Nachberichte ProA 2. Spieltag
02.10.2026 19:00 Uhr // Medikamente per Klick Bayreuth vs. PS Karlsruhe LIONS 79:89
Karlsruhe startete mit einer 7:0-Führung nach nicht einmal zwei gespielten Minuten. MpK fehlte noch die Struktur im Spiel, die Gäste machten von Anfang an viel Druck. Joshua Bonga brachte MpK nach dreieinhalb Minuten mit dem 2:7 erstmals auf das Scoreboard. Vor allem im Setplay ging bei den Bayreuthern nicht viel, Karlsruhe erhöhte auf 11:2, ehe Matt Frierson mit einem weiten Dreier auf 5:11 verkürzte. Kevin Wohlrath traf den nächsten Dreier zum 8:11 und markierte in der Folge das 10:14. Emanuel Prospere verkürzte weiter auf 12:14, ehe die Karlsruher mit 18:12 wieder weiter davonzog. Kevin Wohlrath ließ den nächsten Dreier zum 15:18 folgen. Collin Metcalf traf knapp eine Minute vor dem Viertelende von der Freiwurflinie zum 17:21. Mit 23:17 für Karlsruhe ging es in die erste Viertelpause. Bei den Rebounds lagen die Lions nach zehn Minuten mit 14:7 vorne. Die Gäste sammelten die Bälle an den Brettern besser ein.
Collin Metcalf verkürzte zu Beginn des zweiten Abschnitts auf 19:23, Kevin Wohlrath scorte zum 21:25 und Glen Abram brachte MpK auf 23:25 heran. Matt Frierson sorgte schließlich aus der Distanz für das 26:25 und damit die erste Bayreuther Führung. Glen Abram erhöhte auf 28:25, ein 9:0-Lauf für MpK stand auf dem Scoreboard. Simon Hildebrandt traf den nächsten Dreier zum 31:27 und setzte einen weiteren Distanztreffer zum 34:30 drauf. Abermals Hildebrandt stellte in der Folge von der Freiwurflinie auf 35:32 nach 15 Minuten. Taje Kelly erhöhte auf 37:32 und der Karlsruher Headcoach Demond Greene rief seine Mannen zum zweiten Mal im zweiten Viertel zur Auszeit an die Seitenlinie. Zwei Minuten vor der Halbzeit stand es 37:36 für Bayreuth, Kilian Binapfl brachte die Gäste dann mit einem Dreier wieder mit 39:37 in Front. Glen Abram antwortete mit einem Drei-Punkte-Spiel, Bayreuth war wieder mit 40:39 vorne. Letztlich ging es nach ausgeglichenen 20 Minuten remis mit 40:40 in die Halbzeitpause. Karlsruhe lag bei den Rebounds weiter mit 23:17 vorne, Bayreuth hatte hier aufgeholt. Sechs Turnovers bei MpK in der ersten Halbzeit waren durchaus in Ordnung. Die Lions starteten mit einer schnellen 44:40-Führung in die zweite Hälfte, ehe Glen Abram seinen ersten Dreier der Partie zum 43:44 traf. Karlsruhe zog aber weiter auf 48:43 davon, dann traf Kevin Wohlrath zum 45:48 und Joshua Bonga glich mit einem Dreier wieder zum 48:48 aus. Es folgte ein dominanter 12:0-Lauf der Gäste zum 60:48. Collin Metcalf hatte zu diesem Zeitpunkt bereits sein viertes Foul auf dem Konto. Karlsruhe dominierte den Offensiv-Rebound, Bayreuth blieb rund vier Minuten ohne Punkte. Theo Seng war der überragende Karlsruher Akteur im dritten Viertel. Erst Simon Hildebrandt brachte MpK von der Freiwurflinie mit dem 50:60 wieder auf das Scoreboard zurück. Emanuel Prospere traf zum 52:60 und Taje Kelly zum 54:62. Mit dieser Karlsruher Acht-Punkte-Führung ging es auch in den Schlussabschnitt. Die Lions bauten den Vorsprung bei den Rebounds auf 33:24 aus, Bayreuth musste alleine im dritten Abschnitt fünf Turnovers hinnehmen.
