Ligatagung in Nürnberg mit Wahl des AG-Vorstandes

Köln, 13. Juli 2026 – Am gestrigen Sonntag ging die zweitägige Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft 2. Basketball-Bundesliga der Herren e.V. in Nürnberg zu Ende. Die Mitgliedsvereine der ProA und ProB wählten ihren Vorstand neu.

Im Kern der Tagung stand auch in diesem Sommer wieder die langfristige Entwicklung der Liga im Rahmen der beschlossenen Starting-Five-Strategie mit den fünf Schwerpunkten digitale Erlebnisse, stimmungsvolle Spielhallen, wirtschaftliche Stabilität, soziale Verantwortung und nachhaltige Nachwuchsarbeit. In gemeinsamen Workshops wurden Schwerpunkte für die kommende Spielzeit erarbeitet. Ein Teil davon sind ligaweite Themenspieltage zu Nachhaltigkeit, Charity und Inklusion.

Im Rahmen der Sitzung beschlossen die Mitgliedsvereine zudem die grundlegende Neuordnung der Spiel- und Veranstaltungsordnung (SuVO). Ziel der Reform ist es, das zentrale Regelwerk auf seinen normativen Kerngehalt zu konzentrieren: Detaillierte Einzelregelungen zu Medienarbeit, Werbung, Livestream sowie Scouting und Kampfgericht wurden in eigene, nachrangige Manuals überführt. Dies soll die Übersichtlichkeit erhöhen und Vereinen sowie Mitarbeitenden den Zugang zu den für ihren Fachbereich relevanten Vorschriften erleichtern.

Neue Zusammensetzung des Vorstands

Die Arbeitsgemeinschaft 2. Basketball-Bundesliga der Herren e.V., bestehend aus den Mitgliedsvereinen der ProA und ProB, hält die Mehrheitsanteile an der 2. Basketball-Bundesliga GmbH. Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist es, die Interessen und Ziele der Mitgliedsvereine bestmöglich zu vertreten. Die Vereinsarbeit wird von einem sechsköpfigen, ehrenamtlich tätigen Vorstandsteam geleitet, an dessen Spitze ein Vorstandsvorsitzender steht.

Im Rahmen der Versammlung wurden zwei langjährige Vorstandsmitglieder feierlich verabschiedet: Thorsten Wünschmann (seit 2015 stellvertretender Vorstandsvorsitzender) und Rico Gottwald (seit 2020 Vorstand Nachwuchs) standen nach über einem Jahrzehnt bzw. sechs Jahren ehrenamtlichem Engagement nicht erneut zur Wahl.

Die Clubs bestätigten die bisherigen Vorstandsmitglieder Daniel Müller (Vorstandsvorsitzender), Carsten Bierwirth (stellvertretender Vorstandsvorsitzender Organisation), Florian Gut (Sport) und Marius Kröger (Marketing) im Amt.

Volker Stix, Geschäftsführer der Catella Investment Management Holding GmbH und langjähriger Basketballmanager und -trainer, wurde zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden mit dem Schwerpunkt Strategieentwicklung gewählt. Şükran Gencay, Managerin in einem Logistikkonzern und Basketballtrainerin in der Regionalliga Nord, übernimmt als neues Vorstandsmitglied die Verantwortung für den Bereich Nachhaltigkeit.

Vorstandsvorsitzender Daniel Müller würdigte den langjährigen Einsatz der beiden ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder: „Thorsten Wünschmann und Rico Gottwald haben die 2. Basketball-Bundesliga über viele Jahre mit enormem persönlichem Einsatz mitgeprägt und entscheidend zur Weiterentwicklung unserer Liga beigetragen. Dafür gebührt beiden unser aufrichtiger Dank. Gleichzeitig freuen wir uns, mit Volker Stix und Şükran Gencay zwei erfahrene und hoch engagierte Persönlichkeiten für den Vorstand gewonnen zu haben, die neue Impulse und Perspektiven einbringen werden.“

Der Vorstand der AG 2. Basketball-Bundesliga der Herren e.V. setzt sich damit wie folgt zusammen:

Vorstandsvorsitzender:                                       Daniel Müller
Stv. Vorstandsvorsitzender Organisation:      Carsten Bierwirth
Stv. Vorstandsvorsitzender Strategie:              Volker Stix
Vorstand Sport:                                                     Florian Gut
Vorstand Marketing:                                            Marius Kröger
Vorstand Nachhaltigkeit:                                    Şükran Gencay

