizards setzte es hingegen bereits die sechste Niederlage im achten Spiel.

Dabei legten die Gäste einen furiosen Start in die Partie hin. Nach einem gemächlichen Beginn beider Mannschaften verschaffte Simon Jaworski den Karlsruhern mit drei schnellen Dreiern eine frühe Führung. Zwar kamen auch die Ehinger nach und nach ins Spiel, ließen im ersten Viertel aber dennoch 26 Punkte zu. Beide Teams sollten sich im Verlauf des Spiels häufig aus der Distanz versuchen, die College Wizards drückten dabei gar ganze 38 mal von jenseits der Dreipunktelinie ab. Die Intensität dieses Matchups wahr jederzeit zu spüren. Durch häufige Fouls schickte man sich gegenseitig beständig an die Freiwurflinie, wo beide Mannschaften allerdings Einiges liegen ließen. Zum Ende der ersten Halbzeit legten die Ehinger aber nochmal einen Run hin, welchen Erik Penteker seinerseits mit drei erfolgreichen Dreiern einleitete. Somit gingen die Gäste nur mit einer knappen 42:40 Führung in die Halbzeitpause.

In Durchgang zwei gestaltete sich die Partie weiterhin ausgeglichen, die Fans bekamen das vor Spielbeginn antizipierte Duell auf Augenhöhe. Das TEAM vermisste dabei offensichtlich die Qualitäten der beiden Führungsspieler Andre Nation und Vincent Neugebauer, was sich beispielsweise im Duell unter den Brettern offenbarte. So ließen die Ehinger etwa ganze 19 Offensivrebounds zu und verschafften den Gästen dadurch häufig zweite Chancen. Im Schlussabschnitt konnte sich zunächst keines der beiden Teams absetzen, das teamingreen blieb jedoch weiterhin gefährlich aus der Distanz und erkämpfte sich in den finalen Minuten die Führung, welche es dann den vehementen Comebackversuchen der Gäste zum trotz über die Zeit brachte. Topscorer auf Seiten der Karlsruher war Shooting Guard Christoph Rupp mit 20 Punkten. Für das TEAM Ehingen Urspring war Erik Penteker mit 21 Punkten erfolgreichster Werfer.

„Die Mannschaft hat die Reaktion auf die Niederlage gegen Hanau gezeigt, die wir sehen wollten. Wir haben über 40 Minuten deutlich besser verteidigt, was uns in dieser Saison in noch keiner Partie gelungen war. Schade, dass sie für diese Leistung nicht belohnt worden ist. Die Ehinger haben in der Schlussphase einfach besser gespielt und bessere Entscheidungen getroffen.“, so das Fazit von Geschäftsführer Zoran Seatovic.

26.11.2022 19:00 Uhr FRAPORT SKYLINERS Juniors vs. OrangeAcademy 100:72

Die FRAPORT SKYLINERS Juniors haben ihr Heimspiel gegen die OrangeAcademy mit 100:72 gewonnen und feiern damit den dritten Heimsieg in Serie. Mit den Partien in Karlsruhe und in Erfurt stehen für das Team an den kommenden beiden Wochenenden zwei Auswärtsspiele auf dem Programm.

Mit einem 6:0 Lauf direkt zu Spielbeginn (Jordan Samare/ Nolan Adekunle/ Justin Onyejiaka) zeigten die Juniors direkt, was sie sich für das Spiel vorgenommen hatten. Auf Seiten der Gäste war es Antonio Dorn, der die ersten Punkte für seine Farben zum 6:3 erzielte (06:40). Ein 11:0 Lauf auf Seiten der Frankfurter, abgeschlossen durch einen erfolgreichen drei Punkte Wurf von Philipp Hadenfeldt, sollte die Juniors mit 16 Punkten zum 27:11 in Führung bringen (01:41). Ein weiterer erfolgreicher 3er zum Ende des Viertels, dieses Mal von Justin Onyejiaka, sorgte dann sogar für eine 17 Punkte Viertelführung bei Stand 32:15. Zu Beginn des zweiten Viertels sah es zunächst danach aus, dass die Gäste aus Ulm nun besseren Zugriff ins Spiel finden würden. Ein 7:0 Lauf sollte diese wieder bis auf zehn Punkte zum 32:22 heranbringen (06:28). Ein erfolgreicher 3er von Lenny Liedke zu Mitte des Viertels verringerte die Führung der Juniors dann sogar nur auf sieben Zähler zum 36:29 (04:28). Dies beeindruckte die Frankfurter allerdings wenig. Als Antwort lieferten sie einen 9:0 Lauf und erhöhten die Führung damit wieder auf 16 Punkte zum 45:29 (02:35). Der weitere Verlauf bis zur Halbzeitpause sollte dann sehr ausgeglichen sein. Joel Cwik auf Seiten der Gäste erzielte per Korbleger die letzten Punkte der ersten Halbzeit zur 48:34 Pausenführung der Juniors.

Auch nach der Halbzeit kamen die Juniors direkt wieder wach aus der Kabine und erzielten durch Korbleger von Justin Onyejiaka und Jordan Samare die ersten Punkte des zweiten Spielabschnitts zum 52:34 (09:51). Im weiteren Laufe des Viertels gelang es den Juniors dann, die Führung kontinuierlich zu erhöhen. Durch zwei erfolgreiche 3er zum Ende des Viertels, auf jeder Seite einen, ging es für die Frankfurter mit einer 20 Punkte Führung bei Stand 75:55 in das abschließende Viertel. Zu Beginn des finalen Viertels sorgten fünf schnelle Punkte auf Seiten der Gäste, welche sie wieder auf 15 Punkte heranbringen sollte, zu einer schnellen Auszeit von Juniors-Coach Sepehr Tarrah. Aus dieser heraus erzielte Marco Völler mit einem erfolgreichen drei Punkte Wurf die ersten Punkte der Juniors im letzten Viertel zum 78:60 (08:28). Im weiteren Verlauf gelang es den Ulmern nicht mehr, noch einmal entscheidend in Schlagdistanz zu kommen. Isaac Obanor war es dann, welcher mit zwei verwandelten Freiwürfen zum Ende des Spiels die 100 Punkte Marke knackte und damit gleichzeitig für den 100:72 Endstand sorgte. 

Sepehr Tarrah (Headcoach FRAPORT SKYLINERS Juniors): „Wir haben im Großen und Ganzen ein sehr ordentliches Spiel abgeliefert und auch in der Höhe verdient gewonnen. Unser guter Start war dafür ausschlaggebend. Wir wollten die Ulmer von Anfang an unter Druck setzen und im Fastbreak Gas geben. Zwischenzeitlich war es etwas wild und wir wurden etwas nachlässig. Doch dann haben wir als Team immer wieder die richtigen Lösungen gefunden und eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt.“

26.11.2022 19:30 Uhr BG Hessing Leitershofen vs. FC Bayern Basketball II 73:75

Exakt 1033 Zuschauer in der Stadtberger Sporthalle unterstützen ihr Team 40 Minuten lang mit Leibeskräften. Gleichwohl, am Ende musste die BG Hessing Leitershofen/Stadtbergen im Süd-Derby der BARMER 2. Basketball Bundesliga am Samstagabend gegen den FC Bayern München II in einem packenden Match eine 73:75 (36:34) Niederlage hinnehmen.

Der Abend begann mit Ehrungen: Die Kangaroos wurden von der versammelten Bürgermeistergilde der Stadt Stadtbergen als Mannschaft des Jahres 2022 geehrt, die Schwimmerin Franziska Kolb als Sportlerin des Jahres. Und dann ging es auch gleich los. Die Halle brodelte von der ersten Spielsekunde an unter den Augen aller an diesem Abend gekommenen BG-Sponsoren sowie Landrat Martin Sailer und FCA-Präsident Max Krapf gewaltig. Die BG ging zur Freude der Fans 7:2 in Führung, die Bayern konterten sofort mit einem 13:0 Zwischenrun. Mit der Einwechslung von Jannik Westermeir kam dann wieder etwas mehr Ordnung in das in dieser Phase seitens der Leitershofer etwas zerfahrene Spiel. Über den 17:22 Viertelrückstand kämpfte man sich wieder heran, Lucas Mayer glich per Korbleger zum 24:24 aus. Auch eine weitere 34:28 Führung der Münchner konnte man egalisieren, so dass zur Halbzeit sogar eine 36:34 Führung für die BG Hessing auf der Anzeigetafel aufleuchtete.

Nach dem Seitenwechsel konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Mit praktisch jedem Angriff wechselte die Führung, die Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten. In dieser Phase verteidigten die Stadtberger aber durchaus etwas nachlässig und konnten vor allem unter dem Korb die athletischen Bayern Maxwell Dongmo Temoka und Christian Skladanowski nur schwer stoppen. Überhaupt stellten die Landeshauptstädter ein enorm großgewachsenes Team. Bis auf den überragenden Aufbauspieler Amar Licina war praktisch jeder Spieler um die zwei Meter groß. Nach 30 Minuten führten die Gäste dann 60:56 und hielten den kleinen Vorsprung bis zur 39. Spielminute. Die Kangaroos kämpften und rackerten, versuchten wirklich alles, dem Spiel nochmals eine Wende zu geben, legten nun auch in der Defensive wieder deutlich zu. Als Lewis Londene per Dreier und zwei weiteren Freiwürfen tatsächlich zur 72:71 Führung einnetzte, stand die Halle Kopf und der Sieg schien gerade auch angesichts der „Fan-Wand“ greifbar nahe. Bayern-Supertalent Ivan Kharchenkov, im September gerade erst 16 Jahre alt geworden, konterte aber mit einem Dreier vierzig Sekunden vor dem Ende zum 72:74.

Nun wurde es hochdramatisch, die BG erhielt vier weitere Freiwürfe zugesprochen. Das Nervenkostüm zitterte aber, nur ein Ball fand den Weg in die Reuse. Bayern traf beim folgenden Stop-Clock Freiwurf aber auch nur einmal, beim 73:75 blieben der BG noch vierzehn Sekunden Zeit für den wohl letzten Angriff. Allerdings leisteten sich die Stadtberger dann einen weiteren Ballverlust und kamen dadurch zu keinem weiteren Abschluss mehr. Am Ende stand so eine hauchdünne Niederlage zu Buche und die Münchner konnten sich ausgelassen über einen genauso knappen Sieg freuen, der angesichts ihrer hervorragenden Leistung an diesem Abend aber sicherlich nicht unverdient war. Die vielen Fans der Kangaroos waren enttäuscht, bedachten beide Teams jedoch sehr fair trotzdem mit viel Applaus.

27.11.2022 16:00 Uhr WHITE WINGS Hanau vs. Ahorn Camp BIS Baskets Speyer 100:69

Die WHITE WINGS Hanau stehen auch nach ihrem siebten Spiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB mit weißer Weste da. Dank einer sehr starken zweiten Halbzeit setze sich das Team von Headcoach Marti Zamora vor heimischem Publikum souverän mit 100:69 gegen die Gäste aus Speyer durch. Mit sieben Siegen aus sieben Spielen stehen die Hanauer damit weiterhin auf Platz 2 der Tabelle.

Im Vorfeld musste Zamora jedoch um den Einsatz einiger Stammspieler zittern. Beinahe das gesamte Team war in dieser Woche von grippalen Infekten geplagt, Philipp Walz und Fabian Baumgarten waren auch am Sonntag nicht fit und mussten sich das Spiel von der Bank aus ansehen. „Es war eine sehr schwere Woche für uns. Alle waren krank und wir konnten in dieser Woche nicht ein einziges Mal fünf gegen fünf trainieren“, sagt Zamora. Entsprechend schwer fiel dem restlichen Team der Start in die Partie: Das erste Viertel blieb insgesamt ausgeglichen, das zweite Viertel entschied Speyer mit 25:26 für sich. Auffällig war insbesondere, dass die White Wings zeitweise zu viele einfache Angriffe zuließen und offensiv mit etwas zu wenig Biss agierten. Viele frühe Fouls brachten die Hanauer zudem in Bedrängnis. Allein Tim Martinez und Marko Dordevic hatten sich bereits im ersten Viertel zwei Fouls geleistet.

„In der ersten Halbzeit waren wir in vielen Situationen einen Schritt zu spät dran, dadurch haben wir insbesondere im Spielaufbau nicht immer die Taktiken angesagt, die wir gewohnt sind“, so Zamora weiter. „Unsere Stärke ist unser Rhythmus und unsere Intensität. Wir haben gegen Speyer mehr Zeit als üblich benötigt, um ins Spiel zu kommen.“ Der Umsturz ereignete sich dann im dritten Viertel. Die Offensive der White Wings wirkte ab diesem Zeitpunkt deutlich sortierter. Immer wieder fand sich eine gute Anspielstation, aber auch Fast Breaks waren regelmäßig von Erfolg gekrönt. Dadurch erarbeiteten sich die White Wings starke Läufe ohne Gegentreffer, etwa ein 10-Punkte-Run zur Mitte des dritten Viertels. Mit 73:60 starteten beide Teams in den letzten Spielabschnitt. Dieser gehörte allein den Hanauern: Mit einem extrem starken 27:9 dominierten sie ihre Gäste. Beinahe alles schien zu gelingen – Distanzwürfe, Freiwürfe, Fast Breaks, aus allen erdenklichen Positionen heraus waren die Hanauer erfolgreich. Die Ahorn Camp BIS Baskets Speyer fanden gegen diese Dominanz kein Mittel und kamen in der Main-Kinzig-Halle nicht zurück ins Spiel – zur Freude der zahlreich anwesenden Hanau-Fans.

Es war am Ende ein Spiel der Rekorde: Mit 31 Punkten Vorsprung war es der bislang höchste Sieg in dieser Spielzeit. Mit elf Punkten, 13 Assists und 10 Rebounds erreichte Sebastian Brach zudem als erster Spieler in dieser Saison ein Triple-Double. „Er hat ein sehr starkes Spiel gemacht“, lobt auch der Coach. „Ich freue mich vor allem darüber, dass alle Spieler heute ihren Anteil am Sieg hatten. Dabei muss man auch hervorheben, dass uns die Youngster der TG Hanau mit vielen Spielminuten geholfen haben.“ Tom Arkan steuerte per And-One ein Triple-Score-Play bei und auch Valentin Konstantinov präsentierte sich in seinen sechs Minuten Einsatzzeit sehr stark.

27.11.2022 16:00 Uhr Basketball Löwen vs. EPG Baskets Koblenz 59:79

„Ein ausführlicher Spielbericht folgt in kürze“

Nachberichte ProB Nord 8. Spieltag

Foto: LOK Bernau

Spieltag 8: 26.11.2022 15:00 Uhr RASTA Vechta II vs. Iserlohn Kangaroos 76:70

RASTA Vechta II hat nach zuvor zwei Niederlagen in Serie zurück in die Erfolgsspur gefunden. Am Samstagnachmittag gewann die Mannschaft von Head Coach Hendrik Gruhn vor rund 100 Zuschauern im RASTA Dome mit 76:70 (36:37) gegen die Iserlohn Kangaroos. Zum entscheidenden Mann der Partie des 8. Spieltages in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord wurde Vechtas Kevin Smit, der alle seine 16 Punkte in der 2. Halbzeit machte. J.J. Culver gelang derweil ein starkes Double-Double aus 18 Punkten und 14 Rebounds – plus acht Assists und sechs Steals.

In einer Partie, in der sich kein Team wirklich absetzen konnte, verlegten die Iserlohner viele einfache Layups. Umso überraschender, dass sie mit einer knappen 37:36-Führung in die Halbzeit gingen. Mit ein Grund dafür war auch, dass die Kangaroos den Dreh- und Angelpunkt der Vechtaer, Point Guard Kevin Smit, in der ersten Hälfte bei null Punkten halten konnten und ihn komplett aus dem Spiel nahmen. Im letzten Viertel hatten die Iserlohner einige gute Verteidigungssequenzen, in der anschließenden Offense jedoch oft zu einfach den Ball verloren.

„Am Ende haben wir das Spiel aus der Hand gegeben“, konstatierte Shirvan. „Wir wollten am Ende zu oft mit dem Kopf durch die Wand und waren nicht mannschaftsdienlich.“ Kämpferisch wollte der Coach seinen Schützlingen keinen Vorwurf machen, man müsse allerdings wieder zielstrebiger in den Angriffen werden. „So wie wir zuletzt drauf waren, kann man nicht so viel schwierige Dreier nehmen, da muss man eher mal den Korb attackieren“, erläuterte Dennis Shirvan, der mehr offensive Beweglichkeit seiner Mannschaft fordert.

Topscorer der Iserlohner war Toni Prostran mit 16 Punkten, gefolgt von Joshua Dahmen und Michael Cubbage mit jeweils zwölf Punkten. Prostran wurde im gesamten Spiel nur von Vechta-Spieler J.J. Culver (18) übertroffen. Samuel Mpacko (9) traf in der zweiten Halbzeit gar nicht mehr, steuerte aber starke sechs Vorlagen bei. „Das Team hatte heute eine sehr gute Einstellung. Damit hätten wir von den letzten drei Spielen mindestens zwei gewonnen“, bemerkte Shirvan, der gegen Vechta II mit einer tieferen Bankbesetzung auflief.

Hendrik Gruhn (Head Coach Vechta): „Entscheidend war, dass wir am Ende unsere Würfe getroffen haben – so doof das auch klingt. Iserlohn hat in der Defense sehr gut geswitched, was die Zone sehr dicht gemacht hat. Wir mussten am Ende die sich außen bietenden Freiräume nutzen. Kilian Brockhoff und Kevin Smit haben dann wichtige Dreier getroffen. Das war es, worauf es in der Phase ankam. Zudem haben wir gegen Ende immer besser gereboundet, in der 1. Halbzeit war das noch nicht der Fall. Also, es waren die Rebounds und die in den letzten Minuten gefallenen Würfe, die dafür gesorgt haben, dass wir dieses Spiel gewinnen.“

26.11.2022 19:00 Uhr Dragons Rhöndorf vs. SC Rist Wedel 102:97

350 Zuschauer erlebten eine famose und spannende Rückkehr der Dragons Rhöndorf in den Bad Honnefer DragonDome. Angetrieben vom überragend aufspielenden Routinier Flo Koch (31 Punkte) sicherten sich die Drachen nach Verlängerung den fünften Erfolg der Saison.

Die Rolle des Spielgestalters übernahm an seiner Stelle erneut Doppellizenzspieler Jonas Falkenstein, der sein bis dato bestes Spiel im Drachen-Jersey zeigen sollte. Mit Umsicht und Spielwitz dirigierte der junge Guard die Drachen und legte auch direkt die ersten Punkte durch Flo Koch per Assist auf. (2:3) Es entwickelte sich eine dauerhaft enge und spannende Partie, in der die Gäste mit ihrer intensiven Spielweise immer wieder Nadelstiche zu setzen wussten und in ihrem US-Boy Harrison Clearly den überragenden Akteur des Abends in ihren Reihen hatten. Satte 41 Punkte legte der smarte Guard auf und war über weite Strecken des Spiels von der Drachen-Defense nicht zu kontrollieren. Mit wichtigen Akzenten von Downtown durch Flo Koch, Nicolas Buchholtz und Jonas Falkenstein erarbeiteten sich die Drachen ein leichtes Zwischen-Momentum und beendeten die erste Halbzeit per Buzzerbeater durch Florian Koch zur 46:42-Führung

Nach dem Pausentee legten die beiden Big Man Paul Albrecht und Florian Wendeler umgehend nach, ehe Marc Nagora von jenseits des 6,75-Meterlinie für die Gäste wieder zählbares aufs Tableau zauberte. Ein zwischenzeitlicher 8:0-Lauf markierte die wohl beste Phase der Gäste, die das dritte Viertel ob vieler Fehler der Drachen klar für sich entscheiden konnten und mit
einer 6-Punkte-Führung in die vermeidlich letzten 10 Minuten des Abends gingen. Dort galt es nun Charakter zu zeigen und dies taten die Drachen mit Bravour. Angetrieben von Rückkehrer Flo Koch, der 13 seiner 31 Punkte im vierten Viertel auflegte, stemmten sich die Dragons gegen die drohende Niederlage und bewegten sich nach schneller Aufholjagd nahezu immer auf Augenhöhe mit den Gästen des SC Rist Wedel. Der ebenfalls gewohnt stark aufspielende Zaba Bangala markierte von der Freiwurflinie 7 Sekunden vor Ende des Spiels die 87:84-Führung der Drachen unter lauten Jubel der Fans, doch Al-Fayed Alegbe hatte noch etwas gegen einen vorzeitigen Sieg der Dragons und schickte per 3er die Partie in die Overtime. Dort legten Flo Koch & Co mit einem frühen 7:2-Lauf letztlich den Grundstein für den späteren Heimsieg, denn den Gästen fehlten nun merklich die Körner, um sich abermals in die Partie zurückzukämpfen. Zaba Bangala machte mit seinen Punkten 21 und 22 noch die 100 Punkte für Dragons voll, ehe das Spiel beim Stand von 102:97 sein Ende fand.

Julius Thomas (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Wir sind sehr froh über den Sieg. Als großes Ziel hatten wir diese Woche ausgegeben unsere hohe Intensität aus dem Training aufs Parkett zu übertragen und aggressiver zu spielen. Das ist uns über weite Strecken gut gelungen. Ich bin besonders stolz auf die mentale Stärke unserer Jungs. Auch wenn einiges heute gegen uns lief und Wedel eine starke Leistung gezeigt hat, haben wir immer wieder antworten können und haben unser Maximum gegeben.“

Spieltag 8: 26.11.2022 19:30 Uhr EN Baskets Schwelm vs. SBB Baskets Wolmirstedt -:-

„Spielausfall gemäß gemäß § 49 Nr. 2.1 SuVO „

26.11.2022 19:30 Uhr Itzehoe Eagles vs. LOK BERNAU 91:88

„Was für ein Spiel!“ Der begeisterte Kommentar eines Fans sagte alles: Rund 500 Besucher im Sportzentrum am Lehmwohld hatten ein denkwürdiges Basketballspiel gesehen. Und zwar eines mit dem richtigen Ende: Die Itzehoe Eagles haben am Pohl-Heimspieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga den bisherigen Spitzenreiter Lok Bernau mit 91:88 besiegt.