Simon Hildebrandt verkürzte zu Beginn des vierten Abschnitts auf 56:62. Karlsruhe baute den Vorsprung dann wieder auf 66:56 und damit zehn Zähler aus. Matt Frierson traf seinen dritten Dreier der Partie zum 59:66. Die Klarheit der Bayreuther Aktionen ließ seit der Halbzeit zu wünschen übrig. Nach 34 Minuten lagen die Gäste mit 70:59 vorne und erhöhten weiter auf 76:59 – ein 10:0-Lauf war perfekt. Nach 35 Minuten lagen die Lions mit 17 Punkte vorne. Bayreuth schien sich in dieser Phase aufzugeben. Luis Wulff uns Joshua Bonga trafen dann zwei Dreier in Folge zum 65:76. Glen Abram und Luis Wulff stellten von der Freiwurflinie auf 69:78. Wesley Oba antwortete mit dem 80:69 und als Zac Owens nach einem Korbleger von Kevin Wohlrath per Dreier zum 83:71 traf, war der Deckel drauf. Ein Freiwurftreffer von Simon Hildebrandt zum 72:83 folgte. Den Bayreuthern kam noch zugute, dass die Karlsruher viele Freiwürfe liegen ließen. Glen Abram stellte 62 Sekunden vor Schluss noch auf 74:84 und Collin Metcalf traf zum 76:87. Letztlich holten die Lions mit 89:79 ihren ersten Saisonsieg, Luis Wulff hatte kurz vor Schluss noch einen finalen Dreier für MpK getroffen. Bayreuth musste die zweite Niederlage im zweiten Spiel hinnehmen, hat jetzt 0:4 Prunkte auf dem Konto und gastiert am Sonntag, 4. Oktober, bei den bislang ungeschlagenen Kreisbau Kirchheim Knights. Bei den Rebounds lag Karlsruhe mit 41:32 vorne, Bayreuth hatte 14 Turnovers (Karlsruhe elf) und die Bayreuther Dreierquote lag bei 38 Prozent. Die geschlossene Mannschaftsleistung trotz kurzer Rotation war der Schlüssel zum Karlsruher Erfolg.
02.10.2026 19:00 Uhr // Nürnberg Falcons vs. EPG Baskets Koblenz 85:75
Zweites Spiel, zweiter Sieg. Die Nürnberg Falcons bleiben in der BARMER 2. Basketball Bundesliga als eines von fünf Teams ungeschlagen. Gegen Koblenz gewann die Mannschaft von Coach Tim Black ein intensives Spiel, obwohl mit Jenö Pildner und Drew Stover zwei wichtige Spieler fehlten. Während Big Man Stover bald wieder fit sein dürfte, wird man für längere Zeit auf Jenö Pildner verzichten müssen, der sich unter der Woche eine Handverletzung zuzog und bereits operiert wurde. So mussten es am Freitagabend gegen einen starken Gegner vor knapp 1.850 Fans in der Kia Metropole Arena andere richten. Tim Black schickte Christian Feneberg, Lars Lenke, Nate Heise, Jarne Jürgens und Ty Allred zum Jump auf das Feld und bewies dabei ein gutes Händchen. Nürnberg begann konzentriert, engagiert und spektakulär. Aus
einer soliden Defense heraus erspielten sich die Gastgeber schnell eine zweistellige Führung und lagen nach fünf Spielminuten 17:6 in Front. Auszeit Koblenz. Die Falken hielten in der Folgezeit das Tempo hoch und führten zur 1. Viertelpause mit 14 Zählern (30:16). Im zweiten Viertel kamen die Gäste dann besser ins Spiel und waren in der Lage, den Rückstand Punkt um Punkt zu verkürzen. Tyren Moore brachte die Baskets mit zwei Freiwürfen in unmittelbare Schlagdistanz (34:30), doch die Falcons hatten die passende Antwort parat. Angeführt von Christian Feneberg hielten die Mittelfranken stand und gingen mit einer 48:41-Führung in die Pause. Nach dem Seitenwechsel begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Die Fans in der Kia Metropol Arena sahen ein weiterhin unterhaltsames Spiel, bei dem auch in Sachen Entertainment einiges geboten war. Nach 30 Spielminuten stand ein 66:57 auf der Anzeigetafel und es war noch alles offen.
