Baskets verpflichten ehemaligen amerikanischen U18-Nationalspieler

Die EPG Baskets Koblenz haben für die kommende Saison mt dem 24-jährigen Aufbauspieler Alani Moore ihren ersten Neuzugang verpflichtet. Vor seiner Zeit an der renommierten Temple University spielte Moore für die U18- Nationalmannschaft beim Albert-Schweitzer-Turnier 2016 und beendete das Turnier als insgesamt viertbester Vorlagengeber. Im Anschluss ging es für den 1,78 m großen Guard an die Temple University, für die er in der starken ACC in vier Jahren über 120 Spiele absolvierte. In seiner letzten Saison am College wies Moore mit 8,4 Punkten, 2,6 Assists und 1,3 Steals seine besten Werte auf. Dabei überzeugte der Guard sowohl mit einer hohen Trefferquote aus der Distanz (39,8 % 3er-Quote), als auch mit einer niedrigen Turnoverquote (1,4 pro Spiel) in 32 Minuten Spielzeit. Nach seinem Abschluss ging es für den wurfstarken Moore zu den Houston Push (Eigentümer ist der ehemalige NBA Star Steve „Franchise“ Francis) in die TBL, wo er mit 12,5 Punkten und 5,1 Assists erneut seine Qualitäten unter Beweis stellen konnte. In der vergangenen Saison lief er dann für den iranischen Superligisten Saanat Mes Rafsanjan auf und gehörte dort mit knapp 19 Punkten und 5 Assists zu den besten Spielern der Liga. Bei den Baskets soll Moore dem Backcourt zusätzliche Korbgefahr und Kreativität verleihen. Moore, der nicht nur aus der Distanz für Gefahr sorgt, scheut auch den aggressiven Drive zum Korb nicht und kann durch seine Schnelligkeit und Kraft auch größere Gegenspieler verteidigen.

Heachcoach Pat Elzie: „Ich freue mich sehr, dass sich Alani trotz einiger weiteren Angebote aus höherklassigen Ligen für Koblenz entschieden hat. Er hat auf einem sehr guten College gespielt und war dort Starter auf der wichtigen Point Guard Position. Alani spielt mannschaftsdienlich, besitzt einen guten Wurf und verfügt über einen hohen Basketball IQ. Auch in der Verteidigung hat er als echter Fighter seine Stärken. Er wird zusammen mit Marvin Heckel, dem vielleicht stärksten Guard in der ProB, ein starkes Tandem im Backcourt bilden. Für mich als Coach ist es ein Luxus, zwei so starke Führungsspieler im Backcourt zu haben. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Alani und bin gespannt, wie er sich in der ProB für Koblenz präsentiert.“

Alani Moore: „Ich bin ein Teamspieler, der mit Koblenz in der neuen Saison große Ziele hat. Die Gespräche mit Coach Pat Elzie waren kurz, aber in den wichtigen Details stimmten wir zu 100 Prozent überein. Ich freue mich auf die Herausforderung in Koblenz, auf eine wunderschöne Stadt, meine neuen Mannschaftskameraden und die Leute aus dem Verein kennenzulernen.“

Transfercoup am Menzenberg

Nach insgesamt 301 Spielen auf höchstem Niveau in der easyCredit BBL kehrt das Bonn/Rhöndorfer Eigengewächs Florian Koch ins Rheinland zurück und geht wieder für die Dragons Rhöndorf in der BARMER 2.Basketball Bundesliga ProB auf Korbjagd.

Als echter „Bonner Jung“ gelang Florian Koch 2011 erstmals der Sprung via Doppellizenz in den Kader der Dragons Rhöndorf, nachdem er zuvor die Leistungs Mannschaften des Team-Bonn/Rhöndorf durchlaufen hatte. Bis 2013 zählte der athletische Forward zu den Leistungsträgern der Drachen und legte in seiner letzten Saison am Menzenberg durchschnittlich 13,9 Punkte und 4,8 Rebounds auf, ehe er fest in den Bundesliga-Kader von Kooperationspartner Telekom Baskets Bonn aufrückte. Dort schaffte er es sich Stück für Stück seinen Platz in der Bundesliga-Rotation zu erarbeiten und legte 2015/16 allabendlich 7,0 Punkte und 2,7 Rebounds für seinen Heimatverein in der höchsten nationalen Spielklasse auf.

