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SEAWOLVES verpflichten BBL-Aufsteiger im Doppelpack

Vom BBL-Aufsteiger zum ProA-Aufsteiger: Die ROSTOCK SEAWOLVES nehmen Martin Bogdanov und Michael Jost vom BBL-Aufsteiger Crailsheim Merlins unter Vertrag. Die beiden Deutschen erhalten jeweils einen Einjahresvertrag bei den Ostseestädtern.

„Die Erfahrung von Martin und Michael auf höchstem ProA-Niveau wird für uns als Aufsteiger von enormem Wert sein. Beide haben in den vergangenen zwei Jahren zusammen in Crailsheim gespielt und kennen die 2. Basketball-Bundesliga ProA sehr gut. Wir freuen uns sehr, dass sie von der Crailsheimer Stierkampfarena in die Rostocker Wolfshöhle wechseln“, sagt SEAWOLVES-Manager Jens Hakanowitz.

Jost spielte in den letzten neun Jahren überwiegend in der 2. Basketball-Bundesliga ProA. Erfahrung im deutschen Oberhaus des Basketball konnte der gebürtige Berliner in der Saison 2009/2010 beim MBC Weißenfels und in der Saison 2015/2016 bei den Crailsheim Merlins sammeln. In jener Saison spielte er in Crailsheim auch mit SEAWOLVES-Schütze Chris Frazier zusammen und kam in 31 Einsätzen auf 3,4 Punkte und 1,3 Punkte in 12 Minuten pro Spiel. In den vergangenen beiden Spielzeit war der 29-jährige Power Forward für die Merlins in der ProA aktiv und feierte im Mai die Vizemeisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die easyCredit BBL.

„Ich freue mich sehr auf die Zeit und Herausforderung bei den ROSTOCK SEAWOLVES. Bei meinem ersten Besuch hat mir das Projekt schon direkt gefallen, sodass es für mich eine recht einfache Entscheidung war, mich für diesen Verein zu entscheiden“, sagt Jost.

Auch Bogdanov war in den vergangenen beiden Spielzeiten für die Merlins in der ProA aktiv. Als Aufbauspieler kam er in der Saison 2017/2018 im Schnitt auf knapp 18 Minuten Einsatzzeit (7,0 Punkte und 3,4 Assists pro Spiel). Zuvor ging der 25-jährige Berliner mit ukrainischen Wurzeln drei Jahre lang für Braunschweig in der BBL bzw. ProB auf Korbjagd, nachdem er zur Saison 2011/2012 seine Heimat verließ und sich für ein Spieljahr dem damaligen ProA-Ligisten Cuxhaven BasCats anschloss.

„Ich habe mich für Rostock entschieden, weil der Club ambitioniert ist und nächstes Jahr oben mitspielen möchte. Außerdem habe ich von der tollen Fanbase gehört und freue mich, vor 4.000 möglichen Zuschauern zu spielen“, sagt Bogdanov.

Spielerprofil Martin Bogdanov

Geboren: 06.10.1992
Größe: 1,83 m
Position: Point Guard

Stationen:
2016-2018 Crailsheim Merlins (ProA)
2013-2016 Basketball Löwen Braunschweig (BBL)
2013-2015 SG Braunschweig (ProB)
2011-2012 Cuxhaven BasCats (ProA)
2008-2011 Central Hoops (NBBL)
2008-2011 SSV Lok Bernau

Durchschnittliche Statistiken 2017/2018:
36 Spiele; 17:52 Minuten; 7,0 Punkte; 1,4 Rebounds; 3,4 Assists

Spielerprofil Michael Jost

Geboren: 26.09.1988
Größe: 2,04 m
Position: Power Forward

Stationen:
2015-2018 Crailsheim Merlins (BBL, ProA)
2014-2015 ETB Wohnbau Essen (ProA)
2013-2014 USC Heidelberg (ProA)
2011-2013 Paderborn Baskets (ProA)
2010-2011 USC Freiburg (ProA)
2009-2010 Mitteldeutscher BC (BBL)
2009-2010 Science City Jena (ProA)
2007-2009 RSV Eintracht (ProB)

Durchschnittliche Statistiken 2017/2018:
39 Spiele; 12:31 Minuten; 3,7 Punkte; 1,8 Rebounds; 0,9 Assists

 

(ROSTOCK SEAWOLVES)

Wysocki bleibt Merlins in der BBL erhalten!

