Kapitän Jonas Böhm bleibt weiteres Jahr an Bord

Die Kaderplanungen beim SSV Lok Bernau für die kommende Saison in der 2. Basketball-Bundesliga ProB laufen auf Hochtouren. Mit Mannschaftskapitän Jonas Böhm steht die erste Entscheidung und Verlängerung bei den Bernauern fest. Der 29-jährige Berliner geht im September für die Lok in seine fünfte Spielzeit.

Jonas Böhm wird auch in der neuen Saison wieder für den SSV Lok Bernau auf dem Spielfeld stehen. Der angehende Lehrer geht in seine mittlerweile fünfte Saison für die Hussitenstädter. In der abgelaufenen Spielzeit stand der 29-jährige Center knapp 22 Minuten auf dem Parkett und kam auf durchschnittlich 6.7 Punkte, bei einer sehr guten Wurfquote von 58 Prozent aus dem Feld. Außerdem sammelte er 4.3 Rebounds im Durchschnitt. Böhm gehörte in seiner Premierensaison in der 2. Basketball-Bundesliga ProB zur Führungsriege im jungen Lok-Kader. Die Freunde bei den Verantwortlichen über die Vertragsverlängerung mit Jonas Böhm für ein weiteres Jahr war entsprechend groß.

Seine erfolgreiche Tätigkeit als Jugendtrainer der u14m muss Böhm allerdings aus beruflichen Gründen aufgeben. Sein Nachwuchsteam, die Eltern und der gesamte Verein danken ihm für die geleistete Arbeit und hoffen auf ein Wiedersehen auf der Trainerbank in einigen Jahren.

Headcoach René Schilling: „Ich bin glücklich, dass uns Jonas trotz seines im September beginnenden Referendariats eine weitere Saison im Team erhalten bleibt. Auf dem Feld spielt er diszipliniert, punktet hochprozentig und gibt uns viel Stabilität in der Defensive. Abseits des Feldes ist er ein hervorragendes Beispiel für die jüngeren Spieler, wie man Studium und Basketball unter einen Hut bekommen kann. Darüber hinaus bringt er genau die Arbeitseinstellung und den Willen in jedes Training und Spiel mit, die wir brauchen, um auch im bekanntlich schwierigen zweiten Jahr in der ProB zu bestehen.“

Jonas Böhm: „Ich freue mich riesig, ein weiteres Jahr in Bernau zu spielen. Die vergangene Saison hat viel Spaß gemacht und hoffentlich auch bei den Fans Lust auf mehr hervorgerufen. An den Ergebnissen der letzten Spielzeit sollten wir uns messen lassen. Es muss unser Ziel sein, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen, um uns frühzeitig einen Playoff-Platz zu sichern. Hoffentlich können wir dann mit der Unterstützung der Fans die Playoffs erfolgreicher gestalten.“

 

(SSV Lok Bernau)

Kangaroos verpflichten Viktor Ziring für drei Jahre

Für drei Jahre haben sich die Iserlohn Kangaroos die Dienste von Viktor Ziring gesichert. Der 19-Jährige kommt aus dem NBBL-Team der Gießen 46ers. Erste Erfahrungen im Senioren-Bereich hat er bei den Gießen Pointers in der 2. Regionalliga gesammelt. Seine Verpflichtung ist eine Verpflichtung mit Perspektive. Sowohl für die Kangaroos als auch für Ziring.

Eigentlich hatte der 1,87 Meter große Point Guard überlegt, ob er nach dem Abitur aufs College gehen soll. Diesen Gedanken hat er jetzt allerdings verworfen – und sich für ein Engagement bei den Kangaroos entschieden. Seine Entscheidung beinhaltet auch, dass er sich von seiner hessischen Heimat lösen wird. Er wird in Iserlohn seine erste eigene Wohnung beziehen, ein Studium in Bochum oder Dortmund aufnehmen. Für ihn beginnt ein völlig neuer Lebensabschnitt. Trotzdem hat er schon jetzt das Gefühl, in Iserlohn gut aufgehoben zu sein. „Die Atmosphäre ist sehr familiär, entspannt und angenehm“, sagt der Aufbauspieler. „Ich finde es extrem wichtig zu wissen, dass jemand in der Nähe und für mich da ist. Und das ist in Iserlohn der Fall.“

Aber nicht nur das Drumherum hat Ziring überzeugt. Auch die sportliche Perspektive, die ihm Manager Michael Dahmen und Headcoach Dragan Torbica aufgezeigt haben, findet Ziring für sich und seine persönliche sowie sportliche Entwicklung „extrem reizvoll“. „Dragan will mich fördern – und ich mich verbessern. Und ich glaube, dass das mit seiner Hilfe und seiner Art mit mir zu arbeiten definitiv möglich ist“, so der junge Gießener. Auch er schätzt die Liebe fürs Detail von Torbica. Und er arbeitet schon jetzt hart an sich – in einer Trainingsgruppe bestehend aus Gießener und Bayreuther Nachwuchs- und Profi-Basketballern.

