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Nachberichte ProB Nord 17. Spieltag

27.01.2024 19:00 Uhr SC Rist Wedel vs. TKS 49ers

Gleich zu Beginn erwischten die Gastgeber, welche ohne BBL-Doppellizenzspieler Leif Möller und Niklas Krause antraten, den besseren Start und lagen nach dem ersten Viertel mit 23:16 vorne. Auf Seiten der Gäste lief es in der Defensive sowie auch in der Offensive nicht nach Plan. Im zweiten Viertel änderte sich leider nicht viel, sodass man zur Halbzeit sogar zweistellig zurücklag (30:42). Nach der Halbzeitpause zeigte sich die Mannschaft von Vladimir Pastushenko zu Beginn von ihrer bis dato besten Seite. In der Defensive wurde deutlich energischer und vor allem körperlicher verteidigt, sodass nach einem 11:0-Lauf der Rückstand auf vier Punkte verkürzt werden konnte. Doch hier konnte die junge Mannschaft der Wedeler richtig reagieren und legte kurze Zeit später ihren eigenen 13:0-Lauf hin. Somit wuchs der Rückstand erneut und man musste am Ende die dritte Niederlage in Folge hinnehmen. Bei Wedel überzeugten vor allem Camron Reece mit 20 Punkten und 13 Rebounds sowie auch Daniel Johansson mit 21 Punkten. Bei den 49ers kam Oleh Bondarenko auf 14 Punkte und Filip Kamenov auf 12.

Nach dem Spiel waren nicht nur die Spieler, sondern auch Vladimir Pastushenko enttäuscht. Er analysierte das Spiel wie folgt: „Wir haben zu spät angefangen intensiv zu spielen. Wedel hat von Beginn an mit mehr Energie gespielt und wir konnten dieser in der ersten Halbzeit nicht standhalten. Die Reaktion in der zweiten Halbzeit war gut, aber kleine Fehler machten am Ende den Unterschied.“ 


27.01.2024 19:00 Uhr Ademax Ballers Ibbenbüren vs. RheinStars Köln

Zwar hatten die Kölner bei ihrem sechsten Auswärtssieg fast die gesamte Zeit vorne gelegen. Zum Schluss aber hatte das Tabellenschlusslicht noch 17 Sekunden und den Ball, um vor den über 700 Zuschauern in der Sporthalle Ost vielleicht sogar komplett zu kippen. Doch das trat eben nicht ein, die RheinStars verteidigten ihren Korb erfolgreich.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Resultat“, sagte Manager und Trainer Stephan Baeck erleichtert, „Ibbenbüren hat das über weite Strecken sehr gut und mit überragender Moral vor tollen Fans gemacht. Es gab viele Phasen im Spiel, wo ich sehr froh war, den Rückhalt unsere eigenen Fans zu spüren. Mein großer Dank gilt an die mitgereiste Fan-Kolonne!“

Nach einem dominanten Kölner Start (13:2/3.) hatten sich die Hausherren nicht mehr abschütteln lassen. Unterstützt von ihren Fans und dem neuen Coach an der Seitenlinie, Naoufal al Uariachi, kämpften sie sich mit ihrem US-Amerikaner Denzel Livingston (27 Punkte, 7 von 8 Dreier) auch nach der Pause immer wieder heran. So nach dem 52:42 (23.), dem 72:62 (30.) oder dem 89:80 (37.) – immerhin, immer, wenn es ganz eng zu werden drohte, fanden die Kölner um Rupi Hennen, Björn Rohwer und Grantas Vasiliauskas ihrerseits die passenden Antworten.

Zum Spiel sagte RheinStars-Coach Baeck: „In der Offense wurden wir von Rupi, Björn und vor allem Grantas getragen, 89 Punkte sollte uns auch reichen. Großes Lob auch an Lars Danziger, der Rupi in der ersten Halbzeit toll entlastet hat. Dass er in der 2. Halbzeit nicht mehr kam, lag weniger an ihm, sondern an den Spielern um ihn herum, die zu wenig souverän aufgetreten sind und ich ihn da nicht reinwerfen wollte.“

Das sagt Ibbenbüren-Coach Naoufal Uariachi: „Ich bin sehr happy und total stolz. Ich kann den Spielern nur Respekt zollen wie sie hier aufgetreten sind, so engagiert. Auch die Fans waren einfach toll. Wir müssen uns nicht mit Gegnern wie Köln oder Leverkusen messen. Die Gegner, die dann kommen, damit müssen wir uns auseinandersetzen.“


27.01.2024 19:30 Uhr Iserlohn Kangaroos vs. Berlin Braves 2000

“Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben eine starke Energie gezeigt und defensive Stops generiert. Die Entscheidungen waren gut, dadurch sind wir in Führung gegangen und haben so die Halle von Beginn an mitgenommen”, schätzt Kangaroos-Headcoach Dennis Shirvan den Start in die Partie ein. Auf die ersten guten Minuten folgten jedoch einige Unkonzentriertheiten in der Defensive, wodurch die Iserlohner schnell ihre gute Ausgangslage aufgaben und mit einem Vier-Punkte-Rückstand in die erste Viertelpause gingen: “26 Punkte in einem Viertel Zu Hause sind einfach zu viel”, ärgert sich Coach Shirvan. Die Gäste aus Berlin nutzten jegliche Unkonzentriertheiten der Iserlohner gnadenlos aus.

Die zweite Halbzeit begannen die Kangaroos dann, angefeuert vom lautstarken Iserlohner Publikum, konzentriert und entschlossen. Die Coaches Shirvan und Prostran änderten die Lineups ein wenig und starteten nun Bigman-Talent Malick Kordel auf der Center Position. Dieser sorgte mit seiner Größe und Athletik dann für neue Energie im Spiel der Waldstädter, welche sich dadurch erneut ran kämpfen konnten. Doch auf die guten ersten Minuten in Halbzeit zwei, folgten erneut einige Unkonzentriertheiten bei den Gastgebern: “Wir sind zurückgekommen und hatten die Braves dann eigentlich da wo wir sie haben wollten, doch dann sind wir wieder zu gierig geworden, haben zu viele Blocks und Steals gejagt und in der offensive schlechte Entscheidungen getroffen.” 

Wie so häufig in dieser Spielzeit zeigten die Kangaroos phasenweise starke Leistungen, konnten diese jedoch nicht über die volle Distanz aufrechterhalten. “Zum Schluss der Viertel haben wir einfach überdreht, den Plan nicht mehr verfolgt und uns dadurch um den Sieg gebracht”, ärgert sich Shirvan. Doch trotz der vielen Unkonzentriertheiten gaben sich die Kangaroos nicht auf und kämpften sich im Schlussviertel erneut mühsam ran. Das Spiel wurde von Minute zu Minute hitziger und der Spielstand immer knapper. Am Ende lag das Glück aber eher auf Seiten der Braves, welche weiterhin konzentriert auftraten.


27.01.2024 19:30 Uhr Itzehoe Eagles vs. EN BASKETS Schwelm

In kämpferischer Hinsicht könne er seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, sagte Eagles-Coach Timo Völkerink. Wohl wahr: Sein Team verteidigte leidenschaftlich und stürzte die Baskets in viele Verlegenheiten, 32 Ballverluste inklusive. Aber auch die Gastgeber verloren 27 Mal den Ball, vor allem aber trafen sie den Korb nicht. 30 Prozent Trefferquote, aus dem Dreierbereich keine 20 Prozent – der mit Knieproblemen draußen sitzende Filmore Beck wurde schmerzlich vermisst. „Ohne ihn müssen andere den Schritt nach vorn machen“, sagte Völkerink. Sie hätten es probiert, doch der Erfolg blieb aus. Nur ein Beispiel: Beim sonst starken Schützen Jack Fritsche saß keiner der sieben Dreierversuche. Da spiegelten sich auch der Tabellenplatz und fehlendes Selbstvertrauen wider, so sein Coach.

Völkerink war „tief enttäuscht“, denn ein Sieg war allemal möglich. Trotz der Trefferquote kämpfte sich sein Team heran, kurz vor der Pause stand es 27:32. Doch eine kurze Konzentrationsschwäche und zwei Dreier der Gäste ließen den Rückstand zur Halbzeit auf 29:41 wachsen.

Danach blieb es bei den Offensivproblemen der Eagles, der Rückstand wuchs auf 31:48. Dann machten die Itzehoer acht Punkte in Folge – und Schwelm zeigte Erfahrung und Klasse. Wie eigentlich jedes Mal, wenn der Gegner im Spiel etwas Oberwasser bekam, hatten die Baskets eine Antwort parat, oft von der Dreierlinie. So blieb der Vorsprung immer zweistellig, und am Ende reichte ein Satz von Völkerink, um das Spiel zu beschreiben: „Wir haben einfach zu schlecht getroffen.“


27.01.2024 19:30 Uhr BBG Herford vs. LOK BERNAU

Das Duell gegen Herford wurde den Erwartungen aller gerecht. Spannung bis zur letzten Sekunde war die Maxime des Spiels, da beide Mannschaften sich auf Augenhöhe begegneten. Die zahlreichen Veränderungen und Neuzugänge im Team der BBG Herford erwiesen sich als einflussreiche Faktoren und dementsprechend schwierig wurde es für die LOK.

Die ersten drei Viertel des Spiels waren von einer ausgeglichenen Leistung beider Teams geprägt. Besonders Shawn Gulley und Collin Turner führten die Offensive von Herford an. Beide Spieler hatten immer eine Antwort im Angriff parat und konnten mit äußerst schwierigen Würfen Herford im Rennen halten. Trotz solider Verteidigung- sowie Angriffssanstrengungen seitens der LOK Bernau konnte kein Team die Überhand im Spiel gewinnen. Um dies zu ändern, lag der Fokus der Mannschaft von Trainer Davide Bottinelli auf einer effektiven Attacke auf die Zone. Genau dies, beflügelt durch die starke Teamdynamik in der Offensive, ließ die Verlagerung zugunsten LOKs erahnen. Allerdings stellte das Boxout in der Verteidigung eine Herausforderung dar. Mit 38 Rebounds waren die Herforder das erfolgreichere Team unter dem Brett und konnten damit viele Chancen generieren.

Bis zum letzten Viertel blieb das Spiel hart umkämpft, geprägt von ständigen Führungswechseln und intensiven Spielzügen.

Hier trugen die Veränderungen von Coach Bottinelli Früchte. So zahlten sich die Anstrengungen in der Verteidigung durch entscheidende Defensivstops aus. Dazu kam, dass die Herren der LOK Bernau mit wichtigen Drei-Punkte-Würfen einen entscheidenden Run starten konnten. Diese Schlüsselmomente erwiesen sich als essentiell, da Herford nicht mehr in der Lage war, den Rückstand aufzuholen.

Trainer Davide Bottinelli äußerte sich nach dem Spiel stolz über die Leistung seiner Mannschaft: „Ich bin sehr stolz auf unsere Mannschaft für diesen anspruchsvollen Sieg. Wir haben den Game Plan gut umgesetzt und wir haben uns gegenseitig in der Defense geholfen. In den letzten Vierteln waren wir dann konsequent, den Rhythmus hochzuhalten, was sich gut ausgezahlt hat.“


28.01.2024 16:00 Uhr Bayer Giants Leverkusen vs. SBB Baskets Wolmirstedt

Spielbericht folgt


28.01.2024 16:00 Uhr BSW Sixers vs. Seawolves Academy

Spielbericht folgt

Nachberichte ProA 19. Spieltag

27.01.2024 17:00 Uhr RASTA Vechta II vs. Dresden Titans 83:79

Hendrik Gruhn (Head Coach Vechta II): „Ich bin erst einmal froh, dass wir das Spiel, gewonnen haben. In der 1. Halbzeit hat uns die Energie gefehlt. Wir hatten uns vorgenommen, mit extrem viel Erzeige und Intensität zu spielen – gerade ein der Defense. Denn das hatten wir in Dresden überhaupt nicht gut gemacht. Anfang des 3. Viertels haben wir dann diese guten vier Minuten. Da spielen wir mit Energie, mit Tempo und bekommen offene Würfe, wir kommen in Fastbreak-Situation und nutzen diese dann auch. Das resultierte alles daraus, dass wir in der Defense Stopps geholt haben, wir ein paar Gänge hochgeschaltet haben. Ich glaube, was dann am Ende ausschlaggebend war, war, dass die Jungs dann den Biss an den tag gelegt haben, den man braucht, um so ein Spiel gegen eine gute Dresdener Mannschaft zu gewinnen. Zu den 20 Rebounds von Johann Grünloh muss man sagen: brutal. Was für eine Dominanz dieser Junge in der Zone hat, ist immer wieder bemerkenswert – und was es auch unserem Spiel gibt. Großes Kompliment auch an Karl Bühner. Er hat uns in der 2. Halbzeit einen echten Schub gegeben, hat wichtige Würfe getroffen. Der Junge entwickelt sich toll und es macht riesig viel Spaß, mit ihm zusammenzuarbeiten und seine Entwicklung zu sehen. Aber trotzdem waren heute viele Sachen dabei, an denen wir in der kommenden Woche arbeiten müssen. Viele Dinge können wir als Coaches an die Spieler vermitteln. Aber es gibt auch eine gewisse Eigenverantwortung von jedem Spieler, dass derjenige mit der gewissen Bereitschaft in so ein ProA-Spiel reingeht. Das erwarten wir von jedem Spieler, wurde uns heute von dem ein oder anderen aber nicht gegeben. Darüber müssen wir in der kommenden Woche sprechen. Und ich hoffe, dass das in Bochum am Freitab besser sein wird.“

Fabian Strauß (Head Coach Dresden): „Erst einmal Glückwunsch an Hendrik und die Jungs aus Vechta! Am Ende haben unsere sinnfreien Turnovers den Unterschied gemacht und in der Defense haben wir die zwei, drei notwendigen Stopps nicht bekommen. Wir haben nicht gut ausgeboxt, das Rebound-Duell wieder klar verloren. Und dann ist diese Niederlage am Ende das Produkt, wenn sich zu viele Fehler häufen. Und dann verlierst Du leider auch gegen Vechta II, die, wie ich finde, von Woche zu Woche stärker werden. Und, ich habe das Hendrik schon vor dem Spiel gesagt, es macht Spaß, den Jungs zuzusehen, wie sie spielen.“

27.01.2024 18:30 Uhr Nürnberg Falcons BC vs. Phoenix Hagen 89:85

Phoenix Hagen reiste mit Verletzungssorgen und lediglich einer 8 Mann-Rotation an. Nürnberg konnte derweil aus dem Vollen schöpfen und die Fans freuten sich über das erste Spiel von Neuzugang Dan Monteroso, der mit der Rückennummer 0 als erster Spieler einlief. Es war ein unterhaltsames Auftaktviertel mit leichten Vorteilen für Phoenix Hagen und einem starken Dennis Nawrocki, der kurz vor der Viertelpause von außen auf 18:22 für die Gäste stellte. Im zweiten Viertel legte Nürnberg an beiden Enden des Feldes mindestens eine Schippe drauf. Head Coach Virgil Matthews rotierte klug und die Falken waren nach 20 Spielminuten auf einen Punkt dran am Tabellendritten (45:46). 

Den Start ins dritte Viertel verschlief Nürnberg und es bedurfte einer Auszeit des Trainers, um die Mannschaft beim Stand von 45:51 kurz wachzurütteln. Danach lief es besser, was nicht zuletzt dem starken Anthony Gaines zu verdanken war. Der US-Amerikaner war überall und riss auch seine Mitspieler und die 2243 Zuschauer mit. Nach seinem Dunking zum 52:53 gab es dann auch eine Auszeit durch Gäste-Trainer Chris Harris. Nürnberg hatte nun aber Blut geleckt und erspielte sich nach und nach ein Übergewicht. Beim Stand von 65:63 ging es ins Schlussviertel. Dort bekamen die Fans in der Halle und am Live-Stream streckenweise spektakulären Basketball zu sehen.

Ein Dreier von Dan Monteroso sorgte wenig später aber für die (Vor-)Entscheidung (86:83). Die Feuervögel verkürzten noch einmal, ihre Ausgleichsversuche verfehlten aber ihr Ziel, sodass sich Nürnberg am Ende mit 89:85 durchsetzen konnte. 

27.01.2024 19:00 ART Giants Düsseldorf vs. Medipolis SC Jena 73:62

Die zuletzt acht Siege anhaltende Erfolgsserie von Medipolis SC Jena ist am Samstagabend gerissen. Das Team von Trainer Björn Harmsen unterlag im Auswärtsspiel bei den ART Giants Düsseldorf vor 624 Zuschauern mit 73:62 und muss den bisherigen Platz als ProA-Spitzenreiter an Trier abtreten.

Ohne Vuk Radojicic (Rückenprobleme) sowie Nils Schmitz (Nasenbeinfraktur) auflaufend, erwischte Medipolis SC Jena zwar zunächst den besseren Start, konnte aus den sich bietenden Chancen des Auftaktviertels jedoch nicht wirklich Kapital schlagen. Die Hausherren blieben unterdessen über die gesamte Spielzeit in Schlagdistanz und entschieden das Duell ab der 35. Minute langsam aber kontinuierlich zu ihren Gunsten.

Andaç Yapicier (Headcoach ART Giants Düsseldorf): „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft nach diesem Heimsieg. Hinter uns liegt eine schwierige Woche, in der wir immer wieder Ausfälle im Training hatten. Ich hatte eine Reaktion von meinem Team erwartet und das haben sie abgeliefert. Wir waren mental komplett zur Stelle und haben Jena mit unserem Spiel überrascht, vor allem durch unsere starke Defensive.“

Björn Harmsen (Headcoach Medipolis SC Jena): „Natürlich bin ich enttäuscht über das Ergebnis, speziell aber auch über die Art und Weise, wie wir gespielt haben. Mir fehlt die Konstanz, die Intensität und Konzentration schon seit einigen Spielen. Wir haben bereits während der letzten Begegnungen nicht über 40 Minuten auf höchstem Level gespielt und es dennoch geschafft, phasenweise guten Basketball zu zeigen. Das war gestern zu keinem Moment erkennbar. Uns ist es weder gelungen, die nötige Intensität aufs Parkett zu bringen, noch eine Lineup zu finden, mit der wir dieses Duell noch hätten herumreißen können. Wenn du keine Spannung hast, mental nicht einhundertprozentig anwesend bist, triffst du letztendlich auch deine Würfe nicht, machst Konzentrationsfehler und so mussten wir mit einer Niederlage heimfahren. Der Gegner hat deutlich mehr Energie investiert und letztendlich verdient gewonnen.“

27.01.2024 19:00 Uhr JobStairs GIESSEN 46ers vs. BBC Bayreuth 100:72

„Ich bin sehr zufrieden“, zog Ignjatovic verständlicherweise ein positives Fazit. „Die Mannschaft entwickelt sich endlich so, wie ich mir das vorstelle. Schon der klare Sieg in Düsseldorf hat gezeigt, wo wir hinwollen. Gegen Bayreuth war unsere defensive Stabilität sogar noch ausgeprägter.“

Was auch seine Jungs ähnlich sahen. „Schon in der ersten Hälfte haben wir ihnen mit unserer starken Defense den Zahn gezogen“, freute sich Luca Kahl. Von einer „Top-Verteidigung“ sprach auch Dejan Kovacevic, der eine Woche zuvor am Rhein mit Schulterproblemen noch hatte passen müssen. „Das war die vielleicht stärkste erste Hälfte, die wir in dieser Saison hingelegt haben.“ Recht hatte der 27-Jährige, der seinen Job mit sechs Punkten und vier Rebounds in nur knapp 14 Minuten Einsatzzeit präzise erledigt hatte.

„Gießen war uns in allen Belangen überlegen“, zog der ehemalige Oldenburger Trainer Mladen Drijencic ein ernüchterndes Fazit. „Wir befinden uns in schwierigen Zeiten“, verwies der 58-Jährige auf die Verletzungen von Moritz Plescher, Mohamed Sillah und Marios Giotis sowie darauf, den erst am Donnerstag verpflichteten Ex-Gießener Besnik Bektashi noch nicht einsetzen zu können. „Das Einzige, was uns bleibt, ist die Partie schnell abzuhaken.“

27.01.2024 19:00 Uhr VfL SparkassenStars Bochum vs. FRAPORT SKYLINERS 68:94

Die Zuschauer in der Bochumer Rundsporthalle sahen ein wildes erstes Viertel. Einige Turnover auf beiden Seiten und viele Fehlwürfe kennzeichneten den ersten Spielabschnitt. Nach 5 gespielten Minuten hatten die SparkassenStars erst vier Punkte und die SKYLINERS 5 Punkte erzielt.

Im zweiten Viertel lief es anfangs nicht besser für die SparkassenStars. Booker Coplin führt sein Team in dieser Phase an und sorgte  mit zwei schnellen Dreiern für die bis dato höchste Führung seines Teams in dieser Partie. Nach 50 gespielten Sekunden stand es 25:10 für das Team aus Frankfurt. Nun aber intensivierten die SparkassenStars die Defense, erzwangen einige Ballverluste der Frankfurter und konnten einen 11:0 Lauf starten.

Mit zwei Dunks starteten die SparkassenStars in den dritten Spielabschnitt. Tom Alte und Keith Williams testeten die Korbanlagen in der Rundsporthalle und verkleinerten den Rückstand auf nur noch drei Punkte. Die SKYLINERS konterten aber mit zwei Dreiern von Warnholtz und Onyejiaka und zog das Momentum wieder auf seine Seite. Ab der Mitte des Viertels erlaubten die SparkassenStars ihnen einen 14:0 Lauf. Nach zwei getroffenen Freiwürfen von Vincent Frtiederici folgte dann noch ein 8:0 Lauf der SKYLINERS ehe Matthew Strange einen Buzzerbeater-Dreier treffen konnte. Spielstand vor dem letzten Viertel aus Sicht der SparkassenStars: 44:68.

