Prostran: “Wir haben hier ein Zuhause gefunden!”

Seit zwei Jahren ist Toni Prostran auf dem Feld der General der Iserlohn Kangaroos in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Und das bleibt auch so. Der 31-jährige Kroate und die Waldstadt-Korbjäger haben sich beidseitig für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit ausgesprochen. Wenngleich sich Prostrans Schwerpunkte fernab der ProB ein wenig verlagern werden.

Seit er mit dem Basketballspielen begonnen hat, steht Toni Prostran unter Druck. Druck, Leistung zu bringen. Druck, seine Teams zum Sieg zu führen. Druck, der Beste zu sein, Anführer zu sein. Von diesem Druck fühlt er sich mittlerweile befreit. „Ich bin immer noch bereit, jederzeit Verantwortung zu übernehmen“, sagt er. Aber: „Die Verantwortung fühlt sich in Iserlohn anders an. Leichter. Einfach besser.“

Wahrscheinlich hat diese innere Gelassenheit vor allem damit zu tun, dass sich seine Familie in Iserlohn heimisch fühlt. „Die Kangaroos sind mehr als Basketball. Sie haben Iserlohn zu unserem neuen Zuhause gemacht“, sagt Prostran. Und auch seine Tochter ist mittlerweile angekommen. „Sie wurde im vergangenen Jahr eingeschult, geht gerne in die Schule und macht das wirklich toll. Deswegen haben wir gar nicht lange Nachdenken müssen, als die Frage im Raum stand. Wir haben uns sofort für Iserlohn entschieden – und gegen den nächsten Umzug“, erklärt der Aufbauspieler.

Zur vergangenen Saison hat Prostran die U16/1 als Trainer übernommen. Und außerordentlichen Spaß daran gefunden, sein Wissen an den Nachwuchs weiterzugeben. „Da sehe ich mich auch nach meiner aktiven Laufbahn. Mit Talenten arbeiten, sie entwickeln, ihnen das nötige Rüstzeug mit auf den Weg zu geben, bereitet große Freude“, erklärt der 31-Jährige. Zudem wird er das Individualtraining der Perspektivspieler übernehmen, um sie auf die Aufgaben in der ProB, aber auch in der 2. Regionalliga vorzubereiten.

Und genau deshalb ist der „General“ nicht nur auf dem Feld eine große Bereicherung für die Kangaroos. Sondern auch abseits. „Toni ist nicht nur ein herausragender Spieler mit unglaublicher Qualität, sondern auch ein herzensguter Mensch, der sich einbringt, anpackt und helfen will. Entsprechend glücklich sind wir, dass er mit seiner Familie weiterhin Teil der Kangaroos bleibt und bereits in der kommenden Saison seinen Hauptfokus auf die Jugendarbeit und die Entwicklung unserer jungen Talente setzt“, sagt Michael Dahmen, Geschäftsführer des ProB-Ligisten. Headcoach Dennis Shirvan ergänzt: „Es ist ein absolutes Privileg mit einem Profi wie Toni zusammenzuarbeiten. Ich freue mich, ihn weiter im Kangaroos-Trikot zu sehen – und auf viele gemeinsame, erfolgreiche Momente!“ 

Abschied von vier Löwen-Spielern

Die Basketball Löwen verabschieden mit Niklas Bilski, Thamy Will, Mladen Georgiev und Fidelius Kraus vier Spieler aus dem letztjährigen Profiteam.

Der 23-jährige Aufbauspieler Niklas Bilski wechselte im Januar von den FRAPORT SKYLINERS Juniors in die Thüringer Landeshauptstadt und nahm mit über 18 Minuten durchschnittlicher Spielzeit in den folgenden neun Partien direkt eine wichtige Rolle ein. Mit 5,8 Punkten und 2,1 Assist pro Spiel war er eine feste Größe im Spiel der Basketball Löwen. Löwen-Sportdirektor Florian Gut betont die wertvollen Impulse des kreativen Spielmachers für das Team: „Niklas brachte uns in der zweiten Saisonhälfte viel frischen Schwung und eröffnete unserem Angriffsspiel weitere Optionen. Wir hoffen, dass er sich mit den guten Leistungen der letzten Monate für einige Klubs empfohlen hat und wünschen ihm alles Gute. Mit unserer Kaderplanung war eine Weiterverpflichtung nicht möglich, da wir mit Jan Heber und Leo Döring bereits zwei Point Guards unter Vertrag haben.“

