Nachberichte ProA 7. Spieltag
30.10.2026 19:00 Uhr // Medikamente per Klick Bayreuth vs. VfL SparkassenStars Bochum 98:83
Das Trainerteam schickte eine Sarting-Five bestehend aus Teamkapitän Niklas Geske, Ja’Monta Black, David Pisic, Neil Masnic und Kilian Dietz auf das Parkett. Die Gastgeber erwischten den besseren Start in die Partie. Zwei getroffene Distanzwürfe brachten die Bochumer direkt in Zugzwang. Der VfL konterte jedoch sofort und glich nach fünf gespielten Minuten durch den Korbleger von Aitor Pickett aus (10:10, 5.). Die Blau-weißen fanden in der Offensive immer wieder freie Optionen und ergriffen über die US-Amerikaner Ja’Monta Black und Jaylen Wesley auf den Flügelpositionen das Spielgeschehen. Blacks Distanzwurf besiegelte schließlich die Führung zur Pause (17:23, 10.). Im zweiten Viertel bestätigten die SparkassenStars die bisherige Leistung und wirkten dynamischer und handlungsschneller als die Bayreuther. Die intensive Spielweise in der Verteidigung verhalf dem Team von Headcoach Alvaro Paredes zu schnellen Zählern auf der anderen Seite. Auch am Brett bewies der VfL Willenskraft und erarbeitete sich zunehmend zweite Chancen nach Rebounds. Die Gäste belohnten sich für eine starke erste Halbzeit und gingen dank eines erfolgreichen Buzzerbeater-Dreiers von Jaylen Wesley mit einer zweistelligen Führung in die Halbzeitpause (35:47, 20.).
Nach dem Seitenwechsel schien es bei einem ähnlichen Spielgeschehen zu bleiben. Beide Mannschaften kamen zu aussichtsreichen Abschlussmöglichkeiten und sorgten im Gleichschritt für neue Punkte auf dem Spielbogen. Die Guards übernahmen Verantwortung in der Offensive und Blacks Distanzwurf hielt die Bayern auf Abstand (49:60, 25.). Doch die Gastgeber gaben sich nicht geschlagen und kamen mit jedem weiteren Korb besser ins Spiel. Die Oberfrankenhalle erwachte zum Leben und den SparkassenStars glitt das Spiel immer weiter aus den Händen. Auch offensiv fehlte plötzlich der Rhythmus und so kam es, dass Bayreuth zum Ende des Viertels die Führung zurückeroberte (64:63, 30.). Im letzten Spielabschnitt bewiesen die Gastgeber ihren Siegeshunger und stürmten mit jeder Minute weiter davon. Die Bochumer fanden keine Lösungen mehr und haben die Spielkontrolle verloren. Getragen von einer euphorischen Stimmung drückten die Bayreuther dem Spiel den Stempel auf. Die letzten Körbe von Thommy Kamarad und Jaylen Wesley kamen zu spät und der VfL und musste sich nach einer enttäuschenden zweiten Halbzeit mit 98:83 geschlagen geben. Für die Bochumer geht es bereits kommenden Samstag, den 07.11.2026 mit der Partie gegen die Hakro Merlins aus Crailsheim weiter. Das Spiel beginnt um 19:00 Uhr in der Rundsporthalle und wird wie jedes Spiel der Barmer 2. Basketball Bundesliga Pro A auf Sporteurope.Tv gestreamt.
