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Nachberichte ProA 2. Spieltag

5. Oktober 2026/in Allgemein, APP, ProA 26/27

02.10.2026 19:00 Uhr // Medikamente per Klick Bayreuth vs. PS Karlsruhe LIONS 79:89

Karlsruhe startete mit einer 7:0-Führung nach nicht einmal zwei gespielten Minuten. MpK fehlte noch die Struktur im Spiel, die Gäste machten von Anfang an viel Druck. Joshua Bonga brachte MpK nach dreieinhalb Minuten mit dem 2:7 erstmals auf das Scoreboard. Vor allem im Setplay ging bei den Bayreuthern nicht viel, Karlsruhe erhöhte auf 11:2, ehe Matt Frierson mit einem weiten Dreier auf 5:11 verkürzte. Kevin Wohlrath traf den nächsten Dreier zum 8:11 und markierte in der Folge das 10:14. Emanuel Prospere verkürzte weiter auf 12:14, ehe die Karlsruher mit 18:12 wieder weiter davonzog. Kevin Wohlrath ließ den nächsten Dreier zum 15:18 folgen. Collin Metcalf traf knapp eine Minute vor dem Viertelende von der Freiwurflinie zum 17:21. Mit 23:17 für Karlsruhe ging es in die erste Viertelpause. Bei den Rebounds lagen die Lions nach zehn Minuten mit 14:7 vorne. Die Gäste sammelten die Bälle an den Brettern besser ein.

Collin Metcalf verkürzte zu Beginn des zweiten Abschnitts auf 19:23, Kevin Wohlrath scorte zum 21:25 und Glen Abram brachte MpK auf 23:25 heran. Matt Frierson sorgte schließlich aus der Distanz für das 26:25 und damit die erste Bayreuther Führung. Glen Abram erhöhte auf 28:25, ein 9:0-Lauf für MpK stand auf dem Scoreboard. Simon Hildebrandt traf den nächsten Dreier zum 31:27 und setzte einen weiteren Distanztreffer zum 34:30 drauf. Abermals Hildebrandt stellte in der Folge von der Freiwurflinie auf 35:32 nach 15 Minuten. Taje Kelly erhöhte auf 37:32 und der Karlsruher Headcoach Demond Greene rief seine Mannen zum zweiten Mal im zweiten Viertel zur Auszeit an die Seitenlinie. Zwei Minuten vor der Halbzeit stand es 37:36 für Bayreuth, Kilian Binapfl brachte die Gäste dann mit einem Dreier wieder mit 39:37 in Front. Glen Abram antwortete mit einem Drei-Punkte-Spiel, Bayreuth war wieder mit 40:39 vorne. Letztlich ging es nach ausgeglichenen 20 Minuten remis mit 40:40 in die Halbzeitpause. Karlsruhe lag bei den Rebounds weiter mit 23:17 vorne, Bayreuth hatte hier aufgeholt. Sechs Turnovers bei MpK in der ersten Halbzeit waren durchaus in Ordnung. Die Lions starteten mit einer schnellen 44:40-Führung in die zweite Hälfte, ehe Glen Abram seinen ersten Dreier der Partie zum 43:44 traf. Karlsruhe zog aber weiter auf 48:43 davon, dann traf Kevin Wohlrath zum 45:48 und Joshua Bonga glich mit einem Dreier wieder zum 48:48 aus. Es folgte ein dominanter 12:0-Lauf der Gäste zum 60:48. Collin Metcalf hatte zu diesem Zeitpunkt bereits sein viertes Foul auf dem Konto. Karlsruhe dominierte den Offensiv-Rebound, Bayreuth blieb rund vier Minuten ohne Punkte. Theo Seng war der überragende Karlsruher Akteur im dritten Viertel. Erst Simon Hildebrandt brachte MpK von der Freiwurflinie mit dem 50:60 wieder auf das Scoreboard zurück. Emanuel Prospere traf zum 52:60 und Taje Kelly zum 54:62. Mit dieser Karlsruher Acht-Punkte-Führung ging es auch in den Schlussabschnitt. Die Lions bauten den Vorsprung bei den Rebounds auf 33:24 aus, Bayreuth musste alleine im dritten Abschnitt fünf Turnovers hinnehmen.

Simon Hildebrandt verkürzte zu Beginn des vierten Abschnitts auf 56:62. Karlsruhe baute den Vorsprung dann wieder auf 66:56 und damit zehn Zähler aus. Matt Frierson traf seinen dritten Dreier der Partie zum 59:66. Die Klarheit der Bayreuther Aktionen ließ seit der Halbzeit zu wünschen übrig. Nach 34 Minuten lagen die Gäste mit 70:59 vorne und erhöhten weiter auf 76:59 – ein 10:0-Lauf war perfekt. Nach 35 Minuten lagen die Lions mit 17 Punkte vorne. Bayreuth schien sich in dieser Phase aufzugeben. Luis Wulff uns Joshua Bonga trafen dann zwei Dreier in Folge zum 65:76. Glen Abram und Luis Wulff stellten von der Freiwurflinie auf 69:78. Wesley Oba antwortete mit dem 80:69 und als Zac Owens nach einem Korbleger von Kevin Wohlrath per Dreier zum 83:71 traf, war der Deckel drauf. Ein Freiwurftreffer von Simon Hildebrandt zum 72:83 folgte. Den Bayreuthern kam noch zugute, dass die Karlsruher viele Freiwürfe liegen ließen. Glen Abram stellte 62 Sekunden vor Schluss noch auf 74:84 und Collin Metcalf traf zum 76:87. Letztlich holten die Lions mit 89:79 ihren ersten Saisonsieg, Luis Wulff hatte kurz vor Schluss noch einen finalen Dreier für MpK getroffen. Bayreuth musste die zweite Niederlage im zweiten Spiel hinnehmen, hat jetzt 0:4 Prunkte auf dem Konto und gastiert am Sonntag, 4. Oktober, bei den bislang ungeschlagenen Kreisbau Kirchheim Knights. Bei den Rebounds lag Karlsruhe mit 41:32 vorne, Bayreuth hatte 14 Turnovers (Karlsruhe elf) und die Bayreuther Dreierquote lag bei 38 Prozent. Die geschlossene Mannschaftsleistung trotz kurzer Rotation war der Schlüssel zum Karlsruher Erfolg.

 

02.10.2026 19:00 Uhr // Nürnberg Falcons vs. EPG Baskets Koblenz 85:75

Zweites Spiel, zweiter Sieg. Die Nürnberg Falcons bleiben in der BARMER 2. Basketball Bundesliga als eines von fünf Teams ungeschlagen. Gegen Koblenz gewann die Mannschaft von Coach Tim Black ein intensives Spiel, obwohl mit Jenö Pildner und Drew Stover zwei wichtige Spieler fehlten. Während Big Man Stover bald wieder fit sein dürfte, wird man für längere Zeit auf Jenö Pildner verzichten müssen, der sich unter der Woche eine Handverletzung zuzog und bereits operiert wurde. So mussten es am Freitagabend gegen einen starken Gegner vor knapp 1.850 Fans in der Kia Metropole Arena andere richten. Tim Black schickte Christian Feneberg, Lars Lenke, Nate Heise, Jarne Jürgens und Ty Allred zum Jump auf das Feld und bewies dabei ein gutes Händchen. Nürnberg begann konzentriert, engagiert und spektakulär. Aus
einer soliden Defense heraus erspielten sich die Gastgeber schnell eine zweistellige Führung und lagen nach fünf Spielminuten 17:6 in Front. Auszeit Koblenz. Die Falken hielten in der Folgezeit das Tempo hoch und führten zur 1. Viertelpause mit 14 Zählern (30:16). Im zweiten Viertel kamen die Gäste dann besser ins Spiel und waren in der Lage, den Rückstand Punkt um Punkt zu verkürzen. Tyren Moore brachte die Baskets mit zwei Freiwürfen in unmittelbare Schlagdistanz (34:30), doch die Falcons hatten die passende Antwort parat. Angeführt von Christian Feneberg hielten die Mittelfranken stand und gingen mit einer 48:41-Führung in die Pause. Nach dem Seitenwechsel begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Die Fans in der Kia Metropol Arena sahen ein weiterhin unterhaltsames Spiel, bei dem auch in Sachen Entertainment einiges geboten war. Nach 30 Spielminuten stand ein 66:57 auf der Anzeigetafel und es war noch alles offen.
Daniel Helterhoff eröffnete per Layup (68:57) das Schlussviertel, nach einem schönen Pass von Tim Köpple. Nürnberg konnte den Vorsprung bis in die Crunchtime im zweistelligen Bereich halten, dann kam jedoch die Schlussoffensive der Baskets. Trainer Stephan Dohrn trieb seine Mannschaft unermüdlich an, die nach einem Dunk von Jannis Sonnefeld dreieinhalb Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit auf 76:69 verkürzen konnte. Auszeit Tim Black. Nürnbergs Coach fand einmal mehr die richtigen Worte und verhinderte so, dass auf Koblenzer Seite ein Momentum entstehen konnte. Die Falken-Führung hielt, Ty Allred sorgte per Alley-Oop-Dunk für den sehenswerten Schlusspunkt und den offiziellen Endstand von 85:75. Game Nürnberg. Der #NUEbasketball MVP Fan-Award presented by Sparkasse Nürnberg ging an Nate Heise, der auf 21 Punkte kam. Insgesamt scorten alle zehn eingesetzten Falcons Spieler an diesem Abend.

 

02.10.2026 19:00 Uhr // OrangeAcademy vs. Kreisbau Kirchheim Knights 85:94

Die OrangeAcademy fordert den letztjährigen ProA-Finalisten aus Kirchheim bis in die Schlussphase und unterliegt den Knights mit 85:94. Der Wendepunkt: Im letzten Viertel schafften es die Gäste, ihre Erfahrung auszuspielen und die Partie für sich zu entscheiden. In dieser Phase waren vor allem die Offensivrebounds der Kirchheimer ausschlaggebend. Am Ende holten sie nahezu genauso viele Offensivrebounds wie die OrangeAcademy Defensivrebounds. Dennoch hielten die jungen Uuulmer lange dagegen und konnten im Spielverlauf sogar mehrfach die Führung übernehmen. Der Gamechanger: War heute der eigene Dreipunktewurf, der mit 46 Prozent sehr gut gefallen ist. Beim Heimauftakt der ProA-Saison versenkte die OrangeAcademy insgesamt zwölf Dreier. Daran hatte vor allem CJ Anthony einen maßgeblichen Anteil, der allein sechs Treffer von jenseits der Dreierlinie erzielte. Auch Namori Omog (3/4 Dreier) überzeugte mit einer starken Trefferquote aus der Distanz. Uuulmer des Spiels: Der Titel geht heute zweifelsohne an CJ Anthony. Der US-Amerikaner nutzte die Bühne eindrucksvoll und erzielte starke 31 Punkte. Dazu verteilte er vier Assists und konnte seinem Gegenspieler zweimal den Ball stehlen. Ebenfalls zweistellig punkteten Namori Omog mit 14 Zählern und Lucas Fischer mit 12 Punkten.

Die Erkenntnisse: Diese junge Mannschaft macht Spaß. Gegen das physische und erfahrene Topteam aus Kirchheim begeisterten die jungen Uuulmer das Publikum mit athletischen Highlights und unermüdlichem Einsatz. So konnte die jüngste ProA-Mannschaft aller Zeiten dem letztjährigen ProA-Finalisten lange Paroli bieten. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass sie gegen eine so physische und erfahrene Mannschaft mithalten konnte. Ich sehe schon jetzt eine gute Entwicklung, auch wenn wir noch lange nicht an dem Punkt angekommen sind, an dem wir sein wollen. Wir haben heute viele Dinge gut gemacht, am Ende allerdings nicht konsequent genug gereboundet. Dadurch haben wir ihnen zu viele zweite Chancen ermöglicht, die sie letztlich konsequent nutzen konnten“, erklärt OrangeAcademy-Cheftrainer Mehdy Mary.

 

02.10.2026 19:30 Uhr // Artland Dragons vs. BG Göttingen 81:69

Die Dragons erwischten einen starken Start in ihr erstes Heimspiel. Ralph Hounnou eröffnete die Partie nach Zuspiel von Kapitän Buzz Anthony per Korbleger, ehe Anthony selbst für das nächste Highlight sorgte: Der Spielmacher klaute Radvilas Kneizys (12 Punkte, 5 Rebounds) den Ball und vollendete den Fastbreak zur 4:0-Führung. Nach den ersten Göttinger Punkten durch Tai Bibbs (15 Punkte, 6/15 FG) antworteten die Dragons umgehend mit einem Dreier von Naz Bohannon (13 Punkte, 8 Rebounds), den erneut Anthony vorbereitete. Der Kapitän legte damit bereits seinen zweiten Assist auf. Insgesamt verpasste Anthony an diesem Abend mit zehn Punkten und neun Assists nur knapp ein Double-Double. Elijah Braun setzte sich wenig später stark in der Zone durch und wurde dabei von Kneizys gefoult. Auch den anschließenden Freiwurf verwandelte Braun sicher zum 10:3. Naz Bohannon per Korbleger und Dominik Dolic von jenseits der Dreipunktelinie erhöhten anschließend sogar auf 15:3, woraufhin Göttingens Headcoach Martin Gulbis bereits seine erste Auszeit nahm. Die Gäste fanden danach besser in die Partie und verkürzten durch einen schwierigen Jumper von Kneizys sowie einen Dreier von Nils Owen Schmitz (12 Punkte) auf 20:12. Auch von der Freiwurflinie kam Göttingen näher heran, sodass die Dragons ihren Vorsprung zwischenzeitlich fast vollständig einbüßten. Hounnou (11 Punkte, 4/5 FG) sorgte kurz vor Ende des ersten Viertels noch einmal per Layup für wichtige Punkte, mit einer 23:20-Führung ging es in die erste Pause. Zu Beginn des zweiten Abschnitts setzte Anthony seine starke Partie als Vorbereiter fort und fand Hounnou, der per Dreier auf 26:20 stellte. Die Partie blieb zunächst ausgeglichen, ehe die Dragons zunehmend das Tempo anzogen. Elijah Ndi (13 Punkte, 3/5 3P) traf nach rund zweieinhalb Minuten seinen ersten Dreier des Abends, Naz Bohannon legte per Jumper nach und Anthony sorgte mit seinem eigenen Dreier für die erste zweistellige Führung der Gastgeber zum 36:26. Göttingen reagierte mit einer Auszeit und kam durch einen Dreier von Zach Watson zunächst wieder etwas heran. Ndi stellte mit seinem zweiten erfolgreichen Versuch von außen den alten Abstand jedoch umgehend wieder her. Die Dragons verteidigten in dieser Phase konsequent und erschwerten es den Gästen, zu offenen Würfen zu kommen. Besonders aus der Distanz fand Göttingen an diesem Abend nicht in seinen Rhythmus: Die Veilchen trafen lediglich 18 Prozent ihrer Dreipunktversuche, während die Dragons 9 ihrer 21 Würfe von außen versenkten. Drei Minuten vor der Halbzeit bediente Grant Teichmann Jamal Fuller, der per Dunk zum 43:31 abschloss. Klussmann erhöhte wenig später per Layup auf 45:32. Nach einem weiteren Dreier von Omar Pajic ging es beim Stand von 45:34 in die Halbzeitpause.

 

Auch nach dem Seitenwechsel erwischten die Dragons zunächst den besseren Start. Nach zwei Freiwürfen von Tai Bibbs legten die Gastgeber sechs Punkte in Serie nach und bauten ihre Führung auf 51:36 aus. Zur Mitte des dritten Viertels meldete sich Göttingen jedoch zurück. Omar Pajic und Daniel Kirchner verkürzten per Korbleger, ehe Kirchner auch einen Korb von Anthony beantwortete. Anschließend entwickelte sich eine zähe Phase: Über zwei Minuten fiel auf beiden Seiten kein Punkt, mehrere Fouls und Fehlwürfe störten den Spielfluss. Klussmann (11/12 FT) beendete die Scoringflaute mit zwei verwandelten Freiwürfen und legte kurz darauf nach einem weiteren Foul erneut von der Linie nach. Göttingen blieb jedoch dran und kam durch fünf Punkte in Folge auf 59:48 heran. Gruhn reagierte mit einer Auszeit, doch die Gäste erhöhten weiter den Druck. Besonders bei den Offensivrebounds hatten die Veilchen an diesem Abend klare Vorteile. Göttingen sicherte sich insgesamt 13 Rebounds am offensiven Brett, während die Dragons lediglich vier holten. Einen solchen zweiten Angriff nutzte Kneizys rund zweieinhalb Minuten vor Viertelende mit einem Dreier zum 59:52. Bis zum Ende des Abschnitts blieb Göttingen im Spiel und verkürzte auf 63:57. m Schlussviertel waren die Dragons darum bemüht, wieder mehr Kontrolle in der Defensive zu bekommen. Ndi setzte direkt nach 20 Sekunden mit einem Dreier nach Zuspiel von Bohannon ein wichtiges Zeichen. Bibbs antwortete zwar per Dunk, doch Hounnou stellte von der Freiwurflinie den alten Abstand wieder her. Göttingen blieb über weitere Offensivrebounds im Spiel und kam durch Schmitz auf 68:61 heran. Anschließend entwickelte sich erneut eine von vielen Unterbrechungen geprägte Phase, in der beide Teams über zwei Minuten ohne Treffer blieben. Fünfeinhalb Minuten vor dem Ende fand Klussmann nach Zuspiel von Bohannon den Weg zum Korb und stellte auf 70:61. Wenig später zog der Dragons-Topscorer erneut ein Foul und erhöhte von der Freiwurflinie auf 72:61. Göttingen fand nun kaum noch gute Abschlüsse und hatte zunehmend Schwierigkeiten, gegen die konzentrierte Dragons-Defensive zu Punkten zu kommen. Klussmann nutzte dies und traf 3:31 Minuten vor dem Ende einen wichtigen Dreier zum 75:61. Die Artland Arena stand und Göttingen nahm die nächste Auszeit. Doch auch danach fanden die Gäste nur schwer Lösungen. Erst 2:28 Minuten vor dem Ende gelang Robin Lodders der nächste Göttinger Treffer, natürlich nach einem weiteren Offensivrebound. Plötzlich wurde es noch einmal spannend: Nach einem unsportlichen Foul von Jamal Fuller verwandelte Schmitz die fälligen Freiwürfe, ehe Lodders nach einem Foul von Klussmann ebenfalls von der Linie erfolgreich war und auf 75:67 verkürzte. Als Bohannon im nächsten Angriff den Ball verlor, verkürzte Lodders 1:23 Minuten vor Schluss sogar per Korbleger auf 75:69. Gruhn reagierte sofort mit der Auszeit. Die Unterbrechung zeigte Wirkung. Neuzugang Danas Kazakevicius fand Elijah Ndi, der per Dunk zum 77:69 abschloss. Göttingen gelang anschließend kein weiterer Treffer mehr. Klussmann machte 39 Sekunden vor Schluss mit seinen Punkten 17 und 18 von der Freiwurflinie endgültig den Deckel drauf, ehe Ndi mit einem Layup den Schlusspunkt zum 81:69 setzte.

