Kaderplanung bei den LIONS schreitet voran – auch Filmore Beck bleibt

Nachdem die PS Karlsruhe LIONS in der vergangenen Woche mit Orlando Parker einen wichtigen Spieler für ein zusätzliches Jahr an sich binden konnten, hat nun mit Filmore Beck ein weiterer Akteur der abgelaufenen Saison seinen Kontrakt am Oberrhein verlängert.

Der 1,89 m große Shooting Guard Beck war in der Spielzeit 2018/2019 zu 31 Einsätzen für die LIONS in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA gekommen und hatte dabei im Schnitt 8,5 Punkte pro Partie erzielt. Geboren und aufgewachsen in Frankfurt am Main sammelte der inzwischen 27-jährige früh Erfahrung in der Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) bevor er 2009 ins ProB-Team der Skyliners wechselte. Nach weiteren Stationen in der ProB – zuletzt war er in drei Jahren bei den scanplus baskets Elchingen zum Leistungsträger avanciert – gelang es ihm, sich in seinem Premierenjahr in der ProA als wertvoller Spieler im Kader des Löwenrudels zu präsentieren. Danijel Ljubic, Sportlicher Leiter bei den LIONS, erklärt:

„Im Frühjahr, als unser Kader mitten in der entscheidenden Phase der Saison verletzungsbedingt geschwächt war, hat Filmore engagiert geholfen, die entstandenen Lücken zu füllen. Daher vertrauen wir weiter auf ihn und seine Fähigkeiten.“

 

(PS Karlsruhe LIONS)

Martin Bogdanov bleibt bei den Wölfen I Kevin Bryant wechselt in die BBL

Die ROSTOCK SEAWOLVES verlängern den Vertrag mit Aufbauspieler Martin Bogdanov um ein Jahr bis zum Saison 2019/2020. Der gebürtige Berliner geht in sein zweites Jahr in Rostock.

„Wir können uns glücklich schätzen, einen so routinierten Point Guard im Team zu haben“, meint SEAWOLVES-Manager Jens Hakanowitz. „Martin kam in der letzten Saison von der Bank, genoss jedoch das Vertrauen von unserem Coach und stand in den spielentscheidenden Phasen auf dem Parkett. Wir freuen uns, auch in der kommenden Saison auf seine Spielübersicht und Korbgefährlichkeit bauen zu können.“

In der abgelaufenen Spielzeit war Bogdanov einer von nur drei Spielern im SEAWOLVES-Trikot, der alle 34 Saisonspiele bestritt. Als viertbester Punktesammler (9,2 Punkte pro Spiel) und zweitbester Vorlagengeber (3,7 Assists pro Spiel) war Bogdanov eine wichtige Konstante im Rostocker Spiel.

„Das erste Jahr in Rostock war sowohl für uns als Team als auch für mich persönlich erfolgreich. Ich habe das Vertrauen von den Coaches und fühle mich wohl in Rostock. Für die nächste Saison heißt es, weiter oben anzugreifen“, sagt Bogdanov.

Vor seinem Engagement in Rostock war Bogdanov zwei Spielzeiten lang für die Crailsheim Merlins in der ProA aktiv. Als Aufbauspieler kam er in der Saison 2017/2018 im Schnitt auf knapp 18 Minuten Einsatzzeit (7,0 Punkte und 3,4 Assists pro Spiel). Zuvor ging der 26-jährige Berliner mit ukrainischen Wurzeln drei Jahre lang für Braunschweig in der BBL bzw. ProB auf Korbjagd.

Spielerprofil Martin Bogdanov

Geboren: 06.10.1992
Größe: 1,83 m
Position: Point Guard

Stationen:
seit 2018 ROSTOCK SEAWOLVES (ProA)
2016-2018 Crailsheim Merlins (ProA)
2013-2016 Basketball Löwen Braunschweig (BBL)
2013-2015 SG Braunschweig (ProB)
2011-2012 Cuxhaven BasCats (ProA)
2008-2011 Central Hoops (NBBL)
2008-2011 SSV Lok Bernau

Durchschnittliche Statistiken 2018/2019:
34 Spiele; 22:37 Minuten; 9,2 Punkte; 1,8 Rebounds; 3,7 Assists

 

Die ROSTOCK SEAWOLVES verabschieden sich von Kevin Bryant. Der Flügelspieler wird seine Karriere in der BBL bei der BG Göttingen weiterführen.

