Schlagwortarchiv für: ProA PlayOffs

Vorberichte ProA Playoffs – Halbfinale Spiel 4

28.05.2026 19:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. Phoenix Hagen 

Siegen oder fliegen: Eisbären wollen Spiel 5 erzwingen Die Halbfinalserie zwischen den Eisbären Bremerhaven und Phoenix Hagen bleibt ein echter Playoff-Krimi. Nach der knappen 78:83-Niederlage in der Ischelandhalle stehen die Eisbären nun unter Druck: Mit einem Sieg in der ÖVB Arena können sie die Serie noch einmal ausgleichen und ein entscheidendes fünftes Spiel erzwingen. Phoenix hingegen reist zum Matchball nach Bremen. Auch Spiel drei zeigte erneut, wie eng sich beide Mannschaften bislang begegnen. Die Eisbären starteten stark in die Partie, kontrollierten das erste Viertel und führten zwischenzeitlich deutlich mit 26:17. Hagen fand diesmal jedoch schneller Antworten, verteidigte aggressiver und holte sich das Momentum bereits vor der Halbzeit zurück. Im Schlussviertel entwickelte sich schließlich ein nervenaufreibender Defensivkampf, in dem Kleinigkeiten den Unterschied machten. Trotz der Niederlage nehmen die Eisbären weiterhin viele positive Aspekte aus der Serie mit. Über weite Strecken gelang es erneut, Phoenix defensiv unter Druck zu setzen und das sonst so explosive Offensivspiel der Hagener zu kontrollieren. Auch offensiv zeigten die Bremerhavener phasenweise starke Lösungen und bewegten den Ball.

Der Kampfgeist der Mannschaft bleibt ungebrochen: Selbst in schwierigen Phasen fanden die Eisbären bislang immer wieder Wege zurück ins Spiel. Und so dürfte eine gewisse „jetzt-erst recht“– Motivation am Donnerstag mitschwingen. Dieser Charakter soll vor heimischer Kulisse erneut zum entscheidenden Faktor werden. Zwar findet die Partie nicht im Eisbärenkäfig in Bremerhaven, sondern in Bremen statt, dennoch dürfen sich die Eisbären auf große Unterstützung ihrer Fans verlassen. Auch Headcoach Steven Esterkamp blickt mit Vorfreude auf das kommende Heimspiel: Die Mannschaft spüre dort immer große Unterstützung von den eigenen Fans und die Atmosphäre mache es besonders, dort zu spielen. Die Ausgangslage ist eindeutig. Verlieren verboten. Die Eisbären brauchen einen Sieg, um die Serie zurück nach Hagen zu bringen. Nach den bisherigen intensiven und hochklassigen Duellen deutet jedoch vieles darauf hin, dass auch Spiel vier wieder ein echter Playoff-Fight werden wird. Mit einer Mannschaft aus Bremerhaven, die sich noch lange nicht geschlagen geben will.

 

29.05.2026 20:00 Uhr GIESSEN 46ers vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim 

Bericht folgt in Kürze!

Nachberichte ProA Playoffs – Halbfinale Spiel 3

26.05.2026 19:00 Uhr // Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. GIESSEN 46ers 91:63

Bozic Knights Kirchheim haben sich in der Halbfinalserie der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA eindrucksvoll zurückgemeldet und sich mit einem dominanten 91:63-Heimsieg gegen die GIESSEN 46ers die 2:1-Führung in der „Best of Five“-Serie gesichert. Vor einer elektrisierten Kulisse in der Sporthalle Stadtmitte übernahmen die Ritter von Beginn an die Kontrolle und legten bereits im ersten Viertel den Grundstein für den deutlichen Erfolg. Trotz tropischer Temperaturen entwickelte sich in Kirchheim eine außergewöhnliche Playoff-Atmosphäre, die selbst langjährige Fans als eine der intensivsten der vergangenen Jahre beschrieben. Besonders bemerkenswert: Die Knights mussten auf ihre beiden Leistungsträger Tyrel Morgan und Chuck Harris verzichten. Headcoach Igor Perovic forderte vor der Partie deshalb „Helden“ – und seine Mannschaft lieferte eindrucksvoll ab. Angeführt von einem überragenden Phillip Russell starteten die Gastgeber furios in die Begegnung. Der Guard erzielte allein im ersten Viertel elf seiner insgesamt 21 Punkte und brachte die Halle früh zum Beben. Kirchheim setzte sich schnell zweistellig ab und führte nach den ersten zehn Minuten bereits deutlich mit 31:13.

Die 46ers fanden kaum Mittel gegen die aggressive Defensive und das hohe Tempo der Gastgeber. Auch im zweiten Viertel hielten die Knights die Intensität hoch. Zwar mussten beide Teams den hohen Temperaturen und der Belastung der vergangenen Wochen Tribut zollen, doch Kirchheim kontrollierte das Spiel weiterhin souverän. Mit einer komfortablen 56:35-Führung ging es in die Halbzeitpause. Besonders beeindruckend war dabei die mannschaftliche Geschlossenheit der Ritter, die trotz der Ausfälle immer wieder Lösungen fanden und offensiv variabel agierten. Nach der Pause versuchten die Gäste aus Gießen noch einmal zurückzukommen, doch näher als auf 68:52 kurz vor Ende des dritten Viertels ließ Kirchheim den Gegner nicht heran. Anschließend sorgte ein spektakulärer 12:0-Lauf endgültig für die Entscheidung. Kapitän Lucas Mayer traf in dieser Phase zwei wichtige Dreier und verwandelte die Sporthalle Stadtmitte endgültig in einen Hexenkessel.

Während einer Gießener Auszeit feierten die Fans ihre Mannschaft bereits mit Standing Ovations. Perovic blieb nach der Partie dennoch fokussiert: „Wir haben heute ein tolles Spiel abgeliefert, aber wir sind erst bei Schritt zwei und müssen Schritt drei gehen.“ Topscorer der Partie war Mayer mit starken 25 Punkten. Neben Russell überzeugten auch Tylan Pope und Nico Bretzel mit jeweils zwölf Zählern sowie Aeneas Jung mit elf Punkten. Damit fehlt den Knights nun nur noch ein Sieg zum erstmaligen Finaleinzug seit 2012. Bereits am Freitag bietet sich den Kirchheimern in Gießen die große Chance, die Serie zu entscheiden und den Traum vom Finale Wirklichkeit werden zu lassen.

 

26.05.2026 19:30 Uhr // Phoenix Hagen vs. Eisbären Bremerhaven 83:78

Phoenix Hagen hat sich im dritten Halbfinalspiel gegen die Eisbären Bremerhaven den Matchball im Kampf um den Aufstieg in die easyCredit BBL gesichert. Vor erneut ausverkaufter Ischelandhalle setzte sich Phoenix in einer intensiven „Hitzeschlacht“ mit 83:78 durch und führt die „Best of Five“-Serie nun mit 2:1 an. Vor 3.145 Zuschauern entwickelte sich unter hochsommerlichen Temperaturen eine physisch anspruchsvolle Partie, in der Bremerhaven zunächst den besseren Start erwischte. Doch mit zunehmender Spieldauer übernahm Phoenix vor allem defensiv die Kontrolle. Besonders die Hagener Intensität und die deutlich verbesserte Dreierquote wurden zum entscheidenden Faktor. Phoenix traf starke 12 von 29 Dreiern und zwang die Gäste allein im letzten Viertel zu neun Ballverlusten.

