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NINERS reagieren auf Verletzungsmisere – Josh Fortune verpflichtet

Die NINERS Chemnitz, ungeschlagener Tabellenführer der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, mussten ihren jüngsten Erfolg gegen Baunach sehr teuer bezahlen. US-Guard Matt Vest zog sich während der Partie einen Mittelhandbruch zu und wird rund drei Monate ausfallen. Powerforward Ivan Elliot erlitt eine starke Schulterprellung, die ihn voraussichtlich drei Wochen zum Zuschauen zwingt. Weil obendrein auch Lukas Wank nach seinem Bandscheibenvorfall noch einige Zeit pausieren muss, haben die Verantwortlichen der NINERS reagiert und hoffen nach all dem Verletzungspech auf etwas mehr Fortune.

Genauer gesagt auf Josh Fortune, einen 24-jährigen US-Boy, den man bis Saisonende unter Vertrag nahm und der bereits Mittwoch in Chemnitz eintrifft. Ob bis zum Spiel in Hanau am Samstag schon der Aufenthaltstitel für den 1.96 Meter großen und 91 Kilogramm schweren Shootingguard erteilt und so eine Spielerlaubnis ausgestellt werden kann, ist noch offen. „Unsere Saison läuft bislang herausragend gut und wir möchten auch weiterhin so erfolgreich wie möglich sein. Nach den ganzen Verletzungen hatten wir aber nur noch sieben gestandene Akteure im Kader, von denen sich einige zuletzt auch schon mit kleineren Blessuren durchbeißen mussten. Das geht auf Dauer nicht gut, weshalb wir uns nach einem Neuzugang umschauten“, erklärt Rodrigo Pastore.

Wie schnell es dann aber wirklich ging, überraschte selbst den erfahrenen Cheftrainer: „Wir hatten Josh Fortune bereits im Sommer auf dem Schirm und obwohl wir damals nicht zusammen kamen, blieben wir weiter in Kontakt. Nach den jüngsten Diagnosen haben wir ihn gleich am Sonntagabend angerufen, uns zügig geeinigt und Dienstag saß er schon im Flieger.“

Joshua Demetri Fortune, wie er mit vollem Namen heißt, stammt aus Hampton in Virginia, wo er an der High School erstmals basketballerisch von sich reden machte. Infolgedessen erhielt er 2012 ein Stipendium am renommierten Providence College, mit dem er zwei Jahre später den Titel der starken Big-East-Conference gewann und anschließend in die Pac-12 zur noch namhafteren Universität von Colorado wechselte. Für beide Teams bestritt Fortune insgesamt 137 Spiele in der höchsten US-College-Liga NCAA-1 mit durchschnittlich 25 Minuten Einsatzzeit, in denen er es auf 7.6 Punkte, 3.1 Rebounds und 1.8 Assists pro Partie brachte. Auch die Quoten von 43.7 Prozent aus dem Zweierbereich, 33.7 Prozent Dreier und 76.3 Prozent von der Freiwurflinie konnten sich sehen lassen, weshalb er sich im Sommer 2017 sein erstes Profi-Engagement in Europa verdiente. Jenes führte ihn in die ungarische 170.000-Einwohner-Metropole Szeged zum dort beheimateten Erstligisten Naturtex SZTE Szedeak. Bei den Magyaren, die knapp den Playoffeinzug verpassten, kam Fortune auf 25 Spiele mit je 30 Minuten Einsatzzeit und Durchschnittswerte von 15.8 Punkten, 4.1 Rebounds, 2.7 Assists, 1.4 Steals, 47.8 Prozent verwandelte Zweipunktwürfe, 37.5 Prozent Dreier sowie 84.9 Prozent Freiwürfe. Im Spätsommer absolvierte er dann ein Probetraining beim israelischen Zweitligisten Hapoel Haifa, kehrte aber noch vor Saisonbeginn in die Staaten zurück und war somit aktuell vertragsfrei.

„Ein Glücksfall für uns, denn Josh ist ein äußerst vielseitiger Akteur. Er hat einen guten Distanzwurf und ein tolles Spielverständnis, ist schnell, athletisch sowie für einen Guard relativ groß. Mit seiner Spielweise bringt er nochmal eine neue Varianz in unseren Kader und wird uns deshalb auch helfen können, wenn die Verletzten wieder zurückkehren“, ist Pastore überzeugt.

 

(NINERS Chemnitz)

US-Boy Matt Scott im Tryout

Die NINERS Chemnitz haben bereits sieben Neuzugänge für die bevorstehende Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga unter Vertrag genommen. Ein achter Spieler könnte es alsbald ebenfalls ins Team schaffen. Der 22-jährige Matt Scott absolviert seit einigen Tagen ein Tryout, also ein Probetraining bei Sachsens besten Korbjägern und nahm auch beim ersten Testspiel in Dresden teil, das Chemnitz mit 81:72 für sich entschied.

„Matt ist ein sehr talentierter Junge, der nach seiner Studienzeit nun den Sprung zum Profibasketballer wagt. Wir werden ihn uns in den kommenden Wochen genau anschauen und auch bei weiteren Testspielen zum Einsatz bringen“, erläutert NINERS-Coach Rodrigo Pastore den Fahrplan.