„Ich arbeite viel im individuellen Bereich – Ballhandling, Wurf, Beinarbeit. Eigentlich das gesamte Paket. Ich will auf jeden Fall fit und bereit sein, wenn wir in Iserlohn starten“, so Ziring. Er selbst bezeichnet sich weniger als Scorer, sondern als Arbeiter. „Ich mache das, was es braucht, um dem Team zu helfen. Sei es Vollgas in der Defense zu geben. Oder meine Mitspieler mit guten Pässen zu füttern“, so der angehende Sportstudent.

Die Begeisterung für die Arbeit des jeweils anderen ist nicht nur einseitig vorhanden, sondern beruht auf Gegenseitigkeit: „Ich mag junge, hungrige Spieler, die bereit sind, hart zu arbeiten, um besser zu werden. Und Viktor ist genauso ein Spieler“, sagt Dragan Torbica. Für den Kangaroos-Coach ist die Position des Aufbauspielers die Wichtigste auf dem Feld. „Diese Rolle will Viktor ausfüllen. Er hat zweifelsfrei alles, was es braucht, um eine Mannschaft führen zu können. Und daran, dass er dieses Ziel erreichen kann, werden wir in den kommenden drei Jahren arbeiten“, so der 48-Jährige.

„Wir sind begeistert, einen sehr jungen Spieler wie Viktor, länger an uns binden zu können. Wir hatten ein sehr gutes Gespräch mit Familie Ziring und waren uns einig, dass ein Mehrjahresvertrag die beste Option für beide Parteien ist“, sagt Kangaroos-Manager Michael Dahmen. Und verspricht: „Wir werden alles dafür tun, dass sich Viktor gut in Iserlohn einlebt und wohlfühlt.“

Spielpraxis wird Ziring aber nicht nur in der ProB-Mannschaft der Kangaroos sammeln. Er soll auch im Oberliga-Team zum Einsatz kommen, um die Spielminuten zu kriegen, die er für seine Entwicklung braucht.

 

(Iserlohn Kangaroos)

2,13-Meter-Mann Gilles Dierickx kommt aus Belgien

Die Konturen des neuen Teams der Artland Dragons werden deutlicher. Nach der Neuverpflichtung von Center Leon Bahner sowie den Weiterverpflichtungen von Max Rockmann, Philipp Lieser und Jonathan Mesghna melden die Drachen einen weiteren Vollzug auf der großen Position. Der 25-jährige Belgier Gilles Dierickx verstärkt mit seinen 2,13 Meter und 111 Kilogramm künftig den Frontcourt.

Die Verpflichtung passt in das Konzept von den Coaches Florian Hartenstein und Christian Greve, auf den Positionen unter dem Korb größer als zuletzt besetzt zu sein. „Wir hatten Gilles zum Probetraining in Quakenbrück. Wir arbeiten dann unter anderem damit, dass wir Korrekturen ins Spiel bringen, um zu sehen, wie die Spieler darauf reagieren. Gilles hat einen sehr guten Eindruck hinterlassen und bringt die Fähigkeiten mit, am Brett zu finishen. Wir denken, er hat ausreichend Potenzial, um sich weiterzuentwickeln. Er ist ein junger Spieler auf der Suche nach der Station, wo er sich konstant entwickeln kann, und ist auch bereit, die Back-up-Rolle auf der Centerposition einzunehmen. Wir sind sicher, dass er uns helfen wird“, beschreibt Greve den Neuzugang.

Dierickx, der das Basketballspielen in Gent und seinem Heimatort Laarne erlernte, spielte im Zuge seiner College-Karriere von 2013 bis 2015 für die Washington Huskies in der renommierten Pac-12-Conference, einer der prestigeträchtigsten Ligen der US-amerikanischen College-Liga NCAA. In der Saison 2013/2014 war der Center sogar Teamkollege vom inzwischen 68-fachen NBA-Spieler C.J. Wilcox. Jedoch kam der Belgier an der University of Washington nur selten über Kurzeinsätze hinaus. Für seine letzte College-Saison wechselte Dierickx an die University of Seattle Pacific, deren Basketballteam in der NCAA 2 spielt. Dort kam der 2,13-Meter-Hüne im Schnitt auf 11,4 Punkte und 7,0 Rebounds pro Partie.

