Schlagwortarchiv für: Halbfinale

Vorberichte ProA Playoffs – Halbfinale Spiel 4

28.05.2026 19:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. Phoenix Hagen 

Siegen oder fliegen: Eisbären wollen Spiel 5 erzwingen Die Halbfinalserie zwischen den Eisbären Bremerhaven und Phoenix Hagen bleibt ein echter Playoff-Krimi. Nach der knappen 78:83-Niederlage in der Ischelandhalle stehen die Eisbären nun unter Druck: Mit einem Sieg in der ÖVB Arena können sie die Serie noch einmal ausgleichen und ein entscheidendes fünftes Spiel erzwingen. Phoenix hingegen reist zum Matchball nach Bremen. Auch Spiel drei zeigte erneut, wie eng sich beide Mannschaften bislang begegnen. Die Eisbären starteten stark in die Partie, kontrollierten das erste Viertel und führten zwischenzeitlich deutlich mit 26:17. Hagen fand diesmal jedoch schneller Antworten, verteidigte aggressiver und holte sich das Momentum bereits vor der Halbzeit zurück. Im Schlussviertel entwickelte sich schließlich ein nervenaufreibender Defensivkampf, in dem Kleinigkeiten den Unterschied machten. Trotz der Niederlage nehmen die Eisbären weiterhin viele positive Aspekte aus der Serie mit. Über weite Strecken gelang es erneut, Phoenix defensiv unter Druck zu setzen und das sonst so explosive Offensivspiel der Hagener zu kontrollieren. Auch offensiv zeigten die Bremerhavener phasenweise starke Lösungen und bewegten den Ball.

Der Kampfgeist der Mannschaft bleibt ungebrochen: Selbst in schwierigen Phasen fanden die Eisbären bislang immer wieder Wege zurück ins Spiel. Und so dürfte eine gewisse „jetzt-erst recht“– Motivation am Donnerstag mitschwingen. Dieser Charakter soll vor heimischer Kulisse erneut zum entscheidenden Faktor werden. Zwar findet die Partie nicht im Eisbärenkäfig in Bremerhaven, sondern in Bremen statt, dennoch dürfen sich die Eisbären auf große Unterstützung ihrer Fans verlassen. Auch Headcoach Steven Esterkamp blickt mit Vorfreude auf das kommende Heimspiel: Die Mannschaft spüre dort immer große Unterstützung von den eigenen Fans und die Atmosphäre mache es besonders, dort zu spielen. Die Ausgangslage ist eindeutig. Verlieren verboten. Die Eisbären brauchen einen Sieg, um die Serie zurück nach Hagen zu bringen. Nach den bisherigen intensiven und hochklassigen Duellen deutet jedoch vieles darauf hin, dass auch Spiel vier wieder ein echter Playoff-Fight werden wird. Mit einer Mannschaft aus Bremerhaven, die sich noch lange nicht geschlagen geben will.

 

29.05.2026 20:00 Uhr GIESSEN 46ers vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim 

Bericht folgt in Kürze!

Nachberichte ProA Playoffs – Halbfinale Spiel 3

26.05.2026 19:00 Uhr // Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. GIESSEN 46ers 91:63

Bozic Knights Kirchheim haben sich in der Halbfinalserie der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA eindrucksvoll zurückgemeldet und sich mit einem dominanten 91:63-Heimsieg gegen die GIESSEN 46ers die 2:1-Führung in der „Best of Five“-Serie gesichert. Vor einer elektrisierten Kulisse in der Sporthalle Stadtmitte übernahmen die Ritter von Beginn an die Kontrolle und legten bereits im ersten Viertel den Grundstein für den deutlichen Erfolg. Trotz tropischer Temperaturen entwickelte sich in Kirchheim eine außergewöhnliche Playoff-Atmosphäre, die selbst langjährige Fans als eine der intensivsten der vergangenen Jahre beschrieben. Besonders bemerkenswert: Die Knights mussten auf ihre beiden Leistungsträger Tyrel Morgan und Chuck Harris verzichten. Headcoach Igor Perovic forderte vor der Partie deshalb „Helden“ – und seine Mannschaft lieferte eindrucksvoll ab. Angeführt von einem überragenden Phillip Russell starteten die Gastgeber furios in die Begegnung. Der Guard erzielte allein im ersten Viertel elf seiner insgesamt 21 Punkte und brachte die Halle früh zum Beben. Kirchheim setzte sich schnell zweistellig ab und führte nach den ersten zehn Minuten bereits deutlich mit 31:13.

Die 46ers fanden kaum Mittel gegen die aggressive Defensive und das hohe Tempo der Gastgeber. Auch im zweiten Viertel hielten die Knights die Intensität hoch. Zwar mussten beide Teams den hohen Temperaturen und der Belastung der vergangenen Wochen Tribut zollen, doch Kirchheim kontrollierte das Spiel weiterhin souverän. Mit einer komfortablen 56:35-Führung ging es in die Halbzeitpause. Besonders beeindruckend war dabei die mannschaftliche Geschlossenheit der Ritter, die trotz der Ausfälle immer wieder Lösungen fanden und offensiv variabel agierten. Nach der Pause versuchten die Gäste aus Gießen noch einmal zurückzukommen, doch näher als auf 68:52 kurz vor Ende des dritten Viertels ließ Kirchheim den Gegner nicht heran. Anschließend sorgte ein spektakulärer 12:0-Lauf endgültig für die Entscheidung. Kapitän Lucas Mayer traf in dieser Phase zwei wichtige Dreier und verwandelte die Sporthalle Stadtmitte endgültig in einen Hexenkessel.

Während einer Gießener Auszeit feierten die Fans ihre Mannschaft bereits mit Standing Ovations. Perovic blieb nach der Partie dennoch fokussiert: „Wir haben heute ein tolles Spiel abgeliefert, aber wir sind erst bei Schritt zwei und müssen Schritt drei gehen.“ Topscorer der Partie war Mayer mit starken 25 Punkten. Neben Russell überzeugten auch Tylan Pope und Nico Bretzel mit jeweils zwölf Zählern sowie Aeneas Jung mit elf Punkten. Damit fehlt den Knights nun nur noch ein Sieg zum erstmaligen Finaleinzug seit 2012. Bereits am Freitag bietet sich den Kirchheimern in Gießen die große Chance, die Serie zu entscheiden und den Traum vom Finale Wirklichkeit werden zu lassen.