Daniel Helterhoff eröffnete per Layup (68:57) das Schlussviertel, nach einem schönen Pass von Tim Köpple. Nürnberg konnte den Vorsprung bis in die Crunchtime im zweistelligen Bereich halten, dann kam jedoch die Schlussoffensive der Baskets. Trainer Stephan Dohrn trieb seine Mannschaft unermüdlich an, die nach einem Dunk von Jannis Sonnefeld dreieinhalb Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit auf 76:69 verkürzen konnte. Auszeit Tim Black. Nürnbergs Coach fand einmal mehr die richtigen Worte und verhinderte so, dass auf Koblenzer Seite ein Momentum entstehen konnte. Die Falken-Führung hielt, Ty Allred sorgte per Alley-Oop-Dunk für den sehenswerten Schlusspunkt und den offiziellen Endstand von 85:75. Game Nürnberg. Der #NUEbasketball MVP Fan-Award presented by Sparkasse Nürnberg ging an Nate Heise, der auf 21 Punkte kam. Insgesamt scorten alle zehn eingesetzten Falcons Spieler an diesem Abend.
02.10.2026 19:00 Uhr // OrangeAcademy vs. Kreisbau Kirchheim Knights 85:94
Die OrangeAcademy fordert den letztjährigen ProA-Finalisten aus Kirchheim bis in die Schlussphase und unterliegt den Knights mit 85:94. Der Wendepunkt: Im letzten Viertel schafften es die Gäste, ihre Erfahrung auszuspielen und die Partie für sich zu entscheiden. In dieser Phase waren vor allem die Offensivrebounds der Kirchheimer ausschlaggebend. Am Ende holten sie nahezu genauso viele Offensivrebounds wie die OrangeAcademy Defensivrebounds. Dennoch hielten die jungen Uuulmer lange dagegen und konnten im Spielverlauf sogar mehrfach die Führung übernehmen. Der Gamechanger: War heute der eigene Dreipunktewurf, der mit 46 Prozent sehr gut gefallen ist. Beim Heimauftakt der ProA-Saison versenkte die OrangeAcademy insgesamt zwölf Dreier. Daran hatte vor allem CJ Anthony einen maßgeblichen Anteil, der allein sechs Treffer von jenseits der Dreierlinie erzielte. Auch Namori Omog (3/4 Dreier) überzeugte mit einer starken Trefferquote aus der Distanz. Uuulmer des Spiels: Der Titel geht heute zweifelsohne an CJ Anthony. Der US-Amerikaner nutzte die Bühne eindrucksvoll und erzielte starke 31 Punkte. Dazu verteilte er vier Assists und konnte seinem Gegenspieler zweimal den Ball stehlen. Ebenfalls zweistellig punkteten Namori Omog mit 14 Zählern und Lucas Fischer mit 12 Punkten.
Die Erkenntnisse: Diese junge Mannschaft macht Spaß. Gegen das physische und erfahrene Topteam aus Kirchheim begeisterten die jungen Uuulmer das Publikum mit athletischen Highlights und unermüdlichem Einsatz. So konnte die jüngste ProA-Mannschaft aller Zeiten dem letztjährigen ProA-Finalisten lange Paroli bieten. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass sie gegen eine so physische und erfahrene Mannschaft mithalten konnte. Ich sehe schon jetzt eine gute Entwicklung, auch wenn wir noch lange nicht an dem Punkt angekommen sind, an dem wir sein wollen. Wir haben heute viele Dinge gut gemacht, am Ende allerdings nicht konsequent genug gereboundet. Dadurch haben wir ihnen zu viele zweite Chancen ermöglicht, die sie letztlich konsequent nutzen konnten“, erklärt OrangeAcademy-Cheftrainer Mehdy Mary.