In der Spielzeit 2015/2016 startete Dierickx seine Profikarriere bei Arcos Albacete Basket in der dritten spanischen Liga. Im Laufe der Saison lernte er jedoch ebenfalls noch deutsche Hallenluft kennen, als er kurzfristig beim Regionalligisten Rot-Weiß Cuxhaven aushalf. In fünf Spielen erzielte der Big Man für den späteren Aufsteiger in die ProB durchschnittlich 13,8 Punkte. Anschließend wechselte er in die zweite Liga seines Heimatlandes nach Ieper und legte in zehn Spielen im Schnitt ein Double-Double auf (12,4 Punkte und 10,2 Rebounds).

Für sein zweites Jahr als Basketballprofi hat sich der junge Belgier einiges vorgenommen: „Ich möchte mich als Basketballspieler verbessern und denke, dass ich eine tragende Rolle im Team einnehmen werde. Eines meiner Ziele als Big Man ist es, zu den besten Reboundern der Liga zu gehören und mit Macht die Zone zu verteidigen“, gibt Dierickx Einblick in seine Einstellung und freut sich auf seinen neuen Arbeitgeber.

„Es ist bekannt, dass die Artland Dragons ein sehr professioneller Verein sind. Bei dem Workout in Quakenbrück machte ich mir mit eigenen Augen ein Bild davon. Dadurch, dass um den Aufstieg mitgespielt werden soll, wird das Team viel Ehrgeiz haben. Ein wichtiger Grund für mich, nach Quakenbrück zu kommen, ist auch Coach Florian Hartenstein. Er spielte selbst als Big Man auf einem hohen Niveau und entwickelt große Spieler sehr gut.“

Dierickx wird eine Woche vor Beginn der Saisonvorbereitung, welche am 15.07. beginnt, in Quakenbrück erwartet.

Name: Gilles Dierickx
Geburtsdatum: 3. März 1992
Geburtsort: Gent
Nationalität: Belgien
Größe: 213 cm
Gewicht: 111 kg
Position: Center

Letzte Stationen (von neu nach alt)
Melco Ieper (Top Division 1, 2. belgische Liga)
Rot-Weiß Cuxhaven (1. Regionalliga)
Arcos Albacete Basket (LEB Silver Liga, 3. spanische Liga)
Seattle Pacific University (NCCA 2, USA)
University of Washington (NCAA 1, USA)
Florida International University (NCAA 1, USA)
West Hills Chaminade Highschool (USA)

Statistiken Division II, Belgien (zehn Spiele)
12,4 Punkte, 10,2 Rebounds, 1,1 Assists, 4,3 Ballverluste, 0,4 Ballgewinne, 46,5 % Zweierquote, 78,9 % Freiwurfquote

 

 

(Artland Dragons)

 

Dominic Early bei Itzehoe

Bisher gab es zwei Australier auf den Ausländerpositionen im Kader der Itzehoe Eagles für die kommende Saison in der 2. Basketball-Bundesliga ProB. Einen Amerikaner noch nicht – das hat sich jetzt geändert: Der 24-jährige Dominic Early hat seinen Vertrag unterschrieben.

Early stammt aus Georgia, dort war das College of Coastal Georgia seine letzte Station im Studium.  Mit fast 21 Punkten im Schnitt stellte er in jener Saison einen Schulrekord auf und erhielt mehrere Auszeichnungen. Nach dem College startete Early seine Profi-Karriere in Australien und punktet dort in der aktuellen Spielzeit reichlich: Mit mehr als 31 Punkten im Schnitt liegt er weit vorn in der Statistik, hinzu kommen 8,5 Rebounds. „Er hat überall gut gescort“, sagt Eagles-Coach Pat Elzie. Daran soll der 24-Jährige bei den Eagles anknüpfen und insbesondere in den wichtigen Phasen als „Go-to-guy“ fungieren – als der Spieler also, der dann für die entscheidenden Punkte zuständig ist. Gemeinsam mit Akteuren wie Frederik Henningsen und Johannes Konradt werde der 1,98 Meter große Dominic Early eine gefährliche Flügelzange bilden, hofft Elzie.

Die Eagles bewegten sich genau in die richtige Richtung und hätten noch viel vor – so begründet der Neuzugang seine Entscheidung für Itzehoe. „Der Verein ist eng verbunden mit der Stadt, und diese wiederum liebt den Verein.“ Er freue sich sehr darauf, Teil dieser Entwicklung zu sein, sagt Dominic Early: „Das Ziel ist, mit der Mannschaft so zu spielen, dass der Verein und die Stadt stolz auf sie sein können.“ Dafür werde sehr hart gearbeitet werden: „Ich freue mich darauf, dieses Trikot anzuziehen.“

Pat Elzie kennt seinen neuen Spieler nur durch Videos und – sehr lobende – Einschätzungen von Kollegen sowie Telefonate. Early sei sehr bodenständig und habe eine gute Sicht der Dinge, sagt der Eagles-Coach. Und der Amerikaner bringt eine weitere wichtige Eigenschaft mit: „Er ist hungrig und will auf die nächste Stufe.“

 

(Itzehoe Eagles)

Der neue Käpt’n der Kangaroos: Joshua Dahmen!

