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Vorberichte ProB Süd 3. Spieltag

9. Oktober 2026/in Allgemein, APP, ProB Süd 26/27

10.10.2026 19:00 Uhr // Dragons Rhöndorf vs. BG Hessing Leitershofen

Die Rheinländer wurden bisher ihren Vorschusslorbeeren mehr als gerecht. Zwei klare Siege, nämlich ein 99:83 auswärts bei Bayern und München und zuvor ein 96:74 auf eigenem Terrain gegen die Basketball Löwen Erfurt stehen bisher auf dem Konto. Das bedeutet Platz zwei hinter dem Überraschungsaufsteiger Reutlingen Ravens. Die Scores zeugen von der offensiven Wucht des Kooperationspartners von BBL-Team Telekom Baskets Bonn. Demzufolge hat man mit Carlo Schmid (19), Kenan Reinhart (19), Malik Idbihi (17), Tom Viehöfer (17) oder Dusan Ilic (17) absolute Toptalente in seinen Reihen. Aber ein Jugendteam sind die Rhöndorfer keinesfalls, denn mit dem US-Amerikaner Sahmi Willoughby (25/11 Punkte bisher pro Spiel), dem Portugiesen Mychael Paulo (28/13,5 Punkte) und vor allem dem erstligaerfahrenen Justin Onyejiaka (22/19,5 Punkte) hat man auch erfahrene Akteure in seinen Reihen. Unter dem Korb sorgen der Ex-Oberhachinger Benjamin Sadikovic (23/208cm) und Daniel Mayr (31/218cm) für Ordnung und Lufthoheit. Mayr kehrte zuletzt aus einer langwierigen Verletzung zurück und ist trotz seiner imposanten Größe immer noch 4cm kleiner als sein Vater, Basketball Legende Rolf „Bibo“ Mayr, der erst 2022 als größter Mensch Deutschlands abgelöst wurde. Das Team des noch jungen 27-jährigen Trainers Max Becker peilt demzufolge auch an, dahin zurückzukehren, wo man lange Jahre gespielt hat, nämlich in die PRO A.

BG-Cheftrainer Emanuel Richter ist sich der Schwere der Aufgabe bewusst. „Die Dragons gehören aktuell zu den stärksten Teams der Pro B. Sie sind hervorragend gecoacht und haben mit Dusan Ilic eines der spannendsten Talente der Liga. Sie sind klarer Favorit, aber wir wollen mutig auftreten, unsere Energie auf s Feld bringen und ihn einen echten Kampf bieten“, baut Richter darauf, dass sein Team erneut einen Entwicklungsschritt nach vorne machen wird. Da Bonn bereits am Freitag in der BBL spielt, werden alle Doppellizenzspieler am Samstag auf dem sogenannten „Menzenberg“ zur Verfügung stehen. Das erschwert die Aufgabe, hat für Richter aber auch einen weiteren positiven Aspekt: „Dadurch werde ich wohl den Sportdirektor der Telekom Baskets, Savo Milovic, treffen. Wir haben tatsächlich früher in einer Mannschaft zusammengespielt und kennen uns mittlerweile seit über 20 Jahren. Wir waren beide sehr gute Schützen und hatten dafür in der Defensive überschaubare Qualitäten, was wir unseren heutigen Teams sicher nicht durchgehen lassen würden. Ich freue mich auf das Wiedersehen“, lacht Richter. Kangaroos-Geschäftsführer Wayne Chico Pittman sieht den Druck nicht bei den Stadtbergern: „Der Sieg gegen Speyer gibt uns Sicherheit, wir können unbeschwert in den Westen der Republik reisen. Wenn wir die Turnovers von anfangs 25 über zuletzt 19 noch ein wenig herunterfahren können, kann es ein gutes Spiel werden“, so Pittman, der zuletzt ein Treffen zwischen den Spielern und den ehrenamtlichen Helfern des Vereines organisierte. „Das war eine großartige Sache für beide Seiten, unsere Akteure kamen sehr gut und sympathisch bei diesen wichtigen Mitgliedern des Vereins rüber“, so Pittman.

 

10.10.2026 19:00 Uhr // Ahorn Camp Baskets vs. Dresden Titans

Nach dem ersten Heimsieg der Saison steht für die Dresden Titans am Samstag die nächste Herausforderung in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd auf dem Programm. Am 3. Spieltag gastieren die Elbriesen bei den Ahorn Camp Baskets in Speyer. Tip-Off in der Sporthalle Speyer-Nord ist um 19 Uhr.

Nach dem ersten Erfolg der neuen Spielzeit wollen die Titans auch auswärts nachlegen und treffen dabei auf die noch sieglosen Ahorn Camp Baskets Speyer. In der Sporthalle Speyer Nord, in der die Dresdner erst vor wenigen Monaten den Play-Off-Einzug perfekt machten, soll nun der nächste Schritt für einen gelungenen Saisonauftakt gemacht werden. Die Speyerer – Mit den Ahorn Camp Baskets wartet ein Gegner, der trotz des noch ausstehenden ersten Saisonerfolgs keineswegs unterschätzt werden darf. Die Speyerer verloren ihre ersten beiden Partien gegen die TSG Schöller SI Ravens Reutlingen und die BG Hessing Leitershofen. Zuletzt zeigte das Team von Headcoach Carl Mbassa beim 64:76 in Leitershofen eine deutliche Leistungssteigerung und hielt die Partie bis in die Schlussphase offen. Besonders im Blickpunkt steht Speyers neuer Point Guard Austin Fadal. Der US-Amerikaner erzielte in Leitershofen 23 Punkte und traf drei Dreier. Auch Kapitän DJ Woodmore, der 14 Zähler beisteuerte, gehört zu den Leistungsträgern der Gastgeber. Neben Woodmore gehören unter anderem David Aichele, Christoph Rupp, Dami Ade-Eri und Oskar Humpert zum Team. Neu hinzugekommen sind unter anderem Lukas Roth, Bessanty Saragba und Austin Fadal. Damit blieben Daryl Woodmore, David Aichele, Oluwadamilola Ade-Er, Oskar Humpert und Christoph Rupp blieben gleich fünf prägende Akteure der Saison 2025/26 der Domstadt treu. Doch ausgerechnet die beiden Letztgenannten sind aktuell vom Verletzungspech geplagt. Wichtiges Scoring fällt damit weg. Auch die vielversprechenden Neuzugänge Bessanty Saragba auf der Center-Position sowie die beiden Flügelspieler Austin Fadal und Lukas Roth konnten diese Lücke in den ersten beiden Spielen noch nicht schließen. So bringen es die Ahorn Camp Baskets bislang auf gerade einmal durchschnittlich 61 Punkte pro Partie. Offensiv ist von Carl Mbassas Truppe am Samstag also mehr gefragt, wenn die Speyerer einen Fehlstart in die neue Spielzeit vermeiden wollen.

 

10.10.2026 19:30 Uhr // TV Langen vs. FC Bayern Basketball II

Nachdem es im Low-Scoring-Game der Vorwoche noch keine Punkte für den TV Langen gab, steht eine große Belastung bevor: Gleich drei Spiele absolviert das Team von Headcoach Tobias Jahn innerhalb von sieben Tagen. Dabei gibt es zunächst ein Heimspiel-Doppel: Am Samstag empfangen die Giraffen den FC Bayern Basketball II, bereits am Dienstag folgt dann im Sportpark Oberlinden das erste Aufeinandertreffen mit den Basketball Löwen aus Erfurt. Und schon am Freitag geht es weiter, dann jedoch auswärts gegen die Ahorn Camp Baskets Speyer. Der FC Bayern Basketball II ist mit einem Sieg und einer Niederlage in die Saison gestartet. Offensiv konnten sie sich dabei insbesondere auf ihren Guard Niko Jerkic verlassen, der gegen Dresden 18, gegen Rhöndorf 17 Punkte erzielte. Doch auch Caspar Vossenberg und Nick Cevizovic scorten in beiden Spielen zweistellig. „Die Bayern sind eine ganz ganz junge Truppe, verfügen jedoch mit William-Windi Miklic auch über einen sehr erfahrenen Power Forward. Gleichzeitig haben sie mit Emir Mutapcic den erfahrensten Coach der Liga und sind entsprechend gut eingestellt“, sagt Langens Trainer.

Trotz dreier kurz aufeinander folgender Spiele bleibt die Marschroute für die Giraffen indessen dieselbe: Das Team arbeitet im Training hart an den eigenen Fähigkeiten, Defizite aus der Partie der Vorwoche wurden ebenfalls aufgearbeitet. „Defensiv wollen wir definitiv an den Leistungen des Dresden-Spiels anknüpfen. Offensiv muss von uns allerdings viel viel mehr kommen. Es braucht mehr Druck und mehr Fokus auf Team-Basketball. Daran haben wir jetzt eine Woche gearbeitet. Und ich bin mir sicher, dass es uns sehr helfen wird, vor unseren Fans zu Hause zu spielen“, so Jahn weiter. Dass sowohl der Samstag als auch das Dienstag-Spiel in Langen stattfinden, sieht Jahn als Vorteil für seine Mannschaft: „Dass wir keine langen Fahrten haben verschafft uns eine bessere Regenerationsphase.“

 

11.10.2026 16:00 Uhr // TSV Oberhaching Tropics vs. BBC Coburg

Nach der unglücklichen Niederlage in Ludwigsburg wollen die Mannen um Kapitän Phillip Bode am kommenden Sonntag ( Spielbeginn 16 Uhr, Grundschule Deisenhofen) gegen den BBC Coburg wieder Punkte auf der Habenseite verbuchen. Neuzugang und TV-Star Andrej Mangold wird sein Debüt im Tropics Trikot feiern. Der ehemalige Nationalspieler soll für Entlastung auf den kleinen Positionen sorgen und vor allem seine geballte Erfahrung in die Waagschale werfen. Favorit in dem Spiel sind die Gäste aus Coburg um Ihren langjährigen Erfolgstrainer Patrick Seidel.  Der 33-jährige wurde bei mehreren höherklassigen Clubs als heißer Kandidat gehandelt, entschied sich jedoch für einen Verbleib in der Vestestadt. Der letztjährige Tabellenzweite der Südstaffel wird auch in dieser Saison bei diversen Fachzeitschriften und Internetportalen als eines der Topteams gehandelt.

Neben Aufbauspieler Nico Wenzl, der Seidels verlängerter Arm auf dem Spielfeld ist, muss man vor allem dem US-Boy Savion Brown auf den Füßen stehen. Der Shooting Guard ist ein ausgewiesener Distanzwurfspezialist und kommt von der North Greenville University. Neu im Kader der Oberfranken ist das deutsche Toptalent Abra Musa. Der Juniorennationalspieler wurde von Kooperationspartner Bamberg verpflichtet und soll auch regelmäßig beim BBC zum Einsatz kommen. Auf den großen Positionen haben die Gäste neben bewährten Kräften wie Tim Herzog, Leo Cosic oder Marc Deinlein sehr interessante Neuzugänge verpflichtet. Mit  Benjamin Koppke (Chemnitz) und Jakob Lang ( Jena ) konnte Seidel zwei talentierte Spieler aus Erstligaprogrammen nach Coburg locken. Mario Matic: „Coburg hat eine sehr starke Mannschaft und mit Patrick, der seit Jahren einen hervorragenden Job macht, einen Toptrainer. Der BBC ist auf allen Positionen stark aufgestellt und der Kader hat enorm viel Talent. Wir müssen über den Kampf ins Spiel kommen und müssen es schaffen das hohe Tempo der Oberfranken zu drosseln.“

 

11.10.2026 16:00 Uhr // Culture City Weimar vs. Bayer Giants Leverkusen

Tradition ist ein passendes Stichwort, um das Duell mit dem 14-fachen Deutschen Meister zu charakterisieren. Schließlich gehörten die GIANTS über knapp drei Dekaden zu Deutschlands erfolgreichsten und dominierendsten Clubs in der Beletage, sammelten in den 70er-, 80er- und 90er-Jahren nicht nur Meisterschaften, sondern ebenso zehn Pokalsiege. Passend zum ausufernden Briefkopf der Gäste übernahm mit Mike Koch 2024 ein weiterer Europameister von 1993 den Leverkusener Trainerstuhl von Hansi Gnad (Headcoach von 2018 bis 2024). Während in den Gassen der Altstadt die Zwiebelzöpfe verkauft werden, weht also genügend deutsche Basketball-Geschichte durch die Florian-Geyer-Straße. Zurück aus der Vergangenheit ins Hier und Jetzt befinden sich die GIANTS in der ProB auf der Jagd zurück in die ProA. „Fellbach statt Badalona“ und „Oberhaching statt Olympiakos“ lautet die Realität im Jahr 2026 – und die Tropics aus Oberhaching waren es auch, die Leverkusen zum Liga-Auftakt bezwingen konnten. Am 2. Spieltag bekamen dafür die Erfurter Basketball Löwen gleichermaßen Leverkusens Frust, Wucht und Qualität zu spüren und mussten mit einer 88:65-Niederlage den Heimweg in Richtung Landeshauptstadt antreten.

