Big Man Leon Bahner kommt

Mit dem 21-jährigen Leon Bahner lotsen die Artland Dragons einen der Leistungsträger von ProB-Kontrahent SC Rist Wedel ins neue Drachenteam.

Ausgangspunkt der Verpflichtung war für das Trainierduo Florian Hartenstein und Christian Greve, unter dem Korb mit größeren Spielern schneller zu agieren. Mit Leon Bahner kommt ein junger Spieler, der diese Voraussetzungen mitbringt.

Als Doppellizenzspieler war er nicht nur in der ProB im Einsatz, sondern ging auch in neun Spielen der ProA beim Wedeler Kooperationspartner Hamburg Towers auf Korbjagd.

„Wir hatten in der vergangenen Saison große Probleme beim Rebound. Leon zeigte gute Leistungen in Wedel. 8,4 Rebounds holte er durchschnittlich, erzielte im Schnitt 8,2 Punkte und blockte 1,5 mal den Ball. Ich glaube, dass Leon noch Potenzial hat und er auch dafür arbeiten will, dass er besser wird. Wir sind sehr glücklich, dass wir Leon für uns als Centerspieler gewinnen konnten. Zudem kann er auch auf der Position des Power Forward eingesetzt werden“, freut sich Hartenstein über den Neuzugang.

Bahner erlernte das Basketballspielen im JBBL- und NBBL-Nachwuchsprogramm der Telekom Baskets Bonn und wechselte 2013 zur RSV Eintracht Stahnsdorf, wo er in der NBBL und auch in der ProB spielte. Mit diesen Erfahrungen zog es den gebürtigen Mönchengladbacher anschließend für zwei Jahre in die USA zur San José State University. 2016 kehrte er mit 35 Einsätzen in der Mountain West Conference nach Deutschland zurück. Bahner erreichte in der abgelaufenen Saison mit dem SC Rist Wedel die Playoffs und schied gegen den späteren Meister Weissenhorn Youngstars in der ersten Runde aus. Die Zeit nach dem Saisonende nutzte Bahner, um zusätzliche sechs Kilogramm Muskelmasse aufzubauen. Mit seinem Gewicht von 118 Kilogramm und seiner Größe von 2,11 Metern ist er ein echter Big Man unter den Körben.

Der Neudrache freut sich auf die kommende Herausforderung: „Die Trainings- und Spielbedingungen sind auf ProA- bzw. auf BBL-Niveau. Quakenbrück bietet ein extrem gutes Umfeld, um sich ganz auf den Sport zu konzentrieren. Der Verein kam auf mich zu und hat mir sofort eine Wertschätzung entgegengebracht. Für mich als jungen Spieler mit hoffentlich noch viel Entwicklungspotenzial ist es sehr interessant, mit einem Trainer wie Florian Hartenstein zusammenzuarbeiten. Wie sehr er Talente entwickeln kann, sieht man auch an der Entwicklung seines Sohnes. Ich werde bald 22 Jahre alt und befinde mich in einem wichtigen Stadium als Basketballer. Jetzt geht es darum, viel Spielzeit zu bekommen und Verantwortung zu übernehmen. Ich komme nach Quakenbrück, um ein wichtiger Bestandteil des Teams zu werden.“ Bahner wird bereits in den nächsten Tagen in Quakenbrück erwartet.

Geburtstag: 16.07.1995
Geburtsort: Mönchengladbach
Nationalität: Deutschland
Größe: 211 cm
Gewicht: 118 kg
Position: Center
Letzte Stationen (von neu nach alt):
SC Rist Wedel/Hamburg Towers (Doppellizenz für 2. Basketball-Bundesliga ProB/ProA)
San José State University (NCAA 2)
RSV Eintracht Stahnsdorf (2. Basketball-Bundesliga ProB)
Telekom Baskets Bonn/Rhöndorf (JBBL und NBBL)

Statistiken Saison 2016/2017 ProB (14 Spiele):
20:14 Minuten pro Spiel, 8,2 Punkte, 8,4 Rebounds, 1,5 Blocks, 0,5 Assists, 1,7 Ballverluste, 0,4 Ballgewinne, 51,9 % Zweierquote, 67,4 % Freiwurfquote

Statistiken Saison 2016/2017 ProA (9 Spiele):
6:09 Minuten pro Spiel, 2 Punkte, 2,7 Rebounds, 0,6 Blocks, 0,1 Assists, 0,4 Ballverluste, 0,2 Ballgewinne, 46,2 % Zweierquote, 54,5 % Freiwurfquote

 

 

(Artland Dragons)

Khartchenkov wird der Leitwolf der Kangaroos

Langsam setzt sich das Puzzle Teil für Teil zusammen: Der ehemalige A2-Nationalspieler Nikita Khartchenkov ist der erste Neuzugang der Iserlohn Kangaroos für die Saison 2017/18!

