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Denis Wucherer – Eine Leverkusener Erfolgsgeschichte (2)

Rückkehr in die Wilhelm-Dopatka-Halle

Im Sommer 1998 wechselte Wucherer nach Italien zu Olimpia Mailand („ich wollte meinen Horizont erweitern, die erste Liga Italiens war zum damaligen Zeitpunkt die stärkste in Europa“) und unterschrieb dort einen Zwei-Jahres-Vertrag. Nach den Stationen bei den Varese Roosters (ITA, 2000/01), DJK s.Oliver Würzburg (2001) und den Opel Skyliners Frankfurt (2001/02) bahnte sich der Wechsel zurück nach Leverkusen an.

An das erste Treffen im Jahr 2002 mit den damaligen Leverkusener Verantwortlichen erinnert sich Wucherer noch gut: „Es war schon etwas dubios. Ich traf mich mit Manager Thomas Deuster und Headcoach Heimo Förster in einem Lokal am Flughafen Frankfurt. Wir sprachen über die kommende Saison und über die Rolle, die ich im neuen Team einnehmen sollte. Schnell machten mir die beiden klar, dass sie eine Mannschaft um mich herum aufbauen wollten. Dazu kam, dass Leverkusen mit einem „Deutschen Konzept“ an den Start zu gehen plante. Diese Idee fand ich super, ich war gleich Feuer und Flamme und unterschrieb einen neuen Vertrag.“

Das „Deutsche Dreigestirn“, bestehend aus Demond Greene, Sven Schultze und Denis Wucherer, sowie die starken Importspieler Nate Fox und John Best, ergänzt durch den talentierten Gordon Geib, erreichten 2003 als Achter die Playoffs. Wucherer dominierte in der Saison an der Seite von Best, legte 16,6 Punkte pro Spiel auf und gehörte zu den besten einheimischen Spielern der Liga. In der Endrunde um die Meisterschaft scheiterten die GIANTS in einer heiß umkämpften Serie mit 2:3 im Viertelfinale an den Telekom Baskets Bonn.

Die Spielzeit 2003/04 gestaltete sich dann schwieriger als die vorherige. BAYER musste sich arg strecken, um die Playoffs zu erreichen, die Entscheidung sollte am letzten Spieltag bei der BG Karlsruhe fallen. Die „Giganten“ mussten gewinnen, um das Endrundenticket zu lösen und in der Europahalle entwickelte sich ein unfassbares Offensivspektakel, bei dem Wucherer herausragte: Mit 37 Zählern (14 von 21 aus dem Feld), 13 Rebounds und zehn Assists konnte Denis nicht nur ein „Triple-Double“ einfahren, sondern war auch hauptverantwortlich dafür, dass Leverkusen mit einem 113:106-Sieg als Tabellensiebter in die Playoffs einzog.
Gleich eine Woche später stand die erste Begegnung im Viertelfinale in Berlin an und hier gelang Denis dann etwas Historisches: Bis heute ist er der einzige Spieler der Bundesligageschichte, welchem in zwei aufeinanderfolgenden Partien ein „Triple-Double“ gelang. Nach der Niederlage bei ALBA (86:92) standen 19 Punkte,11 Korbvorlagen und zehn Rebounds auf dem Statistikbogen hinter der Nummer 8. Wucherer weiß, was ihm damals gelungen war, doch er ist auch selbstkritisch: „Früher war die Definition des Assists eine ganz andere, es war sehr viel schwieriger auf ein „Triple-Double“ zu kommen. Doch bei allem Lob muss ich auch klar sagen, dass die sieben Ballverluste in Berlin zu viele waren. Zwei oder drei weniger und wer weiß, was möglich gewesen wäre.“ Schmunzelnd gibt er dennoch zu Protokoll: „Aber klar, dass waren zwei ganz gute Spiele von mir.“

Im Frühjahr 2005 endete dann die Zeit von Wucherer und die des „Deutschen Konzepts“ in Leverkusen auf dem 13. Rang in der BBL-Tabelle. Mit durchschnittlich 16,0 Punkten pro Begegnung verließ der damals 32-Jährige die Farbenstadt wiederholt in Richtung Italien. Nun war es allerdings ein sportlicher Abschied für immer. Seine „zweite Zeit“ in Leverkusen sieht der Mainzer positiv: „Nach drei Jahren in Italien und einem Bänderriss, der mir die Saison 2001/02 gekostet hat, war die Entscheidung, nach Leverkusen zurückzukehren, genau die Richtige. Mit dem Konzept sind wir gegen den Strom geschwommen, damals beherrschten Importspieler die Liga und für einheimische Akteure war nur wenig Platz in der BBL. Wir haben bewiesen, dass es anders ging und haben mit zwei Playoff-Teilnahmen und der Entwicklung junger Spieler gezeigt, was mit Herz und Verstand möglich ist. Es waren drei unheimlich spannende und tolle Jahre.“