 

02.10.2026 19:30 Uhr // VfL SparkassenStars Bochum vs. Eisbären Bremerhaven 73:70

Headcoach Alvaro Paredes musste lediglich auf einen Spieler des Profikaders zum Saisonauftakt verzichten. Der Neuzugang David Pisic fiel mit einer Handverletzung fürs Erste aus. Das Trainerteam schickte eine Starting-Five bestehend aus Teamkapitän Niklas Geske, Ja’Monta Black, Jaylen Wesley, Neil Masnic und Aitor Pickett auf das Parkett. Die Bochumer verbuchten die ersten Punkte der Begegnung durch einen Dreier von Jaylen Wesley. Beide Teams fanden immer wieder gute Wurfmöglichkeiten und sammelten früh Zähler für das Punktekonto (08:07, 4.). Doch die Norddeutschen ließen sich von der mitreißenden Stimmung nicht beirren und ergriffen die Führung über Punkte aus dem Fastbreak (19:15, 8.). Der VfL zog jedoch direkt nach und stellte zum Viertelende über Punkte von Niklas Geske und Ja’Monta Black auf Gleichstand (21:21, 10.). Die Gastgeber starteten hervorragend in den nächsten Spielabschnitt und bauten sich über mehrere defensive Stopps ein kleines Führungspolster auf. Das Team von Headcoach Paredes erhöhte die Intensität und übte früh Druck auf die Eisbären aus. Conrad Klotz untermauerte dieses positive Momentum, als er mit ablaufender Wurfuhr einen Distanzwurf von jenseits der Dreipunktelinie traf (41:33, 17.). Die Gäste verpassten den direkten Anschluss und so ging es mit einer zweistelligen Führung aus VfL-Sicht in die Halbzeitpause (46:36, 20.).​

In der zweiten Halbzeit gelang es den SparkassenStars nicht, die Führung weiter auszubauen. Die Bremerhavener fanden immer besser in die Begegnung und reduzierten mit jedem Treffer die Bochumer Führung, bis ein erfolgreicher Korbleger nach Offensivrebound zum Ausgleich führte (52:52, 27.). Der Gastgeber hat seinen offensiven Rhythmus verloren und hielt das Spiel besonders über die physische Spielweise auf Augenhöhe. Nach 30 gespielten Minuten ging es mit einem Zwischenstand von 54:54 in das letzte Viertel. Keine Mannschaft setzte sich ab, und die Partie wurde immer umkämpfter. Der offene Schlagabtausch führte zu einem unausweichlichen Finale. Gleichstand in der letzten Spielminute. Die Fans hielt es nichtmehr auf den Sitzen und die SparkassenStars hatten den Sieg letztlich in der eigenen Hand. 30 Sekunden vor Schluss übernahm Niklas Geske Verantwortung, als er einen starkverteidigten Stepback-Dreier nehmen musste. Der Ball landete auf dem Ring und Black sicherte den Bochumern mit einem Rebound eine neue Chance auf den Sieg. Pass raus auf die Glocke – Kuku Dreier – Der Gastgeber führte. Die Stimmung in der Rundsporthalle erreichte ihren Höhepunkt und der VfL verteidigte den letzten Wurf bravourös (73:70, 40.).

 

02.10.2026 19:30 Uhr // Paderborn Baskets vs. RheinStars Köln 90:73

Anders als aus Göttingen am vergangenen Wochenende kehrten die RheinStars am späten Freitagabend ohne Punkte aus Paderborn zurück. Klar mit 73:90 (37:45) unterlagen die Kölner am zweiten Spieltag der 2. BARMER Basketball Bundesliga ProA den Baskets. In deren Ausweichspielstätte in Lemgo sahen die 1123 Zuschauer in der Phoenix Contact Arena einen verdienten Sieg der Hausherren. Schon am Sonntag um 16 Uhr haben die RheinStars ihre nächste Chance, wenn es beim Aufsteiger ETB Miners Essen um die nächsten Zähler geht. „Ich habe den Jungs in der Kabine gesagt, dass wir dort zeigen, dass wir deutlich besser spielen können und dann schauen wir, was am Ende dabei herauskommt“, sagte Headcoach Zoran Kukic. Köln startete in der gleichen Formation wie in der Vorwoche. Kam jedoch diesmal schleppender aus den Startlöchern. Bis Mitte des ersten Viertels lagen sie nur mit einem Zähler (16:17) hinten, kassierten dann aber einen 0:14 Lauf zum 16:31 (11. Minute). Vor allem die in der Vorwoche starken Cedric Russell und Maxi Begue kamen überhaupt nicht zurecht mit den energiegeladenen Hausherren.  Dafür schwang sich Antonio Williams mit 26 Punkten zum Kölner Topscorer auf. Mit Blick auf das gesamte Geschehen half das wenig. Die Baskets diktierten das Tempo, spielten mutig und erzwangen so das Glück und ihren ersten Saisonsieg.

Zwar verkürzten die RheinStars kurz nach der Pause noch einmal auf fünf Zähler (39:44), dann aber marschierten die Hausherren davon. Der Rückstand wuchs stetig. Ende des dritten Viertels lagen die Kölner 50:68 hinten, knapp eine Minute vor Ende sogar mit 21 Zählern (67:88). „Paderborn hat eine talentierte Mannschaft, gegen die wir heute von Anfang an keine Chance hatten“, sagte Zoran Kukic. „Es ist Anfang der Saison, wir haben eine gute Preseason gespielt. Aber es ist noch zu früh, eine Aussage zu treffen, wo die Teams stehen. Das geht wahrscheinlich allen Mannschaften genauso. Für uns gilt, weiterarbeiten, um es in Essen und danach besser zu machen.“

 

02.10.2026 19:30 Uhr // MLP Academics Heidelberg vs. ETB Miners 118:74

Anders als zuletzt in Tübingen starten die Academics konzentriert und sehr wach in diese Partie, holen sich die erste Führung und sind auch in der Defense immer wieder zur Stelle. Vor allem Frank Champion ist von Beginn an laut, aktiv und trägt sich in den Anfangsminuten fleißig in sämtlichen Zeilen des Statistikbogens ein. Nachdem mit Chuck Harris erneut ein Heidelberger im Essener Passweg steht und daraus einfache Zähler für die Gastgeber resultieren, nehmen die Miners beim Stand von 15:6 die erste Auszeit der Partie. Die Academics spielen schnell, bewegen den Ball sehr gut und treffen den Dreier im ersten Viertel mit starken 50%. Daraus resultieren starke 32 Punkte nach den ersten zehn Minuten, auf der Gegenseite erlauben die Jungs vom Neckar 23 gegnerische Zähler. Auch im zweiten Viertel treffen die Hausherren weiterhin stark von außen, stehen nach 13 gespielten Minuten bereits bei 44 Punkten, 15 davon von der Dreierlinie. Aus dem Zwei-Punkte-Bereich lassen die Heidelberger bei 15 Versuchen Mitte des zweiten Viertels lediglich drei Versuche liegen und stehen bei starken 80%. Die Academics kontrollieren die Partie in allen Bereichen, erzielen zwei Mal über 30 Punkte in einem Viertel und limitieren die Gäste auf 34 Zähler. Nahezu alle eingesetzten Spieler punkten in der ersten Hälfte dieser Partie, Chuck Harris (13), Lorenz Brenneke (14) und Frank Champion (11) stehen bereits bei einer zweistelligen Punkteausbeute.

Auch in der zweiten Halbzeit gehen die Academics nicht vom Gaspedal, der Dreier fällt weiterhin und die Jungs vom Neckar ziehen gnadenlos weiter davon. Ende des dritten Viertels kommt dann auch Doppel-Lizenzler Felix Diez zu seinem ersten Einsatz in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Der Youngster, der auch für die BG Viernheim/Weinheim aufläuft, zeigt keinerlei Nervosität, bekommt im letzten Angriff den Ball für den offenen Dreier und versenkt diesen unter dem lauten Jubel seiner Teamkollegen mit Ablauf der Sirene. Somit trägt sich auch der letzte Heidelberger an diesem Freitagabend in die Punkte-Spalte des Statistikbogens ein. Die Spielfreude ist den Academics in jedem Gesicht anzusehen, jeder spielt für jeden, die Würfe fallen hochprozentig von nahezu überall und durch schnelle Hände in der Verteidigung sowie cleveres Umschaltspiel belohnen sich die Jungs vom Neckar auch immer wieder mit einfachen Punkten. Am Ende ist es ein dominanter 118:74-Heimsieg, der einen perfekten Heimauftakt abrundet.

02.10.2026 19:30 Uhr // SBB Börde Baskets vs. GIESSEN 46ers 73:61

Am World-Smile-Day ist den GIESSEN 46ers das Lachen vergangen! Eine Woche nach dem zufriedenstellenden 91:87-Erfolg zum Start in die Spielzeit 2026/27 der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA gegen die Artland Dragons und keine 43 Stunden vor dem sonntäglichen Duell (15 Uhr) gegen die etwas überraschend mit 73:70 gegen die Eisbären Bremerhaven erfolgreichen VfL SparkassenStars Bochum unterlagen die Mittelhessen bei den SBB Börde Baskets am Ende sang- und klanglos mit 61:73 (36:36). Unter dem Strich kamen die Gäste bei den ohne Kirchheim-Neuerwerbung Aeneas Jung (Kieferbruch) angetretenen Männern aus Sachsen-Anhalt nur schwer in die Partie. Die Mittelhessen führten durch einen Dreier von Alex Williams zwar mit 7:5 (3.), sollten hernach jedoch bis zum Start in den dritten Abschnitt nur noch der Musik hinterherlaufen. Ein Airball von Alex Williams sowie ein Technisches Foul gegen die Bank, da vier ausländische Profis kurzzeitig auf dem Feld standen, waren Zeichen der Verunsicherung, die nur noch nicht in Gänze zum Vorschein kam, da Nigel Scantlebury Gießen mit sechs Punkten in Serie beim 13:16 (9.) noch im Spiel hielt. Nach einer ersten Standpauke des Übungsleiters beim 15:24-Zwischenstand (12.) schien das Match im zweiten Viertel zu kippen. Alex Williams ließ einen Dunk in die SBB-Reuse krachen (19:26, 13.), Till Gloger verwertete einen Klassepass von „Auge“ Robin Benzing (21:26, 14.) und stellte höchstpersönlich auf 29:31 (17.), als der Ex-Rostocker den massigen Brock Gardner unter dem Korb locker beiseite beförderte. Als dann auch noch Chris Carter seine linke Klebe auspackte und zwei Würfe von Downtown einschweben ließ, verließen die Gäste zur Halbzeitansprache erhobenen Hauptes die nach dem vor drei Jahren verstorbenen Ex-DDR-Handball-Nationalspieler Wolfgang Lakenmacher benannte Halle in der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt.

Doch statt selbstbewusst aus der Kabine zurückzukehren, brachten die 46ers im dritten Abschnitt nur mickrige elf Punkte zustande. Chris Carter handelte sich schon früh sein drittes Foul ein, Alex Williams zog sich eine wahrscheinlich schwere Fingerverletzung zu und kam nicht wieder aufs Parkett zurück und Luis König Figge verlor die wegen technischer Probleme nicht vorhandene Shot Clock über den Körben aus den Augen, so dass das Drama seinen Anfang nahm. Als die Hausherren dann auch noch drei Dreier in Serie einnetzten und damit im letzten Viertel von 55:52 (31.) auf 64:52 (33.) davonzogen, war es um den Altmeister so gut wie geschehen. Nigel Scantlebury verkürzte drei Minuten vor dem Halali zwar nochmals auf 61:68, doch als ein irre weiter Verzweiflungs-Dreier von Robin Benzing sein Ziel verfehlte, war es um Gießen geschehen. Das „T“ gegen Luis König Figge, der die Unparteiischen lediglich auf Schweiß am Boden aufmerksam machen und einen Wischer anfordern wollte, setzte der Niederlage ebenso wie der letzte krachende Airball von Daniel Norl die Krone auf. Der misslungene Auftritt an der Elbe hatte aber auch Positives für den Gießener Tross parat, wenngleich dies an der Niederlage überhaupt nichts änderte. „Wir haben keine Zeit zum Weinen, der nächste Gegner wartet“, brummelte Branislav Ignjatovic, dem am World-Smile-Day das Lachen längst vergangen war.

 

02.10.2026 19:30 Uhr // HAKRO Merlins Crailsheim vs. Tigers Tübingen 85:64

Das Derby startet mit hohem Tempo, aber auch zahlreichen Ballverlusten auf beiden Seiten. Crailsheim erwischt den besseren Beginn und führt 8:3. Kapitän Otto bringt von der Bank sofort neue Energie und verbucht drei Steals in seinen ersten drei Einsatzminuten. Nach einem technischen Foul gegen Headcoach Florian Flabb und einem Dreier von Ex-Merlin Santana dreht Tübingen die Partie jedoch und zieht auf 10:15 davon. Dann übernimmt Drescher. Mit neun Punkten im ersten Viertel führt er die Merlins zur 22:17-Führung. Im zweiten Abschnitt bestimmt Crailsheim zunehmend das Tempo: Van Slooten startet mit fünf schnellen Punkten, Coplin setzt mit Putback-Dunk und Block Zeichen. Kurz vor der Pause klaut van Slooten direkt nach einer Tübinger Auszeit den Ball und dunkt. Coplins Dreier zum 48:33 bringt Spieler und Arena mit der Halbzeitsirene endgültig zum Beben.

Auch nach der Pause bleiben die Merlins heiß. Drescher und Coplin treffen von außen, Alexander vollendet den schönsten Angriff des Abends per Dunk. Ein 13:3-Start sorgt für das 61:36. Tübingen antwortet mit zwölf Punkten in Serie, doch Alexander stoppt den Lauf und stabilisiert sein Team. Im Schlussviertel zieht Crailsheim sofort wieder davon. Alexander prägt diese Phase entscheidend und wird unter tosendem Applaus ausgewechselt. Am Ende feiern die Merlins einen verdienten 85:64-Derbysieg.

Florian Flabb (Headcoach HAKRO Merlins Crailsheim):

„Vielen Dank für die Glückwünsche. Das Ergebnis ist ja am Ende sehr eindeutig, aber mit so vielen Verletzten am Doppelspieltag hier anzukommen ist auch schwer. Das hat Tübingen dann auch top gemacht und sich angepasst. Mit der Tiefe unseres Kaders hatten wir dann über lange Zeit auch mehr Energie und das Rebounding war sehr eindeutig. Deshalb bin ich sehr zufrieden in der Defensive wieder so konstant zu sein, um die Fehler die wir in der Offensive noch machen wieder auszugleichen. Tübingen dann unter 65 Punkte zu halten ist wirklich stark.“

Felix Banobre (Headcoach Tigers Tübingen):

“Meinen Glückwunsch an Florian. Das Spiel war wie es war. Wir können uns nicht entschuldigen, wir versuchten uns in der Defensive anzupassen aber sie waren gut vorbereitet und haben eine hohe Qualität. Im ersten Viertel haben wir gute Lösungen gegen sie gefunden, aber dann haben wir sie verloren.“

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/10/Nachberichte_Spieltag_2_ProA.jpg 563 1000 Lea /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Lea2026-10-05 15:05:122026-10-05 15:05:12Nachberichte ProA 2. Spieltag

Vorberichte ProA 2. Spieltag

2. Oktober 2026/in Allgemein, APP, ProA 26/27

Alle ProA-Spiele des ersten Spieltags könnt ihr live auf Sporteurope.TV verfolgen!

 

02.10.2026 19:00 Uhr // Medikamente per Klick Bayreuth vs. PS Karlsruhe LIONS

Heimdebüt für Medikamente per Klick Bayreuth in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA: Am Freitag, 2. Oktober, um 19 Uhr empfängt das Team von Headcoach Vincent van Sliedregt am 2. Spieltag die PS Karlsruhe Lions. Das Spiel ist gleichzeitig der Auftakt des ersten Doppelspieltags der ProA, bereits am Sonntag, 4. Oktober, um 17 Uhr geht es für MpK mit der Auswärtspartie bei den Kreisbau Kirchheim Knights weiter. Nach der 90:109-Auswärtsniederlage bei den EPG Baskets Koblenz am vergangenen Sonntag will MpK Bayreuth gegen Karlsruhe möglichst den ersten Saisonsieg unter Dach und Fach bringen. Angesichts der angespannten Verletztensituation traten die Bayreuther mit einer kurzen Rotation bei den EPG Baskets an. Aller gezeigter Einsatz und auch die absolute Glanzleistung von Joshua Bonga, der als Topscorer 30 Punkte erzielte, konnte die Niederlage beim Team vom Deutschen Eck nicht verhindern. Headcoach Vincent van Sliedregt mahnte nach der Partie: „Defensiv war das nicht gut genug. Uns haben in dieser Hinsicht Disziplin und auch ein Stück weit der Stolz gefehlt. Wir waren nie völlig aus dem Spiel, haben uns aber zu oft auf unsere Offensive verlassen, statt über defensiven Druck und unsere Fähigkeiten in der Verteidigung zu kommen“. Darauf solle nun in der Woche vor dem Karlsruhe-Spiel im Training der Schwerpunkt gelegt werden. Auch Gegner PS Karlsruhe Lions musste zum Saisonauftakt eine Niederlage hinnehmen, im Heimspiel gegen die Nürnberg Falcons musste man sich in einer bis zur letzten Sekunde spannenden Partie mit 79:83 geschlagen geben. Von Beginn an entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, 18:18 stand es nach dem ersten Viertel, zur Halbzeit lag Karlsruhe mit 43:40 in Front. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie eng. Nürnberg kam zurück und übernahm nach dem dritten Viertel knapp mit 60:59 die Führung. Auch im Schlussabschnitt schenkte keine der Mannschaften etwas her. Es wurde um jeden Ball gekämpft, letztlich lagen die Falcons mit 83:79 vorne. Topscorer der Karlsruher war der 26-jährige Small Forward Kilian Binapfl mit 25 Punkten vor Martel Williams mit 17 Zählern.

In der vergangenen Saison erreichte das Team von Headcoach Demond Greene nach einem holprigen Start in der ProA-Hauptrunde noch Rang acht, scheiterte dann aber im Playoff-Viertelfinale an Meister Phoenix Hagen. Der 27-jährige US-Spielmacher und Point Guard Isaiah Hart, der das Offensivspiel der Löwen als Nachverpflichtung in der vergangenen Spielzeit belebte, blieb den Karlsruhern erhalten. Zum Saisonauftakt gegen Nürnberg musste Hart jedoch wegen einer Adduktorenzerrung pausieren. Neuer Teil im Spielaufbau des Löwenrudels ist der 24-jährige US-Rookie und Shooting Guard Martel Williams, der zuletzt in der amerikanischen College-Liga bei den California Baptist Lancers aktiv war und zu den Topscorern seines Teams zählte. Das neue Karlsruher Aufbau-Trio komplettiert der 27-jährige Point Guard Zac Owens. Der 1,80 Meter große US-Amerikaner kam aus Österreich vom BC Vienna, wo er in der Saison 2024/25 mit durchschnittlich 21 Punkten Topscorer war, zu den Badenern. Die PS Lions wollten Owens eigentlich bereits zu Beginn der vergangenen Saison verpflichten, damals verhinderte eine Verletzung aber den Wechsel. Gegen Nürnberg scorte Owens elf Punkte und griff drei Rebounds ab. An den Brettern gehen bei den Karlsruhern der 24-jährige US-Rookie und Power Forward Theo Seng (in den vergangenen drei Spielzeiten in der amerikanischen College-Liga NCAA an der Sacramento University aktiv/neun Punkte und sieben Rebounds gegen Nürnberg) sowie der 25-jährige, 2,08 Meter große US-Center Robert Jones neu zu Werke. Headcoach Demond Greene hält große Stücke auf den aus Albufeira in Portugal gekommenen Robert Jones: „Offensiv zeichnet er sich insbesondere durch seine Qualität als Screener aus und schafft dadurch viele Vorteile für seine Mitspieler. Defensiv bringt er eine hohe Präsenz mit, kommuniziert konstant und übernimmt Verantwortung“. Gegen Nürnberg scorte Jones zwölf Punkte und griff fünf Rebounds ab. Teil des „deutschen Korsetts“ der PS Lions ist Neuzugang Noah Koch. Der 19-jährige Point Guard kam von BBL-Absteiger MLP Academics Heidelberg. Bewährte deutsche Kräfte im Karlsruher Team sind der 2,09 Meter große Center-Routinier Maurice Pluskota (34), der 26-jährige Small-Forward und Top-Scorer im Spiel gegen Nürnberg, Kilian Binapfl, Power Forward Jason George (25, mit fünf Punkten und acht abgegriffenen Bällen bester Rebounder im Auftaktspiel gegen die Falcons) sowie der 26-jährige, 2,03 Meter große Power Forward Wesley Oba. Maurice Pluskota (im Aufbautraining nach seinem Bänderriss mit Knorpelschaden) und Wesley Oba (Nasenbeinbruch) mussten im Auftaktspiel noch pausieren, beide werden nach Auskunft des Vereins ebenso wie Isaiah Hart Anfang Oktober im Team zurückerwartet. Ob sie bereits am 2. Oktober in Bayreuth mit auflaufen, bleibt abzuwarten.

