Publikumsliebling Adam Touray bleibt bei den Uni Baskets Münster

Die Uni Baskets Münster können auch in der kommenden ProB-Saison weiter auf ihr Gesicht der vergangenen Jahre bauen. Publikumsliebling und Leistungsträger Adam Touray hat seinen Vertrag verlängert und geht damit nach seiner Rückkehr im Jahr 2020 bereits in seine siebte Spielzeit bei den Münsteranern. Für Cheftrainer Götz Rohdewald ist der Verbleib des Centers ein enorm wichtiges Signal: „Wir können stolz sein, auch froh sein, dass Adam bei uns bleibt. Er ist ein Riesenteil von Münster und unserem Verein. Und wie sehr er sich mit dem Verein verbunden fühlt, hat man ja auch daran gesehen, dass er so früh wieder zurückgekommen ist.“ Besonders hob Rohdewald hervor, wie sehr sich Touray trotz Verletzung für den Klub aufgeopfert habe: „Ich glaube, er hat viele Spiele mit quasi nur ‚einem Arm‘ gespielt und hat alles getan, um in der ProA zu bleiben. Von daher ist Adam in so vielen Punkten ein so unglaublich wichtiger Spieler für uns, der auch ein großes Vorbild für alle Spieler ist in der Art, wie er Training, Spiel und alles angeht.“

Auch Manager Helge Stuckenholz zeigte sich begeistert über die erste wichtige Personalentscheidung für den neuen Kader: „Wenn man von ‚to lead by example‘ spricht, kenne ich keinen, der dieser Redewendung mehr gerecht wird als Adam! Er war einer der Eckpfeiler des Erfolges der letzten Jahre! Dass er in der ProB für uns und die Stadt weiter die Doppelbelastung von Lehre und Basketball leisten will, rechne ich ihm sehr hoch an!“ Für Adam Touray selbst spielte bei der Entscheidung vor allem die enge Bindung zur Stadt und zum Verein eine große Rolle: „Ich bin Münsteraner. Ich liebe es, hier zu spielen. Es gibt ProA-Vereine mit vielleicht 1.000 Leuten bei den Spielen und die sind im Mittelfeld oder in den Playoffs. Wir steigen ab und haben 2.800 Fans beim letzten Heimspiel in der Halle. Das ist ein Riesenfaktor für mich. Das macht unglaublich Spaß, alle zwei Wochen hier vor so einer Menge Leute zu spielen, die einen anfeuern.“

Zudem betonte der Center die Bedeutung seines privaten Umfelds: „Dazu habe ich meine Freunde und Familie und auch meinen Job hier, gehe ins letzte Lehrjahr. Ohne die Uni Baskets würde ich das wahrscheinlich nicht nebenher schaffen.“ Der gebürtige Münsteraner war 2020 von den MHP RIESEN Ludwigsburg in seine Heimat zurückgekehrt und entwickelte sich seitdem zu einer Identifikationsfigur des Vereins. Bis zum Ende der Saison 2024/25 absolvierte Touray 152 Spiele in der ProA mit 1.768 Punkten sowie 61 Partien in der ProB mit 626 Zählern. Dazu kommen fünf Einsätze in der Basketball Bundesliga. In der vergangenen Spielzeit wurde der Big Man allerdings immer wieder von einer hartnäckigen Verletzung ausgebremst und kam deshalb nur auf elf ProA-Einsätze mit insgesamt 107 Punkten.

Wisdom Uboh verlängert seinen Vertrag bei den Dresden Titans

Die Dresden Titans treiben ihre Kaderplanung für die kommende Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB weiter voran und können einen wichtigen Verbleib vermelden: Leistungsträger Wisdom Uboh hat seinen Vertrag verlängert und wird auch 2026/27 das Trikot der Sachsen tragen. Der 24-jährige US-Amerikaner mit nigerianischen Wurzeln war erst im Januar nach Dresden gewechselt, nachdem Titans-Eigengewächs Georg Kupke krankheitsbedingt ausgefallen war. Zuvor hatte sich Uboh bereits bei den Berlin Dreams in der 1. Regionalliga Nord als absoluter Leistungsträger etabliert. Dort führte er sein Team ungeschlagen an die Tabellenspitze und überzeugte mit starken Durchschnittswerten von 24,2 Punkten, 5,5 Rebounds, 4,6 Assists und 1,5 Steals pro Spiel. Besonders spektakulär war dabei eine Partie mit 46 Punkten und acht verwandelten Dreiern gegen Braunschweig. Über die gesamte Saison hinweg traf er herausragende 52,2 Prozent seiner Distanzwürfe.