Angeführt wird das gut ausbalancierte Ensemble von Mike Koch in dieser Saison durch namhafte Akteure, die bereits über ProA-Erfahrung verfügen. Allen voran ist hier Branden Maughmer zu nennen, der im Sommer als Königstransfer verpflichtet wurde und dem Leverkusener Spiel von außen viel Dynamik verleiht. Doch auch unter den Körben wartet Schwerstarbeit: Der 2,16 Meter große Center-Hüne und GIANTS-Kapitän Dennis Heinzmann gilt als defensive Lebensversicherung der Leverkusener und bildet gemeinsam mit dem erfahrenen Point Guard Luca Kahl das Rückgrat des Koch-Teams. Mit einer breit besetzten Rotation, die sowohl über enorme Physis unter den Körben als auch über offensive Gefahr von der Dreierlinie verfügt, reisen die Gäste als klarer Favorit an die Ilm und werden Culture City in Sachen Intensität ganz sicher alles abverlangen.  Unterdessen kehrte das Team von Headcoach Farsin Hamzei am vergangenen Samstag mit einem stabilen Dämpfer vom Mitaufsteiger (und neuen Tabellenführer) aus Reutlingen zurück. In Baden-Württemberg mit 64:93 unter die Räder gekommen, hat Weimars Niederlage ungeachtet des deutlichen Resultats genug Potenzial, um Bäume und Träume an der Ilm nicht in den Himmel wachsen zu lassen. Mit einem 81:77-Heimsieg gegen die SKYLINERS Juniors in das neue sportliche Habitat der ProB gestartet, wird Culture City trotz des namhaften Kontrahenten auf eine Überraschung schielen. Der Weg dahin dürfte jedoch länger sein als die Rückfahrt aus Reutlingen.

 

11.10.2026 17:00 Uhr // Basketball Löwen vs. Porsche BBA Ludwigsburg

Am Sonntag, den 11. Oktober 2026 öffnet die Riethsporthalle Erfurt ihre Tore für den ersten Heimspieltag der Saison 2026/2027. Ab 13 Uhr spielen die CATL Basketball Löwinnen in der Frauen-Regionalliga, bevor um 17 Uhr die Basketball Löwen ihr erstes Heimspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB bestreiten – gegen die Porsche Basketball-Akademie Ludwigsburg. Der Spieltag wird präsentiert von den Stadtwerken Erfurt. Die Porsche Basketball-Akademie Ludwigsburg steht für eines der renommiertesten Nachwuchsprogramme im deutschen Basketball. Als Farmteam des Erstligisten MHP RIESEN Ludwigsburg dient die ProB-Mannschaft als Entwicklungsplattform für Talente, die langfristig den Sprung in die easyCredit BBL anstreben. Headcoach Jordi Saltó arbeitet mit einem breiten, variablen Kader, in dem viele junge Spieler auf mehreren Positionen eingesetzt werden können.

Nach einem schwierigen Saisonauftakt mit einer 66:87-Niederlage gegen Coburg holten sich die Ludwigsburger am zweiten Spieltag bereits das erste Erfolgserlebnis: Im Heimspiel gegen die TSV Oberhaching Tropics gaben sie zwischenzeitlich eine komfortable Führung aus der Hand, kämpften sich aber in der Schlussphase zurück und gewannen 78:75 – mit einem Dreier sieben Sekunden vor dem Ende. Die BBA reist also mit einem Sieg im Gepäck und wachsendem Selbstvertrauen nach Erfurt. Zugleich deutet der Saisonstart erneut auf eine sehr spannende Liga hin, schließlich besiegte Oberhaching am ersten Spieltag die Bayer Giants Leverkusen als hochgehandelten Liga-Favoriten. Einen besonderen Rahmen erhält das erste Heimspiel durch einen prominenten Gast: Erfurts Oberbürgermeister Andreas Horn wird die Mannschaften vor dem Tip-Off begrüßen und den Spielball symbolisch an die Schiedsrichter übergeben – ein schönes Zeichen der Verbundenheit zwischen der Stadt und ihrem Basketballverein. Dabei fällt den Fans sicherlich eine weitere Besonderheit auf: Die Schiedsrichter tragen an diesem Spieltag pinke Trikots. Der Hintergrund ist, dass die BARMER 2. Basketball Bundesliga gemeinsam mit ihrem Sponsor Junited Autoglas für die wichtige Prävention gegen Brustkrebs sensibilisieren will.

 

11.10.2026 17:30 Uhr // SV Fellbach Flashers vs. SKYLINERS Juniors

Der Gegner kommt mit einer offenen Rechnung mit sich selbst. Die SKYLINERS Juniors, das ProB-Team des Bundesligisten Skyliners Frankfurt, haben erst ein Spiel gespielt und es beim Aufsteiger Weimar mit 77:81 verloren – obwohl sie nach drei Vierteln nur einen Punkt zurücklagen. 34 Dreierversuche im ersten Spiel sprechen eine deutliche Sprache, das Team vom neuen Head Coach Troy Culley (zuletzt Co-Trainer in Tübingen) kann sehr gefährlich werden, wenn der Wurf fällt. Aufpassen müssen die Flashers dabei besonders auf Ivan Crnjac, der in Weimar fünf Dreier versenkte, und Dusan Nikolić, der alle sieben Zweier traf – beide 19 Punkte, beide genau wie Jung-Nationalspieler Jamie Edoka mit Doppellizenz auch im Bundesliga-Kader der Skyliners. Letztjähriger Leistungsträger, Lukas Smazak und der letzte Saison nachverpflichtete athletische Big Man Moses Pölking sind ebenfalls weiter mit dabei. Ein Importspieler fehlt noch im Kader der Skyliners. Dieser wird traditionell spät verpflichtet und nach Bedarf. Die Rechnung dabei ist einfach. Man vertraut auf den eigenen Talente-Pool der sicherlich vorhanden ist. Fraglich ist bei Farmteams jedoch immer, wie die Doppelbelastung funktionieren wird, speziell auch jetzt in Frankfurt da man sich entschlossen hat neben den BBL noch im EuroCup an den Start zu gehen. Am 07.10. gelang beim ersten Heimspiel Spiel gegen das litauische Team Šiauliai ein Sieg und die bereits genannten Crnjac und Edoka waren im Einsatz. Das Frankfurt überhaupt am EuroCup teilnehmen darf hängt mit dem Bau einer neuen modernen Multi-Funktions-Arena zusammen und der Aussicht eine wirtschaftliche starke Region auf die europäische Mappe im Basketball zu bringen.

Die Flashers dagegen plagen zunächst noch andere Sorgen. Der neue Point Guard Silver Bieling war zwar bereits letzte Woche im Einsatz, muss aber noch in das Team integriert werden. Weiterhin fraglich ist der Einsatz von Big Man Best Otakho. Trotz der Schwierigkeiten hat sich das Team gut eingestellt und motiviert gezeigt. Vor allem die Energie und der Siegeswille beeindruckten die Fans in der heimischen Halle. Der ungewöhnliche Spieltag (drittes Heimspiel in Folge) ist in diesen Fall von Vorteil für das neue Team von Head Coach Kris Borisov und seinen Assistenten Cyril DaSilva.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/10/Vorberichte_Spieltag_3_ProB_Sued.jpg 563 1000 Lea /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Lea2026-10-09 12:34:482026-10-09 12:34:48Vorberichte ProB Süd 3. Spieltag

Nachberichte ProB Süd 2. Spieltag

5. Oktober 2026/in Allgemein, APP, ProB Süd 26/27

03.10.2026 16:00 Uhr // FC Bayern Basketball II vs. Dragons Rhöndorf 83:99

 Rhöndorf liefert in München über weite Strecken der Begegnung eine überzeugende Vorstellung ab. Am Ende verbuchen die Dragons einen deutlichen 83:99-Sieg (40:53) über Bayern Basketball II. Unterm Strich ist der Gameplan der Rheinländer aufgegangen. Auch wenn Coach Max Becker in verschiedener Hinsicht Luft nach oben sieht, muss man seiner Truppe eine erstaunlich gute Frühform bescheinigen. Die Bayern legten den etwas besseren Start in der Begegnung hin und führten nach vier Minuten mit 10:5. Rhöndorf wirkte aber keinesfalls beeindruckt. Power Forward Sahmi Willoughby stellte seine Vielseitigkeit unter Beweis, netzte zwei Dreier ein und Dušan Ilic (12 Pkt.) ließ einen weiteren zum 12:10 (5“) folgen. In der Phase machte sich die Länge der Hausherren noch beim Rebounding bemerkbar. München wirkte im Spielaufbau allerdings zunehmend wackelig, was vermehrte Ballverluste zur Folge hatte. So konnten die Dragons in der neunten Minute die Führung übernehmen (18:19), die sie im Übrigen bis zum Ende der Partie nicht mehr abgaben. Im zweiten Spielabschnitt kam das Team von Headcoach Max Becker immer besser in Tritt. In der Defensive zog man die Zügel deutlich an, landete einige Ballgewinne und schaltete schnell um. Nach einem Doppelschlag von Kenan Reinhart (11 Pkt.) zog man in der 12. Minute erstmals zweistellig davon (20:30). Zwar hielten die Gastgeber vor allem durch Niko Jerkic (15 Pkt.), Nick Cevizovic (15 Pkt.) sowie Kilian Fischer (11 Pkt.) dagegen, doch die Rhöndorfer Dominanz nahm stetig zu. Auch weil Justin Onyejiaka von München nicht in den Griff zu bekommen war. So konnten sich die Dragons zur Halbzeit mit 13 Punkten (40:53) absetzen.

Die Gastgeber gingen den dritten Spielabschnitt noch einmal mit Dampf an, konnten aber am Rückstand nicht entscheidend knabbern. Und wenn sie im Begriff waren das Momentum auf ihre Seite zu ziehen, konterte Rhöndorf eiskalt. Ab der 26. Minute setzten die Badestädter den finalen Punch: Für den Start der 10:2-Serie sorgte Malik Idbihi (10 Pkt.) mit zwei artistischen Layern, Sahmi Willoughby (17 Pkt.), Justin Onyejiaka (20 Pkt.) und Mychael Paulo (14 Pkt.) legten zur vorentscheidenden 78:52-Führung nach. Der Schlussabschnitt hatte dann den Charakter eines Showlaufen. Das letzte Aufbäumen von München blieb aus und Rhöndorf ließ die Zügel lockerer. So erlebten die Zuschauer noch das ein oder andere spielerische Glanzstück. Bei den Bayern waren es beispielsweise die ersten Punkte im Profi-Basketball des erst 15-jährigen Berin Nurkic sowie für die Dragons-Fans, die von Publikumsliebling Daniel Mayr, nach langer Verletzungspause. Über das klare Endergebnis von 83:99 durften sich die Hausherren nicht beschweren. Den Ausfall von Andrija Susic konnte die junge Truppe von der Isar jedenfalls nicht kompensieren.

03.10.2026 16:00 Uhr // Porsche BBA Ludwigsburg vs. TSV Oberhaching Tropics 78:75

Dass die Gelb-Schwarzen am frühen Samstagabend letztlich Strahlen und Jubeln würden, danach sah es in der Rundsporthalle lange Zeit aus und gleichermaßen gar nicht aus. Doch der Reihe nach. Headcoach Jordi Saltó musste personell doppelt umstellen: Danilo Zdravkovic und Josia Gentischer mussten verletzungsbedingt aussetzen, hierfür rückten Armin Pivac und Saad Mouachi Aouaj ins Line-Up, das unabhängig von jedem BBA-Akteur quantitativ überlegen war. Oberhaching war mit lediglich acht Mann in die Barockstadt gereist, ließ sich davon aber nicht verunsichern. Viel eher waren die erfahrenen Gäste sich dieser Lage bewusst, agierten mit einer Zonen-Verteidigung und vertrauten auf Philipp Bode und Nedzad Muratovic. Zurecht, wie sich zeigen sollte. Allen voran Big Man Muratovic war für die Hausherren nicht zu stoppen, bereits weit vor der Pause auf Double-Double-Kurs. Ludwigsburg startete zwar unkonzentriert und mit mehreren Ballverlusten, insgesamt aber durchaus solide und mit viel Physis, die Oberhaching zusetzte. Da zunächst Max Riedel heiß lief, Saltó zudem tief in die Bank ging und alle zwölf Akteure ihre Anteile hatten, war die Führung folgerichtig und fiel tendenziell zu niedrig aus (19:13, 10. Spielminute / 41:35, 20.).

Nach dem Gang in die Kabinen sollte vom Eindruck des besseren Kontrahenten, der zu wenig aus seinen Möglichkeiten machte, nichts übrigbleiben: Während die Tropics gut eingestellt und defensiv verfeinert zurück aufs Parkett kamen, agierten die BBA’ler dem Stereotyp ihres Alters entsprechend. Sie ließen sich vom Gegnerdruck, nicht fallenden Würfen, Foulpfiffen und Ballverlusten gänzlich aus dem Rhythmus bringen, fanden offensiv überhaupt nicht mehr statt und hatten in der Verteidigung weiterhin keine Antworten gegen Muratovic und auch gegen Center-Kollege Maximilian May. All dies resultierte in einem 10:25-Abschnitt, der sich im vierten Abschnitt in einem 57:68-Rückstand (34.) widerspiegelte. Ludwigsburg hing wie der sprichwörtliche Boxer in den Seilen, berappelte sich aber zum genau richtigen Zeitpunkt: In den letzten fünf Minuten der Partie spielten die Gelb-Schwarzen (wieder) ihren besten Basketball, durchbrachen ihre Durststrecke an der Freiwurflinie (10/16 | 63 FT%), kamen zum Ausgleich und zu defensiven Stopps, die sie mit dem letzten Führungswechsel veredelten. Sieben Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene sorgte Danziger von jenseits der 6,75-Meter-Linie für Zählbares und einen Endorphinschub, der Ludwigsburg bis weit nach Spielschluss begleitete.

 

03.10.2026 19:00 Uhr // TSG Schöller SI Ravens Reutlingen vs. Culture City Weimar 93:64

Culture City Weimar musste am Samstagabend am 2. Spieltag der ProB Süd einen deutlichen 64:93-Dämpfer beim baden-württembergischen Mitaufsteiger, den TSG Ravens Reutlingen, einstecken. Nach dem emotionalen Heimsieg zum Saisonauftakt gegen die SKYLINERS Juniors fand das Team von Trainer Farsin Hamzei vor rund 900 Zuschauern in der Oskar-Kalbfell-Halle von Beginn an kein wirksames Mittel gegen die spielfreudigen Baden-Württemberger. Dabei startete die Partie aus Sicht der Thüringer zunächst noch ausgeglichen: Die letzte Führung des Abends für Weimar resultierte allerdings aus einem frühen 5:4 in der Anfangsphase (2.). Danach übernahmen die gastgebenden Ravens zunehmend dominanter das Kommando. Angeführt von Nkosi Wright, der im ersten Viertel heiß lief, starteten die Hausherren einen fulminanten Offensivlauf. So zog Reutlingen über ein 13:4 (4.) bis zur neunten Minute komfortabel auf 32:12 davon. Diese frühe 20-Punkte-Führung bedeutete bereits die Vorentscheidung der Partie. Zwar stabilisierte sich Culture City im weiteren Spielverlauf phasenweise, schaffte es jedoch zu keinem Zeitpunkt, den klaren Vorsprung der Gastgeber ernsthaft zu gefährden.