Nach einer schweren Verletzung bekam der 24-jährige bei den Rostockern Anfang des Jahres die Chance, sich wieder in das Spielgeschehen einzufinden und sein Niveau zu steigern. In insgesamt neun Kurzeinsätzen konnte er sein Potenzial andeuten, so auch direkt in seinem ersten Spiel gegen Hanau, in dem er neun Punkte sammelte.

“Ich will mich beim ganzen Verein, den Fans und dem Danceteam bedanken für die wahnsinnige Unterstützung und Riesengelegenheit, die nicht selbstverständlich ist – ich habe die Zeit sehr genossen. Dank Euch allen konnte ich das tun, was mir am meisten Spaß macht. Ich wünsche dem Verein viel Glück für die nächste Saison und das Beste für die Zukunft!”, bedankt sich Kevin Bryant.

Die ROSTOCK SEAWOLVES wünschen Kevin Bryant auf dem privaten und beruflichen Weg alles Gute und viel Erfolg.

 

(ROSTOCK SEAWOLVES)

EBBECKE WHITE WINGS Hanau verpflichten Felix Hecker

Die EBBECKE WHITE WINGS Hanau haben sich mit Felix Hecker auf einen Zweijahres-Vertrag geeinigt. Der 20 Jahre alte Junioren-Nationalspieler von 2017 und 2018 spielt vom 1. August an für die EBBECKE WHITE WINGS.

„Ich freue mich sehr, dass es zu dieser Vereinbarung gekommen ist. Ich bin überzeugt, dass ich den nächsten Schritt bei den EBBECKE WHITE WINGS machen und zu erfolgreichen Spielzeiten beitragen kann. Den Start des Mannschafts-Trainings unter Coach Simon Cote kann ich kaum erwarten“, sagte Hecker.

Der 1,93 Meter große Shooting Guard stammt aus Oberreifenberg im Taunus. 2018 gehörte er der U19-Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes an, die bei der Weltmeisterschaft in Ägypten Fünfter wurde. Im vergangenen Jahr gewann das Team Bronze bei der EM in Chemnitz.

„Felix ist ein junges deutsches Talent aus der Region, hat einen einwandfreien Charakter, lebt für den Basketball und gibt sich mit dem bisher Erreichten nicht zufrieden. Er ist hungrig und lernwillig. Das sind die Schwerpunkte, die wir zukünftig im Team berücksichtigen wollen“, so der zukünftige Geschäftsführer Sebastian Lübeck zur Verpflichtung des Hessen.

„Wir sind froh, dass Felix sich für uns entschieden hat. Beide Seiten hatten bereits nach den ersten Gesprächen und Treffen das Gefühl, dass das passen wird. Wir bieten Felix bei uns die Chance, den nächsten Schritt in seiner Karriere zu machen. Er ist definitiv noch nicht an seiner Leistungsgrenze angelangt“, ergänzt Coach Simon Cote. Hecker wechselt vom Pro-B-Team der Frankfurt Skyliners zu den EBBECKE WHITE WINGS und wird zukünftig mit der Nummer 8 in der Main-Kinzig-Halle auflaufen. Mit einer Doppellinz hatte er seinem abstiegsbedrohten Stammverein, dem MTV Kronberg, in der vergangenen Saison noch zu Platz sechs in der ersten Regionalliga verholfen.

Hecker spielte zunächst Hockey und Fußball, ehe er mit zehn Jahren in die Basketball-Abteilung des MTV-Kronberg wechselte und dort seine Leidenschaft für Basketball entdeckte. Mit 15 Jahren ging er für ein Jahr auf eine High-School in Kalifornien. Anschließend entwickelte er sich in Kronberg zum Topscorer unter anderem im NBBL-Team. 2017 wurde er deshalb zum Allstar-Spiel des als besonders talentiert geltenden Jahrgangs 1998 eingeladen.

(EBBECKE WHITE WINGS Hanau)

Junger, athletischer Forward: Ference Gille wechselt nach Ehingen

Das TEAM EHINGEN URSPRING hat seinen ersten Neuzugang für die Saison 2019/20 verpflichtet. Ferenc Gille wechselt vom Bundesligisten Mitteldeutscher Basketball Club und dessen Kooperationspartner in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB, den BSW Sixers Sandersdorf, nach Ehingen.

