Schlagwortarchiv für: ProB Nord

Rister bauen auf Hirschbergs Führungsqualitäten

Der Flügelspieler steht in der neuen ProB-Saison wie bislang im Wedeler Kader. Die Verantwortlichen schätzen am 29-Jährigen vor allem die mannschaftsdienliche Spielweise und seinen vorbildlichen Einsatz.

Seit 2013 spielt Jens Hirschberg für den SC Rist: Ob unter Sebastian Gleim, Michael Claxton oder jetzt Felix Banobre – jeder der Rist-Trainer brachte dem vielseitigen Flügelspieler große Wertschätzung entgegen. Und so verwundert es nicht, dass Banobre den Verbleib des 29-Jährigen mit Freude aufnimmt.

„In Bezug auf das Mannschaftsgefüge ist Jens auf dem Feld und darüber hinaus einer der Schlüsselspieler. Das zeigt sich in der Art und Weise wie er kommuniziert und an seiner Ausstrahlung. Egal ob er eine Minute oder 20 Minuten spielt, er setzt sich voll ein und gibt 100 Prozent. Jens hat diese ruhige und besonnene Art der Führung, die eine Mannschaft benötigt und die sich in seinem Einsatz und seiner Einstellung zeigt. Er ist einer der Erfahrenen und jemand, der seine Mitspieler immer anspornt und ermuntert“, sagt Banobre. Er schätze zudem Hirschbergs Kaltschnäuzigkeit, seine Aggressivität auf dem Feld und seinen Distanzwurf, erläutert der Spanier.

In 24 Spielen erzielte Hirschberg in der vergangenen Saison im Schnitt 7,6 Punkte und schnappte sich 2,4 Rebounds. Mitunter falle das, was der 29-Jährige zum Wohle der Mannschaft tue, gar nicht so richtig auf, meint der Sportliche Leiter Christoph Roquette. Denn Statistiken sind schön und gut, erfassen aber längst nicht den gesamten Wert eines Spielers, sondern lassen immer auch Raum, um zwischen den Zeilen zu lesen. Und da steht laut Roquette: „Jens macht die Dinge meistens richtig. Er trifft entscheidende Würfe und ist in der Crunchtime zur Stelle. Und das Wichtigste: Er ist eine Führungsfigur für die Jungs. Man braucht Spieler, die die Mannschaft zusammenhalten und führen. In die Rolle ist Jens im Laufe der Jahre komplett hineingewachsen. Er ist immer voller Energie und immer am Motivieren. Man hört ihn nie jammern, er ist nie schlecht drauf, sondern immer motiviert – das zeichnet Jens aus“, erläutert der Sportchef.

Hirschbergs angesprochene Nervenstärke in engen Schlussphasen kam im Laufe der zurückliegenden Saison mehrfach zum Tragen, denn – man erinnert sich – „knappe Angelegenheiten“ gab es 2016/17 so einige. Da steht es jeder Mannschaft gut zu Gesicht, einen Spieler in ihren Reihen zu wissen, der sich nicht scheut, den gewissen Wurf zu nehmen, der unbedingt ins Ziel finden muss, um die Siegchance zu wahren, der zum richtigen Zeitpunkt seine Fouls einsetzt, der eine vermeintlich unscheinbare, aber so wirkungsvolle Verteidigungsaktion anbringt oder der einen Rebound holt, wenn der Kontrahent auf keinen Fall eine weitere Wurfmöglichkeit erhalten soll. Wie sagte Christoph Roquette? „Jens macht die Dinge meistens richtig.“

(SC Rist Wedel)

Kutzschmar verstärkt die Kangaroos!

Ein Training mit Headcoach Dragan Torbica hat gereicht, um Simon Kutzschmar für die Iserlohn Kangaroos zu begeistern. Der 20-Jährige kommt von den Gießen 46ers/Licher Basketbären und unterschreibt einen Zweijahres-Vertrag, der eine beidseitige Ausstiegsklausel nach dem ersten Jahr beinhaltet.

„Ich habe mich von Beginn an wohlgefühlt in Iserlohn. Außerdem hat Dragan ein unfassbares Auge fürs Detail. Das hat mir sehr gut gefallen“, sagt Simon Kutzschmar.