In der vergangenen Saison 2025/26 gab es im Heimspiel des damaligen BBC Bayreuth gegen die PS Karlsruhe Lions in der Oberfrankenhalle einen 97:82-Sieg, auch beim Rückspiel in der Karlsruher Europahalle siegten die Bayreuther mit 78:72. Aktuell das größte Problem bei MpK Bayreuth ist die Verletztenmisere. Beim Saison-Auftaktspiel in Koblenz fehlten die verletzten Moritz Plescher, Noah Wabersich, Leroy Ikejiaku und Nic McClain, außerdem wurde „Scharfschütze“ Matt Frierson geschont, der sich beim Medikamente per Klick-Cup eine Schulterverletzung zugezogen hatte und dessen Einsatz ein zu großes Risiko für einen längerfristigen Ausfall mit sich gebracht hätte. Wegweisend für die Partie am Freitag gegen Karlsruhe dürften angesichts der aktuellen Personalsituation die Worte von MpK-Topscorer Joshua Bonga nach der Partie in Koblenz sein: „Wir haben viele Verletzte, haben aber alles gegeben und wollten natürlich auch unter diesen Umständen das Spiel gewinnen. Wir werden jetzt auf jeden Fall weiterhin hart trainieren, wollen uns weiter verbessern und hoffen auf die Unterstützung unserer Fans in der Oberfrankenhalle gegen Karlsruhe“.

 

02.10.2026 19:00 Uhr // Nürnberg Falcons vs. EPG Baskets Koblenz

Gleich an diesem Wochenende sind die 18 ProA-Ligisten doppelt gefordert. Die Nürnberg Falcons empfangen am Freitagabend die EPG Baskets Koblenz zum 1. Heimspiel der Saison und gastieren zwei Tage später in Tübingen. Basketball ist zurück in Nürnberg! Mit dem Sieg in Karlsruhe im Gepäck und den eigenen Fans im Rücken gehen die Nürnberg Falcons voller Energie in ihre Heimpremiere. Zu Gast am Freitag um 19.00 Uhr sind die EPG Baskets aus Koblenz, die in der vergangenen Woche Bayreuth mit 109:90 aus der Halle schossen. Nürnberg ist gewarnt. Head Coach Tim Black blickt voraus: „Dieses Wochenende ist wichtig für unser Team. Koblenz hat eine talentierte Mannschaft, die offensiv extrem gefährlich ist. Das wissen wir, und genau das müssen wir kontrollieren. Kontrollieren müssen wir auch unsere Emotionen im Lichte des ersten Heimspiels.“ Tip-off zum ProA-Spiel Nürnberg Falcons vs. EPG Baskets Koblenz ist am Freitag, den 2. Oktober, um 19.00 Uhr in der Kia Metropol Arena. Die Tickets gibt es im vergünstigten Online-Vorverkauf sowie an der Tageskasse. Die Nürnberg Falcons empfehlen eine Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Die Parkplätze an der Arena kosten ab sofort 5 Euro pro Abend. Die Bezahlung erfolgt am Automaten.

Der Parkplatz verfügt über eine automatische Kennzeichenerfassung. Zwei Tage später geht es zu den Tigers nach Tübingen. Diese verloren zum Saisonauftakt gegen Heidelberg und bestreiten am Freitagabend in Crailsheim schon das nächste Derby. Aufgrund der kurzen Vorbereitung gibt Coach Tim Black auch für das Gastspiel in Baden-Württemberg folgende Marschroute vor: „40 Minuten diszipliniert spielen. Das muss auch im zweiten Spiel an diesem Wochenende unser Ziel sein. Ich bin gespannt, wie unsere Spieler diese Herausforderung mit zwei Spielen in drei Tagen meistern werden.“ Die Partie in Tübingen steigt am Sonntag, 4. Oktober, um 17.00 Uhr. Das Spiel wird LIVE auf Sporteurope.TV übertragen. Bis 15. Oktober können sich die Fans noch den vergünstigten All-Access Pass holen und damit direkt die Falcons unterstützen. Und weil Zusammenschauen am meisten Spaß macht, findet am Sonntag die erste Falcons Watch Party im PARKS Nürnberg am Berliner Platz statt. Der Eintritt ist frei.

 

02.10.2026 19:00 Uhr // OrangeAcademy vs. Kreisbau Kirchheim Knights

Am Wochenende startet die OrangeAcademy mit dem ersten Doppelspieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA am OrangeCampus. Zu Gast sind am Freitag um 19 Uhr die Kreisbau Kirchheim Knights und am Sonntag um 19 Uhr die MLP Academics Heidelberg. Dank des enormen Kraftakts in der vergangenen Woche steht die OrangeAcademy nach dem Saisonauftakt bereits mit zwei immens wichtigen Punkten da. Damit bewiesen die jungen Uuulmer, dass sie keineswegs zu unterschätzen sind. Doch nach dem Sieg beim letztjährigen Halbfinalisten aus Bremerhaven wartet bereits die nächste große Doppelhürde des anspruchsvollen Auftaktprogramms auf die Schützlinge von Cheftrainer Mehdy Mary. Am Freitag gastiert mit den Kreisbau Kirchheim Knights der letztjährige ProA-Vizemeister am OrangeCampus, der in der vergangenen Woche mit einem Statement-Sieg gegen die SBB Baskets (+29 Punkte) aufhorchen ließ. Keine 48 Stunden später werden die Doppelstädter erneut auf die Probe gestellt, wenn der letztjährige Bundesligist aus Heidelberg gastiert. „Ich freue mich schon sehr auf den Heimauftakt vor unseren eigenen Fans. Mit Kirchheim wartet ein sehr starker Gegner auf uns, der nicht ohne Grund im vergangenen Jahr im Finale stand. In der Preseason konnten sie uns mit ihrer enormen Physis besiegen. Das Spiel am Freitag sehe ich als eine weitere gute Chance, mitzuhalten und uns weiterzuentwickeln. Am Sonntag wartet mit Heidelberg direkt das nächste Topteam auf uns. Sie haben im vergangenen Jahr noch in der Bundesliga gespielt und verfügen auch in dieser Saison über große Qualität im Kader. Auch hier nehmen wir die Challenge an und wollen diese großartige Möglichkeit nutzen, um wertvolle Erfahrungen zu sammeln“, erklärt OrangeAcademy-Cheftrainer Mehdy Mary.

Im direkten Duell mit dem letztjährigen ProA-Finalisten treffen gleich zwei Akteure auf ihren ehemaligen Arbeitgeber. Center Nico Bretzel kehrt erstmals seit seinem Wechsel zurück an den OrangeCampus. Auf der Gegenseite trifft auch der ehemalige Kirchheimer Nil Failenschmid als Kapitän der OrangeAcademy auf seine Mannschaft aus der Vorsaison. In der Sommerpause gab es viel Bewegung im Aufgebot der Kirchheimer. Neben Failenschmid verließen auch wichtige Leistungsträger wie Tylan Pope, Phillip Russell und Lucas Mayer die Schwaben. Dafür konnten die Knights jedoch namhaft nachlegen. Neuzugang Desmond Watson schlug bereits im ersten Spiel voll ein und avancierte mit 26 Punkten gegen die SBB Baskets zum Topscorer. Auch die neu verpflichteten Amerikaner Philip Alston (10 Punkte) und Corey Hines (9) wussten zu überzeugen. Der verbliebene Kapitän Tyrel Morgan übernimmt weiterhin als Führungsspieler Verantwortung.

 

02.10.2026 19:30 Uhr // Artland Dragons vs. BG Göttingen

Nach dem Saisonauftakt bei den GIESSEN 46ers steht für die Artland Dragons am Freitag das erste Heimspiel der neuen Saison auf dem Programm. Um 19:30 Uhr empfängt das Team von Headcoach Hendrik Gruhn die BG Göttingen in der Artland Arena. Die Partie ist gleichzeitig der Auftakt in einen Doppelspieltag, denn bereits am Sonntag geht es für die Dragons mit dem Auswärtsspiel bei den EPG Baskets Koblenz weiter. In der vergangenen Saison setzte sich Göttingen am fünften Spieltag in der Artland Arena deutlich mit 83:104 durch. In der Rückrunde revanchierten sich die Dragons und gewannen am 28. Spieltag in Göttingen mit 93:101. Für die Veilchen endete die Saison anschließend ebenfalls im Playoff-Viertelfinale. Gegen die Knights Kirchheim unterlag Göttingen in der Serie mit 1:3. Wie die Dragons ist auch die BG Göttingen mit einer Niederlage in die neue Saison gestartet. Die Veilchen mussten sich am ersten Spieltag vor heimischer Kulisse den RheinStars Köln knapp mit 80:83 geschlagen geben. Erfolgreichster Göttinger war Zach Jackson mit 24 Punkten bei 10/18 aus dem Feld. Neuzugang Radvilas Kneizys steuerte bei seinem ersten Pflichtspiel für die BG 18 Punkte bei und traf sieben seiner 14 Würfe.

Bei der BG hat sich im Sommer einiges verändert. Martins Gulbis übernahm das Traineramt und steht für einen körperbetonten Spielstil mit viel Arbeit an den Brettern. Aus der vergangenen Saison sind jedoch einige Spieler im Kader geblieben, unter anderem Jackson, Daniel Kirchner und Mathis Mönninghoff. Mönninghoff bringt dabei mit 405 BBL-Spielen viel Erfahrung mit. Dazu verstärkten sich die Veilchen unter anderem mit Radvilas Kneizys, der aus der ersten litauischen Liga von Neptūnas Klaipėda kommt, Omar Pajic aus Lettland von Valmiera Glass Via (13,1 Punkte, 4,8 Rebounds) und Guard Tai Bibbs aus Finnland von Kouvot Kouvola (16,9 Punkte, 5,4 Rebounds, 3,5 Assists). „Göttingen hatte das Glück, viele Spieler über den Sommer hinaus halten zu können. Sie haben zwar einen neuen Trainer, gehen aber mit einem Kern in die neue Saison, der sich bereits kennt. Unser großer Fokus wird in der Defensive darauf liegen, wie wir die individuelle Qualität der Göttinger stoppen können. Allen voran Zach Jackson, der offensiv zu den besten Spielern der Liga gehört und auf viele verschiedene Arten scoren kann. Er hat die Größe, um in der Zone abzuschließen, dazu einen wahnsinnig guten Wurf. Ihn gilt es so gut es geht zu stoppen. Das Gleiche gilt für Omar Pajic. Er ist ein sehr intelligenter Spieler auf den großen Positionen. Der dritte Schlüsselspieler der Göttinger ist Radvilas Kneizys auf der Guard-Position. Sie sind mit dem neuen Trainer noch in der Findungsphase, aber man sieht phasenweise in der Offensive schon, welche Wucht diese Mannschaft entwickeln kann. Wir müssen bereit sein und einen absoluten Sahnetag in der Defensive erwischen, um am Freitag bestehen zu können. Unsere Jungs freuen sich extrem auf das erste Heimspiel in dieser Saison und auch wir als Trainerteam freuen uns sehr darauf, endlich vor unseren eigenen Fans spielen zu können.“

 

02.10.2026 19:30 Uhr // VfL SparkassenStars Bochum vs. Eisbären Bremerhaven

Das Warten hat ein Ende. Am kommenden Freitag, den 02.10.2026 um 19:30 Uhr findet das erste Heimspiel der Saison 2026/27 statt. Der VfL empfängt im Rahmen des 2. Spieltages der Barmer 2. Basketball Bundesliga ProA die Eisbären Bremerhaven in der Rundsporthalle. Das Team von Headcoach Alvaro Paredes möchte nun nahtlos am Auswärtserfolg gegen die Paderborner vergangene Woche anknüpfen, bevor es am folgenden Sonntag, den 04.10.2026 bereits mit der Auswärtsfahrt nach Giessen weitergeht. Die Partie in der Sporthalle Gießen-Ost startet um 15:00 Uhr. Die Eisbären aus Bremerhaven schlossen letzte Saison auf Tabellenplatz vier ab und zogen demnach problemlos in die Playoffs ein. Dort unterlagen die Bremerhavener dann dem späteren Meister und Aufsteiger aus Hagen. Auch diese Spielzeit will die Mannschaft von Headcoach Ferried Naciri zur Top-Gruppe der Liga gehören.

Insgesamt acht Spieler verabschiedeten die Gegner im Sommer und leiteten somit einen Umbruch ein. Darunter unter anderem die drei teaminternen Topscorer Baker, Miller und Brenneke. Aufgefangen werden soll diese Last von Neuzugängen wie Dominic Parolin, Ex-Crailsheimer Tyreese Blunt und Vincent Friederici. Letzterer legte vergangene Spielzeit für die Nürnberg Falcons 13,3 Punkte und 2 Assists pro Spiel auf. Der Saisonauftakt misslang jedoch den Eisbären. Zuhause verloren sie in einer knappen Partie überraschend gegen den Aufsteiger OrangeAcagemy aus Ulm. Bei den SparkassenStars muss Headcoach Alvaro Paredes weiterhin auf Neuzugang David Pisic verzichten. Der Flügelspieler fällt mit einer Handverletzung aus. Ansonsten steht der gesamte Profikader für die Partie in der Rundsporthalle zur Verfügung. Für den VfL ist es die Chance den Saisonstart perfekt zu machen und ohne Punktverlust aus den ersten beiden Partien zu starten. Das Spiel wird, wie alle Spiele der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, live über Sporteurope.Tv gestreamt. Übertragungsbeginn ist um 19:15 Uhr.

02.10.2026 19:30 Uhr // Paderborn Baskets vs. RheinStars Köln

Für die RheinStars stehen am Freitag und Sonntag Auswärtsaufgaben bei den Paderborn Baskets (19.30 Uhr) und den ETB Miners Essen (16 Uhr) auf dem Programm. „Es ist für alle Mannschaften schwierig, da die Balance und den Rhythmus aus Vorbereitung, Spiel und Erholung zu finden“, sagt Headcoach Zoran Kukic.  Also zwei schwierige Herausforderungen am Nachhaltigkeits-Spielwochenende der Liga bis zum ersten Auftritt der Kölner in der heimischen Motorworld. Der folgt am Sonntag, 11. Oktober ab 18 Uhr gegen den letztjährigen Halbfinalisten Eisbären Bremerhaven. Sowohl Paderborn als auch Essen verloren zum Auftakt ihre ersten Spiele gegen die VfL Sparkassen Stars Bochum (77:81) bzw. die HAKRO Merlins Crailsheim (67:81) jeweils in eigener Halle. Die RheinStars hingegen gewann bei der BG Göttingen. Coach Kukic aber misst dem wenig Bedeutung bei. „Nach dem ersten Spieltag ist noch nicht so viel zu erkennen in der Liga, weder bei den anderen Teams noch bei deren Spielern. Zu uns kann ich sagen, dass wir für ein Auftaktspiel ein gutes Spiel in Göttingen abgeliefert haben und dass wir in allen Bereichen sowohl als Team als auch individuell noch sehr viel besser werden können.“

Wie Köln setzt auch der westfälische Dauerrivale auf Kontinuität auch der Position des Cheftrainers. Milos Stankovic geht in seine dritte Saison bei den Baskets, die er nach dem Aufstieg aus der ProB vergangene Spielzeit auf den ersten Nichtabstiegsplatz führte. Verändert hat sich dafür der Kader: Mit Jonathan Klussmann (Artland Dragons) und Kevin Osawe (unbekannt) haben die beiden letztjährigen Topscorer den Klubs verlassen.  Mit Karl Bühner kam zudem einer der Paderborner Vielspieler in den Kölner Kader. Die Rolle des besten Werfers soll nun Eyassu Worku ausfüllen, der beim Duell mit den Bochumern auf 23 Punkte kam. Zweistellig punkteten zudem die Neuzugänge Jon´ll Fugett und Nik Schlipf (je 13). Noch herausfordernder als die Veränderungen im Kader ist allerdings die neue Heimspielstätte. Den Fans und Verein werden in den kommenden Jahren zu den Heimspielen nach Lemgo in die knapp 50 Kilometer entfernte Phoenix Contact Arena pilgern, da die altehrwürdige Maspernhalle saniert wird. Zum Auftakt begleiteten die Paderborner unter dem Motto „Zu Gast bei Freunden“ die beachtliche Zahl von 1400 Fans in die Heimat der Handballer des TBV Lemgo.

 

02.10.2026 19:30 Uhr // MLP Academics Heidelberg vs. ETB Miners

Die ETB Miners sind in der abgelaufenen Saison aus der ProB Nord als Meister aufgestiegen und gehen nun in der ProA an den Start. Mit Quashawn Lane haben sie den MVP der vergangenen ProB-Saison halten können. Seine 16,2 Punkte, 5,1 Rebounds und 5,9 Assists haben in der letzten Spielzeit seine Bedeutung für den Aufstieg unterstrichen. Im ersten Saisonspiel konnte er verletzungsbedingt jedoch nicht mitwirken. Mit Isaiah Sanders haben die Miners einen alten Bekannten wiedergeholt. Letzte Saison erzielte er für die Tigers Tübingen im Schnitt 9,6 Punkte, davor lief er bereits für Essen in der ProB auf und überzeugte mit starken 19,6 Punkten, 3,9 Rebounds und 2,5 Assists.

Das Team von Headcoach Lars Wendt verfügt außerdem über einige Spiele BBL-Erfahrung. JJ Mann (letzte Saison Trier) und Craig Moller (ehemals Würzburg und Bamberg) haben gemeinsam 105 Spiele in der ersten Liga absolviert und können für das Aufstiegsteam wichtige Veteranen-Rollen einnehmen. Beim Saisonauftakt in Crailsheim haben die Miners bereits gezeigt, dass sie einige Teams vor Herausforderungen stellen können. Gegen die HAKRO Merlins Crailsheim führte Essen zur Halbzeitpause für viele überraschend mit 44:35. Am Ende mussten sie sich jedoch nach nur zehn bzw. 13 Punkten im dritten und vierten Viertel mit 67:81 geschlagen geben. Topscorer wurde Craig Moller mit zehn Zählern.

Assistant Coach Johannes Hübner zieht vor dem Heimauftakt Parallelen zum letzten Gegner der Heidelberger: „Mit Essen erwartet uns nach Tübingen erneut ein Gegner, der mit hohem Tempo spielt, gezielt reboundet und konsequent den Dreipunktewurf sucht. Genau in diesen Bereichen müssen wir von Beginn an deutlich fokussierter und physischer auftreten als zuletzt in Tübingen. Essen hat den Aufstieg als ProB-Meister mit einer gezielten Verstärkung des Kaders inklusive BBL-Erfahrung verbunden. In Kombination mit ihrer Spielweise erwartet uns damit ein attraktiver und anspruchsvoller Gegner. Wir freuen uns sehr darauf, nach dem Pokalspiel gegen Oldenburg und der überragenden Unterstützung in Tübingen jetzt in der Bundesliga wieder vor unseren Fans im SNP dome aufzulaufen!“ Im Rahmen des Nachhaltigkeits-Spieltages der Liga rufen die MLP Academics Heidelberg dazu auf, möglichst mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Der SNP dome bietet über 600 Fahrradparkplätze und ist mit zwei anliegenden Haltestellen bestens an den Nahverkehr angebunden.

 

02.10.2026 19:30 Uhr // SBB Börde Baskets vs. GIESSEN 46ers

Zum ersten Heimspiel der neuen Saison empfangen die SBB Börde Baskets die Gießen 46ers am Freitagabend (Beginn: 19.30 Uhr) in der Wolfgang-Lakenmacher-Halle. Die wichtigsten Fakten vorab: Gießen gehört in dieser Saison ohne Frage zu den Aufstiegsfavoriten. Leistungsträger wie Robin Benzing, Till Gloger oder Luis König Figge stehen weiterhin im Aufgebot des erfahrenen Cheftrainers Branislav Ignjatovic. Außerdem verstärkte sich Gießen im Sommer vielversprechend. Bester Werfer war am ersten Spieltag Königstransfer Zachery Cooks mit 22 Zählern. Außerdem wechselte BBL-Routinier Chris Carter aus Jena nach Gießen. Unterschiedlicher hätten beide Klubs kaum in die neue Saison starten können: Während sich die SBB Baskets auswärts deutlich dem Vizemeister aus Kirchheim geschlagen geben mussten (58:87), gewann Gießen daheim mit 91:87 gegen die Artland Dragons.

