Nachberichte ProA Playoffs – Halbfinale Spiel 1

20.05.2026 19:30 Uhr // Phoenix Hagen vs. Eisbären Bremerhaven 85:80

Die Phoenix Hagen sind mit einem Heimsieg in das Halbfinale der ProA-Playoffs gestartet. Vor 3.016 Zuschauern in der ausverkauften Ischelandhalle setzte sich der Hauptrundensieger in einer intensiven und physischen Partie mit 85:80 gegen die Eisbären Bremerhaven durch und ging damit in der „Best of five“-Serie mit 1:0 in Führung. Über weite Strecken entwickelte sich ein enges und hochklassiges Duell, in dem beide Mannschaften immer wieder Antworten fanden. Besonders in der Crunchtime zeigte Phoenix jedoch die größere Ruhe. Knapp eine Minute vor Schluss sorgte Tim Uhlemann mit einem spektakulären Korb nach einer Drehung um die eigene Achse für einen emotionalen Höhepunkt in der Ischelandhalle. Anschließend behielten Bjarne Kraushaar und Devin Schmidt an der Freiwurflinie die Nerven und machten den ersten Sieg der Serie perfekt. Topscorer der Gastgeber wurden Devin Schmidt mit 19 Punkten sowie Tim Uhlemann, der ebenfalls starken Einfluss auf das Spiel nahm und 18 Zähler erzielte. Auch Marcus Graves überzeugte mit 15 Punkten und fünf Assists, während Bjarne Kraushaar neben neun Punkten gleich sieben Vorlagen beisteuerte. Auf Seiten der Bremerhavener punkteten Elijah Miller und Jannis von Seckendorff zweistellig.

Phoenix-Coach Chris Harris zeigte sich nach der Partie zufrieden mit der Reaktion seines Teams in den entscheidenden Momenten: „Das war heute die erwartet physische und enge Partie. Beide Mannschaften haben im Verlauf der Saison eine Identität und einen Stil entwickelt, was gut zu erkennen war. Wir sind phasenweise etwas von unseren Mustern abgewichen, haben in der Crunchtime aber wieder zu unserem Spiel gefunden. Der Schlüssel war für uns, dass wir in den kritischen Momenten beim Rebound zugepackt und auf den Ball aufgepasst haben.“ Auch Bremerhavens Headcoach Steven Esterkamp analysierte vor allem die Schlussphase kritisch: „In der Schlussphase waren wir nicht smart genug. Hier müssen wir mehr bei uns bleiben und auf die Dinge vertrauen, die uns die gesamte Saison über stark gemacht haben. Das, gepaart mit unserer Physis, brauchen wir am Samstag in Spiel zwei.“ Nach zuvor zwei Niederlagen gegen Bremerhaven in der regulären Saison gelang den Hagenern damit ein wichtiger Auftakterfolg im Kampf um den Finaleinzug. Bereits am Samstag folgt Spiel zwei der Serie in Bremerhaven.

 

20.05.2026 20:00 Uhr // Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. GIESSEN 46ers 77:90

Die Bozic Estriche Knights Kirchheim sind mit einer Heimniederlage in die Halbfinalserie der ProA-Playoffs gestartet. Vor emotionaler Kulisse in der gut gefüllten Sporthalle Stadtmitte unterlagen die Ritter den GIESSEN 46ers mit 77:90, wodurch die Hessen in der „Best of five“-Serie mit 1:0 in Führung gingen. Von Beginn an präsentierten sich die Gäste äußerst konzentriert und kontrollierten früh das Tempo der Partie. Vor allem im ersten Viertel spielten die Gießener ihre Erfahrung konsequent aus und erspielten sich schnell Vorteile. Während Kirchheim offensiv nur phasenweise zu seinem Rhythmus fand, agierten die 46ers ruhig, effizient und abgeklärt. Bereits nach dem ersten Abschnitt lagen die Gastgeber mit 17:29 zurück. Auch im zweiten Viertel blieb Gießen zunächst die tonangebende Mannschaft. Besonders die unterschiedliche Freiwurfverteilung sorgte auf Kirchheimer Seite für Unmut. Zur Halbzeit hatten die Gäste bereits 20 Freiwürfe zugesprochen bekommen, die Knights hingegen lediglich acht. Dennoch kämpften sich die Schwaben kurz vor der Pause noch einmal zurück in die Begegnung und verkürzten den Rückstand bis zum Seitenwechsel auf 45:47.

Knights-Headcoach Igor Perovic sah in dieser Phase das Potenzial seiner Mannschaft: „Wir haben in der Phase gesehen wie wir spielen können. Aber es war eine zu kurze Phase. So müssen wir konstant auftreten.“ Nach der Halbzeit erwischten jedoch erneut die Gäste den besseren Start. Gießen setzte sich wieder zweistellig ab und ließ Kirchheim kaum noch längere Läufe zu. Zwar blieb beim Stand von 64:72 vor dem Schlussviertel noch alles offen, doch die 46ers spielten ihre Erfahrung souverän aus und hatten auf jede gute Aktion der Knights die passende Antwort. Perovic zeigte sich nach der Partie entsprechend kritisch: „Glückwunsch an Gießen. Sie haben verdient gewonnen. Wir haben keine gute Leistung gezeigt und müssen viel energischer auftreten. Sonst ist die Serie relativ schnell vorbei.“ Auch Knights-Sportchef Chris Schmidt sprach die entscheidenden Phasen des Spiels offen an: „Das war letztendlich die entscheidende Phase. Wir hatten zu viele Spieler, bei denen die letzten Prozentpunkte gefehlt haben. Gegen eine Mannschaft wie Gießen kostet das am Ende das Spiel.“ Topscorer der Kirchheimer wurde Tyrel Morgan mit 15 Punkten. Bereits am Samstag bietet sich den Knights in Gießen die Chance, die Serie wieder auszugleichen.