Co-Trainer Thorben Döding gibt sein Comeback bei den Uni Baskets Münster

Bei den Uni Baskets Münster nimmt die Planung auf der Point-Guard-Position weiter konkrete Formen an. Nach einem Jahr als Co-Trainer feiert Thorben Döding sein Comeback auf dem Parkett und wird die Münsteraner in der kommenden ProB-Saison wieder aktiv als Spieler unterstützen. Der 27-Jährige bringt dabei die Erfahrung aus insgesamt 214 ProA-Partien mit und soll gemeinsam mit Nachwuchstalent Thore Dilschmann ein starkes Duo im Aufbau bilden. Manager Helge Stuckenholz bewertet die Rückkehr des Routiniers durchweg positiv: „Mit Thorben haben wir einen erfahrenen Point Guard aus der ProA, der letztes Jahr seinen Horizont als Coach weiterentwickeln konnte. Er wird hinter Thore eine erfahrene und stabilisierende Rolle spielen. Alle deutschen Spieler, die hier bleiben, freuen sich sehr, dass er noch einmal die Basketballschuhe schnürt!“ Auch Headcoach Götz Rohdewald blickt mit gemischten Gefühlen auf die neue Konstellation. Einerseits verliere er einen wichtigen Co-Trainer, andererseits gewinne die Mannschaft einen erfahrenen Aufbauspieler zurück: „Thorben ist leider dann nicht mehr mein Assistenztrainer. Das ist natürlich schade. Er hat das sehr gut gemacht und sich da sehr gut eingefunden. Es hat Spaß gemacht. Auf der anderen Seite hat es bei ihm auch hin und wieder gejuckt, dass er noch spielen wollte. Er hat ja auch in Gießen ein super Spiel gemacht.“

Döding selbst nutzte die vergangene Saison bewusst, um erste Erfahrungen im Trainergeschäft zu sammeln. Gleichzeitig merkte er jedoch schnell, dass ihn das Spiel auf dem Feld weiterhin reizt: „Die Möglichkeit, in das Trainergeschäft reinzuschnuppern, war eine wertvolle Erfahrung und die Pause als Spieler hat mir körperlich und mental gutgetan. Aber als ich in der ProA und der Regionalliga ausgeholfen habe, habe ich gemerkt, dass ich noch sehr gerne auf dem Feld stehe.“ Der Aufbauspieler blickt nun voller Motivation auf die kommende Saison und den gemeinsamen Angriff auf den Wiederaufstieg: „Ich fühle mich bei den Uni Baskets sehr wohl, harmoniere bestens mit dem deutschen Kern und der Anreiz ist riesig, gemeinsam die ProB zu gewinnen und den Wiederaufstieg perfekt zu machen. Aus der ProB in die ProA aufzusteigen, ist nicht einfach. Das weiß man hier in Münster und das weiß ich auch noch aus meiner Zeit in Quakenbrück. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass wir eine erfolgreiche Saison spielen werden und hoffentlich viele Fans und Studis in die Halle Berg Fidel locken!“

Besonders gespannt sind die Verantwortlichen auf das Zusammenspiel zwischen Döding und dem jungen Thore Dilschmann. Rohdewald sieht darin eine ideale Kombination aus Talent und Erfahrung: „Die Kombination aus Thorben und Thore ist eine sehr, sehr gute auf der Point-Guard-Position. Da haben wir ein starkes Duo fürs nächste Jahr.“ Auch Döding selbst traut seinem jungen Mitspieler den nächsten Entwicklungsschritt zu: „Ich bin mir sicher, dass Thore den nächsten Schritt machen und sich zu einem echten Führungsspieler entwickeln wird. Dabei hoffe ich, ihm bestmöglich mit meiner Erfahrung zu helfen und das Duo zu komplettieren! Thore ist ein hervorragender Spieler und vor allem auch ein super Kerl. Wir verstehen uns auf und abseits des Feldes sehr gut.“ Für die Uni Baskets ist die Rückkehr des erfahrenen Aufbauspielers damit nicht nur sportlich ein wichtiges Signal, sondern auch ein klares Zeichen für Kontinuität und Identifikation mit dem Standort Münster.

Nachberichte ProA Playoffs – Halbfinale Spiel 3

26.05.2026 19:00 Uhr // Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. GIESSEN 46ers 91:63

Bozic Knights Kirchheim haben sich in der Halbfinalserie der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA eindrucksvoll zurückgemeldet und sich mit einem dominanten 91:63-Heimsieg gegen die GIESSEN 46ers die 2:1-Führung in der „Best of Five“-Serie gesichert. Vor einer elektrisierten Kulisse in der Sporthalle Stadtmitte übernahmen die Ritter von Beginn an die Kontrolle und legten bereits im ersten Viertel den Grundstein für den deutlichen Erfolg. Trotz tropischer Temperaturen entwickelte sich in Kirchheim eine außergewöhnliche Playoff-Atmosphäre, die selbst langjährige Fans als eine der intensivsten der vergangenen Jahre beschrieben. Besonders bemerkenswert: Die Knights mussten auf ihre beiden Leistungsträger Tyrel Morgan und Chuck Harris verzichten. Headcoach Igor Perovic forderte vor der Partie deshalb „Helden“ – und seine Mannschaft lieferte eindrucksvoll ab. Angeführt von einem überragenden Phillip Russell starteten die Gastgeber furios in die Begegnung. Der Guard erzielte allein im ersten Viertel elf seiner insgesamt 21 Punkte und brachte die Halle früh zum Beben. Kirchheim setzte sich schnell zweistellig ab und führte nach den ersten zehn Minuten bereits deutlich mit 31:13.

