Paderborn verlängert Vertrag mit US-Point Guard Eyassu Worku bis Saisonende

Die Paderborn Baskets investieren noch einmal in ihre Mission Ligaverbleib in der Pro A Barmer 2. Basketballbundesliga: Die Ostwestfalen verlängerten den Vertrag des europaerfahrenen Point Guards Eyassu Worku bis zum Saisonende. Der 27jährige US-Amerikaner wurde im Dezember 2025 als Ersatz für den damals verletzten und mittlerweile wieder genesenen Point Guard Branden Maughmer nachverpflichtet.

Worku feierte beim Auswärtssieg gegen die Uni Baskets Münster ein erfolgreiches Debüt, verletzte sich in seiner ersten Partie jedoch direkt selbst am Meniskus. Mittlerweile ist er wieder komplett fit und gab am vergangenen Wochenende im Auswärtsduell bei der BG Göttingen ein vielversprechendes Comeback. Bei den Baskets soll er mit seinen kreativen Playmaker- und Führungsqualitäten das Spiel mitlenken und seinen Teamkollegen zusätzliche Sicherheit in der anstehenden heißen Endphase der laufenden Spielzeit geben.

Eyassu Worku – 1.88 Meter groß und 79 Kilogramm schwer – wurde am 18. Oktober 1998 in Los Alamitos, Kalifornien/USA, geboren. Er begann mit dem Basketball in der Highschool für die Los Alamitos Griffins und spielte während seiner Collegezeit für die UC Irvine Anteaters – bei beiden Teams zeigte sich sein hohes Talent als Point Guard und kreativ agierender Spieler mit Scoring-Potential.

Diese Entwicklung setzte sich bei seinen Profistationen fort: Worku startete seine Profikarriere 2020 beim kroatischen Club KK Zadar, wechselte dann zum kroatischen Verein KK Zabok. Anschließend spielte er für die nordmazedonischen Erstligisten BC Gostivar und MZT Skopje. Zuletzt etablierte er sich beim kroatischen Erstligisten KK Dubrovnik in der Saison 2024/25 als einer der stärksten Akteure: Worku stand dort in 33 Spielen durchschnittlich 32.8 Minuten auf dem Parkett und legte im Schnitt pro Partie 16.7 Punkte, 3.6 Rebounds, 5.1 Assists und 1.9 Steals auf.

Bei den Paderborn Baskets absolvierte er in der laufenden Saison verletzungsbedingt erst zwei Partien. In diesen gehörte er jedoch auf Anhieb zu den Leistungsträgern und bewies unter anderem mit insgesamt 24 erzielten Punkten seine Qualitäten auf dem Parkett.

Milos Stankovic, Head Coach Paderborn BASKETS: „Eyassu hat sich sofort sehr gut in unser Team integriert. Leider hat er sich in seiner ersten Partie unglücklich verletzt, jetzt ist er aber wieder komplett genesen und fit. Er wird uns bis zum Saisonende definitiv mehr Qualität in den Kader bringen. Er ist ein weiterer toller Ballhandler für unser Team, der für sich und für seine Mitspieler gute, wichtige Plays kreieren und sie besser machen kann. Diese Fähigkeiten werden wir für den Rest der Saison brauchen.“

Eyassu Worku: „Ich freue mich sehr über die Möglichkeit, meinen Vertrag in Paderborn zu verlängern. Seit meinem ersten Tag habe ich hier große Wertschätzung und Unterstützung bekommen, von den Fans und von meinen Mitspielern. Das war ein entscheidender Faktor für meine Vertragsverlängerung.“

„Gerade nach meiner Verletzung bedeutet mir das entgegengebrachte Vertrauen des Managements und des Trainerteams besonders viel. Es ist ein starkes Zeichen, mir diese Chance bis zum Saisonende zu geben. Dieses Vertrauen möchte ich mit Leistung zurückzahlen, hart arbeiten und gemeinsam mit meinen Teamkollegen alles dafür tun, möglichst viele Spiele zu gewinnen und damit meinen Teil dazu beitragen, unseren Klassenerhalt zu sichern“, so Worku.