30.10.2026 19:30 Uhr // SBB Börde Baskets vs. ETB Miners 103:91
Die Partie gestaltete sich zu Beginn ausgeglichen. Nach dem ersten Viertel lagen die SBB Börde Baskets mit vier Zählern vorn (20:16). Zur Halbzeitpause stand eine knappe 47:42-Führung der Gastgeber auf der Anzeigetafel. Nach dem Seitenwechsel kam der Aufsteiger aus Essen allerdings besser ins Spiel, führte vor dem Schlussabschnitt mit fünf Punkten (64:59). Im vierten Viertel drehten die SBB Börde Baskets jedoch auf und setzten sich Schritt für Schritt ab. Am Ende war der sechste Sieg in Serie ein ungefährdeter. SBB-Cheftrainer Achmadscha Zazai sagt: „Wir wussten, dass es nicht einfach wird. Essen ist ein offensivstarkes Team. Sie haben es uns schwer gemacht. Ich muss meiner Mannschaft ein Lob aussprechen. Ich bin stolz, wie sie das heute gelöst hat. Im letzten Viertel haben wir uns in einen Rausch gespielt. Der Sieg war am Ende verdient. Jetzt haben die Jungs erst einmal zwei Tage frei.“
Überragender Mann des Abends war Sebastian Brach. Der Guard erzielte nicht nur 20 Punkte, sondern sammelte auch noch zehn Rebounds und acht Vorlagen. Auch Brock Gardner, Martin Bogdanov und Kenny Cooper mit jeweils 18 und Kyndahl Hill mit 13 Zählern punkteten zweistellig. Die Gastgeber überzeugten mit einer starken Distanzquote von 46 Prozent. Außerdem sicherten sich die SBB Börde Baskets insgesamt neun Rebounds mehr als die Gäste aus Essen. Das Heimspiel gegen Essen stand ganz im Zeichen von Halloween. Beim Kostümwettbewerb wurden tolle Verkleidungen präsentiert und prämiert. Für die SBB Börde Baskets geht es am kommenden Sonntag auswärts in Nürnberg weiter. Anschließend stehen drei (!) Heimspiele in Folge auf dem Programm: am 13. November gegen Bremerhaven, am 17. November gegen Paderborn und am 20. November gegen Köln.
31.10.2026 18:00 Uhr // Kreisbau Kirchheim Knights vs. MLP Academics Heidelberg 72:64
Ähnlich wie in den Vorwochen musste auch dieses Mal Head Coach Igor Perovic auf einen seiner Akteure verzichten. Nachdem Nico Bretzel gegen Essen seine bislang beste Saisonleistung zeigen konnte, verletzte sich der 2,12m große Center im Montagstraining am Sprunggelenk. „Es handelt sich um keine schwerwiegende Verletzung, aber das Spiel gegen Heidelberg kam für ihn zu früh,“ erklärt Sportchef Chris Schmidt. Das Warm-up konnte der 27-jährige absolvieren. Und die Ritter hätten ihn zu Spielbeginn gut gebrauchen können, den da dominierte zunächst ein ehemaliger Teckstädter. Heidelbergs Nick Muszynski erzielte die ersten acht Heidelberger Punkte und damit einen weniger wie das gesamte Ritterteam in den ersten zehn Minuten. Somit sorgte er für eine frühe Führung der Gäste. Die Hausherren fanden schleppend ins Spiel. Offensiv wollte wenig gelingen und defensiv fehlte der entscheidende Zugriff. Folgerichtig ging es mit einem 22:9 Rückstand in die erste Viertelpause. Mit zunehmender Spieldauer änderte sich der Auftritt der Kreisbau Kirchheim Knights sichtlich. Chrissi Phillips und Paul Viefhues brachten enorm viel Energie von der Bank und Punkt für Punkt kamen die Schwaben näher heran. Kurz vor der Pause gelang der komplette Turnaround und man ging mit einem knappen 40:38 Rückstand in die Pause. Dort schien Head Coach Igor Perovic die richtigen Worte gefunden zu haben.
