ART Giants: Zehn weitere Spieler verlassen den Verein

Bei den ART Giants Düsseldorf laufen die Planungen für die kommende Saison 2022/23 weiter auf Hochtouren. Mit der Zusammenstellung des Kaders gehen leider auch immer einige Abschiede einher.

Nachdem in US-Amerikaner Quadre Lollis Jr. der erste Abgang aus der Aufstiegsmannschaft bereits bekanntgegeben wurde, vermelden die Verantwortlichen der Giganten nun zehn weitere Akteure, die den Verein definitiv verlassen und nicht mehr für die Rheinländer auf Korbjagd gehen werden. Nach einer Saison im Trikot der ART Giants werden Jacob Engelhardt, Samuel Mpacko und Franklyn Aunitz den Club verlassen und sich neuen Herausforderungen stellen. Ebenso werden Ben Uzoma sowie Din Pobric nach einer erfolgreichen Zeit in Düsseldorf neue Wege bestreiten. Urgestein Sebastian Kehr, der die komplette abgelaufene Saison ohnehin verletzungsbedingt passen musste, wird dem Kader der Rheinländer künftig ebenfalls nicht mehr angehören. Hinzu kommen die Nachwuchstalente Linus Helmhold, Finn Pook, Aimé Olma und Guillermo Gasset Ruiz, die einen neuen Weg einschlagen werden. Linus Helmhold wird den nächsten Schritt in seiner basketballerischen Entwicklung gehen und sich künftig an der North Greenville University in den USA in der NCAA Division II beweisen. Alle weiteren Spieler verlassen den Verein mit unbekanntem Ziel. Auch wenn sich die Wege zwischen dem Verein und zehn Akteuren zur kommenden Saison trennen, so wird man diese immer mit einer ganz besonderen und historischen Saison gut in Erinnerung behalten.

Die Verantwortlichen der ART Giants bedanken sich bei allen genannten Spielern für ihr unermüdliches Engagement im Verein und wünschen jedem Einzelnen für die sportliche und persönliche Zukunft alles Gute.

Quelle: ART Giants Düsseldorf

Robert Heise verstärkt die Itzehoe Eagles

Zwei Jahre lang spielte Robert Heise bei den Itzehoe Eagles – jetzt ist er wieder da. Für den 21-jährigen Power Forward wird es die erste Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga.

Aus Rendsburg kam Heise zu den Eagles, spielte die Qualifikation und dann eine Saison in der Nachwuchs-Basketball-Bundesliga NBBL sowie außerdem in der zweiten Herrenmannschaft der Eagles in der 2. Regionalliga. In der NBBL war er eine tragende Säule mit durchschnittlich 16,7 Punkten und zehn Rebounds. Ein Aufenthalt am College in Iowa sollte folgen, Heise gehörte zum Kader der dortigen Tigers. Doch Corona kam dazwischen.

Als feststand, dass es keine College-Saison geben würde, entschied sich Heise gegen die USA, zog nach Hamburg – weil er im Norden bleiben wollte – und begann ein Fernstudium im International Management. Die folgenden zwei Jahre spielte er für den VfL Stade in der 1. Regionalliga. „Die richtige Entscheidung“, sagt Heise überzeugt. „Ich wurde gut aufgenommen, habe viel Spielpraxis gesammelt und viel gelernt.“

Stets sei klar gewesen, dass es interessant werde, wenn sein früherer NBBL-Coach Timo Völkerink irgendwo eine Mannschaft aufbaue, so Heise. Am Wohnort Hamburg sollte sich nichts ändern, so gab es für ihn zwei Möglichkeiten: „Entweder ich bleibe in Stade oder ich kriege irgendwann einen Anruf von Timo.“ Und der kam, als sich abzeichnete, dass Völkerink das Zweitliga-Team der Eagles übernehmen würde.