Es war ein Krimi, der den Zuschauern in der Sporthalle am Lehmwold geboten wurde. Über die gesamte Partie hinweg konnte sich keine Mannschaft zweistellig absetzen. Keines der beiden Teams machte große Fehler (12:9 Turnovers). Und daher war es bis zum Schluss nicht klar, wer denn als Sieger vom Feld gehen würde. Bernau stach auch diesmal im offensiven Rebounding hervor (12:21) aber anders als in den vergangenen Partien, konnte man diesmal kein Kapital daraus schlagen. Es fehlte an diesem Abend einfach die Treffsicherheit – gerade aus der Distanz. Trotzdem hat man 88 Punkte erzielt, was über dem Schnitt der Mannschaft liegt. Dabei ragten vor allem Isiah Small (15/12) und Rikus Schulte (16/11) – beide mit einem Double-Double – hervor. Defensiv bereiteten vor allem Trey McBride und Shaquille Rombley unseren Jungs immer wieder Probleme. Beide erzielten zusammen fast die Hälfte der Itzehoer Punkte. Da half auch leider die Anfeuerung durch unsere Bernauer Fangruppe nicht. Knapp 20 Fans waren mit der LOK mitgereist. Vielen Dank an Euch, Euren Support und vor allem auch an den Itzehoer Bürgermeister Ralf Hoppe. Der gebürtige Bernauer hat unseren „Fan-Block“ sehr herzlich und warm willkommen geheißen und ist natürlich zum Rückspiel eingeladen.

Coach Davide Bottinelli: „Eine knappe Niederlage gegen einen Gegner in starker Form (Glückwünsch an Itzehoe) lässt uns die Niederlage in einem positiven Rahmen betrachten. Wir können daraus lernen und uns nicht davon beeindrucken lassen. Die Jungs haben bis zum
Ende gekämpft. Wir konnten uns heute nicht immer zu 100% auf unsere Defense verlassen, in Pick’n’Roll-Situationen haben wir zu viel Raum gelassen. Offensiv hat unsere suboptimale Trefferquote natürlich eine Rolle gespielt, dennoch
waren wir in der Lage, 88 Punkte zu erzielen. Ich hätte mir mehr Low Post Aktionen gewünscht und mehr Balance zwischen Dreier- und Zweier-Versuchen. Wir nehmen die Erfahrung mit und ab Montag werden wir uns in der Halle weiter verbessern.“

26.11.2022 20:00 Uhr ROTH Energie Giessen Pointers vs. RheinStars Köln 63:102

Einen in vielerlei Hinsicht lohnenden Ausflug zu den Gießen Pointers erlebten die RheinStars am Samstagabend. Ganz oben auf der Habenseite stand dabei der erste Auswärtssieg der laufenden Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Gruppe Nord. 102:63 (48:32) zeigten die Lettern auf der Anzeigetafel in der Sporthalle Ost. Abgesehen von einem nun klaren Vorsprung im direkten Vergleich legten die Kölner mit dem vierten Saisonerfolg zwei weitere Zähler zwischen sich und den einzigen Abstiegsplatz, auf dem die Pointers punkt- und sieglos liegen. Außerdem verwandelten die mitgereisten Flying Flönz den Auftritt von einigen Hundert Zuschauern zu einem Heimspiel.

Nach solch einem Happyend hatte es kurz vor Abfahrt der Mannschaft am Samstag noch nicht ausgesehen. Zwar lief die Vorbereitung unter der Woche auf das wegweisende Spiel sehr zielgerichtet. Doch am Morgen mussten aus dem Trainerteam sowohl Headcoach Stephan Baeck als auch Zoran Kukic krank die Segel für den Tag streichen. So übernahm Katharina Arnold zum dritten Mal in ihrer Amtszeit den Job an der Seitenlinie. „Da ich immer die Spiele und den Gegner vorbereite, war das inhaltlich kein Problem. Und dann hat sich die Mannschaft mit einer sauberen Teamleistung den Sieg geholt“, sagte Arnold über ihren ersten Erfolg als allein verantwortlicher Coach in der dritthöchsten Spielklasse.

Entscheidender Faktor für den Erfolg wurde dabei die Defense. „Unsere Verteidigung ist die Basis für unser Spiel. Wenn wir die Stopps bekommen, dann haben wir gegen jedes Team eine Chance“, erklärte Arnold. „Heute haben wir dann zusätzlich in der Offensive den Ball gut bewegt. So hatten alle ihren Anteil am Spiel und damit am Sieg.“ Die Zahlen belegen das: Fünf Spieler punkteten zweitstellig, alle zwölf Akteure trugen sich mit Punkten ein. Und auf der anderen Seite des Feldes hinterließen sie ratlose Hausherren, die mit der im Laufe des Spiels immer intensiver werdenden Defense nicht mehr zurechtkamen. So verloren die Pointers nach einem ordentlichen Startviertel erst den Anschluss an die Kölner und in den abschließenden zehn Minuten komplett den Zugriff auf das Geschehen. Die RheinStars hingegen nutzten ihre Chancen konzentriert und zelebrierten nach der Partie mit ihren Fans die erste Auswärtssieg- „Humba“ der Saison.

27.11.2022 16:00 Uhr BSW Sixers vs. BBG Herford 87:69

„Ein ausfürhlicher Spielbericht folgt in kürze“

Vorberichte ProB Süd 8. Spieltag

Foto: Gerd Käser

Spieltag 8: 26.11.2022 15:30 Uhr Porsche BBA Ludwigsburg vs. BBC Coburg

Die Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB ist mittlerweile voll im Gange. Nach sieben Spielen steht die Porsche BBA mit nur einem Sieg auf dem letzten Tabellenplatz, das Team von Head Coach Khee Rhee muss also weiterhin um jeden Punkt und Sieg kämpfen, so auch am kommenden Sonntag gegen den BBC Coburg.

Nach der herben 107:51-Niederlage gegen die ungeschlagenen EPG Baskets Koblenz, wartet mit dem BBC Coburg der nächste Gegner auf die jungen Ludwigsburger. Das Team aus dem Norden Bayerns startete mit nur einem Sieg aus vier Spielen, konnte jedoch die letzten beiden Partien wieder für sich entscheiden und steht dementsprechend nun mit einem ausgeglichenen Verhältnis auf Platz 6 der Tabelle in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB.

Der BBC Coburg stellt mit Jessica Miller die einzige weibliche Trainerin im professionellen deutschen Herren-Basketball. Die US-Amerikanerin übernahm das Team während der letzten Saison und nachdem viele Spieler gehalten werden konnte, kann sie nun auf eins eingespielte Truppe vertrauen. Topscorer Tyreese Blunt spielte selbst früher für die Barockstädter und kennt die Porsche BBA deshalb gut. Mit Jose Joaquin Carrasco Martin haben die Coburger außerdem einen guten Spielmacher in ihren Reihen, der nicht nur seine Mitspieler gut einsetzt, sondern auch selbst beständig punktet. Insgesamt macht das Team im Schnitt die drittmeisten Punkte der Liga, weshalb die Defensive der Ludwigsburger gefordert sein wird.

Statement von Coach Khee: „Mit Tyreese Blunt haben die Coburger ein altes Ludwigsburger Gesicht im Team. Seitdem er gegangen ist, hat er definitiv nochmal einen Schritt nach vorne in seiner Entwicklung gemacht Generell ist Coburg wie wir auch ein jüngeres Team, jedoch mit einem eingespielten Kern, der schon länger dort ist. Das macht natürlich auch viel aus.“

26.11.2022 18:00 Uhr TEAM EHINGEN URSPRING vs. SEEBURGER College Wizards

Neues Spiel, neues Glück heißt es für die SEEBURGER College Wizards, wenn es am Samstag beim TEAM EHINGEN URSPRING um die nächsten Punkte in der ProB geht. Für die Karlsruher geht es um nichts mehr als die deutliche Niederlage gegen die Hanau White Wings vom vergangenen Wochenende vergessen zu machen.

„Wir brauchen uns keine Gedanken über einzelne Spieler zu machen, sondern müssen uns auf ein Team einstellen, das als Einheit agiert. Die Ehinger haben einen großen Kader, wo jeder Spieler seine Rolle zu 100 Prozent erfüllt. Das haben wir im letzten Spiel offensiv wie auch defensiv vermissen lassen. Das muss am Samstag ganz anders aussehen. Wir müssen endlich damit anfangen, deutlich physischer an beiden Enden des Spielfeldes zu agieren“, fordert Trainer Rouven Roessler mehr Körpereinsatz von seinen Spielern.

Die Ehinger gehen dabei mit reichlich Rückenwind aus dem nervenaufreibenden Derbysieg gegen die OrangeAcademy in die Partie. Dieser bedeutete gleichzeitig den dritten Sieg in der laufenden Spielzeit, womit das TEAM bei einer ausgeglichenen Bilanz von je drei Siegen und Niederlagen auf dem siebten Tabellenplatz der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd steht. Die Karlsruher hingegen mussten sich zuletzt deutlich den White Wings Hanau geschlagen geben und rangieren derzeit auf Platz 11. Die Mannschaft von Rouven Roessler stellt dennoch zweifelsfrei eine Truppe mit viel Qualität und Erfahrung was sich beispielsweise in einer starken Turnoverquote manifestiert.

Angeführt werden die College Wizards von Point Guard Christian Rodriguez und Small Forward Christoph Rupp. Beide überzeugen in der laufenden Saison mit starkem Scoring und Playmaking-fähigkeiten, welche in einer konsequent attackierenden Offensive gut zur Geltung kommen. Auch dieser Gegner wird den Ehingern also einiges abverlangen. Für diese wird es darauf ankommen weiterhin stark zu Rebounden und in der Defense ihren Mann zu stehen. Vor allem im Verteidigen von Dreipunktversuchen besteht Verbesserungsbedarf.

„Es gibt keine einfachen Spiele in dieser Liga. Uns erwartet eine junge und hungrige Mannschaft, die mit sehr viel Leidenschaft verteidigen wird. Jeder dieser Spieler will seine Chance maximal ausnutzen und wir müssen mit allem, was wir haben, dagegenhalten“, blickt Geschäftsführer Zoran Seatovic voraus.

26.11.2022 19:00 Uhr FRAPORT SKYLINERS Juniors vs. OrangeAcademy

Nachdem die FRAPORT SKYLINERS Juniors am vergangenen Wochenende stark dezimiert mit 72:62 bei den TSV Oberhaching Tropics verloren haben, steht am kommenden Samstag das nächste Heimspiel auf dem Programm.

Das Farmteam aus Ulm hat in den ersten sechs Spielen fünf Niederlagen einstecken müssen.  Lediglich am zweiten Spieltag haben sie das Team der Porsche BBA Ludwigsburg mit 93:67 besiegen können. Nach zuletzt vier Niederlagen in Folge werden sie hochmotiviert sein, am kommenden Wochenende wieder auf die Siegerstraße zurückzukehren.
 Neu in dieser Saison an der Seitenlinie ist Baldur Ragnarsson, welcher den bisherigen Headcoach Anton Gavel, der mittlerweile das BBL-Team der Ulmer trainiert, ersetzt hat. Insgesamt stehen Ragnarsson 18 Spieler zur Verfügung, welche alle im bisherigen Saisonverlauf schon eingesetzt wurden. Topscorer bei den Gästen aus Ulm ist der 18 jährige Däne Tobias Brahe Jensen, welcher im Schnitt knapp 18 Punkte pro Partie erzielt. Ebenfalls zweistellig scoren David Fuchs (17,5) und Maximilian Langenfeld (14,4).

Nach der Niederlage am vergangenen Wochenende wollen die FRAPORT SKYLINERS Juniors am kommenden Samstag den nächsten Heimsieg einfahren, bevor zwei Auswärtsspiele folgen. 

Headcoach Sepehr Tarrah: „Ulm spielt definitiv besser als es der aktuelle Tabellenstand aussagt. Sie spielen sehr schnell, verteidigen mit sehr viel Druck und haben sehr gefährliche Doppellizenz-Spieler in ihren Reihen. Wir müssen stark mit dem Ball sein und den Druck attackieren, um den Ball bewegen zu können. Auf jeden Fall wollen wir zu Hause zurück in die Erfolgsspur.“

26.11.2022 19:30 Uhr BG Hessing Leitershofen vs. FC Bayern Basketball II

Auf ein echtes Highlight dürfen sich die Fans der BG Hessing Leitershofen/Stadtbergen am Samstagabend freuen. Am 8. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga steigt in der Sporthalle Stadtbergen das Süd-Derby gegen den FC Bayern München Basketball II. Die Kangaroos rechnen bei diesem Match mit einer randvollen Halle.

Die Voraussetzungen für die BG sind dabei durchaus günstig. Vor Wochenfrist feierte man einen, wenn überhaupt, aber zumindest in dieser Höhe sicherlich keinesfalls erwarteten 88:69 Auswärtssieg beim direkten Tabellennachbarn BIS Baskets Speyer und überzeugte dabei mit der bisher besten Saisonleistung. Die Spieler von Headcoach Emanuel Richter scheinen schnell aus Erfahrungen zu lernen, hatten die unnötige Niederlage aus dem Karlsruhe Heimspiel verarbeitet und dieses Mal gezielt die Fehler aus diesem Match reduziert. Ein ähnlicher Effekt wie am 2. Spieltag, als man in Oberhaching hoch verlor, im nächsten Heimspiel gegen Frankfurt aber ebenfalls wieder überzeugen konnte. Mit jedem Sieg wächst der Abstand der Leitershofer nach hinten in der Tabelle, und mit 8:6 Punkten ist der Druck des Gewinnen Müssens erst einmal nicht direkt da. Dieser liegt eher auf Seiten der Münchner.

Die Bayern haben bei einem Spiel weniger bisher 2 Siege und 4 Niederlagen auf dem Konto und belegen Platz neun in der Tabelle. Mit der besten Mannschaft hat das BBL- und Euro League Farmteam aber unglaubliches Potential. Erkennbar war dies beim hohen Heimsieg gegen Oberhaching. Dementsprechend nötigt der Gegner den Stadtbergern auch durchaus Respekt ab: „Gegen den FCB wird es eine schwierige Aufgabe werden. Sie spielen 40 Minuten lang mit einer beeindruckenden Intensität. Es ist auch eine gut gecoachte Mannschaft mit vielen zukünftigen Champions wie Martin Kalu, Ivan Kharchenkov, Luis Wulff oder Amar Licina. Und da nenne ich nur einige. Es wird wichtig sein, dass alle unsere Spieler voll konzentriert sind. Wir werden selbstverständlich alles für den Sieg geben. Ich denke, wir sind unseren Fans, und das werden ja am Samstag wieder einige sein, noch etwas aus dem Karlsruhe Spiel schuldig“, so Trainer Emanuel Richter. Voraussichtlich können die Kangaroos dasselbe Team aufs Feld schicken wie letzte Woche in Speyer.

27.11.2022 16:00 Uhr WHITE WINGS Hanau vs. Ahorn Camp BIS Baskets Speyer

Am 8. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd treffen die Ahorn Camp BIS Baskets Speyer am Sonntag, auswärts auf die WHITE WINGS Hanau. Die „Schwäne“ aus der Brüder-Grimm-Stadt sind in der aktuellen Saison noch ungeschlagen und stehen mit 6:0 Siegen auf Platz 2 der Tabelle.

Während es für die White Wings also gerade kaum besser laufen könnte, plagen die Ahorn Camp BIS Baskets Speyer nach holprigem Saisonstart (2:4 Siege) aktuell Verletzungssorgen. Neben Samuel Schally (Schulter) wird auch Niclas Geier mit einer Fußverletzung am Wochenende pausieren. Dazu fielen in dieser Woche weitere Spieler krankheitsbedingt aus. Hier hofft Head Coach Carl Mbassa auf rechtzeitige Genesung: „Hanau ist der klare Favorit. Wir können daher ohne großen Druck in die Partie gehen. Gerade auswärts hat sich die Mannschaft bisher teuer verkauft. Wir hatten viele verletzungs- und krankheitsbedingte Ausfälle in dieser Trainingswoche. Ich hoffe, dass bis auf Niclas (Geier) und Samuel (Schally) trotzdem alle Spieler am Wochenende wieder einsatzbereit sind und wir Hanau etwas ärgern können.“

Das Team des spanischen Trainer-Duos Marti Zamora & David Martinez-Morant ist momentan die wohl ausgeglichenste Mannschaft der Liga. Topscorer des Teams ist Bruno Albrecht (22,8ppg), der letzte Saison noch für die Dragons Rhöndorf wirbelte. US-Boy Bubba Furlong legt für die White Wings Woche für Woche ein Double-Double auf (14,5ppg und 11,5rpg). Daneben punkten mit Sebastian Brach (12,8ppg), Tim Martinez (12,2ppg), Gabriel Kuku (10,6ppg) und Philip Hecker (10,0ppg) gleich vier weitere Spieler zweistellig. Am letzten Wochenende gesellte sich Center Sören Urbansky in seinem ersten Saisonspiel nach überstandener Verletzung direkt mit 10 Punkten dazu.

Nachdem in der vergangenen Woche Gabriel Kuku und Sebastian Brach krankheitsbedingt zu Hause bleiben mussten, gibt es ein klares erstes Ziel für dieses Wochenende: „Wir wollen am Sonntag nach Möglichkeit endlich mit einem vollständigen Kader auflaufen.“ Abseits dessen gibt es jedoch auch taktisch einiges, dass es umzusetzen gilt: „Wie schon in der vergangenen Woche müssen wir es vermeiden, einfache Spielzüge und freie Wurfpositionen zuzulassen. Wir wissen, dass wir eine exzellente Defense Spielen können – und das in einem Tempo, das Speyer nur schwer mitgehen kann. Das müssen wir ausnutzen“, so Zamora weiter.

27.11.2022 16:00 Uhr Basketball Löwen vs. EPG Baskets Koblenz

„Ein ausführlicher Spielbericht folgt in kürze“

Vorberichte ProB Nord 8. Spieltag

Foto: LOK Bernau

Spieltag 8: 26.11.2022 15:00 Uhr RASTA Vechta II vs. Iserlohn Kangaroo

Nach zwei Niederlagen in Serie möchte das Farmteam von RASTA Vechta zurück in die Erfolgsspur. Der Tabellenfünfte der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord empfängt am Samstag die Iserlohn Kangaroos.

RASTA II, der Aufsteiger, ist zuletzt etwas vom Weg abgekommen. Hendrik Gruhn, Head Coach der Niedersachsen, wurde nach Außen bisher zwar nicht so deutlich wie sein Amtskollege. Aber sowohl nach dem 85:90 gegen die BSW Sixers als auch nach der 61:89-Niederlage bei LOK BERNAU gab es reichlich Gesprächsbedarf. Und so wird Gruhn seiner Mannschaft nun wohl sicher mit auf den Weg geben, dass u.a. das Duell um die Rebounds, eine Disziplin die nicht zu den Stärken der Kangaroos zählt, gewonnen werden muss. 

Die individuelle Qualität des Gegners aus Iserlohn ist aber unbestritten. Vier Spieler machten bisher zehn oder mehr Punkte pro Partie – und: Der zum letzten Spiel neu verpflichtete Michael Cubbage kam bei seinem Debüt auf 27 Zähler! „Iserlohn ist eine Mannschaft die sehr schnell spielt, sie definiert sich über ihr hohes Tempo. Zudem sind sie ein sehr, sehr gutes Shooting-Team. Was bedeutet, dass wir ihnen ihre Dreier so schwer wie möglich machen müssen“, fordert Vechtas Trainer.

Im Hinblick auf das Samstagsspiel haben beide Klubs mit Personalproblemen zu kämpfen. Auf Seiten Vechtas scheint ein Comeback von Leon Okpara (Sprunggelenk) so gut wie ausgeschlossen, während bei den Sauerländern fast ein halbes Dutzend Akteure angeschlagen zu sein scheint. Ein Heimsieg gegen den Tabellenelften ist das klare Ziel von RASTA Vechta II, der Blick soll weiter nach oben gerichtet sein, nicht Richtung untere Tabellenhälfte. „Wie wollen nach den zwei Niederlagen jetzt wieder ein positives Ergebnis erzielen“, bringt Hendrik Gruhn die Zielstellung auf den Punkt.

“Wir haben diese Woche viel aufgearbeitet und über unsere Fehler im letzten Spiel gesprochen” berichtet Headcoach Shirvan, der mit seinem Team intensiv und hart trainiert hat. “Ich bin positiv gestimmt, dass wir ein gutes Spiel machen werden. Ich sehe uns noch nicht bei 100%, aber auf einem sehr guten Weg.” Bis zum Spieltag wollen sich die Iserlohner im Training noch auf den Gegner einspielen. “Es ist auch für mich einfacher, wenn ich aus dem Vollen schöpfen kann und nicht so limitiert in meinen Möglichkeiten bin”, freut sich Shirvan über den vollen Kader für Samstag.

26.11.2022 19:00 Uhr Dragons Rhöndorf vs. SC Rist Wedel

Nach zwei Heimspielen im nicht allzu fernen Exil sind die Dragons Rhöndorf zurück im heimischen DragonDome am Menzenberg und wollen gegen die Nordlichter des SC Rist Wedel zurück in die Erfolgsspur. Die Gäste aus dem hohen Norden blicken bislang auf eine ausgeglichene Bilanz ihrer Partien auf dem Parkett der BARMER 2.Basketball Bundesliga und kommen mit dem Rückenwind eines 96:92-Erfolgs gegen ProA-Absteiger Itzehoe Eagles ins Rheinland.

Wichtigster Akteur im Team von Headcoach Stephan Blode ist US-Boy Harrison Cleary, der seine Profi-Karriere 2020/21 in Spanien begann. Mit durchschnittlich 24,2 Punkten und 4,0 Assists bringt der 1,85 Meter große Point Guard das sprichwörtlich komplette Paket aufs Parkett und versenkt bislang überragende 50% seiner Würfe von Downtown. Als zweite Option in Sachen Spielaufbau fungiert der erst 19 Jahre alte Leif Möller, der parallel auch zum erweiterten Kader von Erstligist und Kooperationspartner Veolia Towers Hamburg zählt. Mehr als solide 13,2 Punkte und 4,8 Assists stehen allabendlich für das junge Aufbautalent zu Buche und unterstreichen das vorhandene Potential für höhere sportliche Sphären. Eher in Korbnähe liegt das Tätigkeitsfeld von Power Forward Michal Kozak, der im Sommer aus dem Programm der Weber State University nach Wedel wechselte und bei seiner ersten Profi-Station auf 11,7 Punkte und 6,5 Rebounds kommt. Weitere wichtige Minuten in der Rotation entfallen zudem auf Forward Marc Nagora (7,5 PPG & 3,8 RPG), Center Christian Okolie (8,5 PPG & 7,3 RPG) und Forward Linus Hoffmann (7,2 PPG & 3,2 RPG). Ob US-Boy Devon Goodman auf Seiten der Dragons am Samstag wieder ins Geschehen eingreifen kann, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Der Topscorer der Drachen verpasste aufgrund einer Blessur das vergangene Spiel und befindet sich noch in der Phase der Belastungssteigerung.