 

26.05.2026 19:30 Uhr // Phoenix Hagen vs. Eisbären Bremerhaven 83:78

Phoenix Hagen hat sich im dritten Halbfinalspiel gegen die Eisbären Bremerhaven den Matchball im Kampf um den Aufstieg in die easyCredit BBL gesichert. Vor erneut ausverkaufter Ischelandhalle setzte sich Phoenix in einer intensiven „Hitzeschlacht“ mit 83:78 durch und führt die „Best of Five“-Serie nun mit 2:1 an. Vor 3.145 Zuschauern entwickelte sich unter hochsommerlichen Temperaturen eine physisch anspruchsvolle Partie, in der Bremerhaven zunächst den besseren Start erwischte. Doch mit zunehmender Spieldauer übernahm Phoenix vor allem defensiv die Kontrolle. Besonders die Hagener Intensität und die deutlich verbesserte Dreierquote wurden zum entscheidenden Faktor. Phoenix traf starke 12 von 29 Dreiern und zwang die Gäste allein im letzten Viertel zu neun Ballverlusten.

Headcoach Chris Harris lobte vor allem die Mentalität seines Teams: „Beide Mannschaften haben wirklich alles reingeworfen, was sie hatten. Nach der Pause ist es uns gelungen, über die Physis und mit smarten Entscheidungen das Momentum auf unsere Seite zu ziehen. So ist es im letzten Viertel zu einem echten Abnutzungskampf gekommen, bei dem wir den etwas längeren Atem hatten. Aufgrund des verknappten Rhythmus liegt nun der Fokus darauf, bestmöglich zu regenerieren, um in weniger als 48 Stunden so frisch wie möglich in Bremen antreten zu können.“ Auch Bremerhavens Headcoach Steven Esterkamp erkannte die enorme Intensität der Partie an: „Jeder Spieler, jedes Team hat heute alles auf dem Feld gelassen. Du kannst in dieser Atmosphäre, in dieser Hitze nicht mehr verlangen als das, was die Jungs gegeben haben. Hagen hat es heute geschafft, in der entscheidenden Phase des Spiels die Big Plays zu machen – das hat uns das Momentum genommen.“

Sportlich überzeugte Phoenix vor allem durch seine mannschaftliche Geschlossenheit. Lucas N’Guessan war mit 15 Punkten Topscorer der Gastgeber, während Bjarne Kraushaar 14 Zähler beisteuerte. Auch Jeffrey Carroll setzte in der Crunchtime mit zwei wichtigen Dreiern entscheidende Akzente. Defensiv ragte besonders Fabian Bleck heraus, der in der Schlussphase gleich mehrere Bremerhavener Angriffe persönlich stoppte. Für die Eisbären punktete vor allem John Bryant mit 15 Punkten, während Jordan Samare auf 11 Zähler kam. Überschattet wurde die Partie zudem von einer Verletzung von Peter Hemschemeier, der nach einem Schlag oberhalb des rechten Knies gestützt vom Feld musste. Mit dem Sieg fehlt Phoenix Hagen nun nur noch ein weiterer Erfolg zum Einzug ins ProA-Finale und gleichzeitig zum sportlichen Aufstieg in die easyCredit BBL. Bereits am Donnerstag geht die Serie in Bremerhaven weiter.

 

Vorberichte ProA Playoffs – Halbfinale Spiel 3

26.05.2026 19:00 Uhr Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. GIESSEN 46ers 

Bericht folgt in Kürze!

 

26.05.2026 19:30 Uhr Phoenix Hagen vs. Eisbären Bremerhaven 

Phoenix Hagen blickt vor dem dritten Halbfinalspiel gegen die Eisbären Bremerhaven voller Spannung auf einen historischen Abend in der Ischelandhalle. Nach dem 85:80-Heimsieg zum Serienauftakt und der 80:87-Auswärtsniederlage in Bremerhaven steht die „Best of Five“-Serie nun bei 1:1 – Spiel drei entscheidet damit über den ersten Matchball im Kampf um den Aufstieg in die easyCredit BBL. Die Ausgangslage könnte kaum intensiver sein: Die Ischelandhalle wird mit 3.145 Zuschauern bereits zum achten Mal in dieser Saison ausverkauft sein. Phoenix setzt dabei einmal mehr auf die enorme Heimstärke und die besondere Atmosphäre an der Volme. Für den Klub ist die Partie gleichzeitig ein historischer Moment, denn nie zuvor in der Vereinsgeschichte stand Phoenix so spät in einer Saison noch im Ligabetrieb.

Headcoach Chris Harris richtet den Fokus dabei vor allem auf die körperliche und mentale Bereitschaft seines Teams: „Wir haben einen tiefen Kader, den wir nutzen müssen, um am Dienstag die Lineups zu finden, die uns die richtige Gedankenschnelligkeit und Physis geben, die wir brauchen. Es ist der Wille, den wir in eigener Halle aufs Parkett bringen müssen. Jetzt, da die Serie auf ein „Best of three“ verkürzt ist, sind wir umso froher, den Heimvorteil auf unserer Seite zu haben.“ Die Serie zwischen Hagen und Bremerhaven entwickelt sich zunehmend zu einem echten Schwergewicht-Duell der ProA. Beide Mannschaften verfügten bereits in der Hauptrunde über die beste Heimbilanz der Liga (jeweils 15:2) und sind auch in den aktuellen Playoffs vor heimischem Publikum weiterhin ungeschlagen. Klar ist: Der Sieger von Spiel drei verschafft sich nicht nur den Matchball in der Serie, sondern auch eine hervorragende Ausgangslage im Rennen um den Aufstieg in die easyCredit BBL.

Nachberichte ProA Playoffs – Halbfinale Spiel 2

23.05.2026 18:00 Uhr // Eisbären Bremenhaven vs. Phoenix Hagen 87:80

Phoenix Hagen musste im zweiten Halbfinalspiel gegen die Eisbären Bremerhaven die erste Niederlage der Serie hinnehmen und verlor auswärts mit 80:87. Damit steht die „Best of five“-Serie nun 1:1. Trotz eines zwischenzeitlichen 24-Punkte-Rückstands bewiesen die Hagener große Moral und kämpften sich im Schlussviertel eindrucksvoll zurück. Vor rund 250 mitgereisten Fans erwischten die „Feuervögel“ allerdings einen klassischen Fehlstart. Vor allem defensiv fehlte zunächst die nötige Intensität und Gedankenschnelligkeit, wodurch Bremerhaven früh davonzog. Kurz vor der Halbzeit betrug der Rückstand bereits 24 Punkte. Besonders problematisch war die schwache Wurfquote aus der Distanz: Phoenix traf lediglich sieben von 31 Dreiern und kam damit nur auf 22,6 Prozent Trefferquote. Nach der Pause stellte Headcoach Chris Harris personell um und fand eine Formation, die deutlich mehr Energie und Kampfgeist aufs Feld brachte. Vor allem Dominick von Waaden und Bjarne Kraushaar sorgten mit großem Einsatz dafür, dass Phoenix noch einmal verkürzen konnte.

