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Nachberichte ProB Nord 10. Spieltag

04.12.2021 18:00 Uhr RheinStars Köln vs. ART Giants Düsseldorf 94:96

Es bleibt dabei. Die aktuellen Duelle zwischen den RheinStars und den ART Giants Düsseldorf sind spannend, unterhaltsam, enden aber akuell immer mit einem Sieger, der nicht aus Köln kommt. Am zehnten Spieltag der Nordgruppe der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB unterlagen die Hausherren den Giants in der ASV-Sporthalle am Samstagabend zum dritten Mal in Serie in den letzten Sekunden. Diesmal mit 94:96 (55:45). Vor dem abschließenden Durchgang der Hinrunde am kommenden Wochenende bei Schlusslicht ETV Hamburg stehen die RheinStars weiterhin bei nur zwei Siegen. Headcoach Simon Cote war entsprechend genervt. „Drei Viertel war es ok, aber dann haben die einfachsten Dinge nicht mehr funktioniert. Wir hatten mehrfach die Chance, das Spiel für uns zu entscheiden. Es fehlt einfach jemand, der auf dem Feld die gesamte Mannschaft mitnimmt und das dann auch zu Ende bringt.“ Fehlender Killerinstinkt nennt man das wohl im Sportjargon. Oder „eigene Dummheit“, wie es Manager Stephan Baeck ausdrückte. Und langsam auch eine Anhäufung von ausgelassenen Möglichkeiten, die ein ungutes Gefühl verursachen. Dabei sah es am Vorabend des zweiten Advents lange nicht danach aus.

Köln kommt gut in die Partie führt nach guter Verteidigungsarbeit mit 14:6 – und verliert dann für Minuten komplett den Faden. Die Gäste kontern mit einem 15:0-Lauf zum 14:21. Es scheint sich zu einem echten Rollercoaster-Spiel zu entwickeln. Die RheinStars kontern ihrerseits mit einem 9:0-Lauf und gehen mit 23:21 als Führende aus dem Viertel. Im zweiten Viertel können sich die RheinStars mit einem weiteren Lauf absetzen. Von 29:29 geht es auf 41:29. Zur Halbzeit liegen die Kölner mit 55:45 vorne. Die Gäste bekommen Golson nicht in den Griff, der bis zum Seitenwechsel schon bei 10 Punkten und neun Assists steht. Am Ende 19 und 12 – Double-Double. Jean-Luis, der natürlich nicht in die Details integriert ist, trifft dabei lange Zeit beeindruckend von der Dreierlinie. Der Mann hat nach dem finanziellen Aus seines vorherigen Teams scanplus Baskets Elchingen Mitte September „Bock“ auf Basketballspielen. Drei seiner erste vier Versuche landen im Ziel, zusammen mit Yannik Kneesch steht er bei 13 Zählern nach 20 Minuten. Und auch sonst sieht das grundsätzlich sortiert aus. Auch wenn Jean-Luis gegen Ende mehr und schneller werfen muss, als einem lieb sein kann bzw. einer Statistik zuträglich ist. Der 27jährige wird gemeinsam mit Golson schließlich Topscorer der Hausherren mit je 19 Zählern.

Bis Anfang des letzten Viertels haben die RheinStars alles unter Kontrolle. Mit 25:21 geht es nach 30 Minuten und 80:66 in den abschließenden Durchgang. 16 Sekunden sind gespielt, da liegen die Hausherren mit 82:66 (31.) vorne. Doch das Geschehen ändert sich, während die Düsseldorfer entschlossen den Kampf aufnehmen, lassen die Kölner in den nächsten Minuten erneut mehrere Chancen aus, endgültig den „Deckel“ auf das Spiel zu machen. Sie verstricken sich zunehmend in der Zone. „Wir haben keine Lösungen gefunden“, sagt Manager Baeck. Die Giants kämpfen sich heran und ziehen das Momentum und den Lead (92:94) auf ihre Seite. Trotzdem haben die RheinStars die Chance, mit drei Freiwürfen 5 Sekunden vor Schluss die Führung zurückzuholen. Doch Golson trifft nur zweimal zum 94:94 beide. Auszeit Giants. Und Düsseldorf gelingt wie schon in den ersten beiden Spielen der vorigen Saison der Sieg. Andrius Mikutis legt den Ball in die Kölner Reuse.

04.12.2021 19:00 Uhr Dragons Rhöndorf vs. Iserlohn Kangaroos 79:86

In der winterlichen Kühle des Rheinlands brauchten Hausherren und Gäste etwas Anlaufzeit in einer teils zerfahrenen Anfangsphase. Der Spielstand von 5:4 nach knapp 5 gespielten Minuten zeugte von viel Steigerungspotential auf beiden Seiten. Mit Ousmane N’Diaye übernahm auf Drachen-Seite einer der Jüngsten das Zepter und sorgte mit 5 Punkten, sowie Akzenten in der Defense für etwas Momentum für die Hausherren (12:7). Ein 10:0-Lauf der Kangaroos ließ das Momentum jedoch schnell wieder versanden und bildete die Grundlage für eine 14:22-Gästeführung nach den ersten 10 Minuten. Bitter für die Hausherren war das verletzungsbedingte Ausscheiden von Nikola Petojevic, der sich früh im zweiten Viertel verletzte und daraufhin nicht mehr zum Einsatz kommen konnte. Trotz knapper Rotation und hart an der Grenze verteidigenden Gästen blieben die Dragons vor allem durch Nicolas Buchholz in der Partie, der mit 4 sicheren Würfen von Downtown sein sicheres Händchen unter Beweis stellte und bereits zum Pausentee 16 Punkte auf der persönlichen Habenseite verbuchen konnte.

Mit einem 37:42 auf der Anzeigetafel starteten beide Mannschaften in die zweite Halbzeit, wo zunächst die Drachen das Geschehen diktierten und bereits nach wenigen Minuten die Partie wieder ausgleichen konnten (44:44). Doch auch die Kangaroos hatten ihrerseits noch einige Gänge die hochgeschaltet werden konnten und zogen unter anderem angetrieben durch Ex-Drache Alexander Möller wieder auf 46:54 davon. Erst ein 3er durch Esli Edigin brachte den DragonDome wieder auf Betriebstemperatur (49:54). Mit Biss und Teamplay verkürzten die Drachen Stück für Stück den Rückstand und sorgten vor dem finalen Viertel für ein knappes Rennen auf dem Spielfeld des altehrwürdigen DragonDome (62:64). Mit seinem vierten Treffer von jenseits der 6,75-Meterlinie ließ Marek Mboya Kotieno die Halle erbeben und brachte die Hausherren erstmals seit dem ersten Viertel wieder in Front (67:66). Der Glaube an den möglichen Erfolg war endgültig da und wurde durch zwei weitere 3er des überragend aufgelegten Nicolas Buchholz weiter befeuert (75:68). Noch war die Messe aber noch nicht gelesen, denn die Gäste legten ihrerseits einen 13:2-Lauf hin und machten mit in Person von Moritz Hübner 30 Sekunden vor Ende jegliche Hoffnungen auf einen Heimerfolg der Drachen zunichte.

Julius Thomas (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Wir hätten uns den Sieg am Ende verdient. Ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen, denn wir haben insbesondere in der zweiten Halbzeit alles gegeben. Letztlich haben Unerfahrenheit und einige schlechte Entscheidungen am Ende den Unterschied ausgemacht. Unsere Jungs und auch ich werden aus diesen Situationen lernen.“

04.12.2021 19:30 Uhr EN Baskets Schwelm vs. SBB Baskets Wolmirstedt 90:95

Das Spiel hätte am Ende auch anders ausgehen können! Die EN Baskets Schwelm zeigten gegen die SBB Baskets Wolmirstedt, wie auch in den letzten Partien, eine gute Offensive. Aber das große Thema der Blau-Gelben bleibt die Verteidigung und das Rebounding. In einer Partie, bei der beide Mannschaften primär auf Angriff setzten, zeigten sich die Gäste aus Sachsen-Anhalt wesentlich stabiler und treffsicherer. Die Achse Bogdanov, Borekambi und Talbert funktionierte hervorragend, während sich die EN Baskets mit Burns und einem ordentlich abliefernden Mayr dagegen aufbäumten. Das Team von Head-Coach Falk Möller musste von Anfang einen kleinen „Dreier-Regen“ der SBB Baskets ertragen, machte aber auch selbst offensiv vieles richtig. So kam es, dass die Hausherren nach 10 Minuten mit 27:25 vorne lagen.

Einen kleinen Einbruch erlitten die Gastgeber dann aber im 2.Viertel. Womirstedt punktete konstant und die EN Baskets überließen ihren Gegnern mal wieder unter dem eigenen Brett die Lufthoheit. Zweite Chancen nutzten die Spieler von Trainer Eiko Potthast konsequent und schoben sich an den Blau-Gelben vorbei. Zur Halbzeit lagen die EN Baskets dann auch völlig verdient mit 52:46 hinten. Wesentlich ausgeglichener verlief der 3. Abschnitt. Der kleine Vorteil der Wolmirstedter lag darin, dass sie von jenseits der Dreierlinie recht sicher trafen und die Hausherren immer einen Schritt zu spät kamen, um die Würfe zu erschweren. Gleichzeitig hatten die EN Baskets von der Freiwurflinie eine unterirdische Quote.  Zudem sorgte Bill Borekambi für eine Menge Probleme unter den Brettern. Der Power-Forward der SBB Baskets war kaum zu halten und machte schließlich mit 32 Zählern und 15 Rebounds ein starkes „Double-Double“.

Im letzten Viertel verloren die EN Baskets Schwelm früh ihre offensive Linie. Wolmirstedt nutzte dieses zu einem starken Lauf und zog auf 88:74 davon. 4 Minuten vor der Schlusssirene führten die Gäste immer noch zweistellig. Burns, Hollersbacher, Lang, Hennen und Mayr standen zu dieser Zeit auf dem Feld, erwischten einen guten „Run“ und kamen Punkt um Punkt an die SBB Baskets heran. 48 Sekunden vor dem Ende der Begegnung klaute Mayr beim Spielstand von 90:92 den Ball und die EN Baskets kamen noch zu einer Chance auszugleichen. Hollersbachers Wurf fand nicht sein Ziel und es musste sofort die Zeit gestoppt werden. Schwelms Nr.9 foulte seinen Gegner, der den ersten Freiwurf traf und den zweiten daneben warf. Aber es war wieder der Rebound, der dann beim Gegner landete und eine finale Chance auszugleichen, verpuffen ließ.

04.12.2021 19:30 Uhr SC Rist Wedel vs. LOK Bernau 93:67

Wie passend: Der erste Wedeler Korb der Begegnung zählte drei Punkte, gezeichnet Leif Möller. Jubel auf der Rist-Bank und auf der Tribüne der Steinberghalle wegen der Vollendung des ertragreichsten Wurfs im Basketball gab es später noch 14 Mal. Zur Einordnung: In der Bundesliga ist die Distanzwurfbestmarke im Besitz des FC Bayern München, 23 Dreier verwandelten die „Roten“ während der Saison 2014/15 im Laufe eines Spiels.

91:63 gewannen die Rister gegen den SSV Lok Bernau, beileibe nicht nur, aber auch wegen der Treffsicherheit beim Wurf von jenseits der Dreipunktelinie, die es in Spielen nach Regeln des Weltverbands FIBA seit 1984 gibt. „Wenn man sich gute Würfe erspielt, dann fallen sie manchmal so rein wie heute“, so Rist-Trainer Stephan Blode nach dem Heimsieg. „Aber es wird natürlich auch andere Tage geben: Da werden wir uns gute Würfe erspielen und da werden sie vielleicht weniger fallen. Aber der Weg ist richtig, und das waren keine Zufallswürfe, die wir getroffen haben. Das freut mich für die Spieler, die heute ein heißes Händchen hatten, das haben sie sich verdient“, sagte er.

Allein neun Wedeler Dreier (bei 18 Versuchen) saßen vor der Halbzeit, 49 Punkte erzielten die Rister innerhalb von 20 Spielminuten. „Das erste Viertel war richtig gut“, hatte es Blode besonders der Beginn angetan. Hatte zunächst Bernau zweimal die Führung übernommen und diese bis zum 6:5 mit einer kurzen Unterbrechung gehalten, brach der Sturm los. Die Heimmannschaft setzte sich bis zur Viertelpause auf 29:12 ab und ließ im weiteren Verlauf kaum einmal nach, sondern hielt die Brandenburger stets deutlich auf Abstand.
Den Sieg habe die Arbeit in der vorangegangenen Trainingswoche gebracht, erklärte Blode. „Die Spieler haben nicht so trainiert, als wenn sie fünf Spiele in Folge gewonnen haben, sondern wir machen alle so ein bisschen stoisch unser Ding und glauben an uns und reden eigentlich gar nicht über Sachen, die in den Wochen vorher passiert sind. Ich glaube, das ist erst mal wichtig, weil es ja darum geht, dass wir den Fokus und die Spannung hochhalten“, sagte der Wedeler Trainer.

Doch selbst in jeder noch so schmackhaften Suppe kann ein Haar schwimmen. Blode erblickte eines: „Wir haben wirklich nicht alle Sachen richtig gemacht und auch danach in der Kabine darüber gesprochen, dass wir abseits des Balles besser verteidigen müssen.“ Jede Minute auf dem Spielfeld wolle man nutzen, betonte er.

05.12.2021 16:00 Uhr TKS 49ers vs. WWU Baskets Münster 67:85

Im ersten Viertel bekamen die Zuschauer ein Topspiel auf Augenhöhe zu sehen. Keine der zwei Mannschaften konnte sich in der Anfangsphase komfortabel absetzen und nach zehn Minuten waren es die Hausherren, welche 19:17 führten. Doch leider sollte das erste von vier Vierteln das einzige sein, indem man die Oberhand über die Gäste gewinnen konnte. Zwar bekamen die Zuschauer erneut eine kämpferische Leistung der 49ers zu sehen, aber die Gäste aus Münster bewiesen in den restlichen drei Vierteln, wieso man nach neun Spielen immer noch ungeschlagen Tabellenführer ist. Das zweite Viertel startete zu Gunsten der 49ers, sodass man zwischenzeitlich mit fünf Punkten vorne lag, aber ein 10-0 Lauf der WWU Baskets führte schnell zu einem größeren Rückstand, sodass TKS nach der ersten Halbzeit 30:39 hinten lag. In der zweiten Halbzeit war die Dominanz der Gäste kaum zu übersehen.

Trotz kleiner Runs der 49ers konnten die Münsteraner ihre Führung ausbauen und gewannen letztendlich mit 67:85. Bei den Gästen überzeugte vor allem der Kanadier Ryan Richmond. Mit 30 Punkten und einer Trefferquote von 64%, dazu 7 Rebounds und 7 Assists, führte er seine Mannschaft in fast allen Statistiken an. Neben Richmond konnte auch Stefan Weß (13 Punkte, 5 Rebounds) zweistellig punkten. Bei den 49ers war Alex Giese mit 13 Punkten heute Topscorer. Auch Robin Jorch und Niklas Ney punkteten zweistellig. Nach dem Spiel äußerte sich 49ers-Coach Vladimir Pastushenko: „Ich bin stolz auf die kämpferische Leistung meiner Jungs. Heute haben wir leider zu viele kleine Fehler gemacht. Dennoch blicken wir zuversichtlich auf das nächste Spiel in Iserlohn.“

05.12.2021 16:00 Uhr BSW Sixers vs. ETV Hamburg 97:55

Die frisch getankte Energie nach einem spielfreien Wochenende war zu wenig: Der Eimsbütteler TV ist am 10. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord bei den BSW Sixers arg unter die Räder gekommen. Die Hamburger unterlagen in Sandersdorf (Sachsen-Anhalt) mit 55:97 (24:51) und belegen weiter sieglos den letzten Tabellenplatz.

Ohne die verletzten Fabian Paetsch (Knie) und Mayika Lungongo (Fuß) sowie den beruflich kurzfristig verhinderten Kapitän Leo Eckmann musste das Team von Headcoach Sükran Gencay gleich zu Beginn einen  8:0-Lauf der deutlich aggressiveren Gastgeber hinnehmen. Bereits nach dem ersten Viertel (11:31) war dann der Stecker beim ETV gezogen, in der Folge bauten die Sixers ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Positiv zu vermerken waren lediglich das Comeback von Neuzugang Jack Fritsche (7 Punkte) nach wochenlanger Fußverletzung und das gelungene Debüt von Center Tobias Lange (31). Der Ex-Rostocker stand gleich in der Starting Five und kam am Ende in 33 Einsatzminuten auf zehn Zähler und acht Rebounds. Bester Punktesammler bei den Korbjägern aus dem Herzen Hamburgs war wie immer Mubarak Salami, der mit 17 Punkten aber deutlich unter seinem Saisonschnitt von 33 Zählern blieb.

ETV-Trainerin Gencay zog folgendes Fazit nach dem Spiel: „Wir sind mit der Intensität der Sixers nicht klargekommen, die mit viel Energie aus einer sehr tiefen Bank gespielt haben. Außerdem haben wir heute schlecht geworfen. Tobi hat es sehr gut gemacht und uns gleich in seinem ersten Spiel geholfen.