Julius Thomas (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Mit Wedel erwartet uns ein schwerer Gegner. Coach Stephan Blode ist dafür bekannt, extrem aggressiven Basketball spielen zu lassen, der vielen Teams Probleme bereiten kann. Darüber hinaus ist das Team gut besetzt und spielt mannschaftlich geschlossen zusammen. Wir freuen uns auf den “Heimauftakt“ im DragonDome und wollen ihn erfolgreich gestalten.“

„Solche erfahrenen und mit vielen Fähigkeiten bestückten Spieler in der ProB aufbieten zu können, ist dann doch schon eher selten“, sagt der Wedeler Trainer angesichts der beiden Rhöndorfer Führungsspieler, die ihre Klasse in der Vergangenheit auch in der Bundesliga (Koch) beziehungsweise in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA (Albrecht) nachwiesen.

26.11.2022 19:30 Uhr EN BASKETS Schwelm vs. SBB Baskets Wolmirstedt

„Ein ausführlicher Spielbericht folgt in kürze“

26.11.2022 19:30 Uhr Itzehoe Eagles vs. LOK BERNAU

Am kommenden Samstag reist unsere LOK gen Norden zu den Itzehoe Eagles, um das 6. Spiel in Folge zu gewinnen und somit weiterhin Tabellenführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB zu bleiben. Und die Voraussetzungen für das Team von Coach Davide Bottinelli stehen dabei gut. Man hat bisher einen optimalen Saisonstart hingelegt und vor allem auch auswärts große Klasse bewiesen. Und der Kantersieg vom Wochenende lässt die Spieler natürlich mit sehr viel Selbstbewusstsein auflaufen. Das bisherige Erfolgsrezept der Mannschaft – Energie, Geschwindigkeit, Focus und eine starke Präsenz unter dem Korb.

Dem Trainergespann ist es in den ersten 5 Spielen der Saison nahezu perfekt gelungen, ihre Spieler auf das eigene Spiel zu fokussieren und somit dem Spiel seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Und genau das wird auch der Plan für das Spiel gegen die Adler aus dem Norden sein, wie wir im Gespräch mit Coach Bottinelli erfahren durften. „Wir sind sehr stolz über unsere Teamleistung im bisherigen Verlauf der Saison. Für uns ist es aber wichtig, dass wir uns auf uns konzentrieren und motiviert bleiben, um den nächsten Sieg zu holen. Gegen Itzehoe wird es wichtig sein, unsere Physis unter dem Korb ausnutzen zu können und defensiv ihre schnelle Drive and Kick zu stoppen. Obwohl sie nur zwei Siege bis jetzt geholt haben, konnten die Eagles mit jedem Gegner auf Augenhöhe spielen. Ein energetischer Ansatz von Anfang an wird von uns gefragt sein.“

Doch gerade in eigener Halle hätten die Eagles immer eine Chance. Sie müssten allerdings ihre Schwächephasen in den Griff bekommen, zu denen ein junges Team nun einmal neige. Ein Weg dazu sei die Verteidigung: „Zuletzt haben wir weit über 90 Punkte zugelassen“, blickt Völkerink zurück auf die Derby-Niederlage in Wedel. „Das entspricht eigentlich nicht unserem Spiel.“ Deshalb sei an der defensiven Stabilität angesetzt worden, weil so eine schlechte Phase im Angriff besser aufgefangen werden könnte.

26.11.2022 20:00 Uhr ROTH Energie Giessen Pointers vs. Rheinstars Köln

Das lange Warten hat ein Ende – nach fast vier Wochen empfangen die ROTH Energie Giessen Pointers am Samstagabend die RheinStars aus Köln zum Heimspiel in der Gießener Osthalle. Im sechsten Auftritt in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga wollen unsere Jungs von den ROTH Energie Giessen Pointers nach dreiwöchiger Pause zurück in den Spielrhythmus und die ersten Punkte gegen die Domstädter einfahren.

Mit dem ersten Auswärtssieg könnte die Mannschaft von Headcoach Stephan Baeck in der Bilanz die jüngste Heimniederlage gegen die EN Baskets Schwelm wieder ausgleichen. „Wir müssen mit aller Energie in das Spiel gehen, unsere Defense finden und richtig Gas geben, dann haben wir eine Chance.“

Auf der anderen Seite erwarten die Pointers sicherlich fast sehnsüchtig den Auftritt der Kölner als aktuell Neuntplatzierter in der Tabelle. „Die Jungs sind wirklich als Team aufgetreten, daher bin ich auch nicht zu sehr enttäuscht“, kommentierte Gießens Trainer Daniel Dörr vor knapp 14 Tagen die 85:97-Niederlage bei den in dieser Saison stark besetzten Dragons aus Rhöndorf. „Wenn wir das so beibehalten: Die Gegner, die wir schlagen müssen, die kommen erst noch. Dann können wir auf einer solchen Leistung aufbauen“ Aus Sicht der Mittelhessen zählen die Rheinländer vermutlich genau in diese Kategorie. Getragen wird ihr Spiel vor allem von dem US-Amerikaner Jalen Gibbs (22,8 Punkte im Schnitt pro Spiel) und Routinier Benjamin Lischka (16,8).

„Wir dürfen uns vom Blick auf die Tabelle nicht täuschen lassen“, sagt Coach Baeck. „Gießen hat bislang wenig Spiele und gegen alle drei Spitzenteams gespielt. Wir sehen, dass sie dabei sind, zunehmend ihren Rhythmus für die Saison zu finden.“ Von den offiziell sechs absolvierten Liga-Spielen haben die Gießener fünf sportlich verloren, eines am grünen Tisch. Die Pointers hatten im Oktober beim geplanten Auswärtsspiel den Zielort Vechta nicht erreicht, weil sie wohl eine geplante Vollsperrung der Bundesautobahn während der Anreise nicht auf dem Schirm hatten. So entschied die Liga auf Spielverlust, den Abzug eines Wertungspunktes und 0:20-Korbpunkte. Gerade im Abstiegskampf ein bitteres Päckchen für die Saison.

27.11.2022 16:00 Uhr BSW Sixers vs. BBG Herford

Eine Woche nach dem Heimerfolg über die Dragons Rhöndorf treten die BSW Sixers erneut zu Hause an. Zu Gast in der Ballsporthalle Sandersdorf ist der Aufsteiger BBG Herford. Bei einem Blick auf die Tabelle könnte der Eindruck entstehen, dass die Ausgangslage vor dem Duell gegen den Tabellenzwölften klar erscheint.

Das dem nicht so ist, beweist der eindrucksvolle Auswärtserfolg der Herforder am vergangenen Wochenende bei den SBB Baskets Wolmirstedt. Trotz der aufsteigenden Tendenz bei der BBG Herford wollen die Sixers auch das sechste Spiel in Serie für sich entscheiden und setzen dabei erneut auf den Heimvorteil im Sixers-Dome. Die Sixers schwimmen auf einer Erfolgswelle. Fünf Spiele in Serie wurden gewonnen und die Mannschaft will am Sonntag Nummer sechs hinzufügen. Auf Grund der personellen Situation wird dies jedoch kein einfaches Unterfangen. Sven Papenfuß wird verletzungsbedingt erneut nur in Zivil auf der Bank Platz nehmen können und auch für Evans Rapieque kommt ein Einsatz wahrscheinlich noch zu früh. Dazu suchte unter der Woche eine Erkältungswelle die besten Basketballer aus Bitterfeld, Sandersdorf und Wolfen heim. Der finale Kader wird daher erst am Spieltag klar sein.

Trainer Chris Schreiber: „Der Heimsieg am vergangenen Wochenende war natürlich wichtig, doch wir haben uns nicht lange ausgeruht und sind direkt in die Vorbereitungen für Herford gestartet. Wir kennen die Mannschaft bereits vom Vorbereitungsturnier aus der Preseason. Sie haben etwas gebraucht, um in der für sie neuen Liga anzukommen, doch zuletzt haben sie immer mehr Fahrt aufgenommen. Sie haben einige gefährliche 1vs1-Spieler, die gilt es zu kontrollieren. Ansonsten müssen wir auf die wechselnden Verteidigungsvarianten die richtigen Antworten finden und das Tempo des Spiels kontrollieren. Natürlich gehen wir als Favorit in die Partie und diese Rolle nehmen wir auch gerne an. Trotzdem müssen wir ein komplettes Spiel abliefern, um wieder als Sieger vom Platz gehen zu können.“

Die BBG muss die hohe Intensität aus der Verteidigung und beim Rebounding mitnehmen, wenn man eine Chance auf den zweiten Auswärtssieg haben möchte. Nachdem in den ersten Spielen der Zugriff in der Defense und beim Ausblocken oft fehlte, platzte der Knoten in Wolmirstedt nun. Hinter dem Einsatz der zuletzt verletzten Piet Niehus und Leo Alban steht weiterhin ein Fragezeichen.

„Auch wenn die Sixers gerade einen Lauf haben, glaube ich an mein Team. Wenn wir es schaffen, über 40 Minuten konzentriert zu verteidigen, können wir den Sieg mitnehmen“, so ein optimistischer David Bunts.

Nachberichte ProA 8. Spieltag

Foto: Christoph Worsch

Spieltag 8: 19.11.2022 19:00 Uhr JobStairs GIESSEN 46ers vs. VfL Kirchheim Knights 86:74

Am 8. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga Saison 2022/2023 mussten sich die Kirchheim Knights im Auswärtsspiel bei Aufstiegskandidat Giessen mit 86:74 geschlagen geben. Nach zwischenzeitlicher Führung im dritten Viertel dominieren die Gastgeber das Schlussviertel. Die Kirchheimer erlauben sich defensiv zu viele individuelle Fehler.

Ohne Kayne Henry, der kurzfristig wegen Rückenbeschwerden absagen musste, Paul Giese (Sprunggelenk) und Tim Koch (Nachwirkungen einer Corona Erkrankung), begab sich der Rittertross am Samstag auf den Weg nach Giessen. Dort erwartete die Mannschaft von Head Coach Perovic der letztjährige Bundesligaaufsteiger. Von Beginn an merkte man, dass beiden Mannschaften der Rhythmus fehlte. Auf beiden Seiten lief vieles nicht rund, aber die Giessener waren wacher, fokussierter und erspielten sich dementsprechend eine 22:16 Führung. Besonders offensiv klappte bei den Teckstädtern nicht allzu viel. Im zweiten Abschnitt entwickelte sich ein kampfbetontes und intensives Spiel auf Augenhöhe. Beide Mannschaften hatten nun Probleme zu Punkten zu kommen und die Defensivreihen dominierten das Spielgeschehen. Den Korbjägern geling es den Rückstand marginal auf 40:35 zu verkürzen.

Nach der Pause erwischten die Schwaben ihre beste Phase. Der Rückstand wurde relativ schnell egalisiert und man ging selbst in Führung. Besnik Bekteshi mit einigen wichtigen Punkten übernahm Verantwortung und zeigte seine bis dato beste Saisonleistung. Doch mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Hausherren wieder die Kontrolle über das Spiel. Neuzugang und ehemaliger Ritter Karlo Miksic kontrollierte das Tempo und setzte seine Mannen gekonnt und klug ein. Die Kirchheimer hingegen patzten in dieser Phase oft in der Verteidigung. Waren häufig zu spät dran oder machten taktische Fehler. „In den letzten 13 Spielminuten hat Giessen dominiert. Sie haben die wichtigen Würfe getroffen und unsere Fehler ausgenutzt. Gerade unsere Guards haben davon viel zu viele gemacht,“ analysierte Sportchef Chris Schmidt. Noch vor dem Start ins vierte Viertel war Giessen wieder in Front und stellte den alten Abstand her (63:58). Im letzten Abschnitt ging dann offensiv bei Kirchheim kaum etwas. Obwohl teilweise gut herausgespielt, schien der Korb wie vernagelt. Ganz anders das Bild auf der Gegenseite. Die 46ers trafen nun auch teils schwierige Würfe und erhöhten Schritt für Schritt den Vorsprung.

Bereits einige Minuten vor dem Ende der Partie stand der Sieger fest. „Es ist für uns nicht einfach mit den vielen Ausfällen, Unterbrechungen und verschiedenen Lineups zu arbeiten, aber wir hatten heute eine gute Möglichkeit das Spiel zu gewinnen. Wenn dann die Spieler die verfügbar sind, die Dinge falsch machen an denen wir jeden Tag arbeiten, dann ist es auch eine Konzentrationsfrage die sich jeder einzelne Spieler stellen muss,“ so Schmidt.

19.11.2022 19:00 Uhr ART Giants Düsseldorf vs. Dresden Titans 90:83

Zum achten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA kassieren die Dresden Titans die dritte Niederlage in Folge. Gegen Mitaufsteiger ART Giants Düsseldorf kommen die Elbriesen auswärts nicht über ein 90:83 hinaus. An Kampfgeist und Leidenschaft mangelte es indes nicht, denn im Schlussviertel holten die „Titanen“ fast einen zweistelligen Rückstand wieder auf. Vor allem Daniel Kirchner überzeugte mit Schnelligkeit beim Zug zum Korb (28 Zähler). Die Show stahl ihm jedoch die nordamerikanische Flügelzange der Giants: Kanadier Ryan Richmond (29 Zähler) und US-Boy Booker Coplin (24 Zähler) erzielten zusammen mehr als die Hälfte aller Düsseldorfer Punkte!

Für die Giganten aus Düsseldorf startete die Partie erfolgreich, nach ersten Zählern durch Alexander Möller und weiteren erfolgreichen Würfen vom Geburtstagskind Booker Coplin, der an diesem Tag seinen 25. Geburtstag feierte, konnte man schnell die Führung übernehmen (6:4). Offensiv fand das Flabb-Team einen guten Rhythmus und präsentierte sich flexibel im Scoring, weshalb man eine 24:20-Führung mit in die erste Viertelpause nehmen konnte. Besser zurück ins Spiel fanden dann die Gäste aus Dresden, ein 0:7-Lauf aus Düsseldorfer Sicht sorgte für die schnelle erste Auszeit von Headcoach Flabb. Die Titans machten es den Hausherren nun schwerer in deren Angriffsspiel, dennoch fanden die ART Giants immer wieder die richtigen Lösungen unter dem gegnerischen Korb (30:29). Als Coplin es dann mit einem Monsterdunk über den 2,13m groß gewachsenen Georg Voigtmann krachen ließ, riss es die rund 480 Zuschauer im Castello erstmals von den Sitzen. Lennart Boner legte einen genau solchen Ball nach und die Gastgeber kontrollierten wieder die Partie. Bis zur Halbzeitpause gelang es den Rheinländern sich auf 51:38 abzusetzen.

Zurück aus der Kabine zogen die Schützlinge um Headcoach Flabb ihren Gameplan weiter gnadenlos durch. Defensiv hatte man die Titans nun besser im Griff, während man offensiv Geduld bewies und der Ball gut lief (61:44). Trotzdem steckten die Gäste zu keinem Zeitpunkt auf und hielten sich zum Ende des dritten Abschnitts weiterhin in Schlagdistanz (69:59). Mit einer komfortablen, aber niemals zu sicher geglaubten Führung, ging es für die ART Giants in ein Schlussviertel, in dem es nochmal richtig spannend werden sollte. Dresden bestrafte nun vermehrt leichtsinnige Fehler im Aufbauspiel der Giganten und konnte den Rückstand so schnell verkürzen (69:64). Als der erneut starke Boner, der mit 11 Punkten und 10 Rebounds abermals ein Doube Double auflegte, für einen wichtigen Block und anschließendem Dunking im Gegenzug sorgte, konnte man den Gegner wieder etwas ins Distanz halten (77:68). Dennoch blieb es weiter eng, da sich die Titans nicht zu früh geschlagen geben wollten. Auf den letzten Metern sorgte Coplin, nach ausgezeichnetem Zusammenspiel nach einem Einwurf mit Teamkollege Boner, für die Entscheidung zum verdienten und wichtigen Heimsieg (90:83).

Florian Flabb (Headcoach): „Ich bin super stolz auf meine Mannschaft. Nach zuletzt drei schweren Spielen, haben die Jungs heute sehr solide gespielt und den Gameplan umgesetzt. Es gab kurze Phasen im Spiel, in denen wir die Kontrolle etwas verloren haben. Die Leistungen von Richmond und Coplin muss man heute etwas herausheben, aber insgesamt war das eine ordentliche Teamleistung, die uns letztlich diesen Arbeitssieg beschert hat.“

Cheftrainer Fabian Strauß – „Die zweite Halbzeit war das, was wir uns vorgenommen haben, was wir machen wollten. Doch gerade der Run am Ende des zweiten Viertels hätte nicht passieren dürfen. Viele mentale, individuelle Fehler in der der Defense haben uns das Ding gekostet. Und am Ende haben wir nicht die Plays umgesetzt, nicht smart genug verteidigt. Das hat uns dann um den Sieg gebracht.“

19.11.2022 19:30 Uhr Tigers Tübingen vs. Phoenix Hagen 91:61

Wie eine Dampfwalze kamen die Tigers Tübingen aus der Kabine und sorgten mit einem fulminanten dritten Viertel (32:12) für die Entscheidung im Spitzenspiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga zwischen dem Zweiten aus Tübingen und dem Dritten aus Hagen. Vor der Saison-Rekordkulisse von 2278 Fans stand am Ende ein so nicht zu erwartender überdeutlicher 91:61 (43:34)-Sieg gegen die Feuervögel auf der Anzeigentafel.

Beide Teams starteten offensiv mit Sand im Getriebe ins Spiel, sodass erfolgreiche Korbaktionen Mangelware waren. So stand es nach knapp zweieinhalb Minuten lediglich 2:1 für die Tigers, ehe Kivimäki mit einem Dreipunktspiel auf 5:1 nach drei Minuten erhöhen konnte. Die Raubkatzen spielten offensiv nicht geduldig genug und erlaubten sich zudem einige Ballverluste, während Hagen zurück ins Spiel finden konnte. Zwei weitere Dreier von Mateo Šerić und Dibby brachten die Tübinger in den letzten 78 Sekunden des ersten Abschnitts dann mit 18:12 in Führung. Kurz darauf ging es mit einer 20:14-Führung in die erste Viertelpause. Die Tigers versuchten zu Beginn des zweiten Abschnittes weiterhin, schnell zu spielen, produzierten zum Leidwesen von Coach Jansson aber den ein oder anderen Ballverlust. In dieser Phase setzte Youngster Dibba immer wieder Nadelstiche und erzielte vier Zähler, einige Rebounds und einen schönen Assist auf Šerić – Spielstand 29:21 nach 13 Minuten. Die letzten 60 Sekunden des Viertels gehörten dann Daniel Keppeler. Der Center erzielte fünf Punkte in Folge und sorgte fast im Alleingang dann doch für die einigermaßen komfortable 43:34-Pausenführung.

Gerade einmal fünf Sekunden waren in der zweiten Halbzeit gespielt, ehe Zac Seljaas nach einem steril von Kivimäki per Dunking zum 45:34 erfolgreich war. Für den Tübinger Neuzugang, der in der ersten Halbzeit blass blieb,  waren es zugleich die ersten Zähler der Begegnung. Nach nur 100 Sekunden bat Gäste-Coach Harris bereits zur Auszeit – die Tigers hatten sich auf 52:36 abgesetzt. Die Gäste hatten dem Offensiv-Feuerwerk kaum noch etwas entgegenzusetzen. Drei Minuten waren im dritten Durchgang noch zu spielen, die Tigers hatten bereits 30 Punkte im Viertel erzielt (73:44). In den letzten 180 Sekunden ließen es die Hausherren dann etwas ruhiger angehen. So ging es mit einer 75:46-Führung ins letzte Viertel.Die Tigers verwalteten nun die Führung, die Gäste aus Hagen konnten bis zur Schlusssirene noch etwas verkürzen. Coach Jansson gefiel das sichtbar gar nicht, doch am Ende stand der auch in dieser Höhe verdiente 91:61-Erfolg.

Danny Jansson (Trainer Tigers Tübingen): „Wir haben ein hartes Spiel erwartet. Auch wenn es die Anzeigetafel nicht zeigt, war es nicht so einfach. Speziell am Ende der ersten Halbzeit hatten wir etwas Glück und konnten eine Führung mit in die Pause nehmen, obwohl auch Hagen hätte führen können. Im dritten Viertel sind dann die Würfe gefallen und das Momentum war auf unserer Seite. Wir haben uns dann in einen Lauf gespielt. Treten wir so auf, sind wir nur schwer zu schlagen. Mit der Leistung von meiner Mannschaft kann ich heute zufrieden sein. Hervorheben möchte ich neben Aatu Kivimäki noch Timo Lanmüller, der zwar in 24 Minuten zwar keine Punkte erzielt hat, aber eine Plus-Minus-Wertung von 41 als bester Spieler meines Teams hatte.“

Chris Harris (HC Phoenix Hagen): „Tübingen hat uns vor allem in der zweiten Hälfte offensiv viel weggenommen, wogegen wir nie das richtige Mittel gefunden haben. Wir haben es im Angriff mit verschiedenen Plays versucht, haben in der Defensive zwischendurch sogar auf Zonenverteidigung umgestellt – nichts hat den Rhythmus der Tigers gebrochen.“

19.11.2022 19:30 Uhr Artland Dragons vs. Medipolis SC Jena 85:80

Die Artland Dragons haben den fünften Sieg in Serie geholt. Gegen den Aufstiegsfavoriten Medipolis SC Jena setzte man sich mit 85:80 durch. In einer umkämpften Schlussphase behielten die Drachen am Ende die Nerven. Jalen Bradley avancierte mit 19 Punkten zum Topscorer auf Seiten der Dragons.

Nachdem sich beide Teams zunächst ein enorm offensiv geprägtes Auftaktviertel geliefert hatten, sechs Führungswechsel sowie ebenso viele ausgeglichene Zwischenstände größere Differenzen verhinderten, lagen die Dragons zur ersten Pause knapp mit 27:26 in Front. Angeführt von Point Guard Jalen Bradley, der bis dahin bereits acht Punkte erzielt hatte, gelang es den Gastgeber im zweiten Abschnitt konstant nachzulegen. Zunehmend auch von der Rebound- und Offensivstärke ihres Centers Marko Bacak profitierend, setzten sich die Niedersachsen bis zur 18. Minute auf 46:36 ab. Wegbereiter dieses erstmals zweistelligen Vorsprungs war die eher einseitig für Quakenbrück sprechende Statistik im Kampf um die Rebounds, die in dieser Phase klar mit 17:7 für die Hausherren sprach. Nachdem Jenas Trainer Domenik Reinboth anschließend die taktische Notbremse eines Timeouts zog, konnte Medipolis SC Jena bis zur Halbzeit auf 49:41 verkürzen.

