Nachberichte ProB Nord 18. Spieltag

23.01.2026 20:00 Uhr // Hertener Löwen vs. Dragons Rhöndorf 87:65

Einmal mehr in dieser Saison kassiert Rhöndorf eine bittere Niederlage. Mit 87:65 (47:31) gehen die Dragons am Freitagabend gegen die Löwen unter. Der Sieg geht für Herten auch in der Höhe völlig in Ordnung. Das Team um Coach Max Becker ließ an beiden Enden des Spielfeldes die notwendige Konstanz vermissen. Dadurch wird die Tabellensituation für die Rheinländer langsam aber sicher kitzelig.

Rhöndorf war die ersten fünf Minuten in der Defensive hellwach, machte den Löwen das Leben schwer und führte mit 9:12. Herten fand keinen Rhythmus, was sich mit der Einwechslung ihres Neuzugangs Kelvin Okundaye änderte. Der 32-Jährige wechselte vom Luxemburgischen Erstligisten Musel Pikes ins Ruhrgebiet. Der Shooting Guard initiierte einen 10:0 Lauf zur 19:12-Führung. Die letzten 120 Sekunden des Viertels konnte Rhöndorf den Rückstand verkürzen (23:18).

Im zweiten Spielabschnitt bestimmten die Hausherren das Geschehen. Herten zog sein Set-Play routiniert auf und nutzte seine Chancen konsequent. Rhöndorf reagierte beeindruckt, traf minutenlang so gut wie nichts mehr und ließ es zudem an Intensität vermissen. Jedenfalls bekamen die Rheinländer in der Defensive nur selten Zugriff. Bemerkenswert, bis zur Pause konnten die Dragons keinen einzigen Offensiv-Abpraller sichern.

Im dritten Viertel manifestierten sich die Machverhältnisse auf dem Parkett weiter. Welche Defensive die Dragons auch probierten, Herten hatte die passende Antwort parat. Offensiv wirkte Rhöndorf phasenweise wenig organisiert und schloss öfters hektisch aus der Distanz ab. So hatten die Löwen keine größeren Probleme den Vorsprung in der 24. Minute erst auf 20 Punkte und zum Ende des Viertels sogar auf 30 Punkte (70:40) auszubauen.

Die Begegnung war also frühzeitig entschieden und plätscherte im Schlussviertel über weite Strecken einfach dahin. Rhöndorf fühlte sich dann aber noch einmal bei der Ehre gepackt, verteidigte wie in den ersten Minuten mit hoher Intensität und konnte zumindest die letzten zehn Minuten knapp für ich entscheiden (17:21).

 

24.01.2026 17:00 Uhr // RASTA Vechta II vs. LOK BERNAU 65:90

Vechtas Farmteam in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB-Nord hat am Samstagabend gegen den Tabellenzweiten LOK BERNAU keine Chance gehabt. Vor 408 Zuschauern im RASTA Dome unterlagen die jungen RASTAner mit 65:90 (39:75), waren dabei vor allem im 1. Viertel chancenlos.

Gerade einmal 143 Sekunden waren gespielt, da musste Harm-Ubbo Horst seinen Spielern schon mit einer Auszeit zur Hilfe eilen. Nach drei eigenen Ballverlusten und drei Bernauer Dreiern stand es 2:13 (3. Minute). In den folgenden Minuten konnte RASTA II die Partie schon offener gestalten, ein Dreier von Ivan Volf stellte auf 13:22 (6.). Danach aber schaltete die LOK wieder einen Gang höher und machte im 1. Viertel noch weitere 15 Punkte zur 37:17-Pausenführung.

Mit einem Dreier zum 44:19 (13.) besorgte Akim-Jamal Jonah den Gästen eine 25-Punkte-Führung. Und nachdem Jonah per Alley-Oop-Dunking das 46:22 gemacht hatte, rief Horst sein Team erneut an die Bande. LOKs Machtdemonstration hatte damit erst einmal ein Ende gefunden, die Mannschaft von Head Coach Dan Oppland konnte nicht noch weiter davonziehen. RASTA II wehrte sich nun besser, kam in letzter Sekunde vor der großen Pause durch Roy Krupnikas zum 39:57.

Zwei Dreier von Volf und Kruthaup bedeuteten das 45:59 (22.), RASTA II kam gut in die 2. Halbzeit. Das Horst-Team ließ in einer Phase von gut drei Minuten nur zwei Freiwürfe Bernaus zu, blieb aber selbst fast vier Minuten ohne Treffer. Heran an den Tabellenzweiten kamen die Vechtaer so natürlich nicht, obwohl die im 3. Viertel nur vier ihrer 15 Würfe trafen. RASTA II ließ in diesem Abschnitt nur 14 Punkte zu, gewann nach dem zweiten (22:20) auch das 3. Viertel (15:14).