„Ich will mich optimal weiterentwickeln und das Beste aus meinen spielerischen Fähigkeiten und meinem Körper herausholen. Und dafür ist Ehingen prädestiniert und der perfekte Ort. Das ist der Hauptgrund für meinen Wechsel. Nach meinem ersten Besuch hat sich dieser Eindruck bestätigt und ich war sehr beeindruckt von der Kompetenz im Verein und der gesamten Organisation“, sagt Gille über die Gründe für seinen Wechsel.

Gille agiert als Power Forward mit einer Größe von 2,03 Meter und verfügt über eine Spannweite von 2,06 Meter. Der junge Nachwuchsakteur ist erst 20 Jahre alt und erzielte in der abgelaufenen Saison im Schnitt 5,5 Punkte und 3,3 Rebounds in der ProB. In seinem besten Saisonspiel gegen Essen erzielte der Deutsche 15 Punkte und acht Rebounds. In der ersten Bundesliga kam er für den MBC auf drei Kurzeinsätze gegen Ulm, Bayreuth und Oldenburg.

 

(TEAM EHINGEN URSPRING)

NINERS angeln sich Luis Figge

Der erste Neuzugang für die Basketballsaison 2019/2020 ist unter Dach und Fach. Die NINERS Chemnitz haben sich mit dem 22-jährigen Flügelspieler Luis Figge auf einen Kontrakt für die bevorstehende Spielzeit inklusive der Option auf ein weiteres Vertragsjahr geeinigt. Am Dienstag erfolgte die Unterschrift beider Seiten in der Geschäftsstelle des sächsischen Zweitligisten. Der 1.97 Meter große und 95 Kilogramm schwere Figge stand während der letzten drei Spielzeiten in Diensten des BBL-Clubs Basketball Löwen Braunschweig, ging parallel aber auch für dessen Kooperationspartner Wolfenbüttel in der ProB auf Korbjagd und möchte nun in Chemnitz voll angreifen.

„Ich freue mich auf die Herausforderung und will dazu beitragen, die großen Ziele des Clubs zu erreichen“, sagte der Blondschopf bei Vertragsunterzeichnung.

„Luis war von Beginn an einer unserer Wunschkandidaten, bringt viel Qualität und zugleich noch großes Entwicklungspotenzial mit. Deshalb sind wir sehr glücklich, ihn künftig bei uns zu haben“, freut sich NINERS-Cheftrainer Rodrigo Pastore.

Figge stammt aus Ostwestfalen und durchlief bei den Uni Baskets in seiner Heimatstadt Paderborn sämtliche Jugendmannschaften. Nach zahlreichen Erfolgen im Nachwuchsbereich sowie regelmäßigen Berufungen in die deutschen U-Nationalteams debütierte der Small Forward schon früh in der 2. Bundesliga und konnte mit  18 Jahren bereits auf 56 ProA-Einsätze (durchschnittlich 6.2 Punkte) zurückblicken. Folgerichtig zog Figge die Aufmerksamkeit vieler Erstligisten auf sich und wechselte 2016 letztlich nach Braunschweig, wo er sich in Kombination aus BBL und ProB weiterentwickeln wollte. Allerdings hatte der kraftvolle Flügel mehrfach mit Mittelfußbrüchen zu kämpfen und konnte deshalb nie sein ganzes Potenzial ausschöpfen. „Ich habe dann meine Ernährung sowie Trainingsinhalte umgestellt und bin jetzt seit anderthalb Jahren verletzungsfrei“, ist der Youngster überzeugt, seine persönliche Leidenszeit mit vielen Zwangspausen hinter sich zu haben.

Trotz mancher Verletzung kam Figge während seiner drei Jahre in Niedersachsen auf 56 Erstligaspiele mit 1.6 Punkten im Schnitt bei wohlgemerkt überschaubarer Einsatzzeit. Wesentlich größer war seine Rolle beim Kooperationspartner Wolfenbüttel, wo er in 43 ProB-Partien durchschnittlich 11.3 Punkte, 3.8 Rebounds, 1.7 Assists sowie 1.3 Steals markierte. „Luis hat mit 22 Jahren bereits über 150 Profieinsätze in den drei höchsten deutschen Spielklassen bestritten. Jedoch waren seine Rollen in Braunschweig, Paderborn und Wolfenbüttel sehr unterschiedlich. Wir glauben, dass er sich bei uns noch besser entfalten kann, wenn er fest in einem Team spielt“, sagt Pastore, der sich von Figge vor allem defensiv viel erhofft:

„Er ist ein starker Verteidiger und kann gegnerischen Schützen das Leben am Perimeter richtig schwer machen. Außerdem stellt er sich immer in den Dienst der Mannschaft und passt damit perfekt zu unserer Basketballphilosophie.“

Neben seinen Defensivqualitäten bringt Figge auch einiges Offensivpotenzial mit und zeigte sich während der fünf Profijahre in BBL, ProA und ProB sowohl aus dem Zweierbereich (46 % Trefferquote) wie auch von der Dreierlinie (30 %) und bei Freiwürfen (70 %) gefährlich. „Ich möchte mich aber noch weiter verbessern und kann unter einem Toptrainer wie Rodrigo Pastore viel lernen“, lässt der sympathische Korbjäger durchblicken, dass sein künftiger Coach ein wichtiger Grund war, sich für die NINERS zu entscheiden. „Außerdem sprach ich im Vorfeld mit Jonas Richter, Lukas Wank und Daniel Mixich, die ich noch aus gemeinsamen Zeiten bei den Jugendnationalmannschaften kenne. Das Feedback war absolut positiv und ich habe auch die ProA-Playoffs sehr intensiv verfolgt. Der Spielstil des Teams und die Stimmung in der Halle waren großartig“, ließ sich Figge schnell für Chemnitz begeistern. Bevor der Neuzugang aber nach Sachsen umsiedelt, geht er diesen Sommer noch für die deutsche 3×3-Nationalmannschaft bei einem Turnier in Frankreich auf Korbjagd und nimmt an Lehrgängen der U23-Auswahl teil. Zudem gilt es, Zeit in sein Fernstudium der Wirtschaftswissenschaften zu stecken, das Figge parallel zu seiner Basketballkarriere absolviert.

„Ab August gilt dann alle Konzentration den NINERS und ich bin schon richtig heiß“, fiebert der Youngster dem Auftakt der Saisonvorbereitung entgegen.

Während sich die „Orange Army“ über einen hoch motivierten Neuzugang freuen darf, steht auf der anderen Seite jedoch auch der erste Abgang fest, denn Matt Scott wird definitiv nicht nach Chemnitz zurückkehren. Der 22-jährige US-Amerikaner kam letzten Sommer von der Niagara-Universität zu den NINERS und zeigte ein gutes Debüt im Profibereich. In 26 Pflichtspielen erzielte der einsatzfreudige Shooting-Guard durchschnittlich 6.0 Punkte, 2.3 Rebounds sowie 1.4 Assists. Ein Meniskusriss zwang ihn im Frühjahr zu einer zweimonatigen Pause und wenngleich er sich in den Playoffs nochmal zurückkämpfte, konnte er gegen Hamburg nicht mehr entscheidend Einfluss nehmen. „Matt ist ein super Typ und hat immer alles gegeben. Jedoch wollen wir das Team auf einigen Positionen umbauen und suchen deshalb nach anderen Spielertypen. Wir bedanken uns bei Matt für seinen Einsatz und wünschen ihm alles erdenklich Gute für seine weitere Karriere“, betont Pastore.

 

(NINERS Chemnitz)

Jürgen Rich bleibt Hamburg Towers treu

Die nächste Vertragsverlängerung ist im Kasten. Jürgen Rich bleibt mindestens zwei weitere Jahre bei den Hamburg Towers. Der 20-Jährige wird im Kader für die easyCredit Basketball Bundesliga stehen und zugleich per Zweitspielrecht für den Kooperationspartner SC Rist Wedel in der 2. Bundesliga ProB auflaufen, wo er in den vergangenen Monaten den Durchbruch schaffte.

