Phoenix Hagen ist ProA-Meister 2025/2026 | Foto: Fabian Heyn

Phoenix Hagen krönt sich zum ProA-Meister 2025/26

Phoenix Hagen ist Meister der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Im Final-Rückspiel setzten sich die Feuervögel vor ausverkaufter Kulisse in der Ischelandhalle mit 93:82 gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim durch und sicherten sich damit nach der 82:86-Niederlage im Hinspiel den Titelgewinn.

Vor 3.145 Zuschauern entwickelte sich ein hochklassiges und intensives Finale zwischen zwei Mannschaften, die bereits vor dem Endspiel das sportliche Aufstiegsrecht in die easyCredit Basketball Bundesliga erlangt hatten. Die Gäste aus Kirchheim erwischten den besseren Start und gingen mit einer 46:41-Führung in die Halbzeitpause. Damit lagen die Knights auch in der Gesamtwertung zunächst auf Meisterkurs.

Nach dem Seitenwechsel übernahm jedoch Phoenix Hagen zunehmend die Kontrolle. Angeführt von Spielmacher Bjarne Kraushaar, der neben fünf Punkten neun Assists beisteuerte, sowie den treffsicheren Distanzschützen Marcus Graves (16 Punkte) und Tim Uhlemann (15 Punkte), drehten die Gastgeber die Partie. Besonders im dritten Viertel gelang es Hagen, defensiv den Rhythmus der Knights zu stören und sich erstmals entscheidend abzusetzen.

Kirchheim stemmte sich bis in die Schlussminuten gegen die drohende Niederlage und bewies einmal mehr die Qualitäten, die die Mannschaft durch die gesamte Saison ausgezeichnet hatten. Mit 31 Punkten war Phillip Russell der überragende Akteur auf Seiten der Ritter. Dennoch gelang es den Gästen nicht mehr, den Rückstand in der Gesamtwertung aufzuholen.

Mit dem 93:82-Erfolg sicherte sich Phoenix Hagen schließlich den Gewinn der ProA-Meisterschaft und setzte damit den Schlusspunkt unter eine herausragende Saison. Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel in der Ischelandhalle und beim Public Viewing neben der Arena keine Grenzen mehr. Mannschaft, Trainerstab und Fans feierten gemeinsam den Titelgewinn.

Auch die Bozic Estriche Knights Kirchheim können auf eine außergewöhnliche Spielzeit zurückblicken. Mit dem Einzug ins Finale, dem sportlichen Aufstiegsrecht und der Vizemeisterschaft krönte die Mannschaft von Head Coach Igor Perovic ihre erfolgreichste Saison der vergangenen Jahre. Die Ritter begeisterten vor allem in den Playoff mit Leidenschaft, Teamgeist und Konstanz und verlangten dem neuen Meister in zwei hochklassigen Finalspielen alles ab.

Die BARMER 2. Basketball Bundesliga gratuliert Phoenix Hagen zur ProA-Meisterschaft 2025/26 sowie den Bozic Estriche Knights Kirchheim zur Vizemeisterschaft und einer herausragenden Saison.

Spotlight #11: Der krönende Abschluss der Saison

329 Spiele sind in der Saison 2025/26 bereits absolviert worden, nur zwei stehen noch aus. Zwei Spiele, in denen es um nicht weniger als den Meistertitel geht! Nach teils dramatischen Playoff-Halbfinals sind Phoenix Hagen und die Bozic Estriche Knights Kirchheim die letzten beiden verbliebenen Teams. Im Gegensatz zu den bisherigen Runden wird das Finale nun in Hin- und Rückspiel entschieden, das Team, das also im addierten Score aus beiden Partien die Nase vorn hat, darf sich ProA-Meister 2025/26 nennen. Die erste Partie steht am Donnerstagabend um 19:00 Uhr in Kirchheim an, beendet wird die Saison dann am Sonntag ab 16:00 Uhr mit dem Duell in Hagen. Wie sahen vergangene Duelle aus und was macht das Matchup diesmal so spannend? All das gibts in dieser Ausgabe von Spotlight.

Umkämpfte Duelle – Der Blick in die Vergangenheit

Hagen und Kirchheim gehörten in den vergangenen Jahren zum Standardinventar der ProA. Seit dem Hagener BBL-Abstieg in der Saison 2016/17, trafen die Teams in jeder Spielzeit aufeinander. Das erste dieser Duelle ging damals (11.11.2017) an die Knights, übrigens mit dem heutigen Kirchheimer Co-Trainer Brian Wenzel auf der Position des Small Forwards. Über die Jahre kamen viele weitere Kräftemessen der beiden Vereine hinzu, doch speziell in den vergangenen Saisons hat sich die Brisanz nochmal erhöht. Der Grund dafür? Natürlich die Playoffs! In der vorletzten Saison lieferten sich Phoenix und die Knights eine heiße Viertelfinalserie, die über die vollen fünf Spiele ging. Kurioserweise behielt in den ersten vier Partien jeweils die Auswärtsmannschaft die Oberhand, erst im entscheidenden fünften Spiel gelang dann den Hagenern der Heimsieg. Kirchheim wiederum verlor durch die Niederlage das Teilnahmerecht am BBL Pokal, da parallel Karlsruhe seine Serie gegen Gießen gewann. Die Erinnerungen an dieses umkämpfte Viertelfinalduell dürften auch durchaus noch lebendig sein, denn auf beiden Seiten sind Akteure im Kader, die damals auf dem Parkett standen. Bei Phoenix sind das etwa Bjarne Kraushaar, Dennis Nawrocki (übrigens ein Ex-Kirchheimer), Marvin Omuvwie, Tim Uhlemann und Coach Harris. Bei den Kirchheimern ist Nil Failenschmid weiter dabei, ebenso wie sein Trainer Igor Perovic. Eine interessante Personalie ist dabei Demetrius Ward. Er schnürte vor zwei Jahren noch seine Schuhe für die Ritter, ist aber mittlerweile im Coachingstaff der Hagener und holte als Headcoach von Kooperationspartner SV Haspe 70 den Titel in der Regionalliga West.

Beim letzten Playoffduell der beiden Teams trug Demetrius Ward (l.) noch das Kirchheimer Trikot, mittlerweile ist er im Trainerstab von Phoenix-Coach Harris (Foto: Nina Sander).

Die aktuelle Form – Favorit gegen Team der Stunde

Doch nicht nur der Blick in die Vergangenheit macht Lust auf das Matchup. Auch in dieser Saison ist das Duell vielversprechend. Zwar ist Hagen, als in der Hauptrunde klar besseres Team, der Favorit. Doch die Knights sind eines von nur fünf Teams, das in dieser Saison gegen die Feuervögel gewinnen konnte. Mehr noch, das 81:60 am zwölften Spieltag war sogar der mit Abstand deutlichste Sieg, den eine Mannschaft gegen Hagen erringen konnte. „Was immer wir versucht haben, die Knights hatten immer eine Antwort darauf“, sagte Phoenix-Coach Harris nach dieser Partie. Im Rückspiel revanchierte sich Phoenix dann zwar mit einem deutlichen Sieg (+21), dennoch dürfte man gewarnt sein.

