SC Rist Wedel und Lincoln Rosebush beenden die Zusammenarbeit
Der SC Rist Wedel und Importspieler Lincoln Rosebush gehen nach nur einer gemeinsamen Saison wieder getrennte Wege. Obwohl der Kanadier in seiner ersten Spielzeit in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB durchaus starke Ansätze zeigte, war laut Sportlichem Leiter Christoph Roquette frühzeitig klar, dass die Zusammenarbeit nicht fortgesetzt wird. Rosebush war im Sommer 2025 als spielstarker Big Man mit Wurfstärke von außen verpflichtet worden und sollte gemeinsam mit Camron Reece die großen Fußstapfen auf der Centerposition füllen. Vor allem sein Distanzwurf überzeugte dabei durchaus: Mit 36,6 Prozent verwandelter Dreier brachte der Kanadier eine wichtige offensive Komponente mit. Gleichzeitig blieb er jedoch insbesondere in Korbnähe hinter den Erwartungen zurück. Lediglich 41,4 Prozent seiner Würfe aus der Nahdistanz fanden ihr Ziel – für einen klassischen Big Man deutlich zu wenig.
Christoph Roquette ordnete die Saison des Centers deshalb differenziert ein: „Er hat uns geholfen und eine überdurchschnittliche Saison gespielt, aber keine sehr gute.“ Insgesamt kam Rosebush in 26 Einsätzen für die Wedeler auf 334 Punkte und 204 Rebounds, was im Schnitt 12,9 Punkte sowie 7,8 Rebounds pro Partie bedeutete. Dennoch fehlte es laut Verein an Konstanz. Immer wieder wechselten starke Auftritte mit eher unauffälligen Spielen ab. Zudem tat sich der Kanadier offenbar schwer damit, sich vollständig ins Mannschaftsgefüge einzufinden. Roquette beschrieb den 26-Jährigen als eher introvertierten Spieler: „Er weiß, dass er noch an vielen Aspekten seines Spiels arbeiten muss – vor allem mental. Er darf sich nicht von kleinsten Widrigkeiten unterkriegen und von Rückschlägen beeinflussen lassen, sondern muss seinen Mann stehen.“
Auch beim Kooperationspartner Veolia Towers Hamburg konnte sich Rosebush nicht nachhaltig für größere Rollen in Bundesliga oder EuroCup empfehlen. Dennoch sieht der SC Rist die Saison des Kanadiers keineswegs ausschließlich negativ. Vielmehr sei die erste Spielzeit in Deutschland für ihn ein wichtiger Lernprozess gewesen. Für die Wedeler Verantwortlichen beginnt nun die Suche nach dem nächsten Importspieler. Christoph Roquette formulierte dabei bereits ein klares Anforderungsprofil: „Wir möchten für die kommende Saison einen Importspieler finden, der schon etwas Spezielles mitbringt, den wir aber auch noch weiterentwickeln können.“