Nachberichte ProA 12. Spieltag

04.12.2021 19:00 Uhr VfL SparkassenStars Bochum vs. ROSTOCK SEAWOLVES 88:108

Vor der Partie stand bereits fest, dass die SparkassenStars auf das gleiche Personal wie am vergangenen Samstag beim Auswärtssieg in Itzehoe zurückgreifen können. Zwar waren alle infizierten Spieler aus der Quarantäne entlassen worden, doch für einen sportlichen Einsatz auf dem Feld war es noch zu früh, da die SparkassenStars erst noch weitere Untersuchungen zu Wochenbeginn abwarten möchten. So kehrten die „Glorreichen Sieben“ zurück in die Rundsporthalle. Die ersten Zähler gingen sofort auf das Konto der SparkassenStars, denn Dominic Green traf nach 17 Sekunden seinen ersten Dreier im Spiel. Die Gäste von der Ostsee kamen dann aber ebenfalls in die Partie. Sid-Marlon Theis, Chris Carter, Stefan Ilzhöfer und der stark aufgelegte Jordan Roland starteten einen 0:13-Run, welchen erst Gabriel Jung mit einem Dreier beendete und das Ergebnis auf 8:19 stellte. Die SparkassenStars ließen sich davon aber nicht abschrecken und kämpften sich zurück in die Partie. Diese Punktedifferenz blieb bis zum Viertelendstand von 24:30 konstant.

Zwei Dreier von Tony Hicks brachten dann nach 2:43 Minuten beim Stand von 33:30 die erste Führung seit der Anfangssekunden der Partie auf der Seite des VfL ein. Doch Stefan Ilzhöfer sorgte per Dunking nach 6:33 Minuten dafür, dass die Führung beim Stand von 38:40 wieder auf die Seite der Seawolves wanderte. Nach der Halbzeitpause trafen erst Jordan Roland per Sprungwurf und Stefan Ilzhöfer per Korbleger bevor Lars Kamp für die SparkassenStars die ersten Punkte zum 44:54 erzielte. Einem Korbleger von Rostocks Carter und von Dominic Green zum 46:56 folgte dann innerhalb von vier Minuten ein 0:18-Run der Gäste zum 46:74. Es war den SparkassenStars förmlich anzumerken, wie die Kräfte aufgrund der dünnen Personaldecke unter dem hohen Druck der Rostocker Defensive schwanden. So konnte erst Johannes Joos nach 5:48 Minuten diesen Lauf per Korbleger unterbrechen, doch die Seawolves erhöhten im Anschluss weiter auf 48:81. Mit einem 53:86-Rückstand ging es dann in das Schlussviertel.

Dort legten zuerst die SparkassenStars über Tony Hicks per Korbleger und über Lasse Bungart mit seinem ersten ProA-Dreier der Karriere los und verkürzten auf 58:86. Die Bochumer warfen noch einmal jegliche Energie, die sie zu geben hatten in die Partie und holten über Green, Hicks und Joos zum 66:89 auf, doch viel weiter kamen sie nicht mehr an die starken Seawolves heran. Gabriel Jung setzte den Schlusspunkt des Abends mit seinem zweiten Dreier zum 88:106. Da Sid-Marlon Theis noch einen Korbleger in der Reuse des VfL unterbrachte, endete die Partie dann mit 88:108.

Mir fehlen wirklich die richtigen Worte für die Anstrengungen, welche mein Team heute gezeigt hat. Wir konnten gegen Rostock um ehrlich zu sein unter diesen Umständen nicht mehr erwarten. Wir haben in der ersten Halbzeit sehr gut dagegengehalten, denn Rostock war nicht frisch. Kurz vor der Halbzeit haben wir dann ein wenig an Geschwindigkeit verloren und Rostock hat sich über wichtige Dreier die Führung zurückerobert und nach der Halbzeit einen Lauf gegen uns gestartet, den wir nicht beantworten konnten. Gegen ein Team wie Rostock musst du immer die Aktionen beantworten, um ihnen die Stirn bieten zu können. Ich schätze diesen hohen Einsatz meiner Spieler am heutigen Tag sehr und jetzt wird es wichtig sein, die sieben Spieler nach zwei anstrengenden Spielen zu recovern und wieder zurück in die Spur zu bringen“, so Headcoach Felix Banobre nach der Partie.

04.12.2021 19:00 Uhr Phoenix Hagen vs. Nürnberg Falcons 71:75

Gegen seinen alten Club kam Phillip Daubner auf neun Zähler, darunter zwei Dreier, und fünf Rebounds. In der Schlussphase setzte der Forward diverse Akzente als Teil eines Hagener 15:5-Laufs, der Phoenix im letzten Abschnitt bis auf einen Zähler an den NBC heranbrachte (69:71, 39. Minute). Phillip Daubner (#13 Phoenix Hagen): „Das ist eine sehr ärgerliche und bittere Niederlage für uns. Wir haben in der ersten Hälfte und im dritten Viertel viel zu viele einfache Fehler gemacht. Auch wenn wir hinten raus unseren Gameplan umsetzen und so nochmal rankommen konnten, sind 15 Minuten am Ende zu wenig, um ein solches Spiel zu gewinnen.“

Den langersehnten Ausgleich bestellte wenig später CJ Walker per Korbleger (71:71). In den finalen 75 Sekunden versuchte der Aufbau für seine Farben die Führung zu bestellen, kam gegen die tief stehende Nürnberger Verteidigung jedoch nicht zum erfolgreichen Abschluss. Er beendete die Partie dennoch als Hagener Topscorer mit 14 Punkten. Kurz nach der Pause hatten sich die Gäste aus dem Frankenland aufgrund ihrer starken Dreierquote deutlich absetzen können (39:55, 26. Minute), ehe Hagen in der Verteidigung die Zügel anzog. Phoenix erlaubte den Falcons im letzten Durchgang nur noch zwei magere Treffer aus dem Feld, zeigten sich dafür an der Linie umso treffsicherer (8/9).

Seine Rückkehr in den aktiven Kader feierte Dominik Spohr. Der Kapitän hatte zuletzt aufgrund eines hartnäckigen grippalen Infekts aussetzen müssen, zeigte nun allerdings in 20:23 Minuten auf dem Feld eine kämpferisch einwandfreie Leistung. So feierten die Fans seinen erfolgreichen Dreier als auch jeden zum Comeback beigetragenen Rebound – zurecht. Die Niederlage besiegelte letztlich NBC-Center Jonathan Maier. Der NBC-Center markierte die letzten seiner insgesamt 20 Punkte an der Linie zum Endstand, nachdem er den Korbleger von CJ Walker vereitelte, den Rebound abgriff und 3,3 Sekunden vor Schluss taktisch gefoult wurde.

04.12.2021 19:00 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. Bayer GIANTS Leverkusen 74:100

Nach schwierigen Wochen, in denen fast das gesamte Spielerpersonal der wiha Panthers sich mit Grippe-und Erkältungssymptomen plagte, hatten die Schwenninger Basketballer im Trainingsbetrieb zuletzt wieder in die Spur gefunden und dort gute Leistungen gezeigt. Im ersten Pflichtspiel nach längerer Pause verschliefen die Doppelstädter jedoch den Start und mussten sich den Bayer Giants Leverkusen deutlich geschlagen geben.

Vor 176 Zuschauern in der Deutenberghalle starteten die Schwenninger mit Till Isemann, Leon Hoppe, Raiquan Clark, Justin Pierce und David Cohn in die Partie. Es sollten gerade mal 71 Sekunden vergehen und die Panthers lagen nach Leverkusener Blitzstart mit 0:8 hinten. Die ohne Kapitän Chris Frazier (Schulterverletzung) und Lennard Larysz (gesundheitliche Probleme) antretenden Gastgeber kamen in der Verteidigung oft einen Schritt zu spät und ermöglichten den Giants reihenweise gute Wurfchancen. Die Mannschaft von Trainer Hansi Gnad zeigte sich vor allem aus der Distanz treffsicher und versenkte sieben Dreipunktewürfe in den ersten zehn Minuten. Auch offensiv taten sich die Panthers schwer und bewegten den Ball zu wenig. Am Ende des 1. Viertels lagen die Schwarzwälder bereits deutlich zurück (13:26).

Auch in den zweiten zehn Minuten bereitete die Defensive den Schwenningern Kopfzerbrechen. Zwar verteidigte das Team von Trainer Alen Velcic nun die Dreipunktelinie besser. Doch Leverkusen schloss nun auch unter den Körben hochprozentig ab und baute den Vorsprung sukzessive weiter aus. Mit einem deutlichen 32:50 ging es in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die wiha Panthers phasenweise verbessert. Doch Leverkusen fand im Stil einer Spitzenmannschaft immer wieder entsprechende Antworten und erstickte die Aufholbemühungen der Doppelstädter bereits im Keim. Besonders Leverkusens Forward JJ Mann übernahm im zweiten Durchgang Verantwortung und zeigte sich aus der Distanz treffsicher. Am Ende des Spiels würde der Amerikaner mit 22 Zählern (9/12 verwandelte Würfe aus dem Feld) zum Topscorer werden. Auch das 3. Viertel sollten die Schwenninger knapp verlieren (22:23) und mit einem deutlichen Rückstand von 54:73 ins Schlussviertel gehen. Das letzte große Aufbäumen blieb im Schlussabschnitt aus. Leverkusen spielte konzentriert weiter und Point Guard Quentin Goodin sollte kurz vor Spielende sogar den 100. Punkt für seine Mannschaft erzielen.

04.12.2021 19:30 Uhr Uni Baskets Paderborn vs. VfL Kirchheim Knights 84:67

Paderborn war gestern einfach das bessere Team und hat verdient gewonnen“, analysiert Knights Head-Coach Igor Perovic gewohnt nüchtern die Partie. Dabei hatten sich die Ritter für den Trip nach Ostwestfalen viel vorgenommen, um sich in der Vorweihnachtszeit unter den Top four zu halten. Jedoch hatten sich die Vorzeichen zunehmend eingetrübt. Ohne Kilian Fischer (geplanter Einsatz im zwischenzeitlich abgesagten Oberligaspiel) und Aleksa Bulajic (verletzt) ging es mit dem Teambus nach Paderborn und schon zu diesem Zeitpunkt wusste Perovic, dass sein Team nicht in Topform auflaufen würde können. Jonathon Williams klagte weiterhin über Leistenprobleme, bei Karlo Miksic und Luka Kamber zwickte der Rücken und der zuletzt gut aufspielende Noah Starkey war nach seiner Knöchelverletzung, die er sich im Training zu Wochenbeginn zugezogen hatte, noch nicht schmerzfrei.

Bis zu Beginn des zweiten Viertel blieb das Spiel offen, ehe es zum ersten Bruch im Ritterspiel kam. Der Dreier von Elijah Strickland zum 29:26 nach 12 Minuten sollte die letzte Führung der Knights an diesem Abend markieren. Es war der Zeitpunkt, als Paderborn einen Gang runter schaltete und das Spiel ordentlich beschleunigte. Angeführt von einem glänzend aufgelegten Christopher Trapp folgte ein 15:0-Lauf zum 29:41. Paderborn war on fire, erzwang durch ihre aggressive und hellwache Abwehr die Ritter vermehrt zu Fehlern. Nach fünf Minuten ohne eigenen Korberfolg erlöste Karlo Miksic sein Team mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf zum 32:41. Mit einem Zehnpunkterückstand (34:44) und reichlich ernüchtert ging es in die Pause. Auch im dritten Viertel konnten die Ritter keinen Boden gut machen. Die Gastgeber spielten konzentriert und waren immer einen Schritt schneller. Christopher Trapp schraubte seine Trefferquote jenseits der Dreierlinie weiter nach oben und Jordan Barnes zog die Fäden des Spiels.

Mit einem 15-Punkterückstand (52:67) ging es ins Schlussviertel und die Fans in der Halle und am Stream fragten sich zurecht: Geht an diesem Abend noch was für die Knights? Die Schwaben stemmten sich gegen die drohende Niederlage. Besnik Bekteshi verkürzte mit einem erfolgreichen Dreier nochmals zum 63:72 und brachte den Rückstand unter die magische 10-Punkte-Marke. Mehr war an diesem Abend aber nicht drin, zumal die Baskets zum Ende hin und mit der Führung im Rücken auch die schweren Würfe verwandeln konnte. Der Endstand von 67:84 markiert das vorläufige Ende der Siegesserie. Till Pape der gemeinsam mit Karlo Miksic jeweils 15 Punkte erzielte unterstrich mit zusätzlichen 10 Rebounds seine gute Form mit einem Double-Double. Insgesamt reichte die Teamleistung an diesem Abend nicht für einen Sieg gegen die gut aufgelegten Paderborner. „Ich gratuliere Coach Esterkamp und seinem Team zum verdienten Sieg. Wir werden nun nächste Woche konzentriert daran arbeiten, dass wir wieder unsere volle Leistungsstärke zurückgewinnen“, so Perovic.

04.12.2021 19:30 Uhr RASTA Vechta vs. PS Karlsruhe LIONS 99:107

Unbekümmert von ihren Verletzungssorgen traten die Karlsruher reichlich selbstbewusst auf und trafen gleich im 1. Viertel drei von sechs Dreiern. Und: Die LIONS erkämpften sich satte zehn Rebounds. RASTA hingegen kam so gar nicht aus den Puschen, machte in den ersten knapp fünf Minuten nur fünf Punkte und lag in der 7. Minute mit 8:13. Zwei Dreier von Farmteam-„Leihe“ Kevin Smit in der 8. und in der 9. Minute bedeuteten dann aber zumindest den Ausgleich. RASTAs erste acht Punkte im 2. Viertel gingen allesamt auf das Konto von Robin Lodders, der die Vechtaer damit im Spiel hielt. Mit seinen ersten Punkten der Partie stellte Josh Young in der 18. Minute dann per Dreier auf 41:39. In der 1. Halbzeit hatte RASTA schon elf Assists verwertet, die Offense war trotz sieben Ballverlusten alles in allem nicht das Problem. Ein solches jedoch wird für das Lucic-Team mehr und mehr Karlsruhes Ferdinand Zylka. Bis zur Pause hatte der LIONS-Kapitän schon 13 Punkte gesammelt und dabei drei der sechs Karlsruher Dreier erzielt. Ebenfalls stark in der Offense: RASTAs Kevin Smit. Der 30-Jährige hatte auch drei Threeballs versenkt, darunter jenen zum 44:39. Doch nach der folgenden Karlsruher Auszeit machten die Gäste in den verbleibenden 69 Sekunden sechs Punkte und gingen mit einer Führung und reichlich Selbstbewusstsein in die Kabine.

Auch nach dem Seitenwechsel vermochte sich kein Team auch nur einmal so richtig abzusetzen. Die Führung wechselte weiterhin ständig hin und her, RASTA allerdings ließ beim Rebounding einmal mehr nach. In der 28. Minute brachte Zylka die Gäste mit 62:58 nach vorne, es wurde brenzlig. Ein erfolgreicher Dreier von Kristofer Krause brachte RASTA umgehend wieder heran. Aber: Karlsruhe konterte mit Emil Marshall von jenseits der 6.57 Meter plus zwei Punkte von, natürlich, Zylka – 61:67 aus Sicht RASTAs, 1:11 Minuten vor Viertelende. Schrecksekunde dann in allerletzter Sekunde für die Karlsruher: Ferdinand Zylka knickte beim langen Dreier um, wurde behandelt und konnte nicht mehr eingreifen.

Doch selbst aus diesem Karlsruher Pech konnte RASTA sein eigenes Glück nicht schmieden. Zunächst wechselte die Führung erneut munter hin und her, nach dem 79:78 durch Josh Young bekamen aber einmal mehr die Gäste Oberwasser. Bis 141 Sekunden vor dem Ende erkämpften und erspielt sich das Löwenrudel eine 89:80-Führung, Vechta war bereits geschlagen – theoretisch. Doch RASTA fightete plötzlich ganz nach Wunsch und 30 Sekunden vor Ablauf der 40. Minute gelang Preston Purifoy ein And-One zum 91:91-Ausgleich. Das Lucic-Team bekam sogar noch die Chance auf den Heimsieg, doch in allerletzter Sekunde fiel Josh Youngs Wurf ganz knapp nicht – Verlängerung.

Diese stand von Beginn an unter keinem guten Stern für die Vechtaer, schnell lagen sie mit fünf Punkten hinten – 91:96 (41.). Für den verletzten Zylka übernahm PLIONS-Nachverpflichtung TreVion Crews in seinem ersten ProA-Spiel überhaupt. Der 25-Jährige machte zwölf Punkte von Karlsruhes 16 in den fünf Extra-Minuten und war damit der Sargnagel für RASTAs höchsteigen geschaufeltes Grab. Bei noch 34 Sekunden auf der Uhr war es der US-Guard dann höchstpersönlich, der mit einem And-One zum 102:97 für die Entscheidung sorgte.

05.12.2021 17:00 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. Itzehoe Eagles 86:68

Mit Jonas Grof, Parker van Dyke, Thomas Grün, Radoslav Pekovic und Saisondebütant Austin Wiley als Starting Five gingen die Gladiatoren in den Sparkasse Trier Spieltag gegen die Itzehoe Eagles. Beide Teams fanden gut in die Partie und erspielten sich gute Abschlüsse. Während die Gastgeber das Inside-Spiel über Wiley und Pekovic forcierten, kam Itzehoe durch Eins-gegen-Eins Situationen und clevere Pässe ins Spiel. Nach fünf Minuten stand ein 10:10 auf der Anzeigetafel, was den ausgeglichenen Beginn der Partie widerspiegelte. Erst zum Ende des Startabschnitts konnten sich die Trierer etwas absetzen, nach einer Führung von neun Punkten zwei Minuten vor Schluss des ersten Viertels ging es letztlich mit einem 22:18 für Trier in die erste Viertelpause.

