Schlagwortarchiv für: 23. Spieltag

Nachberichte ProA // 23. Spieltag

09.02.2025 15:00 Uhr // HAKRO Merlins Crailsheim vs. Eisbären Bremerhaven 79:84

HAKRO Merlins Crailsheim verlieren mit 79:84 gegendie Eisbären Bremerhaven.

Die Partie eröffnete Schmitz zunächst mit einem Steal gegen Gaines und einem erfolgreichen Dreier aus der Ecke. Bei den Crailsheimern funktionierte zunächst offensiv wenig – Miller erhöhte von Downtown für die in weiß gekleideten Gästen (2:8, 5 Min.). Nach zerfahrenen Minuten mit Ballverlusten auf beiden Seiten konnte Vinnie Shahid per Korbleger ausgleichen. Doch erneut schlichen sich einige Turnover bei den Crailsheimern ein und Bremerhaven stellte auf 8:12 (7. Min), sodass Merlins-Coach McCray früh seine erste Auszeit zog. Aus dieser kamen allerdings die Norddeutschen besser heraus – Breitlauch, der schon im Hinspiel zum Topscorer avancierte, traf von jenseits der Dreierlinie. Den deutlich besseren Start in die Partie erwischten die Eisbären, sodass es mit 10:18 in die erste Viertelpause ging. Miller schraubte die Gästeführung mit einem And-one und einem erfolgreichen Freiwurftreffer nach oben. Goodman traf nach einer langen Durststrecke aus der Mitteldistanz und Shahid legte zwei Freiwürfe hinterher. Richmond holte sich den Offensivrebound und erhöhte auf 16:29 (15. Min). Brock Gardner nutzte seine körperliche Überlegenheit im Post gegen Schmitz und versenkte korbnah, musste kurz darauf aber früh mit seinem dritten persönlichen Foul auf die Bank. Nun schienen die HAKRO Merlins aufzuwachen – die Defensive war stabiler und Neuzugang John erarbeitete sich unter dem Brett die nächsten Punkte. Steven Esterkamp zog seine erste Auszeit beim Spielstand 21:29. Das letzte Wort in der ersten Halbzeit hatte Vinnie Shahid, der bei noch drei Sekunden Restspielzeit den Dreier nahm. Mit ertönen der Sirene rauschte das Leder durch die Reuse, sodass es mit einem 33:34 in die Kabinen ging.

Nach dem Seitenwechsel eröffnete Anthony Gaines und glich an der Freiwurflinie aus, doch Adrian Breitlauch antwortete postwendend zunächst zwei- dann dreifach. Die intensive Defensivarbeit der Eisbären hatte die Konsequenz, dass bereits nach dreieinhalb gespielten Minuten die Teamfoulgrenze erreicht war, was Theo John mit vier Freiwurftreffern bestrafte. Anthony Gaines war es dann der die Arena Hohenlohe zum Beben brachte, indem er sich den Steal schnappte und den Ball durch den Ring stopfte – gleichbedeutend mit der ersten Merlins-Führung der Partie (44:43, 25. Min.). Doch die Gäste ließen sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen und konterten mit zwei schnellen Dreiern durch Miller und Carter, wonach Coach McCray mit einem Timeout reagierte. Mit einem Zwischenstand von 52:62 ging es in den letzten Spielabschnitt. Vinnie Shahid eröffnete das vierte Viertel von der Freiwurflinie, doch Miller konterte nach wenigen Sekunden. Nils Schmitz erhöhte per And-One auf elf Punkte. Dieser beging anschließend ein unsportliches Foul an Merlins-Big-Man de Oliviera und musste mit vier Fouls auf die Bank. Tyreese Blunt war danach von Coast-to-Coast unterwegs und stellte per sehenswertem Korbleger auf 59:67 (34. Min). Doch erneut fand Bremerhaven Antworten, sodass McCray seine nächste Auszeit nahm. Aus dieser kamen die Crailsheimer erfolgreich durch ein And-One von Shahid zurück auf das Parkett. Rissettos Freiwürfe beantwortete Blunt per Dreier und die hitzige Atmosphäre sowohl auf dem Feld als auch auf den Rängen war zu spüren. Die Crailsheimer Angriffe wurden nun meist per Foul gestoppt – dies nutzte Keppeler, der zweieinhalb Minuten vor Spielende auf sechs Zähler Rückstand stellte. Richmond verlegte für die Bremer beide Freiwürfe und im Gegenzug kämpfte sich Gardner durch die Abwehr und verkürzte auf 73:77 – Auszeit Eisbären. Eine starke Defensivaktion krönte Tyreese Blunt mit einem Fastbreak, doch Rissetto stellte an der Freiwurflinie wieder auf eine Drei-Punkte-Führung. Shahids Dreier-Versuch zum Ausgleich prallte nur an den Ring und Miller versenkte an der Freiwurflinie eiskalt zum 75:80. Die letzte Minute war geprägt von Spielunterbrechungen und Fouls, sodass die Bremerhavener das Duell mit 79:84 über die Zeit brachten.