Spielplan 2026/27 der BARMER 2. Basketball Bundesliga veröffentlicht

Spielplan 2026/27 der BARMER 2. Basketball Bundesliga veröffentlicht

Köln, 01. Juli 2026 – Die BARMER 2. Basketball Bundesliga hat den Spielplan für die Saison 2026/27 veröffentlicht. In den Hauptrunden der ProA und ProB stehen insgesamt 698 Spiele auf dem Programm. Gegenüber der Vorsaison erhöht sich die Gesamtzahl der Partien durch das auf 15 Mannschaften erweiterte Teilnehmerfeld in der ProB Süd. Alle Begegnungen werden live bei SportEurope.TV übertragen.

ProA: Traditionsduell eröffnet die Saison

Den Startschuss in die neue ProA-Spielzeit gibt am Freitag, den 25. September 2026, mit dem Traditionsduell zwischen den letztjährigen Playoff-Teilnehmern GIESSEN 46ers und Artland Dragons. Der easyCredit BBL-Absteiger MLP Academics Heidelberg startet mit einem Auswärtsspiel bei den Tigers Tübingen in die Saison.

Auch die beiden Aufsteiger aus der ProB erwartet zum Auftakt eine anspruchsvolle Aufgabe: Die ETB Miners empfangen die HAKRO Merlins Crailsheim, während die OrangeAcademy bei den Eisbären Bremerhaven gastiert.

Im weiteren Saisonverlauf dürfen sich die Fans auf zahlreiche Derby- und Traditionsduelle freuen. Bereits am 5. Spieltag treffen die PS Karlsruhe Lions im Badischen Derby auf die MLP Academics Heidelberg. Am 10. Spieltag kommt es zum Franken-Duell zwischen den Nürnberg Falcons BC und dem BBC Bayreuth. Bereits zwei Spieltage später empfängt der ehemalige BBL-Klub HAKRO Merlins Crailsheim die BG Göttingen.

ProB: Südstaffel mit erweitertem Teilnehmerfeld

Auch in der ProB beginnt die Saison mit attraktiven Begegnungen. Aufsteiger BBA Hagen startet mit einem Auswärtsderby bei den Hertener Löwen, während Absteiger Uni Baskets Münster zum Auftakt die Itzehoe Eagles empfängt.

Eine Besonderheit gibt es in der ProB Süd: Durch das auf 15 Mannschaften erweiterte Teilnehmerfeld umfasst die Hauptrunde vier zusätzliche Spieltage. Entsprechend steigen am Saisonende drei Teams aus der Südstaffel ab. Aufsteiger TSG Solcom Ravens Reutlingen eröffnet die Saison auswärts bei den Ahorn Camp Baskets Speyer. Der ProA-Absteiger Bayer GIANTS Leverkusen bestreitet seine Heimpremiere am zweiten Spieltag gegen die CATL Basketball Löwen.

Saisonstart Ende September

Die Saison 2026/27 der BARMER 2. Basketball Bundesliga beginnt am Wochenende vom 25. bis 27. September 2026 mit den ersten Spieltagen der ProA und ProB. Der letzte Hauptrundenspieltag der ProA ist für den 1. Mai 2027 angesetzt, die Hauptrunde der ProB endet am 3. April 2027.

Die vollständigen Spielpläne beider Spielklassen inklusive aller zeitgenauen Ansetzungen stehen ab sofort auf der Homepage der BARMER 2. Basketball Bundesliga zum Download bereit. Änderungen der Spielansetzungen bleiben im Saisonverlauf vorbehalten.

Die Spielpläne können hier heruntergeladen werden.

BARMER 2. Basketball Bundesliga nimmt an Nachhaltigkeitszertifizierung teil

Die BARMER 2. Basketball Bundesliga stellt sich derzeit der DEKRA Nachhaltigkeitszertifizierung nach dem Standard „Sustain Association“ . Damit lässt die Liga ihre Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit erstmals nach einem speziell für Sportverbände und -ligen entwickelten Standard unabhängig bewerten.

Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie „Starting Five“, mit der die BARMER 2. Basketball Bundesliga ihre strategische Entwicklung in fünf Handlungsfeldern vorantreibt. Eins davon ist die “Soziale Verantwortung”, mit dem Ziel , ökologische, soziale und wirtschaftliche Verantwortung langfristig in den Strukturen und Prozessen der Liga zu verankern.