Die 46ers fanden kaum Mittel gegen die aggressive Defensive und das hohe Tempo der Gastgeber. Auch im zweiten Viertel hielten die Knights die Intensität hoch. Zwar mussten beide Teams den hohen Temperaturen und der Belastung der vergangenen Wochen Tribut zollen, doch Kirchheim kontrollierte das Spiel weiterhin souverän. Mit einer komfortablen 56:35-Führung ging es in die Halbzeitpause. Besonders beeindruckend war dabei die mannschaftliche Geschlossenheit der Ritter, die trotz der Ausfälle immer wieder Lösungen fanden und offensiv variabel agierten. Nach der Pause versuchten die Gäste aus Gießen noch einmal zurückzukommen, doch näher als auf 68:52 kurz vor Ende des dritten Viertels ließ Kirchheim den Gegner nicht heran. Anschließend sorgte ein spektakulärer 12:0-Lauf endgültig für die Entscheidung. Kapitän Lucas Mayer traf in dieser Phase zwei wichtige Dreier und verwandelte die Sporthalle Stadtmitte endgültig in einen Hexenkessel.

Während einer Gießener Auszeit feierten die Fans ihre Mannschaft bereits mit Standing Ovations. Perovic blieb nach der Partie dennoch fokussiert: „Wir haben heute ein tolles Spiel abgeliefert, aber wir sind erst bei Schritt zwei und müssen Schritt drei gehen.“ Topscorer der Partie war Mayer mit starken 25 Punkten. Neben Russell überzeugten auch Tylan Pope und Nico Bretzel mit jeweils zwölf Zählern sowie Aeneas Jung mit elf Punkten. Damit fehlt den Knights nun nur noch ein Sieg zum erstmaligen Finaleinzug seit 2012. Bereits am Freitag bietet sich den Kirchheimern in Gießen die große Chance, die Serie zu entscheiden und den Traum vom Finale Wirklichkeit werden zu lassen.

 

26.05.2026 19:30 Uhr // Phoenix Hagen vs. Eisbären Bremerhaven 83:78

Phoenix Hagen hat sich im dritten Halbfinalspiel gegen die Eisbären Bremerhaven den Matchball im Kampf um den Aufstieg in die easyCredit BBL gesichert. Vor erneut ausverkaufter Ischelandhalle setzte sich Phoenix in einer intensiven „Hitzeschlacht“ mit 83:78 durch und führt die „Best of Five“-Serie nun mit 2:1 an. Vor 3.145 Zuschauern entwickelte sich unter hochsommerlichen Temperaturen eine physisch anspruchsvolle Partie, in der Bremerhaven zunächst den besseren Start erwischte. Doch mit zunehmender Spieldauer übernahm Phoenix vor allem defensiv die Kontrolle. Besonders die Hagener Intensität und die deutlich verbesserte Dreierquote wurden zum entscheidenden Faktor. Phoenix traf starke 12 von 29 Dreiern und zwang die Gäste allein im letzten Viertel zu neun Ballverlusten.

Headcoach Chris Harris lobte vor allem die Mentalität seines Teams: „Beide Mannschaften haben wirklich alles reingeworfen, was sie hatten. Nach der Pause ist es uns gelungen, über die Physis und mit smarten Entscheidungen das Momentum auf unsere Seite zu ziehen. So ist es im letzten Viertel zu einem echten Abnutzungskampf gekommen, bei dem wir den etwas längeren Atem hatten. Aufgrund des verknappten Rhythmus liegt nun der Fokus darauf, bestmöglich zu regenerieren, um in weniger als 48 Stunden so frisch wie möglich in Bremen antreten zu können.“ Auch Bremerhavens Headcoach Steven Esterkamp erkannte die enorme Intensität der Partie an: „Jeder Spieler, jedes Team hat heute alles auf dem Feld gelassen. Du kannst in dieser Atmosphäre, in dieser Hitze nicht mehr verlangen als das, was die Jungs gegeben haben. Hagen hat es heute geschafft, in der entscheidenden Phase des Spiels die Big Plays zu machen – das hat uns das Momentum genommen.“

Sportlich überzeugte Phoenix vor allem durch seine mannschaftliche Geschlossenheit. Lucas N’Guessan war mit 15 Punkten Topscorer der Gastgeber, während Bjarne Kraushaar 14 Zähler beisteuerte. Auch Jeffrey Carroll setzte in der Crunchtime mit zwei wichtigen Dreiern entscheidende Akzente. Defensiv ragte besonders Fabian Bleck heraus, der in der Schlussphase gleich mehrere Bremerhavener Angriffe persönlich stoppte. Für die Eisbären punktete vor allem John Bryant mit 15 Punkten, während Jordan Samare auf 11 Zähler kam. Überschattet wurde die Partie zudem von einer Verletzung von Peter Hemschemeier, der nach einem Schlag oberhalb des rechten Knies gestützt vom Feld musste. Mit dem Sieg fehlt Phoenix Hagen nun nur noch ein weiterer Erfolg zum Einzug ins ProA-Finale und gleichzeitig zum sportlichen Aufstieg in die easyCredit BBL. Bereits am Donnerstag geht die Serie in Bremerhaven weiter.