Nach seiner Zeit bei Benetton Treviso (Playoffs 2005) und in Belgien beim Spitzenklub Telindus Oostende (2005 bis 2007) beendete Denis Wucherer seine Karriere im Alter von 34 Jahren.

Tränen nach dem letzten BBL-Spiel der GIANTS

Zur Saison 2007/08 kehrte Wucherer als Kommentator für die Plattform Sportdigital zurück in die Bundesliga und erlebte so die letzte Saison der BAYER GIANTS in der BBL hautnah mit. Für den Vize-Europameister von 2005 war schnell klar, „dass Leverkusen das Potenzial für mehr hatte. Achim Kuczmann hatte eine homogene Mannschaft zusammengestellt, die Geheimfavorit auf den Titel war.“
Denis war begeistert vom offensiven Spielstil der „Giganten“: „Leverkusen hatte sich die Saison über in einen tollen Lauf gespielt und die Zuschauer schnell begeistern können. Leider sorgten dann zwei Zwischenfälle für ein vorzeitiges Aus des Traums von der 15. Meisterschaft …“

Beim fünften Spiel der Playoffserie gegen die Deutsche Bank Skyliners aus Frankfurt war Wucherer als Kommentator in der Wilhelm-Dopatka-Halle. Rückblickend sagt er: „Es war eine sehr intensive Serie, zwischen zwei gut aufspielenden Mannschaft. Ich erinnere mich, dass Pascal Roller am Ende die Initiative übernahm und für die Entscheidung zu Gunsten der Frankfurter sorgte. Damit war die Bundesligazeit in Leverkusen beendet.“ Für den zweifachen Vater kein einfacher Moment: „Otto Reintjes griff in der Dopatka-Halle das Mikro und sprach zu den Fans. Ich hatte währenddessen einen Kloß im Hals und mir liefen die Tränen über die Wangen. Das war für mich ein sehr schmerzhafter und ergreifender Augenblick.“

Der Rekordmeister in der Gegenwart

Zurück im „Hier und Jetzt“ freut sich Wucherer über die Entwicklung des Leverkusener Basketballs. Im Vorjahr war er beim „Klassentreffen“ der BAYER-Meisterteams von 1990 bis 1996 anwesend, auch mit Headcoach Hansi Gnad hat er immer wieder Kontakt. Für den Europameister von 1993 hat Würzburgs Cheftrainer nur lobende Worte übrig: „Hansi hat sich in den letzten Jahren viel Zeit genommen und sich als Coach step-by-step hochgearbeitet. Zunächst in der NBBL und an der Seite von Achim Kuczmann hat er sich toll entwickelt. All diese Erfahrungen haben ihm weitergeholfen. Mit der Meisterschaft in der ProB und der tollen Saison, bei einem relativ überschaubaren Budget in der ProA, hat er bewiesen, dass auch frühere Center gute Coaches sein können. Er hat ein gutes Gespür dafür, wie man eine Mannschaft perfekt zusammenstellt. Ich wünsche ihm und den GIANTS nur das aller, allerbeste für die Zukunft.“

Gnad, der sich über das Kompliment von seinem ehemaligen Teamkameraden sehr freut, beschreibt „Mr. Triple-Double“ wie folgt: „Die beiden Jahre, die ich mit Denis zusammengespielt habe, waren klasse. Bei Europapokalspielen haben wir uns ein Zimmer geteilt, wir haben uns auf Anhieb gut verstanden. Er war ein unglaublich guter Offensivspieler, der auch als Allrounder zu glänzen wusste. Es hat immer großen Spaß gemacht, mit einem so talentierten Akteur zu spielen.“ Als Trainer sieht Hansi Gnad den Ex-GIANT auf einem guten Weg: „Er hat sich an Dirk Bauermann orientiert und hat mit seinen bisherigen Vereinen sehr erfolgreich aufgespielt. Seine Teams spielen so auf, wie er früher als Spieler, nämlich sehr clever und abgezockt. Denis arbeitet akribisch, er überlässt nichts dem Zufall und ich freue mich, dass er seinen Weg in der BBL geht. Das hat er verdient.“ Otto Reintjes ergänzt: „Aus der Ferne betrachtet, finde ich, dass Wucherer einen guten Job macht. Mit relativ geringen finanziellen Mitteln hat er als Trainer in Gießen und heute Würzburg überzeugt. Er wirkt authentisch und nicht verstellt, was ich ganz wichtig finde. Denis ist mit beiden Füßen auf dem Boden geblieben!“