Headcoach Chris Harris lobte vor allem die Mentalität seines Teams: „Beide Mannschaften haben wirklich alles reingeworfen, was sie hatten. Nach der Pause ist es uns gelungen, über die Physis und mit smarten Entscheidungen das Momentum auf unsere Seite zu ziehen. So ist es im letzten Viertel zu einem echten Abnutzungskampf gekommen, bei dem wir den etwas längeren Atem hatten. Aufgrund des verknappten Rhythmus liegt nun der Fokus darauf, bestmöglich zu regenerieren, um in weniger als 48 Stunden so frisch wie möglich in Bremen antreten zu können.“ Auch Bremerhavens Headcoach Steven Esterkamp erkannte die enorme Intensität der Partie an: „Jeder Spieler, jedes Team hat heute alles auf dem Feld gelassen. Du kannst in dieser Atmosphäre, in dieser Hitze nicht mehr verlangen als das, was die Jungs gegeben haben. Hagen hat es heute geschafft, in der entscheidenden Phase des Spiels die Big Plays zu machen – das hat uns das Momentum genommen.“

Sportlich überzeugte Phoenix vor allem durch seine mannschaftliche Geschlossenheit. Lucas N’Guessan war mit 15 Punkten Topscorer der Gastgeber, während Bjarne Kraushaar 14 Zähler beisteuerte. Auch Jeffrey Carroll setzte in der Crunchtime mit zwei wichtigen Dreiern entscheidende Akzente. Defensiv ragte besonders Fabian Bleck heraus, der in der Schlussphase gleich mehrere Bremerhavener Angriffe persönlich stoppte. Für die Eisbären punktete vor allem John Bryant mit 15 Punkten, während Jordan Samare auf 11 Zähler kam. Überschattet wurde die Partie zudem von einer Verletzung von Peter Hemschemeier, der nach einem Schlag oberhalb des rechten Knies gestützt vom Feld musste. Mit dem Sieg fehlt Phoenix Hagen nun nur noch ein weiterer Erfolg zum Einzug ins ProA-Finale und gleichzeitig zum sportlichen Aufstieg in die easyCredit BBL. Bereits am Donnerstag geht die Serie in Bremerhaven weiter.

 

Vorberichte ProA Playoffs – Halbfinale Spiel 3

26.05.2026 19:00 Uhr Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. GIESSEN 46ers 

Bericht folgt in Kürze!

 

26.05.2026 19:30 Uhr Phoenix Hagen vs. Eisbären Bremerhaven 

Phoenix Hagen blickt vor dem dritten Halbfinalspiel gegen die Eisbären Bremerhaven voller Spannung auf einen historischen Abend in der Ischelandhalle. Nach dem 85:80-Heimsieg zum Serienauftakt und der 80:87-Auswärtsniederlage in Bremerhaven steht die „Best of Five“-Serie nun bei 1:1 – Spiel drei entscheidet damit über den ersten Matchball im Kampf um den Aufstieg in die easyCredit BBL. Die Ausgangslage könnte kaum intensiver sein: Die Ischelandhalle wird mit 3.145 Zuschauern bereits zum achten Mal in dieser Saison ausverkauft sein. Phoenix setzt dabei einmal mehr auf die enorme Heimstärke und die besondere Atmosphäre an der Volme. Für den Klub ist die Partie gleichzeitig ein historischer Moment, denn nie zuvor in der Vereinsgeschichte stand Phoenix so spät in einer Saison noch im Ligabetrieb.

Headcoach Chris Harris richtet den Fokus dabei vor allem auf die körperliche und mentale Bereitschaft seines Teams: „Wir haben einen tiefen Kader, den wir nutzen müssen, um am Dienstag die Lineups zu finden, die uns die richtige Gedankenschnelligkeit und Physis geben, die wir brauchen. Es ist der Wille, den wir in eigener Halle aufs Parkett bringen müssen. Jetzt, da die Serie auf ein „Best of three“ verkürzt ist, sind wir umso froher, den Heimvorteil auf unserer Seite zu haben.“ Die Serie zwischen Hagen und Bremerhaven entwickelt sich zunehmend zu einem echten Schwergewicht-Duell der ProA. Beide Mannschaften verfügten bereits in der Hauptrunde über die beste Heimbilanz der Liga (jeweils 15:2) und sind auch in den aktuellen Playoffs vor heimischem Publikum weiterhin ungeschlagen. Klar ist: Der Sieger von Spiel drei verschafft sich nicht nur den Matchball in der Serie, sondern auch eine hervorragende Ausgangslage im Rennen um den Aufstieg in die easyCredit BBL.

Nachberichte ProA Playoffs – Halbfinale Spiel 2

23.05.2026 18:00 Uhr // Eisbären Bremenhaven vs. Phoenix Hagen 87:80

Phoenix Hagen musste im zweiten Halbfinalspiel gegen die Eisbären Bremerhaven die erste Niederlage der Serie hinnehmen und verlor auswärts mit 80:87. Damit steht die „Best of five“-Serie nun 1:1. Trotz eines zwischenzeitlichen 24-Punkte-Rückstands bewiesen die Hagener große Moral und kämpften sich im Schlussviertel eindrucksvoll zurück. Vor rund 250 mitgereisten Fans erwischten die „Feuervögel“ allerdings einen klassischen Fehlstart. Vor allem defensiv fehlte zunächst die nötige Intensität und Gedankenschnelligkeit, wodurch Bremerhaven früh davonzog. Kurz vor der Halbzeit betrug der Rückstand bereits 24 Punkte. Besonders problematisch war die schwache Wurfquote aus der Distanz: Phoenix traf lediglich sieben von 31 Dreiern und kam damit nur auf 22,6 Prozent Trefferquote. Nach der Pause stellte Headcoach Chris Harris personell um und fand eine Formation, die deutlich mehr Energie und Kampfgeist aufs Feld brachte. Vor allem Dominick von Waaden und Bjarne Kraushaar sorgten mit großem Einsatz dafür, dass Phoenix noch einmal verkürzen konnte.