Achmadschah Zazai, Cheftrainer der SBB Börde Baskets: „Wir freuen uns ungemein, nach vielen Monaten Sommerpause endlich wieder vor unseren Fans in der Wolfgang-Lakenmacher-Halle auflaufen zu können. Viele unserer Jungs werden die Atmosphäre in der Halle das erste Mal erleben. Wir hoffen auf zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer. Die Auftaktpleite gegen Kirchheim haben wir intensiv aufgearbeitet. So dürfen und wollen wir uns kein zweites Mal präsentieren. Mit Gießen wartet erneut eine schwere Aufgabe auf uns, aber wir werden vor heimischem Publikum alles geben, um den ersten Saisonsieg einzufahren.“

Sommer-Zugang Aeneas Jung wird den SBB Baskets nach seinem Kieferbruch weiterhin fehlen. Der Flügelspieler befindet sich noch im Aufbautraining. Alle anderen Akteure werden Cheftrainer Achmadschah Zazai voraussichtlich zur Verfügung stehen. Die SBB Börde Baskets freuen sich, endlich wieder ihre Fans in der Wolfgang-Lakenmacher-Halle begrüßen zu dürfen. Zum ersten Heimspiel lohnt sich besonders der Weg zum Fanshop, wo unter anderem die neuen Trikots bestellt werden können.

02.10.2026 19:30 Uhr // HAKRO Merlins Crailsheim vs. Tigers Tübingen

Mit dem Auswärtsspiel bei den HAKRO Merlins Crailsheim wartet auf die Bañobre-Truppe nach der 75:83-Niederlage gegen die MLP Academics Heidelberg gleich das nächste Schwergewicht im deutschen Basketball-Unterhaus. Es ist kein Geheimnis, dass das Team aus dem Hohenlohischen schnellstmöglich wieder in die easyCredit Basketball Bundesliga zurückkehren will. Zur neuen Saison 2026/2027 hat Florian Flabb das Zepter an der Seitenlinie von David McCray übernommen. Der 33-Jährige war zuletzt Meistertrainer der OrangeAcademy aus Ulm in der ProB. In der Münsterstadt war Flabb zuletzt drei Jahre tätig. Neuer Co-Trainer bei den Zauberern ist Tom Walther, der von 2022 bis 2024 in Tübingen unter Trainer Danny Jansson gewirkt hat. Für Nico Santana Mojica wird die Begegnung gegen die HAKRO Merlins Crailsheim die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Auch der Kader wurde nahezu rundum erneuert. Aus dem Vorjahr sind nur der neue Kapitän Gianni Otto, einst von 2021 bis 2024 ein Gesicht und Kapitän der Tigers Tübingen, sowie Center Till Isemann geblieben. Bekannte Namen im neuen Team der HAKRO Merlins Crailsheim sind Booker Coplin (Ludwigsburg, Frankfurt, Düsseldorf), Šimon Krajčovič (Gießen, Bremerhaven), Hendrik Drescher (Göttingen, Trier, Bremerhaven, Bochum), Luc van Slooten (Vechta, Braunschweig) und Lucas Mayer (Kirchheim, Paderborn). Vor allem Mayer gehörte in der vergangenen Spielrunde 2025/2026 in Kirchheim zu einem der besten deutschen Kräfte. Zum Saisonauftakt setzte sich die Flabb-Truppe mit 81:67 beim Aufsteiger ETB Miners aus Essen durch. Coplin überzeugte dabei mit 27 Zählern, Mayer mit 13 Punkten und Center Courtney Alexander aus den USA mit zwölf Punkten und vier Rebounds. In der Vorbereitung mussten sich die Raubkatzen in einem engen Spiel mit 82:87 in Crailsheim geschlagen geben. Der Gastgeber geht als klarer Favorit in die Begegnung, die Schwaben werden jedoch alles versuchen, um die zwei Punkte mit nach Tübingen zu nehmen.

 

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/10/Vorberichte_Spieltag_2_ProA.jpg 563 1000 Lea /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Lea2026-10-02 11:04:582026-10-02 11:04:58Vorberichte ProA 2. Spieltag

Nachberichte ProA 1. Spieltag

29. September 2026/in Allgemein, APP, ProA 26/27

25.09.2026 20:00 Uhr // GIESSEN 46ers vs. Artland Dragons 91:87

Bevor auf dem Parkett aber die orangefarbene Kugel durch die Luft geworfen wurde, wurde zunächst der kürzlich verstorbenen Vereinsikone Ernie Butler gedacht. Hallensprecher Carsten Schäfer fand berührende Worte, erinnerte selbstverständlich an die legendären Schlusssekunden gegen Osnabrück 1965, als Butler dem MTV Gießen mit Ablaufen der Uhr den ersten Meistertitel bescherte. Und er hielt fest, dass der Basketball in Gießen ohne Butler nicht der sei, der er heute ist. Die Fans widmeten dem Verstorbenen nicht nur ein Transparent mit Butlers legendärer Aussage „Basketball is Jazz“, sondern ebenso ein Spruchband: „Du gabst den Takt vor – Wir spielen ihn weiter!“ Gespielt wurde nach der folgenden Schweigeminute auf dem Parkett. Und die Quakenbrücker aus dem Landkreis Osnabrück waren von Anfang an nicht gewillt, sich einfach abschießen zu lassen. Die Dragons waren nicht nur heiß auf die Partie in der Osthölle, sondern auch aggressiv in der Verteidigung. „Es war das typische erste Saisonspiel“, gab 46ers-Headcoach Frenki Ignjatovic im Anschluss der Partie auf der Pressekonferenz zu Protokoll. Der 59-Jährige hatte zuvor eine Begegnung gesehen, die zwar nicht immer wunderschön anzusehen war, die aber durch den Kampfgeist beider Teams stets spannend und nervenaufreibend war. So ging es fehlerbelastet und munter gleichermaßen hin und her, ohne dass sich eine Mannschaft großartig von der anderen abzusetzen wusste.

Beim 40:32 (16.) waren die 46ers erstmals ein paar Punkte weiter vorn. Als aus dieser 9-Punkte- kurz darauf eine 12-Punkte-Führung wurde (44:32), schienen sich die Mittelhessen endgültig von den Drachen distanzieren zu können. Doch immer dann, wenn ein kleines Polster bestand, wurde dieses peu à peu von den Gästen wieder abgetragen. Etwa weil die Gießener dazu neigten, sich für überhastete Würfe zu entscheiden, anstatt einen Angriff konzentriert zu beenden. Oder weil die Dragons zeitweise ebenso geschickt verteidigten, wie die Rot-Weißen auf der anderen Seite. „Wir“, wusste Neuzugang Chris Carter hinterher, „haben oft die falschen Entscheidungen getroffen. Wir haben zu oft schnell gespielt, obwohl wir hätten besser das Tempo herausnehmen müssen.“ Auch wurden von den 43 Freiwürfen nur 29 verwandelt. „Daraus müssen wir lernen“, sprach der Small Forward von „einem ekligen Spiel“. Aber auch so eins muss erst einmal gewonnen werden. Doch die 46ers hielten ihren Gegner konsequent hinter sich. Weil Chris Carter ohne Ende rackerte. Weil Alexander Williams stets wuselig war und mit sechs Rebounds nach Viktor Kovacevic (7) die meisten pflückte. Weil Luis König Figge (Ignjatovic: „Hat offensiv und defensiv ein sehr gutes Spiel gemacht“) im Schlussviertel aufdrehte und nicht einen seiner Würfe neben die Reuse setzte. Weil Kapitän Robin Benzing einmal mehr von der Freiwurflinie (7 von 8) als auch aus der Distanz (3 von 4) verlässlich punktete. Und weil Zachary Cooks mit 22 Punkten den Dragons den Zahn zog.

 

26.09.2026 18:00 Uhr // Kreisbau Kirchheim Knights vs. SBB Börde Baskets 87:58

Nach einer erfolgreichen Vorbereitung mit vier Siegen in vier Duellen gegen ProA-Ligisten, wollten die Mannen von Head Coach Igor Perovic an die bis dato positive Entwicklung anknüpfen und mit einem Erfolgserlebnis in die neue Saison starten. Die Vorbereitung auf die Partie verlief alles andere als rhythmisch. Watson, sowie Philip Alston mussten unter der Woche aufgrund von kleineren Blessuren pausieren. Ebenfalls für einige Tage fehlte Kapitän Tyrel Morgan, der mit einer Erkältung das heimische Bett hütete. Rechtzeitig wurden alle drei fit und standen allesamt in der Startformation die Perovic aufs Feld schickte. Vor allem Watson lief bereits nach wenigen Minuten heiß und erzielte im Anfangsviertel eine zweistellige Punkteausbeute und legte damit den Grundstein zur 24:14 Führung. Die Ritter hatten das Spiel deutlich unter Kontrolle und nutzten ihre physische Überlegenheit immer wieder aus. Lukas Zerner und Tyrel Morgan verdienten sich Bestnoten im Defensivbereich. Immer wieder attackierten die Schwaben das gegnerische Brett und sammelten insgesamt 17 Offensivrebounds. Dies sorgte auch für eine deutliche Dominanz im zweiten Viertel, welches die Kreisbau Knights ebenfalls mit 20:10 für sich entscheiden konnten. Mit einem beruhigenden 46:24 Polster zur Halbzeit ging es in die Kabinen.

Wer aus Sicht der Gäste nun gehofft hatte die Kirchheimer würden nachlassen, musste nach wenigen Minuten im dritten Viertel erkennen, das dem nicht so war. Hochkonzentriert gingen die Ritter zu Werke. Johannes Patrick und CJ Hines führten glänzend Regie und setzten ihre Mitspieler immer wieder toll in Szene. Bei einigen Passstafetten ging ein Raunen durch die Sporthalle Stadtmitte. Die selbstlose Spielweise der neuformierten Mannschaft beeindruckte das Publikum. Insbesondere defensiv ließen die Gastgeber kaum etwas zu und zwangen die Baskets zu schwierigen Abschlüssen. Beim Stand von 76:43 nach drei Vierteln war die Partie entschieden. Im Schlussabschnitt plätscherte die Partie vor sich hin. Die Gäste betrieben noch ein wenig Ergebniskosmetik, aber am Ausgang des Spiels änderte sich nichts mehr. „Gratulation an meine Mannschaft. Sie haben sehr fokussiert und konzentriert gespielt. Es ist ein guter erster Schritt, aber wir haben noch viel Arbeit vor uns,“ sagte Knights Coach Perovic nach Spielende. Bereits am kommenden Wochenende findet der erste Doppelspieltag statt. Am 2.10. geht es für die Rittertruppe nach Ulm. Zwei Tage später empfangen die Knights die Mannschaft aus Bayreuth in der SHSM.

 

26.09.2026 18:30 Uhr // BG Göttingen vs. RheinStars Köln 80:83

Göttingen, 26. September 2026 – Die BG Göttingen hat zum Auftakt in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA-Saison verloren. Die Mannschaft von BG-Headcoach Martins Gulbis musste sich am Samstagabend den RheinStars Köln knapp 80:83 (37:45) geschlagen geben. Vor 2.018 Zuschauern in der Sparkassen-Arena fingen sich die südniedersächsischen Gastgeber nach schlechtem Start und gingen Mitte des dritten Viertels erstmalig in Front. Von da an schenkten sich die beiden Kontrahenten nichts. Am Ende entschieden Kleinigkeiten die Partie zugunsten der Gäste. Bester BG-Werfer war Zach Jackson mit 24 Punkten. Für Köln traf Cedric Russell Jr. am häufigsten (21 Zähler). Die Highlights gibt’s später bei Sporteurope.TV. Die Veilchen, die auf Zac Watson (Oberschenkelverletzung) verzichten mussten, erwischten keinen guten Start in die Partie und lagen schnell 4:14 zurück (4.). Nach einer Gulbis-Auszeit lief es etwas besser für die Hausherren, die durch vier Zähler in Folge auf 9:14 verkürzten (5.). Doch die Kölner tankten immer mehr Selbstbewusstsein und trafen ihre Würfe. Ex-Veilchen Haris Hujic komplettierte ein Vier-Punkte-Spiel zum 11:27 (7.). Die Göttinger kämpften und verringerten den Rückstand bis zum Viertelende auf 16:29. Im zweiten Abschnitt kamen die Gastgeber langsam besser in die Partie. Doch die Rheinländer hatten zunächst immer die richtigen Antworten und blieben zweistellig in Front (25:41/16.). Gulbis nahm eine weitere Auszeit, die wirkte. Jackson und Omar Pajic brachten die BG immer weiter heran, sodass sie nur noch mit einem 37:45-Rückstand in die Halbzeitpause ging.

Nach dem Seitenwechsel ließ Mathis Mönninghoff gleich die Veilchen-Fans durch seinen Dreier zum 40:45 jubeln (21.). Jackson legte mit fünf Punkten in Folge zum 45:46 nach und zwang RheinStars-Headcoach Zoran Kukic zu seiner ersten Auszeit (23.). Doch die Göttinger ließen nicht locker und hatten das Selbstvertrauen nun auf ihrer Seite. Jackson glich per Dreier zum 48:48 aus; Mönninghoff brachte die Göttinger ebenfalls von außen zum ersten Mal in der Partie in Front (51:50/24.). Das Duell blieb nun auf Augenhöhe. Köln holte sich die Führung zurück (55:58/26.); die BG konterte zum 66:63 (29.) und behielt die Führung bis zum Viertelende (67:65). Im Schlussabschnitt bewahrten die Göttinger zunächst ihre knappe Führung und hatten auf Kölner Punkte immer eine Antwort (74:70/33.). Allerdings bekamen die Gastgeber dann Foulprobleme – Robin Lodders musste schon Mitte des Viertels mit seinem 5. Foul auf der Bank Platz nehmen. Kurz darauf glich Köln zum ersten Mal seit längerem wieder aus (76:76/35.). Doch auch dieses Mal konterte die BG und nutzte ein technisches Foul von Kukic, um den Abstand wieder zu vergrößern (80:76/37.). In den letzten Minuten der Partie leisteten sich die Hausherren aber unnötige Unaufmerksamkeiten, die Köln bestrafte und wieder in Front ging (80:81/39.). Bei der BG fielen die Würfe nun nicht mehr – am Ende hatten Mönninghoff und Nils Schmitz die Chance, ihr Team in der Verlängerung zu retten, trafen ihre Dreier aber nicht.

 

26.09.2026 19:30 Uhr // Tigers Tübingen vs. MLP Academics Heidelberg 75:83

Die Tigers Tübingen haben den Saisonauftakt gegen die MLP Academics Heidelberg vor 1.982 Zuschauern in der Paul Horn-Arena, darunter etwa 100 Fans aus Heidelberg, mit 75:83 (50:32) verloren. Trotz der Niederlage konnten die Schützlinge von Trainer Félix Bañobre mit erhobenen Hauptes das Spielfeld verlassen. Gegen einen der Titelkandidaten für die Meisterschaft und den Aufstieg in die easyCredit BBL zeigten die Schwaben eine beherzte kämpferische Leistung und forderten dem Favoriten alles ab. Vor allem die erste Hälfte war aus Tübinger Sicht spektakulär: Nach 20 Minuten führten die Raubkatzen mit 50:32, was gleichzeitig die höchste eigene Führung in der Begegnung war. Die Schwaben starteten mit einem 11:0-Lauf in den ersten 115 Sekunden. Die Tübinger Fans waren vor allem in der ersten Halbzeit begeistert vom Spiel des eigenen Teams. Nach der Halbzeitpause drehte sich das Blatt jedoch komplett. Das Team von Trainer Carlo Finetti agierte deutlich aggressiver, holte sich mehr Rebounds und machte den Zugang zum eigenen Korb für die Raubkatzen deutlich schwerer. Schritt für Schritt verkürzten die Kurpfälzer den Rückstand und drehten die Partie final im letzten Viertel zum Sieg. Die Rebounds gingen knapp mit 35:33 an den Sieger, dazu die Assists mit 20:13. Die MLP Academics Heidelberg trafen am Ende zehn von 21 Würfen aus der Distanz, was starke 48 Prozent bedeuteten. In der 37. Minute hatten die Gäste beim Stand von 80:69 die höchste Führung inne. Topscorer des Spiels war Charles Harris Jr. mit 20 Zählern für den Gewinner, auf Tübinger Seite punkteten mit Isaac Haney (19 Zähler), Aiden Warnholtz (15 Punkte, sechs Assists) und Tim Smith mit elf Zählern drei Kräfte zweistellig. Aus der Distanz verbuchten die Schwaben zwölf Treffer bei 36 Versuchen (33 Prozent). Youngster Aron Heberle debütierte in seinem ersten Spiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga für die Schwaben. In 8:20 Minuten holte der 22-Jährige einen Rebound und stand vor allem in der Defense seinen Mann.

 

26.09.2026 19:30 Uhr // ETB Miners vs. HAKRO Merlins Crailsheim 67:81

Der Auftakt in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA hat den ETB Miners Essen am 1. Spieltag direkt gezeigt, wie schmal der Grat in der neuen Spielklasse ist. Vor einer stimmungsvollen Kulisse von 1.043 Zuschauern in der Sporthalle am Hallo unterlagen die Essener dem Aufstiegsfavoriten HAKRO Merlins Crailsheim nach zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten mit 67:81 (44:35).

Die Miners erwischten vor den eigenen Fans einen extrem starken Start auf dem neuen Parkett. Mit der Starting Five um Tre Beard, Benjamin Uzoma, Isaiah Sanders, Niclas Sperber und JJ Mann setzten die Hausherren von der ersten Sekunde an spielerische Akzente und begegneten den Gästen aus Crailsheim (Starting Five: Booker Coplin, Lucas Mayer, Hendrik Drescher, Luc van Slooten, Simon Krajcovic) mit hoher Intensität. Mit konsequenter Vertikalität und treffsicherer Offensive sicherte sich Essen das erste Viertel verdient mit 20:14. Auch im zweiten Abschnitt behielten die Hausherren die Kontrolle und bauten ihren Vorsprung durch diszipliniertes Teamplay bis zur Halbzeitpause auf 44:35 aus. Nach dem Seitenwechsel erhielten die Miners jedoch einen echten Willkommensgruß in der ProA. Crailsheim schaltete defensiv wie offensiv zwei Gänge höher und zog das Tempo spürbar an. Die Gäste nutzten eine Essener Schwächephase im dritten Viertel knallhart aus und drehten die Partie mit einem 22:10-Lauf. Auch im Schlussabschnitt (13:24) fanden die Miners gegen die abgeklärte Rotation der Merlins nicht mehr zu ihrem Rhythmus zurück und mussten sich am Ende trotz leidenschaftlichem Kampf geschlagen geben.

 

26.09.2026 19:30 Uhr // Paderborn Baskets vs. VfL SparkassenStars Bochum 77:81

Paderborn legte den besseren Start auf das Parkett: Die Baskets begannen konzentriert, ließen sich von der von Beginn an tollen Stimmung mitreißen, agierten effektiv mit erfolgreichen Angriffen in der Zone und erspielten sich so eine frühe 15:7-Führung (6.). Danach machte sich bei den Hausherren jedoch Nervosität breit, kleine Fehler schlichen sich ein und die Treffsicherheit, in der ersten Hälfte vor allem aus der Distanz, ließ spürbar nach. Bochum übernahm in den kommenden sieben Minuten das Momentum: Angetrieben von Kapitän Niklas Geske und Neuzugang JaMonta Black zogen sie die Intensität defensiv und offensiv hoch und erspielten sich viertelübergreifend einen 19:0-Lauf (15:26, 13.). Besonders der spätere Topscorer Black entpuppte sich mehr und mehr als dominanter Spieler der Partie, der Shooting Guard traf aus allen Positionen und war von der Paderborner Defensive kaum zu stoppen. Anschließend wurde die Partie zerfahrener, beide Teams kreierten diverse vielversprechende Würfe, brachten diese aber häufig nicht in der Reuse unter. Bochum konnte sich nicht entscheidend absetzen, im Gegenteil: Paderborn schaffte es trotz einiger liegengelassener Chancen, bis zur Halbzeit wieder auf nur fünf Punkte Rückstand
heranzukommen (30:35, 20.). Viertel 3 (20:21) | Viertel 4 (27:25)

Mit Beginn der zweiten Hälfte wandelte sich das Bild: Die Trefferquoten stiegen auf beiden Seiten, die Partie nahm richtig Schwung auf und entwickelte sich zu einem spannenden, offenen Schlagabtausch auf Augenhöhe mit einigen spektakulären Momenten. Beide Teams fighteten intensiv und schenkten sich defensiv nichts. Bochum legte über JaMonta Black regelmäßig vor, Paderborn blieb aber hartnäckig und nutzte mit hohem Einsatz einige zweite Chancen für Punkte – auch die Dreier fielen nun für die Baskets ins Netz. Vor den finalen zehn Minuten lagen die Gäste weiterhin mit sechs Punkten vorn (50:56, 30.).
Das sollte sich jedoch ändern: Paderborn zeigte jetzt noch mehr Einsatz und kämpfte sich mit großer Unterstützung des eigenen Anhangs zurück in die Partie. Zwei erfolgreiche Distanzwürfe von Neuzugang Jon’Il Fuggett und Eyassu Worku sorgten für den Führungswechsel, Worku legte per Korbleger direkt nach (64:61, 35.) – Auszeit Bochum. Der VfL fand nach dieser zurück in seinen Rhythmus, die Partie wurde von Sekunde zu Sekunde spannender, beide Teams scorten hochprozentig: Zwei Minuten vor dem Ende stand es 75:75 (38.). Crunchtime! Und in dieser präsentierten sich die SparkassenStars nervenstärker: Ein Foul und zwei Turnover führten zu vier Freiwürfen für Bochum, die durch Matchwinner JaMonta Black und Jaylen Wesley sicher verwandelt wurden. VfL-Kapitän Niklas Geske erzielte noch einen letzten Korbleger, Fuggett für Paderborn zwei Punkte von der Freiwurflinie. Am Ende belohnten sich die Bakets nicht für ihren großen Kampf und unterlagen den in den entscheidenden Momenten abgezockteren Bochumern mit 77:81 (40.).