Auch in Dresden schlug Wisdom Uboh sofort ein. Trotz seines späten Wechsels integrierte sich der Guard schnell ins Team und wurde zu einem entscheidenden Faktor im Kampf um den Playoff-Einzug. In sieben Einsätzen für die Titans kam Uboh auf durchschnittlich 18,1 Punkte, 2,2 Assists und zwei Steals pro Partie. Besonders seine Dreierquote von 48,6 Prozent machte ihn zu einem der gefährlichsten Schützen der ProB. Erst eine Verletzung am vorletzten Spieltag setzte seinem starken Saisonendspurt ein abruptes Ende. Geschäftsführer Nils Ruttmann zeigte sich entsprechend erfreut über die Vertragsverlängerung: „Bei unserer Kadergestaltung möchten wir uns sportlich verstärken, gleichzeitig aber auch Identifikation für unsere Fans schaffen und dazu gehören für uns die Integration von Nachwuchsspielern aus Stadt und Region sowie Kontinuität – und das eben auch auf den Positionen der Leistungsträger. Daher freuen wir uns, dass wir Wisdom auch kommende Saison wieder im Titans-Trikot sehen dürfen.“

Auch Headcoach Valentino Lott hob die Bedeutung des Guards hervor: „Wisdom kam im Januar erst sehr spät zu uns, hat sich aber nahtlos ins Team eingefügt und direkt Impact auf unser Spiel gehabt. Mit der Verlängerung gehen wir einen wichtigen Schritt. Kontinuität ist für uns ein entscheidender Faktor, um als Mannschaft weiter zusammenzuwachsen und uns sportlich weiterzuentwickeln. Ich freue mich, dass Wisdom auch in der kommenden Saison Teil unseres Teams ist und wir den gemeinsamen Weg in Dresden fortsetzen.“ Derzeit arbeitet Wisdom Uboh nach einer erfolgreichen Operation an seinem Comeback und befindet sich in der Reha. Schon bald soll der Aufbauspieler wieder ins Training einsteigen. Uboh selbst blickt optimistisch voraus: „Ich bin sehr froh zurück in Dresden zu sein und freue mich auf ein erfolgreiches Jahr und die großartige Stimmung in der Margon Arena.“

Kapitän Tim Köpple verlängert bei den Nürnberg Falcons

Die Nürnberg Falcons können den Verbleib von Kapitän Tim Köpple vermelden. Der 25-jährige Aufbauspieler hat seinen Vertrag beim mittelfränkischen ProA-Ligisten für zwei Jahre verlängert. Mit der Vertragsverlängerung von Tim Köpple setzten die Nürnberg Falcons zu einem sehr frühen Zeitpunkt ein wichtiges Signal mit Blick auf den deutschen Kern. Köpple spielt seit Sommer 2021 in Nürnberg und gehört hier zu den absoluten Publikumslieblingen. Seine Besonnenheit und Leadership machen ihn auch weiterhin zu einem wichtigen Puzzle-Teil im Nürnberger Profikader. Sein zukünftiger Head Coach Tim Black freut sich den gemeinsamen Weg weiter zu gehen: „Es ist ein tolles Zeichen, Tim Köpple weiterhin als Teil der Falcons-Familie zu wissen. In den vergangenen Jahren war er ein entscheidender Baustein unseres Fundaments und unseres Aufbauprozesses. Sein Verbleib unterstreicht die wichtige Rolle, die er als Eckpfeiler dessen, was wir hier aufbauen, auch weiterhin spielt.“

