Schlagwortarchiv für: ProB PlayOffs

Vorberichte ProB Playoffs – Viertelfinale Spiel 3

29.04.2026 19:30 Uhr BBC Coburg vs. Baskets Juniors TSG Westerstede

Showdown in Coburg: Im entscheidenden dritten Viertelfinalspiel der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB treffen der BBC Coburg und die Baskets Juniors TSG Westerstede aufeinander. Nach je einem Heimsieg steht die Serie 1:1 – jetzt entscheidet ein einziges Spiel über den Einzug ins Halbfinale. Die Ausgangslage könnte kaum spannender sein. Während Coburg Spiel eins deutlich für sich entscheiden konnte, schlug Westerstede eindrucksvoll zurück und glich die Serie mit einer starken Teamleistung aus. Damit ist klar: Beide Mannschaften haben bereits gezeigt, dass sie den Gegner schlagen können – nun kommt es auf Details, Nervenstärke und Tagesform an. Selbstbewusst reisen die Gäste aus Niedersachsen nach Oberfranken.

Headcoach Artur Gacaev zeigte sich nach dem Ausgleich hochzufrieden und blickt optimistisch auf das Entscheidungsspiel: „Ich bin zufrieden mit unserer Leistung. Wir haben genauso gespielt, wie ich es mir vorgestellt habe – mit viel Energie, guter Ballbewegung und starkem Zusammenspiel. Wir waren von Anfang an präsent, haben durchgehend Druck gemacht und füreinander gespielt. Auch unser Passspiel hat gut funktioniert, insgesamt war es eine überzeugende Leistung.“ Vor allem die Rückkehr wichtiger Spieler habe laut Gacaev den Unterschied gemacht: „Ein entscheidender Unterschied war, dass wir wieder komplett waren. Wenn alle zur Verfügung stehen, treten wir ganz anders auf, dann sieht unser Basketball deutlich besser aus.“ Entsprechend klar ist die Marschroute für Spiel drei: „Mit Blick auf das dritte und entscheidende Spiel sind wir bereit. Ich glaube, die Jungs haben verstanden, worum es geht.“

Auf der anderen Seite weiß man in Coburg genau, dass eine deutliche Leistungssteigerung nötig ist. Nach der klaren Niederlage in Spiel zwei fand BBC-Coach Patrick Seidel deutliche Worte: „Ich glaube, wir haben unsere Energie und Intensität, die uns sonst ausmachen, heute keine Sekunde aufs Feld gebracht. Unser schnelles Spiel hat komplett gefehlt.“ Vor allem in den Bereichen Rebounding, Ballbewegung und Umschaltspiel sieht er Verbesserungspotenzial: „Wir haben schlecht gereboundet, uns ein paar unnötige Ballverluste geleistet und den Ball nicht gut bewegt.“ Dennoch bleibt Seidel zuversichtlich, dass sein Team im entscheidenden Spiel ein anderes Gesicht zeigen wird: „Ich erwarte, dass es im nächsten Spiel deutlich enger wird. Die letzten beiden Spiele waren jeweils klar vom Ergebnis, aber eigentlich gab es immer nur ein Viertel, das wirklich den Unterschied gemacht hat. Von daher rechne ich jetzt mit einem knappen Spiel.“

 

29.04.2026 19:30 Uhr OrangeAcademy vs. Porsche BBA Ludwigsburg

Für die OrangeAcademy steht am Mittwochabend das alles entscheidende dritte Viertelfinalspiel gegen die Porsche BBA Ludwigsburg an. Um 19:30 Uhr geht es am OrangeCampus um den Einzug ins Halbfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB – ein echtes Do-or-die-Spiel. Der Sieger trifft bereits wenige Tage später auf Lok Bernau. Nach der bitteren Niederlage in Ludwigsburg, die erst in der Verlängerung entschieden wurde, bleibt kaum Zeit zur Regeneration. Die Belastung für die jungen Spieler ist enorm, denn zusätzlich steht auch noch ein wichtiges Spiel in der Nachwuchs Basketball Bundesliga an. Innerhalb von nur 24 Stunden geht es somit gleich zweimal um den Einzug ins Halbfinale – sowohl in der ProB als auch in der NBBL.

Trotz dieser Herausforderung sieht Cheftrainer Florian Flabb sein Team gut vorbereitet und setzt vor allem auf den Heimvorteil: „Nach der Niederlage in Ludwigsburg müssen wir den Fokus weiter hochhalten. Wir haben jetzt zwei wichtige Spiele innerhalb von 24 Stunden, in denen wir jeweils eine Halbfinal-Teilnahme sichern können. In beiden Spielen haben wir den Heimvorteil, das ist sehr wichtig. Ich glaube fest daran, dass wir sowohl in der NBBL als auch in der ProB mit unseren Fans im Rücken den Halbfinal-Einzug perfekt machen können.“ Damit ist die Ausgangslage klar: Maximale Belastung, maximaler Druck – aber auch die große Chance, vor eigenem Publikum den nächsten Schritt in Richtung Halbfinale zu machen.

Nachberichte ProB Playoffs – Viertelfinale Spiel 1

23.04.2026 19:30 Uhr // BBC Coburg vs. Baskets Juniors TSG Westerstede 92:68

Mit einem beeindruckenden Auftritt ist der BBC Coburg in das Viertelfinale gestartet und hat gegen die Baskets Juniors TSG Westerstede ein klares Ausrufezeichen gesetzt. Vor allem eine überragende erste Halbzeit legte den Grundstein für den deutlichen 92:68-Erfolg, bei dem Coburg früh die Kontrolle übernahm und den Gegner kaum zur Entfaltung kommen ließ. Angeführt von einem starken Kollektiv, in dem gleich mehrere Spieler zweistellig punkteten, überzeugten die Gastgeber insbesondere mit ihrer intensiven Defensive und einer flüssigen Offensive. Schon im ersten Viertel setzte Coburg mit hoher Intensität den Ton, bevor im zweiten Abschnitt der entscheidende Lauf folgte, der die Partie praktisch bereits zur Halbzeit entschied. Die Leistungsträger der Gäste wurden konsequent aus dem Spiel genommen, während Coburg selbst immer wieder gute Lösungen fand.

Nach der Pause konnte das Team etwas rotieren, ohne den Spielfluss zu verlieren, und brachte den Sieg souverän ins Ziel. Headcoach Patrick Seidel zeigte sich entsprechend zufrieden: „Das war heute in der ersten Halbzeit defensiv und offensiv wirklich auf einem sehr, sehr hohen Niveau. Wir haben unsere Vorgaben konsequent umgesetzt, haben Fugett und Schroeder größtenteils unter Kontrolle gehabt und vorne den Ball gut bewegt. Das macht mich stolz, weil wir das in einem Playoff-Viertelfinale abrufen. Dass wir dann in der zweiten Halbzeit auch noch jüngeren Spielern die Möglichkeit geben konnten, sich auf dem Feld zu beweisen, ist natürlich schön und zeigt die Tiefe unseres Kaders.“ Mit diesem Sieg sichert sich Coburg nicht nur die Führung in der Serie, sondern auch eine hervorragende Ausgangsposition für das nächste Spiel, in dem bereits die Entscheidung über den Einzug ins Halbfinale fallen kann.

 

23.04.2026 19:30 Uhr // OrangeAcademy vs. Porsche BBA Ludwigsburg 79:70

Die OrangeAcademy ist mit einem Comeback in die Viertelfinalserie der ProB gestartet und hat das erste Duell gegen die Porsche BBA Ludwigsburg mit 79:70 für sich entschieden. Dabei entwickelte sich die Partie schon vor dem Tipoff zu einem besonderen Spiel, denn aufgrund einer Vollsperrung auf der A8 begann das Schwabenderby erst mit rund 90 Minuten Verspätung. Sportlich erwischten zunächst die Gäste aus Ludwigsburg den deutlich besseren Start. Mit hoher Intensität in der Defensive und sicherem Wurf aus der Distanz erspielten sie sich früh eine klare Führung und lagen zwischenzeitlich mit 15 Punkten vorne. Die OrangeAcademy tat sich zunächst schwer, fand aber im zweiten Viertel langsam ihren Rhythmus, steigerte die Energie in der Verteidigung und verkürzte den Rückstand bis zur Halbzeit. Die entscheidende Wende folgte nach der Pause:

Mit aggressiver Defense und besserem Zusammenspiel übernahm Ulm im dritten Viertel zunehmend die Kontrolle und drehte das Spiel. Im Schlussabschnitt ließ sich die junge Mannschaft die Führung nicht mehr nehmen und spielte den Sieg souverän nach Hause – trotz des Fehlens wichtiger Spieler. Headcoach Florian Flabb zeigte sich nach der Partie entsprechend zufrieden: „Ich bin stolz darauf, wie meine Mannschaft auf die Ungewissheit, die vor Spielbeginn geherrscht hat, reagiert hat. Wir sind jung, und bleiben am Ende trotzdem fokussiert. Was uns enorm auszeichnet dieses Jahr ist, dass wir auf nahezu jede Situation eine Lösung finden können – das macht mich stolz“.

 

23.04.2026 20:00 Uhr // LOK BERNAU vs. Hertener Löwen 97:51

Mit einem eindrucksvollen Auftritt ist Lok Bernau in das Viertelfinale gestartet und hat im ersten Spiel der Serie gegen die Hertener Löwen ein klares Statement gesetzt. Vor heimischer Kulisse dominierte Bernau die Partie von Beginn an und ließ beim deutlichen 97:51-Erfolg keine Zweifel an den Kräfteverhältnissen aufkommen. Bereits in den Anfangsminuten wurde deutlich, dass die Gastgeber ihren Heimvorteil konsequent nutzen wollten. Mit hoher Intensität, viel Energie und einem tief besetzten Kader setzte Lok den Gegner früh unter Druck und bestimmte das Spielgeschehen klar.

Die Hertener Löwen hatten es dagegen schwer, in die Partie zu finden – auch aufgrund der personellen Situation, da mehrere wichtige Spieler fehlten. Bernau nutzte diese Ausgangslage konsequent aus, spielte strukturiert und ließ sowohl offensiv als auch defensiv kaum Schwächen erkennen. Über die gesamte Spielzeit hinweg baute das Team seinen Vorsprung kontinuierlich aus und sorgte so frühzeitig für klare Verhältnisse. Mit diesem überzeugenden Sieg sichert sich Lok Bernau nicht nur die Führung in der Serie, sondern auch jede Menge Selbstvertrauen für die kommenden Spiele im Viertelfinale.