02.10.2026 19:30 Uhr // Artland Dragons vs. BG Göttingen 81:69
Die Dragons erwischten einen starken Start in ihr erstes Heimspiel. Ralph Hounnou eröffnete die Partie nach Zuspiel von Kapitän Buzz Anthony per Korbleger, ehe Anthony selbst für das nächste Highlight sorgte: Der Spielmacher klaute Radvilas Kneizys (12 Punkte, 5 Rebounds) den Ball und vollendete den Fastbreak zur 4:0-Führung. Nach den ersten Göttinger Punkten durch Tai Bibbs (15 Punkte, 6/15 FG) antworteten die Dragons umgehend mit einem Dreier von Naz Bohannon (13 Punkte, 8 Rebounds), den erneut Anthony vorbereitete. Der Kapitän legte damit bereits seinen zweiten Assist auf. Insgesamt verpasste Anthony an diesem Abend mit zehn Punkten und neun Assists nur knapp ein Double-Double. Elijah Braun setzte sich wenig später stark in der Zone durch und wurde dabei von Kneizys gefoult. Auch den anschließenden Freiwurf verwandelte Braun sicher zum 10:3. Naz Bohannon per Korbleger und Dominik Dolic von jenseits der Dreipunktelinie erhöhten anschließend sogar auf 15:3, woraufhin Göttingens Headcoach Martin Gulbis bereits seine erste Auszeit nahm. Die Gäste fanden danach besser in die Partie und verkürzten durch einen schwierigen Jumper von Kneizys sowie einen Dreier von Nils Owen Schmitz (12 Punkte) auf 20:12. Auch von der Freiwurflinie kam Göttingen näher heran, sodass die Dragons ihren Vorsprung zwischenzeitlich fast vollständig einbüßten. Hounnou (11 Punkte, 4/5 FG) sorgte kurz vor Ende des ersten Viertels noch einmal per Layup für wichtige Punkte, mit einer 23:20-Führung ging es in die erste Pause. Zu Beginn des zweiten Abschnitts setzte Anthony seine starke Partie als Vorbereiter fort und fand Hounnou, der per Dreier auf 26:20 stellte. Die Partie blieb zunächst ausgeglichen, ehe die Dragons zunehmend das Tempo anzogen. Elijah Ndi (13 Punkte, 3/5 3P) traf nach rund zweieinhalb Minuten seinen ersten Dreier des Abends, Naz Bohannon legte per Jumper nach und Anthony sorgte mit seinem eigenen Dreier für die erste zweistellige Führung der Gastgeber zum 36:26. Göttingen reagierte mit einer Auszeit und kam durch einen Dreier von Zach Watson zunächst wieder etwas heran. Ndi stellte mit seinem zweiten erfolgreichen Versuch von außen den alten Abstand jedoch umgehend wieder her. Die Dragons verteidigten in dieser Phase konsequent und erschwerten es den Gästen, zu offenen Würfen zu kommen. Besonders aus der Distanz fand Göttingen an diesem Abend nicht in seinen Rhythmus: Die Veilchen trafen lediglich 18 Prozent ihrer Dreipunktversuche, während die Dragons 9 ihrer 21 Würfe von außen versenkten. Drei Minuten vor der Halbzeit bediente Grant Teichmann Jamal Fuller, der per Dunk zum 43:31 abschloss. Klussmann erhöhte wenig später per Layup auf 45:32. Nach einem weiteren Dreier von Omar Pajic ging es beim Stand von 45:34 in die Halbzeitpause.
Auch nach dem Seitenwechsel erwischten die Dragons zunächst den besseren Start. Nach zwei Freiwürfen von Tai Bibbs legten die Gastgeber sechs Punkte in Serie nach und bauten ihre Führung auf 51:36 aus. Zur Mitte des dritten Viertels meldete sich Göttingen jedoch zurück. Omar Pajic und Daniel Kirchner verkürzten per Korbleger, ehe Kirchner auch einen Korb von Anthony beantwortete. Anschließend entwickelte sich eine zähe Phase: Über zwei Minuten fiel auf beiden Seiten kein Punkt, mehrere Fouls und Fehlwürfe störten den Spielfluss. Klussmann (11/12 FT) beendete die Scoringflaute mit zwei verwandelten Freiwürfen und legte kurz darauf nach einem weiteren Foul erneut von der Linie nach. Göttingen blieb jedoch dran und kam durch fünf Punkte in Folge auf 59:48 heran. Gruhn reagierte mit einer Auszeit, doch die Gäste erhöhten weiter den Druck. Besonders bei den Offensivrebounds hatten die Veilchen an diesem Abend klare