Als der 1,94 Meter große Shooting Guard sein Probetraining in der Hemberghalle absolvierte, gab ihm Torbica einen Rat mit auf den Weg. „Und seitdem arbeite ich hart an meinem Ballhandling“, sagt Kutzschmar. Es war eine kleine Unstimmigkeit beim Crossover, also Handwechsel, hinterm Rücken, die dem Kangaroos-Headcoach aufgefallen war. „Eigentlich eine Kleinigkeit. Umso besser, dass er es gesehen hat“, so Kutzschmar.

Aber nicht nur das feine Auge des Trainers hat ihn überzeugt, sich den Kangaroos anzuschließen. „Ich sehe in Iserlohn für mich die große Möglichkeit, mich weiterentwickeln zu können. Die Perspektive ist extrem reizvoll“, sagt der Student der Wirtschaftswissenschaften. Außerdem reizt es ihn, mit den Kangaroos die Playoffs zu erreichen. Mit den Basketbären hat er in den vergangenen beiden Spielzeiten jeweils die Playdowns der 2. Basketball-Bundesliga ProB gespielt. In rund 22 Minuten pro Partie hat Kutzschmar in der Saison 2016/17 durchschnittlich 6,5 Punkte, zwei Rebounds und 1,4 Assists aufgelegt.

Über soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram hat er sich bereits einen ersten Eindruck darüber verschafft, was ihn in Iserlohn erwarten wird: „Die Atmosphäre in der Halle ist schon geil“, sagt Kutzschmar, der noch vor seinem ersten Spiel im Kangaroos-Dress ein Versprechen abgibt: „Ich werde mich in jedem Spiel in der Defense zerreißen.“ Daran habe er in den vergangenen Jahren Gefallen gefunden, sagt er. Und: „Ich will zeigen, dass ich auch aus der Distanz gefährlich bin!“

Auch Headcoach Dragan Torbica freut sich auf die Zusammenarbeit mit Kutzschmar: „Ich freue mich als Coach, mit Simon einen jungen und sehr cleveren Spieler dazu zu bekommen. Man merkt ihm seine gute Basketballschule und auch die zweijährige Erfahrung in der ProB an. Simon hat großes Potenzial, das wir gemeinsam entfalten wollen.“ Vendre une voiture export accidentée sans controle technique, rachat de voiture hs https://rachatvotrevoiture.com

Kangaroos-Manager Michael Dahmen hat den 20-Jährigen schon seit vergangem Jahr auf dem Zettel gehabt – und schließlich jetzt nach Iserlohn locken können: „Es freut mich sehr, dass wir Simon für unser Team gewinnen konnten. Ich bin sehr sicher, dass er sich unter Dragan weiter verbessern wird und dass er auch charakterlich hervorragend in unsere Mannschaft passt.“

 

(Iserlohn Kangaroos)

Erste Neuverpflichtung: Jeffrey Martin kommt

Die ROSTOCK SEAWOLVES geben die erste Neuverpflichtung für die Spielzeit 2017/2018 in der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord bekannt: Jeffrey Martin wechselt von den Licher BasketBären aus der ProB Süd an die Ostsee. Bei den SEAWOLVES erhält der 23-Jährige einen Einjahresvertrag mit Option auf eine weitere Saison.

„Ich freue mich riesig auf meine neue Aufgabe bei den SEAWOLVES“, sagt der gebürtige Hamburger, der im Mai bei einem Tryout-Training in Rostock überzeugen konnte.

„Rostock habe ich bisher als sehr schön empfunden und ich bin mir sicher, dass ich sehr oft spazieren und auf Erkundungsreise gehen werde. Ich hoffe, ich werde den einen oder anderen Fan treffen, denn ich habe gehört, dass die Fanbase in Rostock die beste in der 2. Basketball-Bundesliga ProB ist. Ich kann es kaum erwarten, in der Stadthalle vor diesen Fans mein Bestes zu geben und gemeinsam möglichst viele Spiele zu gewinnen!“, fiebert Martin der neuen Saison entgegen.

Jeffrey Martin kam in der vergangenen Saison 2o16/2017 für Lich auf 28 Einsätze und erzielte in durchschnittlich 23:50 Minuten 11,4 Punkte, 2,4 Rebounds und 2,1 Assists. Dabei traf er 32 Prozent von jenseits der Dreipunktelinie, knapp 42 Prozent aus dem Feld und 78 Prozent seiner Freiwürfe. Zusätzlich war er mit einer Doppellizenz ausgestattet und kam auf zwei Einsätze bei den Giessen 46ers in der easyCredit Basketball Bundesliga (BBL).