Der Argentinier fahndet mit Assistenztrainer Steven Hutchinson und Sportdirektor Konstantin Lwowsky noch nach dem letzten Puzzleteil für das Chemnitzer Team und wurde dabei auf den 1.93 Meter großen Shooting-Guard Matt Scott aufmerksam. Dieser stammt ursprünglich aus Brooklyn / New York und wechselte nach seiner Highschoolzeit an die Niagara Universität in Lewiston. Mit den „Purple Eagles“ ging Scott vier Jahre in der Metro Atlantic Athletic Conference der höchsten US-College-Liga NCAA-1 auf Korbjagd und entpuppte sich dort als veritabler Scorer. In 122 Einsätzen markierte der US-Boy durchschnittlich 14.1 Punkte. Hinzu kamen 2.2 Assists, 1.1 Steals und vor allem 6.1 Rebounds pro Partie. „Das ist für einen Guard ein sehr guter Wert und es zeigt, dass Matt einem Team auf viele verschiedene Arten helfen kann“, betont Pastore.

Dennoch wollen die NINERS-Verantwortlichen den wurfstarken Flügelspieler zunächst genau unter die Lupe nehmen. Den Medizincheck hat Scott schon einmal bestanden.

„Nun stehen seine sportlichen Qualitäten im Fokus. Chemnitz ist schließlich seine erste Profistation nach dem College und Matt war noch nie zuvor in Europa. Wir versuchen es ihm hier so angenehm wie möglich zu machen, damit er in den nächsten Wochen sein Bestes abrufen kann“, ist Pastore gespannt auf die nächsten Trainings- und Testspieleindrücke.

 

Vorläufiger Kader (Alter, Größe und letztjähriger Verein in Klammern)

Guards: Bruno Albrecht (16, 1.90m, NINERS Chemnitz U19), Virgil Matthews (35, 1.90m, Nürnberg Falcons BC), Robin Mihalyi (18, 1.85m, NINERS Chemnitz U19), Matt Scott, (22, 1.93m, Niagara Universität), Matt Vest (25, 1.95m, RheinStars Köln), Lukas Wank (21, 1.98m, RheinStars Köln), Malte Ziegenhagen (27, 1.94m, NINERS Chemnitz)

Forwards: Ivan Elliott (31, 2.03m, Eisbären Bremerhaven), Kavin Gilder-Tilbury (24, 2.01m, RheinStars Köln), Leon Hoppe (18, 1.97m, NINERS Chemnitz U19), Jonas Richter (21, 2.07m, NINERS Chemnitz), Emmanuel Womala (18, 1.96m, FC Bayern München U19)

Center: Robin Lodders (23, 2.05m, NINERS Chemnitz), Mario Nagler (28, 2.03m, NINERS Chemnitz II), Georg Voigtmann (23, 2.13m, Uni Baskets Paderborn)

Abgänge (neuer Verein in Klammern): Michael Fleischmann (Ziel unbekannt), Andrew Jones (Ziel unbekannt), Aaron Kayser (FRAPORT SKYLINERS Juniors), Joe Lawson (Crailsheim Merlins), Andy Mazurczak (Caceres / ESP), Daniel Mixich (Uni Baskets Paderborn), Hugh Robertson (RheinStars Köln), Brad Tinsley (Casale Monferrato / ITA), Arne Wendler (Dresden Titans)

 

(NINERS Chemnitz)

NINERS angeln sich BBL-Veteran

Die Zweitligabasketballer der NINERS Chemnitz haben eine wichtige Schlüsselposition besetzt und als neuen Power Forward den US-Amerikaner Ivan Elliott für die kommende Saison unter Vertrag genommen. Der 31-Jährige Routinier kann auf insgesamt zehn Spielzeiten sowie 324 Profieinsätze in Europa, davon die meisten in der easyCredit Basketball Bundesliga, zurückblicken und wird im Verlaufe dieser Woche zum Team des Chemnitzer Trainers Rodrigo Pastore stoßen. „Wir freuen uns sehr, einen so starken und erfahrenen Akteur für die NINERS gewonnen zu haben und sind überzeugt, dass Ivan eine tragende Rolle in unserer neu formierten Mannschaft einnehmen wird“, sagt der argentinische Trainer voller Hoffnung über den jüngsten Neuzugang.

Der 2.03 Meter große und 104 Kilogramm schwere Elliott stammt ursprünglich aus San Francisco, wo er bereits 2008 mit dem Universitätsteam von Santa Barbara erste Erfolge feierte und die Meisterschaft der Big West Conference (NCAA 1) gewann. Anschließend folgte der Schritt nach Europa zum lettischen Erstligisten SK Valmiera sowie ein Jahr später sein erstes Engagement in der BBL beim Mitteldeutschen BC. 2010 schloss sich Elliott dann dem damaligen ProA-Ligisten s.Oliver Baskets Würzburg an und trug im letzten Saisonspiel neun Punkte, vier Rebounds, zwei Assists, zwei Blocks und einen Steal zum 77:61-Heimsieg gegen die NINERS bei, welcher den Franken nach einer extrem spannenden Serie den Aufstieg knapp vor Chemnitz bescherte.

Nachdem der variable Forward im Folgejahr mit Würzburg den Klassenerhalt im Oberhaus schaffte, ging es zum Ligakonkurrenten Ludwigsburg und anschließend für zwei Spielzeiten in die zweite italienische Liga nach Corato (Bari) und Jesi (Ancona). 2015 kehrte Elliott nach Deutschland zurück und absolvierte eine BBL-Saison bei Phoenix Hagen sowie zwei weitere Spielzeiten für die Eisbären Bremerhaven, wo er jeweils großen Anteil am erfolgreichen Klassenerhalt seiner Clubs hatte. So stand er letzte Saison trotz fortgeschrittenem Alters in 33 BBL-Partien noch immer durchschnittlich 23 Minuten auf dem Feld und markierte dabei 7.0 Punkte, 4.4 Rebounds sowie 1.1 Assists. Während all seiner 192 Partien in Deutschlands höchster Spielklasse brachte es Elliot auf einen Gesamtschnitt von 24 Einsatzminuten pro Begegnung mit je 8.8 Punkten, 5.1 Rebounds, 1.1 Assists, 0.7 Steals und 0.5 Blocks sowie Wurfquoten von 49.9 Prozent aus dem Zweierbereich, 33.2 Prozent aus dem Dreipunkteland sowie 74.8 Prozent von der Freiwurflinie.

