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Doppelte Vertragsverlängerung: Marcell Pongo und Björn Rohwer setzen ihre Ausbildung als Doppellizenzspieler in der easyCredit BBL und der ProA fort

Nach jeweils zwei Jahren bei ratiopharm ulm und den Weißenhorn Youngstars gehen Marcell Pongo (20) und Björn Rohwer (21) in ihre dritte Spielzeit an der Donau. Als Doppellizenzspieler werden Pongo und Rohwer zukünftig sowohl in der höchsten (BBL) als auch in der zweithöchsten deutschen Spielklasse (ProA) zum Einsatz kommen. Sowohl der 1,93 Meter große Aufbauspieler Marcell Pongo als auch der 20 Zentimeter größere Center Björn Rohwer kamen in der aktuellen Spielzeit auch auf ihre ersten Eurocup-Minuten. So stand Rohwer in drei Eurocup-Partien auf dem Parkett, Pongo gar bei fünf Begegnungen.

„Sowohl Marcell als auch Björn haben sich in diesem Jahr gut entwickelt“, so Head Coach Thorsten Leibenath. „Ich freue mich für die beiden, dass sie ihre nächsten Karriereschritte weiter in Ulm machen können und bin mir sicher, dass sie sowohl bei mir, als auch bei Danny Jansson in der ProA nächstes Jahr ihre positive Entwicklung fortsetzen können“, blickt der Head Coach von ratiopharm ulm über die aktuelle Saison hinaus.

„Die beiden Jungs haben sich bisher nicht nur ihrer eigenen Entwicklung als Basketballer verschrieben, sondern auch unserem Club mit ihren Persönlichkeiten sehr geholfen“, sagt Danny Jansson. „Teil ihrer Entwicklungsgeschichte gewesen zu sein, hat mir großen Spaß gemacht und ich bin froh, dass diese Geschichte hier in Ulm fortgeschrieben wird“, freut sich der finnische Youngstars Trainer.

„Das Zusammenspiel zwischen Profi- und Nachwuchsbereich klappt perfekt in Ulm. Mit dem Aufstieg in die ProA wird das Ganze noch interessanter. Ich wüsste nicht, wo ich mich in Deutschland als junger Spieler derzeit besser aufgehoben fühlen sollte“, erklärt Björn Rohwer.

Und auch Marcell Pongo, der in der ProB zum „Most Improved Player“ ausgezeichnet wurde, sagt: „In Ulm habe ich meine ersten Schritte als Jungprofi gemacht. Es gibt keinen Grund, warum ich diesen Weg nicht hier fortsetzen sollte.“


Marcell Pongo

Alter: 20 | Größe: 1,93m | Bestleistung ProB: 25 Pkt (ø 11,6) | Bestleistung BBL 3 Pkt (ø 1) | Bestleistung Eurocup: 6 Pkt (ø 3,2).
Björn Rohwer   
Alter: 21 | Größe: 2,13m | Bestleistung ProB: 22 Pkt (ø 9,8)| Bestleistung BBL: 7 Pkt (ø 2,4)| Bestleistung Eurocup: 5 Pkt (ø 2,7).

 

(Weissenhorn Youngstars)

ProB Meister: Weissenhorn Youngstars

Knapp, knapper, ProB-Finale! Weissenhorn wird ProB Meister und schlägt das Team gegen welches sie in der laufenden Saison bisher noch nicht gewonnen hatten. 

Sportlich für die ProA qualifiziert hatten sich die PS Karlsruhe LIONS und die Weißenhorn Youngstars bereits durch ihre Siege im Halbfinale. Nun ging es um die Veredlung des Erreichten. Die Ausgangslage im Karlsruher Löwenkäfig war klar. Bei einer Niederlage mit weniger als vier Punkten Differenz würden die LIONS dank des 71:67-Hinspielsiegs in Weißenhorn die Meisterschaft gewinnen.