Rich, der kürzlich mit Teamkollege René Kindzeka in Miami urlaubte, richtet die ersten offiziellen Worte nach seiner Vertragsverlängerung direkt an die Anhänger des Erstliga-Aufsteigers – in für ihn typischer Manier: „Hallo liebe Towers-Fans, ich bin glücklich euch mitzuteilen, dass ich zwei weitere Jahre für die Hamburg Towers auflaufen werde. Ich bin schon heiß auf die kommende Saison sowie die gute Stimmung und die besten Fans der Liga. Persönlich freue ich mich schon darauf, gegen sehr erfahrene Spieler trainieren und spielen zu dürfen und immer besser zu werden. Das war’s von meiner Seite aus. Grüße aus Miami.“

„Jürgen hat in der abgelaufenen Saison einen großen Sprung gemacht. Gegen Ende hat er auch in wichtigen Phasen Einsätze in der ProA erhalten, und wir haben uns sehr wohl mit ihm auf dem Spielfeld gefühlt. Die nächste Hürde ist es, ihn gemeinsam mit Wedel zu einem Bundesliga-Spieler zu entwickeln. Da wir daran glauben, dass er genau das werden kann und großes Vertrauen in seinen Fähigkeiten haben, freuen wir uns über seine Entscheidung, seine Karriere in Hamburg fortzusetzen“, sagt Towers-Geschäftsführer und -Sportdirektor Marvin Willoughby.

Wie üblich spart Headcoach Mike Taylor nicht mit Lob:

„Mit Jürgen arbeite ich sehr gerne zusammen. Es ist nicht weit hergeholt zu behaupten, er habe sich im vergangenen Jahr so stark verbessert wie niemand sonst in unserem Team. Als die Saison begonnen hat, war er sichtlich überfordert vom System und dessen Details. Aber von Spieltag zu Spieltag hat er auch dank seiner Einsätze in Wedel dazugelernt, sodass er ab der Rückrunde regelmäßig die Chance bekommen hat zu spielen, und diese genutzt hat. Ich hoffe, er zieht daraus Selbstvertrauen und glaubt daran, ein sehr guter Spieler werden zu können. Abgesehen davon ist Jürgen ein super Typ, den jeder witzig findet.“

Den Ruf als Spaßvogel hat sich der gebürtige Lübecker nicht umsonst erarbeitet. Ständig einen frechen Spruch auf den Lippen oder am Tanzen, ist Rich ein unbeschwerter Charakter. Dennoch kann er den Schalter umlegen, wenn es der Ernst auf dem Parkett erfordert. Bester Beleg dafür sind seine starke 12,2 Punkte pro Partie für Wedel. In der ProA absolvierte der athletische Guard mit nigerianischen Wurzeln 14 Begegnungen und kam in durchschnittlich fünf Minuten auf 1,5 Zähler. Als Belohnung wurde der 1,85-Meter-Athlet in den Kader der deutschen 3×3-Nationalmannschaft berufen.

Der bisherige Kader der Towers für die Saison 2019/20 inkludiert neben Rich noch René Kindzeka, Justus Hollatz, und Malik Müller.

(Hamburg Towers)

Jetzt offiziell: Jonas Grof verlängert bei Phoenix Hagen

Bleibt er bei seinem Stammverein oder nimmt er ein Angebot eines anderen Clubs an? Diese Frage beschäftigte Phoenix Hagen in den vergangenen Wochen, wenn es um Jonas Grof ging.

Nun steht fest, dass die Verantwortlichen auch in der kommenden Spielzeit auf die Dienste des 23-jährigen Allrounders bauen können. Grof entschied sich gegen andere Angebote und für eine weitere Saison bei den Feuervögeln.

Zuletzt wurde Grof zum wiederholten Male für die A2 Nationalmannschaft, für die er bereits erfolgreich an der Universiade 2017 in Taipeh teilgenommen hat, nominiert. Mit seinem Einsatz beim Deutschlandcup für das A-Team im Herbst 2018 erlebte das Eigengewächs ein weiteres Karriere-Highlight während seiner Phoenix-Zeit.

Obwohl die Spielzeit 2018/2019 für alle unbefriedigend verlief, konnte Jonas Grof statistisch gesehen die nahezu identischen Zahlen wie in der Vorsaison abliefern. In rund 30 Minuten Spielzeit, kam er auf 11,2 Punkte, 5,7 Rebounds und 5,1 Assists.

In der neuen Saison wird sich die sportliche Rolle von Jonas nach Absprache mit Trainer Chris Harris verändern.