Mit dem Wunsch nach mehr Spielzeit und der Herausforderung außerhalb des heimischen Umfelds die eigene Entwicklung voranzutreiben, folgte der 1,97 Meter große Athlet schließlich 2017 dem Ruf der MHP Riesen Ludwigsburg unter Coach John Patrick. Im ambitionierten Programm der Riesen blieb jedoch abermals nur die Rolle als Einwechselspieler mit überschaubarem statistischem Output (3,0 PPG & 1,0 RPG). Mit der Aussicht auf mehr Minuten und sportliche Herausforderungen wechselte Florian Koch schließlich nach einem Jahr gen Würzburg, wo er auf Anhieb ein sportlicher Eckpfeiler der Unterfranken wurde und insgesamt drei Jahre verbrachte.

Mit Ablauf seines Vertrages im Sommer des vergangenen Jahres folgte letztlich der Wechsel zu den JobStairs GIESSEN 46ers, für die er seine bis dato beste BBL-Saison aufs Parkett legte. 9,0 Punkte, garniert mit 3,2 Rebounds und 0,7 Assists und ein persönliches Career-High von 24 Punkten gegen die Hamburg Towers waren die Ausbeute der vergangenen Spielzeit, die jedoch für die traditionsreichen Mittelhessen mit dem sportlichen Abstieg in die ProA endete.

Bei den Dragons Rhöndorf unterzeichnete Florian Koch einen mehrjährigen Vertrag und trifft in Person von Headcoach Julius Thomas auf einen alten Bekannten aus unzähligen Workouts und Einzeltrainings in den vergangenen Offseasons.

Julius Thomas (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Mit der Verpflichtung von Flo geht ein Traum in Erfüllung. Wir haben in den vergangenen Jahren schon immer wieder gesagt, dass wir mal zusammen in einem Team arbeiten wollen und es ist extrem schön, dass es jetzt klappt. Flos Qualitäten als Spieler sind enorm groß, noch größer sind jedoch seine Qualitäten als Mensch. Sein Arbeitseifer, seine Durchsetzungsfähigkeit und seine sehr offene und nahbare Art werden unseren Verein sehr bereichern. “

Yannick Arenz (Geschäftsführer Dragons Rhöndorf): „Es freut uns, dass wir einen gestandenen Bundesliga-Spieler wie Flo Koch von einer Rückkehr zu den Dragons Rhöndorf überzeugen konnten. Es ist nicht selbstverständlich, dass sich ein Spieler seiner Klasse nach seiner bislang besten BBL-Saison bewusst auf die ProB einlässt. Mit seiner Erfahrung aus über 300 BBL-Spielen und Rhöndorfer Vergangenheit wird er eine der sportlichen Leit- und Identifikationsfiguren in unserer Mannschaft.“

Florian Koch (Neuzugang Dragons Rhöndorf): „Ich freue mich unglaublich darauf, wieder zu meinen sportlichen Wurzeln zurückzukehren und erneut als Drache Basketball zu spielen. Das ist nach einigen Jahren außerhalb des Rheinlandes einfach wieder eine riesige Ehre für mich. Ich glaube ich werde noch viele Gesichter in und um den DragonDome wiedererkennen und bin seit meiner Vertragsunterschrift bereits Feuer und Flamme für die neue Saison. Ein Argument für meinen Wechsel ist natürlich auch Julius Thomas, mit dem ich schon viele Jahre jeden Sommer im Individualtraining zusammengearbeitet habe, woraus mittlerweile auch eine Freundschaft entstanden ist. Es ist spannend und schön, dass wir nun auch mal in einem Team zusammenarbeiten können, um gemeinsam am Menzenberg etwas Spannendes entstehen zu lassen.“

Henry van Herk: Der neue Kanadier der Kangaroos

Mobil, variabel, groß und smart. Das sind die prägenden Attribute der Neuverpflichtung der Iserlohn Kangaroos. Mit Henry van Herk haben sich die Waldstadt-Korbjäger für die Saison 2022/23 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB die Dienste eines jungen Kanadiers gesichert. Der 2,06 Meter große Forward/Center kommt auf Empfehlung und verfolgt seit zwei Jahren aus der Entfernung, wie sich die Kangaroos entwickeln.