Zuvor spielte der defensivstarke Aufbauspieler für Herten, Bremerhaven, Cuxhaven und verschiedene Teams seiner Heimatstadt Hamburg. Am 5. Oktober 2013 debütierte Martin in der höchsten deutschen Spielklasse BBL für die Eisbären Bremerhaven und lief bisher in insgesamt 17 Erstligapartien auf.

„Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, Jeffrey nach Rostock zu holen. Er ist ein schneller, athletischer Guard, der vielseitig einsetzbar ist und zudem als guter Verteidiger gilt. Mit diesen Fähigkeiten soll er uns helfen, unsere Ziele zu erreichen“, freut sich SEAWOLVES-Coach Ralf Rehberger über die erste Neuverpflichtung für die neue Spielzeit.

Übrigens: In der Saison 2015/2016 spielte Jeffrey Martin mit den Hertener Löwen zweimal gegen die ROSTOCK SEAWOLVES. Damals markierte der 1,90 Meter große Guard insgesamt 24 Punkte, zwölf Rebounds und fünf Assists gegen die Wölfe.

Spielerprofil von Jeffrey Martin:

Geboren am: 13.04.1994 in Hamburg
Nationalität: Deutsch

Position: Point Guard / Shooting Guard
Größe: 190 cm

Stationen als Spieler:
2016-2017: Licher BasketBären (ProB) / Giessen 46ers (BBL)
2015-2016: Hertener Löwen (ProB)
2014-2015: Cuxhaven BasCats (ProA)
2013-2015: Eisbären Bremerhaven (BBL)
2012-2013: Eisbären Bremerhaven (NBBL)
2011-2012: Piraten Hamburg (NBBL)
2010-2011: Bramfeld (NBBL)

Zum SEAWOLVES-Kader 2017/2018 gehören (Stand: 14. Juni 2017):

Daniel Lopez, Jeffrey Martin*, Ivo Slavchev, Tim Vogt*

 

(ROSTOCK SEAWOLVES)

Big Man Leon Bahner kommt

Mit dem 21-jährigen Leon Bahner lotsen die Artland Dragons einen der Leistungsträger von ProB-Kontrahent SC Rist Wedel ins neue Drachenteam.

Ausgangspunkt der Verpflichtung war für das Trainierduo Florian Hartenstein und Christian Greve, unter dem Korb mit größeren Spielern schneller zu agieren. Mit Leon Bahner kommt ein junger Spieler, der diese Voraussetzungen mitbringt.

Als Doppellizenzspieler war er nicht nur in der ProB im Einsatz, sondern ging auch in neun Spielen der ProA beim Wedeler Kooperationspartner Hamburg Towers auf Korbjagd.

„Wir hatten in der vergangenen Saison große Probleme beim Rebound. Leon zeigte gute Leistungen in Wedel. 8,4 Rebounds holte er durchschnittlich, erzielte im Schnitt 8,2 Punkte und blockte 1,5 mal den Ball. Ich glaube, dass Leon noch Potenzial hat und er auch dafür arbeiten will, dass er besser wird. Wir sind sehr glücklich, dass wir Leon für uns als Centerspieler gewinnen konnten. Zudem kann er auch auf der Position des Power Forward eingesetzt werden“, freut sich Hartenstein über den Neuzugang.

Bahner erlernte das Basketballspielen im JBBL- und NBBL-Nachwuchsprogramm der Telekom Baskets Bonn und wechselte 2013 zur RSV Eintracht Stahnsdorf, wo er in der NBBL und auch in der ProB spielte. Mit diesen Erfahrungen zog es den gebürtigen Mönchengladbacher anschließend für zwei Jahre in die USA zur San José State University. 2016 kehrte er mit 35 Einsätzen in der Mountain West Conference nach Deutschland zurück. Bahner erreichte in der abgelaufenen Saison mit dem SC Rist Wedel die Playoffs und schied gegen den späteren Meister Weissenhorn Youngstars in der ersten Runde aus. Die Zeit nach dem Saisonende nutzte Bahner, um zusätzliche sechs Kilogramm Muskelmasse aufzubauen. Mit seinem Gewicht von 118 Kilogramm und seiner Größe von 2,11 Metern ist er ein echter Big Man unter den Körben.