 

Giessen 46ers finden Ersatz für den verletzten Devon Goodman

Die GIESSEN 46ers haben auf das verletzungsbedingte Saisonende von Devon Goodman reagieren können und mit Adnan Arslanagic einen Profi mit großer internationaler Erfahrung verpflichtet.

„In der Kürze der Zeit rund um das Ende der Wechselfrist war es nicht möglich, uns in Übersee umzuschauen. Wir mussten auf dem europäischen Markt aktiv werden, das ist uns hervorragend geglückt“, freut sich Cheftrainer „Frenki“ Ignjatovic darüber, einen bosnischen Nationalspieler, der auch einen kroatischen Pass besitzt, von einem Wechsel überzeugt zu haben.

„Adnan kann den Korb attackieren und ist ein grundsolider Verteidiger. Er steht voll im Saft und wird nicht allzu lange brauchen, um sich zu akklimatisieren“, so der Mann aus Belgrad. „Wir gehen in die Crunchtime der Saison. Die Position des Pointguards ist enorm wichtig. Wir wollten kein russisches Roulette, sondern einen Mann, der uns sofort weiterhelfen kann.“

Adnan Arslanagic ist 28 Jahre alt. Seine ersten Schritte im Profibereich ging er bei KK Bosna Royal in Sarajevo. Es folgten Stationen bei KK Kakanj in der ersten Liga von Bosnien-Herzegowina, bei Adria Oil Skrljevo und GKK Sibenik in Kroatien, bei Slavia Istocno Sarajevo abermals in Bosnien, beim slowenischen Club KK Ilirija Ljubljana, bei KK Orlovik Zepce in Bosnien und schließlich bei KB Trepca Mitrovica im Kosovo sowie bei KK Jahorina Pale, für die er sowohl in der ersten Liga seines Heimatlandes als auch in der Adria League aktiv war.

Seine Stats konnten sich dabei durchaus sehen lassen. In der Kosovo-Superliga stand der bosnische Regisseur in 13 Partien rund 16 Minuten auf dem Parkett und steuerte durchschnittlich sechs Punkte sowie drei Assists zum Gelingen bei. Im Europe Cup absolvierte er zusätzlich sechs Matches, bei denen er rund 29 Minuten Einsatzzeit (zehn Punkte, sechs Assists, drei Rebounds) hatte.

20 Zähler waren es unter anderem Mitte Oktober bei der 70:84-Niederlage gegen die Löwen Braunschweig, bei der Arslanagic für Aufsehen sorgte. Die Saison begann für ihn im September mit einer 68:90-Niederlage gegen den niederländischen Vertreter Heroes Den Bosch in der Champions League.

Nach seiner zur Jahreswende vollzogenen Rückkehr nach Bosnien absolvierte der Pointguard für Jahorina im Januar und Februar fünf Ligaspiele mit im Schnitt 35 Minuten, 14 Punkten, fünf Assists und drei Rebounds. In der Adria League kamen nochmals zwei Partien gegen KK Vrsac/Serbien und ABS Primorje/Kroatien, wo ihm 22 Zähler glückten, hinzu.

Auch für das bosnische Nationalteam war Adnan Arslanagic im November in der WM-Qualifikation zweimal aktiv, unterlag allerdings der Türkei mit 71:93 und Serbien mit 72:74. Insgesamt absolvierte der 28-Jährige in dieser Spielzeit bereits 29 Partien.

„Ich weiß um die Ambitionen der 46ers und möchte meinen Teil dazu beitragen, dass wir in die Bundesliga zurückkehren“, gab sich der Regisseur während der ersten Trainingseinheiten zuversichtlich, Gießen weiterhelfen zu können. „Meine Gespräche mit Branislav Ignjatovic haben mich beeindruckt. Für mich war schnell klar, dass der Wechsel in die ProA kein Rückschritt sein wird, sondern dass an einem solchen Traditionsstandort mit diesen tollen Fans einiges möglich sein wird.“

Dass seine Frau Farah und die sieben Monate alte Tochter Irma in den nächsten Tagen von Sarajevo aus nach Gießen nachkommen werden, war für Adnan Arslanagic ein weiterer bedeutender Schritt, sich für ein Engagement an der Lahn zu entscheiden. „Dass wir bald wieder als Familie vereint sind, macht mich glücklich.“

 

Tigers Tübingen stellen Trainer Henrik Sonko frei – Sportdirektor Eric Detlev übernimmt

Die Tigers Tübingen haben auf die anhaltende sportliche Talfahrt reagiert und Trainer Henrik Sonko von seinen Aufgaben mit sofortiger Wirkung entbunden.