Mit dem 19-jährigen Thamy Will verlässt ein junger Spieler die Basketball Löwen, der in den letzten zwei Jahren viel Sympathie im Klub und bei den Fans gewonnen hat. Der gebürtige Düsseldorfer kam im Sommer 2020 aus dem Nachwuchsprogramm der EWE Baskets Oldenburg nach Erfurt. Leider zog sich der Guard bereits nach wenigen Wochen einen Kreuzbandriss zu und fiel für einige Monate aus. Nach einem optimalen Heilungsverlauf entwickelte sich Thamy Will zu einem zentralen Leistungsträger der U19-Bundesliga und kam auch in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB auf neun Einsätze. Löwen-Sportdirektor Florian Gut zollt dem jungen Spieler Respekt für seine positive Entwicklung: „Thamy erarbeitete sich nach der Verletzung eine hervorragende körperliche Verfassung und machte in allen Bereichen einen großen Schritt nach vorne. Für seine weitere Entwicklung im Herrenbereich ist jetzt eine Rolle wichtig, die ihm viel Spielzeit ermöglicht. Dies können wir ihm in der kommenden Saison nicht bieten. Wir wünschen ihm viel Erfolg!“

Mladen Georgiev blickt auf eine schwierige Zeit zurück. Der bulgarische Jugendnationalspieler zog sich kurz nach seinem Start bei den Basketball Löwen eine schwere Fußverletzung zu. Aus diesem Grund kam der 19-Jährige nur auf vier Einsätze am Anfang der Saison. Nach einer erfolgreichen Rehazeit ist der Centerspieler inzwischen wieder zu 100% fit. Löwen-Sportdirektor Florian Gut erklärt die Entscheidung den Vertrag auslaufen zu lassen: „Mladen verpasste einen Großteil der Saison und benötigt dringend viel Spielpraxis. Dafür sollte er in ein Team wechseln, wo er eine möglichst große Rolle bekommt. Wir drücken ihm die Daumen und sind zuversichtlich, dass er seinen Weg erfolgreich gehen wird.“

Mit viel Wehmut verabschieden die Basketball Löwen das Gothaer Eigengewächs Fidelius Kraus. Der 18-Jährige steckt momentan mitten in den Abiturprüfungen. Für das nächste Jahr entschied sich der Jugendliche gegen einen Wechsel in den Profibasketball und möchte sich verschiedene Möglichkeiten wie beispielsweise ein Auslandsjahr oder einen sofortigen Studienbeginn offen halten. Löwen-Sportdirektor Florian Gut äußert gleichermaßen Verständnis und Bedauern über die Entscheidung: „Fidelius hat den gesamten Nachwuchsbereich unseres Gothaer Kooperationsvereins durchlaufen und debütierte bereits als 15-Jähriger in unserer Profimannschaft. Natürlich hätten wir ihn sehr gerne weiter begleitet. Gleichzeitig verstehen wir jedoch auch seine persönliche Entscheidung und wünschen ihm alles Gute für seine Zukunft!“

Markus Klepzig wird Geschäftsführer der EPG Baskets

Die EPG Baskets Koblenz haben Markus Klepzig als neuen Geschäftsführer verpflichtet. Der 36-jährige gebürtige Koblenzer kommt vom Fußball-Drittligisten SV Wehen Wiesbaden zu den Baskets und wird seine Arbeit ab dem 1. Juli 2022 aufnehmen. Beim SVWW leitete Klepzig knapp sechs Jahre lang den Bereich Marketing, Vertrieb & Zuschauerservice sowie ab 2020 die Unternehmensentwicklung des hessischen Fußballvereins in der 3. Liga und 2. Bundesliga. Neben der Station in Wiesbaden bringt Klepzig Erfahrungen als Gesellschafter einer Marketingagentur und als Berater, Dozent und Doktorand des Instituts für Sportmanagement und Sportmedizin (ISS) der Hochschule Koblenz mit.