09.02.2025 16:00 Uhr // GIESSEN 46ers vs. Artland Dragons 92:75

Mit dem 92:75 gegen die Artland Dragons bleiben die GIESSEN 46ers auch im fünften ProA-Spiel in Folge ungeschlagen.

Von Beginn an machten die Gastgeber deutlich, warum sie auf dem dritten Tabellenplatz stehen. Mit zwei schnellen Distanztreffern setzten die 46ers ein frühes Ausrufezeichen. Auf Seiten der Dragons hielt zunächst Lamont West dagegen, der die ersten sieben Punkte für sein Team erzielte. Mit zunehmender Spieldauer fanden die Dragons besser in die Partie und konnten das erste Viertel mit 27:21 noch offen gestalten. Im zweiten Abschnitt hatten beide Teams Probleme, offensiv ihren Rhythmus zu finden. Es entwickelte sich ein zerfahrenes Spiel mit vielen vergebenen Würfen. In dieser Phase sorgte Buzz Anthony mit einem wilden Dreier am Ende der Wurfuhr für ein Highlight (35:29). Doch anstatt weiter zu verkürzen, mussten die Dragons einen kleinen Lauf der Gießener gegen Ende des Viertels hinnehmen, die sich bis zur Halbzeitpause auf 46:33 absetzen konnten. Mit 19:12 ging das zweite Viertel klar an die Hausherren.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die 46ers den besseren Start und überrollten die Dragons mit einem 11:2-Run. Die Gäste fanden keine Mittel mehr gegen das schnelle Offensivspiel der Gießener und gerieten immer weiter ins Hintertreffen. Besonders innerhalb der Zone trafen die Gastgeber hochprozentig und bauten ihre Führung kontinuierlich aus. Mit einem deutlichen 30:13 im dritten Viertel sorgte Gießen früh für die Vorentscheidung – So ging es mit einem 76:46 in den Schlussabschnitt. Im letzten Viertel versuchten die Dragons, das Ergebnis noch etwas freundlicher zu gestalten. Nikos Chouchoumis (21 Punkte, 4 Assists) übernahm nun vermehrt Verantwortung und traf einige sehenswerte Würfe. Die Dragons gewannen das Schlussviertel deutlich mit 16:29, dennoch reichte es nicht mehr, um Gießen ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Am Ende stand ein 92:75 auf der Anzeigetafel.

09.02.2025 16:00 Uhr // Phoenix Hagen vs. VET-CONCEPT Gladiators Trier 101:107

Nach 27 Punkten Rückstand: Phoenix schlittert hauchdünn am Comeback-Erfolg gegen Trier vorbei.

Mit der Rückkehr von Jordan Roland verfügten die Gladiatoren über einen weiteren wichtigen Spieler in ihren Reihen und starteten stark in die Partie. Dank hohem Tempo und starken Wurfquoten entwickelte sich ein ansehnliches Offensivspektakel, in dem die Hagener in den ersten Minuten gut mithielten. Erst in den letzten Angriffen des ersten Viertels kamen die Gladiatoren so richtig in Fahrt und sicherten sich nach dem ersten Spielabschnitt eine 32:23 Führung. Im zweiten Viertel machten die Gladiatoren da weiter, wo sie im ersten aufgehört hatten und trafen nahezu aus allen Lagen. Jordan Roland überzeugte mit einem extrem heißen Händchen aus der Distanz und auch Marten Linßen war unter dem Korb der Hagener nicht zu stoppen. Dazu stand Trier defensiv stabil, zwang Hagen immer wieder zu Turnovern und sicherte sich teilweise gleich mehrere Chancen nach offensiven Rebounds. So erhöhte Trier die Führung bis zum Ende der ersten Halbzeit auf 64:45.

