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Artland Dragons entlassen Malik Dunbar

Gegenseitiger Respekt, friedvolles Miteinander und die Verkörperung des Teamgedankens – all das sind Werte, für die die Artland Dragons seit jeher stehen. Flügelspieler Malik Dunbar hat am gestrigen Mittwoch in erheblichem Maße gegen diese Wertvorstellung verstoßen und wurde am Donnerstag-morgen aufgrund einer inakzeptablen disziplinarischen Verfehlung von der Quakenbrücker Geschäftsführung über seine fristlose Kündigung in Kenntnis gesetzt.

„Malik hat sich einen unentschuldbaren Fehltritt geleistet, der eine Trennung unabdingbar werden ließ. Auch wenn wir uns diese Entwicklung mit Sicherheit nicht gewünscht haben, blieb uns schlussendlich keine andere Wahl, als ihn fristlos zu kündigen. Gerade in der für uns sportlich noch immer prekären Situation steht das Team über allem. Eine weitere Zusammenarbeit ist aufgrund von Maliks Verhalten für uns nicht vorstellbar, da wir das Ziel Klassenerhalt nur als geschlossene Einheit werden erreichen können“, erklärt Dragons-Geschäftsführer Marius Kröger.

Bereits für das anstehende Heimspiel gegen die Nürnberg Falcons BC am kommenden Samstag, wird Malik Dunbar nicht mehr zum Aufgebot der Drachen zählen. In 23 Partien für die Quakenbrücker legte der US-Amerikaner durchschnittlich 14 Zähler, 5.2 Rebounds und 1.5 Assists auf.

Quelle: Artland Dragons

Dirk Bauermann wird auch tunesischer Nationaltrainer

Dirk Bauermann, Head Coach des ROSTOCK SEAWOLVES, wird im Sommer die Nationalmannschaft Tunesiens beim Olympischen Qualifikationsturnier in Kroatien betreuen.

„Ich freue mich auf die interessante Herausforderung, mit der tunesischen Nationalmannschaft am Olympischen Qualifikationsturnier im Juni teilzunehmen“, sagt Bauermann, der seit Januar bei den SEAWOLVES ist, und betont: „Meine Arbeit in Rostock wird diese neue Aufgabe in keiner Weise beeinträchtigen.“

Tunesien gewann 2011 und 2017 die Goldmedaille bei den Afrikameisterschaften. Bei der Basketball-WM in Peking (China) belegte das nordafrikanische Land im vergangenen Jahr den 20. Platz mit den Leistungsträgern Michael Roll (Olimpia Milano) und Salah Mejri (Read Madrid).

Als zweitstärkstes Team des Kontinents – nach Nigeria (17.) – sicherte sich Tunesien somit das Ticket für das Olympische Qualifikationsturnier, das vom 23. bis 28. Juni 2020 in Split (Kroatien) ausgetragen wird. Tunesien trifft in der Gruppenphase auf Brasilien und Kroatien. In der zweiten Gruppe treten Deutschland, Mexiko und Russland gegeneinander an. Nur der Gewinner dieses Turniers fährt zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokyo.

Bauermann arbeitete in seiner Laufbahn als Nationaltrainer Deutschlands (1994, 2003-2011), Polens (2013) und des Iran (2015-2017). Mit Deutschland nahm er 1994 an der WM in Toronto teil, gewann 2005 EM-Silber in Belgrad und führte das DBB-Team zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Mit dem Iran holte er die Goldmedaille bei den Asienmeisterschaften 2015.

Nach Mike Taylor (Hamburg Towers, BBL / Polen) und Raoul Korner (medi bayreuth, BBL / Österreich) wird der 62-jährige Cheftrainer der ROSTOCK SEAWOLVES ein weiterer Coach innerhalb Deutschlands sein, der sowohl eine Vereinsmannschaft als auch ein Nationalteam betreut.

 

Quelle: ROSTOCK Seawolves

Jonathan Jordan verstärkt den Kader der Tigers Tübingen

Die Tigers Tübingen sind vor dem Ende der Transferperiode am vergangenen Freitag nochmals tätig geworden. Aufbauspieler Johnathan „John“ Jordan wird das Team von Head Coach Andy Hipsher bis Saisonende verstärken. Der US-Amerikaner, der auf Stationen in der NBA G-League, Finnland, Belgien und Polen blicken kann, war nach einer Verletzung zuletzt ohne Verein.