Tim Köpple hat in seiner fünften Falcons-Spielzeit alle 34 Partien bestritten und stand dabei im Schnitt 18 Minuten auf dem Parkett. Sein statistisch bestes Jahr hatte der 1,82 Meter große Guard 2023/20024, als er im Schnitt 8,6 Punkte, 2,9 Assists und 2,4 Rebounds auflegte. Daran will Köpple in der kommenden Saison gerne anknüpfen: „Ich freue mich sehr, hier bleiben zu können. Die letzten Jahre hat sich der Verein toll entwickelt und ich möchte gerne weiterhin meinen Beitrag leisten, da wir weiter Luft nach oben haben. Daher ist mir die Entscheidung auch sehr leicht gefallen.“

Tigers Tübingen und Sportdirektor Eric Detlev gehen getrennte Wege

Bei den Tigers Tübingen kommt es im Zuge der sportlichen und strukturellen Neuausrichtung zu einer personellen Veränderung in der Vereinsführung. Der Klub und Sportdirektor Eric Detlev werden künftig getrennte Wege gehen. Wie die ProBasket Tübingen AG am Dienstag mitteilte, wird die Position des Sportdirektors zur Saison 2026/27 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga vollständig gestrichen und nicht neu besetzt. Hintergrund der Entscheidung seien vor allem die sportlich und wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen nach einer enttäuschenden Saison 2025/26. Die Verantwortlichen sehen sich laut Mitteilung zunächst zu einer wirtschaftlichen und strukturellen Konsolidierung gezwungen, wodurch auch die organisatorische Neuaufstellung im sportlichen Bereich notwendig geworden sei.

General Manager David Keckeis würdigte die Arbeit von Eric Detlev ausdrücklich: „Eric Detlev hat in einer sportlich wie wirtschaftlich herausfordernden Phase Verantwortung übernommen und sich für die Tigers Tübingen in besonderem Maße eingesetzt. Dafür gebührt ihm unser ausdrücklicher Dank.“ Besonders hervorgehoben wurde dabei Detlevs Einsatz als Interimstrainer in den vergangenen beiden Spielzeiten. In der Saison 2024/25 führte er die Mannschaft noch in die Playoffs, in der sportlich schwierigen Saison 2025/26 gelang unter seiner Leitung als Headcoach der wichtige Klassenerhalt in der ProA. Die Tigers Tübingen bedankten sich abschließend für Detlevs Einsatz, seine Professionalität und seine Identifikation mit dem Klub und wünschen ihm für die berufliche wie private Zukunft weiterhin viel Erfolg.

Vertragsauflösung: BG Göttingen und Headcoach Fabian Strauß beenden Zusammenarbeit

Bei der BG Göttingen kommt es nach dem enttäuschenden Aus im Playoff-Viertelfinale zu einer personellen Veränderung auf der Trainerposition. Die Veilchen und Headcoach Fabian Strauß haben sich im gegenseitigen Einvernehmen auf eine Vertragsauflösung geeinigt. Nach einer intensiven Analyse kamen beide Seiten zu dem Entschluss, dass eine Trennung die beste Lösung sei. BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen erklärte: „Wir haben uns nach dem viel zu frühen Saisonende etwas Zeit genommen, um die Situation zu bewerten. Fabo ist ein junger Trainer, dem wir eine große Verantwortung übertragen haben. Letztendlich hat es aus unserer Sicht sportlich nicht so funktioniert, wie wir das erwartet haben.“ Zwar habe Göttingen das Minimalziel erreicht und die Hauptrunde mindestens auf Rang vier abgeschlossen, das angestrebte Halbfinale jedoch verpasst. Gleichzeitig verwies Meinertshagen auf die schwierigen Umstände während der Saison: „Zur Wahrheit gehört auch, dass wir solch eine Seuchensaison mit vielen parallel verletzten Spielern noch nie erlebt haben. Dennoch hat die Mannschaft ihr Potenzial zu oft nicht ausgeschöpft. Wir danken Fabo für seinen Einsatz für die BG und wünschen ihm für seine sportliche und private Zukunft nur das Beste.“