Auch Lucas N’Guessan setzte wichtige Akzente und brachte die Hagener mit einem Dunk im Schlussviertel wieder in Schlagdistanz. Chris Harris analysierte nach dem Spiel offen die Gründe für die Niederlage: „Wir waren vor allem in der ersten Hälfte physisch viel zu passiv und nicht gedankenschnell genug, um Bremerhaven Paroli zu bieten. Erst als wir in der zweiten Hälfte eine Lineup gefunden haben, die uns mit Kampfgeist und Mut inspiriert hat, konnten wir den Rückstand verkürzen. Davon brauchen wir am Dienstag in eigener Halle kollektiv mehr.“ Trotz der Niederlage konnte Phoenix einige positive Aspekte mitnehmen. Die Hagener holten starke 19 Offensivrebounds und generierten daraus 21 Punkte. Gleichzeitig zeigte das Team im Schlussabschnitt erneut seine Comeback-Qualitäten. Entscheidend blieb am Ende jedoch die höhere Effizienz der Bremerhavener, die insbesondere durch Elijah Miller in der Crunchtime nervenstark agierten und ihre Freiwürfe sicher verwandelten.

 

23.05.2026 19:00 Uhr // GIESSEN 46ers vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim 75:91

GIESSEN 46ers haben im zweiten Halbfinalspiel gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim einen deutlichen Rückschlag hinnehmen müssen und durch die 75:91-Heimniederlage den Heimvorteil wieder aus der Hand gegeben. Nach dem überzeugenden Auftaktsieg in Kirchheim gelang den Mittelhessen vor ausverkaufter Osthalle diesmal nur wenig, sodass die Serie nun wieder komplett offen bei 1:1 steht. Bereits der Start in die Partie verlief für die Mannschaft von Headcoach Branislav Ignjatovic alles andere als optimal. Kirchheim präsentierte sich von Beginn an hochkonzentriert, physisch und extrem effizient. Die Gäste führten früh mit 12:0 und kontrollierten über weite Strecken Tempo und Rhythmus der Partie. Gießen gelang es nie wirklich, dauerhaft Zugriff auf das Spiel zu bekommen oder selbst einmal in Führung zu gehen. Zwar kämpften sich die Gastgeber zwischenzeitlich immer wieder etwas heran, doch die Knights hatten stets die passende Antwort parat. Besonders auffällig war die Überlegenheit der Kirchheimer in nahezu allen wichtigen Statistiken. Dreierquote, Rebounds und Ballverluste – fast jede relevante Kategorie ging an die Gäste. Dazu kam eine klare Diskrepanz bei den Freiwürfen. Während Kirchheim insgesamt 24 Freiwürfe zugesprochen bekam, standen die 46ers lediglich 15 Mal an der Linie. Sportchef Chris Schmidt äußerte sich nach der Partie kritisch zur langen Freiwurf-Differenz, wollte die Leistung der Gäste aber keineswegs schmälern.

Kirchheims Headcoach Igor Perovic zeigte sich entsprechend zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Ich habe einen großen Kampf und eine tolle Einstellung meiner Jungs gesehen. Wir sind mit viel Energie und Leidenschaft an die Aufgabe herangegangen, wir haben schlicht einen großartigen Job gemacht.“ Auch auf Gießener Seite wurde die Niederlage klar eingeordnet. Kapitän Robin Benzing machte deutlich, dass man Kirchheim keinesfalls unterschätzt habe: „Was wollen wir eigentlich? Hat irgendjemand allen Ernstes geglaubt, wir würden eine Mannschaft wie Kirchheim, die nach der Hauptrunde in der Tabelle besser abgeschnitten hat als wir, einfach mal so 3:0 wegfegen?“ Trainer Ignjatovic sprach von einer insgesamt verkrampften Vorstellung seiner Mannschaft: „Wir sind verkrampft aufgetreten, hatten irgendwie eine mentale Blockade, haben leichte und unnötige Fehler gemacht und es Kirchheim somit gestattet, sich in einen Rausch zu spielen. Das wird uns kommenden Dienstag nicht noch einmal passieren. Die Serie steht unentschieden, wir greifen wieder an.“

Trotz der Niederlage gab es aus Sicht der 46ers auch einige positive Ansätze. Till Gloger setzte im dritten Viertel wichtige Akzente und war mit zehn Punkten einer der Aktivposten. Robin Benzing überzeugte erneut an der Freiwurflinie und baute seine starke Playoff-Quote weiter aus. Auch Daniel Norl zeigte phasenweise gute Aktionen, ehe ihm früh foulbedingt Grenzen gesetzt wurden. Insgesamt blieb jedoch der Eindruck, dass Kirchheim an diesem Abend aggressiver, wacher und konstanter agierte. Damit steht die Halbfinalserie nun wieder völlig offen. Spiel drei steigt am Dienstag in der Sporthalle Stadtmitte in Kirchheim, wo die Knights nun ihrerseits die Chance haben, die Kontrolle in der Serie zu übernehmen.

Vorberichte ProA Playoffs – Halbfinale Spiel 2

23.05.2026 18:00 Uhr Eisbären Bremenhaven vs. Phoenix Hagen 

Die Phoenix Hagen reisen mit Rückenwind zum zweiten Halbfinalspiel nach Bremerhaven. Nach dem umkämpften 85:80-Auftaktsieg gegen die Eisbären Bremerhaven richtet sich der Fokus bei den Hagenern bereits vollständig auf die nächste Aufgabe im traditionell schwierigen „Eisbärkäfig“. Am Samstagabend soll der zweite Schritt Richtung ProA-Finale gelingen. Direkt nach Spiel eins stand bei den Feuervögeln bereits die Regeneration im Mittelpunkt. Während Tim Uhlemann kurz zuvor noch mit dem Megafon die Fans angeführt hatte, begann für die Mannschaft unmittelbar danach die Vorbereitung auf das zweite Duell der Serie. Die Beine hochgelegt an den LED-Banden der Ischelandhalle, arbeiteten die Spieler an den in den Playoffs entscheidenden Erholungsprozessen – der Blick ging dabei bereits komplett nach vorne. Historisch gehört die Stadthalle Bremerhaven nicht gerade zu den Lieblingsspielorten der Hagener. Von bislang 15 Gastspielen an der Küste konnte Phoenix lediglich vier gewinnen. Gleichzeitig treffen im Halbfinale zwei der heimstärksten Teams der gesamten ProA-Saison aufeinander: Sowohl Hagen als auch Bremerhaven verloren in der Hauptrunde zuhause nur zwei Spiele und sind in den laufenden Playoffs vor eigenem Publikum bislang ungeschlagen.

Phoenix-Headcoach Chris Harris sieht im Auftaktsieg dennoch einen enorm wichtigen psychologischen Faktor: „Mit die wichtigste Erkenntnis aus dem ersten Spiel ist, dass wir gesehen und gefühlt haben, dass wir Bremerhaven besiegen können. Inklusive der Hauptrunde drei Niederlagen in Folge und dazu mit einem 0:1 in die Stadthalle reisen müssen, wäre definitiv tough gewesen. So wissen wir, dass unsere Prinzipien und Strukturen funktionieren, was uns viel Stabilität und Bestätigung gibt. Darauf gilt es nun auswärts aufzubauen.“ Für Harris wird das Gastspiel an der Küste zudem zu einer besonderen Rückkehr. Zwischen 2014 und 2018 arbeitete der heutige Phoenix-Coach selbst für die Eisbären und ist mittlerweile der dienstälteste Headcoach der ProA. Auch Fabian Bleck besitzt eine Bremerhaven-Vergangenheit: Der Hagener Kapitän absolvierte zwischen 2015 und 2019 insgesamt 126 Bundesliga-Spiele für die Norddeutschen. Hinzu kommt mit Anzac Rissetto ein weiterer Akteur im Phoenix-Kader, der erst im Sommer 2025 von den Eisbären nach Hagen wechselte. Klar ist: Mit einem weiteren Auswärtssieg könnte Phoenix bereits erheblichen Druck auf Bremerhaven aufbauen und sich eine hervorragende Ausgangsposition im Kampf um den Finaleinzug und den sportlichen Aufstieg in die easyCredit BBL verschaffen.