Vorteile. Göttingen sicherte sich insgesamt 13 Rebounds am offensiven Brett, während die Dragons lediglich vier holten. Einen solchen zweiten Angriff nutzte Kneizys rund zweieinhalb Minuten vor Viertelende mit einem Dreier zum 59:52. Bis zum Ende des Abschnitts blieb Göttingen im Spiel und verkürzte auf 63:57. m Schlussviertel waren die Dragons darum bemüht, wieder mehr Kontrolle in der Defensive zu bekommen. Ndi setzte direkt nach 20 Sekunden mit einem Dreier nach Zuspiel von Bohannon ein wichtiges Zeichen. Bibbs antwortete zwar per Dunk, doch Hounnou stellte von der Freiwurflinie den alten Abstand wieder her. Göttingen blieb über weitere Offensivrebounds im Spiel und kam durch Schmitz auf 68:61 heran. Anschließend entwickelte sich erneut eine von vielen Unterbrechungen geprägte Phase, in der beide Teams über zwei Minuten ohne Treffer blieben. Fünfeinhalb Minuten vor dem Ende fand Klussmann nach Zuspiel von Bohannon den Weg zum Korb und stellte auf 70:61. Wenig später zog der Dragons-Topscorer erneut ein Foul und erhöhte von der Freiwurflinie auf 72:61. Göttingen fand nun kaum noch gute Abschlüsse und hatte zunehmend Schwierigkeiten, gegen die konzentrierte Dragons-Defensive zu Punkten zu kommen. Klussmann nutzte dies und traf 3:31 Minuten vor dem Ende einen wichtigen Dreier zum 75:61. Die Artland Arena stand und Göttingen nahm die nächste Auszeit. Doch auch danach fanden die Gäste nur schwer Lösungen. Erst 2:28 Minuten vor dem Ende gelang Robin Lodders der nächste Göttinger Treffer, natürlich nach einem weiteren Offensivrebound. Plötzlich wurde es noch einmal spannend: Nach einem unsportlichen Foul von Jamal Fuller verwandelte Schmitz die fälligen Freiwürfe, ehe Lodders nach einem Foul von Klussmann ebenfalls von der Linie erfolgreich war und auf 75:67 verkürzte. Als Bohannon im nächsten Angriff den Ball verlor, verkürzte Lodders 1:23 Minuten vor Schluss sogar per Korbleger auf 75:69. Gruhn reagierte sofort mit der Auszeit. Die Unterbrechung zeigte Wirkung. Neuzugang Danas Kazakevicius fand Elijah Ndi, der per Dunk zum 77:69 abschloss. Göttingen gelang anschließend kein weiterer Treffer mehr. Klussmann machte 39 Sekunden vor Schluss mit seinen Punkten 17 und 18 von der Freiwurflinie endgültig den Deckel drauf, ehe Ndi mit einem Layup den Schlusspunkt zum 81:69 setzte.
02.10.2026 19:30 Uhr // VfL SparkassenStars Bochum vs. Eisbären Bremerhaven 73:70
Headcoach Alvaro Paredes musste lediglich auf einen Spieler des Profikaders zum Saisonauftakt verzichten. Der Neuzugang David Pisic fiel mit einer Handverletzung fürs Erste aus. Das Trainerteam schickte eine Starting-Five bestehend aus Teamkapitän Niklas Geske, Ja’Monta Black, Jaylen Wesley, Neil Masnic und Aitor Pickett auf das Parkett. Die Bochumer verbuchten die ersten Punkte der Begegnung durch einen Dreier von Jaylen Wesley. Beide Teams fanden immer wieder gute Wurfmöglichkeiten und sammelten früh Zähler für das Punktekonto (08:07, 4.). Doch die Norddeutschen ließen sich von der mitreißenden Stimmung nicht beirren und ergriffen die Führung über Punkte aus dem Fastbreak (19:15, 8.). Der VfL zog jedoch direkt nach und stellte zum Viertelende über Punkte von Niklas Geske und Ja’Monta Black auf Gleichstand (21:21, 10.). Die Gastgeber starteten hervorragend in den nächsten Spielabschnitt und bauten sich über mehrere defensive Stopps ein kleines Führungspolster auf. Das Team von Headcoach Paredes erhöhte die Intensität und übte früh Druck auf die Eisbären aus. Conrad Klotz untermauerte dieses positive Momentum, als er mit ablaufender Wurfuhr einen Distanzwurf von jenseits der Dreipunktelinie traf (41:33, 17.). Die Gäste verpassten den direkten Anschluss und so ging es mit einer zweistelligen Führung aus VfL-Sicht in die Halbzeitpause (46:36, 20.).