Fabian Strauß war erst im Mai 2025 nach Göttingen gekommen und startete stark in seine erste Saison als Cheftrainer der Veilchen. Die BG spielte eine überzeugende Hinrunde mit 13 Siegen aus 17 Spielen, ehe zahlreiche Verletzungen das Team im Dezember und Januar massiv zurückwarfen. Über Wochen musste die Mannschaft im Notfallmodus agieren, wodurch laut Klubangaben selbst reguläre Fünf-gegen-fünf-Trainingseinheiten kaum möglich waren. Auch nach der Rückkehr vieler Spieler fand das Team nie wieder zu seiner Form aus der ersten Saisonhälfte zurück. Strauß selbst verabschiedete sich mit emotionalen Worten: „Ich bin dankbar für die Möglichkeit, Cheftrainer der BG Göttingen gewesen zu sein und solch einen Traditionsklub vertreten zu dürfen. Natürlich ist es schade und enttäuschend, dass wir unsere gemeinsamen Ziele nicht erreicht haben. In der Saison sind viele Verletzungen passiert und einige Dinge anders verlaufen, als wir es geplant hatten, was unseren Weg nicht einfacher gemacht hat.“ Besonders bedankte er sich bei den Fans, seinem Staff und der Mannschaft: „Ich nehme viele wertvolle Erfahrungen und wichtige Erkenntnisse für meine Zukunft mit und wünsche dem Klub und allen Menschen rund um die Veilchen alles Gute für die kommenden Jahre.“ Die BG Göttingen haben nach eigenen Angaben bereits mit der intensiven Suche nach einem neuen Headcoach begonnen.

Vorberichte ProA Playoffs – Halbfinale Spiel 1

20.05.2026 19:30 Uhr Phoenix Hagen vs. Eisbären Bremerhaven 

Im Halbfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA kommt es zum Duell zweier bislang ungeschlagener Playoff-Teams. Phoenix Hagen trifft auf die Eisbären Bremerhaven – Feuer gegen Eis, Offensivspektakel gegen Küsten-Physis. Spiel eins der „Best of Five“-Serie steigt am Mittwochabend um 19:30 Uhr in der ausverkauften Ischelandhalle. Beide Teams marschierten souverän durchs Viertelfinale. Hagen setzte sich mit einem glatten 3:0 gegen Karlsruhe durch, Bremerhaven bezwang die Artland Dragons ebenfalls ohne Niederlage. Besonders interessant: Bereits in der Hauptrunde gingen beide direkten Duelle an die Norddeutschen. Anfang Januar unterlag Phoenix zuhause knapp mit 79:80, im Rückspiel an der Küste setzte sich Bremerhaven mit 94:79 durch. Vor allem offensiv treffen nun zwei absolute Topteams der Liga aufeinander. Hagen legte in den Playoffs bislang durchschnittlich 92,3 Punkte auf, die Eisbären sogar 93,7 Zähler. Gleichzeitig zeigte Phoenix gegen Karlsruhe enorme defensive Stabilität und hielt die Lions auf nur 69,7 Punkte pro Spiel. Bremerhaven hingegen ließ gegen Quakenbrück im Schnitt 90 Punkte zu – setzte sich aber in engen Situationen immer wieder durch.

Im Fokus steht dabei besonders das Guard-Duell zwischen Elijah Miller und Marcus Graves. Miller war mit durchschnittlich 19,3 Punkten, starken 61,5 Prozent Dreierquote sowie 4,7 Assists und 3,7 Rebounds einer der entscheidenden Faktoren im Bremerhavener Viertelfinale. Graves überzeugte für Hagen bislang mit 11,3 Punkten sowie jeweils 5,7 Assists und Rebounds pro Partie. Unter den Körben dürfte das Duell zwischen Lorenz Brenneke und Lucas N’Guessan eine Schlüsselrolle spielen. Auch personell gibt es einige spannende Verbindungen zwischen beiden Klubs. Phoenix-Headcoach Chris Harris arbeitete zwischen 2014 und 2018 für Bremerhaven, ehe er nach Hagen wechselte und mittlerweile dienstältester Coach der ProA ist. Dazu kommt mit Fabian Bleck ein weiterer Hagener mit Eisbären-Vergangenheit, der von 2015 bis 2019 insgesamt 126 Bundesliga-Spiele für die Norddeutschen absolvierte. Auch Anzac Rissetto wechselte erst im Sommer 2025 von Bremerhaven an die Volme. Entsprechend groß ist der Respekt auf beiden Seiten.