Im Rahmen der Zertifizierung werden sämtliche relevanten Bereiche der Organisation überprüft: von Strategie & Management über Verwaltung, Finanzen, Leistungs- und Breitensport bis hin zu Sportveranstaltungen & Events. Grundlage bildet ein speziell für Sportorganisationen entwickelter Kriterienkatalog mit insgesamt 242 Kriterien, der nachhaltiges Handeln systematisch bewertet und Entwicklungspotenziale aufzeigt.

Als Startschuss für den Zertifizierungsprozess fand bereits im vergangenen Jahr ein Auftaktworkshop der DEKRA in der Ligazentrale in Köln zum Thema „Nachhaltiges Arbeiten im Sport“ statt. Dabei wurden erste Handlungsfelder identifiziert und Ansätze entwickelt, wie Nachhaltigkeit langfristig in der Organisation der BARMER 2. Basketball Bundesliga verankert werden kann. Bereits im Verlauf des Zertifizierungsprozesses lieferte der umfangreiche Kriterienkatalog wertvolle Erkenntnisse über den aktuellen Stand des Nachhaltigkeitsmanagements der Liga. Gleichzeitig wurden Bereiche identifiziert, in denen weiteres Entwicklungspotenzial besteht. “Genau diese Potenziale wollen wir für uns festlegen und versprechen uns von dem Vor-Ort-Audits mit der DEKRA viele hilfreiche Einblicke in die Perspektiven für die Liga,” erklärt Svenja Bahlke, bei der BARMER 2. Basketball Bundesliga als Geschäftsstellenleiterin mit dem Thema betraut.

Christian Krings, Geschäftsführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga, sagt:

„Nachhaltigkeit gehört für uns zu einer modernen und verantwortungsvollen Ligaarbeit. Mit der Zertifizierung machen wir sichtbar, wo wir heute stehen und schaffen gleichzeitig eine Grundlage, um uns in den kommenden Jahren konsequent weiterzuentwickeln. Sie ist für uns kein Endpunkt, sondern ein weiterer Schritt innerhalb unserer Unternehmensstrategie ‚Starting Five‘.“

Die Zertifizierung versteht sich ausdrücklich als Entwicklungsinstrument. Sie dokumentiert den aktuellen Stand des Nachhaltigkeitsmanagements und liefert gleichzeitig konkrete Ansatzpunkte für die weitere Entwicklung. Damit schafft die BARMER 2. Basketball Bundesliga Transparenz gegenüber Clubs, Partnern und Sponsoren und verfolgt das Ziel, Nachhaltigkeit dauerhaft in den Strukturen der Liga zu verankern.

Weitere Informationen zur SustainAssociation-Zertifizierung finden Sie unter: www.dekra.de/de/nachhaltigkeitsaudits-im-sport

Deutscher Basketball Ausbildungsfonds e.V. vergibt erneut Spielerstipendium zur Saison 2026/27

Talent und Ehrgeiz sind der Anfang – aber selten genug. Der Weg in den Profi-Basketball stellt junge Athleten vor Fragen, die weit über das Sportliche hinausgehen: Wie komme ich an individuelles Training? Wer begleitet mich mental? Mit wem entwickle ich einen realistischen Karriereplan? Die Antworten auf diese Fragen entscheiden in unzähligen Trainings- und Spielsituationen über Erfolg oder Misserfolg – und am Ende über den Verlauf einer ganzen Karriere.

Seit 2023 fördert der Deutsche Basketball Ausbildungsfonds e.V. talentierte Nachwuchsspieler mit dem Spielerstipendium. Für die Saison 2026/27 wird das Stipendium erneut ausgeschrieben. Es richtet sich an einheimische sowie gleichgestellte Nachwuchsbasketballer auf dem Weg in den Profibereich.