Nach dem Seitenwechsel stellten die Hagener ihr Spielsystem gänzlich um, nahmen etwas Tempo aus ihrem Spiel und sorgten so für Verwirrung im Trierer Offensivspiel. Zwar fanden die Gladiatoren weiterhin gute Lösungen und erhöhten ihre Führung zwischenzeitlich auf 27 Punkte, doch schon in der zweiten Hälfte des dritten Viertels kamen die Hagener selbst immer besser in die Partie. Mit deutlich erhöhten Wurfquoten von außen auf Seiten von Phoenix und deutlich gesunkenen Quoten bei den Gladiatoren gelang es den Feuervögeln den Rückstand immer weiter zu verkürzen. Zum Ende des dritten Viertels führten die Moselstädter jedoch noch deutlich mit 88:73. Im letzten Viertel zeigten die Hagener dann eindrucksvoll, dass ein Basketballspiel auch bei hohem Rückstand noch nicht verloren ist und zwangen die Gladiatoren mit ihrer aggressiven Defensive immer wieder zu Fehlern. Offensiv traf man nun ähnlich stark wie die Trierer in der ersten Hälfte und so verkürzte Phoenix den Rückstand immer weiter. Während die Gladiatoren zeitweise wieder gute Würfe herausspielten, diese aber nicht versenken konnten, hatten die Hagener die Partie zweieinhalb Minuten vor Ende beim Spielstand von 97:96 wieder völlig offen gestaltet. Trotz der beeindruckenden Aufholjagd der Gastgeber spielten die Gladiatoren die Zeit clever herunter und Behnam Yakhchali und Marcus Graves entscheiden mit einem starken Dreier und getroffenen Freiwürfen nach taktischen Fouls der Hagener die Partie zugunsten der VET-CONCEPT Gladiators Trier, die auch das zweite Spiel des Wochenendes mit 107:101 für sich entscheiden.

09.02.2025 16:00 Uhr // Science City Jena vs. Nürnberg Falcons BC 94:62

Science City Jena schlägt Nürnberg mit 94:62 und feiert deutlichen Sieg

Während sich Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt unter Jenas Arena-Publikum gemischt hatte, erlebten die Zuschauer ein zunächst ausgeglichenes Duell, das beim Stand von 26:21 in die erste Viertelpause ging. Deutlicher wurde es im Verlauf des zweiten Abschnitts, nachdem Science City infolge eines 13:0-Laufs bis auf 44:23 (15., Chris Carter) enteilen konnte und bis zur Halbzeitpause die Partie praktisch entschied. Das Harmsen-Team hatte erneut früh Fakten geschaffen, sich einen komfortablen Vorsprung erspielt und Nürnberg auf 55:29 distanziert.

Obwohl sich die Falcons im Rahmen ihrer Möglichkeiten wehrten, konservierten die Hausherren ihre Führung nach dem Start in die zweite Hälfte. Entsprechend klare Verhältnisse herrschten sowohl auf dem Parkett als auch im Boxscore der Partie. Zwei schöne Aktionen von Lorenz Bank zum Abschluss des dritten Viertels ließen die Saalestädter letztendlich mit einem klaren 75:48-Vorsprung in die letzten zehn Minuten starten. Wie schon in den zurückliegenden Wochen blieb Science City Jena trotz der bereits geklärten Rollenverteilung beider Teams auch weiterhin auf dem Gaspedal und zog das Tempo mit einem 11:0-Lauf zum 86:53 (35., Lorenz Bank, 3er) noch einmal kurzzeitig an.