Erneut war es die Intensität und Energie, die die Ritter aufs Parkett brachten und das Spielgeschehen dominierten. Offensiv lief es weiterhin nicht allzu rund, doch in der Defensive ließen die Kreisbau Knights nun kaum mehr etwas zu. Für jeden Punkt mussten die Heidelberger hart arbeiten. Der zunächst unglücklich agierende Lukas Zerner wuchs über sich hinaus und brachte Kontrolle über die eigene Zone. Die Heidelberger hielten ihrerseits in der Verteidigung dagegen und das Spiel blieb eng (58:55). Die Entscheidung sollte im Schlussviertel fallen und da schlug die Stunde von Point Guard CJ Hines. Der US-Amerikaner erzielte im letzten Abschnitt zehn Punkte. Ein persönlicher 5:0 Lauf des 24-jährigen sorgte für eine zwölf Punkte Führung seiner Mannschaft fünf Minuten vor Schluss. Das Publikum war nun voll da, unterstützte sein Team lautstark und die Korbjäger entscheiden nun die Schlüsselaktionen für sich. Ein Offensivrebound plus anschließendem Drei Punkte Spiel von Tyrel Morgan war sinnbildlich für die Kirchheimer Einstellung an diesem Abend. „Wir haben schlecht angefangen. Waren zögerlich und zurückhaltend. Als wir das abgelegt hatten, haben wir uns den Sieg redlich verdient,“ sagte Knights Head Coach Igor Perovic nach Spielende. In der Tabelle bleiben die Kreisbau Kirchheim Knights auf Tabellenplatz eins. Mit 24 Punkten wurde Shooting Guard Desmond Watson Topscorer der Partie. Ebenfalls zweistellig punkteten Hines (13) und Phillips (11). Die Ritter haben nun eine etwas längere Pause, da das kommende Spiel erst am Montag den 9.11. in Koblenz stattfindet. Dann jedoch warten drei Partien innerhalb von sechs Tagen auf die Teckstädter.
31.10.2026 18:30 Uhr // Eisbären Bremerhaven vs. Nürnberg Falcons 82:75
Die Siegesserie der Nürnberg Falcons ist gerissen. Nach den Erfolgen gegen Artland und Köln mussten sich die Mittelfranken am vergangenen Samstag bei den Eisbären Bremerhaven mit 75:82 (32:40) geschlagen geben. Dabei präsentierten sich die Falken über weite Strecken kompakt und kämpferisch, fanden gegen einen starken Carlos Carter letztlich aber kein entscheidendes Mittel. Die Gäste waren von Beginn an hellwach und machten den Hausherren das Leben schwer. Mit viel Einsatz und einer konzentrierten Defensivleistung hielten sie Bremerhaven im ersten Viertel bei lediglich 18 Punkten und blieben trotz eines zwischenzeitlichen Rückstands in Schlagdistanz (18:13). Auch im zweiten Abschnitt entwickelte sich eine intensive und weitgehend ausgeglichene Begegnung. Nürnberg setzte immer wieder offensive Nadelstiche, konnte den Rückstand bis zur Pause allerdings nicht entscheidend verkürzen. Mit 40:32 ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste noch einmal zu. Die Falcons agierten nun mutiger, fanden offensiv bessere Lösungen und waren über weite Strecken das spielbestimmende Team. Der verdiente Lohn: Sie entschieden das dritte Viertel für sich und rückten den Eisbären zunehmend auf die Pelle. Dennoch gelang es ihnen nicht, den Rückstand vollständig aufzuholen oder selbst die Führung zu übernehmen (56:49). Auch im Schlussabschnitt ließen die Mittelfranken nicht locker. Immer wieder verkürzten sie den Abstand und hielten die Partie bis in die Schlussminuten offen. Doch Bremerhaven hatte stets die passende Antwort parat und die hieß zumeist Carlos Carter, der mit 24 Punkten einen überragenden Abend erwischte. Während Nürnberg weiter um den Anschluss kämpfte, behielten die Gastgeber die Nerven und brachten den 82:75-Heimsieg schließlich über die Zeit. Falcons-Headcoach Tim Black zeigte sich trotz der Niederlage mit dem Auftritt seiner Mannschaft nicht unzufrieden: „Es war eine intensive und interessante Partie. Defensiv ist es uns gelungen, die Schlüsselspieler des Gegners, auf die wir unseren Fokus gelegt hatten, weitgehend gut zu kontrollieren. Allerdings haben wir Carlos Carter zu viel Raum gelassen. Glückwunsch an Bremerhaven, die ihre Chancen konsequent genutzt und letztlich genau das umgesetzt haben, was es brauchte, um dieses Spiel zu gewinnen. Ein großes Lob gilt dennoch auch unserem Team. Nach drei Spielen innerhalb einer Woche haben die Jungs noch einmal alles auf dem Parkett gelassen und bis zum Schluss gekämpft. Wir nehmen die beiden Siege ebenso mit wie diese schmerzhafte Niederlage, ziehen unsere Lehren daraus und richten den Blick nach vorne. Die Arbeit geht weiter.“ Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Falcons nicht. Bereits am kommenden Sonntag steht das nächste Heimspiel auf dem Programm. Dann empfangen die Nürnberger die SBB Börde Baskets in der Kia Metropol Arena. Neben dem zweiten Familienspieltag der laufenden Saison wartet auf die Besucher auch der große Pliq-Aktionstag.