Marvin Willoughby, Geschäftsführer Sport der Veolia Towers Hamburg und Mitglied des Ausbildungsausschusses, bringt die Bedeutung des Stipendiums auf den Punkt: „Neben sportlichem Können sind es Herz, Wille und Durchhaltevermögen, die über eine Karriere entscheiden. Wir in Hamburg verbinden seit fast 20 Jahren Sport und Sozialarbeit – und die Erfahrung zeigt: Finanzielle Hürden gehören zu den größten Hindernissen für junge Talente. Deshalb freue ich mich sehr, dass alle beteiligten Vereine gemeinsam eine Möglichkeit geschaffen haben, sozioökonomische Ungleichheiten auszugleichen und noch mehr Nachwuchsspielerinnen und -spielern auf ihrem Weg zu helfen.“

Bewerbungsvoraussetzungen und Konditionen
• Förderung von bis zu 3.000 € pro Jahr für maximal drei Jahre
• Altersgrenze: unter 24 Jahre bei Abschluss des Stipendiums
• Vollständige Bewerbung mit sportlichem und schulischem Lebenslauf, Budgetplanung sowie einem voraussichtlichen Zeitplan für die sportliche Ausbildung
• Auszahlung nur gegen Nachweis tatsächlich entstandener Kosten; gefördert werden ausschließlich Maßnahmen, die dem individuellen Stipendiumsziel dienen
• Bereitschaft zur aktiven Mitwirkung an Nachwuchsthemen des Deutschen Basketball Ausbildungsfonds e.V.

Das Stipendium folgt bewusst keinem einheitlichen Ausbildungsplan, sondern wird individuell auf Basis der eingereichten Bewerbungen vergeben. Die Entscheidung trifft der Ausbildungsausschuss.

Bewerbungen per E-Mail an: sport@easycredit-bbl.de. Bewerbungsschluss ist der 27. Juli 2026.

Praktikum – Medien und Kommunikation (m/w/d)

Die BARMER 2. Basketball Bundesliga bietet eine spannende Möglichkeit, wertvolle Praxiserfahrung im Bereich Medien und Kommunikation zu sammeln. Im Rahmen des Praktikums erhalten Sie umfassende Einblicke in verschiedene Themenfelder einer professionellen Sportliga und haben die Möglichkeit, eigenverantwortlich Projekte umzusetzen.

 

Beginn: 01.09.2026

Dauer: 3 oder 6 Monate (Vollzeit)

Standort: Köln (teilweise Homeoffice möglich)

Vergütung: Ja

AUFGABENBEREICH:

  • Mitarbeit an der redaktionellen und konzeptionellen Weiterentwicklung der Liga-Plattformen
  • Erstellung und Betreuung von Inhalten für die Liga-Website, Social-Media-Kanäle und die App
  • Unterstützung bei der Spieltagsberichterstattung, inklusive Social Media und Scouting
  • Eigenverantwortliche Projektbetreuung
  • Allgemeine administrative Tätigkeiten in verschiedenen Bereichen

ANFORDERUNGEN:

  • Laufendes Studium in den Bereichen Medien, (Sport-) Kommunikation, (Sport-) Journalismus oder eine vergleichbare Qualifikation
  • Interesse an digitalen Medien, Sportkommunikation und redaktioneller Arbeit
  • Begeisterung für Sport, insbesondere Basketball
  • Fähigkeit zum selbstständigen, zuverlässigen und strukturierten Arbeiten
  • Kreativität und Affinität für Social Media
  • Grundkenntnisse in Photoshop sowie allgemeine IT-Kenntnisse von Vorteil
  • Bereitschaft zur Wochenendarbeit an Spieltagen (mit entsprechender Ausgleichsregelung)

WIR BIETEN:

  • Ein professionelles Arbeitsumfeld mit flachen Hierarchien und Gestaltungsspielraum
  • Tiefe Einblicke in die Organisation und Medienarbeit einer professionellen Basketballliga
  • Möglichkeit zur eigenverantwortlichen Umsetzung von Projekten
  • Flexible Arbeitsgestaltung mit der Option auf Homeoffice
  • Vergütetes Praktikum

 

Bei Interesse senden Sie Ihre vollständige Bewerbung bitte an Joshua Kaiser (kaiser@2basketballbundesliga.de).

Bitte geben Sie auch an, ob es sich bei dem Praktikum um ein Pflichtpraktikum im Rahmen des Studiums handelt. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

Phoenix Hagen ist ProA-Meister 2025/2026 | Foto: Fabian Heyn

Phoenix Hagen krönt sich zum ProA-Meister 2025/26

Phoenix Hagen ist Meister der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Im Final-Rückspiel setzten sich die Feuervögel vor ausverkaufter Kulisse in der Ischelandhalle mit 93:82 gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim durch und sicherten sich damit nach der 82:86-Niederlage im Hinspiel den Titelgewinn.