Joshua Dahmen führt die Iserlohn Kangaroos als Kapitän in die Saison 2017/18 der 2. Basketball-Bundesliga ProB. Er übernimmt das Amt von Kristof Schwarz, der seine aktive Laufbahn nach der vergangenen Spielzeit beendet hat. Dahmen ist das Gesicht der Kangaroos. Trotz seines jungen Alters (24) ein Urgestein. Und ein echter Iserlohner Junge.

Rückblick: Vor knapp zehn Jahren holt Dragan Torbica als Coach der ersten Mannschaft der Kangaroos den damals 15-jährigen Joshua als Nachwuchsspieler in den Kader des damaligen Regionalligisten. „Ich erinnere mich noch immer an seinen glücklichen Gesichtsausdruck, nachdem er zum ersten Mal beim Warmup gedunkt hat“, sagt Torbica heute. Mittlerweile sind mehr als neun Jahre vergangen, Torbica ist wieder Chef-Trainer der Kangaroos. Und Joshua mittlerweile ein wichtiges Puzzleteil im Teamgefüge. Entsprechend freut er sich darüber, dass er sein Team als Käpt‘n anführen darf. Und das mit Perspektive: Er hat seinen Vertrag (1+1) bis 2019 verlängert.

„Die Fußstapfen, die Kris als Kapitän hinterlassen hat, sind groß. Aber ich konnte mir einige Sachen von ihm abschauen. Es ist mir eine Ehre, Kapitän dieser Mannschaft sein zu dürfen“, sagt der 24-Jährige. Er sieht es als seine Aufgabe an, das Team zusammenzuhalten. „Wir wollen gemeinsam eine gute, erfolgreiche Zeit haben“, sagt Joshua Dahmen. Entsprechend wichtig ist es, dass die Teamchemie stimmt. „Ich denke, dass die Teamchemie ein wichtiger Schlüssel zum Spiel und damit auch zum gemeinsamen Erfolg ist“, so der Student der Wirtschaftswissenschaften.

Er sei schon jetzt „superbereit für die neue Saison“. „Die Vorfreude auf eine Saison war selten so groß wie jetzt“, sagt der Flügelspieler. Und das zeige sich auch an der Intensität der Trainingseinheiten, die das Team aktuell drei Mal wöchentlich absolviert. Diese seien durchaus ein Vorgeschmack auf das, was auf die Spieler zukommt, sobald die Vorbereitung Anfang August wirklich beginnt. „Dragan wird nicht zimperlich mit uns sein“, sagt der 24-Jährige. Er grinst.

Als Spieler hat er die komplette Entwicklung der Kangaroos hautnah miterlebt. Von Spielen vor rund 150 Zuschauern in der alten Hemberghalle bis hin zur aktuellen Euphorie mit ausverkauftem Haus in den Playoffs. „Die Atmosphäre in unserer Halle ist einfach einzigartig. Als Spieler lässt sie einen in sich eintauchen, macht selbstbewusst, ohne, dass Druck auf deinen Schultern lastet“, sagt Dahmen.

Mit dem neuen Team will er wieder in die Playoffs einziehen. Und auch persönlich möchte er sich entwickeln. Das gilt sowohl für seine neue Rolle als Kapitän als auch für sein Spiel. „Persönlich möchte ich konstanter spielen, ohne große Schwankungen. Und der Rest ergibt sich gemeinsam mit dem Team von ganz allein“, so der Small Forward.

Headcoach Dragan Torbica musste bei der Kapitänsfrage nicht lange überlegen: „Joshua ist ein fantastischer Spieler und Mannschaftskamerad. Jemand, auf den man sich zu jeder Zeit verlassen kann. Er ist die Seele des Teams – und immer bereit, jedem seiner Mitspieler unter die Arme zu greifen, damit gemeinsame Ziele erreicht werden können. Ich bin wirklich froh, Joshua in der kommenden Saison als Kapitän in meiner Mannschaft zu haben.“

 

(Iserlohn Kangaroos)

Marco Buljevic kommt, Alexander Angerer bleibt, Abschied von Clay Wilson und Artem Shelukha

Die VfL SparkassenStars Bochum haben die ersten Personalentscheidungen für die Spielzeit 2017/2018 getroffen.