 

Vorberichte ProA Playoffs – Halbfinale Spiel 3

26.05.2026 19:00 Uhr Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. GIESSEN 46ers 

Bericht folgt in Kürze!

 

26.05.2026 19:30 Uhr Phoenix Hagen vs. Eisbären Bremerhaven 

Phoenix Hagen blickt vor dem dritten Halbfinalspiel gegen die Eisbären Bremerhaven voller Spannung auf einen historischen Abend in der Ischelandhalle. Nach dem 85:80-Heimsieg zum Serienauftakt und der 80:87-Auswärtsniederlage in Bremerhaven steht die „Best of Five“-Serie nun bei 1:1 – Spiel drei entscheidet damit über den ersten Matchball im Kampf um den Aufstieg in die easyCredit BBL. Die Ausgangslage könnte kaum intensiver sein: Die Ischelandhalle wird mit 3.145 Zuschauern bereits zum achten Mal in dieser Saison ausverkauft sein. Phoenix setzt dabei einmal mehr auf die enorme Heimstärke und die besondere Atmosphäre an der Volme. Für den Klub ist die Partie gleichzeitig ein historischer Moment, denn nie zuvor in der Vereinsgeschichte stand Phoenix so spät in einer Saison noch im Ligabetrieb.

Headcoach Chris Harris richtet den Fokus dabei vor allem auf die körperliche und mentale Bereitschaft seines Teams: „Wir haben einen tiefen Kader, den wir nutzen müssen, um am Dienstag die Lineups zu finden, die uns die richtige Gedankenschnelligkeit und Physis geben, die wir brauchen. Es ist der Wille, den wir in eigener Halle aufs Parkett bringen müssen. Jetzt, da die Serie auf ein „Best of three“ verkürzt ist, sind wir umso froher, den Heimvorteil auf unserer Seite zu haben.“ Die Serie zwischen Hagen und Bremerhaven entwickelt sich zunehmend zu einem echten Schwergewicht-Duell der ProA. Beide Mannschaften verfügten bereits in der Hauptrunde über die beste Heimbilanz der Liga (jeweils 15:2) und sind auch in den aktuellen Playoffs vor heimischem Publikum weiterhin ungeschlagen. Klar ist: Der Sieger von Spiel drei verschafft sich nicht nur den Matchball in der Serie, sondern auch eine hervorragende Ausgangslage im Rennen um den Aufstieg in die easyCredit BBL.

Thore Dilschmann bleibt bei den Uni Baskets Münster

Die Uni Baskets Münster haben eine wichtige Personalie für die Zukunft geklärt: Nachwuchs-Point-Guard Thore Dilschmann bleibt den Münsteranern erhalten und hat seinen Vertrag bis 2027 verlängert. Im Falle eines direkten Wiederaufstiegs in die ProA verlängert sich das Arbeitspapier automatisch um eine weitere Saison. Für die Uni Baskets ist die Verlängerung des 20-Jährigen ein bedeutendes Signal – gerade in einem schwierigen Markt für deutsche Nachwuchsspieler. Nach dem Abschied von Eigengewächs Paul Viefhues sehen die Verantwortlichen in Dilschmann einen zentralen Baustein für die Zukunft des Teams. Cheftrainer Götz Rohdewald betonte die enorme Bedeutung der Verlängerung: „Dass Thore bei uns bleibt, ist sehr, sehr wichtig. Er hat gezeigt, dass er im Herren-Basketball Fuß gefasst hat. Vor allem in seiner Rolle als Point Guard ist es sehr, sehr schwer, in der ProA überhaupt Minuten zu kriegen – in seinem Alter sowieso. Und ich finde, er hat das sehr, sehr gut gemacht – trotz seiner jungen Jahre. Von daher bin ich sehr froh, dass er auch in der ProB bei uns bleibt.“

Nach seiner ersten kompletten ProA-Saison soll Dilschmann nun den nächsten Entwicklungsschritt gehen und künftig als Starting Point Guard deutlich mehr Verantwortung übernehmen. Manager Helge Stuckenholz sieht darin die perfekte Chance für die weitere Entwicklung des jungen Aufbauspielers: „Thore hat eine super Saison gespielt, vor allem, wenn man in Betracht zieht, was für eine Verantwortung im Abstiegskampf auf diesen jungen Schultern lastete. Jetzt der Starting-Point-Guard in einem ProB-Team zu sein, welches hoffentlich mit um den Aufstieg spielt, ist eine große Herausforderung, an der er weiter wachsen kann. Ich glaube auch, dass das ein guter Schritt für ihn ist, erst einmal ein Jahr Verantwortung zu haben und noch mehr als letztes Jahr im Fokus zu stehen. Ich glaube, er wird ein sehr, sehr gutes Jahr spielen. Das braucht er auch für seine Entwicklung.“ Auch Dilschmann selbst freut sich auf die größere Rolle und die Möglichkeit, sich sportlich weiterzuentwickeln:

„Ich bekomme viel Vertrauen von Götz und Helge, auch schon in meinem jungen Alter, die Rolle des Starting-Point-Guards noch mehr als in den paar Spielen des Vorjahres einzunehmen und konstant zu zeigen, und kann mich durch viel Spielzeit in der ProB am besten entwickeln. Aber auch, weil wir mit Felix Engel einen sehr guten Individualtrainer haben. Unter ihm kann ich im Sommer und in der nächsten Saison viel an meinen Schwächen arbeiten. Ein Ziel: einen konstanteren Wurf zu bekommen.“ Darüber hinaus verfolgt der gebürtige Wedeler auch persönliche Ziele: „Weitere Ziele des 20-Jährigen sind, meine Führungsqualitäten zu verbessern und mich menschlich weiterzuentwickeln. Ich fühle mich in Münster sehr wohl und kann hier auch mein Studium nebenbei weitermachen.“ In seiner ersten vollständigen ProA-Spielzeit stand Dilschmann in allen 34 Saisonspielen auf dem Feld und kam dabei auf durchschnittlich 5,6 Punkte sowie 3,1 Assists pro Partie.

Big Men Karl Bühner verstärkt die RheinStars Köln

Die RheinStars Köln verstärken sich für die kommende ProA-Saison mit einem der spannendsten jungen deutschen Big Men: Karl Bühner wechselt von den Paderborn Baskets nach Köln und soll dort künftig auf den großen Positionen für Energie, Athletik und Intensität sorgen. Der 21-jährige Power Forward bringt trotz seines jungen Alters bereits reichlich Erfahrung mit. Bühner geht in seine dritte Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA und absolvierte in der vergangenen Spielzeit sämtliche 34 Partien für den Aufsteiger aus Paderborn. Dabei gehörte er mit durchschnittlich über 20 Minuten Einsatzzeit zur festen Rotation. Zuvor durchlief der 2,01 Meter große Niedersachse das komplette Nachwuchsprogramm von RASTA Vechta, gewann 2024 als Kapitän der Young RASTA Dragons die NBBL-Meisterschaft und lief zudem für die deutsche U20-Nationalmannschaft auf.

Geschäftsführer Sport Stephan Baeck beschreibt den Neuzugang als idealen Fit für den Kölner Spielstil: „Mit Karl bekommen wir einen Energizer auf den großen Positionen. Karl verteidigt immer hart, rebounded stark und wird gut zu unserem variablen, schnellen Spiel passen. Mir hat in der vergangenen Saison imponiert, dass er nie aufgibt, egal gegen wen er spielt, und sich immer in den Dienst der Mannschaft stellt.“ Auch abseits des Basketballs bringt Bühner eine spannende Geschichte mit. Beide Eltern arbeiten als Ärzte, Vater Andreas ist zudem seit vielen Jahren als Mannschaftsarzt im Basketball aktiv. Schwester Frieda Bühner gehört mittlerweile zu den erfolgreichsten deutschen Basketballerinnen, spielte zuletzt in Madrid und wechselte inzwischen in die WNBA zu den Portland Fire. Parallel zum Profibasketball plant Karl Bühner nun auch akademisch den nächsten Schritt und möchte in Köln Medizin studieren.

Der Forward selbst blickt voller Vorfreude auf seine neue Aufgabe: „Für mich ist Köln genau der richtige Schritt. Sportlich sowieso, der Standort ist ambitioniert und hat einen guten Ruf. Aber ebenso in Sachen Studium, denn ich will zum Wintersemester Medizin studieren. Das zusammen wird ein ordentliches Pensum, aber ich weiß, dass ich das hinbekommen werde.“ Mit Bühner wächst der Kader der RheinStars weiter an. Neben ihm stehen bislang bereits Maxi Begue, Nat Diallo, Jasper Günther, Haris Hujic, Björn Rohwer und Cedric Russell Jr. für die Saison 2026/27 fest.