Phoenix-Coach Chris Harris sagte vor dem Halbfinal-Auftakt: „Wir konnten nach einer intensiven Viertelfinalserie gegen Karlsruhe ein wenig frei machen, um die Beine zu regenerieren und den Kopf frei zu bekommen. Nun befinden wir uns in der Vorbereitung auf eine weitere spannende Serie gegen eine Bremerhavener Mannschaft, die über ungemein viel Qualität verfügt. Der Schlüssel für uns ist, die Muster der Eisbären an beiden Enden des Feldes aufzubrechen, um daraus Vorteile für uns zu generieren. Dazu müssen wir vor allem beim Rebound hellwach sein und in der Offense gut auf den Ball aufpassen.“ Die Voraussetzungen für eine intensive und hochklassige Serie könnten kaum besser sein. Beide Teams kommen mit viel Selbstvertrauen, beide verfügen über enorme offensive Qualität.

 

20.05.2026 20:00 Uhr Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. GIESSEN 46ers

Die Bozic Estriche Knights Kirchheim stehen vor dem nächsten historischen Kapitel ihrer Saison. Im Halbfinale der Playoffs der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA treffen die Ritter nun auf die GIESSEN 46ers. Der Sieger der Serie wird erneut im „Best of Five“-Modus ermittelt, Spiel eins steigt am Mittwochabend um 20 Uhr in der Sporthalle Stadtmitte. Nach dem furiosen Viertelfinal-Erfolg gegen BG Göttingen, den die Kirchheimer mit 3:1 für sich entscheiden konnten, bietet sich den Schwaben nun die Chance auf den erstmaligen Finaleinzug seit 2012. Trotz aller Euphorie will man unter der Teck den Fokus aber bewusst klein halten. Geschäftsführer Chris Schmidt erklärte: „Natürlich träumen wir davon, aber ich glaube nicht, dass es allzu viel Sinn macht zu weit nach vorne zu blicken. Wir haben am Mittwoch Spiel eins. Das wollen wir gewinnen. Danach kümmern wir uns um Spiel zwei.“ Nach der intensiven Viertelfinalserie erhielt die Mannschaft von Headcoach Igor Perovic zunächst zwei Tage Pause, um die körperlichen Belastungen zu verarbeiten. Vier Playoffspiele innerhalb weniger Tage hatten Spuren hinterlassen, mehrere Spieler kämpften mit kleineren Blessuren. „Es wäre eher ungewöhnlich, wenn bei diesem Modus und dem engen Spielplan keine körperlichen Themen aufkommen. Das geht allen Spielern so und ist auch normal. Daher war es wichtig durchatmen zu können“, sagte Schmidt.

Mit den GIESSEN 46ers wartet nun allerdings ein Gegner, der den Knights in dieser Saison überhaupt nicht lag. Beide Hauptrundenduelle gingen deutlich an die Hessen – sowohl beim Saisonauftakt in Göppingen als auch beim Rückspiel in Gießen, als Kirchheim allerdings auf mehrere Leistungsträger verzichten musste. Dennoch beendeten die Knights die reguläre Saison vor den Mittelhessen. Die 46ers galten bereits vor Saisonbeginn als einer der großen Aufstiegsfavoriten, hatten während der Hauptrunde jedoch einige Schwächephasen. Pünktlich zu den Playoffs präsentierten sich die Gießener aber in Topform und warfen mit Crailsheim den Tabellenzweiten überzeugend aus dem Wettbewerb. Angeführt wird das Team von Topscorer Kyle Castlin mit 16,3 Punkten pro Partie sowie Ex-Nationalspieler Robin Benzing, der im Schnitt 12,2 Zähler auflegt. Entsprechend groß ist der Respekt auf Kirchheimer Seite. Headcoach Igor Perovic sagte vor der Serie: „Giessen hat sehr viel Erfahrung in ihrem Kader. Jede Position ist mit intelligenten und sehr guten Spielern besetzt, die schon seit Jahren in der Konstellation zusammenspielen. Es wird eine sehr schwere Aufgabe für uns. Das war Göttingen aber auch.“ Die Hoffnung der Ritter liegt nun einmal mehr auf dem Heimvorteil. Beide bisherigen Playoff-Heimspiele konnten die Knights gewinnen, auch gegen Gießen wird wieder eine stimmungsvolle Kulisse erwartet. Das Gästekontingent der Hessen ist nahezu ausverkauft, insgesamt werden über 100 mitreisende Fans aus Mittelhessen erwartet.