Mit den Karriere-Enden von Kristof Schwarz und Yannick Opitz hat der Kader der Kangaroos eine Menge Erfahrung verloren. Die so entstandene Lücke konnte Manager Michael Dahmen mit der Verpflichtung des 30-Jährigen jedoch erfolgreich schließen. Khartchenkov wechselt vom Liga-Konkurrenten FC Schalke 04 ins Sauerland.

„Ich finde die angedachte Rolle in Iserlohn extrem spannend. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, mich noch einmal verändern zu wollen“, sagt Khartchenkov. Der 2,01 Meter große Flügelspieler wird bei den Kangaroos die Rolle des Leitwolfs übernehmen. „Ich mag diese Rolle. Dass ich meine Erfahrung an die jungen, talentierten Spieler weitergeben kann ist für mich eine spannende Herausforderung. Und ich traue mir zu, diese auch meistern zu können“, so der 30-Jährige. Mit den Phantoms Braunschweig, dem Mitteldeutschen BC, den Giants Düsseldorf und Phoenix Hagen spielte Khartchenkov in der Basketball-Bundesliga. Auch in der 2. Basketball-Bundesliga ProA ist der Sohn des ehemaligen sowjetischen Nationalspielers Alexander Khartchenkov durch Engagements u.a. bei den Niners Chemnitz, dem USC Freiburg oder den Uni-Riesen Leipzig wettkampferprobt.

Zwei Mal wöchentlich trainiert er bereits in den individuellen Einheiten von Headcoach Dragan Torbica mit der Mannschaft. Und: Er fühlt sich wohl. „Viele von den Jungs kenne ich noch aus meiner Zeit in Hagen. Entsprechend fühlt es sich an, als würde man auf einen Teil seiner Familie treffen“, so Khartchenkov.

Die Trainingseinheiten sieht er schon auf hohem Niveau. Und eine ebenso hohe Priorität räumt er ihnen ein. „Der Sommer ist wichtig, um fokussiert zu arbeiten – und langsam aber sicher einen Rhythmus aufzubauen“, sagt Khartchenkov.

Wenn er spricht, ist die Vorfreude auf seine Zeit mit den Kangaroos zu hören. „Iserlohn ist ein besonderer Standort. Ich freue mich darauf, die fantastischen Fans bald auf meiner Seite zu haben – und nicht gegen mich. Es ist immer toll in einer Halle mit solch einer Atmosphäre zu spielen. Und ich glaube, dass genau diese Atmosphäre großen Einfluss auf die Heimstärke der Kangaroos hat“, sagt er.

Auch Manager Michael Dahmen ist froh, dass er Khartchenkov für das Projekt der Iserlohn Kangaroos begeistern konnte: „Nikita ist ein extrem erfahrener Spieler, der die Mannschaft mit seiner Routine führen kann. Gerade in unserer jetzigen Situation mit dem Umbruch ist es extrem wertvoll, einen Spieler wie Nikita in unseren Reihen zu wissen.“

 

(Iserlohn Kangaroos)

Fünfte Spielzeit für Kröger in Itzehoe

Es ist keine Saison, der Trainingsbetrieb der Itzehoe Eagles läuft nur eingeschränkt. Doch manch ein Spieler ruft bei seinem Coach Pat Elzie an und wünscht sich Einzeltraining – auch Lars Kröger. „Das finde ich klasse“, sagt Elzie. Ebenso klasse: Der 26-jährige Center ist auch in der kommenden Saison der 2. Basketball-Bundesliga ProB für die Eagles unter dem Korb aktiv.