Routinier und Leistungsträger Konrad Wysocki steht vor seiner vierten Saison im Trikot der Crailsheimer Korbjäger und will mit dem Team seine Chance in der 1. Bundesliga suchen.

Er ist 2,02-Meter lang, gleichermaßen Publikumsliebling und Leistungsträger. Seine Rolle für das Team  auf und neben dem Parkett  ist nicht hoch genug zu bewerten. In Vechta, beim zweiten Finalspiel um die Pro-A-Meisterschaft war er bester Mann auf dem Parkett, stand mit über 33 Minuten am längsten von allen Merlins-Akteuren auf dem Feld. Seine Bilanzen mit 19 Punkten und 21 Rebounds in dieser Partie sind zum Zungeschnalzen. Konrad Wysocki ist Dreh-und Angelpunkt der Merlins-Aufstiegsmannschaft, in der Form aus der Partie in Vechta eigentlich unverzichtbar.

„Es freut uns natürlich, dass wir uns mit Konrad Wysocki so schnell einig geworden sind und er weiterhin für die Merlins spielen wird“, betonte Manager Martin Romig. „Mit seinen guten Leistungen hat er die Bedeutung für das Team untermauert.“

 Hohe Priorität

Kein Wunder also, dass die Personalie Wysocki ganz weit oben auf der Gesprächs-Agenda der Merlins-Verantwortlichen stand, als es darum ging, erste Mosaiksteinchen für das neue BBL-Team zusammenzufügen. Sebastian Herrera machte den Anfang. Bei der großen Abschiedsfete für die Aufsteiger auf dem Rathausplatz verkündete Manager Martin Romig schon Vollzug. Der Youngster, aus Trier gekommen, wird auch in der Beletage weiterhin das Crailsheimer Trikot tragen.

Ex-Nationalspieler

Ihm folgt nun Konrad Wysocki auf den Fuß. Der 51-fache deutsche Nationalspieler wird mit den  Merlins in die erste Bundesliga zurückkehren und seine vierte Spielzeit bei den Zauberern in Angriff nehmen.

In der etatmäßigen Saison gehörte er zusammen mit Frank Turner und Sherman Gay zu den auffälligsten Akteuren bei den Korbzauberern aus Hohenlohe, packte dann in den Play-offs noch eine Schippe drauf, mit dem Auftritt in Vechta als Sahnehäubchen.

Fast könnte man den Eindruck gewinnen, als ob der inzwischen 36-Jährige mit den Jahren immer besser würde. Denn Alter schützt vor Leistung nicht. Das zeigt nicht zuletzt das Beispiel Dirk Nowitzki, der in Kürze seinen 40.Geburtstag feiern wird und in der NBA noch immer munter auf höchstem Niveau mitmischt.

Mit Herrera und Wysocki sind nun zwei feste Größen der kommenden Crailsheimer BBL-Mannschaft gesetzt. Bis der komplette Kader Gestalt annehmen wird, dürfte sicherlich noch etwas Zeit ins Land gehen.

 

(Crailsheim Merlins, SÜDWEST PRESSE Hohenlohe)

Der Youngster geht mit! Herrera bleibt bei den Merlins

Die erste Spielerentscheidung bei den Crailsheim Merlins für die kommende Saison in der easycredit BBL steht fest: Sebastian Herrera wird auch in der 1. Liga seine Basketballschuhe für die Merlins schnüren. Das gaben Club und Spieler auf der Aufstiegsparty bekannt.

Es war der Grund für einen von zahlreichen Jubelstürmen auf dem Crailsheimer Marktplatz am Montagabend: Nachdem das Aufstiegsteam der Merlins von Markus Häffner auf der Bühne begrüßt und präsentiert worden war, holte sich Sportdirektor Ingo Enskat unter anderem Sebastian Herrera ans Mikrofon. Die kurze und knappe Message, die beide zusammen verkündeten: Der 20-jährige Deutsch-Chilene bleibt bei den Merlins!