Karlsruhe startete allerdings nicht gut in die Partie und lag schnell mit neun Punkten zurück. Vor allem Würfe aus der Distanz fanden so gut wie nie ihr Ziel. Dennoch kämpften sich die LIONS nach einigen Minuten heran. Bei konzentrierterem Spiel wäre sogar mehr als der 13:16-Stand nach dem ersten Viertel möglich gewesen. Leider leistete sich das Team weiterhin viele individuelle Fehler und ermöglichte den Gästen einen 8:0-Run. Auch eine Auszeit brachte vorerst keine Besserung und es dauerte über drei Minuten, bis die Hausherren im zweiten Viertel erstmals punkteten. Dabei konnten sie sich bei ihren Gegnern bedanken, dass der 25:33-Rückstand zur Halbzeit nicht noch deutlicher ausfiel. Denn auch die Youngstars hatten Probleme mit der Trefferquote, agierten insgesamt aber konzentrierter und verteidigten aggressiv.

Mit Beginn der zweiten Spielhälfte schienen sich die LIONS zu stabilisieren, doch zur Mitte des dritten Viertels zeigten sich erneut Schwachstellen im Karlsruher Spiel, die von den Gästen nun konsequenter ausgenutzt wurden. Beim Stand von 38:56 ging es in die letzten zehn Minuten der Spielzeit 2016/2017. Zwei verwandelte Dreier zu Beginn des Schlussabschnitts ließen die LIONS und ihre Fans wieder Hoffnung schöpfen. Und tatsächlich: die Mannschaft kämpfte sich zurück in die Partie und war knapp drei Minuten vor Ende nach Addition beider Spiele bis auf zwei Punkte herangerückt. Der Spannungsbogen hielt bis zur Schlusssirene, doch trotz großen Einsatzes musste sich das Überraschungsteam der Saison mit 71:77 geschlagen geben und Weißenhorn feierte angesichts des Zweipunkte-Vorsprungs die Meisterschaft.

Nach kurzer Niedergeschlagenheit konnten die Schützlinge von Headcoach Aleksandar Scepanovic trotzdem jubeln, denn in der kommenden Saison gibt es ein Wiedersehen mit den Youngstars – aber dann in der ProA.

Stats

Die 2. Basketball-Bundesliga gratuliert herzlich zum Titel und wünscht viel Erfolg in der zweithöchsten Spielklasse.

Finale ProB: Hinspiel –> Rückspiel

Es bleibt spannend im ProB Finale. Mit nur 4 Punkten erzielten die Karlsruher einen wichtigen Auswärtssieg. Der Vorsprung ist nicht zu hoch, dass die Weissenhorner nicht noch einmal angreifen könnten. Das Rückspiel folgt am 06.05.17 in Karlsruhe, wo die 2. Basketball-Bundesliga dann den ProB Meister küren wird.

Hinspiel

30.04.2017 17:00 Uhr Weißenhorn Youngstars – PS Karlsruhe LIONS 67:71

Ohne Wurfglück von außen (1/25) unterliegen die Weißenhorn Youngstars der PS Karlsruhe im Final-Hinspiel mit 67:71 (33:38) und sind im Rückspiel zum Siegen verdammt. Die Weißenhorn Youngstars müssen weiterhin auf ihren ersten Erfolg gegen die PS Karlsruhe Lions warten: Das erste Finale um die ProB-Meisterschaft verlor die Mannschaft von Head Coach Danny Jansson mit 67:71. Damit endet auch die Weißenhorner Heimserie, die den Gastgebern zuvor in fünf PlayOff Heimspielen in der Dreifachturnhalle fünf Siege beschert hatte.

Rückspiel

06.05.2017 19:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS – Weißenhorn Youngstars

 

 

Finale ProB – Hinspiel – Vorschau

Im Finale um die ProB Meisterschaft treffen in einem Hin-und Rückspiel der zweite gegen den ersten aus dem Süden aufeinander. In der laufenden Saison konnten die Lions die Youngstars zwei mal schlagen. Um so größeren Ansporn hat Weissenhorn dies zu ändern.

30.04.2017 17:00 Uhr Weißenhorn Youngstars – PS Karlsruhe LIONS

Es ist angerichtet: Im Finale der ProB treffen die Youngstars auf PS Karlsruhe. Das Duell zwischen dem Zweiten und dem Erstplatzierten der Süd-Hauptrunde verspricht ein heißer Kampf zu werden. Hinspiel am Sonntag um 17 Uhr in Weißenhorn.

Im Finale der ProB Playoffs ändert sich der Modus. Die Youngstars kämpfen gegen PS Karlsruhe nicht mehr in einer best-of-three-Serie, sondern nur in Hin- und Rückspiel um den Titel. Entscheidend ist die Punktedifferenz aus beiden Spielen.