Zur Halbzeit leuchtete ein deutlicher 53:34-Rückstand von der Anzeigetafel. Vor allem defensiv offenbarten die Gäste aus Thüringen gegen Reutlingens Rotation immer wieder Lücken, welche die Hausherren konsequent zu nutzen wussten. Am Ende hatten die Ilmstädter eine überdeutliche 64:93-Niederlage zu akzeptieren, die unmittelbar nach der Schlusssirene wehtat, neben dem Erfahrungsgewinn allerdings auch genügend Potenzial besitzt, wichtige und richtige Schlüsse für die nächsten Herausforderungen zu ziehen. Während Culture City den kurzfristigen Ausfall von Center Peter Beier-Christiansen kompensieren musste und damit einer der wichtigsten Leistungsträger fehlte, sollte das Team seine Fehler im Defensivverhalten analysieren und diese Niederlage als Lehrgeld in der neuen Spielklasse abhaken. Die nächste Gelegenheit, um sich auf dem sportlich neuen ProB-Terrain zu beweisen, bietet sich Weimar bereits am kommenden Wochenende: Am Sonntag, dem 11. Oktober 2026, wartet vor heimischer Kulisse das schwere Duell gegen den Traditionsverein Bayer Giants Leverkusen in der Asbach-Sporthalle.

 

03.10.2026 19:30 Uhr // BG Hessing Leitershofen vs. Ahorn Camp Baskets 76:64

Der erste Saisonsieg ist unter Dach und Fach. Die BG Leitershofen/Stadtbergen hat am Samstagabend in der BARMER 2. BASKETBALL BUNDESLIGA die Heimpremiere gegen die AHORN Camp Baskets Speyer mit 76:64 für sich entschieden. Vor 780 Zuschauern zeigte sich das neu formierte und sehr junge Kangaroos Team überaus kampfstark, athletisch, dynamisch, energiegeladen und sympathisch und konnte mit diesen Attributen keineswegs schwache Pfälzer mit einem Schlussspurt in die Schranken verweisen. Beide Teams konnten nicht gänzlich in Bestbesetzung antreten. Bei der BG fehlte weiterhin Aufbauspieler Joscha Eckert, bei den Domstädtern Routinier und Dreipunktespezialist Christoph Rupp. Den Stadtbergern merkte man von der ersten Sekunde den Willen an, die Auftaktniederlage in Fellbach vor Wochenfrist vergessen zu lassen. Mit sehr viel Elan konnte man sich eine erste 18:8 Führung herausspielen.  Der Gegner mit drei Importspielern im Kader, von denen bekanntermaßen immer nur zwei gleichzeitig auf dem Spielfeld stehen dürfen, wechselte dann die Strategie. Der Franzose Bessanty Saragba musste Routinier Darryl Woodmore weichen, und mit dem 34-jährigen US-Amerikaner und dessen starken Landmann Austin Fadal kamen die Pfälzer deutlich besser ins Spiel und verkürzten bis zum Ende des ersten Viertel wieder auf 17:20. Die Kangaroos behielten aber die Nerven, agierten in der Defensive ungeheuer druckvoll und konnten dadurch auch verschmerzen, dass der ein oder andere Turnover zu viel nicht allzu heftig zu Buche schlug. Ebenso wie die vielen Fouls, welche den Baskets bis zur Halbzeit bereits 22 Freiwürfe bescherten und welche insbesondere Leitershofens US-Boy Williams ein wenig aus dem Spiel nahm, der sehr früh mit 3 Fouls belastet war.

Der 42:38 Halbzeitstand für die BG versprach Spannung für die zweite Spielhälfte. Auch in dieser kamen die Fans auf ihre Kosten. Die Gäste hatten nun ihre stärkste Phase und gingen in der 28. Spielminute durch Fadal erstmals mit 52:50 in Führung. Danach waren es vornehmlich drei Akteure, welche die Kangaroos zurück auf die Siegesstraße führten: Routinier und Kapitän Joanic Bacoul zog mit seiner Routine die Fäden und führte seine jungen Mitspieler vorbildlich. Der Schweizer Neuzugang Gael Barmann zeigte seine enorme Klasse, streute in aller Ruhe entscheidende Punkte aus wirklich allen Positionen ein. Der Eidgenosse agierte mit einer Abgeklärtheit, welche für einen 21-jährigen durchaus erstaunlich wirkte. Der Gegenpol dazu war Luca Swarnowska. Noch ein Jahr jünger als Barman entwickelte er sich zum Matchwinner, er legte eine unglaubliche Energie aufs Parkett und riss die Zuschauer förmlich von den Sitzen. Einen „Emotional Leader“ in dieser Form hatten die Stadtberger Fans wohl seit dem legendären Johnny Genck vor vielen Jahren nicht mehr erlebt. Im letzten Viertel machte sich noch dazu die breitere Rotation der BG bemerkbar, man hielt das Tempo enorm hoch und entnervte die bis dahin gleichwertigen Gäste von Minute zu Minute und baute mit einem 12:2 Run die Führung aus. Der Rest war Formsachen, am Ende durfte sogar noch der 17-jährige Milan Miskovic seine PRO-B Premiere auf dem Spielfeld feiern. Deutlich verbessert auch die Freiwurfquote der BG, die an diesem Abend 80% betrug.

 

04.10.2026 16:00 Uhr // Bayer Giants Leverkusen vs. Basketball Löwen 88:65

Es war ordentlich was los in der Ostermann-Arena: Insgesamt 2.074 Zuschauer feierten am 2. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB 2026/27 einen 88:65-Sieg ihrer GIANTS über die Basketball Löwen Erfurt. Dabei war der Start in die Partie von beiden Seiten noch recht verhalten. Viele Fehler reihten sich sowohl bei den GIANTS als auch bei den Erfurter Korbjägern aneinander. Darunter litt der Spielfluss zunächst. Doch mit zunehmender Spieldauer wurde BAYER immer stärker. Die Leverkusener lagen in der 7. Spielminute erstmals mit zehn Punkten in Front (16:6). Auch in der Folge dominierten die Gastgeber das Geschehen im ersten Viertel. Das 23:15 nach Ende des Abschnitts war daher hochverdient. Im zweiten Durchgang machte der ProB-Champion von 2025 genau da weiter, wo er zuvor aufgehört hatte. Die Defensive der GIANTS arbeitete auf Hochtouren und stellte die Angriffsreihen der Basketball Löwen vor große Schwierigkeiten. Immer wieder verloren die Mannen von Coach Leif Ibrahim den Ball oder verfehlten den Korb der Gastgeber. Zwar trat Leverkusen im Angriff nicht mehr so dominant auf wie noch zuvor (19 Zähler), doch nur 11 zugelassene Punkte zeigten, wie gut die Defensive des Rekordmeisters funktionierte. Beim Spielstand von 42:26 ging es in die Kabine.

Etwas kribbeliger wurde es für die Schützlinge von Trainer Mike Koch dann im dritten Abschnitt. Erfurt kam gut aus der Kabine und verkürzte den Rückstand Schritt für Schritt. Der engagierte Guard Anthony Watkins traf in der 26. Spielminute zum 41:48 – in der Rundsporthalle stockte kurz der Atem. Doch an diesem Nachmittag ließen sich die „Giganten“ nicht aus dem Konzept bringen. Der 14-malige Deutsche Meister schüttelte sich kurz und bekam die Partie wieder unter Kontrolle. Mit 61:49 ging es in die Schlussperiode. In dieser setzten die „Riesen vom Rhein“ dann den Schlusspunkt unter eine überzeugende Leistung. Ob Finn Fleute in Brettnähe, Branden Maughmer aus der Mitteldistanz oder Fabian Reichstadt von „Downtown“ – die Rheinländer ließen sich von ihrem Vorhaben nicht abbringen, das erste Heimspiel dieser noch jungen Saison für sich zu entscheiden. Erfurt kämpfte zwar bis zuletzt darum, das Leverkusener Tempo mitzugehen, doch am Ende feierten Dennis Heinzmann, David Gerhard & Co. einen über weite Strecken ungefährdeten 88:65-Erfolg. An diesem Nachmittag wussten mehrere Spieler der Hausherren zu überzeugen. So beispielsweise Finn Fleute, der auf 14 Punkte und 13 Rebounds kam – ein lupenreines „Double-Double“. Oder Branden Maughmer, der mit 21 Zählern bester Scorer seiner Farben war. Am Ende bekam aber ein anderer den Stempel „Player of the Game“ aufgedrückt: „Jug Bogdan hat heute furios gespielt und sein Herz auf dem Parkett gelassen“, so Koch. „Er hat einen super Job gemacht und war zweifelsohne der für mich beste Spieler unserer Truppe.“ Der Guard kam auf 12 Punkte und sicherte sich sieben Abpraller.

 

04.10.2026 16:00 Uhr // Dresden Titans vs. TV Langen 66:62

Die Dresden Titans gewinnen vor 1589 Zuschauern das zweite Spiel der Saison gegen den TV Langen mit 66:62 (18:15, 13:20, 21:14, 14:13) Gegen eine stark verjüngte Mannschaft aus Langen können die Dresden Titans den ersten Sieg der Saison 2026/27 einfahren. Am Ende ist es vor allem die lange Bank der Elbriesen, die im Duell gegen die Giraffen, den Unterschied macht. Wisdom Uboh prägt, wie schon am vergangenen Wochenende, den Spielauftakt und versenkt gleich drei Dreier. Seine Mitspieler brauchen hingegen etwas Anlaufzeit, um ins Spiel zu finden. Der TV Langen präsentiert sich offensiv zunächst ideenlos, bleibt jedoch in der Partie, weil die Elbriesen den Ball zu häufig aus der Hand geben. Mit Dominik Shusel kommt schließlich frischer Wind aufs Parkett: Der eingewechselte Flügelspieler setzt wichtige Impulse und treibt die Gastgeber zu einer 18:15-Führung. Zum Auftakt des zweiten Viertels unterstreicht Noah Kandem einmal mehr seinen Wert als Toptransfer der Hessen. Sein Mitspieler Cooper Creek beendet nach sieben glücklosen Versuchen schließlich seine Durststrecke und zwingt die Dresdner mit einem einfachen 1:0-Korbleger in die Auszeit. Cheftrainer Valentino Lott dürfte es dabei nicht ungelegen kommen, dass wenig später der Spielmacher des TV Langen, Niklas Pons, aufgrund von Foulproblemen vorerst auf der Bank Platz nehmen muss. Creek, der nun immer besser in die Partie findet, übernimmt in Abwesenheit seines Kapitäns die Regie bei den Giraffen und baut die Führung weiter aus. Auf der Gegenseite tun sich die Titans zunehmend schwer, Antworten auf die Verteidigung der Langener zu finden. Erst Joshua Haase erlöst das Publikum in der Cyberport Arena wenige Minuten vor der Halbzeit mit einem wichtigen Dreier. Mit einem 31:35-Rückstand geht es für die Elbriesen in die Kabine.

Hellwach kehren die Dresdner aus der Halbzeitpause zurück. Besonders Moritz Heck, der in der ersten Hälfte noch weitgehend unauffällig geblieben war, taut nun zunehmend auf und findet immer besser in seinen Rhythmus. Auftauen muss Creek hingegen längst nicht mehr. Der Australier schraubt sein Punktekonto mit gleich drei erfolgreichen Distanzwürfen weiter in die Höhe. Doch auch seine Treffsicherheit kann nicht verhindern, dass der Vorsprung der Hessen zunehmend schmilzt. Einen entscheidenden Anteil daran hat auch die zweite Reihe der Titans, die nun zunehmend Verantwortung übernimmt. Allen voran Pavle Pisic, der wichtige Akzente setzt und maßgeblich dazu beiträgt, dass die Dresdner das Spiel drehen und mit einer 52:49-Führung in das Schlussviertel gehen. In einer zunehmend von Unterbrechungen geprägten Partie gestaltet sich der Auftakt in die entscheidenden Minuten zäh. Besonders bitter für die Elbriesen: Eigengewächs Georg Kupke kassiert sein fünftes Foul und kann seine Mannschaftskollegen fortan nur noch von der Seitenlinie aus anfeuern. Auf der anderen Seite sorgt Henrik Droste mit einem schwierigen Korbleger für einen wichtigen Energieschub bei den Gästen, die wenig später durch Kandem erneut ausgleichen. Doch die Schützlinge von Tobias Jahn können die gewonnene Energie zunächst nicht in Zählbares ummünzen. Kurz vor Schluss sorgt Sebastian Heck mit einem sehenswerten Behind-the-Back-Pass auf Shusel für einen echten Hingucker, ehe sein Namensvetter Moritz Heck den Vorsprung der Titans von der Freiwurflinie auf vier Punkte ausbaut. Zehn Sekunden vor dem Ende scheint der erste Saisonsieg für die Dresdner bereits zum Greifen nah. Doch Cooper Creek ist noch lange nicht fertig: Nach einem Einwurf-Spielzug beweist der Big einmal mehr sein heißes Händchen von jenseits der Dreierlinie und lässt die Partie noch einmal spannend werden. Am Ende behält jedoch Uboh an der Freiwurflinie die Nerven, macht den Deckel auf das Duell und besiegelt mit dem 66:62 den ersten Saisonsieg der Dresden Titans.