 

23.05.2026 19:00 Uhr GIESSEN 46ers vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim 

Die GIESSEN 46ers wollen im Playoff-Halbfinale gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim endgültig zum Partycrasher werden. Nach dem überzeugenden 90:77-Auftaktsieg in Spiel eins reisen die Mittelhessen mit einer 1:0-Serienführung und viel Selbstvertrauen zum zweiten Duell nach Gießen, wo am Samstagabend die nächste richtungsweisende Partie der „Best of five“-Serie ansteht. Der erste Halbfinalerfolg in Kirchheim sorgte nicht nur sportlich für Aufmerksamkeit, sondern brachte auch einige kuriose Geschichten mit sich. Zwei 46ers-Fans hatten sich ursprünglich Karten für ein vermeintlich nahegelegenes „Kirchheim“ organisiert – allerdings nicht für Kirchheim unter Teck, sondern für Kirchhain bei Marburg. Erst kurz vor Spielbeginn bemerkten sie ihren Irrtum und verfolgten den deutlichen Auswärtssieg schließlich zuhause vor dem Fernseher. Sportlich präsentierten sich die Gießener in Spiel eins äußerst souverän. Die Mannschaft von Headcoach Branislav Ignjatovic kontrollierte über weite Strecken Tempo und Rhythmus der Partie und setzte sich am Ende verdient mit 90:77 durch. Dennoch warnt der erfahrene Trainer davor, die Serie bereits als entschieden anzusehen: „Kirchheim hat viel Qualität, da ist noch nichts entschieden. Bisher haben wir nur einen ersten, kleinen Schritt machen können.“

Dabei besitzt Ignjatovic eine ganz besondere Verbindung zu den Knights. Zwischen 2008 und 2014 trainierte der heutige 46ers-Coach die Schwaben selbst und prägte dort eine erfolgreiche Ära. Unter seiner Leitung etablierte sich Kirchheim dauerhaft im oberen Tabellenbereich der ProA und erreichte 2011/12 sogar das Finale samt sportlichem Aufstieg in die BBL, der letztlich jedoch an fehlenden Rahmenbedingungen scheiterte. Auch der heutige Name der Knights ist indirekt mit Ignjatovic verbunden. Während seiner Zeit in Kirchheim überzeugte er einen befreundeten serbischen Bodenleger, den Klub finanziell zu unterstützen – daraus entwickelte sich später das Sponsoring durch „Bozic Estriche“, das bis heute Bestandteil des Vereinsnamens ist. Nach Ignjatovics Abschied entwickelte sich der Klub weiter, ehe 2020 schließlich Igor Perovic das Traineramt übernahm. Der 52-Jährige, dessen Vertrag erst kürzlich bis 2029 verlängert wurde, trifft nun bereits zum vierten Mal in dieser Saison auf seinen langjährigen Freund „Frenki“ Ignjatovic. Für die Knights geht es nun darum, die Serie wieder auszugleichen und den Heimvorteil zurückzuholen. Klar ist allerdings auch: Die 46ers haben mit ihrem abgeklärten Auftaktauftritt unterstrichen, warum sie aktuell zu den formstärksten Teams der Liga gehören.

Nachberichte ProA Playoffs – Halbfinale Spiel 1

20.05.2026 19:30 Uhr // Phoenix Hagen vs. Eisbären Bremerhaven 85:80

Die Phoenix Hagen sind mit einem Heimsieg in das Halbfinale der ProA-Playoffs gestartet. Vor 3.016 Zuschauern in der ausverkauften Ischelandhalle setzte sich der Hauptrundensieger in einer intensiven und physischen Partie mit 85:80 gegen die Eisbären Bremerhaven durch und ging damit in der „Best of five“-Serie mit 1:0 in Führung. Über weite Strecken entwickelte sich ein enges und hochklassiges Duell, in dem beide Mannschaften immer wieder Antworten fanden. Besonders in der Crunchtime zeigte Phoenix jedoch die größere Ruhe. Knapp eine Minute vor Schluss sorgte Tim Uhlemann mit einem spektakulären Korb nach einer Drehung um die eigene Achse für einen emotionalen Höhepunkt in der Ischelandhalle. Anschließend behielten Bjarne Kraushaar und Devin Schmidt an der Freiwurflinie die Nerven und machten den ersten Sieg der Serie perfekt. Topscorer der Gastgeber wurden Devin Schmidt mit 19 Punkten sowie Tim Uhlemann, der ebenfalls starken Einfluss auf das Spiel nahm und 18 Zähler erzielte. Auch Marcus Graves überzeugte mit 15 Punkten und fünf Assists, während Bjarne Kraushaar neben neun Punkten gleich sieben Vorlagen beisteuerte. Auf Seiten der Bremerhavener punkteten Elijah Miller und Jannis von Seckendorff zweistellig.

Phoenix-Coach Chris Harris zeigte sich nach der Partie zufrieden mit der Reaktion seines Teams in den entscheidenden Momenten: „Das war heute die erwartet physische und enge Partie. Beide Mannschaften haben im Verlauf der Saison eine Identität und einen Stil entwickelt, was gut zu erkennen war. Wir sind phasenweise etwas von unseren Mustern abgewichen, haben in der Crunchtime aber wieder zu unserem Spiel gefunden. Der Schlüssel war für uns, dass wir in den kritischen Momenten beim Rebound zugepackt und auf den Ball aufgepasst haben.“ Auch Bremerhavens Headcoach Steven Esterkamp analysierte vor allem die Schlussphase kritisch: „In der Schlussphase waren wir nicht smart genug. Hier müssen wir mehr bei uns bleiben und auf die Dinge vertrauen, die uns die gesamte Saison über stark gemacht haben. Das, gepaart mit unserer Physis, brauchen wir am Samstag in Spiel zwei.“ Nach zuvor zwei Niederlagen gegen Bremerhaven in der regulären Saison gelang den Hagenern damit ein wichtiger Auftakterfolg im Kampf um den Finaleinzug. Bereits am Samstag folgt Spiel zwei der Serie in Bremerhaven.

