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Nachberichte ProA Playoffs – Viertelfinale Spiel 1

7. Mai 2026/in APP, ProA Playoffs 25/26

06.05.2026 19:00 Uhr // Eisbären Bremerhaven vs. Artland Dragons 78:74

Die Eisbären Bremerhaven sind erfolgreich in die Viertelfinalserie gestartet und haben sich in Spiel 1 mit 78:74 gegen die Artland Dragons durchgesetzt. In einer intensiven und physischen Partie entschied vor allem eine starke zweite Halbzeit zugunsten der Gastgeber. Die Dragons erwischten zunächst den besseren Start und setzten vor allem über Ben Burnham und Amir Hinton offensive Akzente. Bremerhaven hatte zunächst Probleme, ins Spiel zu finden, kämpfte sich jedoch angeführt von Lorenz Brenneke zurück und glich zum Ende des ersten Viertels aus. Auch im zweiten Abschnitt blieb die Partie umkämpft und zunehmend von Defensive geprägt. Während Bremerhaven lange ohne erfolgreichen Dreier blieb, trafen die Dragons hochprozentig aus der Distanz und gingen mit einer 36:30-Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel folgte jedoch die entscheidende Phase: Die Eisbären agierten deutlich disziplinierter in der Verteidigung und fanden offensiv ihren Rhythmus. Treffer von Elijah Miller, Peter Hemschemeier und Jake Biss drehten die Partie, ein starkes drittes Viertel (27:15) brachte die Führung. Im Schlussabschnitt blieb es spannend bis in die Crunchtime. Die Dragons verkürzten erneut, hatten sogar die Chance auf den Ausgleich, doch der letzte Wurf verfehlte sein Ziel. Bremerhaven behielt die Nerven und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Headcoach Steven Esterkamp zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Es war ein sehr starkes Spiel. Wie erwartet war es eine schwierige und intensive Partie, bei der sich erst in den Schlusssekunden entscheidet, wer gewinnt.“ Mit dem 78:74-Erfolg sichern sich die Eisbären die 1:0-Führung in der Serie. Weiter geht es am Sonntag in Quakenbrück, wo die Dragons vor heimischer Kulisse antworten wollen.

 

06.05.2026 19:30 Uhr // BG Göttingen vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim 99:87

Die BG Göttingen ist mit einem Erfolg in die Playoffs gestartet und hat Spiel 1 gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim mit 99:87 gewonnen. Vor 1.974 Zuschauern entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie, ehe die Gastgeber nach der Pause die Kontrolle übernahmen. Bester Akteur auf Seiten der Göttinger war Wes Dreamer, der mit 21 Punkten und 13 Rebounds ein Double-Double auflegte. Für Kirchheim war Chuck Harris Jr. mit 19 Punkten der erfolgreichste Werfer. Nach einer ersten Halbzeit auf Augenhöhe setzte sich Göttingen vor allem im dritten Viertel entscheidend ab und ging mit einer klaren Führung in den Schlussabschnitt. Eine kurze Schwächephase überstanden die Gastgeber und brachten den Sieg am Ende souverän ins Ziel.

Headcoach Fabian Strauß sagte nach der Partie:„Wir wussten um die Qualität von Kirchheim und einiger ihrer Spieler. In bestimmten Situationen, insbesondere im dritten Viertel, haben wir defensiv viel richtig gemacht. Die zweite Fünf hatte Anfang der ersten Hälfte in der Verteidigung ein bisschen nachgelassen. Uns war wichtig, dass wir Spiel eins gewinnen, über weite Strecken eine sehr gute Energieleistung zeigen, gut rebounden und die Physis von Kirchheim kontrollieren. Die Jungs haben sich dann teilweise mit guter Ballbewegung und vielen einfachen, offenen Würfen belohnt. Das erste Spiel zu gewinnen war wichtig. Ich bin froh drüber.“

Kirchheims Trainer Igor Perovic analysierte: „Das war in den ersten 17 bis 18 Minuten ein gutes Spiel, dann haben wir in den letzten Minuten des zweiten Viertels die Disziplin verloren und Göttingen das Momentum gegeben. Auch in den ersten Minuten des dritten Viertels haben wir nicht gut gespielt und verteidigt. Wir waren immer einen halben Schritt zu langsam und nicht physisch genug. Wenn du so gegen ein gutes Team auftrittst, kann es ziemlich schwer werden.“ Mit dem 99:87 sichert sich Göttingen die 1:0-Führung in der Best-of-five-Serie.