Während die Gastgeber zu Beginn des dritten Viertels an ihre starke Vorstellung der ersten Hälfte zunächst anschließen konnten und sich bis zur 24. Minute auf 57:44 abgesetzt hatten, sprach auch das Reboundverhältnis mit 24:12 (9:0 OR) klar für die Niedersachsen. Erst nach einer weiteren, durch Domenik Reinboth genommenen Auszeit fanden die Gäste wieder besser in die Partie. Vorweggenommen war es die beste Phase der Thüringer, die sich beim Stand von 59:46 (25.) mit einem eindrucksvollen 15:0-Lauf zurückgemeldet hatten und das Duell auf 59:60 (28.) kippen konnten. Von Brandon Thomas mit einem Dreier eingeleitet, hatte Point Guard Storm Murphy elf unbeantwortete Punkte nachgelegt und Jena erstmalig seit der Anfangsphase wieder in Front gebracht. Drei Führungswechsel später verabschiedeten sich beide Kontrahenten mit einem hauchdünnen Quakenbrücker 63:62-Vorsprung in die letzte Viertelpause, bevor die zehnminütige Crunchtime begann.

Der vielzitierten Analogie eines Boxkampfes gleichend, setzten beide Teams nun abwechselnd Haken und Schwinger die bis zur letzten Minute anhalten sollten. Beim Stand von 78:75 (37.) hatten die Thüringer zunächst ihr finales Timeout genommen, bevor Moritz Plescher 82 Sekunden vor dem Ende aus der Distanz auf 78:78 ausglich. Der eigentlich schönste Spielzug des Abends – Storm Murphy hatte auf Brandon Thomas gepasst, der den Ball in der Luft via Touch Pass auf Moritz Plescher weiterleitete – entwickelte sich jedoch leider nur zur Randnotiz, da die Artland Dragons den Jenaer Korb postwendend konterten. De’Vondre Perry stieg 64 Sekunden vor der Schlusssirene hinter der Dreierlinie hoch und verwandelte unter dem Jubel der Quakenbrücker Fans den wichtigsten Wurf des Duells zum 81:78. Trotz mehrfacher Gelegenheiten im Anschluss verpassten es die Jenaer, noch einmal zu verkürzen oder auszugleichen und mussten sich am Ende geschlagen geben.

Headcoach Patrick Flomo zum Spiel: „Ich bin stolz auf die Jungs und auf die Arbeit, die sie in den 40 Minuten auf dem Feld investiert haben. Wir haben eins der besten Teams der Liga geschlagen und vor allem defensiv eine hervorragende Leistung gezeigt. Wenn wir im ersten Viertel ein wenig besser verteidigen, hätten wir eine so starke Offensivmannschaft wie Jena sogar unter 70 Punkte halten können. Im dritten Viertel haben wir dann zu viele Offensiv Rebounds zugelassen, was Jena dann zurück ins Spiel brachte. Aber wir haben aus den vergangenen Spielen gelernt und die Contenance bewahrt. Wir werden den Sieg genießen und Montag dann den Fokus auf das Auswärtsspiel in Tübingen legen.“

19.11.2022 19:30 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. RASTA Vechta 86:80

Am Samstagabend hat RASTA Vechta den anvisierten Klubrekord von acht Siegen in Serie zum Saisonauftakt verpasst. Bei den Uni Baskets Paderborn verlor der Tabellenführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA trotz einer zweistelligen Führung neun Minuten vor Schluss noch mit 80:86 (51:41). Die erste Saisonniederlage kostete das Team von Head Coach Ty Harrelson die Tabellenführung, welche sich die Tigers Tübingen durch einen Heimsieg über Phoenix Hagen holten.

RASTA traf in den ersten gut zwei Minuten der Partie erst durch Joschka Ferner und dann durch Andrew Jones schon zweimal von jenseits der 6.75 Meter und eroberte sich so eine 8:7-Führung (3. Minute). Zwei aufeinanderfolgende Blocks von Tajuan Agee und dessen Punkte zum 12:7 zeugten vom guten Start der Vechtaer. Aber: Gegen die als nicht sonderlich stark beim Rebound geltenden Paderborner machten die in dieser Disziplin eigentlich sehr gut aufgestellten Gäste zunächst keinen guten Job. Sie holten nur drei von zwölf möglichen Rebounds im 1. Viertel, Paderborn nutzte dies und hielt die Partie komplett offen. Zudem hatten die Vechtaer große Probleme mit Connor van Anthony, der ihnen drei Dreier und elf Punkte insgesamt einschenkte. Ein Dreier, ein Dunk und ein einfacher Korbleger der Uni Baskets Paderborn in den ersten 54 Sekunden des 2. Viertels brachten Vechta mit 22:29 in Rückstand – Auszeit. Ty Harrelson muss dann die richtigen Worte parat gehabt haben. Denn von der Bank zurückkommend agierten die Vechtaer die nächsten Minuten wie ausgewechselt. RASTA spielte sich in einen Rausch, verteidigte aggressiv, attackierte des Gegners Korb und brillierte minutenlang durch sehr schön anzusehendes Team-Play. Innerhalb von 6:12 Minuten legte RASTA einen 23:4-Lauf aufs Parkett, führte in der 18. Minute mit 45:33 – Riesenjubel im Gästeblock. Fünf Steals holten die Vechtaer im 2. Viertel, forcierten sieben Paderborner Ballverluste und hatten endlich auch bei den Rebounds die Oberhand. Die Folge: eine zweistellige Halbzeitführung (51:41).

Nach zunächst vier Punkten in Serie zu Beginn der zweiten Halbzeit verlor RASTA den Faden. Der 14-Punkte-Vorsprung (55:41, 21.) schmolz Mitte des 3. Viertels nach sieben Paderborner Punkten  in Serie – binnen einer Minute – auf 51:57 (25.) Ty Harrelson nahm die nächste Auszeit, um sein Team wieder in die Spur zu bekommen. Ein Lauf wie noch im 2. Viertel gelang den Vechtaern im Anschluss zwar nicht. Aber immerhin konnten sie die Paderborner nach deren 57:61 (28.) wieder etwas weiter von sich fern halten. Chip Flanigan und Ryan Schwieger trafen in der 30. Minute ganz wichtige Würfe, RASTA führte vor dem Schlussabschnitt mit 68:60. Das große Manko der Gäste: Dreier. Im 2. und 3. Viertel waren nur zwei von elf Würfen erfolgreich gewesen. Die Uni Baskets Paderborn hingegen standen nach 30 Minuten bei schon neun Treffern aus nur 20 Versuchen.Sieben Punkte von Andrew Jones in den ersten gut zweieinhalb Minuten des Schlussabschnittes schienen RASTA in der Spur zu halten. Doch was nach dem 75:68 (33.) des US-Rookies passierte, erinnerte an die erste Minute des 2. Viertels – nur dauerte diese schlechte Phase nun viel länger. Die Vechtaer kassierten einen 0:9-Lauf, lagen knapp vier Minuten vor dem Ende mit 75:77 (37.) zurück. In der Crunchtime schien den Vechtaern im zweiten Spiel binnen vier Tagen dann endgültig Esprit und Sprit auszugehen, währen die Uni Baskets Paderborn von ihren begeisterten Fans zum Sieg getrieben wurden. Nur zwölf Punkte hatte RASTA im 4. Viertel gemacht, nur vier von 18 Würfen getroffen. Dass so kein achter Sieg in Serie und somit kein neuer Klubrekord möglich war, war spätestens 35 Sekunden vor dem Ende jedem klar, als van Anthony zwei Freiwürfe zum 85:78 für Paderborn eingenetzt hatte.

Ty Harrelson (Head Coach Vechta): „Niederlagen sind immer enttäuschend. Aber ich bin mir sicher, dass wir aus unseren Fehlern lernen und in Zukunft besser sein werden. Zudem muss man Paderborn gratulieren, sie haben im 4. Viertel richtig gut gespielt. Wir hingegen haben uns sowohl in der Offense als auch in der Defense zu viele Aussetzer geleistet. In den Spielen zuvor war es uns zumeist gelungen, das Spiel über unsere Defense zu gewinnen. Da hätten wir heute besser agieren müssen. Und im 4. Viertel haben wir den Ball in der Offense nicht mehr so gut bewegt, wie wir es gemusst hätten, um zu punkten. Es ist klar, dass wir unseren Spielstil durchziehen müssen, wir uns nicht nur auf individuelle Qualität verlassen dürfen. Ich glaube aber auch, dass wir uns von diesem Abend erholen und am Samstag bereit sein werden für ein weiteres schweres Spiel.“

19.11.2022 19:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. VfL SparkassenStars Bochum 103:79

Am achten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA taten sich die PS Karlsruhe LIONS 30 Minuten lang schwer gegen ihre Gäste, die VfL SparkassenStars Bochum. Die Fans in der Lina-Radke-Halle sahen, wie ihr Team dem Gegner immer wieder Chancen gewährte und mussten sich in Geduld üben. In der Schlussphase der bis dahin äußerst engen Begegnung wurden die 1.375 Zuschauer jedoch gebührend entschädigt und feierten gemeinsam mit ihrer Mannschaft einen am Ende deutlichen 103:79-Sieg. Es war der dritte Erfolg in Serie für das Löwenrudel, das sich damit vorerst in der vorderen Tabellenhälfte festsetzt.

Die ersten Punkte des Abends sicherten sich die Gäste, bevor die LIONS mit wenigen schnellen Aktionen die Initiative ergriffen und knapp drei Minuten nach Beginn mit 9:4 in Front lagen. Dank mehrerer Ballgewinne, bei denen die SparkassenStars nicht gut aussahen, schien es zunächst, als könne das Löwenrudel seinen Vorsprung zügig ausbauen. Doch Bochum hielt mit engagierter Defense dagegen und kam seinerseits immer wieder mit schnellen Gegenstößen durch. So spiegelte der Zwischenstand von 21:17 nach dem ersten Viertel die Spielanteile recht gut wider. Das Problem der LIONS über lange Zeit hinweg: Einer guten Rebound-Statistik stand eine schwache Trefferquote aus dem Feld gegenüber. Dies hatte zur Folge, dass die Gäste trotz eigener Defizite bei der Ballkontrolle und im Abschluss voll im Spiel blieben und sogar mehrfach eine knappe Führung erobern konnten. Die Begegnung zog ihre Spannung aus dem stets engen Spielstand. Keinem der beiden Teams gelang es, einen Run anzusetzen, bis das Löwenrudel wenige Minuten vor der Halbzeitpause etwas zwingender im Abschluss wurde und sich einen Vorsprung von sechs Punkten erspielte. Eigene Fehler machten diesen jedoch schnell wieder zunichte. Der Ruhrgebiets-Klub lauerte auf seine Chancen und bestrafte die LIONS für ihre Nachlässigkeit. So war die Partie mit 42:40 nach 20 Minuten weiterhin völlig offen.

Die Hausherren starteten zunächst besser in Hälfte zwei, büßten ihre Vorteile allerdings erneut schnell ein. So ging es weiter hin und her, bis sich Karlsruhe wieder vermehrt durchsetzen konnte und in Minute 26 mit 55:48 vorn lag. Die SparkassenStars setzten ihre Auszeiten jedoch bis zu diesem Zeitpunkt geschickt ein und verhinderten so erneut einen Run der LIONS. Doch drei erfolgreiche Distanzwürfe in den letzten 2 ½ Minuten vor Ende des dritten Viertels (Julian Albus, Lorenzo Cugini und wieder Albus mit Buzzer Beater) brachten die Gastgeber zur letzten Pause mit 68:60 in Front. Das Team machte zu Beginn des Schlussabschnitts da weiter, wo es zuvor aufgehört hatte. Lovell Cabbil gab mit zwei Dreiern in der ersten Minute die Richtung vor. Bochum geriet nun zunehmend unter Druck. Die LIONS hingegen ließen sich von der eigenen Leistungssteigerung und der fast ausverkauften Halle beflügeln. Vier Minuten vor der Schlusssirene war der Vorsprung bereits auf fast 20 Punkte angewachsen. Die Gäste stemmten sich gegen die Niederlage und fighteten bis zum Schluss, konnten aber nichts mehr ausrichten.

„Man hat in der zweiten Halbzeit gemerkt, dass unsere Beine aufgrund der kurzen Rotation schwer wurden und die Würfe einfach nicht fallen wollten, nachdem wir in der ersten Halbzeit noch gut im Spiel waren. Wir haben uns durch die zwanzig Ballverluste selbst das Leben schwer gemacht. Hinzu kam die aus unserer Sicht sehr deutliche Foulverteilung gegen uns. Daraus ergaben sich für Karlsruhe 23 Versuche mehr von der Freiwurflinie einen Punkt zu erzielen. Das ist einmal mehr in dieser Saison sehr deutlich! In einem Spiel zweier Mannschaften mit einer hohen Intensität in der Defense auf beiden Seiten kann dies normalerweise nicht das Ergebnis sein! Aber es passiert uns nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Es freut mich dennoch, dass wir mit Luka Petronic und Fabian Liedtke zwei weitere ProA-Debütanten am heutigen Abend gesehen haben. Jetzt drücke ich beide Daumen, dass bei Hendrik Drescher nichts Schlimmes am Ende des Spiels passiert ist und hoffe, dass wir in der kommenden Woche ein Stück weit das Lazarett lichten können“, so Geschäftsführer Tobias Steinert.

20.11.2022 17:00 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. Eisbären Bremerhaven 84:69

Die Vorzeichen standen denkbar schlecht vor der Auswärtspartie in Trier. Mit nur neun Spielern im Kader machten sich die Eisbären Bremerhaven auf den Weg in die älteste Stadt Deutschlands. Neben dem weiterhin verletzten Lennard Larysz, musste Trainer Steven Key auch auf den erkrankten Spielmacher Simon Krajcovic verzichten. Tryout Spieler Justin Stovall bekam zudem keine Freigabe der FIBA und konnte nur von der Seitenlinie zuschauen.

Die Starting Five des Spiels bildeten Matt Frierson, Jarelle Reischel, Matt Freeman, Robert Oehle und Daniel Norl, auf dessen Konto auch die ersten zwei Punkte der Eisbären gingen. Schon in den ersten zehn Minuten wurde deutlich, dass die Partie kein Punktefestival werden würde. Für die Eisbären schien der Korb teilweile wie vernagelt, der Gegner kam nur etwas besser zum Zug. Zum Ende des ersten Viertels stand es 20:14. Topscorer Matt Frierson fand mit zunehmender Spielzeit mehr in seinen Rhythmus und konnte seine Dreierstärke besser ausspielen, meist blieb es jedoch bei guten Einzelaktionen mit denen die Bremerhavener auf dem Scoreboard landen konnten. Die Trierer hingegen verbesserten ihrerseits ebenfalls die Dreierquote und konnten zur Pause mit einigen Fastbreak Punkten auf 45:31 davonziehen.

Zur zweiten Halbzeit kamen die Eisbären mit einem umgestellten System aus der Kabine und erzielten auch gleich die ersten vier Punkte des dritten Viertels. Damit nahmen sie den Gladiatoren zunächst offensiv den Wind aus den Segeln, konnten aber nicht genug Kapital daraus schlagen. Die Trierer Führung blieb weiter bestehen, mit 60:46 ging es in die letzten 10 Minuten. Die Eisbären starteten mutig in das letzte Viertel und es gelang Ihnen besser zum Korb zu ziehen. Es war mit 23 Zählern das punktereichste Viertel der Bremerhavener, mit noch 1 Minute 14 auf der Uhr stand nur noch ein 9-Punkte-Rückstand zu buche. Die Heimmannschaft setzte dann allerdings noch einmal zum Schlussspurt an.  Somit konnten sich die 1600 Zuschauer in der Arena Trier mit ihrer Mannschaft letztendlich über einen 84:69 Heimsieg freuen. 

Head Coach Steven Key war sichtlich enttäuscht nach der erneuten Niederlage: „Die erste Halbzeit war heute ausschlaggebend. Wir haben zu viele Turnover produziert und selbst den Korb nicht getroffen. Wir müssen uns auf dem Weg zum Brett besser durchsetzen und die Punkte nah am Korb machen. Dem sind wir dann hinterhergelaufen, auch wenn wir das Spiel in der zweiten Halbzeit weit mehr auf Augenhöhe gestalten konnten.“ 

20.11.2022 17:00 Uhr Nürnberg Falcons BC vs. WWU Baskets Münster 59:54

Die Vorzeichen für eine Überraschung waren nicht optimal, dennoch fehlte nicht viel: Angeschlagene WWU Baskets Münster haben bei Nürnberg Falcons BC ihren dritten Auswärtserfolg im fünften Gastspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA verpasst. Vor 1.507 Zuschauern unterlag das Team von Björn Harmsen im neuen Nürnberger Schmuckstück KIA Metropol Arena 54:59 (29:25).

Die Nürnberg Falcons kommen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA immer besser in Fahrt. Und auch das FIBA-Fenster konnte die Mittelfranken nicht ausbremsen. Erneut zählte man über 1500 Fans am Tillypark, die zwar keinen Basketballleckerbissen, dafür aber ein sehr intensives Spiel zweier Gegner auf Augenhöhe zu sehen bekamen. Die Mittelfranken starteten mit Rückkehrer Thomas Wilder, Justinas Ramanauskas, Sheldon Eberhardt, Moritz Krimmer und Jonathan Maier und hatten ebenso große Mühe in die Partie zu kommen wie ihre Gäste. Beiden Mannschaften fehlte der Rhythmus und so gab es im ersten Viertel viel Stückwerk zu sehen. Ein Dreier von Ferenc Gille brachte Nürnberg nach sieben Spielminuten mit 13:11 in Front, doch das Team von Björn Harmsen konterte und holte sich die Führung kurze Zeit später wieder zurück (13:15). Der Lauf der Münsteraner setzte sich auch im zweiten Viertel fort und bescherte ihnen rasch eine 7 Punkte-Führung (15:22). Nürnberg lief diesem Rückstand im weiteren Verlauf der ersten Hälfte hinterher, war aber in der Lage aufzuschließen und zur Pause auf 25:29 heranzukommen.

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Nürnberg kam mit mehr Energie aus der Kabine und hatte in Thomas Wilder und Sheldon Eberhardt zwei Spieler, die früh offensive Akzente setzen konnten. Bei den Baskets ging derweil nicht allzu viel zusammen, was auch an der merklich besseren Verteidigung der Falken lag. Diese gewannen das dritte Viertel mit 17:8 und gingen mit einer 42:37-Führung in den Schlussabschnitt. Hier versenkte Rocky Kreuser früh einen wichtigen Dreier zum 45:37 und gab damit die Richtung für dieses Viertel vor. Beide Mannschaften spielten nun so engagiert, wie es ihre Trainer an der Seitenlinie vorlebten, was auch die Fans zu beflügeln schien. Moritz Krimmer traf fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit zum 51:43 und nach zwei Freiwürfen von Jonathan Maier lag der Vorsprung der Falken erstmals an diesem Abend im zweistelligen Bereich (53:43). Münster stand nun unter Druck, kam durch Adam Touray noch einmal auf vier Zähler heran (53:57), musste aber im Gegenzug den Dagger durch Sheldon Eberhardt hinnehmen. Am Ende stand ein 59:54 auf der Anzeigetafel der Kia Metropol Arena. 

20.11.2022 17:00 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. Bayer Giants Leverkusen 84:67

Der Bann ist endlich gebrochen: Im achten Saisonspiel sicherten sich die wiha Panthers mit einem überzeugenden Heimsieg über die Bayer Giants Leverkusen den ersten Sieg der Spielzeit. Beim 84:67-Erfolg lagen die Schwenninger über den gesamten Spielverlauf in Führung und hatten mit Neuzugang Delante Jones (22 Punkte)den Topscorer der Partie in ihren Reihen.

In einer etwas fahrigen Anfangsphase markierte Devonte McCall die ersten Zähler für die Schwenninger nach gelungenem Fastbreak. Chatzinikolas nutzte die schlechte Zuordnung der Leverkusener Verteidigung zweimal hintereinander eiskalt aus und baute die Führung der Gastgeber auf 6:2 aus. Die Panthers brachten den Ball weiter geschickt unter den Korb für einfache Punkte, während die Gäste aus Leverkusen durch zwei erfolgreiche Distanzwürfe zunächst dranblieben (10:8). Mit seiner ersten Aktion im Dress der Panthers versenkte Delante Jones gleich einen Korbleger. Durch starkes Umschaltspiel und deutliche Überlegenheit unter den Körben bauten die Doppelstädter ihren Vorsprung nach zehn Minuten auf 24:14 aus.

In den zweiten zehn Minuten stabilisierte sich Leverkusens Spiel zunehmend. Zwar versuchten die wiha Panthers weiter von ihrer Stärke unter dem Korb Gebrauch zu machen. Doch die Verteidigung der Rheinländer stellte sich nun besser auf das Innenspiel der Gastgeber. Dass die Panthers lange Zeit ohne einen Treffer aus der Distanz blieben, verstärkte diesen Trend. Angetrieben von Spielmacher Xavier Bishop arbeiteten sich die Gäste langsam wieder in Schlagdistanz (35:30). Die Schwenninger fanden aber die richtigen Antworten: Jacob Knauf zeigte sich treffsicher von der Freiwurflinie und Delante Jones erlöste die Fans in der Deutenberghalle mit dem ersten getroffenen Dreipunktewurf der Panthers im zwölften Versuch. Nach einem ausgeglichenen 2. Viertel ging es mit 44:34 in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel zunächst etwas Tempo auf. Leverkusen ließ den Ball gut zirkulieren und punktete zweimal in Korbnähe durch Abdul Mohamed. Die Panthers bauten nach Punkten von Kapitän Badu Buck und Jacob Knauf den Vorsprung jedoch weiter aus (51:38). Delante Jones sorgte per Distanzwurf für die höchste Führung des Spiels (54:40). Dank getroffener Freiwürfe von Dejan Kovacevic verkürzten die Gäste bis zum Viertelende auf 58:47. Ein letztes große Aufbäumen der Leverkusener blieb im Schlussabschnitt aus. Während die Gäste ihre Distanzwürfe nicht mehr trafen, gewannen die Hausherren wieder Kontrolle über das Spiel. Mit seinem dritten versenkten Dreipunktewurf schraubte Delante Jones die Führung der Schwenninger fünf Minuten vor Spielende auf 15 Zähler (68:53). In der Schlussphase ließen die wiha Panthers dann nichts mehr anbrennen. Der überragende Jacob Knauf (Double Double mit 20 Punkten und 11 Rebounds) sorgte mit zwei Freiwürfen für den Schlusspunkt zum 84:67 Endstand.