Starke Entwicklung

Hatte der Flügelspieler schon in der regulären Saison mit seinen starken und beherzten Auftritten beeindruckt (7,7 Pkt und 2 Reb pro Spiel, 49% FG), legte er in den Playoffs noch eine Schippe drauf und avancierte mit durchschnittlich 10,9 Zählern und 4 Rebounds bei 51% Feldwurfquote endgültig zu einer prägenden Figur im Team von Tuomas Iisalo. „Ich habe mich hier toll eingelebt und auf sportlicher Ebene passt einfach auch alles“, so die prägnante Begründung Herreras zu seiner Entscheidung, bei den Zauberern zu bleiben. Der Sportdirektor freut sich: „Seba hat eine tolle Entwicklung genommen und ist für seine jungen Jahre schon sehr weit. Er war fast die ganze Saison lang Starter bei Tuomas und hat diese Rolle als Leistungsträger angenommen und stark erfüllt. Jetzt hoffen wir natürlich, dass er mit uns in der BBL noch einen Schritt weitergehen kann und uns auch dort mit seinen Stärken unterstützen wird.“

(Crailsheim Merlins)

Erfolgscoach Iisalo bleibt bei den Merlins

Starkes Signal noch vor Beginn der entscheidenden Phase der Saison: Die Crailsheim Merlins haben sich mit ProA-Headcoach Tuomas Iisalo auf eine Verlängerung der Zusammenarbeit geeinigt. „Tuomas leistet hervorragende Arbeit mit den Spielern. Als noch junger Trainer kann und will er sich aber selbst noch ständig weiterentwickeln. Dafür geben wir ihm die Möglichkeit und das Vertrauen“, so Merlins-Sportdirektor Ingo Enskat.

Der 36-jährige Finne ist für die Verantwortlichen daher auch der richtige Mann für die Zukunft, egal ob diese nun Klassenerhalt in der easycredit BBL oder neuer Anlauf im Aufstiegsrennen der 2. Basketball-Bundesliga heißt. In den vergangenen beiden Jahren holte er mit den Merlins bis dato 52 Siege, nur elf Mal verließ man in der ProA den Platz als Verlierer. Zweimal in Folge gelang damit ein neuer Saisonrekord in der Hauptrunde und mit akribischer Arbeit hat Iisalo immer weiter an den Stellschrauben gedreht, um nun auch in den Playoffs durchzustarten.

Spätestens durch die Geburt seiner jüngsten Tochter in Crailsheim ist der Familienvater ohnehin inzwischen in Hohenlohe verwurzelt. „Wir genießen als Familie die Zeit hier und fühlen uns hier richtig zuhause. Sportlich sind wir auf einem guten Weg, können uns aber immer noch Stück für Stück verbessern. Einer der Hauptgründe, warum ich diesen Weg gerne weiter gehe, ist die Fanbase und der Support. Meine Arbeit bedeutet mir umso mehr, wenn solche Leute dahinter stehen, denen der Basketballsport und der Club genauso am Herzen liegen wie mir. Gleiches gilt für unser Team, das eine ganz tiefe Bindung zum Publikum hat. Die Chemie stimmt einfach und das ist wichtig für eine gute Arbeit. Auf dieser Basis wollen wir uns weiterentwickeln.“

Geschäftsführer Martin Romig: „Tuomas hat sich in einer sportlich schweren Zeit für den Einstieg bei den Merlins entschieden und es war eine gute Entscheidung. Wer gut arbeitet, erfährt in der Merlins-Familie die Stabilität, die es für so einen Beruf benötigt. An einem der kleinsten Bundesliga-Standorte ist es wichtig, Nachhaltigkeit, Disziplin und Akribie an den Tag zu legen, die Person Iisalo vereinigt diese Attribute. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.“

(Crailsheim Merlins)

Extraschichten für die PlayOffs

Beim letzten Heimspiel der Merlins gegen Ehingen wurde er herzlich begrüßt, kam aber noch nicht zum Einsatz. Drei Wochen und zwei Auswärtsspiele später steht Philipp Neumann jetzt vor seinem ersten Heimspiel als Zauberer. Eine gute Gelegenheit, einmal über die ersten Tage in der neuen sportlichen Heimat zu sprechen:

Du bist jetzt drei Wochen hier, was gefällt Dir bislang am Besten – bei den Merlins, an Crailsheim?