09.02.2025 16:00 Uhr // ART Giants Düsseldorf vs. Dresden Titans 87:95

Den Dresden Titans gelingt im Rahmen des Doppelspieltags in der BAREMER 2. Basketball Bundesliga ProA bei den Giants aus Düsseldorf der zweite Sieg. Besonders eine starke erste Halbzeit sorgte am Ende für den 87:95 Sieg der „Elbriesen“.

Das Spiel begann gut für die Giants, und spektakulär: mit einem Dunk von Emil Marshall nach einem Pass von Kayne gingen die Giants in Führung und konnten sich zunächst auch leicht absetzen. In der Folge machte vor allem die Düsseldorfer Defensive Probleme. Dresden nutzte das konsequent aus und erzielte viele einfache Punkte durch effektives Pick-and-Roll-Spiel. Die Giants kämpften mit einer schlechten Wurfquote und lagen am Ende des Viertels mit 14:29 zurück. Und im zweiten Viertel rollte die Titans-Offensive mit Sebastian Heck und Pablo Bertone weiter, sodass die Giants beim Stand von 16:35 schnell zur zweiten Auszeit auf der Bank saßen. Doch auch in dieser fanden sie kein Mittel Spieler wie Koen Sapwell zu stoppen, der trotz Foul seinen Korbleger verwandelte. Danach setzten auch die Gastgeber wieder offensive Akzente und konnten den Rückstand so konstant halten, trotz dass Kirchner mit der Sirene auf 31:49 stellte.

Die Giants kamen aggressiver aus der Kabine, aber Dresden punktete weiterhin zuverlässig. Mitte des Viertels verbesserte sich die Abwehr der Giants, und sie verkürzten den Rückstand auf 11 Punkte (50:61). Trotz anhaltender Probleme mit der Wurfquote gewannen die Giants das Viertel und gingen mit einem 60:71-Rückstand ins letzte Viertel. So kam wieder Spannung auf, die noch größer wurde, als die Giants mit einem Dreier in den Schlussabschnitt startetet. Kapitän Heck antwortete nur mit zwei Zählern, aber Daniel Kirchner legte vom Perimeter nach. Kupke und Bertone sorgten mit jeweils zwei Punkten wieder für eine 13 Punkte-Führung und die Auszeit von Düsseldorf. Offensiv bekleckerten sich nun beide Mannschaften nicht mehr mit Ruhm. Düsseldorf kam allerdings durch einen Dreier auf 84:88 heran, den aber Bertone auf der anderen Seite egalisieren konnte. So setzte sich Dresden am Ende mit 87:95 durch.

09.02.2025 17:00 Uhr // Tigers Tübingen vs. EPG Guardians Koblenz 76:67

EPG Guardians Koblenz verlieren packenden Krimi in Tübingen mit 76:67 (49:40).

Der Gastgeber kam offensiv nicht gut ins Spiel, was auch daran lag, dass der zuletzt so starke Idowu unter dem Korb zunächst nicht zur Entfaltung kam. So nahm Kapitän Till Jönke das Heft in die Hand und erzielte nach einem unsportlichen Foul von Taurus Cockfield Jr die ersten Tübinger Punkte zum 2:2, um eine Minute später Moreaux mustergültig zum 4:2-Zwischenstand in Szene zu setzen. Idowu ließ sich davon direkt anstecken und brachte sich mit zwei erfolgreichen Dreiern selbst ins Spiel, Spielstand 12:7 für die Schwaben. Die Gäste aus Koblenz gingen nach einem „Vier-Punkte-Spiel“ nach Foul beim Dreier von David Böhm in der sechsten Minute mit 14:16 in Führung. Nach einem weiteren Dreier von Kasey Draper für Koblenz zum 23:20 in Minute acht hatte Coach Reinboth genug gesehen und nahm eine Auszeit, um die Defense zu sortieren. Die Gäste hatten nun allerdings viel Selbstvertrauen getankt und trafen auch schwierige Würfe, wohingegen bei den Hausherren einiges nicht durch die Reuse ging. Die Konsequenz war ein 24:27 zur ersten Viertelpause. In den ersten Minuten des zweiten Viertels gelangen den Tübingern viele einfache Punkte, weshalb sie nicht nur den Ausgleich erzielen, sondern sich auch die Führung erspielen konnten. Das Offensivspiel der Guardians war von zu vielen Ungenauigkeiten geprägt und in der Defensive machte man es den Hausherren gerade von der Dreipunktelinie oft zu leicht, da auf den ballführenden Spieler zu wenig Druck ausgeübt wurde und dieser nahezu unbedrängt zum Abschluss kommen konnte. Die erste Hälfte endete 49:40.