Der Neudrache freut sich auf die kommende Herausforderung: „Die Trainings- und Spielbedingungen sind auf ProA- bzw. auf BBL-Niveau. Quakenbrück bietet ein extrem gutes Umfeld, um sich ganz auf den Sport zu konzentrieren. Der Verein kam auf mich zu und hat mir sofort eine Wertschätzung entgegengebracht. Für mich als jungen Spieler mit hoffentlich noch viel Entwicklungspotenzial ist es sehr interessant, mit einem Trainer wie Florian Hartenstein zusammenzuarbeiten. Wie sehr er Talente entwickeln kann, sieht man auch an der Entwicklung seines Sohnes. Ich werde bald 22 Jahre alt und befinde mich in einem wichtigen Stadium als Basketballer. Jetzt geht es darum, viel Spielzeit zu bekommen und Verantwortung zu übernehmen. Ich komme nach Quakenbrück, um ein wichtiger Bestandteil des Teams zu werden.“ Bahner wird bereits in den nächsten Tagen in Quakenbrück erwartet.

Geburtstag: 16.07.1995
Geburtsort: Mönchengladbach
Nationalität: Deutschland
Größe: 211 cm
Gewicht: 118 kg
Position: Center
Letzte Stationen (von neu nach alt):
SC Rist Wedel/Hamburg Towers (Doppellizenz für 2. Basketball-Bundesliga ProB/ProA)
San José State University (NCAA 2)
RSV Eintracht Stahnsdorf (2. Basketball-Bundesliga ProB)
Telekom Baskets Bonn/Rhöndorf (JBBL und NBBL)

Statistiken Saison 2016/2017 ProB (14 Spiele):
20:14 Minuten pro Spiel, 8,2 Punkte, 8,4 Rebounds, 1,5 Blocks, 0,5 Assists, 1,7 Ballverluste, 0,4 Ballgewinne, 51,9 % Zweierquote, 67,4 % Freiwurfquote

Statistiken Saison 2016/2017 ProA (9 Spiele):
6:09 Minuten pro Spiel, 2 Punkte, 2,7 Rebounds, 0,6 Blocks, 0,1 Assists, 0,4 Ballverluste, 0,2 Ballgewinne, 46,2 % Zweierquote, 54,5 % Freiwurfquote

 

 

(Artland Dragons)

Liam Flynn verstärkt das Trainerteam

Der 38-jährige Australier wird Cheftrainer der TG s.Oliver Würzburg in der ProB und zweiter Assistent von BBL-Headcoach Dirk Bauermann – „Künftig enge Verknüpfung beider Teams“

Nach Assistant Coach Stephen Arigbabu folgt die nächste Verstärkung für das Trainerteam von s.Oliver Würzburg: Der 38-jährige Australier Liam Flynn wird Cheftrainer des Farmteams TG s.Oliver Würzburg in der ProB und zweiter Assistent von BBL-Headcoach Dirk Bauermann. Flynn war in den vergangenen knapp zwanzig Jahren nicht nur in Australien und Neuseeland als Basketball-Trainer in allen Altersklassen und auf allen Ebenen aktiv, er bringt auch Deutschland-Erfahrung als Sportlicher Berater bei den GIESSEN 46ers, Co-Trainer der WALTER Tigers Tübingen (2015/2016) und Headcoach der Dresden Titans in der vergangenen ProA-Saison mit.

„Mit Liam Flynn konnten wir die wichtige Schnittstelle zwischen der Bundesliga-Mannschaft und dem ProB-Team ideal besetzen. Konzeptionell und personell gibt es künftig eine enge Verknüpfung beider Mannschaften“, sagt s.Oliver Würzburg Headcoach Dirk Bauermann: „Liam wird als zweiter Assistenztrainer des BBL-Teams und Cheftrainer der ProB-Mannschaft die Weiterentwicklung unseres Programms entscheidend mitbeeinflussen. Eine seiner wichtigsten Aufgaben wird dabei die Betreuung und Weiterentwicklung unserer Nachwuchstalente sein.“