Heise sei ein vielseitiger Spieler, der häufig unterschätzt werde, da er mit knapp zwei Metern für einen Power Forward und die Arbeit in Korbnähe relativ klein sei, sagt Völkerink. Aber: „Er spielt mit Köpfchen und viel Kampfgeist und ist dabei immer sehr teamorientiert.“ Zudem ist Heise nach Tim Lang der zweite Leistungsträger der früheren NBBL-Mannschaft, der zu den Eagles zurückkehrt. Das passe zum Konzept eines jungen, hungrigen Teams und sorge für Identifikation.

Nach zwei Jahren in Itzehoe seien die Eagles für ihn wie ein Heimatverein, zudem kenne er hier bereits viele Beteiligte, sagt Heise. Das habe ihn zu diesem Schritt in die ProB bewegt – und er freue sich auf das Wiedersehen mit seiner Basketball-Familie.

Jetzt wolle er sich auf dem Spielfeld weiterentwickeln und die nächste Stufe erreichen, nachdem er schon in den beiden Regionalliga-Jahren in Stade große Fortschritte gemacht habe. Der 21-Jährige will sich schnell im Team etablieren und mit diesem so schnell wie möglich die oberen Tabellenregionen anpeilen. Gleichzeitig wolle er eine Stütze sein für Jüngere in der Mannschaft, in der sich absehbar viele schon kennen. „Über diese Teamchemie wollen wir smarten und schnellen Basketball spielen“, sagt Heise und blickt voraus: Es gehe auch darum, sich für die kommenden Jahre weiterzuentwickeln.

Quelle: Itzehoe Eagles

Foto: Jörg Struwe/Picselweb

Vincent Golson wechselt nach Lille

Spielmacher und Kapitän Vincent „TwoTwo“ Golson verlässt die RheinStars Köln. Nach drei Saisons im Kölner Trikot wechselt der 28-jährige Point Guard zum Lille Métropole Basket Club in die LNB ProB, die zweite französische Liga. Dort hat er einen Einjahresvertrag unterschrieben.

Golson kam im Sommer 2019 zu den RheinStars und etablierte sich sofort als Spielmacher der Kölner – und auch als Publikumsliebling. Zuvor spielte der pfeilschnelle US-Amerikaner bis zu seinem letzten Seniorenjahr erfolgreich in der kalifornischen College-Liga CCAA für die Toros Dominguez Hills. Bereits in seiner ersten Saison in Köln gewann er mit den RheinStars die Meisterschaft in der Regionalliga West. Auf den daraus resultierenden Aufstieg folgten zuletzt zwei Spielzeiten in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB.

„Köln wird immer meine zweite Heimat sein“

„Ich möchte Köln einfach Danke sagen für die Möglichkeit, die ich hier bekommen habe, um meine Karriere zu starten“, blickt Vincent Golson auf seine Zeit in der Domstadt zurück. „Ein noch viel größeres Dankeschön geht an (Assistant Coach, Anm. d. Red.) Katharina Arnold, die mir in den drei Jahren maßgeblich bei meiner Entwicklung geholfen hat. Köln wird immer meine zweite Heimat sein. Und es ist ja auch gar nicht so weit weg von Lille. Trotzdem freue ich mich jetzt auf den nächsten Schritt in meiner Karriere.“

Auch Manager Stephan Baeck blickt mit einem weinenden und einem lachenden Auge auf den Wechsel: “Es ist natürlich schade, wenn man einen Spieler ziehen lassen muss, der sich so verdient um die RheinStars, den Erfolg der Mannschaft und den Teamspirit gemacht hat. Meiner Erfahrung nach ist es sehr, sehr selten, einen Spieler zu finden, der charakterlich und sportlich so einwandfrei auftritt wie Vincent Golson in seiner Zeit bei uns.“

„Auf der anderen Seite freuen wir uns natürlich sehr für Two Two, der durch seine hervorragenden Leistungen nun in der Lage ist, in einer höheren ausländischen Liga zu spielen und seinen weiteren Weg zu gehen“, freut sich Baeck für den US-Boy. Weiter: „Wir wünschen ihm viel Glück und die Türen für eine Rückkehr stehen natürlich immer offen.“

Ein Topspieler der ProB

In der vergangenen Saison spielte Golson durchschnittlich 31 Minuten und 15 Sekunden pro Spiel und legte dabei im Schnitt 22,6 Punkte auf – zweitbester Wert in der Liga. Dazu kommen 5,5 Assists pro Spiel, eine Drei-Punkte-Quote von knapp 40 Prozent und eine Effektivität von durchschnittlich 20,6.

