Nachberichte ProA 32. Spieltag

18.04.2026 15:30 Uhr // HAKRO Merlins Crailsheim vs. VfL SparkassenStars Bochum 90:77

Die HAKRO Merlins Crailsheim haben sich am 31. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA mit 90:77 gegen die VfL SparkassenStars Bochum durchgesetzt und sich damit den zweiten Tabellenplatz gesichert. Trotz einer zwischenzeitlich durchwachsenen Phase kontrollierten die Gastgeber die Partie über weite Strecken und brachten den Sieg am Ende souverän ins Ziel. Die Merlins starteten mit viel Energie in die Begegnung und setzten früh ein Zeichen. Bereits in der Anfangsphase erspielten sie sich einen kleinen Vorsprung, den sie bis zum Ende des ersten Viertels auf 23:14 ausbauen konnten. Auch im zweiten Abschnitt blieb Crailsheim das tonangebende Team. Vor allem defensiv präsentierten sich die Gastgeber stabil und hielten Bochum über mehrere Minuten ohne Feldkorb. Zur Halbzeit stand folgerichtig eine komfortable 43:32-Führung.

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Gäste zwar, den Rückstand zu verkürzen, doch die Merlins fanden immer wieder Antworten – insbesondere aus der Distanz. Mehrere Dreier sorgten dafür, dass der Vorsprung weiter anwuchs und Crailsheim mit einer klaren 71:54-Führung in den Schlussabschnitt ging. Im letzten Viertel kamen die Bochumer noch einmal etwas näher heran, doch ernsthaft in Gefahr geriet der Sieg der Gastgeber nicht mehr. Crailsheim behielt die Kontrolle und setzte sich letztlich verdient mit 90:77 durch. Topscorer der Partie war Anthony Madlock mit 18 Punkten. Dahinter überzeugten Vinnie Shahid (15) und Brock Gardner (13), während Antony Gaines mit 12 Punkten und 12 Rebounds ein Double-Double beisteuerte.

Headcoach David McCray sagte nach der Partie: „Das war nicht unsere beste Performance heute. Ich glaube wir hatten 21 Turnover, waren unkonzentriert. Wir hatten im ersten Viertel zehn Turnover, haben dann aber einen besseren Job gemacht und im Laufe des Spiels unseren Rhythmus gefunden. Wir hatten gute Akzente, haben aber trotzdem nicht geglänzt. Trotzdem haben wir einen guten Job gegen eine gute Mannschaft gemacht.“

 

18.04.2026 18:30 Uhr // Nürnberg Falcons BC vs. BG Göttingen 70:69

Die BG Göttingen hat im Kampf um das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA einen Rückschlag hinnehmen müssen. Bei den Nürnberg Falcons unterlagen die Veilchen denkbar knapp mit 69:70 und vertagten damit die Entscheidung auf die kommenden Spieltage. In einer ausgeglichenen Partie mit insgesamt 19 Führungswechseln begegneten sich beide Teams über die gesamte Spielzeit auf Augenhöhe. Göttingen erwischte zunächst den schlechteren Start und lag früh mit 2:10 zurück, kämpfte sich jedoch schnell zurück ins Spiel. Bereits im ersten Viertel gelang es den Gästen, die Partie zu drehen, ehe es nach einem offenen Schlagabtausch mit einer knappen Führung in die erste Pause ging. Auch im zweiten Abschnitt blieb das Spiel eng.

Beide Mannschaften fanden offensiv Lösungen, sodass sich keine Seite entscheidend absetzen konnte. Zur Halbzeit stand folgerichtig ein ausgeglichenes 35:35 auf der Anzeigetafel. Nach dem Seitenwechsel setzte sich das intensive Duell fort. Göttingen erspielte sich zwischenzeitlich leichte Vorteile, doch Nürnberg hielt konsequent dagegen und ging mit einer knappen Führung in das Schlussviertel. Dort entwickelte sich ein dramatischer Schlagabtausch, in dem beide Teams mehrfach die Führung wechselten. In der entscheidenden Phase schien Göttingen kurz vor dem Sieg zu stehen, doch ein folgenschweres Foul wenige Sekunden vor Schluss brachte die Wende. Die Gäste schickten Nürnbergs Vincent Friederici beim Dreipunktwurf an die Linie – der Guard verwandelte alle drei Freiwürfe und sicherte seinem Team den knappen Erfolg.