Dass die beiden Teams jetzt im Finale wieder aufeinandertreffen hätten vor der Postseason sicherlich die wenigsten getippt. Auf Hagener Seite war der Einzug in das Endspiel sicherlich festes Ziel, dennoch dauerte es bis zum letzten Samstag, ehe man in Spiel 5 gegen die Eisbären Bremerhaven das Finalticket klarmachen konnte. Davor lag eine aufreibende Serie gegen die Nordseestädter, die nicht nur einige Körner, sondern auch jede Menge Nerven gekostet haben dürfte. Schlussendlich konnten die Feuervögel die Serie aber vor allem über ihre Defense gewinnen, schließlich ließen sie im abschließenden Do-or-Die-Match nur 65 Zähler zu, die zweitniedrigste Bremerhavener Punkteausbeute der gesamten Saison! Generell kassieren die Westfalen in den Playoffs im Schnitt rund acht Punkte weniger, als in der Hauptrunde. Diese defensive Stabilität ist entscheidend, denn auf die bärenstarken Wurfquoten aus der regulären Saison konnte sich Hagen in der Postseason nicht mehr so stark verlassen. Die Dreierquote etwa sank von 38,4% auf 31,1%, im Zweierbereich sind es nun 44,5% statt 49,2%.

Die Knights konnten bereits am vergangenen Freitag den Einzug ins Finale feiern. Auswärts in Gießen setzte sich das Team von Igor Perovic durch und holte damit das 3:1 in der Halbfinalserie. Interessant dabei: Sowohl im Viertel- als auch im Halbfinale verloren die Teckstädter zunächst das erste Spiel und sicherten sich dann drei Siege in Serie. Das ist durchaus bemerkenswert, schließlich starteten die Ritter ihren Playoff-Run auf Platz sechs und schalteten in der Folge mit Göttingen und Gießen zwei Teams aus, die mit dem Aufstieg in die BBL liebäugelten. Bei so einer überraschend starken Performance liegt zweifelsohne der Vergleich mit den PS Karlsruhe LIONS 2023/24 nahe. Die Karlsruher waren damals sogar von Rang sieben gekommen und krönten sich am Ende zum ProA-Meister. Wiederholt sich also nun die Geschichte und es gibt einen Überraschungsmeister? Klar ist auf jeden Fall, dass die Knights in Tylan Pope den frisch gekürten besten Spieler der Halbfinals in ihren Reihen haben.

Tylan Pope (l.) gegen Marvin Omuvwie (r.): Die Verteidigung gegen den Star der Kirchheimer wird ein wichtiger Schlüssel sein (Bild: Jörg Laube).

Es steckt also noch einiges drin in den beiden anstehenden Finalspielen, der Ausgang ist schwer zu prognostizieren. Hagen oder Kirchheim, wer wird Nachfolger von Vorjahresmeister VET-CONCEPT Gladiators Trier? An dieser Stelle geht es in der Offseason dann mit einem Saisonrückblick sowie einer Übersicht über den Transfermarkt weiter. Wenn du das nicht verpassen möchtest, abonniere am besten hier unseren Newsletter, dort gibt es immer einen Reminder, wenn eine neue Ausgabe von Spotlight online ist.

Phoenix Hagen und Bozic Estriche Knights Kirchheim stehen im ProA-Finale

Die Halbfinalserien der ProA-Playoffs sind entschieden. Phoenix Hagen und die Bozic Estriche Knights Kirchheim haben sich jeweils in ihren „Best-of-Five“-Serien durchgesetzt und stehen im Finale um die Meisterschaft der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Mit dem Finaleinzug erwerben beide Teams zudem das sportliche Aufstiegsrecht in die easyCredit BBL.

GIESSEN 46ers vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim 85:89 | Serie: 1:3

Die Bozic Estriche Knights Kirchheim haben ihre Halbfinalserie gegen die GIESSEN 46ers mit 3:1 gewonnen und stehen erstmals seit 14 Jahren wieder im ProA-Finale.

In Spiel vier setzten sich die Teckstädter auswärts mit 85:89 durch und machten damit den entscheidenden dritten Sieg der Serie perfekt. Kirchheim erwischte in Gießen den besseren Start und erspielte sich nach einem 11:0-Lauf sowie hoher Treffsicherheit von der Dreierlinie eine 33:20-Führung nach dem ersten Viertel. Auch zur Halbzeit lag das Team von Headcoach Igor Perovic mit 48:39 in Führung.

Nach der Pause kontrollierten die Knights zunächst weiter das Geschehen und bauten den Vorsprung zwischenzeitlich auf 69:52 aus. Im Schlussabschnitt kam Gießen jedoch noch einmal heran und verkürzte bis auf drei Punkte. Kirchheim blieb in der entscheidenden Phase jedoch stabil und brachte den Auswärtssieg über die Zeit. Phillip Russell stellte mit einem Treffer von der Freiwurflinie 0,7 Sekunden vor dem Ende auf 89:85.

Aufgrund der niedrigeren Platzierung in der Hauptrunde gegenüber Hagen, findet das Hinspiel der Finalserie am Donnerstag, den 4. Juni um 19:00 Uhr in der Sporthalle Stadtmitte in Kirchheim statt.

Phoenix Hagen vs. Eisbären Bremerhaven 85:65 | Serie 3:2

Phoenix Hagen hat sich in einem entscheidenden fünften Spiel gegen die Eisbären Bremerhaven mit 85:65 durchgesetzt und damit die Halbfinalserie mit 3:2 gewonnen.

Vor einer unglaublichen Kulisse blieb die Partie, analog zu den vier Spielen zuvor, zunächst ausgeglichen. Gegen Ende des 3. Viertels konnte sich Hagen dann zunehmend absetzen. Angeführt von Marcus Graves (12 Punkte, 9 Assists) gelang es den Gastgebern, alle Comeback-Versuche der Eisbären konsequent zu unterbinden und im Schlussviertel nichts mehr anbrennen zu lassen.

Nach der Schlusssirene um 21:41 Uhr gab es in der Halle kein Halten mehr: Mannschaft, Staff und Fans feierten gemeinsam den Finaleinzug. Head Coach Chris Harris würdigte nach dem Spiel den Gegner und die Atmosphäre in der Halle und betonte die Bedeutung des Erfolgs für die Stadt Hagen und ihr Umfeld.

Für die „Feuervögel“ ist damit die langersehnte Rückkehr in die 1. Liga sportlich perfekt. Als Hauptrundensieger haben sie das Heimrecht im ProA-Finale. Dadurch findet das Rückspiel der Finalserie am Sonntag, den 7. Juni um 16:00 Uhr in der Ischelandhalle in Hagen statt.

Dort wird im Anschluss an das Spiel der ProA-Meister 2025/2026 gekürt. Welches Team in die Fußstapfen der VET-Concept Gladiators Trier (ProA-Meister 2024/2025) treten kann, wird zudem LIVE und EXKLUSIV bei Sporteurope.TV zu sehen sein.

Spotlight #10: Wer bucht die Tickets fürs Finale?

Halbfinalzeit in der ProA! Die Viertelfinalserien liegen hinter uns und mit Phoenix Hagen, den Eisbären Bremerhaven, den Bozic Estriche Knights Kirchheim sowie den GIESSEN 46ers sind nun noch vier Teams im Rennen um den Finaleinzug. Wie schon in der ersten Playoffrunde, sind auch die Halbfinals als Serien im Modus Best-of-five angesetzt, wobei jeweils das in der Hauptrunde höher platzierte Team Heimrecht in Spiel eins, drei und einem möglichen Spiel fünf hat. Heiße Partien sind vorprogrammiert, blicken wir auf die beiden Duelle…

Phoenix Hagen vs. Eisbären Bremerhaven: Hauptrundensieger gegen Angstgegner?