 

 

Raus aus dem Schatten – Till Pape

Nach einer bemerkenswerten Saison 2014/2015 und einem genauso bemerkenswerten Abitur wechselte Till Pape im Sommer nach Ulm, um im NBBL-, Regionalliga- und ProB-Team die nächsten Schritt zu gehen. Die Geschichte eines Nachwuchs-Big Mans, der auf und abseits des Parketts Köpfchen beweist und dem in Ulm ein besonderer Ruf vorauseilt.

Wenn der Sportliche Leiter der Ulmer Nachwuchsabteilung einen Vergleich zu John Bryant anstellt, dann horcht man in Ulm schon mal auf. „Er ist so etwas wie der John Bryant der NBBL“, hatte Artur Kolodziejski seinen Neuzugang Till Pape im Sommer umschrieben. Und tatsächlich sind es ähnliche Stärken wie beim ehemaligen Ulmer Center, die Pape in der letzten Saison zum effizientesten Spieler der Nachwuchs Basketball Bundesliga machen: Eine starke Präsenz unter dem Korb kombiniert mit einem weichen Händchen von außen – das kennt man doch in Ulm irgendwo her. Der 18-Jährige kann darüber nur schmunzeln: „Mit dem doppelten BBL-MVP verglichen zu werden, ist mir natürlich eine Ehre. Ich hoffe, Ulm wird für mich eine tolle Entwicklungsplattform – wie sie es auch für John Bryant war.“

Der John Bryant der NBBL

Die Grundlage seiner basketballerischen Entwicklung legt Till Pape vor gut 13 Jahren. Schon bevor er seinen fünften Geburtstag feiert, schnürt sich der Sohn zweier langjähriger Fans der Paderborner Basketballer zum ersten Mal die Sneaker – und hört nicht mehr damit auf: Von der U6 bis zur ProA durchläuft der gebürtige Paderborner in seiner Heimatstadt jegliche Altersklasse. Während die Schule immer mehr zum Selbstläufer wird – die siebte Klasse überspringt Till Pape –, geht es im Basketball steil bergauf. Der Nachwuchs-Big Man wird zweimal in Folge Deutscher Meister: 2011 mit der Paderborner U14, im Jahr darauf mit dem JBBL-Team der finke baskets. Doch noch steht er im großen Schatten eines prominenten Positionskollegens. Niklas Kiel bekleidet nicht nur vor Pape den Spot des Power Forwards, Kiel ist es auch, dem die Coaches in allen wichtigen Situationen das Vertrauen schenken. Till Pape sieht in der Crunch Time meist von der Bank zu. „Ich spielte über lange Zeit nur die zweite Geige“, beschreibt Till Pape die Situation, die sich erst im Sommer 2014 ändert.

Till Pape Fotos: Tobias Egle, Alexander Fischer

Till Pape Fotos: Tobias Egle, Alexander Fischer

„Ich spielte immer nur die zweite Geige“

Kiel gilt mittlerweile als ein Talent mit Aussichten auf die NBA, nationale und internationale Topclubs stehen Schlange. Das Frankfurter Nachwuchsprogramm angelt sich schließlich die Dienste des Prospects. Erstmals seit der U14, als Kiel nach Paderborn wechselte, ist da keiner mehr, der Till Pape in den Schatten stellt. „Niklas‘ Weggang hat mir ganz neue Möglichkeiten eröffnet“, sagt er rückblickend auf die Saison 2014/2015, die Till Pape zu seinem großen Durchbruch verhilft. Im Paderborner NBBL-Team avanciert er zum Go-to-Guy, steht rund 35 Minuten auf dem Court, führt seine Mannschaft in Punkten (21,8) sowie Rebounds (11,2) an und glänzt mit einer Feldwurfquote von 57,5 Prozent. Der Paderborner Leader, der parallel als Leistungsträger der Regionalliga agiert und erste Einsätze im Paderborner ProA-Team feiert, wird mit der Nominierung zum NBBL-Allstar belohnt – und kurz darauf als effizientester Spieler (26,0) der gesamten Nachwuchs Basketball Bundesliga ausgezeichnet. „Till verfügt über ein sehr gutes Entscheidungsverhalten und unglaublich viel Spielintelligenz“, hat Artur Kolodziejski beobachtet. Doch nicht nur auf dem Court agiert Till Pape mit Köpfchen: Nebenher meistert der Nachwuchs-Leistungssportler das Abitur mit Bravour und beendet seine Schullaufbahn ganz nebenbei mit einem Notenschnitt von 1,6: „Die Schule fiel mir sehr leicht. Wenn Klausuren anstanden, habe ich mir den Stoff nach dem Training im Bett einmal durchgelesen.“ Kaum verwunderlich, dass Till Pape ein gutes halbes Jahr später das Gefühl hat: Es fehlt etwas für den Kopf.