„Ich habe immer gesagt, wir müssen geduldig arbeiten“, betonte Head Coach Alen Velcic nach dem Heimsieg. „Wir haben eine gute Mannschaft und spielen guten Basketball. Mit Delante Jones haben wir eine richtig gute Verstärkung dazu bekommen. Eines unserer Ziele heute bestand darin, das Rebound-Duell zu gewinnen. Das haben wir geschafft. Außerdem haben wir die Zahl der Ballverluste geringer als sonst halten können. Wir haben heute verdient gewonnen und bedanken uns für die tolle Unterstützung unserer Fans!“

Alle Spiele werden Live und kostenlos bei Sportdeutschland.TV übertragen.

Vorberichte ProA 8. Spieltag

Foto: Ralf Zimmermann

Spieltag 8: 19.11.2022 19:00 Uhr JobStairs GIESSEN 46ers vs. VfL Kirchheim Knights

Nach der einwöchigen Nationalmannschaftspause startet die BARMER 2. Basketball Bundesliga am kommenden Wochenende wieder durch. Zum 8. Spieltag geht’s für die Korbjäger nach Giessen. Gegen den ambitionierten Bundesligaabsteiger wartet auf die Ritter eine schwierige Aufgabe. Weiterhin wird der Ritterkader von vielen Unwägbarkeiten getroffen.

Mit den Giessen 46ers treffen die Knights auf einen Aufstiegskandidaten, der dieses Ziel zu Saisonbeginn klar formuliert hat und dementsprechend seinen Kader ausgestattet hat. Zunächst fand der langjährige Knights Coach Frenki Ignjatovic seinen Weg zu den 46ers. Im Vorjahr noch erfolgreich in der BBL für die MLP Academics aus Heidelberg tätig, nahm Ignjatovic das Angebot der Giessener im Sommer an und hatte so die Gelegenheit, einen Kader seinen Wünschen entsprechend zusammen zu stellen. Seine erste Amtshandlung war die Verpflichtung von Nico Brauner, der ebenfalls mehrjährige Zweitligaerfahrung in Kirchheim sammeln konnte. Es folgten die erfahrenen Akteure Luis Figge, Luca Kahl, Kevin Strangmeyer und Roland Nyama. Denker und Lenker im Team von Ignjatovic ist Point Guard Jordan Barnes, der im Vorjahr ebenfalls in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA für Paderborn aktiv war und die Uni Baskets zu einer tollen Saison führen konnte. Unter den Körben sorgt Stefan Fundic für Stabilität. 13,6 Punkte und 10,9 Punkte im Schnitt sprechen eine deutliche Sprache für den physischen und abgezockten Center. Sein erstes Spiel für Giessen absolvieren wird zudem Karlo Miksic. Der Kirchheimer Aufbauspieler der letzten zwei Spielzeiten wechselte in der vergangenen Woche aus Kroatien zu den 46ers, die aus den ersten sieben Saisonspielen vier Siege einfahren konnten. Zwei davon erst in den Schlusssekunden, was für Jubelstürme auf den heimischen Rängen sorgte. „Giessen ist eine sehr gut organsierte Mannschaft mit vielen gefährlichen und abgezockten Spielern. Sie spielen sehr physisch und wir müssen hochkonzentriert agieren, wenn wir hier etwas holen wollen,“ sagte Knights Coach Perovic.

Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers): „Auch wenn es schon gut zehn Jahre her ist, Spiele gegen Kirchheim sind sehr speziell für mich. Ich habe dort tolle sechs Jahre erlebt und alles mitgenommen, was ein Trainer so erleben kann. Aufstieg in die erste Liga, Abstieg aus der ProA und Klassenerhalt am grünen Tisch. Ich habe dort viele Freunde, wie meinen guten Freund Igor Perovic (Headcoach) oder meinen ehemaligen Co-Trainer Albin Mauz – dies macht es so außergewöhnlich für mich. Trotz aller Wiedersehen wollen wir unsere weiße Weste Zuhause behalten. Kirchheim hat sich in den letzten Wochen verändert und zeigt ein anderes Gesicht. Sie haben sehr starke Ausländer in ihren Reihen. Der vor kurzem erst aus Kansas kommende Mitchell Lightfoot könnte wohl problemlos easyCredit BBL spielen. Sie haben aber auch ähnliche Probleme wie wir – die deutschen Spots performen noch nicht optimal. Zudem hatten sie einen schlechten Saisonstart, doch gerade in den letzten Begegnungen hat Kirchheim sein Potential gezeigt. Sie haben gegen Paderborn einen 20-Punkte-Rückstand gedreht und mit 13 Punkten Vorsprung gewonnen. Davor sehr unglücklich nach Verlängerung in Hagen verloren. Dass wird wieder ein ganz schweres Spiel für uns werden, welches wir hoffentlich mit der Hilfe von unseren Zuschauern für uns entscheiden!“   

19.11.2022 19:00 Uhr ART Giants Düsseldorf vs. Dresden Titans

Nach einem spielfreien Wochenende treffen die Zweitliga-Basketballer der ART Giants Düsseldorf am kommenden Samstag auf die Dresden Titans. Im Duell der beiden Aufsteiger wollen die Giganten nach zuletzt drei Niederlagen wieder einen Erfolg einfahren.

„Mittlerweile sind wir seit mehr als zehn Wochen in dieser noch jungen Saison täglich als Mannschaft zusammen, da ist eine kleine Auszeit für den Kopf zwischendurch sicherlich mal hilfreich“, so ART Giants-Headcoach Florian Flabb über das spielfreie Wochenende. Nach drei Siegen aus sieben Spielen durften seine Schützlinge aufgrund der Länderspielpause am vergangenen Wochenende mal etwas durchatmen und Energie tanken. Denn die wird nötig sein, wenn die Düsseldorfer am Samstag den Mitaufsteiger Dresden Titans im Castello empfangen. „Dresden ist mit vier Siegen sehr gut in die Saison gestartet und als Aufsteiger werden sie damit sicher zufrieden sein. Wir erwarten ein sehr homogenes Team mit einigen Akteuren aus der vergangenen ProB-Saison“, schätzt Flabb den kommenden Kontrahenten ein. Zu gerne erinnern sich beide Vereine an die vergangene Saison, als man jeweils den Aufstieg in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA feiern durfte. Im BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB-Finale standen sich die Teams dann in zwei direkten und überaus spannenden Duellen gegenüber. Das erste Finalspiel in Düsseldorf sicherten sich die ART Giants, in Dresden gewannen dann die Titans mit einem höheren Ergebnis und feierten somit den Meistertitel.

Nun kommt es zum erneuten Aufeinandertreffen in einer höheren Liga und die Ausgangslage ist klar: Beide Teams brauchen jeden einzelnen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt. „Es wird wichtig sein, dass wir gegen die Titans ihre Würfe von der Dreierlinie gut verteidigen. Auch sie sind eine Mannschaft, ähnlich wie wir, die viel aus der Distanz abschließen. Außerdem profitieren sie immer wieder durch ihre gute Ballbewegung“, blickt der Düsseldorfer Headcoach auf die Stärken der Ostdeutschen. Angeführt vom erfahrenen US-Amerikaner Chase Adams, der zuvor für die Gladiators Trier auflief, konnten die Titans früh in der Saison klarmachen, dass auch sie ein mehr als ernstzunehmender Gegner für die Teams in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA sind. Abgesehen von der deutlichen Niederlage gegen den Tabellenführer aus Vechta, waren die Titans in allen Partien auf Augenhöhe mit ihrem Gegner. Eine ähnlich packende Begegnung dürften die Fans der ART Giants am Samstag im heimischen Castello erwarten. „Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge wollen wir jetzt natürlich die richtige Reaktion zeigen und werden dabei an unserem Weg festhalten“, so Flabb.

19.11.2022 19:30 Uhr Tigers Tübingen vs. Phoenix Hagen

Mit dem Heimspiel gegen Phoenix Hagen geht es am achten Spieltag für die Tigers Tübingen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga weiter. Es ist gleichzeitig das Topspiel des Spieltags, wenn der Tabellenzweite auf den Tabellendritten trifft. Hochball ist am Samstag in der Paul Horn-Arena.

Die Feuervögel haben in der Sommerpause den Kader rundum erneuert. Nur Leistungsträger Marcel Keßen (15,7 ppg, 6,0 rpg) ist weiterhin für das Team von Trainer Chris Harris aktiv. Nach dem Verpassen der Playoffs in der vergangenen Spielrunde 2021/2022 soll es für Phoenix Hagen in dieser Spielzeit besser laufen. Und der Start ist bisher verheißungsvoll. Aus sieben Partien konnte Phoenix fünf Siege einfahren. Harris und die Hagener Verantwortlichen ist es gelungen, einen spielstarken und attraktiven Kader ins Rennen um die Zweitliga-Meisterschaft zu schicken.

Mit Bjarne Kraushaar sowie Tim Uhlemann (beide Gießen) und Marvin Omuvwie (Bamberg) wechselten drei Akteure mit BBL-Erfahrung an die Volme. Dazu tragen mit Lorenz Bank (Jena) und Kristoffer Krause (Vechta) zwei weitere gute deutsche Spieler das Trikot der Feuervögel. Und auch bei den Importspielern ist Hagen stark besetzt. Topscorer ist der US-Amerikaner Kyle Castlin. Der 26-Jährige kommt bisher auf 17,9 Zählern, dazu sammelt die Nummer 22 der Gäste 3,6 Rebounds und verteilt 2,4 Assists. Reichlich Erfahrung ins Team bringt Rückkehrer J. J. (John Stuart) Mann mit guten Allrounder-Fähigkeiten von 15,4 Zählern, 3,9 Rebounds und 3,4 Assists. Der dritte US-Amerikaner im Bunde erinnert mit seinen Werten einst an Jared Jordan in Diensten der Tigers. Grayson Murphy erzielt 6,7 Punkte, verteilt 7,9 Assists und schnappt sich 6,3 Rebounds. Phoenix Hagen hat mit diesem starken Kader durchaus die Chance, das Überraschungsteam der Saison 2022/2023 zu werden.

Seit Mittwochvormittag befinden sich alle Raubkatzen wieder im Mannschaftstraining, nachdem Aatu Kivimäki (Finnland) sowie Timo Lanmüller und Ersek (Österreich) zuletzt mit ihren Nationalmannschaften unterwegs waren. Trainer Danny Jansson erwartet ein interessantes Spiel: „Hagen spielt sehr dynamisch und ist speziell auf den deutschen Positionen viel besser besetzt als noch in der vergangenen Saison. Auch die drei US-Amerikaner im Team überzeugen. Wir müssen guten Basketball spielen, um gegen diesen Gegner gewinnen zu können“, so der Finne.

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Auch beim Blick auf die Statistiken beider Kontrahenten wird deutlich, dass zwei Topteams der Liga aufeinandertreffen. Beide Mannschaften verteilen mit 22,4 Assists die meisten Vorlagen aller Wettbewerber, beide Teams sind nach Vechta (11,3) auch vorne bei den Steals (8,3) dabei. Hagen ist mit 90,9 erzielten Punkten das beste Team in der Offensive, Tübingen liegt hier mit 88,6 Zählern auf Rang zwei. Alle weiteren Werte sind nahezu identisch.

19.11.2022 19:30 Uhr Artland Dragons vs. Medipolis SC Jena

Nach dem am letzten Wochenende aufgrund der Länderspielpause kein Spiel stattfand, geht es am Samstag für die Artland Dragons weiter mit dem achten Spieltag der Saison 2022/2023 der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Dort empfängt man in Medipolis SC Jena einen der Aufstiegsfavoriten der Liga. 

Für die Artland Dragons hätte der Doppelspieltag vor der Länderspielpause kaum besser laufen können. Sowohl auswärts in Bremerhaven als auch zu Hause gegen Münster konnten wichtige Siege errungen und die eigene Bilanz zum ersten Mal in dieser Saison positiv gestaltet werden. Somit steht man mit einer Bilanz von 4-3 vor dem Wochenende auf dem achten Tabellenplatz. Die spielfreie Woche nutzte Headcoach Patrick Flomo dazu, seinen Spielern ein paar freie Tage zur Erholung zu geben. Zudem besuchte man zusammen am vergangenen Mittwoch den VfL Osnabrück an der Bremer Brücke. Nun steht mit Medipolis SC Jena das nächste große Kaliber auf dem Spielplan. Dabei müssen die Drachen unter Umständen auf Forward Daniel Zdravevski verzichten, hinter dessen Einsatz noch ein kleines Fragezeichen steht. Alle anderen Spieler haben die Ruhephase zur Erholung genutzt und bereiten sich intensiv auf das Spiel am Samstag vor.

Die Gäste aus Jena waren am Mittwoch bereits im Einsatz. Dort setzte es auswärts gegen Leverkusen eine überraschende 88:95 Niederlage. Das Team um Headcoach Domenik Reinboth kann auf eine Bilanz von 5-2 zurückblicken, mit der man seine Aufstiegsambitionen bisher unterstreichen konnte. Trotz der Niederlage gegen bisher strauchelnde Leverkusener ist Jena bisher eins der effektivsten Teams der Liga. So treffen sie knapp 60% aus dem Zwei-Punkte-Bereich und führen die Liga auch in Sachen Feldwurfquote an. Hervorzuheben ist dabei vor allem der Jenaer Kapitän Brandon Thomas, der 14 Punkte bei extrem starken Quoten (54% FG / 45% 3P) auflegt. 

Assistant Coach Chase Griffin hofft jedenfalls, dass die Dragons ihr Momentum der vergangenen Wochen auch ins Spiel gegen Jena mitnehmen können: „Die Jungs hatten das Wochenende über frei, manche von ihnen sind nach Hause gefahren. So etwas ist wichtig für die Psyche und um sich zu regenerieren. Wir haben jetzt vier Spiele in Folge gewonnen und haben das Momentum auf unserer Seite. Jena hingegen hat am Mittwoch in Leverkusen verloren und wird dementsprechend auf Wiedergutmachung aus sein. Der Start in die Saison hat gezeigt, dass wirklich jeder jeden schlagen kann. Wenn wir unser Momentum aus den letzten Spielen mitnehmen und unsere ‚Hit First‘ Mentalität aufs Spielfeld bringen können, insbesondere in der Defensive, rechnen wir uns gute Chancen auf den nächsten Heimsieg aus.“

19.11.2022 19:30 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. RASTA Vechta

In der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA will RASTA Vechta an diesem Samstag den besten Saisonstart der Klubgeschichte perfekt machen. Sieben Spiele in Serie hat die Mannschaft von Head Coach Ty Harrelson bereits errungen, bei den Uni Baskets Paderborn soll der achte Erfolg gelingen. Dies hatte zuvor noch kein anderes RASTA-Team geschafft.

In der Aufstiegssaison 2017-18 hatten die Vechtaer ebenfalls die ersten sieben Spiele gewonnen, stolperten dann am 11. November beim damals ärgsten Konkurrenten, den HAKRO Merlins Crailsheim. Am Ende der Saison stiegen beide Teams in die easyCredit Basketball Bundesliga auf, RASTA als Meister der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, Crailsheim als Vize. Könnte man diesen Saisonverlauf jetzt als gesichert für 2022-23 annehmen, RASTA würde wohl dankend annehmen. Doch in diesem Herbst lassen sich nun einmal keine Prognosen fürs nächste Frühjahr anstellen. Was zählt, ist das hier und jetzt, sprich: immer nur das nächste Spiel.

Im Sportzentrum am Maspernplatz wartet ein zuletzt zweimal siegloses Team von Head Coach Steven Esterkamp. Im letzten Spiel in Kirchheim vergaben die Ostwestfalen binnen Minuten einen 20-Punkte-Vorsprung, verloren nach einem 54:34 in der 22. Minute noch mit 65:78. „Die jungen Spieler müssen lernen, wie sie in welcher Situation, ob bei hohem Vorsprung oder auch bei Rückstand, agieren sollten“, sagte Esterkamp im Anschluss. „Wir arbeiten viel und der Einsatz der Jungs stimmt ebenfalls. In Momenten wie heute in der gesamten zweiten Hälfte fehlt noch das Verständnis für das richtige Spiel und das Vertrauen in sich selbst.“

Tatsächlich ist der erweiterte Kader der Uni Baskets Paderborn sehr jung. Sechs U23-Spieler sind dabei, James Fleming mit 31 Jahren und Johannes Konrad mit 27 sind die „Oldies“ im Team. US-Rookie Connor van Anthony (24) ist bisher der Stärkste in der Mannschaft – mit 15.0 Punkten (38.9% 3er-Quote) und 5.3 Assists plus 2.4 Steals. Sehr gut von jenseits der 6.75 Meter trifft auch erwähnter Fleming, nämlich 42.5% (17/40). Dass die Paderborner derweil nur 79.5 Punkte pro Partie aufweisen, konnten aber auch diese Schützen nicht verhindern. „Ja, Paderborn hat viele junge Spieler – aber eben auch viel Potential im Team. Gegen Paderborn wird es die nächste Herausforderung für uns, gerade weil wir auswärts spielen. Es geht bei uns immer wieder darum, dass wir effektiver spielen. Wir müssen mit- und füreinander spielen, wenn wir diesen achten Sieg wirklich erringen wollen“, fordert Ty Harrelson.

Über die Ausbeute von gleich sechs Spielern mit neun oder mehr Punkten im Mittwochsspiel gegen die RÖMERSTROM Gladiators Trier konnte sich RASTAs Head Coach zwar freuen. Das Zustandekommen des 83:71-Heimsieges vor 2.819 Zuschauern im RASTA Dome stellte allerdings weder den 42-Jährigen noch dessen Spieler gänzlich zufrieden – und auch nicht die Tabellenführung. „Mit dieser Momentaufnahme können wir uns nicht zufriedengeben. Unser Ziel ist es, als Team unser volles Potential auszuschöpfen – da sind wir noch nicht. Außerdem haben wir erst gegen sieben von 17 Mannschaften gespielt. In der Tabelle liegen alle Teams eng beieinander, die Liga ist sehr ausgeglichen. Wir müssen also voll konzentriert bleiben, wenn wir weitere Schritte nach vorne machen wollen“, warnt Harrelson vor Selbstgefälligkeit.

19.11.2022 19:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. VfL SparkassenStars Bochum

Nach den ersten sieben Spieltagen konnten die Teams der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA am vergangenen spielfreien Wochenende etwas durchatmen. Die PS Karlsruhe LIONS dürften erholt und motiviert aus der Pause zurückkommen. Schließlich wurden die vergangenen Begegnungen am 4. sowie am 6. November mit einer starken Teamleistung beide gewonnen. Der Lohn: Eine Bilanz von inzwischen vier Siegen und der fünfte Tabellenrang, wobei das Tableau in dieser frühen Phase der Spielzeit noch nicht allzu aussagekräftig ist.

Das Team vom kroatischen Headcoach Aleksandar Scepanovic wird auf dem Feld angeführt vom deutschen Center Maurice Pluskota, der mit 16,5 Punkten und 8,8 Rebounds im Schnitt überzeugt. Ihm zur Seite steht der deutsche Neuzugang Bazoumana Koné, der 16,2 Punkte beisteuert. Der US-amerikanische Aufbauspieler Lovell Cabbil Jr. trägt sich mit 14,1 Punkten in die Scorerliste ein und der italienische Forward Lorenzo Cugini folgt ihm mit 12,7 Zählern pro Partie.

Die Verletztensituation der SparkassenStars hat sich innerhalb der Nationalmannschaftspause nicht wesentlich verbessert. Lars Kamp, Kilian Dietz und Miki Servera werden am Samstag ausfallen, zudem steht hinter dem Einsatz von Garrett Sams, der in dieser Woche wieder langsam in das Mannschaftstraining zurückgekehrt ist, noch ein Fragezeichen.

„Dies wird ein sehr schwieriges Spiel für uns in unserer aktuellen Situation. Unsere verletzten Spieler sind noch in den Reha-Maßnahmen. Wir werden erneut dezimiert nach Karlsruhe reisen. Wir werden aber selbstverständlich unser Bestes geben. Karlsruhe ist ein sehr gut gecoachtes Team mit hochtalentierten Spielern, die von allen Positionen scoren können. Sie haben sehr vielseitige Spieler, angeführt von Koné, in ihren Reihen. Wir müssen unser Hauptaugenmerk auf uns richten“, so Headcoach Felix Banbore über das Spiel am Samstag.

„Wir hatten gehofft, dass wir in der Länderspielpause unser Lazarett ausdünnen können, aber leider haben sich diese Verletzungen als langwieriger herausgestellt als zunächst angenommen. Aus diesem Grund befinden wir uns personell dort, wo wir vor dem Nationalmannschaftsfenster aufgehört haben. Dennoch bin ich überzeugt davon, dass das Team auf die Fortsetzung der Saison brennt und sich auf den achten Spieltag freut“, so Geschäftsführer Tobias Steinert

20.11.2022 17:00 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. Eisbären Bremerhaven

Bei Tabellenführer Rasta Vechta spielten die RÖMERSTROM Gladiators lange Zeit gut mit, mussten sich am Ende dennoch geschlagen geben. Trotzdem will man auf der weiterhin aufsteigenden Form aufbauen und am Sonntag endlich den ersten Heimsieg der Saison 2022/23 einfahren. Zu Gast in der Arena Trier sind die Eisbären Bremerhaven – eine Mannschaft, die ähnlich wie die Gladiatoren, bisher etwas hinter den eigenen Erwartungen zurückbleiben. Insgesamt zwei Siege konnten die Eisbären im bisherigen Saisonverlauf einfahren und stehen aktuell auf dem 15. Tabellenplatz der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Somit wird die Partie am Sonntag für beide Mannschaften ungemein wichtig, um den Anschluss an das Tabellenmittelfeld nicht zu verlieren.

Die Eisbären reisen mit einem Kader der nach Trier, der vor Erfahrung nur so strotzt. Die beiden Topscorer der Bremerhavener – Robert Oehle (12,6 Punkte pro Spiel) und Jarelle Reischel (12,3 PpS) – standen bereits letztes Jahr im Aufgebot der Norddeutschen und können bereits auf einige Saisons in der BARMER 2. Basketball Bundesliga zurückblicken. Der US-amerikanische Scharfschütze Matthew Frierson kam aus der zweiten Mannschaft der Telekom Baskets Bonn nach Bremerhaven und kennt den deutschen Basketball somit ebenfalls. Ex-Gladiator Matt Freeman und Chris Hooper, der letzte Saison als Leistungsträger bei den Itzehoe Eagles unter Vertrag stand, sind ebenfalls ligaerfahrene Importe, die eine wichtige Rolle in der Eisbären-Rotation einnehmen. Rückkehrer Adrian Breitlauch (zuletzt Artland), Guard Daniel Norl (zuletzt Karlsruhe), Lennard Larysz (zuletzt Schwenningen) und Bernat Vanaclocha Sanchez (zuletzt Ehingen) vervollständigen das Aufgebot der Bremerhavener.