Der Beginn der zweiten Hälfte gestaltete sich offensiv wieder zäh auf Tübinger Seite und sollte sich praktisch durch das gesamte Viertel durchziehen. Ganze drei Minuten dauerte es, bis Idowu die ersten Punkte zum 51:45 erzielen konnte. Da die Tübinger Verteidigung allerdings besser stand als im ersten Viertel, war der Schaden überschaubar. Auf beiden Seiten war Zählbares in dieser Phase Mangelware. Vergebene Dreier, technische Fehler oder auch ein Dunking von Moses Pölking, der wieder aus dem Korb sprang. Für Freunde des gepflegten Offensiv-Spektakels war Magerkost angesagt. Erst Cockfield Jr beendete die zweiminütige Flaute mit einer feinen Einzelleistung zum 47:51 in Minute 25. Beim Stand von 51:49 gut zwei Minuten vor der nächsten Pause hatte Coach Reinboth dann genug gesehen und nahm eine Auszeit, um dieses Mal die Offensive neu einzustellen. Nach dieser Auszeit erzielten die Schwaben dann in 50 Sekunden doppelt so viele Punkte wie zuvor in fast acht Minuten – nämlich deren vier durch Overton und Jay Nagle. Als Neuzugang Overton in der 29. Minute sogar zwei Freiwürfe zum 57:49 traf, schien der Bann gebrochen. Mit einem 58:51-Zwischenstand ging es ins letzte Viertel. Dominique Johnson erwischte einen Traumstart in das Schlussviertel. Innerhalb weniger Minuten punktete er gleich siebenfach und trug somit entscheidend dazu bei, dass die Guardians nach einem getroffenen Dreier von Kasey Draper in Führung gingen. Erneut zwang man die Hausherren in eine Auszeit, aus der sie erneut erstarkt hervorhingen. Schlussendlich war es das Spielglück, das den Guardians in ihren Abschlüssen fehlte, um den ersten Saisonsieg im neuen Jahr feiern zu können. Die entscheidenden Dreier sprangen vom Rand des Korbes in die Arme der besser positionierten Tübinger. Das Spiel endete 76:67.

09.02.2025 17:00 Uhr // VfL SparkassenStars Bochum vs. BBC Bayreuth 112:109

Am Sonntag, den 09. Februar 2025, erlebten die Fans in der Rundsporthalle Bochum ein Basketball-Spektakel der Extraklasse. Im Rahmen des 23. Spieltags der BARMER 2. Basketball Bundesliga Pro A setzten sich die VfL SparkassenStars Bochum nach einer spannenden Overtime mit 112:109 gegen den BBC Bayreuth durch.

Die Gäste aus Bayreuth erwischten den besseren Start und dominierten das erste Viertel mit einer beeindruckenden Dreierquote von 67 %. Besonders KeVaughn Allen und Callum Baker sorgten für einen frühen Vorsprung. Trotz eines Dreiers von Keith Braxton lagen die SparkassenStars nach zehn Minuten mit sieben Punkten zurück. Bayreuth baute den Vorsprung zunächst weiter aus, doch die SparkassenStars fanden allmählich ins Spiel. Niklas Geske und Peter Kalthoff führten die Aufholjagd an, sodass die Bochumer bis zur Halbzeitpause auf 49:52 verkürzen konnten.