„Ivan ist ein sehr kompletter Spieler und wird uns mit seinen Qualitäten auf beiden Seiten des Feldes helfen“, ist sich Pastore sicher und fährt weiter fort: „Gerade junge Spieler wie Jonas Richter oder Kavin Gilder-Tilbury, die ebenfalls vorrangig auf den Forwardpositionen agieren, können von Elliott viel lernen. Ebenso ist denkbar, dass diese drei Jungs auch mal gemeinsam auf dem Feld stehen, was dann eine sehr dynamische, athletische und zugleich wurfstarke Frontcourt-Formation wäre.“ Deshalb kann es der Cheftrainer kaum erwarten, seinen neuen Flügel im Training zu begrüßen. Damit die Eingewöhnung auch neben dem Feld schnell funktioniert, bringt Elliott seine Ehefrau, die beiden gemeinsamen Kinder und den Familienhund gleich mit nach Chemnitz.

Ob der US-Amerikaner dann schon beim ersten Testspiel in Dresden am Samstag aufläuft, ist momentan noch ebenso offen wie der Einsatz von Virgil Matthews, welcher auch erst im Laufe der Woche ankommt. Darüber hinaus fahnden die NINERS weiterhin nach dem letzten Puzzleteil, einem Spieler für die Guardpositionen. Bis das ProA-Aufgebot dann wirklich komplett ist, füllen einige Akteure aus der zweiten Männermannschaft und dem U19-Team den Kader auf, um fortwährend eine kompetitive Trainingssituation zu ermöglichen.

 

Vorläufiger Kader (Alter, Größe und letztjähriger Verein in Klammern)

Guards: Bruno Albrecht (16, 1.90m, NINERS Chemnitz U19), Virgil Matthews (35, 1.90m, Nürnberg Falcons BC), Robin Mihalyi (18, 1.85m, NINERS Chemnitz U19), Matt Vest (25, 1.95m, RheinStars Köln), Lukas Wank (21, 1.98m, RheinStars Köln), Malte Ziegenhagen (27, 1.94m, NINERS Chemnitz)

Forwards: Ivan Elliott (31, 2.03m, Eisbären Bremerhaven), Kavin Gilder-Tilbury (24, 2.01m, RheinStars Köln), Leon Hoppe (18, 1.97m, NINERS Chemnitz U19), Jonas Richter (21, 2.07m, NINERS Chemnitz), Emmanuel Womala (18, 1.96m, FC Bayern München U19)

Center: Robin Lodders (23, 2.05m, NINERS Chemnitz), Mario Nagler (28, 2.03m, NINERS Chemnitz II), Georg Voigtmann (23, 2.13m, Uni Baskets Paderborn)

Abgänge (neuer Verein in Klammern): Michael Fleischmann (Ziel unbekannt), Andrew Jones (Ziel unbekannt), Aaron Kayser (FRAPORT SKYLINERS Juniors), Joe Lawson (Crailsheim Merlins), Andy Mazurczak (Caceres / ESP), Daniel Mixich (Uni Baskets Paderborn), Hugh Robertson (RheinStars Köln), Brad Tinsley (Casale Monferrato / ITA), Arne Wendler (Dresden Titans)

 

 

(NINERS Chemnitz)

Virgil Matthews kommt zurück!

Die NINERS Chemnitz haben einen ihrer erfolgreichsten Spieler der Vereinshistorie und zugleich einen der erfahrensten ProA-Veteranen überhaupt für die bevorstehende Saison verpflichtet. Der mittlerweile 35-jährige US-Pointguard Virgil Matthews kann auf insgesamt 252 Zweitligaeinsätze zurückblicken, von denen er 103 zwischen 2014 und 2017 für Sachsens beste Korbjäger bestritt. Letzte Saison schloss er sich dann dem Nürnberg Falcons BC an und kehrt nun zum Ort seiner größten Errungenschaften zurück. „Ich freue mich riesig darauf, wieder für Chemnitz zu spielen und würde gern dort anknüpfen, wo ich bei meinem letzten Engagement hier aufgehört habe“, blickt Matthews auf das Frühjahr 2017 zurück, als er mit den NINERS ins Halbfinale der Playoffs einzog und nur hauchdünn den Aufstieg in die easyCredit BBL verpasste.

„Virgil wird mit all seiner Erfahrung, seinem Basketball-IQ, als Integrationshilfe für unsere neuen Spieler, vor allem die Amerikaner, und als Identifikationsfigur für die Chemnitzer Fans ein großer Gewinn für uns sein“, ist sich NINERS-Headcoach Rodrigo Pastore sicher.

Außerdem hofft der Argentinier, dass Matthews‘ jüngere Teamkameraden von dessen Routine profitieren: „Gerade Lukas Wank und Matt Vest können von Virgil in Sachen Spielaufbau viel lernen und natürlich die Last untereinander verteilen.“ So sollen die NINERS nächste Saison noch schwerer auszurechnen sein, weil mit Matthews, Wank, Vest, Ziegenhagen und einem noch zu verpflichtenden weiteren Guard fünf leistungsstarke Akteure mit unterschiedlichen Qualitäten im Backcourt bereitstehen. „Diese Variablität war uns bei der Teamzusammenstellung sehr wichtig“, unterstreicht Pastore.