31.10.2026 18:30 Uhr // BG Göttingen vs. EPG Baskets Koblenz 107:86
Die BG Göttingen hat in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA den zweiten Heimsieg geholt. Die Mannschaft von BG-Headcoach Martins Gulbis gewann am Samstagabend gegen die EPG Baskets Koblenz souverän 107:86 (56:48). Vor 1.821 Zuschauenden in der Sparkassen-Arena zeigten die südniedersächsischen Gastgeber eine wechselhafte erste Halbzeit. In der zweiten Hälfte verteidigten die Göttinger dann besser und spielten in der Offensive stark zusammen. So wuchs der Vorsprung bis auf 29 Punkte an, der am Ende zu einem verdienten Erfolg führte. Bester BG-Werfer war Omar Pajic mit 23 Punkten. Für die Koblenzer traf Frankie Collins am häufigsten (21 Zähler). Die Highlights gibt’s später bei Sporteurope.TV. Die Veilchen mussten neben Zac Watson (Oberschenkelverletzung) auch auf Gaston Nguyen (Fingerbruch) verzichten. Das hinderte die Gastgeber aber nicht daran schnell 6:0 in Front zu gehen (2.). Die Koblenzer fingen sich dann, spielten schnell und glichen zu 6:6 aus (3.). Drei Dreier in Folgen von Tai Bibbs, Mathis Mönninghoff und Pajic ließen den BG-Vorsprung auf 15:8 anwachsen (5.). Die Gäste aus Rheinland-Pfalz wehrten sich, doch die Göttinger hatten die passenden Antworten. Einen Dreier von Mason Kraus konterten Mönninghoff zum 20:13 (8.). Die Hausherren verpassten es, die Führung weiter auszubauen und schalteten dann zu langsam von Angriff auf Verteidigung um. Das nutzten die Baskets aus, um zum Viertelende auf 27:24 zu verkürzen. Im zweiten Abschnitt stellten die Göttinger den alten Abstand durch vier Punkte in Folge von Pajic wieder her (34:27) und zwangen Baskets-Headcoach Stephan Dohrn zu seiner ersten Auszeit (12.). Im Anschluss fing sich sein Team ein wenig und kämpfte sich durch einen 2:7-Lauf auf 38:34 heran (14.). Die Veilchen blieben aber treffsicher von außen und bauten ihren Vorsprung durch einen 8:2-Lauf auf 46:36 aus (16.). Doch die Koblenzer blieben gefährlich, wenn sie schnell spielten. Jayden Williams brachte die Gäste durch einen Dreier auf 46:42 heran (17.). Zwar verschaffte Radvilas Kneizys der BG wieder etwas Luft, aber Williams konterte zum 50:46 und zwang Gulbis zu einer Auszeit (19.). Danach war es Kneizys, der mit sechs Punkten in Folge inklusive Buzzerbeater für den 56:48-Halbzeitstand sorgte.