Auch beim Scouting und der Bewertung potenzieller Neuverpflichtungen werden Dirk Bauermann und Stephen Arigbabu künftig von Liam Flynn unterstützt. „Ich möchte mich bei der Geschäftsführung und Coach Bauermann für die Möglichkeit bedanken, Teil des Würzburger Trainerteams zu werden. Dirk Bauermann ist ein Weltklasse-Coach, ich freue mich sehr auf die Arbeit mit ihm und Stephen Arigbabu“, sagt der 38-Jährige: „s.Oliver Würzburg hat in den kommenden Jahre sehr interessante und ambitionierte Ziele. Ich bin froh, Teil dieser Entwicklung sein zu dürfen.“

 

(TG s.Oliver Würzburg)

Khartchenkov wird der Leitwolf der Kangaroos

Langsam setzt sich das Puzzle Teil für Teil zusammen: Der ehemalige A2-Nationalspieler Nikita Khartchenkov ist der erste Neuzugang der Iserlohn Kangaroos für die Saison 2017/18!

Mit den Karriere-Enden von Kristof Schwarz und Yannick Opitz hat der Kader der Kangaroos eine Menge Erfahrung verloren. Die so entstandene Lücke konnte Manager Michael Dahmen mit der Verpflichtung des 30-Jährigen jedoch erfolgreich schließen. Khartchenkov wechselt vom Liga-Konkurrenten FC Schalke 04 ins Sauerland.

„Ich finde die angedachte Rolle in Iserlohn extrem spannend. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, mich noch einmal verändern zu wollen“, sagt Khartchenkov. Der 2,01 Meter große Flügelspieler wird bei den Kangaroos die Rolle des Leitwolfs übernehmen. „Ich mag diese Rolle. Dass ich meine Erfahrung an die jungen, talentierten Spieler weitergeben kann ist für mich eine spannende Herausforderung. Und ich traue mir zu, diese auch meistern zu können“, so der 30-Jährige. Mit den Phantoms Braunschweig, dem Mitteldeutschen BC, den Giants Düsseldorf und Phoenix Hagen spielte Khartchenkov in der Basketball-Bundesliga. Auch in der 2. Basketball-Bundesliga ProA ist der Sohn des ehemaligen sowjetischen Nationalspielers Alexander Khartchenkov durch Engagements u.a. bei den Niners Chemnitz, dem USC Freiburg oder den Uni-Riesen Leipzig wettkampferprobt.

Zwei Mal wöchentlich trainiert er bereits in den individuellen Einheiten von Headcoach Dragan Torbica mit der Mannschaft. Und: Er fühlt sich wohl. „Viele von den Jungs kenne ich noch aus meiner Zeit in Hagen. Entsprechend fühlt es sich an, als würde man auf einen Teil seiner Familie treffen“, so Khartchenkov.

Die Trainingseinheiten sieht er schon auf hohem Niveau. Und eine ebenso hohe Priorität räumt er ihnen ein. „Der Sommer ist wichtig, um fokussiert zu arbeiten – und langsam aber sicher einen Rhythmus aufzubauen“, sagt Khartchenkov.

Wenn er spricht, ist die Vorfreude auf seine Zeit mit den Kangaroos zu hören. „Iserlohn ist ein besonderer Standort. Ich freue mich darauf, die fantastischen Fans bald auf meiner Seite zu haben – und nicht gegen mich. Es ist immer toll in einer Halle mit solch einer Atmosphäre zu spielen. Und ich glaube, dass genau diese Atmosphäre großen Einfluss auf die Heimstärke der Kangaroos hat“, sagt er.

Auch Manager Michael Dahmen ist froh, dass er Khartchenkov für das Projekt der Iserlohn Kangaroos begeistern konnte: „Nikita ist ein extrem erfahrener Spieler, der die Mannschaft mit seiner Routine führen kann. Gerade in unserer jetzigen Situation mit dem Umbruch ist es extrem wertvoll, einen Spieler wie Nikita in unseren Reihen zu wissen.“

 

(Iserlohn Kangaroos)

Fünfte Spielzeit für Kröger in Itzehoe

Es ist keine Saison, der Trainingsbetrieb der Itzehoe Eagles läuft nur eingeschränkt. Doch manch ein Spieler ruft bei seinem Coach Pat Elzie an und wünscht sich Einzeltraining – auch Lars Kröger. „Das finde ich klasse“, sagt Elzie. Ebenso klasse: Der 26-jährige Center ist auch in der kommenden Saison der 2. Basketball-Bundesliga ProB für die Eagles unter dem Korb aktiv.

