Nachberichte ProA Playoffs – Viertelfinale Spiel 2
09.05.2026 19:00 Uhr // Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. BG Göttingen 81:67
Die BG Göttingen müssen im Playoff-Viertelfinale der ProA den Ausgleich hinnehmen. Beim Auswärtsspiel gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim unterlagen die „Veilchen“ mit 67:81 und kassierten damit ihre erste Niederlage in der Serie. Die Partie begann aus Göttinger Sicht denkbar ungünstig. Offensiv fanden die Gäste zunächst überhaupt keinen Rhythmus, während Kirchheim – angeführt von Tylan Pope – früh davonzog (2:14). Zwar kämpften sich die Niedersachsen im weiteren Verlauf ins Spiel zurück, konnten den Rückstand bis zur Halbzeit aber nur auf vier Punkte verkürzen (31:35). Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst offen, ehe ein Knackpunkt folgte: Wes Dreamer musste nach einer Verletzung das Feld verlassen. In der Folge verlor Göttingen den Zugriff, während die Hausherren ihre Führung weiter ausbauten und sich bis zum Ende des dritten Viertels auf 63:48 absetzten. Im Schlussabschnitt fanden die Göttinger offensiv weiterhin keinen konstanten Flow.
Kirchheim kontrollierte das Spielgeschehen und ließ die Gäste nicht mehr entscheidend herankommen. Am Ende stand eine verdiente 67:81-Niederlage für die BG Göttingen. Bester Werfer der Gäste war Jordan Sears mit 11 Punkten, während auf Seiten der Knights Tylan Pope mit 20 Zählern überzeugte. Headcoach Fabian Strauß sagte nach dem Spiel: „Kirchheim hat verdient gewonnen. Sie waren energischer, intensiver und haben uns überpowert. Wir haben den Ball nicht so gut bewegt, wie am Mittwoch und unsere Würfe sind nicht gefallen. Wir müssen das schnell vergessen, unsere Kräfte bündeln und Dienstag mit mehr Kopf und Intensität von Anfang an spielen.“ Damit steht es in der Best-of-five-Serie nun 1:1. Spiel drei findet am Dienstag in Göttingen statt, wo die BG Göttingen wieder vor heimischem Publikum vorlegen wollen.
09.05.2026 19:30 Uhr // PS Karlsruhe LIONS vs. Phoenix Hagen 73:108
Die PS Karlsruhe LIONS konnten auch im zweiten Viertelfinalspiel der ProA-Playoffs keine Antwort auf Phoenix Hagen finden. Vor heimischer Kulisse in der Europahalle unterlagen die Badener deutlich mit 73:108 und stehen damit in der Serie mit dem Rücken zur Wand. Dabei starteten die LIONS durchaus engagiert in die Partie und hielten im ersten Viertel zunächst mit. Doch die Gäste aus Hagen zeigten früh ihre Klasse, trafen hochprozentig und setzten Karlsruhe mit aggressiver Defense unter Druck. Nach den ersten zehn Minuten lag das Heimteam bereits mit 22:33 zurück. Im zweiten Viertel stabilisierten sich die LIONS phasenweise. Vor allem Tyrese Williams, David Ejah und Isaiah Hart sorgten offensiv für Akzente. Dennoch blieb Phoenix Hagen das dominierende Team und ging mit einer komfortablen 57:42-Führung in die Halbzeit.
Die Entscheidung fiel dann direkt nach dem Seitenwechsel. Hagen erhöhte die Intensität in der Verteidigung nochmals deutlich, während Karlsruhe komplett den Rhythmus verlor. Mit einem klaren 29:9 im dritten Viertel zogen die Gäste uneinholbar davon (86:51). Im Schlussabschnitt spielten die LIONS zwar weiter engagiert nach vorne, konnten die deutliche Niederlage aber nicht mehr abwenden. Phoenix Hagen brachte den Vorsprung souverän über die Zeit und sicherte sich mit dem 108:73-Auswärtssieg den zweiten Erfolg in der Serie. Damit steht es 2:0 für die Hagener, die nun nur noch einen Sieg vom Halbfinaleinzug entfernt sind. Für die PS Karlsruhe LIONS heißt es dagegen: Verlieren verboten. Spiel drei findet am 12. Mai in Hagen statt – dort muss Karlsruhe gewinnen, um die Saison am Leben zu halten.
10.05.2026 15:00 Uhr // GIESSEN 46ers vs. HAKRO Merlins Crailsheim 89:79
Für die HAKRO Merlins Crailsheim gibt es auch im zweiten Viertelfinalspiel der ProA-Playoffs nichts zu holen. Beim Auswärtsspiel gegen die Gießen 46ers mussten sich die „Zauberer“ mit 79:89 geschlagen geben. Damit stehen die Crailsheimer nun mit dem Rücken zur Wand – im kommenden Spiel wartet ein Do-or-Die-Duell. Dabei starteten die Gäste mit viel Energie in die Partie. Früh übernahmen sie die Kontrolle und erspielten sich eine knappe Führung. Doch angeführt von Robin Benzing drehten die Gastgeber das Spiel noch im ersten Viertel und gingen erstmals in Front. Im zweiten Abschnitt verloren die Merlins zunehmend den Rhythmus. Während offensiv wenig gelang, nutzten die Hessen ihre Chancen konsequent und setzten sich zwischenzeitlich zweistellig ab. Zwar kämpften sich die Crailsheimer bis zur Halbzeit wieder etwas heran (48:38), doch das Momentum blieb auf Seiten der Hausherren. Auch nach dem Seitenwechsel gelang es den Merlins nicht, entscheidend näher heranzukommen. Immer wieder verkürzten sie den Rückstand, doch Gießen 46ers fanden stets die passende Antwort. Vor allem im Schlussviertel hielt Gießen den Vorsprung konstant im zweistelligen Bereich und brachte den Sieg letztlich souverän ins Ziel. Topscorer der Crailsheimer war Anthony Gaines mit 16 Punkten. Ebenfalls zweistellig punkteten Brock Gardner (14) und Vinnie Shahid (13).