Tigers Tübingen verlängern mit Publikumsliebling Melkisedek Moreaux

Tigers Tübingen können einen echten Transfererfolg vermelden: Publikumsliebling Melkisedek Moreaux bleibt den Schwaben erhalten und hat seinen Vertrag um ein weiteres Jahr mit Option auf eine zusätzliche Saison verlängert. Damit geht der 28-Jährige in seine dritte Spielzeit am Neckar und setzt gemeinsam mit den Tigers ein klares Zeichen für Kontinuität. Für die Tübinger Verantwortlichen besitzt die Vertragsverlängerung enorme Bedeutung. General Manager David Keckeis machte deutlich, welchen Stellenwert der vielseitige Forward mittlerweile im Klub besitzt: „Wir sind sehr froh, dass wir „Melki“ Moreaux nach intensiven Verhandlungen und vielen guten Gesprächen weiterhin an die Tigers Tübingen binden können. Er ist für uns ein absoluter Leistungsträger – sportlich durch seine Qualität auf dem Feld, aber auch darüber hinaus als Persönlichkeit innerhalb der Mannschaft und als Identifikationsfigur für die Fans. Umso wichtiger war es für uns, gemeinsam den Weg fortzusetzen und ein klares Zeichen für Kontinuität zu setzen.“ Sportlich entwickelte sich Moreaux in den vergangenen beiden Jahren zum wohl wichtigsten deutschen Spieler im Tübinger Kader. In der abgelaufenen Saison kam der athletische Forward in 30 Ligaspielen auf starke 11,7 Punkte und 5,9 Rebounds pro Partie. Dazu überzeugte er mit großem Einsatz, spektakulären Aktionen und hoher Energie auf beiden Seiten des Feldes. Besonders bemerkenswert: Mit 24 Minuten Einsatzzeit pro Spiel stand kein anderer deutscher Spieler der Tigers länger auf dem Parkett.

Auch der neue Headcoach Félix Bañobre zeigte sich begeistert über den Verbleib des Fanlieblings und hob dessen Bedeutung für den gesamten Standort hervor: „Eine Sache, die mir sofort auffiel, war die starke Verbindung, die Kapitän Till Jönke und Moreaux zu den Fans und dem Klub pflegen. Wir betrachten Moreaux als einen der zentralen Baustelle unseres Teams für die Zukunft, sein Einfluss auf dem Spielfeld ist für uns von enormer Bedeutung. Vielen Personen innerhalb der Organisation haben große Anstrengungen unternommen, um ihn in Tübingen zu halten. Naturgemäß wecken Spieler mit seinen Qualitäten das Interesse anderer Verein, daher schätze ich das Engagement, das er für unser Projekt und die gemeinsame Ausrichtung gezeigt hat, sehr. Wir haben ein offenes und positiven Gespräch geführt. Ich bin fest davon überzeugt, dass eine weitere Leistungsstufe erreichen werden kann. Für den Basketball-Standort Tübingen ist es einfach eine gute Nachricht, dass Moreaux bleibt!“

Auch Moreaux selbst machte keinen Hehl daraus, wie eng seine Verbindung zu Verein, Stadt und Fans inzwischen geworden ist: „Es ist kein Geheimnis, wie besonders meine Beziehung zu diesem Verein und den Fans in den letzten zwei Jahren geworden ist. Der Klub, die Stadt und die Menschen hier sind mir wirklich ans Herz gewachsen, und genau deshalb bedeutet mir diese Entscheidung sehr viel. Ich möchte dem Management und allen Verantwortlichen großen Respekt und Dank aussprechen. Sie haben wirklich um mich gekämpft, mir gezeigt, wie sehr sie mich hier haben wollen, und mir während des gesamten Prozesses das Gefühl gegeben, wertgeschätzt zu werden und hierher zu gehören. Genau dieser Einsatz und dieses Vertrauen haben die Entscheidung, zurückzukommen, deutlich einfacher gemacht.“ Mit der Verlängerung von Moreaux sichern sich die Tigers nicht nur einen ihrer konstantesten Leistungsträger, sondern auch eine wichtige Identifikationsfigur für Fans und Mannschaft. Gemeinsam mit Till Jönke, Connor Nelson und Neuzugang Fabien Kondo nimmt der Kader für die kommende Saison damit weiter Form an.

SC Rist Wedel und Lincoln Rosebush beenden die Zusammenarbeit

Der SC Rist Wedel und Importspieler Lincoln Rosebush gehen nach nur einer gemeinsamen Saison wieder getrennte Wege. Obwohl der Kanadier in seiner ersten Spielzeit in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB durchaus starke Ansätze zeigte, war laut Sportlichem Leiter Christoph Roquette frühzeitig klar, dass die Zusammenarbeit nicht fortgesetzt wird. Rosebush war im Sommer 2025 als spielstarker Big Man mit Wurfstärke von außen verpflichtet worden und sollte gemeinsam mit Camron Reece die großen Fußstapfen auf der Centerposition füllen. Vor allem sein Distanzwurf überzeugte dabei durchaus: Mit 36,6 Prozent verwandelter Dreier brachte der Kanadier eine wichtige offensive Komponente mit. Gleichzeitig blieb er jedoch insbesondere in Korbnähe hinter den Erwartungen zurück. Lediglich 41,4 Prozent seiner Würfe aus der Nahdistanz fanden ihr Ziel – für einen klassischen Big Man deutlich zu wenig.