Die RheinStars danken „Two Two“ für seinen Einsatz in den vergangenen drei Jahren und wünschen ihm viel Erfolg auf seinem weiteren Weg!

Ein Verbleib und ein Abgang auf der Center-Position | Hampl verlängert, Ney verlässt 49ers

Heute gibt es eine gute und schlechte Nachricht aus dem Lager der TKS 49ers. Zwar kann mit Leo Hampl eine weitere und die insgesamt siebte Vertragsverlängerung verkündet werden, jedoch steht mit Niklas Ney gleichzeitig der erste Abgang der Offseason fest. Hampl bleibt für seine bereits vierte Saison ein Teil der 49ers in der BARMER 2. Basketball Bundesliga.

Nach nur einer Saison in der ProB Nord bei den TKS 49ers verlässt Niklas Ney das Team leider schon wieder. Der 26-jährige Berliner gab 2021 nach zwei Jahren Abstinenz sein Comeback, spielte zuvor in der ProA bei den Academics in Heidelberg. Für die 49ers legte er in 19 Partien als Starting-Center durchschnittlich 10,1 Punkte sowie 6,1 Rebounds auf. Vielen Dank für deine Dienste und alles Gute für die Zukunft, Big Nik!

Auf der gleichen Position gibt es jedoch auch eine positive Nachricht zu überbringen: Leo Hampl hat seinen Vertrag um mindestens ein Jahr verlängert. Damit vervollständigt er das junge Quartett, bestehend aus Stölzel, Wadehn, Wagner und Hampl, das schon 2019 mit den AB Baskets gemeinsam das NBBL-Final Four erreichte und seither ebenfalls zusammen für die TKS 49ers im Einsatz ist. Sein statistisch bestes Spiel hatte Hampl zuletzt im Hinspiel der ersten Playoffrunde gegen die Dresden Titans, als er für den verletzten Robin Jorch in die Bresche sprang. In 25 Minuten Einsatzzeit konnte er acht Punkte bei 80 Prozent Trefferquote, jeweils zwei Assists und Rebounds sowie drei Steals aufs Parkett bringen. Zuvor hatte der 21-jährige Center über die Saison lange Zeit mit Verletzungen am Knie und der Schulter zu kämpfen und stand daher im Schnitt lediglich elf Minuten pro Spiel auf dem Feld, erzielte dabei 2,9 Punkte und 1,7 Rebounds. Unsere Nummer 18 hofft, dass er den 49ers 2022/23 wieder umso mehr mit seiner Präsenz unter den Körben helfen kann: „Ich bin froh, weiter Teil unserer eingespielten Truppe zu sein. Hoffentlich kann ich in der kommenden Saison auch wieder mit mehr Spielanteilen zum Erfolg des Teams beitragen.“

Quelle | Foto: TKS 49ers

Nach drei Jahren: ART Giants und Quadre Lollis Jr. gehen getrennte Wege 

Eine weitere Personalentscheidung bei den ART Giants Düsseldorf ist getroffen. US-Amerikaner Quadre Lollis Jr. wird ab der kommenden Spielzeit nicht mehr das Trikot der Giganten tragen. 