 

23.04.2026 20:00 Uhr // ETB Miners vs. EN BASKETS Schwelm 87:63

Die EN Baskets Schwelm sind mit einer deutlichen 63:87-Niederlage bei den ETB Miners Essen in das Viertelfinale gestartet. Dabei begann die Partie für die Gäste zunächst vielversprechend: Trotz personeller Ausfälle zeigte Schwelm von Beginn an eine konzentrierte und intensive Leistung und konnte sich zwischenzeitlich sogar eine Führung erarbeiten. Bis Mitte des zweiten Viertels hielten die EN Baskets das Spiel offen, ehe Essen seiner Favoritenrolle gerecht wurde und mit einem 13:0-Lauf die Partie drehte. Ab diesem Zeitpunkt übernahmen die Gastgeber klar die Kontrolle und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus.

Vor allem die bessere Trefferquote und Vorteile beim Rebounding machten am Ende den Unterschied und ließen Schwelm keine realistische Chance mehr auf ein Comeback. Trotz der klaren Niederlage bleibt die Serie offen, denn bereits im Achtelfinale hatte Schwelm bewiesen, dass sie auch schwierige Ausgangslagen drehen können. Nun richtet sich der Fokus auf das zweite Spiel, das in eigener Halle stattfindet und für die EN Baskets bereits entscheidenden Charakter hat.

Vorberichte ProB Playoffs – Viertelfinale Spiel 1

23.04.2026 19:30 Uhr BBC Coburg vs. Baskets Juniors TSG Westerstede 

Im Viertelfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB wartet auf den BBC Coburg die nächste große Herausforderung: Nach dem souveränen 2:0-Erfolg im Achtelfinale treffen die Vestestädter nun auf die Baskets Juniors TSG Westerstede. Beide Teams gingen mit viel Selbstvertrauen in die Serie. Während Coburg vor allem mit starker Defensive überzeugte, präsentierten sich die Oldenburger als eines der offensivstärksten Teams der Liga. Schon in der Hauptrunde gehörte der Nachwuchs aus Niedersachsen zu den besten Angriffsmannschaften und bestätigte diese Qualität auch in den Playoffs mit zwei erfolgreichen Spielen gegen den FC Bayern Basketball II.

Im Fokus steht dabei insbesondere Jon’il Fugett, der zu den Topscorern der Liga zählt und auch in der ersten Playoff-Runde herausragte Leistungen zeigte. Unterstützt wird er unter anderem von Colin Schroeder, der ebenfalls konstant punktet und dem Oldenburger Spiel zusätzliche Stabilität verleiht. Coburg setzt dagegen weiterhin auf seine defensive Stärke. Bereits im Achtelfinale ließ das Team nur wenige Punkte zu und konnte sich so auch in engen Spielen durchsetzen. Genau dieser Ansatz dürfte auch im Duell mit der offensivstarken Mannschaft aus Oldenburg entscheidend werden. Nico Höllerl betonte vor der Partie:

„Nach dem erfolgreichen Achtelfinale gegen Neustadt wartet jetzt mit Oldenburg ein ähnlich starker Gegner auf uns. Unsere Ziele vom Anfang der Saison haben wir zwar schon erreicht, doch jetzt wollen wir alle natürlich mehr. Oldenburg ist ein sehr physisches Team, wo jeder genau seine Rolle kennt. Da müssen wir es unbedingt schaffen, unsere aggressive Defense wieder aufs Feld zu bringen. Sollte uns das gelingen und bewegen wir im Angriff dazu den Ball so, wie wir es können, werden wir am Donnerstag auch eine realistische Chance auf den Sieg haben. Wir hoffen hierbei natürlich wieder auf den Support unserer Fans, die uns die ganze Saison über schon so fantastisch unterstützt haben. Wir zählen auf euch als 6. Mann in der HUK-COBURG arena!“

 

23.04.2026 19:30 Uhr OrangeAcademy vs. Porsche BBA Ludwigsburg

Im Viertelfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB kommt es zum „kleinen Schwaben-Derby“ zwischen der Porsche Basketball-Akademie Ludwigsburg und der OrangeAcademy. Beide Teams haben ihre Achtelfinalserien mit 2:0 gewonnen und gehen nun mit viel Selbstvertrauen in das Duell der Top 8. Die Ausgangslage ist dabei klar verteilt: Ulm geht als Hauptrunden-Erster und Top-Seed ins Viertelfinale, während Ludwigsburg als Herausforderer antritt. Schon in der regulären Saison konnte die OrangeAcademy beide direkten Duelle für sich entscheiden, was die Favoritenrolle zusätzlich unterstreicht. Ulm überzeugte bislang vor allem durch Konstanz und Ausgeglichenheit. Mehrere Spieler punkten regelmäßig zweistellig, dazu kommt eine enorme Stärke beim Rebounding, wo das Team ligaweit führend ist.

Auch im Achtelfinale gegen die Dragons Rhöndorf zeigte die Mannschaft ihre Qualität – sowohl beim deutlichen Sieg im ersten Spiel als auch im knappen Auswärtserfolg. Die Ludwigsburger präsentierten sich hingegen ebenfalls stark, mussten in ihrer Serie gegen Itzehoe jedoch mehr kämpfen. Besonders auffällig: Die Tiefe im Kader. Neben den Führungsspielern konnten immer wieder Rollenspieler entscheidende Akzente setzen, was die Mannschaft schwer ausrechenbar macht. Für Ludwigsburg wird es entscheidend sein, defensiv stabil zu stehen und die Stärken der Ulmer möglichst einzuschränken. Gleichzeitig hoffen die Gelb-Schwarzen, erneut über mannschaftliche Geschlossenheit und Energie zu kommen, um den Favoriten zu ärgern. Trotz klarer Rollenverteilung verspricht das Duell eine enge und intensive Serie, in der beide Teams mit ähnlicher Spielphilosophie und viel jungem Talent aufeinandertreffen.

 

23.04.2026 20:00 Uhr LOK BERNAU vs. Hertener Löwen

Im Viertelfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB kommt es zum Duell zwischen LOK BERNAU und den Hertener Löwen. Beide Teams kennen sich bereits aus der Hauptrunde, in der Bernau zwar beide Spiele für sich entscheiden konnte, jedoch jeweils hart gefordert wurde. Auch diesmal deutet alles auf eine enge Serie hin. Herten überzeugte bereits im Achtelfinale mit offensiver Variabilität und mehreren gefährlichen Scorern. Spieler wie Bryant Allen oder Faton Jetullahi können jederzeit ein Spiel prägen, während auch andere Akteure regelmäßig zweistellig punkten. Genau diese Ausgeglichenheit macht die Löwen schwer auszurechnen. Bernau geht mit Selbstvertrauen in die Serie, weiß aber um die Herausforderungen. Schon in den direkten Duellen zeigte sich, dass Herten vor allem zu Beginn gefährlich ist und schnell ins Spiel findet. Entscheidend wird daher sein, früh Stabilität ins eigene Spiel zu bringen und über die gesamte Spielzeit konstant zu agieren.

Headcoach Dan Oppland sagte vor dem Auftaktspiel: „In den Playoffs treffen wir auf gute Basketballteams. Für uns wird es wichtig sein, die schwachen Phasen aus unserem Spiel herauszubekommen und insgesamt konstanter zu werden. Ich war stolz, dass wir zuletzt zurückgekommen sind und am Ende sehr gut gewonnen haben. Trotzdem gibt es vor allem in der Defensive noch viele Dinge, die wir verbessern müssen. Herten ist eine sehr erfahrene Mannschaft. Sie haben weitgehend das gleiche Team wie im vergangenen Jahr, spielen schon seit ein paar Jahren zusammen und haben zuletzt die Meisterschaft in der Regionalliga gewonnen. Sie kennen diese Atmosphäre und solche Situationen. Deshalb wird das keine leichte Aufgabe. Wir müssen bereit sein für diesen Kampf. Es fängt mit der Defense an – immer mit der Defense.“

 

23.04.2026 20:00 Uhr ETB Miners vs. EN BASKETS Schwelm 

Zum Auftakt des Viertelfinals in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB kommt es zum Derby zwischen den ETB Miners Essen und den EN Baskets Schwelm. Beide Teams kämpfen in der Best-of-Three-Serie um den Einzug ins Halbfinale. Die Ausgangslage spricht zunächst für Essen. Die Miners beendeten die Hauptrunde als Tabellenerster und konnten auch beide direkten Duelle gegen Schwelm für sich entscheiden. Zudem gehen sie mit Heimvorteil in die Serie. Schwelm reist jedoch mit viel Selbstvertrauen an. Nach einem umkämpften Achtelfinale setzte sich das Team erst im entscheidenden dritten Spiel durch und bewies dabei große mentale Stärke. Besonders die geschlossene Teamleistung und die Fähigkeit, auch Rückstände zu drehen, machen die Baskets zu einem unangenehmen Gegner. Im Fokus stehen auf Seiten der Gäste vor allem Robert Merz, der zuletzt mit starken Scoring-Leistungen überzeugte, sowie Spielmacher Marius Stoll, der das Spiel lenkt und für Struktur sorgt.