Christoph Roquette ordnete die Saison des Centers deshalb differenziert ein: „Er hat uns geholfen und eine überdurchschnittliche Saison gespielt, aber keine sehr gute.“ Insgesamt kam Rosebush in 26 Einsätzen für die Wedeler auf 334 Punkte und 204 Rebounds, was im Schnitt 12,9 Punkte sowie 7,8 Rebounds pro Partie bedeutete. Dennoch fehlte es laut Verein an Konstanz. Immer wieder wechselten starke Auftritte mit eher unauffälligen Spielen ab. Zudem tat sich der Kanadier offenbar schwer damit, sich vollständig ins Mannschaftsgefüge einzufinden. Roquette beschrieb den 26-Jährigen als eher introvertierten Spieler: „Er weiß, dass er noch an vielen Aspekten seines Spiels arbeiten muss – vor allem mental. Er darf sich nicht von kleinsten Widrigkeiten unterkriegen und von Rückschlägen beeinflussen lassen, sondern muss seinen Mann stehen.“

Auch beim Kooperationspartner Veolia Towers Hamburg konnte sich Rosebush nicht nachhaltig für größere Rollen in Bundesliga oder EuroCup empfehlen. Dennoch sieht der SC Rist die Saison des Kanadiers keineswegs ausschließlich negativ. Vielmehr sei die erste Spielzeit in Deutschland für ihn ein wichtiger Lernprozess gewesen. Für die Wedeler Verantwortlichen beginnt nun die Suche nach dem nächsten Importspieler. Christoph Roquette formulierte dabei bereits ein klares Anforderungsprofil: „Wir möchten für die kommende Saison einen Importspieler finden, der schon etwas Spezielles mitbringt, den wir aber auch noch weiterentwickeln können.“

Nachberichte ProA Playoffs – Halbfinale Spiel 2

23.05.2026 18:00 Uhr // Eisbären Bremenhaven vs. Phoenix Hagen 87:80

Phoenix Hagen musste im zweiten Halbfinalspiel gegen die Eisbären Bremerhaven die erste Niederlage der Serie hinnehmen und verlor auswärts mit 80:87. Damit steht die „Best of five“-Serie nun 1:1. Trotz eines zwischenzeitlichen 24-Punkte-Rückstands bewiesen die Hagener große Moral und kämpften sich im Schlussviertel eindrucksvoll zurück. Vor rund 250 mitgereisten Fans erwischten die „Feuervögel“ allerdings einen klassischen Fehlstart. Vor allem defensiv fehlte zunächst die nötige Intensität und Gedankenschnelligkeit, wodurch Bremerhaven früh davonzog. Kurz vor der Halbzeit betrug der Rückstand bereits 24 Punkte. Besonders problematisch war die schwache Wurfquote aus der Distanz: Phoenix traf lediglich sieben von 31 Dreiern und kam damit nur auf 22,6 Prozent Trefferquote. Nach der Pause stellte Headcoach Chris Harris personell um und fand eine Formation, die deutlich mehr Energie und Kampfgeist aufs Feld brachte. Vor allem Dominick von Waaden und Bjarne Kraushaar sorgten mit großem Einsatz dafür, dass Phoenix noch einmal verkürzen konnte.

Auch Lucas N’Guessan setzte wichtige Akzente und brachte die Hagener mit einem Dunk im Schlussviertel wieder in Schlagdistanz. Chris Harris analysierte nach dem Spiel offen die Gründe für die Niederlage: „Wir waren vor allem in der ersten Hälfte physisch viel zu passiv und nicht gedankenschnell genug, um Bremerhaven Paroli zu bieten. Erst als wir in der zweiten Hälfte eine Lineup gefunden haben, die uns mit Kampfgeist und Mut inspiriert hat, konnten wir den Rückstand verkürzen. Davon brauchen wir am Dienstag in eigener Halle kollektiv mehr.“ Trotz der Niederlage konnte Phoenix einige positive Aspekte mitnehmen. Die Hagener holten starke 19 Offensivrebounds und generierten daraus 21 Punkte. Gleichzeitig zeigte das Team im Schlussabschnitt erneut seine Comeback-Qualitäten. Entscheidend blieb am Ende jedoch die höhere Effizienz der Bremerhavener, die insbesondere durch Elijah Miller in der Crunchtime nervenstark agierten und ihre Freiwürfe sicher verwandelten.

 

23.05.2026 19:00 Uhr // GIESSEN 46ers vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim 75:91

GIESSEN 46ers haben im zweiten Halbfinalspiel gegen die Bozic Estriche Knights Kirchheim einen deutlichen Rückschlag hinnehmen müssen und durch die 75:91-Heimniederlage den Heimvorteil wieder aus der Hand gegeben. Nach dem überzeugenden Auftaktsieg in Kirchheim gelang den Mittelhessen vor ausverkaufter Osthalle diesmal nur wenig, sodass die Serie nun wieder komplett offen bei 1:1 steht. Bereits der Start in die Partie verlief für die Mannschaft von Headcoach Branislav Ignjatovic alles andere als optimal. Kirchheim präsentierte sich von Beginn an hochkonzentriert, physisch und extrem effizient. Die Gäste führten früh mit 12:0 und kontrollierten über weite Strecken Tempo und Rhythmus der Partie. Gießen gelang es nie wirklich, dauerhaft Zugriff auf das Spiel zu bekommen oder selbst einmal in Führung zu gehen. Zwar kämpften sich die Gastgeber zwischenzeitlich immer wieder etwas heran, doch die Knights hatten stets die passende Antwort parat. Besonders auffällig war die Überlegenheit der Kirchheimer in nahezu allen wichtigen Statistiken. Dreierquote, Rebounds und Ballverluste – fast jede relevante Kategorie ging an die Gäste. Dazu kam eine klare Diskrepanz bei den Freiwürfen. Während Kirchheim insgesamt 24 Freiwürfe zugesprochen bekam, standen die 46ers lediglich 15 Mal an der Linie. Sportchef Chris Schmidt äußerte sich nach der Partie kritisch zur langen Freiwurf-Differenz, wollte die Leistung der Gäste aber keineswegs schmälern.