Die Queen’s University in Ontario ist Heimat eines der renommiertesten Basketball-Programme in Kanada. Ein Spieler, der dort ausgebildet worden und bei den Kangaroos bestens bekannt ist, ist Tanner Graham. Und eben jener war an der Uni ein Teamkollege von Henry van Herk. Als Graham nach Iserlohn wechselte, verfolgte van Herk aufmerksam die Entwicklung seines ehemaligen Teamkameraden. Und behielt die Kangaroos auch anschließend im Auge.

In diesem Sommer gab es dann erst die Annäherung. Und schließlich auch die Einigung. Der 24-Jährige kommt nach seiner College-Zeit nach Iserlohn, um die Kangaroos in der neuen Spielzeit zu unterstützen. An der Uni hat sich der mobile Big Man in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert und stand zuletzt in der Starting Five, legte 8,5 Punkte, 5,5 Rebounds und 1,2 Steals im Schnitt auf. „Henry ist ein unangenehmes Matchup auf den großen Positionen. Durch sein Skillset kann er das Spiel breit machen“, erklärt Headcoach Dennis Shirvan. Und genau das sind die Fertigkeiten, die er sich von seinen Centern wünscht: „Von Flügel bis Center kann Henry alles spielen, das gibt unserem Spiel weiteren Facettenreichtum und unterstreicht unsere Spielidee für die kommende Saison.“

Auch Kangaroos-Geschäftsführer Michael Dahmen ist angetan davon, wie sich die Gespräche entwickelt haben – und ist begeistert von der Spielanlage des gebürtig aus Toronto stammenden van Herk: „Was ich bislang gesehen habe, hat mir sehr gut gefallen. Auch die Tatsache, dass er charakterlich und menschlich einen sehr guten Eindruck macht, waren auch die Gespräche mit Tanner über Henry sehr zielführend, konstruktiv und geben mir den Eindruck, einen wirklichen guten Fang gemacht zu haben.“ Und Henry van Herk selbst hat ehrgeizige Ziele mit seinem neuen Team – und brennt schon auf seinen Umzug nach Iserlohn: „Ich bin absolut begeistert davon, Teil der Kangaroos zu werden. Die Gespräche waren sehr gut, sehr offen und sehr herzlich. Zwei Jahre lang habe ich die Entwicklung des Klubs verfolgt. Und ich freue mich sehr darauf, Teil dieses Teams zu werden. Und auf dem Feld dabei zu helfen, dass wir gemeinsam erfolgreich sind“, so der 24-Jährige.

Cleary soll „Kreativfixpunkt“ werden

An der University of Minnesota Crookston hat sich Harrison Cleary einen hervorragenden Ruf erworben, musste in Spanien Rückschläge verkraften und will in Kürze in Wedel neu angreifen.

Die Verpflichtung des 24-jährigen US-Amerikaners verknüpfen die Verantwortlichen des SC Rist mit hohen Erwartungen. „Harrison ist ganz klar jemand, der das Spiel, das Tempo, die Aktionen und alles drumherum gestalten kann“, sagt Trainer Stephan Blode. Er und der Sportliche Leiter Christoph Roquette legten sich trotz der großen Auswahl an Spielern, die jedes Jahr aus dem Basketball-Mutterland auf den Markt drängen, schnell auf Cleary fest.

Der 1,85 Meter große Cleary kann das Spiel lenken und Nebenmänner in Szene setzten, hat aber ebenso bewiesen, dass er auch selbst ein zuverlässiger Punktesammler ist. Auf diese doppelte Stärke habe man bei der Spielersuche Wert gelegt, betont Roquette. „Wir erwarten von Harrison, dass er ein Kreativspieler für uns wird – nicht der einzige, aber auf jeden Fall ein Kreativfixpunkt in der Offensive. Defensiv sind die Erwartungen an alle immer die gleichen: Sie sollen hart verteidigen und das Konzept haargenau umsetzen“, ergänzt Blode.