Es wird Krögers fünfte Spielzeit in Itzehoe, in der er sein duales Studium der Betriebswirtschaft bei der Firma Pohl-Boskamp und an der Nordakademie abschließen will. „Der Verein und das Team entwickeln sich immer weiter, und ich bin gerne Teil dieser Entwicklung in Itzehoe“, sagt er. Entwicklung ist ein gutes Stichwort: „Er hat im Vergleich zum vorigen Jahr einen Riesenschritt gemacht“, sagt Elzie über seinen 2,11 Meter großen Center. Kröger habe die Saison sehr gut begonnen, sich dann aber leider Anfang Dezember die Hand gebrochen. „Das war einfach Pech“, sagt sein Trainer, der „ziemlich sicher“ ist, dass es ohne dieses Malheur nicht die Niederlagenserie für die Eagles gegeben hätte. „Das zeigt, wie wichtig er ist für die Mannschaft und die Rotation.“

Kröger will „auf jeden Fall mal eine Saison ohne Verletzung durchstehen, um dem Team zu helfen“. Schon jetzt freue er sich wieder auf die volle Lehmwohldhalle und die Unterstützung der Fans. An seine guten Leistungen in den Playdowns will der Center anknüpfen und sich weiter steigern. Genau das erwartet auch sein Coach: Noch mehr Konstanz in der Offensive und unter dem eigenen Korb eine wichtige Rolle als Rebounder und Anker in der Verteidigung. Die Kombination mit der Spielweise des neu verpflichteten Australiers Nelson Kahler sei gut, sagt Elzie. Und am Einsatz Krögers hat er ohnehin nichts auszusetzen: „Ich bin begeistert, wie er arbeitet.“

 

(Itzehoe Eagles)

 

Ein Talent mit besten Referenzen

Bisher war Damian Cortes Rey sozusagen Teilzeit-Rister, künftig steht der Spanier voll und ganz in Wedeler Diensten. Der 21-Jährige ist ein großes Talent – das deutete er in der vergangenen Saison in elf ProB-Einsätzen (5,4 Punkte im Schnitt) für den SC Rist an, beeindruckte aber vor allem mit seinen Leistungen in der 1. Regionalliga Nord: Dank einer Doppellizenz war er primär für den VfL Stade in Aktion und erzielte in 15 Spielen statistisch 17,2 Punkte pro Begegnung. Der junge Spanier lag in der Korbjägerliste der Liga dadurch auf dem sechsten Rang und mannschaftsintern ganz vorn. Dass Stade lange im Kampf um die Meisterschaft mitmischte (am Ende machte Cuxhaven das Rennen), verdankten die Niedersachsen auch den starken Leistungen des 21-Jährigen.

„Damian hat bewiesen, dass er in der Regionalliga ein Topmann ist. Ein besseres Bewerbungsschreiben kann man nicht abgeben“, meint Christoph Roquette, der Sportliche Leiter der Rister. „In der letzten Saison war es für ihn bei uns ein bisschen schwierig, weil er nur selten bei uns mittrainiert hat, so richtig erst nach Weihnachten dabei war und in ein bereits vorhandenes Teamgefüge hereinkam. Da muss man auch erst mal seinen Platz finden. Damian ist ein hochtalentierter Junge, er soll sich jetzt komplett auf unsere Mannschaft konzentrieren und bei uns den nächsten Schritt machen“, so Roquette.

Eingesetzt werden kann der 1,94 Meter große Spanier auf den Positionen drei und zwei, „er ist sehr athletisch und hat einen guten Wurf“, erläutert der Sportchef. Cortes Rey stammt wie Felix Banobre aus Galicien, dort spielte er für Ferrol CB. Der Wedeler Cheftrainer arbeitete mit dem Talent bereits in Spanien zusammen und ist so etwas wie der Basketball-Ziehvater des 21-Jährigen. Als Banobre 2015 zum BC Erfurt wechselte, nahm er Cortes Rey mit – und der avancierte bei den Thüringern in der 1. Regionalliga Süd-Ost prompt zum Leistungsträger. „Ich kenne Damian seit vielen Jahren. Er hat jetzt die Gelegenheit, sich in der ProB weiterzuentwickeln und sich in dieser Liga zu beweisen. Er wird unsere Mannschaft unter anderem mit seiner Offensivkraft, seinem Wurf und seinem Spielverständnis verstärken“, sagt Banobre. Natürlich sei Cortes Rey noch nicht am Ende seiner Entwicklung angelangt, so der Trainer. Es liege an seinem Schützling, wie viele Sprossen der Basketball-Karriereleiter dieser künftig noch erklimmen werde. Eines sei sicher, so der Rist-Trainer: „Damian besitzt zweifellos eine Menge Talent.“

(SC Rist Wedel)

Philipp Lieser bleibt Drache

Nach der Weiterverpflichtung von Flügelspieler Max Rockmann trägt auch Point Guard Philipp Lieser in der kommenden Saison weiterhin das Trikot der Artland Dragons.
Das Trainerduo Florian Hartenstein und Christian Greve schätzt die Kämpfermentalität des 27-Jährigen, der in der kommenden Saison vor allem mit seiner leidenschaftlichen Verteidigungsarbeit ein Vorbild sein kann.