Düsseldorf, den 23.06.2022. Nach drei erfolgreichen Jahren trennen sich die Wege zwischen den ART Giants und dem 27- jährigen US-Amerikaner. 2019 kam Lollis Jr. vom College aus den USA ins Rheinland, wo mit den Giganten aus Düsseldorf die erste Profistation auf ihn wartete. Während er sich zunächst an den Basketball in Europa gewöhnen musste, wurde Lollis Jr. über die Jahre vom jungen Rotationsspieler zu einem absolut erfahrenen Akteur sowie einer wichtigen Säule des Teams. So auch in der zurückliegenden Aufstiegssaison 2021/22, in der „Q“ mit durchschnittlich 10,2 Punkten und 4,1 Rebounds pro Partie seine stärkste und mit dem Aufstieg in die ProA ebenso erfolgreichste Saison spielte.

Die Verantwortlichen der ART Giants danken Quadre für seinen großartigen Einsatz in den vergangenen drei Jahren und wünschen ihm für seine sportliche sowie persönliche Zukunft von Herzen alles Gute. 

Quadre Lollis Jr: „Ich möchte mich bei allen Fans der ART Giants für die tolle Unterstützung in den letzten drei Jahren bedanken. Für ich war es eine großartige Erfahrung für den Verein in dieser schönen Stadt zu spielen. Ich wünsche dem Verein und der Mannschaft für die kommende Saison nur das Beste. Und auch den Fans, ihr seid die Besten!“

Florian Flabb: „Zunächst möchte ich mich für drei sehr spannende Jahre mit Quadre bedanken. Er hat auf und abseits des Feldes immer professionell agiert und hatte einen ganz wichtigen Anteil daran, dass wir die vergangene Saison so erfolgreich bestreiten konnten. Seine Energie hat uns auf dem Spielfeld immer unheimlich viel gegeben. Ich wünsche ihm für seine sportliche und persönliche Zukunft nur das Beste. Jeder Verein wird sich darüber freuen können, einen Spieler wie ihn im Kader zu haben.“

Quelle | Foto: ART Giants Düsseldorf

Vom „Betze“ zum Hemberg: Mathias Groh kommt aus Kaiserslautern

Wenn der erste Eindruck stimmt, kann etwas Großes entstehen: Zwischen den Iserlohn Kangaroos und Mathias Groh hat es beim ersten gemeinsamen Training gefunkt. Und folglich verbringen sie zusammen das nächste Jahr. Der 19-jährige Power Forward wechselt aus der Regionalliga Südwest in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB – und möchte sich nicht nur sportlich entwickeln. Entsprechend hat er einen Einjahresvertrag mit Verlängerungsoption unterschrieben.

„Eigentlich wollte ich mir den Standort Iserlohn einfach nur mal ansehen. Aber die Menschen vor Ort haben mich überzeugt, dass ich hier für meine Entwicklung gut aufgehoben bin“, blickt Mathias Groh auf seinen ersten Besuch in der Waldstadt zurück. Auch wenn die vergangene Spielzeit beim 1. FC  Kaiserslautern für ihn persönlich durchaus positiv verlaufen ist (15,6 Punkte; 8,9 Rebounds; 1,7 Assists), war es aus seiner Sicht dennoch ein sportlicher Rückschritt.

Denn ausgebildet wurde der 2,04 Meter große Forward an der Urspringschule. Dort spielte er in der Jugend- und Nachwuchs-Basketball-Bundesliga – und sammelte seine ersten Erfahrungen in der ProA. Nach dem Abitur zog es ihn zurück in seine Heimatstadt Kaiserslautern – und damit zu seinem Heimatverein, wo er mit knapp zehn Jahren begonnen hat, Basketball zu spielen. Mit seinen Statistiken war er der absolute Leistungsträger im Team der „roten Teufel“, konnte den Abstieg aber nicht verhindern.

„Matthias ist ein interessanter, junger Spieler, der mit seinem Skillset und seiner Art super zu uns passt. Schön, dass er sich für uns entschieden hat und uns somit das Vertrauen entgegenbringt, sich bei den Kangaroos auf und abseits des Feldes entwickeln zu können“, sagt Geschäftsführer Michael Dahmen. Denn tatsächlich war für Groh auch wichtig, dass er Basketball und Studium vernünftig kombinieren kann.