Spotlight #10: Wer bucht die Tickets fürs Finale?

Halbfinalzeit in der ProA! Die Viertelfinalserien liegen hinter uns und mit Phoenix Hagen, den Eisbären Bremerhaven, den Bozic Estriche Knights Kirchheim sowie den GIESSEN 46ers sind nun noch vier Teams im Rennen um den Finaleinzug. Wie schon in der ersten Playoffrunde, sind auch die Halbfinals als Serien im Modus Best-of-five angesetzt, wobei jeweils das in der Hauptrunde höher platzierte Team Heimrecht in Spiel eins, drei und einem möglichen Spiel fünf hat. Heiße Partien sind vorprogrammiert, blicken wir auf die beiden Duelle…

Das sind die Halbfinalpaarungen:

  • Phoenix Hagen vs. Eisbären Bremerhaven: Hauptrundensieger gegen Angstgegner?
  • Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. GIESSEN 46ers: Überraschungsteams unter sich

 

Die komplette Kolumne findet ihr hier zum Lesen auf unserer Webseite.

ALBA BERLIN ist Meister der NBBL 2026!

Vor heimischem Publikum in der Berliner Sömmeringhalle hat ALBA BERLIN beim RSM Ebner Stolz Jugend-TOP4 den deutschen U19-Titel gewonnen. Im packenden Finale bezwangen die Hauptstädter ratiopharm ulm mit 87:83 – und krönten damit eine starke Mannschaftsleistung mit dem sechsten U19-Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Von Beginn an war das Finale ein intensives Duell. Beide Teams arbeiteten hart in der Verteidigung, bevor ALBA im zweiten Viertel das Zepter übernahm. Philipp Hölsken traf von der Distanz zum 30:22, Matheo Hermann legte einen weiteren Dreier nach – und die Party im ALBA-Fanblock war eröffnet. Während bei Ulm in der ersten Hälfte nahezu alles über Teo Milicic lief, punkteten bei ALBA zehn von zwölf eingesetzten Spielern. Zur Halbzeit stand eine komfortable 47:38-Führung für die Berliner.

Foto: Florian Ullbrich

Nach dem Seitenwechsel kämpfte sich Ulm zurück ins Spiel. Felix Kiehlneker überzeugte mit spektakulären Blocks, und ein Assist von Milicic auf Kiehlneker brachte die Ulmer auf 63:65 heran. Doch Anton Kemmer antwortete mit einem Dreier zum 68:63 – und ALBA behielt die Kontrolle. Mit dieser Führung ging es ins Schlussviertel.

Die Crunchtime hielt, was das Finale versprochen hatte. Ulm gab sich nicht auf und verkürzte durch einen Dreier auf 83:85. Als Nevio Bennefeld 7,9 Sekunden vor dem Ende zwei Freiwürfe vergab, schien die Tür für Ulm noch einmal aufzugehen – doch beim Kampf um den Abpraller stand Anton Kemmer völlig frei unter dem Korb und drückte zum 87:83 ein. Milicics letzter Verzweiflungsversuch von Downtown blieb ohne Erfolg.