Der Rückblick auf die Zeit von Denis im Leverkusener Dress beweist, dass Wucherer seine Spuren in neun Jahren Farbenstadt hinterlassen hat. Wucherer ist ein wichtiger Teil der BAYER-Basketballgeschichte der 90er bzw. 00er Jahre und eines steht fest: Der 48-Jährige ist in der Ostermann-Arena stets willkommen.

Quelle: Bayer Giants Leverkusen

Denis Wucherer – Eine Leverkusener Erfolgsgeschichte

Am heutigen 7. Mai wird eine Ikone des Leverkusener Basketballs 47 Jahre jung: Denis Wucherer, GIANTS-Erstligaspieler von 1992 bis 1998 bzw. 2002 bis 2005, feiert heute seinen Geburtstag. Der aktuelle Headcoach von s.Oliver Würzburg prägte wie nur wenige Spieler vor ihm den Basketball der „Riesen vom Rhein“. Wir haben beim viermaligen deutschen Meister nachgehört , wie es ihm geht und mit ihm über seine erfolgreiche Zeit in der Rundsporthalle gesprochen.

 

„Meiner Familie und mir geht es gut“, beginnt Wucherer das Telefonat am vergangenen Samstag. Aktuell verbringe der gebürtige Mainzer viel Zeit mit seinem Sohn in Würzburg: „So ein wenig Entschleunigung, bei all dem Stress, den man hat, ist nie verkehrt. Natürlich haben wir uns in den vergangenen Wochen nach dem Abbruch der Liga weiterhin auf eine Fortführung der BBL vorbereitet, doch wir haben die Entscheidung getroffen, an einem möglichen Turnier zur Ermittlung des Meisters 2020 nicht dabei zu sein. Nun gilt mein Fokus der Zukunft, in dieser Hinsicht gibt es einiges zu tun.“ Doch trotz des bitteren Saisonendes, die Unterfranken belegten vor dem Abbruch den achten Tabellenplatz in der ersten Liga, zeigt sich der 123-fache Nationalspieler dankbar: „Es gibt viele Menschen in meinem persönlichen Umfeld, die es wirtschaftlich arg getroffen hat. Ich weiß, meine gute Lage zu schätzen. Die Probleme, über die ich klage, gehören der Kategorie „Luxusprobleme“ an.“

Der Start einer großen Leverkusener Sportkarriere

Doch in diesem Artikel soll es nicht um Corona und die Folgen des Virus gehen, sondern um eine Karriere, die 1992 so richtig Fahrt aufnahm. Im Sommer desselben Jahres wechselte Wucherer nach Leverkusen, der sich noch gut an die damaligen Bedingungen erinnert: „Ich hatte in der Saison 1991/92 mit meinem Bruder als 18-Jähriger in der Bundesliga für Langen gespielt, gleichzeitig besuchte ich die 12. Klasse des Gymnasiums in meiner Heimatstadt Mainz. Dies bedeutete zwar viel Fahrerei, allerdings war es für mich persönlich ein gutes Jahr. Ich habe in Langen die Möglichkeit bekommen, mich in der Bundesliga zu beweisen und zu empfehlen.“
Die Angebote flatterten im Frühjahr ’92 in großer Vielzahl ins Hause Wucherer hinein, bis eines Tages zwei bekannte Basketballpersönlichkeiten vorbeischauten: „Ich habe nicht schlecht gestaunt, als Dirk Bauermann und Otto Reintjes bei uns im Wohnzimmer saßen“, so Denis: „Diese Anerkennung und die Möglichkeit, für das damals beste Basketballprogramm in Deutschland zu spielen, haben mir die Entscheidung leicht gemacht: Ich habe meine Sachen gepackt und bin nach Leverkusen gewechselt.“ Manager Reintjes erinnert sich noch gut an den Ortstermin in Mainz: „Bauermann wollte Denis unbedingt verpflichten, also sind wir per PKW zu seinen Eltern gefahren. Damals haben die Spieler noch selber die Aufgaben eines Agenten inklusive Vertragsgespräche übernommen. Wucherer war ein Riesentalent, intelligent und vor allem im athletischen Bereich hochveranlagt. Wir haben uns unheimlich gefreut, als er den Vertrag unterschrieb.“