 

20.05.2026 20:00 Uhr // Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. GIESSEN 46ers 77:90

Die Bozic Estriche Knights Kirchheim sind mit einer Heimniederlage in die Halbfinalserie der ProA-Playoffs gestartet. Vor emotionaler Kulisse in der gut gefüllten Sporthalle Stadtmitte unterlagen die Ritter den GIESSEN 46ers mit 77:90, wodurch die Hessen in der „Best of five“-Serie mit 1:0 in Führung gingen. Von Beginn an präsentierten sich die Gäste äußerst konzentriert und kontrollierten früh das Tempo der Partie. Vor allem im ersten Viertel spielten die Gießener ihre Erfahrung konsequent aus und erspielten sich schnell Vorteile. Während Kirchheim offensiv nur phasenweise zu seinem Rhythmus fand, agierten die 46ers ruhig, effizient und abgeklärt. Bereits nach dem ersten Abschnitt lagen die Gastgeber mit 17:29 zurück. Auch im zweiten Viertel blieb Gießen zunächst die tonangebende Mannschaft. Besonders die unterschiedliche Freiwurfverteilung sorgte auf Kirchheimer Seite für Unmut. Zur Halbzeit hatten die Gäste bereits 20 Freiwürfe zugesprochen bekommen, die Knights hingegen lediglich acht. Dennoch kämpften sich die Schwaben kurz vor der Pause noch einmal zurück in die Begegnung und verkürzten den Rückstand bis zum Seitenwechsel auf 45:47.

Knights-Headcoach Igor Perovic sah in dieser Phase das Potenzial seiner Mannschaft: „Wir haben in der Phase gesehen wie wir spielen können. Aber es war eine zu kurze Phase. So müssen wir konstant auftreten.“ Nach der Halbzeit erwischten jedoch erneut die Gäste den besseren Start. Gießen setzte sich wieder zweistellig ab und ließ Kirchheim kaum noch längere Läufe zu. Zwar blieb beim Stand von 64:72 vor dem Schlussviertel noch alles offen, doch die 46ers spielten ihre Erfahrung souverän aus und hatten auf jede gute Aktion der Knights die passende Antwort. Perovic zeigte sich nach der Partie entsprechend kritisch: „Glückwunsch an Gießen. Sie haben verdient gewonnen. Wir haben keine gute Leistung gezeigt und müssen viel energischer auftreten. Sonst ist die Serie relativ schnell vorbei.“ Auch Knights-Sportchef Chris Schmidt sprach die entscheidenden Phasen des Spiels offen an: „Das war letztendlich die entscheidende Phase. Wir hatten zu viele Spieler, bei denen die letzten Prozentpunkte gefehlt haben. Gegen eine Mannschaft wie Gießen kostet das am Ende das Spiel.“ Topscorer der Kirchheimer wurde Tyrel Morgan mit 15 Punkten. Bereits am Samstag bietet sich den Knights in Gießen die Chance, die Serie wieder auszugleichen.

Vorberichte ProA Playoffs – Halbfinale Spiel 1

20.05.2026 19:30 Uhr Phoenix Hagen vs. Eisbären Bremerhaven 

Im Halbfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA kommt es zum Duell zweier bislang ungeschlagener Playoff-Teams. Phoenix Hagen trifft auf die Eisbären Bremerhaven – Feuer gegen Eis, Offensivspektakel gegen Küsten-Physis. Spiel eins der „Best of Five“-Serie steigt am Mittwochabend um 19:30 Uhr in der ausverkauften Ischelandhalle. Beide Teams marschierten souverän durchs Viertelfinale. Hagen setzte sich mit einem glatten 3:0 gegen Karlsruhe durch, Bremerhaven bezwang die Artland Dragons ebenfalls ohne Niederlage. Besonders interessant: Bereits in der Hauptrunde gingen beide direkten Duelle an die Norddeutschen. Anfang Januar unterlag Phoenix zuhause knapp mit 79:80, im Rückspiel an der Küste setzte sich Bremerhaven mit 94:79 durch. Vor allem offensiv treffen nun zwei absolute Topteams der Liga aufeinander. Hagen legte in den Playoffs bislang durchschnittlich 92,3 Punkte auf, die Eisbären sogar 93,7 Zähler. Gleichzeitig zeigte Phoenix gegen Karlsruhe enorme defensive Stabilität und hielt die Lions auf nur 69,7 Punkte pro Spiel. Bremerhaven hingegen ließ gegen Quakenbrück im Schnitt 90 Punkte zu – setzte sich aber in engen Situationen immer wieder durch.

Im Fokus steht dabei besonders das Guard-Duell zwischen Elijah Miller und Marcus Graves. Miller war mit durchschnittlich 19,3 Punkten, starken 61,5 Prozent Dreierquote sowie 4,7 Assists und 3,7 Rebounds einer der entscheidenden Faktoren im Bremerhavener Viertelfinale. Graves überzeugte für Hagen bislang mit 11,3 Punkten sowie jeweils 5,7 Assists und Rebounds pro Partie. Unter den Körben dürfte das Duell zwischen Lorenz Brenneke und Lucas N’Guessan eine Schlüsselrolle spielen. Auch personell gibt es einige spannende Verbindungen zwischen beiden Klubs. Phoenix-Headcoach Chris Harris arbeitete zwischen 2014 und 2018 für Bremerhaven, ehe er nach Hagen wechselte und mittlerweile dienstältester Coach der ProA ist. Dazu kommt mit Fabian Bleck ein weiterer Hagener mit Eisbären-Vergangenheit, der von 2015 bis 2019 insgesamt 126 Bundesliga-Spiele für die Norddeutschen absolvierte. Auch Anzac Rissetto wechselte erst im Sommer 2025 von Bremerhaven an die Volme. Entsprechend groß ist der Respekt auf beiden Seiten.

Phoenix-Coach Chris Harris sagte vor dem Halbfinal-Auftakt: „Wir konnten nach einer intensiven Viertelfinalserie gegen Karlsruhe ein wenig frei machen, um die Beine zu regenerieren und den Kopf frei zu bekommen. Nun befinden wir uns in der Vorbereitung auf eine weitere spannende Serie gegen eine Bremerhavener Mannschaft, die über ungemein viel Qualität verfügt. Der Schlüssel für uns ist, die Muster der Eisbären an beiden Enden des Feldes aufzubrechen, um daraus Vorteile für uns zu generieren. Dazu müssen wir vor allem beim Rebound hellwach sein und in der Offense gut auf den Ball aufpassen.“ Die Voraussetzungen für eine intensive und hochklassige Serie könnten kaum besser sein. Beide Teams kommen mit viel Selbstvertrauen, beide verfügen über enorme offensive Qualität.