Gleichzeitig zeichnet sich Schwelm durch eine ausgeglichene Mannschaft aus, in der mehrere Spieler Verantwortung übernehmen können. Für Essen wird es entscheidend sein, die Schlüsselspieler des Gegners zu kontrollieren und die eigene Dominanz aus der Hauptrunde aufs Feld zu bringen. Headcoach Lars Wendt sagte vor der Partie: „Wir treffen nun bereits zum vierten und mindestens fünften Mal auf Schwelm – neben dem Vorbereitungsspiel und den beiden regulären Saisonspielen jetzt in den Playoffs. Uns erwartet eine sehr abgezockte und gut gecoachte Mannschaft, die selbst ohne zwei ihrer Leistungsträger Leitershofen aus den Playoffs geworfen hat. Entscheidend wird sein, dass wir die drei zentralen Akteure, die die Hauptlast im Spiel tragen, besser kontrollieren. Gelingt uns das, haben wir eine sehr gute Chance, das erste Spiel für uns zu entscheiden.“ Auch der sportliche Leiter Raphael Wilder betonte die Qualität des Gegners:

„Wir spielen gegen Schwelm, die sich trotz zweier Auswärtsspiele und einem Rückstand von 1:0 erfolgreich gegen Leitershofen durchsetzen konnten. Es war unter anderem eine beachtliche Leistung von Robert Merz, der einen großen Teil der Saison gefehlt hat und mit seinem Team die Serie noch gedreht sowie das Spiel in Leitershofen ganz ruhig und souverän nach Hause gebracht hat. Schwelm hat es geschafft zu kompensieren, dass mit Noba, Nyberg und Klesper gleich drei Leistungsträger gefehlt haben, und ist so ins Viertelfinale eingezogen. Wir treffen also auf einen wahnsinnig starken Gegner, der sich in den letzten Wochen und Monaten immens gesteigert hat. Mit einem überragenden Aufbauspieler wie Marius Stoll, der langsam wieder zu der Form zurückfindet, die er in der vergangenen Saison hatte, tritt das Team ganz anders auf als noch vor einigen Monaten. Dazu kommt mit Petterson ein sehr starker Amerikaner, der im Schnitt 20 Punkte macht.“

Vorberichte ProB Playoffs – Achtelfinale Spiel 1

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11.04.2026 18:00 Uhr SV Fellbach Flashers vs. Hertener Löwen 

In der ersten Runde der Playoffs der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB empfangen die SV Fellbach Flashers am Samstag, den 11.04.2026 um 18 Uhr die Hertener Löwen in der Gäuäckersporthalle. Für die Flashers ist es bereits die zweite Playoff Teilnahme in Folge. In ihrem dritten Jahr im professionellen Basketball hat sich das Team erneut stark präsentiert und den dritten Platz der Südstaffel gesichert. Nach dem frühen Aus im vergangenen Jahr gegen den SC Rist Wedel ist die Motivation nun umso größer, einen Schritt weiter zu gehen. Head Coach Kris Borisov und sein Assistent Lasse Steinort gehen mit einem klaren Ziel in die Serie. Trotz einer schwierigen Phase mit mehreren Verletzungen und Ausfällen zeigte sich die Mannschaft zum Ende der Hauptrunde in guter Form und reist mit dem Rückenwind von sechs Siegen in Folge in die Playoffs.

Mit Herten wartet allerdings ein äußerst erfahrener und unangenehmer Gegner. Der Traditionsverein spielte in den 90er Jahren bereits erstklassig, wurde nach finanziellen Turbulenzen 1998 neu gegründet und war zwischen 2007 und 2016 fester Bestandteil der ProB, bevor nach rund zehn Jahren in der Regionalliga der Wiederaufstieg zur Saison 2025/26 gelang. Die Mannschaft von Head Coach Robin Singh ist keine typische ProB Truppe. Mit einem Altersdurchschnitt von über 28 Jahren bringt das Team viel Erfahrung aufs Parkett.

Spieler wie Bryant Allen, Dario Fiorentino, Faton Jetullahi oder Christian Hinckson verfügen über umfangreiche ProB und teilweise sogar ProA Erfahrung und prägen das Spiel der Löwen entscheidend. Dass die Hertener eine starke Saison spielen, kommt nicht überraschend. Über die gesamte Spielzeit hinweg bewegte sich das Team konstant in den oberen Tabellenregionen und fiel nie schlechter als auf Rang sechs zurück. Besonders beeindruckend ist die Defensive. Mit durchschnittlich nur 70 zugelassenen Punkten pro Spiel stellen die Löwen die beste Verteidigung der gesamten Liga und werden damit auch für die Flashers eine große Herausforderung darstellen.

 

11.04.2026 19:00 Uhr Baskets Juniors TSG Westerstede vs. FC Bayern Basketball II 

Nach einer starken Hauptrunde starten die Baskets Juniors TSG Westerstede als Aufsteiger in die Playoffs der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB und treffen zum Auftakt auf FC Bayern Basketball II. Als Dritter der Nordstaffel genießen die Niedersachsen zunächst Heimrecht, Spiel eins der Best of three Serie steigt am Samstag um 19 Uhr in der Westersteder Hössenhalle. Mit einer Bilanz von 16 zu 10 Siegen gelang nicht nur souverän der Klassenerhalt, sondern auch der Einzug in die Playoffs. Besonders ein starker Endspurt mit acht Siegen aus den letzten zehn Spielen sorgte dafür, dass sich das Team von Headcoach Artur Gacaev sogar den Heimvorteil sichern konnte. Maßgeblichen Anteil daran hatte Jon’il Fugett, der mit 23,4 Punkten pro Spiel Topscorer der ProB Nord wurde und zusätzlich zu den besten Passgebern und effizientesten Spielern der Liga zählt. Auch Spieler wie Beni Fungula oder Colin Schroeder sowie junge Talente wie Simon Kohlhoff, Johann Helwig und Ore Ewert prägten die erfolgreiche Saison.

Mit der zweiten Mannschaft des FC Bayern Basketball wartet jedoch ein anspruchsvoller Gegner. Die Münchner beendeten die Hauptrunde im Süden mit einer ausgeglichenen Bilanz von 12 zu 12 Siegen auf Platz sechs. Zwar lief es in den letzten Wochen nicht optimal, doch das Team sicherte sich mit einem klaren Sieg in Langen noch das Playoff Ticket. Der Kader ist breit aufgestellt und verfügt über mehrere Spieler, die konstant punkten können, darunter Niko Jerkic, Nicolas Kodjoe oder Andrija Susic. Zudem sammelten einige Akteure bereits Einsatzzeit bei den Profis. Auch an der Seitenlinie gab es im Saisonverlauf Veränderungen. Nach dem Wechsel von Emir Mutapcic ins Trainerteam der Profis übernahm Luca Palumbo die Verantwortung, unterstützt unter anderem von Ex Nationalspieler Danilo Bartel.

Westerstedes Headcoach Artur Gacaev erwartet ein ausgeglichenes Duell und betont: „Bayern hat viele junge Spieler im Team, das sieht im Grunde ähnlich aus wie bei uns. Die Mannschaft arbeitet allgemein beim Rebound und insbesondere beim Offensivrebound sehr gut. Ich erwarte ein Duell auf Augenhöhe – zwar ist es ein Vorteil, dass wir zuerst zu Hause spielen, aber einen Favoriten kann ich in dieser Serie nicht erkennen. Wir sind Neuling, Bayern kennt die Liga schon länger, daher haben wir großen Respekt. Es dürfte eine harte und enge Serie werden.“ Die Ausgangslage verspricht also eine intensive Serie zweier talentierter Teams. Während Westerstede den Schwung der starken Hauptrunde mitnehmen will, bringt Bayern Erfahrung aus mehreren ProB Spielzeiten mit.

 

11.04.2026 19:00 Uhr LOK BERNAU vs. Dresden Titans 

Im Achtelfinale trifft Bernau als Zweiter der Nordstaffel auf die Dresden Titans, den Siebten der Südstaffel. Dresden reist als unangenehmer Gegner an, der auf dem Papier vielleicht unterschätzt werden könnte, in der Realität aber über enorme Qualität verfügt. Vor allem offensiv bringen die Titans viel Gefahr mit. Scott Stone führt das Team mit über 21 Punkten pro Spiel an und ist der klare Go-to-Guy, dazu kommen mit Wisdom Uboh, Duje Putnik und Kevin Kollmar weitere Spieler, die Verantwortung übernehmen und jederzeit ein Spiel prägen können. Besonders auffällig ist die Effizienz im Zweipunktebereich sowie die solide Wurfquote von außen, wodurch Dresden schwer zu verteidigen ist und viele Optionen im Angriff besitzt.

Ein Blick auf die Zahlen zeigt dennoch leichte Vorteile für Bernau. Das Team erzielt mehr Punkte, ist beim Rebounding stärker und weist insgesamt bessere Effizienzwerte auf. Genau diese Faktoren könnten in einer Playoff Serie entscheidend werden. Wenn es Bernau gelingt, das Tempo zu kontrollieren, die Bretter zu dominieren und defensiv früh Zugriff zu bekommen, liegen die Vorteile auf ihrer Seite. Gleichzeitig darf Dresden keinesfalls unterschätzt werden, da die Titans strukturiert spielen, wenige Fehler machen und mehrere gefährliche Scorer in ihren Reihen haben. Während Dresden stark über individuelle Qualität kommt, überzeugt Bernau vor allem durch seine Tiefe im Kader. Spieler wie Guy Artman Nahmias, Anthony Watkins oder Akim Jamal Jonah bringen unterschiedliche Stärken ein und sorgen dafür, dass das Team variabel agieren kann.

 

11.04.2026 19:30 Uhr ETB Miners vs. SKYLINERS Juniors 

Die ETB Miners empfangen in der heimischen Halle „Am Hallo“ die Skyliners Juniors. Als Erster der Nordstaffel gehen die Essener mit Heimvorteil in die Best of three Serie und wollen direkt den Grundstein für das Weiterkommen legen. Die Miners blicken auf eine starke Hauptrunde zurück. Mit 19 Siegen und nur vier Niederlagen sicherte sich das Team von Headcoach Lars Wendt souverän die Meisterschaft im Norden und unterstrich seine Form zuletzt mit einem klaren 81:62 Auswärtssieg bei den Iserlohn Kangaroos. Gerade die defensive Geschlossenheit soll nun auch in den Playoffs der Schlüssel sein, um den Heimvorteil erfolgreich zu nutzen. Mit den Skyliners Juniors wartet jedoch ein Gegner, der deutlich stärker ist, als es der achte Tabellenplatz im Süden vermuten lässt. Das Nachwuchsprogramm aus Frankfurt bringt viel individuelle Qualität und eine gefährliche Offensive mit. Allen voran Guard Desmond Watson, der mit 25 Punkten pro Spiel zu den besten Scorern der gesamten Liga zählt und als zentrale offensive Waffe gilt. Unterstützt wird er von Jamie Edoka und Ivan Crnjaz, die ebenfalls konstant zweistellig punkten und dem Spiel ihren Stempel aufdrücken können. Hinzu kommt ein tiefer Kader, der es ermöglicht, über die gesamte Spielzeit ein hohes Tempo und Intensität zu gehen.