Auf der linken Seite des Playoffbaums treffen die beiden Teams aufeinander, die ihre Viertelfinalserie mit einem Sweep beendet haben. Sowohl Phoenix Hagen als auch die Eisbären Bremerhaven konnten also mit 3:0 ins Halbfinale einziehen und dürften dementsprechend ausgeruht in die Serie starten. Beim Duell Erster gegen Vierter ist die Favoritenrolle zwar schnell verteilt, allerdings sind die Eisbären das einzige Team, das in dieser Saison beide Spiele gegen Hagen gewinnen konnte!

-1 im Hinspiel und -15 im Rückspiel – das waren die Ergebnisse in den beiden Hauptrundenpartien gegen Bremerhaven aus Hagener Sicht. Damit sorgten die Eisbären alleine für ein Drittel der Niederlagen des Hauptrundensiegers, der ansonsten weitgehend souverän durch die Saison ging. Daran knüpfte Phoenix auch in den Playoffs an und ließ den PS Karlsruhe LIONS keine Chance. Mit 90:66, 108:73 und 79:70 machte man den Halbfinaleinzug klar. Das 90:66 in Spiel eins war übrigens, trotz aller Erwartbarkeit, etwas Besonderes, denn es war der allererste Playoff-Auftaktsieg in der Phoenix-Vereinsgeschichte! Trotz des klaren Siegs im Viertelfinale, fällt beim Blick in die Statistiken noch einiges an Verbesserungspotential auf. In der Hauptrunde war Hagen mit 38,4% bei der Dreierquote noch das beste Team der Liga, jetzt in den Playoffs fanden nur 29,7% der Würfe von Downtown ihr Ziel. Zudem leistete man sich mehr Turnover als in der regulären Saison. Dafür zeigten die Feuervögel aber am Brett Dominanz und griffen sich mehr als 50 Abpraller pro Partie, deutlicher Ligabestwert. Gerade die fast 16 Offensivrebounds sind ein Grund dafür, dass man trotz der unterdurchschnittlichen Quoten 92,3 Punkte pro Partie auflegen konnte.

Nur ein Team kommt in den Playoffs auf einen noch höheren Punkteschnitt und das sind, wie sollte es anders sein, die Eisbären Bremerhaven. Zugegeben, dieser Schnitt wird deutlich davon beeinflusst, dass die Nordseestädter beim 117:112 in Spiel drei in die Overtime mussten. Doch auch die Feldwurfquote (51,8% Topwert der Playoffteams) unterstreicht das offensive Potential der Eisbären. Das Team von Steven Esterkamp bekam es im Viertelfinale mit den Artland Dragons zu tun, so gesehen lautet das Duell also nun ein zweites Mal Feuer gegen Eis. In allen drei Partien gegen die Drachen war es bis zum Schluss spannend (der Overtimesieg war mit +5 schon das deutlichste Ergebnis), die Serie hätte auch gut und gerne über mehr als die drei Spiele gehen können. Doch letztendlich bewiesen die Eisbären immer kühlen Kopf und Crunchtime-Qualitäten. Wichtige Erfahrungen, die etwa Hagen in der Form noch nicht sammeln konnte und am Ende ausschlaggebend sein könnten?

Mit Übersicht auf der eins: Elijah Miller (l.) und Bjarne Kraushaar (r.) gehörten in der Hauptrunde zu den Top 3-Assistgebern der ProA (Foto: Jörg Laube).

Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. GIESSEN 46ers: Überraschungsteams unter sich

Im zweiten Halbfinale treffen die beiden Teams aufeinander, die im Viertelfinale für Upsets sorgten. Sowohl Kirchheim als auch Gießen konnten sich gegen höher platzierte Teams durchsetzen und so kommt es nun sogar zum ungewöhnlichen Fall, dass die Knights als Sechstplatzierter mit Heimrecht in das Halbfinale gehen.

Auf dem Weg dorthin schalteten die Kirchheimer den BBL-Absteiger aus Göttingen aus, und das obwohl man zunächst das Auftaktspiel in Niedersachsen verlor. Doch was dann folgte war ein klarer Heimsieg (+14) in Spiel zwei, der die Richtung für den Rest der Viertelfinalserie vorgab. Auswärts klaute man Spiel drei und den Matchball vor heimischer Kulisse verwandelten die Ritter in der Crunchtime. Nun steht also das Matchup gegen die 46ers an, mit denen das Team von Igor Perovic noch eine Rechnung offen hat. Beide Hauptrundenspiele konnten die Gießener deutlich für sich entscheiden, das 89:111 im Rückspiel stellte für die Knights sogar die höchste Niederlage der Saison dar! Um nun also Revanche zu nehmen, kommt es vor allem auf das starke Import-Trio aus Tylan Pope, Chuck Harris und Phillip Russell an, die in der Postseason zusammen für knapp 50 Kirchheimer Punkte pro Partie verantwortlich sind. Doch in den Playoffs laufen immer wieder auch die Rollenspieler zur Höchstform auf und so war etwa Aeneas Jung im entscheidenden vierten Spiel der effektivste Ritter. Mit einem Wert von 19 legte er mehr als das Dreifache seines Hauptrundendurchschnitts auf.

Doch auch die Gießener konnten im Playoff-Viertelfinale gegen die favorisierten Merlins aus Crailsheim ungeahnte Leistungsexplosionen verzeichnen. 18 Punkte in Spiel zwei, 21 Punkte und sieben Rebounds in Spiel vier: Das sind die Stats von Daniel Norl, der sich seine beiden besten Performances im 46ers-Trikot offensichtlich für die Playoffs aufgehoben hatte. Doch nicht nur er packte im Vergleich zur Hauptrunde einiges drauf, auch Spieler wie Simon Krajcovic, Aiden Warnholtz, Viktor Kovacevic und Robin Benzing steigerten ihre Punkteausbeute in der Postseason. Das liegt vor allem daran, dass die Gießener plötzlich ihre Dreier treffen. In der regulären Saison traf das Team von Frenkie Ignjatovic nur 30,9% von jenseits der 6,75m, ligaweit Platz 16. Doch nun fallen knapp 39% der Dreier, Bestwert aller Halbfinalteilnehmer! Ein besonderes Duell wird es übrigens auch auf der Trainerbank. Die beiden Coaches Perovic und Ignjatovic kennen und schätzen sich so sehr, dass letzterer sogar zur Hochzeit der Tochter seines Kirchheimer Gegenüber eingeladen wurde. Diese ist für Anfang Juni geplant, parallel zu den Finalspielen der ProA. „Nur einer von uns beiden wird an diesen Feierlichkeiten teilnehmen können“, fasst Ignjatovic die Dramatik zusammen…

Maier gegen Mayer beim Auftaktspiel der beiden Teams (Foto: Nina Sander/Silas Kunz).