 

26.09.2026 19:30 Uhr // PS Karlsruhe LIONS vs. Nürnberg Falcons 79:83

Der erste Heimspieltag der Saison 2026/27 ist vorbei. Die PSK LIONS mussten sich den Nürnberg Falcons in einer bis zur letzten Sekunde spannenden Partie mit 79:83 geschlagen geben. Von Beginn an entwickelte sich in der Europahalle ein ausgeglichenes Spiel. Nach dem ersten Viertel stand es 18:18. Im zweiten Abschnitt konnten sich die LIONS erstmals einen kleinen Vorsprung erspielen und gingen mit einer 43:40-Führung in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie eng. Nürnberg kam zurück und übernahm im dritten Viertel knapp die Führung. Vor den letzten zehn Minuten lagen die Falcons mit 60:59 vorne. Auch im Schlussabschnitt schenkte keine Mannschaft etwas her. Die LIONS kämpften weiter um jeden Ball und hielten das Spiel bis in die Schlussphase offen. Am Ende konnten sich die Nürnberg Falcons mit 83:79 durchsetzen.

Kilian Binapfl war mit 25 Punkten der Top-Scorer der PS Karlsruhe LIONS, gefolgt von Martel Williams mit 17 Punkten. Damit endet der Heimauftakt für das Karlsrudel mit einer knappen Niederlage. Rund 2.000 Zuschauer sahen eine umkämpfte Partie, in der die LIONS bis zum Schluss alles daransetzten, das Spiel noch zu drehen. Trotz des Ergebnisses zeigte die Mannschaft über die gesamte Spielzeit Einsatz. Bereits in der kommenden Woche warten die nächsten Aufgaben auf die PS Karlsruhe LIONS. Weiter geht es direkt mit einem Doppelspieltag. Am Freitag, den 02.10.26, steht zunächst die Auswärtspartie bei den Medikamente per Klick Bayreuth an (19:00 Uhr), ehe am Sonntag wieder im Löwenkäfig gegen die HAKRO Merlins Crailsheim gespielt wird (04.10.26, 17:30 Uhr).

 

27.09.2026 15:00 Uhr // Eisbären Bremerhaven vs. OrangeAcademy 92:93

Der Wendepunkt: Von Beginn an entwickelte sich in Bremerhaven ein enges Duell mit zahlreichen Führungswechseln. Nach holprigem Start fanden die Gastgeber zunächst besser ins Spiel und konnten sich mit Distanzwürfen etwas absetzen. Die jungen Uuulmer ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und kämpften sich im zweiten Viertel zurück. Treffer von Kiehlneker, Failenschmid und Maker Bol brachten die OrangeAcademy mehrfach in Führung, ehe Failenschmid mit einem Dreier in den Schlusssekunden die Halbzeitführung sicherte. Auch nach dem Seitenwechsel blieben die jungen Uuulmer am Drücker. Fischer und Failenschmid sorgten von außen für wichtige Treffer und bauten den Vorsprung zwischenzeitlich aus. Im Schlussviertel entwickelte sich erneut ein packendes Duell. Maker Bol brachte die jungen Uuulmer in der letzten Minute per Dreier in Führung, ehe die Eisbären kurz vor Schluss wieder vorlegten. Doch Namori Omog behielt die Nerven und sorgte mit seinen Punkten direkt im Anschluss für die endgültige Uuulmer Führung. Am 02. und 04. Oktober gehört der OrangeCampus wieder den jungen Uuulmern. Die OrangeAcademy kämpft live vor heimischer Kulisse um wichtige Punkte, mit Tempo, Leidenschaft und dem unbedingten Willen, alles auf dem Parkett zu lassen. Sichere dir jetzt deine Tickets und motiviere deine jungen Uuulmer von den Rängen aus.

Der Gamechanger: Im Schlussviertel bewiesen die jungen Uuulmer Nervenstärke. Lucas Fischer brachte die OrangeAcademy gleich zweimal zurück auf Gleichstand, Tobias Holbach legte ebenfalls mit wichtigen Ausgleichstreffern nach. Als es in den letzten Sekunden um alles ging, übernahm Namori Omog Verantwortung und versenkte den entscheidenden Zweier zum 93:92-Auswärtssieg. Von jenseits der Dreierlinie zeigte sich die OrangeAcademy treffsicher und kam auf 48 Prozent, gegenüber 35 Prozent bei den Eisbären. Gleichzeitig leisteten sich die jungen Uuulmer weniger Ballverluste (22:26).

Uuulmer des Spiels: Lucas Fischer avancierte zum Topscorer der Partie und führte sein Team mit starken 20 Punkten an. Dahinter reihten sich Namori Omog mit 16 und Nil Failenschmid mit 14 Punkten ein. Felix Kiehlneker komplettierte die Scorerliste mit 10 Punkten. Das bedeutet der Sieg: Mit einer konzentrierten Teamleistung und viel Energie in der Defensive hat die OrangeAcademy die lange Auswärtsreise mit einem verdienten Erfolg gekrönt. „Ich freue mich sehr für meine Spieler und für den Einsatz, den sie jeden Tag im Training zeigen. Das war eine sehr lange Reise und wir haben gegen eine sehr talentierte Mannschaft gespielt. Wir konnten die Rebounds sehr gut kontrollieren. Wir wissen, dass diese Mannschaft aus der Distanz sehr gefährlich sein kann. Unsere Verteidigung war gut. Wir haben viele Dreier getroffen. Auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob wir das in jedem Spiel schaffen, nehmen wir das für dieses Spiel gerne mit. Die Jungs geben wirklich jeden Tag ihr Bestes, deswegen haben sie das sehr verdient. Jetzt müssen wir uns schnell erholen. Am kommenden Wochenende stehen zwei Spiele an und wir müssen gut trainieren, um weiter aufzubauen und weiter besser zu werden“, betonte Head Coach Mehdy Mary nach Spielende.

 

27.09.2026 17:00 Uhr // EPG Baskets Koblenz vs. Medikamente per Klick Bayreuth 109:90

Mit kurzer Rotation, aber viel Kampfgeist gab Medikamente per Klick Bayreuth am heutigen 1. Spieltag der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA alles, konnte aber eine 90:109 (42:57)-Niederlage bei den EPG Baskets Koblenz nicht verhindern. MpK Bayreuth trat in Koblenz personell geschwächt ohne die verletzten Moritz Plescher, Noah Wabersich, Leroy Ikejiaku und Nic McClain an, außerdem wurde „Scharfschütze“ Matt Frierson geschont, der sich beim Medikamente per Klick-Cup eine Schulterverletzung zugezogen hatte und sein Einsatz ein zu großes Risiko für einen längerfristigen Ausfall mit sich gebracht hätte.

Glen Abram brachte MpK schnell mit einem Dreier mit 3:0 in Front. Kevin Wohlrath erhöhte von der Freiwurflinie auf 5:0. Die Koblenzer ließen sich nicht beirren, glichen zum 5:5 aus, Joshua Bonga antwortete jedoch mit einem weiteren Bayreuther Dreier zur 8:5-Führung der Gäste. Dann kamen die Koblenzer besser ins Spiel und gingen mit 13:8 in Front. Glen Abram antwortete mit einem weiteren Distanztreffer zum 11:13 nach drei Minuten. Taje Kelly glich zum 13:13 aus, anschließend traf Collin Metcalf zum 15:15. Koblenz setzte sich dann mit einem 7:0-Lauf auf 22:15 ab. Luis Wulff traf in der Folge eine Dreier zum 18:22 und Simon Hildebrandt stellte von der Freiwurflinie auf 20:24 und anschließend mit einem Korbleger auf 22:27. Collin Metcalf stellte schließlich mit dem 24:30 den Stand nach dem ersten Viertel her. Die Dreierquote lag nach dem ersten Viertel bei 44 Prozent für MpK Bayreuth, man hatte zudem fünf Turnovers zu verzeichnen (Koblenz drei). Kevin Wohlrath brachte MpK zu Beginn des zweiten Abschnitts auf 26:30 heran, Ferenc Gille antwortete jedoch postwendend mit dem 32:26 für die EPG Baskets. Glen Abram traf in der Folge seinen nächsten Dreier zum 29:36. Nach 13 Minuten lag Koblenz mit 40:29 vorne, der Vorsprung war erstmals zweistellig. Taje Kelly verkürzte zwar auf 31:40, Koblenz zog jedoch weiter auf 45:31 davon, MpK-Headcoach Vincent van Sliedregt bat seine Mannen schließlich zur Auszeit. Glen Abram traf dann aus der Distanz seinen vierten Dreier zum 34:45, Joshua Bonga ließ das 36:47 folgen. Collin Metcalf verkürzte mit einem Treffer bei zwei Freiwürfen auf 37:49, die EPG-Baskets bauten den Vorsprung aber weiter auf 54:37 aus. Joshua Bonga traf ein Drei-Punkte-Spiel zum 40:54. Letztlich ging es mit 57:42 für Koblenz in die Halbzeit, Joshua Bonga hatte auch die letzten Bayreuther Punkte der ersten Hälfte gescort. Bei den Rebounds lag Koblenz mit 18:17 vorne, Bayreuth hatte aber nach 20 Minuten bereits 15 Turnovers zu verzeichnen (Koblenz 8). Die Dreierquote bei MpK lag bei 38 Prozent (EPG Baskets 42 Prozent).

Die Gastgeber bauten ihre Führung zu Beginn des dritten Viertels weiter auf 61:42 aus, Glen Abram verkürzte auf 44:61, Joshua Bonga sorgte mit einem weiteren Drei-Punkte-Spiel für das 47:63. Taje Kelly verwandelte zwei Freiwürfe zum 49:66. Emanuel Prospere verkürzte mit einem Hakenwurf auf 51:68, Joshua Bonga verwandelte nach einem Foul beim Dreierversuch drei Freiwürfe zum 54:68 nach 25 Minuten. Simon Hildebrandt traf einen Dreier zum 57:71 und Emanuel Prospere brachte MpK weiter auf 59:71 heran. Cameron Tongue antwortete jedoch postwendend mit einem Distanztreffer zum 74:59 für Koblenz. Zwei Freiwurftreffer von Joshua Bonga stellten den Score auf 61:74, Taje Kelly traf ebenfalls von der Freiwurflinie zum 63:76. Es gelang den Bayreuthern trotz aller Bemühungen nicht, den Rückstand nachhaltig auf weniger als zehn Punkte zu verkürzen. Glen Abram mit einem Freiwurftreffer machte das 64:76. Dann aber kam Koblenz wieder stärker auf, führte mit 79:64. Luis Wulff und Joshua Bonga trafen dann zwei Dreier zum 70:79, Koblenz machte mit einem 5:0-Lauf zum Viertelende den Vorsprung aber mit 84:70 gleich wieder zweistellig. Simon Hildebrandt traf zu Beginn des Schlussabschnitts zwei von drei Freiwürfen zum 72:84 und dunkte anschließend zum 74:86. Bayreuth kämpfte, die Kräfte schienen aber langsam nachzulassen. Koblenz zog wieder auf 92:74 davon, der starke Joshua Bonga verkürzte jedoch auf 76:92 nach 35 Minuten. Taje Kelly ließ das 78:92 folgen und abermals Joshua Bonga sorgte für das 80:92 – ein Bayreuther 6:0-Lauf war perfekt. Simon Hildebrandt traf zum 82:94. Emanuel Prospere stellte von der Freiwurflinie auf 84:98. Camero Tongue machte mit dem 100:84 das Ergebnis für Koblenz dreistellig. Joshua Bonga ließ noch einen Dreier zum 87:102 folgen, Simon Hildebrandt dunkte zum 89:104 und Glen Abram traf einen seiner zwei Freiwürfe zum 90:106. Letztlich gewannen die EPG Baskets mit 109:90. Bei den Rebounds lag Koblenz am Ende mit 31:30 vorne, bei den Assists unterstrichen die Koblenzer mit 25:14 ihren guten Teambasketball, in der zweiten Hälfte begrenzte MpK die Turnovers auf 22 (Koblenz 17). Die Bayreuther Dreierquote lag am Ende bei 34 Prozent (EPG Baskets 36 Prozent), bei der Zwei-Punkte-Quote dominierte Koblenz jedoch mit 73 Prozent gegenüber 57 Prozent bei Bayreuth.

 

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/09/Nachberichte_ProA_Spieltag_1.jpg 563 1000 Lea /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Lea2026-09-29 10:18:582026-09-29 10:18:58Nachberichte ProA 1. Spieltag

Vorberichte ProA 1. Spieltag

25. September 2026/in Allgemein, APP, ProA 26/27

Alle ProA-Spiele des ersten Spieltags könnt ihr live auf Sporteurope.TV verfolgen!

 

25.09.2026 20:00 Uhr // GIESSEN 46ers vs. Artland Dragons

Die Gastgeber gehen mit großen Ambitionen in die neue Saison. Die GIESSEN 46ers wollen sich bis 2030 dauerhaft unter den zwölf besten Klubs Deutschlands etablieren. In der vergangenen Spielzeit blieb die Mannschaft aus Mittelhessen allerdings hinter den eigenen Erwartungen zurück. Nach der Hauptrunde belegten die 46ers den siebten Tabellenplatz. In den Playoffs setzte sich Gießen zunächst mit 3:1 gegen die Crailsheim Merlins durch, ehe im Viertelfinale gegen die Kirchheim Knights das Aus folgte. An der Seitenlinie steht weiterhin Branislav Ignjatovic. Der erfahrene Coach geht bereits in seine fünfte Saison als Trainer der 46ers und kann dabei auf einen großen Erfahrungsschatz aus insgesamt 18 ProA-Spielzeiten zurückgreifen. Für die neue Saison setzt Ignjatovic auf eine Mischung aus bekannten Gesichtern und gezielten Verstärkungen. Mit Chris Carter (3,1 Punkte, 1,2 Rebounds, 1,0 Assists in der vergangenen Saison) kehrt dabei ein Spieler in die ProA zurück, der in der Saison 2024/25 noch maßgeblich am Aufstieg von Science City Jena in die Basketball Bundesliga beteiligt war. Der Guard gilt als defensivstarker Taktgeber und soll gemeinsam mit Zachery Cooks (6,7 Punkte, 1,4 Rebounds, 2,9 Assists), der ebenfalls aus dem damaligen Jenaer Aufstiegsteam kam und nun über Bonn nach Gießen wechselte, für neue Impulse sorgen. Auch auf den großen Positionen verfügen die 46ers über viel Erfahrung. Viktor Kovacevic und der ehemalige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft Robin Benzing (12,0 Punkte, 2,6 Rebounds, 2,0 Assists) gehören weiterhin zum Kader. Im Backcourt hat Gießen zudem weitere offensive Optionen hinzugewonnen. Mit Nigel Scantlebury (17,4 Punkte, 5,9 Assists, 2,6 Rebounds), der aus Slowenien nach Gießen wechselte, und Daniel Norl (7,1 Punkte, 2,1 Rebounds, 1,3 Assists) stehen weitere Spieler zur Verfügung, die für Punkte sorgen können. Insgesamt verfügt der Kader damit über eine große individuelle Qualität und zahlreiche Spieler, die offensiv Verantwortung übernehmen können.

Gleichzeitig hat sich die Zusammensetzung der Mannschaft im Vergleich zu den vergangenen Jahren verändert. Während Ignjatovic in der Vergangenheit häufig auf physisch geprägten und eher langsamen Basketball setzte, ist der aktuelle Kader stärker auf die Guards ausgerichtet. Die beiden Duelle zwischen den Dragons und den 46ers in der vergangenen Spielzeit gingen jeweils an Quakenbrück. Am 13. Spieltag setzte sich die Mannschaft vor heimischem Publikum mit 107:100 durch. Auch im Rückspiel am 18. Spieltag behielten die Dragons die Oberhand und gewannen in Gießen mit 79:87. Nun kommt es zum nächsten Aufeinandertreffen. Für beide Mannschaften beginnt dabei eine neue Saison und damit die Jagd nach den ersten Punkten der Spielzeit. Die Partie in Gießen ist gleichzeitig der Startschuss für die gesamte ProA-Saison. Tip-Off in der Sporthalle Gießen-Ost ist am kommenden Freitag um 20:00 Uhr. Wer nicht vor Ort dabei sein kann, hat die Möglichkeit, die Partie live und kostenpflichtig auf SportEurope.TV zu verfolgen.

 

26.09.2026 18:00 Uhr // Kreisbau Kirchheim Knights vs. SBB Börde Baskets

Es geht wieder los in der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Nach einem kurzen Sommer und mit runderneuertem Team startete Head Coach Igor Perovic Anfang August in die Vorbereitung auf die Spielzeit 2026/2027. Und auf die Schwaben wartet mit den SBB Baskets aus Wolmirstedt auch direkt die erste große Herausforderung. Nicht wenige trauen der Mannschaft von Headcoach Zazai Großes zu. Mit Kenny Cooper, der bereits für Tübingen mit 16,2 Punkten pro Partie in der ProA zu überzeugen wusste, Marcus Evans und Dennis Nawrocki haben die Magdeburger viel Qualität und Erfahrung ihrem Kader hinzugefügt. Vor wenigen Wochen folgte dann ein weiterer Kracher mit Forward Brook Gardner, der zuletzt in Crailsheim aktiv war. Mit Aeneas Jung und Akim Jonah spielen zudem zwei ehemalige Knights Akteure für die Baskets. „Das sind absolute Top Spieler und damit gehören sie auch zu den favorisierten Teams der Liga. Sie haben viel in den Kader investiert und nach einem ersten Jahr in der ProA die notwendigen Erfahrungen gesammelt um erfolgreich zu sein,“ sagte Knights Sportchef Chris Schmidt über den kommenden Gegner. Aufgrund eines Lizenzverstoßes erhielten die Baskets eine Strafe von vier Punkten seitens der Liga und treten mit einer entsprechenden Hypothek an.