Raus aus dem Schatten, rein ins Rampenlicht

Till Papes Fabeljahr bleibt nicht unbeachtet. Die Talentschmieden der Nation klopfen bei ihm an. Erst dann kommt Till Pape ins Grübeln. „Ich überlegte, ob es nicht Sinn machen würde, jetzt – direkt nach dem Abi -, meinem Traum nachzugehen“, so Pape, der erst nach den ersten Anfragen über eine mögliche Zukunft als Basketball-Profi nachdenkt. Er besucht Probetrainings in Frankfurt und in Ulm und entscheidet sich schließlich für die ratiopharm akademie als nächste Entwicklungsstation. Erstmals lässt der Abiturient im Sommer 2015 seine Heimatstadt hinter sich; erstmals hunderte Kilometer entfernt von der Familie; erstmals 100 Prozent Fokus auf den Basketball. Zum Start ins Profileben kommt der Grüne Winkel gerade recht. Im Nachwuchs-Haus der ratiopharm akademie lebt er gemeinsam mit fünf Jungs, die sich ebenso früh ihrer Liebe zum orangen Leder verschrieben haben. „Der Grüne Winkel ist eine tolle Alternative zur eigenen Wohnung. Hier hast du immer jemanden um dich rum“, schätzt Pape das Zusammenleben. Der einzige Unterschied zu den anderen Jungs: Die meisten besuchen noch die Schule. So übernimmt Till mit seinen 18 Jahren im Haus häufig die Rolle des Nachhilfelehrers. „Till ist ein sehr vorbildlicher junger Erwachsener und für sein Alter schon sehr weit“, hat Stefan Arnold, pädagogischer Leiter des Grünen Winkels bemerkt. Dabei liegen Mathe und Physik dem 2,04 Meter großen Youngster besonders gut. Nach den ersten Monaten als Vollzeit-Basketballer bemerkt Till Pape: Fünf bis sechs Basketball-Stunden, die paar Nachhilfe-Einheiten und sein Engagement für den Club in Schul-AGs und Camps reichen ihm nicht. „Nur Basketball war in den ersten Monaten ganz schön, aber ich merke immer mehr, dass ich zum Ausgleich etwas für meinen Kopf tun muss.“

Nachhilfe-Job im Grünen Winkel

Ein Mathe-Studium an einer Fernuni soll Abhilfe schaffen. Denn mit der Verwirklichung seines Basketball-Traumes hat Till Pape in der Donaustadt ja gerade erst begonnen: In seinem letzten NBBL-Jahr gehört er mit 20,8 durchschnittlichen Punkten wieder zu den Leistungsträgern der Mannschaft.  9 Rebounds pro Spiel und 40 Prozent Dreierquote unterstreichen seine Flexibilität à la John Bryant. Auch das Regionalliga-Team kann sich auf Pape als besten Werfer (16,6 Punkte pro Spiel) verlassen, für die Weißenhorn Youngstars sammelt er in bereits über 16 Minuten kräftig Spielpraxis in der Zweiten Basketball Bundesliga ProB.* „Till zeichnet sich durch sein großes Spielverständnis aus, was ihn zu einem unserer konstantesten und verlässlichsten Spieler macht“, zeigt sich sein Head Coach Danny Jansson begeistert. Und in dieser Saison hat der gebürtige Paderborner noch so einiges vor. In der Nachwuchs Basketball Bundesliga will er mit Ulm weit kommen. „Die Chance auf das Top Four ist auf jeden Fall da“, blickt der 18-Jährige optimistisch in die nahe Zukunft, in der er sich auch im Herrenbereich (ProB) etablieren möchte.