„Philipp ist ein Spielertyp, der nie aufgibt oder zurücksteckt. Auch mit ihm wollten wir gerne verlängern. Wir freuen uns, dass wir weiter zusammenarbeiten werden. Kleinere Verletzungen hauen ihn nicht um, er hat ein großes Schmerzpotenzial. Teilweise mussten wir ihn in der Phase seiner Handverletzung sogar bremsen. Bei ihm wird deutlich, wie sehr er hinter der Organisation und dem Club hier in Quakenbrück steht. Er ist auf den Guard-Positionen variabel einsetzbar und auf diesen Positionen der wichtigste Verteidiger gewesen. In der kommenden Saison wollen wir noch bissiger verteidigen. Wir denken, dass Philipp mit seiner Leidenschaft in der Defense andere mitreißen und eine Vorreiterrolle einnehmen kann“, bringt Greve die Gründe für die Weiterverpflichtung des Aufbauspielers auf den Punkt.

Der in Berlin aufgewachsene Aufbauspieler zeigt sich angriffslustig: „Mir war sehr schnell klar, dass ich gerne in Quakenbrück bleiben wollte. Meine kleine Familie hier fühlt sich sehr wohl. Es mag zwar auch abgedroschen klingen, aber ich bin gekommen mit dem Ziel aufzusteigen und wir haben das Saisonziel klar verpasst. Von daher habe ich auch ein Stück weit das Gefühl: ,Da ist noch eine Rechnung offen.‘ Ich werde alles geben, dass wir besser abschneiden als letztes Jahr, und bin zuversichtlich, dass wir dies schaffen werden.“

Geburtstag: 17.11.1989
Geburtsort: Bonn
Nationalität: Deutschland
Größe: 194 cm
Gewicht: 85 kg
Position: Point Guard/Shooting Guard
Letzte Stationen (von neu nach alt):
Dresden Titans (2. Basketball-Bundesliga ProB)
Central Washington University (NCAA 2)
Mitteldeutscher BC (Beko Basketball-Bundesliga, Doppellizenz: BSW Sixers/ProB)
BG Karlsruhe (ProA)
ASC Göttingen (NBBL)
SG Werra/Meißner (Jugend)
BG Zehlendorf (Jugend)

Statistiken Saison 2016/2017:
19:18 Minuten pro Spiel, 5,3 Punkte, 2,4 Rebounds, 3,7 Assists, 1,7 Ballverluste, 0,9 Ballgewinne, 46,8 % Zweierquote, 15,0 % Dreierquote, 71,4 % Freiwurfquote

 

 

(Artland Dragons)

Sven Hellmann beendet SEAWOLVES-Karriere

Der Basketball in Rostock ist eng mit dem Namen Sven Hellmann verknüpft. Seit 2003 entwickelte sich der gebürtige Schweriner zur Galionsfigur des EBC Rostock e.V. Bevor es die ROSTOCK SEAWOLVES gab, war Hellmann eines der prägenden Gesichter der 1. Herrenmannschaft, die innerhalb und außerhalb der Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns in der 1. und 2. Regionalliga für Furore sorgte.

„Ich möchte mich ganz besonders bei Robert Schmidt und Sebastian Wild bedanken, dass sie mich damals nach Rostock geholt haben. Das hat mich in meiner persönlichen Entwicklung und als Basketballer weiter gebracht. Im ersten Jahr war es sehr schwer für mich, von Schwerin wegzukommen. Aber durch den Erfolg, der sich schnell einstellte, und die vielen Freunde, die ich gefunden habe, wurde Rostock schnell zu meiner zweiten Heimat“, sagt Hellmann.

Der 1,83 Meter große Athlet zählte jahrelang zu den offensiven Stützen des 1. Herrenteams des EBC Rostock, feierte Siege und Meisterschaften, musste aber auch Abstiege verschmerzen.