Nach dem Seitenwechsel drehte Bochum auf. Mit einer verbesserten Dreierquote und starkem Teamplay übernahmen sie die Kontrolle über das Spiel. Das dritte Viertel ging klar an die Hausherren, die sich eine knappe Führung erspielten. Im Schlussviertel schien Bochum zunächst alles im Griff zu haben und führte zwischenzeitlich mit zwölf Punkten. Doch Bayreuth kämpfte sich zurück ins Spiel, angeführt von Demarcus Demonia und Callum Baker. Letzterer verwandelte drei Freiwürfe wenige Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit zum Ausgleich (98:98), womit eine Verlängerung erzwungen wurde. In der Overtime behielten die SparkassenStars trotz hoher Intensität die Nerven. Keith Braxton und Jonas Grof sorgten für wichtige Punkte, während Bayreuths Demonia nach seinem fünften Foul ausschied. Ein Freiwurf von Braxton besiegelte schließlich den hart erkämpften Sieg für Bochum.

09.02.2025 17:00 Uhr // Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. PS Karlsruhe LIONS 85:79

Im zweiten Spiel des Doppelspieltages der BARMER 2. Basketball-Bundesliga konnten sich die Bozic Knights am Sonntagabend in der heimischen Sporthalle Stadtmitte mit 85:79 gegen den letztjährigen Meister aus Karlsruhe durchsetzen.

Der Start in die Partie verlief verheißungsvoll. Die Knights sprühten vor Energie und kämpften um jeden Ball. Routinier und Kapitän Demetrius Ward war sofort heiß und sorgte mit seinem dritten Dreier des Abends für die knappe 18:16 Führung im ersten Viertel, die Cameron Henry mit vier weiteren Punkten zum Zwischenstand von 22:19 nach den ersten zehn Minuten ausbauen konnte. Auch im zweiten Abschnitt dominierten die Ritter das Spielgeschehen. Der Gast aus Karlsruhe kam mit der schnellen Spielweise nur phasenweise zurecht und so lief der Ball flüssig durch die Offensivreihe der Knights. 30 Punkte in Abschnitt zwei standen für die Ritter zu Buche und damit einhergehend die 52:43 Halbzeitführung.

Nach dem Seitenwechsel dauerte es über zwei Minuten bis zum ersten Korb. Das Spiel entwickelte sich mehr und mehr zum Low-Scoring-Game, war aber weiterhin voller Intensität. Kurz vor Mitte des dritten Viertels setzten sich die Knights auf über zehn Punkte ab, litten aber inzwischen unter einer hohen Foulbelastung ihrer kleinen Rotation. Diesen Umstand nutzten die LIONS, um erneut zu verkürzen. Das Momentum lag plötzlich bei den Gästen, die wieder in Schlagdistanz kamen. Aber wie kurz vor Ende der ersten Hälfte waren es erneut die letzten Aktionen des Spielabschnitts, die den Hausherren etwas Luft verschafften. Zu Beginn der abschließenden zehn Minuten stand es 68:61. Der Karlsruher Rückstand war somit durchaus aufholbar. Jedoch machten sich die Badener nun selbst das Leben schwer, indem sie sich innerhalb kürzester Zeit fünf Teamfouls einhandelten und damit ein klares Handicap in der Defense hatten. Die Hausherren profitierten davon und hielten ihren Vorsprung lange konstant, bis ein Neun-Punkte-Lauf Karlsruhes zum 79:76 bei noch genau zwei verbleibenden Spielminuten doch noch eine echte Crunchtime einläutete. Die Knights verfügten allerdings über die nötige Cleverness, um ihre Führung erfolgreich bis zur Schlusssirene zu verteidigen

09.02.2025 18:00 Uhr // Uni Baskets Münster vs. RASTA Vechta II 89:78

Beim Playoff-Kandidaten der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA unterlag RASTA Vechta II am 23. Spieltag mit 89:78.