 

20.05.2026 20:00 Uhr Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. GIESSEN 46ers

Die Bozic Estriche Knights Kirchheim stehen vor dem nächsten historischen Kapitel ihrer Saison. Im Halbfinale der Playoffs der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA treffen die Ritter nun auf die GIESSEN 46ers. Der Sieger der Serie wird erneut im „Best of Five“-Modus ermittelt, Spiel eins steigt am Mittwochabend um 20 Uhr in der Sporthalle Stadtmitte. Nach dem furiosen Viertelfinal-Erfolg gegen BG Göttingen, den die Kirchheimer mit 3:1 für sich entscheiden konnten, bietet sich den Schwaben nun die Chance auf den erstmaligen Finaleinzug seit 2012. Trotz aller Euphorie will man unter der Teck den Fokus aber bewusst klein halten. Geschäftsführer Chris Schmidt erklärte: „Natürlich träumen wir davon, aber ich glaube nicht, dass es allzu viel Sinn macht zu weit nach vorne zu blicken. Wir haben am Mittwoch Spiel eins. Das wollen wir gewinnen. Danach kümmern wir uns um Spiel zwei.“ Nach der intensiven Viertelfinalserie erhielt die Mannschaft von Headcoach Igor Perovic zunächst zwei Tage Pause, um die körperlichen Belastungen zu verarbeiten. Vier Playoffspiele innerhalb weniger Tage hatten Spuren hinterlassen, mehrere Spieler kämpften mit kleineren Blessuren. „Es wäre eher ungewöhnlich, wenn bei diesem Modus und dem engen Spielplan keine körperlichen Themen aufkommen. Das geht allen Spielern so und ist auch normal. Daher war es wichtig durchatmen zu können“, sagte Schmidt.

Mit den GIESSEN 46ers wartet nun allerdings ein Gegner, der den Knights in dieser Saison überhaupt nicht lag. Beide Hauptrundenduelle gingen deutlich an die Hessen – sowohl beim Saisonauftakt in Göppingen als auch beim Rückspiel in Gießen, als Kirchheim allerdings auf mehrere Leistungsträger verzichten musste. Dennoch beendeten die Knights die reguläre Saison vor den Mittelhessen. Die 46ers galten bereits vor Saisonbeginn als einer der großen Aufstiegsfavoriten, hatten während der Hauptrunde jedoch einige Schwächephasen. Pünktlich zu den Playoffs präsentierten sich die Gießener aber in Topform und warfen mit Crailsheim den Tabellenzweiten überzeugend aus dem Wettbewerb. Angeführt wird das Team von Topscorer Kyle Castlin mit 16,3 Punkten pro Partie sowie Ex-Nationalspieler Robin Benzing, der im Schnitt 12,2 Zähler auflegt. Entsprechend groß ist der Respekt auf Kirchheimer Seite. Headcoach Igor Perovic sagte vor der Serie: „Giessen hat sehr viel Erfahrung in ihrem Kader. Jede Position ist mit intelligenten und sehr guten Spielern besetzt, die schon seit Jahren in der Konstellation zusammenspielen. Es wird eine sehr schwere Aufgabe für uns. Das war Göttingen aber auch.“ Die Hoffnung der Ritter liegt nun einmal mehr auf dem Heimvorteil. Beide bisherigen Playoff-Heimspiele konnten die Knights gewinnen, auch gegen Gießen wird wieder eine stimmungsvolle Kulisse erwartet. Das Gästekontingent der Hessen ist nahezu ausverkauft, insgesamt werden über 100 mitreisende Fans aus Mittelhessen erwartet.

Nachberichte ProA Playoffs – Viertelfinale Spiel 4

14.05.2026 19:00 Uhr // Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. BG Göttingen 90:85

Die Bozic Estriche Knights Kirchheim haben Geschichte geschrieben und mit einem hart erkämpften 90:85-Heimsieg gegen die BG Göttingen den Einzug ins Halbfinale perfekt gemacht – gleichzeitig sicherten sich die Teckstädter damit erstmals die Qualifikation für den BBL-Pokal. In einer intensiven und über weite Strecken völlig ausgeglichenen Partie entwickelte sich vor ausverkaufter Kulisse in der Sporthalle Stadtmitte erneut ein echtes Playoff-Duell auf Augenhöhe. Wie schon in den Spielen zuvor erwischten die Knights den besseren Start und gingen früh mit 14:6 in Führung, doch Göttingen kämpfte sich schnell zurück und hielt die Partie bis zum Viertelende eng. Auch im weiteren Verlauf blieb Kirchheim zunächst leicht in Front und nahm eine 45:41-Führung mit in die Halbzeitpause. Mit zunehmender Spieldauer machten sich jedoch die Belastungen bemerkbar, insbesondere nach dem intensiven Auswärtsspiel zwei Tage zuvor.

Zudem mussten die Knights auf Tyrel Morgan verzichten, was sich vor allem in der Energie unter dem Korb bemerkbar machte. Göttingen nutzte diese Phase, übernahm im dritten Viertel zwischenzeitlich die Führung und ging mit einem knappen Vorsprung in den Schlussabschnitt. Dort entwickelte sich ein dramatischer Schlagabtausch, in dem sich kein Team entscheidend absetzen konnte. In der Crunchtime übernahm dann Phillip Russell das Kommando und entschied die Partie quasi im Alleingang. Mit 12 Punkten innerhalb von nur 69 Sekunden stellte der Guard die Weichen auf Sieg. Auf der Gegenseite hielt Jordan Sears mit acht Punkten in dieser Phase dagegen, sodass sich beide Amerikaner ein spektakuläres Duell lieferten. Am Ende behielten die Knights jedoch die Nerven und sicherten sich den verdienten Heimerfolg.

Geschäftsführer Chris Schmidt würdigte nach der Partie die besondere Serie: „Das Spiel war die Fortsetzung einer herausragenden Serie, die extrem eng war. Nuancen haben entschieden. Göttingen hat unsere Defensive immer wieder vor Probleme gestellt. Insgesamt war das Werbung für den Basketballsport. Beide Mannschaften sind sich, sowohl auf dem Parkett wie auch abseits davon, mit sehr viel Respekt begegnet. Die Fans von beiden Mannschaften haben dieser Serie einen tollen Rahmen gegeben.“ Mit dem Halbfinaleinzug krönen die Bozic Estriche Knights Kirchheim eine ohnehin schon außergewöhnliche Saison. Nach mehreren unglücklichen Jahren, in denen große Ziele oft nur knapp verpasst wurden, ist nun der Durchbruch gelungen. Und trotz des bereits historischen Erfolgs ist der Hunger noch nicht gestillt: „Jetzt haben wir es gepackt und natürlich wollen wir es jetzt auch weiter wissen. Wenn man so nah dran ist, dann will man auch den maximalen Erfolg. Man kommt nicht oft in so eine Position. Natürlich brennen wir aufs Halbfinale“, so Schmidt weiter.

 

15.05.2026 20:00 Uhr GIESSEN 46ers vs. HAKRO Merlins Crailsheim

Bericht folgt in Kürze!

Vorberichte ProA Playoffs – Viertelfinale Spiel 4

14.05.2026 19:00 Uhr Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. BG Göttingen 

Bericht folgt in Kürze!