Zu den emotionalsten Spielen seiner Karriere zählt zweifelsohne der Comeback-Sieg in Itzehoe in der Saison 2013/2014. Die SEAWOLVES mussten damals gegen den Konkurrenten aus Schleswig-Holstein gewinnen, um den Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga ProB perfekt zu machen. Lange Zeit lagen die Rostocker zweistellig zurück, ehe sie das Schlussviertel mit 26:6 sensationell gewannen und die Meisterschaft in der 1. Regionalliga sicherstellten.

Nach dem historischen Sieg hatte Hellmann, wie seine Teamkollegen, Tränen in den Augen und konnte den Erfolg kaum in Worte fassen. Das Foto mit dem damaligen Kapitän Jens Hakanowitz, heute Manager der SEAWOLVES, symbolisiert einen Höhepunkt in Hellmanns Karriere, die sich in der 2. Basketball-Bundesliga ProB fortsetzte.

„In meinen 14 Jahren hier in Rostock habe ich viele sportliche Höhen und Tiefen erlebt. Aber es hat sich alles zum Positiven entwickelt. Wir stehen jetzt da, wo wir sind: in der 2. Basketball-Bundesliga“, meint der 33-Jährige.

Hellmann kam in drei Spielzeiten in der 2. Bundesliga in insgesamt 196 Partien für die SEAWOLVES zum Einsatz und erzielte insgesamt 533 Punkte (8,2 Punkte pro Spiel). In dieser Zeit traf der Guard 84 Prozent seiner Freiwürfe. Seinen blitzschnellen Zug zum Korb, der ihn zu Regionalligazeiten mit dem Ausruf „Das macht er immer so!“ bekannt machte, konnte er in den vergangenen Jahren nur noch selten in der 2. Bundesliga anbringen, so dass er vor allem mit seinem Mitteldistanzwurf Gefahr ausstrahlte. In der Saison 2016/2017, seiner letzten für die SEAWOLVES, kam die Nummer 6 in zwölf Spielen auf durchschnittlich 2,1 Punkte.

„Ich freue mich, in meinem neuen Leben nach dem Basketball mehr Zeit für meine Tochter zu haben und viele andere tolle Sachen auszuprobieren. Ich werde dem Verein im nächsten Jahr für die 2. Herren zur Verfügung stehen und möchte den jungen Spielern bei ihrer Entwicklung ein bisschen unter die Arme greifen“, plant Hellmann.

„Was Sven Hellmann für diesen Verein bedeutet, lässt sich kaum in Worte fassen. 14 Jahre für eine Mannschaft zu spielen, ist allein schon eine grandiose Leistung. Sven war jedoch in all dieser Zeit immer ein Leistungsträger und ein unermüdlicher Arbeiter, der in vielen dieser Jahre die Mannschaft quasi im Alleingang auf seinen Schultern getragen hat“, erinnert sich SEAWOLVES-Manager Jens Hakanowitz. „Die Meisterschaft zusammen mit ihm in der Regionalliga ist nicht ohne Grund als Foto im Büro bei André (Jürgens, 1. Vorsitzender) und mir verewigt.“

„In den letzten beiden Jahren hat eine starke Professionalisierung bei den SEAWOLVES eingesetzt. Sven war einer unserer letzten Nicht-Profis und konnte daher nicht an allen Trainingseinheiten teilnehmen. Die sich daraus entwickelnde Veränderung in der Einsatzzeit war die logische Konsequenz. Dass Sven zum Karriereende hin noch unseren Nachwuchs in der zweiten Mannschaft unterstützt, kann ihm nicht hoch genug angerechnet werden“, sagt Hakanowitz und weist auf eine besondere Ehrung hin: „Am 15. Juli um 19:00 Uhr wird es in der OSPA | Arena ein großes Abschiedsspiel für und mit Sven Hellmann geben. Das wird sicher ein emotionaler Abend mit vielen Überraschungen werden. Er hat es sich mehr als verdient.“

 

 

(ROSTOCK SEAWOLVES)

Timo Volk wechselt zum S04

Die Schalker Basketballer sind einen Schritt weiter in ihrer Personalplanung für die kommende Saison 2017/18 in der 2. Basketball-Bundesliga ProB. Mit Timo Volk schließt sich ein 2,04 Meter großer Bigman künftig den Königsblauen an. Der 23-jährige kommt von den ETB Wohnbau Baskets Essen aus der ProA und überzeugte S04-Coach Raphael Wilder in den Tryouts auf Schalke.