Das letzte Viertel verlief ausgeglichen, denn die Vorentscheidung fiel bereits im dritten Spielabschnitt. Beider Teams erzielten jeweils noch 26 Punkte. So endete die Partie mit einem 94:68 Sieg für die FRAPORT SKYLINERS. Zu erwähnen bleibt noch das verletzungsbedingte Ausscheiden von Keith Williams, der sich eine Blessur am Rücken zuzog. Wir wünschen Keith eine schnelle Genesung.

„Das dritte Viertel war heute ausschlaggebend. Wir hatten früh ein Foul-Problem, insbesondere bei unseren Big Men. Nach der Verletzung von Keith konnten wir Frankfurt nicht mehr die Stirn bieten“, so Headcoach Felix Banobre.

27.01.2024 19:00 Uhr Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier 65:82

Beim Playoffanwärter Kirchheim fanden die Moselstädter einen guten Start in die Partie. Defensiv übte man viel Druck auf die starken Kirchheimer Guards aus, kontrollierte den Rebound und ließ den Ball offensiv gut durch die eigenen Reihen laufen, was zu freien Abschlüssen und guten Wurfquoten führte. Nach drei Spielminuten führten die Gladiatoren so mit 11:4.

Nach einer Auszeit von Knights Headcoach Igor Perovic kamen die Gastgeber zurück in die Partie, trafen stärker von außen und verkürzten zur Viertelmitte auf 13:12. Trotz starker Defensive, machten die Trierer zu wenig aus ihren Offensivaktionen und konnten sich nicht entscheidend absetzen. Zu Beginn des zweiten Viertel leisteten sich beide Teams eine unkonzentrierte Phase, in der man viele Turnover im Spielaufbau provozierte und auf beiden Seiten zu viele Offensivrebounds zuließ. Nach dem Seitenwechsel fanden die Trierer Profibasketballer erneut besser in die Partie als ihr Gegenüber und erhöhten die Führung kontinuierlich auf bis zu 20 Punkte (54:34, 24. Spielminute). Trier spielte offensiv sehr souverän, fand nahezu immer den bestmöglichen Abschluss und stellte Kirchheim auch defensiv weiter vor große Probleme. Dennoch gaben sich die Gastgeber nicht auf, verließen sich wieder mehr auf das Eins-gegen-Eins und den Distanzwurf und kamen so auch immer wieder zu Erfolgen. Die Gladiators hingegen verloren etwas Spieltempo und Ballbewegung, fanden jedoch vor allem im Inside-Out-Spiel weiterhin gute Lösungen gegen die stärkere Knights-Defense. Im letzten Viertel zeigten die Moselstädter dann, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen wollen. Dank einiger Distanztreffer verkürzten die Hausherren bis zum Ende der Partie auf 82:65, müssen sich letztlich jedoch deutlich geschlagen geben. Nach der Niederlage von Jena in Düsseldorf bedeutet der neunte Sieg in Folge auch die alleinige Tabellenführung für die RÖMERSTROM Gladiators Trier.

Don Beck (Headcoach RÖMERSTROM Gladiators): „Uns fehlten heute mit Marcus und Clay zwei wichtige Spieler, was unser Spiel definitiv beeinflusst hat. Jordan ist erst seit wenigen Tagen im Teamtraining, hat uns heute aber schon sehr viel Entlastung gegeben und einen guten Job gemacht. Es war kein einfaches Spiel, aber wir haben in der Defense und im Rebounding gut gearbeitet und uns als Team diesen Sieg verdient. Daher bin ich zufrieden und stolz auf das, was die Jungs heute geleistet und gezeigt haben. Nun erwartet uns ein schweres Spiel in Jena, aber wir sind optimistisch, auch dort ein gutes Spiel abzuliefern“.

27.01.2024 19:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. Uni Baskets Münster 77:72

Sie hätten es beinahe getan: Nur knapp verpassen die Uni Baskets Münster nach einer couragierten Leistung ihren durchaus möglichen ersten Erfolg in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA gegen die Karlsruhe Lions.

Die ersten drei Minuten hielten die Münsteraner jegliche Gefahr vom eigenen Korb fern und starteten offensiv furios. Doch nach der 13:5-Führung verlor Münsters Offensivspiel in der zweiten Viertelhälfte an Präzision, Karlsruhe nutzte dies per 9:0-Lauf zum Führungswechsel (14:13, 7.). Ein aggressives Heimteam nutzte seine bekannte Physis, doch das Team von Götz Rohdewald hielt in der rasanten, sehr schnellen Partie immer dagegen.

Im zweiten Viertel häuften sich kurzzeitig unglückliche Situationen, als Adam Touray und Hilmar Pétursson früh ihr zweites Foul kassierten, schon vor Mitte des Viertels die Teamfoulgrenze erreicht war. Die Partie war in dieser Phase zerfahren, aber Münster hielt sich über eine Reihe an Fastbreaks, schnelle Abschlüsse und gute Defensivarbeit clever in der Partie.

Längst hatten die Mannen um Kapitän Cosmo Grühn mit ihrem beherzten Fight das Hinspiel vergessen lassen. Und sie zeigten sich auch von zwischenzeitlichen Karlsruher Führungen unbeeindruckt, bauten ihrerseits ihren Vorsprung über James Graham auf acht Zähler aus (63:55). Als Graham aus der Mitteldistanz erneut traf, waren die Gäste 67:63 vorn. Dann übernahmen die Hausherren, nutzten zum einen die Schwierigkeiten der Gäste-Offensive, um das Spiel mit einem 12:1-Lauf wieder auf ihre Seite zu ziehen. Speziell aber die Münsteraner Ballverluste gegen das ligaweit stärkste Team in puncto Steals in den Schlussminuten hielten die Lions letztlich in der Crunchtime knapp vorn.

27.01.2024 19:30 Uhr Gartenzaun24 Baskets Paderborn vs. EPG Baskets Koblenz 75:79

Die Baskets starteten gut in die Partie und erspielten sich nach Punkten von Gabriel de Oliveira bereits nach sechs Minuten eine 13 Punkte-Führung (19-6). Paderborn zeigte sich davon unbeeindruckt und verkürzte innerhalb von drei Minuten durch einen 12-0 Lauf den Rückstand auf einen Punkt (19-18), ehe Koblenz durch zwei erfolgreiche Dreipunktewürfe von Friederici und Pluskota die Führung bis zum Viertelende wieder ausbauen konnte (25-18). Auch im zweiten Viertel gelang den Baskets wieder ein guter Start, sodass die Führung nach einem Dreier von Johnson Mitte des zweiten Viertels auf elf Punkte anwuchs (36-25). Den Vorsprung verteidigte das Team aus Koblenz bis zwei Minuten vor der Halbzeitpause (42-32), bevor Paderborn nach einem unsportlichen Foul der Baskets fünf Punkte in zwölf Sekunden erzielte und so nur mit einem 5 Punkte-Rückstand in die Kabine ging (42-37).  Die Baskets kamen hoch konzentriert aus der Pause und erzielten die ersten acht Punkte des dritten Viertels (50-37). Paderborn ließ sich jedoch nicht abschütteln und kämpfte sich bis zum Viertelende wieder auf acht Punkte heran (60-52). Im letzten Viertel war beiden Teams anzumerken, wieviel auf dem Spiel steht- Paderborn ließ sechs Freiwürfe liegen, Koblenz ließ zehn Gelegenheiten von der Linie ungenutzt. Die Baskets verteidigten trotz der verpassten Möglichkeiten die Führung und versuchten in den letzten Sekunden auch den direkten Vergleich zu gewinnen- ein Erfolg mit neun Punkten Unterschied wäre dafür nötig gewesen. Paderborn tat den Baskets den Gefallen jedoch nicht, verwandelte vier Freiwürfe in Folge, sodass die Baskets am Ende „nur“ mit vier Punkten Vorsprung siegten. Für Koblenz geht es nun am Sonntag mit einem Auswärtsspiel bei den Fraport Skyliners weiter, ehe am Mittwoch den 07.02. das Heimspiel gegen die Jobstairs Giessen 46ers ansteht.

28.01.2024 17:00 Uhr Artland Dragons vs. Eisbären Bremerhaven 80:91

Die Eisbären Bremerhaven bauen ihre Siegesserie aus und gewinnen mit 80:91 bei den Artland Dragons in Quakenbrück. In einem intensiven, spannenden Spiel gingen die Seestädter in jede Pause mit einer Führung. Offensiv zeigten die Bremerhavener ein starkes Teamplay. Ingesamt punkteten sechs Spieler zweistellig. Während Robert Oehle mit 13 Punkten und 14 Rebounds ein Double Double auflegte, waren Hilmar Henningsson mit 17 und Matt Frierson mit 14 Punkten die besten Werfer.

Aus Sicht von Steven Key war es das erwartet schwierige Spiel. „Wir haben heute sehr konstant gespielt. Aus meiner Sicht hatten wir quasi keine schlechte Phase, haben auf den Ball aufgepasst, sowie das defensive und offensive Brett dominiert. Das war enorm wichtig, um heute gewinnen zu können. Auch defensiv haben wir Stopps generiert, wenn wir sie brauchten. Deshalb bin ich sehr zufrieden mit dem Spiel und unserer Entwicklung in den letzten Wochen. Jetzt geht es nach Gießen und auch dort brauchen wir eine so konstante Leistung wie heute, um gewinnen zu können.“

Foto: Achim Kunetka

Nachberichte ProA 17. Spieltag

13.01.2024 18:00 Uhr Dreden Titans vs. Phoenix Hagen

Den ersten Treffer und auch gleichzeitig Dreier in der Partie erzielte Daniel Kirchner für die Dresden Titans. In den ersten Minuten gab es einen offenen Schlagabtausch zwischen beiden Teams, welcher mit gleich zwei Dunks von Isemann spektakuläre Highlights bot. Nach den ersten zehn Minuten waren es allerdings die „Feuervögel“, welche mit den besseren Wurfquoten (50% FG) verdient die Führung innehatten (18:22).   Hagen gelangen nach der Halbzeit gleich die nächsten Zähler. Grant Teichmann und Sebastian Heck antworteten darauf mit einem Distanztreffer sowie einem Dunk. Kapitän Voigtmann gelang es kurz darauf die Führung vom Perimeter wieder auf sächsische Seite zu holen (27:24). Lukas Zerner untermauerte die Dresdner Siegambitionen, indem er das nächste Mal die Korbverankerung testete.

Nach einem erfolgreichen Angriff der Gastmannschaft scorte Kirchner das erste Mal in Halbzeit zwei für die „Elbriesen“. Phoenix Hagen erwischte dennoch den besseren Start und ging mit 48:51 in Führung. Till Isemann akzeptierte das nicht, sammelte Hagener Fehlwürfe vom Brett und stellte nach offensivem Rebound wieder auf 56:54. Aber auch die Gäste kamen wieder und übernahmen 90 Sekunden vor der letzten Viertelpause erneut den Lead (62:66).  

Diesen bauten sie, als der Ball nach zwei Minuten wieder freigegeben war, mit sieben schnellen Punkten direkt aus. Titans-Coach Fabo Strauß sah dringenden Handlungsbedarf, weswegen er seine Jungs zur Timeout holte. Das erste Play funktionierte und Kirchner kam zu einem freien Layup (64:73). Graham und Schmikale legten per Dreipunkt-Treffer nach und verkürzten weiter. Die Spannung fand ihren Höhepunkt eine Minute vor Spielende beim Spielstand von 82:83. Danach glückte leider kein Angriff mehr, Hagen sicherte sich mit 82:89 den Sieg.  

Titans Headcoach Fabian Strauß – „Hagen war heute physischer als wir. Damit haben wir zu Anfang ein paar Probleme gehabt und haben auch zu viele Turnover fabriziert, leider auch in den wichtigen Momenten.“ 

13.01.2024 18:30 Uhr Nürnberg Falcons vs. Eisbären Bremerhaven (65:79)

Mit einer konstanten Leistung über 40 Minuten überzeugten die Eisbären Bremerhaven in Nürnberg und konnten den nächsten wichtigen Auswärtssieg einfahren, obwohl Lenny Larysz und Kevin Charles ausfielen.

Die Eisbären starteten deutlich konzentrierter als die Nürnberg Falcons in die Partie. . Defensiv machte Aaron Cook mit seinen flinken Händen den Ballvortrag seiner Gegenspieler äußerst schwer und zwang den Nürnberger Headcoach Matthews nach einem Steal und Layup früh zur ersten Auszeit des Spiels (3:8). Der Start in das zweite Viertel verlief recht ausgeglichen. Zunächste setzten sich die Seestädter etwas ab. Nach einem Korbleger von Robert Oehle führte sein Team mit acht Punkten (23:31). Dann gelang den Falcons ihrerseits ein kleiner Lauf und der Ausgleich zum 32:32. Ein Timeout der Eisbären folgte und dieses hinterließ einen bleibenden Eindruck. Die Eisbären übernahmen durch zwei Freiwürfe von Hilmar Henningsson die Führung und sollten diese bis zum Schluss der Partie nicht mehr abgeben. In den letzten zehn Minuten schenkten sich beide Mannschaften wenig. Die Eisbären konnten aber weiter konstant punkten und ließen Nürnberg nicht mehr näher rankommen. Ein Dreipunktewurf von Adrian Breitlauch nach schönem Anspiel von Nick Hornsby machte die Führung erstmals zweistellig (59:71). Je ein Dreier von Aaron Cook und ebenfalls Adrian Breitlauch verhalfen den Eisbären zu einem schlussendlich komfortablen 65:79-Sieg und einer angenehmen Heimreise zurück nach Bremerhaven.

Eisbären Headcoach Steven Key war sehr zufrieden mit der Performance seines Teams und glücklich über den Auswärtssieg. „Das ist ein echter Big Win für uns. Auswärtssiege sind immer sehr wichtig. Nun müssen wir einen Weg finden, auch zu Hause wieder für uns und unsere Fans zu gewinnen. Heute haben wir 40 Minuten konstant zusammengespielt. Das war der Fokus in der Woche und für das Spiel. Ich freue mich sehr, dass wir das umgesetzt haben – offensiv und defensiv. Wir haben viele Stopps generiert, die Bretter kontrolliert und wenig zweite Chancen zugelassen. Kompliment an die Jungs für ihren Fokus. Jetzt wollen wir unbedingt den nächsten Heimsieg am kommenden Samstag.“

Falcons-Trainer Virgil Matthews machte aus seiner Enttäuschung nach dem Spiel keinen Hehl: „Ich bin weder mit dem Ergebnis zufrieden noch mit der Art und Weise wie wir heute performt haben. Es fehlt an Verständnis und Ausführung, wofür ich die Verantwortung trage. Wir haben gewusst, was Bremerhaven vor hat, trotzdem hatten wir keine Antworten und waren schlicht und ergreifend nicht gut genug. Wir müssen endlich den Kampf annehmen und das möglichst schnell.“

13.01.2024 19:00 Uhr ART Giants Düsseldorf vs. Uni Baskets Münster (65:67)

Die Uni Baskets Münster haben eindrucksvoll geantwortet. Nach der enttäuschenden Niederlage gegen Karlsruhe boten die Uni-Städter am Samstagabend kämpferisch eine bockstarke Leistung: Die Münsteraner gewannen zum Hinrunden-Abschluss der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA das Krimi-Derby bei den ART Giants Düsseldorf mit 67:65 (34:39). Dabei zeigten sie in einem mitreißenden Duell enorme Bissigkeit, unermüdlichen Einsatz und rissen damit ihre rund 200 mitgereisten Fans, die ihre Mannschaft nach Leibeskräften unterstützt hatten, von den Sitzen. 1.215 Zuschauer sahen zwar kein hochklassiges, aber dramatisches Spiel voller Leidenschaft um jede Sequenz. Nach ihrem siebten Auswärtserfolg rangieren die Münsteraner wieder auf Playoff-Platz acht – punktgleich mit drei weiteren Teams bis Platz fünf.

Andaç Yapicier (Headcoach ART Giants): „Es war ein sehr defensiv geprägtes und physisches Spiel. Ich bin stolz auf unsere Mannschaft, wir haben uns in der Verteidigung gut auf Münster eingestellt. Phasenweise haben wir einen guten Job gemacht, aber über weite Strecken und vor allem im dritten Viertel konnten wir offensiv keinen Zugriff finden. Daran müssen wir in den kommenden Tagen und Wochen arbeiten. Aufgrund von Ausfällen von verletzten Spielern hatten wir heute zudem eine deutlich kleinere Rotation. Wir sind aber insgesamt auf einem guten Weg und glauben weiterhin an uns.“

13.01.2024 19:00 Uhr Jobstairs Giessen 46ers vs. RASTA Vechta II (90:91)

Hendrik Gruhn (Head Coach Vechta II): „Ich bin überwältigt von der Leistung meiner Mannschaft. Das Team macht mich stolz. Es ist hier total unbekümmert aufgetreten und spielt dabei von Woche zu Woche abgeklärter und erwachsener. Unsere Philosophie ist es nun einmal, jungen Spielern nicht nur eine Chance zu geben, sondern auch Vertrauen. Da muss man dann auch mal über kleine wie doofe Fehler hinwegsehen. Denn Fehler sind Teil des Prozesses. Wir sind gerade auf einem phänomenalen Weg und werden von Woche zu Woche besser. Roman hat heute sein bestes Spiel in dieser Saison gemacht. Er hat im 4. Viertel extrem viele wichtige Plays gemacht, auch das letzte zur Führung. Und ebenfalls entscheidend im Schlussabschnitt war Jack Kayil, der mit seinen 17 Jahren viel Verantwortung übernommen hat.“

Branislav Ignjatovic (Head Coach Gießen): „Wir haben offensichtlich ein Qualitätsproblem. Bei unserem Gegner habe ich heute einige junge Leute gesehen, die bald in jener Spielklasse auflaufen, in die wir nicht kommen werden. Der Sieg unserer Gäste war verdient. Im Basketball gibt es keine Partien ‚Jung gegen Alt’, sondern nur welche der Marke ‚Gut gegen Schlecht‘. Und wir waren heute nunmal schlechter als unsere Kontrahenten.“

13.01.2024 19:00 Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. VfL SparkassenStars Bochum

Am letzten Spieltag der Hinrunde setzte es für die Bozic Knights die zweite Heimniederlage im bisherigen Saisonverlauf. Beim 82:80 gegen Bochum, liefern die Ritter ihre bislang schlechteste Saisonleistung ab. Erst in den letzten Spielminuten finden die Korbjäger zu ihrem Spiel und kommen nochmal zurück. In der Tabelle verbleiben die Knights auf Platz fünf, da einige direkte Konkurrenten gegen tieferstehende Mannschaften Federn lassen müssen.

Die Ritter verschliefen direkt den Start ins Spiel. Ohne die notwendige Überzeugung und Energie auftretend, hatte die Verteidigung der Bozic Knights vor allem Probleme damit, Bochums Neuzugang Keith Williams unter Kontrolle zu bringen. Der erst vor zwei Wochen nach Bochum gekommene US-Amerikaner zeigte sich für 13 der ersten 23 Bochumer Punkte verantwortlich (23:22). Auch im zweiten Abschnitt wurde es kaum besser. Topscorer Michael Flowers und Mike Miller wurden gut kontrolliert und agierten unkonzentriert. Beide fanden nicht in ihr Spiel. Einzig Jonas Niedermanner wehrte sich erfolgreich. Es war der Bochumer Freiwurfschwäche (7:15) zu verdanken, dass es in die Halbzeitpause mit einem Unentschieden ging (39:39).

Während sich auf Kirchheimer Seite die Unkonzentriertheiten eher noch erhöhten, war Bochum nun vollends im Spiel angekommen und zog das Tempo an. Punkt für Punkt erhöhten die Gäste ihren Vorsprung und lagen zum Viertelwechsel mit 62:47 in Führung. Diese erhöhte sich im 4.Viertel auf 18 Zähler. Doch plötzlich wendete sich das Spielgeschehen. Knights Coach Perovic stellte um und spielte ohne echten Center. Die Verteidigung ging nun aggressiv zu Werke und offensiv übernahm Miller. Immer wieder zog der US Guard dynamisch zum Korb. Der Vorsprung schmolz dahin und bei noch zwei Minuten zu spielen waren die Kirchheimer plötzlich auf eine Possession dran. Ein Dreier von Kayne Henry und Punkte von Mike Flowers sorgten sieben Sekunden vor Schluss für den Ausgleich. Genug Zeit um Bochums Guard Niklas Geske per Buzzer Beater den Wurf zum Sieg zu ermöglichen. „Heute hat sehr wenig gepasst. Wir haben über 35 Minuten eines der schlechtesten Spiele der letzten drei Jahre abgeliefert. Ballverluste, verpasste Dunks und Layups, schlechte Entscheidungen. Es spricht für uns und zeigt auch unser Potenzial, das wir trotzdem am Schluss das Spiel fast noch gewonnen haben, aber wenn wir eins aus dem Spiel mitnehmen können, dann das wir uns solche Phasen nicht erlauben dürfen. Gegen niemanden. Insgesamt müssen wir uns deutlich steigern. Das ist am Samstag nochmals sehr klar geworden,“ so Chris Schmidt.

13.01.2024 19:30 Artland Dragons vs. Medipolis SC Jena

Beide Mannschaften starteten etwas verhalten in die Partie. Während Jena ihren ersten Dreier in der Reuse versenken konnte, antworteten die Drachen im direkten Gegenzug durch einen Layup von Aaron Kayser. Danach dauerte es ein wenig, bis die Offensivmotoren der beiden Kontrahenten auf Hochtouren kamen.

