Neuer Center für die NINERS

Die Chemnitzer Zweitligabasketballer haben den 2.08 Meter großen Centerhünen Martin Seiferth verpflichtet. Der 24-Jährige kommt vom deutschen Spitzenclub ALBA Berlin nach Sachsen und unterschrieb bei den NINERS einen Vertrag bis 2017.

„Wir haben uns sehr lange um Martin bemüht und sind glücklich, dass er in Zukunft unser Team verstärken wird. Mit seiner Verpflichtung konnten wir gleich zwei Baustellen schließen. Einerseits haben wir endlich einen richtigen Center, der uns letzte Saison noch fehlte, und andererseits kann uns Martin hinsichtlich der Quotenregel wertvolle deutsche Minuten geben“, freut sich Sportdirektor Pete Miller über den Transfercoup. Auch Seiferth selbst blickt seiner Zukunft in Chemnitz hoffnungsvoll entgegen: „Nachdem ich letzte Saison bei ALBA nur selten zum Zug kam, möchte ich bei den NINERS wieder voll angreifen, eine tragende Rolle übernehmen und der Mannschaft helfen, ihre Ziele zu erreichen.“

Martin Seiferth stammt aus einer basketballverrückten Familie und will dem Beispiel seines großen Bruders Andreas folgen. Dieser ist bereits seit Jahren als Profi in der BEKO BBL aktiv, wechselte kürzlich von den Artland Dragons zum FC Bayern München und bestritt schon 41 Länderspiele für Deutschland. Martin selbst steht dagegen noch am Anfang seiner Karriere. In Jugendzeiten lief er für unterschiedliche Vereine in seiner Geburtsstadt Berlin auf und ging 2010 schließlich an die US-amerikanische Universität von Oregon. Bei einem der absoluten NCAA-Top-Teams erhielt Seiferth jedoch nur begrenzte Einsatzzeiten, weshalb er ein Jahr später zur Eastern Washington Universität wechselte. Dort avancierte der bewegliche Center zum Leistungsträger, bestritt zwischen 2012 und 2014 insgesamt 61 Pflichtspiele, bei denen er in durchschnittlich 22 Minuten Einsatzzeit auf 7.8 Punkte und 5.9 Rebounds kam. Neben seiner Feldwurfquote von 64.3 Prozent beeindruckte Seiferth zudem mit 1.8 Blocks pro Partie, was seine defensiven Qualitäten als „Ring-Beschützer“ unterstreicht.

So wurde auch ALBA Berlin hellhörig und nahm den Blondschopf letzten Sommer für zwei Jahre unter Vertrag. Nachdem sich Seiferth in der Saisonvorbereitung die Hand brach, verlor er jedoch den Anschluss und kam in der namhaften Big-Man-Rotation um Leon Radosevic, Jamel McLean, Marko Banic, Jonas Wohlfarth-Bottermann sowie Janik Freese kaum noch zum Zug. Folglich standen am Saisonende nur jeweils zwei Kurzeinsätze in der BEKO BBL sowie der Euroleague zu Buche. „Dennoch konnte ich mir im Training von Akteuren wie Marko Banic oder Jamel McLean einiges abschauen“, sieht Seiferth die vergangene Spielzeit nicht als verlorenes Jahr, betont aber gleichzeitig, „dass man als Basketballer natürlich lieber spielen als zuschauen möchte.“ Um sich diesen Wunsch zu erfüllen, strebte Seiferth einen Wechsel in die 2. Bundesliga an. „Allerdings stand Martin noch ein Jahr in Berlin unter Vertrag und wir waren nicht der einzige Interessent. So mussten wir geduldig sein, bis sich alle Parteien einvernehmlich geeinigt hatten und Martin letztlich zu uns wechseln konnte“, beschreibt Miller das umfassende Transferprozedere.

Nach der finalen Unterschrift ging dann alles ganz schnell. Schon am Mittwoch traf Martin Seiferth, chauffiert von Bruder Andi, in Chemnitz ein und stellte sich sofort der Kamera des Videomagazins Niners360 (http://www.niners360.de/die-suche-nach-dem-chemnitz-center-spezialausgabe/). Am gleichen Abend nahm er mit Vereinspräsident Martin Schuster, Sportdirektor Pete Miller und Marketingleiter Marcus Albanus dann auch Stacy Wilson in Empfang. Nächsten Montag werden Virgil Matthews sowie Nate Buss ankommen, so dass Headcoach Pastore pünktlich mit der Saisonvorbereitung beginnen kann. Zudem werden er und Pete Miller in den nächsten Tagen den Kader komplettieren. Das neue NINERS-Team präsentiert sich dann erstmals am 29. August auf dem Chemnitzer Stadtfest sowie am 02. September beim Firmenlauf der Öffentlichkeit.

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