„Bremerhaven ist definitiv besser als ihr Platz in der Tabelle. Sie haben einige Spiele nur knapp verloren, unter anderem gegen Tübingen. Das zeigt auch wieder wie ausgeglichen die Liga ist. Wie auch wir stehen sie aktuell unten in der Tabelle, das macht das Spiel für beide umso wichtiger. Bremerhaven hat gute deutsche Spieler mit beispielsweise Oehle, Reischel und Breitlauch, dazu noch gute Ausländer. Wir wollen aber natürlich unbedingt zuhause gewinnen und den ersten Heimsieg einfahren. In den letzten Spielen hat unsere Formkurve immer weiter nach oben gezeigt und am Sonntag wollen wir uns in der eigenen Halle auch endlich dafür belohnen“, sagt Headcoach Pascal Heinrichs vor dem Heimspiel am Sonntag.

20.11.2022 17:00 Uhr Nürnberg Falcons BC vs. WWU Baskets Münster

„Ein ausführlicher Vorbericht folgt in kürze“

20.11.2022 17:00 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. Bayer Giants Leverkusen

„Ein ausführlicher Vorbericht folgt in kürze“

Alle Spiele werden Live und kostenlos bei Sportdeutschland.TV übertragen.

Nachberichte ProB Nord 8. Spieltag

13.11.2021 18:00 Uhr BSW Sixers vs. LOK BERNAU 69:65

Die Bernauer Korbjäger hatten am Samstag nicht nur wieder einige Ausfälle im Team zu kompensieren. Auch Headcoach René Schilling fehlte beim Auswärtsspiel in Sandersdorf bei den BSW Sixers. Weil er Kontakt zu einer mit Corona infizierten Person hatte, ließ er sein Team vorsichtshalber und kurzfristig allein reisen. Co-Trainer Davide Bottinelli übernahm dafür an der Seitenlinie die Verantwortung. Auf dem Feld fehlten den Bernauern zusätzlich Abu Abaker, Nolan Adeklunle, Mauricio Marin und Lias Lüneburg. Die mitgereisten LOK-Fans sorgten in der Ballsporthalle Sandersdorf für Derby-Stimmung und sahen einen guten Start ihres Teams. Von Beginn an gab es das Duell der beiden Friederici-Zwillinge auf dem Feld zu sehen, das nach persönlichen Statistiken am Ende an Vincent Friederici (9 Punkte) ging. Marc Friederici kam im LOK-Dress auf 8 Zähler.

Zur Mitte des 1. Viertels machte sich allmählich die Überlegenheit der Gastgeber am Brett bemerkbar. Die BSW Sixers übernahmen die Führung und zogen vor der Halbzeit bis auf 29:15 davon. Die fällige Auszeit von LOK-Coach Davide Bottinelli nach diesem 14 Punkte Rückstand zeigte aber die erhoffte Wirkung. Bis zum Seitenwechsel waren die Bernauer wieder auf 27:34 dran.

Nach der Pause war zunächst Robin Danes am Drücker. Der BSW-Topscorer bereitete mit seinen 23 Punkten insgesamt die meisten Probleme. Mit einem 11:0-Lauf spielte sich Bernau dann aber in einen kleinen Rausch und zum Führungswechsel. Dank einer geschlossenen Teamleistung besiegelten Rikus Schulte und Marc Friederici zu Beginn des Schlussviertels sogar eine zweistellige 57:47 Führung. Diese bröckelte aber wieder, weil sich die Hausherren in der entscheidenden Phase wichtige Rebounds und zweite Wurfchancen sichern konnten. Vier Minuten vor dem Ende glichen die Sandersdorfer aus und gingen anschließend wieder in Führung. Trotz aller Bemühungen gelang es dem LOK-Team nicht mehr, das Ruder herumzureißen. Das bis zum Ende spannende Derby endete 65:69 für die BSW Sixers.

LOK-Coach Davide Bottinelli: „Die knappe Niederlage ist sehr ärgerlich. Wir haben dennoch einen wichtigen Schritt nach vorn gemacht und als Team überzeugt. Wir haben in der Offensive immer wieder gute Lösungen auch unter Druck gefunden und durchweg auch gut und aggressiv verteidigt. Die Probleme beim Rebound waren der einzige und wohl auch entscheidende Wermutstropfen. Das Rebound-Duell haben wir deutlich mit 29:54 abgegeben. Diese Intensität konnten wir heute nicht matchen.“

13.11.2021 18:00 Uhr RheinStars Köln vs. SBB Baskets Wolmirstedt 77:89

Eine Halbzeit hui, eine Halbzeit eben genau das nicht – und am Ende eine verdiente Niederlage. Mit 77:89 (41:37) unterlagen die RheinStars am Samstagabend vor knapp 300 Zuschauern den solide und unaufgeregt spielenden SBB Baskets Wolmirstedt. Somit bleiben die Kölner nach dem achten Spieltag im Tabellenkeller der Gruppe Nord der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Die Gäste hingegen halten nach dem Sieg in der ASV-Sporthalle Kontakt zur Spitze.

Eine Halbzeit hat die Mannschaft sehr gut gespielt, aber dann ist sie vollkommen uninspiriert aus der Kabine gekommen“, ärgerte sich Manager Stephan Baeck. „Nach der Pause hat die Mannschaft nicht eine Gelegenheit genutzt, den Funken aufs Publikum überspringen zu lassen. Chancen waren genug da. Es war einfach schlecht.“ Im Rückblick war es zumindest bis zur Pause der bislang beste und flüssigste Auftritt der Kölner vor eigenem Publikum. Der Ball wurde schnell bewegt, ebenso schnell wurde umgeschaltet, die Aktionen wirkten eingespielter und die Einsatzzeiten der Spieler besser verteilt. Mangold und Golson standen zur Halbzeit bei 8 bzw. 10 Punkten und zusammen bei sieben Assists, von denen vor allem Yannick Kneesch profitierte bei seinen ebenfalls zehn Zählern. Dazu präsentierte sich Elijah Schmidt stark: 6 Rebounds (am Ende 11 Punkte/9 Rebounds) holte der Deutsch-Amerikaner in den ersten 20 Minuten und trug maßgeblich dazu bei, dass die Hausherren gegen die in Korbnähe starken Gäste mit 25:24 Rebounds auf Augenhöhe waren.

Allerdings verpassten die RheinStars beim Stande von 29:16 (13.) die Gelegenheit, mehr Abstand zwischen sich und ihren Gegner zu legen. Die von einer kleinen Fangruppe aus Wolmirstedt begleiteten Baskets spielen sich Punkt um Punkt heran. Der qualitativ gut besetzte und im Vorfeld schon leicht favorisierte Gästekader ließ dabei keine Hektik erkennen – und auf der anderen Seite trafen die Kölner eben halt auch nicht alles.  So ging es mit einem knappen 41:37 in Halbzeit zwei. Während die Baskets nach der Pause einfach auf ihre Art weiterspielten und mit einem 10:0-Lauf die Führung übernamen, schienen die RheinStars alles in der Kabine gelassen zu haben. Mut, Einstellung und was ein Team sonst so brauchen könnte, um Matches für sich zu entscheiden. Der 20 Minuten lang ordentlich verstellte Weg zum eigenen Korb war plötzlich offen wie ein Scheunentor. Zumindest gefühlt konnten die Baskets machen was sie wollen, während die RheinStars mehr und mehr verzagten. Zwischenzeitlich schien die Partie sogar auf eine richtige Packung für die Hausherren zuzusteuern (60:75/34.). Aber das blieb ihnen dann doch erspart.

13.11.2021 19:00 Uhr Dragons Rhöndorf vs. ETV Hamburg 89:81

Im Duell mit den bislang sieglosen Nordlichtern starteten die Dragons nervös in die Partie und konnten erst nach mehr als 90 Sekunden die ersten Punkte durch Ousmane N’Diaye verbuchen. Es entwickelte sich eine teils hektische Partie, in der die Korbjäger aus Hamburg sich als absolut ebenbürtig zeigten und in Person von Mubarak Salami und Marcel Hoppe die Defense der Drachen immer wieder auf dem falschen Fuß erwischten. Folgerichtig mussten die Hausherren mit einem knappen Rückstand (17:20) ins zweite Viertel starten, wo sich die Gäste phasenweise bis auf 9 Zähler absetzen konnten (22:31). Angetrieben von Ousmane N’Diaye und Nicolas Buchholz kämpften sich die Dragons zurück in die Partie und reduzierten den Rückstand Punkt um Punkt. Ein 11:2-Lauf brachte schließlich die Führung zurück auf die Seite der Hausherren, die sie bis zum Pausentee nicht mehr aus der Hand gaben.

Ein 8:2-Lauf zum Start in die zweite Halbzeit ließ das Momentum klar auf Drachen-Seite ausschlagen und sorgte ob der teils spektakulären Punkte für viel Beifall von den Rängen des DragonDome. Doch noch gaben sich die Gäste nicht geschlagen und kämpften sich ihrerseits wieder zurück in die Partie und reduzierten den Rückstand merklich bis zum Start in den finalen Schlussabschnitt (64:63). Mit zunehmender Fehlerquote und Intensität entwickelte sich eine spannende Schlussphase, in der beide Mannschaften die Chance auf den Sieg witterten. Immer wieder konnten die Dragons jedoch die entscheidenden Nadelstiche setzen. Marek Mboya Kotieno versenkte einen 3er aus dem Dribbling mit Ablauf der 24 Sekundenuhr via Brett und auch Ousmane N’Diaye versenkte einen wichtigen Wurf von Downtown mit der sprichwörtlichen Hand seines Gegenspielers im Gesicht. Von der Freiwurflinie brachten die Dragons schließlich den hart erarbeiteten Erfolg über die Ziellinie und sicherten sich den dritten Saisonerfolg.

Julius Thomas (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Wir haben den Sieg eingefahren, das ist zunächst einmal alles, was zählt. Der Druck war für beide Teams groß und das hat man phasenweise auf dem Spielfeld gesehen. Es war sicherlich kein schönes Spiel, aber die Intensität war da und wir haben uns den Sieg am Ende verdient. Aber wir waren und sind nicht blauäugig und wissen, dass noch viel Arbeit auf uns wartet.“

13.11.2021 19:30 Uhr EN Baskets Schwelm vs. WWU Baskets Münster 93:110

In einer recht ansehnlichen Begegnung und mit vielen spektakulären Aktionen von beiden Mannschaften schlugen sich die EN Baskets Schwelm gegen den Ligaprimus WWU Baskets Münster achtbar. Die Blau-Gelben wollten nach den zuletzt schwierigen Wochen gegen den ungeschlagenen Kontrahenten eine ordentliche Performance bieten. Die Hausherren begannen mit viel Dynamik und sehr konzentriert und konnten die typische Münsteraner Offensiv-Gewalt gut kontrollieren und die ersten 10 Minuten überraschend für sich entscheiden. Begeisterung kam beim heimischen Publikum auf und gab den Jungs auf dem Parkett eine Menge Energie, die sich auch über weite Strecken des 2.Viertels hielt. Selbst 4 Minuten vor der Pausensirene lagen die EN Baskets noch mit 41:40 vorne, wurden aber dann am defensiven Brett etwas nachlässig. Sofort waren die WWU Baskets da, fingen eine aus Sicht der Gastgeber deutlich zu hohe Anzahl an Offensiv-Rebounds und übernahmen die Kontrolle. Münsters Wezorke und Touray waren nun nicht mehr zu halten und schoben ihre Mannschaft an den EN Baskets vorbei. Beim hohen „Score“ von 50:52 bat Head-Coach Falk Möller seine Jungs zum Kabinengespräch.

Das 3. Viertel ging mit einem erfolgreichen Sprungwurf von Rupert Hennen los, der zum 52:52 ausglich. Danach spielten die WWU Baskets ihre ganze Klasse aus und hatten die Begegnung gänzlich im Griff. Als der Abschnitt endete, lagen die Gäste bereits mit 17 Zählern vorne und die Partie war da schon entschieden. Dennoch gaben die EN Baskets nicht auf und präsentierten sich bis zum Schluss sehr engagiert. 6 Minuten vor dem Ende kamen sie nach einem Dreier von Buljevic auf 87:97 heran, mussten aber dann zusehen wie sich der Tabellenführer wieder aufbäumte und ihnen mit 110:93 eine klare Niederlage zufügte. Insgesamt boten die EN Baskets Schwelm eine gute Teamleistung, in der Hennen mit 23 Punkten und Hollersbacher mit 24 Punkten und 12 Rebounds herausragten.

13.11.2021 19:30 Uhr Iserlohn Kangaroos vs. ART Giants Düsseldorf

ANMERKUNG: Das Spiel wurde aufgrund von Coronafällen bei den ART Giants Düsselfdorf abgesagt. Ein neuer Termin wird in Kürze festgelegt.

14.11.2021 16:00 Uhr TKS 49ers vs. SC Rist Wedel 77:80

Im Aufeinandertreffen des ProB-Klassikers zwischen dem SC Rist Wedel und den TKS 49ers bekamen die Zuschauer das erwartete Topspiel zu sehen. Bereits vor der Partie war klar, dass eine weitere kämpferische Glanzleistung nötig sein würde, da gegen einen ohnehin starken Gegner auch noch weiterhin auf Kapitän Fülle verzichtet werden musste. In der ersten Halbzeit erlebte man ein Spiel auf Augenhöhe und zwei Mannschaften, die zeigten, weshalb sie bisher so erfolgreich in die Saison gestartet waren. Nach einem kleinen Lauf Ende des zweiten Viertels gelang es den 49ers mit einer Führung in die Pause zu gehen.

Im dritten Viertel gerieten die Gastgeber zwischenzeitlich mit 53:65 in Rückstand, jedoch konnte man diesen innerhalb von wenigen Minuten durch Dreier von Yannick Hildebrandt, welcher heute mit 15 Punkten 49ers-Topscorer war, wettmachen. Im vierten Viertel entwickelte sich dann zum wiederholten Male ein spannender Schlagabtausch mit dem schlussendlich glücklicheren Ende für Wedel. Auf Seiten der Gäste überzeugten vor allem Jelic (17 Punkte), Hoffmann (15 Punkte) und Walker (15 Punkte). Auch bei den 49ers punkteten mit Leonik Wadehn, Niklas Ney, Nico Kaml und Max Stölzel vier Spieler zweistellig, aber am Ende waren es sagenhafte 91% von der Freiwurflinie und 43% von jenseits der Dreierlinie der Gäste, die ausschlaggebend für den Erfolg der Gäste waren. Die 49ers trafen hier nur 59% und 27%.

Nach der insgesamt zweiten Niederlage der Saison hatte Max Stölzel, der mit 10 Punkten und 11 Rebounds ein Double-Double auflegte, folgendes zu sagen: „Wir haben gut gekämpft und leider am Ende ärgerlich verloren. Aber ich bin dennoch stolz auf diese Mannschaft und wir sind heiß auf das Spiel in Wolmirstedt nächste Woche Samstag.“

Vorberichte ProB Nord 8. Spieltag

13.11.2021 18:00 Uhr BSW Sixers vs. LOK BERNAU

Für die LOK-Basketballer wird es am Samstag zum einen ein Wiedersehen mit Evans Rapieque und Hendrik Warner. Beide ehemalige LOK-Spieler kommen aus dem Jugendprogramm von ALBA BERLIN und spielten vergangene Saison noch im Bernauer Dress. Zum anderen treffen im Auswärtsspiel bei den Sixers die beiden Berliner Zwillingsbrüder Marc Friederici (LOK BERNAU) und Vincent Friederici (BSW Sixers) zum ersten Mal überhaupt in einem Ligaspiel als Gegner aufeinander. Die beiden 20-jährigen Friederici-Zwillinge gingen bis vor zwei Jahren gemeinsam auf Korbjagd.

Nach einem starken Saisonstart mussten die BSW Sixers in den letzten Wochen etwas federn lassen. Vier Siegen stehen nunmehr drei Niederlagen gegenüber. Für die Gastgeber laufen in der ProB gerade die brandenburgischen Wochen mit zwei Ost-Derbys in Serie. Nach der ärgerlichen 66:70-Niederlage gegen die TKS 49ers am letzten Wochenende werden die Sandersdorfer nun auf Wiedergutmachung aus sein. Dabei wird Vincent Friederici die Bernauer Defensive am Samstag auf jeden Fall beschäftigen. Der 20-Jährige führt das ProB-Team der Sixers offensiv an (18,6 Punkte). Aber auch der litauische Aufbauspieler Lukas Kazlauskas, der mit seinen 28 Jahren der erfahrenste Akteur im jung besetzten Team von Trainer Christopher Schreiber ist, liefert neben durchschnittlich 12 Punkten noch starke 6,4 Assists pro Spiel. Daneben setzen aber auch Evans Rapieque und Robin Danes wichtige Akzente.

LOK-Coach René Schilling: „Wir werden auf jeden Fall als Underdog ins Spiel gehen und um unsere Chance kämpfen. Unser Spiel ist auf viel Tempo ausgelegt. Sandersdorf schafft es aber, mit ihrer kompakten Defensive das Spiel der Gegner langsam zu machen. Dagegen werden wir eine gute Lösung finden müssen. Aktuell ringen wir immer noch um einen guten Trainingsrhythmus. Es gab diese Woche wieder einzelne Ausfälle, aber mit Mauricio Marin und Max Rockmann glücklicherweise auch Rückkehrer.“

13.11.2021 18:00 Uhr RheinStars Köln vs. SBB Baskets Wolmirstedt

Erstmals überhaupt treffen die RheinStars auf die SBB Baskets Wolmirstedt. Eine ungewöhnlich gut besetzte Mannschaft aus der Magdeburger Börde – und damit aus einer Region Deutschlands, die sich gerade erst aufmacht, ein fester Bestandteil der Basketball-Karte zu werden. „Sie haben eine Menge sehr guter und sehr erfahrener ProB-Spieler in ihrem Team“, sagt Headcoach Simon Cote über den Aufsteiger in BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB – und zählt dann ohne groß nachdenken zu müssen eine Handvoll Akteure auf, die wahrscheinlich in jeder Mannschaft willkommen wären. Nicht allein in denen der Gruppe Nord.

Die SBB Baskets reisen mit 5:2-Siegen im Gepäck an den Rhein, haben am vergangenen Wochenende den Tabellenletzten ETV Hamburg in dessen Halle mit 115:79 besiegt. Und an der Elbe fehlten mit Bill Borekampi (Rückenbeschwerden) und Roberts Dembskis (gesperrt für ein Spiel) nicht nur zwei Leistungsträger, sondern damit auch beide Center. Allein gegen Topfavorit WWU Baskets Münster und die Iserlohn Kangaroos gab es bisher Niederlagen.

Simon Cote: „Ungeachtet unseres Gegners geht es uns aber vor allem weiterhin darum, unsere Leistung zu verbessern.“ Beim wichtigen 74:68 über die EN Baskets Schwelm am vergangenen Samstag notierten die Coaches vor allem Steigerungen in der Teamdefense. In der Post-Verteidigung, beim 1:1, beim Pick and roll. „Und wir haben den Ball  besser bewegt als in den Spielen vorher“, stellte auch Manager Stephan Baeck fest.  Cote ergänzt: „Wenn wir den Ball nicht nur besser bewegen, sondern dann auch unsere freien Schüsse treffen, haben wir auch gegen Wolmirstedt eine Chance.“

13.11.2021 19:00 Uhr Dragons Rhöndorf vs. ETV Hamburg

Nach zuletzt zwei Niederlagen in Serie wollen die Drachen vom Menzenberg zurück in die Erfolgsspur. Gegen den bislang sieglosen Mit-Aufsteiger ETV Hamburg gilt es für Bruno Albrecht & Co das Feuer im DragonDome zu entfachen und den Funken vom Parkett auf die Ränge überspringen zu lassen. Überragender Akteur der Gäste von der Küste ist Guard Mubarak Salami, der mit überragenden 31,6 Punkten pro Spiel der beste Scorer der gesamten ProB ist. Neben massig Punkten bringt der 25 Jahre alte Local Player zudem noch solide 5,1 Vorlagen an den Mann und sammelt allabendlich 5,9 Rebounds ein. Dahinter kommt jedoch in Sachen Punkteausbeute erstmal
nicht viel, da lediglich Jack Fritsche (14,3 PPG) und Marcel Hoppe (13,1 PPG) noch zweistellige Ausbeuten auflegen. Bestens bekannt am Menzenberg düfte noch Karl Mamady Dia sein, der zwischen 2017 und 2019 für die Dragons auflief und nach zwei Jahren im Trikot der RheinStars nun im hohen Norden basketballerisch aktiv ist. Als Mann für Spezialaufgaben fällt der Ex-Drachen zwar statistisch mit 1,3 Punkten und 2,4 Rebounds eher weniger auf, weiß aber jederzeit mit viel Einsatz zu überzeugen.

Sportlich mussten die bislang sieglosen Hamburger zuletzt zwei deutliche Niederlagen in Düsseldorf (121:68) und gegen Wolmirstedt (79:115) einstecken und halten die rote Laterne fest in den eigenen Händen. Bei den Hausherren muss Headcoach Julius Thomas neben dem verletzten Ralph Hounnou ebenfalls wieder auf seinen Capitano Paul Albrecht verzichten, der verletzungsbedingt erneut einige Wochen nicht zur Verfügung stehen wird.

Julius Thomas (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Es sind schwierige Zeiten aktuell, aber es gibt für uns keine Ausreden. Mit viel Aggressivität und Einsatz wollen wir uns den Sieg erarbeiten und verdienen und die Fans hinter uns bringen. Obwohl Hamburg noch sieglos ist müssen wir hellwach sein und jede Aktion mit 100% Wille ausführen. Nur so kann man Erfolge in der ProB einfahren!

13.11.2021 19:30 Uhr EN Baskets Schwelm vs. WWU Baskets Münster

Die letzten Wochen liefen für die EN Baskets Schwelm alles andere als ideal. Die Niederlagen gegen Wedel und vor knapp einer Woche in Köln konnten recht schnell auf eine schlechte Rebound-Ausbeute und einem dünnen Kader zurückgeführt werden. Gerade im wichtigen Bereich des „Reboundings“ gehören die Baskets zu den schlechteren Teams der Liga und müssen sich hier im Verlauf der nächsten Monate sehr steigern. Vor allem am kommenden Wochenende, wenn die WWU Baskets Münster anreisen, möchte Head-Coach Falk Möller ein anderes Auftreten seiner Mannschaft sehen und erkennen, ob seine Spieler das beherzigen, was in den letzten Tagen Inhalt der Übungseinheiten war – Hauptthema: Mal wieder Rebound! Ebenso muss von der Bank sowie den erfahrenen Akteuren im Team noch mehr kommen.