 

04.10.2026 17:30 Uhr // SV Fellbach Flashers vs. BBC Coburg 92:73

Die SV Fellbach Flashers haben am zweiten Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd auch ihr zweites Saisonspiel gewonnen und den BBC Coburg in der Gäuäckersporthalle I mit 92:73 bezwungen. Zur Pause sah es allerdings noch nach einem Erfolg der Gäste aus: Nach einem 24:19 der Flashers im ersten Viertel übernahm das Team von Head Coach Patrick Seidel im zweiten Abschnitt die Kontrolle, entschied diesen mit 26:16 für sich und ging mit einer 45:40-Führung in die Kabine. Die Souveränität und Effektivität der Gäste waren dabei sehr beeindruckend. Es war für alle Beteiligten deutlich zu sehen, dass die Gäste diesmal besser eingestellt wurden auf das Spiel der Flashers. Nach dem Seitenwechsel drehte die Mannschaft von Head Coach Kristiyan Borisov jedoch die Partie vor allem über eine deutlich verbesserte und aggressivere Defensive. Während Fellbach das dritte Viertel mit 31:20 gewann und mit einer 71:65-Führung in den Schlussabschnitt ließen sie im vierten Abschnitt nur lediglich acht Gegenpunkte zu, bauten ihren Vorsprung mit einem 21:8 kontinuierlich aus und lagen zwischenzeitlich mit bis zu 21 Punkten vorne. Die verbesserte Defensive zwang nicht nur die Coburger zu schwierigen Würfen, sondern sorgte auch für einige schnelle und einfache Punkte bei den Flashers. Wie so oft wächst auch dann dadurch das Selbstvertrauen der Spieler und dann fallen auch die Würfe von außen besser.

Getragen wurde der Erfolg von einer insgesamt geschlossenen Mannschaftsleistung. Jason Edokpayi war bester Werfer der Partie, während Jonathan Zeisberger und Dennis Diala das Fellbacher Spiel als Ballverteiler lenkten. Auf Coburger Seite war Tim Herzog der auffälligste Akteur. Den Unterschied machte vor allem die Distanz: Fellbach traf zehn von 24 Dreierversuchen (42 Prozent), Coburg nur vier von 26 (15 Prozent). Zudem lagen die Flashers bei den Rebounds (39:32), den Assists (35:26), den Steals (7:3) und den Ballverlusten (9:14) vorne und verwandelten zwölf von 14 Freiwürfen. Mit zwei Siegen aus zwei Spielen empfangen die Flashers am kommenden Sonntag, 11.10.2026, um 17:30 Uhr die SKYLINERS Juniors um die Heimserie weiter auszubauen.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/10/Nachberichte_Spieltag_2_ProB_Sued.jpg 563 1000 Lea /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Lea2026-10-05 16:47:282026-10-05 16:57:07Nachberichte ProB Süd 2. Spieltag

Vorberichte ProB Süd 2. Spieltag

2. Oktober 2026/in Allgemein, APP, ProB Süd 26/27

03.10.2026 16:00 Uhr // FC Bayern Basketball II vs. Dragons Rhöndorf

Am kommenden Samstag (03.10., 16.00 Uhr) wartet die nächste große Nagelprobe auf die Dragons. Wobei „Groß“ sprichwörtlich zu verstehen ist. Die Zweitvertretung von FC Bayern Basketball überragt die Konkurrenz im Süden der ProB mit einer durchschnittlichen Länge von 202 Zentimeter nämlich klar. Es wartet also Schwerstarbeit aufs Rhöndorfer Team, um den athletischen Vorteil der Süddeutschen im BMW Park zu matchen. Insgesamt messen zehn Spieler im Bayern-Kader vom Scheitel bis zur Sohle mehr als zwei Meter. Mit 2,23 Meter ist der Luxemburger Namik Muratovic derzeit der längste Spieler in der ProB und natürlich auch der Bayern, gefolgt von Kilian Dück (217 cm) und Kilian Maurice Fischer (210 cm). Aber nicht nur der Block der Innenspieler ist von beindruckend Statur. Niko Jerkic, mit 18 Punkten Topscorer der Münchner beim 83:80-Auftaktsieg gegen Dresden, misst für einen Guard stolze 2,03 Meter. Der 18-jährige serbische Shooting Guard Andrija Susic, war gegen Dresen ebenfalls ein wichtiger Aktivposten, knickte in den Schlussminuten allerdings um, sodass sein Einsatz am Wochenende fraglich ist.

Es wäre sicher eine Schwächung fürs Team von Coach Emir Mutapcic, allerdings ist die Firepower der Bayern auf so vielen Schultern verteilt, das sie den Ausfall kompensieren können. Zumal man mit Nick Cevizovic ein erfahrener Playmaker übernehmen kann. Zudem agiert die Mannschaft von der Isar ohnehin viel aus dem Halbfeld und in Korbnähe, wo Caspar David Vossenberg und Desmond Obe Yiamu mit sicherer Wurfhand aus der Halbdistanz und starkem Zug zum Korb stets gefährlich sind. Überhaupt liest sich der Kader von Bayern Basketball wie das „How is How“ des Europäischen Basketball-Nachwuchses. Aus nicht weniger als sieben Nationen ist die Mannschaft rekrutiert. Hintergrund: Der Verein bindet frühzeitig Talente, die im Idealfall später als „Local Player“ in den BBL-Kader aufrücken. Der Dragons-Coach beschreibt das Team wie folgt: „Jung, extrem groß, sehr athletisch und talentiert.“ Die Länge des Gegners wäre schön verrückt, stellt Max Becker fest. Was das Spiel in der Zone als auch das Rebounden schwerer mache. Jeder Vorteil birgt allerdings auch einen Nachteil, die Spielanlage der Süddeutschen ist etwas langsamer als die der Rheinländer. Hier müssen die Dragons ansetzen und im Umschaltspiel Vollgas geben. Nicht zuletzt könnte für Rhöndorf das Plus an Erfahrung in der ProB das Zünglein an der Waage sein. Auf jeden Fall wird der Vergleich mit den stark besetzten Bayern für die Dragons eine gleichermaßen interessante wie lehrreiche Herausforderung.

 

03.10.2026 16:00 Uhr // Porsche BBA Ludwigsburg vs. TSV Oberhaching Tropics

Der sensationelle Saisonauftakt gegen Bayer Leverkusen ist bereits abgehakt und der Fokus liegt seit Beginn der Woche voll auf den kommenden Gegner. So schön und unerwartet der Sieg gegen die Riesen vom Rhein auch war, im Sport zählt immer nur die nächste Aufgabe. Am Tag der deutsche Einheit ( Spielbeginn 16 Uhr, wie immer Live im Stream ) gastieren die Mannen um Kapitän Bode in Ludwigsburg. Die Gastgeber haben Ihr erstes Saisonspiel gegen den BBC Coburg verloren und wollen sich vor den eigenen Fans für die 66:87 Heimschlappe rehabilitieren. Bei den Barrockstädtern gab es vor dieser Spielzeit einige personelle Veränderungen. Der langjährige Erfolgstrainer Khee wurde in die BBL befördert und arbeitet ab sofort als Assistent bei den Riesen. Der Südkoreaner wurde im Laufe des Sommers bei vielen höherklassigen Teams sowie Klubs aus seiner Heimat gehandelt, aber blieb dem Programm treu. Mit David McCray wurde ein neuer Sportdirektor präsentiert, der den gesamten Verein in den kommenden Jahren an die BBL-Spitze führen soll. Letzte Saison war McCray selber noch als Trainer beim Pro A Ligisten Crailsheim Merlins angestellt und kehrte nach seinem 2-jährigen Gastspiel in Hohenlohe zu seinem Herzensverein zurück. Als neuen Coach der Pro B Mannschaft brachte McCray von den Merlins seinen langjährigen Co-Trainer Jordi Salto mit. Der 36-jährige Spanier arbeitete neben Stationen in seinem Heimatland unter anderem auch bei den BIS Baskets Speyer. Der Kader der Schwaben ist gespickt mit vielen talentierten BBL-Doppellizenzspielern. Neben Julius Baumer sind hier vor allem Modic, Mack, Tschouaffe, Youdom ,Riedel und Zdravkovic zu nennen. Die Spielweise ist an die Philosophie von Sportdirektor McCray angepasst. 40 Minuten agressive Fullcourt-Defense und bedingungsloser Einsatz. Im Angriff spielt die Salto Truppe einen modernen Basketball mit schnellen Abschlüssen.

 

03.10.2026 19:00 Uhr // TSG Schöller SI Ravens Reutlingen vs. Culture City Weimar

Vorbericht folgt in Kürze.

 

03.10.2026 19:30 Uhr // BG Hessing Leitershofen vs. Ahorn Camp Baskets

Am Tag der Deutschen Einheit steht für die BG Hessing Leitershofen/Stadtbergen in der BARMER 2. BASKETBALL BUNDESLIGA die Heimpremiere in der neuen Saison auf dem Programm. Gegner am Samstagabend um 19.30 Uhr in der Stadtberger Sporthalle sind dann die AHORN Camp Baskets Speyer. Das Vorspiel bestreitet um 16 Uhr die zweite BG-Garnitur in der Regionalliga gegen den MTSV-Schwabing. Der Eintritt beim Regio-Match ist frei.Nach der Auftaktniederlage in Fellbach vor Wochenfrist brennen die Kangaroos darauf, den ersten Sieg einzufahren. Das Team aus Rheinland-Pfalz startete wie die Kangaroos nicht gut in die neue Saison. In eigener Halle unterlag man dem ambitionierten Aufsteiger SI Reutlingen Ravens mit 58:72. Bester Scorer der Domstädter war in diesem Match einmal mehr der „ewige“ Mr. Darryl Woodmore. Der inzwischen 34-jährige US-Amerikaner spielt seit über 10 Jahren im Team von Coach Carl Mbassa (48), der wiederum auch schon seit 2016 an der Seitenline der Pfälzer steht. Neben Woodmore hat man mit dem US-Amerikaner Austin Fadal (26) und dem französischen Center Bessanty Saragba (23) auch zwei weitere neue Importspieler in seinen Reihen. Sie ersetzen Felix Angerbauer, der nach Österreich zurückgekehrt ist und Carlos Hidalgo Gujjo, den es zum Ligarivalen nach Langen zog. Dazu kam mit Lukas Roth aus Würzburg ein Neuzugang, der bei den Mainfranken in der PRO B letztes Jahr eine sehr gute Rolle spielte. Aus dem letztjährigen Kader sind 2,12 Meter Hüne David Aichele, der athletische Forward Oluwadamilola Ade-Eri sowie Oscar Humpert und Dreipunktespezialist Christoph Rupp weiter an Bord, Aus dem hauseigenen Internat bzw. von Kooperationspartner MLP Academics Heidelberg stehen auch dieses Jahr wieder einige Talente im Kader.

BG-Cheftrainer Emanuel Richter weiß, dass am Samstag erneut eine herausfordernde Aufgabe vor seinem Team liegt: „Mit Woodmore, Aichele und Rupp kann Speyer auf ein sehr erfahrenes Trio setzen, so viel Routine haben nicht viele Teams in der PRO B in ihren Reihen. Auch den neu verpflichteten Combo-Guard Lukas Roth schätze ich stark ein. Aber wir schauen auf uns, bauen im ersten Heimspiel auf die Unterstützung unserer Fans sowie auf unsere Energie und Begeisterung. Wir werden alles für den ersten Saisonsieg geben“, so Rihter. Nachdem die Vorbereitungsspiele allesamt nicht öffentlich ausgetragen wurden, dürfen sich die Leitershofer Zuschauer darauf freuen, erstmals das neu formierte Team sozusagen live zu Gesicht zu bekommen. „Beim ersten Heimspiel bedarf es immer noch mehr Vorbereitungen als bei den folgenden Partien, aber die Bühne ist errichtet, es ist von unseren vielen Helfern alles organisiert. Unsere Jungs sind heiß. Wir hoffen auf eine volle Halle. Einlass zu dieser Partie ist ab ca. 18.15 Uhr nach dem Spiel der zweiten Mannschaft“, erwartet Kangaroos Geschäftsführer Wayne Chico Pittman mit Spannung auf die Premiere. Personell ist bei den Kangaroos weiterhin Aufbauspieler Joscha Eckert, der schon in Fellbach fehlte, fraglich, alle anderen Akteure sind fit. Man darf gespannt sein, wie schnell das junge Team die Nervosität vor eigenem Publikum ablegen kann und dann sicher auch gewillt ist, die etwas hohe Turnover Rate aus dem Fellbach Spiel zu reduzieren.

 

04.10.2026 16:00 Uhr // Bayer Giants Leverkusen vs. Basketball Löwen

Nach dem Saisonauftakt in Oberhaching steht für die Bayer Giants Leverkusen am Sonntag (04.10.2026) das erste Heimspiel in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB 2026/27 auf dem Programm. Um 16 Uhr empfangen die Korbjäger unter dem Bayer-Kreuz die Basketball Löwen aus Erfurt. Nach der Auftaktniederlage wollen die GIANTS nun die ersten Punkte der Saison einfahren. Headcoach Michael „Mike“ Koch und sein Team haben die vergangene Partie analysiert und die Trainingswoche genutzt, um an den eigenen Abläufen zu arbeiten. Dabei herrschte auf dem Parkett an der Bismarckstraße von Beginn an hohes Tempo. Während die Jungs auf dem Spielfeld an der Bismarckstraße auf und ab rennen, schaut Headcoach Michael „Mike“ Koch gespannt zu.