 

15.05.2026 20:00 Uhr GIESSEN 46ers vs. HAKRO Merlins Crailsheim

Die HAKRO Merlins Crailsheim gehen im Playoff-Viertelfinale weiter Schritt für Schritt vor und haben im Kampf um das Halbfinale ein wichtiges Lebenszeichen gesendet. Nachdem die „Zauberer“ einen Matchball der GIESSEN 46ers abwehren konnten, steht nun das nächste entscheidende Spiel in Gießen an, in dem der Ausgleich der Serie gelingen soll. Während Phoenix Hagen bereits souverän ins Halbfinale eingezogen ist und auch die Eisbären Bremerhaven ihre Serie gegen Quakenbrück für sich entschieden haben, bleibt es auf der anderen Seite des Playoff-Baums spannend. Neben Kirchheim, das sich zuletzt in eine starke Ausgangsposition gebracht hat, kämpfen auch die Crailsheimer weiter um den Einzug in die nächste Runde.

Im dritten Duell mit Gießen war von Beginn an zu spüren, was auf dem Spiel stand. Vor ausverkaufter Kulisse in der Arena Hohenlohe entwickelte sich erneut ein intensives und enges Spiel. Crailsheim setzte mit einem 5:0-Start direkt ein Zeichen, doch wie schon in den vorherigen Begegnungen blieb die Partie über weite Strecken völlig offen, mit zahlreichen Führungswechseln auf beiden Seiten. Erst im dritten Viertel gelang es den Merlins, sich etwas abzusetzen. Mit einem starken Lauf erspielten sie sich eine zwischenzeitliche 13-Punkte-Führung und schienen die Kontrolle übernommen zu haben. Doch Gießen kämpfte sich noch einmal zurück, sodass die Entscheidung erst in einer dramatischen Schlussphase fiel.

Am Ende behielten die Crailsheimer beim 88:86 die Nerven und verhinderten das vorzeitige Aus. Auffällig war dabei vor allem die klare Leistungssteigerung der Merlins. Offensiv zeigte sich das Team deutlich variabler und mannschaftlich geschlossener, was sich in 24 Assists widerspiegelte. Auch defensiv präsentierten sich die Crailsheimer verbessert, agierten aggressiver und kamen auf sieben Ballgewinne. Hinzu kamen bessere Wurfquoten sowohl von außen als auch aus der Nahdistanz, die letztlich den Unterschied ausmachten. Mit diesem Rückenwind reisen die HAKRO Merlins Crailsheim nun nach Gießen, wo sie die Chance haben, die Serie auszugleichen und ein alles entscheidendes fünftes Spiel zu erzwingen. Klar ist jedoch: Auch die GIESSEN 46ers werden alles daransetzen, vor heimischem Publikum den Halbfinaleinzug perfekt zu machen – ein weiteres Spiel auf Messers Schneide ist vorprogrammiert.

Nachberichte ProA Playoffs – Viertelfinale Spiel 3

12.05.2026 19:30 Uhr // BG Göttingen vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim 82:89

Die BG Göttingen ist im Playoff-Viertelfinale der ProA weiter unter Druck geraten und liegt nach einer 82:89-Niederlage gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim in der Serie nun mit 1:2 zurück. Vor 2.274 Zuschauern in der Sparkassen-Arena entwickelte sich über weite Strecken ein intensives und ausgeglichenes Duell, das erst in der Schlussphase zugunsten der Gäste kippte. Dabei hatte Göttingen lange Zeit alles im Griff. Trotz des Ausfalls von Wes Dreamer fanden die Veilchen nach anfänglichen Schwierigkeiten immer besser ins Spiel und drehten nach einem Rückstand im ersten Viertel die Partie. Vor allem im zweiten Abschnitt zeigte das Team von Headcoach Fabian Strauß eine starke Reaktion, kämpfte sich zurück und ging mit einer 49:43-Führung in die Halbzeitpause.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Göttingen zunächst am Drücker und baute den Vorsprung zwischenzeitlich auf 14 Punkte aus. Maßgeblichen Anteil daran hatte einmal mehr Jordan Sears, der mit 29 Punkten der überragende Akteur auf dem Parkett war. Doch Kirchheim gab sich nicht auf. Angeführt von einem starken Tylan Pope, der mit 24 Punkten und 10 Rebounds ein Double-Double auflegte, sowie Chuck Harris kämpften sich die Gäste Stück für Stück zurück in die Partie. Ein 10:0-Lauf im dritten Viertel brachte die Knights wieder heran und leitete die Wende ein. Im Schlussabschnitt entwickelte sich schließlich ein offener Schlagabtausch mit mehreren Führungswechseln. In den entscheidenden Minuten zeigte sich Kirchheim abgeklärter. Während Göttingen offensiv zunehmend Probleme bekam, leistete sich Ballverluste und wichtige Würfe verfehlte, sicherten sich die Gäste entscheidende Rebounds und zweite Chancen. So setzten sich die Knights in der Crunchtime ab und brachten den Auswärtssieg letztlich souverän ins Ziel.

Göttingens Headcoach Fabian Strauß analysierte nach dem Spiel: „Kirchheim hat den Sieg in den letzten vier Minuten einfach deutlich mehr gewollt. Sie haben viele wichtige zweite Chancen und viele wichtige Rebounds geholt. Wir haben uns das Leben offensiv mit zwei, drei Turnovern zu viel schwer gemacht. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, das in beide Richtungen hätte gehen können. Wir haben es am Ende nicht mehr hinbekommen, der Physis standzuhalten. Am Donnerstag haben wir die Möglichkeit, die Serie wieder nach Göttingen zu holen – das ist unser Ziel.“ Auch Kirchheims Trainer Igor Perovic hob die Moral seines Teams hervor: „Es war ein sehr gutes Spiel, ein intensiver Kampf. Beide Teams haben alles gegeben. Wir lagen zwischenzeitlich 14 Punkte zurück, und es hat uns viel Energie gekostet, zurückzukommen. Ich spreche meinen Spielern definitiv ein großes Lob aus für den Glauben und den Spirit; das war schön zu sehen. Am Ende haben wir nur ein Spiel gewonnen, einen Schritt gemacht. Das nächste große Spiel ist am Donnerstag.“

 

12.05.2026 19:30 Uhr // Phoenix Hagen vs. PS Karlsruhe LIONS 79:70

Phoenix Hagen hat den Sweep perfekt gemacht und ist mit einem 79:70-Erfolg über die PS Karlsruhe LIONS souverän ins Halbfinale der ProA-Playoffs eingezogen. Vor 3.145 Zuschauern in der erneut ausverkauften Ischelandhalle sicherten sich die Hagener mit dem dritten Sieg im dritten Spiel das Weiterkommen und treffen nun auf Bremerhaven oder Quakenbrück. Dabei tat sich der Hauptrundenerste lange schwerer als es das Endergebnis vermuten lässt. Karlsruhe, mit dem Rücken zur Wand, startete mutig und erwischte den besseren Beginn. Immer wieder kamen die Gäste über zweite Chancen zu Punkten und hielten die Partie bis zur Halbzeit offen. Phoenix fand offensiv zunächst keinen Rhythmus, steigerte sich aber im zweiten Viertel und ging mit einer knappen Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild dann entscheidend. Hagen bekam defensiv deutlich besseren Zugriff und ließ in der gesamten zweiten Hälfte nur noch 29 Punkte der Lions zu. Vor allem über Energie, Rebounding und Ballkontrolle setzten sich die Gastgeber Schritt für Schritt ab. Ein entscheidender Faktor war dabei Marvin Omuvwie, der mit großem Einsatz auf beiden Seiten des Feldes wichtige Impulse lieferte und maßgeblich daran beteiligt war, dass sich Phoenix zwischenzeitlich zweistellig absetzen konnte. Karlsruhe kämpfte sich zwar immer wieder heran, konnte den Rückstand aber nicht mehr entscheidend verkürzen. Spätestens im Schlussviertel kontrollierten die Hagener das Spielgeschehen und brachten den Sieg souverän über die Zeit. Damit endet für die Lions eine insgesamt starke Saison, während Phoenix mit breiter Brust ins Halbfinale einzieht.