 

06.05.2026 19:30 Uhr // Phoenix Hagen vs. PS Karlsruhe LIONS 90:66

Phoenix Hagen ist erfolgreich in die Playoff-Serie gegen die PS Karlsruhe LIONS gestartet und hat sich vor 3.007 Zuschauern mit 90:66 durchgesetzt. Es war der erste Auftaktsieg in einer Playoff-Serie für die Hagener – im achten Anlauf. Die Partie begann zunächst ausgeglichen, beide Teams hatten mit Nervosität und Ballverlusten zu kämpfen. Doch Phoenix fand zunehmend Lösungen, vor allem über Lucas N’Guessan, der immer wieder gut in Szene gesetzt wurde und mit 19 Punkten Topscorer der Gastgeber war. Entscheidend war die zweite Halbzeit: Phoenix dominierte defensiv und ließ Karlsruhe nach der Pause nur noch 26 Punkte zu. Gleichzeitig kontrollierten Fabian Bleck (12 Rebounds) und Marvin Omuvwie (7 Rebounds) die Bretter, während offensiv konsequent nachgelegt wurde. So bauten die Hagener ihre Führung kontinuierlich aus und brachten den Sieg souverän ins Ziel.

Headcoach Chris Harris sagte nach dem Spiel: „Was für eine tolle Stimmung, was für eine Atmosphäre in der Halle zum Start in die Playoffs – und das mitten in der Woche. Die Fans haben auf jeden Fall dazu beigetragen, dass wir einen guten Start in diese Serie hatten, auch wenn wir uns im Spiel selbst lange schwer getan haben. Karlsruhe hat sich viele zweite Chancen erarbeitet, die wir ihnen gern genommen hätten. Umso froher bin ich darüber, wie wir uns nach der Pause gesteigert haben und auch die Minuten einigermaßen verteilen konnten. Das war ein guter Schritt in unserem Entwicklungsprozess.“

Auch Karlsruhes Trainer Demond Greene erkannte die Stärke des Gegners an: „Phoenix hat heute, vor allem in der zweiten Hälfte gezeigt, was sie so dominant macht. Hagen konnte die Mismatches in der Zone klar für sich nutzen. Hier hatten wir defensiv zu wenig Zugriff und keinen ordentlichen Rhythmus. Dadurch sind wir im Gang nach vorn leider ein wenig zu sehr ins Eins-gegen-Eins verfallen und haben den Ball zu wenig laufen gelassen. Unsere Aufgabe ist es nun, gegen die unterschiedlichen Hagener Lineups – von sehr groß bis sehr klein – bis Samstag ein Mittel zu finden.“ Mit dem klaren 90:66 sichert sich Phoenix die 1:0-Führung in der Best-of-five-Serie und untermauert direkt seine Favoritenrolle.

 

07.05.2026 19:30 Uhr // HAKRO Merlins Crailsheim vs. GIESSEN 46ers 77:89

Die GIESSEN 46ers haben mit dem 89:77-Auswärtssieg bei den HAKRO Merlins Crailsheim ein starkes Zeichen gesetzt und sich direkt den Heimvorteil in der Viertelfinalserie gesichert. Kapitän Robin Benzing ordnete den Erfolg dennoch klar ein: „Der Sieg heißt noch überhaupt nichts. Wir haben ihnen den Heimvorteil geklaut, mehr nicht. Erst wenn wir Sonntag vor eigenem Publikum nachlegen können, wird sich der Wert unseres Auftritts vielleicht darstellen.“ Auch Luis König Figge blieb bewusst zurückhaltend: „Wir bleiben am Boden und heben nicht ab. Wir alle sind erwachsen genug, um zu wissen, dass Spiel eins auch wirklich nur ein erster, kleiner Schritt war.“ Headcoach Branislav Ignjatovic lobte vor allem das Kollektiv: „grandiose Teamleistung ohne Schwachstellen“ und ergänzte mit Blick auf die Serie:

„Es bleibt in dieser Serie bei unserer Außenseiterrolle, bei der wir am Sonntag abermals unsere Chance suchen. Wir genießen den Moment, mehr aber auch nicht.“ Nach frühem Rückstand kämpften sich die Gießener zurück und übernahmen zur Halbzeit erstmals die Führung. Entscheidend war ein Lauf im dritten Viertel, nach dem die 46ers die Kontrolle nicht mehr abgaben. Besonders Viktor Kovacevic (17 Punkte) sowie Kyle Castlin und Robin Benzing führten das Team an. Ignjatovic fasste die Leistung treffend zusammen: „So geht Teambasketball.“ und erklärte weiter: „Es war ein außergewöhnlich gutes Spiel von uns, in dem wir Crailsheim mit unserer starken Defense so bearbeitet haben, dass sie immer mehr die Nerven verloren haben.“ Damit gehen die Gießener mit einer 1:0-Führung und gestohlenem Heimrecht in Spiel zwei der Serie.

Schlagworte: Nachberichte, ProA PlayOffs, Viertelfinale
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