Vom Ligarivalen FC Schalke 04 wechselt der 30-jährige Flügelspieler Marco Buljevic an den Stadionring. Zuvor hatte er sechs Jahre lang beim Pro-A-Ligisten ETB Wohnbau Baskets Essen für Furore gesorgt und war als Kapitän Leistungsträger der Mannschaft. In dieser Zeit stand Marco Buljevic auch zusammen mit dem neuen Headcoach der Bochumer Gary Johnson auf dem Parkett und bildete ein erfolgreiches Duo.

In Gelsenkirchen kam er auf durchschnittlich 16 Minuten Spielzeit in denen er 6,7 Punkte erzielte.

Begonnen hatte sein Weg beim TV Konstanz und führte ihn zur Nachwuchsschmiede Ehingen/ Ursprung, wo er sich zum U18-Nationalspieler entwickelte. Nach zwei Jahren in der Bundesliga bei den Giessen 46ers wechselte er zu den EWE Baskets Oldenburg, mit denen er 2009 Deutscher Meister wurde und in Folge auch international aktiv war.

Nachdem die Bemühungen ihn nach Bochum zu lotsen im Vorjahr noch erfolglos blieben, kommt er nun mit einjähriger Verspätung bei den SparkassenStars an. „Marco wird mit seiner Routine der Mannschaft weiterhelfen und vor allem auch als Distanzschütze die Lücke schließen, die Clay Wilson hinterlässt“ ist Teammanager Hans-Peter Diehr von seinem Neuzugang mehr als überzeugt. „Gary kennt ihn bestens aus den Essener Zeiten und wird ihn schnell in das Team integrieren. Dabei nehmen wir auch in Kauf, dass Marco berufsbedingt nicht immer das vollständige Trainingspensum wird leisten können“.

Eine weitere sehr erfreuliche Meldung gibt es aus der Abteilung der großen Spieler. Der von vielen Vereinen auch aus der Pro A umworbene Power Forward Alexander Angerer hat seinen Vertrag in Bochum zu verbesserten Konditionen verlängert und wird weiter mit viel Energie unter den Körben aufräumen. Der 21-jährige war im Vorjahr von den Dragons Rhöndorf nach Bochum gewechselt und hatte sich in der erfolgreichen letzten Spielzeit mit 10,6 Punkten und 5,9 Rebounds pro Spiel zum Leistungsträger und Publikumsliebling entwickelt. „Es freut mich sehr, dass Alex sich bewusst für das Umfeld in Bochum – in dem er sich sehr wohl fühlt – entschieden hat, um sich hier weiterzuentwickeln. Er wird in seinem zweiten Jahr sicher noch zulegen und uns viel Freude bereiten“ so Diehr über diese sehr erfreuliche Personalie.

Verabschieden müssen sich die Bochumer Fans dagegen von zwei Spielern. Besonders schmerzen wird vielen sicher der Abgang des sympathischen Distanzschützen Clay Wilson, dessen Heilungsprozess sich nach seiner Verletzung weiter verzögert. „Clay war ein im Verein und im Umfeld durch seine Art sehr beliebter Spieler, dessen Abgang uns schmerzt. Mit der neuen Local-Player-Regelung, die nur zwei nicht EU-Ausländer erlaubt und jederzeit drei in Deutschland ausgebildete Spieler auf dem Feld fordert, war eine Weiterverpflichtung jedoch leider zu riskant. Wir bedanken uns bei Clay Wilson für zwei sehr schöne Jahre mit vielen Höhepunkten in Bochum und wünschen ihm eine baldige Genesung und viel Erfolg für seine weitere Karriere“. In der abgelaufenen Saison stand Clay Wilson vor seiner langwierigen Verletzung fünfzehnmal auf dem Parkett und erzielte dabei 12,1 Punkte im Schnitt.

Auf 22 Einsätze brachte es der Deutsch-Ukrainer Artem Shelukha, der dabei 3,4 Punkte im Schnitt sammelte. Nach zwei Jahren in Bochum zieht es den 29-jährigen Forward nun zu einem Regionalligisten in der näheren Umgebung. „Wir hätten Artem gerne als vielseitigen Rollenspieler in Bochum gehalten, aber verbunden mit der Local-Player-Regelung unter die er nicht fällt, ist es eine logische Entscheidung für ihn in die Regionalliga zu wechseln. Auch bei Artem bedanken wir uns für seinen Einsatz und seine Zeit in Bochum“.

