Schlagwortarchiv für: ProA PlayOffs

Vorberichte ProA Playoffs – Viertelfinale Spiel 3

12.05.2026 19:30 Uhr BG Göttingen vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim 

Im Playoff-Viertelfinale der ProA steht zwischen den Bozic Estriche Knights Kirchheim und der BG Göttingen ein richtungsweisendes drittes Spiel an. Nach zwei intensiven Duellen ist die Serie ausgeglichen, sodass die Partie am Dienstagabend in Göttingen eine erste Vorentscheidung bringen kann. Für beide Teams geht es nicht nur um die Führung in der Best-of-Five-Serie, sondern auch um wichtige Perspektiven über die laufende Saison hinaus. Nach dem umkämpften Sieg in Spiel zwei lag der Fokus bei den Knights vor allem auf Regeneration und mentaler Vorbereitung. Bereits einen Tag nach dem Spiel versammelte sich das Team von Headcoach Igor Perovic zur Erholungseinheit, ehe es am Montag in Richtung Göttingen ging, wo die abschließende Vorbereitung stattfand. Viel Zeit für größere taktische Anpassungen blieb dabei nicht, weshalb vor allem Einstellung und Intensität entscheidend sein dürften. Perovic bringt es klar auf den Punkt: „Die Spiele haben beide Mannschaften Kraft gekostet. Jetzt kommt es sehr auf Einstellung und Mentalität an. Wir wollen unbedingt gewinnen.“

Für die Teckstädter steht dabei besonders viel auf dem Spiel. Neben dem möglichen Einzug ins Halbfinale spielt auch die Qualifikation für den BBL-Pokal eine Rolle – ein Ziel, das die Knights in den vergangenen Jahren mehrfach knapp verpasst haben. Entsprechend groß ist die Motivation, den nächsten Schritt endlich zu gehen. Sportchef Chris Schmidt betont: „Wir wollen es uns verdienen ins Halbfinale und in den Pokal zu kommen. Was in anderen Hallen passiert, können wir nicht beeinflussen. Jetzt heißt es alle Kräfte zu mobilisieren.“ Die Ausgangslage verspricht ein intensives und umkämpftes Duell. Beide Teams konnten in den ersten Spielen ihre Qualitäten zeigen, sodass Kleinigkeiten den Ausschlag geben dürften. Während Göttingen den Heimvorteil nutzen will, setzen die Knights auf ihre zuletzt gezeigte defensive Stabilität und mannschaftliche Geschlossenheit. Unabhängig vom Ausgang wird die Serie bereits am Donnerstag mit Spiel vier fortgesetzt – dann in Kirchheim. Dort hoffen die Knights trotz des ungewohnten Termins am Vatertag auf lautstarke Unterstützung der eigenen Fans, um im Kampf um das Halbfinale den nächsten Schritt zu gehen.

 

12.05.2026 19:30 Uhr Phoenix Hagen vs. PS Karlsruhe LIONS

Mit zwei deutlichen Siegen im Rücken steht Phoenix Hagen im Viertelfinale der ProA-Playoffs kurz vor dem Einzug ins Halbfinale. Nach dem 90:66 zum Auftakt und dem klaren 108:73-Auswärtssieg in Karlsruhe fehlt den „Feuervögeln“ nur noch ein Erfolg, um die Serie gegen die PS Karlsruhe LIONS zu entscheiden. Spiel drei findet am Dienstagabend in der Ischelandhalle statt – mit dem klaren Ziel, vor heimischem Publikum den entscheidenden Schritt zu machen. Trotz der komfortablen Ausgangslage bleibt die Ausgangssituation intern klar: Noch ist nichts gewonnen. Gerade weil Karlsruhe nun mit dem Rücken zur Wand steht, erwartet Hagen einen Gegner, der alles investieren wird, um die Serie zu verlängern. Ein entscheidender Faktor war bislang vor allem die Hagener Defensive, die die offensivstarken Badener deutlich unter ihrem Saisonschnitt halten konnte und ihnen in den ersten beiden Spielen im Schnitt nur rund 69 Punkte erlaubte. Headcoach Chris Harris macht deutlich, worauf es auch im dritten Spiel ankommen wird:

„Wir freuen uns auf Dienstag und unser Heimpublikum, das uns schon so großartig durch die komplette Saison getragen hat. Gern möchten wir sie für ihre Unterstützung belohnen und mit ihnen den Einzug ins Halbfinale feiern, wissen aber auch, dass Karlsruhe nochmals alles in die Waagschale werfen wird, um die Serie zu verlängern. Das bedeutet für uns, weiter konzentriert zu bleiben, weiter intensiv zu spielen, weiter den Gegner zu respektieren und die Aufgabe ernst zu nehmen.“ Auch Spielmacher Marcus Graves warnt davor, sich zu früh in Sicherheit zu wiegen: „Wir haben noch nichts erreicht. Auch wenn wir 2:0 in Front liegen, steht am Dienstag bereits die nächste schwere Aufgabe vor uns. Dessen sind wir uns alle individuell und als Mannschaft sehr bewusst. Es kommt darauf an, weiter den Fuß auf dem Gas zu lassen und alles zu geben.“ Mit dem Matchball vor Augen will Phoenix Hagen nun den Heimvorteil nutzen und die Serie vorzeitig beenden. Ein Sieg würde nicht nur den Halbfinaleinzug bedeuten, sondern auch ein klares Statement im Kampf um den Aufstieg setzen.

 

13.05.2026 19:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. Artland Dragons

Die Eisbären Bremerhaven stehen im Viertelfinale der ProA-Playoffs vor dem Einzug ins Halbfinale. Nach zwei hart erkämpften Siegen gegen die Artland Dragons fehlt den Norddeutschen nur noch ein Erfolg, um die Serie zu entscheiden. Spiel drei steigt am Mittwochabend in der heimischen Stadthalle – dem „Eisbärenkäfig“ – und bietet die erste Chance, den Matchball zu verwandeln. Die bisherigen beiden Duelle haben eindrucksvoll gezeigt, wie eng diese Serie ist. Sowohl beim 78:74-Heimsieg als auch beim knappen 86:84-Auswärtserfolg in Quakenbrück bewegten sich beide Teams lange auf Augenhöhe. Gerade die Dragons überzeugten mit ihrer individuellen Qualität: Amir Hinton (27 Punkte), Ben Burnham (24 Punkte) und Buzz Anthony (17 Punkte) übernahmen viel Verantwortung und stellten die Bremerhavener Defensive immer wieder vor Probleme. Den Unterschied machten bislang jedoch die Details – und hier wirkten die Eisbären abgeklärter. Vor allem im Schlussviertel von Spiel zwei zeigte das Team von Steven Esterkamp echte Playoff-Reife. Mit aggressiver Defense, wichtigen Offensivrebounds und mehr Ruhe in der Crunchtime drehten die Gastgeber einen Rückstand und sicherten sich die 2:0-Serienführung.

Besonders das offensive Rebounding (18:12 in Spiel zwei) sowie die größere mannschaftliche Geschlossenheit erwiesen sich als entscheidende Faktoren. Trotz der komfortablen Ausgangslage ist allen Beteiligten bewusst, dass die Serie noch nicht entschieden ist. Die Dragons haben in beiden Spielen gezeigt, dass sie jederzeit die Kontrolle übernehmen können und werden im dritten Spiel alles daran setzen, die Serie zu verlängern. Entsprechend erwartet Headcoach Steven Esterkamp erneut ein intensives Duell: „Ich rechne damit, dass Artland mit derselben Physis spielen wird wie in den ersten beiden Spielen. Es wird erneut ein sehr intensives und körperliches Spiel. Wir müssen unseren Gameplan über die gesamten 40 Minuten besser umsetzen und als Mannschaft die komplette Partie über zusammenbleiben.“ Für die Eisbären Bremerhaven bietet sich damit vor heimischer Kulisse die große Chance, den Halbfinaleinzug perfekt zu machen. Die Artland Dragons hingegen stehen bereits unter Zugzwang – und werden alles investieren, um ein viertes Spiel zu erzwingen. Klar ist schon jetzt: Auch Spiel drei dürfte wieder bis in die Schlussphase offen bleiben.