„Ich bin sehr glücklich drüber, dass Jonas sich für ein weiteres Jahr bei Phoenix entschieden hat. Es kommt selten vor, dass ein Spieler seines Kalibers so viel Treue, Mut und Charakter zeigt. Jonas und ich haben oft und lange zusammengesessen, um über seine Zukunft, und was wir für das Beste für Phoenix in der kommenden Spielzeit halten, zu sprechen. Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass er der Mannschaft am besten mit einer kleinen Umschulung helfen kann. Wir haben vor ihn variabel einzusetzen, ihn aber viel auf der drei einzusetzen. Er hat mein komplettes Vertrauen gewonnen. Er ist ein vorbildlicher Profi und Leader im Team. Ich schätze mich sehr glücklich, ihn für ein weiteres Jahr gewonnen zu haben“, erklärt Headcoach Chris Harris dazu.

Geschäftsführer Patrick Seidel: „Dass sich Jonas gegen andere Angebote für einen weiteren Verbleib bei uns entschieden hat und damit gleichbedeutend auch eine neue Position für einen erfolgreichen Saisonverlauf der Mannschaft annimmt, ist ein echtes Statement. Das ist ihm sehr hoch anzurechnen. Erfolg und Misserfolg lagen letzte Saison extrem nah beieinander. Alle Spieler brennen bereits jetzt darauf, dass die neue Saison losgeht.“

Planungen ohne Herrera und Davis

Neben den bisherigen Personalentscheidungen steht fest, dass die Feuervögel ohne Kris Davis und Alex Herrera planen werden. Bei Alex Herrera standen die Zeichen früh auf Abschied. Vor dem Hintergrund des verpassten Saisonziels der Mannschaft war abzusehen, dass eine Verlängerung zu ähnlichen Konditionen nicht darstellbar ist, da dies in der Vorsaison nur durch die Mithilfe von Sonderzahlungen einiger Sponsoren funktionierte. Bei Kris Davis hat Phoenix versucht, den Vertrag zu verlängern. Da sowohl das erste Angebot, als auch eine darauffolgende Anpassung nicht angenommen wurde, wird sich Phoenix auf dieser Position anderweitig orientieren.

„Wir möchten uns bei Alex Herrera und Kris Davis für ihren unermüdlichen Einsatz bei Phoenix Hagen bedanken. Als Spieler, aber auch charakterlich und innerhalb der Mannschaft waren das richtig gute Jungs, denen wir für ihren weiteren Werdegang alles Gute wünschen und diesen sicherlich verfolgen werden“, so Seidel zum Abschluss.

Team 2019/2020

Bleibt: Dominik Spohr, Joel Aminu, Jannik Lodders, Javon Baumann, Jonas Grof,
Jasper Günther, Tobias Wegmann, Emil Loch, Headcoach Chris Harris und Ass. Alex Nolte.

Kommt: Niklas Geske

Geht: Jeremy Dunbar, Alex Herrera, Kris Davis, Max Fouhy

 

(Phoenix Hagen)

Abschied von Dennis Teucher

Nach zwei Jahren verabschiedet sich Dennis Teucher von den ROSTOCK SEAWOLVES. Der Power Forward wird zu einem Team in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB wechseln.

„Nach zwei Jahren Rostock Seawolves ist es für mich nun an der Zeit weiterzuziehen. Während dieser zwei Jahre konnte ich mich sportlich und persönlich weiterentwickeln. Danke an all meine Mitspieler, Trainer, die Verantwortlichen und vor allem Euch Fans: Ihr seid klasse!“, bedankt sich Dennis Teucher.

Im Jahr 2017 wechselte der damals 21-jährige vom RSV Eintracht Stahnsdorf zu den ROSTOCK SEAWOLVES. Er entwickelte sich schnell zu einer wichtigen Stütze der Rostocker in der ProB und konnte so auch viel für den Aufstieg in die ProA beitragen.

Teucher bestritt insgesamt 39 Spiele für die Rostocker und kam dabei im Schnitt auf 5,3 Punkte bei einer Trefferquote von 51,6 Prozent. Sein bestes Spiel bestritt er am 15. April 2018; im ersten Playoff-Halbfinale gegen Iserlohn erzielte der gebürtige Berliner 15 Punkte, elf Rebounds sowie drei Assists. In der Saison 2018/19 kam er aufgrund langer Verletzungspausen leider selten zum Einsatz.