Die beiden Halbfinals starten am morgigen Mittwoch, spätestens am 31. Mai wissen wir dann welche beiden Teams den Einzug in das Finale und das damit verbundene sportliche Aufstiegsrecht für die easyCredit BBL erreichen. Den Ausblick auf das Final-Matchup gibt es dann in der nächsten Ausgabe von Spotlight. Wenn du das nicht verpassen möchtest, abonniere am besten hier unseren Newsletter, dort gibt es immer einen Reminder, wenn eine neue Ausgabe von Spotlight online ist.

Nachberichte ProA Playoffs – Viertelfinale Spiel 3

12.05.2026 19:30 Uhr // BG Göttingen vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim 82:89

Die BG Göttingen ist im Playoff-Viertelfinale der ProA weiter unter Druck geraten und liegt nach einer 82:89-Niederlage gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim in der Serie nun mit 1:2 zurück. Vor 2.274 Zuschauern in der Sparkassen-Arena entwickelte sich über weite Strecken ein intensives und ausgeglichenes Duell, das erst in der Schlussphase zugunsten der Gäste kippte. Dabei hatte Göttingen lange Zeit alles im Griff. Trotz des Ausfalls von Wes Dreamer fanden die Veilchen nach anfänglichen Schwierigkeiten immer besser ins Spiel und drehten nach einem Rückstand im ersten Viertel die Partie. Vor allem im zweiten Abschnitt zeigte das Team von Headcoach Fabian Strauß eine starke Reaktion, kämpfte sich zurück und ging mit einer 49:43-Führung in die Halbzeitpause.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Göttingen zunächst am Drücker und baute den Vorsprung zwischenzeitlich auf 14 Punkte aus. Maßgeblichen Anteil daran hatte einmal mehr Jordan Sears, der mit 29 Punkten der überragende Akteur auf dem Parkett war. Doch Kirchheim gab sich nicht auf. Angeführt von einem starken Tylan Pope, der mit 24 Punkten und 10 Rebounds ein Double-Double auflegte, sowie Chuck Harris kämpften sich die Gäste Stück für Stück zurück in die Partie. Ein 10:0-Lauf im dritten Viertel brachte die Knights wieder heran und leitete die Wende ein. Im Schlussabschnitt entwickelte sich schließlich ein offener Schlagabtausch mit mehreren Führungswechseln. In den entscheidenden Minuten zeigte sich Kirchheim abgeklärter. Während Göttingen offensiv zunehmend Probleme bekam, leistete sich Ballverluste und wichtige Würfe verfehlte, sicherten sich die Gäste entscheidende Rebounds und zweite Chancen. So setzten sich die Knights in der Crunchtime ab und brachten den Auswärtssieg letztlich souverän ins Ziel.

Göttingens Headcoach Fabian Strauß analysierte nach dem Spiel: „Kirchheim hat den Sieg in den letzten vier Minuten einfach deutlich mehr gewollt. Sie haben viele wichtige zweite Chancen und viele wichtige Rebounds geholt. Wir haben uns das Leben offensiv mit zwei, drei Turnovern zu viel schwer gemacht. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, das in beide Richtungen hätte gehen können. Wir haben es am Ende nicht mehr hinbekommen, der Physis standzuhalten. Am Donnerstag haben wir die Möglichkeit, die Serie wieder nach Göttingen zu holen – das ist unser Ziel.“ Auch Kirchheims Trainer Igor Perovic hob die Moral seines Teams hervor: „Es war ein sehr gutes Spiel, ein intensiver Kampf. Beide Teams haben alles gegeben. Wir lagen zwischenzeitlich 14 Punkte zurück, und es hat uns viel Energie gekostet, zurückzukommen. Ich spreche meinen Spielern definitiv ein großes Lob aus für den Glauben und den Spirit; das war schön zu sehen. Am Ende haben wir nur ein Spiel gewonnen, einen Schritt gemacht. Das nächste große Spiel ist am Donnerstag.“

 

12.05.2026 19:30 Uhr // Phoenix Hagen vs. PS Karlsruhe LIONS 79:70

Phoenix Hagen hat den Sweep perfekt gemacht und ist mit einem 79:70-Erfolg über die PS Karlsruhe LIONS souverän ins Halbfinale der ProA-Playoffs eingezogen. Vor 3.145 Zuschauern in der erneut ausverkauften Ischelandhalle sicherten sich die Hagener mit dem dritten Sieg im dritten Spiel das Weiterkommen und treffen nun auf Bremerhaven oder Quakenbrück. Dabei tat sich der Hauptrundenerste lange schwerer als es das Endergebnis vermuten lässt. Karlsruhe, mit dem Rücken zur Wand, startete mutig und erwischte den besseren Beginn. Immer wieder kamen die Gäste über zweite Chancen zu Punkten und hielten die Partie bis zur Halbzeit offen. Phoenix fand offensiv zunächst keinen Rhythmus, steigerte sich aber im zweiten Viertel und ging mit einer knappen Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild dann entscheidend. Hagen bekam defensiv deutlich besseren Zugriff und ließ in der gesamten zweiten Hälfte nur noch 29 Punkte der Lions zu. Vor allem über Energie, Rebounding und Ballkontrolle setzten sich die Gastgeber Schritt für Schritt ab. Ein entscheidender Faktor war dabei Marvin Omuvwie, der mit großem Einsatz auf beiden Seiten des Feldes wichtige Impulse lieferte und maßgeblich daran beteiligt war, dass sich Phoenix zwischenzeitlich zweistellig absetzen konnte. Karlsruhe kämpfte sich zwar immer wieder heran, konnte den Rückstand aber nicht mehr entscheidend verkürzen. Spätestens im Schlussviertel kontrollierten die Hagener das Spielgeschehen und brachten den Sieg souverän über die Zeit. Damit endet für die Lions eine insgesamt starke Saison, während Phoenix mit breiter Brust ins Halbfinale einzieht.

Hagens Headcoach Chris Harris zeigte sich nach dem Spiel respektvoll gegenüber dem Gegner und gleichzeitig zufrieden mit der eigenen Entwicklung: „Unser größter Respekt geht an Karlsruhe. Die Lions haben eine tolle Saison gespielt, sich mit einem starken Lauf in die Playoffs gespielt und es uns deutlich schwerer gemacht, als die einzelnen Ergebnisse der Viertelfinalpartien vermuten lassen. Heute haben wir uns vor allem zum Start schwergetan, unseren Rhythmus zu finden. Das wurde nach der Pause besser, nachdem wir beim Rebound besser zugegriffen und im Angriff seltener den Ball verloren haben. Genau diese Qualitäten werden wir auch im Halbfinale noch mehr brauchen, egal auf welche Mannschaft wir dort treffen.“

 

13.05.2026 19:00 Uhr // Eisbären Bremerhaven vs. Artland Dragons 117:112

Die Artland Dragons sind nach einem echten Playoff-Krimi aus den ProA-Playoffs ausgeschieden. In einem spektakulären dritten Viertelfinalspiel mussten sich die Quakenbrücker den Eisbären Bremerhaven nach Verlängerung mit 112:117 geschlagen geben – damit geht die Serie mit 0:3 verloren, obwohl jedes Spiel bis in die Schlussphase offen war. Im Mittelpunkt stand dabei eine historische Vorstellung von Ben Burnham, die am Ende dennoch nicht zum Sieg reichte. Der MVP der Liga lieferte mit 46 Punkten, 8 Rebounds und sieben Dreiern eine Performance für die Geschichtsbücher ab und hielt sein Team über weite Strecken im Spiel. Unterstützt wurde er unter anderem von Amir Hinton und Buzz Anthony, doch gegen die mannschaftliche Geschlossenheit der Bremerhavener reichte selbst diese Offensivleistung nicht aus.