Das zweite Viertel gestaltete sich – wie bereits das Ende des ersten Viertels – ausgeglichen. Itzehoe suchte immer wieder das Eins-gegen-Eins und war dort, trotz konzentrierer Defense der Moselstädter, nur schwer zu verteidigen. Im weiteren Verlauf des zweiten Viertels kam vor allem die Big-Man-Riege der Trierer in Fahrt und sorgte für einen durchgängigen aber knappen Vorsprung der Hausherren. In die Halbzeitpause ging es letztlich mit einer 51:44 Führung für die RÖMERSTROM Gladiators, die Debütanten Enosch Wolf und Austin Wiley standen zu diesem Zeitpunkt bereits bei acht bzw. sieben Punkten. Nach dem Seitenwechsel waren die Gastgeber von Beginn an hellwach und erhöhten die Führung dank gut herausgespielter Abschlüsse schnell auf 58:47. Vor allem Parker van Dyke traf nun extrem hochprozentig aus dem Feld und wurde von den Gladiatoren gut in Szene gesetzt. Die Eagles verließen sich nun vermehrt auf Distanzwürfe, die jedoch nicht mehr so fallen wollten, wie es in der ersten Hälfte gelang. So wuchs der Vorsprung der Gladiatoren stetig an und betrug zwei Minuten vor Viertelende 15 Zähler.

Im letzten Spielabschnitt zeigten die RÖMERSTROM Gladiators dann, dass sie ihrer Favoritenrolle in diesem Spiel gerecht werden können. Die Rebounds wurden nun offensiv wie defensiv dominiert und freie Wurfpositionen gefunden. So hatten die Eagles große Schwierigkeiten im Spiel zu bleiben – die Anzeigetafel zeigte mittlerweile ein 73:56 aus Sicht der Hausherren. Bis zum Ende der Partie behielten die Trierer nun die Oberhand und ließen Itzehoe nicht mehr ins Spiel kommen. Eine konzentrierte Teamleistung der Gladiatoren wird letztlich belohnt und man schlägt die Itzehoe Eagles verdient mit 86:68.

Gladiators-Headcoach Marco van den Berg: „Es war eine neue Situation für uns, dadurch, dass Enosch und Austin wieder mitwirken konnten. Insgesamt war es aber an einigen Punkten zu unkonzentriert, daran müssen wir immer weiter arbeiten. Wir wollen unseren Basketball spielen, das ist uns gelungen. Trotzdem müssen wir im Training weiter unser Spiel optimieren, damit wir spätestens in den Playoffs zu den besten Teams der Liga gehören können“.

05.12.2021 17:00 Uhr Artland Dragons vs. TEAM EHINGEN URSPRING 110:74

Die Anfangsminuten in der leeren Artland Arena gestalteten sich am Sonntagnachmittag zunächst äußert zäh. Beiden Mannschaften bereitete das Kreieren effektiver Abschlüsse sichtlich Probleme, dazu erlaubten sich sowohl die Dragons als auch die Ehinger Gäste zu Beginn der Partie zu viele Ballverluste. Das Tabellenschlusslicht setzte in der Offensive insbesondere auf das Shooting von Takiula Fahrensohn, der zwei Dreier traf, auf der Gegenseite stemmte sich vor allem Chase Griffin dagegen. Bis zum Ende des Auftaktviertels sollte sich daran zwar nicht sonderlich viel ändern, bei den Dragons fielen die Würfe nun allerdings deutlich besser. Taren Sullivan und Adrian Breitlauch versenkten drei, respektive einen Dreier, brachten die Burgmannstädter in ihren offensiven Rhythmus und verschafften ihrem Team so einen Neun-Punkte-Puffer – 27:18 nach den ersten zehn Minuten. Und das Dreier-Shooting, das sich im Verlauf des ersten Viertels auf hohem Niveau stabilisiert hatte, funktionierte auch zu Beginn von Spielabschnitt Nummer zwei auf beiden Seiten. Bei den Dragons erneut Breitlauch und Sullivan, auf Ehinger Seite wieder Fahrensohn – die offensive Leistung ließ sich nun erheblich besser ansehen als noch im ersten Viertel. Die zweistellige Führung hatte in der Folge zwar Bestand, allerdings verfielen beide Mannschaften Mitte des Viertels in alte Muster: einige Ballverluste aufgrund unsauberer Pässe und fehlendes Glück bei Abschlüssen unter dem Korb. Der Dreier stellte sich ohnehin als probates Mittel für beide Mannschaften heraus – plus 50 Prozent Trefferquote auf beiden Seiten. Zur Halbzeitpause hatten sich die Dragons dennoch auf 50:37 abgesetzt.

Und die Dreier fielen auch in der zweiten Halbzeit munter weiter. Munis Tutu und Döding eröffneten die Offensive ihres Teams jeweils doppelt von Downtown und setzten so die Marschroute für die kommenden 20 Minuten. Die Drachen drückten in der Folge aufs Gas und bauten ihre Führung sukzessive aus – mal von der Freiwurflinie, mal per Dreier, mal mit energischem Zug zum Korb. Den Ehinger Gästen blieb lediglich ihr Touch von der Dreierlinie, in der Zone war für die Baden-Württemberg gegen die aufmerksame Drachen-Defense hingegen wenig zu holen. Ob des mittlerweile bis auf 27 Zähler angewachsenen Vorsprungs verhalf Isler nun auch Jegor Cymbal zu seinem ersten richtigen ProA-Einsatz. In Leverkusen stand der 17-jährige bereits für wenige Sekunden auf dem Parkett, gegen Ehingen verzeichnete der Shooting Guard nun auch seine ersten Punkte im Profibereich. Zdravevski und Döding schossen ebenfalls weiter fleißig auf den Ehinger Korb, sodass die Partie im Prinzip vor dem finalen Spielabschnitt entschieden war – 87:55.

32 Zähler Vorsprung, den vierten Saisonsieg vor Augen: auch im vierten Viertel gaben sich die Artland Dragons keinerlei Blöße. Spätestens nach dem 10:1-Run zu Beginn der letzten zehn Minuten war die Partie beim Stand von 97:56 entschieden, Isler hatte nun die Möglichkeit auch Darren Aidenojie seine ersten richtigen ProA-Minuten zu verschaffen. Und auch der 17-jährige Point Guard nutze seine insgesamt zwei Minuten für einen Treffer von der Baseline und einen Defensivrebound – ein runder Abend also für alle Quakenbrücker Nachwuchsspieler. Die Luft war bis dahin wegen des hohen Vorsprungs zwar etwas raus, erfolgreich spielten die Drachen jedoch auch im vierten Viertel. Adam Pechacek machte das Ganze vier Minuten vor dem Ende dreistellig, die verbleibende Spielzeit darf getrost als „gehobenes Trainingsspiel auf Wettkampfniveau“ bezeichnet werden. Am Ende stand ein hochverdienter 110:74-Erfolg, der den Drachen wieder einen zaghaften Blick nach oben in der Tabelle erlaubt.

Dragons-Headcoach Tuna Isler: „Zu Beginn der Partie haben wir noch ein paar offene Würfe liegenlassen, danach lief der Nachmittag für uns jedoch fast ausnahmslos nach Plan. Unser Teamplay hat sich im Laufe des Spiels immer weiter entfaltet, worüber ich mich sehr freue. Es ist einfach schön zu sehen, wenn sich die Jungs selbst nach einer Auswechslung für ihre Mitspieler freuen und alle geschlossen einen guten Job machen. Das war heute einmal mehr ein Erfolg der Mannschaft, auch wenn der Gegner wegen seiner sieglosen Serie frei ausspielen konnte. Wir waren uns darüber einig, wie wir Ehingen verteidigen wollten – insbesondere unsere Guards um Thorben Döding und Zach Ensminger haben das Ganze zu Beginn des Spiels sehr gut gemacht. Anfängliche Probleme haben wir im Laufe der Partie immer besser unter Kontrolle gebracht, sodass wir unseren Stiefel defensiv souverän runterspielen konnten. An unserem offensiven Rhythmus hatte jeder Spieler seinen Anteil, was mich allerdings besonders freut ist, dass auch unsere Youngster dem Spiel ihren Stempel aufgedrückt haben. Jegor Cymbal arbeitet beispielsweise extrem hart im Training und durfte heute beweisen, dass er das Spiel versteht, treffen kann und ein Auge für die Mitspieler hat. Das Team lebt den Gedanken hinter unserer Gemeinschaft und ist charakterlich einfach top. Wenn wir uns so wie heute für unsere Arbeit belohnen können, ist das Ganze umso erfreulicher.“

05.12.2021 18:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. Tigers Tübingen 100:81

Die Siegesserie der Tigers Tübingen ist nach zuletzt sechs erfolgreichen Partien gerissen. Bei den Eisbären Bremerhaven verlor die Mannschaft von Trainer Danny Jansson mit 81:100 (49:49). Nach einem guten Beginn nach dem ersten Viertel (29:19) kam der Gastgeber jedoch immer besser in Fahrt. Zur Halbzeit war das Spiel beim Stand von 49:49 aber noch absolut ausgeglichen.

Das gleiche Bild ebenso im dritten Abschnitt. Die Mannschaft von Trainer Michael Mai führte denkbar knapp mit 73:72, die letzten zehn Minuten mussten die Partie entscheiden. Und in diesen waren die Schwaben absolut chancenlos, mit 9:27 ging das letzte Viertel an die Seestädter. Problematisch war, dass Ryan Mikesell (14 Punkte) mit vier Fouls vorbelastet in die Schlussphase ging. Diese Hypothek war am Ende zu groß. Spieler des Tages war Eisbären-Akteur Kevin Yebo mit 31 Zählern und sieben Rebounds. Mai setzte zudem nur drei deutsche Spieler ein, die sich zu dritt 80 Minuten Spielzeit aufteilen mussten. Bei den Raubkatzen war Mateo Šerić mit 18 Zählern bester Scorer, jedoch leistete sich der 22-Jährige auch stattliche sieben Ballverluste. Ein Double Double erzielte Isaiah Crawley mit 16 Punkten und zehn Rebounds. Im elften Spiel kassierten die Raubkatzen damit erstmals 100 Punkte.

Danny Jansson (Trainer Tigers Tübingen): „Wir sind sehr gut in das Spiel gekommen. Die Defense war gut. Danach sind die Eisbären besser ins Spiel gekommen, viele enge Entscheidung gingen aber gegen uns aus. Gleichzeitig hatten wir frühzeitig Foulprobleme. Zur Halbzeit war noch alles offen. In der zweiten Halbzeit war unsere Defense nicht mehr richtig effektiv. Dies hat sich dann auch auf die Offense ausgewirkt. Über das letzte Viertel müssen wir nicht sprechen. Das war heute einfach zu wenig.

Nachberichte ProA 9. Spieltag Nachholspiel

01.12.2021 19:30 Uhr Bayer GIANTS Leverkusen vs. Medipolis SC Jena 76:90

Die BAYER GIANTS Leverkusen haben ihr erstes Heimspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA in der Saison 2021/22 verloren. Der deutsche Rekordmeister unterlag in der Nachholpartie des 9. Spieltags gegen Medipolis SC Jena mit 76:90 (34:40). 471 Zuschauer waren in der Ostermann-Arena zugegen, um dem Spitzenspiel zwischen dem aktuellen Tabellenführer und dem Tabellenfünften an der Bismarckstraße beizuwohnen. Dabei bekamen die Leverkusener Fans in der Anfangsphase eine gut aufgelegte Heimmannschaft zu sehen, welche sich von den Gästen aus Thüringen nicht beeindrucken ließ. Im Gegenteil, es entwickelte sich im ersten Abschnitt eine Partie auf Augenhöhe, in der sich beide Teams nichts schenkten. Die GIANTS wirkten auf die forschen Angriffe der Jenaer top eingestellt, aber auch Science City stand in der Verteidigung gut und einfache Würfe waren für BAYER Mangelware. So endeten die ersten zehn Minuten, mit einigen sehenswerten Aktionen, beim Spielstand von 19:18 zu Gunsten der Farbenstädter.

Ähnlich verlief auch der zweite Durchgang. Einen „Run“ konnte keine Mannschaft für sich verzeichnen, was vor allem an den eher mäßigen Wurfquoten auf beiden Seiten lag. So zeigte sich bei den Leverkusenern einmal mehr, wie wichtig das Kollektiv ist: Ein Korbleger von Quentin Goodin hier, ein erfolgreicher Wurf aus der Mitteldistanz von Luis Figge dort und auf der anderen Seite sicherte sich Dennis Heinzmann einen seiner insgesamt zehn Rebounds. Jeder „Gigant“ hatte seinen Anteil daran, dass die Hausherren im Spiel
blieben. Erst zum Ende der ersten Halbzeit hin wurde Jena stärker, was vor allem am erfahrenen Brandon Thomas lag. Der US-Amerikaner führte seine Farben an und war einer der Hauptgründe für den 6:1-„Lauf“ von Science City in den letzten zwei Minuten der Hälfte. Beim Spielstand von 40:34 zu Gunsten der Gäste ging es in die Kabine um sich auf die zweiten zwanzig Minuten einzustellen.

Nach der Pause wurde die Intensität auf dem Parkett zusehends höher. Beide Teams agierten sehr physisch und kämpften um jeden Ball. So wurden harte Rebound-Duelle geführt und auch die „Mann-Mann-Verteidigung“ brachte den ein oder anderen Spieler an seine körperlichen Grenzen. Der Spielverlauf litt unter der Vielzahl der Unterbrechungen, welche die Unparteiischen durchführen mussten.
Ähnlich wie in den beiden Perioden zuvor, konnte sich weder BAYER noch Science City einen nennenswerten Vorteil erarbeiten. Eine erfolgreiche Aktion der GIANTS konterte Jena umgehend – so war es allerdings auch umgekehrt. Spencer Reaves sorgte 37 Sekunden vor Durchgangsende per Layup für den Viertelendstand von 56:55 zu Gunsten seiner Teamkollegen. Es war die erste „Giganten“-Führung nach mehr als fünfzehn Spielminuten.

Allerdings sollte es leider die letzte Leverkusener Führung an diesem Abend gewesen sein. Jena-Coach Domenik Reinboth fand in der zweiminütigen Abschnittspause genau die richtigen Worte, denn nun gaben seine Schützlinge den Ton an. Aufgrund eines 10:0-„Run“ erkämpfte sich Science City einen Vorsprung von sieben Zählern 65:58 (34. Spielminute). In der Folge versuchte BAYER den Abstand nicht weiter anwachsen zu lassen. Doch nach einem weiteren Dreier durch Medipolis-Forward Brandon Thomas wuchs die Führung der Thüringer erstmalig auf zehn Zähler an (74:64 – 36. Spielminute). In dieser Phase war die Auswärtsmannschaft einfach cleverer als die GIANTS, die zudem mit ihren miesen Wurfquoten (Feldwurfquote von 39 Prozent) haderten. BAYER gelang die Wende nicht mehr und so verloren die „Gnadisten“ am Ende verdient mit 76:90

GIANTS-Trainer Hansi Gnad fand nach der Niederlage klare Worte: „Glückwunsch an Jena zu diesem Erfolg, der Sieg ist vollkommen verdient. Science City hat nicht nur clever sondern auch effektiv gespielt, was am Ende der ausschlaggebende Punkt für unsere Niederlage war. In dieser Woche haben wir uns versucht auf die Spielweise der Gäste einzustellen, doch während der 40 Minuten ist es uns nicht gelungen, dies auf dem Parkett umzusetzen. Jena hat unsere Schwächen eiskalt ausgenutzt und kam so immer wieder zu einfachen Zählern. Dazu kam unsere schwache Wurfquote, welche uns das Leben zusätzlich erschwert hat. Wir haben im Angriff die Dinge zu sehr forcieren wollen und waren teils zu egoistisch im Abschluss. Alles in allem hat Medipolis SC eindrucksvoll bewiesen, warum sie Favorit auf den Aufstieg in die BBL sind. Jetzt gilt es den Fokus auf das nächste Spiel zu richten.“

Nachberichte ProB Süd 5. Spieltag Nachholspiel

27.11.2021 19:00 Uhr FC Bayern Basketball II vs. WHITE WINGS Hanau 74:76

Lange sah es für die zweite Mannschaft der Bayern-Basketballer nach einer klaren Heimniederlage aus, doch ein furioses Schlussviertel (31:17) hätte fast noch die Wende gebracht: Am Ende fehlten dem FCBB II jedoch Kleinigkeiten bei der 74:76-(24:35)-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten Hanau. Das Jungprofi-Duo Jason George (22 Punkte) und Joshua Obiesie (29) hatte erheblichen Anteil an der Aufholjagd, trotzdem bleibt es für das ProB-Team bei nur einem Sieg.

Bei den Gastgebern fehlte Mohamed Sillah, der mit einer Nasenfraktur mehrere Wochen ausfallen wird. Dafür stand George erstmal im Aufgebot des FCBB II. Die erste Fünf bildeten Jeremia Agyepong, Joshua Obiesie, Maxwell Dongmo Temoka, Lukas Zerner und Sebastian Hartmann. Die Anfangsminuten gehörten Obiesie, er markierte die ersten neun Punkte (9:8/5.). Doch schon früh zeichneten sich offensive Schwierigkeiten ab (13:19/10.), es fehlte im Angriff eine gewisse Zielstrebigkeit. Dieser Trend setze sich auch in den zweiten zehn Minuten fort: Zur Halbzeit standen nur 27 Prozent Trefferquote aus dem Feld zur Buche (24:35). Auch der Wechsel brachte nicht den erhofften Wendepunkt. Im dritten Viertel wuchs der Rückstand gar auf 21 Punkte (34:55/28.). Die Schlussminuten boten zumindest etwas Linderung (43:59/30.). Angeführt von Topscorer Dewrell Tisdale (25 Punkte), sahen die Hessen jedoch bis Mitte des letzten Viertels wie der sichere Sieger aus (52:68/35.).