 

13.05.2026 19:30 Uhr HAKRO Merlins Crailsheim vs. GIESSEN 46ers 

Trotz einer scheinbar komfortablen 2:0-Serienführung reisen die GIESSEN 46ers vor Spiel drei des Viertelfinals als Außenseiter zu den HAKRO Merlins Crailsheim. Nach den beiden Erfolgen (89:77 auswärts und 89:79 zuhause) wollen die Mittelhessen am Mittwochabend in der Arena Hohenlohe den Halbfinaleinzug perfekt machen – wohlwissend, dass der vermeintliche Favorit aus Crailsheim jederzeit zurückschlagen kann. Intern herrscht daher bewusst Zurückhaltung statt Euphorie. Headcoach Branislav Ignjatovic machte unmittelbar nach dem zweiten Sieg deutlich, wie die Situation einzuordnen ist: „Unsere DNA heißt Bescheidenheit. 89:77 bei und 89:79 gegen die ‚Zauberer‘ gewonnen zu haben, heißt noch gar nichts. Überhaupt gar nichts.“ Für den erfahrenen Trainer bleibt klar, dass die Rollen trotz der Serienführung nicht neu verteilt werden: „Wir sind nach Platz sieben zum Abschluss der regulären Saison nicht der Favorit. Wir müssen demütig bleiben, denn die für mich stärkste Mannschaft der Liga ist weiter zu allem fähig.“ Die bisherigen Erfolge basieren vor allem auf einer kompromisslosen Defensive. Crailsheim, das offensiv zu den besten Teams der Liga zählt, wurde in beiden Spielen unter 80 Punkten gehalten – ein entscheidender Faktor laut Kapitän Robin Benzing: „Crailsheim zweimal unter 80 Punkte zu halten, war schon grandios.“

Gleichzeitig betonte er die Bedeutung der Physis in dieser Serie, während Ignjatovic Diskussionen über die Schiedsrichter konsequent abblockte: „Wir haben verdient gewonnen, Schluss, Aus, Ende. Sie haben nur ihren Job gemacht.“ Für die 46ers geht es nun darum, den dritten Sieg zu holen und ein mögliches viertes Spiel zu vermeiden. Ein Sweep wäre nicht nur sportlich ein Ausrufezeichen, sondern würde auch zusätzliche Belastung sparen. Dennoch ist allen Beteiligten bewusst, dass die Aufgabe alles andere als einfach wird – zumal die Merlins nach zwei Niederlagen unter enormem Druck stehen und vor heimischem Publikum reagieren müssen. Dass die Gießener dennoch selbstbewusst auftreten, liegt auch an der Breite des Kaders. Spieler wie Adnan Arslanagic, Viktor Kovacevic oder Kyle Castlin haben bereits ihre Qualität gezeigt, während Veteranen wie Benzing und Jonathan Maier zusätzliche Stabilität geben. Genau diese Mischung aus Erfahrung, Physis und Teamplay soll auch in Spiel drei den Unterschied machen. Für die GIESSEN 46ers ist die Ausgangslage klar: Mit einem weiteren Sieg wäre die Überraschung perfekt und der Einzug ins Halbfinale gesichert. Die HAKRO Merlins Crailsheim hingegen kämpfen um ihre letzte Chance – und genau das macht dieses dritte Duell zu einem echten Schlüsselspiel der Serie.

Nachberichte ProA Playoffs – Viertelfinale Spiel 2

09.05.2026 19:00 Uhr // Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. BG Göttingen 81:67

Die BG Göttingen müssen im Playoff-Viertelfinale der ProA den Ausgleich hinnehmen. Beim Auswärtsspiel gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim unterlagen die „Veilchen“ mit 67:81 und kassierten damit ihre erste Niederlage in der Serie. Die Partie begann aus Göttinger Sicht denkbar ungünstig. Offensiv fanden die Gäste zunächst überhaupt keinen Rhythmus, während Kirchheim – angeführt von Tylan Pope – früh davonzog (2:14). Zwar kämpften sich die Niedersachsen im weiteren Verlauf ins Spiel zurück, konnten den Rückstand bis zur Halbzeit aber nur auf vier Punkte verkürzen (31:35). Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst offen, ehe ein Knackpunkt folgte: Wes Dreamer musste nach einer Verletzung das Feld verlassen. In der Folge verlor Göttingen den Zugriff, während die Hausherren ihre Führung weiter ausbauten und sich bis zum Ende des dritten Viertels auf 63:48 absetzten. Im Schlussabschnitt fanden die Göttinger offensiv weiterhin keinen konstanten Flow.

Kirchheim kontrollierte das Spielgeschehen und ließ die Gäste nicht mehr entscheidend herankommen. Am Ende stand eine verdiente 67:81-Niederlage für die BG Göttingen. Bester Werfer der Gäste war Jordan Sears mit 11 Punkten, während auf Seiten der Knights Tylan Pope mit 20 Zählern überzeugte. Headcoach Fabian Strauß sagte nach dem Spiel: „Kirchheim hat verdient gewonnen. Sie waren energischer, intensiver und haben uns überpowert. Wir haben den Ball nicht so gut bewegt, wie am Mittwoch und unsere Würfe sind nicht gefallen. Wir müssen das schnell vergessen, unsere Kräfte bündeln und Dienstag mit mehr Kopf und Intensität von Anfang an spielen.“ Damit steht es in der Best-of-five-Serie nun 1:1. Spiel drei findet am Dienstag in Göttingen statt, wo die BG Göttingen wieder vor heimischem Publikum vorlegen wollen.

 

09.05.2026 19:30 Uhr // PS Karlsruhe LIONS vs. Phoenix Hagen 73:108

Die PS Karlsruhe LIONS konnten auch im zweiten Viertelfinalspiel der ProA-Playoffs keine Antwort auf Phoenix Hagen finden. Vor heimischer Kulisse in der Europahalle unterlagen die Badener deutlich mit 73:108 und stehen damit in der Serie mit dem Rücken zur Wand. Dabei starteten die LIONS durchaus engagiert in die Partie und hielten im ersten Viertel zunächst mit. Doch die Gäste aus Hagen zeigten früh ihre Klasse, trafen hochprozentig und setzten Karlsruhe mit aggressiver Defense unter Druck. Nach den ersten zehn Minuten lag das Heimteam bereits mit 22:33 zurück. Im zweiten Viertel stabilisierten sich die LIONS phasenweise. Vor allem Tyrese Williams, David Ejah und Isaiah Hart sorgten offensiv für Akzente. Dennoch blieb Phoenix Hagen das dominierende Team und ging mit einer komfortablen 57:42-Führung in die Halbzeit.

Die Entscheidung fiel dann direkt nach dem Seitenwechsel. Hagen erhöhte die Intensität in der Verteidigung nochmals deutlich, während Karlsruhe komplett den Rhythmus verlor. Mit einem klaren 29:9 im dritten Viertel zogen die Gäste uneinholbar davon (86:51). Im Schlussabschnitt spielten die LIONS zwar weiter engagiert nach vorne, konnten die deutliche Niederlage aber nicht mehr abwenden. Phoenix Hagen brachte den Vorsprung souverän über die Zeit und sicherte sich mit dem 108:73-Auswärtssieg den zweiten Erfolg in der Serie. Damit steht es 2:0 für die Hagener, die nun nur noch einen Sieg vom Halbfinaleinzug entfernt sind. Für die PS Karlsruhe LIONS heißt es dagegen: Verlieren verboten. Spiel drei findet am 12. Mai in Hagen statt – dort muss Karlsruhe gewinnen, um die Saison am Leben zu halten.

 

10.05.2026 15:00 Uhr // GIESSEN 46ers vs. HAKRO Merlins Crailsheim 89:79

Für die HAKRO Merlins Crailsheim gibt es auch im zweiten Viertelfinalspiel der ProA-Playoffs nichts zu holen. Beim Auswärtsspiel gegen die Gießen 46ers mussten sich die „Zauberer“ mit 79:89 geschlagen geben. Damit stehen die Crailsheimer nun mit dem Rücken zur Wand – im kommenden Spiel wartet ein Do-or-Die-Duell. Dabei starteten die Gäste mit viel Energie in die Partie. Früh übernahmen sie die Kontrolle und erspielten sich eine knappe Führung. Doch angeführt von Robin Benzing drehten die Gastgeber das Spiel noch im ersten Viertel und gingen erstmals in Front. Im zweiten Abschnitt verloren die Merlins zunehmend den Rhythmus. Während offensiv wenig gelang, nutzten die Hessen ihre Chancen konsequent und setzten sich zwischenzeitlich zweistellig ab. Zwar kämpften sich die Crailsheimer bis zur Halbzeit wieder etwas heran (48:38), doch das Momentum blieb auf Seiten der Hausherren. Auch nach dem Seitenwechsel gelang es den Merlins nicht, entscheidend näher heranzukommen. Immer wieder verkürzten sie den Rückstand, doch Gießen 46ers fanden stets die passende Antwort. Vor allem im Schlussviertel hielt Gießen den Vorsprung konstant im zweistelligen Bereich und brachte den Sieg letztlich souverän ins Ziel. Topscorer der Crailsheimer war Anthony Gaines mit 16 Punkten. Ebenfalls zweistellig punkteten Brock Gardner (14) und Vinnie Shahid (13).