Bester Werfer der Göttinger war Hendrik Drescher mit 17 Punkten, während Wes Dreamer mit elf Zählern und zwölf Rebounds ein Double-Double auflegte. Auf Seiten der Falcons war Tom Stoiber mit 13 Punkten der erfolgreichste Akteur. Headcoach Fabian Strauß sagte nach der Partie: „Das war eine selbstverschuldete Niederlage. Dass wir am Ende einen sehr guten Freiwerfer wie Vincent Friederici foulen, war blöd und in der Auszeit anders besprochen. Wir haben heute viele offene Dreier genommen, die nicht gefallen sind. Wir müssen wieder zu unserem Mindset und unseren Stärken zurückfinden.“

 

18.04.2026 19:00 Uhr // Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. Paderborn Baskets 81:92

Die Bozic Knights Kirchheim stecken wenige Spieltage vor Ende der Hauptrunde in einer schwierigen Phase. Beim 81:92 gegen die Paderborn Baskets kassierten die Schwaben ihre dritte Niederlage in Serie – und verpassten erneut die Chance, sich im Kampf um Platz sechs entscheidend abzusetzen. Vor heimischem Publikum in der Sporthalle Stadtmitte machte sich vor allem das Fehlen der verletzten Leistungsträger bemerkbar. Ohne Nico Bretzel und Tyrel Morgan fehlte es den Knights sowohl an Stabilität als auch an Durchschlagskraft. Bereits zu Beginn wirkte das Team nicht voll auf der Höhe, wodurch Paderborn früh das Tempo kontrollierte und das erste Viertel knapp für sich entschied (25:23). Im zweiten Abschnitt entwickelte sich eine zerfahrene Partie mit vielen Einzelaktionen und schwachen Quoten – besonders von außen.

Mit nur zwei erfolgreichen Dreiern aus 14 Versuchen bis zur Halbzeit gerieten die Kirchheimer zunehmend ins Hintertreffen und lagen zur Pause mit 33:41 zurück. Auch nach dem Seitenwechsel fanden die Knights keine echte Lösung. Während Paderborn vor allem durch kluge Guard-Aktionen und eine starke Dreierquote (50 Prozent) überzeugte, blieb Kirchheim defensiv anfällig. Der Rückstand wuchs zwischenzeitlich auf zweistellige Höhe. Im Schlussviertel starteten die Gastgeber zwar noch einmal eine Aufholjagd und verkürzten mehrfach auf sechs bis sieben Punkte, doch die Gäste hatten stets die passende Antwort – sei es durch schwierige Würfe oder konsequentes Nutzen von Foulsituationen.

Allein 14 Freiwürfe im letzten Abschnitt besiegelten letztlich die Niederlage. Trotz der dritten Pleite in Folge bleiben die Knights Tabellen-Sechster, da auch Verfolger GIESSEN 46ers zeitgleich patzte. Die Ausgangslage im Rennen um die wichtige Platzierung bleibt somit unverändert. „Uns fehlt aktuell die Leichtigkeit, wir treffen zu oft die falschen Entscheidungen und bringen uns selbst aus dem Rhythmus“, erklärte Sportchef Chris Schmidt nach der Partie. Headcoach Igor Perovic ergänzte: „Wir haben nicht das gespielt, was uns in dieser Saison stark gemacht hat. Daran müssen wir arbeiten.“ Ein Lichtblick abseits des Parketts: Tyrel Morgan hat seinen Vertrag verlängert und wird auch in der kommenden Saison für Kirchheim auflaufen. Für Perovic ein wichtiges Signal: „Wenn er fit ist, kann er einer der besten Spieler der Liga sein.“

 