Gegen den Tabellenführer aus Münster, der einen extrem schnellen und aggressiven Spielstil pflegt, muss bei den EN Baskets einiges zusammenpassen, wenn sie auch nur den Hauch einer Chance haben wollen. Die Domstädter werden in der Saison 21/22 vom ehemaligen BBL-Coach Björn Harmsen betreut und sind das „Team to beat“ in der gesamten ProB. So sieht es auch Trainer Möller: „Münster ist das Topteam der Liga und ist für mich der Favorit, nicht nur in diesem Spiel, sondern für die ganze Saison. Für uns wird es darauf ankommen, dem enormen Druck standzuhalten und gute Entscheidungen im Angriff zu treffen, vor allem zu Beginn des Spiels.“

Bei den EN Baskets konnten bis auf Daniel Mayr alle Akteure die Trainingseinheiten unter der Woche absolvieren. Der Kader ist vom Zusammenhalt her völlig intakt und muss so schnell wie möglich wieder ein Erfolgserlebnis genießen. Dass dieses gerade gegen den Tabellenführer sehr schwierig sein kann, ist allen Beteiligten bewusst aber kein Grund die Flügel zu strecken. Khartchenkov und Co. kennen die WWU Baskets 21/22 und werden sich der Aufgabe entsprechend stellen. Das erste Aufeinandertreffen zwischen den Blau-Gelben und dem Aufstiegsaspiranten aus Münster gab es schon in der Preseason beim Turnier der BG Hagen. Damals gewannen die WWU-Basketballer deutlich und wurden Gesamtsieger der Veranstaltung.

13.11.2021 19:30 Uhr Iserlohn Kangaroos vs. ART Giants Düsseldorf

ANMERKUNG: Das Spiel wurde aufgrund von Coronafällen bei den ART Giants Düsselfdorf abgesagt. Ein neuer Termin wird in Kürze festgelegt.

14.11.2021 16:00 Uhr TKS 49ers vs. SC Rist Wedel

Nachdem man am vergangenen Samstag gegen die BSW Sixers den zweiten Auswärtssieg der Saison einfahren konnte, heißt es für die 49ers nun am Sonntag um 16 Uhr in der BBIS Halle im ProB-Rekordduell gegen den SC Rist Wedel seiner weißen Heimweste treu zu bleiben und das insgesamt fünfte Spiel in Folge für sich zu entscheiden. Mit dem SC Rist Wedel stoßen die Gastgeber jedoch auf eine andere Mannschaft als die, die man aus der Vorsaison kennt. Die ganze vergangene Saison lang befanden sich die Gäste im Abstiegskampf und wurden mit insgesamt nur sechs Siegen am Ende 10ter. Diese Marke ist in der neuen Saison mit fünf Siegen aus sieben Spielen schon fast geknackt und man ist den 49ers dicht auf den Fersen.

Grund für die starke Verbesserung ist eine personalpolitisch sehr aktive Sommerpause, in der viele neue und wichtige Spieler verpflichtet worden sind. Vor allem auf der Guard-Position konnte Wedel aufstocken. Mit dem Amerikaner Jordan Walker (20,7 Punkte, 5,1 Rebounds) und dem ehemaligen Oldenburger Jacob Hollatz (7,1 Punkte, 6,4 Assists) wurden zwei Spieler verpflichtet, die beide das Spiel der Gäste lenken können. Mit Martin Jelic, welcher letzte Saison noch das Trikot der Sixers trug, haben die Wedeler jetzt von jenseits der Dreierlinie einen weiteren gefährlichen Schützen. Auch Ex-Alba Spieler Hendrik Drescher, der in der Vorsaison nach nur einem Spiel mit einem Kreuzbandriss die gesamte Saison fehlte, überzeugt bisher mit 12,6 Punkten und 6,8 Rebounds im Schnitt. Klar ist, dass die 49ers ein sehr interessantes und vor allem intensives Spiel erwartet, in dem das Team von Vladimir Pastushenko hofft, sein Momentum beibehalten und sich von den Verfolgern weiter absetzen zu können.

Nachberichte ProB Süd 8. Spieltag

06.11.2021 14:00 Uhr FC Bayern München II vs. Arvato College Wizards 69:66

Sportdirektor Daniele Baiesi reckte mit Coach Mihajlo Mitic synchron die Hände in die Luft, die Freude war im Audi Dome allen Beteiligten ins Gesicht geschrieben. Denn im siebten Anlauf hat es endlich funktioniert: Die zweite Mannschaft der Bayern-Basketballer gewann nach einer grandiosen 30:13-Aufholjagd im Schlussviertel das dramatische Keller-Duell in der ProB mit Karlsruhe unter dem Jubel der Fans 69:66. Durch den ersten Sieg (1:6) verbesserten sich die Münchner auf Rang elf vor den College Wizards (1:7); Elchingen als 13. steht wegen des Rückzugs bereits als erster Absteiger fest. „Wir wollen mit unserem Team junge Spieler entwickeln. Diese Entwicklung wird natürlich durch Siege enorm unterstützt, sie sind eine zusätzliche Motivation für die weitere Arbeit in den nächsten Wochen“, meinte Mitic nach den nervenaufreibenden 40 Minuten. „Jetzt haben wir einige Heimspiele vor uns, die uns gemeinsam mit den Zuschauern helfen sollten, auch gegen erfahrene Gegner gewinnen zu können. Mein Dank gilt den Zuschauern, die uns heute im Audi Dome unterstützt haben.“ 

Auch im dritten Spiel stand Joshua Obiesie gemeinsam mit Jonas Sauer, Sebastian Hartmann, Lukas Zerner und Mohamed Sillah in der ersten Fünf. Doch die Gastgeber liefen zunächst einem Rückstand hinterher, konnten sich dann aber durch Ivan Kharchenkov noch die knappe Führung sichern. Nach einem Dreier von Hartmann sahen die Gäste sich zu einer Auszeit gezwungen. Es folgte ein völliger Bruch im Spiel der jungen FCBB-Talente, sie erzielten in den letzten sechs Minuten vor der Halbzeit keinen Korb mehr. Erneut waren zwölf Ballverluste deutlich zu viel gewesen. Auch im dritten Durchgang kamen die Bayern überhaupt nicht ins Laufen und sahen sich bald einem 20-Punkte-Rückstand konfrontiert. Die Partie schien entschieden zu sein. Die letzten zwei Minuten gehörten Lukas Zerner, der vier Punkte erzielte und dem Center-Kollegen Daniel Helterhoffeinen Assist auflegte.

Doch das FCBB-Selbstbewusstsein war nun vollends da und BBL-Youngster Joshua Obiesie erzielte zehn Punkte in Serie. Die Aufholjagd war dann tatsächlich perfekt, als Maxwell Dongmo Temoka die Führung erzielte. Der höchste FCBB-Vorsprung des Spiels war zeitgleich der Endstand – was für eine tolle kämpferische Leistung des ersatzgeschwächten Teams, die sich am Samstagabend endlich belohnte nach einigen schweren Wochen.

06.11.2021 18:00 Uhr Dresden Titans vs. Depant GIESSEN 46ers Rackelos 85:74

Die Dresden Titans melden sich mit einem fulminanten Auftritt aus ihrer dreiwöchigen Pause zurück. Gegen die Gäste der Depant Giessen 46ers Rackelos setzten sich die „Elbriesen“ am Ende mit 85:74 durch. Insgesamt 1118 Zuschauerinnen und Zuschauer füllten die Margon Arena und freuten sich über ehrliche Verteidigungsarbeit und spektakuläre Offensivaktionen der Gastgeber. Bester Werfer wurde Dresdens Amerikaner Grant Teichmann, der fünf Dreier und 21 Punkte erzielte. Zudem sind die Titans durch die Niederlage Koblenz‘ nun wieder Tabellenführer der Südstaffel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB!

Dennoch gestalteten die hessischen Gäste die Partie zwischenzeitlich immer wieder eng. Nach gutem Start und exzellenter Defensive der Titans, war es insbesondere Giessens Kapitän Johannes Lischka, der mit seiner Physis und Erfahrung am Brett sowie aus der Distanz (drei aus sechs von „Downtown“) stetig für Gefahr sorgen konnte. Viktor Ziring erwischte mit 15 Zählern einen für ihn exzellenten Abend. Dafür enttäuschte BBL-Talent Tim Uhlemann mit nur vier Punkten. Die Titans machten es besser, als ihre Gegner! Blau-Weiß bewegte den Ball mit vielen Extrapässen (21 Assists, fünf davon von Julius Stahl – neuer Karierrebestwert) und traf seine schön herausgespielten Würfe von außen hochprozentig (14 Treffer bei 38 Prozent). Vor allem Teichmann traf exzellent (fünf aus zehn). So führten die „Titanen“ knapp vier Minuten vor Abpfiff deutlich mit 71:55. Dann kämpften sich Lischka und sein Team aber nochmal heran, verkürzten in der letzten Spielminute sogar auf unter 10 Zähler Vorsprung. Doch die Titans blieben cool und Tanner Grahams Dreier mit der Sirene besiegelte den 85:74-Erfolg.

Gäste-Coach Patrick Unger sah die Ursache der Niederlage vor allem in der Verteidigungsleistung seines Teams begründet: „Es ist uns nicht gelungen, Teichmann aus dem Spiel zu nehmen, wie wir uns das vorgenommen hatten. Dann verliert man so, wie wir es hier und heute getan haben. Dresden ist mit Koblenz das beste Team in unserer Liga, sehr schwer zu spielen.“ Für Titans-Headcoach Fabian Strauß war es nach dreiwöchiger Unterbrechung ein guter Sieg: „Sand hatten wir nicht im Getriebe. Es sah schon noch aus, wie vor der Pause. In der ersten Hälfte sind die Würfe einfach noch nicht so gefallen, wie wir es gewohnt sind. Darüber haben wir in der Halbzeit gesprochen, dass die Jungs an sich und an ihre Qualität im Wurf glauben sollen. Das haben wir dann gut umgesetzt.“ Auch über den neuen Saison-Höchstwert bei den Zuschauern freute sich Strauß: „Wir hatten heute mit Giessen einen attraktiven Gegner und ich freue mich für das Publikum, dass es am Ende dann noch ein spannendes Spiel war.“

06.11.2021 19:00 Uhr FRAPORT SKYLINERS Juniors vs. Ahorn Camp BIS Baskets Speyer 97:94

Ein ausführlicher Nachbericht folgt in Kürze.

06.11.2021 19:00 Uhr WHITE WINGS Hanau vs. Orange Academy Ulm 67:83

Während die Partie noch ausgeglichen begann, leisteten sich die Hanauer bereits im ersten Viertel eine Schwächephase. In den letzten zweieinhalb Minuten konnten die White Wings keine Punkte mehr erzielen und die Ulmer drehten ein 13:8 in ein 13:17. Und auch im zweiten Viertel taten sich die Grimmstädter schwer im Abschluss. Ulm nutzte diese Phase aus und zog 2:44 Minuten vor dem Halbzeitpfiff erstmalig auf einen 10-Punkte-Vorsprung davon. Mit 29:36 gingen beide Teams in die Pause. Und während Ulm im dritten Viertel zunächst einmal den Vorsprung auf 14 Zähler ausbauen konnte, legten die White Wings in den letzten vier Minuten eine gute Druckphase hin. Immer wieder schaffte das Team es, Pässe abzufangen und in Punkte umzumünzen. So kamen die Hanauer nicht nur heran, sondern gingen zehn Sekunden vor Viertelende sogar mit einem Punkt in Führung – gefolgt von einem starken Buzzer-Beater-Wurf durch Marius Stoll.

Mit einem Zwischenstand von 55:56 ging es ins letzte Viertel. Und es schien, als ob ein Sieg möglich wäre. Im Schlussabschnitt wollte es dann allerdings nicht mehr rund laufen für Hanau. Während Ulm immer wieder zu einfachen Punkten kam, taten sich die White Wings im Abschluss zu schwer und vergaben auch einfache Korbleger. Ulm konnte das Viertel überragend mit 12:27 gewinnen und sicherte sich so die Auswärtspunkte in Hanau.

Vor allem die Wurfquoten hatten an diesem Abend nicht gepasst. Von 48 Zwei-Punkte-Würfen verwandelten die Hanauer nur 23, von jenseits der Drei-Punkte-Linie fand die Mannschaft mit 2 Treffern aus 14 Versuchen quasi gar nicht statt. „Bei uns hat heute ein Spieler gefehlt (Anm. d. Red. Philip Walz) und das hat man direkt gemerkt. Ulm hingegen hat es heute geschafft, auch ohne einiger ihrer Topspieler zu überzeugen“, sagt White-Wings-Headcoach Kamil Piechucki. „Das spricht eindeutig für ihre starke Trainingsarbeit auf BBL-Niveau.“ Den White Wings hatten am Ende die Energie gefehlt, um den Auftrieb aus dem dritten Viertel mitzunehmen. „Die Aufholjagd hat uns viel Kraft gekostet, die OrangeAcademy hatte da einfach mehr Ausdauer. In solchen Situationen triffst du dann seltener Lay-Ups, bist nicht in der Lage den Rebound zu holen oder verlierst 1-gegen-1-Situationen.“ Das Management der White Wings ist mit dem Ergebnis alles andere als zufrieden: „Eine solche erste Halbzeit dürfen wir in dieser Saison nicht noch einmal zeigen“, sagt Geschäftsführer Sebastian Lübeck. „Wir hatten heute definitiv die Chance, dieses Spiel zu gewinnen. Das Endergebnis enttäuscht.

06.11.2021 19:00 Uhr TSV Oberhaching Tropics vs. EPG Baskets Koblenz 87:64

Genau wie in der biblischen Sage David gegen Goliath trafen am Samstag Abend zwei absolute Gegensätze aufeinander. Einerseits der kleine und mutige Turn und Sportverein aus Oberhaching, der sich dem übermächtig scheinenden Gegner mit viel Herzblut und Leidenschaft stellt. Auf der anderen Seite die Startruppe aus Koblenz, gespickt mit starken sowie namhaften Profis und mit dem mittelfristigen Ziel den Standort in die BBL zu bringen. Als der neue Kapitän Peter Zeis das Trainerteam ein paar Minuten vor Ende des Spiels fragte ob es sein kann, dass der Score an der Anzeigetafel stimmt, konnten die Tropics selber nicht glauben was an dem denkwürdigen Abend passiert war. Dank dem besten Spiel der Vereinsgeschichte zwangen die Tropics den Ligatopfavorit in die Knie und sorgten für ein Basketballwunder.

Bereits zu Beginn des Spiels waren die Mannen um Janosch Kögler hellwach und spielten mit viel Selbstbewusstsein, dass man durch den Sieg in Karlsruhe hatte. Defensiv verdiente sich das ganze Team von Beginn an ein großes Lob, doch vor allem der junge Phillip Bode leistete hier unglaublich gute Arbeit. Mit extremer Agressivität und großem Kampf zerstörte er ein um anderes Mal den Spielaufbau der Baskets und war verantwortlich für viele Ballgewinne. Im Anschluss übernahm Janosch Kögler, der von der Defense der Koblenzer gut verteidigt wurde, immer mehr die Verantwortung im Spielaufbau. Clever wurden die Freiräume, die durch die Sonderbewachung des Tropics-Topscorers entstanden, genutzt und Kögler bediente mit Traumpässen nun seine Mitspieler. Allen voran Backupcenter Thomas Pethran profitierte nun von den tollen Anspielen der Aufbauspieler und schloss hochprozentig am Brett ab.

So stark die Oberhachinger auch in den ersten 20 Minuten gespielt haben, rechnete jeder in Halle damit, dass der haushohe Favorit mit seiner Startruppe keine Blöse geben wird und das Spiel gedreht wird. Doch die Rechnung wurde ohne den TSV gemacht. Die Tropics kämpften bei jeder Verteidigungssequenz, als ob es die spielentscheidende ist. Mit einer 57-44 Führung ging es ins Schlussviertel. Koblenz, die bereits mehrfach diese Saison große Rückstande aufholen konnte, stellte nun auf eine Ganzfeldpresse um und die Gäste suchten Ihr Heil zudem nun auch mit schnellen Abschlüssen. Doch Oberhaching hatte immer eine Antwort parat. Es schien gefühlt jeder Wurf, den man in Richtung Korb abfeuerte, zu fallen. 50 Prozent Dreierqoute spricht Bände.

An einem denkwürdigen Basketballabend, an dem man sich in Oberhaching noch lange erinnern wird, sorgte man für die größte Sensation in den deutschen Bundesligen. Nach einer ausgiebigen Feier gilt nun der Blick jedoch wieder nach vorne. Mit den Dresden Titans kommt der neue Tabellenführer, der ebenfalls ungeschlagen ist, am kommenden Samstag nach Oberhaching.

Mario Matic : „Glückwunsch an meine Mannschaft. Wir sind am heutigen Abend über uns herausgewachsen und haben ein kleines Basketballwunder geschafft. Bei aller Euphorie, die nach so einem Spiel normal ist, muss man jedoch leider schnell wieder auf den Boden der Tatsachen kommen. Es waren im Endeffekt nur zwei wichtige Punkte im Kampf um die Playoffs und den Klassenerhalt. Es heisst nun wieder hart im Training arbeiten und uns bestmöglich auf das nächste Spiel vorbereiten.

Nachberichte ProA 8. Spieltag

05.11.2021 19:00 Uhr Nürnberg Falcons vs. PS Karlsruhe LIONS 89:83

Nürnbergs Basketballer kommen langsam aber sicher ins Rollen. Der gestrige Heimsieg gegen Karlsruhe war der vierte Punktgewinn in dieser Spielzeit, mit dem sich die Falken vorerst in der oberen Tabellenhälfte, auf Rang 7, einnisten können. Bis dorthin war es jedoch ein langer Weg. Nürnberg begann mit Dupree McBrayer, Evan Taylor, Roland Nyama, AJ Davis Jr. und Jonathan Maier und hatte mit Christian Feneberg und Matthew Moyer gleich zwei Ausfälle zu verkraften. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase konnten sich die Falcons Mitte des ersten Viertels erstmals nennenswert an diesem Abend absetzen. Josh Price machte dabei dort weiter wo vor zwei Wochen beim Spiel gegen Vechta aufgehört hatte: Die gegnerische Defense vor Probleme zu stellen. Auch seine Landsleute Evan Taylor und AJ Davis Jr. fanden früh Ihren Touch und Nürnberg führte in einem unterhaltsamen Spiel nach zehn Minuten knapp mit 24:23. Daran wollte man im zweiten Viertel anknüpfen, ließ Karlsruhe aber immer wieder zu viele Freiheiten und konnte die Führung nur mit Ach und Krach auch nach 20 Spielminuten noch aufrecht erhalten. 

Nach der Pause waren die LIONS dann ebenbürtig und streckenweise besser. Ein 10:2-Run in den letzten Minuten des dritten Viertels bescherte der Mannschaft von Trainer Scepanovic dann sogar eine 3 Punkte-Führung (60:63) bevor es in den Schlussabschnitt ging. Dort waren die Falcons nun gefordert, konnten sich aber der lautstarken Unterstützung der über 900 Fans in der Kia Metropol Arena sicher sein. Nürnberg gelangen 29 Punkte im Schlussviertel und in der Crunchtime sogar einige gute Defensive-Aktionen, die letztlich den 89:83-Heimsieg gegen die Karlsruhe LIONS möglich machten. Für die Falcons war es der dritte Sieg in Folge und eine gute Generalprobe für das Spiel gegen Tübingen am Sonntag.

Vytautas Buzas konnte mit dem Ausgang der Begegnung zufrieden sein. Mit der Art und Weise, wie der dritte Heimsieg zu Stande kam, konnte sich Nürnbergs Coach aber erst nicht so recht anfreunden: „Wir haben lange gebraucht um unseren Rhythmus zu finden. Am Ende steht ein Sieg nach einem lehrreichen Spiel in dem uns die Fans einmal mehr grandios unterstützt haben. Die Vorbereitung gegen Tübingen hat begonnen“, so der Falcons-Coach.

05.11.2021 19:30 Uhr Artland Dragons vs. Medipolis SC Jena 86:94

Der Start der Dragons in die Partie lief zunächst sehr vielversprechend. Angeführt von dem in der Zone nicht aufzuhaltenden Adam Pechacek, und Thorben Döding, der den verletzten Zach Ensminger auf der Point-Guard-Position vertrat, spielten die Drachen früh groß auf und lagen nach vier Minuten 16:7 in Front. Und auch Chase Griffin stand in dieser Saison erstmals in der Starting Five von Headcoach Tuna Isler, der US-Amerikaner verhalf seinem Team in der Anfangsphase mit zwei Dreiern zum starken Beginn. Ex-Quakenbrücker Brandon Thomas führte sich auf der Gegenseite allerdings ebenso gut ein. Nachdem Ray Simmons die Thüringer sogar bis auf zwei Zähler naher kommen lassen hatte, griff Isler erstmals zur Auszeit – Kapitän Adrian Breitlauch führte sein Team schließlich mit einem Treffer von Downtown aus ebenjener heraus. 29:24 nach den ersten zehn Minuten.
 
 
Eine Minute und 20 Sekunden brauchten die Dragons dann wiederum, um Jena im zweiten Viertel zur ersten Auszeit zu zwingen. Pechacek und Breitlauch waren jeweils die Nutznießer des von Döding aufgezogenen Pick&Rolls, sodass die Hausherren schnell wieder bis auf 50:52 herangekommen waren. Und auch defensiv wirkten die Drachen nun wieder griffiger. Die Halle mit ihren 1700 Zuschauern beflügelte die Quakenbrücker merklich, sodass die Stimmung nach Pechaceks Dreier und der damit einhergehenden Führung auf dem frühzeitigen Siedepunkt angekommen war. Für das dritte Viertel passend traf auch Breitlauch seinen nächsten Versuch von Downtown, Alex Herrera beging obendrein sein zweites unsportliches Foul und musste folglich die Halle verlassen. Dem waren allerdings zwei Dreier von Moritz Plescher vorausgegangen, die Jena die erneute Führung verschafften. Die Partie blieb in dieser Phase jedoch extrem eng, der 72:72-Zwischenstand vor dem finalen Viertel war also durchaus logisch.
 