Und gleichzeitig galt es einen Mann zu finden, der sich beweisen will und das Sprungbrett SC Rist – wie mehrere Landsleute vor ihm – schwungvoll nutzen möchte, um sich für nachfolgend höhere Aufgaben zu empfehlen. „Wir haben ihn überzeugen können, dass es bei uns der richtige Zeitpunkt und der richtige Ort für ihn ist, seine Karriere in gute Bahnen zu bringen“, sagt Roquette.

Clearys ansprechende Leistungen in der LEB Plata (15,1 Punkte, 3 Rebounds, 2,1 Assists, Dreierquote: 45,7 Prozent) wurden in der vergangenen Saison nach sieben Spielen unterbrochen, als es den Amerikaner im November an der Schulter erwischte und er deshalb nicht mehr für den Drittligisten CD Carbajosa auflaufen konnte. Auch sein erstes Jahr, die Saison 2020/21, als Profi verlief nicht wie gewünscht. Clearys gute Leistungen und seine begeisternden Statistiken, die er von 2016 bis 2020 an der University of Minnesota Crookston (NCAA Division 2) erbracht hatte, katapultierten den US-Amerikaner gleich in die zweite spanische Liga, LEB Oro. Fast 27 Zähler im Schnitt, gut 4 Assists, eine Freiwurfquote von 91 Prozent (alles Zahlen aus der Saison 2019/20) waren gute Gründe.Doch erst bei Tau Castelló und dann bei CB Almansa kam Cleary in Spaniens zweiter Liga nicht richtig zum Zuge. „Die spanischen Ligen sind noch mal einen Tick besser als die deutschen“, gibt Roquette zu bedenken. „Dort hat er sich im ersten Jahr aber nicht durchsetzen können. Uns hat überzeugt, da wir Leute brauchen, die jung und hungrig sind, dass er nicht gleich abgehauen ist, sondern es weiter probiert hat“, so der Wedeler Sportchef. „Ich glaube, er wird ein toller Spieler für uns sein. Aber ich denke auch, dass Harrison herkommen wird und etwas zu beweisen hat“, meint Blode.

RHEINSTARS ALS TEIL DER PERFEKTEN KOMBINATION – RUPI HENNEN WECHSELT NACH KÖLN

„Für mich ist es die perfekte Kombination von Basketball, Studium und Standort. Außerdem habe ich Megabock auf das Programm“, sagt Rupert Hennen, der erste offizielle Neuzugang der RheinStars Köln für die kommende Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Nach intensiven Gesprächen setzte der Pointguard seine Unterschrift unter den Vertrag, der beiden Seiten beste Perspektiven bietet. Dem Spieler, weil er seine sportlichen und beruflichen Wünsche kombinieren kann. Den RheinStars, weil sie nach dem Abgang von Kapitän Vincent Golson einen der herausragenden Spieler der vergangenen ProB-Saison nach Köln lotsen konnten. „Und weil wir mit Rupi unsere Spielidee eigentlich perfekt weiterarbeiten und entwickeln können“, sagt Manager Stephan Baeck.

Schon seit seinen ersten Kurzauftritten in der ProA gegen Köln in der Saison 2015/2016 hat Baeck den mit 24 Jahren immer noch jungen, aber trotzdem mit über 100 ProA-Spielen erfahrenen Spielmacher im Blick. „Ich wollte mit ihm schon lange zusammenarbeiten. Ich freue mich, dass wir das jetzt endlich in die Tat umsetzen können. Er ist schnell, setzt seine Mitspieler gut in Szene, kann verteidigen und hat ein sehr gutes Gefühl für das Spiel.“

Hennen stammt aus Trier, durchlief die Jugendabteilung der heutigen Römerstrom Gladiators. Ab 2016 mischte er quasi als Stammkraft und zweiter Pointguard fünf Jahre lang in der Trierer ProA mit. In der vergangenen Spielzeit wechselte er dann zu den EN Baskets Schwelm. Dort wurde er zum Leader im Aufbau und zum Marathon-Mann. Fast 35 Minuten stand er im Schwelmer Trikot durchschnittlich auf dem Feld. „Mir hat das nichts ausgemacht. Freunde haben mir mal gesagt, ich hätte eine Pferdelunge“, sagt Hennen schmunzelnd. Auf 16.5 Punkte und fast 7 Assists kam er bei einer Effektivität von 18 pro Spiel. Allesamt Spitzenwerte in der Liga.