Die Basketball Löwen sind am 1. Spieltag mit einer Niederlage in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB 2026/27 gestartet. Das Erfurter Team, gecoacht von Leif Ibrahim, verlor am vergangenen Wochenende deutlich mit 76:94. In Leverkusen möchten die Landeshauptstädter aus Thüringen unbedingt gewinnen. Damit dies gelingt, können die Verantwortlichen der Löwen auf einige etablierte Kräfte zurückgreifen. Allen voran auf Marko Bacak. Der Ex-GIANT, der das BAYER-Trikot von 2020 bis 2022 in der ProA trug, ist im Sommer für viele Experten recht überraschend nach Erfurt gewechselt. Zuvor spielte der Brettspieler in Koblenz. Insgesamt kommt der 30-Jährige auf stolze 217 Einsätze in Deutschlands zweithöchster Spielklasse. Nun soll er als Mannschaftskapitän das junge Erfurter Team anführen. Ebenfalls erfahren ist Anthony Watkins. Der Deutsch-Amerikaner ist in der ProB ein alter Bekannter und lief in der vergangenen Spielzeit noch für LOK Bernau auf. Gegen Rhöndorf markierte er starke 27 Zähler und war mit deutlichem Abstand Topscorer seiner Farben. Auch Derek Emelifeonwu ist ein Neuankömmling in der Riethsporthalle. Der Guard ist der erste Australier in der Vereinsgeschichte des Klubs und war zuletzt in der 2. Liga seines Heimatlandes aktiv. Dort zeigte er mit durchschnittlich 11,4 Punkten und 3,8 Assists gute Leistungen. Auch gegen Rhöndorf war Emelifeonwu mit 15 Zählern ein wichtiger Aktivposten.

 

04.10.2026 16:00 Uhr // Dresden Titans vs. TV Langen

Die Sommerpause ist zu Ende und endlich heißt es für Team und Fans wieder: Game Day für den TV Langen. Als einzige Mannschaft hatten die Giraffen in der ersten Spielwoche einen Off-Day, am kommenden Montag sind sie aber dann gefordert. Auswärts treffen sie auf die Dresden Titans.  Ähnlich wie beim TVL gab es auch in Dresden zur neuen Saison einige Umbrüche. Acht Spieler haben das Team verlassen, acht neue kamen hinzu. Unter den Neuzugängen haben sich bei der knappen 83:80-Niederlage gegen München in der Vorwoche vor allem zwei Big Men hervorgetan: Center Alexander Leiba erzielte direkt im ersten Spiel ein Double-Double mit 15 Punkten und 11 Rebounds. Auch Power Forward Moritz Heck performte sehr stark und schlitterte bei 19 Punkten und 9 Rebounds nur knapp am Double-Double vorbei. „Dresden ist eine gute Mannschaft. Letzte Woche in München haben sie zwar dauerhaft zurückgelegen, konnten das Spiel am Ende dann aber doch noch sehr spannend machen. Sie haben letztlich ein wenig unglücklich verloren. Gerade zu Hause ist Dresden sehr stark, es wird in jedem Fall ein Kampf. Aber klar ist auch: Wir reisen an, um gegen die Titans alles zu geben. Auf der Rückfahrt wollen wir mit einem guten Gefühl nach Hause fahren“, sagt Headcoach Tobias Jahn. Die Giraffen sind indessen bereit für das erste Saisonspiel: „Unser Team ist heiß! Wir hatten sehr gute Trainingseinheiten und sind umso mehr motiviert, nachdem wir letzte Woche ja noch ausgesetzt haben. Das erste Spiel wird aufgrund des Gegners natürlich tough und ein erster Gradmesser dafür, zu sehen, wo wir aktuell stehen und wie kompetetiv wir bereits sind. In jedem Fall wollen wir eine starke Leistung abliefern“, betont Jahn.

 

04.10.2026 17:30 Uhr // SV Fellbach Flashers vs. BBC Coburg

Am 2. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd kommt es zum Duell zweier Auftaktsieger: Die SV Fellbach Flashers empfangen am Sonntag den BBC Coburg (Spielbeginn 17:30 Uhr, Gäuäckersporthalle I, Fellbach). Das Team von Head Coach Kristiyan Borisov und Assistant Coach Cyril DaSilva startete mit einem 82:64-Heimsieg gegen die BG Hessing Leitershofen in die neue Spielzeit. Die aggressive Defensive der Flashers erzwang dabei 26 Ballverluste der Gäste, offensiv führten Dmonte Brown (22 Punkte, 9 Rebounds), Jonathan Zeisberger (16 Punkte, 9 Assists) und Dennis Diala (15 Punkte, 7 Rebounds) ihr Team an. Der Erfolg kam allerdings unter schwierigen personellen Vorzeichen zustande: Mehrere Spieler waren unter der Woche angeschlagen, Center Osasere Best Otakho (25/aus Dresden) fällt weiterhin aus, und Kapitän Jakob Hanzalek verließ den Verein kurzfristig auf eigenen Wunsch. Umso erfreulicher ist es, dass die Mannschaft jetzt schon Charakter und Zusammenhalt eindrucksvoll demonstrier hat.

Mit dem BBC Coburg reist ein Gegner an, der zum Auftakt eindrucksvoll seine Ambitionen unterstrich. Bei der BBA Ludwigsburg, gewann die Mannschaft von Head Coach Patrick Seidel deutlich mit 87:66, entschied das Rebound-Duell mit 47:32 für sich und hatte mit Erik Neunhoeffer (20 Punkte in knapp 18 Minuten), Nico Wenzl (13 Punkte, 6 Assists), Felix Egger (12 Punkte) und Benjamin Koppke (11 Punkte, 11 Rebounds) vier zweistellige Scorer. In der Vorsaison erreichten die Oberfranken erstmals das Halbfinale und spielten die beste Saison der Vereinsgeschichte. Dass Coburg sich in der Spitzengruppe der Liga etabliert hat, ist dabei kein Zufall, sondern das Ergebnis eines klaren Modells: Über die enge Kooperation mit dem Bundesligisten aus Bamberg stehen mit Benjamin Koppke und Jakob Lang zwei Doppellizenzspieler im Kader, die unter der Woche auf BBL-Niveau trainieren und in der ProB Spielpraxis und Verantwortung sammeln. Davon profitieren beide Seiten – der Bundesligist entwickelt seine Talente in einem leistungsstarken Umfeld weiter, Coburg erhält Qualität und Tiefe im Kader und bietet jungen Spielern einen klaren Weg nach oben. Hinzu kommen Rahmenbedingungen, von denen viele Standorte der Liga nur träumen können: Mit der HUK-COBURG Arena und ihren 3.530 Plätzen verfügt der BBC über eine moderne Spielstätte, die Fans, Partnern und Spielern ein echtes Bundesliga-Erlebnis bietet.

 

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/10/Vorberichte_Spieltag_2_ProB_Sued.jpg 563 1000 Lea /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Lea2026-10-02 11:31:342026-10-02 11:51:43Vorberichte ProB Süd 2. Spieltag

Nachberichte ProB Süd 1. Spieltag

29. September 2026/in Allgemein, APP, ProB Süd 26/27

26.09.2026 18:00 Uhr // Culture City Weimar vs. SKYLINERS Juniors 81:77

Vor einer stimmungsvollen Kulisse bewiesen die Ilmstädter in den entscheidenden Momenten die nötige Nervenstärke – getragen von einem erfolgreich aufspielenden Duo aus Skandinavien. Während Weimars schwedischer Point Guard Mikai Klintman mit 20 Punkten zum Topscorer avancierte, glänzte Center Peter Beier-Christiansen als dänischer Fels unter den Körben mit einem Double-Double, bestehend aus 14 Punkten und zwölf Rebounds. Von Youngster Johann Grau mit 13 Punkten als drittem zweistellig scorenden Thüringer unterstützt, war es am Ende dennoch der pure Siegeswille des gesamten Teams. Am Ende konnten sich fast alle Spieler des Gastgebers mit mindestens einem Korberfolg in den Boxscore eintragen. Am Ende trug vor allem Weimars Dominanz im Kampf um die Rebounds (49:34) zum letztendlich verdienten erfolgreichen ProB-Debüt bei.

Nachdem sich im Startabschnitt beim zwischenzeitlichen Score von 23:19 ein überwiegend eng umkämpfter Schlagabtausch abgezeichnet hatte, gelang es Culture City, seinen Vorsprung bis zum 45:39-Halbzeitstand zu konservieren. Wesentlich dynamischer entwickelte sich die Partie dann jedoch im Verlauf des dritten Viertels. Zwar konnten die Hausherren bis zur 22. Minute mit einem 12:0-Lauf bis auf 53:41 (Klintman, 3er) enteilen, doch die Gäste antworteten ihrerseits durch einen 11:0-Run, der das Duell vor der letzten Viertelpause auf 60:59 (29., Nikolic, Dunk) stellte. Weiterhin von marginalen Vorsprüngen und sechs Führungswechseln geprägt, bewiesen die Thüringer in der Crunchtime jedoch genug Nervenstärke, um ihren Sieg über die Zeit zu bringen. Für einen würdigen letzten Korb des Weimarer Auftaktsieges sorgte Fabian Baumgarten mit einem Dunk zum Endergebnis wenige Sekundenbruchteile vor der Schlusssirene.

 

26.09.2026 19:00 Uhr // Dragons Rhöndorf vs. Basketball Löwen 96:74

Rhöndorf gelingt am Samstagabend vor 451 Zuschauern am Menzenberg ein überzeugender Start in die ProB-Saison 2026/27. Mit einem berauschenden letzten Viertel lassen die Dragons den Basketball Löwen keine Chance. Am Ende steht ein souveräner 96:74-Sieg (40:34) über Erfurt und die Erkenntnis, dass in der jungen Mannschaft um Headcaoch Max Becker eine Menge Potenzial steckt. Die Begegnung startete jedoch holprig. Beiden Teams war in den ersten Minuten eine gewisse Verunsicherung deutlich anzumerken. Entsprechend gingen auf beiden Seiten gute Korbchancen daneben. So entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem sich keiner nennenswert absetzen konnte. Nach zehn Minuten stand es 23:18. Bemerkenswert war noch das Comeback von Daniel Mayr, nach über einem Jahr Verletzungspause, was mit Standing Ovation gefeiert wurde. Im zweiten Viertel übernahmen zunächst die Löwen die Initiative. Anthony Watkins (27 Pkt.) sowie Derek Emelifeonwu (15 Pkt.) machten ordentlich Druck und waren maßgeblich an der zwischenzeitlichen 33:25-Führung beteiligt. Doch Rhöndorf konterte prompt. Justin Onyejiaka (19 Pkt.) startete als Energizer und Scorer für seine Dragons voll durch. Zwei Minuten vor der Halbzeitpause glichen die Dragons wieder aus und gingen mit einem knappen sechs Punkte-Vorsprung in die Kabine (20“/40:34)

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel sorgte Carlo Schmid für Rhöndorfs erste zweistellige Führung in der Partie (21“/44:34). Geschlagen waren die Thüringer aber noch lange nicht. In der 28. Minute war Erfurt wieder bis auf einen Zähler dran (52:51). Rückblickend sorgten Tom Viehöfer (12 Pkt.) per Dreier und Dušan Ilic mit einem Buzzer für den entscheidenden Dämpfer. Zwar betrug der Rückstand für die Löwen nach dem dritten Viertel nur drei Punkte (30“/59:56), es war aber ein Wirkungstreffer. Im Schlussabschnitt brannten die Dragons ein wahres Dreier-Feuerwerk ab. Dušan Ilic, Tom Viehöfer und Malik Idbihi (12 Pkt.) ließen den Ball jenseits der Dreierlinie fliegen und trafen nach Belieben. Eine Dreierquote von 47 Prozent ist schon eine Hausnummer. Als David Böning zwei Minuten vor Schluss per Korbleger auf 91:72 stellte, war die Begegnung längst entschieden.

 

26.09.2026 19:00 Uhr // Ahorn Camp Baskets vs. TSG Schöller SI Ravens Reutlingen 58:72

Die Ahorn Camp Baskets sind mit einer enttäuschenden Vorstellung in die neue Saison der Zweiten Basketball-Bundesliga ProB gestartet. Die Mannschaft von Cheftrainer Carl Mbassa verlor völlig verdient mit 58:72 (29:35) gegen Aufsteiger TSG Ravens Reutlingen. „Es war wie während der Saisonvorbereitung; wir haben riesige Baustellen, an denen wir hart arbeiten müssen“, sagte Mbassa nach dem rabenschwarzen Abend vor rund 400 Zuschauern in der heimischen Nordhalle. Nach ausgeglichenem ersten Viertel waren die Gastgeber vielversprechend in den zweiten Durchgang gestartet. „In dieser Phase haben wir gezeigt, dass wir guten Basketball spielen können“, betonte der Ahorn-Camp-Coach. In der Folge musste er aber auch die Schwächen seiner Auswahl zur Kenntnis nehmen, die den Schwaben einen 13:0- Lauf zum Pausenstand gestatteten.

Nach dem Seitenwechsel ließen sich die Reutlinger von den schwachen Speyerern nicht mehr von ihrem Erfolgskurs abbringen. Mitentscheidend für den Auftaktsieg des Liganeulings waren dessen Überlegenheit bei den Rebounds sowie die deutlich bessere Wurfquote aus der Nahdistanz. Überragender Akteur auf dem Feld war allerdings ein Speyerer: Kapitän DJ Woodmore, den Trainer Mbassa anschließend als „Alleinunterhalter“ lobte. Der Routinier erzielte 19 Zähler – 15 durch Drei-Punkte-Würfe – und war sieben Mal bei Rebounds zur Stelle. Zweistellig punktete für die Pfälzer auch Neuzugang Bessanty Saragba (12). Beste Werfer der Reutlinger waren Roy Krupnikas (15), Nemanja Nadjfeji (11) und Kilian Fischer (11).