18.04.2026 19:00 Uhr // BBC Bayreuth vs. Phoenix Hagen 91:95

Der BBC Bayreuth hat dem Tabellenführer Phoenix Hagen am 32. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA einen großen Kampf geliefert, musste sich am Ende aber knapp mit 91:95 geschlagen geben. Trotz einer starken Leistung und eines offenen Schlagabtauschs bis in die Schlusssekunden verpassten die Bayreuther die Überraschung – gleichzeitig ist damit auch die Playoff-Qualifikation nicht mehr möglich. Die Hausherren starteten mutig und trafen vor allem aus der Distanz hochprozentig. Immer wieder setzte sich Bayreuth leicht ab, doch Hagen blieb dran und nutzte einen späten Lauf im ersten Viertel zur eigenen Führung. Auch im zweiten Abschnitt entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, in dem der BBC immer wieder Antworten fand und zur Halbzeit nur knapp zurücklag.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich Hagen zunächst etwas ab und erspielte sich zwischenzeitlich eine zweistellige Führung. Doch Bayreuth ließ sich nicht abschütteln, kämpfte sich zurück und verkürzte den Rückstand bis zum Ende des dritten Viertels wieder auf sechs Punkte. Im Schlussabschnitt wurde die Partie zum echten Krimi. Die Bayreuther kamen mehrfach bis auf einen Punkt heran und glichen zwei Minuten vor Schluss sogar zum 88:88 aus. In der entscheidenden Phase behielt Hagen jedoch die Nerven. Freiwürfe und kleine Fehler auf Seiten des BBC gaben letztlich den Ausschlag zugunsten der Gäste. Topscorer der Bayreuther war KeVaughn Allen mit 19 Punkten, gefolgt von Willem Brandwijk (18) und Lenny Liedtke (16). Auf Seiten der Hagener überzeugte Devin Schmidt mit 26 Zählern. BBC-Headcoach Lukas Hofer zeigte sich nach der Partie trotz der Niederlage stolz auf sein Team:

„Ich bin nach diesem Spiel unglaublich stolz auf die Jungs und unglaublich glücklich über die Atmosphäre, für die unsere Fans heute in der Oberfrankenhalle gesorgt haben. Hagen ist einfach eine klasse Mannschaft mit einer hervorragenden Offense und individueller Klasse, die im Teamplay organisiert ist. Ich bin jetzt fast zwei Jahre in Bayreuth, aber habe noch nie so eine Atmosphäre wie heute erleben dürfen. Die Fans haben uns so viel Energie gegeben, wir sind alle dafür sehr dankbar. Es war ein sehr emotionales Spiel und Hagen ist unfassbar clever, wenn es darum geht, Fouls zu ziehen und auch gepfiffen zu bekommen. Wir hatten bis kurz vor Schluss die Möglichkeit, das Spiel für uns zu entscheiden. Ich muss bei mir selbst anfangen, ich darf das technische Foul kurz vor Schluss nicht machen. Wir hatten Möglichkeiten, die Partie zu entscheiden, was aber leider nicht geklappt hat. Von daher bin ich auch irgendwo nicht glücklich, weil ich einfach jedes Spiel gewinnen will.“

 

18.04.2026 19:00 Uhr // GIESSEN 46ers vs. RheinStars Köln 77:87

Die RheinStars Köln haben am 32. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ein starkes Ausrufezeichen gesetzt und sich mit einem 87:77-Auswärtssieg bei den GIESSEN 46ers durchgesetzt. Vor rund 2.400 Zuschauern entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Gastgeber vor allem in der ersten Halbzeit Vorteile hatten. Gießen führte zwischenzeitlich mit zehn Punkten (29:19), doch Köln kämpfte sich bis zur Pause wieder heran (40:43). Entscheidend war letztlich die zweite Halbzeit, in der die RheinStars das Spiel komplett an sich rissen. Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gäste durch strukturierte Offense und konsequente Distanzwürfe die Kontrolle. Angeführt von Mike Miller, der mit 17 Punkten, 6 Assists und 4 Rebounds das Spiel lenkte, setzte sich Köln Schritt für Schritt ab. Auch Maxi Begue und Adam Paige sorgten für wichtige Impulse, während die RheinStars insgesamt mit starker Teamleistung überzeugten.

Besonders auffällig: 15 erfolgreiche Dreier, mit denen Köln das Spiel maßgeblich entschied. Gießen blieb zwar dran und verkürzte zwischenzeitlich mehrfach, fand jedoch in der entscheidenden Phase keine Antworten mehr. Spätestens mit der höchsten Führung kurz vor Schluss (84:72) war die Partie entschieden. Topscorer der RheinStars war Adam Paige mit 15 Punkten, während Zac Watson (11) und Timmy Davis (6) wichtige Beiträge von der Bank lieferten. Die mannschaftliche Geschlossenheit war letztlich der Schlüssel zum Erfolg. „Die Mannschaft hat das heute sehr gut gemacht. Alle eingesetzten Spieler haben ihren Beitrag geleistet“, lobte Geschäftsführer Stephan Baeck nach dem Spiel. Auch Headcoach Zoran Kukic zeigte sich zufrieden: „Vor allem in der zweiten Hälfte hatten wir auf alles eine Antwort.“

 

18.04.2026 19:30 Uhr // Uni Baskets Münster vs. Artland Dragons 82:84

Die Uni Baskets Münster haben am 32. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA einen bitteren Abend erlebt. Trotz großem Kampf unterlagen die Münsteraner den Artland Dragons knapp mit 82:84. Vor Saisonrekordkulisse von 2.850 Zuschauern entwickelte sich von Beginn an ein intensives und hochklassiges Spiel. Münster startete stark und erspielte sich früh eine Führung, doch die Dragons antworteten mit variablem Teambasketball und drehten das erste Viertel (23:27). Auch im zweiten Abschnitt blieb es ein Duell auf Augenhöhe, in dem vor allem Curtis Jones Jr. offensiv herausragte. Mit 30 Punkten führte er sein Team immer wieder heran, zur Halbzeit lag Münster nur knapp zurück (42:45).