Der aktuelle Kader: Alexander Angerer, Marco Buljevic, Felix Engel, Michael Haucke, Davon Roberts, David Stachanczyk, ABGÄNGE: Gary Johnson (Headcoach), Cham Korbi (Teammanager), Artem Shelukha, Clay Wilson ZUGÄNGE: Marco Buljevic (FC Schalke 04 Basketball)

 

(VfL SparkassenStars Bochum)

Comeback für Mesghna

Die Artland Dragons gehen mit Forward Jonathan Mesghna in eine weitere Saison. Nach Max Rockmann und Philipp Lieser ist Mesghna der dritte und letzte Spieler, der vom Trainerduo Florian Hartenstein und Christian Greve aus dem letztjährigen Vollprofikader verpflichtet wird. Nach seiner schwerwiegenden Knieverletzung im November 2016 absolviert Mesghna seit einiger Zeit eine intensive Reha und steht vor seinem sportlichen Comeback. 

„Die Verpflichtung von Jonathan ist sicher kein einfacher Fall gewesen“, beschreibt Greve die Überlegungen. „Wir haben uns natürlich gefragt, wie wir mit seiner Verletzung umgehen, auch weil wir ihn als Coaches weder im Training noch im Spiel erlebt haben. Aber wir haben schnell gemerkt, wie sehr er sich reinhängt. Bei jeder Trainingseinheit war er dabei, hat sein persönliches Aufbautraining gemacht und war fester Bestandteil der Mannschaft – fast wie ein dritter Assistant Coach. Es war beeindruckend, wie er auch emotional die Saison mitgemacht hat. Hatten wir Spiele verloren, war er down – und entsprechend euphorisch, wenn wir gewonnen hatten. Daher möchten wir ihm die Chance geben und finden es nur fair, dass er seine Reha vollständig beendet und bei uns wieder den Einstieg findet“, zeigt sich das Trainerduo zuversichtlich.

Mesghna sieht seinem zweiten Jahr im Dragons-Trikot entgegen: „Es ist mir eine Ehre, für den Verein zu spielen – mit dem Wissen, wer hier alles schon gespielt hat. Ich möchte Geschäftsführer Marius Kröger und den Coaches für ihr Vertrauen danken. Physiotherapeut Tom Mögel und Athletiktrainer Jan Grote, mit denen ich regelmäßig seit meiner Verletzung trainiere, gilt ein Extradank, da sie ihr Bestmögliches geben, mich wieder fit zu kriegen. Mein persönliches Ziel ist es, verletzungsfrei die Saison zu spielen. Ich freue mich bereits auf unsere Spiele mit den besten Fans der Liga“, kündigt der 27-Jährige an.

Die Artland Dragons bedanken sich bei allen Spielern der letzten Saison und wünschen eine erfolgreiche Zukunft.

Name: Jonathan Mesghna
Geburtstag: 20.12.1989
Geburtsort: Frankfurt
Nationalität: Deutschland/Eritrea
Größe: 198 cm
Gewicht: 96 kg
Position: Small Forward/Power Forward/Shooting Guard
Letzte Stationen (von neu nach alt):
HEBEISEN White Wings Hanau (2. Basketball-Bundesliga ProB, 2. Basketball-Bundesliga ProA)
Montana State University Billings (NCAA 2/USA)
University of Maine (NCAA 1/USA)
Central Wyoming College (NJCCA/USA)
North Dakota State College of Science (NJCAA/USA)
DEUTSCHE BANK SKYLINERS (Basketball-Bundesliga)
Eintracht Frankfurt (2. Regionalliga)
MTV Kronberg (NBBL)
SG Enkheim (Jugend)

Statistiken ProB 2016/2017 (sieben Spiele):
16:10 Minuten pro Spiel, 5,6 Punkte, 2,4 Rebounds, 1,1 Assists, 0,4 Ballverluste, 0,1 Ballgewinne, 70 % Zweierquote, 40 % Dreierquote, 50 % Freiwurfquote

 

(Artland Dragons)

Rister bauen auf Hirschbergs Führungsqualitäten

Der Flügelspieler steht in der neuen ProB-Saison wie bislang im Wedeler Kader. Die Verantwortlichen schätzen am 29-Jährigen vor allem die mannschaftsdienliche Spielweise und seinen vorbildlichen Einsatz.

Seit 2013 spielt Jens Hirschberg für den SC Rist: Ob unter Sebastian Gleim, Michael Claxton oder jetzt Felix Banobre – jeder der Rist-Trainer brachte dem vielseitigen Flügelspieler große Wertschätzung entgegen. Und so verwundert es nicht, dass Banobre den Verbleib des 29-Jährigen mit Freude aufnimmt.

„In Bezug auf das Mannschaftsgefüge ist Jens auf dem Feld und darüber hinaus einer der Schlüsselspieler. Das zeigt sich in der Art und Weise wie er kommuniziert und an seiner Ausstrahlung. Egal ob er eine Minute oder 20 Minuten spielt, er setzt sich voll ein und gibt 100 Prozent. Jens hat diese ruhige und besonnene Art der Führung, die eine Mannschaft benötigt und die sich in seinem Einsatz und seiner Einstellung zeigt. Er ist einer der Erfahrenen und jemand, der seine Mitspieler immer anspornt und ermuntert“, sagt Banobre. Er schätze zudem Hirschbergs Kaltschnäuzigkeit, seine Aggressivität auf dem Feld und seinen Distanzwurf, erläutert der Spanier.