 

27.09.2026 15:00 Uhr // FC Bayern Basketball II vs. Dresden Titans 83:80

„Intensität“ ist ein Stichwort, das Titans-Cheftrainer Valentino Lott schon vor dem Spiel von der Zweitvertretung des FC Bayern München erwartet hat. Trotzdem schafft es sein Team in den Anfangsminuten nicht, gegen die giftige Defense der Münchener eine Antwort zu finden. Offensive Eingewöhnungszeit brauchen die Gastgeber hingegen nicht, bei denen vor allem Desmond Yiamu unter dem Korb mit acht Punkten Akzente setzt. Auf der anderen Seite ist es das Guard-Gespann aus Wisdom Uboh und Georg Kupke, das die Elbriesen fast im Alleingang in der Partie hält. Caspar Vossenberg setzt mit einem langen Zweier im letzten Angriff den Schlussstrich unter ein für die Gäste gelungenes Auftaktviertel mit einem Stand von 27:19. Ein Dunk zu Beginn der zweiten Periode von US-Neuzugang Alex Leiba macht auf Dresdner Seite Hoffnungen auf einen Momentum-Wechsel, doch der soll erstmal ausbleiben. Innerhalb der nächsten fünf Minuten greift Lott gleich zu zwei Auszeiten. Grund dafür: zu viele Turnover im Angriff und der fehlende Zugriff in der Verteidigung. Die Basketballer aus der Isar-Metropole verwandeln in der ersten Hälfte ganze 69 % ihrer Feldwürfe. Freuen kann sich wenig später trotzdem ein Titan. Anton Bock, gerade einmal 17 Jahre alt, verwandelt aus der Ecke einen Dreier und damit auch seine ersten professionellen Punkte. Der Korberfolg stiftet bei den Elbriesen neuen Mut, der den Rückstand vor dem Gang in die Kabine auf 48:37 verkürzen können.

Der Schlussspurt der Titans erntet zum Start der zweiten Halbzeit seine Früchte: Mit einem Dunk ist das Defizit das erste Mal seit längerer Zeit wieder einstellig. Andrija Susic, der das Spiel der Bayern zum Start der dritten Spielperiode entscheidend prägt, sorgt mit einem Treffer aus der Distanz aber für den Stimmungsdämpfer und erhöht die Differenz auf die Dresdner auf vierzehn Zähler. In der Folge entwickelt sich ein punktereicher Schlagabtausch, der mit der Schlusssirene des dritten Viertels 66:54 endet. Wie wichtig der Sieg für beide Teams ist, können die Zuschauer in der zunehmenden Physis der Partie zu Beginn des letzten Abschnittes beobachten. Primärer Anker im Angriffsspiel der Elbriesen ist in dieser Phase nun Moritz Heck, der durch seine energischen Drives zum Korb die Defensive der Münchner wiederholt vor Probleme stellt. Diese machen sich mit laufender Spieluhr für die Gastgeber auch auf der Anzeigetafel bemerkbar, sodass Trainer Emir Mutapcic seine junge Truppe per Timeout zu sich ruft. Das zeigt aber nur bedingt Wirkung. Alex Leiba ist es im Anschluss, der mit mehreren And-Ones seinen Wert für sein neues Team unterstreicht und den Rückstand auf zwei Punkte verkürzt. Niko Jerkic verschafft im Gegenzug durch einen erfolgreichen Dreier für kurze Zeit ein wenig Verschnaufraum, aber Wisdom Uboh antwortet wenig später ebenfalls mit drei Zählern. Nur noch neun Sekunden zu spielen, hat Leiba sogar die Chance, an der Linie auszugleichen, die kann der stark aufspielende US-Amerikaner aber nicht nutzen. Nachdem die Titans die Münchner per Foul zum Freiwurf zwingen, haben die Elbriesen einen letzten Wurf, der das Spiel in die Overtime schicken könnte. Uboh vergibt und die Dresdner können die starke Aufholjagd nicht belohnen.

 

27.09.2026 16:00 Uhr // TSV Oberhaching Tropics vs. Bayer Giants Leverkusen 86:68

Die Ausgangslage vor der Partie war klar. Während die junge neuformierte Oberhachinger Mannschaft von vielen sogenannten Experten als Abstiegskandidat gehandelt wird, stand auf der Gegenseite mit Leverkusen der große Titelaspirant. Die Tropics waren in der Partie eigentlich ohne Chance, doch genau diese nutzen Sie eindrucksvoll und schafften nach 40 Minuten bedingungslosem Kampf die große Sensation. Die 4-0 Führung der Gäste , die von der deutschen Basketballikone Mike Koch trainiert werden, sollte der einzige Vorsprung der Riesen vom Rhein werden. In den ersten Minuten war es vor allem Freddy Müller, der Punkte auf die Anzeigetafel brachte und gekonnt von seinen Mitspielern eingesetzt wurde. Defensiv kämpften die Gleißental-Basketballer wie verbissen in jeder Sequenz. Während Neuzugang Max May gegen den 216cm Hünen Dennis Heinzmann dagegenhielt entnervte das Duo Bode/Hodovic den US-Star Branden Maughmer. Auch als Trainerduo Matic/Block die ersten Wechsel vornahm kam kein Bruch ins Spiel, sondern ganz im Gegenteil frischer Wind. Daniel Riedrich traf zwei Dreier, Aminu Abibu zeigte tolle Allroundqualitäten, Sebastian Hubrich verteidigte hart und Niklas Schüler brachte Spielwitz in die Partie. Wermutstropfen war die Verletzung von Youngstar David Galusic, der leicht umknickte und nicht mehr weiterspielen konnte. Der Forward sorgte kurz vor seiner Verletzung, die vermutlich nicht so schwerwiegend ist, mit einem spektakulären Alley oop Dunk für ein absolutes Highlight. Mit einer 21:11 Führung ging es in die Viertelpause.

Alle Zuschauer, die nun einen Gegenschlag der übermächtigen Riesen vom Rhein erwartet haben, rieben sich im zweiten Viertel verwundert die Augen. Die Tropics profitierten von der schwachen Dreierqoute der der Rheinländer und konnten daher die Zone komplett dicht machen in der Defense. Im Angriff war es neben Nedzad Muratovic nun vor allem der junge 18 jährige Neuzugang Dzenis Hodovic, der immer wieder hochprozentig traf. Kapitän Bode, der neben einer unfassbaren Defensivleistung, führte gekonnt Regie und brachte seiner Mitspieler immer wieder in gute Position. Max May zeigte nun immer mehr, warum er der große Hoffnungsträger der neuformierten jungen Truppe ist. Nicht nur defensiv war der Centerspieler überragend, sondern zeigte auch im Angriff seine Vielseitigkeit. Der 202cm Hüne ist kein klassischer Brettspieler, sondern jemand der auch gut für seine Mitspieler Situation herausspielen kann. Nach einer 47-22 Halbzeitführung war die Partie zwar noch nicht gewonnen, doch die Vorentscheidung war gefallen. Spätestens als die Tropics im dritten Viertel den Vorsprung sogar nochmal ausbauten, war klar dass David den Goliath geschlagen hat. Als Hodovic erfolgreich in Traffic neben 216cm Ex-Nationalspieler Heinzmann dunkte, gab es auf den Rängen kein Halten mehr. Im letzten Viertel zeigten die Gäste nun eindrucksvoll, warum Sie als Meisterschaftsfavorit gehandelt werden. Leverkusen traf nun reihenweise Ihre Dreier. Doch der Rückstand war zu groß um nochmal in die Partie zu kommen. Die Gelbhemden sorgte an diesem zweiten Wiesn Wochenende für eine absolute Sensation. Nun gilt es am kommenden Samstag in Ludwigsburg nachzulegen. Die neu formierte Mannschaft hat Freude auf mehr gemacht.

 

27.09.2026 16:00 Uhr // Porsche BBA Ludwigsburg vs. BBC Coburg 66:87

Viel Talent, viel Potenzial und viel Arbeit: Ludwigsburg illustriert zum Saison-Start all das, was ein junges respektive unerfahrenes Team ausmacht. Was nach dem ersten Spieltag gleichermaßen positiv wie negativ ist – und viel Arbeit für Jordi Saltó und Ognjen Veljkovic beinhalten wird. Das Duo konnte beim Heim-Auftakt auf eine Vielzahl an Akteuren setzen, nicht aber aus dem Vollen schöpfen: Lino Tomas Duarte (DNP nach Aufbautraining) und Armin Pivac (verletzt) fehlten im 12er-Aufgebot, das sich zunächst schwer tat, aber dennoch einen Zugriff auf das Spiel fand. Die Hausherren kamen ins Laufen, brachten in Person von Lars Danziger, Max Riedel und Lukas Modic Punkte aufs Scoreboard, ließen defensiv aber auch Diverses zu. Coburg bestimmte das Tempo des Spiels, erzwang zahlreiche Ballverluste und ließ sein eigenes Spiel dabei durchaus leicht aussehen (19:22, 10. Spielminute).

Die BBA’ler versuchten viel, ließen aber Konsequenz und Stringenz vermissen. Mal fehlten beim Wurf Zentimeter, mal standen Gegenspieler etwas zu offen, mal die eigene Konzentration nicht ideal. All das führte zu einem (Ab)Bruch der eigenen Leistung, die die Franken im Stile eines Spitzenteams zu nutzen wussten. Zunächst Erik Neunhoeffer, phasenweise Nico Wenzl und immer wieder Benjamin Koppke sorgten dafür, dass sich Coburg Schritt für Schritt absetzte (30:44, 20. / 46:68, 30.). Ludwigsburg mühte sich auf dem Parkett nach Kräften, Saltó versuchte viele Personal-Optionen und Seitenlinien-Ansprachen und die Gelb-Schwarzen ihr Bestes; bis auf den für das Ergebnis irrelevanten Schlussabschnitt (20:19) entschieden sie aber keine Sequenz und erst recht kein Viertel nachhaltig zu den eigenen Gunsten. Im Anschluss an eine erklärbar zerstückelte Saison-Vorbereitung im Spagat zwischen Herren I, Herren III und U19m fehlte es an einer Basis aus Absprachen, Automatismen und Antworten, was Coburg seinerseits ausnutzte und das schwäbische Talent mit Hausaufgaben zurückließ. Weiter geht’s, mit der nächsten Siegchance und der Möglichkeit für einer bis drei A-Antworten, erneut in eigener Halle. Am Einigkeitsfeiertag empfangen die Schwaben Oberhaching (03.10.; 16:00 Uhr) zum Heimspiel in der RSH.

 

27.09.2026 17:30 Uhr // SV Fellbach Flashers vs. BG Hessing Leitershofen 82:64

Die Fellbach Flashers starten furios in die neue Saison. Nach einem Blitzstart erkämpft sich das Team von Head Coach Kris Borisov souverän den ersten Saisonsieg in der BARMER 2. Bundesliga Pro B Süd mit 82:64 gegen die BG Hessing Leitershofen. Von Anfang an war zu spüren, dass beide Teams den Saisonstart kaum erwarten konnten. Die harten Wochen der Vorbereitungen, Testspiele, etc., das Alles war jetzt nun vorbei und endlich konnte man sich für die harte Arbeit belohnen. Beide Teams legten gut los und spielten mit hohem Tempo und Intensität. In den letzten Minuten des ersten Viertels zogen die Flashers etwas davon. Hauptverantwortlich dafür war die Defensive. Die Gäste aus Leitershofen wurden permanent unter Druck gesetzt und hatten Schwierigkeiten die Offensive zu organisieren. Wie so fot im Basketball führ gute Verteidigung zu einfachen und schnellen Punkten. Hier konnte vor allem der amerikanische Neuzugang Dmonte Brown mit seiner Schnelligkeit und Athletik überzeugen. Beim Stand von 31:23 nach den ersten Viertel war das Spiel jedoch noch lange nicht entschieden. Die Gäste aus Leitershofen zeigten, wieso sie weiterhin zu den stärkeren Teams der Liga gehören, und kämpften sich in die Partie zurück. Kurz vor der Halbzeitpause war das Spiel mit 40:38 wieder völlig offen eher sich die Flashers wieder das Tempo anzogen und mit einem 49:40 Vorsprung in die Pause gingen. Im Dritten Viertel ein ähnliches Bild, die Fellbacher spielten weiterhin mit hoher Intensität und zwangen die Kangeroos zu Ballverlusten, 26 Turnovers sollten es am Ende bei den Gästen sein. Beim Stand von 68:50 gegen Ende des dritten Viertels war das Spiel daher auch schon gefühlt entschieden und das Tempo wurde etwas gedrosselt. An der Intensität änderte sich jedoch nicht viel. Beide Teams wussten, dass jeder Punkt im Saisonverlauf wichtig werden kann. Am Ende sprang jedoch ein ungefährdeter 82:64 Heimsieg für die Flashers heraus.

Direkt nach Abpfiff war eine unglaubliche Erleichterung bei Coach, Verantwortlichen und Fans zu spüren. Die Vorzeichen standen nämlich nicht gut für die Flashers. Einige angeschlagene Spieler unter der Woche, Best Otakho, der neue Big Man fällt ebenfalls noch aus. Die Hiobsbotschaft war jedoch das überraschende und kurzfriste Ausscheiden des Kapitäns Jakob Hanzalek. Kuba verlässt die Flashers nach knapp einem Jahr auf eigenen Wunsch. Die Flashers Familiy wünscht ihm Alles Gute auf seinem weiteren Weg. Ein Ersatz für den Point Guard soll schnellstmöglich bekannt gegeben werden. Es steht daher trotzdem wieder jede Menge Arbeit für Head Coach Kris Borisov und seinen Assistenten Cyril DaSilva an den bereits kommenden Sonntag kommt das nächste unangenehme Team nach Fellbach, der BBC Coburg.