„Die sportliche Entwicklung sowie die Ergebnisse der vergangenen Wochen sind leider hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben. Nach intensiven Gesprächen haben wir uns daher gemeinsam mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat dazu entschieden, die Zusammenarbeit mit Sonko zu beenden. Diese Entscheidung ist uns persönlich alles andere als leichtgefallen. Dennoch sahen wir uns im Sinne unserer langfristigen sportlichen Zielsetzung zu diesem Schritt veranlasst“, sagt David Keckeis, General Manager der Tigers Tübingen.

Die Freistellung wurde dem 47-Jährigen am Sonntag in einem persönlichen Gespräch mitgeteilt. „Er war über diese Entscheidung natürlich sehr enttäuscht und gleichzeitig betroffen“, so Keckeis. Aus den vergangenen 14 Partien konnten die Schwaben nur zwei Spiele siegreich gestalten, der Absturz auf den 14. Tabellenplatz ist die Folge. „Wir benötigen nun einen neuen Impuls, um den Klassenerhalt schaffen zu können“, betont Keckeis.

Die Tigers Tübingen bedanken sich bei Trainer Henrik Sonko für die geleisteten Dienste und wünschen dem Schweden sportlich und private alles Gute für die Zukunft. Sonko übernahm zur laufenden Saison 2025/2026 bei seiner ersten Station im Ausland die Tigers Tübingen. Das bisherige Abschneiden mit nur acht Siegen aus 23 Begegnungen war aber insgesamt zu wenig, der anhaltende Negativtrend hat die Schwaben nun zum Handeln gezwungen.

Als Interimstrainer fungiert übergangsweise Sportdirektor Eric Detlev mit den bisherigen Co-Trainern Troy Culley, Philipp Braun und Athletiktrainer Benedikt Cords. „Er hat den Großteil des Kaders zusammengestellt und bereits in der vergangenen Saison unter Beweis gestellt, dass er eine Mannschaft erfolgreich führen kann. Gemeinsam mit ihm werden wir nun den Kampf um den Klassenerhalt aufnehmen. Wir sind überzeugt, dass wir mit vereinten Kräften unser Ziel bis zum Saisonende erreichen werden“, so Keckeis.

 

Topscorer der Pro B wechselt zum BBC Bayreuth – Doppellizenz für Jonathan Zeisberger

Durch seine starken Leistungen weckte Jonathan Zeisberger Begehrlichkeiten bei vielen höherklassigen Vereinen. Für den 19-jährigen Aufbauspieler, der bei den TSV Oberhaching Tropics eine außergewöhnliche Entwicklung nahm und eine überragende Saison spielt, trafen im Laufe der Saison viele Angebote ein.

Sowohl der Verein als auch Zeisberger waren sich jedoch immer einig, dass er die „Gelbhemden” erst im Sommer verlassen und danach den nächsten Schritt gehen wird. In der laufenden Saison will man noch viel erreichen und beide Parteien hatten kein Interesse an einem vorzeitigen Wechsel des Fürstenfeldbruckers.

Im Laufe der letzten Woche kam der BBC Bayreuth mit einem interessanten Lösungsvorschlag auf den TSV Oberhaching und den Spieler zu. Der oberfränkische Traditionsverein wollte sich aufgrund von Verletzungsproblemen auf den deutschen Positionen noch einmal personell absichern und hatte die Idee, Zeisberger mit einer Doppellizenz auszustatten.

In sehr guten Gesprächen zwischen dem Bayreuther Geschäftsführer Friedrich Hartung und den Verantwortlichen des TSV Oberhaching einigten sich beide Vereine schnell. Auch Zeisberger, dessen Mutter Sandra eine gebürtige Bayreutherin ist und dort selbst in der Bundesliga gespielt hat, wollte die Chance unbedingt ergreifen.