Headcoach David McCray sagte nach der Partie: „Erstmal Glückwunsch an Gießen, das haben die sehr gut gemacht. Es haben heute viele anders erwartet, aber Gießen ist eben auch nicht der typische siebte Platz. Die Mannschaft hat vor der Saison auch ganz klar das Ziel des Aufstiegs ausgerufen. Sie waren auch ganz klarer Favorit für den Aufstieg. Sie haben sehr gut nachverpflichtet in der Mitte der Saison und spielen sehr guten Basketball. Ich glaube unsere beiden Mannschaften sind vom Talent-Level sehr ähnlich und wenn man sieht, wie erfahren ihre Spieler sind ist es echt schwer. Trotzdem müssen wir es besser machen, was wir heute einfach nicht geschafft haben. Trotzdem würde ich mir wünschen, wenn wir ein Spiel bekommen, in dem die Spieler mehr spielen dürfen. Wo die Schiedsrichter nicht jeden Kontakt pfeifen. Wir sind beide physische Mannschaften und ich würde mir wünschen in der dritten Begegnung mehr Spielfluss sehen zu können.“

 

10.05.2026 16:00 Uhr // Artland Dragons vs. Eisbären Bremerhaven 84:86

Die Artland Dragons haben auch das zweite Viertelfinalspiel der Playoff-Serie gegen die Eisbären Bremerhaven knapp verloren und stehen nach dem 84:86 vor heimischer Kulisse mit dem Rücken zur Wand. Vor einer lautstarken Atmosphäre in der Artland Arena lieferten sich beide Teams erneut ein intensives und hochklassiges Duell, in dem sich lange kein klarer Sieger abzeichnete. Topscorer der Partie war Amir Hinton mit starken 27 Punkten, dennoch reichte es am Ende nicht zum Serienausgleich. Die Gäste aus Bremerhaven erwischten zunächst den besseren Start und gingen früh mit 6:0 in Führung, ehe die Dragons zunehmend ihren Rhythmus fanden. Angeführt von Ben Burnham und Hinton drehten die Gastgeber das Spiel mit einem starken Lauf und erspielten sich im ersten Viertel eine zwischenzeitliche Führung. Auch im zweiten Abschnitt präsentierten sich die Quakenbrücker offensiv variabel und kontrollierten über weite Strecken das Geschehen. Trotz mehrerer Gegenläufe der Gäste gelang es den Dragons, mit einer 49:42-Führung in die Halbzeit zu gehen.

Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel weiterhin eng. Zwar verkürzte Bremerhaven früh, doch die Dragons fanden immer wieder Antworten und bauten ihre Führung zwischenzeitlich auf neun Punkte aus. Mit einer 68:60-Führung ging es in den Schlussabschnitt, in dem sich die Partie schließlich entscheiden sollte. Dort kippte das Spiel jedoch zugunsten der Gäste. Während Bremerhaven defensiv den Druck erhöhte und sich vor allem über Offensivrebounds immer wieder zweite Chancen erarbeitete, verlor die Offensive der Dragons zunehmend an Struktur. In der entscheidenden Phase nutzten die Eisbären ihre Möglichkeiten konsequenter. Ein später Tip-In von Jannis von Seckendorff nach erneutem Offensivrebound brachte die Führung, die Bremerhaven bis zum Ende verteidigte. Zwar konnte Hinton wenige Sekunden vor Schluss noch einmal per Dreier verkürzen, doch die verbleibende Zeit reichte nicht mehr für eine Wende. Besonders auffällig war erneut der Unterschied beim Rebounding sowie an der Freiwurflinie, wo sich die Gäste klare Vorteile erarbeiteten. Damit liegen die Artland Dragons in der Best-of-Five-Serie nun mit 0:2 zurück und stehen vor einem „Do-or-Die“-Spiel in Bremerhaven.

Headcoach Hendrik Gruhn zeigte sich nach der Partie entsprechend frustriert: „Ich bin maximal frustriert, weil wir das Spiel erneut über die Offensivrebounds verlieren – zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage. Das ist extrem bitter. Über mehr als 30 Minuten haben wir es eigentlich sehr gut gemacht und Bremerhaven immer wieder zu schwierigen Würfen gezwungen. Im vierten Viertel wurde das Spiel dann durch Kleinigkeiten entschieden: ein Ballverlust hier, ein vergebener Wurf da. Dazu haben wir nicht gut genug gereboundet und sind offensiv zu selten an die Freiwurflinie gekommen, gerade wenn man die Zahlen auf Bremerhavener Seite sieht. Deshalb ist es extrem enttäuschend, dass wir dieses Spiel erneut verlieren. Wir sind angeschossen aber noch nicht tot und werden am kommenden Mittwoch alles geben, um die Serie am Leben zu halten.“   

Vorberichte ProA Playoffs – Viertelfinale Spiel 2

09.05.2026 19:00 Uhr Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. BG Göttingen 

Bericht folgt in Kürze!

 

09.05.2026 19:30 Uhr PS Karlsruhe LIONS vs. Phoenix Hagen 

Nach dem deutlichen 90:66 im ersten Viertelfinale gegen die PS Karlsruhe LIONS ist die Ausgangslage klar: Phoenix Hagen führt mit 1:0 und will im zweiten Spiel direkt nachlegen. Die Freude über den Auftaktsieg hielt jedoch nicht lange an – der Fokus liegt bereits voll auf der nächsten Aufgabe im Badischen. Denn die Höhe des ersten Erfolgs spielt keine Rolle mehr, entscheidend ist nur, die Serie weiter in die richtige Richtung zu lenken. Ein Schlüssel bleibt die Defensive. Bereits im ersten Spiel hielten die Hagener die Lions deutlich unter ihrem Schnitt (81,8 Punkte in der Hauptrunde) und bestätigten damit ihren Playoff-Modus. Genau diese Stabilität soll auch auswärts die Basis sein. Offensiv setzte Phoenix auf eine breite Lastenverteilung. Lucas N’Guessan (19 Punkte) und Jeffrey Carroll (16 Punkte) waren die Topscorer, standen aber vergleichsweise kurz auf dem Feld – ein Vorteil mit Blick auf die Belastung in der Serie.

Auch bei Karlsruhe zeigten Isaiah Hart und David Ejah ihre Qualität, konnten die Niederlage jedoch nicht verhindern. Headcoach Chris Harris erklärt: „Wir haben uns vor Beginn der Serie Gedanken über unsere Matchups gemacht. Das können wir sicherlich noch optimieren, da wir ein immer klareres Verständnis dafür entwickeln, wer welche Qualitäten besitzt. Das ist eine Erkenntnis aus den vergangenen Playoff-Begegnungen, dass diesbezüglich innerhalb mehrerer Spiele in kurzer Zeit viele Verschiebungen möglich sind. Das wird besonders mit Blick auf die Begegnung in Karlsruhe wichtig, um in der Verteidigung stabil zu stehen – das ist auswärts für uns immer die Basis.“ Spiel zwei steigt am Samstag in der Europahalle in Karlsruhe. Mit einem weiteren Sieg würde sich Phoenix den Matchball sichern – Karlsruhe dagegen kämpft um den Ausgleich in der Serie.

 

10.05.2026 15:00 Uhr GIESSEN 46ers vs. HAKRO Merlins Crailsheim

Nach der 77:89-Niederlage im ersten Viertelfinalspiel gegen die Gießen 46ers stehen die HAKRO Merlins Crailsheim bereits unter Druck. In Spiel zwei der Serie soll nun in der Sporthalle Gießen-Ost der Ausgleich gelingen. Der Auftakt verlief zunächst vielversprechend: Mit einem 13:3-Lauf erwischten die Merlins einen starken Start. Doch im weiteren Verlauf übernahmen die Gießener zunehmend die Kontrolle, drehten das Spiel noch vor der Halbzeit und setzten sich vor allem im dritten Viertel entscheidend ab. Trotz eines offensiv starken Schlussabschnitts gelang den Crailsheimern kein Comeback mehr.

Dabei zeigt ein Blick auf die Zahlen, wie eng die Partie tatsächlich war. Rebounds, Wurfquoten und Freiwürfe bewegten sich auf nahezu identischem Niveau – ein klares Zeichen dafür, dass Kleinigkeiten den Unterschied machten. Nun richtet sich der Fokus komplett auf Spiel zwei: Mit einem Sieg könnten die Merlins die Serie wieder ausgleichen, während die Gießen 46ers sich bereits den Matchball sichern wollen. Tip-Off ist am Sonntag um 15 Uhr in Gießen – mit der klaren Mission der Crailsheimer: zurückschlagen und die Serie offenhalten.

 

10.05.2026 16:00 Uhr Artland Dragons vs. Eisbären Bremerhaven 

Nach der knappen 74:78-Niederlage im ersten Viertelfinalspiel bei den Eisbären Bremerhaven wollen die Artland Dragons in Spiel zwei der Serie vor heimischer Kulisse zurückschlagen und den Ausgleich schaffen. Bereits das erste Duell zeigte, wie eng beide Mannschaften beieinander liegen. Über weite Strecken lieferten sich beide Teams ein intensives Playoff-Spiel auf Augenhöhe. Vor allem defensiv überzeugten die Dragons zunächst und hielten Bremerhaven in der ersten Halbzeit bei nur 30 Punkten. Allerdings fanden die Eisbären auch ohne erfolgreiche Dreier immer wieder Lösungen in Korbnähe. Nach der Pause kippte das Momentum zunehmend auf Seiten der Gastgeber. Vor allem beim Rebounding verschaffte sich Bremerhaven Vorteile und sammelte insgesamt 17 Offensivrebounds – allein 13 davon in der zweiten Halbzeit. Gerade diese zweiten Chancen machten am Ende den Unterschied. Auch offensiv lag die Hauptlast bei den Dragons vor allem auf Ben Burnham, Amir Hinton und Timo Lanmüller, die gemeinsam 61 der 74 Punkte erzielten. Mehr offensive Unterstützung von der Bank soll nun in Spiel zwei folgen.