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie umkämpft. Die Gäste setzten sich zwischenzeitlich zweistellig ab, doch Münster zeigte Moral und konterte mit einem 8:0-Lauf. Spätestens mit dem Buzzer-Dreier zum 61:63 war klar, dass die Entscheidung erst in der Crunchtime fallen würde. Dort erreichte die Partie ihren Höhepunkt. Drei Dreier in Folge sorgten für die vielumjubelte Führung der Hausherren (78:76) – der insgesamt zehnte Führungswechsel. Doch die Dragons blieben abgeklärt: Ein schwieriger Dreier und sichere Freiwürfe brachten die Gäste wieder in Front. Münster hatte in den Schlusssekunden noch die Chance, das Spiel zu drehen, konnte den letzten Wurf jedoch nicht mehr verwandeln.

Neben Topscorer Jones Jr. überzeugten auf Seiten der Uni Baskets auch Adam Touray (17 Punkte, 9 Rebounds) sowie Cosmo Grühn und Neil Masnic (je 14 Punkte). Die Statistiken spiegelten die enge Partie wider – nahezu identische Rebound-, Assist- und Wurfwerte unterstrichen das Duell auf Augenhöhe. Trotz der Niederlage stand am Ende vor allem die Unterstützung der Fans im Mittelpunkt, die ihr Team trotz des feststehenden sportlichen Abstiegs lautstark feierten und verabschiedeten.

 

18.04.2026 19:30 Uhr // PS Karlsruhe LIONS vs. Eisbären Bremerhaven 86:83

Die PS Karlsruhe LIONS haben ihren starken Saisonendspurt in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA fortgesetzt und sich am 32. Spieltag mit 86:83 gegen die Eisbären Bremerhaven durchgesetzt. Damit festigen die Badener ihren Platz in der oberen Tabellenhälfte und stehen dicht vor der Playoff-Qualifikation. Vor 2.711 Zuschauern entwickelte sich von Beginn an ein intensives und ausgeglichenes Duell. Im ersten Viertel konnte sich keines der beiden Teams entscheidend absetzen, ehe Karlsruhe im zweiten Abschnitt vor allem dank einer starken Dreierquote zunehmend die Kontrolle übernahm. Zwischenzeitlich erspielten sich die Gastgeber eine Neun-Punkte-Führung, ließen diese jedoch bis zur Halbzeit wieder schrumpfen. Nach dem Seitenwechsel drehte Bremerhaven zunächst die Partie, profitierte von Fehlern der LIONS und ging in Führung.

Karlsruhe reagierte jedoch mit viel Einsatz und blieb trotz nachlassender Trefferquote aus der Distanz im Spiel. So ging es mit einer knappen Führung in das Schlussviertel. Dort blieb es bis in die Schlussminuten spannend. Karlsruhe setzte sich zwischenzeitlich etwas ab, verlor jedoch erneut an Konzentration, wodurch die Gäste nochmals herankamen. In der entscheidenden Phase behielten die LIONS jedoch die Nerven und sicherten sich in einem Duell auf Augenhöhe den knappen Sieg. Bester Werfer der Partie war Kilian Binapfl mit 24 Punkten bei perfekter Wurfquote. Ebenfalls stark präsentierten sich Gabriel Kuku mit 18 Zählern sowie Isaiah Hart (15) und David Ejah (14). Mit diesem Erfolg benötigen die Karlsruher aus den verbleibenden zwei Hauptrundenspielen nur noch einen weiteren Sieg, um sich endgültig für die Playoffs zu qualifizieren.