In der zweiten Halbzeit gelang es den SparkassenStars nicht, die Führung weiter auszubauen. Die Bremerhavener fanden immer besser in die Begegnung und reduzierten mit jedem Treffer die Bochumer Führung, bis ein erfolgreicher Korbleger nach Offensivrebound zum Ausgleich führte (52:52, 27.). Der Gastgeber hat seinen offensiven Rhythmus verloren und hielt das Spiel besonders über die physische Spielweise auf Augenhöhe. Nach 30 gespielten Minuten ging es mit einem Zwischenstand von 54:54 in das letzte Viertel. Keine Mannschaft setzte sich ab, und die Partie wurde immer umkämpfter. Der offene Schlagabtausch führte zu einem unausweichlichen Finale. Gleichstand in der letzten Spielminute. Die Fans hielt es nichtmehr auf den Sitzen und die SparkassenStars hatten den Sieg letztlich in der eigenen Hand. 30 Sekunden vor Schluss übernahm Niklas Geske Verantwortung, als er einen starkverteidigten Stepback-Dreier nehmen musste. Der Ball landete auf dem Ring und Black sicherte den Bochumern mit einem Rebound eine neue Chance auf den Sieg. Pass raus auf die Glocke – Kuku Dreier – Der Gastgeber führte. Die Stimmung in der Rundsporthalle erreichte ihren Höhepunkt und der VfL verteidigte den letzten Wurf bravourös (73:70, 40.).
02.10.2026 19:30 Uhr // Paderborn Baskets vs. RheinStars Köln 90:73
Anders als aus Göttingen am vergangenen Wochenende kehrten die RheinStars am späten Freitagabend ohne Punkte aus Paderborn zurück. Klar mit 73:90 (37:45) unterlagen die Kölner am zweiten Spieltag der 2. BARMER Basketball Bundesliga ProA den Baskets. In deren Ausweichspielstätte in Lemgo sahen die 1123 Zuschauer in der Phoenix Contact Arena einen verdienten Sieg der Hausherren. Schon am Sonntag um 16 Uhr haben die RheinStars ihre nächste Chance, wenn es beim Aufsteiger ETB Miners Essen um die nächsten Zähler geht. „Ich habe den Jungs in der Kabine gesagt, dass wir dort zeigen, dass wir deutlich besser spielen können und dann schauen wir, was am Ende dabei herauskommt“, sagte Headcoach Zoran Kukic. Köln startete in der gleichen Formation wie in der Vorwoche. Kam jedoch diesmal schleppender aus den Startlöchern. Bis Mitte des ersten Viertels lagen sie nur mit einem Zähler (16:17) hinten, kassierten dann aber einen 0:14 Lauf zum 16:31 (11. Minute). Vor allem die in der Vorwoche starken Cedric Russell und Maxi Begue kamen überhaupt nicht zurecht mit den energiegeladenen Hausherren. Dafür schwang sich Antonio Williams mit 26 Punkten zum Kölner Topscorer auf. Mit Blick auf das gesamte Geschehen half das wenig. Die Baskets diktierten das Tempo, spielten mutig und erzwangen so das Glück und ihren ersten Saisonsieg.
Zwar verkürzten die RheinStars kurz nach der Pause noch einmal auf fünf Zähler (39:44), dann aber marschierten die Hausherren davon. Der Rückstand wuchs stetig. Ende des dritten Viertels lagen die Kölner 50:68 hinten, knapp eine Minute vor Ende sogar mit 21 Zählern (67:88). „Paderborn hat eine talentierte Mannschaft, gegen die wir heute von Anfang an keine Chance hatten“, sagte Zoran Kukic. „Es ist Anfang der Saison, wir haben eine gute Preseason gespielt. Aber es ist noch zu früh, eine Aussage zu treffen, wo die Teams stehen. Das geht wahrscheinlich allen Mannschaften genauso. Für uns gilt, weiterarbeiten, um es in Essen und danach besser zu machen.“
02.10.2026 19:30 Uhr // MLP Academics Heidelberg vs. ETB Miners 118:74
Anders als zuletzt in Tübingen starten die Academics konzentriert und sehr wach in diese Partie, holen sich die erste Führung und sind auch in der Defense immer wieder zur Stelle. Vor allem Frank Champion ist von Beginn an laut, aktiv und trägt sich in den Anfangsminuten fleißig in sämtlichen Zeilen des Statistikbogens ein. Nachdem mit Chuck Harris erneut ein Heidelberger im Essener Passweg steht und daraus einfache Zähler für die Gastgeber resultieren, nehmen die Miners beim Stand von 15:6 die erste Auszeit der Partie. Die Academics spielen schnell, bewegen den Ball sehr gut und treffen den Dreier im ersten Viertel mit starken 50%. Daraus resultieren starke 32 Punkte nach den ersten zehn Minuten, auf der Gegenseite erlauben die Jungs vom Neckar 23 gegnerische Zähler. Auch im zweiten Viertel treffen die Hausherren weiterhin stark von außen, stehen nach 13 gespielten Minuten bereits bei 44 Punkten, 15 davon von der Dreierlinie. Aus dem Zwei-Punkte-Bereich lassen die Heidelberger bei 15 Versuchen Mitte des zweiten Viertels lediglich drei Versuche liegen und stehen bei starken 80%. Die Academics kontrollieren die Partie in allen Bereichen, erzielen zwei Mal über 30 Punkte in einem Viertel und limitieren die Gäste auf 34 Zähler. Nahezu alle eingesetzten Spieler punkten in der ersten Hälfte dieser Partie, Chuck Harris (13), Lorenz Brenneke (14) und Frank Champion (11) stehen bereits bei einer zweistelligen Punkteausbeute.