Headcoach Hendrik Gruhn erklärt: „Für uns ist es sehr gut, dass wir direkt wieder spielen. Wir freuen uns wahnsinnig darauf, für Spiel 2 nach Hause zu kommen. Wir haben am Mittwoch einige Dinge nicht gut gemacht, allen voran das Rebounding. 17 Offensivrebounds zuzulassen, davon 13 in der zweiten Halbzeit, ist einfach zu viel. Wenn man einem Topteam so viele zweite Chancen gibt, darf man sich nicht wundern, wenn das bestraft wird. Da sind alle in der Mannschaft gefragt und ich bin zuversichtlich, dass wir das in Spiel 2 besser machen werden. Ansonsten wollen wir gar nicht so viel verändern. Ich finde, dass wir defensiv über weite Strecken einen guten Job gemacht haben. Natürlich gibt es kleinere Feinjustierungen, die wir und sicherlich auch Bremerhaven vornehmen werden. Ich bin sehr optimistisch für Spiel 2. Alle in der Mannschaft sind hochmotiviert. Wir haben uns gestern in der Halle getroffen, um das Spiel gemeinsam im Video aufzuarbeiten, und die ganze Mannschaft ist gewillt, diesen Kampfgeist gemeinsam mit den Fans im Rücken am Sonntag aufs Parkett zu bringen.“

Nachberichte ProA Playoffs – Viertelfinale Spiel 1

06.05.2026 19:00 Uhr // Eisbären Bremerhaven vs. Artland Dragons 78:74

Die Eisbären Bremerhaven sind erfolgreich in die Viertelfinalserie gestartet und haben sich in Spiel 1 mit 78:74 gegen die Artland Dragons durchgesetzt. In einer intensiven und physischen Partie entschied vor allem eine starke zweite Halbzeit zugunsten der Gastgeber. Die Dragons erwischten zunächst den besseren Start und setzten vor allem über Ben Burnham und Amir Hinton offensive Akzente. Bremerhaven hatte zunächst Probleme, ins Spiel zu finden, kämpfte sich jedoch angeführt von Lorenz Brenneke zurück und glich zum Ende des ersten Viertels aus. Auch im zweiten Abschnitt blieb die Partie umkämpft und zunehmend von Defensive geprägt. Während Bremerhaven lange ohne erfolgreichen Dreier blieb, trafen die Dragons hochprozentig aus der Distanz und gingen mit einer 36:30-Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel folgte jedoch die entscheidende Phase: Die Eisbären agierten deutlich disziplinierter in der Verteidigung und fanden offensiv ihren Rhythmus. Treffer von Elijah Miller, Peter Hemschemeier und Jake Biss drehten die Partie, ein starkes drittes Viertel (27:15) brachte die Führung. Im Schlussabschnitt blieb es spannend bis in die Crunchtime. Die Dragons verkürzten erneut, hatten sogar die Chance auf den Ausgleich, doch der letzte Wurf verfehlte sein Ziel. Bremerhaven behielt die Nerven und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Headcoach Steven Esterkamp zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Es war ein sehr starkes Spiel. Wie erwartet war es eine schwierige und intensive Partie, bei der sich erst in den Schlusssekunden entscheidet, wer gewinnt.“ Mit dem 78:74-Erfolg sichern sich die Eisbären die 1:0-Führung in der Serie. Weiter geht es am Sonntag in Quakenbrück, wo die Dragons vor heimischer Kulisse antworten wollen.

 

06.05.2026 19:30 Uhr // BG Göttingen vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim 99:87

Die BG Göttingen ist mit einem Erfolg in die Playoffs gestartet und hat Spiel 1 gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim mit 99:87 gewonnen. Vor 1.974 Zuschauern entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie, ehe die Gastgeber nach der Pause die Kontrolle übernahmen. Bester Akteur auf Seiten der Göttinger war Wes Dreamer, der mit 21 Punkten und 13 Rebounds ein Double-Double auflegte. Für Kirchheim war Chuck Harris Jr. mit 19 Punkten der erfolgreichste Werfer. Nach einer ersten Halbzeit auf Augenhöhe setzte sich Göttingen vor allem im dritten Viertel entscheidend ab und ging mit einer klaren Führung in den Schlussabschnitt. Eine kurze Schwächephase überstanden die Gastgeber und brachten den Sieg am Ende souverän ins Ziel.

Headcoach Fabian Strauß sagte nach der Partie:„Wir wussten um die Qualität von Kirchheim und einiger ihrer Spieler. In bestimmten Situationen, insbesondere im dritten Viertel, haben wir defensiv viel richtig gemacht. Die zweite Fünf hatte Anfang der ersten Hälfte in der Verteidigung ein bisschen nachgelassen. Uns war wichtig, dass wir Spiel eins gewinnen, über weite Strecken eine sehr gute Energieleistung zeigen, gut rebounden und die Physis von Kirchheim kontrollieren. Die Jungs haben sich dann teilweise mit guter Ballbewegung und vielen einfachen, offenen Würfen belohnt. Das erste Spiel zu gewinnen war wichtig. Ich bin froh drüber.“

Kirchheims Trainer Igor Perovic analysierte: „Das war in den ersten 17 bis 18 Minuten ein gutes Spiel, dann haben wir in den letzten Minuten des zweiten Viertels die Disziplin verloren und Göttingen das Momentum gegeben. Auch in den ersten Minuten des dritten Viertels haben wir nicht gut gespielt und verteidigt. Wir waren immer einen halben Schritt zu langsam und nicht physisch genug. Wenn du so gegen ein gutes Team auftrittst, kann es ziemlich schwer werden.“ Mit dem 99:87 sichert sich Göttingen die 1:0-Führung in der Best-of-five-Serie.

 

06.05.2026 19:30 Uhr // Phoenix Hagen vs. PS Karlsruhe LIONS 90:66

Phoenix Hagen ist erfolgreich in die Playoff-Serie gegen die PS Karlsruhe LIONS gestartet und hat sich vor 3.007 Zuschauern mit 90:66 durchgesetzt. Es war der erste Auftaktsieg in einer Playoff-Serie für die Hagener – im achten Anlauf. Die Partie begann zunächst ausgeglichen, beide Teams hatten mit Nervosität und Ballverlusten zu kämpfen. Doch Phoenix fand zunehmend Lösungen, vor allem über Lucas N’Guessan, der immer wieder gut in Szene gesetzt wurde und mit 19 Punkten Topscorer der Gastgeber war. Entscheidend war die zweite Halbzeit: Phoenix dominierte defensiv und ließ Karlsruhe nach der Pause nur noch 26 Punkte zu. Gleichzeitig kontrollierten Fabian Bleck (12 Rebounds) und Marvin Omuvwie (7 Rebounds) die Bretter, während offensiv konsequent nachgelegt wurde. So bauten die Hagener ihre Führung kontinuierlich aus und brachten den Sieg souverän ins Ziel.

Headcoach Chris Harris sagte nach dem Spiel: „Was für eine tolle Stimmung, was für eine Atmosphäre in der Halle zum Start in die Playoffs – und das mitten in der Woche. Die Fans haben auf jeden Fall dazu beigetragen, dass wir einen guten Start in diese Serie hatten, auch wenn wir uns im Spiel selbst lange schwer getan haben. Karlsruhe hat sich viele zweite Chancen erarbeitet, die wir ihnen gern genommen hätten. Umso froher bin ich darüber, wie wir uns nach der Pause gesteigert haben und auch die Minuten einigermaßen verteilen konnten. Das war ein guter Schritt in unserem Entwicklungsprozess.“

Auch Karlsruhes Trainer Demond Greene erkannte die Stärke des Gegners an: „Phoenix hat heute, vor allem in der zweiten Hälfte gezeigt, was sie so dominant macht. Hagen konnte die Mismatches in der Zone klar für sich nutzen. Hier hatten wir defensiv zu wenig Zugriff und keinen ordentlichen Rhythmus. Dadurch sind wir im Gang nach vorn leider ein wenig zu sehr ins Eins-gegen-Eins verfallen und haben den Ball zu wenig laufen gelassen. Unsere Aufgabe ist es nun, gegen die unterschiedlichen Hagener Lineups – von sehr groß bis sehr klein – bis Samstag ein Mittel zu finden.“ Mit dem klaren 90:66 sichert sich Phoenix die 1:0-Führung in der Best-of-five-Serie und untermauert direkt seine Favoritenrolle.