Der Beginn ins zweite Viertel gehörte dann den Drachen. Der griechische Neuzugang Chouchoumis brachte zunächst einen schwierigen Layup im Korb unter, ehe Buzz Anthony erneut auf Aaron Kayser ablegte und dieser die Führung der Drachen erhöhte. Während die Gäste zunächst Schritt halten konnten, schraubten die Burgmannnsstädter die defensive Intensität nach und nach hoch und übernahmen die Kontrolle über das Spiel. Ein Dreier von Buzz Anthony brachte die Drachen schließlich zweistellig in Front und zwang den Jenenser Headcoach Björn Harmsen zu einer Auszeit. Die Drachen blieben jedoch auch nach der Auszeit die bestimmende Mannschaft und erhöhten ihre Führung zwischenzeitlich auf zwölf Punkte (41:29). Mit der Schlusssirene gelang es Haukohl jedoch, seinen zunächst verworfenen Freiwurf selbst einzusammeln und den Abpraller im Korb unterzubringen. So ging es mit einem Spielstand von 45:36 in die Halbzeitpause.

Der Schlussabschnitt begann mit einem stockenden Offensivmotor der Drachen. Zwar gelang Anthony Watkins ein Layup kurz nach Wiederbeginn der Partie, doch der Tabellenführer aus Thüringen war nun besser in der Partie. Vor allem Topscorer Hinton hatte jetzt Blut geleckt und suchte immer wieder das Mismatch gegen den kleineren Buzz Anthony im Post. Immer und immer wieder scorte der Amerikaner aus der Midrange, während die Drachen offensiv lange ohne Punkte blieben.

Als Nikos Chouchoumis seine Farben dann per Dreier endlich wieder in Führung brachte, explodierten die 2000 Fans in der Artland Arena förmlich (89:87). Das letzte Wort war jedoch noch nicht gesprochen, denn noch waren 28 Sekunden auf der Uhr. Wieder suchten die Gäste Hinton im Post, doch dieses Mal gelang es ihm nicht zu treffen. Der Abpraller landete jedoch bei den Gästen, die in Person von Bank ihren nächsten Versuch vom Perimeter trafen und so die Führung zurückerlangten. Die Drachen hatten noch etwas mehr als drei Sekunden auf der Uhr für den Sieg und setzten ihre Hoffnungen in Neuzugang Nikos Choouchoumis. Mit seinem schnellen ersten Schritt gelang es dem Griechen zum Korb zu ziehen, wo jedoch Jenas Kapitän Moore auf ihn wartete und den Versuch des Point Guards zum Entsetzen der Drachen blockte. So mussten sich die Artland Dragons trotz guter Quoten und einer sehr guten Leistung am Ende mit 89:90 gegen den Tabellenführer geschlagen geben.

13.01.2024 19:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. EPG Baskets Koblenz

Am letzten Spieltag der Hinrunde unterliegen die EPG Baskets Koblenz, die auf vier Spieler verzichten mussten, den PS Karlsruhe Lions mit 75-90.

Die Lions erwischten den besseren Start und erspielten sich u.a. durch jeweils zwei Dreier von Ani und Dibba eine 14-6 Führung. Langsam kamen die Baskets besser ins Spiel und gingen durch Punkte von Hall zu Beginn des zweiten Viertels in Führung. Während der zweiten zehn Minuten wechselte die Führung häufig und so ging Karlsruhe mit einer knappen 3 Punkte Führung in die Halbzeitpause (38-35).

Die Baskets blieben in den ersten Minuten nach der Pause auf Tuchfühlung, anschließend waren die Lions offensiv jedoch nicht zu stoppen und entschieden den dritten Spielabschnitt mit 31-15 für sich.

Im letzten Viertel verkürzten die Baskets den Rückstand fünf Minuten vor Ende auf 13 Punkte, doch der amerikanische Aufbauspieler der Lions O’Showen Williams, der an diesem Abend nicht zu kontrollieren war und 32 Punkte erzielte, sorgte mit zehn Punkten in der Endphase dafür, dass keine Spannung mehr aufkam und die Lions verdient mit 90-75 gewannen.

13.01.2024 19:30 Uhr Gartenzaun24 Baskets Paderborn vs. BBC Bayreuth (84:80)

Das Spiel startete ausgeglichen, nach dem ersten Bayreuther Dreier von Selim Fofana stand es 4:4. Nach fünf Minuten führte Paderborn mit 10:9. Shane Gatling brachte Bayreuth dann mit 13:12 erstmals in Front. Das Spiel blieb eng, nach zehn Minuten lag der BBC in der offenen und flotten Partie mit 21:18 vorne. Die Bayreuther lagen zur Halbzeitpause schließlich mit 44:38 vorne. Der BBC hatte in den ersten 20 Minuten vor allem bei den Rebounds deutliche Vorteile (21 zu acht), Paderborn hatte weniger Turnovers zu verzeichnen (drei gegenüber zehn bei Bayreuth). Paderborn kam im dritten Abschnitt wieder etwas auf 43:48 heran, dann zog Bayreuth wieder auf 54:45 davon. Es folgten fünf Punkte in Serie der Gastgeber zum 50:54, Mladen Drijencic unterbrach den Paderborner Lauf mit einer Auszeit. Das Spiel war in der Phase von relativ vielen Ballverlusten geprägt. Die Ostwestfalen kamen weiter auf 52:55 und 56:57 heran. Dann zogen die Gäste das Tempo wieder an, Philip Jalalpoor stellte mit einem Dreier auf 62:56 für den BBC, es folgte eine Paderborner Auszeit, um den Bayreuther Spielfluss auszubremsen. Zum Ende des Viertels lag der BBC mit 65:59 vorne.  

Hutton Yenor sorgte dann das erste Mal wieder mit 73:72 für eine Führung der Gastgeber. Die Führung wechselte jetzt hin und her. Zachary Chappell sorgte mit einem Freiwurftreffer für das 77:75 für Paderborn. Drei Minuten vor Schluss lagen die Gastgeber mit 77:76 vorne, dann erhöhte Nicolas Buchholz mit einem Dreier auf 80:76. Paderborn hatte den Kampf angenommen und zeigte Willen. Beim Stand von 82:78 für die Gastgeber musste Marios Giotis humpelnd vom Feld. Schließlich endete die Partie mit 84:80 für Paderborn, in den letzten 48 Sekunden fielen auf beiden Seiten keine Punkte mehr. Nach der Niederlage schließt der BBC die Hinrunde in der ProA mit neun Siegen aus 17 Spielen auf Platz neun und damit außerhalb der Playoff-Plätze ab.  

14.01.2024 15:00 Uhr FRAPORT Skyliners vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier (77:84)

Die FRAPORT SKYLINERS und die RÖMERSTROM Gladiators Trier liefern den 5000 Fans (Frankfurter Besucherrekord in dieser Saison) in der Süwag Energie ARENA ein hochklassiges Spiel mit vielen tollen und spektakulären Momenten. Das seriösere, reifere, teilweise fast schon mit stoischer Ruhe ausgestattete Spiel, machen in den entscheidenden Momenten aber die Gäste.

Denis Wucherer (Headcoach, FRAPORT SKYLINERS): „Es war heute ein großer Spaß gegen Don Beck zu coachen, es ist toll, dass er wieder da ist. Trier hat ein starkes Team, starke Spieler und sie machen da einen sehr guten Job. Spiele wie heute entscheiden sich auch darüber, ob man die Würfe trifft oder nicht. Wir haben es heute nicht geschafft, die schweren Würfe zu treffen. Eine Qualität von JJ Mann, die schweren Würfe von Yakhchali, Maik Zirbes unter dem Brett, dass ist schon etwas Besonderes in der ProA. Ich bin mit unserer Leistung heute und unserer Hinrunde aber nicht unzufrieden. Aber wir sehen auch, welche Spieler auf dem Niveau schon spielen können und wer sich noch entwickeln muss, um in drei Monaten das nächste Niveau zu erreichen.“

Donald Beck (Headcoach, RÖMERSTROM Gladiators Trier): „Ich möchte Denis und Frankfurt zur bisherigen Saison gratulieren. Sie haben ein gutes Team und sind sehr gut gecoacht. Ich weiß, dass es zum Ende der Saison eine schwere Nummer wird, sollten wir dann noch mal aufeinandertreffen. Es war heute eine genauso schwere Niederlage für sie, wie sie es für uns gewesen wäre. Wenn man sich vor dem Spiel die Statistiken angeschaut hat, konnte man erkennen, dass beide Teams nahezu gleichauf sind. Wir haben daher dieses schwere Spiel heute erwartet. Wir wussten, dass wir auf hohem Niveau spielen mussten. Ihre Verteidigung ist die beste der Liga, daher mussten wir im Angriff sehr gut spielen und vorbereitet sein. Ich bin stolz auf unsere Jungs, da sie in dieser taffen Atmosphäre gut gespielt haben.“

Alle Spiele werden Live und kostenlos bei Sportdeutschland.TV übertragen.

Nachberichte ProB Süd 15. Spieltag

13.01.2024 18:00 Uhr TEAM EHINGEN URSPRING vs. BG Hessing Leitershofen 70:79

Am 15. Spieltag empfing das TEAM EHINGEN URSPRING die BG Hessing Leitershofen zum Aufeinandertreffen in der Sporthalle beim JVG. Vor guter Stimmung konnten die beiden Mannschaften den Zuschauern ein intensives und enges Spiel präsentieren. Dabei setzten sich die Gäste kurz vor Schluss durch einige Distanzwürfe entscheidend ab und können ihren Vorsprung zum 70:79-Auswärtserfolg über die Ziellinie bringen.

Im ersten Viertel starten die Ehinger mit ordentlicher Defensivarbeit, haben allerdings noch Probleme mit dem Rebounding und gestatten den Gästen dadurch einige zweite Chancen. Immer wieder schleichen sich kleinere Unkonzentriertheiten ein weshalb sich die Kangaroos Stück für Stück eine kleine Führung herausarbeiten. Dabei verpasst es das #teamingreen, bei insgesamt 6 Versuchen, einen Wurf jenseits der Drei-Punkt-Linie zu treffen. Der zweite Abschnitt beginnt dann mit einem schön herausgespielten Dunk durch Vincent Neugebauer. Ein wenig später wird der Center durch Valtteri Mervola abermals in Szene gesetzt und verkürzt zum zwischenzeitlichen 19:23. Nachdem es sich die Kangaroos dann gleich zwei Mal leisten, keinen Wurf vor dem Einsetzen der Shotclock-Sirene loszuwerden und Daniel Zacek auf der gegenüberliegenden Seite den ersten Dreier seines TEAM’s versenkt, sind die Hausherren endgültig zurück im Spiel. In den verbleibenden Minuten bis zur Halbzeit entwickelt sich ein offensives Hin und Her, wobei es nun die Gäste sind, die ihre Würfe von Draußen nicht mehr einnetzen können. Somit liegt das Momentum weiterhin auf Seiten des TEAM EHINGEN URSPRING, welches sich eine knappe 33:29-Halbzeitführung erarbeitet.

Im Anschluss an die Halbzeitpause kämpft sich Leitershofen zunächst in Person von Jermane Carter zurück in die Partie, der fünf schnelle Punkte in Folge erzielen kann. Die Energie des zweiten Viertels lässt das #teamingreen zu Beginn der Halbzeit zwei noch ein wenig vermissen. Die Kangaroos beginnen nun auch wieder ihre Distanzwürfe ins Ziel zu bringen und können sich nach einem weiteren Treffer von Carter eine 6-Punkte-Führung zurückerobern. Nachdem sich die Hausherren durch zwei getroffene Würfe inklusive Foul wieder in Schlagdistanz gebracht haben, kann der bislang kaum in Erscheinung getretene Bastian März durch zwei erfolgreiche Dreier auf 54:62 für die Gäste erhöhen. Zwei weitere Distanztreffer durch Westermeir und Lagerman bringen die Führung dann erstmals in den zweistelligen Bereich und die Kangaroos auf die Siegerstraße. Bis zur Schlusssirene kann der Abstand durch das TEAM EHINGEN URSPRING zwar nochmals verkürzt werden, letztendlich geht der 15. Spieltag allerdings mit 70:79 an die BG Hessing Leitershofen, die am Ende die entscheidenden Würfe treffen.

13.01.2024 19:00 Uhr Dragons Rhöndorf vs. CATL Basketball Löwen 99:80

Die CATL Basketball Löwen verlieren auswärts mit 80:99 gegen die Dragons Rhöndorf. In der Partie der zweitplatzierten Erfurter gegen den Tabellenführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd setzten sich die Dragons früh ab und sicherten sich einen verdienten Heimsieg. Die Mannschaft von Löwen-Trainer Enrico Kufuor trat aufgrund einiger personeller Ausfälle mit einer eingeschränkten Rotation an und musste leider wenige Sekunden nach Spielbeginn auch noch das verletzungsbedingte Ausscheiden von Lorenz Schiller verkraften. 

Der Spielverlauf ist schnell erzählt. Nach dem ersten Viertel lagen die Thüringer Gäste mit acht Punkten zurück (20:28). Die Rhöndorfer bauten den eigenen Vorsprung bis zur Halbzeit deutlich aus (56:32). Zwar gaben sich die Erfurter im dritten Viertel (27:25) und im Schlussabschnitt (21:18) nicht auf. Die Hausherren behielten jedoch deutlich die Oberhand. 

„Natürlich sind wir mit unserer eigenen Leistung nicht zufrieden. Wir wissen, dass wir deutlich besser spielen können. Gleichzeitig hat Rhöndorf eine sehr gute Leistung erbracht und das Spiel verdient gewonnen. Wir taten uns schwer, unseren offensiven Rhythmus aufzubauen und haben den Gegnern zugleich zu viele einfache Punkte gestattet.“ ordnet Löwen-Sportdirektor Florian Gut die Niederlage ein.

13.01.2024 19:00 Uhr BBC Coburg vs. TSV Tröster Breitengüßbach 83:79

Vor über 1000 Zuschauern in der HUK-Coburg arena besiegte der BBC Coburg in einem Nervenkrimi den TSV Tröster Breitengüßbach mit 83:79 und konnte somit erfolgreich Revanche für die Derbyniederlage im vergangenen November nehmen. Topscorer des BBC wurde wie schon so häufig Shooting Guard Gabriel Kuku mit 19 Punkten. Dazu steuerten Center Olamide Pedersen 15, Youngster Adrian Petkovic 14, Power Forward Kolten Mortensen 13 und Kapitän Sven Lorber 12 Zähler bei. Mortensen sammelte zudem noch starke 12 Rebounds ein und erzielte somit sein erstes Double-Double auf Profiniveau.

Head Coach Patrick Seidel mit seinem Fazit zum inzwischen schon dritten Sieg in Serie: „Also ich war mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden. Wir haben da die defensiven Sachen, die wir uns vorgenommen haben, gut umgesetzt, auch die neue Pick and Roll Defense, bei der der Große viel tiefer absinken kann, haben wir gut hinbekommen. Das hat Güßbach natürlich auch in der Halbzeit umgestellt, aber ich wollte bei uns jetzt nicht viel ändern, weil wir damit gut gefahren sind und ein, zwei Würfe schluckt man immer. Wir haben auch sehr gut gereboundet, vor allem Kolten (Mortensen) muss ich da hervorheben. Auch die anderen Jungs waren heute da und wir konnten aus einem Spiel, das uns nicht in die Hände spielte, am Ende trotzdem mit Cleverness das Ding nach Hause schaukeln.“

In einer zu Beginn ausgeglichenen Partie, bei der es keiner Mannschaft wirklich gelang, sich abzusetzen, nutzten die Vestestädter eine kurze Schwächephase der Breitengüßbacher Ende des zweiten Viertels aus und zogen mit einem 12:0-Lauf davon. Doch nach der Halbzeit fielen die gut herausgespielten Würfe auf Coburger Seite nicht mehr. Breitengüßbach robbte sich dadurch Stück für Stück wieder heran und konnte Anfang des letzten Viertels in Person von Marlon Stephan nach langer Zeit wieder in Führung gehen.

Doch dann übernahm in der Coburger Offensive Center Olamide Pedersen, der elf seiner 15 Punkte im Schlussviertel erzielte und damit seine Mannschaft mit wichtigen Körben in Front hielt. 1:40 min vor dem Ende stellte Gabriel Kuku auf sechs Zähler Differenz (81:75), doch Breitengüßbach kämpfte sich erneut bis auf zwei Punkte heran und hatte 15 Sekunden vor Ende mit einem Dreier sogar die Chance in Führung zu gehen. Dieser verfehlte allerdings sein Ziel und Adrian Petkovic entschied anschließend das Derby an der Freiwurflinie zugunsten des BBC.

13.01.2024 19:30 Uhr Ahorn Camp BIS Baskets Speyer vs. Porsche BBA Ludwigsburg

Die Ahorn Camp BIS Baskets Speyer haben sich mit einer eindrucksvollen Leistung bei ihren Zuschauern zurückgemeldet. Die Mannschaft um den überragenden Kapitän DJ Woodmore bezwang den bisherigen Tabellendritten in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB, BBA Ludwigsburg, verdient mit 90:74 (50:28) und nährte dabei die Hoffnung auf die erneute Teilnahme an der Aufstiegsrunde.

„DJ hat das Spiel komplett dominiert. Die Ludwigsburger fanden kein Mittel gegen ihn“, kommentierte BIS-Chefcoach Carl Mbassa die Galavorstellung des 31-Jährigen und ergänzte: „Er hat ein weiteres Mal bewiesen, dass er unser Leitwolf ist.“ Woodmore war mit zwei erfolgreichen Distanzwürfen in die Partie gestartet und beendete sie als mit Abstand effektivster Akteur auf dem Feld mit beeindruckenden Werten: 40 Punkte, davon sechs Dreier, sechs Rebounds und fünf Assists. „So viele Punkte habe ich noch nie erzielt“, sagte der Routinier, der 2014 aus den USA in die Domstadt am Rhein gewechselt war.

Im ersten Viertel, das sie mit 21:6 zu ihren Gunsten entschieden, hatten die Gastgeber den Grundstein zum nie gefährdeten Erfolg gelegt. Noch vor dem Seitenwechsel hatten sie ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf 47:20 ausgebaut. Im Schlussabschnitt nutzten die Ludwigsburger allerdings einige Nachlässigkeiten der siegessicheren Speyerer und betrieben Schadensbegrenzung.

14.01.2024 17:00 Uhr Black Forest Panthers vs. TSV Tropics Oberhaching

Eine Szene 1:30 Minuten vor Ende des Spiels könnte das Spiel nicht besser beschreiben. Die Gastgeber sind nochmal auf 64:70 rangekommen. Maxwell Temoka Dogma erkämpft sich gegen den zwei Köpfe größeren ehemaligen NBA-Prospekt Daniel Mayr (217cm) mit unbändigen Willen den Offensivrebound. Anschließend wird Omari Knox in der Ecke gefunden und versenkt eiskalt den Dreier und somit den Dagger in diesem Spiel. Die Tropics zeigten in der Deutenberghalle, eine starke kämpferische Leistung. In der Verteidigung zeigte man einen enormen Willen und brachte viel Herzblut auf das Parkett.

Nach einem durchwachsenen ersten Viertel konnte man sich dank Punkten von Dippold, Knox und Kögler im den zweiten 10 Minuten erstmals leicht absetzen. Diesen Vorsprung gab man bis Ende der Partie nicht mehr aus der Hand und ließ sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Offensiv getragen von einem überragenden Omari Knox war es die angesprochene Defense, die der Schlüssel zum Erfolg war.

Mario Matic: „Glückwunsch an mein komplettes Team. Wir haben gekämpf, gekämpft und nochmal gekämpft. Es war ein ganz wichtiger Arbeitssieg. Nun geht die Vorbereitung auf Erfurt los. Den Panthers wünsche ich viel Glück im Verlauf der weiteren Saison. Nicht nur wegen den sympathischen neuen Verantwortlichen Diego Santos sondern auch aus Respekt was Alen Velcic hier die letzten 25 Jahre aufgebaut hat. Die rund 700 Zuschauer haben Ihr Team bis zum Ende unterstützt. Die Mannschaft ist auf einem Abstiegsplatz derzeit, trotzdem strömen die Leute in die Halle und feuern Ihre Panthers an.“

14.01.2024 17:00 Uhr OrangeAcademy vs. SV Fellbach Flashers 98:75

Baldur Ragnarsson startete mit den fünf Ulmer Doppellizenzspielern Seikou Jawara, Maximilian Langenfeld, Philip Hecker, Alec Anigbata und Noa Essengue in die Partie. Die OrangeAcademy startete souverän mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf durch Jawara und einem Block durch Noa Essengue in die Partie. Die mit einer kleinen Rotation angereisten Gegner hatten Schwierigkeiten mit der Größe und Schnelligkeit der Gastgeber umzugehen und lagen nach vier gespielten Minuten mit acht Punkten (12:4) zurück, was in der ersten gegnerischen Auszeit resultierte. Mitte des ersten Viertels debütierte der 15-jährige Endurance Aiyamenkhuen für die OrangeAcademy und verhalf dem Team mit zwei wichtigen Offensivrebounds zu den nächsten Ulmer Punkten. Insgesamt sollte der junge Niederländer in 14 Minuten auf fünf Rebounds und drei Blocks kommen. Eine verschlechterte Wurfauswahl und viele Fouls erlaubten es den Gegnern den Vorsprung an der Freiwurflinie aufzuholen und das Viertel mit 22:16 zu beenden. 

Noa Essengue eröffnete den zweiten Spielabschnitt mit einem And One ein und stimmte auf ein offensivstarkes zweites Viertel ein: Langenfeld und Jawara zwangen die Gegner im Anschluss mit einem 6:0-Lauf zur Auszeit (30:16). Mit starkem Zug zum Korb, fünf schnellen Punkten durch Joel Cwik und viel Einsatz in der Defensive konnte die OrangeAcademy ihren Vorsprung bis zur Halbzeitpause auf 18 Punkte ausbauen (48:30). 