Im Verein herrscht ein sehr professionelles Umfeld. Die Trainingshalle mit dem Kraftraumbereich ist absolut erstligawürdig, ich glaube diese Situation hätten einige Erstligateams gerne. Dazu gehört auch das Büro direkt hier in der Trainingshalle. Dadurch hat man als Spieler den direkten Kontakt zum Büro und wenn mal etwas sein sollte, ist auf kurzem Weg jemand zu erreichen. Kurze Wege sind natürlich auch in Crailsheim das Stichwort. Man kommt leicht und ungezwungen von A nach B, das empfinde ich als positiv.

Jetzt kommt ein weiteres Highlight hinzu – das erste Heimspiel. Allerdings ist Dir die Arena Hohenlohe als Spielstätte auch nicht ganz unbekannt. Was fällt dir als erstes dazu ein?

Als ich das erste Mal hier gespielt habe, war es sehr kalt, als man in die Halle kam (lacht). Ansonsten merkt man, dass die Fans richtig eingefleischt sind, keine „Erfolgsfans“. Auf diesen Support freue ich mich und darauf, im dritten Spiel endlich vor dieser heimischen Kulisse auflaufen zu dürfen.

Zwei Spiele auf dem Auswärtsparkett hast du für die Merlins jetzt absolviert. Wie läuft es für Dich persönlich bislang?

Wenn man in ein Team kommt, das sehr gut funktioniert, dann ist es nicht die Aufgabe 30 Punkte zu machen und am Ende persönlich gut dazustehen, sondern sich langsam einzufügen und ein Teil dieser Mannschaft zu werden. Ich glaube, das ist mir, den Jungs und dem Coaching Staff bisher recht gut gelungen. Das erste Spiel war knapp und nicht hübsch, aber wir haben es als Team gewonnen. Spiele wie in Ulm müssen auch erstmal gewonnen werden, daher bin ich froh, wie uns das gelungen ist und dass der Weg der Mannschaft weitergeht. Natürlich hoffe ich, dass diesen Weg auch positiv beeinflussen kann und schon konnte.

Insgesamt hast du nun schon einige Spiele in deiner Karriere heruntergerissen, hattest jetzt zuletzt aber eine längere Pause. Wo siehst du dich persönlich aktuell – gemessen an deiner „Bestform“?

Schwierig zu sagen, da sich der Körper momentan jeden Tag sehr müde anfühlt. Das liegt aber auch daran, dass das Trainingspensum für mich etwas höher ist, gerade um wieder dahin zu kommen, wo man mal war. Die Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Coaches ist dabei insgesamt extrem gut. Wir hören aufeinander, aber ich musste bislang auch noch nicht sagen, dass es mir zu viel ist und in der zusätzlichen Arbeit mit Vesa bewegen wir uns gut auf einer Wellenlänge. Ich bin von meiner Höchstform sicher noch ein gutes Stück entfernt, aber der wichtige Teil fängt in den PlayOffs an und bis dahin werde ich sicher da sein, wo ich sein muss.

Woran wirst du noch besonders arbeiten bis zu den PlayOffs?

Das kann man so direkt nicht sagen. Es geht um das Gesamtpaket aus körperlicher Fitness, Kondition und dem Teamplay. So bin ich an einem Trainingstag ganz zufrieden mit der Kondition, aber nicht so mit meiner Trainingsleistung vom Kopf her, an anderen Tagen ist es umgekehrt. Daher sage ich auch, dass ich nicht von Tag zu Tag, aber von Woche zu Woche große Schritte nach vorne mache.

Als dreifacher deutscher Meister und Pokalsieger weißt du, wie man Titel gewinnt. Was braucht man, um in diesem Jahr in der ProA den Titel zu holen/den Aufstieg zu schaffen?

Es ist immer gefährlich, wenn man während der Hauptrunde ein Stück weit der Überflieger ist, viele Spiele gewinnt und fast immer einfach die bessere Mannschaft ist. So kann man dann in den PlayOffs den vermeintlich schwächeren Gegner leicht unterschätzen. Das darf uns nicht noch einmal passieren aber wird es auch nicht. Zu den PlayOffs muss man nochmal Energie generieren und wirklich das Topniveau abrufen. Das ist natürlich nicht einfach, aber die Erfahrung in unserer Mannschaft spricht da für sich, dass wir dazu auf jeden Fall in der Lage sind.

 Zum Abschluss noch ein kleiner Blick über den Tellerrand, nachdem wir gerade bei Titeln und Erfolgen waren. Hast Du einen Tipp für das BBL-Top Four am Wochenende?