Den Sommer, der vor ihm liegt, beschreibt der Power Forward als „intensiv“. „Die Zeit, die ich habe, nutze ich, um mich fit zu machen für die Herausforderung bei den Kangaroos. Das wiederum fällt mir nicht schwer, weil Sport mir dabei hilft, den Kopf freizukriegen und abzuschalten“, erzählt der 19-Jährige. Auch Kangaroos-Headcoach Dennis Shirvan ist angetan von dem Talent und der Arbeitsmoral des jungen Pfälzers: „Ich freue mich darauf, mit ihm zu arbeiten. Mathias ist jung, hat Potenzial und ist hungrig. Das wird gut!“

Das Team der Kangaroos für die Saison 2022/23
Joshua Dahmen, Ruben Dahmen, Toni Prostran, Emil Loch, Elias Marei, Mathias Groh…

Headcoach:Dennis Shirvan 

Quelle: Iserlohn Kangaroos

Foto: Michael Schmitt_mssportfoto

Dienstältester Rister bleibt

Mit 19 Jahren ist Linus Hoffmann bereits ein „alter Bekannter“ in der ProB. Im Dezember 2017 kam er bei den Rist-Herren zu seinem ersten Einsatz, seitdem sind 84 weitere hinzugekommen. In der Saison 2022/23 sind zusätzliche Spiele fest vorgesehen, denn Hoffmann ist und bleibt fester Bestandteil des Wedeler Kaders.

Es kam nicht von ungefähr, dass der Flügelspieler vor gut einem Jahr zum stellvertretenden Mannschaftskapitän ernannt wurde. „Ich bin stolz auf ihn, dass er als so junger Mensch, der schon ein paar Jahre dabei ist, charakterlich in die Führungsrolle ’reingewachsen ist“, sagt Trainer Stephan Blode, der seinem Schützling bescheinigt, innerhalb der Mannschaft „einen riesengroßen Einfluss“ zu haben. „Basketballerisch war das sicherlich wellenförmig. Aber trotz der Belastung mit dem herausfordernden Medizinstudium hat er menschlich-charakterlich eine ganz tolle Saison hingelegt“, sagt der Trainer.

6,8 Punkte erzielte Hoffmann 2021/22 im Durchschnitt. Verengt man die statistische Auswertung auf die ersten neun Spiele fährt der Wert auf 11,2 empor. „Linus hat die Saison raketenartig begonnen und ist dann durch die Doppelbelastung Studium/Basketball irgendwann in ein Loch gefallen“, meint Christoph Roquette, der Sportliche Leiter der Wedeler. „Das hat ihm sicherlich zu schaffen gemacht, das haben wir auch mit verfolgt. Das wird für Linus wieder die größte Herausforderung in der nächsten Saison, da ein Gleichgewicht zu finden. Wir versuchen ihm da auch zu helfen, weil er ja sehr ambitioniert ist, sei es beim Basketball oder beim Studium“, so Roquette.

Wie der gleichzeitige Tanz auf der leistungssportlichen und auf der studentischen Hochzeit gelingen kann, weiß Roquette aus der Zeit zu berichten, in der er sich selbst diesen beiden Herausforderungen stellte. „Man kann das beides gut verbinden. Der Basketball kann auch helfen, sich vom Studium abzulenken, aber man muss versuchen, sich abzugrenzen. Die Grenzen dürfen nicht zu sehr verschwimmen, weil man sonst im Dauerstress ist. Das ist meine Erfahrung“, so Roquette, der empfiehlt, die erwähnte Abgrenzung durch eindeutige, für den Sport beziehungsweise für das Studium bestimmte Zeitabschnitte zu gewährleisten.

Quelle | Foto: Linus Hoffmann

Obrigado Marcelo!