Die zweite Halbzeit begann Baldur Ragnarsson mit der ursprünglichen Starting Five, die innerhalb der ersten zwei zu spielenden Minuten in jedem Angriff punkteten und so einen 8:0-Lauf erarbeiteten. Ein tiefer Dreier durch Jawara, gefolgt vom spektakulären Block durch Noa Essengue machte den Start ins dritte Viertel perfekt, bevor die Gegner die häufigen Turnover der OrangeAcademy nutzten und den zwischenzeitlichen Vorsprung von 26 Punkten (56:30) über einen 13:0-Lauf teilweise wettmachten. Bei 65:50 nahm Baldur Ragnarsson die erste und einzige Auszeit. Maximilian Langenfeld brach den 13:0-Lauf der Gegner, Jawara folgte mit dem LayUp, Essengue mit dem And-One Dunking. Das dritte Viertel ging mit 29:28 knapp an die OrangeAcademy. Im letzten Viertel dominierte Alec Anigbata unter dem Korb und steuerte sechs weitere Punkte zum letztendlichen 98:75-Heimsieg bei. 

16.01.2024 19:30 Uhr FC Bayern Basketball II vs. FRAPORT SKYLINERS Juniors

Nachbericht folgt in Kürze.

Nachberichte ProB Nord 15. Spieltag

13.01.2024 14:00 Uhr Seawolves Academy vs. LOK BERNAU 116:115

Am 13. Januar 2024 lieferten sich LOK Bernau und die Rostock Seawolves in der Stadthalle Rostock ein mitreißendes Duell in der Barmer 2. Basketball Bundesliga ProB Nord. Das Spiel, das sogar in zwei Verlängerungen ging, endete mit einem denkbar knappen Ergebnis von 116:115 für die Rostock Seawolves.

Coach Davide Bottinelli, noch immer mitgerissen von der Intensität des Spiels, kommentierte die schmerzhafte Niederlage seiner Mannschaft: „Das war für einige Spieler die härteste Niederlage überhaupt. Rostock hat sich den Sieg verdient, besonders mit dem starken Korb in den letzten zwei Sekunden der zweiten Verlängerung.“

Bottinelli würdigte jedoch die mentale Stärke seines Teams in den ersten Minuten der zweiten Hablzeit: „Nach einer schwierigen ersten Halbzeit sind wir mental im Spiel geblieben und konnten die Partie in der zweiten Hälfte erstmals drehen.“ Doch der Coach zeigte sich kritisch hinsichtlich der Defensivleistung: „Viele taktische Vorgaben wurden in der ersten Hälfte nicht umgesetzt. Angesichts von Rostocks Aggressivität und ihrer starken 3er-Quote hätte unsere Defensive viel stärker sein müssen.“

Die Schwächen in der Defensive wurden in der zweiten Halbzeit verbessert, doch Bottinelli betonte: „Leider haben wir es versäumt, konsequent als Team zu agieren. Obwohl wir gute Offensivchancen kreiert haben, fehlte es an Kontinuität, aufgrund der mangelnden Erfahrung einiger Spieler.“ Dies offenbarte sich durch verlorene Nerven in der Crunchtime und dem daraus resultierendem unsportlichen Foul.

Trotz der Niederlage betonte Bottinelli die beeindruckende Leistung seiner Mannschaft: „Die Jungs haben alles gegeben und einige schwierige Körbe getroffen. Jetzt gilt es, aus den Fehlern zu lernen.“ Aktuell steht Lok Bernau auf dem 13. Platz der Tabelle. Bottinelli blickt bereits auf das kommende Heimspiel gegen die BSW Sixers: „Dort werden wir zeigen, wie viel Dampf noch in der Lok ist und dass wir trotz der Platzierung viel Potential haben.“

13.01.2024 19:00 Uhr Ademax Ballers Ibbenbüren vs. Itzehoe Eagles 70:76

Die Hoffnungen auf den Klassenerhalt in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProB haben für die Ademax Ballers Ibbenbüren einen herben Dämpfer erlitten. Im so wichtigen Kellerduell gegen den direkten Rivalen Itzehoe Eagles unterlagen die Ibbenbürener vor 778 Fans in der Halle mit 70:76. Damit haben die Ademax Ballers als Schlusslicht der Tabelle schon zwei Siege Rückstand zum rettenden Ufer.

Nach einem 5:0-Blitzstart der Gastgeber folgte direkt ein Negativlauf, schnell setzten sich die Gäste aus Itzehoe ab. 20:13 führte Itzehoe nach dem ersten Viertel, 38:34 zu Pause, die Ademax Ballers hatten sich bis dato schon 13 Ballverluste geleistet. In der zweiten Halbzeit setzte sich die Völkerink-Fünf frühzeitig ab, doch die Ibbenbürener schlugen trotz miserabler Quoten aus allen Bereichen zurück. Der bärenstarke Jan Wullkotte verkürzte auf 68:70, Denzel Livingston noch einmal auf 70:72. Wenige Sekunden vor dem Ende verwarf Livingston beim Stande von 70:73 einen Dreier, der die Partie möglicherweise in die Verlängerung geschickt hätte. Am Ende stand die nächste bittere Niederlage zu Buche, die Luft im Tabellenkeller wird immer dünner.

Das sagt Coach Peer Reckinger: „Wir schaffen es nicht, uns durch gute Sachen wirklich nach vorne zu bringen. Wir erholen uns nie vom ersten Viertel, treffen superschlecht von außen. Wir finishen zu schwach und holen aus unserer Rebound-Dominanz nichts raus. So wird es nicht leichter, mal schauen wie es weitergeht.“

13.01.2024 19:30 Uhr Iserlohn Kangaroos vs. SC Rist Wedel 83:84

Die Iserlohn Kangaroos verlieren einen absoluten Krimi gegen den SC Rist Wedel mit 83 zu 84. Das Spiel war 40 Minuten lang offen und umkämpft, bei noch zwei Minuten Spielzeit gerieten die Iserlohner dann in einen Sieben-Punkte-Rückstand. Das Spiel schien entschieden, doch die Kangaroos kämpften sich mit drei schnellen Körben zurück ins Spiel. Den darauffolgenden Angriff der Gäste verteidigten die Waldstädter erfolgreich und Viktor Ziring brachte die Kangaroos dann zehn Sekunden vor Schluss mit einem Punkt in Führung. Im letzten Angriff der Gäste sorgte dann der herausragende Camron Reece für den 83 zu 84 Endstand.

Eine ganz bittere Niederlage für die Waldstädter, nachdem sie einen aufopferungsvollen Kampf über 40 Minuten geliefert haben und sich trotz Rückstand kurz vor Schluss nicht aufgaben. Headcoach Dennis Shirvan ist enttäuscht über die Niederlage, aber stolz auf die kämpferische Leistung seiner Mannschaft:

“Ich finde, wir haben ein gutes Spiel gemacht und eine starke Intensität gebracht. Wir haben bei uns einige Umstellungen vorgenommen, die wir relativ gut umgesetzt haben, doch es ist uns nicht gelungen, den Amerikaner Reece in den Griff zu bekommen. Da haben wir einfach nicht genug MatchUps gehabt, um ihn nachhaltig zu stoppen. Mathias Groh hat es dann in der zweiten Hälfte stark gemacht gegen ihn, umso bitterer, dass sein Schuh im letzten Play reißt und er deshalb raus muss. Knapp zwei Minuten vor Schluss waren wir noch mit sieben Punkten hinten, haben dann zwei Steals, scoren direkt und drehen dann mit Viktors Wurf das Ding sogar komplett. Zum Schluss kommt dann Reece nochmal zum Layup und entscheidet das Spiel, das ist extrem bitter. Ich denke, da hätten wir Jonathan Almstedt ein bisschen mehr helfen und ihn nicht im Eins-gegen-eins alleine lassen sollen. Vielleicht hätten wir auch foulen und Reece an die Linie schicken können, doch in so einer schnellen und hektischen Situation kann einfach vieles passieren. Diese Niederlage tut einfach unfassbar weh, doch ich bin stolz darauf, was für eine Reaktion wir gezeigt haben, insbesondere nach den schwierigen letzten Wochen.”

13.01.2024 19:30 Uhr BBG Herford vs. TKS 49ers 94:70

Am 15. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB sollte es zum wiederholten Male auswärts kein guter Tag für die 49ers werden. Nie konnte man seinen Rhythmus in der Offensive sowie Defensive finden, sodass man am Ende gegen den Tabellenvorletzten, die BBG Herford, mit 70:94 (32:45) als Verlierer die Heimreise antreten musste. Somit rutschen die 49ers auf den siebten Tabellenplatz.

Nachdem man zuletzt vor heimischem Publikum gegen Rostock mit einem Sieg in die Rückrunde startete, wollte die Mannschaft von Headcoach Vladimir Pastushenko auch auswärts positiv die zweite Hälfte der Saison anfangen. Doch wie schon so oft in dieser Saison kamen die 49ers in der gegnerischen Halle nach etwas längerer Anreise nicht auf das Niveau, das man erwartet hatte. Gleich zu Beginn zeigte sich, dass es für die Gäste ein gebrauchter Tag in der Offensive werden sollte. Lediglich 15 Punkte konnte man in den ersten zehn Spielminuten erzielen. Und obwohl man durch eine solide Defensivleistung nur mit drei Punkten zurücklag, sollte das ab dem zweiten Viertel auch zum Problem der 49ers werden.

Neben miserablen Trefferquoten, 3 aus 29 Dreiern (10%) und insgesamt nur 29% aus dem Feld, konnte man dann auch nicht seine Leistung in der Defensive abrufen. Vor allem Shawn Gulley, welcher mit 29 Punkten Topscorer des Spiels wurde, und Neuzugang Collin Turner, der 25 Punkte und überragende 13 Assists beisteuerte, bekamen die 49ers nicht in den Griff. Bei den Gästen konnte kein Akteur wirklich überzeugen. Yannick Hildebrandt erzielte 13 Punkte und Ivan Mikhieiev kam auf 11 Punkte. Nach dem Spiel analysierte Pastushenko die Niederlage wie folgt: „Es war über das gesamte Spiel nicht genug von uns. Wir haben das Reboundduell verloren, nicht gut genug verteidigt und schlecht getroffen. So kann man nicht gewinnen. Nun müssen wir uns auf das nächste Spiel vorbereiten.“

14.01.2024 15:00 Uhr SBB Baskets Wolmirstedt vs RheinStars Köln 90:88

Ohne Punkte mussten sich die RheinStars am späten Sonntagnachmittag auf den Heimweg aus der Magdeburger Börde machen. Bei den SBB Baskets Wolmirstedt unterlagen die Kölner nach einer engagierten Vorstellung mit 88:90 (49:42) und mussten die Tabellenführung in der Gruppe Nord am 15. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB vorerst abgegeben. „Es war eine ärgerliche Niederlage insoweit, dass wir wesentlich besser gespielt haben als zuletzt und mit viel mehr Intensität“, sagte Manager und Trainer Stephan Baeck nach dem intensiven Gang in der Wolmirstedter Halle der Freundschaft vor 723 Zuschauern.

Baeck weiter: „Aber wir waren nicht einmal ansatzweise in der Lage, im defensiven Rebounding gegen die Baskets anzukommen. Mit 24 Offensivrebounds gegen uns ist das Spiel schnell erzählt.“ Eigentlich, denn trotzdem, so der Coach weiter, „hätten wir das Spiel gewinnen können. Weil wir deutlich besser agiert und auch flüssiger gespielt haben als Wolmirstedt. Leider haben wir viele individuelle Fehler gemacht, in einfachen Situationen wie Korbleger oder Fastbreaks, die wir schlecht ausgespielt haben“.

Schade war die Niederlage auch deshalb, weil die RheinStars eigentlich deutlich besser agiert hatten als in den beiden Spielen zuvor gegen die Bayer Giants aus Leverkusen.  Zudem erwischten die Kölner ohne den weiterhin fehlenden Grantas Vasiliauskas den besseren Start und holten sich das erste Viertel mit 29:16-Zählern. Doch schon im Laufe des zweiten Viertels konnten die Hausherren das Resultat verkürzen, weil die RheinStars mal hier, mal da den ein oder anderen leichten Punkt liegen ließen und im Gegenzug eben genau solche leichten Zähler kassierten.

Der dritte Abschnitt ging dann komplett an die Baskets, die teilweise den Korb der Kölner gefühlt fast minutenlang „belagern“ konnten, weil sie Rebound um Rebound holten. Wenig verwunderlich kippte das Spiel. Zwei Minuten vor Ende des dritten Durchgangs lagen die RheinStars mit 59:68 hinten. Es spricht aber klar für die Moral und das Können in dieser Saison, das sich die RheinStars wieder zurück kämpfen konnten. Angeführt von Kapitän Rupert Hennen (26 Zähler, 5 Assists) als effektivstem Spieler auf dem Platz (29) glichen die RheinStars knapp drei Minuten vor Schluss aus (81:81) und holten sich 77 Sekunden vor Ultimo die Führung (86:85) zurück. Über 88:88 und 88:90 hatten die Kölner elf Sekunden auf der Uhr und noch zwei Timeouts, um das Spiel zu gewinnen.  Nach dem ersten bekamen die Kölner den Ball nicht kontrolliert ins Spiel; bekamen aber nochmal den Einwurf bei 1.8 Sekunden auf der Uhr und einem weiteren Timeout.  Doch der dann in Zeitnot geworfene Dreier von Hennen erreichte nicht das gewünschte Ziel.

14.01.2023 16:00 Uhr Bayer Giants Leverkusen vs. Berlin Braves 2000 91:84

Die Ostermann-Arena war einmal mehr sehr gut besucht: Rund 1.800 Zuschauer fanden an einem kalten Sonntagnachmittag den Weg an die Bismarckstraße. Für Stimmung war auf den Rängen also gesorgt, jetzt hofften die Besucher auf eine ansehnliche Begegnung auf dem Parkett. Enttäuscht wurden die zahlreich erschienen Fans nicht.

Der Start in die Paarung gehörte den Gästen aus der Bundeshauptstadt. Coach Achmadschah Zazai hatte seine Schützlinge scheinbar gut auf die Hausherren eingestellt, denn die Braves gaben in den ersten Minuten der Begegnung den Takt an. Nach einem Dreier durch den Berliner Neuzugang Seth Compas, der ein insgesamt gutes Spiel ablieferte, führten die Mannen in den roten Trikots verdient mit zwölf Zählern Vorsprung (0:12 – 4. Spielminute). Im Anschluss aber gelang es den GIANTS Zugriff auf die Partie zu bekommen. BAYER konterte mit einem 9:0-„Run“ seinerseits und so stand es in der 7. Spielminute 18:21. Der überragende Akteur der Farbenstädter in dieser Phase war Marius Stoll. Der Guard traf so ziemlich alles, was er in die Hände bekam, und sorgte für Festtagsstimmung im Leverkusener Fanblock. Marius traf all seine vier Dreierversuche in Abschnitt Nummer eins und kam in den ersten zehn Minuten auf sage und schreibe 16 Zähler. Mit einem Unentschieden (25:25) ging es in den zweiten Durchgang.

Auch hier waren die Berliner zunächst tonangebend. Die GIANTS haderten vermehrt mit ihren eigenen Fehlern, während Marley Jean-Louis von „Downtown“ auf 28:39 (14. Spielminute) aus Sicht der Gastgeber stellte. Offensiv fehlten Leverkusen die Argumente, während die Braves souverän aufspielten. Von daher war es für die „Gnadisten“ wichtig, in diesen Minuten den Anschluss an die Auswärtsmannschaften zu halten und das gelang. Über Kampf, Einsatz und Leidenschaft sorgten die „Riesen vom Rhein“ dafür, dass die Braves zur Halbzeit nicht davonzogen. Ein eher ereignisarmes Viertel endete beim Stand von 46:52.

Hochfokussiert starteten die GIANTS in die zweite Hälfte. Angeführt vom starken Trey McBride, erzielte Marko Boksic von jenseits der Dreipunktelinie in der 22. Spielminute den Ausgleich zum 52:52. BAYER hielt das Tempo in der Folge hoch, ohne in der Verteidigung nachzugeben. Zwar konnten die Braves noch eine Zeit lang mit den Leverkusenern Schritt halten, doch die Hausherren ließen sich nicht die Butter vom Brot nehmen. Vor allem in den letzten drei Minuten sahen die Zuschauer einen 14-maligen Deutschen Meister, der sich im Angriff Punkt um Punkt absetzen konnte. Die gute Leistung in der dritten Spielperiode würdigten die Fans mit lautstarker Unterstützung ihrerseits. Mit 73:66 führten die Farbenstädter nach dreißig absolvierten Minuten hochverdient.

Mit einem 6:0-„Lauf“ begann für LEV der Schlussabschnitt. Die Heimmannschaft lag mit 79:66 (32. Spielminute) in Front und die Rheinländer schielten in dieser Phase auf den direkten Vergleich. Hierfür müsste BAYER mit mehr als 12 Punkten Vorsprung gewinnen. Dies wollten die Braves aber auf gar keinen Fall zulassen. Im Gegenteil: Nach einem Konter von neun Punkten in Serie schrumpfte die Leverkusener Führung auf 79:75 (35. Spielminute). Coach Gnad nahm daraufhin die Auszeit und appellierte lautstark an seine Mannen nicht nachzulassen und die hohe Intensität der Gäste mitzugehen. Gesagt, getan: Die GIANTS kämpften weiterhin und kamen, durch die in der zweiten Halbzeit sehr aktiven Sebastian Brach und Trey McBride, zu wichtigen Zählern. Für die endgültige Entscheidung zu Gunsten des ProB-Meister von 2019 sorgte Marko Boksic an der Freiwurflinie, der bei neun Sekunden ausstehender Spielzeit für den Endstand von 91:84 sorgte.

Nachberichte ProB Süd 14. Spieltag

06.01.2024 18:00 Uhr TSV CATL Baskteball Löwen vs. OrangeAcademy 82:73

Nach dem erfolgreichen Vorspiel der Nachwuchsspieler folgte das ProB-Heimspiel der CATL Basketball Löwen gegen die OrangeAcademy. Sowohl die Erfurter Hausherren wie auch die jungen Ulmer Gäste taten sich im ersten Viertel schwer einen eigenen Spielfluss aufzubauen (14:17). Bis zur Halbzeit steigerten die Ulmer die eigenen Wurfquoten und erspielten sich eine kleine Führung (36:44). In der Pause fand Löwen-Cheftrainer Enrico Kufuor offenbar die richtigen Worte. Im dritten Viertel schalteten seine Schützlinge mehrere Gänge hoch und gewannen den Abschnitt mit 16 Punkten (61:53). In einem hochspannenden Schlussabschnitt behielten die Löwen angeführt von Spielmacher Jan Heber, der mit 25 Punkten, 7 Rebounds und 5 Assists ein wichtiger Erfolgsfaktor war, die Nerven und sicherten sich einen 82:73-Heimsieg. Neben dem gewohnt fleißigen Punktesammler Tyseem  Lyles (21 Punkte) und einer erneut starken Leistung von „Mr. Double-Double“ Paul Albrecht sorgte besonders das 19-jährige Eigengewächs Tim Herzog für Begeisterung. Der Jugendspieler des BC Erfurt sammelt seine Spielerfahrung meistens im Herrenteam des Gothaer Partnervereins in der 2. Regionalliga. Am Samstag brachte der athletische Forward viel Energie von der Bank und holte direkt vier Rebounds. Zudem erzielte er fünf Punkte und spielte auch in der heißen Phase des letzten Viertels äußerst couragiert mit. 

Löwen-Sportdirektor Florian Gut lobte beide Teams und betonte die Bedeutung der guten Zusammenarbeit auf wie neben dem Spielfeld: „Wir verfolgen mit unserer Profimannschaft und mit unseren Nachwuchsleistungsteams eine klare sportliche Idee, die auf einen spielerischen Entwicklungsansatz für die einzelnen Spieler und für das Zusammenspiel als Team setzt. Dabei bringen uns weder überraschend positive noch einzelne negative Ergebnisse aus der Ruhe. Als junger Klub lernen wir in jeder Saison auch besonders viel dazu. Erfreulicherweise ist unsere Gesamtentwicklung sehr positiv. Das ist der Verdienst von vielen Beteiligten und zudem eine Teamleistung im Zusammenspiel mit unseren Partnervereinen. Eine besondere Verantwortung im sportlichen Bereich liegt natürlich in den Händen unseres Trainerstabs, der mannschaftsübergreifend sehr kollegial zusammenarbeitet. Gemeinsam mit unserem medizinischen Stab unter der Leitung von Dr. Gerald Lutz und Constanze Sakriß leisten unsere Coaches hervorragende Arbeit in der nachhaltigen Entwicklung unserer Spieler!

06.01.2024 19:00 Uhr Black Forest Panthers vs. FC Bayern Basketball II 90:98

Auch unter ihrem neuen Trainer Georgi Davidov zeigten die Black Forest Panthers am Samstagabend zwei Gesichter. Während die Schwarzwäldern in den ersten drei Vierteln gegen die Reservemannschaft des FC Bayern Basketball chancenlos blieben, sorgten sie im Schlussabschnitt für eine packende Aufholjagd, die jedoch vor 604 Zuschauern ohne Happy End blieb.

Ins Spiel gegen München starteten die Schwenninger Basketballer mit Laurin Ertekin, Jeremia Agyepong, Alexander Lagerman, Emmanuel Womala und Christian Okolie. Beide Teams begannen nervös und es vergingen zwei Minuten ehe Bayerns Ivan Khartchenkov die ersten Punkte erzielen konnte. Gegen die kompakt stehende Verteidigung der Bayern, die geschickt rotierte und Anspiele in die Zone zu verhindern wusste, taten sich die Panthers schwer. Da auch die Distanzwürfe nicht ihr Ziel fanden, kam der Offensivmotor der Gastgeber nicht ins Laufen. Ganz anders die Bayern: Angeführt von Ivan Khartchenkov, Martin Kalu und dem montenegrinischen Nationalspieler Dino Radoncic zogen die Gäste schnell davon. Nach nur acht Spielminuten lagen die Panthers bereits mit 7:26 deutlich hinten.