Auch Lucas N’Guessan setzte wichtige Akzente und brachte die Hagener mit einem Dunk im Schlussviertel wieder in Schlagdistanz. Chris Harris analysierte nach dem Spiel offen die Gründe für die Niederlage: „Wir waren vor allem in der ersten Hälfte physisch viel zu passiv und nicht gedankenschnell genug, um Bremerhaven Paroli zu bieten. Erst als wir in der zweiten Hälfte eine Lineup gefunden haben, die uns mit Kampfgeist und Mut inspiriert hat, konnten wir den Rückstand verkürzen. Davon brauchen wir am Dienstag in eigener Halle kollektiv mehr.“ Trotz der Niederlage konnte Phoenix einige positive Aspekte mitnehmen. Die Hagener holten starke 19 Offensivrebounds und generierten daraus 21 Punkte. Gleichzeitig zeigte das Team im Schlussabschnitt erneut seine Comeback-Qualitäten. Entscheidend blieb am Ende jedoch die höhere Effizienz der Bremerhavener, die insbesondere durch Elijah Miller in der Crunchtime nervenstark agierten und ihre Freiwürfe sicher verwandelten.

 

23.05.2026 19:00 Uhr // GIESSEN 46ers vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim 75:91

GIESSEN 46ers haben im zweiten Halbfinalspiel gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim einen deutlichen Rückschlag hinnehmen müssen und durch die 75:91-Heimniederlage den Heimvorteil wieder aus der Hand gegeben. Nach dem überzeugenden Auftaktsieg in Kirchheim gelang den Mittelhessen vor ausverkaufter Osthalle diesmal nur wenig, sodass die Serie nun wieder komplett offen bei 1:1 steht. Bereits der Start in die Partie verlief für die Mannschaft von Headcoach Branislav Ignjatovic alles andere als optimal. Kirchheim präsentierte sich von Beginn an hochkonzentriert, physisch und extrem effizient. Die Gäste führten früh mit 12:0 und kontrollierten über weite Strecken Tempo und Rhythmus der Partie. Gießen gelang es nie wirklich, dauerhaft Zugriff auf das Spiel zu bekommen oder selbst einmal in Führung zu gehen. Zwar kämpften sich die Gastgeber zwischenzeitlich immer wieder etwas heran, doch die Knights hatten stets die passende Antwort parat. Besonders auffällig war die Überlegenheit der Kirchheimer in nahezu allen wichtigen Statistiken. Dreierquote, Rebounds und Ballverluste – fast jede relevante Kategorie ging an die Gäste. Dazu kam eine klare Diskrepanz bei den Freiwürfen. Während Kirchheim insgesamt 24 Freiwürfe zugesprochen bekam, standen die 46ers lediglich 15 Mal an der Linie. Sportchef Chris Schmidt äußerte sich nach der Partie kritisch zur langen Freiwurf-Differenz, wollte die Leistung der Gäste aber keineswegs schmälern.

Kirchheims Headcoach Igor Perovic zeigte sich entsprechend zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Ich habe einen großen Kampf und eine tolle Einstellung meiner Jungs gesehen. Wir sind mit viel Energie und Leidenschaft an die Aufgabe herangegangen, wir haben schlicht einen großartigen Job gemacht.“ Auch auf Gießener Seite wurde die Niederlage klar eingeordnet. Kapitän Robin Benzing machte deutlich, dass man Kirchheim keinesfalls unterschätzt habe: „Was wollen wir eigentlich? Hat irgendjemand allen Ernstes geglaubt, wir würden eine Mannschaft wie Kirchheim, die nach der Hauptrunde in der Tabelle besser abgeschnitten hat als wir, einfach mal so 3:0 wegfegen?“ Trainer Ignjatovic sprach von einer insgesamt verkrampften Vorstellung seiner Mannschaft: „Wir sind verkrampft aufgetreten, hatten irgendwie eine mentale Blockade, haben leichte und unnötige Fehler gemacht und es Kirchheim somit gestattet, sich in einen Rausch zu spielen. Das wird uns kommenden Dienstag nicht noch einmal passieren. Die Serie steht unentschieden, wir greifen wieder an.“

Trotz der Niederlage gab es aus Sicht der 46ers auch einige positive Ansätze. Till Gloger setzte im dritten Viertel wichtige Akzente und war mit zehn Punkten einer der Aktivposten. Robin Benzing überzeugte erneut an der Freiwurflinie und baute seine starke Playoff-Quote weiter aus. Auch Daniel Norl zeigte phasenweise gute Aktionen, ehe ihm früh foulbedingt Grenzen gesetzt wurden. Insgesamt blieb jedoch der Eindruck, dass Kirchheim an diesem Abend aggressiver, wacher und konstanter agierte. Damit steht die Halbfinalserie nun wieder völlig offen. Spiel drei steigt am Dienstag in der Sporthalle Stadtmitte in Kirchheim, wo die Knights nun ihrerseits die Chance haben, die Kontrolle in der Serie zu übernehmen.

Vorberichte ProA Playoffs – Halbfinale Spiel 2

23.05.2026 18:00 Uhr Eisbären Bremenhaven vs. Phoenix Hagen 

Die Phoenix Hagen reisen mit Rückenwind zum zweiten Halbfinalspiel nach Bremerhaven. Nach dem umkämpften 85:80-Auftaktsieg gegen die Eisbären Bremerhaven richtet sich der Fokus bei den Hagenern bereits vollständig auf die nächste Aufgabe im traditionell schwierigen „Eisbärkäfig“. Am Samstagabend soll der zweite Schritt Richtung ProA-Finale gelingen. Direkt nach Spiel eins stand bei den Feuervögeln bereits die Regeneration im Mittelpunkt. Während Tim Uhlemann kurz zuvor noch mit dem Megafon die Fans angeführt hatte, begann für die Mannschaft unmittelbar danach die Vorbereitung auf das zweite Duell der Serie. Die Beine hochgelegt an den LED-Banden der Ischelandhalle, arbeiteten die Spieler an den in den Playoffs entscheidenden Erholungsprozessen – der Blick ging dabei bereits komplett nach vorne. Historisch gehört die Stadthalle Bremerhaven nicht gerade zu den Lieblingsspielorten der Hagener. Von bislang 15 Gastspielen an der Küste konnte Phoenix lediglich vier gewinnen. Gleichzeitig treffen im Halbfinale zwei der heimstärksten Teams der gesamten ProA-Saison aufeinander: Sowohl Hagen als auch Bremerhaven verloren in der Hauptrunde zuhause nur zwei Spiele und sind in den laufenden Playoffs vor eigenem Publikum bislang ungeschlagen.