Die Kirchheimer konzentrierten sich nach dem späten Saisonende praktisch umgehend auf die Neuformierung ihres Kaders. „Der Prozess hatte schon im März begonnen, aber nach dem Finale mussten wir uns nochmal die Frage stellen, ob wir den Fokus stärker auf neue Spieler richten, oder versuchen wollen, letztjährige zu halten. Wir haben uns dann primär für neue Akteure entschieden,“ ergänzt Schmidt. Die Ausnahme bildeten Lukas Zerner, Nico Bretzel und Tyrel Morgan. Dieses Trio spielte bereits in der Saison 2025/2026 unter der Teck. Letztgenannter wurde vor wenigen Wochen zum Kapitän der Rittermannschaft ernannt. Neu mit an Bord sind die US-Amerikaner Philip Alston, CJ Hines und Desmond Watson. Ihnen zur Seite stehen Johannes Patrick, Paul Viefhues und Julius Wolf. Den ersten heftigen Nackenschlag mussten die Teckstädter früh verdauen. Neuzugang Adrian Worthy verletzte sich im Training und wird nach einem Knöchelbruch mindestens drei Monate, und damit den Großteil der Hinrunde, verpassen. Ihn ersetzten die Verantwortlichen mit dem bundesligaerfahrenen Christoph Philipps, der bereits für Ulm, Frankfurt und Würzburg in der ersten Liga aktiv war und nach einer von Verletzungen geprägten Vorsaison wieder in den Rhythmus kommen möchte. Er wurde mit einem Vertrag bis Saisonende ausgestattet. Diese zehn sollen es also primär richten. Ergänzt wurde der Kader um die Perspektivspieler Alex Stief, Moritz Lemke und Fabian John. In der Vorbereitung machten die Kreisbau Knights Lust auf mehr. Die direkten Duelle gegen die ProA Konkurrenten aus Tübingen, Heidelberg, Crailsheim und Ulm wurden allesamt gewonnen. Im ersten Pflichtspiel der noch jungen Saison – dem Pokalduell gegen Ludwigsburg – unterlagen die Knights jedoch deutlich, zeigten aber phasenweise ihr Potenzial. „Die Vorbereitungsergebnisse spielen keine Rolle. Es gibt genügend Beispiele von Mannschaften die alles verloren haben und dann gut gestartet sind und umgekehrt,“ so Knights Head Coach Igor Perovic. Der Routinier an der Kirchheimer Seitenlinie weiß um die Arbeit, die noch vor der Mannschaft steht. Unter der Woche hatten die Ritter einige Ausfälle und angeschlagene Spieler zu verschmerzen, daher ist noch unklar wer am Wochenende letztlich zur Verfügung stehen wird. Dennoch werden die Hausherren versuchen, vor heimischem Publikum gut in die Saison zu kommen.

 

26.09.2026 18:30 Uhr // BG Göttingen vs. RheinStars Köln

Stand der Dinge: Die Göttinger haben in den vergangenen zwei Wochen gegen starke Gegner gespielt. Gegen den SYNTAINICS MBC(Netto BBL Pokal) und die House of Talents Spurs Kortrijk (Testspiel) verloren sie deutlich. Für die Kölner ist das Duell das erste Pflichtspiel der Saison. Ihre Vorbereitung lief sehr gut – von sechs Testspielen gewannen sie fünf, vier davon gegen BNXT-Teams. Nur gegen Liga Neuling ETB Miners verloren die Rheinländer 78:86. Spieler im Fokus: Bei den Göttingern war Zach Jackson im Pokalspiel Topscorer (20 Punkte); gegen Kortrijk punktete Radvilas Kneizys am häufigsten (14). Gehalten haben die RheinStars ihren Topscorer aus der vergangenen Saison, Cedric Russell (15,4 Zähler pro Spiel). Der US Guard war in drei Vorbereitungsspielen bester Punktesammler mit jeweils mehr als 20 Zählern. Auch der neue Center James „Biggie“ Patterson III ließ sein Talent aufblitzen und erzielte in zwei Testspielen jeweils mehr als 20 Punkte. In Haris Hujic kehrt ein ehemaliger BG Spieler in die Sparkassen-Arena zurück. Der deutsche Guard trug das Veilchen-Trikot in der Saison 2021/22 und ist seit Sommer 2025 bei den Kölnern.

Gut zu wissen: Die Veilchen möchten das Erlebnis der Fans rund ums Spiel verbessern und haben neue Angebote im Sortiment. Im kulinarischen Bereich dürfen sich Fans auf das Catering von Schwanebeck Events auf dem Arena-Vorplatz freuen. An den Theken im Arena-Foyer gibt es ab sofort auch Wein (rosé/weiß). Ebenfalls auf dem Arena-Vorplatz animiert der neue „BG Fun Court“ kleine und große Fans selbst aktiv zu werden. Zudem steht eine Hüpfburg zum Austoben zur Verfügung. In der Halbzeitpause sollten Fans nicht die neue Halbzeitshow mit verschiedenen Gewinnen verpassen. Nach dem Spiel lädt der Fantalk mit einem BG-Profi im Foyer zum Verweilen ein. Fünf Neuzugänge stehen im RheinStars-Kader. Die beiden deutschen Akteure Nat Diallo (kam aus Bayreuth) und Karl Bühner (Paderborn) sowie der US-Guard Antonio William (Bochum) kennen die Liga bereits. Neu sind US-Forward Kris Monroe (Österreich)
und Patterson (Rookie vom College). Im Testspiel gegen Kortrijk wiesen die Veilchen trotz Niederlage positive Statistiken auf. Bei 76 erzielten Punkte gaben die Göttinger 21 Assists. Zudem holten sie 13 Offensiv-Rebounds und reduzierten ihre Ballverluste gegenüber den anderen Testspielen deutlich (14). Bei den RheinStars übernahm Zoran Kukic den Headcoach-Posten im Laufe der vergangenen Saison und löst damit Geschäftsführer Stephan Baeck ab, der freiwillig zurücktrat. Der in Wien geborene Kukic besitzt die bosnische und österreichische Staatsbürgerschaft und lebt seit seiner aktiven Zeit beim damaligen Erstligisten RheinEnergy Cologne in Köln. Für Veilchen-Headcoach Martins Gulbis ist es die erste ProA-Partie.

 

26.09.2026 19:30 Uhr // Tigers Tübingen vs. MLP Academics Heidelberg

Die Tigers Tübingen empfangen zum ersten Spieltag der Saison 2026/27 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga die MLP Academics Heidelberg. Hochball ist am Samstag, den 26. September 2026, um 19:30 Uhr in der Paul Horn-Arena. Auf Trainer Félix Bañobre und seine neuformierte Mannschaft wartet damit direkt zum Auftakt ein echter Gradmesser. Die Kurpfälzer zählen für viele Experten zum Kreis der Titelkandidaten und gehen auf dem Papier als Favorit in die Partie. Allerdings befinden sich viele Teams vor dem ersten Spieltag meistens noch im Findungsprozess – beste Voraussetzungen also für die eine oder andere Überraschung. Die Schwaben können zudem auf die Unterstützung der heimischen Fans in der Paul Horn-Arena setzen. Die Begegnung wird wie immer live und exklusiv auf sporteurope.tv kostenpflichtig übertragen. Die Kommentatoren Rouven Hänig und Marius Dieterle gehen um 19:10 Uhr auf Sendung. Nach der Partie steht Kapitän Till Jönke beim AlpiFantalk in der Paul Horn-Arena für Fragen zur Verfügung.

Beide Kontrahenten blicken auf eine ereignisreiche Vorbereitung zurück. Die Raubkatzen konnten den Season Opener gegen die Starwings Basket Regio Basel aus der Schweiz deutlich mit 111:53 für sich entscheiden. Insgesamt wurden drei Spiel siegreich gestaltet, drei Begegnungen gingen verloren. Heidelberg musste sich im letzten Härtetest mit dezimiertem Kader den Kreisbau Kirchheim Knights auswärts mit 66:94 geschlagen geben. Zuvor waren die Gäste in der ersten Runde des Netto BBL Pokals am Bundesligisten EWE Baskets Oldenburg gescheitert. Mit Erol Ersek kehrt ein bekanntes Gesicht in die Paul Horn-Arena zurück. Der heute 27-Jährige trug von 2021 bis 2024 das Trikot der Tigers Tübingen und feierte mit den Raubkatzen im Jahr 2023 den Aufstieg in die easyCredit BBL. Im Anschluss folgte der Wechsel in die Kurpfalz, wo Ersek aktuell in seine dritte Spielzeit geht. Auch Head Coach Carlo Finetti stand in der Saison 2023/2024 als Assistant Coach bei den Schwaben unter Vertrag.

Die MLP Academics Heidelberg peilen nach dem Abstieg aus der ersten Liga den direkten Wiederaufstieg an. Mit Paul Zipser, Niklas Würzner, Erol Ersek und Kevin McClain stehen weiterhin mehrere Akteure aus dem letztjährigen BBL-Kader im Aufgebot. Zusätzliche Qualität bringen die US-Amerikaner Frank Champion, Chuck Harris Jr. und Nick Muszynski mit. Champion kam von UU Korihait aus Finnland in die Kurpflaz, Harris wechselte nach einer starken ProA-Saison mit den Kreisbau Kirchheim Knights nach Heidelberg während der 2,11 Meter große Muszynski bereits 2023/2024 in Kirchheim als bester Center der ProA ausgezeichnet wurde. Mit den deutschen Neuzugängen Lorenz Brenneke und Joschka Ferner verfügt die Finetti-Truppe vor allem auf den deutschen Positionen über einen tiefen und hochkarätig besetzten Kader.

 

26.09.2026 19:30 Uhr // ETB Miners vs. HAKRO Merlins Crailsheim

Endlich hat das Warten für alle Ruhrpott-Basketballfans ein Ende! Am 1. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA steht für die ETB Miners sofort eine echte Standortbestimmung auf dem Programm. Am Samstag, den 26. September 2026, empfangen die Essener um 19:30 Uhr mit den HAKRO Merlins Crailsheim einen der ambitioniertesten und traditionsreichsten Klubs der Liga in der Sporthalle am Hallo. Die Gäste aus Hohenlohe reisen mit der klaren Zielsetzung an, im Kampf um die vorderen Tabellenplätze ein gewichtiges Wort mitzureden. Unter Headcoach Florian Flabb absolvierte Crailsheim eine intensiv durchgeplante Pre-Season mit insgesamt sieben Testspielen – darunter namhafte Vergleiche gegen Düsseldorf und Tübingen sowie ein Vorbereitungsturnier in Salzburg. Den ersten echten Pflichtspiel-Härtetest erprobten die „Zauberer“ zudem bereits im Netto BBL-Pokal. Gegen den Erstliga-Aufsteiger Phoenix Hagen lieferten sie sich über 40 Minuten einen packenden Fight auf Augenhöhe und schrammten beim 86:93 nur knapp an einer Überraschung vorbei. Das Team reist somit mit hoher Physis, spürbarer Wettkampfhärte und gefestigten Abläufen nach Essen.

 

26.09.2026 19:30 Uhr // Paderborn Baskets vs. VfL SparkassenStars Bochum

Paderborn Baskets gegen VfL SparkassenStars Bochum: Ein NRW-Duell, das zum Saisonstart der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA Spannung verspricht. In der vergangenen Saison gingen beide Partien an die Ruhrgebietler, allerdings beide Male heiß umkämpft: Im Hinspiel musste sich Paderborn in Bochum erst nach Overtime knapp und unglücklich mit 92:94 geschlagen geben, im Rückspiel verloren die Baskets in eigener Halle mit 75:83. Ansporn genug für die Hausherren, es in der neuen Saison besser zu machen, und zwar in einer neuen Heimspielstätte: Nach Jahrzehnten verließ das Paderborner Team die zwar stimmungsvolle, aber höchst sanierungsbedürftige „Maspernhölle“ und trägt mit Beginn der Saison 2026/27 in einer neuen und profigerechten Location seine Heimspiele aus. Die PHOENIX CONTACT arena in Lemgo ist für die kommenden Jahre das neue Zuhause des einzigen Profibasketballclubs aus ganz Ostwestfalen-Lippe – und soll sich mit Unterstützung einer ganzen Menge alter und auch neuer Fans zu einer ebenso begeisternd-atmosphärischen „Hölle“ entwickeln wie die bisherige sportliche Heimat. Die Paderborn Baskets haben nach dem erfolgreichen Klassenerhalt zwei Drittel ihres Kaders neu aufgestellt: Mit den beiden Kapitänen Eyassu Worku und Nico Marty-Decker sowie Leonard Kröger Matej Silic und Tom Brüggemann stehen vier Akteure aus der vergangenen Saison im Kader. Neu hinzugekommen ist eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern – ein Team mit einem guten Spirit, das sein Potential in der Preseason bereits diverse Male hat aufblitzen lassen: Lediglich zwei Testspiele gingen verloren, darunter eines nur knapp mit 72:75 beim starken niederländischen Erstligisten ZZ Leiden.

Die Gäste des VfL SparkassenStars Bochum haben eine gute Vorbereitungsphase mit einigen überzeugenden Leistungen hinter sich. Der neue Head Coach Alvaro Paredes kann auch in der neuen Saison auf einen eingespielten Kern an deutschen Akteuren setzen: Kapitän Niklas Geske, Kilian Dietz und Jonas Grof tragen weiterhin das Bochumer Jersey. Hinzu kommen neben jungen Talenten auch einige erfahrene Neuverpflichtungen, die in ihren vorherigen Clubs tragende Rollen spielten: Jaylen Wesley, Neil Masnic (ehemaliger Paderborner), Ja’Monte Black, Gabriel Kuku und Tommy Kamarad zählten in den letzten Test Games zu den auffälligsten, punktestärksten Spielern.

 

26.09.2026 19:30 Uhr // PS Karlsruhe LIONS vs. Nürnberg Falcons

Mit einem runderneuerten Kader gehen die Nürnberg Falcons in ihre elfte Zweitliga-Saison. Auch auf der Trainerposition gab es eine Veränderung: Tim Black folgte auf Ralph Junge und soll das Team in einer starken und ausgeglichenen Liga weiterentwickeln und nach vorne bringen, vom 1. Spieltag an. „Ich freue mich sehr auf unser erstes Spiel und darauf, welche Erfahrungen unsere neuen Spieler dabei machen werden. Am ersten Spieltag geht es jedem in der Liga ähnlich: Aufregung, Nervosität und sicher auch der eine oder andere Aberglaube sind allgegenwärtig. Das Spiel, das wir lieben und für das wir arbeiten, wird plötzlich zu mehr als nur einem Spiel. Die große Herausforderung besteht darin, im Moment zu bleiben und sich daran zu erinnern, dass es am Ende genau das ist: ein Spiel. Wir haben die gesamte Preseason trainiert, gespielt und gereist, um auf diesen Moment hinzuarbeiten. Jetzt geht es darum, die Halle zu betreten und das zu zeigen. Natürlich gibt es Taktik und einen Plan, aber irgendwann geht es einfach darum, zu kämpfen und sich zu behaupten“, so Tim Black. Die Liga scheint spannender denn je. Starke Aufsteiger, ein ambitionierter BBL-Absteiger und gleich mehrere Teams, die sich für den großen Wurf in Position bringen wollen. Mittendrin sind die Nürnberg Falcons, hinter denen eine Marathon Preseason mit insgesamt 19 Testspielen liegt. Ihnen gegenüber steht am Samstagabend eine Mannschaft, die den Mittelfranken am 34. Spieltag der vergangenen Saison den letzten verbliebenen Playoff-Platz vor dem Schnabel wegschnappte. Trainer Demond Green geht bei den LIONS in sein zweites Jahr. Auch beim Kader ist Kontinuität angesagt – mit einem starken deutschen Kern und interessanten Neuzugängen. Tim Black schätzt den ersten Gegner der neuen Saison wie folgt ein: „Karlsruhe ist eine hungrige und aggressive Mannschaft, die auf jeder Position gefährlich ist. Es wartet viel Arbeit auf uns, aber ich vertraue meinen Jungs und bin überzeugt, dass sie bereit sind.“ Tip-off zur Partie der PS Karlsruhe LIONS gegen die Nürnberg Falcons ist am Samstag, 26. September, um 19.30 Uhr. DiePartie gibt es live in der Karlsruher Europahalle sowie auf sporteurope.tv zu sehen. Hier haben die Fans die Wahl zwischen verschiedenen Pass-Modellen. Egal ob Einzelspiel oder All-Access-Pass: Mit jedem Produkt können die Nürnberg Falcons unmittelbar unterstützt werden.

 

27.09.2026 15:00 Uhr // Eisbären Bremerhaven vs. OrangeAcademy

Vorbericht folgt in Kürze.

 

27.09.2026 17:00 Uhr // EPG Baskets Koblenz vs. Medikamente per Klick Bayreuth

Medikamente per Klick Bayreuth startet mit einem Auswärtsspiel am Sonntag, 27. September, um 17 Uhr bei den EPG Baskets Koblenz in die neue Saison 2026/27 der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA. Die Koblenzer gingen in der vergangenen Spielzeit mit 26 Punkten als Tabellen-14. der Hauptrunde über die Ziellinie, vier Punkte hinter dem Zehnten Bayreuth und sechs Punkte vor dem Tabellen-17. und damit erstem Absteiger Bayer Giants Leverkusen. Nach dem Aufstieg geht das Team vom Deutschen Eck mittlerweile in seine vierte ProA-Saison. Aus dem Kader der vergangenen Spielzeit blieben den EPG Baskets auf den deutschen Positionen die Shooting Guards Badu Buck (27) und David Lars Gaspers (27) erhalten. Die Power Forwards Jonas Niedermanner (29) und Jannis Sonnefeld (24) sowie der 28-jährige Center Alexander Möller und der türkische Nachwuchsspieler Small Forward Ömer Girgin (18) blieben den Koblenzern ebenfalls treu. Als Neuzugang wurde in der Sommerpause der deutsch-kanadische Guard Mason Kraus vorgestellt. Für den 24-Jährigen ist Koblenz die erste Station nach der College-Zeit. Vorstand Sport und Marketing Thomas Klein sieht in dem 1,90 Meter großen Akteur „einen sehr dynamischen und offensivstarken Spielmacher, der seine Mitspieler gut in Szene setzen und selbst punkten kann, wenn es darauf ankommt“. Mit dem 26-jährigen Rumänen Dragos Diculescu verpflichteten die EPG Baskets für die Guard/Wing-Position einen erfahrenen Profi, der bereits in Rumänien, den Niederlanden, Island, Schweden und der deutschen Pro B gespielt hat. In der Saison 2024/25 bei der BG Hessing Leitershofen wurde der 1,96 Meter große Small Forward zum MVP der ProB gewählt. In der vergangenen Saison war Diculescu für die Koping Stars in Schweden aktiv und erreichte bei 30 durchschnittlich gespielten Minuten im Schnitt 16,2 Punkte, 5,7 Rebounds und vier Assists. Headcoach Stephan Dohrn freut sich auf einen „sehr vielseitigen, schlauen Spieler, der von Natur aus einen Führungsanspruch hat, gleichzeitig aber auch hungrig ist, sich in der ProA zu beweisen“. Mit dem deutschen Power Forward Ferenc Gille verpflichteten die Koblenzer einen Neuzugang, der in der Saison 2023/24 zusammen mit dem heutigen EPG Baskets-Headcoach Stephan Dohrn in Rhöndorf die ProB-Meisterschaft gewonnen hat. Mit einer Größe von 2,03 Metern ist der 27-Jährige auch auf der Center-Position einsetzbar. Zuletzt war Gille bei der BG Hessing Leitershofen in der ProB aktiv und hatte im Schnitt 11,4 Punkte und 4,5 Rebounds auf dem Scoreboard stehen. Als „Big Man“ verpflichteten die Koblenzer den 2,01 Meter großen, sehr beweglichen und flexibel als Center oder Power Forward einsetzbaren US-Amerikaner Camaron Tongue. Nach dem Durchlaufen des renommierten College-Programms der Santa Clara Broncos in Kalifornien von 2021 bis 2025 wagte der 25-Jährige den Sprung über den großen Teich und war in der vergangenen Saison beim estnischen Topclub BC Kalev/Cramo Tallin aktiv und war neben der nationalen Liga auch international im Einsatz. Direkt vom College-Programm der Dartmouth Big Green aus New Hampshire wechselte der US-amerikanische Small Forward Jayden Williams (22) ans Deutsche Eck. Der 1,98 Meter große, athletische Flügelspieler erzielte in seiner Senior-Saison durchschnittlich 11,8 Punkte pro Spiel, verwandelte 64 Dreipunktewürfe bei einer Quote von 35,6 Prozent und überzeugte zudem mit starken 84,8 Prozent von der Freiwurflinie. Vom Boston College aus der NCAA kam der 1,93 Meter große US-Combo Guard Chase Forte Johnson zu den EPG Baskets. Im Laufe seiner College-Karriere entwickelte sich der athletische Guard zu einem der besten Verteidiger seiner Liga und wurde in der Saison 2024/25 als Defensive Player of the Year der Summit League ausgezeichnet. Der außergewöhnlich intensive 25-jährige Verteidiger soll die gegnerischen Ballhandler konstant unter Druck setzen. Als letztes Puzzleteil des Kaders wurde der US-amerikanische Point Guard Tyren Moore verpflichtet. Der 25-jährige, 1,80 Meter große und 84 Kilogramm schwere Akteur war in den vergangenen beiden Spielzeiten bei den Georgia Southern Eagles aktiv. In der vergangenen Saison wurde Tyren Moore ins Sun Belt All-Tournament Team berufen. Über die Spielzeit hinweg verwandelte Moore insgesamt 120 seiner 310 Dreipunktewürfe und kam dabei auf durchschnittlich mehr als acht Dreierversuche pro Spiel – Werte, die seine Rolle als äußerst selbstbewusster und konstanter Distanzschütze eindrucksvoll unterstreichen. Insgesamt wird der Spielstil der EPG Baskets angesichts der Struktur des neuen Kaders wohl noch einmal deutlich an Aggressivität und Dynamik in Offensive und Defensive zulegen. Mateo Santamarina wird künftig als Assistant Coach an der Seite von Head Coach Stephan Dohrn arbeiten, der in seiner zweiten Spielzeit bei den EPG Baskets engagiert ist. Der Spanier Santamarina tritt die Nachfolge von Kai Schallenberg an und bringt neben internationaler Erfahrung im Profi- und Nachwuchsbereich vor allem eine große Expertise in den Bereichen Scouting, Videoanalyse und Spielvorbereitung mit.