Im zweiten Viertel stabilisierte sich die Offensive der Panthers zwar und die Schwarzwälder kamen etwas heran. Doch München fand stets gute Antworten und der Rückstand der Panthers betrug zur Halbzeit wieder 19 Zähler (33:52). Erst nach dem Seitenwechsel kam die Schwenninger Offensive richtig ins Rollen. Alex Lagerman und Alex Fanchini versenkte nun Würfe von außen und schufen so auch neue Räume unter den Körben. Hiervon profitierte auch Christian Okolie, der nach schwachem Start plötzlich zum Aktivposten wurde. Auch Jeremia Agyepong punktete nun zuverlässig, während Daniel Mayr mit insgesamt fünf Blocks in der Defensive Präsenz zeigte. Doch nach wie vor gelang es den Panthers nicht, die Münchener am Punkten zu hindern.

Erst im Schlussviertel stimmte der Zugriff auf die Bayern und die Panthers kämpften sich nun Punkt für Punkt heran. Wider Erwarten kamen die zwischenzeitlich mit 27 Punkten in Führung liegenden Bayern tatsächlich nochmal ins Wanken. Angetrieben von den begeisterten Fans in der Deutenberghalle kämpften sich die Gastgeber eine Minuten vor Spielende nochmal auf vier Punkte heran (90:94). Doch die Bayern fingen sich in der Schlussphase wieder und sicherten sich den 90:98-Auswärtserfolg.

06.01.2024 19:00 Uhr FRAPORT SKYLINERS Juniors vs. Ahorn Camp BIS Baskets Speyer 72:68

In einem packenden Duell konnten sich die Juniors kurz vor Ende den Sieg gegen die Gäste Ahorn Camp BIS Baskets Speyer sichern und starten erfolgreich in die Rückrunde. Überragender Akteur auf Seiten der Juniors war Drago Crnjac mit 29 Punkten. Damit finden sich die Frankfurter in der Tabelle auf Platz vier wieder.

Für Speyer waren Carlos Hidalgo und Christoph Rupp mit jeweils 14 Punkten die erfolgreichsten Scorer. Ahorn Camp BIS Baskets Speyer bleiben nach der Niederlage weiterhin auf Platz 11.

Beide Teams lieferten sich wieder ein spannendes Duell, wie bereits am vorherigen Spieltag. Frankfurt schaffte es jedoch wieder in der Schlussphase, das Spiel für sich zu entscheiden. Dabei zeigte Topscorer Drago Crnjac starke Nerven und verwandelte entscheidende Freiwürfe gegen Ende des Spiels und setzte somit auch den Endstand zum 72:68.

Headcoach Sepehr Tarrah: „Ich bin extrem stolz auf die Mannschaft. Wir haben nicht nur unter sehr schwierigen, personellen Bedingungen gespielt, wir haben es über 40 Minuten geschafft die Energie und den Einsatz auf einem hohen Level zu halten. Das ist uns bisher, in der Vorrunde noch nicht gelungen. Immer mussten wir mit einem Energy-Drop umgehen, das war diesmal nicht der Fall. Natürlich haben wir Fehler gemacht und es war nicht der schönste Sieg, aber wir haben gekämpft, unsere jungen Spieler haben Verantwortung übernommen und wir wurden belohnt. Besser kann es für ein Farm-Team wie uns gar nicht laufen. Ich bin sehr stolz.

07.01.2024 16:00 Uhr TSV Oberhaching Tropics vs. BBC Coburg 90:103

Vor toller Kulisse und super Unterstützung der Fans im „Deisen-Dome“ mussten sich die Tropics am Ende den Gästen geschlagen aus Coburg geschlagen geben. Bärenstarken 20 Minuten folgte eine sehr schwache zweite Halbzeit der Gelbhemden. Somit gehen die Punkte verdient nach Coburg. In den ersten beiden Vierteln waren die Mannen um Kapitän Janosch Kögler hellwach an beiden Enden des Spielfelds. Vorne ließ man als Kollektiv toll den Ball laufen und traf hochprozentig. In der Defense agierte man hochkonzentriert und ließ den Vestestädtern nur wenige offene Würfe zu. Mit einem 52:36 Vorsprung ging es in die Kabine.

Zu Beginn des dritten Viertels profitieren die Gäste um den bärenstarken Gabriel Kuku von den Fehlern der Tropics. Völlig überhastete Einzelaktionen und Ballverluste wurden von Coburg in einfache Punkte umgemünzt. Die Führung schmolz bereits kurz nach der Pause auf einen einstelligen Bereich. Der BBC hatte nun endgültig Blut geleckt und bestrafte die offensichtlichen Fehler in der Oberhachinger Verteidigung. Während Fischer und Knox offensiv Ihre Würfe nun hochprozentig trafen, schien defensiv einzig Maxwell Temoka Dongmo dagegenzuhalten. Der Power Forward sprintete immer wieder in die Verteidigung und blockte mehrfach spektakulär Wurfversuche des BBC. Mit einem Rückstand von 69-71 ging es ins Schlussviertel. Beim Stand von 70-81 musste Coach Mario Matic seine letzte Auszeit nehmen. Die Umstellung aus Zonenverteidigung brachte kurzfristig Erfolg. Als Omari Knox per Dreier zum 90:91 Stand die Halle Kopf und die Hoffnung auf den Heimerfolg war wieder. Doch Coburg behielt einen kühlen Kopf und entschied mit zwei erfolgreichen Dreiern in Folge die Partie für sich.

Mario Matic: “Glückwunsch an Patrick Seidel und Coburg. Wir haben ab dem dritten Viertel jegliche Konzentration und defensive Einstellung vermissen lassen. Warum wir hier ein komplett anderes Gesicht als in den ersten 20 Minuten gezeigt haben, muss aufgearbeitet werden. Wie immer bei so einer Niederlage ist der Trainer verantwortlich. In der Trainingswoche werden wir daran arbeiten und den Fokus auf das Spiel in Schwenningen legen.

Während Omari Knox das Team offensiv getragen hat und hochprozentig traf, verhinderte Maxell durch seinen Einsatz in der Verteidigung noch mehr Gegenkörbe.

07.01.2024 16:30 Uhr BG Hessing Leitershofen vs. Porsche BBA Ludwigsburg 86:75

Die BG kam zunächst nur schleppend ins Spiel, hatte so ihre Probleme mit der starken Defensive des Ludwigsburger Farmteams der MHP-Riesen. Diese mussten mit Pleta einen wichtigen Spieler ersetzen, der am Abend zuvor mit deren BBL-Team noch in Chemnitz gastierte. In den ersten sechs Minuten gelangen den Gastgebern nur sechs magere Punkte. Einige haarsträubende Ballverluste und eine mäßige Wurfquote sorgten dafür, dass man zunächst 10:15 in Rückstand geriet und auch das erste Viertel mit 14:18 an die Gäste abgeben musste. In den zweiten zehn Minuten ging es hin und her, in der 16. Spielminute ging Leitershofen durch einen Korbleger von Bernat Vanaclocha erstmals 28:27 in Führung. Das Momentum hielt nur kurz, erneut musste man einem 30:36 Rückstand hinterherlaufen, den man aber umgehend durch zwei Freiwürfe von Jannik Westermeir wieder in eine 38:36 Führung umwandeln konnte. Zwei Mal hatten die Stadtbergen dazuhin auch noch Pech. Zunächst wurde ein krachender Dunking von Jermane Carter berechtigterweise vom Schiedsrichtergespann wieder zurückgenommen, weil der Ball aufgrund der physikalischen Kräfte vom Netz wieder aus dem Korb heraussprang. Und mit der Schlusssirene gingen die Württemberger durch einen Buzzer Beater von kurz hinter der Mittellinie erneut in Führung.

Die zweite Halbzeit begann ebenfalls zäh für die Kangaroos. Die BBA erwischte erneut den besseren Start, ein 38:46 aus Sicht der BG leuchtete von der Anzeigetafel, Die Kangaroos ließen sich aber nicht aus der Ruhe bringen und behielten die Nerven in dieser sicherlich sehr kritischen Situation. Punkt für Punkt kämpfte man sich wieder heran und der starke Bernhard Benke sorgte in der 28. Minute wieder für eine 51:50 Führung. Den knappen Abstand nahm man mit in die letzte Viertelpause (Spielstand 60:57). Carter sorgte mit nun zählendem krachenden Dunk für eine 62:59, danach schlug die Stunde des Bernat Vanaclocha. Der Spanier in Diensten der BG markierte sensationell zwölf Punkte in Folge, anschließend traf Kapitän Chris Würmseher per Dreier zum 77:63 (36. Minute). Das war eine Vorentscheidung, der Vorsprung wuchs sogar auf zwischenzeitlich siebzehn Punkte an. Entscheidend sicher zwei Maßnahmen des Leitershofer Trainerteams: Mit Westermeir und Hanzalek agierte man mit zwei Aufbauspieler, phasenweise dazu nur mit einem großen Akteur am Brett und vier kleineren Spielern außen herum. Damit taten sich die Gäste sichtbar schwer, weil unter dem Korb nun große Räume für den einzigen „Big Man“ der Kangaroos entstanden. Einige Nachlässigkeiten erlaubten den Gästen noch einmal herankommen, es ging nun noch um den direkten Vergleich. Diesen verloren die Leitershofer zwar nicht, gewannen selbigen aber eben auch nicht, die Differenz von am Ende 11 Punkten entsprach genau dem Abstand aus dem Hinspiel Ende November in der Barockstadt.

In der Tabelle bleiben die Stadtberger auf Platz neun notiert, allerdings im dicht gestaffelten Feld nur zwei Punkte hinter dem sonntäglichen Gegner Ludwigsburg, der seinen dritten Rang im Klassement zumindest verteidigen konnte. Am kommenden Samstag gastieren die Kangaroos nun in Ehingen, ehe in zwei Wochen dann die Black Forest Panthers Schwenningen in Stadtbergen zu Gast sein werden.

07.01.2024 17:00 Uhr TSV Tröster Breitengüßbach vs. TEAM EHINGEN URSPRING 75:78

Trotz der ungünstigen personellen Ausgangssituation ging die Truppe von Headcoach Mark Völkl mit viel Selbstvertrauen in das enorm wichtige Spiel gegen Ehingen. Die Hausherren erwischten einen guten Start und lagen nach Zählern von Dippold und Stephan schnell mit 5:0 in Führung. Die Defensive der Gelbschwarzen gestattete den Gästen in den ersten drei Minuten lediglich zwei Punkte von der Freiwurflinie. Erst nach über vier Spielminuten war es Neugebauer, der den ersten Feldkorb für seine Mannschaft erzielte. Klaus traf wenig später einen weiteren Dreier, sodass Güßbach mit 8:4 führte. In der Folgezeit brachte Center Neugebauer seine Mannschaft Punkt für Punkt heran, glich in der 7. Minute erst zum 9:9 aus und verwandelte wenig später den Bonusfreiwurf zur ersten Führung. Die Tröster-Truppe vergab zu diesem Zeitpunkt bereits fünf Freiwürfe, was später noch eine große Rolle spielen sollte. Nach dem Führungswechsel lief es wieder besser. Walde, Stephan, Dippold und Wagner bescherten dem TSV dank eines 10:1-Runs eine 19:11-Führung nach dem ersten Viertel.

Im zweiten Spielabschnitt bauten Nieslon und Walde den Vorsprung erstmalig in den zweistelligen Bereich aus, 23:12. Auch eine Auszeit von Gäste-Trainer Johannes Hübner konnte den offensiven Rhythmus der Gastgeber nicht brechen. So baute Stephan den Vorsprung bis auf 27:14 aus (13.). Danach fand Ehingen besser ins Spiel. Grey und Aav erzielten fünf Zähler binnen kürzester Zeit, woraufhin TSV-Trainer Völkl umgehend eine Auszeit nahm. Es entwickelte sich in der Folgezeit ein munteres Spielchen auf beiden Seiten. Während Wörrlein und Klaus für die Tröster-Truppe erfolgreich waren, trafen Zacek und Mervola für Ehingen, sodass ein 33:26 nach 17 Minuten auf der Anzeigetafel stand. Nach Punkten von Wagner und Grey stand es zur Halbzeitpause 38:32 für Breitengüßbach. Bisher merkte man das Fehlen von den drei wichtigen Spielern überhaupt nicht.

Die zweite Halbzeit begann mit drei Dreiern. Für Ehingen traf Zacek gleich zwei Mal, während Wörrlein einen für Breitengüßbach versenkte, 41:38. Die Gäste waren in dieser Phase viel besser im Spiel, verteidigten deutlich härter und forcierten etliche Ballverluste und schlechte Würfe. Erneut Zacek und Grey sorgten für den Führungswechsel, 42:44. Auch eine Völkl-Auszeit half leider nichts und die Gäste fanden immer wieder den Weg zu einfachen Punkten. Grey und Neugebauer erhöhten auf 42:50 (25.). Erneut ließen die Güßbacher viele Zähler an der Freiwurflinie liegen, am Ende sollten es 16 sein. Klaus traf nach dreieinhalb punktlosen Minuten und erlöste seine Mannschaft. Allerdings hatte Ehingen die passende Antwort parat und versenkte durch Laar und Mervola und Lungelu seine Würfe sicher. Dadurch erspielten sie sich bis zum Viertelende eine zweistellige Führung, 49:60.

Diese bauten die Gäste zu Beginn des Schlussviertels gar auf 52:67 aus (33.) – der Spielverlauf nahezu identisch mit dem Hinspiel. Doch Aufgeben kommt für Breitengüßbach nie in Frage. Walde, Stephan und Klaus sorgten mit acht Zählern binnen 60 Sekunden wieder für ein offenes Spiel, 60:67. Durch deutlich bessere Verteidigung und guter Ballbewegung in der eigenen Offensive kämpfte man sich immer weiter heran. Dippold und Stephan trafen die Würfe und verkürzten auf 66:71 (37.). Zwar hatte Ehingen ab und zu Antworten parat, doch die Tröster Truppe traf nun auch schwierige Würfe durch Dippold und versenkte nun auch endlich seine Freiwürfe hochprozentig durch Dippold und Nieslon, sodass man zwei Minuten vor dem Ende auf 73:75 dran war. 90 Sekunden vor Schluss glich Center Jonas Klaus die Partie aus. Mervola traf knapp 60 Sekunden vor dem Ende für Ehingen einen Korbleger. Die nächsten zwei Angriffe vergab jede Mannschaft, sodass Güßbach fünf Sekunden vor dem Ende taktisch foulen musste. Mervola traf nur einen Freiwurf und Headcoach Mark Völkl nahm nochmal eine Auszeit für den letzten Angriff. Doch der Dreier von Timo Dippold verfehlte sein Ziel und somit war die ärgerliche und bittere 75:78-Heimniederlage perfekt. Durch den Erfolg der Ehinger bleibt Breitengüßbach weiterhin Tabellenletzter und hat nun zwei Siege Rückstand auf das rettende Ufer.

07.01.2024 17:30 Uhr SV Fellbach Flashers vs. Dragons Rhöndorf 87:72

Ein ausführlicher Spielbericht folgt in Kürze.

Nachberichte ProB Nord 14. Spieltag

06.01.2024 14:00 Uhr Berlin Braves 2000 vs. SBB Baskets Wolmirstedt

Das Spiel wurde abgesagt.

06.01.2024 18:00 Uhr RheinStars Köln vs. Bayer Giants Leverkusen 66:68

Die nächsten Wochen werden für die Akteure der RheinStars wohl ziemlich anstrengend. Nach dem 66:68 (35:41) gegen die Bayer Giants Leverkusen und der zweiten Niederlage in Folge werden die Kölner wohl zügig die aktuell gelebte Komfortzone verlassen. Zwar sind die RheinStars auch nach dem 14. Spieltag der Hauptrunde in der Gruppe Nord weiterhin Tabellenführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB und fahren als solcher am kommenden Sonntag (15 Uhr) zu den SBB Baskets nach Wolmirstedt. Und auch das zweite Derby nach dem 64:72 am Vorweihnachstabend hielt am Samstagabend vor den offiziell 999 Zuschauern in der pickepacke vollen ASV-Sporthalle alles, was ein Derby an Emotionen und Spannung verspricht. Aber: „Klar gewinnen wir lieber“, sagte Manager und Trainer Stephan Baeck, aber das störe ihn eigentlich weniger als die in den zurückliegenden Wochen schleichend zunehmende Selbstverliebtheit seiner Mannschaft.

Unsere beiden Niederlagen spiegeln die vergangenen Trainingswochen wider. Nach den elf Siegen in Serie war alles ein bisschen zu selbstverliebt, alles sehr schön, sehr nett und vor allem war es immer noch gut genug, die Spiele weiterhin zu gewinnen“, sagt Baeck. So liegt die Hauptherausforderung für die kommenden Monate darauf, der Mannschaft wieder den richtigen Fokus auf die noch in weiterer Zukunft liegenden Playoffs zu geben. „Und dann kommt eine Mannschaft, die uns physisch richtig attackiert“ und die Jungs seien fast erschrocken. In den Playoffs könne genau das ein schnelles Aus provozieren – und deshalb werden die Trainer hier den Hebel ansetzen: An harter körperlicher Arbeit, an der Fähigkeit, auch unter Druck den Überblick zu behalten und am Teamspiel in Defense und Offense.

Mit Blick auf das Leverkusenspiel bemerkte Baeck: „Objektiv haben wir Grantas Vasiliauskas unterm Korb vermisst. Zusätzlich fehlte uns dann da auch noch Duje Dujmovic verletzt, der im ersten Derby ein gutes Spiel gemacht hat.“ Und ergänzt: „Auch Robin Danes und Andrej Mangold kommen gerade erst wieder in die Mannschaft zurück, haben nicht die ganze Saison mit dem Team trainiert und sind noch nicht so in den Abläufen drin. Aber wie gesagt, das sind nicht die Hauptgründe für die beiden Niederlagen, eher Begleiterscheinungen. Wir müssen auch so gut genug sein, um solche Spiele gewinnen zu können.

Unterm Strich stand in der ASV-Sporthalle, dass die Kölner das erste Viertel komplett vergeigten (17:29), teilweise sogar mit 17 Zählern hinten lagen, um sich dann zu berappeln. Die Defense wurde griffiger. Das blieb auch im weiteren Spielverlauf so. Allerdings wehrten sich die Giants mit Haut und Haaren und gestatteten den Kölnern kaum einfache Körbe. Alles war schwer bei den Hausherren. Bei 55:65 sahen die Gäste 168 Sekunden vor Schluss bereits wie der kommende Sieger aus. Aber nur fast. Denn dann zeigten auch die Giants Nerven. Und hätte sich Jannis von Seckendorff zwei Sekunden vor Schluss am Korb durchsetzen können, dann wäre die Partie sogar in die Verlängerung gegangen.  Konnte er aber nicht.

06.01.2024 19:00 Uhr LOK BERNAU vs. Ademax Ballers Ibbenbüren 82:49

Am Samstag den 6. Januar 2024, feierte LOK Bernau einen überzeugenden Sieg gegen die Ademax Ballers Ibbenbüren mit einem Endstand von 82 zu 49. Trainer Davide Bottinelli äußerte sich nach der Partie äußerst zufrieden über die Mannschaftsleistung. „Wir sind besonders zufrieden über unsere Leistung heute. Wir haben es geschafft, vier Spieler mit zweistelligem Scoring zu haben, und das zeigt, wie wir als Mannschaft agiert haben. Den direkten Vergleich zu drehen, war eine große Herausforderung, die Jungs haben daran geglaubt und viel Kampfgeist darin gesteckt. Schön, dass es geklappt hat“, kommentierte Bottinelli. 

Die Partie war geprägt von einer hohen Energie und Physis, die von Anfang bis zum Ende des Spiels aufrechterhalten wurde. Diese Attribute spiegelten sich nicht nur im Ergebnis wider, sondern auch in der gezielten Ballbewegung und Ausführung des Spielplans. Die Assist/Turnover-Ratio war positiv, was auf eine präzise und kontrollierte Spielweise der Bernauer Mannschaft hinweist. Ein weiterer entscheidender Faktor für den Sieg war die effektive Nutzung der Freiwurflinie. Mit insgesamt 24 Freiwürfen zeigte LOK , dass sie in der Zone präsent waren und sich durch geschicktes Spiel Möglichkeiten erarbeiteten.

Besonders bemerkenswert war auch die defensive Leistung, indem die Schlüsselspieler der Ademax Ballers Ibbenbüren erfolgreich unter Kontrolle gehalten wurden. Dies zeugt von einer ausgeklügelten taktischen Strategie und einer soliden Umsetzung auf dem Spielfeld. 

06.01.2024 19:30 Uhr EN BASKETS Schwelm vs. Iserlohn Kangaroos 92:73

Die Iserlohn Kangaroos müssen eine 92 zu 73 Auswärtsniederlage bei den EN Baskets Schwelm hinnehmen. In einer ausverkauften Arena in Schwelm erleben die Zuschauer ein umkämpftes Derby mit zwei unterschiedlichen Hälften. In Halbzeit eins war das Spiel sehr ausgeglichen, doch nach der Pause verloren die Kangaroos vollständig den Faden, wodurch
der Sieg am Ende verdient an die Gastgeber aus Schwelm ging. Genauso wie das Hinspiel kurz vor Weihnachten in Iserlohn, lieferte auch das Rückspiel eine tolle Atmosphäre. Die mitgereisten Iserlohner Anhänger feuerten lautstark ihre Kangaroos an und sorgten für eine klasse Stimmung gleich von Beginn an. Die Fans der Baskets ließen ebenfalls nicht lange auf sich warten und beantworteten die Iserlohner Trommeln mit lautstarken Anfeuerungen für ihre Farben. Ein perfekter Rahmen für den Rückrundenstart!

In Hälfte eins sahen die Zuschauer dann auch das erwartet spannende Derby. Die Kangaroos freuten sich über die Rückkehr von Travis Henson und Ruben Dahmen und begannen fokussiert und entschlossen. Das Team von Dennis Shirvan setzte immer wieder konsequent nach und griff alleine in Halbzeit eins 13 offensive Rebounds vom Brett. Jedoch gelang es den
Baskets, die energischen Iserlohner mit konstanten Treffern aus der Distanz auszubremsen und so eine knappe 47 zu 45 Führung in die Halbzeitpause zu bringen.