„Während Dennis im Aufstiegsjahr ein Eckpfeiler unter den Körben, war seine erste ProA-Saison von Verletzungsrückschlägen und Zurückkämpfen ins Teamgefüge geprägt. Somit fand Dennis nicht zur erhofften Form. Ich wünsche Dennis für seine kommende Aufgabe in der ProB alles Gute und eine verletzungsfreie Zeit“, sagt SEAWOLVES-Manager Jens Hakanowitz.

 

(ROSTOCK SEAWOLVES)

Ein Forward mit Spielübersicht – Adam Eberhard kommt an den Neckar

Die MLP Academics Heidelberg sind erneut auf dem Transfermarkt aktiv gewesen. Nach dem Abgang von Dan Oppland erklärte Geschäftsführer Matthias Lautenschläger, dass man sich “athletischer” auf der Position des Power Forwards aufstellen wolle. Gesagt, getan – könnte man nach der Verpflichtung des US-Amerikaners Adam Eberhard sagen. Zwar ist Eberhard nicht der klassische “High-Flyer”, vielmehr weiß er aber seine ca. 90kg gut einzusetzen mit Tempo und der richtigen Balance.

Mit Adam Eberhard wechselt ein 2,03m großer Forward an den Neckar, der die vergangenen vier Jahre an der Bellarmine University verbrachte und dort den Grundstein für seine nun startende Profikarriere legte. Für die Bellarmine Knights standen unter anderem auch Braydon Hobbs (FC Bayern München Basketball) und der in Heidelberg gut bekannte Vance Hall auf dem Parkett.

In der vergangenen Spielzeit konnte Adam Eberhard mit 17,6 Punkten, 5 Rebounds und 4,6 Assists pro Spiel seinem Team zu einer starken Bilanz von 28-5 in der zweiten Division der NCAA führen. Mit einer Quote von knapp 60% aus dem Feld, wusste Eberhard zu überzeugen. Vor allem seine Qualität als guter Passgeber ist nicht zu unterschätzen. Sein Trainer an der Bellarmine University, Scott Davenport, lobte während der vergangenen Saison seine unerlernbare Spielübersicht, die ihm mehrere Awards gewinnen ließ (NABC Division II All-America Team, NABC Al-District Midwest First Team).

Headcoach Branislav Ignjatovic freut sich auf den Neuzugang:

“Wir haben Adam schon lange auf dem Radar und sind wirklich froh, dass wir ihn nächste Saison in unserern Reihen haben. Ich bin sehr überzeugt von Spielern der Bellarmine University, da man mit Vance Hall und Braydon Hobbs bereits zwei sehr gut ausgebildete Spieler nach Europa geschickt hat, die ihre Qualitäten unter Beweis gestellt haben. Adam wird uns mit seiner Spielübersicht, sowie seiner Arbeitseinstellung helfen.”

Ignjatovic ergänzt zudem: “Sein Spiel ist sehr vielseitig, da er auch einen guten Wurf von draußen besitzt. Wir hoffen, dass er sich hier schnell wohlfühlen wird und uns auf der Position des Power Forwards helfen kann. Es war uns sehr wichtig, dass wir auf dieser Postion einen Unterschiedsspieler verpflichten konnten.”

Adam Eberhard sagt selbst zu seinem ersten Profivertrag: „Ich bin wirklich sehr aufgeregt und freue mich sehr auf die Chance bei den MLP Academics. Ich habe mich genau informiert, bevor ich mich für Heidelberg entschieden habe. Der Hauptgrund meiner Entscheidung ist der Wille der Organisation, Spiele zu gewinnen und das Maximum zu erreichen. Die Gespräche mit dem Management waren sehr gut und ich kann es kaum erwarten, ab August mit meinem Team in die Vorbereitung zu starten.“

 

(MLP Academics Heidelberg)

Showtime für die Knights – das deutsche Gerüst steht

Die Kirchheim Knights verpflichten einen weiteren Neuzugang und besetzen die letzte deutsche Position. Mit Brian Butler erhalten die Ritter einen Forward, der für seine Sprunggewalt bekannt ist. Er soll den Positionen drei und vier mehr Tiefe geben und für athletische Highlights sorgen.