Der aktuelle Topscorer der Pro B wird unter der Woche komplett im Trainingsbetrieb des Pro-A- Ligisten sein, aber an den Wochenenden für beide Mannschaften zum Einsatz kommen. In den letzten fünf Saisonspielen kommt es hierbei zu zwei Spielüberschneidungen. Die beiden Vereine sind im intensiven Austausch darüber, wo Jonathan zum Einsatz kommen wird.

In seinen bisherigen 18 Saisonspielen konnte Jonathan im Durchschnitt 24,9 Punkte und 5,8 Assists erzielen. Mit insgesamt 448 erzielten Punkten ist er der Topscorer der gesamten Barmer 2. Basketball-Bundesliga Pro B.

Auch Mario Matic, der sportliche Leiter von Oberhaching und ehemalige Spieler des BBC Bayreuth, freut sich über die Lösung für seinen Point Guard: „Wir hatten im Laufe der Saison einige Anfragen für Jonathan, sind aber in Rücksprache mit dem Spieler auf keine Ablöseverhandlungen eingegangen. Es war immer klar, dass Zeisberger die Saison bei uns zu Ende spielt. Mit der vom BBC Bayreuth angebotenen Lösung konnten wir gut leben. Jonathan bleibt uns weiterhin erhalten.“

„Wir wollten dem Spieler keine Steine in den Weg legen und hoffen, dass er auch eine Liga höher zeigt, was für ein toller Spieler er ist. Ich möchte zudem betonen, dass die Gespräche mit Herrn Hartung äußerst korrekt waren. Die Bayreuther Fans, die ich aus meiner Spielerzeit beim BBC kenne, können sich auf ein großes Talent freuen. Wir sind stolz auf die Entwicklung, die Jonathan bei uns genommen hat“, so Matic weiter.

Jonathan Zeisberger freut sich über die große Chance, die sich ihm bietet: „Während der Saison wurden sowohl ich als auch der Verein oft kontaktiert. Für mich war aber immer klar, dass ich die Tropics nicht während der laufenden Runde verlassen werde. Die Möglichkeit, die Bayreuth mit der Doppellizenz angeboten hat, war jedoch sehr interessant, und wir haben viele Gespräche darüber geführt. Ich freue mich auf die Herausforderung und bedanke mich bei beiden Vereinen, dass sie eine schnelle Lösung gefunden haben.“

Die BBC-Trainer Lukas Hofer und Nils Scheller freuen sich, ein großes Talent für Bayreuth gewinnen zu können: „Wir sind sehr glücklich, dass wir mit Jonathan jemanden nach Bayreuth bringen können, der Noah Wabersich ersetzen kann. Er kann uns im Trainingsbetrieb unterstützen und sich zusätzlich in der Pro A zeigen. Gleichzeitig möchten wir ihm die Chance geben, weiterhin in Oberhaching zu spielen. Je nach Entwicklung wird er hier die Möglichkeit bekommen, sich zu beweisen.“

Kyle Sturdivant ergänzt den Spielaufbau beim BBC Bayreuth

Kurz vor Ende der Wechselfrist in der Barmer 2. Basketball Bundesliga Pro A am 15. Februar hat sich der BBC Bayreuth im Kampf um den Klassenerhalt nochmal verstärkt: Kyle Sturdivant ergänzt den Spielaufbau.

Für die Verantwortlichen ging es dabei hier vor allem um eine zusätzliche Absicherung im Kader vor dem Transferende sowie um einen Spieler, der mehr Struktur und Ballsicherheit in die entscheidenden Phasen der anstehenden Spiele bringen soll.

Kyle Sturdivant besuchte vier Jahre lang die renommierte Georgia Tech University in der Division 1 der NCAA und war dort einer der Leistungsträger. An der Technischen Hochschule in Atlanta spielte er unter anderem gegen die absoluten Top-Colleges der Nation wie Duke, Syracuse oder die North Carolina Tar Heels – das einstige College von Michael Jordan.