Vor 3.145 Zuschauern entwickelte sich ein hochklassiges und intensives Finale zwischen zwei Mannschaften, die bereits vor dem Endspiel das sportliche Aufstiegsrecht in die easyCredit Basketball Bundesliga erlangt hatten. Die Gäste aus Kirchheim erwischten den besseren Start und gingen mit einer 46:41-Führung in die Halbzeitpause. Damit lagen die Knights auch in der Gesamtwertung zunächst auf Meisterkurs.

Nach dem Seitenwechsel übernahm jedoch Phoenix Hagen zunehmend die Kontrolle. Angeführt von Spielmacher Bjarne Kraushaar, der neben fünf Punkten neun Assists beisteuerte, sowie den treffsicheren Distanzschützen Marcus Graves (16 Punkte) und Tim Uhlemann (15 Punkte), drehten die Gastgeber die Partie. Besonders im dritten Viertel gelang es Hagen, defensiv den Rhythmus der Knights zu stören und sich erstmals entscheidend abzusetzen.

Kirchheim stemmte sich bis in die Schlussminuten gegen die drohende Niederlage und bewies einmal mehr die Qualitäten, die die Mannschaft durch die gesamte Saison ausgezeichnet hatten. Mit 31 Punkten war Phillip Russell der überragende Akteur auf Seiten der Ritter. Dennoch gelang es den Gästen nicht mehr, den Rückstand in der Gesamtwertung aufzuholen.

Mit dem 93:82-Erfolg sicherte sich Phoenix Hagen schließlich den Gewinn der ProA-Meisterschaft und setzte damit den Schlusspunkt unter eine herausragende Saison. Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel in der Ischelandhalle und beim Public Viewing neben der Arena keine Grenzen mehr. Mannschaft, Trainerstab und Fans feierten gemeinsam den Titelgewinn.

Auch die Bozic Estriche Knights Kirchheim können auf eine außergewöhnliche Spielzeit zurückblicken. Mit dem Einzug ins Finale, dem sportlichen Aufstiegsrecht und der Vizemeisterschaft krönte die Mannschaft von Head Coach Igor Perovic ihre erfolgreichste Saison der vergangenen Jahre. Die Ritter begeisterten vor allem in den Playoff mit Leidenschaft, Teamgeist und Konstanz und verlangten dem neuen Meister in zwei hochklassigen Finalspielen alles ab.

Die BARMER 2. Basketball Bundesliga gratuliert Phoenix Hagen zur ProA-Meisterschaft 2025/26 sowie den Bozic Estriche Knights Kirchheim zur Vizemeisterschaft und einer herausragenden Saison.

Spotlight #11: Der krönende Abschluss der Saison

329 Spiele sind in der Saison 2025/26 bereits absolviert worden, nur zwei stehen noch aus. Zwei Spiele, in denen es um nicht weniger als den Meistertitel geht! Nach teils dramatischen Playoff-Halbfinals sind Phoenix Hagen und die Bozic Estriche Knights Kirchheim die letzten beiden verbliebenen Teams. Im Gegensatz zu den bisherigen Runden wird das Finale nun in Hin- und Rückspiel entschieden, das Team, das also im addierten Score aus beiden Partien die Nase vorn hat, darf sich ProA-Meister 2025/26 nennen. Die erste Partie steht am Donnerstagabend um 19:00 Uhr in Kirchheim an, beendet wird die Saison dann am Sonntag ab 16:00 Uhr mit dem Duell in Hagen. Wie sahen vergangene Duelle aus und was macht das Matchup diesmal so spannend? All das gibts in dieser Ausgabe von Spotlight.