Die Vorbereitungsspiele der Koblenzer verliefen durchaus erfolgreich. In sieben Testspielen gab es fünf Siege, zuletzt wurden die PS Karlsruhe Lions mit 104:74 deutlich distanziert. Erfolge gab es unter anderem auch gegen die Ligakonkurrenten Artland Dragons (88:78), mit 96:88 bei den VfL SparkassenStars Bochum und mit 88:81 gegen die GIESSEN 46ers. Verloren wurde mit 80:94 gegen ProA-Aufsteiger ETB Essen Miners und mit 79:82 bei den Bayer Giants Leverkusen, dem ProA-Absteiger der vergangenen Saison. Bei Medikamente per Klick Bayreuth verlief die Vorbereitung sehr durchwachsen. Gebeutelt von Verletzungen und Blessuren im Team stand Headcoach Vincent van Sliedregt oft nur eine kurze Rotation zur Verfügung. Nach dem knappen nichtöffentlichen Auftaktsieg gegen Pro B-Ligist BBC Coburg wurde anschließend teils deutlich gegen den tschechischen Erstligisten BK Armex Decin (87:109), im Rahmen des Medikamente-per-Klick-Cups gegen Ligakonkurrent Nürnberg Falcons (73:84) und gegen den slowakischen Erstligisten Blue Wings Nitra (76:93), gegen Bundesligist Mitteldeutscher BC (56:108) und bei Ligakonkurrent SBB Börde Baskets Wolmirstedt (65:90) verloren. Auf dem Heimweg vom einwöchigen Trainingslager im italienischen Bormio, das erst in der vorletzten Woche vor dem Saisonstart durchgeführt wurde, testete MpK noch bei der „Orange Academy“, dem in die ProA aufgestiegenen Farmteam von ratiopharm Ulm. Hierbei feierten die Bayreuther mit 91:83 einen wichtigen Erfolg für das Selbstbewusstsein acht Tage vor Saisonbeginn. Ob die Bayreuther jetzt quasi „auf den Punkt“ konkurrenzfähig sind, wird sich beim ersten Saisonspiel am Sonntag zeigen.

Foto: dieLICHTBUILDER

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/09/Vorberichte_ProA_1.jpg 563 1000 Lea /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Lea2026-09-25 12:35:172026-09-25 12:35:17Vorberichte ProA 1. Spieltag

Spotlight #13: 6x Do or Die zum Start: Die Pokalvorschau

8. September 2026/in Liga-News, ProA 26/27, Spotlight

In gut zweieinhalb Wochen startet die neue Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, doch für sechs Teams geht es bereits in dieser Woche los! Denn die 1. Runde im Netto BBL Pokal steht an und liefert einmal mehr die Bühne für spannende Duelle und vielleicht ja auch die eine oder andere Überraschung. In jedem Fall dürften es echte Highlightspiele für die sechs teilnehmenden ProA-Ligisten werden, zumal diese wie gewohnt mit Heimrecht in die Pokalsaison starten. Von Traditionsduellen bis zu Lokalderbys ist alles dabei, in dieser Ausgabe von Spotlight gibt es den genauen Blick auf die anstehenden Partien.

Vom ProA-Spitzenspiel zum Pokalduell

HAKRO Merlins Crailsheim vs. Phoenix Hagen // Do. 10.09.2026 18:30 Uhr

Eröffnet wird die 1. Pokalrunde in der Arena Hohenlohe. Die HAKRO Merlins Crailsheim empfangen Phoenix Hagen zu einem Duell, das wir in den vergangenen Saisons schon in der ProA genießen durften. Und die Merlins dürften durchaus noch die eine oder andere Rechnung offen haben. In der vorletzten Saison trafen die beiden Teams in einer hochspannenden Viertelfinalserie aufeinander. Das bessere Ende gab es für die Hagener, die Spiel fünf in Crailsheim für sich entschieden. In der Hauptrunde der letzten Saison waren Crailsheim und Hagen dann die stärksten Teams der ProA und landeten sieggleich auf den ersten beiden Plätzen. Nur wenige Punkte im direkten Vergleich trennten die Crailsheimer vom Hauptrundensieg. Und wer weiß wie die Playoffs verlaufen wären, wenn die Merlins anstelle der Hagener von Platz eins in die Postseason gegangen wären… Es steckt also einiges an frischer Historie in dem Duell, klar ist aber auch, was zählt ist das Hier und Jetzt.

Und in diesem haben die Gastgeber einen großen Umbruch im Kader vollzogen. Neues Trainerteam, ein gutes Dutzend an Abgängen und jede Menge frische Spieler. Es ist ein kompletter Neustart in Hohenlohe, der durch die jüngste Trennung vom sportlichen Leiter Bogdan Radosavljevic noch deutlicher ausfällt. Point Guard Gianni Otto ist der Einzige, der schon im letztjährigen Pokalspiel (gegen Science City Jena) das Crailsheimer Trikot trug. Viel Verantwortung für den jungen neuen Coach Florian Flabb, dessen neues Team aber zumindest schon einiges an Pokal-Erfahrung mitbringt. Point Guard Simon Krajcovic hat bereits vier Pokalpartien mit seinem Ex-Team aus Gießen in der Vita und auch die weiteren Neuzugänge um Hendrik Drescher, Booker Coplin und Co. waren bereits im Netto BBL Pokal aktiv. Die Gäste haben etwas mehr Kontinuität im Kader und bringen eine Handvoll Aufstiegshelden mit. Der Kern um die ProA-bekannten Gesichter wie Marcus Graves, Bjarne Kraushaar oder Tim Uhlemann blieb bestehen und kennt dementsprechend auch die Atmosphäre in der Arena Hohenlohe. Und dass diese durchaus ein Ort für Pokalüberraschungen ist, zeigt der Blick in die vorletzte Saison. Damals schlugen die Merlins nicht nur die ROSTOCK SEAWOLVES in der 1. Runde, sondern hatten auch das Spitzenteam von Alba Berlin am Rande der Niederlage.

Neu-Merlin Krajcovic hat mit den GIESSEN 46ers schon einmal die Pokalsensation geschafft (Bild: Tristan Lindner).

Neuer Coach gegen alten Club

Eisbären Bremerhaven vs. Basketball Löwen Braunschweig // Do. 10.09.2026 20:00 Uhr

Wenn am Donnerstag um 20:00 Uhr der Sprungball durch die Bremer ÖVB Arena fliegt, dürfte es für einen Mann ein ganz besonderer Moment sein. Ferried Naciri übernahm in diesem Sommer den Posten als Headcoach der Eisbären Bremerhaven, nachdem er zuvor eine Saison als Assistant Coach bei den Basketball Löwen Braunschweig gearbeitet hatte. Im ersten Pflichtspiel nun direkt gegen das Ex-Team zu coachen, der Pokal machts möglich. Noch spezieller wird dieses Aufeinandertreffen dadurch, dass bei den Löwen auch weiterhin Ramón Díaz an der Seitenlinie steht, ebenjener Trainer, den Naciri zuletzt als Assistent unterstützte. Ob Naciri den Eisbären also die entscheidenden Insidertipps mitgeben kann, werden wir am Donnerstag erleben. Den passenden Rahmen bietet wie schon im letzten Jahr die ÖVB Arena in Bremen. Die große Halle, in die die Bremerhavener für besondere Partien ausweichen hat sich oft als gutes Pflaster erwiesen. In den letztjährigen Playoffs konnte man hier alle seine Spiele gewinnen, selbst gegen den späteren Meister aus Hagen.

Der Transfersommer verlief im hohen Norden etwas ungewöhnlich. Kapitän Adrian Breitlauch verlängerte zwar seinen Vertrag, spielt aber zunächst bis Anfang nächsten Jahres in Afrika. Der neu geholte Point Guard Dillon Hunter entschied sich doch noch für eine weitere Saison am College, sodass kurzfristig mit Corey McKeithan ein neuer Aufbauspieler verpflichtet werden musste. Stabilität gibt allerdings die deutsche Guard-Rotation, denn hier lockte man die wurfstarken und ProA-erfahrenen Garai Zeeb, Vincent Friederici und Tyreese Blunt an die Nordseeküste. Auch für Ersteren ist es übrigens ein Duell mit dem Ex-Team, von 2019-2021 stand der 29-jährige in Braunschweig unter Vertrag. Auch bei den Löwen lohnt der Blick auf die deutschen Guards. Denn in Gian Aydinoglu kehrte ein Spieler zu den Braunschweigern zurück, der in der letzten Saison mit Kirchheim die ProA-Vizemeisterschaft feierte. Das Hauptrundenspiel, in dem er die meisten Minuten auf dem Feld stand, hatte Aydinoglu übrigens auswärts gegen die Eisbären. Auch er konnte in diesem Sommer aber nicht verhindern, dass die Löwen bislang alle Vorbereitungsspiele verloren. Schaffen es die Eisbären diese Serie aufrecht zu erhalten und für die Pokalüberraschung zu sorgen?

Bekannte Gesichter: Aydinoglu, hier noch im Kirchheimer Trikot, und Carlos Carter werden im Pokal wieder aufeinandertreffen (Foto: Dennis Green).

Die Pokal-Dauerbrenner wollen wieder ins Achtelfinale

GIESSEN 46ers vs. NINERS Chemnitz // Sa. 12.09.2026 18:30 Uhr

Zum vierten Mal seit der Aufstockung des Pokals nehmen die ProA-Ligisten an der 1. Runde teil. Und ein Team war bis jetzt immer dabei: Die GIESSEN 46ers sind aus ProA-Sicht so etwas wie die Stammgäste im Netto BBL Pokal. Und durch die Kontinuität im Kader sind auch immer noch einige Akteure übrig, die alle diese Pokalpartien auf dem Parkett miterlebt haben. Neben den Coaches sind das vor allem Kapitän Robin Benzing sowie Luis König Figge. Ersterer verkündete im Sommer den Aufschub seines ursprünglich geplantem Karriereendes zugunsten einer weiteren Saison im 46ers-Trikot. Und für letzteren sind Partien gegen Chemnitz ohnehin etwas ganz besonderes, schließlich gehört König Figge zu den Aufstiegshelden, die 2020 den NINERS-Weg in die BBL ebneten. Genauso übrigens wie Chris Carter, der in diesem Sommer als der Königstransfer zu den Gießenern stieß. Bei den NINERS gab es in der Offseason einen kompletten Umbruch. Coach Pastore trainiert einen runderneuerten Kader, für den man auch in der ProA die Angel auswarf. Und so kommt es im Pokalspiel zum Wiedersehen mit Player of the Year Ben Burnham (zuletzt Artland Dragons) und Jannis von Seckendorff (zuletzt Eisbären Bremerhaven).

Alleine der Blick auf die einzelnen Spieler macht schon Lust auf die Partie, die aber noch mehr Historie zu bieten hat. Denn das anstehende Duell weckt durchaus einige Erinnerungen an die erste Gießener Pokalteilnahme als Zweitligist. Im September 2023, auch ein Samstag um 18:30 Uhr, empfingen die 46ers die damals noch erstklassigen HAKRO Merlins Crailsheim. Das Team von Frenkie Ignjatovic lieferte damals nicht nur einen guten Fight, es war sogar über weite Strecken überlegen und fuhr den überraschenden Erstrundensieg ein. Im Achtelfinale traf das Team um Robin Benzing dann auf wen? Richtig, die NINERS Chemnitz. Auswärts in Sachsen waren die 46ers chancenlos, nun gibt es drei Jahre später also endlich die Chance zur Revanche. „Da haben wir noch etwas gutzumachen“, meint auch Ignjatovic. Und diesmal gibts das Match mit dem feinen Unterschied, dass die Gießener vor heimischer Kulisse antreten. Und da die Reparaturarbeiten in der Sporthalle Gießen-Ost über den Sommer abgeschlossen werden konnten, sind für die Fans nun auch endlich wieder alle Plätze verfügbar. Perfekte Bedingungen eigentlich für eine rauschende Pokalnacht…

Sechs Jahre ist es her, dass Luis König Figge das Trikot der NINERS Chemnitz trug (Foto: NINERS Chemnitz).

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Mit lettischem Coach zum Pokalcoup

BG Göttingen vs. SYNTAINICS MBC // Sa. 12.09.2026 20:00 Uhr

Zur Primetime am Samstagabend startet die BG Göttingen gegen den SYNTAINICS MBC in das Abenteuer Netto BBL Pokal. Im vergangenen Jahr hieß unsere Überschrift für das Göttinger Pokalduell noch „Runderneuerte Veilchen wollen Bonn ärgern.“ Runderneuert wäre diesmal zu viel gesagt und dennoch, auch in diesem Sommer gab es wieder einen Umbruch bei der BG. Im Letten Martins Gulbis kam ein neuer junger Coach, die Abgänge wurden mit vier spannenden Neuzugängen kompensiert. Doch die wichtigste Nachricht der Offseason war sicher die Vertragsverlängerung von Zach Jackson, der als einziger Importprofi den Göttingern erhalten blieb. Zusammen mit dem deutschen Kern um Daniel Kirchner und Robin Lodders gehört er zu den Spielern, die schon im letzten Pokalspiel auf dem Parkett standen. Die Saisonvorbereitung lief bei der BG stark an, mit Jena und Braunschweig konnte man gleich zwei BBL-Clubs besiegen. Zuletzt setzte es aber Niederlagen, auch weil sich Neuzugang Zac Watson verletzte und sich so die ohnehin kompakte Rotation auf den großen Positionen weiter verkürzte.

Auch der Gegner aus Weißenfels hatte mit Verletzungen zu kämpfen, Top Spieler Spencer Reaves wird dem Club noch einige Wochen fehlen. Dabei sein wird dagegen Collin Welp, der in Göttingen gegen seinen Ex-Club antreten wird. Doch es gibt noch eine weitere Verbindung. Denn Pokalfans dürfte der überraschende Pokalsieg des MBC in der vorletzten Saison noch in frischer Erinnerung sein. Damals schlug man sensationell die Bayern und sicherte sich im Finale den Titel. Gecoacht wurden die Weißenfelser in der Saison vom Letten Janis Gailitis, der mittlerweile neben seiner Tätigkeit in Strasbourg auch die lettische Nationalmannschaft verantwortet. Und eben dort ist Martins Gulbis sein Assistant Coach. Entsprechend konnte der neue Göttinger Trainer schonmal einige Eindrücke über den Pokalgegner einholen, die wichtigste Einschätzung kam zum Schluss: „Er hat mir gesagt, dass wir bereit für den MBC sind.“

Zach Jackson soll auch weiter ein Schlüsselspieler bei der BG sein (Foto: Swen Pförtner).

Schwarz-gelbes Derby im Ländle

Kreisbau Kirchheim Knights vs. MHP RIESEN Ludwigsburg // S0. 13.09.2026 15:00 Uhr

Was wäre die 1. Pokalrunde nur ohne Derbys? Im letzten Jahr gab es das Nordderby zwischen Bremerhaven und Oldenburg, in dieser Saison steht ein schwäbisches Derby an. Die Kreisbau Kirchheim Knights sind erstmals im Netto BBL Pokal vertreten, der Lohn für eine starke Saison die sogar noch mit der ProA-Vizemeisterschaft endete. Die Partie gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg wird eine echte Premiere, denn es ist das erste Mal in der Vereinsgeschichte der Knights, dass ein Pflichtspiel gegen einen Erstligisten ansteht! Alleine das dürfte dem Team von Igor Perovic als Motivation reichen. Doch hinzu kommt noch die Personalie Johannes Patrick. Der junge Guard spielte jahrelang in Ludwigsburg, arbeitete sich durch die Jugendmannschaften bis in den BBL-Kader. Im Sommer folgte dann der Schritt nach Kirchheim, um unter der Teck eine größere Rolle einzunehmen. Im ersten Pflichtspiel direkt gegen die alte Liebe, hier wäre eine Phrase wie „Geschichten, die nur der Sport schreibt“ mit Sicherheit angebracht.

Neben Patrick haben die Kirchheimer noch sechs weitere Akteure für die Kernrotation verpflichtet. Bis auf den zuletzt geholten CJ Hines haben alle bereits Erfahrung im deutschen Basketball, ein möglicher Vorteil so früh in der Saison? Auch der Blick aufs Parkett ist bei den Knights aktuell positiv. Klare Siege gegen die Tigers Tübingen und die OrangeAcademy, gewissermaßen hat man hier schonmal Derbys geprobt. Es sind also positive Vorzeichen, mit denen die Ritter in das Pokalspiel gehen können, auch wenn sie dies naturgemäß als Underdog tun. Die Spielstätte ist im Übrigen auch dem Anlass angemessen. Wie schon bei Highlightspielen in der ProA tauscht man für den Pokal die Sporthalle Stadtmitte gegen die größere EWS Arena in Göppingen.

Tauschte im Sommer das schwarz-gelbe Ludwigsburgtrikot gegen das gelb-schwarze Kirchheimjersey: Johannes Patrick (Foto: MHP RIESEN Ludwigsburg).