Ebenso eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern.

„Kaum einer kennt die ProA derart gut wie Virgil. Seine Rolle wird zwar etwas anders als in jüngeren Jahren sein und er wird nicht mehr ganz so oft an ‚Triple-Doubles‘ kratzen, aber dennoch bringt er sehr viele Qualitäten mit, die uns als Team helfen werden. Gerade auch neben dem Feld und in der Kabine“, sagt Pastore.

Er stand während der letzten Saison und ebenso bei der aktuellen Kaderplanung oft mit Matthews in Kontakt. Der 1.90 Meter große Amerikaner war schon während seiner ersten Jahre in Chemnitz das Bindeglied zwischen Trainerstab und Mannschaft sowie einer der wichtigsten Taktgeber. Diese Rolle soll der Routinier bestenfalls auch künftig ausfüllen, wenngleich er altersbedingt natürlich nicht mehr die gleiche Minutenanzahl wie früher auf dem Feld stehen wird.

Zwischen 2014 und 2017 war Matthews ja beinahe der „Duracellhase“ des Chemnitzer Teams, verpasste kein einziges Pflichtspiel und spulte pro Partie fast 32 Einsatzminuten runter. Dabei erzielte der Mann aus Seattle insgesamt 1223 Punkte für die NINERS, was ihm bis heute den dritten Platz in der ewigen Chemnitzer Topscorerliste hinter Jaivon Harris (1764) und Gary Johnson (1415) beschert.  Dass er aber auch jetzt noch durchaus einiges im Tank hat, stellte Matthews erst im März dieses Jahres unter Beweis, als er ausgerechnet gegen Chemnitz noch einmal mit 17 Punkten, sechs Assists, vier Steals sowie drei Rebounds auftrumpfte, so den Nürnberg Falcons zum Sieg verhalf und die Playoffhoffnungen der NINERS beerdigte.  Insgesamt brachte es der Routinier letzte Saison bei den Franken auf 8.3 Punkte, 4.0 Rebounds, 3.9 Assists sowie 1.5 Steals pro Partie in durchschnittlich knapp 28 Minuten Spielzeit. Gerade diese Vielseitigkeit zeichnete ihn bereits in Chemnitz aus und sorgte dafür, dass ihn die NINERS-Anhänger 2015 sowie 2016 zum „Most Valuable Player“, also zum wertvollsten Spieler des Teams wählten. „Das waren tolle Zeiten und ich möchte den grandiosen Fans noch einmal etwas zurückgeben“, verspricht Matthews, der nächste Woche zum Team stoßen wird.

 

(NINERS Chemnitz)

Beste Nachwuchsarbeit in der 2. Basketball Bundesliga Saison 2017/2018

Nachwuchsförderung auch in Zukunft eine wichtige Aufgabe für die Klubs der ProA und ProB

Seit der Saison 2011/2012 beteiligen sich die Clubs der BARMER 2. Basketball Bundesliga am Deutschen Basketball Ausbildungsfonds und haben sich gemeinsam mit den Bundesligisten der easyCredit BBL zum Ziel gesetzt Nachwuchsförderung in Deutschland zu honorieren und zu unterstützen.

Zum dritten Mal wurden die die Klubs der ProA im Rahmen einer Zertifizierung prämiert. Anhand detaillierter Fragen sowie individuellen Gesprächen mit den Klubs wurde eine qualitative Analyse der Nachwuchsarbeit in den Kategorien Talentsuche, Talentdiagnose sowie Talentförderung vorgenommen. Je nach erreichter Punktzahl sind Gold-, Silber- und Bronzeauszeichnungen zu erhalten.

Folgende ProA-Klubs wurden als sehr guter Nachwuchsstandort (silber) eingestuft:

  • Hamburg Towers
  • NINERS Chemnitz

Folgende ProA-Klubs wurden als guter Nachwuchsstandort (bronze) eingestuft:

  • RheinStars Köln
  • Uni Baskets Paderborn
  • Phoenix Hagen
  • RÖMERSTROM Gladiators Trier

Auf eigenen Wunsch nahmen die folgenden Bundesligisten nicht am Zertifizierungsverfahren teil und konnten somit nicht begutachtet werden:

  • Crailsheim Merlins
  • Nürnberg Falcons BC
  • TEAM EHINGEN URSPRING

Die Klubs RASTA Vechta, Baunach Young Pikes und Orange Academy wurden im Rahmen der Nachwuchszertifizierung in der easyCredit BBL begutachtet.

Die Prämierung der Nachwuchsarbeit der ProB Bundesligisten wurde anhand quantitativer Kriterien, wie Spielzeit junger Spieler, Anzahl der hauptamtlichen Nachwuchstrainer oder auch Anzahl der Grundschul-AGs vorgenommen.

Folgende ProB-Standorte können sich dieses Jahr über eine Top-Platzierung sowie einen finanziellen Beitrag zum weiteren Ausbau der Nachwuchsförderung vor Ort freuen:

ProB

  • SC Rist Wedel
  • ETB Wohnbau Baskets Essen
  • VfL SparkassenStars Bochum
  • RSV Eintracht
  • Dragons Rhöndorf

Nur außer Konkurrenz an der Wertung teilnehmen, konnten Standorte, deren Kooperationspartner in der 1. Basketball Bundesliga prämiert wurden.