Umkämpfte Duelle – Der Blick in die Vergangenheit

Hagen und Kirchheim gehörten in den vergangenen Jahren zum Standardinventar der ProA. Seit dem Hagener BBL-Abstieg in der Saison 2016/17, trafen die Teams in jeder Spielzeit aufeinander. Das erste dieser Duelle ging damals (11.11.2017) an die Knights, übrigens mit dem heutigen Kirchheimer Co-Trainer Brian Wenzel auf der Position des Small Forwards. Über die Jahre kamen viele weitere Kräftemessen der beiden Vereine hinzu, doch speziell in den vergangenen Saisons hat sich die Brisanz nochmal erhöht. Der Grund dafür? Natürlich die Playoffs! In der vorletzten Saison lieferten sich Phoenix und die Knights eine heiße Viertelfinalserie, die über die vollen fünf Spiele ging. Kurioserweise behielt in den ersten vier Partien jeweils die Auswärtsmannschaft die Oberhand, erst im entscheidenden fünften Spiel gelang dann den Hagenern der Heimsieg. Kirchheim wiederum verlor durch die Niederlage das Teilnahmerecht am BBL Pokal, da parallel Karlsruhe seine Serie gegen Gießen gewann. Die Erinnerungen an dieses umkämpfte Viertelfinalduell dürften auch durchaus noch lebendig sein, denn auf beiden Seiten sind Akteure im Kader, die damals auf dem Parkett standen. Bei Phoenix sind das etwa Bjarne Kraushaar, Dennis Nawrocki (übrigens ein Ex-Kirchheimer), Marvin Omuvwie, Tim Uhlemann und Coach Harris. Bei den Kirchheimern ist Nil Failenschmid weiter dabei, ebenso wie sein Trainer Igor Perovic. Eine interessante Personalie ist dabei Demetrius Ward. Er schnürte vor zwei Jahren noch seine Schuhe für die Ritter, ist aber mittlerweile im Coachingstaff der Hagener und holte als Headcoach von Kooperationspartner SV Haspe 70 den Titel in der Regionalliga West.

Beim letzten Playoffduell der beiden Teams trug Demetrius Ward (l.) noch das Kirchheimer Trikot, mittlerweile ist er im Trainerstab von Phoenix-Coach Harris (Foto: Nina Sander).

Die aktuelle Form – Favorit gegen Team der Stunde

Doch nicht nur der Blick in die Vergangenheit macht Lust auf das Matchup. Auch in dieser Saison ist das Duell vielversprechend. Zwar ist Hagen, als in der Hauptrunde klar besseres Team, der Favorit. Doch die Knights sind eines von nur fünf Teams, das in dieser Saison gegen die Feuervögel gewinnen konnte. Mehr noch, das 81:60 am zwölften Spieltag war sogar der mit Abstand deutlichste Sieg, den eine Mannschaft gegen Hagen erringen konnte. „Was immer wir versucht haben, die Knights hatten immer eine Antwort darauf“, sagte Phoenix-Coach Harris nach dieser Partie. Im Rückspiel revanchierte sich Phoenix dann zwar mit einem deutlichen Sieg (+21), dennoch dürfte man gewarnt sein.

Dass die beiden Teams jetzt im Finale wieder aufeinandertreffen hätten vor der Postseason sicherlich die wenigsten getippt. Auf Hagener Seite war der Einzug in das Endspiel sicherlich festes Ziel, dennoch dauerte es bis zum letzten Samstag, ehe man in Spiel 5 gegen die Eisbären Bremerhaven das Finalticket klarmachen konnte. Davor lag eine aufreibende Serie gegen die Nordseestädter, die nicht nur einige Körner, sondern auch jede Menge Nerven gekostet haben dürfte. Schlussendlich konnten die Feuervögel die Serie aber vor allem über ihre Defense gewinnen, schließlich ließen sie im abschließenden Do-or-Die-Match nur 65 Zähler zu, die zweitniedrigste Bremerhavener Punkteausbeute der gesamten Saison! Generell kassieren die Westfalen in den Playoffs im Schnitt rund acht Punkte weniger, als in der Hauptrunde. Diese defensive Stabilität ist entscheidend, denn auf die bärenstarken Wurfquoten aus der regulären Saison konnte sich Hagen in der Postseason nicht mehr so stark verlassen. Die Dreierquote etwa sank von 38,4% auf 31,1%, im Zweierbereich sind es nun 44,5% statt 49,2%.

Die Knights konnten bereits am vergangenen Freitag den Einzug ins Finale feiern. Auswärts in Gießen setzte sich das Team von Igor Perovic durch und holte damit das 3:1 in der Halbfinalserie. Interessant dabei: Sowohl im Viertel- als auch im Halbfinale verloren die Teckstädter zunächst das erste Spiel und sicherten sich dann drei Siege in Serie. Das ist durchaus bemerkenswert, schließlich starteten die Ritter ihren Playoff-Run auf Platz sechs und schalteten in der Folge mit Göttingen und Gießen zwei Teams aus, die mit dem Aufstieg in die BBL liebäugelten. Bei so einer überraschend starken Performance liegt zweifelsohne der Vergleich mit den PS Karlsruhe LIONS 2023/24 nahe. Die Karlsruher waren damals sogar von Rang sieben gekommen und krönten sich am Ende zum ProA-Meister. Wiederholt sich also nun die Geschichte und es gibt einen Überraschungsmeister? Klar ist auf jeden Fall, dass die Knights in Tylan Pope den frisch gekürten besten Spieler der Halbfinals in ihren Reihen haben.