Phoenix-Headcoach Chris Harris sieht im Auftaktsieg dennoch einen enorm wichtigen psychologischen Faktor: „Mit die wichtigste Erkenntnis aus dem ersten Spiel ist, dass wir gesehen und gefühlt haben, dass wir Bremerhaven besiegen können. Inklusive der Hauptrunde drei Niederlagen in Folge und dazu mit einem 0:1 in die Stadthalle reisen müssen, wäre definitiv tough gewesen. So wissen wir, dass unsere Prinzipien und Strukturen funktionieren, was uns viel Stabilität und Bestätigung gibt. Darauf gilt es nun auswärts aufzubauen.“ Für Harris wird das Gastspiel an der Küste zudem zu einer besonderen Rückkehr. Zwischen 2014 und 2018 arbeitete der heutige Phoenix-Coach selbst für die Eisbären und ist mittlerweile der dienstälteste Headcoach der ProA. Auch Fabian Bleck besitzt eine Bremerhaven-Vergangenheit: Der Hagener Kapitän absolvierte zwischen 2015 und 2019 insgesamt 126 Bundesliga-Spiele für die Norddeutschen. Hinzu kommt mit Anzac Rissetto ein weiterer Akteur im Phoenix-Kader, der erst im Sommer 2025 von den Eisbären nach Hagen wechselte. Klar ist: Mit einem weiteren Auswärtssieg könnte Phoenix bereits erheblichen Druck auf Bremerhaven aufbauen und sich eine hervorragende Ausgangsposition im Kampf um den Finaleinzug und den sportlichen Aufstieg in die easyCredit BBL verschaffen.

 

23.05.2026 19:00 Uhr GIESSEN 46ers vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim 

Die GIESSEN 46ers wollen im Playoff-Halbfinale gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim endgültig zum Partycrasher werden. Nach dem überzeugenden 90:77-Auftaktsieg in Spiel eins reisen die Mittelhessen mit einer 1:0-Serienführung und viel Selbstvertrauen zum zweiten Duell nach Gießen, wo am Samstagabend die nächste richtungsweisende Partie der „Best of five“-Serie ansteht. Der erste Halbfinalerfolg in Kirchheim sorgte nicht nur sportlich für Aufmerksamkeit, sondern brachte auch einige kuriose Geschichten mit sich. Zwei 46ers-Fans hatten sich ursprünglich Karten für ein vermeintlich nahegelegenes „Kirchheim“ organisiert – allerdings nicht für Kirchheim unter Teck, sondern für Kirchhain bei Marburg. Erst kurz vor Spielbeginn bemerkten sie ihren Irrtum und verfolgten den deutlichen Auswärtssieg schließlich zuhause vor dem Fernseher. Sportlich präsentierten sich die Gießener in Spiel eins äußerst souverän. Die Mannschaft von Headcoach Branislav Ignjatovic kontrollierte über weite Strecken Tempo und Rhythmus der Partie und setzte sich am Ende verdient mit 90:77 durch. Dennoch warnt der erfahrene Trainer davor, die Serie bereits als entschieden anzusehen: „Kirchheim hat viel Qualität, da ist noch nichts entschieden. Bisher haben wir nur einen ersten, kleinen Schritt machen können.“

Dabei besitzt Ignjatovic eine ganz besondere Verbindung zu den Knights. Zwischen 2008 und 2014 trainierte der heutige 46ers-Coach die Schwaben selbst und prägte dort eine erfolgreiche Ära. Unter seiner Leitung etablierte sich Kirchheim dauerhaft im oberen Tabellenbereich der ProA und erreichte 2011/12 sogar das Finale samt sportlichem Aufstieg in die BBL, der letztlich jedoch an fehlenden Rahmenbedingungen scheiterte. Auch der heutige Name der Knights ist indirekt mit Ignjatovic verbunden. Während seiner Zeit in Kirchheim überzeugte er einen befreundeten serbischen Bodenleger, den Klub finanziell zu unterstützen – daraus entwickelte sich später das Sponsoring durch „Bozic Estriche“, das bis heute Bestandteil des Vereinsnamens ist. Nach Ignjatovics Abschied entwickelte sich der Klub weiter, ehe 2020 schließlich Igor Perovic das Traineramt übernahm. Der 52-Jährige, dessen Vertrag erst kürzlich bis 2029 verlängert wurde, trifft nun bereits zum vierten Mal in dieser Saison auf seinen langjährigen Freund „Frenki“ Ignjatovic. Für die Knights geht es nun darum, die Serie wieder auszugleichen und den Heimvorteil zurückzuholen. Klar ist allerdings auch: Die 46ers haben mit ihrem abgeklärten Auftaktauftritt unterstrichen, warum sie aktuell zu den formstärksten Teams der Liga gehören.

Nachberichte ProA Playoffs – Halbfinale Spiel 1

20.05.2026 19:30 Uhr // Phoenix Hagen vs. Eisbären Bremerhaven 85:80

Die Phoenix Hagen sind mit einem Heimsieg in das Halbfinale der ProA-Playoffs gestartet. Vor 3.016 Zuschauern in der ausverkauften Ischelandhalle setzte sich der Hauptrundensieger in einer intensiven und physischen Partie mit 85:80 gegen die Eisbären Bremerhaven durch und ging damit in der „Best of five“-Serie mit 1:0 in Führung. Über weite Strecken entwickelte sich ein enges und hochklassiges Duell, in dem beide Mannschaften immer wieder Antworten fanden. Besonders in der Crunchtime zeigte Phoenix jedoch die größere Ruhe. Knapp eine Minute vor Schluss sorgte Tim Uhlemann mit einem spektakulären Korb nach einer Drehung um die eigene Achse für einen emotionalen Höhepunkt in der Ischelandhalle. Anschließend behielten Bjarne Kraushaar und Devin Schmidt an der Freiwurflinie die Nerven und machten den ersten Sieg der Serie perfekt. Topscorer der Gastgeber wurden Devin Schmidt mit 19 Punkten sowie Tim Uhlemann, der ebenfalls starken Einfluss auf das Spiel nahm und 18 Zähler erzielte. Auch Marcus Graves überzeugte mit 15 Punkten und fünf Assists, während Bjarne Kraushaar neben neun Punkten gleich sieben Vorlagen beisteuerte. Auf Seiten der Bremerhavener punkteten Elijah Miller und Jannis von Seckendorff zweistellig.

Phoenix-Coach Chris Harris zeigte sich nach der Partie zufrieden mit der Reaktion seines Teams in den entscheidenden Momenten: „Das war heute die erwartet physische und enge Partie. Beide Mannschaften haben im Verlauf der Saison eine Identität und einen Stil entwickelt, was gut zu erkennen war. Wir sind phasenweise etwas von unseren Mustern abgewichen, haben in der Crunchtime aber wieder zu unserem Spiel gefunden. Der Schlüssel war für uns, dass wir in den kritischen Momenten beim Rebound zugepackt und auf den Ball aufgepasst haben.“ Auch Bremerhavens Headcoach Steven Esterkamp analysierte vor allem die Schlussphase kritisch: „In der Schlussphase waren wir nicht smart genug. Hier müssen wir mehr bei uns bleiben und auf die Dinge vertrauen, die uns die gesamte Saison über stark gemacht haben. Das, gepaart mit unserer Physis, brauchen wir am Samstag in Spiel zwei.“ Nach zuvor zwei Niederlagen gegen Bremerhaven in der regulären Saison gelang den Hagenern damit ein wichtiger Auftakterfolg im Kampf um den Finaleinzug. Bereits am Samstag folgt Spiel zwei der Serie in Bremerhaven.