Ein Dreier von George war dann die Initialzündung zu einer wahrlich verrückten Aufholjagd (60:72/37.). Mit Ausnahme von zwei Freiwürfen von Ivan Kharchenkov wechselten sich im Schlussabschnitt George und Obiesie mit Punkten ab. Die lange vermisste Konsequenz und Aggressivität in der Offensive zeigten sich in den letzten drei Minuten: Ein 17:4-Lauf und der fünfte Dreier Obiesies eröffneten plötzlich sogar eine realistische Siegchance (74:75/40.), doch die Aufholjagd konnte nicht mehr gekrönt werden.

Nachberichte ProA 3. Spieltag Nachholspiel

27.11.2021 19:30 Uhr Itzehoe Eagles vs. VfL SparkassenStars Bochum 75:85

Die Punkte gingen in der Partie der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA verdient nach Westdeutschland, Bochum gewann in Brokdorf mit 85:75 (27:21, 18:14, 20:21, 20:19). Bei den Gästen hatte Corona zugeschlagen, deswegen fehlten fünf Spieler. Angesichts der schmalen Besetzung blieb den Bochumern kaum eine andere Wahl als eine Zonenverteidigung. Die Eagles waren darauf vorbereitet, so Coach Patrick Elzie – doch im Spiel war das viel zu selten zu sehen. Der Auftakt gelang noch mit zwei Dreiern von Yasin Kolo und Marko Boksic, doch danach versuchten es die Gastgeber weiterhin oft von außen, machten aber kaum Druck auf den Korb und es dem Gegner damit leicht. Deutliches Zeichen: Ganze sechs Freiwürfe holten die Itzehoer in der ersten Halbzeit heraus.

Wir haben die aufgebaut und stark gemacht“, sagte Elzie auch mit Blick auf einige leichte Fehler gegen die Bochumer Defense. Die Gäste bestimmten nahezu durchgehend den Rhythmus der Partie, das war ganz anders geplant: Die Eagles sollten schnell spielen, aggressiv über das ganze Feld verteidigen und den Gegner müde laufen, so der Coach. Am Ende war er „maßlos enttäuscht. Es geht nicht, wie wir uns präsentiert haben.“ Für die Leistung in der ersten Hälfte und in Teilen der zweiten Halbzeit fand er das Prädikat „unterirdisch“. Denn die sieben vorhandenen Bochumer können Basketball spielen, warteten auf die Fehler des Gegners und nutzten diese. Im zweiten Viertel wurde der Rückstand der Gastgeber sofort zweistellig und schrumpfte nur bei kurzen Strohfeuern. Halbzeitstand: 35:45.

Nach dem Wechsel änderte sich das Bild wenig, das Spiel lief nach demselben Muster weiter. Bei seinem zweiten Auftritt im Eagles-Trikot lieferte Petar Aranitovic eine gute Partie ab, doch eine gute Teamleistung brachten die Itzehoer während der gesamten 40 Minuten nicht auf das Brokdorfer Parkett. Nicht, dass sie nicht wollten – doch die Versuche, ein Zeichen zu setzen, endeten meist mit Fehlern. Beim 47:52 schnupperten die Eagles noch einmal an der möglichen Wende, doch Dominic Green stellte mit fünf seiner 23 Punkte den alten Abstand wieder her. Gegen ihn und auch Tony Hicks (20 Punkte) habe sein Team keine Antwort gefunden, sagte Elzie. Es sei zu sehen gewesen, dass die Mannschaft nach sieben Niederlagen – und mit der Chance gegen einen geschwächten Gegner – unter Druck stand. In den vergangenen Wochen seien einige Gelegenheiten ausgelassen worden, doch weiterhin hätten die Eagles in der Tabelle Kontakt zu den davor platzierten Teams. Jetzt gelte es, weiter zusammenzuhalten und aus der Videoanalyse der Niederlage die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Nachberichte ProB Süd 10. Spieltag

20.11.2021 16:00 Uhr FC Bayern Basketball II vs. Ahorn Camp BIS Baskets Speyer 51:78

Einen ernüchternden Spieltag hat der FCBB II hinter sich: Nach dem Heimerfolg vor zwei Wochen gegen Karlsruhe konnte das junge Team gegen die Baskets nicht nachlegen, sondern musste nach gutem Auftakt am Ende sehr deutlich mit 51:78 geschlagen geben. Forward Lukas Zerner war noch bester Werfer mit zehn Punkten, insgesamt waren die Quoten jedoch nicht gut genug gegen den Playoff-Kandidaten (5:4 Siege, FCBB 1:7).

Positiv: Luis Wulff kam nach mehrmonatiger Verletzungspause zu seiner Saisonpremiere in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Er stand gemeinsam mit Aleksa Vucetic, Sebastian Hartmann, Zerner und Mohamed Sillah in der ersten Fünf. Der junge Point Guard kam gut in die Partie und markierte die ersten vier Zähler; Zerner legte zwei Zähler nach. Auch der erst 16-jährige Sommerneuzugang Martin Kalu kam nach seiner Finger-OP erstmals zum Einsatz, er erzielte ebenfalls vier Punkte in Serie. Doch in der Folge kam der totale Bruch im Spiel der Bayern-Talente: Erst trafen die Gäste den Buzzerbeater zum Viertelende; dann fiel Viertel-übergreifend acht Minuten keinMünchner Feldkorb, ehe erneut Wulff zwei Zähler holte. Doch das Viertel ging fast schon vorentscheidend 7:19 verloren.

Die jüngste Mannschaft der Liga ließ früh die Köpfe hängen, die Gäste hatten leichtes Spiel. Sinnbildlich für den gebrauchten Tag, dass Ivan Kharchenkov in der 27. Minute den ersten Dreier der Gastgeber markierte. Das Duell war früh entschieden und Coach Mihajlo Mitic gab allen zwölf Spielern Einsatzzeit. Nur 35 Prozent aus dem Feldund erneut 22 Ballverluste waren Ausdruck eines missratenen Nachmittags im Audi Dome. 

Trainer Mitic sagte: „Als jüngstes Team der Liga müssen wir unsere fehlende Erfahrung mit guter Energie kompensieren. Dies haben wir heute nicht getan. Gratulation an Speyer, zu einem guten Spiel. Wir müssen dieses Spiel gut analysieren und unsere Fehler korrigieren.

20.11.2021 16:00 Uhr BBC Coburg vs. TSV Oberhaching Tropics 66:71

Ob die erneute Heimniederlage nun am durchwachsenen dritten Viertel, an der wiederholt schwachen Dreierquote oder vielleicht doch am angeknacksten Selbstvertrauen festzumachen war, konnte BBC-Trainerin Jessica Miller kurz nach Ende der Partie noch nicht einordnen. “12:26 im dritten Viertel ist natürlich eine hohe Differenz. Nur zwölf Punkte in der Offensive sind schwach, wir hatten Probleme mit der Zonenverteidigung der Tropics. Auch die 18 Prozent Dreierquote machen sich bemerkbar. Trotzdem haben wir gut gekämpft in den anderen drei Vierteln,” resümierte die Texanerin sichtlich geknickt. Zudem musste Miller auf Top-Scorer Leon Bulic verzichten, der aus privaten Gründen verhindert war.

Ins Spiel kamen zunächst die Oberhachinger besser. Ein Dreier von Bernhard Benke markierte einen 9:2-Lauf für die Oberbayern nach zwei absolvierten Spielminuten. Für Hachings Coach Mario Matic bestand erstmals Redebedarf. Kurz vor Ablauf der ersten zehn Minuten holten sich seine Schützlinge durch Neuzugang Omari Knox dann die Führung zurück. Mit 17:18 ging es in die Viertelpause. Anschließend übernahm aber der BBC in seiner stärksten Phase des Spiels das Ruder. Obwohl für die Hausherren im ersten Durchgang nur zwei von zehn Dreiern fielen, nahm man eine 39:34-Führung in die Halbzeit mit. Wie schon so oft in dieser Spielzeit schaffte es der BBC aber im dritten Viertel nicht, Schritt zu halten.“Wir haben auf Zonenverteidigung gewechselt, dadurch sind uns einige Ballgewinne gelungen. Ab dem Zeitpunkt, als wir wieder in Führung gingen, ist das Spiel gekippt. Man hat gemerkt, dass bei Coburg das Selbstvertrauen fehlt,” erklärte TSV-Trainer Mario Matic seine Anpassungen in der Halbzeit.

Dass die Tropics an diesem Nachmittag dennoch schlagbar waren, offenbarten sie im Schlussviertel, in dem ihnen nur elf Punkte gelangen. Allerdings konnten die Coburger keinen Profit aus den Schwächen der Tropics schlagen. Der Lichtblick in der Offensive des BBC war im letzten Viertel Tyreese Blunt mit zehn Punkten. Nach seinem Lay-Up zum 63:65 schnupperte Coburg noch einmal am Sieg (38.). Blunt überzeugte mit 88 Prozent Trefferquote aus dem Feld, dazu verbuchte er jeweils drei Assists und Rebounds. Jedoch blieben die Hachinger Kögler und Noeres cool und machten per Korbleger und Dreier den Sack zu. “Den Dreier von Noeres aus der Ecke dürfen wir nicht zulassen. Da müssen wir besser auf dem Feld kommunizieren. Unser junges Team muss noch lernen, das Spiel in der Crunch-Time für sich zu entscheiden,” interpretierte Jessie Miller die Schlussphase des Spiels.

Tropics-Coach Mario Matic war hinsichtlich der Probleme seines Teams am Ende glücklich über die Ausbeute. “Kompliment an Jessie, die Coburger Mannschaft war in der ersten Halbzeit sehr gut eingestellt, wir kamen mit der aggressiven Verteidigung nicht zurecht. Ich bin nicht unbedingt zufrieden mit unserer Leistung. Wir hatten diese Woche im Training auch krankheitsbedingt mit Ausfällen zu kämpfen. Die Jungs waren deshalb zunächst nicht auf der Höhe. Man muss fairerweise auch sagen, dass wir Glück hatten, dass bei Coburg die Würfe nicht gefallen sind.

20.11.2021 19:00 Uhr Orange Academy Ulm vs. EPG Baskets Koblenz 66:54

Ein ausführlicher Nachbericht folgt in Kürze.

20.11.2021 19:00 Uhr WHITE WINGS Hanau vs. FRAPORT SKYLINERS Juniors 69:66

Aufatmen für Fans, Spieler und Offizielle der WHITE WINGS Hanau: Nach zwei schwierigen Niederlagen in Folge haben die Grimmstädter vor heimischer Kulisse ihren zweiten Sieg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB eingefahren. In einem bis zur letzten Spielsekunde absolut spannenden Spiel feierte das Team von Headcoach Kamil Piechucki und Co-Trainer Marti Zamora am Ende einen knappen 69:66-Erfolg gegen Frankfurt.

Dabei sah es im Südhessen-Derby lange Zeit so aus, als könnten die FRAPORT SKYLINERS Juniors die Oberhand behalten. Nachdem die Hanauer einen guten Start erwischten und sich in der sechsten Spielminute mit 12:2 eine gute Führung erspielten, schafften es die Gäste, innerhalb von drei Minuten auf einen Punkt heranzukommen. Mehr noch: Mit einem guten Sprungwurf von Topscorer Philipp Hadenfeldt 2 Sekunden vor Schluss ging Frankfurt erstmalig in Führung – und hielt diese bis ins letzte Viertel. Auf dem Weg dorthin hatte das Hanauer Team jedoch bereits mehrfach mentale Stärke bewiesen. So ließen die White Wings sich auch nicht von einem zwischenzeitlichen 13-Punkte-Rückstand irritieren und kämpften sich immer wieder zurück. Ein waches Auge hatten sie dabei auf Ex-White-Wing und -BBL-Spieler Marco Völler. So gelang es, ihn am Ende auf gerade einmal vier Punkten zu halten. Dank seiner überragenden Physis und Übersicht holte Völler allerdings satte elf Rebounds.

Sieben Minuten vor Schluss stand es dann dank einer starken Spielphase der Gastgeber 56:56. Beflügelt von diesem Erfolg blieben die White Wings dran und konnten in einer starken Spielphase sogar auf 67:59 auflegen. Dann folgten jedoch einige kleinere Unaufmerksamkeiten, die die Frankfurter konsequent ausnutzten. Mit Restzeit 1:11 Minuten kamen die Gäste noch einmal auf 67:66 heran. 13 Sekunden vor Schluss verlegt Völler den möglicherweise rettenden Sprungwurf und Frankfurt hält nach Rebound durch Niklas Krause die Uhr per Foul an. Nachdem der Ball zurück im Spiel ist, erfolgt erneut ein Foul an JD Tisdale, der aufgrund der Teamfouls an die Freiwurflinie geschickt wird. Tisdale verwandelt beide Würfe, Frankfurt braucht also einen Dreier, um auszugleichen. Im anschließenden Spielzug suchen die Frankfurter erneut Völler. Der wird jedoch konsequent gedeckt und kann nur per schwierigem Drei-Punkte-Wuf abschließen – ohne Erfolg. Am Ende einer nervenaufreibenden Partie gewinnen die White Wings mit 69:66.

Kamil Piechucki: „Das Team hat heute Charakter bewiesen und einen wichtigen Sieg geholt. Philipp Walz ist nach wie vor verletzt und wir wissen noch immer nicht, wie lange er noch verletzt sein wird. Matthias ist im ersten Viertel umgeknickt und hat das Spiel trotzdem abgeschlossen – mit 22 Punkten! Und auch JD hatte leichtere Blessuren. Viktor konnte nicht performen wie gewohnt, wir mussten einige Veränderungen vornehmen. Umso mehr ist es ein wichtiger Erfolg für uns, das Spiel trotz all dieser Schwierigkeiten zu gewinnen. Nun hoffen wir selbstverständlich, dass wir über den Verlauf der Saison wieder gesund sein werden und dann mit vollem Kader noch kompetetiver sein können.“

21.11.2021 16:00 Uhr Dresden Titans vs. Basketball Löwen Erfurt 86:81

Die Gäste wirkten von Beginn an fokussierter und erwischten den Tabellenführer eissskalt. Vor allem US-Import Tyseem Lyles überzeugte mit Treffsicherheit, verwandelte seine ersten vier Dreier und zwang Titans-Headcoach Fabian Strauß in der fünften Minute bei 12 Zählern Rückstand zur ersten Auszeit. Die Besprechung half prompt. Julius Stahl von außen und Tanner Graham am Korb verkürzten zügig auf 10:17. Dann wachte Grant Teichmann auf, netzte ebenfalls von außen und verwandelte einen taffen Layup trotz Fouls. Als dann noch Graham mit einem spektakulären „Up-and-Under“Korbleger auf 21:23 stellte, waren die Titans und die Fans in der Halle wieder voll da! Diese Energie beflügelte Bryan Nießen, der nach seiner ersten Einwechslung gleich von „Downtown“ lötete und seinen Farben die erste Führung des Abends bescherte. Nießen erwies sich als echte Zündkerze von der Bank. Zusammen mit Sebastian Heck und Nico Wenzl erhöhten die Eingewechselten sukzessive auf 36:30 und ließen Löwen-Trainer Uvis Helmanis in der 15. Minute zum Timeout greifen. Doch Nießen und Heck feuerten weiter vom Perimeter und ließen die Löwen leiden. Zusammen erzielten beide 21 Zähler im zweiten Viertel. Nießen sorgte mit seinem dritten Dreier kurz vor Ablauf der Uhr dann auch für die 52:41-Führung den glorreichen Schlusspunkt zur ersten Halbzeit.

In der Pause schien sich vor allem Erfurts Jan Heber einiges vorgenommen zu haben. Erst stopfte dernur 1.86 Meter große Guard den Ball brutal durch die Reuse, nur um im Anschluss seine Wurfqualitäten von außen zu demonstrieren. Zusammen mit Lyles‘ Dreier initiierte Heber so einen 13:3-Lauf und ließ Strauß das Timeout nehmen. Hernach besorgten Nico Wenzl (zwei Dreier) sowie Julius Stahl und Georg Voigtmann dringend benötigte Punkte für Dresden. Denn Lyles und Kamdem meinten es ernst mit dem „Comeback“, verkürzten vor dem Schlussabschnitt noch auf 69:61. Und der überragende Lyles machte mit wichtigen Treffern aus der Mitteldistanz sofort weiter Druck.

Dann Auftritt Max von der Wippel: Der Titans-Pivot zeigte plötzlich sein gesamtes Repertoire an Lowpost-Bewegungen, scorte wichtige acht Zähler und bediente Wenzl mustergültig beim Backdoor-Cut. Wenzl und Wippel, dieses Duo war zu Beginn des vierten Viertels Erfolgsgarant. Indes punkteten Kamdem und Lyles ebenfalls fröhlich weiter. Als zu allem Überfluss auch noch Guy Edi einen schweren Dreier ins Gesicht von Graham drückte und damit auf 79:76 verkürzte, war knapp drei Minuten vor Ultimo wieder alles offen. Doch Edi foulte kurz darauf aus und die „Titanen“ trafen wichtige Freiwürfe. Kapitän Voigtmann schlug dann mit einem herrlichen „Reverse-Korbleger“ im Fastbreak den Nagel in den Sarg. Endstand 86:81 für die Titans!