Entsprechend groß ist der Respekt auf Essener Seite. Sportdirektor Raphael Wilder betont: „Frankfurt ist eine Mannschaft, die zwar auf dem 8. Platz der ProB Süd steht, dort aber definitiv nicht hingehört. Die Mannschaft ist bärenstark und spielt mit einem überragenden Amerikaner, der 20 Würfe pro Spiel nimmt und hervorragende Quoten im Zwei- und Dreipunktebereich vorzuweisen hat, viele Freiwürfe bekommt, bei den Offensivrebounds stark unterwegs ist und wohl auch schon einige Spiele in der BBL gespielt hat. Dazu kommen dann noch Spieler wie Ivan Crnjaz mit 14,7 Punkten pro Spiel und Jamie Edoka mit 16,2 Punkten, die ebenfalls offensiv sehr stark unterwegs sind, sowie weitere Spieler, die im höheren einstelligen Bereich scoren können. Wir sind uns ihrer Stärke bewusst und mit Sicherheit hätte es zu Beginn der Playoffs auch ein leichterer Gegner werden können, aber wenn man weiterkommen will, muss man sowieso jeden Gegner schlagen. Die personelle Situation ist soweit okay und wir hoffen, dass sich die Verletzung eines unserer Spieler, der diese Woche nicht trainieren konnte, bis Samstag auskuriert hat. Zu Leon bleibt zu sagen, dass er aufgrund seiner Daumenoperation noch nicht spielen wird und wir auch noch nicht sagen können, wann er wiederkommen wird, obwohl er kleine Fortschritte macht. Wir hoffen auf große Unterstützung in der Halle und darauf, dass jeder versteht, gegen was für einen Gegner wir spielen müssen. Wir gehen positiv gestärkt aufgrund unserer starken Hauptrunde in diese erste Playoff Serie.“

Auch Headcoach Lars Wendt blickt mit Vorfreude auf das Duell: „Endlich beginnen die Playoffs, die spannendste Jahreszeit. Wir treffen mit Frankfurt auf eine sehr starke Mannschaft, die mit viel Momentum in die Serie geht, nachdem sie 9 der letzten 11 Spiele gewinnen konnte. Wir haben uns gut vorbereitet und hoffen auf eine volle Halle für Spiel 1!“ Die Ausgangslage verspricht ein intensives Duell. Während Essen seine dominante Hauptrunde bestätigen will, reist Frankfurt mit viel individueller Klasse und Selbstvertrauen an.

 

11.04.2026 19:30 Uhr BG Hessing Leitershofen vs. EN BASKETS Schwelm 

Im Achtelfinale trifft die BG Hessing Leitershofen Stadtbergen auf die EN Baskets Schwelm. Spiel eins der Serie steigt am Samstag um 19.30 Uhr in der Sporthalle Stadtbergen. Als Vierter der Südstaffel treffen die Kangaroos auf den Fünften der Nordgruppe. Gespielt wird im Best of three Modus, zwei Siege reichen zum Weiterkommen. Die Erinnerungen an die vergangene Saison sind noch präsent. Damals scheiterte die BG trotz dominanter Hauptrunde bereits im Achtelfinale mit 0:2 an Essen. Kapitän Jannik Westermeir bringt die Stimmung im Team auf den Punkt: „Wir haben ein klares Ziel vor Augen und das Gesamtpaket Play Offs sorgt für Adrenalin pur“. Center Tom Alte ergänzt: „Jetzt wird wieder alles auf null gestellt. Die Hauptrunde ist ab jetzt ein Stück weit egal“.

Mit Schwelm wartet allerdings ein äußerst unangenehmer Gegner. Die Teams aus der Nordgruppe gelten traditionell als besonders stark, was auch die Statistik der vergangenen Jahre zeigt. Die EN Baskets verfügen über ein erfahrenes und ausgeglichen besetztes Team. Besonders hervorzuheben sind Topscorer Zyon Patterson, Spielmacher Marius Stoll als bester Assistgeber der Liga sowie der vielseitige Robert Merz. BG Headcoach Emanuel Richter weiß um die Qualität des Gegners: „Wir alle kennen die Stärke der PRO B Nord und deren hohes Niveau. Mit Schwelm treffen wir auf eine sehr erfahrene Mannschaft. In den letzten neun Jahren standen sie acht Mal in den Play Offs und waren schon nahe am Aufstieg in die Pro A. Dafür habe ich großen Respekt, das ist eine gewachsene Struktur mit sehr viel Tradition. Aber wissen auch um unsere Stärken und wollen vor unseren Fans gewinnen, die sicher für eine unglaubliche Atmosphäre sorgen werden. Ich freue mich sehr auf dieses Spiel“.

Auch Geschäftsführer Wayne Chico Pittman zeigt sich optimistisch: „Ich habe ein gutes Gefühl, wir haben uns in der Rückrunde gut stabilisiert, wir werden von der ersten Sekunde an hellwach sein, darauf arbeitet man die ganze Saison hin.“. Die Serie wird im engen Rhythmus gespielt. Spiel zwei findet am Freitag in Schwelm statt, ein mögliches Entscheidungsspiel würde bereits zwei Tage später wieder in Stadtbergen ausgetragen.

 

12.04.2026 16:00 Uhr BBC Coburg vs. TSV Neustadt temps Shooters 

Als Tabellenzweiter der Südstaffel empfangen die Vestestädter im Achtelfinale die Neustadt temps Shooters, die sich als Siebter der Nordstaffel erstmals in ihrer Vereinsgeschichte für die Playoffs qualifiziert haben. Für Coburg ist es bereits die vierte Teilnahme seit dem Aufstieg in die ProB, doch ein Erfolgserlebnis blieb bislang aus, da man in den vergangenen Jahren jeweils im Achtelfinale ausschied. Nach der erfolgreichsten Hauptrunde der Vereinsgeschichte soll sich das nun ändern. In den vergangenen Jahren zeigte sich immer wieder, dass Teams aus der Nordstaffel in den Playoffs häufig die Oberhand behalten. Auch Coburg musste diese Erfahrung bereits machen und schied trotz Heimrecht gegen Gegner aus dem Norden aus.

Mit den Neustadt temps Shooters wartet ein Team, das eine wechselhafte Saison hinter sich hat. Nach sieben Siegen zum Start folgte eine Serie von acht Niederlagen, ehe sich die Niedersachsen rechtzeitig vor den Playoffs wieder stabilisierten und sich mit drei Siegen aus den letzten vier Spielen doch noch für die Endrunde qualifizierten. Im Fokus steht dabei vor allem Guard Matej Jelovčić, der mit durchschnittlich 22,3 Punkten zu den besten Scorern der Liga gehört und seine Leistung im Vergleich zur Vorsaison deutlich steigern konnte. Unterstützt wird er von Aimé Olma und Emil Loch, die ebenfalls zweistellig punkten, während Christenvie Kwilu und Elias Marei die Starting Five komplettieren. Auf Coburger Seite liegt die Hoffnung unter anderem auf Kapitän Nico Wenzl, der bereits Playoff Erfahrung auf höchstem Niveau sammeln konnte und 2022 mit den Dresden Titans die Meisterschaft in der ProB gewann. Er weiß um die Stärken des Gegners und die Herausforderung der Serie:

„Neustadt ist ein Team, das eine extrem gute Hinrunde gespielt hat und sich mit Essen lange um Platz 1 gestritten hat. In der Rückrunde hatten sie dann ein paar Probleme, aber haben sich pünktlich vor den Playoffs wieder gefangen und einen kleinen Run gestartet. Sie spielen sehr schnell und frei, was sehr schwer zu verteidigen ist. Da müssen wir uns darauf einstellen, gut im Eins gegen Eins zu verteidigen und uns als Team zusammen in der Defense zu helfen. Daneben ist es aber wichtig, dass wir dem Spiel unseren eigenen Stempel aufdrücken, schnell spielen, offensiv den Ball bewegen und dann auch unsere Würfe treffen. Die Jahre zuvor haben gezeigt, dass der Norden in den Playoffs tendenziell etwas stärker war, weshalb es nun an uns liegt zu zeigen, dass der Süden auch mithalten kann. Letzte Saison konnte sich nur Speyer als Süd Team in der ersten Playoff Runde behaupten und dieses Jahr wollen wir als eine der Mannschaften aus dem Süden auf jeden Fall ein Zeichen setzen und eine Runde weiterkommen.“

 

12.04.2026 17:00 Uhr OrangeAcademy vs. Dragons Rhöndorf 

Am Sonntagabend startet die OrangeAcademy um 17 Uhr in die Playoffs der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB und trifft dabei auf die Dragons Rhöndorf. Nach einer herausragenden Hauptrunde mit 18 Siegen und nur sechs Niederlagen sicherten sich die jungen Ulmer den ersten Tabellenplatz im Süden und spielten damit die beste Saison der Clubgeschichte. Mit Rhöndorf wartet ein bekannter Gegner. Bereits im vergangenen Jahr trafen beide Teams aufeinander, damals mit dem besseren Ende für die Ulmer. In dieser Saison spielten die Dragons in der Nordstaffel und sicherten sich dort den achten Platz. Die Mannschaft ist das Farmteam der Telekom Baskets Bonn und bringt viel Talent sowie Tempo ins Spiel.

Headcoach Florian Flabb erwartet ein intensives Duell: „Wir erwarten eine sehr formstarke Rhöndorfer Mannschaft, die sich aus der Abstiegszone in die Playoff Ränge gespielt hat. Rhöndorf wird versuchen, das Tempo hochzuhalten und über schnelles Umschalten zu punkten. Insgesamt freue ich mich auf eine spannende und sicherlich auch intensive Playoff Serie“. Die Dragons durchlebten eine wechselhafte Saison. Nach einer Serie von sechs Niederlagen steckte das Team zwischenzeitlich tief im Abstiegskampf, kämpfte sich jedoch mit fünf Siegen in Folge zurück und sicherte sich nicht nur den Klassenerhalt, sondern auch den letzten Playoff Platz. Mit einem Altersdurchschnitt von rund 20 Jahren bringt Rhöndorf eine junge und hungrige Mannschaft aufs Parkett. Im Fokus steht dabei vor allem Spielmacher Jorge Mejias Sanchez, der mit 15,1 Punkten und 6,4 Assists sowohl Topscorer als auch bester Vorlagengeber ist.

Unterstützung erhält er von Juhwan Harris Dyson, Kenan Reinhart und Benjamin Sadikovic, die allesamt zweistellig punkten und das Team offensiv breit aufstellen. Für die OrangeAcademy geht es nun darum, die starke Form aus der Hauptrunde in die Playoffs zu übertragen und den ersten Schritt Richtung nächste Runde zu machen. Gleichzeitig ist klar, dass Rhöndorf mit viel Momentum anreist und jede Nachlässigkeit sofort bestrafen kann.