 

20.05.2026 20:00 Uhr // Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. GIESSEN 46ers 77:90

Die Bozic Estriche Knights Kirchheim sind mit einer Heimniederlage in die Halbfinalserie der ProA-Playoffs gestartet. Vor emotionaler Kulisse in der gut gefüllten Sporthalle Stadtmitte unterlagen die Ritter den GIESSEN 46ers mit 77:90, wodurch die Hessen in der „Best of five“-Serie mit 1:0 in Führung gingen. Von Beginn an präsentierten sich die Gäste äußerst konzentriert und kontrollierten früh das Tempo der Partie. Vor allem im ersten Viertel spielten die Gießener ihre Erfahrung konsequent aus und erspielten sich schnell Vorteile. Während Kirchheim offensiv nur phasenweise zu seinem Rhythmus fand, agierten die 46ers ruhig, effizient und abgeklärt. Bereits nach dem ersten Abschnitt lagen die Gastgeber mit 17:29 zurück. Auch im zweiten Viertel blieb Gießen zunächst die tonangebende Mannschaft. Besonders die unterschiedliche Freiwurfverteilung sorgte auf Kirchheimer Seite für Unmut. Zur Halbzeit hatten die Gäste bereits 20 Freiwürfe zugesprochen bekommen, die Knights hingegen lediglich acht. Dennoch kämpften sich die Schwaben kurz vor der Pause noch einmal zurück in die Begegnung und verkürzten den Rückstand bis zum Seitenwechsel auf 45:47.

Knights-Headcoach Igor Perovic sah in dieser Phase das Potenzial seiner Mannschaft: „Wir haben in der Phase gesehen wie wir spielen können. Aber es war eine zu kurze Phase. So müssen wir konstant auftreten.“ Nach der Halbzeit erwischten jedoch erneut die Gäste den besseren Start. Gießen setzte sich wieder zweistellig ab und ließ Kirchheim kaum noch längere Läufe zu. Zwar blieb beim Stand von 64:72 vor dem Schlussviertel noch alles offen, doch die 46ers spielten ihre Erfahrung souverän aus und hatten auf jede gute Aktion der Knights die passende Antwort. Perovic zeigte sich nach der Partie entsprechend kritisch: „Glückwunsch an Gießen. Sie haben verdient gewonnen. Wir haben keine gute Leistung gezeigt und müssen viel energischer auftreten. Sonst ist die Serie relativ schnell vorbei.“ Auch Knights-Sportchef Chris Schmidt sprach die entscheidenden Phasen des Spiels offen an: „Das war letztendlich die entscheidende Phase. Wir hatten zu viele Spieler, bei denen die letzten Prozentpunkte gefehlt haben. Gegen eine Mannschaft wie Gießen kostet das am Ende das Spiel.“ Topscorer der Kirchheimer wurde Tyrel Morgan mit 15 Punkten. Bereits am Samstag bietet sich den Knights in Gießen die Chance, die Serie wieder auszugleichen.

Vorberichte ProA Playoffs – Halbfinale Spiel 1

20.05.2026 19:30 Uhr Phoenix Hagen vs. Eisbären Bremerhaven 

Im Halbfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA kommt es zum Duell zweier bislang ungeschlagener Playoff-Teams. Phoenix Hagen trifft auf die Eisbären Bremerhaven – Feuer gegen Eis, Offensivspektakel gegen Küsten-Physis. Spiel eins der „Best of Five“-Serie steigt am Mittwochabend um 19:30 Uhr in der ausverkauften Ischelandhalle. Beide Teams marschierten souverän durchs Viertelfinale. Hagen setzte sich mit einem glatten 3:0 gegen Karlsruhe durch, Bremerhaven bezwang die Artland Dragons ebenfalls ohne Niederlage. Besonders interessant: Bereits in der Hauptrunde gingen beide direkten Duelle an die Norddeutschen. Anfang Januar unterlag Phoenix zuhause knapp mit 79:80, im Rückspiel an der Küste setzte sich Bremerhaven mit 94:79 durch. Vor allem offensiv treffen nun zwei absolute Topteams der Liga aufeinander. Hagen legte in den Playoffs bislang durchschnittlich 92,3 Punkte auf, die Eisbären sogar 93,7 Zähler. Gleichzeitig zeigte Phoenix gegen Karlsruhe enorme defensive Stabilität und hielt die Lions auf nur 69,7 Punkte pro Spiel. Bremerhaven hingegen ließ gegen Quakenbrück im Schnitt 90 Punkte zu – setzte sich aber in engen Situationen immer wieder durch.

Im Fokus steht dabei besonders das Guard-Duell zwischen Elijah Miller und Marcus Graves. Miller war mit durchschnittlich 19,3 Punkten, starken 61,5 Prozent Dreierquote sowie 4,7 Assists und 3,7 Rebounds einer der entscheidenden Faktoren im Bremerhavener Viertelfinale. Graves überzeugte für Hagen bislang mit 11,3 Punkten sowie jeweils 5,7 Assists und Rebounds pro Partie. Unter den Körben dürfte das Duell zwischen Lorenz Brenneke und Lucas N’Guessan eine Schlüsselrolle spielen. Auch personell gibt es einige spannende Verbindungen zwischen beiden Klubs. Phoenix-Headcoach Chris Harris arbeitete zwischen 2014 und 2018 für Bremerhaven, ehe er nach Hagen wechselte und mittlerweile dienstältester Coach der ProA ist. Dazu kommt mit Fabian Bleck ein weiterer Hagener mit Eisbären-Vergangenheit, der von 2015 bis 2019 insgesamt 126 Bundesliga-Spiele für die Norddeutschen absolvierte. Auch Anzac Rissetto wechselte erst im Sommer 2025 von Bremerhaven an die Volme. Entsprechend groß ist der Respekt auf beiden Seiten.

Phoenix-Coach Chris Harris sagte vor dem Halbfinal-Auftakt: „Wir konnten nach einer intensiven Viertelfinalserie gegen Karlsruhe ein wenig frei machen, um die Beine zu regenerieren und den Kopf frei zu bekommen. Nun befinden wir uns in der Vorbereitung auf eine weitere spannende Serie gegen eine Bremerhavener Mannschaft, die über ungemein viel Qualität verfügt. Der Schlüssel für uns ist, die Muster der Eisbären an beiden Enden des Feldes aufzubrechen, um daraus Vorteile für uns zu generieren. Dazu müssen wir vor allem beim Rebound hellwach sein und in der Offense gut auf den Ball aufpassen.“ Die Voraussetzungen für eine intensive und hochklassige Serie könnten kaum besser sein. Beide Teams kommen mit viel Selbstvertrauen, beide verfügen über enorme offensive Qualität.