Wie schon in den ersten beiden Spielen entwickelte sich auch Spiel drei zu einem intensiven und ausgeglichenen Duell. Beide Teams lieferten sich über 40 Minuten einen offenen Schlagabtausch mit zahlreichen Führungswechseln. Die Dragons hatten dabei mehrfach die Kontrolle, konnten sich aber nie entscheidend absetzen, während Bremerhaven immer wieder Antworten fand – vor allem über ihre Big Men und zweite Chancen. Die dramatische Schlussphase bot alles, was Playoff-Basketball ausmacht. Burnham brachte die Dragons kurz vor Schluss sogar in Führung, doch Bremerhaven glich in letzter Sekunde aus und erzwang die Verlängerung. Dort zeigten die Gastgeber dann die größere Abgezocktheit. Angeführt von Elijah Miller und Jacob Biss trafen die Eisbären in den entscheidenden Momenten die besseren Entscheidungen, während sich bei den Dragons kleine Fehler und vergebene Chancen summierten.

Headcoach Hendrik Gruhn zeigte sich nach dem Spiel entsprechend emotional: „Glückwunsch an Steve und die Bremerhavener Mannschaft. Es war eine brutale Serie, die heute in dem besten Spiel gegipfelt ist. Wir haben alles reingeworfen und versucht, dieses Spiel hier zu gewinnen. Am Ende waren es Kleinigkeiten, die das Spiel entschieden haben. Zu viele Ballverluste, gerade im vierten Viertel. Natürlich bin ich stolz auf die Jungs, aber gerade ist einfach nur ein heftiger Schmerz da.“ Damit endet für die Artland Dragons eine starke Saison auf bittere Weise. Trotz des klaren 0:3 in der Serie war jedes Spiel hart umkämpft und wurde erst in den letzten Minuten entschieden. Die Eisbären Bremerhaven hingegen ziehen verdient ins Halbfinale ein – dort wartet nun mit Phoenix Hagen der Hauptrundenerste.

 

13.05.2026 19:30 Uhr // HAKRO Merlins Crailsheim vs. GIESSEN 46ers 88:86

Die HAKRO Merlins Crailsheim haben im Playoff-Viertelfinale ein wichtiges Lebenszeichen gesendet und sich im Kampf um das Halbfinale zurückgemeldet. Nach zuvor zwei Niederlagen gegen die GIESSEN 46ers gelang den „Zauberern“ ein knapper, aber enorm wichtiger 88:86-Erfolg, mit dem die Serie auf 1:2 verkürzt wurde. Von Beginn an war die Bedeutung der Partie in der Arena Hohenlohe spürbar. Beide Teams agierten mit hoher Intensität, unterstützt von lautstarken Fans auf beiden Seiten. Crailsheim erwischte mit einem 5:0-Start den besseren Beginn, doch wie schon in den Spielen zuvor entwickelte sich schnell ein enges Duell, in dem nahezu jeder Treffer einen Führungswechsel bedeutete. Erst im dritten Viertel konnten sich die Merlins etwas absetzen: Mit einem starken Lauf erspielten sie sich eine zwischenzeitliche 13-Punkte-Führung und schienen die Kontrolle zu übernehmen. Doch Gießen blieb seiner Linie treu und kämpfte sich zurück in die Partie, sodass es in der Schlussphase erneut hochspannend wurde.

Am Ende behielten die Merlins die Nerven und sicherten sich den verdienten Sieg, der die Serie wieder offen hält. Auffällig war vor allem die klare Leistungssteigerung der Crailsheimer. Offensiv zeigte sich das Team deutlich strukturierter und mannschaftlich geschlossener – 24 Assists sprechen für eine verbesserte Ballbewegung. Auch defensiv präsentierten sich die Merlins stabiler, steigerten sich bei den Ballgewinnen und agierten insgesamt wacher. Hinzu kam eine verbesserte Trefferquote sowohl von außen als auch aus dem Zweipunktebereich, was letztlich den Unterschied ausmachte. Nun steht für die HAKRO Merlins Crailsheim das nächste Schlüsselspiel an: Auswärts in Gießen bietet sich die Chance, die Serie endgültig auszugleichen und ein entscheidendes fünftes Spiel zu erzwingen. Klar ist dabei auch, dass erneut ein Spiel auf Augenhöhe zu erwarten ist – mit dem kleinen Vorteil, dass die Merlins den psychologischen Rückenwind auf ihrer Seite haben.

Nachlizenzierungsverfahren für die SBB Baskets

Köln, 12. Mai 2026 – Die BARMER 2. Basketball Bundesliga GmbH leitet gegen den ProA-Ligisten SBB Baskets ein Nachlizenzierungsverfahren nach §13 Lizenzstatut ein.

Aufgrund von neuen Informationen ergeben sich aus Sicht der Geschäftsführung und des Gutachterausschusses Unstimmigkeiten, die in einem Nachlizenzierungsverfahren überprüft werden. Die SBB Baskets erhalten im Rahmen der Nachlizenzierung die Möglichkeit, bestehende Zweifel auszuräumen.

Die BARMER 2. Basketball Bundesliga ist berechtigt, erneut die Unterlagen gemäß § 5 Lizenzstatut zur Prüfung und einer erneuten Entscheidung unter Fristsetzung anzufordern, wenn ein begründeter Anlass dafür besteht, dass ein Bundesligist oder dessen wirtschaftlicher Träger im Rahmen des zuletzt durchgeführten Lizenzierungsverfahrens unrichtig oder unvollständige Angaben gemacht hat oder sonstige Lizenzerteilungsvoraussetzungen nicht mehr erfüllt sind.

Die Liga bittet um Verständnis, dass aufgrund des laufenden Verfahrens keine weiteren Angaben zu dem Verfahren gemacht werden können. Das Ergebnis der Nachlizenzierung wird die Liga zu gegebener Zeit bekanntgeben.

Alvaro Sanchez wird neuer Headcoach in Bochum

Die VfL SparkassenStars Bochum treiben ihre Kader- und Strukturplanung für die kommende Saison weiter voran und haben nun eine zentrale Personalentscheidung getroffen: Alvaro Sanchez Paredes steigt vom Assistant Coach zum Headcoach auf. Der Spanier bringt internationale Erfahrung aus mehreren Stationen mit. Nach ersten Schritten im Jugendbereich in Spanien sammelte er unter anderem Coaching-Erfahrung in Schweden, Ägypten und den Niederlanden, bevor er 2024 zum Trainerstab der SparkassenStars stieß. Nun übernimmt er die Verantwortung an der Seitenlinie. Sanchez selbst blickt motiviert auf seine neue Aufgabe: „Ich bin wirklich dankbar für die Chance, das Vertrauen des Vereins und die Unterstützung aller innerhalb der Organisation. Wir gehen dieses neue Kapitel gemeinsam an – als Team wollen wir eine Kultur des Einsatzes und der harten Arbeit für den Verein, die Fans, die Stadt und für uns selbst aufbauen.“

Auch Geschäftsführer Tobias Steinert zeigt sich überzeugt von der Entscheidung: „Alvaro war von Anbeginn unserer Suche nach einem neuen Headcoach meine Wunschlösung und ich freue mich sehr, dass er uns zugesagt hat. Neben seinen unbestrittenen sportlichen Fähigkeiten wissen wir, dass er diesen Club und unsere Identität lebt. Nun haben wir zusammen ein neues SparkassenStars-Kapitel aufgeschlagen und ich freue mich sehr auf die gemeinsame Zukunft.“ Mit der Beförderung von Sanchez setzen die Bochumer bewusst auf Kontinuität. Auch auf der Position des Assistant Coaches bleibt Stabilität erhalten: Petar Topalski kehrt wie geplant in seine vorherige Rolle zurück. Parallel zur Trainerentscheidung laufen bereits die Planungen für die Saison 2026/27 – mit Sanchez als zentraler Figur an der Seitenlinie.