Es wird Krögers fünfte Spielzeit in Itzehoe, in der er sein duales Studium der Betriebswirtschaft bei der Firma Pohl-Boskamp und an der Nordakademie abschließen will. „Der Verein und das Team entwickeln sich immer weiter, und ich bin gerne Teil dieser Entwicklung in Itzehoe“, sagt er. Entwicklung ist ein gutes Stichwort: „Er hat im Vergleich zum vorigen Jahr einen Riesenschritt gemacht“, sagt Elzie über seinen 2,11 Meter großen Center. Kröger habe die Saison sehr gut begonnen, sich dann aber leider Anfang Dezember die Hand gebrochen. „Das war einfach Pech“, sagt sein Trainer, der „ziemlich sicher“ ist, dass es ohne dieses Malheur nicht die Niederlagenserie für die Eagles gegeben hätte. „Das zeigt, wie wichtig er ist für die Mannschaft und die Rotation.“

Kröger will „auf jeden Fall mal eine Saison ohne Verletzung durchstehen, um dem Team zu helfen“. Schon jetzt freue er sich wieder auf die volle Lehmwohldhalle und die Unterstützung der Fans. An seine guten Leistungen in den Playdowns will der Center anknüpfen und sich weiter steigern. Genau das erwartet auch sein Coach: Noch mehr Konstanz in der Offensive und unter dem eigenen Korb eine wichtige Rolle als Rebounder und Anker in der Verteidigung. Die Kombination mit der Spielweise des neu verpflichteten Australiers Nelson Kahler sei gut, sagt Elzie. Und am Einsatz Krögers hat er ohnehin nichts auszusetzen: „Ich bin begeistert, wie er arbeitet.“

 

(Itzehoe Eagles)

 

Ein Talent mit besten Referenzen

Bisher war Damian Cortes Rey sozusagen Teilzeit-Rister, künftig steht der Spanier voll und ganz in Wedeler Diensten. Der 21-Jährige ist ein großes Talent – das deutete er in der vergangenen Saison in elf ProB-Einsätzen (5,4 Punkte im Schnitt) für den SC Rist an, beeindruckte aber vor allem mit seinen Leistungen in der 1. Regionalliga Nord: Dank einer Doppellizenz war er primär für den VfL Stade in Aktion und erzielte in 15 Spielen statistisch 17,2 Punkte pro Begegnung. Der junge Spanier lag in der Korbjägerliste der Liga dadurch auf dem sechsten Rang und mannschaftsintern ganz vorn. Dass Stade lange im Kampf um die Meisterschaft mitmischte (am Ende machte Cuxhaven das Rennen), verdankten die Niedersachsen auch den starken Leistungen des 21-Jährigen.

„Damian hat bewiesen, dass er in der Regionalliga ein Topmann ist. Ein besseres Bewerbungsschreiben kann man nicht abgeben“, meint Christoph Roquette, der Sportliche Leiter der Rister. „In der letzten Saison war es für ihn bei uns ein bisschen schwierig, weil er nur selten bei uns mittrainiert hat, so richtig erst nach Weihnachten dabei war und in ein bereits vorhandenes Teamgefüge hereinkam. Da muss man auch erst mal seinen Platz finden. Damian ist ein hochtalentierter Junge, er soll sich jetzt komplett auf unsere Mannschaft konzentrieren und bei uns den nächsten Schritt machen“, so Roquette.

Eingesetzt werden kann der 1,94 Meter große Spanier auf den Positionen drei und zwei, „er ist sehr athletisch und hat einen guten Wurf“, erläutert der Sportchef. Cortes Rey stammt wie Felix Banobre aus Galicien, dort spielte er für Ferrol CB. Der Wedeler Cheftrainer arbeitete mit dem Talent bereits in Spanien zusammen und ist so etwas wie der Basketball-Ziehvater des 21-Jährigen. Als Banobre 2015 zum BC Erfurt wechselte, nahm er Cortes Rey mit – und der avancierte bei den Thüringern in der 1. Regionalliga Süd-Ost prompt zum Leistungsträger. „Ich kenne Damian seit vielen Jahren. Er hat jetzt die Gelegenheit, sich in der ProB weiterzuentwickeln und sich in dieser Liga zu beweisen. Er wird unsere Mannschaft unter anderem mit seiner Offensivkraft, seinem Wurf und seinem Spielverständnis verstärken“, sagt Banobre. Natürlich sei Cortes Rey noch nicht am Ende seiner Entwicklung angelangt, so der Trainer. Es liege an seinem Schützling, wie viele Sprossen der Basketball-Karriereleiter dieser künftig noch erklimmen werde. Eines sei sicher, so der Rist-Trainer: „Damian besitzt zweifellos eine Menge Talent.“