 

20.05.2026 20:00 Uhr Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. GIESSEN 46ers

Die Bozic Estriche Knights Kirchheim stehen vor dem nächsten historischen Kapitel ihrer Saison. Im Halbfinale der Playoffs der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA treffen die Ritter nun auf die GIESSEN 46ers. Der Sieger der Serie wird erneut im „Best of Five“-Modus ermittelt, Spiel eins steigt am Mittwochabend um 20 Uhr in der Sporthalle Stadtmitte. Nach dem furiosen Viertelfinal-Erfolg gegen BG Göttingen, den die Kirchheimer mit 3:1 für sich entscheiden konnten, bietet sich den Schwaben nun die Chance auf den erstmaligen Finaleinzug seit 2012. Trotz aller Euphorie will man unter der Teck den Fokus aber bewusst klein halten. Geschäftsführer Chris Schmidt erklärte: „Natürlich träumen wir davon, aber ich glaube nicht, dass es allzu viel Sinn macht zu weit nach vorne zu blicken. Wir haben am Mittwoch Spiel eins. Das wollen wir gewinnen. Danach kümmern wir uns um Spiel zwei.“ Nach der intensiven Viertelfinalserie erhielt die Mannschaft von Headcoach Igor Perovic zunächst zwei Tage Pause, um die körperlichen Belastungen zu verarbeiten. Vier Playoffspiele innerhalb weniger Tage hatten Spuren hinterlassen, mehrere Spieler kämpften mit kleineren Blessuren. „Es wäre eher ungewöhnlich, wenn bei diesem Modus und dem engen Spielplan keine körperlichen Themen aufkommen. Das geht allen Spielern so und ist auch normal. Daher war es wichtig durchatmen zu können“, sagte Schmidt.

Mit den GIESSEN 46ers wartet nun allerdings ein Gegner, der den Knights in dieser Saison überhaupt nicht lag. Beide Hauptrundenduelle gingen deutlich an die Hessen – sowohl beim Saisonauftakt in Göppingen als auch beim Rückspiel in Gießen, als Kirchheim allerdings auf mehrere Leistungsträger verzichten musste. Dennoch beendeten die Knights die reguläre Saison vor den Mittelhessen. Die 46ers galten bereits vor Saisonbeginn als einer der großen Aufstiegsfavoriten, hatten während der Hauptrunde jedoch einige Schwächephasen. Pünktlich zu den Playoffs präsentierten sich die Gießener aber in Topform und warfen mit Crailsheim den Tabellenzweiten überzeugend aus dem Wettbewerb. Angeführt wird das Team von Topscorer Kyle Castlin mit 16,3 Punkten pro Partie sowie Ex-Nationalspieler Robin Benzing, der im Schnitt 12,2 Zähler auflegt. Entsprechend groß ist der Respekt auf Kirchheimer Seite. Headcoach Igor Perovic sagte vor der Serie: „Giessen hat sehr viel Erfahrung in ihrem Kader. Jede Position ist mit intelligenten und sehr guten Spielern besetzt, die schon seit Jahren in der Konstellation zusammenspielen. Es wird eine sehr schwere Aufgabe für uns. Das war Göttingen aber auch.“ Die Hoffnung der Ritter liegt nun einmal mehr auf dem Heimvorteil. Beide bisherigen Playoff-Heimspiele konnten die Knights gewinnen, auch gegen Gießen wird wieder eine stimmungsvolle Kulisse erwartet. Das Gästekontingent der Hessen ist nahezu ausverkauft, insgesamt werden über 100 mitreisende Fans aus Mittelhessen erwartet.

Nachberichte ProB Playoffs – Halbfinale Spiel 2

08.05.2026 19:30 Uhr // BBC Coburg vs. ETB Miners 64:80

Der Playoff-Run des BBC Coburg ist im Halbfinale der ProB-Playoffs beendet. Vor 1.672 Zuschauern in der HUK-COBURG arena mussten sich die Vestestädter auch im zweiten Duell den ETB Miners Essen mit 64:80 geschlagen geben. Die Gäste aus dem Ruhrgebiet unterstrichen von Beginn an ihre Favoritenrolle, lagen über die gesamte Spielzeit in Führung und zogen mit einer perfekten Playoff- und Auswärtsbilanz verdient ins Finale ein. Dort treffen sie auf die OrangeAcademy Ulm, die sich ebenfalls mit 2:0 gegen Bernau durchsetzen konnte. Gleichzeitig sichern sich beide Finalisten das sportliche Aufstiegsrecht in die ProA, während für Coburg die beste ProB-Saison der Vereinsgeschichte ihr Ende findet. Der Start in die Partie verlief aus Sicht der Gastgeber alles andere als optimal. Während Essen früh aus der Distanz seinen Rhythmus fand und sich zudem zahlreiche zweite Chancen über Offensivrebounds erarbeitete, tat sich Coburg schwer, überhaupt zu punkten. So lagen die Gäste bereits nach wenigen Minuten zweistellig in Front und führten nach dem ersten Viertel deutlich mit 24:11. Auch im zweiten Abschnitt änderte sich wenig am Spielgeschehen. Die Miners kontrollierten Tempo und Intensität, bauten ihren Vorsprung zwischenzeitlich weiter aus und stellten Mitte des Viertels auf 37:18. Zwar kämpften sich die Coburger bis zur Halbzeit noch etwas heran, doch mit einem 32:43-Rückstand blieb die Ausgangslage schwierig.

Im dritten Viertel bot sich dem BBC Coburg mehrfach die Möglichkeit, den Abstand weiter zu verkürzen. Ein kurzer 8:0-Lauf ließ Hoffnung aufkommen, doch die routinierten Essener fanden stets die passende Antwort und hielten den Gegner auf Distanz. Vor allem die schwache Dreierquote von nur 19 Prozent verhinderte eine echte Aufholjagd. Die Miners spielten ihre Erfahrung konsequent aus und setzten sich im Schlussabschnitt endgültig ab. Spätestens beim 75:54 Mitte des letzten Viertels war die Partie entschieden. Die letzten Minuten gehörten dann auch den jungen Spielern der Coburger, die unter großem Applaus der Fans noch Einsatzzeit erhielten. Topscorer der Hausherren war Dylan Fasoyiro mit 16 Punkten. Trotz des Ausscheidens überwog beim BBC die Zufriedenheit über eine außergewöhnliche Saison.