In seinem letzten Jahr bei Georgia Tech erzielte er im Durchschnitt 8,8 Punkte, 2,1 Rebounds und 2,8 Assists bei einer starken Dreierquote von 38,5%. Bereits einige ehemalige NBA-Legenden wie Mark Price, Stephon Marbury, Chris Bosh oder Kenny Anderson trugen einst das Trikot der Yellow Jackets.

In dieser Saison lief Kyle für Cair 2030 in insgesamt neun Partien der mazedonischen Superleague auf und erzielte am vergangenen Wochenende im Lokalderby gegen den Tabellenzweiten TFT Skopje 24 Punkte, sieben Rebounds und vier Assists. Im Schnitt kam er diese Saison für den nordmazedonischen Club auf 15,6 Punkte, 4,3 Assists und 4,0 Rebounds.

Das Coaching-Duo um Lukas Hofer und Nils Scheller freut sich, mit Kyle Sturdivant den aktuellen Kader ergänzen zu können: „Wir sind sehr glücklich, dass wir jemanden gefunden haben, der uns eine weitere Dimension bieten kann. Kyle bringt die Fähigkeit mit, ein Spiel zu strukturieren, zu lenken und das Tempo zu bestimmen. Das ist etwas, das wir definitiv brauchen und gesucht haben.“

Auch Kyle Sturdivant freut sich auf seine neue Aufgabe: „Ich freue mich riesig, Teil dieser Mannschaft und dieser phänomenalen Stadt zu werden. Ich freue mich darauf, alle in der Bayreuther Basketballfamilie kennenzulernen, und kann es kaum erwarten, gemeinsam Großes zu erreichen.“

Trotz großer Bemühungen konnte für das Spiel in Tübingen noch keine Spielerlaubnis für Kyle erlangt werden. Er wird erstmals im anstehenden Heimspiel am 21. Februar gegen die Rheinstars Köln das Trikot des BBC Bayreuth tragen

Nürnberg Falcons verpflichten Big Man von Aris Thessaloniki

Die Nürnberg Falcons reagierten auf die angespannte Personalsituation und sicherten sich kurz vor Ende der Transferperiode die Dienste von Georgios Giouzelis. Der 30-Jährige kam vom griechischen Erstligisten Aris Betsson Thessaloniki und gab sein Debüt in der BARMER 2. Basketball Bundesliga im Spiel gegen die HAKRO Merlins Crailsheim. 

Nach intensiver Suche sind die Nürnberg Falcons auf dem Spielermarkt fündig geworden und haben sich mit Big Man Georgios Giouzelis auf einen Vertrag verständigt. Der 2,04 Meter große Grieche durchlief seinerzeit das Nachwuchsprogramm von Panathinaikos Athen. Danach folgten mehrere Stationen in seinem Heimatland mit mehreren internationalen Auftritten. Mit seinem bisherigen Arbeitgeber, Aris Betsson Thessaloniki, spielte er zuletzt in er 1. Griechischen Liga und im Eurocup.

Aufgrund seiner Vita und seines Skill-Sets, ist der 30-Jährige eine vielversprechende Nachverpflichtung im Kampf um die ProA-Playoffs. „Georgios bringt viel Qualität, internationale Erfahrung und vor allem Spielpraxis mit. Er ist ready, motiviert und kann uns sofort helfen, die aktuelle Lücke unter den Körben zu schließen“, erklärt Head Coach Ralph Junge, der zuletzt die Ausfälle von Brandton Chatfield und Julius Wolf kompensieren musste.

Wechsel innerhalb der ProA – Till Isemann ist ein Zauberer

Kurz vor Ablauf der Meldefrist der BARMER 2. Basketball Bundesliga wurden die HAKRO Merlins Crailsheim nochmal auf dem Transfermarkt tätig und verpflichteten ProA-Routinier Till Isemann aus Bremerhaven. Der Center unterschrieb in Hohenlohe einen Kontrakt bis Saisonende und läuft fortan mit der Trikotnummer 21 auf. 

Die HAKRO Merlins erweitern ihre Center-Rotation und verstärken sich im Kampf um die Playoff-Plätze mit dem gebürtigen Oldenburger Till Isemann. Der 2,09-Meter-Hüne begann seine Profikarriere in seiner Heimatstadt. 2015 lief er erstmals für die Niedersachsen in der ProB auf.