Nach rund einem halben Jahr trennen sich die Wege von Center Marcelo Deschamps Ruediger und den Dragons Rhöndorf wieder. Der gebürtige Brasilianer mit deutschen Wurzeln lief in insgesamt 14 ProB-Partien für die Drachen vom Menzenberg auf.

Mit allabendlichen 5,4 Punkten und 4,6 Rebounds bei durchschnittlich 14:04 Minuten Einsatzzeit sorgte der erfahrene Big Man für spürbare Entlastung in der Center-Riege der Drachen und wusste mit klassischer Arbeit unter den Brettern zu überzeugen.

Nach Stationen in der nordamerikanischen College Liga NCAA2 und der ersten und zweiten brasilianischen Profi-Liga waren die Dragons Rhöndorf die erste europäische Station für den 2,07 Meter großen und 114 Kg schweren Center.

Die Dragons Rhöndorf danken Marcelo Ruediger für seinen Einsatz in den vergangenen Monaten und wünschen nur das Beste für den weiteren sportlichen und privaten Werdegang.

Julius Thomas (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Nach anfänglichen Schwierigkeiten aufgrund der Umstellung auf den europäischen Basketball konnte Marcelo immer wieder Akzente setzen und uns wichtige Minuten auf der Center-Position geben. Wir wollen uns jedoch anders aufstellen für die kommende Saison und wünschen Marcelo viel Erfolg bei seinen kommenden sportlichen Aufgaben.“

Quelle | Foto: Dragons Rhöndorf

Elias Marei: „Es wird ein spannendes Jahr für mich!“

Ein turbulentes Jahr liegt hinter Elias Marei. Nachdem er im vergangenen Sommer seinen ersten Profi-Vertrag bei den Iserlohn Kangaroos unterschrieben hatte, nahm die Entwicklung des 20-Jährigen rapide an Fahrt auf. Er wurde zum Nationalspieler Palästinas – und ließ bei seinen Einsätzen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB sein Herz für seinen Verein auf dem Feld. Sein Arbeitspapier ist jetzt verlängert worden – doch es wartet noch eine weitere Herausforderung auf den jungen Forward.

Denn mit Beginn des Spätsommers wird Elias Marei nicht nur Basketball in Iserlohn im Fokus haben. Sondern hinter den Kulissen des TuS Iserlohn Basketball kräftig mit anpacken. Nach seinem Fachabitur wird er als Bufdi angestellt.

Direkt nach der vergangenen Spielzeit hat er gemeinsam mit Toni Prostran an seinem Spiel und seiner Entwicklung gearbeitet. Anschließend war er bei einem dreiwöchigen Lehrgang der palästinensischen Nationalmannschaft, mit der er zwei Partien in einem Vor-Qualifikationsturnier zum FIBA Asia Cup 2025 absolviert hat. „Elias hat sich im vergangenen Jahr sportlich und menschlich enorm weiterentwickelt. In der ProB hat er in allen statistischen Kategorien persönliche Bestleistungen aufstellen können. Wir freuen uns sehr, dass er am Standort Iserlohn den nächsten Schritt seiner Entwicklung machen möchte – und das nicht nur auf sportlicher Ebene“, lobt Kangaroos-Geschäftsführer Michael Dahmen.

Vor allem in der Rückrunde der Saison 2021/22 hat der 20-Jährige immer wieder aufhorchen lassen. Sei es durch seinen unbändigen Einsatz in der Defense oder sein furchtloses Auftreten auf dem Parkett. „Je länger die Saison gedauert hat, desto mehr Vertrauen wurde mir entgegengebracht“, sagt Marei. Und ergänzt: „Mit Headcoach Dennis Shirvan und Toni Prostran habe ich zwei Leute, mit denen ich täglich zusammenarbeite – und von denen ich viel lernen kann. Darauf freue ich mich. Ebenso freue ich mich auf die Arbeit mit Kindern im und rund um unseren Verein. Es wird ein spannendes Jahr für mich!“