In der vergangenen Saison stand der königsblaue Neuzugang Timo Volk bei den ETB Wohnbau Baskets Essen gleich in der Nachbarschaft unter Vertrag und ging in der ProA auf Korbjagd. Er steuerte in rund 10 Minuten Spielzeit 2,3 Punkte bei. „Wir waren sehr früh in dieser Saison auf der Suche nach einem Center, der die Vorgaben des Local Player nach der neuen Ausländerregelung erfüllt. Mir wurde Timo von einem befreundeten Agenten angeboten und ich habe ihn zum Tryout eingeladen“, berichtet Coach Raphael Wilder über die Entstehung der Verpflichtung.

In zwei Tryouts vor Ort in Gelsenkirchen überzeugte Volk dann seinen künftigen Coach, sodass sich die Verantwortlichen der Schalker Basketballer dazu entschlossen, ihn ein Vertragsangebot zu unterbreiten. „Ich habe Timo in der letzten Saison einige Mal im Dress von Essen spielen sehen und im Tryout hat seine Spielweise mir ebenfalls zugesagt. Er ist für seine Größe sehr athletisch und beweglich und spielt vorwiegend auf der Position des Power Forwards. Er hat einen sehr guten Wurf und ich denke, dass er bei uns zu einem Leistungsträger auf seiner Position reifen kann“, so Wilder über die spielerischen Eigenschaften seines Neuzugangs. „Ich bin sehr froh, dass wir mit Timo einen talentierten Local Center für uns gewinnen konnten.

“Für den 23-jährigen steht nun in Kürze der Umzug mit Freundin und Hund aus Essen nach Gelsenkirchen an. Aus seinem derzeitigen USA-Urlaub sendet er allerdings bereits freudige Grüße nach Deutschland in seine neue sportliche Heimat. „Ich freue mich auf die kommende Saison auf Schalke und habe mich aufgrund der sehr guten Perspektiven in einem professionellen Umfeld hier auf Schalke für diesen Wechsel entschieden. Ich sehe hier die Möglichkeit, mich sportliche weiterzuentwickeln und neue Ziele zu erreichen“, so der königsblaue Neuzugang.

Bezüglich seiner persönlichen und sportlichen Ziele hat er bereits ebenfalls eine klare Auffassung. „Ich will jedes Spiel mit dem Gefühl beenden, mein absolut Bestes für das Team gegeben zu haben. Zudem möchte ich sehr gerne mit meinen Teamkollegen mindestens die zweite Playoffrunde erreichen, damit wir im Vergleich zur letzten Saison einen Schritt nach vorne machen“, hält Volk fest.

Der bisherige Kader des S04: Courtney Belger Guard, Thomas Szewczyk Guard, Leon Friederici Guard, Timo Volk Flügel,

Abgänge: Daniel Boahene, Marco Buljevic, Patrick Carney, Nikita Khartchenkov

 

(FC Schalke 04 Basketball)

Kämpfernatur Max Rockmann bleibt ein Drache

Nachdem Florian Hartenstein und Christian Greve als Trainergespann weiterverpflichtet wurden, folgt die erste Spielerpersonalie. Small Forward Max Rockmann geht in seine zweite Saison bei den Artland Dragons. Der 28-jährige spielte sich mit seiner kämpferischen Art nicht nur in die Herzen der Fans, sondern überzeugte auch Hartenstein und Greve.

Wird auch in der kommenden Saison Akzente setzen: Max Rockmann

„Max ist einer der Spieler gewesen, mit denen wir auf jeden Fall in die nächste Saison gehen wollten. Er ist mit dem Wechsel der Spielidee, nachdem wir das Team übernommen hatten, gut zurechtgekommen und hat sich immer wieder konstruktiv eingebracht. Als es in die Playoffs ging, hat er nochmal mehr Gas gegeben und viel Einsatz gezeigt – wie im zweiten Playoff-Spiel in Würzburg, als er sich sieben Rebounds schnappte. Max passt gut in unsere spielerische Idee. Zudem ist er variabel einsetzbar und kann beispielsweise mit seiner Physis und Athletik auf der Position Vier aushelfen. Die Erfahrungen in der letzten Saison zeigten zudem, dass Max ein Führungsspieler sein kann. Im Training wie auch in den Spielen redet er viel und steuert auf dem Feld unsere Spielidee mit. Auch wenn es abgedroschen klingt, er hat ein überzeugendes Gesamtpaket“, begründet Greve die Weiterverpflichtung des gebürtigen Berliners.