Erstrundenexperten in neuer Rolle

MLP Academics Heidelberg vs. EWE Baskets Oldenburg // So. 13.09.2026 18:00 Uhr

Nach fünf Saisons in der easyCredit BBL stand in diesem Sommer wieder der Gang in die ProA für die MLP Academics Heidelberg an. Doch Abstiege bieten immer auch die Chance für einen Neustart und so begannen die Academics sofort damit, einen starken Kader für die Mission Wiederaufstieg zusammenzustellen. Wie viel ProA-Erfahrung im neuen Heidelberger Team steckt haben wir bereits in der vergangenen Ausgabe von Spotlight analysiert. Verlassen hat den Verein allerdings Center Marcel Keßen. Doch auf das Wiedersehen muss man in Heidelberg nicht lange warten, schon am Sonntagabend ist es soweit. Denn das Los wollte es so, dass Keßen mit seinem neuen Club, den EWE Baskets Oldenburg, direkt zum Pflichtspielauftakt im SNP Dome gastiert. Für den sportlichen Leiter der Academics, Alex Vogel, ist das „ein sehr attraktives, aber auch schwieriges Los.“

Was für die Heidelberger spricht, ist die bisherige Erstrundenbilanz. 2022 ein knapper Sieg in Braunschweig, 2023 ein Auswärtserfolg in Bayreuth und 2024 zog man zuhause gegen die Veolia Towers Hamburg in das Achtelfinale ein, für das man im Folgejahr sogar gesetzt war. So gesehen haben die Academics also noch kein Erstrundenaus hinnehmen müssen, fairerweise hinkt der Vergleich etwas, trat man doch auch immer als BBL-Club mit einem BBL-Kader an. Nun ist der Verein also das erste Mal als ProA-Vertreter dabei. Das Weiterkommen gegen die neuaufgestellten Oldenburger wird eine harte Aufgabe, doch dafür kann Coach Carlo Finetti auf einen Neuzugang bauen, der für den Pokalwettbewerb den perfekten Namen hat: Frank Champion wechselte aus Finnland an den Neckar und ist als Leistungsträger eingeplant. Und die passenden Schlussworte für die Vorschau hat wieder Alex Vogel parat: „Wir sind klarer Außenseiter, im Pokal ist aber bekanntermaßen immer alles möglich.“

Identifikationsfigur Niklas Würzner, hier im Erstrundenduell 2023 gegen Bayreuth, geht in seine 15. Saison in Heidelberg (Foto: Ochsenfoto.de)

In den vergangenen drei Saisons konnten zweimal ProA-Teams die Überraschung schaffen. Welches Team kann daran anknüpfen und einen der BBL-Clubs aus dem Wettbewerb werfen? Potential für den einen oder anderen packenden Pokalfight ist in jedem Fall vorhanden. Das war sie, die Pokalausgabe von Spotlight. An dieser Stelle wird es in einigen Wochen dann um den Saisonstart in der ProA gehen. Wenn du das nicht verpassen möchtest, abonniere am besten hier unseren Newsletter, dort gibt es immer einen Reminder, wenn eine neue Ausgabe von Spotlight online ist.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/09/Titelbild_Spotlight13_photocredit_Nico-Genslein_Tristan-Lindner.jpg 563 1000 Ole /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Ole2026-09-08 08:55:072026-09-08 08:55:51Spotlight #13: 6x Do or Die zum Start: Die Pokalvorschau

Spotlight #12: Sommer-Roundup aus der ProA

1. September 2026/in Liga-News, ProA 26/27, Spotlight

Bald hat das lange Warten wieder ein Ende. In weniger als vier Wochen startet die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA endlich in die neue Saison. Eine Saison, die in jedem Fall eine Besondere wird, schließlich ist es die 20. Spielzeit seit Gründung der ProA. Der Countdown für die Jubiläumssaison läuft also und entsprechend stecken auch alle Teams schon tief in ihrer Saisonvorbereitung. Höchste Zeit für einen Blick auf den bisherigen Sommer, in dem sich wieder einiges bei den 18 ProA-Clubs getan hat. Fast die Hälfte der Teams geht mit neuem Coach an der Seitenlinie in die Saison und gerade bei den möglichen Spitzenteams dürfen wir ein großes Wiedersehen mit ehemaligen Aufstiegshelden erwarten. Welchen Einfluss hatten die US-Colleges auf die Offseason und wohin hat es die Nürnberg Falcons auf ihrer speziellen Preseason-Reise verschlagen? All das lest ihr hier in der neuen Ausgabe von Spotlight.

Jede Menge Aufstiegserfahrung bei den Top Favoriten

Dass der Aufstieg in die easyCredit BBL schwer bis nicht planbar ist, haben die letzten Saisons oft genug gezeigt. Klar ist aber auch, dass es definitiv nicht schadet Spieler zu verpflichten, denen dieses Kunststück bereits gelungen ist. Denn die Erfahrung im Kader kann in entscheidenden Situationen den Ausschlag geben. Den auf dem Papier qualitativ stärksten und erfahrensten Kader hat sich der Absteiger MLP Academics Heidelberg zusammengestellt. Aus der BBL ging ein guter deutscher Kern um Paul Zipser, Niklas Würzner, Erol Ersek und Kevin McClain den Weg in die ProA mit. Bis auf Erstgenannten haben alle schon einen ProA-Aufstieg in ihrer Vita stehen. Für Erol Ersek waren es im Prinzip sogar zwei, weil die Tigers Tübingen 2023 trotz Finaleinzug auf den Gang in Liga Eins verzichteten. Doch damit nicht genug, die Heidelberger legten qualitativ weiter nach und sicherten sich früh in der Offseason die Dienste von Joschka Ferner (ProA-Meister 2023 mit RASTA Vechta) und Lorenz Brenneke (Aufstieg mit den SKYLINERS 2024). In frischer Erinnerung ist zudem Chuck Harris, der in der letzten Saison mit Kirchheim im ProA-Finale stand. Insgesamt hat der Kader der Academics also nun sieben sportliche BBL-Aufstiege im Kader, das ist eine Ansage.

Einen ähnlichen Ansatz wählten die GIESSEN 46ers, die sich direkt den Aufstiegsexperten schlechthin angelten. Chris Carter spielte vor der kommenden Saison bei vier verschiedenen Vereinen in Deutschland. Und egal ob mit bei RASTA Vechta, den NINERS Chemnitz, den ROSTOCK SEAWOLVES oder zuletzt Science City Jena, überall gelang dem Point Guard der Finaleinzug und damit der BBL-Aufstieg. Nun soll also in Gießen der fünfte Streich gelingen und da passt es perfekt, dass die 46ers in Zach Cooks direkt einen weiteren alten Bekannten verpflichteten. Cooks war 2024/25 nicht nur ein Teil der Jenaer Erfolgsmannschaft, ihm gelang sogar der entscheidende Wurf. Im vierten Spiel der Halbfinalserie zwischen Jena und, wie passend, Gießen stand es kurz vor Schluss 95:95. Ein letzter Angriff blieb Jena noch. Der Ball landete bei Cooks, der attackierte und den Ball zum Sieg im Gießener Korb unterbrachte. Damals ließ der schnelle Guard die Gießener Träume von der Rückkehr in die BBL zerplatzen, kann er diese Saison der entscheidende Faktor zum Erreichen dieses Ziels der 46ers sein?

Für die HAKRO Merlins Crailsheim verliefen die letzten Playoffs nicht nach Plan. Mit Hauptrundenplatz zwei im Gepäck hatte man sich sicher mehr als das Viertelfinalaus vorgenommen. Was in diesem Sommer folgte war ein Radikalumbau des Teams. Nur Gianni Otto und Till Isemann blieben in Hohenlohe, der Rest des Kaders inklusive Coach McCray verabschiedete sich. Bei den Neuverpflichtungen wird deutlich, dass keine Experimente eingegangen werden sollten. Nur Forward Peyton Gerald hat noch keine Erfahrung im deutschen Basketball vorzuweisen, ansonsten sind uns die neuen Merlins gut bekannt. Simon Krajcovic geht in seine fünfte ProA-Saison, ebenso wie Hendrik Drescher, der aus seiner Trierer Zeit schon einen Meistertitel im Gepäck hat. Mit Lucas Mayer kam einer der besten deutschen Guards der vergangenen Jahre und aus Vechta angelte man sich Luc van Slooten und Booker Coplin. Für letzteren kommt es zur Reunion mit seinem ehemaligen Coach. Denn der neue Mann an der Crailsheimer Seitenlinie ist Florian Flabb. 2022/23 arbeitete er bereits mit Coplin bei den ART Giants Düsseldorf zusammen, ehe er in den vergangenen beiden Saisons die OrangeAcademy coachte und in die ProA führte.

Harmonierten schon in Jena top: Chris Carter und Zach Cooks wollen jetzt in Gießen den Aufstieg angreifen (Foto: Christoph Worsch).

Der internationale Einfluss an der Seitenlinie I

Neben den Merlins gehen insgesamt gleich sieben weitere Vereine mit neuen Headcoaches in die kommende Saison. Mit Ausnahme des bereits beschriebenen Florian Flabb, kommt keiner der neuen Cheftrainer aus Deutschland. Ob aus Spanien, Frankreich den USA oder dem Baltikum, die Coaches bringen jede Menge Vielfalt und neue Einflüsse in die ProA. So setzt die OrangeAcademy nach dem Abgang von Aufstiegstrainer Flabb auf den Franzosen Mehdy Mary. Der 46-jährige bringt eine Menge Erfahrung mit, gerade in der Förderung junger Talente, was beim Farmteam von ratiopharm ulm perfekt passen dürfte. Drei Jahre trainierte er die U21 vom Euroleagueclub ASVEL Villeurbanne, ehe er den Nachwuchs in Limoges coachte, wo er auch später das Erstligateam übernahm. Reisen wir aus Frankreich weiter nach Belgien. Aus dem kleinen Ort Mol stammt Ferried Naciri, der neue Mann an der Seitenlinie der Eisbären Bremerhaven. Die Nordseestädter mussten ihre erfolgreiche letzte Saison mit dem Abgang von Coach Esterkamp bezahlen, der das Interesse von BBL-Club Jena geweckt hatte. In Naciri fanden die Eisbären einen passenden Nachfolger, der trotz seiner erst 37 Jahre schon auf mehr als ein Jahrzehnt an Coaching-Erfahrung zurückblicken kann. Der Belgier war zunächst in seiner Heimat tätig, ehe es ihn über Dänemark und die Niederlande in die BBL verschlug. Hier arbeitete er als Co-Trainer in Oldenburg und Braunschweig, ehe er nun wieder auf einen Chefposten rückt.

Auch Medikamente per Klick Bayreuth ist bei der Trainersuche auf einen Coach aus einem Nachbarland gestoßen. In der neuen Saison hat Vincent van Sliedregt das Taktikboard in der Wagnerstadt in der Hand. Der Niederländer war lange Zeit Headcoach bei LWD Basket in der belgisch-niederländischen BNXT League. Fun Fact #1: Sein Vorgänger beim Club aus Leeuwarden war 2021 Ferried Naciri. Fun Fact #2: Den wurfstarken Matt Frierson (2022-24 bei den Eisbären Bremerhaven) hat van Sliedregt direkt nach Bayreuth mitgebracht. Neben seiner Tätigkeit bei LWD Basket war der Niederländer zudem auch Chefcoach der niederländischen Damennationalmannschaft. Diese Doppeltätigkeit ist nun nicht mehr möglich, der volle Fokus gilt Bayreuth. Frankreich, Belgien, Niederlande… die BG Göttingen hat bei der Besetzung des Trainerpostens noch etwas weiter geblickt und ist in Lettland fündig geworden. Martins Gulbis tritt die Nachfolge von Fabian Strauß an, mit dem sich die BG nach den eher ernüchternden Playoffs auf eine Vertragsauflösung geeinigt hatte. Der Lette bringt einiges an Erfahrung aus dem Baltikum mit. Mit VEF Riga holte er die Meisterschaft und durfte sich auch persönlich über die Auszeichnung als Coach des Jahres freuen. Göttingen wird nun seine erste Station außerhalb der Heimat, parallel wird er aber als Co-Trainer weiter für die lettische Nationalmannschaft arbeiten.

Haben beide bereits das Damen-Nationalteam ihres Heimatlandes trainiert: Vincent van Sliedregt (l.) und Martins Gulbis (r.) (Fotos: Bas de Leeuw/Basketball.nl, FIBA).

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Der internationale Einfluss an der Seitenlinie II

Vier internationale Trainer werden wir also in der nächsten Saison genau kennenlernen, die drei weiteren neuen Coaches haben bereits ProA-Erfahrung gesammelt. Der prominenteste Name ist sicher Felix Banobre. Der langjährige Headcoach der VfL SparkassenStars Bochum übernahm in diesem Sommer den Posten bei den Tigers Tübingen und soll der Architekt eines Neustarts werden. Nach der enttäuschenden vergangenen Saison müssen gleich zehn Neuzugänge in Tübingen zu einer Einheit geformt werden, die zusammen mit den verbliebenen Till Jönke und Melkisedek Moreaux für einen spielerischen Aufschwung sorgen sollen. Dass Banobre der richtige Mann für eine langfristige Entwicklung eines Standorts sein kann, hat der Spanier in Bochum unter Beweis gestellt. Fast sieben Jahre coachte er tief im Westen und führte die SparkassenStars in die ProA. Als sich die Wege mit Banobre im vergangenen Frühjahr trennten, setzten die VfL SparkassenStars Bochum zunächst bis Saisonende auf die interne Lösung Petar Topalski (bis dahin Assistant Coach). Wie geplant rückt dieser nun wieder in das zweite Glied, stattdessen übernimmt ein weiterer ehemaliger Co-Trainer das Ruder. Alvaro Sanchez tritt seine erste Headcoach-Stelle im Profibereich an. Damit hat Bochum also wieder einen spanischen Cheftrainer. Der in Barcelona aufgewachsene Sanchez arbeitete schon in Schweden, Ägypten und den Niederlanden, seit 2024 war er im Staff der SparkassenStars und war als neuer Chef die Wunschlösung der Bochumer. Doch nicht nur im Ruhrgebiet beförderte man einen Assistant zum Headcoach. Auch die Nürnberg Falcons vollzogen diese Rochade, in der Ralph Junge wieder seine Hauptaufgabe als Geschäftsführer übernahm und damit Platz für Tim Black machte. Der US-Amerikaner verbrachte schon als Spieler einige Jahre in Deutschland. Nach der aktiven Karriere ging Black zunächst zurück in die USA, ehe er 2024 zum Coachingteam der Falcons stieß. Gut zwei Saisons konnte er als Co-Trainer Erfahrung sammeln, sodass nun seine erste Saison in voller Verantwortung bevorsteht. Und diese beginnt für die Falcons gleich mit einer der ungewöhnlichsten Preseasons…

Felix Banobre (l.) übernimmt ein runderneuertes Tübinger Team, Tim Black (r.) rückt nach zwei Saison als Assistant Coach auf den Nürnberger Chefposten (Fotos: Hartmut Boesener, Nathalie Zweifel).

Einmal China und zurück: Die außergewöhnlichste Vorbereitung

15 Spiele in gut drei Wochen! Das klingt nach einem verblüffend straffen Vorbereitungsprogramm, schließlich entspricht das schon fast einer halben Saison. Doch die Nürnberg Falcons setzen noch einen drauf und bestreiten diese Spiele im Rahmen einer Turnierreise durch China! Am 5. August flogen die Falken los, die Rückkehr war am gestrigen Montag. Coach Black blickt durchaus positiv auf diese Reise, denn „Spieler bestreiten lieber Spiele, als sich nur durch Lauftraining in Form zu bringen.“ Bleibt natürlich die Frage, inwiefern bei diesem Pensum die Spielzüge und Automatismen entwickelt werden können, doch in Asien lief es für die Nürnberger. In Zhongning, beim ersten der Turniere, gewannen die Falcons direkt alle drei Spiele und krönten sich zum Turniersieger. Und das noch ohne Guard Nate Heise und natürlich ohne den frisch verpflichteten Xavier Bell, der erst in Deutschland zum Team stieß. Gegen Gegner aus China, Georgien und Australien holten die Franken auch in den folgenden Spielen einige Siege, bei denen sich vor allem Forward Ty Allred mehrfach als Top Scorer hervortat. Nach der Rückkehr stehen nun noch fünf weitere Testspiele an, sodass die gesamte Vorbereitung 20 Partien umfasst!

Kampf um den Ball in Zhongning (Foto: Nathalie Zweifel).

Der Ruf vom College

Bereits in den letzten Offseasons machte sich in der ProA der Einfluss des US-Sports bemerkbar. Ein Urteil des obersten Gerichtshof in den USA machte 2021 den Weg für deutlich höhere Gehälter und Vermarktungsmöglichkeiten von College-Athleten frei. Das hat den ohnehin schon vorhandenden Reiz in die USA zu wechseln nochmal verstärkt. Und so sind auch in diesem Sommer wieder einige Athleten aus der ProA in Richtung College gewechselt. Ob Linus Ruf (Wyoming Cowboy Basketball), Fynn Lastring (New Mexico Lobos), Janis Jünemann (Western Michigan University) oder Tom Stoiber (Davidson College) um einige Namen exemplarisch zu nennen. Das hat mittlerweile eine gewisse Normalität entwickelt, neu ist hingegen, dass auch das Verpflichten von Rookies sich erschwert hat. Grund ist abermals das System in den USA. In der NCAA waren bisher vier aktive Saisons das Maximum für die College-Karriere, mit den Regeländerungen dieses Sommers weitet sich diese auf fünf Saisons aus. Das führte bei den Eisbären Bremerhaven dazu, dass man Dillon Hunter bereits als neuen Floor General verkündet hatte, ehe die neuen Regeln ihm doch die lukrativere Rückkehr an die Clemson University ermöglichten. Doch die Eisbären reagierten schnell und stellten Corey McKeithan als neuen Point Guard vor. Auch den Nordkonkurrenten Artland Dragons ereilte dasselbe Schicksal. Kenny Noland entschied sich trotz Zusage in Quakenbrück für eine weitere Saison an der Columbia University. Doch vielleicht war das auch Glück im Unglück für die Drachen, denn als Ersatz verpflichtete man mit Jonathan Klussmann immerhin einen der letztjährigen Top Scorer der ProA.

Jonathan Klussmann spielte schon bei RASTA Vechta II unter Coach Gruhn (Foto: Sebastian Neddermann).

Das war er, der ProA-Sommer im Schnelldurchlauf. Einen Überblick über alle Transfers und Kader gibt’s übrigens immer aktuell in unserer Wechselbörse. Am 25. September startet dann die neue Saison mit dem Eröffnungsspiel in Gießen, doch sechs ProA-Teams sind wie gewohnt schon vorher im Einsatz. Denn der BBL Pokal steht an und eine ausführliche Vorschau auf die Erstrundenpartien wird es selbstverständlich an dieser Stelle geben. Wenn du das nicht verpassen möchtest, abonniere am besten hier unseren Newsletter, dort gibt es immer einen Reminder, wenn eine neue Ausgabe von Spotlight online ist.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/08/Titelbild_Spotlight12_photocredit_Dennis-Green_Norbert-Schulz.jpg 563 1000 Ole /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Ole2026-09-01 15:25:322026-09-02 10:22:32Spotlight #12: Sommer-Roundup aus der ProA

Livestream-Pässe für die ProA-Saison 2026/27 ab sofort buchbar

1. September 2026/in Allgemein, APP-Top, Liga-News, ProA 26/27

Auch in der Saison 2026/27 werden die Livestreams der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA kostenpflichtig auf Sporteurope.TV angeboten. Ab sofort können Fans die verschiedenen Pass-Modelle buchen und ihren Bundesligisten damit direkt unterstützen.

 

Übersicht der Preise und Pass-Modelle

Produkt Preis Beschreibung
Einzelspiel (Hauptrunde) 5,99 € Einzelspiel (pay-per-view)
Teampass 109,99 € Alle Hauptrundenspiele eines Bundesligisten

Heim- und Auswärtsspiele

All-Access-Pass 189,99 €* Zugriff auf alle Spiele der Saison inkl. Playoffs – teamübergreifend

 

 

*Vorverkaufsaktion: Bis zum 15.10.2026 ist der All-Access-Pass für 159,99 € statt 189,99 € erhältlich. Bis dahin zuschlagen und sich den besten Deal für die komplette Saison inklusive Playoffs sichern!

Wie in der vergangenen Saison wird es in den Playoffs zudem Einzelspiele zu kaufen geben.

Buchbar unter: Sporteurope.TV!

 

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/08/Beitragsbild-Livestreampreise-26_27.jpg 563 1000 Joshua Kaiser /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Joshua Kaiser2026-09-01 12:15:482026-09-01 10:38:55Livestream-Pässe für die ProA-Saison 2026/27 ab sofort buchbar

Nachlizenzierungsverfahren gegen die SBB Börde Baskets AG abgeschlossen

20. August 2026/in Allgemein, APP, Liga-News, ProA 25/26, ProA 26/27

Köln, 20. August 2026 – Die 2. Basketball-Bundesliga GmbH hat das Nachlizenzierungsverfahren gegen die SBB Börde Baskets AG (ProA) für die Saison 2025/2026 abgeschlossen.

Im Rahmen des Verfahrens wurden die lizenzrelevanten Angaben des Vereins überprüft. Auf Grundlage des Lizenzstatuts hat die Liga gegen den Verein eine Sanktion verhängt, die einen Abzug von 4 Wertungspunkten mit Wirkung für die Spielzeit 2026/2027 sowie eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro umfasst. Die SBB Börde Baskets AG hat die Sanktion akzeptiert und auf die Einlegung von Rechtsmitteln verzichtet; das Verfahren ist damit abgeschlossen.

Zu Einzelheiten des Verfahrens äußert sich die Liga nicht.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/05/Beitragbild-Nachlizenzierung-SBB-Baskets.jpg 563 1000 Joshua Kaiser /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Joshua Kaiser2026-08-20 12:00:182026-08-20 12:02:15Nachlizenzierungsverfahren gegen die SBB Börde Baskets AG abgeschlossen

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