Mit dem Fonds werden verschiedene Anreize geschaffen, um die Ausbildung deutscher Nachwuchsspieler zielführend voranzubringen. Durch einen Mix von unterschiedlichen Maßnahmen werden, durch die von den Bundesligisten zur Verfügung gestellten Mittel, unter anderem nationale Projekte initiiert und Prämien an alle bei der Ausbildung eines Bundesligaspielers beteiligten Vereine ausgeschüttet.

Hierzu zählen unter anderem die Förderung von hauptamtlichen Jugendtrainern durch ein neu entwickeltes Nachwuchstrainerausbildungsprogramm sowie Wertschätzungsmaßnahmen für Trainer und Betreuer die sich ehrenamtlich in ihren Vereinen engagieren.

Eine dritte Säule des Gemeinschaftsprojektes ist die Prämierung bzw. Zertifizierung der besten Nachwuchsarbeit in den jeweiligen Ligen, sei es in der 1. Basketball-Bundesliga oder in der ProA und ProB.

 

Aller guten Dinge sind drei

Nach Lukas Wank und Kavin Gilder-Tilbury haben die NINERS Chemnitz den dritten Spieler vom letztjährigen Ligakonkurrenten RheinStars Köln verpflichtet. Der 1.95 Meter große US-Amerikaner Matt Vest einigte sich mit Sachsens besten Korbjäger auf einen Kontrakt für die bevorstehende Saison 2018/19 und wird Anfang August mit seiner Ehefrau Samantha in Chemnitz eintreffen. „Matt ist ein äußerst variabler Spieler, der auf den Positionen 1 bis 3 eingesetzt werden kann. Außerdem zeichnen ihn seine Mannschaftsdienlichkeit, sein Basketball-IQ und seine Defensivstärke aus“, freut sich NINERS-Coach Rodrigo Pastore auf den Neuzugang.

Matt Vest wuchs in der 150.000-Einwohner-Metropole Dayton im US-Bundesstaat Ohio auf und besuchte später die örtliche Wright State Universität, für deren Basketballteam er in der höchsten College-Liga NCAA-1 auf Korbjagd ging. Zwischen 2010 und 2014 bestritt der Blondschopf insgesamt 123 Spiele im Trikot der Raiders und kam dabei auf durchschnittlich 5.0 Punkte, 2.8 Rebounds sowie 1.7 Assists. Anschließend wagte Vest den Sprung nach Europa und heuerte bei den Oettinger Rockets Gotha an. Mit den Thüringern gelang ihm gleich in seinem ersten Profijahr der Sprung ins Playoffhalbfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, wo man sich jedoch in vier Partien dem späteren Aufsteiger Würzburg geschlagen geben musste.

Nachdem Vest für die Rockets vornehmlich noch als vielseitiger Rollenspieler zum Einsatz kam, übernahm er in den beiden Folgejahren im Trikot der Uni Baskets Paderborn dann eine ausgesprochene Führungsposition und stellte seine Spielmacherqualitäten unter Beweis. „Matt kann für sich selbst kreieren, aber dank seiner guten Übersicht und starken Passfähigkeiten vor allem auch seine Mitspieler in Szene setzen. Dabei zeigt er ein sehr gutes Gefühl für das jeweils notwendige Tempo, variiert klug zwischen Fastbreaks und geordnetem Setplay“, charakterisiert Pastore die Qualitäten des 90 Kilogramm schweren Modellathleten.

Seine Variabilität brachte Vest bereits letztes Jahr in die Notizbücher vieler ProA-Ligisten. „Auch wir hatten Matt ins Auge gefasst“, bestätigt Pastore. Doch der US-Boy wechselte schließlich zu den RheinStars Köln, mit denen er im zurückliegenden Spieljahr einen starken vierten Platz erreichte. Nachdem sich die Domstädter aber nun in die ProB zurückzogen, folgte Vest seinen alten Teamkameraden Wank und Gilder-Tilbury nach Chemnitz. „Es ist sicher kein Nachteil, dass sich diese Jungs schon kennen und eben alle drei über reichlich ProA-Erfahrung verfügen“, betont Pastore. Allein Vest kann bereits 122 Zweitligaspiele mit durchschnittlich 27,5 Minuten Einsatzzeit vorweisen, in denen er es auf Mittelwerte von 9.0 Punkten, 3.7 Rebounds, 3.2 Assists und 1.1 Steals sowie sehr solide Wurfquoten von 52.1 Prozent aus dem Zweierbereich, 32.8 Prozent von der Dreier- und 73.4 Prozent von der Freiwurflinie bringt. „Obendrein ist Matt erst 25 Jahre jung, also noch längst nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen“, traut Pastore dem Allrounder sogar einen weiteren Leistungssprung und vor allem eine wichtige Führungsrolle im neuen NINERS-Team zu.

Dieses soll in den nächsten Wochen komplettiert werden und bestenfalls am 6. August vollzählig in die neue Saisonvorbereitung starten. Doch schon jetzt absolvieren die deutschen Akteure, welche bereits allesamt in Chemnitz sind, regelmäßig gemeinsame Einheiten und überzeugen dabei ihren Coach Rodrigo Pastore: „Ich bin regelrecht begeistert, mit welcher Intensität und Konzentration die Jungs bereits in dieser frühen Phase zu Werke gehen. Jeder zeigt den Willen, sich zu verbessern und das ist die beste Grundlage für Erfolg.“

 

 

(NINERS Chemnitz)

Nächster Neuzugang aus Köln

Die NINERS Chemnitz haben den ersten ausländischen Profi für die neue Saison unter Vertrag genommen. Der 24-jährige Kavin Gilder-Tilbury kommt wie schon Lukas Wank vom letztjährigen Ligakonkurrenten RheinStars Köln und soll die Sachsen künftig auf den Flügelpositionen verstärken. „Wir sind froh, mit Kavin einen äußerst talentierten Spieler gefunden zu haben, der einerseits schon ProA-Erfahrung mitbringt und andererseits aufgrund seines jungen Alters noch über reichlich Entwicklungspotenzial verfügt“, traut NINERS-Cheftrainer Rodrigo Pastore dem 2.01 Meter großen US-Amerikaner eine wichtige Rolle im neuen Chemnitzer Team zu.