Headcoach Patrick Seidel sagte nach dem Spiel: „Was soll ich groß sagen zum Spiel? Tatsächlich überwiegt bei mir jetzt nicht die Enttäuschung oder die Frustration über die Niederlage, sondern viel mehr der Stolz und die Zufriedenheit über die komplette Saison! Wir haben ein überragendes Jahr gespielt, Historisches für den Coburger Basketball geleistet und ich bin jetzt einfach nur glücklich und sehr zufrieden darüber. An der Stelle möchte ich mich einfach bei allen Sponsoren, allen Partnern und vor allem bei allen Leuten, die drumherum alles dafür möglich machen, dass wir hier Basketball spielen können, bedanken. Ein großes Danke auch an meine Jungs! Es hat wahnsinnig viel Spaß mit euch gemacht! Ich hoffe, dass wir diesen Schwung mit in die neue Saison nehmen können. Und ob wir jetzt heute verloren oder gewonnen haben, da bin ich relativ entspannt, weil das nur die Kirsche auf der Sahnetorte in diesem unfassbaren Jahr war!“

Auch ProB-Manager Christopher Neudecker blickte stolz auf die Entwicklung des Vereins: „Unser erklärtes Ziel vor der Saison war es, den ersten Playoff-Sieg der Vereinsgeschichte einzufahren. Dieses Ziel haben wir nicht nur erreicht, sondern wir haben unsere eigenen Erwartungen weit übertroffen. Im Halbfinale vor knapp 1.700 Zuschauern gegen das stärkste Team der gesamten ProB auszuscheiden, ist keine Niederlage, die uns den Kopf hängen lässt. Es ist der Beweis, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Jetzt geht es direkt weiter. Patrick Seidel und ich sitzen bereits zusammen und basteln am Kader für die nächste Saison. Nach der Saison ist bekanntlich vor der Saison, und wir wollen keine Zeit verlieren. Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir daran, auch organisatorisch den Abstand zur ProA weiter zu verkleinern. Der BBC Coburg will wachsen, sportlich sowie strukturell. Und diese Saison hat gezeigt, dass wir das können.“

 

08.05.2026 20:00 Uhr // LOK BERNAU vs. OrangeAcademy 86:91

Mit Tränen in den Augen endet die Saison für LOK BERNAU im Halbfinale der ProB-Playoffs. Trotz großem Einsatz und leidenschaftlichem Auftritt unterlagen die Brandenburger der OrangeAcademy Ulm mit 86:91 und verlieren die Serie damit mit 0:2. Vor 2.348 Zuschauern in der Sparkassen-Arena erwischte Bernau einen starken Start. Mit viel Tempo und Energie erspielte sich das Team früh eine zweistellige Führung und ging mit 29:23 nach dem ersten Viertel in Front. Auch im zweiten Abschnitt hielt Lok dagegen und nahm eine knappe 48:47-Führung mit in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie jedoch. Offensiv verloren die Gastgeber ihren Rhythmus, während Ulm – angeführt von Meissa Faye (23 Punkte) – immer besser ins Spiel fand. Besonders im dritten Viertel machten die Gäste den Unterschied, drehten die Partie und gingen mit einer Führung in den Schlussabschnitt. Dort zeigte Bernau noch einmal Moral, kämpfte sich mehrfach heran und hielt das Spiel bis in die Schlussphase offen. Doch in den entscheidenden Momenten behielt Ulm die Nerven und brachte den Sieg ins Ziel. Topscorer bei Bernau war Anthony Watkins mit 19 Punkten. Für Ulm überzeugte neben Faye auch Endurance Aiyamenkhue mit einem starken Double-Double (13 Punkte, 16 Rebounds). Headcoach Dan Oppland sagte nach dem Spiel:

„Ich denke, wir haben am Anfang einen sehr guten Rhythmus in dieses Spiel gebracht, haben mit viel Kampfgeist gespielt und den Ton in der ersten Halbzeit gesetzt. Dann hatten wir in der zweiten Halbzeit ein paar kostspielige Ballverluste. Ulm hatte zudem einen Run gegen Ende der ersten Halbzeit, und wir haben es zu Beginn des dritten Viertels offensiv nicht geschafft, wieder in unseren Rhythmus zu kommen. Ich denke, wir hatten einige gute Würfe, konnten sie aber nicht treffen. Gleichzeitig haben wir ihnen zu viele zweite Chancen gegeben – besonders im dritten, aber auch im vierten Viertel. Im vierten Viertel hatten wir gute Stops in der Defense, aber konnten offensiv nicht konsequent abschließen. Der Kampfgeist war auf jeden Fall da, die Jungs haben alles gegeben. Aber am Ende des Tages war Ulm die bessere Mannschaft, und das müssen wir akzeptieren. Es ist natürlich sehr enttäuschend, aber das gehört zum Sport dazu. Ich denke, es ist eine Lernphase für uns. Großen Respekt auch an den Gegner – sie hatten einen sehr guten Gameplan, besonders gegen Guy. Für ihn war es sehr schwer, seinen Rhythmus zu finden, und dadurch entstand zusätzlicher Druck auf die anderen Spieler. Am Ende des Tages waren wir nicht gut genug. Es gibt viele Dinge, die ich als Trainer verbessern kann. Trotzdem bin ich stolz auf die Jungs und stolz auf die Saison. Es ist ein bitteres Ende, aber wir müssen daraus lernen und weitermachen.“  

Vorberichte ProB Playoffs – Halbfinale Spiel 2

08.05.2026 19:30 Uhr BBC Coburg vs. ETB Miners

Für den BBC Coburg wird es ernst: Nach der Auftaktniederlage gegen die ETB Miners Essen steht das Team im zweiten Halbfinalspiel mit dem Rücken zur Wand. Im Best-of-Three-Modus ist die Ausgangslage eindeutig – nur ein Sieg hält die Saison am Leben. Die Aufgabe könnte kaum größer sein. Die Miners gelten als eines der konstantesten Teams der Liga, haben in dieser Saison noch kein Auswärtsspiel verloren und präsentieren sich vor allem defensiv in Topform. In den bisherigen Playoff-Partien ließ die Mannschaft von Lars Wendt im Schnitt nur rund 66 Punkte zu – die 75 Zähler aus Spiel 1 waren bereits die höchste gegnerische Ausbeute. Doch Coburg hat im ersten Duell gezeigt, dass man mithalten kann. Auch die Rückkehr von Center Ole Theiß gibt Hoffnung.

Der Big Man betont vor Spiel 2 die Bedeutung der Heimkulisse: „In Spiel 1 haben wir es selber zu spüren bekommen, dass Essen eine sehr gute und vor allem abgeklärte Mannschaft ist. Aber wir haben auch gezeigt, dass wir ihnen durchaus ebenbürtig sein können. Am Freitag wird es mit Sicherheit ein anderes Spiel werden, da wir dieses Mal unsere Fans im Rücken haben, die uns schon so oft in engen Spielen gepusht haben. Daher hoffe ich, dass wieder möglichst viele von euch den Weg in die Halle finden und uns unterstützen, denn jetzt am Freitag brauchen wir euch mehr denn je.“ Mit der Unterstützung der eigenen Fans soll nun die Wende gelingen. Klar ist: Nur mit einem Sieg erzwingt Coburg ein entscheidendes drittes Spiel – andernfalls endet die Saison. Die Ausgangslage ist also eindeutig: Alles oder nichts.