Ich glaube schon, dass München das machen wird. Ulm schwächelt leider momentan, sodass es daheim wahrscheinlich nicht reichen wird, da die Bayern in diesem Jahr schon sehr stark sind. Aber der Pokal ist speziell, da reicht ein schlechter Tag und schon gibt’s einen anderen Pokalsieger.

(Crailsheim Merlins)

Ein Guard für alle Fälle

Die Crailsheim Merlins haben noch einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen, um sich im Hinblick auf die anstehenden Aufgaben in den PlayOffs zu verstärken. Derrick Marks heißt der neue Mann, der von den Erie BayHawks der NBA G-League zu den Merlins wechselt.

Besonders die Mischung aus „jungen Beinen“ und der bereits gesammelten Europaerfahrung war ausschlaggebend dafür, dass Derrick Marks ins Visier der Crailsheim Merlins geriet. Der 24-Jährige lief vor seinem Wechsel in den Unterbau der stärksten Liga der Welt bereits zwei Jahre lang in Italiens zweiter Liga auf. Dort bestätigte der Guard seine konstanten Leistungen, die ihn bereits zu College-Zeiten ausgezeichnet hatten. Als Absolvent der Boise State University spielte er in einem europäisch geprägten Team und wurde in seinem Abschlussjahr zum „Player of the year“ in der „Mountain West Conference“ der höchsten US-Collegeliga NCAA I gewählt. Insgesamt legte er in seinen vier Jahren für die „Broncos“ 15 Punkte, 2,9 Assists, 3,6 Rebounds sowie 1,5 Steals pro Partie auf.

Am morgigen Donnerstag wird Marks in Deutschland landen und zur Mannschaft stoßen, allerdings zunächst noch nicht zum Einsatz kommen. Grund dafür ist eine Sperrfrist für die Freigabe von Spielern in den Regularien der NBA G-League.

Im Unterbau der stärksten Liga der Welt ging der Guard zuletzt für das Farmteam der Atlanta Hawks auf Korbjagd. Bis Marks in zwei Wochen dann auch für seinen neuen Verein ins Spielgeschehen eingreifen darf, wird er sich im Trainingsbetrieb unter Headcoach Tuomas Iisalo akklimatisieren.

Crailsheims sportlicher Leiter Ingo Enskat: „Wir haben Derrick verpflichtet, um unseren Kader abzurunden. Natürlich ist der Blick hier auch in Richtung der PlayOffs gerichtet. Die zwei Wochen, in denen wir Derrick nicht einsetzen können, sehen wir als Chance, ihn ohne Druck in unser Team integrieren zu können.“

Für die Verantwortlichen ist Derrick Marks ein absoluter Wunschspieler, den man schon im vergangenen Sommer auf dem Schirm hatte. „Umso mehr freut es uns, dass es jetzt für die entscheidende Phase der Saison geklappt hat“, so Enskat.

Tuomas Iisalo begründet die Verpflichtung: „Es waren ein paar Dinge entscheidend. Zu allererst muss der Spieler natürlich ins Team passen, sowohl von der Persönlichkeit als auch von der Arbeitseinstellung. Zum anderen gibt Derrick uns noch einmal eine weitere Dimension in unserem Spiel, in dem wir einen weiteren starken Ballhandler dazubekommen, der auch seinen Wurf kreieren kann. Und schließlich hat es uns überzeugt, dass er trotz seiner jungen Jahre schon zwei Jahre Erfahrung auf hohem europäischem Level mitbringt. Wir freuen uns auf einen jungen, hungrigen Spieler, der auch zu diesem Saisonzeitpunkt gut ins Team passt und durch den direkten Wechsel aus der G-League voll im Saft steht.“

Steckbrief – Derrick Marks

  • Position:              Guard
  • Geburtsdatum:  14. September 1993
  • Größe:                 1,90m
  • Letzte Vereine:  Erie BayHawks (NBA G-League), Basket Ravenna (ITA), Derthona Tortona (ITA), Boise State Broncos (NCAA)

(Crailsheim Merlins)

Voith verstärkt sein Engagement bei den Merlins

Ein weiteres Schwergewicht des Maschinenbaus in der Region gehört nun fest zur großen Merlins-Familie. Voith Turbo ist seit 1956 in Crailsheim ansässig und nun offizieller Partner der Crailsheim Merlins.