Kirchheims Headcoach Igor Perovic zeigte sich entsprechend zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Ich habe einen großen Kampf und eine tolle Einstellung meiner Jungs gesehen. Wir sind mit viel Energie und Leidenschaft an die Aufgabe herangegangen, wir haben schlicht einen großartigen Job gemacht.“ Auch auf Gießener Seite wurde die Niederlage klar eingeordnet. Kapitän Robin Benzing machte deutlich, dass man Kirchheim keinesfalls unterschätzt habe: „Was wollen wir eigentlich? Hat irgendjemand allen Ernstes geglaubt, wir würden eine Mannschaft wie Kirchheim, die nach der Hauptrunde in der Tabelle besser abgeschnitten hat als wir, einfach mal so 3:0 wegfegen?“ Trainer Ignjatovic sprach von einer insgesamt verkrampften Vorstellung seiner Mannschaft: „Wir sind verkrampft aufgetreten, hatten irgendwie eine mentale Blockade, haben leichte und unnötige Fehler gemacht und es Kirchheim somit gestattet, sich in einen Rausch zu spielen. Das wird uns kommenden Dienstag nicht noch einmal passieren. Die Serie steht unentschieden, wir greifen wieder an.“

Trotz der Niederlage gab es aus Sicht der 46ers auch einige positive Ansätze. Till Gloger setzte im dritten Viertel wichtige Akzente und war mit zehn Punkten einer der Aktivposten. Robin Benzing überzeugte erneut an der Freiwurflinie und baute seine starke Playoff-Quote weiter aus. Auch Daniel Norl zeigte phasenweise gute Aktionen, ehe ihm früh foulbedingt Grenzen gesetzt wurden. Insgesamt blieb jedoch der Eindruck, dass Kirchheim an diesem Abend aggressiver, wacher und konstanter agierte. Damit steht die Halbfinalserie nun wieder völlig offen. Spiel drei steigt am Dienstag in der Sporthalle Stadtmitte in Kirchheim, wo die Knights nun ihrerseits die Chance haben, die Kontrolle in der Serie zu übernehmen.

Florian Flabb wird neuer Headcoach der HAKRO Merlins Crailsheim

Die HAKRO Merlins Crailsheim haben Florian Flabb als neuen Headcoach verpflichtet. Der 33-Jährige wechselt von der Orange Academy aus Ulm nach Crailsheim und übernimmt ab der Saison 2026/27 die sportliche Verantwortung an der Seitenlinie der Zauberer. Crailsheim, 22.05.2026. Mit Florian Flabb verpflichten die HAKRO Merlins einen der vielversprechendsten deutschen Trainer. Zuletzt führte der gebürtige Düsseldorfer die OrangeAcademy, das Nachwuchsteam von ratiopharm ulm, zum Aufstieg in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Flabbs Basketballlaufbahn begann in seiner Heimatstadt Düsseldorf, wo er sieben Jahre lang als Spieler bei den Giants aktiv war. 2017 wechselte er vom Parkett an die Seitenlinie und übernahm die JBBL sowie die zweite Herrenmannschaft des Vereins als Headcoach. Im Jahr 2020 wurde Flabb Cheftrainer der NBBL-Mannschaft und unterstützte gleichzeitig die erste Herrenmannschaft in der ProB als Assistant Coach. Auch beim Deutschen Basketball Bund sammelte Flabb früh wertvolle Erfahrungen. Unter anderem war er als Betreuer der U20-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft sowie als Co-Trainer der U18-Nationalmannschaft im Einsatz. Die erste Station als Headcoach im Profibereich trat Flabb im April 2021 ebenfalls in Düsseldorf an. 2022 führte er die Giants überraschend als Vizemeister zum Aufstieg in die ProA. In der darauffolgenden Saison gelang zudem der direkte Klassenerhalt. Nach der Trennung im Dezember 2023 übernahm Flabb im Sommer 2024 die Orange Academy als Headcoach der Ulmer Zweitvertretung sowie der NBBL-Mannschaft.