„Neben der sportlichen Entwicklung sind die Professionalisierung der Strukturen und der Aufbau der Marke sowie des Business-Netzwerks wichtige Erfolgsfaktoren zur Etablierung im Profi-Basketball“, bekräftigt Thomas Klein, Vorstand Sport bei den Baskets, die Ambitionen des Vereins und den Schritt von ehrenamtlichen Strukturen zur weiteren hauptamtlichen Unterstützung. „Mit Markus Klepzig haben wir einen im Profisport erfahrenen Koblenzer gewinnen können, der diesen Aufbau in Wiesbaden seit Jahren federführend vorangetrieben hat.“ Thomas Klein wird sich als Vorstand Sport & Marketing primär auf die sportlichen Belange konzentrieren und in der Marketingplanung tatkräftige Unterstützung erhalten. Neben einem gezielten Standortmarketing soll Klepzig ab Juli auch das Business-Netzwerk des Vereins vergrößern und eine Netzwerkplattform schaffen. „Die Gespräche mit den Verantwortlichen haben mich überzeugt, Teil der Mission Next Level zu sein. Die EPG Baskets Koblenz haben mit der Mission 15/20 einen sehr guten Grundstein gelegt.“, blickt Klepzig auf die bereits geleistete Arbeit zurück und betont: „Jetzt gilt es, das Potential weiter auszuschöpfen, feste Strukturen zu schaffen und die Region für Basketball zu begeistern“.

Yassin Idbihi übergibt Geschäftsführung an Yannick Arenz

Mit dem Start der Offseason stellen die Dragons Rhöndorf ihre Weichen für die Zukunft. Yannick Arenz übernimmt als Geschäftsführer der Dragons Rhöndorf Marketing GmbH die wirtschaftlichen Geschicke von Yassin Idbihi, der seinerseits als hauptamtlicher Koordinator zukünftig das Bindeglied zwischen Dragons Rhöndorf und Schloss Hagerhof darstellen wird.

Mit der Ernennung von Yannick Arenz zum neuen Geschäftsführer setzen die Dragons auch abseits des Spielfeldes auf junge Talente, die den passenden Dragons-Spirit und das passende Know-How in sich tragen. Als Dualer Student an der Internationalen Hochschule Bad Honnef war der gebürtige „Honnefer Jung“ bereits in den vergangenen Jahren aktiv in das Geschäftsgeschehen der Dragons eingebunden und konnte vielfältige Prozesse begleiten und anstoßen. Mit dem Abschluss seines Bachelors sieht er sich nun gewappnet die Dragons Rhöndorf auch an vorderster Front zu vertreten und weiterzuentwickeln. Ein berufsbegleitendes Master-Studium sorgt zudem für weiter wachsendes Fachwissen, welches den Dragons zu Gute kommen wird.

Yassin Idbihi wird seinerseits seinen Fokus wieder vermehrt auf die Betreuung und Entwicklung der vielen jungen Drachen-Talente legen, die am Schloss Hagerhof ihre basketballerische und schulische Ausbildung verbinden. Dabei wird er neben der sportlichen Betreuung als Individual-Trainer auch für alle Probleme und Fragen abseits des Basketball-Feldes Ansprechpartner sein und mit seiner langjährigen Profi-Erfahrung ein wichtiger Mentor auf dem Weg der nächsten Drachen-Generation sein.

Für einen optimalen Übergang werden Yassin Idbihi und Yannick Arenz in den kommenden Wochen bis zum Start der Saisonvorbereitung 2022/23 gemeinsam die Aufgaben als Geschäftsführung ausüben, damit vor allem laufende Prozesse optimal beendet oder übergeben werden können.