Nun ging es also am Rhein auf Korbjagd, wo er mit Spielern wie Henning Harnisch, Michael „Mike“ Koch und Christian „Chris“ Welp zusammenspielte: „Natürlich hatte ich Respekt vor den Namen, die in Leverkusen damals aufliefen, allerdings wusste ich auch um meine Stärken auf dem Feld“, sagt Wucherer und schildert. „Für mich war der Wechsel die logische Konsequenz, ich war der beste Spieler meines Jahrgangs und wollte mich beim TSV beweisen. Es galt für mich, mich in die Rotation zu spielen. Am Anfang war das gar nicht so einfach.“

Seine ersten Wochen in Leverkusen hat Denis noch klar vor Augen: „Ich habe damals in Opladen gewohnt, aber irgendwie war es nicht das Richtige für mich, vielleicht kam auch etwas Heimweh hinzu.“ Doch dies blieb nicht unbemerkt. Ein Teamkollege, der nicht unbedingt als großer Menschenfreund bekannt war, spürte, dass Wucherer nicht bei bester Stimmung war: „Chris Welp hat mitbekommen, dass es mir nicht gut ging. Er hat damals in einem Haus von unserem Physiotherapeut Dieter Happ gelebt, welches über einen ausgebauten Keller verfügte. Chris frug, ob ich Lust hätte, bei ihm einzuziehen und ich musste nicht lange überlegen, um diese Gelegenheit beim Schopfe zu packen. Es war eine großartige Zeit, die wir gemeinsam verbrachten.“ Auch Reintjes zieht den imaginären Hut vor dem Durchsetzungsvermögen, welches der damals angehende Abiturient an den Tag legte: „Denis hat sich gegen die stärksten deutschen Spieler in jedem Training aufs Neue beweisen müssen und nebenbei sein Abitur in Leverkusen gemacht. Das war ein unheimliches Arbeitspensum für ihn. Umso beeindruckender war es, wie er sich nach und nach in die Rotation gespielt hat.“

Auch sportlich lief es für Wucherer immer besser. Der Allrounder bekam vermehrt Minuten und dann kam dieses eine Schlüsselerlebnis, welches für den Durchbruch sorgen sollte. Leverkusen spielte 1993 Zuhause gegen den Traditionsverein aus Mittelhessen, den MTV 1846 Gießen. Die Begegnung war bis zum Ende heiß umkämpft, beide Mannschaften schenkten sich nichts. Die „Riesen vom Rhein“ lagen in den letzten Sekunden der regulären Spielzeit zurück, als es Wucherer war, der den Wurf zur Verlängerung traf. An das, was im Anschluss geschah, erinnert sich der damals junge Akteur des TSV heute noch ganz genau: „Das Spiel war unheimlich eng und auch in der Overtime konnten sich weder Gießen noch wir absetzen. Kurz bevor die Partie endete, passte mir Clinton Wheeler den Ball auf Höhe der Dreierlinie zu und ich traf den Buzzerbeater zum Sieg. Im Anschluss trugen mich Henning Harnisch und Kannard Johnson durch die Rundsporthalle. Ein toller Moment!“ An diesem Abend bewies auch einmal mehr das Schicksal sein Gespür für große Geschichten: Denis‘ Bruder Nicolas spielte zu diesem Zeitpunkt für den MTV, Vater Jochen wurde mit den Gießenern im Jahr 1967 deutscher Basketballmeister.