Der überragende Mann des Finales war Kemmer, der neben seinen spielentscheidenden Punkten kurz vor Schluss auf insgesamt 16 Zähler und acht Rebounds kam – bei null Ballverlusten in 24 Minuten. Er wurde folgerichtig zum MVP des TOP4-Turniers gekürt. Auf der Gegenseite lieferte Teo Milicic eine starke Vorstellung mit 26 Punkten, während Meissa Faye 25 Punkte und acht Rebounds beisteuerte – allerdings häuften sich bei ihm in der Schlussphase entscheidende Fehler.

Statistisch untermauerte ALBA seinen Sieg mit einer deutlichen Überlegenheit am offensiven Rebound: 24 zweiten Chancen standen nur 19 bei Ulm gegenüber. Beim Dreierwerfen dominierten die Berliner ebenfalls mit 29 Prozent Trefferquote gegenüber mageren 15 Prozent der Ulmer.

Mit dem Titel knüpft ALBA an eine beeindruckende Tradition an: Es ist bereits der sechste U19-Meistertitel nach 2009, 2014, 2018, 2022 und 2023. Rund 2.400 Zuschauer erlebten in der Sömmeringhalle einen würdigen Abschluss eines großartigen TOP4-Wochenendes.

Quelle: NBBL gGmbH/ Jan Finken

Team Baskets Bonn/Köln RAG ist Deutscher U16-Meister!

Mit einem überzeugenden 101:85-Erfolg gegen die ratiopharm ulm akademie hat das Team Baskets Bonn/Köln RAG beim RSM Ebner Stolz Jugend-TOP4 in der Berliner Sömmeringhalle die deutsche U16-Meisterschaft gewonnen. Der Sieg ist dabei eine besondere Geschichte: Als sportlicher Aufsteiger in die JBBL feierte die Spielgemeinschaft aus dem Rheinland auf Anhieb den Titel – zwölf Jahre nach dem letzten TOP4-Auftritt eines Bonner Nachwuchsteams.

Die Partie begann ausgeglichen. Beide Teams begegneten sich in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe, ehe Ulm zu Beginn des zweiten Viertels mit einem 9:0-Lauf das Heft in die Hand nahm und eine knappe Bonner Führung in einen 36:27-Vorsprung verwandelte. Headcoach Tom Becker reagierte mit einer Auszeit – und sein Team antwortete. Ein Dreier von Finn Wohlert brachte Bonn/Köln wieder heran, doch Ulm blieb dran und ging mit 48:45 in die Halbzeit.

Foto: Florian Ullbrich

Im dritten Viertel entwickelte sich ein rassiges Hin und Her. Beide Teams hielten den Fuß auf dem Gaspedal, bis ein Dreier von Khalil Idbihi die Bonner auf 76:68 davonzogen ließ – mit diesem Vorsprung ging es ins Schlussviertel. Dort begann dann das Finn-Wohlert-Festival: Der Forward traf in der Crunchtime drei Dreier in Serie und stellte auf 96:83, ehe Serge Ossai mit einem weiteren Distanzwurf den 101:85-Endstand besiegelte. Insgesamt trafen die Bonner 18 von 42 Dreiern – eine Quote von 43 Prozent, gegenüber 26 Prozent bei Ulm.

Überragender Mann auf dem Feld war Wohlert, der in nur 28 Minuten 33 Punkte erzielte, acht von 14 Dreiern traf und sechs Rebounds holte. Er wurde folgerichtig zum MVP der TOP4-Endrunde gekürt. Wichtige Beiträge lieferten zudem Serge Ossai und Oliver Papez mit je 16 Punkten. Auf der Gegenseite glänzte Marko Volf mit 28 Punkten, neun Assists und sieben Rebounds, und Justus Reintjes – der am Halbfinaltag seinen 16. Geburtstag gefeiert hatte – steuerte 22 Punkte bei.

Besonders im Fokus stand das Duell der erklärten Go-to-Guys beider Teams: Khalil Idbihi überzeugte mit 18 Punkten, 14 Rebounds, fünf Assists und drei Steals. Der Sohn des früheren Nationalspielers Yassin Idbihi hatte bereits im Vorfeld des Turniers eine Auszeichnung erhalten: Er wurde zum „Rookie des Jahres 2026″ der JBBL gewählt. Auch Chefcoach Tom Becker durfte sich über eine persönliche Ehrung freuen – er wurde als „Trainer des Jahres 2026″ ausgezeichnet.