In den Jahren 2018 und 2019 kam er für die EWE Baskets auf insgesamt neun Bundesligaeinsätze, ehe er sich erstmals außerhalb seiner Heimat dem ProB-Klub Lok Bernau anschloss. Dort absolvierte er in zwei Spielzeiten insgesamt 33 ProB-Partien. In seiner zweiten Saison empfahl er sich mit durchschnittlich 7,2 Punkten und 4,2 Rebounds für höhere Aufgaben.

Zur Saison 2021/22 wechselte Isemann erstmals in die ProA, wo er seitdem aktiv ist. Seine Premierenspielzeit absolvierte er in Schwenningen (6,4 Punkte / 3,2 Rebounds), ehe er sich für ein Jahr den Gladiators Trier (7,7 PKT / 6,3 REB) anschloss. Nach einer Saison in Dresden (6,5 PKT / 3,3 REB) wechselte Isemann wieder in den Norden Deutschlands.

Bei den Eisbären Bremerhaven zog er sich bereits nach fünf Einsätzen einen Kreuzbandriss zu und verpasste die restliche Spielzeit, die sein Team auf dem vierten Platz der Hauptrunde abschloss. In der aktuellen Saison kam Isemann in Pokal und Liga insgesamt 14-mal zum Einsatz und legte dabei 7,4 Punkte und 4,8 Rebounds auf.

Mit einer Erfahrung von 92 ProA-Spielen verstärkt Till Isemann nun die HAKRO Merlins Crailsheim für den Saisonendspurt und wechselt damit zum Tabellennachbarn. Bei den Zauberern läuft der 29-Jährige künftig mit der Trikotnummer 21 auf und unterschreibt einen Vertrag bis Saisonende.

„Ich hatte schnell sehr gute Gespräche mit David und Boggy. Beide haben mir signalisiert, dass ich gut in das Team passe und der Mannschaft einen Mehrwert bringe. Die offene und direkte Kommunikation schätze ich sehr. Wir haben die gleichen Ziele und ich möchte dem Team dabei helfen, aufzusteigen. Ich wollte zu einem ambitionierten Verein gehen, der in der ProA oben mitspielt. Ich bin sehr froh, dass es jetzt geklappt hat“, sagt die neue Nummer 21 der HAKRO Merlins.

„Wir freuen uns, dass sich Till trotz mehrerer Angebote für uns entschieden hat. Dass wir zu dem Zeitpunkt der Saison einen deutschen Spieler mit seiner Qualität dazubekommen, ist für uns ein absoluter Glücksgriff. Till ist ein sehr großer und physischer Spieler, der eine enorme Präsenz am Korb hat und dort auch sehr gut reboundet. Daher sind wir überzeugt, dass er uns für den Saisonendspurt helfen wird“, so HAKRO Merlins Headcoach David McCray über den Neuzugang.

 

Eisbären Bremerhaven verpflichten BBL-Legende John Bryant

Kurz vor Ende der Wechselfrist am 15. Februar verstärken sich die Eisbären Bremerhaven unter den Körben mit BBL-Legende John Bryant. Der 2,11m große Center aus Kalifornien besitzt sowohl die deutsche als auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft und ist am Donnerstag in Bremerhaven angekommen.

Bryant spielt bereits seit 2010 in Europa, hält den BBL-Rekord für die meisten erzielten Punkte aller noch aktiven Spieler sowie die meisten erzielten Blocks aller Zeiten. Er wurde im Trikot von Ratiopharm Ulm an der Seite des Eisbären Headcoach Steven Esterkamp zwei Mal zum MVP gewählt und gewann mit dem FC Bayern München 2014 die deutsche Meisterschaft. Nach Stationen in Valencia, Monaco, Gießen, Paderborn und zuletzt dem MBC zieht es den 38-jährigen nun nach über 500 BBL-Spielen an die Nordseeküste.