Beide Mannschaften bestachen nun allerdings zunächst vor allem durch starke Defense, die es dem Gegner immens schwer machte zu Zählbarem zu kommen. Angeführt vom sehr gut aufgelegten Nico Brauner (20 Punkte, 6 Dreier) enteilte der Ligaprimus zwei Minuten vor dem Ende bis auf fünf Punkte. Den Dragons schien hingegen das Wurfglück abhandengekommen zu sein. Beispiel: In einer starken Sequenz griffen sich die Quakenbrücker insgesamt vier Offensiv-Rebounds, trafen jedoch keinen der jeweils darauffolgenden Würfe. Simmons machte es im Gegenzug besser. Der Jenaer Point Guard erhöhte per Dreier auf acht Punkte bei 27 verbleibenden Sekunden, sodass das Spiel entschieden war. Am Ende gewinnt Medipolis SC Jena 94:86 und bleibt so weiter an der Tabellenspitze, die Drachen hingegen fallen zunächst auf den 15. Platz zurück.

Dragons-Headcoach Tuna Isler: „Die Jungs haben heute hart gekämpft und wie ich finde auch gut gespielt. Unser Auftritt war von Team-Basketball geprägt, dazu haben wir uns beim Rebound deutlich von Jena absetzten können. Das zeigt, dass wir es können und Potenzial in uns steckt. Es stimmt uns positiv, weil dieses Spiel trotz der Niederlage gut für unsere Moral sein wird. Wir hätten den Sieg sicherlich verdient, am Ende hat sich allerdings Jena mit seiner individuellen Qualität in vielen und wichtigen Szenen durchgesetzt. Der Gegner ist im letzten Viertel durch schwierige Treffer im Rollen geblieben, wir hingegen haben unser Momentum durch Fehler leider nicht aufrechterhalten können. Chase Griffin, Adrian Breitlauch oder Adam Pechacek haben effektiv und mit sehr viel Einsatz gespielt, besonders hervorheben möchte ich allerdings Thorben Döding. Er ist vorangegangen, hatte offensiv wie defensiv einige gute Aktionen und hat den Takt angegeben. Insgesamt war unsere Leistung sehr respektabel, dazu war die Energie in der Halle sehr gut. Für einen Sieg hat es leider nicht gereicht, wir sehen jedoch die positiven Dinge und erkennen, dass der Trend in die passende Richtung geht. Die Aufgabe besteht nun darin Stabilität in die Sache zu bekommen und unsere Qualität konstant abzurufen. Dann kommen die Siege von ganz allein.“

05.11.2021 19:30 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. VfL Sparkassenstars Bochum 102:88

Armani Moore, Jarelle Reischel, Robert Oehle, Kevin Yebo und Carrington Love starteten für die Eisbären in die Begegnung, die dabei verletzungsbedingt kurzfristig auf Daniel Laster und Konstantin Konga verzichten mussten. Die Bremerhavener starteten mit viel Tempo und Entschlossenheit in die Begegnung und konnten sich vor allem durch schnelles Umschaltspiel immer wieder einfache Abschlüsse erspielen. Die Gäste aus Bochum hielten jedoch gut mit und ließen sich vom fulminanten 9:3 Start der Gastgeber nicht aus der Ruhe bringen. Im Verlauf des ersten Viertels erhöhten die Eisbären ihre Intensität in der Defensive und fanden offensiv immer wieder Lücken, sodass am Ende des ersten Spielviertels ein beruhigendes 35:27 von der Anzeigetafel leuchtete. Im zweiten Viertel blieb das Spiel wie schon im ersten Spielabschnitt umkämpft. Keines der beiden Teams konnte sich entscheidend absetzen. Auf Seiten der VFL Astrostars
war es vor allem Johannes Joos, der sein Team mit seiner Variabilität im Spiel hielt. Sein Gegenpart auf Seiten der Eisbären hieß einmal mehr Kevin Yebo, der zur Pause bereits 17 Punkte auf dem Konto hatte, an den Brettern die Abpraller hüben wie drüben fleißig einsammelte und bereits zur Halbzeit an einem Double-Double kratzte. In den letzten Minuten des zweiten Viertels schlichen sich auf beiden Seiten Flüchtigkeitsfehler ein, weswegen das Spielniveau ein wenig abflachte. Die Trefferquoten aus der Nah- und Mitteldistanz waren jedoch bei beiden Teams überdurchschnittlich gut, wobei die Eisbären gegen Ende des zweiten Viertels ihre körperlichen Vorteile auf den kleinen Positionen besser auszuspielen wussten, weswegen es nach einer kurzweiligen und unterhaltsamen ersten Halbzeit mit einem verdienten 58:49 in die Kabine ging.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit war es abermals Yebo, der die Eisbären mit einem erfolgreichen Dreier auf Kurs brachte. Bochum hielt jedoch weiterhin dagegen und ließ die Bremerhavener nicht entscheidend davonziehen. Der Vorsprung der Mannen um den in Viertel Nummer drei stark aufspielenden Carrington Love pendelte sich so zunächst im hohen einstelligen Bereich ein, was neben der starken Performance von Love vor allem an den vielen Ballverlusten auf Seiten der Bochumer und Ethan Alvano lag, der mit sechs Punkten in Folge in dieser Phase nicht zu stoppen war. So beendeten die Eisbären das Viertel mit einer 88:73- Führung, nachdem Neuzugang Shane Richards mit der Schlusssirene seine ersten drei Punkten im Eisbären-Dress einnetzen konnte. Das vierte Viertel begannen beide Teams eiskalt, weswegen sich an der Höhe des Vorsprungs der Eisbären in den ersten drei Minuten wenig änderte. Nach vier schnellen Punkten
der Gastgeber, sah sich Bochums Cheftrainer Felix Banobre zu einer Auszeit gezwungen, um den Lauf der Bremerhavener zu unterbrechen. Die Auszeit verfehlte ihre erhoffte Wirkung jedoch, sodass ein weiterer Buzzerbeater-Dreier von Richards den Vorsprung der Hausherren auf über 20 Punkte anwachsen ließ. Der Eisbären-Express war jetzt nicht mehr aufzuhalten. Die Gäste hingegen verzettelten sich zunehmend in überhasteten Einzelaktionen, das Team von Eisbären Headcoach Michael Mai verwaltete das Ergebnis in den letzten Minuten clever und so konnten die Fans nach einem Durchstecker von Yebo auf Oehle die Punkte 99 und 100 bejubeln. Die Eisbären Bremerhaven gewannen nach einer tollen Leistung am Ende verdient mit 102:88 und führen mit dem fünften Sieg in Folge ihren Weg senkrecht nach oben weiter fort.

Dementsprechend zufrieden zeigte sich Eisbären Headcoach Michael Mai mit dem Auftritt seines Teams: „Wir haben heute unseren Aufwärtstrend bestätigt und mit Bochum eine starke Mannschaft dank unserer Intensität und Physis und ohne DJ und Konsti besiegen können. Es erfüllt mich mit Freude zu sehen, wie das Team langsam anfängt eine Identität zu bilden und auch am defensiven Ende Stolz zu entwickeln. Trotzdem müssen wir weiterhin fokussiert bleiben und den Saisonstart als mahnendes Beispiel nehmen, dass das Pendel auch schnell in die andere Richtung ausschlagen kann.“

05.11.2021 19:30 Uhr Phoenix Hagen vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier 86:67

In einer Begegnung der zuvor Gebeutelten – Hagen kam mit fünf, Trier mit drei Niederlagen in Serie in die Halle – erwischten die Gäste den zunächst besseren Start, ehe Phoenix offensiv seinen Rhythmus fand und mit einem beherzten Auftritt die Führung übernahm. Ab dem dritten Viertel kippte die Angelegenheit rasant zugunsten der Hausherren, die immer wieder Ballverluste forcierten und dadurch selbst in Transition zu einfachen Punkten kamen. Hatten die Gladiators in Halbzeit eins nur sechs Turnover auf dem Konto, kamen nach dem Seitenwechsel nochmals deren satte 14 hinzu. Genau zum richtigen Zeitpunkt heiß lief Philipp Daubner, der elf seiner insgesamt 13 Zähler in eben jenem dritten Viertel erzielte. Gleich drei Dreier und einen Floater versenkte der Forward während des entscheidenden Phoenix-Runs – und wurde dafür von den 1.210 Zuschauern frenetisch gefeiert.

Wusste Shawn Occeus mit grundsoliden zwölf Punkten, sechs Rebounds und drei Assists in den prominentesten Statistiken bereits zu gefallen, war es allerdings seine Präsenz in der Verteidigung, die an diesem Abend herausstach. Der Amerikaner stand aufmerksam in der Helpside und blockte gleich sechs gegnerische Würfe – was auf die gerne zum Korb ziehenden Trierer Guards eine merklich abschreckende Wirkung hatte. Eine einmal mehr starke Vorstellung bot Paul Giese. Der Guard avancierte mit 17 Zählern zum Phoenix-Topscorer, wobei er sechs seiner acht Würfe aus dem Feld traf (75,0 Prozent). Nach Occeus (32:10 Minuten) stand er von allen Hagener Akteuren mit 30:45 Minuten am zweitlängsten auf dem Feld.

Chris Harris (HC Phoenix Hagen): „Vielen Dank an unsere Fans und meine Mannschaft, die nach einem schwierigen Start in die Partie weiter Gas gegeben und Selbstvertrauen gezeigt haben. Dort haben wir als Team eine gute Antwort gefunden und uns gegen einen wirklich tiefen Trierer Kader im Verlauf der Begegnung immer weiter steigern können. In der ersten Hälfte waren wir defensiv besonders abseits des Balls oft zu unaufmerksam, zu langsam. Das hat sich nach dem Seitenwechsel jedoch geändert und war der Schlüssel zum Erfolg.“

05.11.2021 19:30 Uhr TEAM EHINGEN URSPRING vs. VfL Kirchheim Knights 78:92

Mit 78:92 verlor das TEAM EHINGEN URSPRING sein Heimspiel gegen die Kirchheim Knights und wartet auch nach der siebten Partie in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA auf den ersten Erfolg. Erneut war die Mannschaft von Trainer Felix Czerny nicht weit weg vom ersten Sieg, doch musste dann im Schlussviertel den Gegner davonziehen lassen. Noch bitterer macht die Derbyniederlage die wohl schwere Verletzung von Forward Antonio Pilipovic, der zwei Minuten vor dem Ende nach einem Zusammenprall mit dem Gegner und starken Schmerzen am Knie und langer Behandlungspause in die Kabine gebracht wurde.

Die ersten Ehinger Punkte erzielte der spätere Topscorer Tyler Cheese der auch in der Folge seine Mannschaft mit guten offensiven Aktionen dabei hielt. Waren die ersten sechs Minuten des Spiels mit nur zehn Punkten der Kirchheimer aus dem Feld richtig gut, folgte dann defensiv ein Einbruch. Bis zum Viertelende setzten die Gäste sich immer weiter ab. Nur durch zwei schnelle Aktionen und vier Punkte von Munis Tutu ging es mit einem Acht Punkte Rückstand (22:30) in das zweite Viertel. Dort arbeitete man sich zuerst auf 29:33 heran, schaffte es dann aber nicht die Phase in der die „Ritter“ drei Minuten ohne Punkte blieben auszunutzen, weil man selbst gar eine Minute länger ebenfalls den Ball nicht im Korb unterbrachte. Auf eine starke Phase von Cheese und Tutu wusste Kirchheim immer eine Antwort, so ging es mit 41:47 in die Halbzeitpause. Danach schaffte man es mit deutlich mehr Intensität und Energie in der Defense den Gegner vor Probleme zustellen. Dadurch lief es auch im Angriff besser und durch einen Pilipovic-Dreier war man nur noch drei Punkte im Rückstand. Der später verletzte Forward war es dann auch der mit weiteren zwei Punkte und einem Assist auf Maxi Langenfeld zur ersten Ehinger Führung (57:56) beitrug. Die baute man durch vier Punkte von Cheese sogar noch aus. Doch als dieser vom Feld war, folgte ein 9:0-Lauf der Gäste, sowie einem Dreier von Kirchheims stark aufspielenden Kapitän Till Pape, der die 70:63-Führung der Gäste vor dem Schlussviertel brachte.

Die baute er noch weiter aus, bevor Munis Tutu einen Dreier mit Foul traf und so wieder vier Punkte Rückstand stellte. Nach toller kämpferischer Phase kam man noch weiter heran und Tutu verkürzte – erneut aus der Distanz – auf zwei Punkte. Doch in den weiteren vier Minuten der Partie sollten lediglich Maxi Langenfeld noch Punkte von der Freiwurflinie gelingen. Ansonsten schaffte man es nicht sich gute Würfe zu erspielen und leistete sich zu viele Ballverluste gegen den Druck des Gegners. So stand am Ende, trotz guter Leistung, erneut eine Niederlag und das obwohl man bis in die Schlussminuten die Siegchancen hatte.

05.11.2021 19:30 Uhr RASTA Vechta vs. Bayer GIANTS Leverkusen 92:87

Am 8. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA 2021/22 haben die BAYER GIANTS Leverkusen gegen RASTA Vechta eine knappe Niederlage hinnehmen müssen. Der Rekordmeister unterlag bei den Niedersachsen mit 87:92 (48:48). Dabei starteten die GIANTS vor rund 2.500 Zuschauern im Rasta Dome stark. Schnell erspielten sich die Schützlinge von Trainer Hansi Gnad eine Führung, welche sie nicht nur verteidigten, sondern auch kontinuierlich ausbauten. Nach einem erfolgreichen Korbleger durch BAYER-Brettspieler Marko Bacak lagen die Gäste mit neun Zählern in Front. Die Farbenstädter spielten hochkonzentriert auf und nutzten die sich bietenden Gelegenheiten hochprozentig. Vor allem US-Amerikaner Quentin Goodin war in dieser Phase bockstark und präsentierte sich von seiner guten Seite. Die Hausherren mussten sich sehr anstrengen den Abstand zum Viertelende zu verkürzen. Die knappe 25:22-Führung des Rekordmeisters nach dem ersten Abschnitt war mehr als verdient.

Der zweite Durchgang ähnelte stark der ersten Spielperiode. Auch hier gaben die Leverkusener zunächst den Ton an und wirkten fokussierter als die Gastgeber. Nach 15 absolvierten Minuten lagen die „Gnadisten“ mit 37:31 souverän vorne. Vechta fand keinen wirklichen Zugriff auf die Begegnung und haderte vermehrt mit der eigenen Wurfquote. Doch umso länger der Abschnitt lief, umso stärker wurden die Hausherren. Mit einem Unentschieden beim Spielstand von 48:48 ging es in die Kabine. Die zweite Halbzeit eröffnete Melvin Jostmann gleich mit einem erfolgreichen Wurf aus der Distanz – ein guter Auftakt aus Sicht des ProA-Vizemeisters von 2021. In der Folge entwickelte sich jedoch ein ausgeglichenes Spiel, bei dem sich weder BAYER noch Vechta einen nennenswerten Vorteil erspielen konnte. Beide Mannschaften konnten immer wieder mit guten Aktionen auf sich aufmerksam machen, wobei vor allem die GIANTS mit ihrem Teamplay zu überzeugen wussten. Doch RASTA blieb stets in Schlagdistanz. Die starke Dreierquote (13 von 32, knapp 42 Prozent) hielt die Niedersachsen nicht nur in der Paarung, sondern sorgte auch für einen knappen Vorsprung von fünf Zählern mit Ablauf der Viertelsirene. Mit 66:71 aus Sicht des 14-maligen Deutschen Meisters ging es in das Schlussviertel.

In den letzten zehn Minuten, soviel darf bereits verraten werden, lief für BAYER nicht mehr allzu viel zusammen. Die Gastgeber nutzten ihre Wurfchancen hocheffektiv, während die Leverkusener nicht nur mit ihrem eigenen Spiel haderten. In der 36. Spielminute musste Dennis Heinzmann nach einem Foulspiel an den ehemaligen GIANT Josh Young die Arena verlassen. Die Unparteiischen entschieden auf „disqualifizierendes Foul“. Eine Minute später musste dann Luis Figge nach einem technischen Foulspiel den Weg in die Umkleide antreten. Es war sein insgesamt fünftes persönliches Vergehen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Partie entschieden. Mit 87:92 traten die „Riesen vom Rhein“ die Fahrt in Richtung Bismarckstraße an.

Trainer Hansi Gnad fand nach dem Spiel deutliche Worte: „Erstmal möchte ich RASTA Vechta zu diesem Erfolg gratulieren, welcher verdient ist. Die Hausherren haben sehr gute Entscheidungen getroffen und ihre Würfe hochprozentig eingenetzt. Wir haben den Fehler gemacht, dass wir Vechta zu viel Platz zum Werfen gelassen haben. Das haben Sheldon Eberhardt, Joschka Ferner und Jannes Hundt eiskalt ausgenutzt. Auch wenn wir sicherlich über die ein oder andere Entscheidung der Schiedsrichter diskutieren können, müssen wir uns an unsere eigene Nase fassen. Verteidigen wir fokussierter und nutzen unsere Chancen, können wir auch vor dieser lautstarken Kulisse im Rasta Dome gewinnen.“

05.11.2021 19:30 Uhr Itzehoe Eagles vs. ROSTOCK SEAWOLVES 65:89

Der erste Heimsieg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga sollte her. Doch er war nur selten in Reichweite für die Itzehoe Eagles. Beim 65:89 mussten sie die Überlegenheit der Rostock Seawolves anerkennen. Das Problem zeigte sich schon im ersten Angriff. Gegen aggressive Verteidigung der Gäste ging der Ball verloren – und das bei weitem nicht zum letzten Mal. „Es ist nicht zu fassen, dass wir den Ball gar nicht über die Mittellinie bringen können“, sagte Eagles-Coach Patrick Elzie. „Ich war ein bisschen sprachlos, wie wir uns präsentiert haben.“ Allein im ersten Viertel unterliefen den Eagles acht Ballverluste, im gesamten Spiel waren es rekordverdächtige 29. Hinzu kamen große Löcher in der Defensive, die Rostock zu einfachen Punkten nutzte.

Im zweiten Abschnitt spielten die Gastgeber besser, Vance Johnson gestaltete den Rückstand einstellig. Dann gingen wieder Bälle verloren, Rostock nutzte das weiter gut aus, traf drei Dreier in den letzten vier Minuten und führte zur Halbzeit mit 46:31. Mit einer Zonenverteidigung waren die Eagles in der zweiten Hälfte zunächst erfolgreich, weil die Gäste kaum trafen. Einige Male punkteten die Itzehoer unter dem Korb und verkürzten, nach einem Dunk des gut aufgelegten Andrija Matic stand es nur noch 43:50. Die Aufholjagd war möglich, die Eagles gewannen Bälle – und schmissen sie gleich wieder weg. „Es war zum Haareraufen“, sagte Elzie. Mit 51:62 ging es ins letzte Viertel, nach weiteren Ballverlusten war die Partie endgültig entschieden, der Rückstand wuchs noch auf mehr als 20 Punkte.

Keine gute Leistung seines Teams, da gab es für Elzie nichts zu beschönigen. Was ihn besonders störte: „Wenn es schlecht läuft, müssen wir zusammenhalten, das haben wir nicht gemacht. So geht das nicht.“ Trotz der vier Niederlagen in Serie dürfe man nicht alles negativ sehen, sagt der Trainer, denn drei davon waren gegen Top-Teams. Der Tabellenzehnte Kirchheim sei nun eher ein Gegner, mit dem die Eagles sich messen müssten. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit dem früheren Eagle Jonathon Williams, der nach missratenem Saisonstart nach Kirchheim kam. „Wir müssen uns zusammenraufen und positiv bleiben“, sagt Elzie.

05.11.2021 20:00 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. wiha Panthers Schwenningen 86:92

Die Begegnung startete tempo- und punktereich. Dies lag nicht zuletzt daran, dass beide Teams bereits zu Beginn defensiv einige Nachlässigkeiten zeigten. Offensiv lief es aber zumindest bei den Gastgebern zu Beginn sehr rund, vor allem Jens Großmann erwischte einen richtig guten Start. Auf Schwenninger Seite hielt besonders Justin Pierce dagegen, der am Ende auch Topscorer der Partie werden sollte. Dennoch waren es die Paderborner, die sich ab Viertelhälfte einen leichten Vorsprung erspielten und die ersten zehn Minuten mit 26:20 für sich entschieden. Im zweiten Viertel lief zunächst alles nach Plan für Uni Baskets: Schwenningen leistete sich einige Ballverluste, Paderborn traf nach Belieben. Und dann klappte unerklärlicherweise ein paar Minuten lang bei den Gastgebern nichts mehr. Paderborn agierte überhastet, nachlässig, verteidigte nicht konsequent genug, leistete sich überflüssige Ballverluste, traf nichts mehr – und ermöglichte den wiha Panthers so einen 15:2-Lauf. Mit 50:47 für Paderborn ging es in die Pause.

Das dritte Viertel präsentierte zunächst schnellen, ausgeglichenen Offensivbasketball. Justin Pierce brachte die Gäste das erste Mal seit Beginn des ersten Viertels mit 61:59 wieder in Führung. Diese wechselte nun schnell hin und her, Paderborn schaffte es noch, trotz vieler Fehler und zunehmend ineffektiver Defensive, einen knappen Vorsprung von 70:67 in den Schlussabschnitt zu retten – einigen guten Einzelaktionen sei Dank. Im Schlussviertel taten sich beide Teams zunächst schwer, die sich anbahnende Enttäuschung für die Gastgeber nahm ihren Lauf. Schwenningens Chris Frazier setzte sich immer besser in Szene und sorgte für den schnellen Ausgleich (71:71). Nach fehlerbehafteten, aber ausgeglichenen Minuten brachte erneut Frazier die Gäste wieder mit 81:80 in Führung, die sie bis zum Schluss abgeklärt und besonnen ausbauen konnten. Paderborn agierte hektisch, ohne effektive 1:1-Verteidigung, viel zu langsam im Angriff und präsentierte im Schlussviertel insgesamt eine zu hohe Fehlerreihe, die Schwenningen den 92:86-Auswärtssieg ermöglichte.

Steven Esterkamp (Headcoach Uni Baskets Paderborn): „Wir sind alle enttäuscht. Wir haben vor allem in der zweiten Halbzeit nicht unser Spiel gespielt. Offensiv und defensiv sind uns viel zu viele Fehler passiert. Unsere Verteidigung war insgesamt zu schlecht, das können wir viel besser und das haben wir in dieser Saison auch bereits gezeigt. Bis zur Pause waren wir ja sogar trotz allem das bessere Team – aber in der 2. Halbzeit haben wir uns im Angriff viel zu langsam präsentiert und auch defensiv kaum mal eine effektive 1:1-Verteidigung gespielt. Ich hoffe, dass die Jungs das am Sonntag in Karlsruhe besser machen – denn sie können es definitiv besser.