Ein Dreier von Vechtas Philipp Carr brachte die ersten Punkte der Partie (1. Minute) und noch einmal im Verlauf des 1. Viertels ging RASTA II in Führung. Beim Dreier von Justin Onyejiaka zum 11:11 (5.) war der Jubel auf der Gästebank groß, verstummte jedoch in den nächsten Minuten. Die Uni Baskets legten einen 8:0-Lauf aufs Feld – Auszeit RASTA II (7.). Aus der heraus machte dann Jonathan Klussmann sieben Punkte in Serie zum 19:18 (9.). Beide Teams hatten in den ersten zehn Minuten mehr schlecht als recht von außen getroffen, während Vechta schon sieben Offensiv-Rebounds abgegeben, zur Pause aber noch erträglich zurücklag – 23:19. Die Gastgeber erspielten sich über guten Ballvortrag und schnelle Abschlüsse zahlreiche offene Dreier. Allein er fiel einfach lange nicht (1 von 13 nach 15 Minuten). So blieb der Gast bis zum 30:29 in der Mitte des zweiten Abschnitts dran. Bo Hodges brach dann den Dreier-Bann. Ein Aufschrei der Erleichterung ging durch die Reihen der mitleidenden Fans in der Halle Berg Fidel, der in Begeisterung mündete, als Sigu Jawara gleich zwei Distanztreffer zum 45:37 nachlegte. Den zweiten hatte Jasper Günther exzellent aufgelegt. Mit ihrer weiter guten Reboundarbeit – 27:13 zur Pause – halfen sich die Münsteraner selbst enorm. Jonas Weitzel hielt den 8-Punkte-Vorsprung zur Pause über Freiwürfe (47:39).
Ein wunderschöner Fade-Away-Jumper von Philipp Carr bedeutete gleich nach der großen Pause das 47:41. RASTA II wollte dran bleiben, schaffte es jetzt aber nicht mehr. Die Uni Baskets Münster legten einen Zwischenspurt hin: neun Punkte in nicht einmal zwei Minuten zum 56:47 (23.). Ein Dunk von Adam Touray zum 60:45 veranlasste Hendrik Gruhn nun zu einer weiteren Auszeit (25.). Als Vechta den Rückstand wieder auf „minus elf“ gedrückt hatte, bot sich die Chancen, das Defizit sogar ins einstellige zu bringen. Doch Münster war wieder präsent, zog auf 67:51 weg (29.). RASTA II traf im 3. Viertel nicht einen von neun Dreiern, 7:14 Rebounds verdeutlichten die physische Unterlegenheit. Auf 76:59 rückten die Münsteraner zur höchsten Führung der Partie davon. Im Gefühl des sicheren Siegs ließ man Vechta bis zum House-Dreier über nachlässige Defensivarbeit noch mal ins Spiel (77:69, 26.). Von der Linie machten aber der einmal mehr vorbildlich ackernde Bo Hodges und Sigu Jawara den Sack zu gegen einen Gegner, der bis in die Schlussminuten nie aufsteckte.

 

Foto: Silas Kuhn

Vorberichte ProA // 23. Spieltag

09.02.2025 15:00 Uhr // HAKRO Merlins Crailsheim vs. Eisbären Bremerhaven

Ein ausführlicher Vorbericht folgt in Kürze.

09.02.2025 16:00 Uhr // GIESSEN 46ers vs. Artland Dragons

Ein ausführlicher Vorbericht folgt in Kürze.

09.02.2025 16:00 Uhr // Phoenix Hagen vs. VET-CONCEPT Gladiators Trier

VET-CONCEPT Gladiators Trier reisen am Sonntag nach Hagen.

Am Sonntag in Hagen erwartet die Gladiatoren ein starker Gegner mit ausgeglichenem Kader. Topscorer der Feuervögel ist aktuell Point Guard Sincere Carry mit 16,4 Punkten pro Spiel. Die weiteren Import-Akteure Naz Bohannon (14,3), Tyler Stephenson-Moore (9,5) und Devonte McCall (9,1) liefern dabei die meiste Unterstützung. Auch die deutsche Rotation um Bjarne Kraushaar (8,7), Tim Uhlemann (8,4), Dennis Nawrocki (7,5) und Lennart Boner (4,7) bringen dazu viel Qualität und Erfahrung für die deutsche Rotation mit.