Tim Black wird neuer Cheftrainer der Nürnberg Falcons

Die Nürnberg Falcons haben frühzeitig die Weichen für die kommende Saison gestellt und präsentieren mit Tim Black ihren neuen Cheftrainer. Der 45-Jährige tritt damit die Nachfolge von Ralph Junge an, der sich künftig wieder verstärkt auf seine Rolle als Geschäftsführer konzentrieren wird. Mit der Entscheidung setzen die Falcons bewusst auf Kontinuität. Black ist seit mehreren Jahren Teil des Trainerstabs und kennt Verein, Strukturen und Philosophie bereits bestens. Entsprechend überzeugt zeigt sich Junge von der internen Lösung: „Tim hat in den vergangenen Jahren hervorragende Arbeit geleistet und sich diese Chance absolut verdient. Es war uns wichtig, früh Klarheit zu schaffen, um die kommende Saison strukturiert planen zu können. Ich freue mich sehr, dass ich mich wieder intensiver auf die Weiterentwicklung des Standorts und die organisatorischen Themen konzentrieren kann.“ Auch Black selbst blickt mit großer Motivation auf seine neue Aufgabe:

„Es ist mir eine große Ehre, diese Aufgabe zu übernehmen, der ich voller Tatendrang entgegenblicke. Diesen Verein und diese Stadt verstehe ich als einen Ort mit fruchtbarem Boden, tiefen Wurzeln und echtem Potenzial. Meine Aufgabe wird es sein, diesen ‚Garten‘ zu pflegen und ein Umfeld zu schaffen, in dem unsere Spieler gemeinsam wachsen, sich im Wettbewerb behaupten und Erfolge feiern können. Ich freue mich darauf, die Arbeit aufzunehmen und zusammen mit der Organisation sowie den Menschen vor Ort etwas von bleibendem Wert aufzubauen.“ Der ehemalige BBL-Topscorer bringt nicht nur Erfahrung als Spieler, sondern auch aus dem Nachwuchs- und Entwicklungsbereich mit. Nach Stationen in Deutschland, Belgien und Italien sowie Tätigkeiten im US-amerikanischen Nachwuchsbereich ist er seit 2024 wieder in Deutschland aktiv und war zuletzt als Co-Trainer und im Player Development bei den Falcons tätig.

Spotlight #9: Die heißeste Zeit des Jahres steht an

Die Hauptrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ist Geschichte – das bedeutet, dass uns nun die spannendste Zeit der Saison direkt bevorsteht! Schon am heutigen Mittwochabend starten die Playoffs und das Rennen um die Finaltickets und den damit verbundenen sportlichen Aufstieg in die easyCredit BBL ist damit eröffnet. Vier Duelle erwarten uns in der ersten Runde, wie gewohnt trifft dabei der Erste auf den Achten, der Zweite auf den Siebten usw.. Die Serien laufen im Modus Best-of-Five, wer zuerst drei Siege hat zieht in das Halbfinale ein. Gespielt wird dabei im 1-1-1-1-1-Rhythmus, die Teams haben also abwechselnd Heimrecht, wobei das höher platzierte Team ein entscheidendes fünftes Spiel vor heimischer Kulisse austragen darf. Doch genug der Formalitäten, werfen wir in dieser Ausgabe von Spotlight einen Blick auf die Viertelfinalserien…

Phoenix Hagen vs. PS Karlsruhe LIONS: Klare Sache oder der Start der nächsten Cinderella-Story?

Wie üblich starten wir dabei mit der vermeintlich klarsten Ausgangssituation. Phoenix Hagen bekommt es als Hauptrundenmeister mit dem Achtplatzierten aus Karlsruhe zu tun. Der Blick in die Vergangenheit verdeutlicht die Kräfteverhältnisse: Nur einmal ging in den letzten zehn Jahren der Erstplatzierte nicht mit 3:0 durch das Viertelfinale (2022: Tigers Tübingen vs. Eisbären Bremerhaven 3:1), einen Sturz des Ligaprimus gab es in dem Zeitraum gar nicht.

Für Phoenix Hagen ist der Top Seed in den Playoffs die logische Konsequenz aus einer Saison, die von Anfang an auf den größtmöglichen Erfolg ausgelegt war. Seien es die Verpflichtungen im Sommer oder auch die Kaderupgrades während der Spielzeit, Hagen hat deutlich gemacht, dass das Ziel BBL-Aufstieg in diesem Jahr ernst genommen wird. Über quasi die ganze Saison thronte man an der Tabellenspitze. Als es am letzten Spieltag nochmal eng im Kampf um Platz eins wurde, legte man bei den Uni Baskets Münster mit 128 erzielten Zählern einen Vereinsrekord auf und schoss sich für die Playoffs warm. Einen Schlüsselspieler bei den Hagenern herauszuheben fällt schwer, zu ausgeglichen ist das Team auf allen Positionen besetzt. Seien es der aktuelle Player of the month Marcus Graves (14,3 Punkte, 5,4 Assists) auf der Point Guard Position oder Shooter wie Devin Schmidt (41,6% Dreier) und Jeffrey Carroll (39,6% Dreier). Jeder Spieler kann vorangehen und eine Schlüsselrolle einnehmen, kein Wunder, dass Hagen mit deutlichem Abstand das beste Offensivteam der ProA ist (96,4 Punkte pro Spiel).

Es wirkt also fast schon sinnlos, sich gegen die Hagener auf ein offensives Shootout einzulassen, doch genau das ist den Karlsruhern in dieser Saison erfolgreich gelungen! Im Heimspiel in der Europahalle feuerten die LIONS aus allen Lagen und brachten damit das Spiel in die Overtime, in der sie schließlich den Sieg sicherten. 116:109 war das Endergebnis im Spiel vor gut einem Monat, ganze 54 (!) Versuche aus dem Dreierbereich nahm sich das Team von Demond Greene, gleich 17 Mal sicherte man sich zweite Chancen per Offensivrebound. Das Spiel hat aufgezeigt, dass die Karlsruher an einem starken Tag durchaus Siegchancen haben, gerade wenn man vor heimischer Kulisse aufläuft. Mit nur vier Niederlagen in der Europahalle gehören die Karlsruher zu den heimstärksten Teams der ProA. Und manch einer erinnert sich sicher noch gut an die Playoffs der vorletzten Saison. Damals starteten die Karlsruher als Siebter und spielten sich in einen Rausch, der im überraschenden Meistertitel endete! Damals stand im LIONS-Kader übrigens Dominick von Waaden, der mittlerweile im Hagener Trikot spielt und seinen zweiten Titel anpeilt…

Marcus Graves auf dem Weg zum Korb (Bild: Jörg Laube).