 

08.05.2026 20:00 Uhr LOK BERNAU vs. OrangeAcademy

Für LOK BERNAU steht am Freitagabend das alles entscheidende Spiel an. Nach der Niederlage im ersten Duell bei der OrangeAcademy ist die Ausgangslage klar: Nur ein Sieg hält die Serie am Leben und erzwingt ein drittes Spiel. Im ersten Aufeinandertreffen zeigte sich, woran es gelegen hat. In den entscheidenden Momenten fehlte Bernau die nötige Konsequenz und Präsenz. Vor allem bei den Rebounds und 50/50-Bällen erarbeiteten sich die Ulmer zu viele Vorteile und sicherten sich wichtige zweite Chancen. Zwar waren phasenweise gute Ansätze erkennbar, doch die nötige Konstanz über 40 Minuten fehlte.

Die OrangeAcademy nutzte genau das konsequent aus und setzte in den Schlüsselphasen die entscheidenden Akzente. Besonders unter dem Korb war die Dominanz spürbar, angeführt von Meissa Faye, der als Topscorer und Rebounder herausragte. Unterstützung kam von Endurance Aiyamenkhue und Tobias Holbach, während Teo Milicic und Namori Omog im Aufbau für Struktur sorgten. Für Bernau wird es nun entscheidend sein, genau diese Spieler besser zu kontrollieren und selbst mit mehr Energie aufzutreten. Bis Spiel 2 geht es weniger um große taktische Veränderungen als um klare Anpassungen: mehr Physis von Beginn an, bessere Reboundarbeit, klare Entscheidungen in den entscheidenden Phasen und vor allem Konstanz über die gesamte Spielzeit.

Nachberichte ProB Playoffs – Halbfinale Spiel 1

03.05.2026 16:00 Uhr // ETB Miners vs. BBC Coburg 85:75

Die ETB Miners Essen sind erfolgreich in die Halbfinalserie der ProB-Playoffs gestartet und haben sich im ersten Spiel mit 85:75 gegen den BBC Coburg durchgesetzt. Vor heimischer Kulisse in der Sporthalle „Am Hallo“ sicherten sich die Essener damit die 1:0-Führung in der „Best-of-Three“-Serie. Von Beginn an entwickelte sich das erwartete enge Duell. Die Miners lagen über weite Strecken knapp in Front, konnten sich jedoch zunächst nicht entscheidend absetzen. Coburg überzeugte vor allem mit starker Trefferquote von außen, während Essen immer wieder die passenden Antworten fand. Im Schlussviertel wurde es dann dramatisch: Nach einem 0:9-Lauf gerieten die Gastgeber kurzzeitig in Rückstand, kämpften sich jedoch zurück und stellten in der 38. Minute auf 75:75. In der entscheidenden Phase zeigte Essen schließlich seine Qualität und entschied die Partie mit einem 10:0-Lauf für sich. Topscorer auf Essener Seite war Quashawn Lane mit 21 Punkten, unterstützt von Jonathan Almstedt (15). Für Coburg punkteten Dylan Fasoyiro (21) und Felix Egger (19) am besten.

„Wir hatten ein erwartet schweres Spiel gegen Coburg, in dem wir uns nie entscheidend absetzen konnten. Zwischenzeitlich sind wir durch eine starke Phase der Coburger sogar in Rückstand geraten. Umso größer ist das Kompliment an die Mannschaft: Sie hat sich davon nicht beirren lassen, ist ruhig geblieben und hat das Spiel am Ende noch gedreht. Die Kulisse war großartig und hat zusätzlich getragen. Jetzt gilt unser voller Fokus dem nächsten Ziel: den 15. Auswärtserfolg in Serie einzufahren, um damit den Einzug ins Finale und den möglichen Aufstieg in die Pro A perfekt zu machen“, erklärte Headcoach Lars Wendt.

Auch der Sportliche Leiter Raphael Wilder ordnete den Erfolg ein: „Das Spiel am Sonntag war meiner Meinung nach ein Wahnsinnsspiel. Wir haben gegen den Tabellenzweiten aus dem Süden gespielt und dieses Spiel letztlich gewonnen. Coburg ist eine sehr, sehr gute Mannschaft. […] Durch einen Spielerwechsel und eine Änderung in der Verteidigung gewinnen wir dann mit einem 10:0-Run sowie einer unfassbaren Verteidigung und einer guten Offense dieses erste Halbfinalspiel. […] Respekt an unseren Gegner für diese tolle Leistung. Am Ende war es ein knapp verdienter Sieg, der uns aber nicht die Heimstärke des Gegners ausblenden lassen wird.“

 

03.05.2026 17:00 Uhr OrangeAcademy vs. LOK BERNAU

Die OrangeAcademy ist mit einem starken Auftritt in die Serie gegen LOK Bernau gestartet und hat sich im ersten Spiel mit 86:76 durchgesetzt. In einer intensiven und temporeichen Partie begegneten sich beide Teams zunächst auf Augenhöhe. Mehrere Führungswechsel prägten die Anfangsphase, ehe die jungen Uuulmer ab Mitte des zweiten Viertels zunehmend die Kontrolle übernahmen. Mit wachsender Sicherheit im Spielaufbau und konsequenter Arbeit am offensiven Brett erspielten sich die Gastgeber eine knappe Halbzeitführung (40:38). Nach dem Seitenwechsel legte die OrangeAcademy einen starken Lauf hin und setzte sich erstmals zweistellig ab. Zwar kämpften sich die Gäste aus Bernau noch einmal heran, doch im Schlussviertel blieben die Hausherren stabil und entschieden die Partie in der Crunchtime endgültig für sich.

Maßgeblichen Anteil am Erfolg hatte Meissa Faye, der mit 27 Punkten Topscorer der Partie wurde. Ebenfalls zweistellig punkteten Teo Milicic (18), Namori Omog (12) und Joel Cwik (10). Unter den Körben überzeugten Endurance Aiyamenkhue (12 Rebounds) und Faye (10 Rebounds) mit starker Präsenz. Nach der Partie zeigte sich Headcoach Florian Flabb zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Es war wie erwartet ein physischer Kampf gegen einen sehr guten Gegner, der uns alles abverlangt hat. Ich finde wir haben es gut geschafft, diese Physis anzunehmen und vor allem am offensiven Rebound sehr stark gearbeitet. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft und, dass wir am Ende als verdiente Sieger vom Feld gegangen sind.“