Titans-Headcoach Fabian Strauß: „Riesen Respekt an Erfurt. Sie waren sehr körperlich und haben viel Qualität. Mit dieser Mannschaft werden sie sicher noch einige Mannschaften überraschen. Aber wir dürfen als Tabellenführer auch nicht so auftreten in den ersten Minuten.“ Auf die „ungewöhnlichen“ Topscorer angesprochen gab Dresdens Coach folgende Einschätzung ab: „Unser Spiel ist so gestaltet, dass jeder darf und jeder punkten soll. Heute waren das eben Nico und Bryan. Natürlich wurde Grant das Leben heute auch extra schwer gemacht. Aber daran wachsen wir auch als Mannschaft. Wir haben noch so viel mehr Potential.“

Nachberichte ProB Nord 9. Spieltag

20.11.2021 18:00 Uhr SBB Baskets Wolmirstedt vs. TKS 49ers 68:77

Die SBB Baskets haben gestern Abend mit 68:77 (33:42) gegen die TKS 49ers aus Stahnsdorf ein Ostduell in der BARMER 2.Basketball Bundesliga ProB Nord verloren. Die 1.Halbzeit erinnerte Headcoach Eiko Potthast an das vergangene Wochenende. „Das war Köln 2.0! Wir sind definitiv nicht mit der Energie ins Spiel gegangen, wie wir es müssen. Respekt an Stahnsdorf. Sie haben härter gespielt und im Endeffekt verdient gewonnen.“ In Köln konnte man das Spiel mit einer starken 2. Halbzeit noch drehen. Das gelang am diesem Tag nicht.  

Mit einem 8:0-Lauf, dabei zwei Dreier von Jordan Talbert und Martin Bogdanov, gingen die Wolmirstedter Jungs im 1.Viertel mit 21:14 (7.) in Führung. Ein Hallo-Wach-Erlebnis war es nicht. Die TKS 49ers glichen zum 21:21 (10.) aus und gerieten im Spiel nicht mehr in Rückstand. Mit einem 1:17-Lauf zum 22:31 (14.) liefen die SBB Baskets immer hinterher. Die Ohre-Riesen hatten viele Einzelaktionen und nur wenig Teamspiel. Trainer Eiko Potthast: „Die Defense von Stahnsdorf hat das Eins gegen Eins forciert. Das haben wir nicht mit der nötigen Cleverness und Entschlossenheit attackiert. Dazu haben wir uns in der 1-1 und Teamdefense schwer getan.“ Die SBB Baskets hatten nach Aufs sofort wieder Abs in einem typischen Phasenspiel. Aus einem 32:34 wurde ein 33:42-Pausenstand. Vom 8:0-Lauf zum 47:50 folgte der 0:10-Rückschlag zum 47:60. Im letzten Viertel kamen die SBB Baskets vom 52:65 auf 63:68 in Schlagdistanz. Dann hätte das Momentum im Spiel von den TKS 49ers zu den SBB Baskets wechseln können. Phil Lieser netzte zum 66:70 (37.). Timeout Stahnsdorf. Die Hoffnung auf der Platte und der Tribüne war in der Halle der Freundschaft zurück.

Das war ein entscheidender Punkt beim 66:70. Da haben wir es nicht geschafft, das Spiel an uns zu reißen. Wir hatten die Chancen, richtig Druck auf Stahnsdorf zu machen„, blickte Baskets-Headcoach Eiko Potthast einige Minuten nach dem Spiel in der Trainerkabine auf die Szenen zurück. Der Krimi in der Crunchtime des Spiels: Ein Wurf von Jordan Talbert wurde geblockt, dann vom US-Boy ein Zweier-Sprungwurf und anschließend nach Timeout der SBB Baskets zwei Korbleger von Bill Borekambi und Martin Bogdanov verworfen. Es folgte das 66:72 und der 68:77-Endstand. In vielen Team-Statistiken war es ein Duell auf Augenhöhe, aber mit einem entscheidenden Vorteil für Stahnsdorf bei der Dreier-Quote. Zur Halbzeitpause stand es hier 18:50 Prozent, nach dem 3. Viertel 20:47 und am Ende 22:35 Prozent. Die SBB Baskets trafen 4 (Talbert/2, Bogdanov, Lieser) von 18 Dreiern, die TKS 49ers 8 von 23.

20.11.2021 19:00 Uhr LOK Bernau vs. RheinStars Köln 95:77

Die insgesamt fünf Ausfälle im Team von LOK BERNAU vor dem wichtigen Duell gegen Tabellennachbar Köln bereiteten Coach René Schilling Sorgen. Allerdings mussten auch die Gäste auf einige Leistungsträger verzichten. Den besseren Beginn in das Spiel erwischten zweifelsohne die Bernauer. Den Kölnern gelangen erst nach gut zwei Minuten durch Vincent Golson die ersten Zähler. Danach eröffnete Rikus Schulte das Bernauer Offensivfeuerwerk. Sein Dreier und drei weitere Distanztreffer in Folge von Robert Kulawick schraubten die Führung binnen zwei Minuten auf 19:2. Auch danach blieben die Brandenburger von „draußen“ treffsicher und setzten sich zum Ende des ersten Viertels auf 32:11 ab. Die RheinStars fanden dann zwar besser ins Spiel. Bernau behauptete die deutliche Führung aber bis in die Halbzeit (49:29).

Nach dem Seitenwechsel stemmten sich die Gäste mit viel Kampfgeist, Intensität und einem überragend auftrumpfenden Vincent Golson gegen die Niederlage. 32 Punkte erzielte der quirlige US-Amerikaner und führte sein Team Punkt um Punkt heran, während die Bernauer nach der Pause offensive Schwächen zeigten und reihenweise Chancen vergaben. Im Schlussviertel wackelte die Führung weiter. Die RheinStars Köln verkürzten weiter und hatten den Rückstand sechs Minuten vor dem Ende bei 70:68 quasi eingeschmolzen. Mit einem Kraftakt verhinderte Bernau aber den Führungswechsel. Die Routiniers Mauricio Marin und Robert Kulawick übernahmen die Verantwortung. Und auch Youngster Gian Aydinoglu sicherte in dieser Phase wichtige Punkte. Bernau konnte sich wieder absetzen, bis Rikus Schulte am Ende mit einem Dreier den verdienten 95:77-Heimsieg besiegelte.

LOK-Coach René Schilling: „Ich kann als Trainer mit diesem Spiel zufrieden sein. Wir haben es geschafft, uns nach einer guten Leistung zu belohnen. Der Start war furios und stark. Aber auch aus unserer Schwächephase in der zweiten Halbzeit haben wir uns zurück gekämpft und das Spiel nicht aus der Hand gegeben. Die Arbeit und Mühen der letzten Wochen zahlen sich jetzt auch aus. Vor allem in der Offensive haben wir endlich einmal überzeugt.“

20.11.2021 19:00 Uhr ART GIANTS Düsseldorf vs. Dragons Rhöndorf 85:74

Nach sechs Minuten schickte ART Giants-Headcoach Florian Flabb Rückkehrer Deion Giddens erstmals aufs Parkett, der sich mit einem Block unter dem eigenen Korb gleich gut einfügte. Genau für diese Defensivaktionen haben die Düsseldorfer den Deutsch-Amerikaner zurückgeholt. Beide Mannschaften suchten im ersten Viertel noch nach ihrem Rhythmus im Offensivspiel, die Gastgeber führten zum Ende des Abschnitts knapp mit 18:17. In der Folge legte das Flabb-Team offensiv dann eine Schippe drauf. Der stark aufspielende Lennart Boner ließ es nach einem sehenswerten Ballgewinn durch Franklyn Aunitz erstmals krachen in der Zone des Gegners (23:19). Gegen die zunehmend stabiler agierende Defensive der Landeshauptstädter fanden die Dragons nur sporadisch Mittel. Auch Mpacko durfte nun sein Debüt geben und versenkte zum Einstand bei den Giganten gleich einen Dreier, der nicht sein letzter bleiben sollte an diesem Abend. Zur Halbzeit konnten die ART Giants eine 41:36-Führung für sich behaupten.

Nach dem Seitenwechsel wurden die Hausherren sowohl geduldiger als auch abgeklärter im eigenen Spiel. Nach einem Dreier durch Boner und zwei Zählern von Quadre Lollis Jr. konnten die Gastgeber ihre Führung erstmals zweistellig ausbauen (50:39). Für großen Jubel unter den rund 300 Zuschauern sorgte dann eine eher ungewohnte Aktion von Point Guard Franklyn Aunitz, der seinen Gegenspieler unter dem Korb einfach mal mit einem monströsen Block abräumte. Eben dieser aggressiven und vor allem effektiven Verteidigung, die im dritten Viertel nur 14 gegnerische Punkte zuließ, hatten die Düsseldorfer die 63:50-Führung zum Ende des dritten Viertels zu verdanken. Zwei schnelle Dragons-Treffer von jenseits der Dreierlinie bewegten Flabb zum Start ins Schlussviertel dann zügig zu einer Auszeit (64:56). Es ging nun härter zur Sache auf dem Parkett. Das NRW-Duell hatte nicht nur schöne Aktionen, sondern auch harte Fights auf beiden Seiten zu bieten, was auch an der zunehmenden Anzahl an Foulspielen zu erkennen war. Da Rhöndorf nochmal alles reinwarf und durch erfolgreiche Distanzwürfe Schritt für Schritt weiter verkürzen konnte, wurde es nochmal so richtig spannend auf den letzten Metern (70:65). Routinier Andrius Mikutis sammelte in dieser Phase dann wichtige Rebounds und Zähler für das Punktekonto, um die Führung nicht aus der Hand zu geben. Von der Freiwurflinie ließen Mpacko und der gewohnt starke Booker Coplin nichts mehr anbrennen. Letzte Punkte der Begegnung gingen dann erneut per Dunking auf das Konto von Boner, die zum verdienten 85:74-Heimsieg für die Giganten führten.

Florian Flabb (Headcoach): „Wir sind sehr froh darüber, diesen wichtigen Sieg mitgenommen zu haben, vor allem mit Blick auf die vergangene Woche, als wir Corona bedingt ein spielfreies Wochenende hatten. Defensiv war unsere Mannschaft heute wirklich stabil, damit war ich größtenteils sehr zufrieden. Dass wir im dritten Viertel nun 14 Punkte des Gegners zulassen, war mit spielentscheidend. Wir sind mit viel Energie aus der Halbzeitpause gekommen und haben die Fehler vom Anfang abgestellt, das war letztlich der Grundstein für den Sieg.

20.11.2021 19:30 Uhr WWU Baskets Münster vs. Iserlohn Kangaroos 87:76

Mit Kai Hänig und Cosmo Grühn fehlten Münster wichtige große Akteure. In puncto Größe waren die Kangaroos überlegen. Beide Teams waren sofort in der Partie, spielten attraktiven Offensivbasketball. Hohe Trefferquoten bestimmten das Geschehen. Nach ausgeglichenem Start über 7:7 versenkte Frühstarter Stefan Weß bereits seinen zweiten Dreier zum 14:9. Helge Wezorke löste ein Eins-gegen-Eins mit schönem Step-back-Jumper auf. Binnen 60 Sekunden zog das Team von Björn Harmsen mit Punkten von Helge Wezorke, Ryan Richmond und Andrew Onwuegbuzie erstmals mit größerem Vorsprung davon. Auf Augenhöhe spielende Kangaroos konterten postwendend mit ihren Vorteilen unter dem Korb über Tidjan Keita, Alexander Möller und Emanuel Francisco. Heimspiel-Debütant Rijad Avdić, emotionalisiert durch die Kulisse, sorgte mit seinen ersten Punkten in der Halle Berg Fidel aus der Mitteldistanz für 27:24-Führung nach attraktivem ersten Viertel.

Stefan Weß überzeugte mit Treffer Nummer drei und vier mit seiner ästhetischen Wurftechnik von jenseits der Drei-Punkte-Linie: Hundertprozentige Trefferquote aus der Distanz (4/4) bis zur Pause. Flügelspieler Rijad Avdić feierte anschließend sein Dreipunktspiel mit dem Publikum. Das Team von Björn Harmsen spielte sich in einen Rausch, stellte mit seiner nun deutlich intensivierten Verteidigung Iserlohn vor schwere Aufgaben, erzwang bis zur Pause gleich 13 Turnover der Gäste bei nur fünf eigenen Ballverlusten. Adam Touray blockte Iserlohns Center Möller am defensiven Brett, Rijad Avdić versenkte im Gegenzug seinen extrem eng verteidigten Korbleger spektakulär. Die Halle tobte. Sage und schreibe fünf Spielminuten lang ließen die WWU Baskets keinen Korb der Gäste zu. Sie hatten den starken Iserlohner Offensivrhythmus des Auftaktviertels gebrochen, mit Toni Prostran den aktuell besten Aufbauspieler der Liga gut unter Kontrolle. Mit einem 12:0-Lauf erspielte sich der Gastgeber früh einen 20-Punkte-Vorsprung. Mit deutlicher, beruhigender Führung gingen die Münsteraner in die zweite Halbzeit. Überragender Akteur bis hierhin: Stefan Weß mit 16 Punkten und beeindruckenden Wurfquoten.

Im dritten Viertel machten die WWU Baskets zunächst unbeirrt weiter. Thomas Reuter streute gleich einen Dreier zur höchsten Führung der Partie ein. Auch nach 24 Spielminuten, als Jasper Günther mit klasse Aktion zum Korb auf 61:40 stellte, deutete wenig auf eine Trendumkehr hin. Doch plötzlich wendete sich das Blatt. Iserlohn überzeugte nun mit entschlossenen Aktionen, nutzte die Vorteile in der Größe konsequent und begann die Aufholjagd. Insbesondere Moritz Hübner und Center Alexander Möller waren von Münsters Defense kaum zu stoppen. Peu à peu verkürzten nun bessere Kangaroos bis zum Viertelende den hohen Rückstand: 67:56 nach 30 Minuten.

Mit viel Intensität stemmten sich die Kangaroos weiter gegen die drohende Niederlage, erarbeiteten sich immer mehr das Momentum. Der Mannschaft von Dennis Shirvan schien nun nahezu alles zu gelingen, während Münsters Wurfquoten in dieser viertelübergreifenden Spielphase in den Keller gingen. Adam Touray blockte Moritz Hünber, schien mit seinem anschließenden Dreipunktspiel Iserlohns Lauf in Grenzen zu halten. Doch Möller, Hübner und nun auch Prostran taten den Uni-Städtern weiter weh. Dazu bewegten diese den Ball zu wenig, verzettelten sich in Einzelaktionen. Nach vier Minuten im Schlussabschnitt waren 21 von zwischenzeitlich 24 Punkten Rückstand getilgt (73:70). Die WWU Baskets wackelten kurz, kamen aber nicht ins Grübeln. Sämtliche Fans fieberten mit, die Halle Berg Fidel gab den Push. Die Mannschaft holte nun wichtige Stopps, bevor das Spiel gänzlich kippen konnte. „Die Fans sind unglaublich“, sagte Rijad Avdić nach seiner Heimpremiere. Und offensiv rissen nun clever agierende Münsteraner unter der klugen Regie von Topscorer Ryan Richmond (20 Punkte) die Partie wieder an sich. Sein klasse Anspiel auf Adam Touray zum 79:70, Sekunden später war dessen Dunking nach Fastbreak das Ausrufezeichen des Münsteraner Zwischenspurts: Die Halle stand! Zehn Punkte in Serie zogen den Kangaroos schnell und vor der Crunchtime den Zahn (83:70, 37.) – Riesenjubel nach einem intensiven Spiel und einem ganz wichtigen Sieg vor der zweiwöchigen Spielpause.

21.11.2021 17:00 Uhr SC Rist Wedel vs. BSW Sixers 81:76

15-9-8-6-2. Das ist nicht etwa der Spielbericht des siebten Wedeler Saisonsiegs in eine verschlüsselte Zahlenreihe gepresst, sondern der Arbeitsnachweis des Rist-Kapitäns. Jacob Hollatz trug wesentlich zum 81:76 seiner Mannschaft über die BSW Sixers bei, die Zuordnung seiner Werte zur jeweiligen statistischen Gattung gibt es am Ende des Artikels.
Und so urteilte Stephan Blode über seinen Spielmacher: „Sehr gute Leistung, offensiv wie defensiv. Er spielt ja eh immer mit dieser sehr hohen Energie. Und das macht er konstant. Dann passieren auch solche Tage, an denen statistisch solche hervorragenden Spiele herauskommen. Selbst wenn das Spiel statistisch nicht so auffällig gewesen wäre, macht Jacob auf sehr hohem Niveau sehr schlau und sehr konstant seine Arbeit“, lobte der Rist-Trainer.

Hollatz war Schwungrad, Vorkämpfer und Speerspitze einer Wedeler Mannschaft, die sich mit einem starken Gast auseinanderzusetzen hatte und deren Leistung im Laufe der Begegnung fast wellenförmig wogte. Vor allem zwei Spielsysteme, derer sich die Nullsechser aus dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld bedienten, setzten den Ristern in den ersten 20 Spielminuten zu. Blode machte die Pause zwischen dem zweiten und dritten Viertel zur Vorlesung über Verteidigungsverhalten: „Wir haben in der Halbzeitpause sehr viel über defensive Details geredet, die wir in der ersten Halbzeit nicht so gut gemacht haben“, so der Trainer. Nach der Wiederaufnahme gab es die Steigerung. Seine Schützlinge setzten die eingeforderten Verbesserungen im dritten Abschnitt um, „deswegen haben wir die Sixers auf Distanz halten können und die Führung vergrößern können“, sagte Blode. „Wir haben ein hervorragendes drittes Viertel gespielt“, urteilte er.
Die Fortsetzung war auch nicht eben schlecht. Bis zu 17 Punkte betrug der Rist-Vorsprung im Schlussabschnitt, aber nach dem Erreichen des Wellengipfels schlitterte man gegen Ende wieder ein wenig in die Gegenrichtung. Warum? „Wir haben gerade in drei Bereichen Probleme, eine Führung zu verwalten“, sagte Blode nach der Begegnung. Man bringe die gegnerische Mannschaft durch Fouls zu oft an die Freiwurflinie, es gebe Probleme beim Rebound und „wir sind in der offensiven Ausführung nicht geduldig“, so der Trainer. In den letzten gut zwei Spielminuten gelang den Wedelern kein Punkt mehr, die Gäste kamen mit einem 7:0-Schlusslauf heran, ohne den Rist-Sieg noch zu gefährden.