Etablierter Leistungsträger am Rhein

Im Anschluss ging Wucherer weiter entschlossen seinen Weg: 1994 wird er Nationalspieler des DBB, zudem wird der Swingman fester Bestandteil der Leverkusener Rotation. Seinen damaligen Trainer, Dirk Bauermann, lobt Denis in den höchsten Tönen: „Ich war der erste junge Spieler der Leverkusener Bauermann-Ära, welcher von außerhalb in die Rundsporthalle wechselte. Bei unserem damaligen Vertragsgespräch hat mir Dirk schnell das Gefühl gegeben, dass er gerne mit mir arbeiten möchte. Natürlich war mir bekannt, dass Bauermann damals jungen deutschen Spielern nicht das große Vertrauen schenkte. Ich wusste aber, dass ich mich durchsetzen kann. In der harten Schule von Dirk habe ich viel gelernt und ich bin ihm unheimlich dankbar!“

1997/98 geht der gebürtige Mainzer in seine „letzte“ Saison für die „Riesen vom Rhein“. Die Machtverhältnisse im deutschen Basketball hatten sich verändert, BAYER war nicht mehr das Nonplusultra, welches man bezwingen musste, um den Meistertitel zu erringen: „Wir konnten nicht mehr mit den ganz großen Vereinen wie ALBA Berlin oder den Telekom Baskets Bonn mithalten“, so der 48-Jährige. „Auf den deutschen Positionen waren wir zwar mit Hansi Gnad, Tim Nees und mir gut besetzt, aber es fehlten die starken Imports, die in der Vergangenheit mit Spielern wie Kannard Johnson oder Clinton Wheeler noch den Unterschied gemacht hatten. So war es an der Zeit für mich weiterzuziehen.“

Vier Meistertitel und zwei Pokalsiege errang Wucherer schussendlich mit den Farbenstädtern in den 90er Jahren. Die großen Schlachten mit ALBA Berlin hat er nicht vergessen: „Die Rivalität zwischen BAYER und ALBA hat die 90er im deutschen Basketball geprägt. Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe. Da waren bei den Hauptstädtern Akteure wie Sasa Obradovic, Stephan Baeck oder die talentierten Ademola Okulaja sowie Henrik Rödl zu finden. Zwar hat Berlin uns einiges abverlangt, aber am Ende haben wir immer die Nerven behalten und ALBA nicht den Hauch einer Chance gelassen. Wir konnten in den Playoffs und im Pokal noch immer ein Schippe drauflegen, deshalb sind wir in den 1990er Jahren so dominant aufgetreten!“

 

Quelle: Bayer Giants Leverkusen

Wucherer verlässt RheinStars 

Cheftrainer Denis Wucherer verlässt die RheinStars Köln nach einem Jahr in der 2. Basketball-Bundesliga ProA und kehrt zurück in die oberste Etage des Basketballs.

„In Gesprächen nach der Saison war relativ schnell klar, dass es Denis in die Bundesliga ziehen würde und so ist jetzt auch gekommen“, sagt Manager Stephan Baeck.

„Wir wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute.“ Der Einjahresvertrag des 45 Jahre alten ehemaligen Nationalspielers hätte sich bei einem Aufstieg automatisch um zwei weitere Jahre verlängert. Doch der bislang erfolgreichsten ProA-Hauptrunde der RheinStars mit 19:11 Siegen und Tabellenplatz 4 nach 30 Spieltagen, folgte der Einbruch mit drei klaren Niederlagen gegen Aufsteiger PS Karlsruhe Lions in der ersten Playoff-Runde. Wucherer: „Ich möchte mich bei allen Mitarbeitern, meinem Team, den Spielern und dem Management für die vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken. Besonders aber bei Matt Dodson für seine akribische und loyale Arbeit als mein Assistant Coach. Ich bedauere es sehr, dass es für uns nicht geklappt hat. Das hatten wir uns alle anders erhofft.“

Studien-Umfrage zu den RheinStars
Einer der Mitarbeiter der RheinStars beschäftigt sich in seiner Abschlussarbeit im Studiengang Sportmanagement an der Hochschule Koblenz, Standort Remagen, mit den RheinStars Köln. Unter allen Teilnehmenden gibt es etwas zu gewinnen. Der Aufwand beträgt circa zehn Minuten.
Hier geht es direkt zur Umfrage.

 

(RheinStars Köln)

Denis Wucherer übernimmt als Headcoach bei den RheinStars

Denis Wucherer lenkt ab sofort die sportlichen Geschicke der RheinStars Köln als Headcoach. Der 44 Jahre alte Trainer kommt von den Gießen 46ers zurück ins Rheinland und soll die RheinStars aus der 2. Basketball-Bundesliga ProA ins Oberhaus führen.

„Wir freuen uns sehr, dass sich mit Denis einer der begehrtesten deutschen Trainer für unser Projekt Bundesliga entschieden hat und wir gemeinsam das große Ziel angreifen können“, sagt Manager Stephan Baeck bei der heutigen Vorstellung. Sollte der Aufstieg gleich im ersten Anlauf gelingen, verlängert sich Wucherers Kontrakt automatisch um zwei weitere Jahre.