In 24 Spielen erzielte Hirschberg in der vergangenen Saison im Schnitt 7,6 Punkte und schnappte sich 2,4 Rebounds. Mitunter falle das, was der 29-Jährige zum Wohle der Mannschaft tue, gar nicht so richtig auf, meint der Sportliche Leiter Christoph Roquette. Denn Statistiken sind schön und gut, erfassen aber längst nicht den gesamten Wert eines Spielers, sondern lassen immer auch Raum, um zwischen den Zeilen zu lesen. Und da steht laut Roquette: „Jens macht die Dinge meistens richtig. Er trifft entscheidende Würfe und ist in der Crunchtime zur Stelle. Und das Wichtigste: Er ist eine Führungsfigur für die Jungs. Man braucht Spieler, die die Mannschaft zusammenhalten und führen. In die Rolle ist Jens im Laufe der Jahre komplett hineingewachsen. Er ist immer voller Energie und immer am Motivieren. Man hört ihn nie jammern, er ist nie schlecht drauf, sondern immer motiviert – das zeichnet Jens aus“, erläutert der Sportchef.

Hirschbergs angesprochene Nervenstärke in engen Schlussphasen kam im Laufe der zurückliegenden Saison mehrfach zum Tragen, denn – man erinnert sich – „knappe Angelegenheiten“ gab es 2016/17 so einige. Da steht es jeder Mannschaft gut zu Gesicht, einen Spieler in ihren Reihen zu wissen, der sich nicht scheut, den gewissen Wurf zu nehmen, der unbedingt ins Ziel finden muss, um die Siegchance zu wahren, der zum richtigen Zeitpunkt seine Fouls einsetzt, der eine vermeintlich unscheinbare, aber so wirkungsvolle Verteidigungsaktion anbringt oder der einen Rebound holt, wenn der Kontrahent auf keinen Fall eine weitere Wurfmöglichkeit erhalten soll. Wie sagte Christoph Roquette? „Jens macht die Dinge meistens richtig.“

(SC Rist Wedel)

Kutzschmar verstärkt die Kangaroos!

Ein Training mit Headcoach Dragan Torbica hat gereicht, um Simon Kutzschmar für die Iserlohn Kangaroos zu begeistern. Der 20-Jährige kommt von den Gießen 46ers/Licher Basketbären und unterschreibt einen Zweijahres-Vertrag, der eine beidseitige Ausstiegsklausel nach dem ersten Jahr beinhaltet.

„Ich habe mich von Beginn an wohlgefühlt in Iserlohn. Außerdem hat Dragan ein unfassbares Auge fürs Detail. Das hat mir sehr gut gefallen“, sagt Simon Kutzschmar.

Als der 1,94 Meter große Shooting Guard sein Probetraining in der Hemberghalle absolvierte, gab ihm Torbica einen Rat mit auf den Weg. „Und seitdem arbeite ich hart an meinem Ballhandling“, sagt Kutzschmar. Es war eine kleine Unstimmigkeit beim Crossover, also Handwechsel, hinterm Rücken, die dem Kangaroos-Headcoach aufgefallen war. „Eigentlich eine Kleinigkeit. Umso besser, dass er es gesehen hat“, so Kutzschmar.

Aber nicht nur das feine Auge des Trainers hat ihn überzeugt, sich den Kangaroos anzuschließen. „Ich sehe in Iserlohn für mich die große Möglichkeit, mich weiterentwickeln zu können. Die Perspektive ist extrem reizvoll“, sagt der Student der Wirtschaftswissenschaften. Außerdem reizt es ihn, mit den Kangaroos die Playoffs zu erreichen. Mit den Basketbären hat er in den vergangenen beiden Spielzeiten jeweils die Playdowns der 2. Basketball-Bundesliga ProB gespielt. In rund 22 Minuten pro Partie hat Kutzschmar in der Saison 2016/17 durchschnittlich 6,5 Punkte, zwei Rebounds und 1,4 Assists aufgelegt.