Nicht nur auf dem Parkett sind Saison und Entwicklung der Merlins weiter in vollem Gange. Auch abseits des Spielfeldes gibt es erneut erfreuliches zu vermelden. Die Firma Voith mit Stammsitz in Heidenheim und einem wichtigen Standort der Sparte Voith Turbo in Crailsheim wird künftig fest als Sponsor bei den Zauberern vertreten sein.

Regionale Verbundenheit

Für Benno Morlock, Geschäftsführer der Voith Turbo und zudem verantwortlich für den Standort Crailsheim freut sich auf die Zusammenarbeit: „Die Merlins sind ein echter Leuchtturm in der Region und gehören einfach genauso fest dazu wie unser Standort in Crailsheim seit 1956.“ Das Gesamtpaket stimme einfach, meint auch Prokurist Dieter Baeuerlein: „Mit den Events der ersten Mannschaft als Zugpferd und dem immer stärker werdenden Jugendbereich leisten die Merlins einen herausragenden Beitrag für die Region.“

(Crailsheim Merlins)

Mehr Größe für mehr Tiefe

Die Crailsheim Merlins verstärken sich im Kampf um die PlayOffs in der 2. Basketball-Bundesliga. Der 2,09 m große Center Philipp Neumann kommt zu den Merlins. Zuletzt war der fünfmalige Nationalspieler für RASTA Vechta in der vergangenen BBL-Saison aktiv.

Bevor Ende des Monats die Transferfrist in der 2. Basketball-Bundesliga ProA endet, sind die Crailsheim Merlins noch einmal aktiv geworden. Mit Philipp Neumann erhält die Riege der Big Men der Zauberer einen Neuzugang, der das Team von Tuomas Iisalo nominell ergänzt und das Spiel der Merlins um eine neue Option erweitert. „Ich bin sehr zufrieden, dass wir mit ihm noch einen ganz anderen Spielertypen als Sherman und Patrick dazugewinnen konnten. Er bringt offensiv und defensiv ein Paket an Fertigkeiten mit, die uns in einigen Spielen bisher gefehlt hatten.“

Philipp Neumann im Merlins-Trikot. Foto: Philipp Reinhard

Mit 2,09 m und 112 kg bringt der gebürtige Kölner echtes Center-Gardemaß mit nach Hohenlohe. Obwohl er erst 25 Jahre jung ist, hat Neumann zudem jede Menge hochklassige Erfahrung in seiner Vita stehen. 226 Spiele in der easycredit BBL hat Neumann absolviert, wurde mit Brose Bamberg dreimal deutscher Meister, zweimal gelang dabei das „Double“ mit dem Pokalsieg. Nach seinem Wechsel zu den EWE Baskets Oldenburg kam ein weiterer Pokalerfolg hinzu. Bei den Oldenburgern stand er auch mit seinem künftigen Teamkameraden Konrad Wysocki auf dem Parkett.

Über ratiopharm Ulm kam Neumann schließlich zu RASTA Vechta. Nach dem Abstieg der Niedersachsen war der passionierte Hobbyfotograf zunächst vereinslos und will nun bei den Merlins neu angreifen. „Zuletzt war ich mit Breitengüßbach in der ProB hier“, freute sich der Center beim Betreten der HAKRO Arena Crailsheim und erinnerte sich grinsend an die lautstarken Fans, „die einem hier direkt im Rücken saßen.“ Auch in der Arena Hohenlohe war Neumann bereits mit den Oldenburgern und Ulmern zu Gast. Am Mittwochabend kam er nun dorthin zurück, allerdings noch „in Zivil.“ Merlins-Hallensprecher Daniel Feuchter nahm „Familienzuwachs“ aber unter dem Applaus der Fans kurzerhand als Assistent an der Shirt-Kanone mit aufs Parkett.

Dort wird Neumann künftig im „richtigen“ Trikot auf Korbjagd gehen.

Sportdirektor Ingo Enskat mahnt zu etwas Geduld: „Philipp kommt in ein gut funktionierendes Team. Daher wird es eine große Herausforderung sein, ihn erstmal richtig zu integrieren.“

Bis zu den PlayOffs sollen alle Zahnräder greifen, sodass „Neumann dann mit seiner Größe und Energie eine zusätzliche Option ist“, so Enskat.