(Fotos: Tobias Egle, Alexander Fischer)

(Fotos: Tobias Egle, Alexander Fischer)

 

BBL? Nochmal ‘ne ganz andere Nummer

Apropos Herren: Jeden Donnerstag darf Till Pape bereits in John Dieckelmans Individualtraining mit den Bundesliga-Big Men hineinschnuppern. „Das ist noch einmal eine ganz andere Nummer“, zeigt sich der Youngster schwer beeindruckt von Rubit, Morgan und Co. – und setzt sich gleichzeitig doch ein ehrgeiziges Ziel: „Regelmäßig mit der BBL-Mannschaft zu trainieren – das ist etwas, was ich in meinen mindestens zwei Jahren in Ulm erreichen will.“ In seinem zweiten Jahr in Ulm ist „Big“ John Bryant bekanntlich als wertvollster Spieler der Liga ausgezeichnet worden.

 

*Statistiken bis zum 10.12.2015

 

(Weissenhorn Youngstars)

„Die Aufregung schwingt noch mit“ – Joschka Ferner im Interview

Joschka Ferner über seine ersten Erfahrungen in der Beko BBL, tägliches Einzeltraining und trainingsfreie Tage, die beim Youngster eine Ausnahme sind.

Joschka, Du hast die ersten zehn Spiele als fester Bestandteil des BBL-Teams hinter Dir. Wie fällt dein Fazit aus?

Joschka Ferner: Natürlich hätten wir rückblickend einige Spiele mehr gewinnen können, wenn nicht müssen. Unser Ziel muss es daher sein, konstanter zu werden, weil wir immer sehr gut und hart trainieren, es aber noch nicht schaffen, das regelmäßig in unsere Spiele zu übertragen. Es geht darum, noch bessere Entscheidungen zu treffen und besser zu verteidigen.

Coach Thorsten Leibenath hat dich in der Preseason sehr viel probieren lassen und du hast es ihm mit starken Quoten gedankt. Ist ein Bundesliga-Spiel mental gesehen nochmal ganz anders?

Ferner: Der Druck ist deutlich höher. Und bei mir schwingt auch noch die Aufregung mit. Ich muss noch lockerer und befreiter werden – im Training klappt das schon super, im Spiel bin ich mir sicher, dass es mehr und mehr kommen wird. Mein Ziel ist es jedenfalls, immer Vollgas zu geben, wenn ich auf dem Platz stehe – immer bereit zu sein, sobald mich der Coach ruft.

Du hast dein Trainingspensum über den Sommer enorm gesteigert – um konkret an deinen Schwächen zu arbeiten?

Ferner: In der BBL geht es noch mehr um Athletik und Schnelligkeit. Individuell bin ich ja ganz okay – ich kann passabel werfen und dribbeln –, aber das findet jetzt alles auf einem noch höheren Niveau statt. Daran versuche ich  mich durch tägliches Einzeltraining mit unserem Athletiktrainer mehr und mehr anzugleichen.

In der BBL bist du Rollenspieler, in der ProB bei den Youngstars absoluter Leistungsträger: Geben dir die verschiedenen Aufgaben eine gute Balance?

Ferner: Ich schaffe es ganz gut, umzuschalten und in der ProB in die Führungsrolle zu schlüpfen, mehr Würfe zu nehmen, lauter zu sein. Das hilft mir in meiner Entwicklung ungemein weiter, um diese Eigenschaften auch mehr und mehr in die Bundesliga mitzunehmen.

Wie meisterst du den Spagat zwischen englischen Wochen und ProB-Alltag?

Ferner: Die Belastung ist mittlerweile schon relativ hoch. Bei drei Spielen die Woche fällt es schwer, bei allen zu 100 Prozent fit zu sein. Deswegen schaue ich gemeinsam mit den Coaches von Woche zu Woche, um meinem Körper zwischendrin auch mal einen Tag zur Regeneration gönnen zu können.

Gutes Stichwort: Die meisten deiner BBL-Kollegen erleben an diesem Wochenende die ersten beiden trainingsfreien Tage seit langem – Du dagegen hast das nächste Spiel mit den Youngstars vor Dir.

Ferner: Bei den Heimspielen der Youngstars ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, dass ich spiele. Ist ja auch eine wichtige Partie, bei dem ich mein Team unbedingt unterstützen möchte. Wir werden Samstag nur leicht trainieren, sodass die Zeit zwischendrin genügt, um mich zu regenerieren.