HAKRO Merlins Crailsheim vs. GIESSEN 46ers: Formstarke Zauberer treffen auf playofferfahrene 46ers

Hätte man vor der Saison eine Umfrage gestartet, hätten sicherlich nicht wenige das Match-Up Crailsheim vs. Gießen als mögliche Finalpaarung getippt. Doch dieses Duell steht nun schon im Viertelfinale an!

Die HAKRO Merlins sind aktuell das formstärkste Team der Liga. Einer guten Hinrunde folgte eine überragende Rückserie, in der man nur ein einziges Spiel verlor! Sogar das Auswärtsspiel beim Hauptrundenmeister Hagen konnte man gewinnen, nur der direkte Vergleich trennte beide Teams letztendlich, sodass die Merlins als Zweiter in die Postseason gehen. Bauen können die Crailsheimer vor allem auf ihre starke Defensive. Durchschnittlich lässt das Team nur 78,9 Punkte pro Partie zu, mit 9,1 Steals stibitzen die Merlins zudem die meisten Bälle pro Spiel. Doch diese Statistiken sollten gar nicht davon ablenken, dass Coach McCray auch auf der offensiven Seite eins der stärksten ProA-Teams geformt hat. Mit Jungs wie Allrounder Anthony Gaines (13,9 Punkte, 6,3 Rebounds), Scorer Vinnie Shahid (13,4 Punkte, 37,8% Dreier) und Center Marvin Ogunsipe (12,5 Punkte, 7,8 Rebounds) hat das Team aus Hohenlohe jede Menge Qualität im Kader. Dazu kommt, dass die Merlins noch eine Rechnung mit den Playoffs offen haben: Im letzten Jahr schied man im Viertelfinale in einer hochdramatischen Serie knapp aus. Ein bitteres Saisonende, das den Hunger auf Erfolg in dieser Spielzeit nur noch größer gemacht haben dürfte…

Doch bevor man sich in Hohenlohe mit einem möglichen BBL-Aufstieg befassen kann, stehen erstmal die GIESSEN 46ers vor der Tür. Auch die Gießener waren die Saison ambitioniert angegangen, fanden zunächst aber nur sehr schleppend ihren Rhythmus. Trotz des eigentlich eingespielten Kaders konnte man sich nicht in den Kampf um die oberen Plätze einschalten, sodass das Team von Coach Ignjatovic nun nur als Siebter in die Postseason startet. Und doch dürfen sich die 46ers durchaus Hoffnungen auf den Halbfinaleinzug machen, denn im letzten Duell mit den Crailsheimern war es sehr eng. Über weite Strecken zeigten die 46ers damals eine Top Leistung, erst gegen Ende verspielte man den Sieg mit unnötigen Ballverlusten doch noch und verlor 96:97. Partien wie diese zeigen, wie stark die Gießener sein können, zumal im Kader auch einiges an Playoff-Erfahrung steckt. Das Grundgerüst der Lahnstädter um Akteure wie Robin Benzing, Kyle Castlin oder Luis König Figge erreichte schon in der letzten Saison das Halbfinale, übrigens auch da mit einem Upset als schlechter platziertes Team. Für Letztgenannten stehen nun sogar bereits die vierten Playoffs im Gießen-Trikot an.

Top Scorer unter sich: Anthony Gaines (l.) und Kyle Castlin (r.) (Foto: dieLICHTBUILDER).

BG Göttingen vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim: Die statistisch spannendste Serie

Das Match-Up Dritter gegen Sechster hat sich in den letzten Saisons zum statistisch spannendsten entwickelt! Denn gleich dreimal in den letzten vier Jahren gingen diese Serien über die volle Distanz von fünf Spielen. Einmal waren daran übrigens die Knights aus Kirchheim auch selbst beteiligt, in der vorletzten Saison verlor man im entscheidenden Spiel 5 gegen Phoenix Hagen. Für Göttingen wiederum steht nun die erste Playoffserie seit 2023 an, damals schaffte man es in der BBL überraschend in die Postseason.

Die BG war als Absteiger aus der BBL als einer der Favoriten in die ProA-Saison gegangen und zeigte gerade zu Beginn der Saison starke Leistungen. So gelangen etwa klare Siege gegen die Playoffteams aus Crailsheim und Quakenbrück und auch gegen den kommenden Gegner aus Kirchheim setzte man sich beim 97:78-Hinspiel souverän durch. Einige vermeidbare Niederlagen sorgten dafür, dass die BG nicht mehr entscheidend in den Kampf um die ersten beiden Plätze eingreifen konnte, dennoch ist der dritte Platz eine gute Ausgangsposition für die Veilchen. Das Team von Fabian Strauß zeichnet sich dabei vor allem über die Defensive aus, nach den HAKRO Merlins ist man das zweitbeste Team was etwa das Defensiv-Rating angeht. Offensiv liegt die Last auf Point Guard Jordan Sears (15,8 Punkte) und Zach Jackson (13,0 Punkte), insgesamt hat die BG aber mehr als eine Handvoll Spieler im Kader, die das Potential haben das Scoring zu übernehmen. Zudem lichtete sich zuletzt auch das Lazarett der Göttinger, da etwa Center Adam Ramstedt aus seiner Verletzungspause zurückkehrte und wieder für mehr Tiefe auf den großen Positionen sorgen kann.

Dass das Spiel unter den Körben wichtig sein wird, zeigt der Blick auf das zweite Aufeinandertreffen zwischen Göttingen und Kirchheim. Denn dieses gewannen die Knights am Ende hauchzart. Schlüssel für die Teckstädter war dabei vor allem die Überlegenheit am Brett, gleich zwölf Abpraller mehr als bei der BG standen im Boxscore. Gerade die 19 Offensivrebounds dürften Coach Perovic gut gefallen haben, waren sie doch der Hauptgrund dafür, dass die Ritter gleich elf Abschlüsse mehr als die Göttinger nehmen konnten. Blickt man auf die gesamte Saison, zeigt sich, dass die Kirchheimer zusammen mit Hauptrundenmeister Phoenix Hagen das reboundstärkste Team der Liga sind! Generell dürfte man bei den Knights sehr zufrieden mit der laufenden Spielzeit sein. Gerade nachdem man im letzten Jahr die Playoffs auf bitterste Art und Weise (verlorener Vierervergleich) verpasste, ist die nun souveräne Qualifikation für die Postseason ein klarer Schritt nach vorne. Allerdings schwächelte man zuletzt etwas, verlor unter anderem zuhause gegen Paderborn und verspielte auch im letzten Spiel gegen Köln beinahe den Sieg trotz 16 Punkten Führung. Doch auch die BG geht mit zwei Niederlagen aus den letzten drei Partien etwas stockend in die Serie, wer findet am schnellsten zur Playoff-Form?

Tylan Pope (l.) und Hendrik Drescher (r.) bringen Scoring von der Power Forward-Position (Bild: Swen Pförtner).

Eisbären Bremerhaven vs. Artland Dragons: Nordkracher auf Augenhöhe

Übrig bleibt nun noch das tabellarische Nachbarschaftsduell des Vierten gegen den Fünften. Dass es sich dabei mit Bremerhaven gegen Artland um ein Nordderby handelt, verleiht der Serie noch mehr Brisanz.