Über soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram hat er sich bereits einen ersten Eindruck darüber verschafft, was ihn in Iserlohn erwarten wird: „Die Atmosphäre in der Halle ist schon geil“, sagt Kutzschmar, der noch vor seinem ersten Spiel im Kangaroos-Dress ein Versprechen abgibt: „Ich werde mich in jedem Spiel in der Defense zerreißen.“ Daran habe er in den vergangenen Jahren Gefallen gefunden, sagt er. Und: „Ich will zeigen, dass ich auch aus der Distanz gefährlich bin!“

Auch Headcoach Dragan Torbica freut sich auf die Zusammenarbeit mit Kutzschmar: „Ich freue mich als Coach, mit Simon einen jungen und sehr cleveren Spieler dazu zu bekommen. Man merkt ihm seine gute Basketballschule und auch die zweijährige Erfahrung in der ProB an. Simon hat großes Potenzial, das wir gemeinsam entfalten wollen.“

Kangaroos-Manager Michael Dahmen hat den 20-Jährigen schon seit vergangem Jahr auf dem Zettel gehabt – und schließlich jetzt nach Iserlohn locken können: „Es freut mich sehr, dass wir Simon für unser Team gewinnen konnten. Ich bin sehr sicher, dass er sich unter Dragan weiter verbessern wird und dass er auch charakterlich hervorragend in unsere Mannschaft passt.“

 

(Iserlohn Kangaroos)

Erste Neuverpflichtung: Jeffrey Martin kommt

Die ROSTOCK SEAWOLVES geben die erste Neuverpflichtung für die Spielzeit 2017/2018 in der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord bekannt: Jeffrey Martin wechselt von den Licher BasketBären aus der ProB Süd an die Ostsee. Bei den SEAWOLVES erhält der 23-Jährige einen Einjahresvertrag mit Option auf eine weitere Saison.

„Ich freue mich riesig auf meine neue Aufgabe bei den SEAWOLVES“, sagt der gebürtige Hamburger, der im Mai bei einem Tryout-Training in Rostock überzeugen konnte.

„Rostock habe ich bisher als sehr schön empfunden und ich bin mir sicher, dass ich sehr oft spazieren und auf Erkundungsreise gehen werde. Ich hoffe, ich werde den einen oder anderen Fan treffen, denn ich habe gehört, dass die Fanbase in Rostock die beste in der 2. Basketball-Bundesliga ProB ist. Ich kann es kaum erwarten, in der Stadthalle vor diesen Fans mein Bestes zu geben und gemeinsam möglichst viele Spiele zu gewinnen!“, fiebert Martin der neuen Saison entgegen.

Jeffrey Martin kam in der vergangenen Saison 2o16/2017 für Lich auf 28 Einsätze und erzielte in durchschnittlich 23:50 Minuten 11,4 Punkte, 2,4 Rebounds und 2,1 Assists. Dabei traf er 32 Prozent von jenseits der Dreipunktelinie, knapp 42 Prozent aus dem Feld und 78 Prozent seiner Freiwürfe. Zusätzlich war er mit einer Doppellizenz ausgestattet und kam auf zwei Einsätze bei den Giessen 46ers in der easyCredit Basketball Bundesliga (BBL).

Zuvor spielte der defensivstarke Aufbauspieler für Herten, Bremerhaven, Cuxhaven und verschiedene Teams seiner Heimatstadt Hamburg. Am 5. Oktober 2013 debütierte Martin in der höchsten deutschen Spielklasse BBL für die Eisbären Bremerhaven und lief bisher in insgesamt 17 Erstligapartien auf.

„Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, Jeffrey nach Rostock zu holen. Er ist ein schneller, athletischer Guard, der vielseitig einsetzbar ist und zudem als guter Verteidiger gilt. Mit diesen Fähigkeiten soll er uns helfen, unsere Ziele zu erreichen“, freut sich SEAWOLVES-Coach Ralf Rehberger über die erste Neuverpflichtung für die neue Spielzeit.

Übrigens: In der Saison 2015/2016 spielte Jeffrey Martin mit den Hertener Löwen zweimal gegen die ROSTOCK SEAWOLVES. Damals markierte der 1,90 Meter große Guard insgesamt 24 Punkte, zwölf Rebounds und fünf Assists gegen die Wölfe.

Spielerprofil von Jeffrey Martin:

Geboren am: 13.04.1994 in Hamburg
Nationalität: Deutsch

Position: Point Guard / Shooting Guard
Größe: 190 cm

Stationen als Spieler:
2016-2017: Licher BasketBären (ProB) / Giessen 46ers (BBL)
2015-2016: Hertener Löwen (ProB)
2014-2015: Cuxhaven BasCats (ProA)
2013-2015: Eisbären Bremerhaven (BBL)
2012-2013: Eisbären Bremerhaven (NBBL)
2011-2012: Piraten Hamburg (NBBL)
2010-2011: Bramfeld (NBBL)

Zum SEAWOLVES-Kader 2017/2018 gehören (Stand: 14. Juni 2017):

Daniel Lopez, Jeffrey Martin*, Ivo Slavchev, Tim Vogt*

 

(ROSTOCK SEAWOLVES)