Auch in der zweiten Halbzeit gehen die Academics nicht vom Gaspedal, der Dreier fällt weiterhin und die Jungs vom Neckar ziehen gnadenlos weiter davon. Ende des dritten Viertels kommt dann auch Doppel-Lizenzler Felix Diez zu seinem ersten Einsatz in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Der Youngster, der auch für die BG Viernheim/Weinheim aufläuft, zeigt keinerlei Nervosität, bekommt im letzten Angriff den Ball für den offenen Dreier und versenkt diesen unter dem lauten Jubel seiner Teamkollegen mit Ablauf der Sirene. Somit trägt sich auch der letzte Heidelberger an diesem Freitagabend in die Punkte-Spalte des Statistikbogens ein. Die Spielfreude ist den Academics in jedem Gesicht anzusehen, jeder spielt für jeden, die Würfe fallen hochprozentig von nahezu überall und durch schnelle Hände in der Verteidigung sowie cleveres Umschaltspiel belohnen sich die Jungs vom Neckar auch immer wieder mit einfachen Punkten. Am Ende ist es ein dominanter 118:74-Heimsieg, der einen perfekten Heimauftakt abrundet.
02.10.2026 19:30 Uhr // SBB Börde Baskets vs. GIESSEN 46ers 73:61
Am World-Smile-Day ist den GIESSEN 46ers das Lachen vergangen! Eine Woche nach dem zufriedenstellenden 91:87-Erfolg zum Start in die Spielzeit 2026/27 der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA gegen die Artland Dragons und keine 43 Stunden vor dem sonntäglichen Duell (15 Uhr) gegen die etwas überraschend mit 73:70 gegen die Eisbären Bremerhaven erfolgreichen VfL SparkassenStars Bochum unterlagen die Mittelhessen bei den SBB Börde Baskets am Ende sang- und klanglos mit 61:73 (36:36). Unter dem Strich kamen die Gäste bei den ohne Kirchheim-Neuerwerbung Aeneas Jung (Kieferbruch) angetretenen Männern aus Sachsen-Anhalt nur schwer in die Partie. Die Mittelhessen führten durch einen Dreier von Alex Williams zwar mit 7:5 (3.), sollten hernach jedoch bis zum Start in den dritten Abschnitt nur noch der Musik hinterherlaufen. Ein Airball von Alex Williams sowie ein Technisches Foul gegen die Bank, da vier ausländische Profis kurzzeitig auf dem Feld standen, waren Zeichen der Verunsicherung, die nur noch nicht in Gänze zum Vorschein kam, da Nigel Scantlebury Gießen mit sechs Punkten in Serie beim 13:16 (9.) noch im Spiel hielt. Nach einer ersten Standpauke des Übungsleiters beim 15:24-Zwischenstand (12.) schien das Match im zweiten Viertel zu kippen. Alex Williams ließ einen Dunk in die SBB-Reuse krachen (19:26, 13.), Till Gloger verwertete einen Klassepass von „Auge“ Robin Benzing (21:26, 14.) und stellte höchstpersönlich auf 29:31 (17.), als der Ex-Rostocker den massigen Brock Gardner unter dem Korb locker beiseite beförderte. Als dann auch noch Chris Carter seine linke Klebe auspackte und zwei Würfe von Downtown einschweben ließ, verließen die Gäste zur Halbzeitansprache erhobenen Hauptes die nach dem vor drei Jahren verstorbenen Ex-DDR-Handball-Nationalspieler Wolfgang Lakenmacher benannte Halle in der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt.