 

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/09/Nachberichte_ProB_Sued_Spieltag_2.png 563 1000 Lea /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Lea2026-09-29 10:13:332026-09-29 10:13:33Nachberichte ProB Süd 1. Spieltag

Vorberichte ProB Süd 1. Spieltag

25. September 2026/in Allgemein, APP, ProB Süd 26/27

26.09.2026 18:00 Uhr // Culture City Weimar vs. SKYLINERS Juniors

Am Samstag um 18:00 Uhr starten die SKYLINERS Juniors in die neue Saison 2026/27 der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd. Zum Eröffnungsspiel geht es zu Aufsteiger Culture City Weimar, für den es zugleich das erste Spiel in der dritthöchsten Spielklasse Deutschlands ist. Unter dem neuen Headcoach Troy Culley haben die Juniors eine intensive Preseason hinter sich und sind bereit für die Herausforderung zum Auftakt. Die SKYLINERS Juniors blicken auf eine spannende Saison 2025/26 zurück, in der sie sich nach einer sehr starken Rückrunde für die Playoffs qualifizierten. Dort war in der ersten Runde gegen die ETB Miners Essen Schluss, die sich anschließend die ProB-Meisterschaft und den Aufstieg in die ProA sicherten. Für die neue Saison konnten die Juniors den Großteil des Kaders um Leistungsträger wie Jamie Edoka, Ivan Crnjac, Moses Pölking und Dusan Nikolic halten. Dazu stoßen mit Christoph Gördes, Xavier Trotter und Lenny Benczak drei neue Gesichter aus dem eigenen U19-Bereich zum Team. Die Gastgeber aus Thüringen spielten in der vergangenen Saison noch in der 1. Regionalliga und sind als Aufsteiger in die ProB Süd gekommen. Trainiert wird das Team von Headcoach Farsin Hamzei. Der Kader ist mit einem Altersdurchschnitt von 20,1 Jahren sehr jung und wird nur von wenigen erfahreneren Akteuren ergänzt. Mit der Euphorie des Aufstiegs und dem Heimpublikum im Rücken dürfte Weimar hochmotiviert in ihr erstes ProB-Spiel gehen. Player to Watch ist Daniel Biel, der bis letzte Saison noch NBBL für Science City Jena spielte und in deren BBL-Team bereits Minuten auf dem höchsten Niveau in Deutschland sammeln konnte. Auch Fabian Baumgarten wird wohl hochmotiviert in die Partie kommen. Der Forward spielte bis vor 2 Jahren noch bei den SKYLINERS Juniors, bevor er dann über den TV Langen in dieser Off-Season den Weg zu den Weimarern fand.

 

26.09.2026 19:00 Uhr // Dragons Rhöndorf vs. Basketball Löwen

Passend zur neuen Halle, die noch im laufenden Jahr bezugsfertig sein soll, haben die Basketball Löwen diese Saison die Messlatte deutlich höher gelegt. Selbstbewusst peilen die Verantwortlichen mittelfristig die ProA an. Aber auch schon in der anstehenden Spielzeit soll’s ein bisschen mehr sein, als nur der Klassenerhalt. Der Umbruch im Erfurter Team ist jedenfalls unverkennbar. Der Kader wurde mit gleich acht neuen Spielern aufgefrischt. Prominente Abgänge wie Paul Albrecht, Tyseem Lyles und Musa Abra wurden mindestens ebenwürdig neu besetzt. Ilias Amin wechselte von BSW Sixers zu den Löwen. Für Sandersdorf erzielte der Point Guard durchschnittlich 11,7 Punkte und verteilte 3,9 Assists pro Spiel. Ein vergleichbar gutes Scoring legte Anthony Watkins beim Halbfinalisten LOK Bernau mit ø 13,4 Punkten auf. Eine sprichwörtlich etablierte Größe in der Basketballszene ist der 30-jährige Marko Bacak. Der 2,10 Meter lange Center, zuletzt bei Koblenz in der ProA, markierte dort im Schnitt solide 4,8 Punkte und 3,2 Rebounds. Bemerkenswert seine Trefferquote von 27,1 Prozent an der Dreierlinie. Nicht zu vergessen Derek Emilifeonwu. Der irische Power Forward ist ein ähnlich athletischer Typ wie Rhöndorfs Sahmi Willoughby, stand zuletzt beim Australischen Erstligisten Mackay Meteors unter Vertrag und machte dort beachtliche ø 11,4 Punkte. Nicht minder interessant ist der EU-Import Jacob Hadi aus Schweden von den Norrkoping Dolphins, ein Perspektivspieler auf der Flügelposition.

Ein spannendes Talent aus eigenen Reihen ist Luca Förster. Der 19-jährige Shooting Guard hat übrigens als Gastspieler auch schon im Trikot der Telekom Baskets bei der Youth Basketball Champions League gespielt. Ebenfalls eine Rheinländische Historie hat natürlich Samuel Nellessen. Der echte Honnefer kehrt als Flügelspieler nach Rhöndorf zurück, der in der vergangenen Saison mit ø 8,5 Punkten und 5,3 Rebounds einen großen Entwicklungsschritt gemacht hat. Von Kooperationspartner BIG Gotha haben drei Talente den Sprung in den ProB-Kader geschafft (Luke-Johan Kiraly, Bastian Rehbein und Léonar Fliege), ein Beleg für gute Nachwuchsförderung. Auf jeden Fall muss man mit den neuformierten Löwen rechnen. Dragons Coach Max Becker hält Erfurt für stark genug um sich in der oberen Tabellenhälfte der ProB-Süd zu etablieren. Also dort, wo auch die Dragons Rhöndorf hinwollen. Folglich ist gleich am ersten Spieltag für ordentlich Zündstoff gesorgt.

26.09.2026 19:00 Uhr // Ahorn Camp Baskets vs. TSG Schöller SI Ravens Reutlingen

Vorbericht folgt in Kürze.

 

27.09.2026 15:00 Uhr // FC Bayern Basketball II vs. Dresden Titans

Vorbericht folgt in Kürze.

 

27.09.2026 16:00 Uhr // TSV Oberhaching Tropics vs. Bayer Giants Leverkusen

Die Sommerpause ist vorbei und es geht wieder um Punkte in der BARMER 2.ten Basketball Bundesliga. Im ersten Saisonspiel gastiert mit Bayer Leverkusen der deutsche Rekordmeister und absolute Topfavorit auf die Meisterschaft in der Grundschule Deisenhofen. Spielbeginn ist Sonntag 16 Uhr. Zum Wies’n Spieltag haben sich die Verantwortlichen eine besondere Aktion einfallen lassen. Alle Zuschauer die in Dirndl oder Lederkosen kommen, erhalten ein Freibier. Für alle Kinder und Jugendlichen gibt es eine kleine Überraschung. Unterstützung von den Rängen wird die Mannschaft um Kapitän Phillip Bode nötig haben im Auftaktspiel. Die Bayer-Truppe will den Betriebsunfall und Abstieg aus der Pro A umgehend korrigieren und wird von den Experten als absoluter Meisterschaftsfavorit gehandelt. Mit Mike Koch hat Leverkusen eine deutsche Basketball Legende an der Kommandobrücke. Der Europameister von 1993 gewann als Spieler alles, was man in Europa gewinnen kann und unter anderem 11 nationale Titel. Bei Panathinaikos Athen, mit denen er mehrfach die Euroleague gewann, konnte er sich von Zeljko Obradovic einiges abschauen und sehr viel für seine spätere Trainerlaufbahn mitnehmen. Als Headcoach arbeitete Koch später unter anderem in Bayreuth, Bonn und im Ausland. Mit den Telekom Baskets feierte der inzwischen 60-jährige auch als Trainer große Erfolge.

Auch der Kader der Riesen vom Rhein hat es in sich. Unterm Korb ist Ex-Nationalspieler Dennis Heinzmann mit seinen 216cm eine Bank und dominierte vergangene Saison auch in der Pro A die Bretter. Königstransfer Branden Maughmer, der aus Paderborn zu den Giants wechselte, dürfte einer der stärksten Ausländer der Liga werden. Mit Luca Michels ( Iserlohn), dem isländischen Nationalspieler Kjartansson ( FC Bayern), David Gerhard ( Würzburg ) und Finn Fleute ( Itzehoe ) konnte Leverkusen zudem weitere starke Akteur verpflichten. Für Oberhaching ist es das erste Mal in der Geschichte, dass man gegen Bayer spielt. Als die Riesen vom Rhein in den 90er Jahren mit Mike Koch als Spieler und Dirk Bauermann als Trainer Serienmeister waren arbeiteten sich die Tropics mit dem damaligen Trainer Toni Hed, der heute als hauptamtlicher Jugendtrainer im Verein arbeitet, langsam und stetig von der Kreisliga nach oben. Am Sonntag spielen die Gelbhemden nun gegen den deutschen Rekordmeister. Mario Matic:“ Leverkusen wird völlig zu Recht als der Topfavorit der diesjährigen Runde gehandelt. Nicht nur die Mannschaft ist bärenstark, sondern mit Mike Koch steht eine deutsche Basketballikone an der Seitenlinie. Koch hat in Europa alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Nur noch nicht in Oberhaching. Wir können völlig befreit aufspielen. Haben absolut nichts zu verlieren, weil jeder mit einem klaren Sieg von Bayer rechnet. Aber wir haben viel zu gewinnen. Um den Riesen vom Rhein Paroli zu bieten müssen wir jedoch über uns hinauswachsen und brauchen die Unterstützung der Fans.“

 

27.09.2026 16:00 Uhr // Porsche BBA Ludwigsburg vs. BBC Coburg

Das lange Warten hat ein Ende! Gut viereinhalb Monate nach dem verlorenen Halbfinale gegen den späteren ProB-Meister aus Essen und dem damit verbundenen Ende der besten Spielzeit der Vereinshistorie startet der BBC Coburg mit neuem, aber auch altbekannten Personal in die inzwischen bereits 10. Saison in Deutschlands dritthöchster Spielklasse. Zum Auftakt wartet am kommenden Sonntagnachmittag mit dem Auswärtsspiel beim Nachwuchs der RIESEN aus Ludwigsburg gleich einmal ein Vorjahres-Viertelfinalist auf die Mannschaft von Head Coach Patrick Seidel. Tip-off in der Rundsporthalle Ludwigsburg ist um 16 Uhr. „Consistency is key“, hieß das Motto auch in diesem Sommer in der Vestestadt. Nach dem großen Umbruch vor zwei Jahren, bei dem damals bis auf zwei Spieler einmal alles auf links gedreht wurde, dürfen die Coburger Fans ähnlich zur Vorsaison auch in dieser Spielzeit gleich neun bekannte Gesichter willkommen heißen. Neben den vier Youngstern Felix Egger, Erik Neunhoeffer, Julian Günther und Jonas Mendl, der vom Trainingsspieler in den Kader befördert wurde, kehrt mit Kapitän Nico Wenzl, Forward Tim Herzog, Aufbauspieler Pepe Lahr und den beiden Big Men Leo Ćosić und Marc Deinlein ein Grundgerüst unter die Fittiche von Cheftrainer Patrick Seidel zurück. Auf der Abgangsseite wiegen dagegen allen voran die Verluste von Topscorer Dylan Fasoyiro und Allrounder Darius Dawson, der in der kommenden Spielzeit für Essen in der ProA auf Korbjagd gehen wird, schwer. Ebenfalls in der zweiten Liga will sich nach fünf Jahren im Coburger Dress auch Nico Höllerl beweisen, der mit den HAKRO Merlins Crailsheim Angriff auf die BBL nehmen möchte, während die beiden Center Ole Theiß (Iserlohn Kangaroos) und Finn Döntgens (University of Charleston) die ProB Nord bzw. am College aufmischen wollen. Doch für Ersatz wurde gesorgt: Mit Savion Brown entschied sich erneut ein vielversprechender US-Guard für das Coburger Basketballprojekt. Der 22-jährige überzeugte in den Vorbereitungsspielen bereits ein ums andere Mal mit seiner Treffsicherheit von jenseits der Dreipunktelinie, erwies sich aber auch am defensiven Ende als durchaus wichtiger Faktor im BBC-Spiel. Für ein äußerst scharf eingestelltes Visier von außen steht auch Erik Larsen, der im Sommer aus Paderborn den Schritt nach Oberfranken wagte. Hinzu kommen die beiden Doppellizenzspieler Benjamin Koppke und Jakob Lang, die sich neben dem dunkelblauen Trikot auch im feuerroten Jersey von Coburgs Kooperationspartner aus Bamberg in der Bundesliga zeigen dürfen. Tatsächlich heißt der Gegner für die beiden am Wochenende gleich zweimal Ludwigsburg. Denn bereits am Samstag trifft der amtierende Pokalsieger in heimischer Halle auf die MHP RIESEN, ehe es keine 48 Stunden später zum Duell zwischen den jungen RIESEN und dem BBC kommt. Abgerundet wird die Liste der Coburger Neuzugänge mit Theodor Reyels, Leonard Kant und Jakob Fölbach, die allesamt nicht nur an die Itz, sondern auch zeitgleich an die Baunach wechseln und dort in der 2. Regionalliga auf sich aufmerksam machen sollen. Aufmerksamkeit zog in der abgelaufenen Saison auch der alte und neue BBC-Kapitän Nico Wenzl auf sich. Mit 11 Punkten und 6,4 Assists war der 25-jährige der Denker und Lenker auf dem Parkett. Der Aufbauspieler entschied sich nach seiner persönlich besten Spielzeit als Profi im Sommer für einen Verbleib und geht damit mit kurzer Unterbrechung in seine insgesamt vierte Spielzeit in der Vestestadt. Die Vorfreude auf die anstehenden Monate ist groß, hält aber auch einige Aufgaben bereit, wie Coburgs Nummer 8 meint: „Zunächst einmal bin ich froh, dass es endlich wieder losgeht. Wir haben in den letzten Wochen eine intensive und lehrreiche Preseason hinter uns, die uns aufgezeigt hat, wo unsere Stärken, aber auch unsere Schwächen liegen. Diese gilt es von nun an, Stück für Stück anzugehen und abzustellen. Die Vorbereitung hat uns aber auch gezeigt, was unsere Teamidentität sein wird. Wir wollen hart verteidigen und in der Offensive schnellen und attraktiven Teambasketball spielen. Dabei kommt mit Ludwigsburg zum Start ein immer sehr unangenehmes Auswärtsspiel auf uns zu, da Ludwigsburg immer mit sehr viel Größe, Athletik und hektischer Defense überzeugt und man vor allem jetzt nicht so wirklich weiß, wer bei ihnen mit dabei sein wird.“