Nach dem Seitenwechsel zogen die Göttinger erstmals etwas davon (62:48/23.). Bei den Gästen lief nun nicht mehr viel zusammen. Nach Robin Lodders‘ Punkten zum 66:50 nahm Dohrn die nächste Auszeit (24.). Zunächst sorgte Bibbs durch ein Drei-Punkte-Spiel für die bis dahin höchste BG-Führung (69:50/25.), aber Koblenz hatte sich die Worte seines Trainers zu Herzen genommen und zeigte nun wieder mehr Gegenwehr. Die Veilchen ließen in der Offensive jedoch nicht nach und zogen immer weiter davon (83:55/30.). Vor dem Schlussviertel ließen Ferenc Gille und Collins den hohen Vorsprung etwas schrumpfen (83:60). Im letzten Abschnitt warfen die Baskets nochmal alles in die Waagschale und verkürzten auf 83:65(31.). Die Göttinger brauchten mehr als zwei Minuten, um die ersten Zähler in diesem Viertel zu erzielten: Zach Jackson traf von außen zum 86:65 (33.). Zwei Dreier von Nils Schmitz und Pajic später rief Dohrn seine Mannschaft erneut zusammen (92:67/34.). Doch die Koblenzer taten sich nun wieder schwerer, sodass Lodders in der 38. Minuten die höchste Veilchen-Führung erzielte (101:72). Im Anschluss stellten beide Teams die Verteidigung weitgehend ein, was die Gäste nutzten, um Ergebniskosmetik zu betreiben. Martins Gulbis (Headcoach BG Göttingen): „Danke an alle, die heute hier waren und uns unterstützt haben. Den neun Jungs, die heute auf dem Feld standen, gebührt großer Respekt. Sie verdienten es, dass die Halle voll wird, dass die Fans kommen und uns unterstützen. In den vergangenen drei bis vier Wochen haben sie hart gearbeitet, und ich bin sehr stolz auf meine Spieler. Das ist der erste Punkt. Der zweite ist, dass die erste Hälfte mehr dem Spielstil entsprach, den Koblenz spielen wollte. Da war ihr Spiel sehr schnell und offen, und darin sind sie sehr gut. Im dritten Viertel haben wir unsere Einstellung in der Defensive verändert. Wir haben uns gesteigert, mehr Druck auf den Ball ausgeübt und angefangen, intensiver zu verteidigen. Genauso wollen wir die gesamte Saison spielen. Und natürlich zeigen 31 Assists und die Tatsache, dass jeder Spieler mindestens einen Assist beigesteuert hat, dass das eine Mannschaftsleistung war.“
31.10.2026 19:00 Uhr // GIESSEN 46ers vs. Tigers Tübingen 93:82
Als Zach Cooks als „Man of the Match” das Interview bei Sport-Europe.TV-Moderator Thorsten Dlugosch beendet hatte, gehörte ihm die ganz große Bühne. Besser gesagt Teile der Osthalle. Auf der Stehtribüne warteten sie auf ihn mit Sprechchören, klatschten ihn ab, machten Selfies und baten um Autogramme. Und in den Blöcken C und D erhoben sie sich von ihren harten Sitzen, um dem 27-Jährigen zu huldigen. Am Samstagabend, beim 93:82 (49:44)-Erfolg der GIESSEN 46ers am siebten Spieltag der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA gegen die Tigers Tübingen, waren es immerhin 63 Prozent seiner Würfe, dazu die volle Ausbeute an der Freiwurflinie, so dass Cooks mit 21 Zählern zum Topscorer und mit sechs eingesammelten Abprallern auch noch zum Top-Rebounder des Matches avancierte. „Ich fühle einfach nur große Erleichterung.“ Das ging „Frenki“ Ignjatovic ähnlich. „Es war ein ganz, ganz wichtiger Sieg für uns. Wir haben top verteidigt, hatten fünf Leute, die zweistellig gepunktet haben, außerdem hatten wir endlich auch offensiven Input unserer Guards“, studierte der Gießener Cheftrainer in der Pressekonferenz genüsslich die Stats, ehe er es sich im Kreise einiger serbischer Freunde im VIP-Raum eins, zwei Kaltgetränke „aus dem Herzen der Natur“ genehmigte. „Die haben wir uns alle heute redlich verdient.“