Unnötig war’s ohnehin, fand Blode, denn: „Wir wollen unsere beste Leistung bringen.“ Ungeachtet des ständigen Optimierungsstrebens, das ihn und seine Mannschaft antreibt, wollte der Trainer aber nicht aus den Augen lassen, dass man so eben eine starke Serie um ein Glied verlängert hatte. „Die Sixers sind ein sehr gutes Team. In dem Team ist Talent, das sie auch nutzen. Das ist ein gut gecoachtes Team, ein Top-Fünf-Team in dieser Liga. Und wir sind sehr froh, dass wir gewonnen haben. Wir dürfen das auf keinen Fall als selbstverständlich hinnehmen, auch wenn es der fünfte Sieg in Folge war“, betonte er.

21.11.2021 17:00 Uhr ETV Hamburg vs. EN Baskets Schwelm 90:105

Die Herren des Eimsbütteler TV Hamburg konnten am 9. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB ihre Niederlagenserie weiterhin nicht beenden. Zwar bot das Team um den erneut überragend scorenden Mubarak Salami (48 Punkte, 8 Dreier) zusammen mit Gegner EN Baskets Schwelm den rund 100 Zuschauern in der Sporthalle Wandsbek phasenweise ein echtes Offensiv-Spektakel. Doch waren die Abwehrkräfte der Korbjäger aus dem Herzen Hamburgs bei der 90:105 (36:51)-Niederlage wie so oft zu schwach.

Die Starting Five der Gastgeber hielt diesmal zwei Überraschungen parat: Mit Point Guard Ibrahim Jabby und Lazarett-Rückkehrer Jan Gust standen zwei neue “Anfänger” im ETV-Trikot zu Beginn auf dem Feld. Zudem saß überraschend Kapitän Leo Eckmann nach seiner Knöchelverletzung zumindest wieder auf der Ersatzbank. Bei den Gästen konnte sich Headcoach Falk Möller über die Rückkehr von Center-Hüne Daniel Mayr (2,18 m) – ebenfalls nach Verletzung – in den Kader freuen. Es entwickelte sich von Beginn an ein temporeiches Spiel mit leichten Vorteilen für die Gäste und den bekannten Protagonisten auf beiden Seiten. So hatte Liga-Topscorer Salami nach dem ersten Durchgang bereits 13 Punkte auf seinem Konto, aufseiten der EN Baskets zeigten sich der Amerikaner Glen Burns, Rupert Hennen sowie Kapitän Nikita Khartchenkov am treffsichersten. Da der ETV noch etwas sorgloser in der Defense-Transition war als die Westdeutschen, gingen die Schwelmer mit einer knappen 26:21-Führung in die erste kleine Pause.

Wie so oft rannten die Hamburger also einem Rückstand hinterher, doch das taten sie wie immer mit Herz und Bravour. Und obwohl die EN Baskets, immerhin in der Vorsaison im Play-off-Halbfinale, in der Offense mehr Spielwitz und Abgeklärtheit zeigten, hielten die Eimsbütteler auch dank einiger Offensivrebounds die Partie offen. Und sie sorgten für die Highlights der ersten Halbzeit. So standen insgesamt vier Blocks (zweimal Marcel Hoppe, je einer von Salami und Vladimir Migurnov) auf dem Scoutingbogen, auch ein spektakulärer Hinter-Kopf-Assist von Karl Dia auf Migurnov sowie ein Eckmann-Steal unter dem gegnerischen Korb waren sehenswert. Da die Schwelmer jedoch vor allem in Person von Khartchenkov und Marco Buljevic ihren Dreier-Hotspots in den Ecken gefunden hatten (8/20; 40 Prozent) und sich die Hamburger schon 13 Turnover leisteten, war der ETV-Rückstand bis zur Halbzeitpause auf 15 Zähler angewachsen (36:51).

Im dritten Durchgang wurden dann fleißig auf hohem Niveau Körbe getauscht, vor allem Hennen und Burns bei den Baskets sowie Salami und Dia für die Hamburger waren dabei aktiv. An den Kräfteverhältnissen änderte sich hingegen wenig, auch wenn die Westdeutschen zwischenzeitlich auf bis zu 20 Zähler davonzogen. Beim Stand von 65:79 aus eigener Sicht war vor dem letzten Viertel die Herausforderung für den ETV groß, ein Sieg aber noch nicht außer Reichweite. Kurz darauf bekamen die Hamburger Hoffnungen zwar mit dem fünften Foul von Wühler Migurnov einen Dämpfer, doch weigerte sich der Tabellenletzte wie gewohnt aufzugeben. Als je zwei Dreier von Salami und Hoppe die Distanz auf acht Punkte (79:87) reduzierten, zog Baskets-Trainer Möller per Auszeit die Notbremse. Das half. Die Eimsbütteler wehrten sich offensiv zwar weiter nach Kräften, doch war die Defensive wie so oft zu anfällig. Spätestens, als der ebenfalls überzeugende Marco Hollersbacher (am Ende mit 24 Zählern fleißigster Schwelmer Punktesammler) einen klasse Fastbreak zum 99:87 abschloss, war die Entscheidung gefallen.

Ich finde, wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Wer weiß, wie es mit voller Besetzung ausgesehen hätte“, mutmaßte Käpt’n und Comebacker Leo Eckmann nach der Schlusssirene. „Ich kann den Jungs wie immer keinen Vorwurf machen. Ich hoffe, dass uns die nun folgende Pause weitere Verletzte zurückbringt“, sagte ETV-Cheftrainerin Sükran Gencay.

Nachberichte ProA 11. Spieltag

20.11.2021 19:00 Uhr Tigers Tübingen vs. RASTA Vechta 79:74

Beide Teams geizten zu Beginn mit Korbaktionen und kämpften mit schwachen Wurfquoten. Den etwas besseren Start hatten aber die Hausherren, angeführt von Šerić und Mikesell. Nach fünf Minuten lag der Tabellenzweite mit 9:3 in Front. Die nächsten Aktionen gehörten aber den Gästen. Weil sich aber auch die Truppe von Trainer Vladimir Lucic einige Fehlwürfe erlaubte, konnte der Gastgeber stets eine knappe Führung behaupten. In den letzten beiden Minuten fielen die Würfe auf beiden Seiten dann endlich, sodass der Spielstand etwas nach oben geschraubt werden konnte. So ging es mit einer 19:14-Führung in die erste Viertelpause. Der Start in den zweiten Spielabschnitt war nicht ganz nach dem Geschmack der Tigers-Fans, da sie sich erst nach zweieinhalb Minuten setzen konnten. Der weiterhin starken Verteidigung war es geschuldet, dass sie dennoch in Führung blieben. Und es blieb bis zur Halbzeit ein enges Spiel. Mit einer knappen 34:33-Führung gingen die Tigers in die Kabine. Passend zu dem niedrigen Ergebnis auf beiden Seiten ragte Keppeler mit einer Defensivstatistik heraus: Drei Blocks sammelte er bis dahin.

Die zweite Hälfte begann mit einem Dunking des starken Keppeler zum 36:33 in Minute 21, vorausgegangen war ein toller Pass von Kivimäki. Die nächsten fünf Zähler erzielte jedoch Nash für den Gegner. Eine Minute später war der Vorsprung auf wieder nur einen Zähler (39:38) geschmolzen. Die Tübinger blieben jedoch am Drücker. Zwei Dreier von Šerić und Mikesell sorgten in der 28. Minute erstmals für eine zweistellige Führung (52:42). Wenig später ging es mit einem 59:50-Vorsprung in die letzte Viertelpause. Für die Tigers erzielte der bärenstarke Keppeler die ersten Zähler im Schlussabschnitt, Spielstand: 61:50 nach 31 Minuten.
Den besseren Start erwischten jedoch die Gäste aus dem hohen Norden. Sie verkürzten in den ersten zwei Minuten auf 58:61, ehe erneut Keppeler mit einem Block den Lauf des Kontrahenten stoppen konnte. In der Folgezeit entwickelte sich ein kleiner Shoot-Out mit dem besseren Ende für die Hausherren: Zwei Dreier von Šerić und Mikesell sorgten wieder für ein etwas komfortableres Polster. Doch das Lucic-Team gab weiter nicht auf und kämpfte sich in Person von Young und Nash innerhalb weniger Sekunden wieder auf 70:75 heran. Nun war es an Coach Jansson, die Auszeit zu nehmen. So entwickelte sich eine wahr Zitterpartie in der letzten Minute. Die Gäste vergaben zahlreiche Chancen, weiter zu verkürzen. Auf Tübinger Seite ging es nun darum, die Freiwürfe zu treffen. Crawley und Kivimäki (mit seinen einzigen beiden Punkten an diesem Abend) ließen nichts mehr anbrennen und sicherten so schlussendlich den knappen, aber verdienten 79:74-Sieg.

Danny Jansson (Trainer Tigers Tübingen): „Wir wussten, dass es ein sehr physisches Spiel wird und sie uns mit ihrer Athletik und Stärke vor Probleme stellen würden. Am Anfang hatten wir diese Probleme, dann haben wir unsere Stärken ausgespielt. Wir haben uns und den Ball besser bewegt. Fünf Minuten vor dem Ende haben wir mit zehn Punkten geführt und dann zeigten Josh Young und Tyrone Nash ihre individuelle Klasse. Das hat uns Schwierigkeiten bereitet und es wurde noch einmal eng. Ich bin froh, dass es dennoch am Ende gereicht hat.

20.11.2021 19:00 Uhr VfL Sparkassenstars Bochum vs. Artland Dragons

ANMERKUNG: Das Spiel wurde aufgrund von Coronafällen abgesagt. Ein neuer Termin wird in Kürze festgelegt.

20.11.2021 19:00 Uhr wiha Panthers Schwenningen vs. Medipolis SC Jena

ANMERKUNG: Das Spiel wurde aufgrund von Coronafällen abgesagt. Ein neuer Termin wird in Kürze festgelegt.

20.11.2021 19:00 Uhr VfL Kirchheim Knights vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier 71:65

Die Vorzeichen des Spiels waren klar. Beide Mannschaften wiesen die gleiche Bilanz auf (6:4) und standen in der Tabelle dicht beieinander. Nur der Sieger würde sich kurzfristig knapp hinter der Tabellenspitze einordnen können. Der Wichtigkeit des Spiels bewusst, gingen beide Mannschaften auch dementsprechend engagiert zu Werke. Erneut starteten die Schwaben angeschlagen in das Spiel. Jonathon Williams musste unter der Woche mit Leistenproblemen pausieren. Ihm waren die Probleme bis zur entscheidenden Schlussphase auch deutlich anzusehen. Andere mussten in die Bresche springen. Und mit „andere“ war dieses Mal das gesamte Team gemeint. Die Defensive mussten es richten.

Trier suchte frühzeitig den Weg zu ihren stärksten Waffen, die unter dem Korb zu suchen waren. Topscorer Brody Clarke und Center Radoslav Pekovic gehören in der ProA zum Besten der Besten was die Forwards und Center der Liga zu bieten haben. Ihnen stellten sich Noah Starkey, Till Pape, Luka Kamber und Williams entgegen. Und sie machten dies auf beeindruckende Weise. Kein einfacher Punkt wurde zugelassen und so zeigte sich den Zuschauern von Beginn an ein intensiver Abnutzungskampf. Da auch die Trierer mit dem Messer zwischen den Zähnen ihren Korb verbissen verteidigten, entstand eine wahre Schlacht um jeden einzelnen Zähler. Mit 16:16 ging es folgerichtig in das zweite Viertel. Die Knights starteten schlecht in diesen Abschnitt und Trier erspielte sich eine erste Führung. Point Guard Garai Zeeb zog das eine oder andere Mal zum Kirchheimer Korb und die Verteidigung war nicht immer auf der Höhe. Der 41:33 Halbzeitstand schmeichelte den Hausherren sogar noch ein wenig.

Zu viele Punkte zugelassen, befand Knights Coach Perovic und wirkte offensichtlich eindringlich auf seine Jungs ein, denn die legten in der zweiten Halbzeit einen Zahn zu. Zwar gingen die ersten beiden Spielminuten erneut nach hinten los (47:33), aber anschließend verwandelten die Knights den eigenen Korb zu einer Festung. Nur noch fünf Punkte wurden in den folgenden acht Spielminuten zugelassen. Die Teckstädter setzten nun an, das Spiel zu drehen. Punkt für Punkt schmolz der Vorsprung der Gladiators dahin. Zur Viertelpause lagen die Knights nur noch mit zwei Punkten hinten (52:50). Und der Kirchheimer Fuß blieb auf dem Gaspedal. Immer wieder eroberten die Gastgeber in der Verteidigung den Ball und setzten zu einem Angriff an. Zwar gelang offensiv weiterhin nicht allzu viel, doch der Wille und Einsatz veränderte das Spielgeschehen deutlich und bereitete die spannende Schlussphase vor. Und hier wandten sich die Knights an ihren Routinier. Jonathon Williams wurde in den letzten Minuten eingewechselt und sofort gesucht. Mit unwiderstehlichen Drives zum Korb und dem einen oder anderen verwandelten Dreier läutete er die Crunch Time ein. Alleine acht der letzten zehn Kirchheimer Punkte gingen auf sein Konto. Es war Rohndell Goodwin per Korbleger überlassen, den Vorsprung auf 71:65 zu erhöhen bei noch wenigen Sekunden zu spielen. Die Partie war entschieden und die Hausherren feierten den vierten Sieg in Serie. „Das war ein sehr großer Erfolg für uns. Trier spielt extrem physisch. Wir haben dagegengehalten und uns den Sieg erkämpft. Das sagt viel über unsere Mannschaft aus. Am Ende hat Jon nochmal alles aus sich herausgeholt. Das ist Einstellung pur,“ so Perovic nach Spielende.

20.11.2021 19:30 Uhr ROSTOCK SEAWOLVES vs. Uni Baskets Paderborn 107:68

Die Gäste aus Ostwestfalen waren mit nur acht Spielern angereist; fünf Stammkräfte und Coach Steven Esterkamp konnten die Reise an die Ostsee aufgrund einer Quarantäne-Anordnung wegen Corona nicht antreten. So mussten die Paderborner die Ausfälle von Chris Trapp, Jens Großmann, Peter Hemschemeier und Lars Lagerpusch auffangen. Seitens der SEAWOLVES fehlten die beiden Center Gabriel de Oliveira (Fußverletzung) und Till Gloger (Hand). Nach kurzem Abtasten und einigen Ballverlusten auf beiden Seiten sorgten vor allem Sid-Marlon Theis und Nijal Pearson in den Anfangsminuten dafür, dass die Wölfe auf Betriebstemperatur kamen. Hochkonzentriert arbeiteten die Hausherren vor 2.000 Zuschauern im Rebound, brachten den Ball nach vorn und suchten geduldig den freien Mitspieler. Das erste Viertel war noch nicht vorbei, als die Rostocker erstmals zweistellig in Führung gingen (17:5, 7. Min). Im zweiten Abschnitt bauten die SEAWOLVES ihren Vorsprung weiter aus und lagen zur Halbzeit mit 48:30 in Front.

Kurz nach dem Seitenwechsel stockte den Zuschauern der Atem, als Theis humpelnd das Feld verlassen musste. Nach kurzer Behandlung kehrte er jedoch zurück und erzielte in der verbleibenden Zeit 13 seiner insgesamt 15 Zähler. Das dritte Viertel machte Jordan Roland zu seiner Bühne, traf drei Dreipunktewürfe und einen krachenden Dunk. Paderborn fand kein Mittel gegen die wie ein Uhrwerk laufende Offensivpower der Hausherren. Allein in der zweiten Halbzeit verwandelten die Wölfe 10 von 20 Dreiern. Auch in der Verteidigung packten sie zu, durchkreuzten Passwege und schränkten die Wirkungskreise von Leistungsträger Jordan Barnes ein. 7:30 Minuten vor dem Ende war dann Zeit für eine Premiere aus Rostocker Sicht. Der 17-jährige Jugendspieler Chidera Azodiro betrat das Parkett. Nur knapp eine Minute später rauschte ein Dreier von ihm durch die Maschen (91:50). Azodiro beendete den Abend mit fünf Punkten und ist nach Filip Skobalj der zweitjüngste Spieler der SEAWOLVES, der sein ProA-Debüt feiert. Den 100. Zähler der Partie erzielte Brad Loesing.
Unter großem Beifall feierte das Publikum nach Spielende ihre SEAWOLVES und den höchsten ProA-Sieg der Vereinsgeschichte. Der bisher höchste Sieg war mit 36 Punkten Differenz (100:64 gg. Schwenningen in der Saison 2020/2021).

Coach Christian Held nach dem Spiel: „Paderborn hat es über weite Strecken sehr gut gemacht. Sie haben gerade in der ersten Halbzeit gut mitgehalten. Wir haben dann sehr gute Lösungen gefunden, sehr hochprozentig getroffen und sehr gut verteidigt. Wenn das alles zusammenpasst, wird es unglaublich schwer für den Gegner. Meine Mannschaft hat heute einen überragenden Job gemacht, vor allem in mentaler Hinsicht.“

20.11.2021 19:30 Uhr Itzehoe Eagles vs. Nürnberg Falcons BC 76:79

Nur noch wenige Sekunden. Chris Hooper versucht einen Dreier für die Itzehoe Eagles – knapp vorbei, aber Offensivrebound für die Eagles. Filmore Beck wird noch einen Dreier aus der Ecke los. Wieder knapp vorbei, und das Spiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ist verloren. Die Nürnberg Falcons BC gewinnen mit 79:76 (21:25, 20:16, 21:21, 17:14). Das Ziel war der erste Heimsieg, und so begannen die Eagles auch. Mit sehr engagierter Verteidigung holten sie gleich Ballgewinne und punkteten vorn, beim 7:3 nach zweieinhalb Minuten brauchte der Gast bereits eine Auszeit. Doch Marko Boksic war nicht zu halten und erzielte zwölf Punkte im ersten Viertel, das für die Nürnberger noch glimpflich endete, weil sich in der Itzehoer Defensive hier und da eine Lücke auftat.