Hagens Headcoach Chris Harris zeigte sich nach dem Spiel respektvoll gegenüber dem Gegner und gleichzeitig zufrieden mit der eigenen Entwicklung: „Unser größter Respekt geht an Karlsruhe. Die Lions haben eine tolle Saison gespielt, sich mit einem starken Lauf in die Playoffs gespielt und es uns deutlich schwerer gemacht, als die einzelnen Ergebnisse der Viertelfinalpartien vermuten lassen. Heute haben wir uns vor allem zum Start schwergetan, unseren Rhythmus zu finden. Das wurde nach der Pause besser, nachdem wir beim Rebound besser zugegriffen und im Angriff seltener den Ball verloren haben. Genau diese Qualitäten werden wir auch im Halbfinale noch mehr brauchen, egal auf welche Mannschaft wir dort treffen.“

 

13.05.2026 19:00 Uhr // Eisbären Bremerhaven vs. Artland Dragons 117:112

Die Artland Dragons sind nach einem echten Playoff-Krimi aus den ProA-Playoffs ausgeschieden. In einem spektakulären dritten Viertelfinalspiel mussten sich die Quakenbrücker den Eisbären Bremerhaven nach Verlängerung mit 112:117 geschlagen geben – damit geht die Serie mit 0:3 verloren, obwohl jedes Spiel bis in die Schlussphase offen war. Im Mittelpunkt stand dabei eine historische Vorstellung von Ben Burnham, die am Ende dennoch nicht zum Sieg reichte. Der MVP der Liga lieferte mit 46 Punkten, 8 Rebounds und sieben Dreiern eine Performance für die Geschichtsbücher ab und hielt sein Team über weite Strecken im Spiel. Unterstützt wurde er unter anderem von Amir Hinton und Buzz Anthony, doch gegen die mannschaftliche Geschlossenheit der Bremerhavener reichte selbst diese Offensivleistung nicht aus.

Wie schon in den ersten beiden Spielen entwickelte sich auch Spiel drei zu einem intensiven und ausgeglichenen Duell. Beide Teams lieferten sich über 40 Minuten einen offenen Schlagabtausch mit zahlreichen Führungswechseln. Die Dragons hatten dabei mehrfach die Kontrolle, konnten sich aber nie entscheidend absetzen, während Bremerhaven immer wieder Antworten fand – vor allem über ihre Big Men und zweite Chancen. Die dramatische Schlussphase bot alles, was Playoff-Basketball ausmacht. Burnham brachte die Dragons kurz vor Schluss sogar in Führung, doch Bremerhaven glich in letzter Sekunde aus und erzwang die Verlängerung. Dort zeigten die Gastgeber dann die größere Abgezocktheit. Angeführt von Elijah Miller und Jacob Biss trafen die Eisbären in den entscheidenden Momenten die besseren Entscheidungen, während sich bei den Dragons kleine Fehler und vergebene Chancen summierten.

Headcoach Hendrik Gruhn zeigte sich nach dem Spiel entsprechend emotional: „Glückwunsch an Steve und die Bremerhavener Mannschaft. Es war eine brutale Serie, die heute in dem besten Spiel gegipfelt ist. Wir haben alles reingeworfen und versucht, dieses Spiel hier zu gewinnen. Am Ende waren es Kleinigkeiten, die das Spiel entschieden haben. Zu viele Ballverluste, gerade im vierten Viertel. Natürlich bin ich stolz auf die Jungs, aber gerade ist einfach nur ein heftiger Schmerz da.“ Damit endet für die Artland Dragons eine starke Saison auf bittere Weise. Trotz des klaren 0:3 in der Serie war jedes Spiel hart umkämpft und wurde erst in den letzten Minuten entschieden. Die Eisbären Bremerhaven hingegen ziehen verdient ins Halbfinale ein – dort wartet nun mit Phoenix Hagen der Hauptrundenerste.

 

13.05.2026 19:30 Uhr // HAKRO Merlins Crailsheim vs. GIESSEN 46ers 88:86

Die HAKRO Merlins Crailsheim haben im Playoff-Viertelfinale ein wichtiges Lebenszeichen gesendet und sich im Kampf um das Halbfinale zurückgemeldet. Nach zuvor zwei Niederlagen gegen die GIESSEN 46ers gelang den „Zauberern“ ein knapper, aber enorm wichtiger 88:86-Erfolg, mit dem die Serie auf 1:2 verkürzt wurde. Von Beginn an war die Bedeutung der Partie in der Arena Hohenlohe spürbar. Beide Teams agierten mit hoher Intensität, unterstützt von lautstarken Fans auf beiden Seiten. Crailsheim erwischte mit einem 5:0-Start den besseren Beginn, doch wie schon in den Spielen zuvor entwickelte sich schnell ein enges Duell, in dem nahezu jeder Treffer einen Führungswechsel bedeutete. Erst im dritten Viertel konnten sich die Merlins etwas absetzen: Mit einem starken Lauf erspielten sie sich eine zwischenzeitliche 13-Punkte-Führung und schienen die Kontrolle zu übernehmen. Doch Gießen blieb seiner Linie treu und kämpfte sich zurück in die Partie, sodass es in der Schlussphase erneut hochspannend wurde.

Am Ende behielten die Merlins die Nerven und sicherten sich den verdienten Sieg, der die Serie wieder offen hält. Auffällig war vor allem die klare Leistungssteigerung der Crailsheimer. Offensiv zeigte sich das Team deutlich strukturierter und mannschaftlich geschlossener – 24 Assists sprechen für eine verbesserte Ballbewegung. Auch defensiv präsentierten sich die Merlins stabiler, steigerten sich bei den Ballgewinnen und agierten insgesamt wacher. Hinzu kam eine verbesserte Trefferquote sowohl von außen als auch aus dem Zweipunktebereich, was letztlich den Unterschied ausmachte. Nun steht für die HAKRO Merlins Crailsheim das nächste Schlüsselspiel an: Auswärts in Gießen bietet sich die Chance, die Serie endgültig auszugleichen und ein entscheidendes fünftes Spiel zu erzwingen. Klar ist dabei auch, dass erneut ein Spiel auf Augenhöhe zu erwarten ist – mit dem kleinen Vorteil, dass die Merlins den psychologischen Rückenwind auf ihrer Seite haben.