Und dies, obwohl, wie es Ex-46ers-Profi und TV-Co-Kommentator Roland Nyama betonte, „ein schönes Spiel für die Fans, nicht aber unbedingt für die Trainer“ war. „Tübingen hat wirklich viel geworfen, uns aber in deren Defense viel Platz gelassen. Den haben wir am Ende auch gut genutzt“, zeigte sich Luis König Figge zufrieden mit 93 Zählern der Männerturner und einer Wurfquote von 51 Prozent. „Wir haben echt kein schlechtes Spiel gemacht. Dass es am Ende nochmal eng wurde, war unnötig“, spielte Robin Benzing auf jene Phase an, als die „Raubkatzen“ bis auf vier Punkte (61:65, 28.) herankamen, sich nach 34 Minuten und einem Floater von Daniel Norl zum 86:68 (34.) aber endgültig geschlagen geben mussten. Als der Capitano höchstselbst 32 Sekunden vor der Schlusssirene im Rückwärtsfallen den 93:82-Endstand besorgte, erkannte auch Gästecoach Felix Banobre die Niederlage an und klatschte den 167-fachen Internationalen ab, obwohl noch 32 Sekunden zu gehen waren. „Ich bin o.k. mit unserem Spiel. Wir haben heute viel gelernt, das war mir von Anfang an bewusst“, zeigte sich der in London geborene Spanier, der im Sommer aus Bochum an den Neckar gekommen war, wie immer als fairer Sportsmann.
31.10.2026 20:00 Uhr // HAKRO Merlins Crailsheim vs. Paderborn Baskets 65:58
Die HAKRO Merlins Crailsheim feiern am Halloween-Abend einen hart erkämpften 65:58-Heimsieg gegen die Paderborn Baskets. Nach einem zwischenzeitlichen 13-Punkte-Rückstand zeigen die Zauberer eine leidenschaftliche Aufholjagd und drehen die Partie mit einem furiosen Schlussviertel. Dylan Addae-Wusu bringt die Arena Hohenlohe mit drei Dreiern zum Beben, ehe Peyton Gerald mit einem Dunk den emotionalen Schlusspunkt setzt. Crailsheim, 31.10.2026. Was für ein Comeback, was für ein Halloween-Abend! Lange Zeit sah es für die HAKRO Merlins nach einer bitteren Heimniederlage aus. Die Würfe wollten nicht fallen, Paderborn hatte die Partie über weite Strecken unter Kontrolle. Doch die Crailsheimer gaben sich nicht geschlagen, kämpften sich mit großem Willen zurück und rissen die Begegnung in einer dramatischen Schlussphase an sich. Dabei hatten die Merlins vor zahlreichen verkleideten Zuschauern zunächst schwungvoll begonnen. Mit hohem Tempo und schnellen Gegenangriffen setzten sie Paderborn unter Druck und erzielten acht ihrer ersten 15 Punkte im Fastbreak. Ein artistischer Abschluss von Lucas Mayer brachte kurz vor der ersten Viertelpause die 15:13-Führung, doch Schultz sorgte mit einem Dreier samt Foul für den Paderborner 17:15-Vorsprung nach zehn Minuten. Der Treffer gab den Gästen Rückenwind. Während die Merlins ihren offensiven Rhythmus verloren, setzte sich Paderborn zunehmend ab. Auch eine frühe Auszeit von Headcoach Florian Flabb brachte zunächst nicht die erhoffte Wende. Zwar stemmte sich Booker Coplin mit starken Aktionen auf beiden Seiten des Feldes gegen den Lauf der Gäste, doch die Crailsheimer fanden offensiv kaum Lösungen. Zwei Dreier von Silic vergrößerten den Rückstand, der zwischenzeitlich auf 13 Punkte anwuchs. Erst kurz vor der Halbzeit erwachten die Merlins wieder zum Leben. Hendrik Drescher beendete die Durststrecke, Coplin legte nach und Luc van Slooten versenkte mit der Halbzeitsirene einen Dreier zum 28:32. Ein 9:0-Lauf brachte neue Hoffnung für den zweiten Durchgang.