Auch im zweiten Abschnitt waren die Eagles zunächst das bessere Team und führten mit 32:23. Nach einem Zusammenprall mit einem Gegner musste Erik Nyberg mit Platzwunde in die Kabine und wurde mit Hilfe der Nürnberger Physiotherapeutin geklammert. Auf dem Feld ließen seine Teamkollegen einige Chancen liegen, die Nürnberger hatten das intensive Spiel längst angenommen – so war der 41:41-Gleichstand zur Halbzeit fast logisch. Die zweite Hälfte eröffnete Nyberg – nun mit Stirnband über dem Verband – per Dreier, erfolgreiche Distanzwürfe von Boksic und Lucien Schmikale folgten. Chris Hooper gelang einer seiner an diesem Abend seltenen Treffer zum 55:49, aber die Gäste ließen sich nicht abschütteln. Vor dem letzten Viertel stand es wieder unentschieden: 62:62. Ballverluste der Eagles nutzten die Falcons sogleich aus zur leichten Führung, die Gastgeber zogen wieder gleich. Punkte waren Mangelware, jede Aktion war wichtig. Zum Beispiel der sechste Dreier des herausragenden Boksic, der zum 73:72 noch einmal sein Team nach vorn brachte. Nürnberg antwortete sofort per Dreier, den Itzehoern gelang offensiv nicht mehr genug. Oder sie hatten einfach Pech, wie Hooper und Beck bei den Dreiern, die die Verlängerung gebracht hätten. Das mussten die Zuschauer, die ihr Team voll unterstützt hatten, kurz verdauen – dann spendeten sie anerkennenden Jubel für die Leistung der Eagles.

Denn: „Wir haben viele Sachen deutlich besser gemacht als zuvor“, sagte Coach Patrick Elzie. Unter dem Korb war auf Yasin Kolo wie immer Verlass, im Spielaufbau – wo Juvaris Hayes verletzt passen musste – und überhaupt im ganzen Spiel gab es deutlich mehr Sicherheit und Stabilität. Neuzugang Petar Aranitovic habe gezeigt, dass er ein guter Spieler sei, der den Eagles helfen werde, sagte Elzie. Nach nur zwei Trainingseinheiten brauche er noch die Bindung zur Mannschaft. Doch trotz positiver Tendenz, „Niederlage ist Niederlage“, und das sei bitter.

20.11.2021 19:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. Eisbären Bremerhaven

ANMERKUNG: Das Spiel wurde aufgrund von Coronafällen abgesagt. Ein neuer Termin wird in Kürze festgelegt.

20.11.2021 20:30 Uhr Bayer GIANTS Leverkusen vs. TEAM EHINGEN URSPRING 106:87

Auch ohne Spencer Reaves (Magen-Darm-Grippe) starteten die GIANTS gut in die Partie. Angeführt vom starken J.J. Mann setzte sich Bayer schnell von den Gästen ab und führte nach fünf absolvierten Minuten deutlich mit 20:6. Es schien so, als würden die Farbenstädter ihrer Favoritenrolle schnell gerecht werden. Auf die gut vorgetragenen Angriffe der Hausherren fand Ehingen kein passendes Mittel und so benötigten die Gäste ein wenig Zeit, um sich auf dem Parkett zurechtzufinden. Doch mit zunehmender Dauer des ersten Abschnitts wurde Urspring stärker. Tyler Cheese vollendete einen 10:0-„Run“ der Schwarz-Grünen und verkürzte den Rückstand auf mickrige vier Zähler. Zwar konnten die Rheinländer einen offensiv ansehnlichen Abschnitt mit 29:24 für sich entscheiden, doch es war schnell zu merken, dass die Auswärtsmannschaft nicht nach Leverkusen gereist war, um kampflos aufzugeben. Der zweite Durchgang ähnelte der Schlussphase der ersten zehn Minuten. Zwar konnte Ehingen punkten, doch die GIANTS hatten immer eine passende Antwort parat. Der Leverkusener Vorsprung pendelte sich bei sechs bis zehn Punkten ein und das Spiel plätscherte ein wenig vor sich hin. Die Zahl der Fehlwürfe nahm auf beiden Seiten zu, bevor Urspring den Turbo zündete und sukzessiv aufholte. So war es bei den Mannen von Headcoach Felix Czerny der Kanadier Munis Mahmoud Tutu, der bei den erfolgreichen Angriffen seiner Farben die Finger im Spiel hatte. Die „Riesen vom Rhein“ wirkten in den letzten Minuten des zweiten Viertels fahrig, ließen viele gute Wurfchancen liegen und gingen mit einer hauchdünnen 51:50-Führung in die Kabine.

Nach der Pause ging Ehingen, durch einen erfolgreichen Korbleger von Shane Osayande, erstmalig in Front. Diese Führung konnten die Gäste zunächst verteidigen, doch in der Folge entwickelte sich eine Paarung mit offenem Visier. Die Führung wechselte zwischen beiden Teams hin und her, bevor sich Urspring in der 28. Spielminute einen zweistelligen Vorsprung erarbeiten konnte. Leverkusen hatte in dieser Phase mit vielen unnötigen Ballverlusten zu kämpfen, welche der zweimalige ProB-Champion (2011 und 2016) für sich zu nutzen wusste. GIANTS-Coach Hansi Gnad reagierte, nahm eine Auszeit und richtete deutliche Worte an seine Schützlinge. In der Folge gelang es dem 14-maligen Deutschen Meister wieder zu scoren, dennoch ging das Ergebnis von 66:73 aus Sicht der „BAYER-Boys“ nach dreißig gespielten Minuten in Ordnung.
Die Schlussperiode gehörte dann, soviel darf bereits verraten werden, den Hausherren. Die GIANTS betraten nach der zweiminütigen Viertelpause das Feld mit einer gehörigen Portion zusätzlicher Energie. Nach einem erzielten Layup durch Melvin Jostmann lag Bayer wieder vorne. Doch nicht genug, die Fans der Leverkusener Korbjäger sahen in diesen Minuten, wie sich ihr Team in einen offensiven Rausch spielte. Den „Gnadisten“ schien so ziemlich alles zu gelingen. Ein wichtiger Dreier von Luca Kahl hier, ein erfolgreicher Wurf durch Quentin Goodin aus der Mitteldistanz dort: Die Rheinländer gaben nun den Ton an. Ein fulminanter 31:3-Lauf (!) sorgte schlussendlich für einen 106:87-Erfolg gegen einen Gegner, der bis zum Schluss aufopferungsvoll kämpfte und sich nie aufgab.

Das war sicherlich keine gute Partie von uns. Im Gegenteil, das Spiel war sehr zäh und zerfahren“, begann Hansi Gnad sein Statement nach der Paarung. „Ehingen hat uns das Leben sehr schwer gemacht, obwohl wir gut gestartet sind und viele Dinge richtiggemacht haben. Vielleicht waren wir nach der guten Anfangsphase etwas zu selbstsicher, obwohl ich die Jungs davor gewarnt habe. Urspring hat sehr engagiert gespielt und uns zu einigen Fehlern gezwungen, die sie im Umkehrschluss eiskalt verwertet haben. Im Schlussviertel haben wir dann einige Dinge umgestellt, so haben wir beispielsweise in der Defensive mit einer 3-2 Zone gespielt, welche den Gästen am Ende den Zahn gezogen hat. Schlussendlich sind wir nach all den Querelen im Vorfeld froh, dass wir gewonnen haben. So halten wir den Anschluss an die vorderen Plätze und können uns in aller Ruhe auf den nächsten Gegner vorbereiten.“

Nachberichte ProB Süd 9. Spieltag

13.11.2021 19:00 Uhr FRAPORT SKYLINERS Juniors vs. Basketball Löwen 61:77

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung gelingt den Basketball Löwen der fünfte Sieg im siebten Spiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Die Thüringer waren am Samstagabend bei den FRAPORT SKYLINERS Juniors zu Gast und konnten die Partie mit 77:61 für sich entscheiden.

Nach einem wechselhaften Beginn nahmen die Schützlinge von Trainer Ulvis Helmanis verstärkt Fahrt auf und führten nach dem ersten Viertel mit 21:18. Bis zur Halbzeit baute das Erfurter Team angetrieben von Guy Landry Edi, der als Topscorer des Spiels insgesamt  18 Punkte und 12 Rebounds beitrug, den Vorsprung auf 45:33 aus. Auch das dritte Viertel gehörte den Gästen (61:44). Der Schlussabschnitt brachte noch einige sehenswerte Aktionen, wie einen spektakulären Dunking von Noah Kamdem an seiner früheren Wirkungsstätte mit sich, veränderte jedoch am Ergebnis wenig. 

Mit Guy Landry Edi (18 Punkte), Jan Heber (17 Punkte), Noah Kamdem (16 Punkte) und Dominykas Pleta (10 Punkte) scorten gleich vier Löwen-Spieler zweistellig. Über das Spiel rotierte das Erfurter Trainerteam die eigenen Athleten ordentlich durch, so dass alle elf mitgereisten Spieler sich in die geschlossene Mannschaftsleistung einbringen konnten. Dabei zeigte sich einmal mehr die aktive Verteidigungsarbeit, die zu zahlreichen erfolgreichen defensiven Aktionen führte. Tyseem Lyles und Miles Osei waren mit jeweils vier Steals besonders fleißig darin, den gegnerischen Spielern den Ball zu klauen.

13.11.2021 19:00 Uhr TSV Oberhaching Tropics vs. Dresden Titans 86:92

Trotz großartigen Kampfgeist und einer guten Leistung sollte es am Ende nicht zu einem Sieg gegen den ungeschlagenen Tabellenführer aus Sachsen reichen. Die Gäste entführten am Ende verdient die Punkte mit nach Sachsen und bleiben weiter an der Spitze der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Die Oberhachinger Basketballer haben sich auch im zweiten Spiel gegen einen absoluten Aufstiegsfavorit mehr als teuer verkauft und wurden von den Zuschauern nach dem Spiel mit viel Applaus für ihren großen Kampfgeist und eine starke Leistung gewürdigt.

Den besseren Start in die Partie hatten die Titans. Allen voran Shooting Guard Grant Teichmann war im ersten Viertel nicht zu kontrollieren. Der Deutsch-Amerikaner, der am Ende mit 26 Punkten Topscorer der Partie wurde, traf traumwandlerisch sicher aus allen Lagen. Als das Oberhachinger Trainerduo Matic/Kandzic beim Stand von 6-19 aus Sicht der Tropics bereits seine zweite Auszeit nehmen musste, schien es eine klare Sache für den Aufstiegsfavoriten zu werden. Doch Kögler & Co. kämpften sich nun in die Partie und kamen defensiv nun endlich zu einigen Stopps. Mit einem knappen 19-22 Rückstand ging es ins zweite Viertel. Hier entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Während bei den Tropics nun auch Bode, Kögler und Neuzugang Omari Knox punkten konnten, übernahm bei den Dresdenern vor allem der Kanadier Tanner Graham die Verantwortung. Der Importspieler scorte von der Dreierlinie und setzte seinen bulligen Körper auch in der Zone ein. Zur Halbzeit zeigte die Anzeigetafel einen knappen 40-43 Rückstand aus Sicht der Tropics.

Im dritten Viertel zeigten nun die Titans ihre ganze Klasse und bewiesen, warum sie ungeschlagen an der Tabellenspitze stehen. Neben dem starken Import Duo Teichmann ( 5/9 Dreier) und Graham drehten nun vor allem Aufbauspieler Daniel Kirchner und der 213cm Hüne Georg Voigtmann auf. Ein 16-0 Lauf der Gäste sorgte für eine 64:46 Führung und die vermeintliche Vorentscheidung für den großen Favoriten.  Doch die Tropics zeigten nun Charakter und kämpften sich Punkt um Punkt in die Partie zurück. Mit dem Mut der Verzweiflung suchte man das Heil mit einer Fullcourtpresse und Run-and-Gun Basketball. Neben Janosch Kögler hatte nun auch Omari Knox Feuer gefangen und traf ein ums andere Mal schwierige Würfe. Als der Vorsprung der Titanen 30 Sekunden vor Ende der Partie auf lediglich fünf Punkte schmolz und die Gelbhemden nach einem Steal von Moritz Noares nochmal in Ballbesitz kamen, keimte nochmals kurz große Hoffnung in der Grundschule Deisenhofen auf. Der darauffolgende Dreier fand jedoch nicht das Ziel und die Titans ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.

Mario Matic (Headcoach Tropics): „Glückwunsch an Coach Fabian und Rico. Dresden hat das Spiel verdient gewonnen und war die bessere Mannschaft. Wir sind trotz der Niederlage nicht unzufrieden und haben phasenweise sehr guten Basketball gespielt. Auch bei hohem Rückstand haben wir uns nochmal mit viel Charakter rangekämpft. Aber um ein Team wie die Titans zu schlagen, hätte unsere Defense besser stehen müssen. Die schwierige Trainingswoche mit vielen krankheitsbedingten Ausfällen war sehr suboptimal und wir haben nicht wie zuletzt verteidigt. Leider haben wir auch an der Freiwurflinie viele einfache Punkte liegen lassen. Der Fokus liegt nun auf dem wichtigen Spiel in Coburg. Es gilt, Omari Knox nun besser zu integrieren und vor allem die Verteidigung erneut zu stabilisieren.“

13.11.2021 19:30 Uhr Ahorn Camp BIS Baskets Speyer vs. Depant GIESSEN 46ers Rackelos 73:71

Die Ahorn Camp BIS Baskets Speyer haben dank eines Kraftakts ihr Punktekonto in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB ausgeglichen. Mit 73:71 (62:62, 34:24) nach Verlängerung feierten sie gegen Depant Gießen 46ers im achten Saisonspiel ihren vierten Sieg.

Meine Mannschaft hat nach der Niederlage nach Verlängerung zuletzt bei den Skyliners in Frankfurt Charakter gezeigt und ihr Kämpferherz bewiesen“, sagte BIS-Trainer Carl Mbassa. Mit gelungenen Aktionen hatte Speyers Kapitän Darian Cardenas zunächst die Overtime erzwungen und schließlich die Treffer zum Erfolg erzielt. „Ich habe zuletzt bei der Niederlage in Frankfurt nicht so toll gespielt. Das wollte ich unbedingt wieder gutmachen“, sagte Cardenas selbstkritisch. Gegen die Mittelhessen war er mit 31 Punkten der beste Werfer auf dem Feld.

Nach einer ordentlichen Leistung im zweiten Viertel agierten die Domstädter im dritten Durchgang mitunter unkonzentriert und verspielten ihren 42:30-Vorsprung. Die Gäste nutzten die Gunst der Stunde und erarbeiteten sich eine 60:54-Führung. Vor allem gegen Gießens Tim Uhlemann, der 21 Punkte erzielte und 17 Rebounds sicherte, fanden die Speyerer oft kein probates Mittel. „Die Gießener haben eine gute Mannschaft, die von Patrick Unger gut gecoacht wird“, urteilte BIS-Trainer Mbassa. Beste Trümpfe der Mittelhessen waren bei ihrem Gastspiel in der PSD-Bank-Halle Nord die Rebounds. Diesen Vergleich entschied das Team um Routinier Johannes Lischka deutlich mit 53:37 zu seinen Gunsten.

13.11.2021 19:30 Uhr Arvato College Wizards vs. BBC Coburg 81:80

Am 9. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga empfingen die Arvato College Wizards den BBC Coburg. Nach drei Heimniederlagen und insgesamt 7 Niederlagen in Folge war die Motivation, die Negativserie vor den eigenen Fans in der Lina-Radke-Halle zu beenden, hoch. Die KIT Basketballer starteten konzentriert und fokussiert. Rouven Roessler setze nach den ersten Sekunden mit einem erfolgreichen 3-Punkte-Wurf das erste Ausrufezeichen. US-Amerikaner Thomas Bruce, der erst letzte Woche den Kader der Arvato College Wizards vervollständigte, folgte Roessler mit einem 6-Punkte-Lauf. Nach den ersten fünf Minuten konnten die Karlsruher sich mit 11:5 behaupten. Doch die Coburger, angeführt durch Leon Bulic, Christopher Wolf und Tyreese Blunt schlossen schnell wieder auf und gingen zur Viertelpause mit 19:20 in Führung.

Die Coburger erwischten den besseren Start in das zweite Viertel und punkteten durch Lucas Wobst, Joshua Schönbäck, Adrian Worthy und Princeton Onwas. Erst der 20-jährige Franco Filipovic konnte den Lauf der Coburger durch zwei erfolgreiche Korbleger unterbrechen. Es folgte eine ausgeglichene Partie. Schlussendlich konnten die Oberfranken das Viertel mit 23:18 für sich entscheiden und mit einer knappen 6-Punkte-Führung in die Pause gehen. Die Halbzeitansprache des Trainerteams, rund um Headcoach Kristiyan Borisov, zeigte Wirkung. Die zweite Halbzeit begann mit einer Karlsruher Aufholjagd. Durch eine aggressive und konsequente Defensive konnten die Coburger Offensiv-Chancen auf ein Minimum reduziert werden. Dies brachte für die eigenen Offensiv-Aktionen das nötige Selbstvertrauen. Durch ein gelungenes Zusammenspiel konnten immer wieder erfolgreiche Wurf- und Korbaktionen abgeschlossen werden. Die College Wizards gewannen das dritte Viertel deutlich mit 24:10 Punkten.