Zu einem frühen Zeitpunkt haben die Kirchheimer damit ihre Planungen auf den deutschen Positionen abgeschlossen. Butler wechselt aus der ProB in die Teckstadt. Dort spielte der 27-Jährige in den letzten Jahren für den Nachbarn aus Elchingen. In 27 Minuten Spielzeit pro Partie erzielte Butler in der vergangenen Saison 12,6 Punkte und 6,8 Rebounds im Schnitt. „Wir freuen uns sehr, dass wir unsere deutschen Positionen mit diesen Jungs besetzen konnten. Wir haben einen tollen Mix aus Erfahrung und jungen ambitionierten Talenten, die sich etablieren wollen. Alle Spieler haben unterschiedliche Stärken und wir glauben, dass sie sich sehr gut ergänzen werden. Brian gibt uns eine Menge Energie, Athletik, Power und Emotionen. Mit seinen Plays wird er für einige Highlight-Momente in der Sporthalle Stadtmitte sorgen. Zudem ist er ein sehr angenehmer Typ, der auch charakterlich zu unseren Jungs passen wird, “beschreibt Geschäftsführer Christoph Schmidt den Neuzugang und beschreibt damit auch Attribute, die auf den letztjährigen Kapitän Brian Wenzel zutreffen, der verletzungsbedingt die kommende Saison verpassen wird.

Für Trainer Mauro Parra ist Butler kein Unbekannter. Die Beiden haben eine gemeinsame Vergangenheit. Ausgebildet wurde Butler in den Nachwuchsmannschaften der BG Leitershofen und vom FC Bayern München. Bei den Münchnern trafen sich dann auch die Wege von Parra und Butler.

„Ich kenne Brian noch aus meiner Zeit als NBBL-Trainer bei Bayern München vor 10 Jahren. Den Kontakt haben wir über die Jahre nie verloren. Brian verkörpert das, was uns letzte Saison nach der Verletzung von Brian Wenzel gefehlt hat. Seine Energie, Physis und Emotionen machen ihn für uns zu einem sehr wichtigen Baustein in unserem Konstrukt. Er kann auf beiden Forward-Positionen spielen, ist ein exzellenter Verteidiger und Rebounder. Er ist der Typ von Spieler, der mit seiner Energie ein Spiel in entscheidenden Phasen drehen kann,“ freut sich der Spanier über seinen Neuzugang.

Nach den Jahren in München folgte 2010 der Wechsel nach Weißenhorn in die ProB und somit in die Nachbarschaft der Ritter. Über die Stationen Ehingen und Elchingen führte Butlers Weg nun nach Kirchheim. „Für Brian ist es nach einigen Jahren in der ProB eine Umstellung. Wir sind sehr gespannt, wie die Anpassung für ihn wird, aber wir trauen ihm diesen Schritt absolut zu,“ so Schmidt.

Der gebürtige Augsburger befindet sich derzeit im Urlaub in den USA und wird gemeinsam mit seinen Kollegen am 12. August in die Vorbereitung starten.

„Ich freue mich riesig, dass Kirchheim mir die Chance gibt, meinen großen Wunsch zu erfüllen in der ProA auf dem Parkett stehen zu dürfen. Darüber hinaus liebe ich Herausforderungen und möchte mich stetig weiterentwickeln. Daher denke ich, dass Kirchheim hierfür der richtige Ort ist, da ich mit meinem alten (NBBL) und jetzt wieder neuem Trainer Mauro Parra zusammenarbeiten kann. Ich freue mich also auf eine erfolgreiche und hightlightvolle Saison mit den Knights!“

Damit steht auch fest, dass die letztjährigen Ritter Constantin Ebert, Max Rockmann und Phillip Daubner nicht weiterverpflichtet werden. „Phillip hat bei uns eine tolle Saison gespielt und wir wünschen ihm und natürlich auch Max und Consti nur das Beste für die kommende Saison,“ so Schmidt.

Auf die Verantwortlichen wartet nun die Aufgabe, die richtigen Importspieler zu finden. „Wir sind sehr früh dran und so wie sich alles in den letzten Jahren entwickelt hat, sind wir vermutlich gezwungen, lange zu warten. Wir werden die Augen und Ohren offenhalten, aber im Moment rechnen wir damit, dass es noch etwas dauern wird, bevor wir die letzten Kaderspieler verpflichten,“ erklärt Schmidt die weiteren Planungen.

Kader Knights 2019/2020:

Andreas Kronhardt, Tim Koch, Andreas Nicklaus, Kevin Wohlrath, Till Pape, Nico Brauner, Brian Butler, Keith Rendleman

 

(VfL Kirchheim Knights)