Yannick Arenz (Designierter Geschäftsführer Dragons Rhöndorf): „Ich bedanke mich bei allen Beteiligten für das in mich gesetzte Vertrauen und freue mich auf die kommenden Aufgaben, die sicherlich herausfordernd, aber auch vielfältig sind. Wir haben intern bereits viele Ideen und Prozesse angestoßen, um die Dragons wieder dauerhaft und nachhaltig auf der Basketball-Landkarte zu etablieren und ich bin fest davon überzeugt, dass wir gemeinsam hier viel bewegen können. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit dem gesamten Team, sowie allen Mitgliedern der Dragons Familie.“

Yassin Idbihi (Geschäftsführer Dragons Rhöndorf): „Die Übergabe der Geschäftsführer Aufgaben an Yannick Arenz ist aus meiner Sicht die optimale Lösung für unseren Standort. Yannick kennt aus seiner Zeit als Dualer Student und FSJ’ler die Dragons wie seine Westentasche und war bereits in der vergangenen Saison eine maßgebliche Unterstützung bei meinen Aufgaben. Mir bietet sich nun die Gelegenheit mich ganz auf die individuelle Arbeit und Betreuung unserer Talente zu fokussieren und ihnen die Chance zu ermöglichen, sich hier als Spieler und Mensch optimal zu entwickeln.“

Klaus Beydemüller (1. Vorsitzender Dragons Rhöndorf): „Yannick Arenz als Geschäftsführer zu berufen war logisch und naheliegend. Er hat uns in den vergangenen Jahren mit seinem Engagement sowie fachlichem Input überzeugt und schon als dualer Student viel für die Dragons geleistet. Damit hat Yannik viel Vertrauen aufgebaut und sich diese Chance verdient. Ebenso bin ich dankbar, dass Yassin Idbihi diese Lösung umfänglich goutiert und Yannik in den kommenden Wochen bei dem reibungslosen Übergang in der Geschäftsführung unterstützt. An dieser Stelle möchte ich Yassin ausdrücklich für seine geleistete Arbeit als Geschäftsführer in den vergangenen Jahren danken und freue mich, dass er uns in neuer Position weiterhin erhalten bleibt, worüber wir die Dragons-Fans natürlich noch ausführlich informieren werden.“

Trainerduo verlängert / Pastushenko feiert Jubiläum

Das erfolgreiche Trainerduo aus Vladimir Pastushenko und Dorian Coppola bleibt mindestens ein weiteres Jahr an der Seitenlinie der TKS 49ers im Einsatz. Die beiden Coaches gehen somit in ihre dritte gemeinsame Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Weitere Verhandlungsgespräche sind in vollem Gange.

Für Vladimir Pastushenko ist es dieses Jahr zudem eine ganz besondere Vertragsverlängerung. Das 50-jährige Urgestein ist nämlich seit 2003 Teil des RSV Eintracht/TKS 49ers und geht somit in seine 20. Saison für den Verein. In dieser langen Zeit hatte er verschiedenste Positionen und Aufgaben inne. Angefangen hatte Pastushenko als Headcoach des damals noch in der 2. Regionalliga spielenden 1. Herrenteams des RSV Eintracht. 2007 gelang der Aufstieg in die ProB, wo er bis 2012 weiter in der Funktion des Headcoaches tätig war. 2013 wechselte er dann in die Rolle des sportlichen Leiters, trainierte zudem nebenbei über die Jahre einige Jugendteams, allen voran die U16 in der Jugend-Basketball-Bundesliga. Nachdem Pastushenko in den Folgejahren ab und zu schon als Interimstrainer des ProB-Teams fungierte, wechselte er 2020 wieder fest zurück in die Headcoach-Funktion. Dort stieß auch Co-Coach Dorian Coppola vom Verein Berlin Tiger zu ihm. Der 23-jährige schloss seitdem seine B-Lizenz Ausbildung ab und geht nun in seine dritte Spielzeit als Co-Trainer der TKS 49ers und Headcoach des 2. Herrenteams in der 2. Regionalliga Ost. Dort schaffte er in der vergangenen Saison mit seiner Mannschaft den Klassenerhalt und belegte am Ende den fünften Tabellenplatz. Das Trainerduo schaffte mit den TKS 49ers 2021 erstmals seit 2014 wieder den Einzug in die ProB-Playoffs und wiederholte dies im Jahr 2022.