Auch Dennis Shirvan ist froh, dass der junge Forward Teil der Kangaroos bleibt: „Elias hat großes Potenzial und, wenn er hart an sich weiterarbeitet, die Chance, eine größere Rolle einzunehmen als bislang. Auch sein Bundesfreiwilligendienst beim Hauptverein zeigt, dass er sich hier wohlfühlt und dem Umfeld vertraut.“

Das Team der Kangaroos für die Saison 2022/23
Joshua Dahmen, Ruben Dahmen, Toni Prostran, Emil Loch, Elias Marei…

Quelle | Foto: Iserlohn Kangaroos

Gießener Eigengewächs nach Hagen – 46ers gehen ohne Uhlemann in die Runde

Die JobStairs GIESSEN 46ers und das Gießener Eigengewächs Tim Uhlemann werden sich in der kommenden BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA-Saison 2022/23 in der Sporthalle Gießen-Ost als Gegner auf dem Parkett begegnen. Der Power Forward wechselt zum Ligakonkurrenten Phoenix Hagen und wird erstmalig für einen anderen Club auf Korbjagd gehen.

Sebastian Schmidt (Geschäftsführer & Sportdirektor JobStairs GIESSEN 46ers): „Wir hätten Tim sehr gerne gehalten, waren davon überzeugt, dass er sich bei uns hervorragend weiterentwickeln kann und haben ihm deswegen einen sehr guten 2-Jahresvertrag, mit entsprechender Rolle, angeboten. Die Gespräche diesbezüglich starteten bereits schon im April. Sein Berater und er teilten uns dann vor kurzem mit, dass er mal aus Gießen heraus möchte und sich einem anderen Club anschließe. Dies kann ich persönlich nachvollziehen, jedoch ist es für uns sehr schade. Wir wünschen Timbo nur das Beste – außer, wenn er gegen uns antritt.“

Tim Uhlemann: „Ich möchte beim Club und den Fans für alles, was die letzten Jahre alles so mit mir und den 46ers passiert ist, bedanken. Es ist einfach Zeit für mich, ein neues Kapitel aufzuschlagen und Gießen zu verlassen, um mich persönlich weiterzuentwickeln. Aber natürlich freue mich auch wieder auf eine Rückkehr in die Sporthalle Gießen-Ost, um dann mal die andere Seite zu sehen.“

Der gebürtige Gießener Tim Uhlemann hat das gesamte Ausbildungsprogramm von der Akademie, über die Rackelos bis hin zum easyCredit BBL-Team bei den Mittelhessen vollzogen. Nun folgt der nächste Schritt des Youngsters zu Phoenix Hagen, die in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA auf die JobStairs GIESSEN 46ers treffen werden.

Für den Traditionsclub hat der Power Forward insgesamt 31 Partien in der höchsten deutschen Spielklasse absolviert. Dabei waren es in der easyCredit BBL-Saison 2021/22 15 Begegnungen, wobei er sechsmal in der Startformation aufzufinden war. In der Rückrunde erzielte er gegen s.Oliver Würzburg mit 13 Zählern sein persönliches Karriere-High im deutschen Basketball-Oberhaus.

Doch insbesondere seine Zeit bei den Depant GIESSEN 46ers Rackelos bleibt, nicht nur wegen seinem legendären „Urschrei“, in Erinnerung. Der emotionale Antreiber setzte auch mit seinen Leistungen starke Akzente. So war es in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB-Saison 2021/22 eine satte Punkteausbeute von 18.4 PpS, die ihn zu einem der gefährlichsten Korbjäger der Liga machte. Zudem sammelte der engagierte Big Man in seinen 27 bestritten Partien noch 8.1 RpS ein. 

Die JobStairs GIESSEN 46ers danken „Timbo“ für sein tatkräftiges Engagement und freuen sich auf ein Wiedersehen in der Sporthalle Gießen-Ost mit den Worten der Fans: U-U-Uhlemann…!!!

Quelle | Foto: Gießen46ers