Gerade für die Eisbären dürfte das Match-Up eine willkommene Abwechslung sein, waren in den letzten Jahren doch eher weite Playoffreisen nach Gießen oder sogar Tübingen die Regel. Doch bevor man auswärts ranmuss, steht zunächst der Viertelfinalauftakt vor heimischer Kulisse an. Wie bereits mehrfach in dieser Saison zieht man dafür in die Bremer ÖVB Arena um, in der man in dieser Spielzeit die höchsten Zuschauerzahlen aller ProA-Teams erreichte. Sportlich spielten die Eisbären eine tolle Hauptrunde, die wie schon im letzten Jahr mit dem vierten Tabellenplatz belohnt wurde. Unter anderem konnte man als einziges Team beide Spiele gegen Hagen gewinnen und auch gegen den nun kommenden Playoffgegner gestalteten die Eisbären beide Partien erfolgreich (jeweils mit +4 gewonnen). Dreh- und Angelpunkt ist weiterhin Point Guard Elijah Miller (15,3 Punkte, 6,1 Assists), der nochmal eine Steigerung im Vergleich zur letzten Saison hingelegt hat. Mit zuletzt zwei Siegen in Folge hat sich das Team von Steven Esterkamp zudem schon in Form gespielt. Und vor allem in den Heimspielen sind die Bremerhavener eine Macht. Gerade einmal zwei Partien in heimischer Halle gingen verloren, das ist zusammen mit Phoenix Hagen Ligabestwert.

Doch auch der Gegner aus Quakenbrück ist nicht zu unterschätzen. Die Dragons schrieben sicherlich die Geschichte der Saison, als letztjähriger sportlicher Absteiger schaffte man den ungefährdeten Sprung in die Postseason! Geht man im Kader auf Suche nach Gründen für dieses Abschneiden, sticht einem sofort ein starkes Offensiv-Duo ins Auge. Überragender Mann ist Ben Burnham, der durchschnittlich ein Double Double auflegt (19,3 Punkte, 10,0 Rebounds) und zigfach zum Player of the week in der ProA ausgezeichnet wurde. Den anderen Teil der offensiven Hauptlast trägt Amir Hinton, der nicht nur 20,2 Punkte pro Partie einbringt, sondern auch die im jungen Dragons-Team so wichtige Playofferfahrung aufweist. Denn schon mit Jena und zuletzt Trier spielte Hinton in der ProA-Postseason. Eine solche Erfahrung weist sonst nur Timo Lanmüller aus seiner Tübinger Zeit auf (er spielte übrigens sowohl 2022 als auch 2023 Viertelfinalserien gegen Bremerhaven), während für den Rest des Kaders inkl. Coach Gruhn die Playoffs quasi Neuland sind. In den letzten Hauptrundenpartien tat man sich gegen Absteiger bzw. Abstiegskandidaten überraschend schwer und verlor zwei der drei Partien. Allerdings schonte Gruhn beim letzten Spiel seine beiden Top Stars, sodass Burnham und Hinton ausgeruht in den Playoffauftakt gehen können.

Miller attackiert: Knappe und umkämpfte Spiele sind vorprogrammiert im Nordduell (Foto: Stefan Pieper).

Vier tolle Viertelfinalserien erwarten uns also über die nächsten gut zwei Wochen. Wer setzt sich durch, schaffen Teams ohne Heimrecht die Überraschung? Hier geht es dann vor den Halbfinals mit dem Blick auf die neuen Match-Ups weiter. Wenn du das nicht verpassen möchtest, abonniere am besten hier unseren Newsletter, dort gibt es immer einen Reminder, wenn eine neue Ausgabe von Spotlight online ist.

Vincent van Sliedregt wird neuer Headcoach in Bayreuth

Der BBC Bayreuth hat die vakante Trainerposition neu besetzt und setzt künftig auf internationale Erfahrung: Vincent van Sliedregt übernimmt das Amt des Headcoaches und erhält einen Zweijahresvertrag. Der 38-jährige Niederländer kommt mit einem spannenden Profil nach Bayreuth. Zuletzt war er langjähriger Headcoach bei LWD Basket Leeuwarden in der BNXT League sowie Nationaltrainer der niederländischen Damen. Trotz seines vergleichsweise jungen Alters bringt er bereits umfassende Erfahrung im europäischen Basketball mit und konnte mit begrenzten Mitteln mehrfach sportliche Erfolge erzielen. Auch van Sliedregt selbst blickt mit Vorfreude auf seine neue Aufgabe: “Ich bin dankbar für die Gelegenheit, als neuer Cheftrainer in Bayreuth tätig zu sein. Es ist ein echtes Privileg, eine Brücke zwischen einem stolzen, traditionsreichen Verein und einer spannenden Zukunft zu schlagen, die vor uns liegt. Das Ziel ist es, gemeinsam auf dem aufzubauen, was diese Stadt und ihre Menschen so einzigartig macht, und eine Mannschaft zu entwickeln, die dieselbe Hingabe, Disziplin und denselben Stolz widerspiegelt. Unser Ansatz wird auf Werten basieren, die nichts Neues sind: Struktur, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Klare Kommunikation, das Einhalten von Verpflichtungen und das tägliche Aufbringen konstanter Energie werden die Grundlage unserer täglichen Arbeit sein. Ebenso wichtig ist es mir und meiner Familie, Teil der Gemeinschaft zu werden. Für mich geht das Trainieren über das Spielfeld hinaus. Es geht darum, Beziehungen aufzubauen und gemeinsam das Beste aus allen Beteiligten herauszuholen, um etwas zu schaffen, hinter dem die Menschen in Bayreuth auch weiterhin stehen können.”

Auch Geschäftsführer Friedrich Hartung zeigt sich überzeugt von der Personalentscheidung: „Mit Vincent gewinnen wir einen erfahrenen Headcoach, für den der Schritt nach Bayreuth dennoch eine neue Herausforderung darstellt, die er mit großem Ehrgeiz angehen wird. Ich bin überzeugt, dass Vincent perfekt zu uns passt und der richtige Coach für den Umbruch in der Mannschaft ist.“ Zudem unterstreicht der künftige Sportdirektor Felix Hilgart die Qualitäten des neuen Trainers: „Vincent ist ein sehr guter Kommunikator und bringt trotz seines noch jungen Alters eine Menge Erfahrung als Headcoach mit nach Bayreuth. In der BNXT-Liga genießt er einen sehr guten Ruf und hat dort in den vergangenen Jahren auch mit begrenzten Budgets oft das Maximum aus seinen Teams herausgeholt. Als wir davon erfahren haben, dass er – aufgrund der Einstellung des Spielbetriebs seines aktuellen Clubs zur kommenden Saison – kurzfristig verfügbar wird, haben wir sofort Kontakt zu ihm aufgenommen, da er perfekt in das von uns gesuchte Trainerprofil passt. Zu seinen Stärken zählt das Schaffen einer Teamkultur, die von harter Arbeit, Offenheit und einer klaren Rollenverteilung geprägt ist. Wir werden in den kommenden Monaten alles dafür tun, um Vincent die nötige Unterstützung für eine schnelle Anpassung an ein neues Umfeld und eine sehr spezielle Liga wie die ProA zu geben.“