Pastushenko: „Ich freue mich sehr auf eine weitere Saison in diesem Verein, der mir sehr ans Herz gewachsen ist. Ich kann kaum glauben, dass es bald schon 20 Jahre sind, die ich hier bin. Es gab viele Höhen, aber auch Tiefen in dieser Zeit. Ich hoffe jedoch, dass wir die gute Form aus den letzten beiden Saisons halten oder sogar steigern können und bin froh, dass dabei auch Dorian weiterhin an meiner Seite erhalten bleibt. Wir sind zudem momentan mitten in Gesprächen mit einigen Spielern über die nächste Saison, weshalb ich zuversichtlich bin, dass auch hier bald weitere positive Nachrichten verkündet werden können.“

Fynn Fischer geht weiterhin für den TSV Oberhaching auf Korbjagd

Der große Mann in der Mitte bleibt den Tropics

Die Verantwortlichen der TSV Oberhaching Tropics können mit der Zusage von Fynn Fischer eine weitere wichtige Personalentscheidung für die kommende Spielzeit verkünden.

Junge deutsche Centerspieler mit einem Gardemaß von 2,08cm, starken Skills und BBL Erfahrung sind auf dem Markt sehr begehrt. Trotz vieler Angebote anderer Vereine entschied sich der gebürtige Münchener aber für einen Verbleib in seiner Heimat und wird den Gelbhemden somit wieder wichtige Stütze in der BARMER 2.Basketball Bundesliga Pro B Süd sein.

Der 22-jährige Innenspieler beginnt diesen Herbst sein Lehramtstudium in der bayerischen Landeshauptstadt und wird dem Verein hoffentlich auch über die nächste Saison hinaus erhalten bleiben. Fynn war ein wichtiger Eckpfeiler des letztjährigen Erfolgsteams. Zusammen mit Bernhard Benke war er in vielen Spielen der Turm in der Schlacht unter den Körben. Neben 10,5 Punkten pro Spiel holte der Center auch 5,6 Rebounds pro Partie und zeigte zudem defensiv oft seine Qualität als Ringbeschützer. Auch an der Dreipunktlinie durften die Gegner den Big Man, der über einen starken Distanzwurf verfügt, nicht freistehen lassen. Auch als Passgeber zauberte der ehemalige deutsche Juniorennationalspieler ein ums andere Mal tolle Anspiele heraus.

Dem Tropics-Center war anzumerken, dass er sich in seiner Münchener Heimat und den bei Tropics sehr wohl fühlt. Nach einiger schwierigen Zeit in Nürnberg und Würzburg, blühte Fischer im Laufe der Spielzeit richtig auf und entwickelte sich zu einem Schlüsselspieler der Kyberg-Riesen.

Sportlicher Leiter Mario Matic: „Wir sind froh mit Fynn einen weiteren wichtigen Spieler für die neue Saison verlängert zu haben. Trotz teilweise starken Auftritten sind wir überzeugt, dass Fischer kommende Saison sein Potential noch mehr ausschöpfen kann und einer der besten Big Man der Liga werden wird.“

Vertragsverlängerung von Marvin Heckel

Der Kapitän der Baskets bleibt an Bord. Nur wenige Tage nach dem Last-second-Aus gegen die Art Giants Düsseldorf im Viertelfinale der Playoffs der Barmer 2. Basketball Bundesliga ProB verlängerte Marvin Heckel seinen auslaufenden Vertrag in Koblenz und wird somit auch in der kommenden Saison das Spiel der Baskets organisieren. Damit setzt der, von vielen höherklassigen Vereinen umworbene Aufbauspieler, ein Zeichen, das von großer Signalwirkung für die Attraktivität des Koblenzer Basketballs ist.