 

12.04.2026 17:00 Uhr Itzehoe Eagles vs. Porsche BBA Ludwigsburg 

Für die Itzehoe Eagles startet am Sonntag, den 12. April um 17 Uhr im Sportzentrum am Lehmwohld das Abenteuer Playoffs gegen die Porsche BBA Ludwigsburg. Die Ludwigsburger treten als Nachwuchsprogramm des Bundesligisten MHP RIESEN Ludwigsburg an und bringen einen extrem jungen Kader mit einem Durchschnittsalter von rund 19 Jahren aufs Parkett. In der Südstaffel belegte die Mannschaft in einem engen Rennen den fünften Platz und reist nun zum Nordvierten nach Itzehoe. Spiel zwei findet anschließend in Ludwigsburg statt, ein mögliches drittes Duell würde wieder in Itzehoe ausgetragen werden.

Eagles Headcoach Timo Völkerink erwartet einen unangenehmen Gegner und beschreibt die Ludwigsburger als „Ein unberechenbarer Gegner“. Besonders im Fokus stehen dabei junge Talente wie Julis Baumer und Maxwell Dongmo Temoka, die bereits Erfahrungen im Erstligateam sammeln konnten, sowie weitere Spieler wie Simon Feneberg oder Yohann Tchouaffe, die jederzeit den Unterschied machen können. Hinzu kommt, dass Teile des Kaders aktuell beim Albert Schweitzer Turnier im Einsatz sind, weshalb die genaue Aufstellung der Gäste offen bleibt. Sportlich zeichnet sich die BBA vor allem durch ihre starke Defensive aus.

„Sie spielen trotz des jungen Alters super physisch und erarbeiten sich viele zweite Chancen durch gutes Rebounding“, so Völkerink, der ein intensives Spiel erwartet: „Ich erwarte ein sehr physisches Spiel, in dem wir zu jeder Zeit einen kühlen Kopf bewahren müssen.“
Die Itzehoer gehen gut vorbereitet in die Partie. Erstmals seit längerer Zeit konnte das Team wieder komplett trainieren, auch Chris Herget steht nach seiner Pause wieder zur Verfügung. Entsprechend optimistisch blickt der Coach auf den Playoff Auftakt und betont die hohe Motivation innerhalb der Mannschaft: „Wir Coaches spüren, wie hungrig die Jungs sind.“ v

Nachbericht ProB Playoffs Finale

Foto: Stativ & Linse Fotoagentur

Finale: 31.05.2023 19:30 Uhr RASTA Vechta II vs. EPG Baskets Koblenz 62:82

Der Süd-Erste, der Meisterschaftsfavorit #1, die vom ehemaligen Vechtaer Head Coach trainierten EPG Baskets Koblenz haben am Mittwochabend vor fast 1.000 Zuschauern im RASTA Dome Vechtas Farmteam eine deutliche Niederlage beigebracht. RASTA Vechta II verlor 62:82 (30:41) und müsste nun am Samstagabend in der Koblenzer CGM ARENA einen 20-Punkte-Rückstand aufholen, um noch den Meistertitel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB feiern zu können. 

Zehn Jahre nachdem Pat Elzie RASTA erstmals in die easyCredit Basketball Bundesliga geführt hatte, gab’s noch vor dem Jump aus den Händen von Geschäftsführer Lukas Middendorf einen Präsentkorb mit regionalen Produkten und Erinnerungen an Elzies erfolgreiche Zeit an der Pariser Straße – und zum wiederholten Male einen donnernden Applaus für den mittlerweile 62-Jährigen. Dessen Team hatte hingegen überhaupt keine Lust, etwas zu verschenken. Der Favorit legte schnell einen 10:1-Lauf zur 16:7-Führung (8. Minute) hin und ließ sich auch von RASTAs toller Dreierquote (5/9) nicht beeindrucken. Marvin Heckel hatte in der Koblenzer Offense sofort das Kommando übernommen, stand nach zehn Minuten bei neun Zählern und führte sein Team zu einer 22:17-Pausenführung.

In den ersten vier Minuten des 2. Viertels knallten die Vechtaer ihren Kontrahenten gleich drei weitere Dreier um die Ohren, führten mit 30:24 und sorgten so für Riesenjubel im RASTA Dome. Die 15-Punkte-Wende seit der 8. Minute hatte den Glauben an eine weitere Sensation mehr als gestärkt. Doch der Meisterschaftsfavorit blieb cool – und eiste RASTA ein. Sechs Minuten lang war der Koblenzer Korb komplett dicht. Die Vechtaer machten bis zur Halbzeitpause keinen einzigen Punkt, kassierten dafür reichlich. Wenige Sekunden vor Ende des 2. Viertels traf dann Moritz Hübner den sechsten Koblenzer Dreier dieses Abschnittes zum 41:30 (20.). Das Rebound-Duell war in diesen zehn Minuten mit 14:6 klar an die Gäste gegangen, RASTAs junge Big Men gingen nach dem NBBL-Wochenende auf dem Zahnfleisch. 

In der 22. Minute waren die tapfer kämpfenden Vechtaer bis auf acht Punkte an das Elzie-Team herangekommen (35:43), mussten dann aber zum wiederholten Male abreißen lassen. Dominique Johnson traf Mitte des 3. Viertels von jenseits der 6.75 Meter zum 53:37 (25.) und die Vechtaer mussten nun aufpassen, dass sie vom Top-Favoriten auf den BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB-Titel nicht aus dem RASTA Dome geschossen werden würden. Guterweise trafen die Vechtaer weiter hochprozentig vom Perimeter, im 3. Viertel vier von neun Versuchen. Tim Insinger netzte in der 29. Minute RASTAs insgesamt zwölften Threeball des Abends zum 48:58 ein – der Underdog hatte schon wieder zurückgebissen. Nachdem die EPG Baskets Koblenz noch die letzten fünf Punkte des 3. Viertels gemacht hatten, kamen sie zu Beginn des Schlussabschnittes sogleich zu einem 7:2-Lauf (70:50, 33.) und zwangen Hendrik Gruhn in die nächste Auszeit. Wie gut es um den Teamgeist und das Selbstvertrauen der Vechtaer bestellt ist, bewiesen sie in den Folgeminuten. Gruhns Schützlinge verkürzten einmal mehr, stellten 4:11 Minute vor dem Ende auf 59:73. Das Auf und Ab dieses Abends sollte aber noch kein Ende haben. Die Rheinland-Pfälzer, angefeuert von gut 40 mitgereisten Fans, setzten zum Schlussspurt an und kamen am Ende wieder auf die schon in der 33. Minute da gewesene 20-Punkte-Führung. 

Pat Elzie (Head Coach Koblenz): „Das Fehlen unseres Top-Scorers Leon Friederici hat uns nicht allzu sehr beeinträchtig, da wir einen sehr tiefen Kader haben. Es ist schade, dass Leon gefehlt hat. Aber wir haben genug Substanz in der Mannschaft, um das zu kompensieren. Dass wir hier mit 20 Punkten Differenz gewinnen, damit hatten wir sicherlich nicht gerechnet. RASTAs Farmteam ist eine sehr gute Mannschaft. Sie haben im Norden den Ersten und den Dritten aus den Playoffs geworfen. Ich habe meiner Mannschaft gesagt, dass sie voll konzertiert in diese Partie gehen muss, weißes sonst schwierig für uns wird. Ich denke, wir haben schon die ganze Saison über eine gute Defense gespielt. Bis die Playoffs gestartet sind, hatten wir im Schnitt pro Spiel nur um die 70 Gegenpunkte zugelassen. Aber heute war es auch vonnöten, dass wir gut verteidigen, weil wir wissen, dass die Vechtaer auch Comebacks können.“

Quelle: RASTA Vechta II, EPG Baskets Koblenz

Vorbericht ProB Playoffs Finale

Foto: Stativ & Linse Fotoagentur

Finale: 31.05.2023 19:30 Uhr RASTA Vechta II vs. EPG Baskets Koblenz

Das so überraschend bis ins Finale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB vorgestoßene Farmteam RASTA Vechtas empfängt am Mittwoch den Südmeister, die EPG Baskets Koblenz. Der ProB-Meister wird nicht in einer „Best-of-three“-Serie, sondern „nur“ in Hin- und Rückspiel ermittelt. Am Samstag (18.30) kommt es in Koblenz zum zweiten Duell um den Titel. Als großer Favorit auf diesen gelten die vom ehemaligen Vechtaer Trainer Pat Elzie gecoachten Rheinland-Pfälzer.

In Vechta genießt der mittlerweile 62-Jährige Kultstatus, seit er RASTA zu zwei Aufstiegen in Serie bis in die easyCredit Basketball Bundesliga geführt hatte. Das war 2013, zehn Jahre später kann sich Elzie ein Bild davon machen, was sich seitdem in Vechta getan hat. Passend zu diesem Jubiläum schaffte RASTA gerade den vierten Erstliga-Aufstieg, machte Platz für den Aufstieg des Farmteams in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. „Wenn wir jetzt schon im Finale stehen, dann wollen wir auch alles geben, um zu gewinnen und unseren besten Basketball zu spielen. Wenn es gegen den Meisterschaftsfavoriten Nummer eins geht, gibt das auch noch einmal eine extra Portion Motivation“, sagt Head Coach Hendrik Gruhn (28).

In den letzten zwei Spielen bekommen es die Vechtaer mit einem durch die Südstaffel gerauschten Gegner zu tun. Das Elzie-Team gewann 23 seiner 24 Spiele und nun auch sechs von acht Playoff-Partien. Im Kader steht nur ein Ausländer, es ist Alani Moore II (25), der bei einer 3er-Quote von 43.3% auf 14.9 Punkte kommt und 5.5 Assists verteilt. Top-Scorer des EPG Baskets Koblenz ist Leon Frederic (28) mit 15.4 Zählern, gefolgt von eben Moore und Marvin Heckel (26) mit 13.9 Punkten (plus 5.1 Assists) sowie Moses Pölking (25) mit 11.2 Zählern (plus 6.9 Rebounds). „Koblenz hat eine supergute Mannschaft, in der einige Profis stehen, die eigentlich zu gut sind für die ProB. Wir müssen bereit sein, dagegen zu halten und deren Abgezocktheit zu matchen“, so Gruhn.