 

07.05.2026 19:30 Uhr // HAKRO Merlins Crailsheim vs. GIESSEN 46ers 77:89

Die GIESSEN 46ers haben mit dem 89:77-Auswärtssieg bei den HAKRO Merlins Crailsheim ein starkes Zeichen gesetzt und sich direkt den Heimvorteil in der Viertelfinalserie gesichert. Kapitän Robin Benzing ordnete den Erfolg dennoch klar ein: „Der Sieg heißt noch überhaupt nichts. Wir haben ihnen den Heimvorteil geklaut, mehr nicht. Erst wenn wir Sonntag vor eigenem Publikum nachlegen können, wird sich der Wert unseres Auftritts vielleicht darstellen.“ Auch Luis König Figge blieb bewusst zurückhaltend: „Wir bleiben am Boden und heben nicht ab. Wir alle sind erwachsen genug, um zu wissen, dass Spiel eins auch wirklich nur ein erster, kleiner Schritt war.“ Headcoach Branislav Ignjatovic lobte vor allem das Kollektiv: „grandiose Teamleistung ohne Schwachstellen“ und ergänzte mit Blick auf die Serie:

„Es bleibt in dieser Serie bei unserer Außenseiterrolle, bei der wir am Sonntag abermals unsere Chance suchen. Wir genießen den Moment, mehr aber auch nicht.“ Nach frühem Rückstand kämpften sich die Gießener zurück und übernahmen zur Halbzeit erstmals die Führung. Entscheidend war ein Lauf im dritten Viertel, nach dem die 46ers die Kontrolle nicht mehr abgaben. Besonders Viktor Kovacevic (17 Punkte) sowie Kyle Castlin und Robin Benzing führten das Team an. Ignjatovic fasste die Leistung treffend zusammen: „So geht Teambasketball.“ und erklärte weiter: „Es war ein außergewöhnlich gutes Spiel von uns, in dem wir Crailsheim mit unserer starken Defense so bearbeitet haben, dass sie immer mehr die Nerven verloren haben.“ Damit gehen die Gießener mit einer 1:0-Führung und gestohlenem Heimrecht in Spiel zwei der Serie.

Vorberichte ProA Playoffs – Viertelfinale Spiel 1

06.05.2026 19:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. Artland Dragons 

Für die Artland Dragons beginnt die entscheidende Phase der Saison: Im Viertelfinale der ProA-Playoffs treffen die Quakenbrücker auf die Eisbären Bremerhaven. Spiel 1 der Serie steigt am Mittwoch um 19:00 Uhr in der ÖVB Arena. Als Tabellenfünfter reisen die Dragons zum Viertplatzierten, der mit zwei Siegen in Serie und viel Selbstvertrauen in die Playoffs geht. Die bisherigen Duelle in der Hauptrunde machen deutlich, wie eng es zwischen beiden Teams zugeht: Sowohl in Bremerhaven als auch im Rückspiel lieferten sich die Mannschaften intensive Spiele auf Augenhöhe, die jeweils erst in der Schlussphase entschieden wurden. Besonders die individuelle Qualität der Eisbären machte dabei den Unterschied. Spieler wie Elijah Miller oder Jemarl Baker sorgen konstant für offensive Gefahr, während das Team insgesamt durch starkes Ballmovement und effiziente Abschlüsse überzeugt. Gleichzeitig konnten die Dragons in beiden Partien zeigen, dass sie mit ihrer kontrollierten Offensive und Akteuren wie Ben Burnham jederzeit mithalten können. Vor dem Auftakt der Serie blickt Dragons-Headcoach Hendrik Gruhn optimistisch auf die Aufgabe:

„Die Vorfreude und der Enthusiasmus sind wahnsinnig groß. Seit wir die Playoffs mit dem Sieg in Kirchheim klargemacht haben, freuen wir uns sehr auf das erste Spiel am Mittwoch. Wir haben zweimal gegen Bremerhaven gespielt und wissen, was auf uns zukommt. Es waren intensive Spiele, die jeweils in der letzten Minute unglücklich für uns entschieden worden sind. Bremerhaven bewegt den Ball extrem gut. Es ist ein Team, das viel Wert auf Rhythmus und Ballmovement legt. Sie spielen recht wenig Eins-gegen-eins, sondern binden alle Spieler in der Offensive ein. Darauf müssen wir uns einstellen. Wir müssen defensiv extrem konzentriert bleiben, denn jede Unaufmerksamkeit bestrafen die Eisbären konsequent, das haben wir in der Hauptrunde bereits gemerkt. In den Playoffs wird es zudem darauf ankommen, wie schnell man nachjustieren und Dinge innerhalb der Serie anpassen kann und wie gut man sich auf den Gegner einstellt. Dass wir jetzt schon wieder mitbekommen, wie viele Fans aus Quakenbrück uns in Bremen unterstützen wollen, macht uns extrem stolz. Das gibt uns schon während der Vorbereitung auf Spiel 1 einen zusätzlichen Selbstvertrauensschub. Bei den Spielen zuletzt in Münster und in Magdeburg war es bereits besonders zu sehen, wie viele Fans diese Reisen auf sich nehmen. Das ist nicht selbstverständlich. Wir werden alles geben, um unsere Fans für ihre Unterstützung zu belohnen.“

 

06.05.2026 19:30 Uhr BG Göttingen vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim 

Für die Bozic Estriche Kirchheim Knights beginnt am Mittwoch die entscheidende Phase der Saison. In der ersten Runde der Playoffs der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA treffen die Teckstädter auf die BG Göttingen – und gehen dabei als klarer Außenseiter in die Serie. Als Tabellensechster reisen die Knights zum Drittplatzierten nach Göttingen, der sich nach dem Abstieg aus der BBL den direkten Wiederaufstieg zum Ziel gesetzt hat. Entsprechend liegt die Favoritenrolle bei den „Veilchen“, die sich nach einer zwischenzeitlichen Schwächephase zum Saisonende wieder stabilisiert haben. Auch Knights-Headcoach Igor Perovic sieht die Ausgangslage deutlich:

„Göttingen hat alles was eine Spitzenmannschaft benötigt. Wir haben nur eine Chance, wenn wir unser Leistungslimit wieder erreichen und auf konstant hohem Niveau verteidigen und konzentriert als Team spielen. Das ist uns zuletzt nicht gelungen.“ Die Kirchheimer hatten in den vergangenen Wochen selbst mit Formschwankungen zu kämpfen, konnten zuletzt jedoch zwei Siege einfahren. Dennoch bleibt die Herausforderung enorm – gerade gegen ein individuell stark besetztes Göttinger Team um Topscorer Jordan Sears. In der „Best-of-Five“-Serie gilt es nun, schnell den Rhythmus zu finden. Spiel eins steigt am Mittwochabend in Göttingen – mit klar verteilten Rollen, aber der Hoffnung der Knights, den Favoriten direkt unter Druck setzen zu können.

 

06.05.2026 19:30 Uhr Phoenix Hagen vs. PS Karlsruhe LIONS 

Als Hauptrundenprimus startet Phoenix Hagen in die entscheidende Phase der Saison – und bekommt es im Viertelfinale mit den PS Karlsruhe LIONS zu tun. Ein Duell, das alles andere als neu ist und bereits in der Vergangenheit für Spannung gesorgt hat. Die „Feuervögel“ gehen mit Heimvorteil in die „Best-of-Five“-Serie und empfangen Karlsruhe zunächst in der Ischelandhalle. In der Hauptrunde teilten sich beide Teams die Siege: Während Hagen zuhause klar dominierte, revanchierten sich die LIONS in der Europahalle nach Verlängerung. Entsprechend gewarnt geht der Tabellenführer in die Serie. Auch personell gibt es einige spannende Verbindungen zwischen beiden Teams. Unter anderem kommt es zum Wiedersehen mit Kilian Binapfl, der bereits das Phoenix-Trikot getragen hat und inzwischen eine wichtige Rolle bei den Badenern einnimmt.

Hagens Headcoach Chris Harris blickt mit Respekt auf den Gegner: „Karlsruhe ist eine spannendes und herausforderndes Matchup. Die Lions haben gezeigt, dass sie mit kleinen Lineups für viel Wirbel sorgen können. Zudem sind sie in der Europahalle extrem stark. Sie haben sich über die Saison toll entwickelt und stehen verdient in den Playoffs – das gilt es zu respektieren. Wir freuen uns auf die Postseason und eine hoffentlich tolle Kulisse in der Ischelandhalle zum Auftakt der Serie.“ Die Serie verspricht nicht nur aufgrund der sportlichen Ausgangslage Spannung: Bereits 2024 trafen beide Teams im Halbfinale aufeinander – damals setzte sich Karlsruhe durch und krönte die Saison später sogar mit der Meisterschaft. Nun folgt das nächste Kapitel dieses Duells – mit klaren Rollen auf dem Papier, aber reichlich Potenzial für Überraschungen.

 

07.05.2026 19:30 Uhr HAKRO Merlins Crailsheim vs. GIESSEN 46ers 

Die Gießen 46ers gehen mit klar verteilten Rollen in das Playoff-Viertelfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Gegen die HAKRO Merlins Crailsheim wartet auf die Mittelhessen eine maximale Herausforderung – und dennoch reist das Team selbstbewusst an. Schon vor der finalen Entscheidung über den Gegner war die Wunschlage innerhalb der Mannschaft eindeutig. „Wenn es nach mir geht, spielen wir lieber gegen Hagen“, sagte Luis König Figge vor dem letzten Hauptrundenspiel. Doch es kam anders: Crailsheim, eines der formstärksten Teams der Liga, steht nun gegenüber. Headcoach Branislav Ignjatovic ordnet die Ausgangslage realistisch ein: „Die sind der klare Favorit. Ich bin weiterhin sehr glücklich, dass wir nach dieser turbulenten Saison überhaupt die Playoffs erreicht haben. Aber unsere Außenseiterrolle stellt eben auch eine kleine Chance dar.“ Gerade diese Rolle könnte für die 46ers zur Stärke werden. Ohne großen Druck wollen die Gießener direkt im ersten Spiel überraschen.