Doch statt selbstbewusst aus der Kabine zurückzukehren, brachten die 46ers im dritten Abschnitt nur mickrige elf Punkte zustande. Chris Carter handelte sich schon früh sein drittes Foul ein, Alex Williams zog sich eine wahrscheinlich schwere Fingerverletzung zu und kam nicht wieder aufs Parkett zurück und Luis König Figge verlor die wegen technischer Probleme nicht vorhandene Shot Clock über den Körben aus den Augen, so dass das Drama seinen Anfang nahm. Als die Hausherren dann auch noch drei Dreier in Serie einnetzten und damit im letzten Viertel von 55:52 (31.) auf 64:52 (33.) davonzogen, war es um den Altmeister so gut wie geschehen. Nigel Scantlebury verkürzte drei Minuten vor dem Halali zwar nochmals auf 61:68, doch als ein irre weiter Verzweiflungs-Dreier von Robin Benzing sein Ziel verfehlte, war es um Gießen geschehen. Das „T“ gegen Luis König Figge, der die Unparteiischen lediglich auf Schweiß am Boden aufmerksam machen und einen Wischer anfordern wollte, setzte der Niederlage ebenso wie der letzte krachende Airball von Daniel Norl die Krone auf. Der misslungene Auftritt an der Elbe hatte aber auch Positives für den Gießener Tross parat, wenngleich dies an der Niederlage überhaupt nichts änderte. „Wir haben keine Zeit zum Weinen, der nächste Gegner wartet“, brummelte Branislav Ignjatovic, dem am World-Smile-Day das Lachen längst vergangen war.
02.10.2026 19:30 Uhr // HAKRO Merlins Crailsheim vs. Tigers Tübingen 85:64
Das Derby startet mit hohem Tempo, aber auch zahlreichen Ballverlusten auf beiden Seiten. Crailsheim erwischt den besseren Beginn und führt 8:3. Kapitän Otto bringt von der Bank sofort neue Energie und verbucht drei Steals in seinen ersten drei Einsatzminuten. Nach einem technischen Foul gegen Headcoach Florian Flabb und einem Dreier von Ex-Merlin Santana dreht Tübingen die Partie jedoch und zieht auf 10:15 davon. Dann übernimmt Drescher. Mit neun Punkten im ersten Viertel führt er die Merlins zur 22:17-Führung. Im zweiten Abschnitt bestimmt Crailsheim zunehmend das Tempo: Van Slooten startet mit fünf schnellen Punkten, Coplin setzt mit Putback-Dunk und Block Zeichen. Kurz vor der Pause klaut van Slooten direkt nach einer Tübinger Auszeit den Ball und dunkt. Coplins Dreier zum 48:33 bringt Spieler und Arena mit der Halbzeitsirene endgültig zum Beben.
Auch nach der Pause bleiben die Merlins heiß. Drescher und Coplin treffen von außen, Alexander vollendet den schönsten Angriff des Abends per Dunk. Ein 13:3-Start sorgt für das 61:36. Tübingen antwortet mit zwölf Punkten in Serie, doch Alexander stoppt den Lauf und stabilisiert sein Team. Im Schlussviertel zieht Crailsheim sofort wieder davon. Alexander prägt diese Phase entscheidend und wird unter tosendem Applaus ausgewechselt. Am Ende feiern die Merlins einen verdienten 85:64-Derbysieg.
Florian Flabb (Headcoach HAKRO Merlins Crailsheim):
„Vielen Dank für die Glückwünsche. Das Ergebnis ist ja am Ende sehr eindeutig, aber mit so vielen Verletzten am Doppelspieltag hier anzukommen ist auch schwer. Das hat Tübingen dann auch top gemacht und sich angepasst. Mit der Tiefe unseres Kaders hatten wir dann über lange Zeit auch mehr Energie und das Rebounding war sehr eindeutig. Deshalb bin ich sehr zufrieden in der Defensive wieder so konstant zu sein, um die Fehler die wir in der Offensive noch machen wieder auszugleichen. Tübingen dann unter 65 Punkte zu halten ist wirklich stark.“
Felix Banobre (Headcoach Tigers Tübingen):
“Meinen Glückwunsch an Florian. Das Spiel war wie es war. Wir können uns nicht entschuldigen, wir versuchten uns in der Defensive anzupassen aber sie waren gut vorbereitet und haben eine hohe Qualität. Im ersten Viertel haben wir gute Lösungen gegen sie gefunden, aber dann haben wir sie verloren.“




