 

(Weißenhorn Youngstars)

Weißenhorn Youngstars verpflichten Point Guard Chris Anderson

Nach dem Ausfall von Will Barnes (Knie-OP) haben die Youngstars in Chris Anderson einen Ersatz für die Point Guard-Position gefunden. Der 22-Jährige kommt von der University of San Diego und erhält einen Ein-Jahres-Vertrag. „Chris beschleunigt das Spiel und schafft so Raum für seine Mitspieler“, beschreibt Head Coach Danny Jansson seinen quirligen neuen Spielmacher.

Weißenhorn ist Andersons erste Station als Profi. Im Sommer hat der Kalifornier seine College-Karriere an der San Diego University abgeschlossen. Seinen Assist-Wert konnte der 1,70 Meter große Point Guard während seiner vier College-Jahre kontinuierlich steigern: Von 5,0 Assists in der Saison 2011/2012 auf 6,6 Vorlagen in der vergangenen Spielzeit. Dazu sprechen 2,0 Steals pro Spiel für die schnellen Hände Andersons. „Er hat in der Defense ein exzellentes Auge für den Ball. Und im Angriff wird er uns mit seiner Schnelligkeit und seiner Übersicht helfen, unsere jungen Spieler in Szene zu setzen“, prognostiziert Jansson.

Bereits am Wochenende war Chris Anderson zum ersten Mal im Youngstars-Jersey im Einsatz. Im Testspiel bei den Kirchheim Knights zeigte der Spielmacher bereits gute Ansätze, wenngleich man ihm seine Spielpause von fast einem halben Jahr anmerkte. „So viel Speed wie mit Chris hatten wir bei den Youngstars noch nicht. Es wird eine Menge Freude machen, ihm zuzuschauen“, so der Youngstars Head Coach begeistert, der allerdings eine 80:61-Niederlage seiner Youngstars gegen den ProA-Ligisten sah. Janssons Fazit: „Wir haben in jedem Preseason Game eine schwache Phase von wenigen Minuten, die aber ausreicht, um das Spiel zu verlieren. Unser Ziel muss es sein, konstanter zu werden.“

Die nächste und letzte Gelegenheit der Vorbereitung bietet sich dazu am Sonntag (17 Uhr), wenn der schweizerische Erstligist Winterthur zu Gast in Ulm (ratiopharm akademie Trainingszentrum) ist.

Youngstars müssen auf Barnes verzichten

US-Point Guard besteht den Medizincheck nicht und erhält daher keinen Vertrag bei den Weißenhorn Youngstars.

Die Fans haben Will Barnes beim Duell gegen den „großen Bruder“ ratiopharm ulm bereits in Aktion erlebt, doch es wird der einzige Auftritt des 27-jährigen US-Amerikaners im Youngstars-Trikot bleiben: Beim wenige Tage später durchgeführten Medizincheck haben die Ärzte im RKU Defizite im linken Knie festgestellt, die eine Operation unumgänglich machen. „Will hatte uns versichert, dass er seine Knieverletzung im Sommer auskuriert hat. Überraschend – für ihn und für uns – hat sich bei den obligatorischen Checks das Gegenteil herausgestellt, sodass Will für die Saison leider ausfällt“, erläutert Artur Kolodziejski.

Auch wenn Barnes somit keinen Vertrag bei den Youngstars erhält, möchten die Verantwortlichen ihm zumindest noch eine OP ermöglichen: „Will ist ein toller Kerl und wir möchten ihm helfen, schnellstmöglich einen Heilungsprozess einzuleiten. Im RKU ist er dabei in den besten Händen“, so der Sportliche Leiter der Youngstars, der sich gemeinsam mit Danny Jansson nun nach einem Ersatz auf der Point Guard-Position umsehen muss.

Sehenswertes Familienduell

Vor 800 Zuschauern besiegt ratiopharm ulm die Weißenhorn Youngstars mit 98:68 . Joschka Ferner war mit 19 Punkten Topscorer des ersten Preseason-Tests.

Das Familienduell zwischen den Weißenhorn Youngstars und ratiopharm ulm entwickelt sich zu einem festen Programmpunkt zum Start in die Vorbereitung: Zum zweiten Mal nach vergangenem Jahr luden die Youngstars ihren großen Bruder am Mittwochabend in die ausverkaufte Dreifachturnhalle, um den 800 Zuschauern ein munteres Spiel zu bieten.