Headcoach David McCray sagte nach der Partie: „Erstmal Glückwunsch an Gießen, das haben die sehr gut gemacht. Es haben heute viele anders erwartet, aber Gießen ist eben auch nicht der typische siebte Platz. Die Mannschaft hat vor der Saison auch ganz klar das Ziel des Aufstiegs ausgerufen. Sie waren auch ganz klarer Favorit für den Aufstieg. Sie haben sehr gut nachverpflichtet in der Mitte der Saison und spielen sehr guten Basketball. Ich glaube unsere beiden Mannschaften sind vom Talent-Level sehr ähnlich und wenn man sieht, wie erfahren ihre Spieler sind ist es echt schwer. Trotzdem müssen wir es besser machen, was wir heute einfach nicht geschafft haben. Trotzdem würde ich mir wünschen, wenn wir ein Spiel bekommen, in dem die Spieler mehr spielen dürfen. Wo die Schiedsrichter nicht jeden Kontakt pfeifen. Wir sind beide physische Mannschaften und ich würde mir wünschen in der dritten Begegnung mehr Spielfluss sehen zu können.“
10.05.2026 16:00 Uhr // Artland Dragons vs. Eisbären Bremerhaven 84:86
Die Artland Dragons haben auch das zweite Viertelfinalspiel der Playoff-Serie gegen die Eisbären Bremerhaven knapp verloren und stehen nach dem 84:86 vor heimischer Kulisse mit dem Rücken zur Wand. Vor einer lautstarken Atmosphäre in der Artland Arena lieferten sich beide Teams erneut ein intensives und hochklassiges Duell, in dem sich lange kein klarer Sieger abzeichnete. Topscorer der Partie war Amir Hinton mit starken 27 Punkten, dennoch reichte es am Ende nicht zum Serienausgleich. Die Gäste aus Bremerhaven erwischten zunächst den besseren Start und gingen früh mit 6:0 in Führung, ehe die Dragons zunehmend ihren Rhythmus fanden. Angeführt von Ben Burnham und Hinton drehten die Gastgeber das Spiel mit einem starken Lauf und erspielten sich im ersten Viertel eine zwischenzeitliche Führung. Auch im zweiten Abschnitt präsentierten sich die Quakenbrücker offensiv variabel und kontrollierten über weite Strecken das Geschehen. Trotz mehrerer Gegenläufe der Gäste gelang es den Dragons, mit einer 49:42-Führung in die Halbzeit zu gehen.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel weiterhin eng. Zwar verkürzte Bremerhaven früh, doch die Dragons fanden immer wieder Antworten und bauten ihre Führung zwischenzeitlich auf neun Punkte aus. Mit einer 68:60-Führung ging es in den Schlussabschnitt, in dem sich die Partie schließlich entscheiden sollte. Dort kippte das Spiel jedoch zugunsten der Gäste. Während Bremerhaven defensiv den Druck erhöhte und sich vor allem über Offensivrebounds immer wieder zweite Chancen erarbeitete, verlor die Offensive der Dragons zunehmend an Struktur. In der entscheidenden Phase nutzten die Eisbären ihre Möglichkeiten konsequenter. Ein später Tip-In von Jannis von Seckendorff nach erneutem Offensivrebound brachte die Führung, die Bremerhaven bis zum Ende verteidigte. Zwar konnte Hinton wenige Sekunden vor Schluss noch einmal per Dreier verkürzen, doch die verbleibende Zeit reichte nicht mehr für eine Wende. Besonders auffällig war erneut der Unterschied beim Rebounding sowie an der Freiwurflinie, wo sich die Gäste klare Vorteile erarbeiteten. Damit liegen die Artland Dragons in der Best-of-Five-Serie nun mit 0:2 zurück und stehen vor einem „Do-or-Die“-Spiel in Bremerhaven.
Headcoach Hendrik Gruhn zeigte sich nach der Partie entsprechend frustriert: „Ich bin maximal frustriert, weil wir das Spiel erneut über die Offensivrebounds verlieren – zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage. Das ist extrem bitter. Über mehr als 30 Minuten haben wir es eigentlich sehr gut gemacht und Bremerhaven immer wieder zu schwierigen Würfen gezwungen. Im vierten Viertel wurde das Spiel dann durch Kleinigkeiten entschieden: ein Ballverlust hier, ein vergebener Wurf da. Dazu haben wir nicht gut genug gereboundet und sind offensiv zu selten an die Freiwurflinie gekommen, gerade wenn man die Zahlen auf Bremerhavener Seite sieht. Deshalb ist es extrem enttäuschend, dass wir dieses Spiel erneut verlieren. Wir sind angeschossen aber noch nicht tot und werden am kommenden Mittwoch alles geben, um die Serie am Leben zu halten.“