John Bryant über seine neue Herausforderung bei den Eisbären: „Ich bin wirklich glücklich, wieder auf dem Feld zu stehen und freue mich sehr darauf, bei den Eisbären Bremerhaven Impulse zu setzen und dem Team auf dem Weg in die Playoffs zu helfen.“

Steven Esterkamp: „Wir freuen uns sehr, John mit an Bord zu haben. Er wird uns mit seiner großartigen Erfahrung und Präsenz auf dem Feld extrem weiterhelfen und seine Mitspieler noch besser machen.“

SparkassenStars verpflichten Aitor Pickett

Die VfL SparkassenStars Bochum verstärken ihren Frontcourt mit dem deutsch-chilenischen Big Man Aitor Julen Pickett Heerwagen und sichern sich damit einen physisch präsenten, vielseitigen Innenspieler mit nachgewiesener ProA-Erfahrung und internationalem Profil.

Der 2,03 Meter große und rund 100 Kilogramm schwere Center/Power Forward kommt als gestandener ProA-Spieler nach Bochum, der defensive Stabilität, Physis unter den Brettern und Vielseitigkeit auf den großen Positionen verbindet. Pickett ist 1999 in Chile geboren, besitzt die deutsch-chilenische Staatsbürgerschaft und passt damit perfekt in das Anforderungsprofil eines mobilen, athletischen Bigs, der sowohl physisch verteidigen als auch das Tempo der Liga mitgehen kann.

Pickett durchlief im chilenischen Basketball die Nachwuchsnationalteams und sammelte früh internationale Erfahrung bei U15-, U17- und U18-Wettbewerben, bevor er zum festen Bestandteil der chilenischen A-Nationalmannschaft wurde. Für Chile stand er unter anderem in Qualifikationen zur FIBA AmeriCup sowie in den Americas-Qualifiers zur FIBA-Basketball-Weltmeisterschaft auf dem Parkett und etablierte sich dort als verlässlicher Spieler im Frontcourt.

Auf Klubebene lief Pickett in der chilenischen Liga unter anderem für Universidad Católica und CD Puerto Varas auf, wo er sich mit zweistelligen Punktausbeuten und starken Reboundzahlen zu einem der auffälligen Big Men seiner Generation entwickelte. Der Schritt nach Deutschland zu den Bozic Estriche Knights Kirchheim markierte anschließend den Beginn seiner europäischen Laufbahn, in der er sich in der ProA mit physischen Bigs und athletischen Imports messen und sein Spiel auf höherem Niveau stabilisieren konnte.

In der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA hat sich Pickett in den vergangenen Spielzeiten bei den Bozic Estriche Knights Kirchheim als defensiver Spezialist und verlässlicher Energiebringer etabliert. Er war fester Bestandteil der deutschen Achse und bildete im Frontcourt ein eingespieltes Duo mit dem jungen Big Man Toni Dorn. Mit seiner ruhigen Art und seiner teamorientierten Spielweise galt er dort als wichtiger Taktgeber in der Verteidigung, der Rotationen absichert, Rebounds sichert und mit klugen Screens sowie Cuts Räume für seine Guards öffnet.

Offensiv arbeitet Pickett vor allem aus Pick-and-Roll-Situationen, als Screener und Cutter, der mit konsequenten Rollen zum Korb Druck auf die Helpside ausübt und über Putbacks sowie Second-Chance-Punkte zum Scoring beiträgt. Sein Wurf aus der Mitteldistanz und von außen wurde in Kirchheim gezielt weiterentwickelt und gilt als wichtiger Baustein für seinen nächsten Karriereschritt.

„Ich freue mich, dass sich Aitor entschieden hat, zu uns zu kommen und uns sein Vertrauen schenkt. Er bringt wertvolle ProA-Erfahrung mit, nachdem er in den letzten Spielzeiten für Kirchheim aktiv war, und wird unserer Rotation Qualität und Tiefe verleihen. Aktuell hat Aitor mit einer Überlastung zu kämpfen und wird vorsorglich beim nächsten Spiel nicht zur Verfügung stehen. Wir sind zuversichtlich, dass er bald zurückkehren und der Mannschaft wieder helfen wird“, so Headcoach Felix Banobre.