Doch auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung ein intensives Kampfspiel. Beide Mannschaften lieferten sich harte Defensivduelle, einfache Punkte waren Mangelware. Die Merlins fanden weiterhin nur schwer offensive Lösungen, während Paderborn den Vorsprung erneut auf zehn Zähler ausbaute. Mit einem 37:47-Rückstand gingen die Crailsheimer in den Schlussabschnitt. Was dann folgte, war ein beeindruckender Beweis für den Kampfgeist der Mannschaft. Courtney Alexander setzte direkt zu Beginn des letzten Viertels mit einem spektakulären Block ein Ausrufezeichen. Die Merlins verteidigten leidenschaftlich, erzwangen Fouls und erarbeiteten sich zunehmend Punkte an der Freiwurflinie. Alexander übernahm Verantwortung, Hendrik Drescher sicherte wichtige zweite Chancen. Stück für Stück schmolz der Rückstand, beim 46:51 sieben Minuten vor Schluss war die Hoffnung endgültig zurück. Dann schlug die Stunde von Dylan Addae-Wusu. Mit einem Dreier zum 51:51 erlöste der Guard die Crailsheimer Fans und brachte die Arena Hohenlohe zum Beben. Doch damit nicht genug: Addae-Wusu ließ zwei weitere Distanztreffer folgen und brachte die Merlins trotz Gegenwehr von Paderborns Worku mit 59:58 erstmals in der zweiten Halbzeit in Führung. Die Halle stand Kopf, das Momentum hatte endgültig die Seiten gewechselt. In der Schlussminute war es dann wieder das schnelle Umschaltspiel, das die Merlins bereits zu Beginn ausgezeichnet hatte. Lucas Mayer erhöhte per Fastbreak auf 61:58, ehe Peyton Gerald mit einem Alley-oop-Anspiel auf Courtney Alexander für den nächsten Höhepunkt sorgte. Den Schlusspunkt setzte Gerald schließlich selbst mit einem Dunk zum 65:58-Endstand. Aus einer lange Zeit schwierigen Partie war ein emotionaler Halloween-Abend geworden, an dem sich die Merlins mit Leidenschaft und unermüdlichem Kampfgeist den Heimsieg sicherten.
31.10.2026 20:00 Uhr // Artland Dragons vs. PS Karlsruhe LIONS 82:90
Die PS Karlsruhe LIONS haben am siebten Spieltag der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA einen wichtigen Auswärtssieg eingefahren. Nach 40 Minuten Spielzeit setzte sich das Karlsruher Team in der bekannten Artland Arena in Niedersachsen mit 82:90 gegen die Artland Dragons durch und feierte damit den zweiten Sieg in Folge. Die Partie begann zunächst ausgeglichen. Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe, ehe sich die LIONS im dritten Viertel etwas deutlicher absetzen konnten. Diesen Vorsprung brachten die Badener konzentriert über die verbleibende Spielzeit und sicherten sich einen verdienten Erfolg in fremder Halle.