„Wir fahren dorthin und versuchen, eine Überraschung zu schaffen“, so Ignjatovic weiter. Dass dies kein leichtes Unterfangen wird, zeigt der Blick auf den Gegner. Die Merlins präsentierten sich zuletzt in Topform und verfügen über enorme Qualität im Kader. Dennoch sieht Ignjatovic auch Ansätze aus dem letzten Spiel: „In der zweiten Halbzeit haben wir über weite Strecken so gespielt, wie ich mir das für die Playoffs vorstelle. Da haben wir solide verteidigt und auch unsere Schüsse endlich getroffen.“ Auch Kapitän Robin Benzing richtet den Blick nach vorne und setzt auf den Neustart-Charakter der Playoffs: „Jetzt beginnt eine neue Saison.“ Und ergänzt mit Blick auf die bevorstehenden Aufgaben: „Das ist doch die beste Zeit des Jahres.“ Die Favoritenrolle liegt klar bei Crailsheim, doch genau darin sehen die Gießener ihre Chance. Oder wie Ignjatovic es formuliert: „Die Mannschaften aus Hagen und Crailsheim sind die gejagten Teams. Und diese haben auch am meisten zu verlieren.“

Vorbericht ProA Playoffs Finale Spiel 2

Foto: Pressefoto Ulmer

Finale: 04.06.2023 16:00 Uhr RASTA Vechta vs. Tigers Tübingen

Trotz der Ausfälle gleich dreier Stammkräfte hat sich RASTA Vechta im Hinspiel des BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA-Finales bei den Tigers Tübingen ein Unentschieden erkämpft. Nach dem 78:78 (43:54) in der Paul Horn-Arena in Tübingen haben die Vechtaer nun am Sonntag (16 Uhr, RASTA Dome) die Chance, die dritte ProA-Meisterschaft nach 2013 und 208 zu erringen. Der RASTA Dome wird mit 3.140 Zuschauern ausverkauft sein.

Vor fast 2.500 Zuschauern lag das ohne die verletzten Julius Wolf, Chip Flanigan und Siler Schneider   angetretene Team von Head Coach Ty Harrelson beim Hauptrundenzweiten schon mit elf Punkten zurück, ehe es in der 2. Halbzeit nur noch 24 Gegenpunkte zuließ und sich ein Unentschieden erkämpfte. Überragend auf Seiten der Vechtaer: Joel Aminu. Nach 34 Punkten im 4. Spiel der Halbfinal-Serie gegen die JobStairs GIESSEN 46ers gelangen dem 26-Jährigen nun 32 Punkte, er traf fünf seiner sechs Dreierversuche. Zudem kam Naz Bohannon mit 20 Punkten und elf Rebounds auf ein Double-Double.

Ty Harrelson (Head Coach Vechta): „Es war wie schon in den Spielen der Hauptrunde ein enge Partie. Wir haben in der 1. Halbzeit keinen guten Job in der Defense gemacht, in der zweiten war es umso besser. Entscheidend war, dass wir bis zum Ende gekämpft haben. Daher bin ich echt stolz auf die Jungs.“

Joel Aminu (Top-Scorer Vechta): „Man hat gesehen, dass beide Mannschaften diese Meisterschaft gewinnen wollen. In der Halbzeit haben wir ein paar taktischen Veränderungen vorgenommen, die gewirkt haben. Über die genauen Inhalt können wir dann ja vielleicht nach dem Spiel am Sonntag sprechen. Denn da will ich nicht zu viel verraten. Auf jeden Fall haben wir nach der Pause die Intensität hochgefahren. Jetzt haben wir eine gute Ausgangslage für das Rückspiel geschaffen. Die Schlüssel zum Sieg am Sonntag sind unsere Defense und dass wir zusammenspielen. Ein großer Faktor wird aber auch der RASTA Dome sein. Gemeinsam mit unseren Fans können wir den Titel holen!“

Alle Spiele werden Live und kostenlos bei Sportdeutschland.TV übertragen.

Quelle: RASTA Vechta

Vorbericht ProA Playoffs Finale

Foto: Christian Becker

Finale: 02.06.2023 19:30 Uhr Tigers Tübingen vs. RASTA Vechta

Im Finale der BARMER 2. Basketball Bundesliga stehen sich die Tigers Tübingen und RASTA Vechta gegenüber. Beide Mannschaften konnten sich durch den Finaleinzug das sportliche Aufstiegsrecht in die easyCredit Basketball Bundesliga sichern. Mit dieser Ansetzung haben die beiden besten Teams nach der Hauptrunde die Chance, die Zweitliga-Meisterschaft zu gewinnen.

Es ist das Kräftemessen der beiden besten Teams in dieser Saison, wobei die Tigers Tübingen in der Rückrunde noch besser wurden. Im Viertelfinale mussten sie dann gegen die Eisbären Bremerhaven in ein Spiel 5, ehe sie sie im Halbfinale die PS Karlsruhe LIONS deutlich mit 3:0 besiegten. In der Hauptrunde siegte RASTA im Dome gegen die Tübinger durch einen Buzzer Beater von Julius Wolf mit 79:77. Mitte Februar kassierten die Vechtaer dann wegen eines verschlafenen Starts eine 68:79-Niederlage in der Paul Horn-Arena. „Es ist wohl jedem klar, dass die Tigers Tübingen ein starker Gegner sind. Danny Jansson macht dort einen super Job. Mit Zac Seljaas haben sie einen der besten Spieler der Liga, wenn nicht sogar den besten, im Kader. Sie haben gute Inside-Spieler und ihre Guards spielen hart, verteidigen sehr gut. Wir werden also alle Hände voll zu tun bekommen“, weiß Ty Harrelson.

„Ich denke, die beiden besten Mannschaften kämpfen nun um die Zweitliga-Meisterschaft“, sagt Danny Jansson, der die Tigers auch letztes Jahr ins BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA-Finale führte, der Klub aber auf einen Aufstieg verzichtete. „Vechta war in der Saison etwas konstanter und geht als Favorit in das Duell. Wir werden alles in die Waagschale werfen, um den Titel zu holen. Jeder Spieler beider Teams brennt auf diese zwei Spiele. Die Zuschauer dürfen sich auf jeden Fall freuen“, so der am 11. Juni 44 Jahre alt werdende Finne.

„Als wir in diese Saison gegangen sind, haben wir uns nicht nur das Ziel gesetzt das Finale zu erreichen, sondern wir wollten auch die Meisterschaft gewinnen. Es ist ein langer, ein schwerer Weg bis ins Endspiel. Jetzt aber haben wir die Möglichkeit, einen Titel zu gewinnen. Das ist es, was wir wollen, dafür haben wir die ganze Saison über gespielt. Mit dem Aufstieg haben wir zwar auch schon etwas erreicht. Aber wir alle wollen auch die Meisterschaft gewinnen. Denn schaffst du das, wirst du dich dein leben lang daran erinnern“, sagt Head Coach Ty Harrelson.

Alle Spiele werden Live und kostenlos bei Sportdeutschland.TV übertragen.

Quelle: Tigers Tübingen, RASTA Vechta

Nachberichte ProA Playoffs Halbfinale Spiel 4

Foto: Daniel Guist

Halbfinale: 26.05.2023 19:30 Uhr JobStairs GIESSEN 46ers vs. RASTA Vechta 87:112

Mit einem beeindruckenden 112:87-Sieg bei den JobStairs GIESSEN 46ers hat RASTA Vechta den Aufstieg in die easyCredit Basketball Bundesliga perfekt gemacht. Der erste Auswärtssieg dieser BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA-Saison bedeutete in dieser „Best-of-five“-Serie das entscheidende 3:1 für die Niedersachsen. Vor fast 3.300 Zuschauern in der Sporthalle Gießen-Ost überragte Joel Aminu mit 34 Punkten und führte sein Team so nach 2013, 2016 und 2018 zum schon vierten Aufstieg in die Beletage des deutschen Basketballs.