Doch die Coburger kämpften sich zurück in das Spiel. So schmolz der Vorsprung Punkt um Punkt. Der Kampfgeist und Wille der Karlsruher, den zweiten Saisonsieg vor heimischem Publikum zu feiern, war deutlich zu spüren – besonders bei Christoph Rupp, der innerhalb der letzten 10 Minuten allein 12 Punkte beisteuerte. Die letzten Minuten des Spiels wurden dennoch zum Nervenkitzel. Drei Minuten vor Ende konnte Leon Bulic den Ausgleichstreffer für die Coburger erzielen. 56 Sekunden vor Schluss gingen die Coburger mit 79:80 in Führung. Doch Zaire Thompson auf Karlsruher Seite bewies Nervenstärke und konnte durch einem erfolgreichen Korbleger mit Erklingen des Abpfiffs den Sieg der Arvato College Wizards einfahren. „Natürlich ist nicht alles rund gelaufen. 7 Minuten vor Spielende haben wir noch mit 11 Punkten geführt. Wir müssen definitiv daran arbeiten, in den letzten Spielminuten konsequent zu bleiben und unsere Stärken auszuspielen“, so der Geschäftsführer der Arvato College Wizards, Zoran Seatovic.

Die Erleichterung der Mannschaft und des Trainerstabs über das Ende der Niederlagenserie war spürbar. „Ich freue mich über den lang ersehnten Sieg. Das Team hat um die Punkte gekämpft und am Ende wurden wir belohnt. Ich hoffe, dass das Team dadurch wieder mehr Selbstvertrauen bekommt und die Motivation mit in die nächsten Trainings und Spiele nimmt“, lautete das Fazit von Zoran Seatovic.

14.11.2021 17:00 Uhr EPG Baskets Koblenz vs. WHITE WINGS Hanau 84:54

Ein Dunk von Pölking und ein Dreier von Sperber sorgten für die erste Führung des Heimteams (2.). Nach dem erneuten Ausgleich (5:5) ließen die Baskets zwei weitere Dreier folgen und begannen im Anschluss daran, die Führung auszubauen. Johnson traf per Dreipunktewurf zum 17:8 (8.), Heckel aus der Nahdistanz und Brian Butler per Dunk und Freiwurf erhöhten auf 23:13. Nach zwei weiteren getroffenen Freiwürfen sorgte Indrek Sunelik per Dreier für die 26:15-Führung am Ende des Viertels.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts zeigte das Heimteam weiterhin, dass es wacher ist und sich einfach weniger Ballverluste leistet. Dadurch konnte die Führung auf 30:15 anwachsen (14.). Bis zum Spielstand von 35:23 konnten sich die Hanauer etwas steigern. Es folgten neun Zähler in Serie der Heimmannschaft durch gelungene Abschlüsse aus der Nah- und Weitdistanz nach schönen Spielkombinationen und starker Arbeit in der Defensive. Hanau verkürzte durch zwei Freiwürfe und einen Dunk. Aufbauspieler Heckel sorgte für die 49:29-Führung nach den ersten 20 Minuten in einer stimmungsvollen CMG Arena. Der erste Korberfolg in der zweiten Spielhälfte gelang erneut den Gästen, dann bauten Sperber (zwei Dreier) und seine Teamkollegen die Führung auf 64:34 aus (26.). Die weiteren Punkte im dritten Viertel erzielten der starke Heckel, Publikumsliebling Butler und Sperber. Mit einer Führung in Höhe von 34 Punkten gingen die Baskets in das Schlussviertel (71:40).

Spektakuläre Dunkings von Butler und Phatty begeisterten das Publikum zum Auftakt des vierten Viertels. Danach gelang es auch den Gästen wieder, ihre Offensivszenen erfolgreich abzuschließen und den Vorsprung der Baskets bei knapp über 30 Zählern zu halten. In den Schlussminuten rotierten beide Teams durch. Dadurch kam nur noch ein punktearmes Schlussviertel zustande, nachdem das lautstarke Publikum zuvor 30 Minuten lang verwöhnt worden war.

Nachberichte ProB Nord 8. Spieltag

13.11.2021 18:00 Uhr BSW Sixers vs. LOK BERNAU 69:65

Die Bernauer Korbjäger hatten am Samstag nicht nur wieder einige Ausfälle im Team zu kompensieren. Auch Headcoach René Schilling fehlte beim Auswärtsspiel in Sandersdorf bei den BSW Sixers. Weil er Kontakt zu einer mit Corona infizierten Person hatte, ließ er sein Team vorsichtshalber und kurzfristig allein reisen. Co-Trainer Davide Bottinelli übernahm dafür an der Seitenlinie die Verantwortung. Auf dem Feld fehlten den Bernauern zusätzlich Abu Abaker, Nolan Adeklunle, Mauricio Marin und Lias Lüneburg. Die mitgereisten LOK-Fans sorgten in der Ballsporthalle Sandersdorf für Derby-Stimmung und sahen einen guten Start ihres Teams. Von Beginn an gab es das Duell der beiden Friederici-Zwillinge auf dem Feld zu sehen, das nach persönlichen Statistiken am Ende an Vincent Friederici (9 Punkte) ging. Marc Friederici kam im LOK-Dress auf 8 Zähler.

Zur Mitte des 1. Viertels machte sich allmählich die Überlegenheit der Gastgeber am Brett bemerkbar. Die BSW Sixers übernahmen die Führung und zogen vor der Halbzeit bis auf 29:15 davon. Die fällige Auszeit von LOK-Coach Davide Bottinelli nach diesem 14 Punkte Rückstand zeigte aber die erhoffte Wirkung. Bis zum Seitenwechsel waren die Bernauer wieder auf 27:34 dran.

Nach der Pause war zunächst Robin Danes am Drücker. Der BSW-Topscorer bereitete mit seinen 23 Punkten insgesamt die meisten Probleme. Mit einem 11:0-Lauf spielte sich Bernau dann aber in einen kleinen Rausch und zum Führungswechsel. Dank einer geschlossenen Teamleistung besiegelten Rikus Schulte und Marc Friederici zu Beginn des Schlussviertels sogar eine zweistellige 57:47 Führung. Diese bröckelte aber wieder, weil sich die Hausherren in der entscheidenden Phase wichtige Rebounds und zweite Wurfchancen sichern konnten. Vier Minuten vor dem Ende glichen die Sandersdorfer aus und gingen anschließend wieder in Führung. Trotz aller Bemühungen gelang es dem LOK-Team nicht mehr, das Ruder herumzureißen. Das bis zum Ende spannende Derby endete 65:69 für die BSW Sixers.

LOK-Coach Davide Bottinelli: „Die knappe Niederlage ist sehr ärgerlich. Wir haben dennoch einen wichtigen Schritt nach vorn gemacht und als Team überzeugt. Wir haben in der Offensive immer wieder gute Lösungen auch unter Druck gefunden und durchweg auch gut und aggressiv verteidigt. Die Probleme beim Rebound waren der einzige und wohl auch entscheidende Wermutstropfen. Das Rebound-Duell haben wir deutlich mit 29:54 abgegeben. Diese Intensität konnten wir heute nicht matchen.“

13.11.2021 18:00 Uhr RheinStars Köln vs. SBB Baskets Wolmirstedt 77:89

Eine Halbzeit hui, eine Halbzeit eben genau das nicht – und am Ende eine verdiente Niederlage. Mit 77:89 (41:37) unterlagen die RheinStars am Samstagabend vor knapp 300 Zuschauern den solide und unaufgeregt spielenden SBB Baskets Wolmirstedt. Somit bleiben die Kölner nach dem achten Spieltag im Tabellenkeller der Gruppe Nord der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Die Gäste hingegen halten nach dem Sieg in der ASV-Sporthalle Kontakt zur Spitze.

Eine Halbzeit hat die Mannschaft sehr gut gespielt, aber dann ist sie vollkommen uninspiriert aus der Kabine gekommen“, ärgerte sich Manager Stephan Baeck. „Nach der Pause hat die Mannschaft nicht eine Gelegenheit genutzt, den Funken aufs Publikum überspringen zu lassen. Chancen waren genug da. Es war einfach schlecht.“ Im Rückblick war es zumindest bis zur Pause der bislang beste und flüssigste Auftritt der Kölner vor eigenem Publikum. Der Ball wurde schnell bewegt, ebenso schnell wurde umgeschaltet, die Aktionen wirkten eingespielter und die Einsatzzeiten der Spieler besser verteilt. Mangold und Golson standen zur Halbzeit bei 8 bzw. 10 Punkten und zusammen bei sieben Assists, von denen vor allem Yannick Kneesch profitierte bei seinen ebenfalls zehn Zählern. Dazu präsentierte sich Elijah Schmidt stark: 6 Rebounds (am Ende 11 Punkte/9 Rebounds) holte der Deutsch-Amerikaner in den ersten 20 Minuten und trug maßgeblich dazu bei, dass die Hausherren gegen die in Korbnähe starken Gäste mit 25:24 Rebounds auf Augenhöhe waren.

Allerdings verpassten die RheinStars beim Stande von 29:16 (13.) die Gelegenheit, mehr Abstand zwischen sich und ihren Gegner zu legen. Die von einer kleinen Fangruppe aus Wolmirstedt begleiteten Baskets spielen sich Punkt um Punkt heran. Der qualitativ gut besetzte und im Vorfeld schon leicht favorisierte Gästekader ließ dabei keine Hektik erkennen – und auf der anderen Seite trafen die Kölner eben halt auch nicht alles.  So ging es mit einem knappen 41:37 in Halbzeit zwei. Während die Baskets nach der Pause einfach auf ihre Art weiterspielten und mit einem 10:0-Lauf die Führung übernamen, schienen die RheinStars alles in der Kabine gelassen zu haben. Mut, Einstellung und was ein Team sonst so brauchen könnte, um Matches für sich zu entscheiden. Der 20 Minuten lang ordentlich verstellte Weg zum eigenen Korb war plötzlich offen wie ein Scheunentor. Zumindest gefühlt konnten die Baskets machen was sie wollen, während die RheinStars mehr und mehr verzagten. Zwischenzeitlich schien die Partie sogar auf eine richtige Packung für die Hausherren zuzusteuern (60:75/34.). Aber das blieb ihnen dann doch erspart.

13.11.2021 19:00 Uhr Dragons Rhöndorf vs. ETV Hamburg 89:81

Im Duell mit den bislang sieglosen Nordlichtern starteten die Dragons nervös in die Partie und konnten erst nach mehr als 90 Sekunden die ersten Punkte durch Ousmane N’Diaye verbuchen. Es entwickelte sich eine teils hektische Partie, in der die Korbjäger aus Hamburg sich als absolut ebenbürtig zeigten und in Person von Mubarak Salami und Marcel Hoppe die Defense der Drachen immer wieder auf dem falschen Fuß erwischten. Folgerichtig mussten die Hausherren mit einem knappen Rückstand (17:20) ins zweite Viertel starten, wo sich die Gäste phasenweise bis auf 9 Zähler absetzen konnten (22:31). Angetrieben von Ousmane N’Diaye und Nicolas Buchholz kämpften sich die Dragons zurück in die Partie und reduzierten den Rückstand Punkt um Punkt. Ein 11:2-Lauf brachte schließlich die Führung zurück auf die Seite der Hausherren, die sie bis zum Pausentee nicht mehr aus der Hand gaben.

Ein 8:2-Lauf zum Start in die zweite Halbzeit ließ das Momentum klar auf Drachen-Seite ausschlagen und sorgte ob der teils spektakulären Punkte für viel Beifall von den Rängen des DragonDome. Doch noch gaben sich die Gäste nicht geschlagen und kämpften sich ihrerseits wieder zurück in die Partie und reduzierten den Rückstand merklich bis zum Start in den finalen Schlussabschnitt (64:63). Mit zunehmender Fehlerquote und Intensität entwickelte sich eine spannende Schlussphase, in der beide Mannschaften die Chance auf den Sieg witterten. Immer wieder konnten die Dragons jedoch die entscheidenden Nadelstiche setzen. Marek Mboya Kotieno versenkte einen 3er aus dem Dribbling mit Ablauf der 24 Sekundenuhr via Brett und auch Ousmane N’Diaye versenkte einen wichtigen Wurf von Downtown mit der sprichwörtlichen Hand seines Gegenspielers im Gesicht. Von der Freiwurflinie brachten die Dragons schließlich den hart erarbeiteten Erfolg über die Ziellinie und sicherten sich den dritten Saisonerfolg.

Julius Thomas (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Wir haben den Sieg eingefahren, das ist zunächst einmal alles, was zählt. Der Druck war für beide Teams groß und das hat man phasenweise auf dem Spielfeld gesehen. Es war sicherlich kein schönes Spiel, aber die Intensität war da und wir haben uns den Sieg am Ende verdient. Aber wir waren und sind nicht blauäugig und wissen, dass noch viel Arbeit auf uns wartet.“

13.11.2021 19:30 Uhr EN Baskets Schwelm vs. WWU Baskets Münster 93:110

In einer recht ansehnlichen Begegnung und mit vielen spektakulären Aktionen von beiden Mannschaften schlugen sich die EN Baskets Schwelm gegen den Ligaprimus WWU Baskets Münster achtbar. Die Blau-Gelben wollten nach den zuletzt schwierigen Wochen gegen den ungeschlagenen Kontrahenten eine ordentliche Performance bieten. Die Hausherren begannen mit viel Dynamik und sehr konzentriert und konnten die typische Münsteraner Offensiv-Gewalt gut kontrollieren und die ersten 10 Minuten überraschend für sich entscheiden. Begeisterung kam beim heimischen Publikum auf und gab den Jungs auf dem Parkett eine Menge Energie, die sich auch über weite Strecken des 2.Viertels hielt. Selbst 4 Minuten vor der Pausensirene lagen die EN Baskets noch mit 41:40 vorne, wurden aber dann am defensiven Brett etwas nachlässig. Sofort waren die WWU Baskets da, fingen eine aus Sicht der Gastgeber deutlich zu hohe Anzahl an Offensiv-Rebounds und übernahmen die Kontrolle. Münsters Wezorke und Touray waren nun nicht mehr zu halten und schoben ihre Mannschaft an den EN Baskets vorbei. Beim hohen „Score“ von 50:52 bat Head-Coach Falk Möller seine Jungs zum Kabinengespräch.

Das 3. Viertel ging mit einem erfolgreichen Sprungwurf von Rupert Hennen los, der zum 52:52 ausglich. Danach spielten die WWU Baskets ihre ganze Klasse aus und hatten die Begegnung gänzlich im Griff. Als der Abschnitt endete, lagen die Gäste bereits mit 17 Zählern vorne und die Partie war da schon entschieden. Dennoch gaben die EN Baskets nicht auf und präsentierten sich bis zum Schluss sehr engagiert. 6 Minuten vor dem Ende kamen sie nach einem Dreier von Buljevic auf 87:97 heran, mussten aber dann zusehen wie sich der Tabellenführer wieder aufbäumte und ihnen mit 110:93 eine klare Niederlage zufügte. Insgesamt boten die EN Baskets Schwelm eine gute Teamleistung, in der Hennen mit 23 Punkten und Hollersbacher mit 24 Punkten und 12 Rebounds herausragten.

13.11.2021 19:30 Uhr Iserlohn Kangaroos vs. ART Giants Düsseldorf

ANMERKUNG: Das Spiel wurde aufgrund von Coronafällen bei den ART Giants Düsselfdorf abgesagt. Ein neuer Termin wird in Kürze festgelegt.

14.11.2021 16:00 Uhr TKS 49ers vs. SC Rist Wedel 77:80

Im Aufeinandertreffen des ProB-Klassikers zwischen dem SC Rist Wedel und den TKS 49ers bekamen die Zuschauer das erwartete Topspiel zu sehen. Bereits vor der Partie war klar, dass eine weitere kämpferische Glanzleistung nötig sein würde, da gegen einen ohnehin starken Gegner auch noch weiterhin auf Kapitän Fülle verzichtet werden musste. In der ersten Halbzeit erlebte man ein Spiel auf Augenhöhe und zwei Mannschaften, die zeigten, weshalb sie bisher so erfolgreich in die Saison gestartet waren. Nach einem kleinen Lauf Ende des zweiten Viertels gelang es den 49ers mit einer Führung in die Pause zu gehen.

Im dritten Viertel gerieten die Gastgeber zwischenzeitlich mit 53:65 in Rückstand, jedoch konnte man diesen innerhalb von wenigen Minuten durch Dreier von Yannick Hildebrandt, welcher heute mit 15 Punkten 49ers-Topscorer war, wettmachen. Im vierten Viertel entwickelte sich dann zum wiederholten Male ein spannender Schlagabtausch mit dem schlussendlich glücklicheren Ende für Wedel. Auf Seiten der Gäste überzeugten vor allem Jelic (17 Punkte), Hoffmann (15 Punkte) und Walker (15 Punkte). Auch bei den 49ers punkteten mit Leonik Wadehn, Niklas Ney, Nico Kaml und Max Stölzel vier Spieler zweistellig, aber am Ende waren es sagenhafte 91% von der Freiwurflinie und 43% von jenseits der Dreierlinie der Gäste, die ausschlaggebend für den Erfolg der Gäste waren. Die 49ers trafen hier nur 59% und 27%.

Nach der insgesamt zweiten Niederlage der Saison hatte Max Stölzel, der mit 10 Punkten und 11 Rebounds ein Double-Double auflegte, folgendes zu sagen: „Wir haben gut gekämpft und leider am Ende ärgerlich verloren. Aber ich bin dennoch stolz auf diese Mannschaft und wir sind heiß auf das Spiel in Wolmirstedt nächste Woche Samstag.“