Die Koblenzer werden in den zwei Finals jedenfalls auf hochmotivierte Vechtaer Talente treffen. Johann Grünloh, Noah Jänen, Kilian Brockhoff, Kaya Bayram und Co. verpassten am Pfingstsonntag nur um Haaresbreite die U19-Meisterschaft, wollen jetzt die nächste Chance auf einen Pokal nutzen. „Ich möchte nicht ohne Titel aus dieser Saison rausgehen und habe ultra bock auf die Finalspiele gegen Koblenz. Diese Niederlage heute spornt an. Es ist schade und super traurig. Aber das nehmen wir alle als Motivation mit“, sagte Jänen im Anschluss an das Nachwuchs Basketball Bundesliga-Finale gegen ALBA BERLIN.

Baskets Headcoach Pat Elzie: „Die Entwicklung in den letzten zehn Jahren bei Rasta Vechta ist enorm! Mit mir als Headcoach sind wir dort zweimal in Folge bis in die BBL aufgestiegen, unter Pedro Calles spielte Vechta einige Jahre später im Europapokal, die JBBL- und NBBL-Teams gehören zur nationalen Spitze und man sicherte sich nun die Rückkehr in die BBL sowie den Aufstieg des Farmteams in die ProA. Wir haben es im Finale der Playoffs in der ProB mit einem sehr jungen Team mit dem erfahrenen Smit als Anführer sowie vielen starken Talenten wie Grünloh, Okpara und Bayram zu tun bekommen. Das Team tritt sowohl in der Offensive als auch in der Defensive mit viel Elan und vollem Einsatz auf. Wir wollen den Meistertitel, aber Rasta ist eine harte Nuss, die es zu knacken gilt.“

Quelle: RASTA Vechta II, EPG Baskets Koblenz

Nachberichte ProB Playoffs Halbfinale Spiel 3

Foto: Stativ & Linse Fotoagentur

Halbfinale: 21.05.2023 16:00 Uhr SBB Baskets Wolmirstedt vs. RASTA Vechta II 78:100

RASTA Vechta II ist im entscheidenden Spiel 3 des BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB-Halbfinales bei den SBB Baskets Wolmirstedt eine Riesen-Sensation gelungen. Angeführt vom 17-jährigen Johann Grünloh  (26 Punkte) gewann der Aufsteiger am Sonntagnachmittag im Norden Magdeburgs mit 100:78 (50:38) und zog ins Finale gegen die vom ehemaligen Vechtaer Trainer Pat Elzie gecoachten EPG Baskets Koblenz ein. Mit dem Erreichen des Endspiels hat RASTAs Farmteam auch die sportliche Qualifikation für den Aufstieg in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA erlangt. 

Ein komplett ausgeglichenes 1. Viertel sahen die Fans im Norden Magdeburgs. Mit butterweichem Händchen traf Johann Grünloh in der 5. Minute über den 2.01 Meter großen Fabienne Kondo zum Vechtaer 9:6. Noch in derselben Minute klaute Kaya Bayram Wolmirstedt den Wilson und traf per langem Zweier zum 11:9. Die RASTA II-Defense hatte derweil vor allem mit einer Person zu tun: Martin Bogdanov. Der 30-Jährige machte zwölf der ersten 14 Wolmirstedter Punkte, so auch zum 14:11 in der 6. Minute. Als die Vechtaer Verteilung den Point Guard besser in den Griff bekam, verkürzten J.J. Culver per Dreier auf 16:18 (8.) und Grünloh per And-One auf 21.22 (9.). Fünf weitere Culver brachten den Gästen sogar eine 26:25-Pausenführung. Das Team von Hendrik Gruhn hatte sich im 1. Viertel nur einen Turnover geleistet, 10/14 seiner 2er getroffen und Johann Grünloh hatte schon neun Punkte auf dem Konto.

RASTA II bauten seinen Vorsprung zu Beginn des 2. Viertels auf 31:25 (13.) aus, Roman Bedime hatte per Dreier getroffen. Die Gäste überstanden fast drei Minuten ohne eigene Punkte dank ganz starker Defense recht schadlos und kamen in der 16. Minute durch Johann Grünloh zum 35:29. Der folgende Wolmirstedter Angriff brachte mit Ablauf der Shotclock den siebten Turnover der SBB Baskets, Eiko Potthast rief sein Team zur zweite Auszeit (16.). In der 17. Minute jubelte aber erneut RASTA II: Grünloh erkämpfte einen Offensiv-Rebound und traf per And-One zum 38:29. Und dann? Steal Culver, Dunking Culver, 40:29 – Auszeit Wolmirstedt. Das Vechtaer Selbstbewusstsein aber hatte Bestand, Culver traf aus achteinhalb Metern per Dreier zum 43:31 und lief von einem Ende des Feldes zum anderen für das 45:34 (beides 18.). Dass der US-Amerikaner so richtig heiß war, bewies er mit dem letzten Wurf der 1. Halbzeit: J.J. Culver traf von jenseits der 6.75 Meter zum 50:38, es waren die Punkte 18 bis 20 von ihm.

Vechtas Youngsters machten im 3. Viertel gleich da weiter, wo sie in der 1. Halbzeit aufgehört hatten. Johann Grünloh zum 56:42 (22.) und Kaya Bayram zum 58:42 zwangen Eiko Potthast in die nächste Auszeit (23.). Und als Bayram einen offenen Dreier zum 61:42 traf, sah RASTA II in der immer noch 23. Minute aus, als würde der Aufsteiger tatsächlich den Durchmarsch in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA schaffen können. Die Vechtaer Chancen stiegen immer weiter: Johann Grünloh machte per Dreier das 64:44 (26.) und mit einem brachialen Dunking stellte Culver sogar auf 67:46 (27.). RASTA II hatte in der Halle der Freundschaft komplett die Kontrolle und kam durch einen Threeball von Tim Insinger auch noch um 70:48 und per Grünloh-Dunk zum 72:50 (beides 28.). Keine acht Sekunden vor Ende des 3. Viertels brachte Roman Bedime RASTA II auf 77:52 weg – überragend.

RASTA II landete auch im Schlussabschnitt einen Wirkungstreffer nach dem nächsten. Jeweils per Dreier trafen erst Tim Insinger zum 80:54 (31.), dann Kaya Bayram zum 83:64 (33.) und auch noch Kilian Brockhoff zum 86:66 (34.) In der 37. Minute legte Roman Bedime mit einem Dunking zum 90:72 nach, ein Brockhoff-Threeball sorgte für das 93:72 (38.). RASTA II blieb gegen immer indisponierter wirkende, sich aufgebende SBB Baskets Wolmirstedt auf dem Gaspedal und schenkte weiter Dunkings und Dreier ein. Die Schlussminuten waren ein Vechtaer Basketball-Fest in fremder Halle, auf der Bank RASTAs gab’s kein Halten mehr.

Hendrik Gruhn (Head Coach Vechta): „Dass das Spiel heute so läuft und so ausgeht, davon war vorher sicherlich nicht auszugehen. Wir haben auf zwei Leistungsträger verzichten müssen, wobei Kevin Smit unsere erste Option im Angriff ist. Die Abstellungen machen wir aber gerne, wir sind das Farmteam des Klubs. Es ist bemerkenswert, wie die Jungs heute zusammengehalten und zusammen gespielt haben. Sie sind von der ersten Sekunde an als Team aufgetreten. Unsere Energie in der Defense hat uns einige leichte Angriffe und somit Punkte beschert. Der Schlüssel zum Sieg war also unsere Defense. Dass wir Wolmirstedt mit deren individueller Qualität nicht unter 70 Punkten halten könne, ist klar gewesen. Daher bin ich mit den 78 Gegenpunkten vollkommen einverstanden. Jetzt bin ich einfach überglücklich und unfassbar stolz auf mein Team, gerade auf die jungen im Team. Und auch bin ich noch etwas sprachlos.“

Vorberichte ProB Playoffs Halbfinale Spiel 2

Foto: Stativ & Linse Fotoagentur

Halbfinale: 17.05.2023 19:30 Uhr RASTA Vechta II vs. SBB Baskets Wolmirstedt

RASTA Vechta II kann seiner bisher so erfolgreich verlaufenen Premierensaison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB am Mittwochabend ein weiteres Kapitel hinzufügen. Um 19.30 Uhr empfängt der Aufsteiger die SBB Baskets Wolmirstedt im RASTA Dome und kann mit einem Heimsieg ins Finale einziehen. Diesen Matchball hatte sich das Team von Head Coach Hendrik  hatte am Samstag mit dem 78:72-Auswärtssieg in Wolmirstedt erkämpft.

Zwölf Stunden Sonne sind für den Mittwoch angesagt, dabei strahlen in Vechtas Farmteam eh schon alle um die Wette. Dass der als Hauptrundenfünfter in die Playoffs gestartete Aufsteiger nun fünf Playoff-Spiele in Serie gewonnen hat und nur noch einen Erfolg von der sportlichen Qualifikation für die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA entfernt ist, ist das große Thema in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Und so wird am Mittwoch auch eine Rekordkulisse für RASTAs Farmteam erwartet. 

Am Abend vor Himmelfahrt, und somit einem freien Donnerstag, haben Schülerinnen und Schüler sowie Lehrende des ‚Gymnasium Antonianum Vechta‘ genauso freien Eintritt in den RASTA Dome wie alle ProA-Dauerkarteninhaber RASTA Vechtas. RASTA und das GAV haben eine ganz besondere Geschichte: Aus einer Basketball-AG am GAV entstand einst RASTA, die Schule ist Kooperationspartner des Klubs. Vechtas Talente Noah Jänen und Kilian Brockhoff machen gerade ihr Abitur an der Schule, Johann Grünloh folgt im nächsten Jahr. 

Die drei Schüler stehen sinnbildlich für RASTAs Nachwuchsprogramm, welches auch in dieser Saison erfolgreich arbeitet. Gegen die SBB Baskets Wolmirstedt werden Hendrik Gruhn alle Spieler seines Kader zur Verfügung stehen. „Alle im Team sind sehr heiß aufs Spiel und voller Vorfreude. Wir hoffen natürlich auf eine geile Atmosphäre“, so Gruhn.