Mit der Verpflichtung des 27-Jährigen möchten die Raubkatzen für Entlastung und zugleich mehr Gefahr auf den Guard-Positionen sorgen. So musste Diante Baldwin in den vergangenen Wochen oftmals deutlich über 30 Minuten gehen, gegen Schwenningen blieb der etatmäßige Aufbauspieler sogar ohne Pause. Zugleich hatten Kris Davis und Besnik Bekteshi immer wieder Probleme beim Scoring, sodass von den Guard-Positionen wichtige Punkte fehlten. „Wir erhoffen uns, dass er uns da neuen Schwung verleiht und davon unsere ganze Rotation auf den kleinen Positionen profitiert“, erklärt ProBasket-Geschäftsführer Robert Wintermantel.

Sprungwunder mit nur 1,78 Meter Körpergröße

Und der mit 1,78 Metern für Basketballverhältnisse eigentlich kleine Jordan ist dazu durchaus in der Lage. Mit einem starken Zug und gewaltiger Sprungkraft ausgestattet, ist er für die gegnerische Defensive nur schwer zu bändigen. Und gewaltige Sprungkraft ist in diesem Fall keine Übertreibung. Jordan besitzt eine vertikale Sprungkraft von fast 1,50 Metern aus dem Lauf. Bei einem Event der NBA G-League, Jordan absolvierte zwischen 2015 und 2017 insgesamt 73 Spiele in der Entwicklungsliga der NBA, berührte das Sprungwunder mit Anlauf den Ring – mit seinem Kopf. Und auch beim Slam Dunk-Contest der NBA G-League im Jahr 2016 demontierte Jordan seine Konkurrenz mir spektakulären Flugeinlagen.

Doch Sprungkraft alleine sagt natürlich nichts über die Fähigkeiten eines Basketballers aus. „Er ist ein sehr vielseitig einsetzbarer Guard. Er besitzt große Ballsicherheit und kann das Spiel sehr gut lesen, was ihm erlaubt, entweder selbst den Abschluss zu suchen, oder seine Mitspieler in Szene zu setzen – je nachdem, was die Situation verlangt“, beschreibt Tigers-Trainer Andy Hipsher den Neuzugang. Dass Jordan ein starker Scorer ist, stellte er zuletzt in Finnland und Belgien unter Beweis. Denn nach dem Gewinn der Meisterschaft in der G-League mit den Raptors 905, dem Farmteam der Toronto Raptors, im Jahr 2017, wechselte Jordan das erste Mal nach Europa. Und konnte auf Anhieb überzeugen: Für den finnischen Erstligisten Salon Vilpas erzielte Jordan in 20 Spielen durchschnittlich starke 18,4 Punkte, 5,2 Rebounds, 4,3 Assists und 1,2 Steals. Auf diese Leistungen wurde auch der belgische Erstligist Liege Basket, die ihn noch während der Saison abwarben. In der deutlich stärkeren Belgium-Scooore League legte Jordan in 17 Einsätzen gute 12,9 Zähler, 4,8 Vorlagen und 3,9 Rebounds auf.

Jordan: „Ich bin zu 100 Prozent bereit.“

Jordan ist aber nicht nur in der Offensive ein sehr gefährlicher Spieler. „Er ist ein großer Kämpfer auf dem Parkett und kann auf beiden Seiten des Feldes starken Einfluss nehmen“, so Hipsher. Für Jordan ist es derweil seine erste Station in Deutschland. Über die Tigers ist der Guard aber dennoch bestens informiert. „Garlon Green ist ein sehr guter Freund von mir. Wir haben gemeinsam in der Highschool gespielt. Er hat mir natürlich einiges über den Standort erzählt“, berichtet Jordan, der die komplette Saison 2018/2019 aufgrund einer Verletzung des Meniskus aussetzen musste: „Ich hatte einen Vertrag bei Miasto Krosno in Polen unterschrieben. In der Vorbereitung habe ich mich dann jedoch verletzt. Aber mittlerweile bin ich wieder völlig genesen und zu 100 Prozent bereit.“ Nach der langen Pause freut sich der 27-Jährige nun, wieder auf das Parkett zurückzukehren. „Ich bin sehr dankbar dafür, dass mir die Tigers die Chance geben, meine Fähigkeiten zu zeigen. Ich werde alles dafür geben, dass wir als Mannschaft das Level erreichen, zu dem wir fähig sind“, so Jordan.

Der jüngste Tübinger Neuzugang ist am Sonntag aus Houston, Texas / USA in der Universitätsstadt am Neckar angekommen und absolviert am heutigen Montag den Medical Check. Ob Jordan bereits am Mittwoch zum Einsatz kommen kann, ist noch fraglich. Der 27-Jährige wird das Trikot mit der Nummer zwei tragen. Herzlichen Willkommen in Tübingen, Johnathan Devante Jordan!