Denn im Gegensatz zu den Coburgern nahm der Viertelfinalist aus der Vorsaison gleich zahlreiche Veränderungen auf einmal im Kader vor. Die wichtigste fand dabei auf der Position des Head Coaches statt: Kheeryoung Rhee stieg nach vier Jahren als ProB- und NBBL-Hauptübungsleiter zum Assistant Coach des Ludwigsburger BBL-Teams auf. An seiner Stelle unterschrieb Jordi Saltó Sabaté bei den Gelb-Schwarzen, der zuvor noch Co-Trainer unter Lubu-Legende David McCray in Crailsheim war. Gemeinsam mit seinem „Chef“ folgte auch der Spanier dem Lockruf aus der rund 100 Kilometer entfernten Barockstadt, während McCray die Rolle des Sportlichen Leiters übernimmt. Aber auch auf Spielerseite rückten mit Toptalent Julis Baumer (12,9 Punkte in der Vorsaison) und Maxwell Dongmo Temoka (6,9 Punkte) zwei Spieler vollends in die erste Mannschaft auf. Dazu wechselte Topscorer Simon Feneberg (13,7 Punkte) zum ProA-Nachbarn nach Tübingen, während es Marko Masic (10,1 Punkte) ans College zog. Ersetzen wollen die Schwaben das abgewanderte Scoring mit Talenten aus dem eigenen Nachwuchs. Dazu holte man sich mit Lino Duarte und Max Riedel weitere Qualität von außerhalb ins eigene Haus. Duarte kommt vom ProB-Süd-Aufsteiger aus Reutlingen, wo er vergangene Spielzeit mit knapp 12 Punkten im Schnitt und einer Dreierquote von 37 Prozent gehörigen Anteil an der Meisterschaft der Ravens hatte. Auch Riedel, der zuletzt für Charlottenburg in der Regionalliga auflief (15 Punkte pro Partie) und bereits einige starke Auftritte in der Vorbereitung zu verzeichnen hat, schnürt seine Schuhe ab sofort in der Barockstadt.

 

27.09.2026 17:30 Uhr // SV Fellbach Flashers vs. BG Hessing Leitershofen

Die lange Basketball Sommerpause ist vorüber. An diesem Wochenende beginnt die Saison 2026/2027 in der BARMER 2. BASKETBALL BUNDESLIGA. Die BG Hessing Leitershofen/Stadtbergen startet in ihre fünfte Saison seit dem Wiedersaufsteig am Sonntagnachmittag auswärts bei den SV Fellbach Flashers (Spielbeginn 17.30 Uhr, Gäuäckersporthalle I, Fellbach, Livestream auf der Ligahomepage oder über die Liga APP). Der sonntägliche Gegner um Cheftrainer Kristiyan Borisov (37) wird von den Experten zu den TOP-4 Teams der Südgruppe gezählt, neben den Teams aus Leverkusen, Rhöndorf und Erfurt. Vor den Toren Stuttgarts wurde kräftig in den Kader investiert. Für Aufsehen sorgte insbesondere die Verpflichtung des letztjährigen Liga-Topscorers Jonathan Zeisberger aus Oberhaching. Den 19-jährigen Aufbauspieler hatten viele in einer höheren Liga erwartet. Aber auch Daniel Zacek (25/neu aus Iserlohn), Dennis Diala (22/neu aus Speyer) und 2,16 Meter Hüne Osasere Best Otakho (25/aus Dresden) waren schon letztes Jahr in der PRO B Leistungsträger bei direkten Ligakonkurrenten. Die Importspieler Dmonte Brown (26) und Jason Edokpayi (24) kommen ebenfalls mit sehr viel Vorschusslorbeeren neu ins Remstal, mit Marko Lavric (20) wechselte dazu hin ein weiterer 2,06 Meter großer Center vom Lokalrivalen MTV Stuttgart aus der Regionalliga hinüber zu den Flashers. Mit Jakob Hnazalek (23) steht auch ein Ex-Kangaroo in den Reihen der Württemberger, der zweite ehemalige Leitershofer, Brian Butler, hingegen hat den Verein in Richtung Schwarzwald verlassen und spielt künftig für Komusina Haiterbach in der Regionalliga. BG-Cheftrainer Emanuel Richter schätzt den Gegner wie folgt ein: „Fellbach dürfte in diesem Spiel der klare Favorit sein. Sie spielen zu Hause, haben eine eminent gut besetzte Starting-Five und besitzen sehr viel individuelle Qualität und eine hervorragende Athletik“, so Richter.

Bei den Kangaroos hängen in diesem Jahr die Trauben wohl etwas niedriger. Mit der Favoritenrolle auf den Aufstieg kam die Mannschaft der letzten Saison nicht besonders gut zurecht und schied dann im Play-Off Achtelfinale aus. Und nachdem auch der Etat in dieser Spielrunde deutlich unter dem der Vorsaison liegt, musste und wollte auch eine neue Mannschaft zusammenstellen. Diese ist im Altersdurchschnitt nun deutlich jünger. Kangaroos-Geschäftsführer Wayne Chico Pittman ist aber wie immer Daueroptimist: „Es ist uns gelungen, eine unglaublich ehrgeizige, dynamische und teamorientierte Mannschaft zusammenzustellen, die Lust auf attraktiven und schnellen Basketballsport hat. Von den sechs Vorbereitungsspielen haben wir fünf Matches gewonnen, lediglich gegen das PRO-A Team aus Nürnberg verloren, aber auch da haben wir einen großen Kampf geboten. Mein Gefühl sagt mir, dass von dieser Mannschaft der Funke auf das Publikum überspringen kann und wir mit Begeisterung die vielleicht mangelnde Erfahrung auch kompensieren können“, so Pittman. Trainer Richter möchte mit dem neuen Team dann auch auf jeden Fall wieder die Play-Offs erreichen: „Wir haben das Team bewusst sehr jung mit zwei erfahrenen Führungsspielern zusammengestellt. Diese jungen Spieler wollen wir entwickeln und ihnen Verantwortung übertragen. Ein Saisonstart auswärts in Fellbach ist eine Nummer. Wir fahren dort aber ohne großen Druck hin, aber natürlich mit viel Ambition und wollen ihnen über 40 Minuten hinweg das Leben natürlich möglichst schwer machen,“, so der BG-Headcoach. In der runderneuerten Mannschaft sind mit Kapitän Jannik Westermeier und Guard Brendan Gregori nur noch zwei Akteure aus dem Vorjahr dabei.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/09/Vorberichte_ProBSued_1.jpg 563 1000 Lea /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Lea2026-09-25 12:35:552026-09-25 12:35:55Vorberichte ProB Süd 1. Spieltag

Wechselbörse ProB Süd 2026

5. August 2026/in Kadernews ProB, Liga-News, ProB Süd 26/27

Hier gibts immer den aktuellen Überblick über alle Transfers aller Teams der ProB Süd.

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https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/06/Titelbild_Transfer_ProB_Sued.jpg 563 1000 Ole /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Ole2026-08-05 10:50:272026-09-14 13:55:52Wechselbörse ProB Süd 2026

Ligeneinteilung ProB

27. Mai 2026/in Allgemein, APP, Liga-News, ProB Nord 26/27, ProB Süd 26/27, Spielleitung

Die ProB startet in der Saison 2026/2027 mit 29 Teams. Neu in der Liga sind die Regionalliga-Aufsteiger SG Braunschweig, TSG Solcom Ravens Reutlingen, Culture City Weimar und BBA Hagen sowie die ProA-Absteiger Uni Baskets Münster, Bayer Giants Leverkusen und ART Giants Düsseldorf. Die erhöhte Anzahl an Mannschaften ergibt sich aus dem Teilnahmerecht der ART Giants Düsseldorf für die ProB nach dem Verzicht auf die Teilnahme am Wettbewerb der ProA in der Saison 2025/2026. Die ETB Miners und die OrangeAcademy verlassen die Liga dagegen in Richtung ProA, nachdem sie sich durch den Einzug in die Finalserie das sportliche Aufstiegsrecht gesichert haben.

 

NORD SÜD
1 Uni Baskets Münster 1 Ahorn Camp Baskets
2 Baskets Juniors TSG Westerstede 2 BBC Coburg
3 BSW Sixers 3 BG Hessing Leitershofen
4 EN BASKETS Schwelm 4 CATL Basketball Löwen
5 ART Giants Düsseldorf 5 Dresden Titans
6 Hertener Löwen 6 FC Bayern Basketball II
7 Iserlohn Kangaroos 7 Porsche BBA Ludwigsburg
8 Itzehoe Eagles 8 SKYLINERS Juniors
9 SC Rist Wedel 9 SV Fellbach Flashers
10 Seawolves Academy 10 TSV Oberhaching Tropics
11 TSV Neustadt temps Shooters 11 TV Langen
12 BBA Hagen 12 Culture City Weimar
13 LOK Bernau 13 TSG Solcom Ravens
14 SG Braunschweig 14 Bayer Giants Leverkusen
15 Dragons Rhöndorf

Durch die ungleiche Staffelgröße wird der Rahmenterminplan der ProB Süd um vier Spieltage erweitert. Entsprechend der Spiel- und Veranstaltungsordnung werden am Saisonende drei Teams aus der ProB Süd und zwei Teams aus der ProB Nord absteigen.

https://www.2basketballbundesliga.de/wp-content/uploads/2026/05/Beitragbild-Ligeneinteilung-ProB-26_27.png 563 1000 Joshua Kaiser /wp-content/uploads/2013/04/proa.png Joshua Kaiser2026-05-27 16:00:392026-05-28 10:48:35Ligeneinteilung ProB

NINERS Chemnitz und Dresden Titans beschließen Kooperationsvereinbarung

27. Mai 2026/in APP, ProB Süd 26/27

Die beiden erfolgreichsten Basketballstandorte Sachsens gehen künftig gemeinsame Wege: NINERS Chemnitz und Dresden Titans haben eine umfassende Kooperationsvereinbarung geschlossen, um die Entwicklung junger Talente im Freistaat langfristig zu stärken. Ziel der Partnerschaft ist es vor allem, Nachwuchsspielern bessere Perspektiven auf dem Weg vom Jugend- bis in den Profibereich zu ermöglichen und die vorhandenen Potenziale künftig stärker auszuschöpfen. Steffen Herhold, Geschäftsführer der NINERS, betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit: „Beide Vereine zeichnen sich durch hervorragende Nachwuchsarbeit aus, doch in der Durchlässigkeit zum Männer- und Profibereich schlummern noch viele Potenziale. Diese möchten wir fortan mit den Dresden Titans ausschöpfen und freuen uns auf die gemeinsame Partnerschaft.“ Auch Dresdens Geschäftsführer Nils Ruttmann sieht in der Kooperation einen wichtigen Schritt für den Basketballstandort Sachsen: „Wir wollen talentierten Spielern die Möglichkeit geben, sich bei uns in Sachsen vom Jugendbereich bis hinauf zur 1. Basketball-Bundesliga entwickeln zu können und hierfür nachhaltig Einsatzzeiten auf einem leistungsgerechten Spielniveau zu erhalten.“

Die Kooperation bringt sportlich attraktive Möglichkeiten mit sich. Während Chemnitz inzwischen fest in der Basketball-Bundesliga etabliert ist und in seine siebte BBL-Saison geht, verfügen die Dresden Titans über langjährige Erfahrung in ProA und ProB. Zusammen decken beide Vereine künftig vier der fünf höchsten deutschen Männerligen ab. Genau darin sehen die Verantwortlichen großes Entwicklungspotenzial. Peter Krautwald, sportlicher Leiter der NINERS Academy, erklärte: „Somit nehmen beide Clubs zusammen in vier der fünf höchsten deutschen Männerligen am Spielbetrieb teil.“ Auch im Nachwuchsbereich verfügen beide Standorte bereits über starke Strukturen. Sowohl Chemnitz als auch Dresden sind mit Teams in den höchsten deutschen Jugendspielklassen vertreten – darunter die Nachwuchs Basketball Bundesliga (NBBL) und Jugend Basketball Bundesliga (JBBL). Eine zentrale Rolle bei der neuen Zusammenarbeit soll künftig die flexible Förderung junger Talente spielen.

Geplant ist unter anderem der verstärkte Einsatz von Doppellizenzen, um Spielern Einsätze auf unterschiedlichen Leistungsniveaus zu ermöglichen. Herhold beschreibt die Idee dahinter folgendermaßen: „Wir befinden uns in engem Austausch und möchten Talenten künftig die Möglichkeit geben, beispielsweise über Doppellizenzen sowohl für Chemnitz wie auch Dresden auf dem jeweils passenden Leistungsniveau zum Einsatz zu kommen.“ Für die Dresden Titans geht es dabei auch darum, Talente langfristig in Sachsen zu halten und ihnen attraktive Perspektiven im Herrenbereich zu bieten. Ruttmann formulierte das Ziel klar: „So können wir jungen Spielern, die wir selbst über viele Jahre hinweg ausgebildet haben, auch im Männerbereich nachhaltige Entwicklungsperspektiven bieten, sie hier in Sachsen halten und bestenfalls sogar neue Talente anlocken.“ Die Kooperation gilt damit als wichtiger Schritt für die Zukunft des sächsischen Basketballs. Beide Vereine wollen ihre jeweiligen Stärken bündeln und jungen Spielern künftig einen durchgängigen Entwicklungsweg vom Nachwuchs bis in den Profibereich ermöglichen.

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