(SC Rist Wedel)

Philipp Lieser bleibt Drache

Nach der Weiterverpflichtung von Flügelspieler Max Rockmann trägt auch Point Guard Philipp Lieser in der kommenden Saison weiterhin das Trikot der Artland Dragons.
Das Trainerduo Florian Hartenstein und Christian Greve schätzt die Kämpfermentalität des 27-Jährigen, der in der kommenden Saison vor allem mit seiner leidenschaftlichen Verteidigungsarbeit ein Vorbild sein kann.

„Philipp ist ein Spielertyp, der nie aufgibt oder zurücksteckt. Auch mit ihm wollten wir gerne verlängern. Wir freuen uns, dass wir weiter zusammenarbeiten werden. Kleinere Verletzungen hauen ihn nicht um, er hat ein großes Schmerzpotenzial. Teilweise mussten wir ihn in der Phase seiner Handverletzung sogar bremsen. Bei ihm wird deutlich, wie sehr er hinter der Organisation und dem Club hier in Quakenbrück steht. Er ist auf den Guard-Positionen variabel einsetzbar und auf diesen Positionen der wichtigste Verteidiger gewesen. In der kommenden Saison wollen wir noch bissiger verteidigen. Wir denken, dass Philipp mit seiner Leidenschaft in der Defense andere mitreißen und eine Vorreiterrolle einnehmen kann“, bringt Greve die Gründe für die Weiterverpflichtung des Aufbauspielers auf den Punkt.

Der in Berlin aufgewachsene Aufbauspieler zeigt sich angriffslustig: „Mir war sehr schnell klar, dass ich gerne in Quakenbrück bleiben wollte. Meine kleine Familie hier fühlt sich sehr wohl. Es mag zwar auch abgedroschen klingen, aber ich bin gekommen mit dem Ziel aufzusteigen und wir haben das Saisonziel klar verpasst. Von daher habe ich auch ein Stück weit das Gefühl: ,Da ist noch eine Rechnung offen.‘ Ich werde alles geben, dass wir besser abschneiden als letztes Jahr, und bin zuversichtlich, dass wir dies schaffen werden.“

Geburtstag: 17.11.1989
Geburtsort: Bonn
Nationalität: Deutschland
Größe: 194 cm
Gewicht: 85 kg
Position: Point Guard/Shooting Guard
Letzte Stationen (von neu nach alt):
Dresden Titans (2. Basketball-Bundesliga ProB)
Central Washington University (NCAA 2)
Mitteldeutscher BC (Beko Basketball-Bundesliga, Doppellizenz: BSW Sixers/ProB)
BG Karlsruhe (ProA)
ASC Göttingen (NBBL)
SG Werra/Meißner (Jugend)
BG Zehlendorf (Jugend)

Statistiken Saison 2016/2017:
19:18 Minuten pro Spiel, 5,3 Punkte, 2,4 Rebounds, 3,7 Assists, 1,7 Ballverluste, 0,9 Ballgewinne, 46,8 % Zweierquote, 15,0 % Dreierquote, 71,4 % Freiwurfquote

 

 

(Artland Dragons)

Sven Hellmann beendet SEAWOLVES-Karriere

Der Basketball in Rostock ist eng mit dem Namen Sven Hellmann verknüpft. Seit 2003 entwickelte sich der gebürtige Schweriner zur Galionsfigur des EBC Rostock e.V. Bevor es die ROSTOCK SEAWOLVES gab, war Hellmann eines der prägenden Gesichter der 1. Herrenmannschaft, die innerhalb und außerhalb der Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns in der 1. und 2. Regionalliga für Furore sorgte.

„Ich möchte mich ganz besonders bei Robert Schmidt und Sebastian Wild bedanken, dass sie mich damals nach Rostock geholt haben. Das hat mich in meiner persönlichen Entwicklung und als Basketballer weiter gebracht. Im ersten Jahr war es sehr schwer für mich, von Schwerin wegzukommen. Aber durch den Erfolg, der sich schnell einstellte, und die vielen Freunde, die ich gefunden habe, wurde Rostock schnell zu meiner zweiten Heimat“, sagt Hellmann.