 

18.04.2026 19:30 Uhr // Tigers Tübingen vs. EPG Baskets Koblenz 79:78

Die Tigers Tübingen haben sich in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA einen spektakulären 79:78-Heimsieg gegen die EPG Baskets Koblenz gesichert – und das auf dramatische Weise: 2,2 Sekunden vor dem Ende gingen die Schwaben erstmals überhaupt in Führung. Vor 2.394 Zuschauern in der Paul Horn-Arena liefen die Gastgeber über weite Strecken einem Rückstand hinterher. Vor allem in der ersten Halbzeit offenbarten die Tübinger Probleme in der Offensive und Defensive, sodass Koblenz sich zwischenzeitlich deutlich absetzen konnte und mit einer 42:30-Führung in die Pause ging. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst unter Kontrolle der Gäste, die ihre Führung immer wieder behaupteten und im Schlussviertel sogar auf 72:58 davonzogen. Doch in den letzten Minuten drehte sich die Partie komplett. Angeführt von wachsender Intensität in der Defensive starteten die Tigers einen entscheidenden 11:0-Lauf in den letzten 4:46 Minuten. Moreaux brachte sein Team zunächst per Dunk und später mit dem Ausgleich zurück ins Spiel, ehe es in die Crunchtime ging.

Die entscheidende Szene folgte kurz vor Schluss: Kapitän Till Jönke sicherte sich einen Rebound und wurde gefoult. 2,2 Sekunden vor dem Ende verwandelte er den ersten Freiwurf zur 79:78-Führung – der zweite ging daneben, doch der letzte Wurfversuch der Koblenzer verfehlte sein Ziel. Damit war die Partie entschieden. Topscorer der Tübinger war Jordan Johnson mit 16 Punkten, während Bernard Pelote (13) sowie Miles Tention und Melkisedek Moreaux (je 10) ebenfalls zweistellig trafen. Auf Seiten der Koblenzer war Alexander Möller mit 15 Zählern bester Werfer. Die Statistiken unterstreichen die Ausgeglichenheit der Partie – Rebounds (38:36), Assists (16:19) und Wurfquoten lagen eng beieinander. Mit diesem Sieg machen die Tigers einen wichtigen Schritt im Kampf um den Klassenerhalt.

„Ich bin heute sehr stolz auf die Mannschaft, da sie bis zum Ende diesen Kampfgeist gezeigt hat. Wir waren gefühlt schon abgeschrieben, aber die Spieler haben weiter gekämpft. Till Jönke hat uns mit seiner Energie unglaublich vorangetrieben, das war am Ende der Schlüssel“, erklärte Tübingens Trainer Eric Detlev nach der Partie. Koblenz-Coach Stephan Dohrn zeigte sich dagegen enttäuscht: „Glückwunsch an Tübingen. Wir haben das Spiel aus unserer Sicht weggeworfen. In der Crunchtime haben wir zu viele Fehler gemacht – das zieht sich leider durch unsere Saison.“

 

19.04.2026 16:00 Uhr // Bayer Giants Leverkusen vs. SBB Baskets 70:77

Mit einem hart erkämpften 77:70-Auswärtssieg bei den BAYER GIANTS Leverkusen sicherten sich die SBB Baskets zwei Spieltage vor Saisonende den Klassenerhalt in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Die Partie war von Beginn an von hoher Intensität geprägt – passend zur Ausgangslage im Abstiegskampf. Leverkusen erwischte den etwas besseren Start und ging nach dem ersten Viertel knapp mit 17:14 in Führung. Im zweiten Abschnitt fanden die Gäste jedoch besser ins Spiel, übernahmen zur Halbzeit die Kontrolle (41:38) und hielten die Begegnung offen. Auch nach dem dritten Viertel war beim Stand von 56:56 noch alles ausgeglichen. Im Schlussabschnitt schien zunächst Leverkusen die besseren Karten zu haben, doch die SBB Baskets zeigten Moral und drehten die Partie in der entscheidenden Phase.

Vor allem defensiv setzte Wolmirstedt die entscheidenden Akzente und ließ den Gastgebern in den letzten Minuten kaum noch einfache Abschlüsse. Topscorer der Gäste war Daivien Williamson mit 19 Punkten. De’Vondre Perry (15) und Travis Henson (11) unterstützten ihn offensiv, während Michael Hughes mit 16 Punkten und 13 Rebounds ein Double-Double auflegte und als effektivster Spieler der Partie herausstach. „Es war kein schönes Spiel, aber ein extrem intensives und ausgeglichenes. Am Ende haben wir defensiv die entscheidenden Stops gesetzt“, erklärte Kapitän Martin Bogdanov nach der Partie. Mit diesem Sieg krönen die SBB Baskets eine starke Schlussphase und sichern sich frühzeitig den Verbleib in der Liga.