LOK BERNAU wusste die jungen Vechtaer gleich zu Beginn des Schlussabschnittes wieder in ihre Schranken zu weisen. Der Tabellenzweite legte einen 11:0-Lauf zum 82:56 (34.) aufs Parkett des RASTA Domes und wurden damit seinem Anspruch mehr als gerecht. Die letzten sieben Minuten plätscherten mehr oder weniger so dahin, RASTA II geriet nicht weiter in Rückstand.

 

24.01.2026 18:30 Uhr // Seawolves Academy vs. BSW Sixers 70:69

Mit einer der bittersten Niederlagen der Saison, aus Sicht der Gäste, kehrten die BSW Sixers aus der OSPA-Arena zurück. Bei der Rostock Seawolves Academy unterlagen die Sixers am Samstagabend um 18:30 Uhr denkbar knapp mit 69:70 – entschieden durch einen Dreipunktewurf mit der Schlusssirene.

Die Partie begann intensiv, aber offensiv zunächst zäh. Die Sixers erwischten den besseren Start und erzielten bereits nach 14 Sekunden die ersten Punkte der Begegnung. Danach übernahmen jedoch die Gastgeber das Kommando und setzten sich mit einem 7:0-Lauf ab. Jarne Jürgens stoppte diesen Lauf mit einem wichtigen Dreier. In der zweiten Hälfte des ersten Viertels arbeiteten sich die Sixers wieder heran und glichen durch RJ Holmes mit der Viertelsirene zum 12:12 aus.

Auch im zweiten Viertel blieb das Spiel auf Augenhöhe. Die Rostocker taten sich in der ersten Hälfte des Abschnitts schwer, was die Sixers nutzten, um sich bis auf 25:19 abzusetzen. In der Folge kamen die Hausherren jedoch besser ins Spiel und drehten die Partie. Kurz vor der Pause brachte Bruno Loll die Seawolves Academy per Korbleger mit 31:29 in Führung.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich zunächst ein ähnliches Bild. Rostock baute seinen Vorsprung in der ersten Hälfte des dritten Viertels auf bis zu neun Punkte aus. Doch die Sixers bewiesen Moral und kämpften sich erneut zurück. In den Schlusssekunden des Viertels verkürzten sie Schritt für Schritt, ehe Felix Zacharias mit einem Dreier exakt mit der Viertelsirene die 49:48-Führung für die Sixers erzielte.

Im Schlussviertel schien das Spiel dann endgültig zugunsten der Gäste zu kippen. Mitte des letzten Abschnitts lagen die Sixers mit 66:53 vorne und hatten sich einen 13-Punkte-Vorsprung erarbeitet. Doch die Rostocker steckten nicht auf. Ein Foul von Ilias Amin brachte beim Stand von 66:65 neue Spannung in die Partie. 17 Sekunden vor Schluss führten die Sixers mit 69:67. Im letzten Angriff fand der Ball schließlich Bruno Loll, der in Bedrängnis einen schweren Dreier mit der Schlusssirene verwandelte und den Rostockern den 70:69-Heimsieg bescherte.

 

24.01.2026 19:30 Uhr // ETB Miners vs. Baskets Juniors TSG Westerstede 74:95 

Die Baskets Juniors TSG Westerstede haben in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB für eine große Überraschung gesorgt. Beim Tabellenführer ETB Miners, der zuvor acht der letzten neun Spiele gewonnen hatte, siegte das Team von Coach Artur Gacaev mit 95:74. Damit kletterten die Baskets Juniors vorerst auf den sechsten Tabellenplatz.

Die Begegnung hatte zerfahren begonnen, nach vier Minuten standen kombiniert erst acht Punkte auf dem Scoreboard. Die Baskets Juniors setzten sich nach fünf Punkten in Serie durch Boger erstmals leicht ab. Ein 15:1-Lauf, an dem Schroeder mit zwei Dreiern entscheidend beteiligt war, stellte die Weichen für die Gäste, die 32:16 in Führung gingen. Mehrfach fanden die Baskets Juniors auch Colin Schroeder für den Alley oop-Dunk. Nach 20 Minuten stand es 44:33.