Tylan Pope (l.) gegen Marvin Omuvwie (r.): Die Verteidigung gegen den Star der Kirchheimer wird ein wichtiger Schlüssel sein (Bild: Jörg Laube).

Es steckt also noch einiges drin in den beiden anstehenden Finalspielen, der Ausgang ist schwer zu prognostizieren. Hagen oder Kirchheim, wer wird Nachfolger von Vorjahresmeister VET-CONCEPT Gladiators Trier? An dieser Stelle geht es in der Offseason dann mit einem Saisonrückblick sowie einer Übersicht über den Transfermarkt weiter. Wenn du das nicht verpassen möchtest, abonniere am besten hier unseren Newsletter, dort gibt es immer einen Reminder, wenn eine neue Ausgabe von Spotlight online ist.

Phoenix Hagen und Bozic Estriche Knights Kirchheim stehen im ProA-Finale

Die Halbfinalserien der ProA-Playoffs sind entschieden. Phoenix Hagen und die Bozic Estriche Knights Kirchheim haben sich jeweils in ihren „Best-of-Five“-Serien durchgesetzt und stehen im Finale um die Meisterschaft der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Mit dem Finaleinzug erwerben beide Teams zudem das sportliche Aufstiegsrecht in die easyCredit BBL.

GIESSEN 46ers vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim 85:89 | Serie: 1:3

Die Bozic Estriche Knights Kirchheim haben ihre Halbfinalserie gegen die GIESSEN 46ers mit 3:1 gewonnen und stehen erstmals seit 14 Jahren wieder im ProA-Finale.

In Spiel vier setzten sich die Teckstädter auswärts mit 85:89 durch und machten damit den entscheidenden dritten Sieg der Serie perfekt. Kirchheim erwischte in Gießen den besseren Start und erspielte sich nach einem 11:0-Lauf sowie hoher Treffsicherheit von der Dreierlinie eine 33:20-Führung nach dem ersten Viertel. Auch zur Halbzeit lag das Team von Headcoach Igor Perovic mit 48:39 in Führung.

Nach der Pause kontrollierten die Knights zunächst weiter das Geschehen und bauten den Vorsprung zwischenzeitlich auf 69:52 aus. Im Schlussabschnitt kam Gießen jedoch noch einmal heran und verkürzte bis auf drei Punkte. Kirchheim blieb in der entscheidenden Phase jedoch stabil und brachte den Auswärtssieg über die Zeit. Phillip Russell stellte mit einem Treffer von der Freiwurflinie 0,7 Sekunden vor dem Ende auf 89:85.

Aufgrund der niedrigeren Platzierung in der Hauptrunde gegenüber Hagen, findet das Hinspiel der Finalserie am Donnerstag, den 4. Juni um 19:00 Uhr in der Sporthalle Stadtmitte in Kirchheim statt.

Phoenix Hagen vs. Eisbären Bremerhaven 85:65 | Serie 3:2

Phoenix Hagen hat sich in einem entscheidenden fünften Spiel gegen die Eisbären Bremerhaven mit 85:65 durchgesetzt und damit die Halbfinalserie mit 3:2 gewonnen.

Vor einer unglaublichen Kulisse blieb die Partie, analog zu den vier Spielen zuvor, zunächst ausgeglichen. Gegen Ende des 3. Viertels konnte sich Hagen dann zunehmend absetzen. Angeführt von Marcus Graves (12 Punkte, 9 Assists) gelang es den Gastgebern, alle Comeback-Versuche der Eisbären konsequent zu unterbinden und im Schlussviertel nichts mehr anbrennen zu lassen.

Nach der Schlusssirene um 21:41 Uhr gab es in der Halle kein Halten mehr: Mannschaft, Staff und Fans feierten gemeinsam den Finaleinzug. Head Coach Chris Harris würdigte nach dem Spiel den Gegner und die Atmosphäre in der Halle und betonte die Bedeutung des Erfolgs für die Stadt Hagen und ihr Umfeld.