Der in Houston geborene Kavin Gilder-Tilbury ging nach seinem Highschoolabschluss 2013 an die Texas State Universität und bestritt dort bis 2017 insgesamt 128 Partien – mehr als jeder andere Spieler, der jemals für die „Bobcats“ in der höchsten College-Liga NCAA-1 auf Korbjagd ging. Dabei brachte es der athletische Forward in durchschnittlich 26 Minuten Einsatzzeit auf 10.8 Punkte, 4.0 Rebounds, 1.4 Assists und 1.0 Steals pro Partie sowie Wurfquoten von 50.8 Prozent aus dem Zweier- beziehungsweise 37.5 Prozent aus dem Dreierbereich und 68.8 Prozent von der Freiwurflinie. Anschließend gelang es ihm, seine Qualitäten sehr schnell auf den europäischen Profibasketball umzumünzen, so dass er schon in seiner ersten Saison bei den RheinStars Köln ganz ähnliche Werte auflegte. In 31 Pflichtpartien stand „KGT“ jeweils rund 26 Minuten auf dem Parkett und hatte mit 12.9 Punkten bei guten Quoten (53.5 % Zweier, 35.9 % Dreier, 65.6 % Freiwürfe) sowie 4.6 Rebounds, 2.2 Assists und 1.5 Steals großen Anteil am erfolgreichen Playoffeinzug der Domstädter im April dieses Jahres.

Nachdem sich Köln nun aber freiwillig in die ProB zurückzog, suchte Gilder-Tilbury eine neue Herausforderung. „Kavin ist ein sehr ambitionierter und erfolgshungriger Spieler, der den nächsten Schritt in seiner Entwicklung machen möchte. Hierfür sah er bei uns beste Voraussetzungen und wir umgedreht in ihm einen Mann, der maßgeblich zur Erreichung unserer eigenen hohen Ziele beitragen kann“, unterstreicht Pastore, dass sich zwei Seiten gefunden haben, die beide unbedingt in die Playoffs wollen. Darüber hinaus freut sich der Chemnitzer Coach auf die sportlichen Qualitäten Gilder-Tilburys: „Er ist ein sehr moderner Flügelspieler, der am Brett und aus der Distanz punkten kann, über ein sicheres Ballhandling sowie gute Passfähigkeiten verfügt und zugleich sehr athletisch als auch explosiv ist. Das wiederum versetzt ihn in die Lage, die Positionen 1 bis 4 verteidigen zu können, was uns äußerst variabel macht und je nach Gegner verschiedene Aufstellungen ermöglicht.“

Mit dem vielseitigen Neuzugang haben die NINERS ein weiteres wichtiges Puzzleteil ihres künftigen Teams gefunden. Deren drei bis vier fehlen zum jetzigen Zeitpunkt noch, wobei sich manche Verhandlungen bereits kurz vor dem Abschluss befinden. Gleichzeitig stehen auch einige Abgänge fest. Joe Lawson wechselt zum BBL-Aufsteiger Crailsheim Merlins und Brad Tinsley zu Novipiu Casale Monferrato, dem letztjährigen Vizemeister der zweiten italienischen Liga. Daniel Mixich schließt sich den Uni Baskets Paderborn an und trifft dort wieder auf seinen früheren Chemnitzer Teamkameraden Martin Seiferth. Hugh Robertson schlägt den umgedrehten Weg wie Lukas Wank bzw. Kavin Gilder-Tilbury ein und geht zum künftigen ProB-Ligisten Köln, während sich auch Eigengewächs Arne Wendler für die dritte deutsche Spielklasse entschied und zu den Dresden Titans wechselt. Bei Andy Mazurczak und Michael Fleischmann sind derweil noch keine neuen Arbeitgeber bekannt.

 

(NINERS Chemnitz)

Lawson verlässt Chemnitz Richtung erste Liga

Die NINERS Chemnitz müssen künftig auf die Dienste von Joe Lawson verzichten. Der 25-jährige US-Center wird den sächsischen Zweitligisten verlassen und nächste Saison in der easyCredit Basketball Bundesliga auf Korbjagd gehen. „Wir hätten Joe sehr gern behalten, aber das ist eine riesige Chance für ihn, die er einfach wahrnehmen muss“, betont NINERS-Geschäftsführer Steffen Herhold, wenngleich der Abgang Lawsons natürlich eine große Lücke hinterlässt: „Er war einer unserer wichtigsten Leistungsträger und obendrein ein charakterlich einwandfreier Mensch. Deshalb wünschen wir Joe für seine Zukunft nur das Beste und hoffen, dass er sich in der ersten Liga durchsetzen kann.“

Lawson wechselte im Sommer 2016 von den Oettinger Rockets nach Chemnitz und bestritt anschließend für die NINERS insgesamt 67 Pflichtspiele, in denen er satte 964 Punkte erzielte. Nur Jaivon Harris (1.764), Gary Johnson (1.415), Virgil Matthews (1.223), Donald Lawson (1.027) und Terren Harbut (1.020) markierten in der 2. Basketball-Bundesliga noch mehr Zähler für die „Orange Army“. In seiner ersten Saison trug Lawson außerdem maßgeblich dazu bei, dass die NINERS ins Playoff-Halbfinale einzogen und nur hauchdünn den Aufstieg in die erste Bundesliga verpassten. Letzten Herbst plagte sich der bullige wie wurfstarke 2.01-MeterHüne dann jedoch mit einer Zehenverletzung und konnte dadurch zunächst nicht ganz an seine vorherigen Leistungen anknüpfen. Spätestens in der Rückrunde drehte Lawson aber wieder kräftig auf, markierte allein sechs „Double-Doubles“, also zweistellige Werte bei Punkten sowie Rebounds und empfahl sich nachhaltig für einen Wechsel in Deutschlands Basketballoberhaus.