Rund 1.800 Zuschauer erlebten in der Sömmeringhalle einen packenden Finaltag – und den Aufstieg eines Teams, das die deutsche U16-Basketballszene mit seinem Meistertitel im ersten JBBL-Jahr nachhaltig aufgemischt hat.

Quelle: NBBL gGmbH/ Jan Finken

Nachberichte ProA Playoffs – Viertelfinale Spiel 4

14.05.2026 19:00 Uhr // Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. BG Göttingen 90:85

Die Bozic Estriche Knights Kirchheim haben Geschichte geschrieben und mit einem hart erkämpften 90:85-Heimsieg gegen die BG Göttingen den Einzug ins Halbfinale perfekt gemacht – gleichzeitig sicherten sich die Teckstädter damit erstmals die Qualifikation für den BBL-Pokal. In einer intensiven und über weite Strecken völlig ausgeglichenen Partie entwickelte sich vor ausverkaufter Kulisse in der Sporthalle Stadtmitte erneut ein echtes Playoff-Duell auf Augenhöhe. Wie schon in den Spielen zuvor erwischten die Knights den besseren Start und gingen früh mit 14:6 in Führung, doch Göttingen kämpfte sich schnell zurück und hielt die Partie bis zum Viertelende eng. Auch im weiteren Verlauf blieb Kirchheim zunächst leicht in Front und nahm eine 45:41-Führung mit in die Halbzeitpause. Mit zunehmender Spieldauer machten sich jedoch die Belastungen bemerkbar, insbesondere nach dem intensiven Auswärtsspiel zwei Tage zuvor.

Zudem mussten die Knights auf Tyrel Morgan verzichten, was sich vor allem in der Energie unter dem Korb bemerkbar machte. Göttingen nutzte diese Phase, übernahm im dritten Viertel zwischenzeitlich die Führung und ging mit einem knappen Vorsprung in den Schlussabschnitt. Dort entwickelte sich ein dramatischer Schlagabtausch, in dem sich kein Team entscheidend absetzen konnte. In der Crunchtime übernahm dann Phillip Russell das Kommando und entschied die Partie quasi im Alleingang. Mit 12 Punkten innerhalb von nur 69 Sekunden stellte der Guard die Weichen auf Sieg. Auf der Gegenseite hielt Jordan Sears mit acht Punkten in dieser Phase dagegen, sodass sich beide Amerikaner ein spektakuläres Duell lieferten. Am Ende behielten die Knights jedoch die Nerven und sicherten sich den verdienten Heimerfolg.

Geschäftsführer Chris Schmidt würdigte nach der Partie die besondere Serie: „Das Spiel war die Fortsetzung einer herausragenden Serie, die extrem eng war. Nuancen haben entschieden. Göttingen hat unsere Defensive immer wieder vor Probleme gestellt. Insgesamt war das Werbung für den Basketballsport. Beide Mannschaften sind sich, sowohl auf dem Parkett wie auch abseits davon, mit sehr viel Respekt begegnet. Die Fans von beiden Mannschaften haben dieser Serie einen tollen Rahmen gegeben.“ Mit dem Halbfinaleinzug krönen die Bozic Estriche Knights Kirchheim eine ohnehin schon außergewöhnliche Saison. Nach mehreren unglücklichen Jahren, in denen große Ziele oft nur knapp verpasst wurden, ist nun der Durchbruch gelungen. Und trotz des bereits historischen Erfolgs ist der Hunger noch nicht gestillt: „Jetzt haben wir es gepackt und natürlich wollen wir es jetzt auch weiter wissen. Wenn man so nah dran ist, dann will man auch den maximalen Erfolg. Man kommt nicht oft in so eine Position. Natürlich brennen wir aufs Halbfinale“, so Schmidt weiter.

 

15.05.2026 20:00 Uhr GIESSEN 46ers vs. HAKRO Merlins Crailsheim

Bericht folgt in Kürze!