Als angehender Student der Deutschen Sporthochschule Köln soll Hennen nun einer der ersten Bausteine sein, mit denen die RheinStars die kommenden Jahre vorbereiten wollen. Schließlich rollen nach der Fertigstellung des Basketball Campus Köln powered by Flossbach von Storch bereits die Bagger im Müngersdorfer Radstadion.  Hier entsteht mit dem Bundesleistungszentrum der Radsportler auch die nötige Infrastruktur für höhere Ambitionen bei den Basketballern und Volleyballern der Stadt.  Mit der dann 3.000 Zuschauer fassenden Spielstätte in unmittelbarer Nähe zur Spoho können in spätestens zwei Jahren auch Angriffe auf höhere Spielklassen gestartet werden. Hennen: „Sag ich doch, die perfekte Kombination.“

Marcel Davis kehrt zurück in den Wizards-Kader

Ein Altbekannter ist zurück im Kader College Wizards: Shooting Guard Marcel Davis. Der Sportstudent und gebürtige Karlsruher befindet sich bereits im Aufbautraining und nutzt zudem die anstehende Europameisterschaft in Polen (22.07-31.07.2022), um sich die nötige Wettkampfpraxis für die neue Saison zu holen.

„Ich freue mich sehr darauf, wieder voll dabei sein zu können. Nachdem ich wegen meines Studiums kürzertreten musste und nur noch sporadisch zur Verfügung stand, möchte ich wieder angreifen und zu alter Form zurückfinden“, erklärt Davis.

Auch Wizards-Geschäftsführer Zoran Seatovic ist von den Qualitäten des 26-Jährigen überzeugt: „Marcel war immer eine wichtige Stütze des Teams und kann sowohl defensiv wie auch offensiv wichtige Impulse setzen. Seine Rückkehr tut unserem Team sehr gut.“

Piet Niehus geht mit in die Pro B

Mit dem 1,88 Meter großen Piet Niehus verlängert einer der Leistungsträger der Aufstiegssaison seinen Vertrag, um auch in der nächsthöheren Spielklasse mit der BBG erfolgreich zu sein.

Dabei musste Piet seine Rolle im Team neben den beiden gesetzten starken Guards Omar Zemhoute und Ole Wendt zunächst finden. Nach einer Phase des Kennenlernens ergänzten sich die drei jedoch hervorragend und Piet war vor allem zur Stelle, als Ole verletzungsbedingt einige Spiele pausierte. Sein vermutlich stärkstes Spiel lieferte er beim fulminanten 105:55 Auswärtssieg beim Deutzer TV ab. 23 Punkte bei einer starken Trefferquote von über 60%, inklusive fünf getroffenen Dreiern, 4 Assists und 5 Steals steuerte er zum sensationell deutlichen Erfolg bei.

Aber auch in anderen Partien zeigte das Nordlicht seine Klasse und beendete die Hauptrunde mit starken 11,9 Punkten pro Spiel. In den Playoffs wurde er von Verletzungsproblemen etwas ausgebremst und konnte deshalb nicht sein volles Potential abrufen, was ihm schon Motivation für die kommende Saison geliefert hat: „Ich bin wieder top fit und möchte in der Pro B sofort mehr Verantwortung im Team übernehmen. Im Sommer arbeite ich fleißig in der Halle an meinem Spiel, um mir eine entsprechende Rolle zu erarbeiten.“

Neben seiner starken sportlichen Leistung engagiert sich Piet auch im Verein, indem er Schul AGs für die BBG anleitet. Das gefällt auch Geschäftsführer Jürgen Berger: „Piet ist auf dem Spielfeld manchmal ein Hitzkopf, aber grundsätzlich ein sehr lieber junger Mann. Wir freuen uns, dass er sich auf und neben dem Spielfeld so engagiert zeigt und uns weiterhin erhalten bleibt.“

Nach drei Jahren unter Anton Gavel erhält die OrangeAcademy ein neues leitendes Gesicht. 