Für die „Feuervögel“ ist damit die langersehnte Rückkehr in die 1. Liga sportlich perfekt. Als Hauptrundensieger haben sie das Heimrecht im ProA-Finale. Dadurch findet das Rückspiel der Finalserie am Sonntag, den 7. Juni um 16:00 Uhr in der Ischelandhalle in Hagen statt.

Dort wird im Anschluss an das Spiel der ProA-Meister 2025/2026 gekürt. Welches Team in die Fußstapfen der VET-Concept Gladiators Trier (ProA-Meister 2024/2025) treten kann, wird zudem LIVE und EXKLUSIV bei Sporteurope.TV zu sehen sein.

Was mit einer Überraschung begann, endet mit einer Premiere

Im Juni 2025 startete der 11. Jahrgang der Minitrainer-Offensive bei der Damen-Europameisterschaft in Hamburg in sein Jahr in dem gemeinsamen Programm von DBB und Deutschem Basketball Ausbildungsfonds. Am Pfingstwochenende ging dieses Jahr nun in Würzburg erfolgreich zu Ende. Gleich zu Beginn gab es mit Dr. Sergio Lara-Bercial (Leeds Beckett University/iCoachKids) einen prominenten Überraschungsgast für die Motivationsrede. Anschließend verbrachten die 16 Studierenden aus ganz Deutschland drei mehrtägige Seminare in Vechta, Berlin und Würzburg zusammen. Zum ersten Mal war die Gruppe mit sieben weiblichen und neun männlichen Coaches dabei annähernd gleich besetzt. Zusätzlich zu den Präsenzterminen wurde im Online-Campus gearbeitet und bei erfahrenen Minitrainer:innen hospitiert. Auch ein Besuch am eigenen Standort stand wie immer auf dem Programm.

Ein Highlight des Jahres war der Zwischenlehrgang in Berlin, bei dem trotz Schneechaos und einigen Absagen der Gastvortrag des schwedischen Basketballverbandes und der gemeinsame Alumniabend mit zahlreichen Absolvent:innen der vorangegangenen Jahrgänge den Höhepunkt bildete.

Premiere mit dem 41Campus

Zum Abschlusslehrgang in Würzburg gab es dann noch eine Premiere für die Minitrainer-Offensive. Nach längerer Planung konnte zum ersten Mal ein Modul zur Persönlichkeitsentwicklung der teilnehmenden Trainer:innen in Zusammenarbeit mit dem 41Campus der Dirk Nowitzki Stiftung durchgeführt werden. Ziel der Zusammenarbeit war es, einige Elemente der „GameChanger“, die das Team des 41Campus jährlich zu „Leadership im Sport“ für junge Trainer:innen durchführt, in das Basketballprogramm zu übernehmen. Die Kooperation kam bei Lehrenden und Teilnehmenden so gut an, dass sie für die kommenden Jahrgänge fortgesetzt werden soll. Mit der Durchführung einer gemeinsamen Minibasketball-Fortbildung in Würzburg für den Bayerischen Basketball Verband hatte der Jahrgang dann alle Module der Ausbildung beendet.

Ihre Abschlusszertifikate erhielten die Absolvent:innen dann am Sonntag aus den Händen von DBB-Vizepräsident Stefan Raid, der sich ebenfalls besonders über die Zusammensetzung der Gruppe freute. Lehrgangsleiter Moritz Geske (Deutscher Basketball Ausbildungsfonds e. V.) zog ebenfalls ein sehr positives Fazit: „Auch der 11. Jahrgang der Minitrainer-Offensive war eine voller Erfolg, nicht nur weil wir 16 tolle und motivierte Multiplikator*innen für den deutschen Minibasketball über das Jahr hinweg ausgebildet und gewonnen haben. Auch, weil erstmalig 2 Absolventinnen aus der Toyota DBBL die Minitrainer-Offensive im selben Jahr abgeschlossen haben.“

In den nächsten Wochen und Monaten werden die Absolvent:innen nun den Pool der Ausbilder:innen für die Kurse zum Minitrainer:in-Zertifikat in ihren Regionen und Landesverbänden ergänzen und ihr Wissen aus dem Intensivkurs weitergeben. Der 12. Jahrgang startet bereits im Juli 2026 mit 16 neuen Studierenden und wird die Gruppe nach dem Kick-Off in Hagen nach Bamberg, Köln und Wolfenbüttel führen. Zum Alumniabend in Köln im Januar 2027 werden sich dann auch die Absolvierenden aus Würzburg wiedersehen.