Der Abgang des sympathischen US-Boys beeinflusst selbstverständlich auch die Kaderplanungen der NINERS, wobei man Lawson positionsmäßig nicht 1:1 ersetzen wird, sondern die Lasten künftig auf mehrere Schultern verteilen möchte. Dafür sollen neben den bereits feststehenden Neuzugängen Georg Voigtmann und Lukas Wank voraussichtlich noch vier ausländische Profis verpflichtet werden, wobei der erste Spieler aus dieser Reihe schon in trockenen Tüchern ist und noch im Verlaufe dieser Woche bekanntgegeben wird.

 

(NINERS Chemnitz)

Welcome back, Hugh Robertson!

Spektakulär, mitreißend, überraschend. So begann die Meldung zu Hugh Robertson vor knapp zwei Jahren. Und genauso ist jetzt auch seine Rückkehr zu den RheinStars Köln. „Wenn ein solcher Spieler zurückkommt und sich erneut unserem Programm anschließt, ist das auch eine tolle Bestätigung für unseren Umgang und die Arbeit mit unseren Profis. Hugh war vor zwei Jahren in der ProA ein Ausnahmeathlet und einer der Topspieler der Liga und wird das sicherlich auch in der ProB sein“, sagt Manager Stephan Baeck mit Blick auf die kommende Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB.

„Er war unser bester Werfer, bester Rebounder und effektivster Spieler. Alle können sich auf seine spektakulären Aktionen freuen.“

„Meine Familie und ich sind glücklich, dass ich wieder in Köln spielen werde und wir unsere Reise mit den RheinStars fortsetzen können. Ich habe mich in Köln sehr wohl gefühlt und freue mich, wieder ein RheinStar zu sein“, sagt Hugh Robertson, der im September 29 Jahre alt wird. Der sprunggewaltige und nahezu auf allen Positionen einsetzbare US-Amerikaner spielte in der vergangenen Saison für die Rethymno Cretan Kings BC auf Kreta (10,3 Punkte pro Spiel) und zuletzt bei den NINERS Chemnitz (8.1).

„Ich habe mit Hugh vor zwei Jahren über die gesamte Saison intensiv gearbeitet und freue mich sehr über seine Rückkehr. Er hat einen starken Charakter und eine unglaubliche Athletik. Aus den Gesprächen mit unseren Jungs weiß ich, dass er nicht nur von mir als Mensch und Sportler geschätzt wird. Hugh hat die Qualität auf den Positionen zwei bis vier zu spielen und ist damit ein Schlüsselspieler, um erfolgreich zu spielen“, sagt Cheftrainer Matt Dodson über die Rückkehr des Kölner Topscorers der Saison 2016/2017.

Hugh RobertsonShooting Guard/Small Forward
195cm/93kg, geb. 15. September1989

Stationen:
01/2018 – 04/2018 NINERSChemnitz
08/2017 – 11/2017, RethymnoCretanKingsBC(GR)
08/2016 – 06/2017, RheinStarsKöln(DE)
08/2015 – 06/2016, HeliosDomzale(SI)
08/2014 – 05/2015, CognacBB(FR)
02/2014 – 05/2014, TadamonZouk(LB)
09/2013 – 02/2014, HopsiPolzela(SI)
02/2012 – 04/2013, HopsiPolzela(SI)
04/2010 – 01/2012, UniversityofSouthFlorida(NCAA1) (US))

Stats Saison 2016/2017 (RheinStars)
33 Spiele, 30:55min, 2er50,8%, 3er: 32,6%, FT: 74,3%, PPG14.4, APG: 2,6, RPG: 5,7

RheinStarsKader2018/2019
Leon Baeck, Tim van derVelde, Hugh Robertson, Thomas Michel, Bene van Laack, Yasin Kolo, Jonas Gottschalk

 

(RheinStars Köln)

2.13-Meter-Riese Georg Voigtmann verstärkt die NINERS

Der nächste Neuzugang für die Chemnitzer Zweitligabasketballer ist perfekt. Georg Voigtmann wechselt vom Ligakonkurrenten Uni Baskets Paderborn nach Sachsen und unterschrieb bei den NINERS einen Vertrag bis 2019. Gleichzeitig erhielt Nachwuchstalent Leon Hoppe einen Kontrakt über die nächsten drei Spielzeiten und wird künftig ebenso dem festen Trainingskader des ProA-Clubs angehören wie der erst 16-jährige Bruno Albrecht. „Zusammen mit Malte Ziegenhagen, Jonas Richter, Robin Lodders und Lukas Wank haben wir jetzt einen Kern aus sieben deutschen Spielern, der gegebenenfalls noch durch weitere Talente aus dem eigenen Nachwuchs ergänzt wird. Daneben stehen wir mit mehreren ausländischen Akteuren in Verhandlungen und
möchten die Mannschaft bis zum offiziellen Trainingsauftakt am 06. August komplettieren“, gewährt NINERS- Cheftrainer Rodrigo Pastore einen Einblick in den aktuellen Stand der Kaderplanungen.