Den besseren Start ins dritte Viertel hatten die Gastgeber, die Baskets Juniors jedoch die Antworten. Nach einem Dreier von Boger stand es 51:38. Simon Kohlhoff hatte auf den nächsten Run die perfekte Reaktion, verwandelte aus der Distanz. Eine Szene, die sich wiederholen sollte: Mehrfach beantworteten die Gäste Comeback-Versuche der Miners mit Treffern aus der Distanz und ließen die Gastgeber nicht mehr zurück ins Spiel.

Die Gäste hielten die Essener, die ohne ihren Topscorer Quashawn Lane antreten mussten, bei nur 34 Prozent Wurfquote, erzwangen 20 Ballverluste. Während die Wurfquoten der Gäste ebenfalls niedrig blieben, sprachen 21 Assists für das teamorientierte Spiel der Baskets Juniors.

„Wir haben die Leistung aus dem letzten Spiel mitgenommen und waren alle für das Spiel bereit. 40 Minuten haben wir als Team agiert, haben den Ball bewegt, stark in der Defensive gearbeitet und waren konzentriert. In den Momenten, als Essen wieder an zehn Punkten Rückstand gekratzt hat, haben unsere Youngster wichtige Dreier getroffen. Wir haben immer eine Antwort gefunden“, so Baskets Juniors Coach Artur Gacaev.

 

24.01.2026 19:30 Uhr // EN BASKETS Schwelm vs. TSV Neustadt temps Shooters 75:67

Mit einem Sieg im Rücken reisten die Neustädter am Samstag zu den seit vier Spielen sieglosen Baskets Schwelm. Laut der Tabelle versprach es ein Topspiel zu werden, doch auf dem Feld war es über die gesamte Spielzeit ein ganz schwaches Spiel von beiden Seiten. Die Gastgeber konnten, wie auch die temps Shooters, auf den gesamten Kader zurückgreifen, wobei die Neustädter durch die anhaltende Grippewelle nur ein gemeinsames Training unter der Woche absolvieren konnten.

Insgesamt war die Startphase beider Teams sehr ansehnlich und es wurde schneller Basketball gespielt, sodass es nach vier Minuten 12:12 stand. In das Spiel der Gäste schlichen sich allerdings nach und nach mehr Fehler ein und die Ballverluste gaben den Schwelmern immer wieder einfache Möglichkeiten, um Punkte zu erzielen. Topscorer Matej Jelovcic konnte in der letzten Sekunde des 1. Viertels einen Dreier zum 27:23 Pausenstand erzielen und so den Rückstand verkürzen.

Im 2. Viertel blieb das Spiel ausgeglichen und beide Teams schenkten sich nichts. Mitte des Viertels konnten die Neustädter nach einem erneuten Dreier von Jelovcic die 31:32 Führung übernehmen, doch die eigene gute Phase nicht ausnutzen, um den Vorsprung auszubauen. So waren es wieder die Baskets, die sich die Führung zurückholten und mit einem 43:38 Vorsprung in die Halbzeit verschwanden.

Nach dem Seitenwechsel konnten die Neustädter das Spiel schnell wieder ausgleichen und der Vorsprung wechselte von Minute zu Minute. Mit 14:19 konnten die temps Shooters das Viertel letztendlich für sich entscheiden und verkürzten damit den Rückstand vor den letzten zehn Spielminuten auf 58:57.

Den Spielern der Gäste merkte man mit zunehmender Spieldauer die schwindenden Kräfte durch die Grippewelle im Team an. Bis zur 34. Minute gelang es, das Spiel beim Stand von 66:64 offen zu halten. Im Anschluss folgten Ballverluste und vergebene Wurfchancen, sodass fünf Minuten lang kein einziger Punkt gelang und das Spiel aus der Hand gegeben wurde. Am Ende gewinnen die EN BASKETS Schwelm mit 75:67 und beenden die kleine Serie von vier Niederlagen am Stück.

 

24.01.2026 19:30 Uhr // Iserlohn Kangaroos vs. TKS 49ers 56:59

Die Iserlohn Kangaroos haben ihr Heimspiel gegen die TKS 49ers mit 56:59 verloren. In einer Partie, die von Fehlwürfen, Foulproblemen und wenig Offensivrhythmus geprägt war, verpasste das Team von Headcoach Toni Prostran den erhofften Befreiungsschlag im Tabellenkeller der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord.