Auch auf Seiten von Rockmann standen die Weichen in Richtung einer zweiten Saison. „Für mich war es sehr früh klar, dass ich in Quakenbrück bleiben möchte. Ich fühle mich im Verein sehr wohl und hoffe, dass wir die kommende Saison erfolgreicher gestalten können.“

Name: Maximilian Rockmann
Geburtstag: 25.11.1988
Größe: 198 cm
Gewicht: 94 kg
Position: Small Forward
Letzte Stationen (von neu nach alt):
MLP Academics Heidelberg (ProA)
Hamburg Towers (ProA)
Crailsheim Merlins (Beko BBL)
Kirchheim Knights (ProA)
Cuxhaven BasCats (ProA)
Phoenix Hagen (Beko BBL)
UMKC Kangaroos (NCAA1)
TuS Lichterfelde (ProB)
ALBA Berlin (NBBL, Regionalliga)

Statistiken Saison 2016/2017:
28:47 Minuten pro Spiel, 8,5 Punkte, 3,5 Rebounds, 1,4 Assists, 0,8 Ballverluste, 0,6 Ballgewinne, 48,5 % Zweierquote, 38,8 % Dreierquote, 76,3 % Freiwurfquote

 

(Artland Dragons)

Mario Blessing wechselt zum SC Rist

Studium und Basketball auf hohem Niveau miteinander verbinden: Mit dieser Perspektive wechselt Mario Blessing zum SC Rist. Der 25-jährige Guard wird ein Management-Masterstudium an der Nordakademie aufnehmen und somit an seinen Abschluss anknüpfen, den er an der University of South Carolina Upstate in den USA machte.

„Ich habe mir in der vergangenen Saison Gedanken gemacht und für mich entschlossen, dass ich meinen Master anfangen möchte“, sagt Blessing, der in der zurückliegenden Spielzeit in 25 ProA-Partien für die Hamburg Towers auflief und im Durchschnitt 1,2 Punkte pro Begegnung erzielte. „Die Möglichkeit, dass ich in Wedel spiele und gleichzeitig an der Nordakademie meinen Master mache, fand ich extrem interessant. Dazu kommt, dass ich mich in Hamburg sehr wohl fühle. Die Kooperation zwischen den Towers und Wedel ist eine tolle Sache, von der ich gerne ein Teil sein möchte. Ich freue mich sehr, meinen Master anzufangen und dass ich weiter auf hohem Niveau Basketball spielen kann. Ich bin voller Zuversicht und voller Vorfreude aufs nächste Jahr“, sagt er.

Blessing bringt eine Menge Erfahrung mit an den Steinberg: Nach seinen Anfängen beim SV Tübingen wechselte er ans Basketballinternat Urspringschule, machte dort sein Abitur und wurde 2011 mit Ehingen/Urspring Meister der 2. Basketball-Bundesliga ProB – übrigens gemeinsam mit Fabian Böke. Es folgten vier Jahre in den USA mit 137 Einsätzen in der NCAA Division 1 für USC Upstate. 2015 ging er nach Deutschland zurück, spielte in der Saison 2015/16 für Nürnberg in der ProA und zuletzt bei den Towers. Allerhand Länderspiele kann Blessing ebenfalls vorweisen: Mit den deutschen U16-, U18- und U20-Nationalmannschaften reiste er zu Europameisterschaften. „Ich freue mich darauf, mit meiner Erfahrung, die ich durchaus schon gesammelt habe, gerade auch den jungen Spielern weiterhelfen zu können und eine Führungsposition einzunehmen“, so der 25-Jährige.