Nach nur 23 Sekunden setzte Martin das erste Highlightplay der Partie am eigenen Korb, als er Gegenspieler Bohannon beim Layup-Versuch sauber abräumte. Offensiv hingegen stotterte der Motor noch auf beiden Seiten – nach drei gespielten Minuten lag der vermeintliche Favorit mit 4:6 in Front. Ein Dunking kurz vor Viertelmitte von Cvorovic hatte ebenfalls Highlightpotential und auch sein Steal in der folgenden Sequenz untermauerte den Einsatz des Big Man (8:11, 5.). Nun wanderte das Spielglück in die Hände der Norddeutschen, die durch einen zwischenzeitlichen 2:8-Lauf die erste Auszeit der Universitätsstädter erzwangen (12:19, 7.). Die restliche Spielzeit bis zur Viertelpause verlief ausgeglichen und auf beiden Seiten sehr treffsicher, sodass die ersten zehn Minuten mit 21:29 endeten. Ein Dreier von Barnes eröffnete das Scoring im zweiten Durchgang, wurde jedoch umgehend von einem 0:6-Lauf der Gäste gekontert, sodass die Tafel bei deren nächster Auszeit ein 24:35 anzeigte (14.). Dieser konnte sogar noch auf 0:11 fortgeführt werden bis Barnes den nächsten Mid-Range-Jumper für seine Farben verwandelte (26:40, 15.). Einen zwischenzeitlichen 19-Punkte-Rückstand – Vechta traf bis dato fast 60% seiner Drei-Punkte-Versuche – konnte man gut zwei Minuten vor der Halbzeit wieder auf 13 reduzieren und forcierte damit die nächste Timeout von Headcoach Ty Harrelson. Negativhighlight des ersten Durchgangs war unbestritten die Verletzung von Cvorovic, der nach einem Zweikampf unter dem Korb lange behandelt werden musste. Mit 40:56 ging es schließlich in die Kabinen.

Vechta blieb auch im zweiten Durchgang treffsicher und knackte durch zwei Dreier von Schwieger schon bald die 20-Punkte-Marke (42:62, 22.). Die nach wie vor hohen Trefferquoten des Teams mit den grauen Jerseys ermöglichte ein 47:71 zur Viertelmitte. Trotz des Ausfalls von Cvorovic zeigten sich die Lahnstädter weiter kämpferisch und scorten selbst ohne nominellen Center 18 Punkte im dritten Viertel. Mit 58:83 ging es in die letzten zehn Minuten der Saison für die 46ers. Nyama eröffnete das Scoring im Schlussviertel per hart umkämpften Layup und assistierte auch direkt beim nächsten Korberfolg – einem Dreier von Barnes (63:86, 32.). Nach drei gespielten Minuten wurde dann die nächste Auszeit von „Frenki“ Ignajtovic fällig (66:91). Nachwuchstalent Finn Döntgens feierte sein Heimdebüt in den Playoffs und steuerte mit seiner ersten Aktion direkt einen Offensivrebound und einen Assist bei (74:103, 36.). Auch sein inzwischen eingewechselter Teamkollege Till Heyne erzwang mit seiner ersten Aktion ein Defensivfoul seines Gegenspielers und damit Freiwürfe für sein Team. Das Match lief offensiv geführt mit 87:112 ins Ziel.

Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers):„Ich gratuliere Ty und seinem Team für den Aufstieg in die easyCredit Basketball Bundesliga. Es ist eine geile Sache, wenn man als neuer Trainer mit einer Mannschaft direkt den Aufstieg schafft. Ich möchte nicht viele Worte über dieses Spiel verlieren. Vechta hat heute eine überragende Wurfquote gehabt und hat ein starkes Spiel gemacht. Den Klassenunterschied hat man heute über weite Strecken gesehen. Wir haben jetzt genau einen Tag um dieses Spiel sacken zu lassen und dann fängt die richtige Arbeit an. Denn für mich gilt, nach der Saison ist vor der Saison. Im ersten Moment ist die Enttäuschung natürlich groß und man muss kein Fachmann sein, um zu wissen wie ich mich gerade fühle. Aber ich habe meiner Mannschaft trotzdem für diese tolle Saison gratuliert und gesagt, dass sie mein persönliches Saisonziel auf jeden Fall erreicht hat. Nämlich einmal diese volle Osthalle zu erleben. Dieses Publikum und diese Unterstützung die wir heute hier gesehen haben, auch bei diesem Spielstand, ist etwas Einmaliges im deutschen Basketball. Danke an Alle, die heute gekommen sind.“

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Quelle: JobStairs GIESSEN 46ers, RASTA Vechta

Vorberichte ProA Playoffs Halbfinale Spiel 4

Foto: Christian Becker

Halbfinale: 26.05.2023 19:30 Uhr JobStairs GIESSEN 46ers vs. RASTA Vechta

Die Best-of-Five-Serie im Playoff-Halbfinale in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA zwischen den JobStairs GIESSEN 46ers und RASTA Vechta spitzt sich zu. Am gestrigen Mittwochabend kehrten die Mittelhessen nach einer 66:88-Niederlage aus Niedersachsen nachts um 3.00 Uhr wieder zurück nach Gießen. Dort wird am Freitag die vierte Partie des Halbfinales ausgetragen, wo auch wieder die 46ers-Fans in „ROT“ erwartet werden.

Die dezimierten JobStairs GIESSEN 46ers kamen gestern Abend im RASTA Dome an ihre Grenzen. Zu dominant präsentierte sich der Meisterschaftsaspirant und setzte seinen heimischen Siegeszug fort, der mittlerweile bei 21 Erfolgen, bei keiner Niederlage steht. Was in Spiel zwei noch so gut gelang, konnte beim dritten Aufeinandertreffen von den Mittelhessen nicht bestätigt werden. Die Würfe sollten nicht fallen. Eine Feldwurfquote von 31%, lediglich sechs von 25 Würfen von jenseits der Dreipunktelinie fanden ihr Ziel in die Reuse. Der konstante Punktelieferant Jordan Barnes wurde von der aggressiven Verteidigung auf zwei Punkte gehalten.

Letztendlich ein gebrauchter Tag in einer Serie, die aus fünf möglichen Begegnungen besteht. Nun müssen Topscorer Joel-Sadu Aminu, der zuletzt 22 Punkte verbuchte, in die brodelnde „Osthölle“, wo sie in dieser Saison noch nicht gewonnen haben. Die Gießener sind auch der einzige Club in der Liga, die dem Hauptrundenprimus zwei Niederlagen zuführen konnten. So liegt es auf der Hand, dass diese Serie noch nicht beendet ist, auch wenn es sich die RASTA-Fans bei der gestrigen Abfahrt der JobStairs GIESSEN 46ers mit den schelmischen Worten verabschiedeten: „Wir hoffen ihr könnt euch die Fahrt am Sonntag ersparen!“

Jonathan Kollmar (Geschäftsführer JobStairs GIESSEN 46ers): „Das Team wird noch einmal die gesamte Energie, mit welcher sie am Sonntag ein grandioses Spiel abgeliefert hat, zusammennehmen – da bin ich sicher. Hierfür brauchen wir auch wieder die Unterstützung der Zuschauer, die das Team zu dieser Leistung beflügelt haben. Man kann vor unserer Mannschaft nur den Hut ziehen. Die Playoffs sind bislang sensationell und hierfür möchten wir uns bei unseren Fans auch nach dem Spiel mit 300 Litern Freibier bedanken. Die Vorverkaufszahlen zeigen, dass den Weg, welchen wir in den letzten Wochen gegangen haben, von den Zuschauern honoriert wird. Dies ist auch eine Belohnung für das Team, den Staff und das Office, die im Hintergrund mit harter Arbeit dazu beitragen, dass wir zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie über 3.000 Zuschauer gelandet sind – dies wollen wir nun am Freitag wiederholen.“

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Quelle: JobStairs GIESSEN 46ers

Nachberichte ProA Playoffs Halbfinale Spiel 3

Foto: Pressefoto Ulmer

Halbfinale: 23.05.2023 19:30 Uhr Tigers Tübingen vs. PS Karlsruhe LIONS 86:80

Unerwartete Schwerstarbeit mussten die Tigers Tübingen gegen die PS Karlsruhe LIONS leisten, ehe am Ende mit einem 86:80 (41:35)-Erfolg der Sweep im Playoff-Halbfinale und somit der Aufstieg in die easycredit BBL feststanden. In der erneut ausverkauften Paul Horn-Arena verkauften sich die Schützlinge von LIONS-Trainer Aleksandar Šćepanović tapfer, auch wenn der Sieg am Ende nicht wirklich in Gefahr schien. 