Dass die Sachsen-Anhaltiner alles daran setzen werden, die Serie zurück nach Wolmirstedt zu bringen, ist allen im Trainerstab und der Mannschaft bewusst. Eine solche Situation hatten die Vechtaer aber schon im Achtelfinale gegen den BBC Coburg und im Viertelfinale gegen LOK BERNAU. „Ich gehe davon aus, dass Wolmirstedt die ein oder andere taktische Anpassung vornehmen wird. Darauf müssen wir uns vorbereiten. Es wird für uns wichtig sein, dass wir beim Rebounding einen besseren Job machen als in Spiel 1 und weiterhin Martin Bogdanov und Bill Borekambi so gut wie möglich im Griff haben“, fordert Hendrik Gruhn.

19.05.2023 19:00 Uhr BSW Sixers vs. EPG Baskets Koblenz

„Ein ausführlicher Spielbericht folgt in kürze“

Nachberichte ProB Playoffs Halbfinale

Foto: Stativ & Linse Fotoagentur

Halbfinale: 13.05.2023 18:00 Uhr SBB Baskets Wolmirstedt vs. RASTA Vechta II 72:78

Die Cinderella-Story von RASTA Vechtas Farmteam in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB geht immer weiter. Am Samstagabend gewann der Aufsteiger Spiel 1 des Best-of-three-Halbfinales bei den favorisierten SBB Baskets Wolmirstedt nahe Magdeburg mit 78:72 (42:34). Mit einem Heimsieg am Mittwoch (19.30 Uhr, RASTA Dome) dann das Team von Head Coach Hendrik Gruhn den Einzug ins Finale und somit die sportliche Qualifikation für den Aufstieg in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA perfekt machen. 

RASTAs Johann Grünloh verhinderte mit seinem ersten Block des Abends einen Dreier von Bill Borekambi, der einen Sechs-Punkte-Rückstand bedeutet hätte (4. Minute). Dann war RASTA II drin in der Halle der Freundschaft und holte sich in der 5. Minute durch einen Threeball von Kilian Brockhoff eine 11:10-Führung. Die Vechtaer spielten beim Hauptrundendritten der Nord-Staffel mutig auf, pushten sich und boten mit einem And-One von Leon Okpara zum 18:15 (8.) und einem spektakulären Alley-Oop-Dunking von Grünloh (20:19, 9.) die Highlights im 1. Vierte. In dem hatten Okpara und Wolmirstedts Jordan Talbert mit je neun Punkten den Ton angegeben. Die Gäste hatten sich nicht einen einzigen Ballverlust erlaubt, aber nur einen ihrer sechs Dreier getroffen. Und: Das Rebound-Duell entschieden die Wolmirstedter mit 10:6 für sich. Talbert, der vor kurzem seinen 1.000. Punkt für die SBB Baskets erzielt hatte, brachte die Hauherren in der 11. Minute per Dreier mit 24:22 nach vorne. Die Vechtaer konterten die bis dahin sehr gute Quote der SBB Baskets (4/7) mit einem Threeball von Kaya Bayram (31:28) und einem Drive von JJ Culver zum 33:28 (beides 14.) – Auszeit Wolmirstedt. Die kurze Pause konnte das Gruhn-Team aber nicht stoppen. And-One von Tim Insinger zum 36:29, Drive von Kevin Smit zum 38:29 und schon gab’s die nächste Wolmirstedter Auszeit (16.). Aus dieser kamen die Mannen von Eiko Potthast dann besser, machten fünf Punkte in Serie zum 34:38 (18.). Dies wiederum beantwortete Hendrik Gruhn mit einer Auszeit und durfte sich in der 19. Minute über einen Offensiv-Rebound von Karl Bühner freuen, der diesen zum 42:34 verwertete. RASTA II hatte im 2. Viertel 12:9 Rebounds geholt, die Baskets trafen nur einen ihrer sieben Dreier.

Den Schwung des 2. Viertels nahmen die Niedersachen komplett mit in die 2. Halbzeit. Kevin Smit stellte von jenseits der 6.75 Meter auf 45:37 (22.). Mitte des 3. Viertels brachte der Routinier seine Truppe mit einem And-One sogar mit 52:43 (25.) nach vorne. Die Vechtaer hatten komplett die Kontrolle übernommen und führten nach einem Dreier von Kaya Bayram in der 27. Minute mit zwölf Punkten – 57:45. Am letzten Spieltag der Hauptrunde hatten die Vechtaer in Wolmirstedt im 3. Viertel sogar mit 19 Punkten vorne gelegen, verloren am Ende aber. Und was dann heute passierte, muss die ein oder anderen Erinnerung an den 8. April hervorgerufen haben. Die SBB Baskets Wolmirstedt nämlich schenkten den Vechtaern ein Dutzend Punkte in Serie ein, kamen neun Sekunden vor der Viertelpause durch Martin Bogdanov zum 57:57-Ausgleich. Viertelübergreifend blieben die Gäste rund fünf Minuten punktlos, ehe JJ Culver zum 59:59 (32.) traf. In der 33. Minute verloren die Vechtaer dann Kilian Brockhoff durch eine Hinausstellung. Nach dem Verlust des Big Man übernahmen bei RASTA II weitere Big Men das Scoring von außen. In der 34. Minute netzte Roman Bedime mit Brett zum 62:62 ein. Zuvor hatte er mit einem Block einen weiteren Talbert-Three verhindert. Johann Grünloh brachte RASTA II mit seinem Dreier nach vorne (65:63, 35.) und auch JJ Culver versenkte noch einen Dreier – 70:66, Auszeit Wolmirstedt (37.). Fünf Dreier insgesamt trafen die Vechtaer im 4. Viertel, die zwei letzten in letzter Minute. Kevin Smits Distanzwurf zum 73:69 gelang 46.5 Sekunden vor dem Ende, JJ Culvers Dreier zum 76:72 bei noch knapp 17 Sekunden Restspielzeit ließ die Vechtaer Bank und die Fans dahinter aufschreien. Und als Smit den entscheidenden Rebound holte und sich am Boden liegend aller Angriffe erwehrte, war die nächste Überrasche von RASTAs Farmteam perfekt. 

Hendrik Gruhn (Head Coach Vechta): „Erst einmal vielen Dank an unsere Fans, die aus Vechta mit nach Wolmirstedt gekommen sind. Das wissen wir sehr zu schätzen. Es war hier wieder eine schöne Stimmung. In dieser Atmosphäre zu spielen, macht einfach viel Spaß. Über den Sieg bin ich sehr froh. Zumal es lange Zeit nicht danach ausgesehen hat, weil Wolmirstedt im 3. Viertel die Kontrolle bekommen hatte. Wie schon beim letzten Spiel hier haben wir Martin Bogdanov und Bill Borekambi mit ihrer individuellen Klasse in einer ganz wichtigen Phase nicht stoppen können. Im 4. Viertel sind wir dann aber zurückgekommen und Kevin hat uns einmal mehr den Allerwertesten gerettet. Besonders war heute, dass wir wieder mit fünf NBBL-Talenten spielen konnte. Johann Grünloh hat mit seinen 17 Jahren fast 32 Minuten auf dem Parkett gestanden. Um genau solche Entwicklungen geht es für uns im Farmteam. Das hier auf so einer Bühne im ProB-Halbfinale zu sehen, macht mich stolz. Und jetzt freue ich mich auf Mittwoch.“

14.05.2023 17:00 Uhr EPG Baskets Koblenz vs. BSW Sixers 95:85

Auch nach dem Umzug vom Oberwerth auf die Karthause haben die EPG Baskets Koblenz ihren Heimvorteil genutzt. Lautstark unterstützt von 1000 Zuschauern siegten die Koblenzer im ersten Halbfinalduell der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB gegen die BSW Sixers Sandersdorf mit 95:86 (41:48). Am kommenden Freitag geht die Serie nach Sandersdorf. Setzen sich die Baskets auch dort durch, dann ist der Aufstieg in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA sicher. Unterliegt die Mannschaft von Trainer Pat Elzie in Sachsen-Anhalt, gibt es nächsten Sonntag, erneut auf der Karthause, ein entscheidendes drittes Spiel.

Vor dem Spiel erreichte die Baskets eine Hiobsbotschaft. Kapitän Marvin Heckel hatte sich über Nacht eine Lebensmittelvergiftung eingefangen und konnte nicht auflaufen. Das Fehlen des Spielgestalters sollte sich vor allem im ersten Durchgang bemerkbar machen, die Baskets machten dies aber in der zweiten Halbzeit mit großem Kampfgeist wett.

Der Reihe nach: Die Gäste starteten, angeführt von ihrem überragenden Aufbauspieler Aleksa Kovacevic, mit einem 7:2-Lauf und bauten die Führung bis zum 17:8 aus, ehe die Baskets besser ins Spiel fanden. Vor allem dank starker Distanzwürfe, denn die körperlichen Vorteile unter dem Korb kamen noch nicht wie erhofft zum Tragen. Kristian Kilps kam im ersten Viertel zu elf Punkten (drei Dreier) für die Gäste, bei den Hausherren traf Alani Moore in der Schlussphase zwei Mal aus der Distanz. Mit dem letzten Angriff im ersten Viertel brachte Niclas Sperber den Baskets die erste Führung der Partie – 25:24.

Im zweiten Spielabschnitt wog die Partie zunächst hin und her bis zum 41:41. Die Gäste beendeten das Viertel mit einem 7:0-Lauf und nutzten in den letzten zwei Minuten einige Konfusion in der Defensive der Baskets. „Ich bin in der Halbzeit etwas lauter geworden. Wir mussten vor allem in der Defensive die Intensität erhöhen“, mahnte Elzie an.

Das dritte Viertel begann allerdings gar nicht nach Wunsch. Brian Butler kassierte schnell sein viertes Foul und musste wieder auf der Bank Platz nehmen, um in der Schlussphase noch eingreifen zu können. Die Baskets und die Zuschauer haderten nach einem Dreier von Marco Rahn zur 55:46-Gästeführung, binnen 63 Sekunden aber wendete sich das Blatt danach entscheidend. Leon Friederici traf in dieser Zeit drei Distanzwürfe, beantwortet von einer Auszeit der Sixers. In der Folge entwickelte sich ein furioser Schlagabtausch bis zum 69:69 nach einem weiteren Dreier von Kilps. Moritz Hübner besorgte zum Abschluss des dritten Viertels per Korbleger und anschließendem Freiwurf die 72:69-Führung.