 

Jordan Johnson ist die dritte Nachverpflichtung der Tigers Tübingen

Die Tigers Tübingen haben angesichts der angespannten sportlichen und personellen Situation eine weitere Nachverpflichtung getätigt. Mit Jordan Johnson kommt ein neuer Point Guard mit internationaler Erfahrung in die Unistadt. Die Verantwortlichen reagieren damit auf den Negativtrend von sieben sieglosen Spielen in Folge und erhoffen sich vom US-Amerikaner eine sofortige Verstärkung im Kampf um den Klassenerhalt.

Jordan Nathaniel Johnson wurde am 26. Januar 1995 in Waukegan im US-Bundesstaat Illinois geboren und wuchs in der Nähe von Chicago auf. Bereits mit sieben Jahren begann er mit dem Basketball. Nachdem sich der 1,80 Meter große Spielmacher über zwei Jahre am John Wood Community College in die NJAA (2013-2015) gekämpft hatte, überzeugte der heute 31-Jährige dort auf ganzer Linie.

Im Anschluss verbrachte der US-Amerikaner zwei Jahre an der University of Wisconsin in Madison und spielte für die Milwaukee Panthers in der NCAA-Division I. Durchschnittlich kam der dritte Tübinger Neuzugang für die Panthers auf 12,5 Punkte und 8,1 Assists. In seinem Abschlussjahr (2017/2018) bei den UNLV Runnin’ Rebels (University of Nevada, Las Vegas) waren es sogar 13,6 Punkte und 6,0 Vorlagen.

In seiner ersten Saison als Profi spielte er in der G-League für die Rio Grande Valley Vipers (Saison 2018/2019). In den folgenden Jahren zog es Johnson nach Europa, wo er in verschiedenen Ländern stets gute Leistungen zeigte. Der Point Guard spielte in den Niederlanden, in Schottland, in der Türkei, in England, in der Slowakei, im Kosovo und auch in Deutschland.

Bis vor wenigen Tagen stand Johnson noch beim kosovarischen Erstligisten KB Peja unter Vertrag. In der laufenden Spielzeit 2025/2026 kam der Spielmacher durchschnittlich auf 13,6 Punkte, 4,6 Assists und 2,9 Rebounds pro Partie. Für KB Peja lief er außerdem auch in der ENBL (European North Basketball League) auf. Der 31-Jährige wurde verfügbar, nachdem sich für ihn die Möglichkeit ergab, seinen Vertrag im Kosovo vorzeitig aufzulösen.

Der 31-Jährige ist am Montag in Tübingen eingetroffen und erhält bei den Schwaben einen Vertrag bis zum Ende der Saison 2025/2026. Johnson wird zukünftig das Trikot mit der Nummer elf tragen. Am Dienstagvormittag absolvierte der Tübinger Neuzugang die erste Trainingseinheit mit seiner neuen Mannschaft. Die Nachverpflichtung wurde nötig, da neben Jacobi Wood (Fußoperation) nun auch Larry Thomas mit einer Fußverletzung (Fraktur) längerfristig ausfallen wird.

Johnson blickt positiv auf seine neue Herausforderung: „Ich bin glücklich darüber, bei den Tigers Tübingen unterschrieben zu haben, nachdem im Kosovo zuletzt nicht alles glatt lief. Aus meiner Zeit in Deutschland kenne ich die Tigers natürlich. Mit Trier habe ich damals in Tübingen zwar hoch (104:75-Sieg der Tigers Tübingen am 1. April 2023) verloren, aber 25 Punkte gemacht. Ich möchte mit meiner Erfahrung dabei helfen, dass wir den Negativtrend schnellstmöglich beenden können.“

Sonko kommentiert die dritte Nachverpflichtung wie folgt: „Uns war es wichtig, einen erfahrenen Spieler zu verpflichten, der fit ist und uns sofort weiterhelfen kann. Johnson hat erst vor gut einer Woche sein letztes Spiel gemacht, der Rhythmus sollte vorhanden sein. Bei all seinen Stationen hat er gezeigt, dass er sowohl selbst scoren als auch seine Mitspieler in Szene setzen kann. Dass Johnson die ProA bereits kennt, ist ein großer Vorteil.“