Thomas Klein, Vorstand Sport und Marketing der Baskets: „Als Marvin mich ein paar Tage nach dem verlorenenen Viertelfinalspiel anrief, fürchtete ich schon, dass er mich darüber informiert, nun ein höherklassiges Angebot anzunehmen. Es war jedoch völlig anders. Marvin ging als Kapitän voran und hat gesagt, dass er sich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt hat und für ihn nach einigen Tagen ganz klar war, dass er hier mit dem Team, dem Umfeld und vor allem den tollen Zuschauern weiterhin unser Programm Mission Next Level unterstützen möchte. Ich muss sagen, dass mich diese Entscheidung mehr als umgehauen hat und wir sehr stolz sind, dass Marvin als Identitätsfigur weiter an Bord bleibt. Auch wird er in der Pause in Koblenz bleiben und sich mit dem Team intensiv auf die neue Saison vorbereiten. Umso mehr motiviert es uns, das Team um den Kapitän noch einmal auf kritischen Positionen, vor allem den Importpositionen, sehr gezielt zu verstärken.“

Auch sein Mitspieler Dominique Johnson zeigte sich von der Vertragsverlängerung sehr erfreut: „Ich war von seiner Entscheidung überrascht und glücklich zugleich, da ich Marvins Ambitionen kenne und mir sicher war, dass er in der kommenden Saison in einer höheren Liga spielen wird. Marvin hat eine richtig gute, konstante Saison gespielt und stand in jedem Spiel 30 und mehr Minuten auf dem Feld. Wenn wir einen klassischen Point Guard für ihn als Backup gehabt hätten und ihm so mehr Pausen hätten geben können, wäre er noch effektiver gewesen. Seine Entscheidung für die Baskets ist eine große Bereicherung für den Standort Koblenz und zeigt zudem sein Vertrauen, das er in dem Verein gibt und mit ihm gemeinsam wachsen will. Zwischen ihm und mir hat es auf Anhieb geklickt. Ich mag seine Arbeitseinstellung als Sportler und ich mag Marvin als Privatperson. Seine Entscheidung, nochmal zurück zu kommen, da das Ziel der Mission noch nicht erreicht ist, ist ein riesen Charakterzug und ein wichtiges Zeichen von ihm.“

Genauso wie Dominique Johnson war auch Brian Butler über die Entscheidung Heckels glücklich: „Als Marvin mich informiert hatte, dass er noch ein weiteres Jahr mit uns in Koblenz spielen wird, hatte ich mich riesig gefreut. Gleichzeitig fragte ich aber sofort nach, ob er sich 100 %ig sicher sei, da ich ihn und seine Ziele gut kenne. Für mich ist er der beste deutsche Guard in der ProB, der auch in der Bundesliga seine Einsatzzeit bekommen würde. Umso glücklicher war ich, als er sagte, er sei sich sicher, da er hier noch nicht fertig ist und mit uns hier noch etwas zu erledigen hat. In der abgelaufenen Saison war Marvin ein sehr guter Teamkollege, die Chemie in der Mannschaft hat gestimmt und Marvin ist für mich mittlerweile wie ein kleiner Bruder. Mit ihm haben wir ein weiteres sehr wichtiges Puzzlestück, das uns dabei helfen wird, unser Ziel in der kommenden Saison zu erreichen.“

Der im Sommer 2021 vom ProA-Ligisten Eisbären Bremerhaven nach Koblenz gewechselte Heckel überzeugte in seinem ersten Jahr am Deutschen Eck, das er als Topscorer (14,4 Punkte) und bester Assistgeber (5,7 Assists) der EPG Baskets Koblenz beendete. Ligaweit stand der 25-jährige Aufbauspieler die fünftmeisten Minuten auf dem Feld und war mit insgesamt 159 Korbvorlagen hinter dem Iserlohner Toni Prostran der zweitbeste Assistsgeber der Liga. Neben seinem guten Auge für seine Mitspieler, weiß Heckel auch als Balldieb zu überzeugen und weist zudem unter den 20 besten Scorern der Liga nach dem Dresdner Grant Teichmann und dem Gießener Johannes Lischka mit knapp 50% die drittbeste Wurfquote aus dem Feld auf. Durch die Vertragsverlängerung von Marvin Heckel haben die Koblenzer auf einer Schlüsselposition Planungssicherheit und können nun um Heckel und die weiteren Leistungsträger aus der Vorsaison, die einen laufenden Vertrag haben, ein schlagkräftiges Team auf die Beine stellen, das den nächsten Schritt in der Mission Next Level fest anvisiert.