Baldur Ragnarsson, welcher selbst bis 2016 aktiver Spieler bei Thor Thorlakshofn war, geht mit dem Headcoach-Posten bei der OrangeAcademy und der NBBL ratiopharm ulm den nächsten Schritt seiner Trainerkarriere. Mit seinen jungen 32 Jahren liegen hinter dem Isländer bereits einige bemerkenswerte Stopps und Auszeichnungen. Nach dem Ende seiner Spielerkarriere unterstütze er seinen Club Thor vorerst als Co-Trainer, ab der Saison 2018/19 dann auch als Headcoach.  

Mit der Folgesaison nahm er bei Tindastoll Sauoarkrokur, einem weiteren isländischen Erstligisten, die Position des Headcoches ein und wurde 2022 zum Trainer des Jahres gekürt. 

Sportdirektor Thorsten Leibenath über den Zuwachs aus Island: „Baldur ist ein junger ambitionierter Coach, der bereits einige Erfolge vorweisen kann und es weiß Spieler zu entwickeln. Beim Kennenlernen in Ulm hat er sowohl bei der sportlichen Leitung als auch bei den Spielern einen guten Eindruck hinterlassen. Wir begrüßen ihn recht herzlich in Ulm und freuen uns auf die kommende Saison!“

Neben seiner Tätigkeit als Headcoach der OrangeAcademy und der NBBL ratiopharm ulm ist Ragnarsson auch Trainer der isländischen U20-Nationalmannschaft und Assistant Coach der A-Nationalmannschaft. 

Im Gespräch zeigte sich Ragnarsson voller Vorfreude auf seine Zeit an der Donau: „Ulm gehört zu den größeren Organisationen Europas und verfügt mit dem OrangeCampus über hervorragende Trainingsmöglichkeiten, weshalb ich mich sehr gefreut habe, als sich Thorsten bei mir meldete.“

In Hinblick auf die kommende Saison zeigt sich der Isländer fokussiert: 

„Spieler weiterzuentwickeln, auf dem Feld und fernab des Courts, wird meine höchste Priorität sein. Natürlich möchte ich gemeinsam mit den Teams so viele Spiele gewinnen wie möglich und mich auch als Coach weiterentwickeln. Hier eine neue Sprache zu lernen und in einer Weltklasse-Facility zu arbeiten und zu spielen, erfüllt mich mit Vorfreude.“

Jentz geht aus beruflichen Gründen

Der SC Rist verabschiedet Yngve Jentz, der seit 2019 in 68 ProB-Spielen auflief und der nach dem Ende seines Studiums aus beruflichen Gründen nicht mehr die Zeit aufbringen kann, um das vollständige Trainingspensum zu bewältigen. „Wir haben beidseitig festgestellt, dass es in der ProB nicht mehr möglich ist, wenn man deutlich weniger trainiert und haben dann zusammen gesagt, dass wir dann leider getrennte Wege gehen müssen. Es ist in der ProB nicht mehr möglich, das Training auf zwei- bis dreimal die Woche zu reduzieren“, so der Sportliche Leiter Christoph Roquette.

Damit geht nach Aurimas Adomaitis die zweite Hälfte des Wedeler Center-Gespanns, das sich in den Spielen bei der Arbeit unter dem Korb abwechselte und sich im Training angesichts von jeweils mehr als 100 Kilogramm Kampfgewicht brachiale Duelle lieferte. Das sportliche Verhältnis zwischen Adomaitis und Jentz wurde im Mannschaftskreis augenzwinkernd mit einer Ehe verglichen. „Rimos Abschied war ja vorher bekannt, da wurden in der Kabine schon ein paar Scherze in Richtung Ehepaar Yngve-Aurimas gemacht. Und jetzt gehen sozusagen beide Eheleute gleichzeitig von Bord. Sie haben sich im Training immer gegenseitig verteidigt und waren ein Herz und eine Seele – und an manchen Tagen vielleicht auch ein bisschen weniger. Es war immer lustig und lebendig mit den beiden“, sagt Trainer Stephan Blode.