Auch im Schlussabschnitt blieb es zunächst spannend. Während Kovacevic aufseiten der Gäste kurzzeitig am Knie behandelt wurde, bauten die Baskets die knappe Führung auf sechs Zähler aus. Zurück im Spiel legte der 21-jährige Sixers-Akteur sieben Zähler nach Gang auf und beim 80:79 fünfeinhalb Minuten vor Spielende war alles offen. „Am Ende haben uns die Zuschauer noch einmal einen Push gegeben. Die Mannschaft hat diese Unterstützung wirklich gespürt und gebraucht“, sagte Elzie.

Es folgte ein entscheidender 10:2-Lauf, bei dem Friederici und Moore wieder aus der Distanz trafen und den Butler mit einem Dunk vollendete. Auf den Sitzen hielt es nun schon niemanden mehr, und die Baskets brachten den Vorsprung in den letzten zwei Minuten sicher über die Zeit. „Sicherlich war das Publikum auch ein Faktor“, meinte Gästetrainer Christian Schreiber anschließend. „Offensiv haben wir mit 86 Punkten sicherlich ein gutes Spiel gemacht, aber der Schlüssel lag in der Defensive. Man darf gegen Koblenz keine 95 Punkte zulassen und ihnen so viele zweite Wurfchancen ermöglichen“, so Schreiber weiter.

Am Ende kamen die Koblenzer zu 22 Punkten aus zweiten Wurfversuchen, die Sixers zu lediglich fünf. „Man muss den Gästen ein Kompliment machen. Gerade die erste Halbzeit war sehr kraftvoll und dynamisch. Wie wir dann zurückgekommen sind, angeführt von Alani, der durch den Ausfall von Marvin viel kompensieren musste, war aber auch imposant. Ein tolles Spiel zweier richtig starker Teams“, befand Baskets-Sportvorstand Thomas Klein. Moore, mit 17 Punkten und starken zwölf Assists Spieler des Spiels, meinte: „Die Atmosphäre war wieder absolut großartig. Der Sieg war ein Mannschaftserfolg, weil wir immer zum Ende hin noch etwas zulegen konnten und diesen unbedingten Willen haben, die Meisterschaft nach Koblenz zu holen.“

Vorberichte ProB Playoffs Halbfinale

Foto: Stativ & Linse Fotoagentur

Halbfinale: 13.05.2023 18:00 Uhr SBB Baskets Wolmirstedt vs. RASTA Vechta II

Zehn Jahre nachdem die „1. Herren“ RASTA Vechtas sensationell den Durchmarsch von der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord bis in die easyCredit Basketball Bundesliga geschafft hat, schicken sich deren junge Erben an, es ihnen in etwa gleich zu tun. RASTA Vechtas Farmteam nämlich stieg im letzten Frühjahr aus der 1. Regionalliga Nord in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord auf und ist nun nur noch zwei Siege vom Aufstieg in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA entfernt.

Ob die Mannschaft von Head Coach Hendrik Gruhn dies schafft, wird sich nun im Playoff-Halbfinale gegen die SBB Baskets Wolmirstedt zeigen. Spiel 1 steigt am Samstag in der Halle der Freundschaft in Wolmirstedt, Spiel 2 am Mittwoch im RASTA Dome in Vechta. Am Abend vor Himmelfahrt hofft Hendrik Gruhn auf ganz viel Unterstützung von den Tribünen: „Die Fans geben unserem Team einen wahnsinnigen Schub. Bei den letzten Heimspielen gegen Coburg und Bernau war die Stimmung schon sensationell. Jetzt, angesichts der Bedeutung der Partie und dem folgenden Feiertag, ist ja vielleicht sogar noch eine weitere Steigerung möglich.“

RASTA II hatte sich im Verlauf der Saison und in den Playoffs noch einmal gesteigert, im Achtelfinale den BBC Coburg und im Viertelfinale den Titelmitfavoriten LOK BERNAU jeweils in zwei Spielen geschlagen. „Die Euphorie nach der Bernau-Serie war riesig. Die Jungs haben wirklich Bock, das absolut bestmögliche aus dieser Saison herauszuholen. In dieser Woche haben wir wieder intensiv trainiert. Von Nervosität spüre ich bei ihnen nichts – das freut mich. Die Leichtigkeit, die wir uns in den letzten Monaten erarbeitet und erspielt haben, ist immer noch da. Wir haben keinen Druck, sollten wir nicht ins Finale kommen, reißt uns niemand den Kopf ab“, so Gruhn.

In der Hauptrunde hatte RASTA II am 2. Spieltag mit 93:87 gegen Wolmirstedt gewonnen. Am 8. April gab’s das zweite Aufeinandertreffen, die Vechtaer verloren im Norden Magedburgs mit 73:81 und verpassten somit am letzten Spieltag den Sprung auf Platz 3 der Nordstaffel. Die Niedersachsen verspielten in der Halle der Freundschaft einen 19-Punkte-Vorsprung (51:32, 23. Minute), führte 3:11 Minuten vor dem Ende noch mit 73:69. Dann aber drehten Bill Borekambi und Martin Bogdanov auf, sie führten die Sachsen-Anhaltiner zum Comeback-Sieg.

Mit 14.9 Punkten und 6.2 Rebounds ist Borekambi (30) Wolmirstedts effektivster Spieler. Zweistellig punkten auch der gleichaltrige Martin Bogdanov (15.1), der 32-jährige Jordan Talbert 12.1, Maximilian Begue (11.7) und Lennard Winter (10.4). „Wir brauchen definitiv einen guten Matchplan gegen Borekambi und Bogdanov. Sie haben uns vor ein paar Wochen mit ihrer individuellen Klasse wirklich wehgetan. Aber auch wenn wir sie einschränken wollen, werden wir dafür nicht unsere Identität aufgeben“, stelle Hendrik Gruhn klar.

Dem Head Coach und seinem Co-Trainer Harm-Ubbo Horst war der Coup gegen LOK BERNAU unter anderem deshalb gelungen, weil man im Gegensatz zur Hauptrunde und dem Achtelfinale eine neue Defense, eine 2-3-Zone, gespielt hatte. „So passiv in der Verteidigung wie gegen Bernau werden wir es jetzt aber wohl nicht angehen. Dafür treffen die Wolmirstedter zu gut von außen“, warnt Hendrik Gruhn. Vechtas Head Coach hat derweil wieder eine Option mehr im Kader zur Verfügung. Sydnee Bijlsma hat seine Sprunggelenksverletzung auskuriert und ist wieder voll im Teamtraining.

14.05.2023 17:00 Uhr EPG Baskets Koblenz vs. BSW Sixers

Im Playoff- Halbfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB treffen die EPG Baskets Koblenz am Sonntag in der Sporthalle des Schulzentrums auf der Karthause auf die BSW Sixers.

Die Gäste aus Sachsen-Anhalt, die seit 2018 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB spielen, beendeten die Hauptrunde als Zweiter der starken Nordstaffel und blieben in den ersten beiden Playoff-Runden gegen Oberhaching und Frankfurt ohne Niederlage.

Kopf des Teams ist der 37- jährige Amerikaner Donte Nicholas, der in Deutschland schon für Iserlohn, Rostock und Gießen auflief und mit 17 Punkten, 9 Rebounds, 5 Assists und 3 Steals der Inbegriff eines Allrounders ist. Nicholas ist der effektivste Spieler und konnte in der laufenden Saison nicht nur 10 Double-Doubles feiern, sondern auch zwei Triple-Doubles auflegen. Mit den Doppellizenzspielern Aleksa Kovacevic, Ralph Hounnou und Evans Rapieque ist das Farmteam des MBC im Backcourt mit drei jungen, extrem talentierten Spielern aufgestellt, die zusammen 35 Punkte pro Spiel erzielen und dabei 35 % ihrer Dreipunkte-Würfe verwandeln. Vor allem Kovacevic, der pro Spiel über 30 Minuten auf dem Feld steht, ist mit seinen 6 Assists pro Spiel auch ein hervorragender Passgeber und einer der besten Guards der Liga.

Auch auf den Flügelpositionen und unter dem Korb sind die Sixers sehr gut aufgestellt. Der Lette Kilps, Marco Rahn und Centerspieler Warner steuern pro Spiel 36 Punkte bei und angeln sich jeweils mehr als vier Rebounds pro Partie. Neben guten Wurfquoten wissen die Sixers auch in der Verteidigung zu überzeugen. Sie begehen weniger Fouls als ihre Gegner und verzeichnen doppelt so viele Steals wie die gegnerischen Teams.

Auf die Baskets wartet nach zwei intensiven Serien gegen Schwelm und Erfurt mit den BSW Sixers der wahrscheinlich formstärkste Gegner-die letzte Niederlage der Sixers ist fast drei Monate her und seitdem blieb das Team von Headcoach Christopher Schreiber in zehn Spielen in Folge siegreich.

Baskets Headcoach Pat Elzie: „Die BSW Sixers haben eine überraschend gute Saison gespielt und ich bin mir nicht sicher, ob sie vor der Saison mit dem 2. Platz in der Nordstaffel gerechnet haben. Sie haben bislang lediglich vier Spiele verloren und in der Hauptrunde den Nordmeister Bernau zweimal besiegen können. Mit Donte Nicholas haben sie einen MVP-Kandidat im Team, den man von seiner Variabilität mit einem Schweizer Taschenmesser vergleichen kann. Ich kenne ihn noch von früher, als er als Guard agierte, der aber jetzt seine Rolle als Forward bei den Sixers herausragend ausfüllt und beachtliche Statistiken aufweisen kann. Mit Marco Rahn, der auf der großen Position die beste Saison seiner Karriere spielt, dem lettischen Dreierspezialisten Kilps, sowie den Doppellizenzspielern Kovacevic, Rapieque, Hounnou und Warner, die regelmäßig mit dem Bundesligateam trainieren und dort in dieser Saison zu einigen Einsätzen gekommen sind, haben die Sixers viele weitere starke Spieler in ihren Reihen. Sie spielen eine der besten Verteidigungen der Liga, die es zu knacken gilt, wenn wir ins Finale einziehen wollen. Dies wird eine schwierige, aber nicht unlösbare Aufgabe. Wir sind so nah an unserem Ziel und ich erwarte von meinem Team ein fokussiertes Auftreten in den Duellen um den Einzug ins Finale.“