Besonders bemerkenswert: Trotz erneuter personeller Probleme gelang es den Karlsruhern, über die gesamten 40 Minuten konzentriert zu agieren. Martel Williams und Jason George, der krankheitsbedingt mit einer Grippe ausfiel, konnten die Mannschaft in Quakenbrück nicht unterstützen. Die beiden Ausfälle erschwerten die Ausgangslage zusätzlich, änderten jedoch nichts an der geschlossenen Leistung des Karlsruher Teams. Bester Werfer der LIONS war Wesley Oba mit starken 19 Punkten und 18 Rebounds. Isaiah Hart überzeugte ebenfalls mit 18 Punkten und sieben Assists. Auf Seite der Dragons stach Naz Bohannon mit 16 Punkten heraus. Mit dem zweiten Erfolg in Serie setzen die PS Karlsruhe LIONS ihren positiven Trend fort. Nach einem schwierigen Saisonstart scheint es der Mannschaft zunehmend zu gelingen, sich Schritt für Schritt aus dem Tabellenkeller herauszukämpfen. Der wichtige Auswärtssieg in Quakenbrück gibt dem Karlsruher Team weiteren Auftrieb für die kommenden Aufgaben. Nach dem Roadgame in Quakenbrück wechselt der Fokus direkt auf die nächste wichtige Partie. Bereits am Samstag, den 7. November, steht ein Heimspiel in der Europahalle an. Dann empfangen die LIONS die Eisbären Bremerhaven zu einem besonderen Matchday: Beim Malle-Spieltag sorgt als Sponsor of the Day für den passenden Rahmen.
01.11.2026 17:00 Uhr // OrangeAcademy vs. RheinStars Köln 81:84
Am siebten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA unterliegt die OrangeAcademy den RheinStars Köln mit 81:84. Das Spiel begann ausgeglichen und sollte auch über lange Zeit so bleiben. Köln startete etwas besser, Ulm konterte allerdings prompt. Im zweiten Viertel verteidigten die Hausherren lange Zeit eine Führung, die Köln zur Pause allerdings noch egalisierte. Im dritten Abschnitt waren es dann die Kölner, die bis tief in die Crunchtime hinein eine Führung behaupteten. Doch dann folgte eine intensive Schlussphase mit mehreren Führungswechseln. Der Wendepunkt: Knapp 15 Sekunden vor Schluss machte der ehemalige Uuulmer Björn Rohwer den letzten Führungswechsel und damit auch den Auswärtssieg für Köln perfekt. Wie so oft nutzte er seine Physis unter dem Korb und verwandelte einen sehenswerten Hookshot zur 82:81-Führung. Ulm hatte durch CJ Anthony noch die Chance, erneut in Führung zu gehen, ließ diese Möglichkeit allerdings ungenutzt.
Der entscheidende Unterschied: Der Dreier. Den traf Köln heute deutlich besser als die jungen Uuulmer. Ganze 13 Mal zischte der Ball durchs Netz, nachdem ein Kölner ihn von jenseits der 6,75-Meter-Linie abgefeuert hatte. Die Mary-Schützlinge konnten dem lediglich sechs erfolgreiche Dreier entgegensetzen, trafen mit einer Quote von 30 Prozent allerdings dennoch ordentlich. Uuulmer des Spiels: Mister Double-Double Juom Maker Bol. Der Spanier richtete heute ordentlich Schaden in der gegnerischen Zone an und avancierte mit 19 Punkten und 11 Rebounds zum Uuulmer Topscorer. Ebenfalls zweistellig punkteten CJ Anthony (19), Nil Failenschmid (12) und Lucas Fischer (11). Die Erkenntnisse: Es fehlte heute nicht viel zum zweiten Heimsieg und vierten Erfolg der Saison. Gegen eine starke Kölner Mannschaft hielt die OrangeAcademy über die gesamte Spielzeit hinweg mit und hatte bis zum Ende die Chance auf den Heimsieg. Letztendlich war es die individuelle Qualität der Domstädter, die heute den entscheidenden Unterschied ausmachte. „Wir haben heute gegen eine sehr starke Kölner Mannschaft verloren. Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit diesem Auftritt. Wir haben bis zum Schluss gekämpft und das Spiel über die gesamte Zeit offen gestaltet. Am Ende hatten wir sogar noch die Chance auf den Sieg, konnten sie aber nicht nutzen. Wir stehen nach den ersten sieben Spielen bei drei Siegen, womit vor der Saison kaum jemand gerechnet hatte. Von Spiel zu Spiel werden wir besser, was unsere gute Entwicklung bestätigt“, erklärt OrangeAcademy-Cheftrainer Mehdy Mary.