Dabei starteten die Kangaroos stark in die Begegnung. Nach einem konzentrierten Auftakt stand es schnell 8:0, ehe die Gäste aus Stahnsdorf nach über drei Minuten erstmals punkten konnten. Iserlohn verteidigte engagiert und ging mit einer 18:10-Führung in die erste Viertelpause. Doch das anfängliche Selbstvertrauen schwand im zweiten Abschnitt. Stahnsdorf fand besser ins Spiel. Lediglich 13 Punkte gelangen den Gastgebern im zweiten Viertel, zur Halbzeit stand es 31:27.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zäh. Beide Teams hatten große Mühe, aus dem Spiel heraus zu punkten, und so entwickelte sich ein physisches, aber wenig hochklassiges Duell. Die Kangaroos taten sich vor allem von außen schwer – nur vier ihrer 32 Dreierversuche fanden ihr Ziel. Unter den Körben überzeugte einmal mehr Tyson Leitao, der mit 12 Punkten und 12 Rebounds ein Double-Double auflegte, aber knapp zwei Minuten vor Schluss mit seinem fünften Foul ausschied.

Die Schlussphase brachte schließlich die Entscheidung: Nach einem Dreier von Luca Michels führten die Kangaroos kurzzeitig mit 54:53, doch Stahnsdorf antwortete nervenstark von der Freiwurflinie und aus der Distanz. Am Ende blieb den Iserlohnern nur der Blick auf die Anzeigetafel – 56:59, ein Ergebnis, das sonst an eine Halbzeit erinnert.

Iserlohn Headcoach Toni Prostran machte nach dem Spiel deutlich, wie schwierig die aktuelle Situation ist: „Es ist sehr schwer zu spielen, wenn unser erster Point Guard fehlt und wir zusätzlich immer mindestens einen weiteren wichtigen Spieler vermissen. Heute kam hinzu, dass wir viele offene Dreier nicht getroffen haben. Das ist frustrierend, weil die Jungs kämpfen und alles geben. Uns fehlt aktuell aber der Spieler, der uns in solchen Momenten den Sieg nach Hause bringt.“

 

25.01.2026 17:00 Uhr // Itzehoe Eagles vs. SC Rist Wedel 83:96

Noch gut acht Minuten waren im letzten Viertel zu spielen, da drohte die Hallendecke im Sportzentrum am Lehmwohld abzuheben. Soeben hatte Kapitän Lucien Schmikale für die Itzehoe Eagles nach hohem Rückstand per Dreier zum 72:72 ausgeglichen. Doch das bessere Ende hatten die Gäste für sich: Der SC Rist Wedel gewann am Klinikum-Itzehoe-Spieltag das Nordderby der BARMER 2. Basketball Bundesliga mit 96:83.

Die Eagles gingen mit personellen Sorgen in die Partie: Sydnee Bijlsma und Toni Nickel verletzt, Trey McBride und Chris Herget unter der Woche krank, Jonathan Elzie angeschlagen. Trotzdem gelang ein guter Start mit vier Punkten durch Tobias Möller, der sich ein Extralob von Coach Timo Völkerink verdiente. Der Center habe viel Verantwortung übernommen und mit 26 Punkten sein bisher bestes Spiel im Eagles-Trikot gezeigt mit einer vorne wie hinten sehr überzeugenden Leistung.

„Überragend“ allerdings nannte Völkerink die Trefferquote der Wedeler. Im ersten Viertel warfen sie fast nichts daneben. Zur Halbzeit waren es 12 von 20 Dreiern, enorm starke 60 Prozent verwandelt gegen die Itzehoer. Mit ihrer Trefferquote hätten die Gäste ein Stück weit überrascht, stellte Völkerink fest. Beim Gang in die Kabine stand es 44:58, und ein Eagle trug dabei einen Kopfverband: Schmikale hatte sich eine blutende Wunde an der Stirn zugezogen.

Nach dem Wechsel war die Verteidigung der Gastgeber wirkungsvoller, der Gegner traf eine Weile nicht mehr. Dennoch kam Wedel immer wieder zum Korb, lange blieb der Vorsprung bei zehn Punkten, erst kurz vor dem Viertelende gelangen die Eagles in den einstelligen Bereich. Finn Fleute traf noch zum 64:70 und heizte danach das Publikum in der ausverkauften Halle weiter an.

Schmikales zweiter Dreier im letzten Viertel brachte den umjubelten Ausgleich. Wie das Spiel wohl gelaufen wäre, wenn sein nächster Distanzwurf zur Führung gesessen hätte? Aber er ging knapp daneben, die Wedeler ließen sich nicht beirren und fanden ihre Treffsicherheit von außen wieder. Der Sieg geriet nicht mehr in Gefahr, und er war verdient, so Völkerink. Phasenweise habe seine Mannschaft nicht diszipliniert und strukturiert genug agiert.