Steckbrief – Philipp Neumann

  • Position: Center
  • Geburtsdatum: 20. Februar 1992
  • Größe: 2,09 m
  • Letzte Vereine: Brose Baskets, EWE Baskets Oldenburg, ratiopharm Ulm, RASTA Vechta

(Crailsheim Merlins)

Herrera im chilenischen Nationaltrikot

Merlins-Flügelspieler Sebastian Herrera ist Anfang der Woche nach Chile geflogen. Zum zweiten Mal nach 2016 ist er für die A-Nationalmannschaft nominiert worden. Zusammen mit einigen Mitspielern, die er bereits von seinem früheren Einsatz kennt, tritt der 20-Jährige in der WM-Qualifikation an.

Diese Woche geht „Seba“ Herrera weit entfernt von Crailsheim auf Körbejagd. In Südamerika freut er sich schon darauf, mit Chile zwei Länderspiele bestreiten zu dürfen: „Ich habe schon im Sommer mit dem Nationaltrainer bei einem Essen vereinbart, dass ich spielen werde. Es ist eine große Ehre für mich.“

Der Qualifikationsmodus auf dem amerikanischen Kontinent für die Weltmeisterschaft 2019 in China ist kompliziert. In der ersten Runde treten 16 Länder in vier Vierer-Gruppen zweimal gegeneinander an. Dabei qualifizieren sich die drei Ersten jeder Gruppe für die Amerikaliga. Von diesen zwölf Teams sichern sich schließlich sieben das Ticket für die WM. Chiles letzte WM-Teilnahme liegt allerdings bereits 58 Jahre zurück (1959) und auch diesmal hat Herreras Nationalmannschaft eher Außenseiterchancen. Jedoch hoffen die Chilenen auf die Qualifikation zur Amerikaliga. Dafür muss man sich in der Gruppe B mit Brasilien, Kolumbien und Venezuela gegen mindestens einen der Kontrahenten durchsetzen.

Kolumbien ist Ziel

Auf den Merlins-Youngster warten zwei harte Partien. Am ersten Spieltag trifft man zuhause auf Brasilien (24.11., 01.00 Uhr MEZ). Zum zweiten Spiel geht es nach Kolumbien (27.11., 00.00 Uhr MEZ). „Wir wissen, dass Brasilien und Venezuela die stärksten Mannschaften in der Gruppe sind, trotzdem werden wir gegen sie alles reinhauen. Kolumbien ist unser Ziel, um in die Amerikaliga zu kommen, müssen wir sie schlagen“, äußert sich der Forward zur Gruppe. Zeit zum Besuch der Familie wird es nicht geben. Dafür werden seine Eltern ihm bei den Spielen vor Ort zuschauen.

Die Merlins müssen damit im Spitzenspiel zuhause gegen die drittplatzierten Hamburger Towers am Samstag (25.11. 19.30 Uhr) auf den Deutsch-Chilenen verzichten. Auch wenn Herrera im Spiel gegen Karlsruhe am vergangenen Sonntag Topscorer mit 18 Punkten war, sieht er seinen Ausfall selbst gelassen: „Wir haben einen guten tiefen Kader von zehn Spieler. Den Ausfall von Bogy, auch einem deutschen Spieler, haben wir in den letzten Wochen gut verkraften können. Ich denke wir werden das packen.“

Die Merlins drücken „Seba“ bei seinen beiden Länderspielen die Daumen und freuen sich auf seine Rückkehr am Mittwoch, den 29. November.

(Crailsheim Merlins)

Spielverlegung: Sonntagsausflug nach Karlsruhe

Das erste Derby der Saison steht vor der Tür (heute, 19:30 Uhr in Kirchheim), da wirft ein anderes, ganz neues Baden-Württembergisches Duell seine Schatten voraus. In dieser Saison treffen die Merlins erstmals auf die PS Karlsruhe Lions.

Allerdings findet das erste Aufeinandertreffen der Merlins mit dem Aufsteiger einen Tag später statt als ursprünglich angesetzt. Das Auswärtsspiel bei den Lions am zehnten Spieltag der Saison wurde vom Samstag, 18.11. auf Sonntag, 19.11. verlegt. Spielbeginn am Sonntag ist um 17:30 Uhr.

(Crailsheim Merlins)