Der 1,83 Meter große Athlet zählte jahrelang zu den offensiven Stützen des 1. Herrenteams des EBC Rostock, feierte Siege und Meisterschaften, musste aber auch Abstiege verschmerzen.

Zu den emotionalsten Spielen seiner Karriere zählt zweifelsohne der Comeback-Sieg in Itzehoe in der Saison 2013/2014. Die SEAWOLVES mussten damals gegen den Konkurrenten aus Schleswig-Holstein gewinnen, um den Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga ProB perfekt zu machen. Lange Zeit lagen die Rostocker zweistellig zurück, ehe sie das Schlussviertel mit 26:6 sensationell gewannen und die Meisterschaft in der 1. Regionalliga sicherstellten.

Nach dem historischen Sieg hatte Hellmann, wie seine Teamkollegen, Tränen in den Augen und konnte den Erfolg kaum in Worte fassen. Das Foto mit dem damaligen Kapitän Jens Hakanowitz, heute Manager der SEAWOLVES, symbolisiert einen Höhepunkt in Hellmanns Karriere, die sich in der 2. Basketball-Bundesliga ProB fortsetzte.

„In meinen 14 Jahren hier in Rostock habe ich viele sportliche Höhen und Tiefen erlebt. Aber es hat sich alles zum Positiven entwickelt. Wir stehen jetzt da, wo wir sind: in der 2. Basketball-Bundesliga“, meint der 33-Jährige.

Hellmann kam in drei Spielzeiten in der 2. Bundesliga in insgesamt 196 Partien für die SEAWOLVES zum Einsatz und erzielte insgesamt 533 Punkte (8,2 Punkte pro Spiel). In dieser Zeit traf der Guard 84 Prozent seiner Freiwürfe. Seinen blitzschnellen Zug zum Korb, der ihn zu Regionalligazeiten mit dem Ausruf „Das macht er immer so!“ bekannt machte, konnte er in den vergangenen Jahren nur noch selten in der 2. Bundesliga anbringen, so dass er vor allem mit seinem Mitteldistanzwurf Gefahr ausstrahlte. In der Saison 2016/2017, seiner letzten für die SEAWOLVES, kam die Nummer 6 in zwölf Spielen auf durchschnittlich 2,1 Punkte.

„Ich freue mich, in meinem neuen Leben nach dem Basketball mehr Zeit für meine Tochter zu haben und viele andere tolle Sachen auszuprobieren. Ich werde dem Verein im nächsten Jahr für die 2. Herren zur Verfügung stehen und möchte den jungen Spielern bei ihrer Entwicklung ein bisschen unter die Arme greifen“, plant Hellmann.

„Was Sven Hellmann für diesen Verein bedeutet, lässt sich kaum in Worte fassen. 14 Jahre für eine Mannschaft zu spielen, ist allein schon eine grandiose Leistung. Sven war jedoch in all dieser Zeit immer ein Leistungsträger und ein unermüdlicher Arbeiter, der in vielen dieser Jahre die Mannschaft quasi im Alleingang auf seinen Schultern getragen hat“, erinnert sich SEAWOLVES-Manager Jens Hakanowitz. „Die Meisterschaft zusammen mit ihm in der Regionalliga ist nicht ohne Grund als Foto im Büro bei André (Jürgens, 1. Vorsitzender) und mir verewigt.“

„In den letzten beiden Jahren hat eine starke Professionalisierung bei den SEAWOLVES eingesetzt. Sven war einer unserer letzten Nicht-Profis und konnte daher nicht an allen Trainingseinheiten teilnehmen. Die sich daraus entwickelnde Veränderung in der Einsatzzeit war die logische Konsequenz. Dass Sven zum Karriereende hin noch unseren Nachwuchs in der zweiten Mannschaft unterstützt, kann ihm nicht hoch genug angerechnet werden“, sagt Hakanowitz und weist auf eine besondere Ehrung hin: „Am 15. Juli um 19:00 Uhr wird es in der OSPA | Arena ein großes Abschiedsspiel für und mit Sven Hellmann geben. Das wird sicher ein emotionaler Abend mit vielen Überraschungen werden. Er hat es sich mehr als verdient.“

 

 

(ROSTOCK SEAWOLVES)