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RefCam erstmals im deutschen Basketball eingesetzt

Am 15. Spieltag der ProA-Hauptrunde wurde bei der Begegnung der EPG Baskets Koblenz gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim erstmals im deutschen Basketball eine sogenannte RefCam eingesetzt. Die Kopfkamera-Technologie kam im Kontext eines wissenschaftlichen Forschungsprojekts zur Anwendung.

Das Projekt wurde von Riedel Communications in Kooperation mit dem Deutschen Basketball Bund (DBB) und der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) umgesetzt und verfolgt das Ziel, ein ganzheitliches Trainingskonzept zur Verbesserung der Entscheidungsfähigkeit von Basketballschiedsrichtern zu entwickeln.

Die RefCam ist eine kompakte Kopfkamera, die Spielsituationen aus der unmittelbaren Perspektive der Schiedsrichter erfasst. Die Technologie ist sowohl für Live-Broadcast-Anwendungen als auch für reine Aufzeichnungen konzipiert. In Koblenz wurden drei RefCam-Record-Einheiten genutzt, die ausschließlich lokal aufzeichneten. Ausschnitte der RefCam-Aufzeichnungen werden in Kürze auf den Social-Media Kanälen der BARMER 2. Basketball Bundesliga und von Riedel Communications zu sehen sein.

Carsten Straube, Schiedsrichter-Manager des B- und C-Kaders beim DBB, sieht in der Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Partnern einen wichtigen Baustein für die Weiterentwicklung des Schiedsrichterwesens: „Solche innovativen Technologieprojekte können einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung leisten und liefern zugleich wertvolle Impulse für die Aus- und Weiterbildung von Schiedsrichtern.“

Eingebettet ist das Vorhaben in ein vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft gefördertes Forschungsprojekt zur Evaluation eines videobasierten Schiedsrichter-Entscheidungstrainings. Die mit der RefCam aufgezeichneten Sequenzen erweitern bestehende videobasierte Trainingsansätze um zusätzliche Perspektiven aus realen Spielsituationen und fließen in die Weiterentwicklung der Trainingsinhalte ein.

Auch aus wissenschaftlicher Sicht bietet die Technologie neue Möglichkeiten. Dr. Johannes Meyer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Deutschen Sporthochschule Köln, erklärt: „Gerade dynamische Spielsituationen lassen sich aus der Schiedsrichterperspektive nur schwer mit herkömmlichen Kameras abbilden. Die RefCam ermöglicht es uns, genau diese Sequenzen realitätsnah zu erfassen und auszuwerten.“

Jacqueline Voss, Executive Director Strategy and Innovation bei Riedel Communications, betont zudem den Mehrwert über den klassischen Broadcast-Einsatz hinaus: „Dieses Projekt zeigt, dass die RefCam nicht nur für immersive Perspektiven geeignet ist, sondern auch wertvolle Einblicke für Analyse und Forschung liefern kann.“

Foto: Angel King Media

Titans & BK Usti starten deutsch-tschechisches Jugend-Projekt

Basketballer erneuern grenzübergreifende Basketball-Kooperation mit einem Sommercamp zum Start des SN-CZ-Projekts der Europäischen Union vom 31.07. bis 04.08.in Usti n.L.

Der Dresden Titans e.V. und der BK SLUNETA nad Labem erneuern ihre Kooperation im Rahmen eines von der Europäischen Union geförderten SN-CZ-Projekts für weitere drei Jahre. Von 2017 bis 2020 wird der interkulturelle Austausch zwischen Kindern und Jugendlichen im deutsch-tschechischen Grenzgebiet künftig noch intensiver gefördert werden, damit die Menschen im Herzen Europas durch den Basketball zusammenwachsen.

 Unter dem Titel „Basketball als Brücke für die Jugend in der Euroregion Elbe/Labe – Basketbal jako most pro mládež v Euroregionu Elbe/Labe“ werden beide Vereine im Nachwuchsbereich fortan regelmäßig sportliche Austauschmaßnahmen tätigen, bei denen man gemeinsame ein- und mehrtägige Trainings und Wettkämpfe absolviert. Los geht es bereits in der letzten Woche der Sommerferien, wo über 100 Kinder und Jugendliche aus Sachsen und Tschechien vom 30.07. bis 04.08. eine Woche lang an einem Sommercamp im tschechischen Usti nad Labem teilnehmen. Der Ferienaustausch richtet sich an Mädchen und Jungs der Jahrgänge 2000 bis 2006. Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Kinder aus Sachsen begrenzt. Geplant ist, dass in verschiedenen Gruppen nach Alter und Können eingeteilt wird und die Kinder von Sonntag bis Freitag an mehreren Stationen ihr Basketball-Talent verbessern und zugleich das Miteinander kennenlernen. Neben dem Sport wird auch der Spaß nicht zu kurz kommen.

Über den Projektzeitraum sind jährlich 17 Maßnahmen geplant, darunter Trainingslager, Turniere, Jugendspieltage und Ferienaustausche. „Dabei sollen die Kinder einen Einblick in das Leben und Kultur auf der anderen Seite der Grenze bekommen“, erklärt SN-CZ-Projekt-Manager, Gert Küchler, der bereits von 2011 bis 2014 ein ähnliches Projekt im Rahmen des Ziel3-Programms zwischen den beiden langjährigen Kooperationspartnern leitete. Die Fortsetzung soll nunmehr einen noch größeren Nutzen haben und mehr Kinder ansprechen. So werden gezielt auch Mädchen und eine breitere Streuung der Altersklassen adressiert. Dabei soll u.a. eine grenzübergreifende Liga im „Mini-Bereich“ mit weiteren Klubs aus Decín, Most sowie Dresden, Ottendorf-Okrilla, Chemnitz und Leipzig aufgebaut werden. Außerdem ist ein Streetball-Turnier geplant, an dem auch Kinder aus allen Schulen teilnehmen können, um erste Erfahrungen mit ihren Nachbarn und dem Basketballsport zu sammeln.

HINWEIS: Bewerbungen für einen der 30 Plätze im SN-CZ-Sommercamp sind noch bis 23.07.17 um 10:00 Uhr über die Homepage www.dresden-titans.de möglich.

(Dresden Titans)