Und Roquette erinnert sich: „Yngve haben wir damals in den Kader geholt, weil wir ein Pendant zu Aurimas brauchten.“ Doch der 25-Jährige war beileibe nicht nur Sparringspartner. „Er hat sich immer mehr in die Rotation ’reinspielen können“, sagt der Sportliche Leiter. In der vergangenen Saison dann überholte Jentz den Litauer in Sachen Einsatzzeit. Jentz sei zwar vorrangig „defensiver Arbeiter“ gewesen, wie Blode es nannte, habe aber immer wieder Auftritte gehabt, „bei denen er dann mehr ins Rampenlicht getreten ist“, sagt der Trainer und hat dabei unter anderem den 30. Oktober 2021 im Hinterkopf, als Jentz gegen Schwelm auf 15 Zähler kam.

Uzoma: „Werde hart arbeiten, um das Vertrauen zu rechtfertigen!“

Die Iserlohn Kangaroos statten Big Man Ben Uzoma mit einem 1+1-Optionsvertrag aus. Der 2,10 Meter große Center wechselt, wie Samuel Mpacko, von den ART Giants Düsseldorf in die Waldstadt. Und ist zuversichtlich, in Headcoach Dennis Shirvan und Entwicklungscoach Toni Prostran Trainer an seiner Seite zu haben, die ihn fördern und fordern werden, um sich als Kraft unter den Körben der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB etablieren zu können.

„Wir haben uns nach den guten Gesprächen für den Optionsvertrag entschieden, weil Ben zweifellos Potenzial hat und wir uns gut vorstellen können, dass er sich hier in den kommenden Monaten und Jahren gut entwickeln kann“, erklärt Kangaroos-Geschäftsführer Michael Dahmen. Die getroffene Vereinbarung empfindet der 23-Jährige als Wertschätzung – und verspricht: „Ich werde viel und hart arbeiten, um das mir entgegengebrachte Vertrauen zu rechtfertigen!“

Die vergangenen anderthalb Spielzeiten hat er mit den ART Giants Düsseldorf verbracht. Und war somit auch Teil des Teams, das in der abgelaufenen Saison die Vizemeisterschaft und somit den Sprung in die ProA geschafft hat. Durchschnittlich kam er dabei rund acht Minuten pro Partie zum Einsatz. Und nutzte diese Zeit für 2,3 Punkte, 2,7 Rebounds und knapp einen Block. Seine Stärken sieht er vor allem in seiner Athletik und seiner Defense. Eine Einschätzung, die Headcoach Shirvan teilt: „Ben ist für seine Größe ziemlich beweglich und bringt uns unter den Körben offensiv wie defensiv wichtige Physis.“

Dass es unter den Körben zur Sache gehen kann, schreckt den jungen Center nicht ab. Im Gegenteil. „Das gehört dazu. Und ist ein wichtiger Teil des Spiels“, so der gebürtige Aachener. Und warum hat er sich für die Kangaroos entschieden? „Ich habe das Gefühl, dass in Iserlohn alles gut zusammenpasst. Und dass Iserlohn und ich zusammenpassen“, sagt der Big Man. Die Gespräche, das Training, das Umfeld – schon bei seiner ersten Visite in der Waldstadt hatte er ein gutes Gefühl. Und freut sich darauf, die Matthias-Grothe-Halle als Tollhaus zu erleben. Denn auch wenn er in der vergangenen Spielzeit gegen die Kangaroos aufgelaufen ist – in Iserlohn war er nicht dabei. „Bislang habe ich nur davon gehört und es in Videos gesehen, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Atmosphäre in der Halle ziemlich beeindruckend ist“, so Uzoma.