Bereits in seiner ersten Saison erreichte Flabb mit der jüngsten Mannschaft der Liga die ProB-Playoffs und wurde zum Trainer des Jahres der NBBL ausgezeichnet. In der abgelaufenen Spielzeit schaffte er mit beiden Mannschaften den Einzug ins Finale und feierte mit der Ulmer Zweitvertretung als ProB-Vizemeister den Aufstieg in die ProA. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe in Crailsheim. Der Standort steht für Tradition, Leidenschaft und eine außergewöhnliche Fanbase, die den Basketball hier besonders macht. Die Gespräche mit den Verantwortlichen Lukas Lienert und Bogdan Radosavljević waren von Anfang an sehr offen, vertrauensvoll und konstruktiv. Dabei hatte ich schnell das Gefühl, dass die Vorstellungen und Werte sehr gut zusammenpassen. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem gesamten Umfeld etwas aufzubauen und die kommende Herausforderung mit viel Energie und Leidenschaft anzugehen“, sagt Florian Flabb. „Wir freuen uns sehr, dass sich Florian Flabb für die HAKRO Merlins entschieden hat. Flo ist ein sehr talentierter und ambitionierter Coach, der bereits in jungen Jahren große Erfolge in Ulm und Düsseldorf feiern konnte. Dort hat er eindrucksvoll gezeigt, wie erfolgreich er Mannschaften entwickeln und führen kann. Er möchte bei uns den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen und passt sowohl menschlich als auch basketballerisch hervorragend zu den HAKRO Merlins. Umso mehr freuen wir uns auf die gemeinsame Zusammenarbeit und die kommende Zeit mit ihm in Crailsheim“, sagt der sportliche Leiter der Merlins Bogdan Radosavljević.

Amir Hinton, Ben Burnham und Nate Petrone verlassen die Artland Dragons

Die Artland Dragons müssen sich nach der Saison 2025/26 von gleich drei prägenden Spielern verabschieden. Mit Amir Hinton, Ben Burnham und Nate Petrone verlassen sämtliche Importspieler den Klub nach nur einer gemeinsamen Spielzeit – und hinterlassen sportlich wie menschlich große Lücken in Quakenbrück. Besonders Amir Hinton entwickelte sich schnell zu einem der spektakulärsten Offensivspieler der gesamten ProA. Der US-Amerikaner kam nach einer schwierigen und verletzungsgeprägten Saison in Trier zu den Dragons und fand in Quakenbrück sofort zurück zu alter Stärke. Mit durchschnittlich 20,2 Punkten pro Partie sicherte sich der Guard den Topscorer-Titel der Hauptrunde und bestätigte seine Klasse auch in den Playoffs mit starken 21 Punkten im Schnitt gegen Bremerhaven. Vor allem seine explosiven Zugaktionen zum Korb, sein gefährlicher Mitteldistanzwurf und seine enorme Sicherheit von der Freiwurflinie – 190 Treffer bei nur 201 Versuchen – machten Hinton zu einem der gefährlichsten Offensivspieler der Liga.

Nicht weniger beeindruckend verlief die erste Profisaison von Ben Burnham. Der Forward wechselte nach seiner Collegezeit bei den Charleston Cougars und Virginia Tech nach Quakenbrück und dominierte die Liga vom ersten Spieltag an. Burnham beendete die Hauptrunde mit 19,3 Punkten und 10 Rebounds pro Partie, war damit bester Rebounder der ProA und stellte mit einer Effektivität von 25,6 den klar besten Wert der Liga auf. Die Konsequenz war die verdiente Auszeichnung zum MVP der ProA. Selbst Headcoach Hendrik Gruhn fand außergewöhnliche Worte für seinen Starspieler und bezeichnete Burnham als „den besten Spieler, der jemals in dieser Liga gespielt hat“. In den Playoffs steigerte Burnham seine Leistungen sogar noch einmal drastisch. Gegen die Eisbären Bremerhaven erzielte er unglaubliche 31,3 Punkte pro Spiel und verabschiedete sich trotz des frühen Ausscheidens mit einer historischen 46-Punkte-Gala im letzten Spiel seiner ProA-Karriere aus Quakenbrück.

Auch Nate Petrone wird die Dragons nach nur einer Saison wieder verlassen. Der Kanadier kam direkt von der University of Calgary nach Deutschland und sammelte in Quakenbrück seine ersten Erfahrungen im Profibereich. Mit seiner positiven Art und seiner hohen Einsatzbereitschaft arbeitete sich Petrone im Laufe der Saison zu einem wichtigen Faktor der zweiten Fünf hoch. Der 24-Jährige erzielte durchschnittlich acht Punkte pro Partie und überzeugte dabei mit starken Wurfquoten aus nahezu allen Bereichen. Besonders seine Dreier aus der Ecke entwickelten sich zu einer wichtigen Waffe im Offensivspiel der Dragons. Im letzten Saisonspiel stemmte sich Petrone mit elf Punkten und vier Assists noch einmal gegen das Ausscheiden. Neben ihren sportlichen Leistungen werden vor allem der Einsatz, die Leidenschaft und die positive Ausstrahlung aller drei Spieler in Erinnerung bleiben. Die Artland Dragons bedankten sich ausdrücklich bei Hinton, Burnham und Petrone für das gemeinsame Jahr und die vielen besonderen Momente auf und neben dem Feld.