Das Spiel begann aus Sicht der Tübinger perfekt. Sieben Zähler von Mateo Šerić sorgten für eine schnelle 7:2-Führung nach drei Minuten. Die Gäste suchten ihr Glück hauptsächlich aus der Distanz. Die Hausherren überzeugten in der Anfangsphase durch eine hohe Trefferquote. Nach fünf Minuten sorgte Krišs Helmanis bereits für das 17:9. Karlsruhe hielt nun vor allem in Person von Cabbil Jr. dagegen, während die Tigers ihren Rhythmus in der Offensive nach tollem Start verloren haben. Cabbil Jr. erzielte in den ersten sieben Minuten alleine zwölf Punkte und konnte die Gäste so wieder auf 17:19 heranbringen. Die Jansson-Truppe dominierten zwar beim Rebound und konnte sich so einige Würfe mehr als die Badener erspielen, letztendlich war die recht schwache Wurfquote in der zweiten Hälfte des ersten Viertels ausschlaggebend dafür, dass das Spiel dennoch eng blieb. Für ein Highlight sorgte Bakary Dibba in der zehnten Minute. Hinten blockte er einen Dreier von Ivan Karacic, um wenig Sekunden später beim Fastbreak das 25:20 zu erzielen. Mit diesem Spielstand ging es dann wenig später auch in die erste Viertelpause. Das zweite Viertel begann unglücklich für die Schwaben. Nach einem Ballverlust stolperte Timo Lanmüller über seinen Gegenspieler Ben Shungu und kassierte ein unsportliches Foul. Die nächsten Angriffe liefen dann aber besser. Nach einem Dreier von Erol Ersek zum 30:22 nahm LIONS-Trainer Šćepanović nach zwölf Minuten die erste Auszeit. Dass die Tigers nicht höher führten, lag allerdings auch an einer zu diesem Zeitpunkt eher mäßigen Dreierquote der Hausherren gegen die Zonenverteidigung der Karlsruher. Nur zwei von 14 Würfen (14 Prozent) hatten ihr Ziel gefunden. Offensichtlich sah auch Coach Jansson Verbesserungsbedarf, jedenfalls nahm er beim Stand von 31:28 gut sechs Minuten vor der Halbzeit eine Auszeit. Danach ließ er mit Aatu Kivimäki, Lanmüller, Ersek, Till Jönke und Šerić als Center extrem klein spielen. Dennoch ging es beim 41:35 „nur“ mit einer Sechs-Punkte-Führung in die Kabinen.

Die Anfangsphase der zweiten Halbzeit verlief zunächst ausgeglichen, sodass die Sechs-Punkte-Führung auch nach drei Minuten beim Stand von 48:42 noch Bestand hatte. Die Tigers ließen viele Würfe liegen, während die Gäste zwar mit dem Mut der Verzweiflung kämpften, letztendlich aber limitiert waren. In der 25. Minute kassierte Karlsruhes Karacic sein viertes Foul und sorgte für Sorgen bei den Gästen. Auch Cabbil Jr. kassierte kurz darauf das drittes Foul. Drei Punkte von Seljaas brachten die Tigers nach genau 25 Minuten mit 53:44 in Führung. Karlsruhes Coach Šćepanović bat zur Auszeit. Schwung brachte dann auf Seiten der Gäste Dominick von Waaden ins Spiel der LIONS – fünf Zähler in Folge brachten die Gäste noch einmal auf 55:49 ihn Minute 27 heran. Im nächsten Angriff der Tigers traf Ersek zwar aus der Distanz, doch erneut erzielt von Waaden drei weitere Zähler zum 58:52 – das Spiel war vollkommen offen. In der 28. Minute musste zudem Seljaas mit vier Fouls belastet auf die Tübinger Bank. Auch in den letzten zwei Minuten des Viertels agierten beide Teams auf Augenhöhe, sodass es mit einem knappen 65:59 für Tübingen ins Schlussviertel ging.

Zehn Minuten standen noch zwischen den Tigers und dem Aufstieg in die easycredit BBL. Doch die Badener ließen sich weiter nicht abschütteln. Dibba mit einem Dunking aus dem Fastbreak zum 68:59 sorgte nach 60 Sekunden für Stimmung auf den Rängen, doch Coach Šćepanović unterbrach einen möglichen Lauf sofort mit einer Auszeit. Cabbil Jr. mit seinen ersten Punkten in der zweiten Halbzeit verkürzte direkt danach zum 61:68, ehe Lanmüller mit einem Dreier das 71:61 erzielte. Zwei Minuten vor dem Ende saß keiner mehr in der Paul Horn-Arena. Beim Stand von 80:78 ganze 55 Sekunden vor dem Ende machte sich Ungläubigkeit in den Gesichtern der Tübinger Fans breit. Cabbil Jr. hatte gar 31 Sekunden vor dem Ende mit einem Dreier die Führung der Karlsruher in der Hand, doch sein Dreier sollte nicht fallen. Dibba auf der Gegenseite zeigte Nerven von der Freiwurflinie, als er 26 Sekunden vor dem Ende nur einen von zwei Würfen traf. Beim Stand von 78:81 nahm Coach Šćepanović die letzte Karlsruher Auszeit. Sie sollte allerdings nicht die erhoffte Wende bringen, da die Tigers von der Freiwurflinie sicher blieben und so in einem Herzschlagfinale den knappen 86:80-Sieg sicherten.

Danny Jansson (Tigers Tübingen): „Wir konnten über das gesamte Spiel kaum Stopps erzwingen. Egal, was wir versucht haben, es hat nicht funktioniert. Eine großen Respekt an Karlsruhe, die sich personell dezimiert teuer verkauft haben und kurz vor einem Sieg standen. Am Ende hatten wir das glücklichere Ende, obwohl es nicht unbedingt verdient war. Dennoch freuen wir uns sehr über den Finaleinzug und dem damit verbundenen Aufstieg in die erste Liga.“

24.05.2023 19:30 Uhr RASTA Vechta vs. JobStairs GIESSEN 46ers 88:66

Die JobStairs GIESSEN 46ers konnten am heutigen Abend im RASTA Dome nicht an ihrer starken Leistung im Heimspiel anknüpfen und unterlagen dem Favoriten deutlich mit 66:88. Die Gießener fanden gegen eine griffige Verteidigung der Niedersachsen nie ihren Wurfrhythmus und mussten sich schnell einem großen Rückstand entgegenstellen. 

RASTAs Reaktion auf die knappe und unglückliche 76:79-Niederlage vom Sonntag in Gießen war beeindruckend. Den Gießener Schützen standen Vechtas Verteidiger derart auf den Füßen, dass die kaum zu verwertbaren Würfen kamen. Gießens Bilanz nach zehn Minuten: 1/14. Erst nach acht Minuten gelang den Gästen der erste Erfolg aus dem Spiel heraus, in der 9. Minute aber besorgte Robin Lodders schon das 20:8 für RASTA. Vier Dreier netzten die Hausherren allein im 1. Viertel ein, welches sie auch dank der erwarteten Rebound-Dominanz (12:6) mit 27:10 für sich entschieden. Harrelsons Männer blieben auch nach der ersten Pause griffig und ließen Gießens Offense überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Nur einen Dreier trafen die Gießener in der 1. Halbzeit, bei einem Dutzend Versuchen. Nach einer zwischenzeitlichen 20-Punkte-Führung (30:10,11.), kamen die Gastgeber per Dreier von Andrew Jones in der 17. Minute zum 36:21. Die letzten vier Punkte der 1. Halbzeit gingen ebenfalls aufs Vechtaer Konto: Robin Lodders und Chip Flanigan stellten auf 42:23.

Hatte RASTAs Offense im 2. Viertel etwas nachgelassen, so war sie nach dem Seitenwechsel sofort wieder auf der Höhe. Allein Joel Aminu versenkte im dritten Abschnitt vier Dreier während die JobStairs GIESSEN 46ers nach 30 Minuten bei einer Bilanz von 3/17 standen. Zu gut verteidigten die RASTAner, als dass sie dem Ignjatovic-Team auch nur ein paar offene Würfe ließen. Und so wurde nach einem 10:0-Lauf zum 48:23 (22.) sogar eine 33-Punkte-Führung – 63:30 (27.). Mit Ablauf des 3. Viertels war es dann Julius Wolf, der per Offensiv-Rebound den 73:43-Pausenstand besorgte. Angesichts des längst klaren Ausgangs der Partie konnte Ty Harrelson einigen seinen Leistungsträgern nun Verschnaufpausen gönnen. Dafür standen der erst 17-jährige Johann Grünloh und Farmteam-Profi J.J. Culver auf dem Parkett. Culver konnte noch fünf Punkte erzielen, darunter RASTAs letzte dieser Partie in der 39. Minute zum 88:62. Auf Seiten der Gießener hatte Justin Martin, nun mit mehr Freiheiten ausgestattet, noch diverse Chancen, sein Punktekonto aufzubessern und stand am Ende bei 15 Zählern. Dass es nach der Schlusssirene zwischen einigen Spielern nicht wirklich harmonisch zuging, entging niemandem im RASTA Dome – auch nicht den Schiedsrichtern. 

Branislav „Frenki“ Ignjatovic (Cheftrainer JobStairs GIESSEN 46ers):„Heute haben wir am Anfang nicht so gespielt wie wir uns das vorgestellt haben. Wir hatten zu wenig Körperkontakt und zu wenig Energie. Wir haben zu leichte Körbe zugelassen und haben die gleichen Fehler gemacht, wie hier vor einer Woche. Das Spiel wurde somit bereits in den ersten fünf Minuten entschieden. Das ist natürlich traurig, wenn man soweit kommt mit dem Halbfinale. Vielleicht stoßen wir auch jetzt an unser Limit. Vielleicht sind 66 Punkte Auswärts unser Limit. Zuhause mit unseren Fans und der Atmosphäre finden wir auch Lösungen in dieser Besetzung. Auswärts fehlt uns die Cleverness und die Qualität.“     

Alle Spiele werden Live und kostenlos bei Sportdeutschland.TV übertragen.