Und trotz der noch frühen Phase in der Vorbereitung sorgten die beiden Teams schon für viele sehenswerte Szenen auf beiden Seiten bereit hielt. Topscorer auf Seiten der Youngstars wurde Neuzugang Till Pape (18 Punkte), während Joschka Ferner die meisten Ulmer Zähler markierte (19) und sich besonders treffsicher aus der Distanz zeigte (5/7 Dreier). „Wir haben heute zwar nicht über die gesamte Spielzeit den Basketball gezeigt, den ich mir von den Jungs wünsche. Aber ich bin trotzdem schon sehr gespannt auf die Saison mit dieser talentierten Mannschaft, die stellenweise schon gut zusammen agiert hat“, so Youngstars-Trainer Danny Jansson. Auch sein Gegenüber Thorsten Leibenath zeigte sich nur stellenweise zufrieden: „Bis auf das zweite Viertel, in dem wir sehr stark gespielt haben, fehlte uns noch etwas die Konstanz. Allerdings möchte ich dem Team ein großes Kompliment für insgesamt 26 Assists aussprechen.“

Bis auf Carlon Brown, der aber nach einer leichten Knieverletzung pausieren musste, jedoch schon am morgigen Donnerstag zurück ins Teamtraining kehrt, konnte ratiopharm ulm genauso wie die Weißenhorn Youngstars in voller Besetzung antreten. Von Beginn an entwickelte sich eine erfrischende Partie zwischen den Kooperationspartnern, die dem Publikum in der Weißenhorner Dreifachturnhalle gleich im ersten Viertel ein ihre vielseitigen Fähigkeiten präsentieren konnten. Auf Ulmer Seite konnten sich gleich im ersten Spielabschnitt acht der neun Spieler in die Scorerliste eintragen. Das Zusammenspiel funktionierte im ersten Test schon erstaunlich gut – alleine im 1. Viertel stellten Günther (5 Assists) & Co. zehn Vorlagen zu. Und auch auf Seiten der Youngstars präsentierten sich die neuen Spieler wie Till Pape, Tom Alte und US-Amerikaner Will Barnes in Spiellaune.

Mit Beginn des zweiten Spielabschnitts zogen die favorisierten Ulmer das Tempo an und markierten mit einem 3:25-Lauf die deutliche 27:56-Führung zur Halbzeit. Die deutliche Überlegenheit des Bundesligisten spiegelte sich auch im Rebounding (12:22) und ganz besonders bei den Vorlagen (3:20) wider. Doch der „kleine Bruder“ von ratiopharm ulm gab sich in der zweiten Hälfte nicht auf. Das dritte Quarter konnte die Mannschaft von Head Coach Danny Jansson mit 20:12 für sich entscheiden (47:70). Im Schlussviertel sorgten die beiden Mannschaften mit weiteren sehenswerten Aktionen für ein versöhnliches Ende des Spiels. Für die meisten Akzente der Schlussphase konnte Joschka Ferner sorgen. Der Youngster auf Ulmer Seite nutzte in den Schlussminuten drei Dreier in Folge ein und machte sich somit zum Topscorer des Familienduells.

Während ratiopharm ulm nun dem Mega Münster Event und dem Härtetest gegen den Deutschen Meister Bamberg entgegenblickt, geht es für die Youngstars am Wochenende in die nächsten Testspiele beim Turnier in Herford.

Weißenhorn Youngstars: Nils Mittmann (5 Punkte), Michael Dorsch (10), David Krämer (3), Will Barnes (5), Tom Alte (6), Marcell Pongó (10), Till Pape (18), Björn Rohwer (4), Marvin Omuvwie (4), Lukas Rosenbohm, Kai Schlüter (3).

ratiopharm ulm: Joschka Ferner (19 Punkte), Taylor Braun (14), Per Günther (4), Raymar Morgan (17), Da’Sean Butler (2), DeAndre Kane (7), Augustine Rubit (18), Philipp Neumann (7), David Brembly (11).