RENÉ SCHILLING NIMMT AUSZEIT VOM BASKETBALL

René Schilling tritt als Headcoach des SSV LOK BERNAU zurück. Auf der Saisonabschlussveranstaltung kündigte Schilling nach zehn Jahren seinen Abschied als verantwortlicher Trainer des Bernauer ProB-Teams an.

„Diese Saison war sehr lang und auch besonders anstrengend. Das hat sehr viel Energie gefressen. Mit dem Sieg am letzten Wochenende haben wir zumindest unser Minimalziel Klassenerhalt erreicht. Jetzt ist für mich aber Zeit, eine Pause zu nehmen“, erklärte Schilling, der seit 24 Jahren ununterbrochen als Trainer im Herrenbereich unterwegs war. Seinen Posten bei LOK BERNAU übte der Grundschullehrer und dreifache Familienvater in den letzten Jahren nebenberuflich aus. „So ein Trainerjob geht das ganze Jahr über und selbst im Sommerurlaub mit den Kindern ist man ständig mit dem Verein, Trainerkollegen und Spielern in Kontakt. Für mich deutet sich im kommenden Jahr eine Arbeitsmehrbelastung an, sodass ich meinen Fokus auf Berufsleben und Familie richten möchte. Ich werde LOK BERNAU aber weiter verbunden bleiben.“

2012 übernahm der 42-jährige das Traineramt in der Hussitenstadt und betreute seitdem nicht nur die 1. Herrenmannschaft, sondern begleitete auch etliche Teams im Nachwuchsbereich. Der gebürtige Cottbusser schaffte 2016 mit LOK nach einer makellosen Saison ohne Niederlage den Aufstieg in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. In drei der sechs Spielzeiten in Deutschlands dritthöchster Spielklasse erreichte Schilling mit LOK BERNAU die Playoff-Runde. Die Saison 2018/19 war die bisher erfolgreichste in der Vereinsgeschichte. Unter ihm als Headcoach drangen die Bernauer Korbjäger bis ins Halbfinale der Playoffs vor, mussten sich dort aber der späteren Meistermannschaft der Bayer Giants Leverkusen geschlagen geben. In der abgelaufenen Spielzeit hatte das LOK-Team über weite Strecken mit vielen Verletzungen und Ausfällen zu kämpfen, konnte sich in den Playdowns aber den Klassenerhalt in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB sichern. Seit 2012 stand René Schilling in insgesamt 244 Spielen als Trainer von LOK BERNAU in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB und Regionalliga an der Seitenlinie. 158 Siege stehen für ihn zu Buche.

René Schilling: „Bernau ist ein großer Teil meines Trainerlebens mit vielen Erinnerungen und Momenten, die Bücher füllen würden. Die Aufstiegssaison 2015/16, die wir mit 22 Spielen ungeschlagen abgeschlossen haben ist ein seltener Rekord für die Ewigkeit. Große Freude war es auch, die vielen Talente mitzuentwickeln. Innerhalb der Kooperation mit ALBA BERLIN haben wir 15 Basketballprofis herausgebracht. Es macht mich schon stolz auf Namen wie Franz Wagner, Tim Schneider, Jonas Mattisseck zu schauen – um nur drei zu nennen. Ich erinnere mich aber auch an die erste Ballschule in Bernau und den Sieg beim Jugendturnier in Göttingen mit einem meiner Nachwuchsteams. Viele kleine Dinge, an denen ich mitgewirkt habe. Eine Zeit lang kannte ich jedes Basketballkind im Verein. LOK BERNAU ist aber auch ein großer Teil im Leben meiner Familie, die mich über Jahre unterstützt und begleitet hat. Bernau ist durch den Basketball zu einer Heimat für uns geworden. Ich bin schon sehr gespannt, ob und wann mir das alles fehlen wird.“

Sebastian Weege (Vorsitzender SSV LOK BERNAU): „Im Namen des Vereins möchte ich den größten Dank an René und seine Familie aussprechen, für ein Jahrzehnt aufopferungsvolle Arbeit im Zeichen des orangen Leders! LOK BERNAU verdankt René seine aktuelle Größe und Stärke und die Bernauer Basketballfamilie kann sich glücklich schätzen die Schillings seit 2012 an Ihrer Seite zu wissen. Für die Zukunft wünschen wir selbstverständlich alles Gute. Die Klärungen zur weiteren gemeinsamen Vereinsarbeit in der Jugend laufen bereits, sodass uns René hoffentlich auch weiter erhalten bleibt.“