Ein wichtiges Puzzleteil der neuen „Orange Army“ soll Georg Voigtmann werden. Auf dem Spielfeld kann man den 23-Jährigen jedenfalls kaum übersehen. Beeindruckende 2.13 Meter misst der Neuzugang und ist damit nach Marin Bota (2.14 m) der größte Basketballer, welcher jemals in Chemnitz spielte. Auf die Waage bringt er momentan 102 Kilogramm. „Das wird sich aber sicher noch etwas ändern, weil ich gerade ein mehrwöchiges Athletiktraining bei einem Individualcoach in Berlin absolviere“, verrät Voigtmann, wie er sich während der Sommerpause auf die neue Saison vorbereitet. Schließlich hat der sympathische Rotschopf große Ziele:

„Ich möchte mit den NINERS in die Playoffs und mich persönlich weiterentwickeln. Deshalb habe ich mich bewusst für Chemnitz entschieden, denn Coach Rodrigo Pastore ist dafür bekannt, junge Spieler besser zu machen.“

Gleichzeitig waren frühere Gastauftritte in der Richard-Hartmann-Halle und seine familiären Wurzeln wichtige Faktoren für den Wechsel, erklärt Voigtmann: „Ich habe mit Jena zahlreiche Derbys gegen Chemnitz gespielt und die Stimmung war immer einzigartig. Vor solch euphorischen Fans macht jedes Match noch mehr Spaß. Außerdem bin ich halber Sachse. Mein Großvater, der einst Basketballtrainer und -schiedsrichter war, stammt aus Freiberg. Ebenso wie mein Vater, der in jungen Jahren Handball spielte und später nach Thüringen zog.“ Dort erblickte schließlich auch Georg das Licht der Welt und wandelte in seiner Jugend beim Traditionsverein ThSV Eisenach zunächst auf den sportlichen Spuren seines Vaters. „Erst als ich mit 15 an einem Trainingscamp von Science City Jena teilnahm, wechselte ich vom Hand- zum Basketball und folgte meinem großen Bruder in die Saalestadt.“ Der zwei Jahre ältere Johannes Voigtmann durchlief ebenfalls die Jenaer Basketballschule, ist mittlerweile deutscher Nationalspieler und geht für den spanischen Topclub Baskonia Vitoria auf Korbjagd.

Ganz so steil verlief die Karriere des zwei Jahre jüngeren Georgs noch nicht, aber auch der „kleine Voigtmann“ kann bereits 117 ProA-Einsätze vorweisen und feierte 2016 mit Jena den Aufstieg in die BBL. Anschließend wechselte der Hüne zu s.Oliver Würzburg, wo er mit seinem neuen Teamkameraden Lukas Wank vornehmlich im ProB-Team aktiv war (28 Spiele, Ø 9.2 Punkte und 6.7 Rebounds) sowie vier Kurzeinsätze in der ersten Bundesliga bestritt. Letzten Sommer zog es Voigtmann dann nach Paderborn, für das er in der abgelaufenen Saison 26 Partien absolvierte und dabei in durchschnittlich 20 Minuten Spielzeit auf 7.9 Punkte, 4.5 Rebounds sowie 1.3 Assists kam und fast 40 Prozent seiner Dreipunktewürfe verwandelte. „Eine derartige Treffsicherheit
aus der Distanz ist bei Akteuren dieser Größe sehr selten. Aber gerade jene Fähigkeit kann Georg für uns so wertvoll machen, weil er die gegnerischen ‚Big Men‘ fordert und bis raus an den Perimeter zieht“ verdeutlicht Pastore, welche Optionen man mit Voigtmann auf dem Feld hat. Gleichwohl betont der Chemnitzer Trainer,„dass Georg an seiner Physis und Beweglichkeit arbeiten muss, um uns an beiden Enden des Feldes auf den großen Positionen weiterzuhelfen. In Kombination mit Jonas Richter, Robin Lodders sowie einem talentierten Importspieler hätten wir dann im Idealfall einen sehr vielseitigen Frontcourt.“ An Voigtmanns Lernbereitschaft lässt Pastore ohnehin keinen Zweifel:

„Er war in den letzten Wochen zweimal zum Probetraining hier und hat dabei eine vorbildliche Arbeitseinstellung, großen Leistungswillen und echte Teamfähigkeit gezeigt. Genau solche hungrigen Jungs mit einem hohen Maß an Eigenmotivation möchten wir in der Mannschaft haben!“

Auf die Lernbereitschaft legt Pastore bei der aktuellen Spielersuche besonders großen Wert: „Akteure, die in unser Budget passen, werden immer Stärken, aber auch Schwächen haben, weshalb wir sie individuell sowie gleichermaßen teamorientiert entwickeln müssen, um im ProA-Wettstreit erfolgreich zu sein.“ Dies gilt für alle, jedoch in besonderem Maße für die jüngsten Spieler wie den 18-jährigen Leon Hoppe und den nochmals 22 Monate jüngeren Bruno Albrecht. Beide trainieren derzeit täglich mit Pastore, U19-Headcoach Mohammed Hajjar sowie Sportdirektor Konstantin Lwowsky in der Halle und zeigen die richtige Einstellung, wie Albrecht bestätigt:

„Ich arbeite hart, möchte jeden Tag besser werden, mich weiter an den Profikader herankämpfen und vor allem im U19-Team noch mehr Verantwortung übernehmen, damit wir sowohl in der ProA wie auch in der Nachwuchsbasketballbundesliga gemeinsam die bestmöglichen Ziele erreichen.“

 

(NINERS Chemnitz)