Wucherer hatte sich in den vergangenen vier Jahren im mittelhessischen Gießen als Trainer einen Namen gemacht. Er führte den 2013 abgestiegenen Traditionsklub 2015 aus der zweiten Liga zurück in die Basketball-Bundesliga und dort in zwei Spielzeiten jeweils nahe an die Playoff-Ränge. Begeistert waren die Fans allerdings nicht allein vom sportlichen Erfolg sondern auch vom leidenschaftlichen Stil der Mannschaft. „Vielleicht ist es in Köln sogar noch eine größere Herausforderung als in Gießen vor vier Jahren. Der Druck sicherlich auch. Aber deswegen ist das Projekt ja auch so interessant. Ich sehe allerdings auch das Potenzial, aus einer Großstadt heraus mit den RheinStars einen guten Platz in der BBL zu finden und sich dort zu etablieren. Bis dahin haben wir aber noch einen langen Weg und jede Menge Arbeit vor uns.“

Der ehemalige Nationalspieler spielte neun Jahre bei Bayer Leverkusen und wird wie schon sein Vorgänger Arne Woltmann mit Matt Dodson als Assistant Coach arbeiten. Der Australier hatte als Interims-Coach die RheinStars nach der Trennung von Woltmann (jetzt Geschäftsführer der Eisbären Bremerhaven) in die Playoffs geführt. „Denis und Matt werden einen guten Job machen, ich freue mich auf die kommenden Jahre mit den beiden“, sagt Manager Stephan Baeck, der Wucherer seit weit mehr als 20 Jahren kennt und mit ihm gemeinsam zwischen 1994 und 1997 in der Nationalmannschaft spielte.

Steckbrief Denis Wucherer
geb. 7. Mai 1973 in Mainz, zwei Kinder

Trainerstationen:
2013 – 2017   Gießen 46ers
2011 – 2012   FC Bayern München (Assistant Coach)
2009 – 2010   Deutschland (AC)
2010   Deutschland U-20
2008 – 2009   Bayer Giants Leverkusen U-19

Spielerkarriere
Position Shooting Guard
123 Länderspiele für Deutschland zwischen 1994 und 2006
2005 Vize-Europameister
Viermal Deutscher Meister mit Bayer Leverkusen, zweimal Pokalsieger

Vereinsstationen von 1991 bis 2007: TV Langen, Bayer 04 Leverkusen, Olimpio Milano, Varese Roosters, DJK s. Oliver Würzburg, Opel Skyliners Frankfurt, Bayer Giants Leverkusen, Benetton Treviso, Telindus Oostende

 

 

(RheinStars Köln)

Meisterbanner für die GIESSEN 46ers – Ehrung Coach/Spieler der Saison 14/15

Am vergangenen Wochenende überreichte Daniel Müller, Geschäftsführer der 2. Basketball-Bundesliga, den Meisterbanner an die GIESSEN 46ers (Heiko Schelberg – Geschäftsführer). Ebenso wurden Denis Wucherer (Coach der Saison 14/15) sowie Braydon Hobbs (Spieler der Saison 14/15), damals noch Spieler bei rent4office Nürnberg, geehrt. 

Die GIESSEN 46ers können auf eine äußerst erfolgreiche Saison 14/15 zurückblicken. Erst gelang ihnen der Aufstieg in die Beko BBL und dann holten sie sich zusätzlich auch den Meistertitel der ProA gegen die favorisierten s.Oliver Baskets. Gleichermaßen anerkannt wurde dies auch von den Coaches der ProA und den Fans und somit wurde Denis Wucherer mit großer Mehrheit von seinen Kollegen zum Coach der Saison ernannt.

Im Halbfinale putzen die 46ers die Nürnberger mit 3:0 weg. Glänzen konnte zum Ende der Saison trotzdem der Nürnberger Point Guard – Braydon Hobbs. Mehrheitlich wurde er von Fans und Zuschauern zum ProA Spieler der Saison gewählt.

Denis Wucherer & Daniel Müller

Denis Wucherer & Daniel Müller

Braydon Hobbs & Daniel Müller

Braydon Hobbs & Daniel Müller

 

 

 

 

 

 

 

 

(Fotos: Marco Kessler MEDIASHOTS)