Patrick Unger verlässt Traditionsclub – Rackelos-Headcoach zurück zu den Wurzeln

Die Depant GIESSEN 46ers Rackelos konnten den Klassenverbleib in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB feiern. Nun hat sich der Headcoach des Gießener Farmteams und Assistenztrainer der JobStairs GIESSEN 46ers Patrick Unger entschlossen, den Traditionsclub zu verlassen und zum BC Marburg zurückkehren, wo er schon einmal bis 2020 wirkte.

Sebastian Schmidt (Geschäftsführer & Sportdirektor JobStairs GIESSEN 46ers): „Patrick hatte eine nicht einfache Saison als Headcoach in der ProB. Trotz der anhaltenden Corona-Problematiken und vielen Verletzungen bei den Rackelos, haben wir unser Minimalziel, den Klassenerhalt zu schaffen, erreicht. Hauchdünn und nur durch einen Buzzerbeater im letzten Hauptrundenspiel gegen Hanau entfernt, hätte die Truppe fast sogar die Playoffs erreicht. Patrick hat junge Spieler individuell weiterentwickelt – sowohl in der ProB als auch in der BBL. Wir wünschen Patrick sowohl privat als auch beruflich nur das Beste und viel Erfolg beim neuen, alten Klub, dem BC pharmasurf Marburg.“

Patrick Unger (Headcoach Depant GIESSEN 46ers Rackelos): „Ich möchte mich bei allen Verantwortlichen bei den 46ers für die letzten zwei Jahre bedanken. Auch wenn die vergangene Saison nicht ganz einfach war, war es für mich persönlich eine gute Erfahrung, die mir immer in Erinnerungen bleiben wird. Ich wünsche den JobStairs GIESSEN 46ers, sowie der ROTH BBA GIESSEN 46ers alles erdenklich Gute und wünsche mir, dass es bald wieder in die BBL geht.“

Patrick Unger übernahm als Nachfolger von Lutz Mandler das Amt des Cheftrainers der Depant GIESSEN 46ers Rackelos im Juli 2021. Zudem wirkte der 39-Jährige als Bindeglied zwischen der Profi-Mannschaft der 46ers und der Nachwuchsabteilung, wobei er als Individualtrainer eingesetzt wurde und zumeist Doppelspieltage absolvierte. 

In der Saison 2021/22 baute der frühere Nachwuchskoordinator des BBA GIESSEN 46ers e.V. ein sehr junges Team in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB auf und verpasste nur knapp am letzten Spieltag den Einzug in die Endrunde.

In den PlayDowns hielt er mit seiner Mannschaft bereits einen Spieltag vor Schluss souverän die Klasse. Bei seiner letzten Partie an der Seitenlinie der Depant GIESSEN 46ers Rackelos heimste er ein weiteres Mal einen Derbyerfolg gegen die FRAPORT SKYLINERS Juniors ein und verdrängte den Rivalen von Platz neun in der Endabrechnung. Dies war gleichzeitig der Gruppensieg in den PlayDowns und ein versöhnlicher Abschluss.

HENDRICK ELTGES VERVOLLSTÄNDIGT KADER DER ARVATO COLLEGE WIZARDS

Die Arvato College Wizards verstärken sich kurz vor Ende der Wechselfrist mit Hendrik Eltges auf der Position des Shooting Guards. Der 19-Jährige wechselt von PS Karlsruhe zu den KIT Basketballern. Bevor es Hendrik für sein Studium (Wirtschaftsingenieurwesen) nach Karlsruhe zog, spielte er für Köln in der NBBL.

Hendrik ist ein talentierter und technisch gut ausgebildeter Spieler, den wir schnell in unser Team integrieren können. Durch sein Studium kann er uns sowohl bei den College Wizards als auch bei den anstehenden Hochschul-Europameisterschaften in Polen helfen“, so Geschäftsführer und Trainer Zoran Seatovic.