Im zweiten Spielabschnitt sahen die Zuschauer dann ein komplett anderes Spiel, die Waldstädter ließen plötzlich alle positiven Dinge aus Halbzeit eins vermissen und gerieten dadurch schnell in einen zehn Punkte Rückstand. Die schwache Phase der Kangaroos wurde von den Gastgebern eiskalt bestraft, insbesondere jenseits der Dreipunktelinie liefen die Schwelmer regelrecht heiß und streuten den Iserlohnern einen Distanzwurf nach dem nächsten ein. Am Ende trafen die Baskets 50% ihrer 26 versuchten Dreier, während bei den Kangaroos lediglich 21% der Distanzwürfe den Weg durch die Reuse fanden. Zwar versuchten die Gäste bis zum Schluss den Abstand zu verkürzen, doch das Team von Headcoach Falk Möller behielt die Nerven und baute die Führung sogar weiter aus.

Am Ende gehen die EN Baskets Schwelm als verdienter Sieger vom Court und festigen dadurch den zweiten Tabellenplatz. Die Iserlohn Kangaroos hingegen kassierten ihre fünfte Niederlage in Folge und stehen damit nun auf Tabellenplatz zehn. Headcoach Dennis Shirvan ist frustriert mit dem Auftritt in Halbzeit zwei: “Eine tolle Kulisse für den Rückrundenstart
und wir zerlegen uns selber im dritten Viertel. In Halbzeit eins haben wir es ganz gut gemacht, doch nach der Pause haben wir völlig kopflos agiert und einfach keine gute Attitude gezeigt. Gerade bei einem Derby, mit so einer tollen Kulisse und unseren Fans im Rücken, muss man diese Energie aufsaugen, doch was wir gemacht haben, war einfach kopflos.

06.01.2024 19:30 Uhr Itzehoe Eagles vs. BBG Herford 116:85

War das wirklich die Mannschaft, die mit zwei üblen Niederlagen vor Weihnachten ans Tabellenende abgestürzt war? Nicht ganz, Neuzugang Iván Catani gehörte sofort zur ersten Fünf und lieferte: „Man hat gemerkt, dass der Einsatz und das defensiv orientierte Spiel von Iván uns noch einmal einen richtigen Push geben“, sagte sein Coach Timo Völkerink. Doch die gesamte Mannschaft habe von der Einstellung her und kämpferisch eine Topleistung gezeigt. Die 124 Punkte der Herforder im Hinspiel müsse man persönlich nehmen, hatte Völkerink vor dem Spiel gesagt. Das funktionierte: Die Itzehoer kamen mit großer Energie aufs Feld und ließen dem Gegner mit ihrer Verteidigung keine Luft – sie nötigten die Herforder zu 24 Ballverlusten und gestatteten ihnen erst nach mehr als fünf Minuten die ersten Punkte. Da führten die Eagles schon zweistellig, dabei blieb es für den Rest der Partie.

Auch die Disziplin in der Offensive habe gestimmt, stellte Völkerink fest, der Tobias Möller heraushob: Der Center blieb aus dem Zwei-Punkt-Bereich ohne Fehlwurf und fuhr seine bisher beste Punktausbeute in der ProB ein. Im zweiten Viertel bauten die Gastgeber ihren Vorsprung zunächst auf 20 Punkte aus, beim 62:33 zur Halbzeit waren es fast 30. Der Weg dahin war teilweise spektakulär, für das Highlight sorgte Tekorian Smith: Nach Ballgewinn war er allein durch und dunkte den Ball nach 360-Grad-Drehung in der Luft in den Korb.

Die zweite Hälfte verlief ausgeglichener, weil nun auch die BBG reichlich punktete. Am Sieg der Eagles bestand kein Zweifel, aber es ging noch um mehr: „Wir haben relativ früh im Spiel gemerkt, dass auch der direkte Vergleich nicht unmöglich ist“, sagte Völkerink. Dieser gibt bei Punktgleichheit den Ausschlag über die Platzierung, deshalb blieb die eigentlich klar entschiedene Partie bis in die Schlussphase intensiv und spannend. Am Ende gelang den Eagles auch das: Nach 26 Punkten Unterschied in Herford haben sie durch den Kantersieg mit 31 Punkten nun doch noch die Nase vorn.

Deshalb gelang der Sprung vom letzten Platz auf den ersten Nichtabstiegsrang. „Wir wollen probieren, das als Initialzündung zu nehmen für die nächsten Spiele“, sagte Völkerink. Fokussiert müsse weitergearbeitet werden, um das nächste Team im Keller zu schlagen: Kommenden Sonnabend geht es zum neuen Schlusslicht Ibbenbüren.  

07.01.2024 16:00 Uhr TKS 49ers vs. Seawolves Academy 85:82

Hätte jemand bei noch dreieinhalb Minuten auf der Spieluhr im ersten Viertel gesagt, dass dieser Abschnitt 25:13 zu Gunsten der TKS 49ers ausgehen würde, hätte man diese Person wohl nur belächelt. Denn zu diesem Zeitpunkt stand es noch 10:13 für die Gäste der Seawolves Academy. Diese sollte die höchste und gleichzeitig letzte Führung der Rostocker gewesen sein. Im Anschluss starteten die 49ers angeführt von Eigengewächs Lukas Wagner, der in den ersten zehn Minuten zwölf Punkte beisteuerte, bis zum Viertelende einen 15:0 Lauf. Dieser entpuppte sich im weiteren Verlauf des Spiels als enorm wichtig für die Gastgeber.

Denn die Seawolves erhöhten fortan, vor allem in der zweiten Halbzeit, defensiv den Druck und agierten offensiv weniger fehleranfällig als die 49ers. Doch das starke Rebounding und das immer wieder perfekte Timing für einen versenkten Dreier waren ausschlaggebend dafür, dass die Differenz zu den Seawolves in der Crunchtime nie kleiner als drei Punkte wurde. Den sogenannten Dagger warf dann Ivan Mikheieiv, als er die Gäste per Dreipunktewurf zum 84:78 knapp eine Minute vor Schluss auf Abstand hielt. Individuelle Performances gab es heute mehrere zu bestaunen. Auf Seiten der 49ers machte Lukas Wagner das beste Spiel seiner ProB-Karriere, indem er 25 Punkte (9/13 FG), 8 Assists, 6 Rebounds und 3 Steals auflegte. Yannick Hildebrandt knackte ebenfalls die 20 Punkte-Marke und holte zudem neun Rebounds. Bei Rostock überragte Center Toni Nickel mit 27 Punkten und 13 Rebounds.

Der Man oft he Match Lukas Wagner nannte nach dem Spiel mögliche Gründe des sechsten Heimsiegs: „Heute hat von Anfang an bei allen die Einstellung gepasst. Wir hatten aus dem Hinspiel noch eine offene Rechnung mit Rostock und wollten diese heute als Team zusammen begleichen und uns den Sieg und im besten Fall sogar den direkten Vergleich holen.“ Für den direkten Vergleich reichte es zwar nicht ganz, dennoch macht das Team von Vladimir Pastushenko in der Tabelle einen Sprung von zwei Plätzen auf Rang 5. Nächsten Samstag werden die 49ers vom aktuellen ProB Nord-Schlusslicht BBG Herford empfangen.

07.01.2023 17:00 Uhr SC Rist Wedel vs. BSW Sixers 109:62

Rund eine Woche nach dem Jahreswechsel brannten die Rister im Heimspiel gegen die BG Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen 06 (BSW Sixers) ein Feuerwerk ab und gewannen mit 109:62. Es ist die beste Wedeler Punktausbeute in einem ProB-Spiel seit dem 26. September 2021 (117:88 gegen den Eimsbütteler TV).

So etwas kommt sehr selten vor“, sagte Rist-Trainer Hamed Attarbashi angesichts des überdeutlichen Abstands zwischen Heim- und Gastmannschaft. „Wir sind freudig überrascht. Wir haben gegen eine tolle Mannschaft, die bewiesen hat, dass sie in der Liga alle Großen schlagen kann, eine überragende Leistung geboten“, lobte er. „Wir hatten Rhythmus und Spaß auf dem Spielfeld und haben dem Gegner den Spaß genommen. Und das über eine lange Zeit. 35 bis 38 Minuten waren wir signifikant aggressiver als der Gegner“, so Attarbashi.

Schon im zweiten Viertel (36:10) wurde es ganz deutlich. 61:26 führten die Rister zur Halbzeit. Wie so oft in dieser Saison war der Rebound die Grundlage des Wedeler Erfolgs: Attarbashis Mannen sicherten sich 58 Abpraller, die Gäste nur 26. Camron Reece sorgte vier Minuten und 47 Sekunden vor dem Ende mit einem Korbleger zum 101:51 für die erste dreistellige Wedeler Punktzahl der laufenden Saison. Ebenfalls sehr erfreulich: Alle eingesetzten Rister beteiligten sich am Schützenfest und trafen. Attarbashi hatte unter anderem auf mehrere Talente verzichten müssen, die für die Hamburg Towers in der NBBL aufliefen.

Auch Simonas Paukste (Fußverletzung) sowie Mika Tangermann (krank) fehlten. Somit blieb den Wedelern mit Reece nur ein Center, der Schwede Daniel Johansson half deshalb unter dem Korb aus, wenn der US-Amerikaner eine Pause brauchte. Ob unmittelbar unter den Brettern oder auf dem Flügel: Johansson zeigte eine starke Leistung, seine 27 Punkte waren eine neue persönliche ProB-Bestmarke. „Daniel hat ein tolles Spiel gemacht, gar keine Frage“, so der Trainer. „Man sollte das nicht zu hoch hängen. Das ist ein Ausreißer. Wir freuen uns riesig, aber nächste Woche geht es weiter“, drückte Attarbashi nach dem deutlichen Erfolg auf die Bremse.

Nachberichte ProA 16. Spieltag

06.01.2024 17:00 Uhr RASTA Vechta II vs. FRAPORT Skyliners 96:78

Vor der Saison-Rekordkulisse von 780 Zuschauern hat BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA-Aufsteiger RASTA Vechta II den easyCredit Basketball Bundesliga-Absteiger FRAPORT SKYLINERS besiegt. Am frühen Samstagabend gewannen die Hausherren mit 96:78 (46:40), US-Rookie Kaden Anderson (24) überragte mit 30 Punkten, Luc van Slooten (21) und Jack Kayil (17) kamen auf jeweils 14 Zähler. 

Gegen die Frankfurter, die bis Samstag gerade einmal rund 70 Gegenpunkte pro Partie zugelassen hatten, zeigte die Mannschaft von Hendrik Gruhn ihre beste Saisonleistung und gewann auch in der Höhe verdient. Die Hausherren trafen ganz stark aus allen Lagen, unter anderem 15/32 Dreier. Zudem entschied RASTA II das Rebound-Duell klar für sich (40:32), die meisten holte der 18-jährige Johann Grünloh (neun). 

Denis Wucherer (Head Coach Frankfurt): „Gratulation an Coach (Gruhn) und Vechta! Wir haben heute gegen eine Mannschaft gespielt, die gut gecoacht wird, einen guten Basketball spielt und sehr gut ausgebildete Spieler hat. Sie haben mit der nötigen Leidenschaft und dem nötigen Hunger gespielt, den es braucht, um in dieser Liga gegen Teams wie uns zu gewinnen. Wir waren heute zum ersten Mal in dieser Saison nicht gut genug. Wir haben uns keine Chance gegeben, das Spiel zu gewinnen. Normalerweise finden wir gerade in der zweiten Halbzeit Wege, um auch mal zurückzukommen und Spiele zu drehen. Aber Vechta war heute einfach zu gut und wir hatten weder die richtige Einstellung noch den richtigen Hunger, waren zudem auch individuell nicht gut genug.“

06.01.2024 19:00 Uhr Phoenix Hagen vs. Nürnberg Falcons 77:67

Ohne die verletzten Sebastian Schröder und Kai Huntsberry nahmen es die Nürnberg Falcons am Samstagabend mit dem Top 4 Team Phoenix Hagen auf. Beide Mannschaften brauchten eine gewisse Zeit, um ihren Rhythmus und damit in die Partie zu finden. So können die ersten, recht ausgeglichenen, aber ziemlich zerfahrenen zehn Spielminuten unter dem Titel „Abtasten“ zusammengefasst werden (14:12). Im zweiten Viertel nahm das Spiel dann mehr Fahrt auf. Angeführt von den Veteranen Doreth und Wolf, erspielten sich die Gäste aus der Noris ein leichtes Übergewicht (16:21). Chris Harris gefiel dies freilich nicht und so bat Hagens Coach nach 12 Spielminuten zur Auszeit. Die Falken blieben aber tonangebend und gingen durch Anthony Gaines gar zweistellig in Führung (21:32). Die Führung hielt, schrumpfte aber bis zur Pause auf fünf Punkte zusammen (32:37). 

Der Start in die zweite Halbzeit verlief aus Falken-Sicht denkbar schlecht. Hagen begann diese nämlich mit einem 7:0 Lauf (39:37) und brachte Nürnberg damit doch ziemlich aus dem Konzept. Nach Dennis Nawrockis Dreier zum 47:41 nahm dann auch Virgil Matthews eine Auszeit. Er nahm einige taktische Veränderungen vor und redete konzentriert auf seine Spieler ein. Resultat war ein starker Schlussspurt kurz vor Beginn der letzten Viertels, der die Franken wieder auf drei Punkte heranbrachte (48:45.) Dort musste die Entscheidung fallen und beide Teams lieferten sich nun einen offenen Schlagabtausch. Tim Köpple war überall und Nürnberg fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit voll im Geschäft (58:56). Es folgte jedoch ein vorentscheidender 12:0-Run der Hausherren, die damit zwei Minuten vor Schluss sehr energisch auf die Siegerstraße einbogen. Die Falcons mobilisierten noch einmal alle Kräfte. Ihr Comeback-Versuch kam jedoch zu spät und so gewann Phoenix Hagen schlussendlich nicht unverdient mit 77:67. In drei Wochen sehen sich Falken und Feuervögel zum Rückspiel in der Kia Metropol Arena wieder. 

Trotz der zehnten Saisonniederlage und des damit verbundenen Abrutschens auf Tabellenplatz 14, sieht Head Coach Virgil Matthews sein Team auf einem guten Weg: „Es ist eine schmerzhafte Niederlage für uns, aber ich denke wir haben trotzdem Schritte nach vorne gemacht. Zu Beginn des dritten Viertels waren wir in einem kleinen Loch, nachdem wir ein paar einfache Körbe nicht gemacht haben. Wir haben uns aber zurückgekämpft gegen ein starkes Hagener Team, das viel Druck auf uns ausgeübt hat. Ich bin stolz auf unsere Spieler und bin sicher, wir kriegen bald die Kurve.“

06.01.2024 19:00 Uhr Medipolis SC Jena vs. JobStairs GIESSEN 46ers 95:86

Im Auftakt der Jenaer Heimspielsaison 2024 erwischte das Harmsen-Team zunächst einen Start nach Maß. Über einen Distanzwurf von Joshiko Saibou zum 10:2 (3.) sowie einen Dreier durch Kapitän Rasheed Moore bis auf 17:10 (6.) enteilt, gelang es den Gästen bis zur ersten Pause allerdings wieder auf 21:18 zu verkürzen. Während Medipolis SC Jena diesen Vorsprung nach dem Start in den zweiten Abschnitt zunächst konservieren und anschließend punktuell ausbauen konnte, kam es unmittelbar vor der Halbzeitsirene zu der aus Gießener Sicht folgenschweren Verletzung von Roland Nyama. Der Flügelspieler hatte im Kampf um einen Rebound den Ellenbogen von Jenas Center Rafael Alberton abbekommen, musste kurz benommen und mit einer blutenden Platzwunde das Spielfeld verlassen. An dieser Stelle die besten Genesungswünsche in Richtung des Auswahlspieler Kameruns, der hoffentlich bald wieder auf das Parkett zurückkehren kann. Aus sportlicher Sicht hatten die Saalestädter in der anschließenden Sequenz nach einem Korbleger von Robin Lodders zum 43:34 ihren statistischen Peak erreicht, bevor Gießen durch Robin Benzing und Luis Figge auf 43:38 konterte und sich beide Teams mit diesem Zwischenstand in die Kabinen verabschiedeten.

Nach einer unabhängig vom Score eher defensiv geprägten ersten Hälfte nahm die Begegnung mit Start ins dritte Viertel auch offensiv zunehmend stärker Fahrt auf. Sowohl spielerisch als auch das Intensitätslevel betreffend, war es den Jenaern zunächst gelungen, ihren Vorsprung zu verteidigen. Zwei wuchtige Dunks von Rasheed Moore zum 51:46 und 53:46 (25.) standen dabei exemplarisch für die Bereitschaft, in der englischen Woche die letzten Reserven zu mobilisieren, bevor Gießen ebenso kernig antwortete. Vor allem Stefan Fundic hatten es die 46ers in der Phase zu verdanken, dass der Vorsprung der Thüringer bis zur 30. Minute auf 65:63 geschmolzen war. So folgte abermals eine fast zehnminütige Crunchtime, die keine Wünsche nach noch mehr Spannung und Dramatik offen ließ. Allein acht Führungswechsel oder ausgeglichene Spielstände im finalen Durchgang stürzten beide Fanlager abwechselnd in ein Wellenbad der Gefühle. Während der knapp 80 Fans umfassende Gießener Anhang seine Helden um Fundic, Kovacevic, Wilson oder Krajcovic nach erfolgreichen Aktionen bejubeln konnte, feierten die Arena-Heimtribünen mit Saibou, Hinton oder Francis am Ende die glücklicheren und dennoch verdienten Sieger. Den Deckel drauf machte letztendlich Blake Francis mit seinem Dreier zum 91:84 exakt 31.5 Sekunden vor Ultimo. Alle anschließenden Treffer waren für die Rollenverteilung nicht mehr wirklich maßgeblich wichtig, könnten für den direkten Vergleich jedoch durchaus noch Relevanz besitzen.

Alex Herrera (Center Medipolis SC Jena): „Gießen ist ein sehr schwierig zu spielender Gegner. Insofern war das heute ein hartes Stück Arbeit und ein bis zum Ende ebenso knappes wie umkämpftes Duell, das im Schlussviertel immer wieder in beide Richtungen ausschlug. Am Ende konnten wir in den letzten Minuten die wichtige Stopps erzielen und uns den Sieg sichern.

06.01.2024 19:00 Uhr BBC Bayreuth vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim 91:84

Die Partie begann auf beiden Seiten nervös mit vielen Fehlwürfen. Nach fünf Minuten stand es 11:7 für den BBC, die Dreier fielen auf beiden Seiten. Mit dem Buzzer des ersten Viertels sorgte Shane Gatling für den Zwischenstand von 25:16. Nach zwölf Minuten stand es 32:20, kurz darauf 34:23. Das Bayreuther Spiel war für Kirchheim schwer auszurechnen, dies machte es den Gästen schwer, ins Spiel zu finden. Nach einem Dreier von Jaydon Henry-McCalla kam Kirchheim etwas auf 28:36 heran, daraufhin rief BBC-Headcoach Mladen Drijencic zur Auszeit. Die Knights hatten jetzt einen Lauf, Michael Miller glich zum 41:41 aus. Schließlich legte der BBC im zweiten Viertel noch einen kleinen Schlussspurt aufs Parkett der Oberfrankenhalle und führte zur Halbzeit mit 45:41.

Die zweite Hälfte startete ähnlich holprig wie die erste Halbzeit. Nach einem Drei-Punkt-Spiel von Esa Ahmad führte der BBC mit 50:46. Michael Flowers sorgte dann für den 52:52-Ausgleich. Die Bayreuther Offensive lebte vor 2.256 Zuschauern von ihren Guards. Nach 30 Minuten stand es schließlich 69:61 für Bayreuth. Der BBC ging zunächst durch Marco Rahn wieder zweistellig mit 73:63 in Führung. Das Ball-Movement bei Kirchheim haperte in dieser Phase. Bayreuth ging mit 81:77 in Front, Kirchheim verkürzte dann auf 79:81. Knapp zwei Minuten vor dem Ende lag der BBC mit 84:79 vorne. 74 Sekunden vor Schluss humpelte Marios Giotis beim Stand von 84:80 angeschlagen vom Feld. Selim Fofana erhöhte auf 86:80. Michael Miller verkürzte auf 82:86. Dann gab es ein unsportliches Foul gegen die Gäste. Marco Rahn traf zwei Freiwürfe zum 88:82. Philip Jalalpoor erhöhte an der Freiwurflinie 24 Sekunden vor Schluss auf 90:82. Letztlich gewann der BBC mit 91:84 und hat jetzt nach 16 Spielen in der Pro A neun Siege auf dem Konto.

Bester Werfer beim BBC war Shane Gatling mit 24 Punkten. Knapp dahinter lagen Selim Fofana mit 23 und Esa Ahmad mit 18 Punkten. Esa Ahmad war mit acht abgegriffenen Bällen auch bester Bayreuther Rebounder. Bei Kirchheim war Michael Flowers mit 27 Punkten Topscorer. Als bester Rebounder tat sich bei den Gästen ebenfalls Michael Flowers mit sieben abgefangenen Bällen hervor.