Rückblickend auf die vergangene Saison stellt sich Blessing in sportlicher Hinsicht selbst ein kritisches Zeugnis aus: „Ich denke, dass ich weit unter meinen Möglichkeiten gespielt habe und auch Pech mit Verletzungen hatte. Doch trotzdem war das eine unglaubliche gute Zeit und ein Jahr, das ich auf gar keinen Fall missen wollte, denn wir hatten eine tolle Truppe zusammen. Jetzt gilt es, das Können wieder abzurufen, von dem ich überzeugt bin, dass ich es habe.“

„Seine Spielweise passt perfekt in unser System“, meint Christoph Roquette, der Sportliche Leiter der Rister und lobt Blessings aggressive Verteidigungsarbeit. „Das mache ich unglaubliche gerne“, so Blessing über seine Vorliebe, sich gegnerischen Spielern als „Abwehrklette“ entgegenzustemmen. „Ich bin einer, der sich nicht davor scheut, defensive Aufgaben zu übernehmen. Ein großer Teil meines Spiels war schon immer die Energie, die ich aufs Spielfeld bringe. Auch wenn es im letzten Jahr nur wenig zum Vorschein gekommen ist, bin ich trotzdem auch von meinen offensiven Qualitäten überzeugt. In vielen Vereinen war ich Kapitän und habe viel Verantwortung getragen – das ist etwas, was mir viel Spaß bringt.“ Roquette stimmt dem zu: „Ich glaube, dass Mario bei uns auch in der Offensive ein entscheidender Faktor sein wird. Mit seiner Präsenz auf dem Feld und abseits des Feldes und mit seinen Führungsqualitäten wird er uns ebenfalls sehr helfen“, sagt der Sportchef.

(SC Rist Wedel)

Tobias Lange widmet sich dem Basketballnachwuchs

Die ROSTOCK SEAWOLVES planen für die Saison 2017/2018 in der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord. Tobias Lange wird dann nicht mehr zum Kader der Wölfe gehören. Der 26-Jährige möchte sich fortan auf seine Erzieherausbildung und seine Tätigkeit als Trainer beim Stammverein EBC Rostock e.V. konzentrieren.

„Wenn ich auf die letzten drei Jahre bei den SEAWOLVES zurückblicke, erinnere ich mich an viele positive Erlebnisse. Dazu gehören die Stimmung im Team, der Umzug in die Stadthalle, die Fans, die von der Anzahl stetig gewachsen sind und immer alles gegeben haben, sowie das ganze Umfeld!“, erinnert sich Lange.

Der 2,08 Meter große Center wechselte im Sommer 2014 vom TSG Bergedorf nach Rostock. Zuvor sammelte der gebürtige Hamburger Erfahrung in der 2. Basketball-Bundesliga ProB beim RSV Eintracht Stahnsdorf und dem SC Rist Wedel. Für die ROSTOCK SEAWOLVES kam Lange in der drei Spielzeiten in insgesamt 66 Spielen zum Einsatz. Im Schnitt erzielte er 2,6 Punkte und 2,0 Rebounds.

„Tobi hatte in den vergangenen drei Jahren die Rolle als Backup auf der Center-Position. Diese Rolle hat er immer mit sehr viel Fleiß ausgefüllt, zuletzt jedoch kaum Spielanteile erhalten. Tobi wird daher in der kommenden Saison eine neue verantwortungsvolle Aufgabe annehmen und unsere zweite Mannschaft mitsamt ihrer vielen Talente in der 2. Regionalliga anführen. Ihm gebührt unser aller Dank und Respekt für diesen Schritt“, sagt Jens Hakanowitz, Sportlicher Leiter der SEAWOLVES.

Lange, der auch weiterhin als Jugendtrainer beim EBC Rostock aktiv ist, wird in der neuen Saison 2017/2018 seine Erfahrung an die jungen Spielern, wie z.B. U15-Jugendnationalspieler Theo Brackmann, weitergeben.

„Ich war ja nicht nur Spieler, sondern hatte als Trainer auch direkten Kontakt zu den größten Fans – den Kindern und Jugendlichen im Verein. Aber ich bleibe als Unterstützung erhalten, ich agiere weiterhin als Trainer und werde bei den 2. Herren eine verantwortungsvolle Rolle übernehmen, um den zukünftigen SEAWOLVES-Spielern meine Erfahrung weiterzugeben und sie zum Erfolg zu führen“, erklärt Lange, der beruflich neue Ziele verfolgt: „Ich habe durch meine Erzieherausbildung eine schöne und erfüllende Zukunft in Aussicht, auf die ich mich sehr freue und auf die nun mein Fokus gerückt ist.“

Zum Kader 2017/2018 gehören (Stand: 6. Juni 2017):

Daniel Lopez, Ivo Slavchev, Tim Vogt*

* – Local Player

 

 

(ROSTOCK SEAWOLVES)