Will Barnes vervollständigt den Youngstars-Kader

Zwei Tage vor dem Familienduell gegen ratiopharm ulm haben die Weißenhorn Youngstars ihren Kader vervollständigt. In Will Barnes hat der ProB-Ligist einen erfahrenen US-Amerikaner für sich gewinnen können, der von Position eins aus für Stabilität im jungen Weißenhorner Kader sorgen soll. „Will soll bei uns das Tempo kontrollieren und uns da helfen, wo es die Situation erfordert“, erläutert der Sportliche Leiter Artur Kolodziejski.

Dass der 27-Jährige über genug Erfahrung verfügt, um das Youngstars-Spiel zu leiten, hat er zuletzt bei den Hamburg Towers und den Finke Baskets Paderborn in der Zweiten Basketball Bundesliga ProA unter Beweis gestellt. „Ich bin glücklich, dass wir in Will einen Guard mit viel Erfahrung gefunden haben, der dazu auch noch weiß, wie es in Deutschland funktioniert“, sagt Youngstars Head Coach Danny Jansson über seinen neuen Point Guard, der aber auch auf der Position zwei einsetzbar ist.

Nach der beendeten College-Karriere an der Lee University entwickelte sich Barnes in seiner ersten Saison (2013/14) in Deutschland bei den Finke Baskets zum drittbesten Scorer der ProA (18,8 Punkte) – in der Hansestadt wusste er vergangene Saison daran anzuknüpfen und überzeugte mit einem Allround-Programm (13,8 Punkte, 3,1 Rebounds, 2,5 Assists, 1,2 Steals). „Will hatte zwei tolle Jahre in der ProA hingelegt. In Hamburg hat er sich zuletzt in der Defensive weiterentwickelt. Überhaupt hatten die Towers nur Positives von Will zu berichten“, so Artur Kolodziejski.

Will Barnes in Zahlen & Fakten
Geburtsdatum: 02.05.1988
Nationalität: USA
Größe/Gewicht: 1,85 m / 86 kg
Position: Guard

Bisherige Stationen: Hamburg Towers (ProA, 2014-2015), Finke Baskets Paderborn (ProA, 2013-2014), Lee University (College, 2012-2013), Tennessee Tech University (NCAA, 2006-2010)

Stats 2014/15: 13,8 Punkte / 50,3 % 2er, 28,8% 3er, 77,1% FT / 3,1 Rebounds / 2,5 Assists

Kai Schlüter ist wieder zurück

Zurück an alter Wirkungsstätte: Kai Schlüter trägt ab sofort wieder das Trikot der ratiopharm akademie und der Weißenhorn Youngstars. „Es ist toll, dass wir Kai als erfahrenen und vorbildlichen Spieler überzeugen konnten, zu uns zurückzukehren. Er hat absolut das Level, in der ProB auszuhelfen und ist ein wichtiger Baustein in unserem Regionalliga-Team“, sagt Kolodziejski. Schlüter war 2012 nach vier Jahren im ratiopharm-Dress (NBBL/U18/Regionalliga) studienbedingt in den hohen Norden gewechselt und hatte parallel beim ProB-Ligisten SC Rist Wedel seine nächsten Schritte als Basketballer getan. Nun ist der mittlerweile 22-Jährige in seine alte Heimat zurück gekehrt, um an der Hochschule Ulm Energiewirtschaft zu studieren. Und, um nach einer Saison bei ProB-Aufsteiger Oberelchingen wieder beim alten Verein aktiv zu sein. „Es ist ein gutes Gefühl nach 3 Jahren hierher zurück zu kehren. Einige der Jungs kenne ich noch von früher, als ich sie selbst als Co-Trainer betreut habe“, erinnert sich Kai Schlüter zurück. Jetzt nimmt sich der Student vor, nach einem Jahr mit wenigen Spielanteilen, „wieder richtig viel zu spielen“: „Ich mag die Ulmer Struktur, die es mir ermöglicht, in der Regionalliga und in der ProB zu spielen.“

Youngstars vs. ratiopharm ulm: Am Mittwoch in der Dreifachturnhalle!

Die erste Gelegenheit, Will Barnes, Kai Schlüter und die Youngstars in Aktion zu erleben, ergibt sich am Mittwoch, wenn Weißenhorn im ersten Spiel der Preseason ratiopharm ulm in der Dreifachturnhalle empfängt. Tipoff ist um 19.30 Uhr, Tickets aller Kategorien (Courtside bis Stehplatz) gibt es noch an der Abendkasse (ab 17.30 Uhr geöffnet).