Das sagt BBC-Topscorer Shane Gatling: „Wir haben heute eine gute Teamleistung gezeigt und hatten die Kirchheimer Topspieler Michael Flowers und Michael Miller ganz ordentlich im Griff. Trotz kurzer Rotation und Foultrouble brachten wir den Sieg nach einem harten Kampf gut über die Ziellinie. Jetzt müssen wir schauen, diese Leistung auch kommendes Wochenende beim Auswärtsspiel in Paderborn zu zeigen, um unsere Auswärtsbilanz aufzubessern.“   

06.01.2024 19:00 VfL SparkassenStars Bochum vs. ART Giants Düsseldorf 85:99

Den Giants gelang der deutlich bessere Start ins Spiel. Bereits der erste Dreier von Emil Marshall nach 18 Sekunden Spielzeit flog durch das Netz. Alexander Möller erhöhte auf 5:0 ehe Quinn Nelson die ersten drei Punkte für sein Team erzielte. Düsseldorf ließ sich aber nicht beirren, Ben Shungu traf zwei Dreier und schraubte die Führung für sein Team auf 10 Punkte hoch. Da waren vier Minuten gespielt und es stand 13:3 für das Team aus der Landeshauptstadt. Bochum fand danach etwas besser zu seinem Spiel und verkürzte den Abstand nun Stück für Stück. David Cohn traf kurz vor der Viertelpause einen Dreier und brachte sein Team auf 5 Punkte heran. Mit einem Spielstand von 26:21 für Düsseldorf ging es in die erste Viertelpause.

Die SparkassenStars machte erstmal so weiter, wie zum Ende des ersten Viertels und konnten nach 2:43 gespielten Minuten durch einen Dreier von Quinn Nelson zum 30:30 ausgleichen. Zur Führung reichte es nicht, denn die Giants legten nun einen 6:0 Lauf hin und die SparkassenStars blieben 3 Minuten ohne Korberfolg. Neuzugang Keith Williams erzielte nach acht gespielten Minuten im zweiten Viertel seine ersten Punkte für die SparkassenStars. Wieder war es David Cohn, der sein Team zum Ende des Viertels im Spiel hielt. Der US-Guard traf einen Dreier und verwandelte zwei Freiwürfe. Damit verkürzte er den Rückstand auf zwei Punkte zum 46:48 Pausenstand.

Düsseldorf startete mit viel Energie in das dritte Viertel, baute den Vorsprung auf 9 Punkte aus und zwang Bochums Headcoach Felix Banobre nach 1 1/2 Minuten zu einer Auszeit. Beide Teams wirkten danach etwas nervös, jedoch waren es die Giants, die sich als erstes Team fingen und die Situation nutzten um für die Vorentscheidung zu sorgen. Ben Shungu traf einen Dreier und Finn Fleute dunkte den Ball zum 64:51 in den Bochumer Korb. Die Spieluhr stand bei 4:10 Min und Felix Banobre nahm das nächste Timeout. Niklas Geske kam nun zurück ins Spiel und brachte Ordnung hinein. Durch ein paar sehenswerte Assists und getroffene Freiwürfe sorgte er mit dafür, dass der Rückstand vor dem letzten Viertel nur bei 9 Punkten lag. Spielstand aus Bochumer Sicht: 62:71.

Wieder Geske und Kilian Dietz ließen im letzten Viertel Hoffnung in der Rundsporthalle aufkeimen, als sie ihr Team auf 6 Punkte heranbrachten. Es waren noch sechs Minuten zu spielen und somit war wieder alles möglich. Wieder einmal schafften es die SparkassenStars es aber nicht das Spiel zu drehen. Stattdessen bauten die Giants die Führung kaltschnäuzig aus. Gegend Ende gelang ihnen fast alles, was für den vielleicht etwas zu hohen Endstand sorgte, denn das Spiel war eigentlich enger. Dennoch holten die Düsseldorfer den Sieg verdient.

Der Schlüssel für die Niederlage lag im dritten Viertel. Unserer One on One-Defense war nicht gut und wir haben Düsseldorf zu viele Offensivrebounds erlaubt. Düsseldorf war insgesamt gut vorbereitet. Wir sind dem Rückstand hinterhergerannt, konnten das Spiel aber nicht mehr drehen. Wir müssen uns jetzt erholen und nach vorne schauen“, so Headcoach Felix Banobre.

06.01.2024 19:30 Gartenzaun24 Baskets Paderborn vs. Artland Dragons 89:94

Die Artland Dragons sind nach zwei Spielen im neuen Jahr weiterhin ungeschlagen. Im wichtigen Spiel im Kampf gegen den Abstieg gegen den direkten Konkurrenten Paderborn setzte man sich am Ende mit 94:89 in der Overtime durch. Bester Punktesammler der Drachen war Buzz Anthony mit 26 Punkten.

Beide Mannschaften starteten gut in die Partie. Während Paderborn die ersten Punkte erzielen konnte, machte auf Seiten der Dragons vor allem Point Guard Buzz Anthony auf sich aufmerksam. Der US-Amerikaner erzielte sechs der ersten neun Punkte der Drachen und war vor allem aus der Mitteldistanz brandgefährlich. Immer wieder suchten die Drachen den Weg in die Zone und vollendeten ihren Zug zum Korb entweder erfolgreich oder wurden durch Fouls von ihren Gegenspielern gestoppt. Zum Leidwesen der zahlreich mitgereisten Fans der Drachen setzten die Männer von Headcoach Patrick Flomo ihre Würfe von der Freiwurflinie ein ums andere Mal an den Ring und hätten dadurch ihre Führung noch weiter ausbauen können. Durch gute Arbeit in der Defensive konnten die Drachen trotzdem ihre Führung nach und nach hochschrauben.

Auch der Auftakt in die zweite Hälfte gehörte zunächst den Baskets. Die Führung verwalteten die Drachen bis zum Anbruch der letzten Minute des dritten Viertels auch souverän, bevor ihnen ihre Turnoveranfälligkeit zum Verhängnis wurde. Zwei Turnover in zwei aufeinanderfolgenden Ballbesitzen brachten die Paderborner wieder zurück in Schlagdistanz und man musste sich mit einer knappen 66:63 Führung zufriedengeben.

Erneut dauerte es, bis die Drachen im vierten Viertel Fahrt aufnahmen. Die Gastgeber hingegen nahmen ihren Schwung aus dem dritten Viertel mit und waren auch zu Beginn des vierten Viertels zunächst tonangebend. So kippte das Momentum des Spiels und Paderborn holte sich die Führung zurück (67:69). Lars Lagerpusch brachte die Heimmannschaft dann mit einem Wurf aus der Mitteldistanz in Führung und den Drachen blieben noch 34 Sekunden, um die nächste Niederlage zu verhindern. Natürlich war es Buzz Anthony, der Verantwortung übernahm und einen immens schweren Wurf zum Ausgleich traf. Der letzte Ballbesitz gehörte Paderborn, doch der Dreier von Chappell landete nur am Ring, weswegen es in die Overtime ging.

Beiden Mannschaften merkte man es an, dass die Beine schwer wurden. So dauerte es ein wenig, bis die ersten Punkte in der Overtime erzielt werden konnten. Es waren wieder die Paderborner, die den ersten Stich setzen konnten, doch dieses Mal waren die Drachen sofort zur Stelle und glichen erneut aus. Nachdem Lane einen Freiwurf an den Ring setzte, konnten sich die Drachen durch Joanic Grüttner Bacoul endlich wieder knapp in Führung bringen (88:87). Im darauffolgenden Angriff konnte Kilian Binapfl nur durch ein Foul gestoppt werden und verwandelte beide Freiwürfe und erhöhte den Vorsprung auf drei Punkte. Paderborn kam durch Lane wieder auf einen Punkt ran, ehe die letzte Minute der Overtime anbrach und der nächste große Moment von Buzz Anthony folgte. Der US-Guard nahm sich ein Herz und verwandelte einen Dreier zwei Meter hinter der Dreierlinie und brachte die zahlreich mitgereisten Fans der Drachen in Ekstase. In den verbleibenden 13 Sekunden gelang den Paderbornern kein Korberfolg mehr, womit die Artland Dragons dieses extrem wichtige Spiel am Ende mit 94:89 für sich entscheiden konnten. Durch diesen Sieg verlassen die Drachen endlich wieder die Abstiegsränge und stehen nun auf dem 16. Platz.

Headcoach Patrick Flomo zum Spiel: „Ein weiterer Schritt vorwärts und ein extrem wichtiger Sieg. Vor ein paar Wochen hätten wir dieses Spiel noch verloren. Obwohl wir zwischendurch unseren Rhythmus verloren haben, haben wir uns zurück in die Partie gekämpft und in der Overtime gewonnen. Paderborn hat sich sehr gut präsentiert und wichtige Würfe getroffen, doch wir haben uns davon nicht verunsichern lassen. Ein weiterer Faktor war der unbeschreibliche Support unserer Fans. Es hat sich teilweise wie ein Heimspiel in fremder Halle angefühlt und die Spieler haben daraus unheimlich viel Kraft schöpfen können. Diesen Support brauchen wir auch in den nächsten Wochen, denn es warten einige sehr schwere Aufgaben vor uns“.

06.01.2024 19:30 Uhr Uni Baskets Münster vs. PS Karlsruhe LIONS 64:84

Der Münsteraner Offensive fehlten an diesem Abend die Mittel, um gegen die gewohnt bissige Abwehrarbeit des „Löwenrudels“ den Ball in Bewegung zu bringen. Nur 12 Assists spielten die Gastgeber, erlaubten sich insgesamt 21 Ballverluste – nicht selten ohne Not – deren 14 schon in der ersten Halbzeit. Zur Geschichte der Partie gehört gleichwohl auch, dass die Lions in der zweiten Halbzeit einen Dreierabend erlebten, der so gar nicht zu ihrem bisherigen Auftreten in der Saison passte. Das bisherige Schlusslicht der Liga in dieser Kategorie nahm in den zweiten 20 Minuten 24 Dreier, traf 50 Prozent davon. Allein acht von 12 Karlsruher Distanzversuchen im dritten Viertel fielen und entschieden das einseitige Duell frühzeitig. Für die Uni Baskets, viertplatziertes Team der Liga bei den Dreiern, wollten diese partout nicht fallen (22%).

Beide Teams brachten am Ende der englischen Woche sofort hohe defensive Energie auf das Parkett. Punkte mussten hart erarbeitet werden. Die Gäste agierten dabei physischer in den direkten Duellen, waren zunächst effizienter, Nathan Scotts Zähler zur 2:0-Führung blieben die einzigen der Uni Baskets in den ersten fünf Spielminuten. Münster brauchte lange, um sich im ersten Viertel zu akklimatisieren, holte aber den Acht-Punkte-Rückstand (5:13, 6.) zum Viertelende auf. Das zweite Viertel blieb über lange Strecken ausgeglichen. Gut drei Minuten vor dem Seitenwechsel war die Partie für die Uni-Städter trotz viel zu hoher Turnoverzahl (14) in der ersten Halbzeit offen, obwohl auch der Dreier im zweiten Viertel kaum fallen wollte. Die zweitbeste Defensive der Liga machte Münster in der Schlussphase der ersten Halbzeit zudem enorme Probleme.

Nachdem Adam Touray per Freiwürfe die Baskets auf 32:37 herantasten ließ, kassierte man den nächsten Lauf (0:9) zum 14-Punkte Rückstand (32:46, 23.). Die Uni Baskets kamen überhaupt nicht in ihr Spiel. Karlsruhe zog mit seiner Klasse weiter auf 67:44 spielerisch leicht davon. Auch dank in dieser Saison ungewohntem Lions-Dreierhagel im dritten Abschnitt (acht von 12) war die Partie früh vorentschieden. An diesem Abend fehlten den Uni Baskets in zu vielen Sequenzen Energie und Intensität für ein Comeback. 48:67-Rückstand nach Abschnitt drei.

In der Partie, die sich die Münsteraner wegen der tollen Kulisse in jeder Hinsicht anders vorgestellt hatten, fehlte ihnen an diesem Abend zu viel, um wenigstens noch eine Wende zu einer Ergebniskorrektur zu erlangen. Im Gegenteil, die Gäste spielten sich bis Mitte des Schlussviertels teilweise in einen Rausch bis zu einem 25-Punkte-Vorsprung (52:77). 11 Karlsruher Steals, schwache Münsteraner Wurfquoten: Am Ende aber blieben das unschöne Randerscheinungen eines hochverdienten Karlsruher Siegs, während die Uni Baskets schließlich nach dem 64:84 mit hängenden Köpfen vom Parkett schlichen.

07.01.2024 15:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. Dresden Titans 81:87

Headcoach Steven Key schickte zu Spielbeginn die gewohnte Starting Five bestehend aus Cook, Henningsson, Breitlauch, Hornsby und Oehle aufs Parkett. Nach gewonnenem Sprungball erzielte Aaron Cook umgehend die ersten Punkte der Partie per Mitteldistanzwurf (2:0). Anschließend schenkten sich beide Mannschaften wenig in dem intensiv geführten Spiel. Zur Mitte des Viertels konnten sich die Eisbären durch einen Dreier von Hendrik Drescher erstmals leicht absetzen (16:11). Den letzten Korb des Viertels erzielte erneut Aaron Cook per Dreipunktewurf und die Eisbären nahmen eine kleine Führung mit in die Viertelpause (26:20).  

Auch ins zweite Viertel starteten die Bremerhavener besser. Jordan Giles machte schnell fünf Punkte und Jarelle Reischel verwandelte einen Dreier (34:22), was die Dresden Titans zu einer Auszeit zwang. Doch die Eisbären ließen auch in der Folge nicht locker. Dresden kämpfte sich zwar immer wieder auf unter zehn Punkte heran, das Team von Steven Key hatte jedoch die passenden Antworten. Durch einen 7:0-Lauf zum Ende des Viertels ging es mit einem vermeitlich komfortablen 15-Punkte-Vorsprung in die Kabine (49:34).  

Frisch aus der Kabine und zurück auf dem Feld, lief der Start in die zweite Halbzeit noch sehr gut aus Eisbären-Sicht. Adrian Breitlauch versenkte einen Dreier und Nick Hornsby einen Korbleger. Die Führung wuchs bis auf 18 Punkte an. Aber die Dresdner fanden nun bessere Lösungen in der Offense und punkteten insbesondere durch ihre Guards. Zwei Dreier von Daniel Kirchner zwangen Steven Key zur Auszeit (58:49). Die Seestädter gewannen in der Folge wieder etwas an Sicherheit und gingen trotz aller Widrigkeiten mit einem 11-Punkte-Vorsprung ins letzte Viertel.  

Zu Beginn des vierten Viertels sah es zunächst weiter gut aus für die Eisbären Bremerhaven. Nach drei gespielten Minuten erhöhte Aaron Cook den Vorsprung auf 14 Punkte (69:55). Danach drehte sich das Momentum des Spiels. Den Dresdenern gelang nun fast alles und auf der Seite der Eisbären ging nur noch wenig zusammen. Ein 3:24-Lauf aus Bremerhavener Sicht kippte demnach das Spiel (72:79). Von diesem Turnaround konnten sich die Eisbären trotz starken Kampfes bis zum Schluss und großer Unterstützung der Fans nicht mehr erholen und verloren schließlich mit 81:87.

07.01.2024 17:00 Uhr RÖMERSTROM Gladiators Trier vs. EPG Baskets Koblenz 84:68

Ein ausführlicher Spielbericht folgt in Kürze.

Nachberichte ProA 15. Spieltag

02.01.2024 19:00 Uhr JobStairs GIESSEN 46ers vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier

Gleich von Beginn an entwickelte sich das erwartet hochklassige und physische Spiel zwischen den beiden Spitzenteams. Beide Teams starteten mit kontrollierter Offensive und gut sortierter Defensive in die Partie und machten es dem jeweils anderen schwer, Leistungsträger in aussichtsreichen Positionen zu finden.

Nach dem Seitenwechsel blieben die Gladiatoren weiter fokussiert und gut im Spiel. Man suchte und fand immer wieder Center Maik Zirbes, der zu Beginn der zweiten Halbzeit die offensive Verantwortung übernahm und die Gießener Defense vor einige Probleme stellte. Doch auch die Offensive der 46ers kam im weiteren Verlauf des dritten Spielabschnitts wieder besser in Tritt und sorgte mit starkem Inside-Out-Spiel dafür, dass der Trierer Vorsprung immer weiter schmolz.

Vor einer grandiosen und lautstarken Kulisse in der Osthalle, zu der sowohl die Gießener Heimfans, als auch zahlreiche mitgereiste Trierer Fans beitrugen, lief nun alles auf ein echtes Herzschlagfinale im letzten Viertel zu. Beim Spielstand von 80:79 und 49 Sekunden Restspielzeit musste Kapitän Maik Zirbes mit seinem fünften persönlichen Foul auf die Bank und Gießens Big Man Stefan Fundic sorgte von der Freiwurflinie für die 80:81-Führung der 46ers. Doch dann, 34 Sekunden vor Schluss, zeigte Triers Power Forward Moritz Krimmer Nerven aus Stahl. Beim Zug zum Korb ohne Erfolg sucht Behnam Yakhchali die Trierer Nummer 27, der den Ball eiskalt aus großer Distanz für drei Punkte im Gießener Korb unterbrachte und so für die 83:81-Führung der Moselstädter wenige Sekunden vor Spielende sorgte. Ein starker Block von Marten Linßen in der Defense, ein Gießener Fehlwurf und der darauffolgende Trierer Rebound inklusive taktischem Foul entschied letztlich eine spannende und hochklassige Partie in der ProA.

02.01.2024 19:30 Uhr Artland Dragons vs. BBC Bayreuth

Headcoach Mladen Drijencic hatte sein Team eindringlich davor gewarnt, den Tabellenletzten zu unterschätzen. Und siehe da, seine Worte waren offensichtlich in den Wind gesprochen: Mit 70:83 (32:37) verlor der BBC Bayreuth heute Abend in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA bei den Artland Dragons in Quakenbrück. 

Beide Mannschaften hatten erhebliche Probleme, offensiv ins Spiel zu kommen. Während Bayreuth von der Freiwurflinie den ersten Punkt erzielen konnte, dauerte es fast drei Minuten, bis der Ball aus dem Feld seinen Weg durch die Reuse fand. Der Beginn ins zweite Viertel gehörte dann Bayreuth. Die Drachen brauchten etwas, um im Viertel anzukommen und verspielten so ihre knappe Führung nach drei gespielten Minuten im zweiten Viertel. Ein 7:0 Lauf aus der Pause heraus machte die Führung zweistellig und die Drachen dachten nicht daran nachzulassen. Besonders Brandon Thomas schien nun Lust am scoren gefunden zu haben und schickte zunächst zwei Dreier durch die Reuse, ehe er die Artland Arena mit einem Dunk zum Kochen brachte. Die Dragons beherrschten nun ganz klar das Spielgeschehen und ließ Bayreuth kaum Luft zum Atmen. Magere 13 Punkte gelangen den Bayreuthern im dritten Viertel, zu wenig, um an diesem Abend eine Chance auf den Sieg zu haben. Knapp fünf Minuten vor dem Ende war Bayreuth auf 60:71 dran, der BBC verteidigte jetzt hart und brachte die Quakenbrücker aus dem Rhythmus. Unaufmerksamkeiten wie Schrittfehler behinderten die Bayreuther Aufholjagd. Im Endeffekt kam das Bayreuther Aufbäumen zu spät, den Schlusspunkt für dir Dragons setzte “Oldie” Brandon Thomas mit einem Buzzerbeater-Dreier zum 83:70-Sieg.

Headcoach Patrick Flomo zum Spiel: „Ich bin sehr stolz auf die Leistung meiner Jungs. Wir haben unseren Matchplan zu 100% umgesetzt und defensiv über 40 Minuten eine gute Leistung gezeigt. Durch unsere Defensive haben wir uns Selbstvertrauen geholt und einen Boost in der Offensive bekommen, der uns Energie gab. So waren wir in der Lage, das Spiel zu kontrollieren und unseren nächsten Sieg zu holen. Ein großartiger Start ins neue Jahr, auf dem wir nun aufbauen wollen“.

02.01.2024 19:30 Uhr Nürnberg Falcons BC vs. Uni Baskets Münster

Beim 1. Heimspiel im neuen Jahr gab es für die Mannschaft von Head Coach Virgil Matthews eine bittere 62:84 (36:44) Niederlage gegen die Uni Baskets aus Münster. Nach einem ordentlichen Beginn der Falken erspielten sich die Gäste ein Übergewicht und konnten sich dank ihrer physischen Überlegenheit Punkt um Punkt absetzen. Nürnberg fehlte es an der nötigen Intensität und letztlich auch Qualität, nach dem Seitenwechsel noch etwas zu reißen und so war nach 40 Spielminuten die neunte Saisonniederlage perfekt. 

Gegen Münster erwischten die Mittelfranken einen guten Start und führten dank guter Plays an beiden Enden des Feldes nach vier Spielminuten mit 15:8. Das änderte sich in der Folgezeit jedoch schnell, da die Gäste ebenfalls hochprozentig trafen und Nürnberg mit mehr Physis und Willen das Leben schwer machten. Nach einem sehenswerten Alley Oop-Anspiel von Kai Huntsberry auf Courtney Alexander stand die Halle und ein 44:49-Zwischenstand auf der Anzeigetafel der Kia Metropol Arena. Münster antwortete mit zwei eiskalten Dreiern von Avi Toomer (55:44) und machte alle Nürnberger Hoffnungen so vorerst zu Nichte. Die Falken gaben im dritten Viertel 24 Punkte ab und sahen sich zu Beginn der Schlussabschnitts mit einem 52:68-Rückstand konfrontiert. Mitte des letzten Viertels wuchs dieser dann auf 20 Punkte an (57:77). Nürnberg war bemüht, aber letztlich nicht in der Lage, den Uni Baskets noch einmal gefährlich zu werden. Am Ende waren die Falken mit der 62:84-Niederlage noch gut bedient.

Götz Rohdewald, Cheftrainer der Uni Baskets: „Wir haben heute fast unser bestes Saisonspiel hier hingelegt. Wir haben von außen sehr gut getroffen, wir haben innen den Ball reingebracht und gescored, gut verteidigt noch dazu die meiste Zeit. Es war rundum ein gelungenes Spiel, so wie wir uns das gewünscht haben und nicht immer hinkriegen. Heute haben wir es geschafft, relativ konstant durchzuspielen. Ich bin sehr glücklich, dass wir hier gewinnen konnten.“

Virgil Matthews, Cheftrainer Nürnberg Falcons: „Münster war von Beginn an da. Sie haben physisch, aggressiv gespielt. Wir haben das nicht gematched.“

02.01.2024 19:30 Uhr Bozic Estriche Knights Kirchheim vs Gartenzaun24 Baskets Paderborn

Die Bozic Knights sind gut in das neue Jahr gestartet. Beim relativ ungefährdeten 85:68 Heimerfolg sorgen die Ritter durch eine Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit für klare Verhältnisse. In der Tabelle klettern die Teckstädter auf Platz fünf. Mit 22 Zählern wurde Kayne Henry Topscorer der Partie.

Von Beginn an hellwach, sorgte Muszynski für viel Energie und Spielwitz. Ein 7:0 Lauf zu Beginn des Spiels war die Folge. Unterstützung fand der Center zumeist in Person von Flowers. Beide erzielten neun Punkte im 1. Viertel und waren somit für 18 der 20 Kirchheimer Punkte verantwortlich, während die Defensive den Gästen lediglich 17 Zähler im ersten Abschnitt gestattete. Es blieb ein eher holpriges Spiel. Beide Verteidigungsreihen waren gut auf den Gegner eingestellt und so fiel es beiden Mannschaften schwer zu punkten. Zwar erzielten die Gäste aus Paderborn die ersten Punkte der zweiten Halbzeit, doch für die Hausherren schien dies eine Art Initialzündung zu sein. Kayne Henry erzielte die folgenden zehn Kirchheimer Punkte in Serie und sorgte für die 49:37 Führung. Die Ritter blieben nun dran und erhöhten auf 58:37. Doch im Basketball kann es schnell gehen. Ein viertelübergreifender 13:0 Lauf der Paderborner brachte diese nur wenige Minuten später wieder zurück ins Spiel (66:54). Perovic nahm eine Auszeit und brachte seine Jungs wieder in die Spur. Ein Dreier von Niedermanner und Punkte von Flowers und Henry erhöhten den Abstand erneut und dieses Mal sollten sich die Paderborner von diesem Rückstand nicht erholen können. Die Partie war entschieden.

„Es war ein schwieriges Spiel für uns und wir sind froh, dass wir die beiden Punkte bei uns behalten. Paderborn ist eine gute Mannschaft, daher war es wichtig für uns in den entscheidenden Phasen konzentriert zu spielen. Das haben wir gemacht,“ so Perovic nach Spielende.

02.01.2024 19:30 ART Giants Düsseldorf vs. Eisbären Bremerhaven

Im ersten Spiel unter dem neuen Trainer sahen die 825 Zuschauer im Castello einen temporeichen Beginn auf beiden Seiten. Insgesamt machten sich die Düsseldorfer im Anfangsviertel ihre bekannte Stärke, das schnelle Umschaltspiel, immer wieder zu Nutze. Yapicier hatte seine Mannschaft in den wenigen Trainingseinheiten, die ihm zur Vorbereitung zur Verfügung standen, gut eingestellt.

Anschließend schaltete das Team von Steven Key defensiv einen Gang hoch, kreierte fortwährend Düsseldorfer Ballverluste und verhalf sich selbst zu einfachen Körben. Während der Aufholjagd punkteten vor allem Hilmar Henningsson und Hendrik Drescher für die Norddeutschen. Über die ersten sechs Spielminuten des dritten Viertels legten die Bremerhavener einen eindrucksvollen Lauf hin. Sie ließen nur zwei Punkte und keinen Feldkorb der Düsseldorfer zu und punkteten besonders zuverlässig in Person von Nick Hornsby und Hilmar Henningsson (45:62). Im letzten Viertel beobachteten die Zuschauenden ein Aufbäumen der Gastgeber, welche schon in der Vergangenheit hohe Rückstände im heimischen Castello aufholen konnte. So starteten sie zu Beginn des Viertel mit einen 10:2-Lauf, den Nick Hornsby beendete, indem er ein Mismatch ausnutzte und unter dem Korb erfolgreich abschloss (63:73). Schließlich nutzte Adrian Breitlauch den Steal von Hilmar Henningsson und sicherte durch seine ersten zwei Punkte den 75:86-Endstand.

Headcoach Steven Key zeigt sich stolz auf sein Team: „Das war heute ein wichtiger und hart erarbeiteter Sieg für uns. Wir konnten nicht genau absehen, wie Düsseldorf unter dem neuen Trainer starten wird und mussten erst in unser Spiel finden. Nach dem ersten Viertel haben wir uns schnell erholt, als Team zusammengehalten und als solches agiert. Auf diesen Zusammenhalt sowie auf den Basketball, welchen wir insbesondere im dritten Viertel gezeigt haben, bin ich wirklich stolz. Nun schauen wir voller Vorfreude auf das nächste Spiel vor heimischer Kulisse, bei welchem wir den Schwung aus der heutigen Partie mitnehmen wollen.“

Andaç Yapicier (Headcoach ART-Giants): „Glückwunsch an Bremerhaven, es war ein wirklich hartes Spiel. Zu Beginn des Spiels haben wir unseren Gameplan und die gewollte Aggressivität gut aufs Spielfeld gebracht, in der Hinsicht sind wir also schon auf einem ganz guten Weg. Auf der anderen Seite muss man sagen, dass wir in der Defensive irgendwann nachgelassen haben und dem Gegner mit zusätzlichen Ballverlusten unsererseits die Spielkontrolle überlassen haben. Nachdem wir dann mit 17 Punkten zurücklagen, haben wir aber hinten raus nochmal alles reingeworfen und die Partie wieder eng gestaltet. Insgesamt bin ich glücklich über die Reaktion, die unsere Mannschaft gezeigt hat. Wir werden weiter hart an uns arbeiten und zusammenhalten.“

02.01.2024 19:30 Dresden Titans vs. RASTA Vechta II

RASTA Vechta II hat eine weitere Überraschung in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ganz knapp verpasst. Bei den favorisierten Dresden Titans hatte die Mannschaft von Head Coach Hendrik Gruhn bis kurz vor Schluss die Chance zum Auswärtssieg, musste sich den Sachsen dann aber noch mit 94:97 (55:59) beugen. In der spektakulären Partie kam Roman Bedime auf ein Double-Double aus 20 Punkten und zehn Rebounds, der erst 17-jährige Jack Kayil überzeugte mit 18 Punkten.

Vor 1.411 Zuschauern in der Margon Arena lagen die Vechtaer in der 1. Halbzeit zwar schon zweistellig zurück (16:27, 7. Minute), blieben dank lange Zeit herausragender Trefferquoten und  in der 2. Halbzeit besser werdender Defense aber immer dran an den Dresdenern. Roman Bedime etwa traf zunächst alle seine acht Würfe, darunter drei Dreier. Als der 22-jährige knapp zwei Sekunden vor dem Ende der Partie den Ausgleich von der Freiwurflinie hätte herstellen können, verpasste er dies aber um Haaresbreite.

Titans Headcoach Fabian Strauß –„Leider haben wir heute in vielen Situationen maximal schlecht verteidigt und Vechta so viel Selbstvertrauen gegeben, dass wir das Ding aus dem Dusel gewinnen fühlt sich einfach nicht gut an.“ 

03.01.2024 19:30 Uhr Vfl SparkassenStars Bochum vs. Medipolis SC jena

Mit einem gleichermaßen hart erkämpften wie letztendlich verdienten 83:73-Sieg in der Bochumer Rundsporthalle kehrt Medipolis SC Jena nach Thüringen zurück. Das Team von Trainer Björn Harmsen bezwang die gastgebenden Nordrhein-Westfalen am Mittwochabend vor 914 Zuschauern im Verlauf einer Partie, die mit dem Begriff „Arbeitssieg“ treffen zusammengefasst werden kann. Während Jenas zuletzt angeschlagen fehlender Aufbauspieler Joshiko Saibou ein erfolgreiches Comeback feiern konnte und mit 23 Punkten zum Topscorer avancierte, sorgten die Thüringer im Schlussviertel für die spielentscheidende Akzente. In einer bis zur Schlussphase weitestgehend ausgeglichene Partie vom massiven Vorteil bei den Rebounds profitierend (Jena 53, Bochum 33), verteidigen die Saalestädter mit ihrem mittlerweile fünften Sieg in Serie die Tabellenführung in der BARMER 2. Basketball Bundesliga und erwarten am Samstagabend ab 19.00 Uhr die JobStairs GIESSEN 46ers.

„Wir hatten einen Plan und der funktionierte. Am Ende fehlte uns ein wenig die Kraft und das Spiel ging an Jena. Die Rebounds waren mit entscheidend, denn dadurch haben wir Jena zweite Chancen gegeben. Wir haben am Ende viel gefoult und Jena hat die Freiwürfe verwandelt, auf der anderen Seite fielen unsere Würfe nicht, die uns wieder ins Spiel bringen hätten bringen können“, so Headcoach Felix Banobre.

03.01.2024 19:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. Phoenix Hagen

Der Ruhrgebietsklub aus der Spitzengruppe der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA erwies sich als der erwartet unangenehme Gegner. Am Ende fehlte dem Karlsrudel die entscheidende Durchsetzungsstärke in einigen wenigen Schlüsselszenen. Endstand nach äußerst intensiven 40 Minuten: 71:79. Damit bleibt es für die LIONS bei acht Siegen aus bisher 15 Saisonspielen, was aktuell gleichbedeutend ist mit Tabellenrang acht.

Die Hausherren gingen zwar mit dem ersten Angriff in Führung, fanden aber danach offensiv nicht so recht ins Spiel. Die Partie war von Beginn an hart umkämpft, die Defense auf beiden Seiten sehr präsent. Es fielen so gut wie keine Dreier. Im Verlauf der ersten zehn Minuten fand kein einziger der acht LIONS-Distanzwürfe sein Ziel. Bei Hagen war es immerhin einer von insgesamt neun Versuchen. Diese Quoten sollten während des gesamten weiteren Spielverlaufs auf beiden Seiten schwach bleiben. Das Duell gewann nun nochmals an Tempo im Vergleich zur bereits intensiven ersten Hälfte – zunächst mit leichten Vorteilen für die Gastgeber, die sich eine Vier-Punkte-Führung erspielten, diese jedoch nicht halten konnten. Doch noch konnten die LIONS mit dem Druck umgehen und gingen dank schneller sechs Punkte erneut in Front. Es folgten wieder mehrere Führungswechsel, bis Phoenix Hagen mit einem 15:3-Run in der 37. Minute auf 60:71 davonzog. Karlsruhe gab sich nicht auf, fand die passenden Antworten, die in einem 9:0-Run und einem Spielstand von 69:71 zu Beginn der letzten zwei Minuten resultierten. Die Crunchtime wurde dann aber wiederum von den Gästen dominiert, die am Ende einen Tick cleverer und konsequenter waren.

03.01.2024 19:30 Uhr EPG Baskets Koblenz vs. FRAPORT SKYLINERS

An einem Mittwochabend darf niemand ein Spiel für Sonntagsbasketballer erwarten! Und so ist es eine umkämpfte, intensive und teilweise auch mal zähe Angelegenheit zwischen den FRAPORT SKYLINERS und den gastgebenden EPG Baskets Koblenz. Die Rheinland-Pfälzer finden deutlich besser ins Spiel, doch Viertel für Viertel arbeiten sich die Frankfurter ins Spiel und übernehmen zunehmend das Momentum. Im letzten Viertel sind es die überragende Verteidigungsarbeit (Koblenz werden nur fünf Punkte gestattet) und ein Blitzstart, welche das Spiel dann final zu Gunsten des Teams von Denis Wucherer entscheiden.

Denis Wucherer (Headcoach, FRAPORT SKYLINERS): „Unsere Verteidigung war über 40 Minuten recht stabil. Unser Problem war die Offensive in der ersten Halbzeit, beziehungsweise die Verteidigung von Koblenz. Coach Elzie hat ein Team mit guter Größe und trotzdem auch Geschwindigkeit. Ihre Verteidigung ist sehr unangenehm zu spielen. Wir haben versucht, uns darauf vorzubereiten, aber es ist uns nicht gelungen, smarter zu spielen. Eventuell haben wir auch zu viel nachgedacht, denn in der Halbzeit habe ich den Jungs eigentlich nur gesagt, dass sie weniger nachdenken, dafür aber mehr Basketball spielen sollen. Und irgendwann sind dann auch die Würfe gefallen.“

Pat Elzie (Headcoach, EPG Baskets Koblenz): „Glückwunsch an Frankfurt! Sie waren vor dem Spiel schon die beste Verteidigungsmannschaft der Liga und das konnte man auch heute sehen. Wir haben in der ersten Halbzeit gut gespielt, aber zu viel liegen lassen. Wir hätten mehr Punkte machen können und so auch mit größerem Vorsprung in die Halbzeit gehen können. In der zweiten Halbzeit hatten wir Probleme zu Punkten zu kommen. Sie haben uns zu 27 Ballverlusten gezwungen und ihre Verteidigung noch mal hochgeschraubt. Frankfurt ist ein Traditionsverein mit gutem Kader und gutem Coach, für uns gilt es nun, den Mund abzuwischen und uns auf das nächste Spiel vorzubereiten.“

Alle Spiele werden Live und kostenlos bei Sportdeutschland.TV übertragen.

Nachberichte ProB Süd 13. Spieltag

21.12.2023 19:00 Uhr TSV Tröster Breitengüßbach vs. OrangeAcademy 85:101

Die dritte Heimniederlage des TSV Tröster Breitengüßbach im Dezember, diesmal zum Hinrundenabschluss der BARMER 2. Basketball Bundesliga Pro B  gegen die OrangeAcademy (85:101), war letztlich nicht verhindern, da die Ulmer Gäste mit dem kompletten Farmteam-Kader des deutschen Meister antraten und ihre spielerischen Klasse eindrucksvoll unter Beweis stellten. Die Verlierer präsentierten jedoch auch gegen die Ulmer Talente ihre Tugenden des Kämpfens und Nie-Aufgebens, ansonsten wären die Gastgeber böse unter die Räder gekommen.

Schlimmste Befürchtungen nach einem 25-Punkte-Rückstand (43:68) bewahrheiteten sich aber nicht, denn die Güßbacher kamen nach einer durchwachsenen ersten Hälfte (34:46) immer besser in Schwung und ließen sich von der hohen individuellen Klasse ihrer Kontrahenten nicht beeindrucken. Anders als zuletzt gegen Erfurt entwickelte sich aber keine echte Aufholjagd, die Ulmer hatten immer sofort die passende, oft auch sehenswerte Antwort und konnten einen ungefährdeten Auswärtssieg mit nach Hause nehmen. 

Bei neun Punkten Vorsprung (76:85) vier Minuten vor Abpfiff übernahm Doppellizenzspieler Seikou Jawara die Ulmer Offensive und holte in 90 Sekunden zehn Punkte, drei davon fehlerfrei an der Freiwurflinie. Mit 44%iger Dreierquote (15/34 3PTS), zehn Blocks, neun Steals und nur zwölf Turnovern erreichten die jungen Ulmer eine Teameffektivität von 113, außerdem entschieden sie zum vierten Mal eine Partie mit mehr als 100 Punkten für sich. 

Der vielgelobte Ex-Bundesligaprofi Erik Land war in seiner zweiten Partie das Maß aller Dinge im TSV-Spiel, markierte 27 Punkte und hatte bei 13 Wurfversuchen in der Zone nur zwei Fehlwürfe. „Ja, es ist super bei mir gelaufen. Nach drei Jahren ohne echte Spielpraxis konnte ich dies nicht erwarten“, sagt der 33-Jährige.

21.12.2023 19:30 Uhr FC Bayern Basketball II vs. BG Hessing Leitershofen 85:72

Die Kangaroos konnten in bester Besetzung antreten, die Münchner hatten erwartungsgemäß aber bei einem Spiel am Donnerstagabend auch alle Akteure an Bord. Darunter auch Dino Radoncic. Der 24-jährige war am Abend zuvor für die Bayern noch in der Euroleague gegen Istanbul auf dem Parkett gestanden. Die Münchner kamen auch besser ins Spiel, vor allem Supertalent Ivan Kharchenkov war nicht zu stoppen, er erzielte bereits im ersten Viertel 16 Punkte. 

Nach dem ersten Viertel hatten die Gäste eine gute Phase und verkürzten bis zur Halbzeit auf vier Punkte Differenz. Und direkt nach dem Seitenwechsel netzte Nicolas Lagerman per Dreier zur 42:41 Führung ein. Schnell hatten die Hauptstädter wieder ihr Topquartett Radoncic, Kharchenkov, Kalu und Frank auf dem Spielfeld, die zusammen 75 und damit 88% aller Münchner Punkte markierten. 

Die Kangaroos hielten aufopferungsvoll dagegen und kämpften verbissen, beim Spielstand von 54:60 nach dem dritten Viertel war man zumindest noch in Schlagweite. Im letzten Viertel musste man aber der Überlegenheit des Gegners Tribut zollen. 

23.12.2023 16:00 Uhr CATL Basketball Löwen vs. TSV Oberhaching Tropics 81:73

Am Ende einer äußerst spannenden Partie gelang den Hausherren eine furiose Schlussphase, die zu einem 81:73-Erfolg über die TSV Oberhaching Tropics führte. Mit dem zehnten Sieg am 13. Spieltag stehen die Thüringer nach der Hinrunde auf dem zweiten Tabellenplatz der Süd-Gruppe.

Mit geschwächtem Aufgebot boten die Tropics den Gastgebern vor 1300 lautstarken Zuschauern drei Viertel lang mehr als Paroli. In einem tollen Basketballspiel zeigten die verbliebenen Tropics nicht nur viel Kampfgeist sondern auch tollen Basketball. Doch im letzten Spielviertel zeigten die Erfurter warum Sie Tabellenzweiter sind. Während die Gastgeber nun traumwandlerisch sicher von der Dreierlinie trafen, schwanden bei den Oberhachingern nun sichtlich die Kräfte. Der Korb war wie vernagelt.

Die CATL Basketball Löwen zogen mit sechs Punkten Rückstand in den Schlussabschnitt ein (56:62). Jetzt legten die Schützlinge von Trainer Enrico Kufuor jedoch deutlich zu. Drei erfolgreiche Dreier von Tyseem Lyles und ein weiterer Distanztreffer von Alieu Ceesay sorgten für einen 12:3-Lauf und die 68:65-Führung fünf Minuten vor dem Ende.

Mario Matic, Headcoach der Tropics: „Wir haben mit ersatzgeschwächtem Aufgebot hier alles gegeben und drei Viertel lang geführt. Während wir im letzten Viertel einfach nichts mehr getroffen haben, hat Erfurt im Schlussviertel defensiv nochmal die Intensität erhöht und im Angriff einfach sehr gut getroffen. Daher auch verdient gewonnen.“

23.12.2023 17:00 Uhr Black Forest Panthers vs. BBC Coburg 67:86

Nachbericht folgt.

23.12.2023 18:00 Uhr Dragons Rhöndorf vs. SV Fellbach Flashers 92:83

In einer intensiven und bis in die Schlusssekunden spannenden Partie, inklusive Rudelbildung und Disqualifikationen, feiern die Dragons Rhöndorf den 11. Erfolg der Saison. Damit bleiben die Drachen auf eigenem Parkett ungeschlagen und gehen als Tabellenführer und Hinrundenmeister in die Weihnachtspause der ProB.

Beim zwischenzeitlichen 65:47 schien es, als wäre die Partie für die Rhöndorfer unter Kontrolle. Doch wie so häufig im Sport trügte der Schein, denn angetrieben vom umsichtigen Zaire Thompson setzten die Gäste aus Baden-Württemberg zum Comeback an und zogen mit ihrer physischen und intensiven Spielweise den offensiven Stecker der Drachen. Punkt um Punkt kamen die Flashers heran und gingen durch einen 3er von Niklas Schlipf rund 2 Minuten vor dem finalen Buzzer erstmals in Führung. Doch der als Leader und Spielmacher stark auftrumpfende Kelvin Omojola sollte zum Helden des Abends werden. Erst holte der Drachen Guard aus der Mitteldistanz die Führung unter lautstarkem Jubel zurück und nutzte später ein unsportliches Foul beim Wurfversuch von Downtown zu drei sicheren Punkten von der Freiwurflinie und einem weiteren Treffer von jenseits der 6,75-Meterlinie zum vorentscheidenden 92:83. 

Stephan Dohrn (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Von den Jungs war es gute Reaktion auf das Spiel am vergangenen Wochenende. Es war ein schweres Spiel gegen einen guten und erfahrenen Gegner, der uns auch mit wechselnden Verteidigungen Probleme bereitet hat.“

23.12.2023 19:30 Uhr Ahorn Camp BIS Baskets Speyer vs. FRAPORT SKYLINERS Juniors 66:72

Mit einer knappen Niederlage beendeten die Ahorn Camp BIS Baskets Speyer die Vorrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Die Mannschaft von Chefcoach Carl Mbassa unterlag in der heimischen PSD Bank-Halle Nord mit 66:72 (37:34) den Frankfurt Skyliners II. „Eigentlich hätten wir das Spiel gewinnen müssen. Doch wenn wir in Führung waren, unterliefen uns dumme Fehler in der Defensive“, sagte Mbassa.

30 Minuten lang durften sich die einsatzfreudigen Speyerer berechtigte Hoffnungen auf ihren sechsten Saisonsieg machen. Im Schlussviertel, das die Hessen mit 22:10 zu ihren Gunsten entschieden, musste die BIS-Auswahl jedoch ihrem bis dahin kräftezehrenden Auftritt Tribut zollen. Ausschlaggebend für den Auswärtserfolg der robusten Skyliners war deren Überlegenheit bei den Rebounds – nicht zuletzt in der Offensive. Zudem waren sie aus dem Feld etwas treffsicherer als die Gastgeber, für die nur zwei Akteure zweistellig punkteten.