„Wir wollen gegen Karlsruhe wieder zurück in die Erfolgsspur finden. Unsere letzten beiden Spiele gegen Crailsheim und Bremerhaven waren zwar vom Resultat nicht zufriedenstellend, aber auch keine schlechten Spiele von uns. Wir haben auch dort Schritte nach vorne gemacht, es aber nicht geschafft – sowohl am Anfang als auch am Ende des Spiels – mehr oder weniger den Sack zuzumachen. Wir haben diese Woche endlich wieder vollständig trainieren können, was in den Wochen zuvor nicht möglich war und sich positiv auf unser Spiel auswirken wird. Gegen Karlsruhe haben wir im Hinspiel eines unserer besten Spiele gemacht, doch der Kader der Lions hat sich mittlerweile verändert. Mit Williams und Miller kommen zwei der absolut besten Guards der Liga nach Trier und es wird für uns ein großer Fokus darauf liegen die beiden zu stoppen. Insgesamt wollen wir an beiden Enden des Feldes besser spielen und in unseren Rhythmus und unser Spiel finden“, sagt Jacques Schneider, Headcoach der VET-CONCEPT Gladiators Trier.

09.02.2025 16:00 Uhr // Science City Jena vs. Nürnberg Falcons BC

Nicht ganz 48 Stunden nach ihrem Heimspiel gastiert das Team von Head Coach Ralph Junge beim Tabellenersten, Science City Jena.

Die Mannschaft von Björn Harmsen führt die Tabelle mit 19 Siegen und zwei Niederlagen souverän an. Es wird ein absoluter Härtetest für Nürnberg. Beim Jersey-Retirement von Sebastian Schröder Ende Dezember boten die Falken den Lichtstädtern über weite Strecken der Partie Paroli. Am Ende gab es zwar keine Punkte für Nürnberg, aber viel Respekt für die kämpferische Leistung beim 66:74. Zu gerne würden sie nun in Jena den zweiten Auswärtssieg der Saison einfahren mit Neuzugang Jack Pagenkopf im Kader und den eigenen Fans in Rücken. Tip-off zum Duell zwischen Science City Jena und den Nürnberg Falcons ist am Sonntag, 9. Februar um 16.00 Uhr.

09.02.2025 16:00 Uhr // ART Giants Düsseldorf vs. Dresden Titans

Am Sonntag um 16:00 Uhr empfangen die ART Giants Düsseldorf im heimischen Castello die Dresden Titans.

Auch die Düsseldorfer sind in Sachen Importspieler gut aufgestellt. Ade Sanni (Ø18 PTS) und Isaiah Hart (Ø16,7 PTS) sind die Grundsäulen der Giants-Offensive und kaum aus dem Spiel von Trainer Achmadschah Zazai wegzudenken. Trotzdem stecken die Männer aus der Rhein-Stadt tief im Abstiegskampf. Aus diesem hätte die Truppe um Ex-Titan Grant Teichmann sich am vergangenen Wochenende etwas befreien können. Aber das Spiel beim direkten Konkurrenten aus Nürnberg konnte mit 95:76 nicht gewonnen werden.

Am Sonntag wartet mit den Dresden Titans ein etablierter Mittelfeldklub auf die Giants. Die Sachsen belegen aktuell den 11. Tabellenplatz und haben ein gewisses Polster auf die Abstiegsränge. Dennoch können sie sich keine längere Negativserie erlauben, um nicht doch noch in den Abstiegskampf hineingezogen zu werden. Für die Giants bietet sich hier die Chance, mit einem Heimsieg den Anschluss ans Mittelfeld herzustellen.

09.02.2025 17:00 Uhr // Tigers Tübingen vs. EPG Guardians Koblenz

Die Tigers Tübingen empfangen die EPG Guardians Koblenz am Sonntag, den 9. Februar 2024, um 17 Uhr in der Paul Horn-Arena.

Im Hinspiel mussten sich die Schützlinge von Trainer Domenik Reinboth mit 73:80 geschlagen geben. Somit haben die Raubkatzen im Rückspiel noch eine offene Rechnung zu begleichen. Es ist jedoch Vorsicht geboten, den Gegner zu unterschätzen. Die Teams von Trainer van den Berg sind bekannt dafür, bis zum Schluss aggressiv zu verteidigen. Offensiv stellen die Gäste mit 73,4 Punkten die schwächste Offensive. Die Offensive war zuletzt aber auch bei den Raubkatzen eine Schwachstelle. Mit 77,8 Zählern pro Partie erzielen nur fünf Kontrahenten im deutschen Basketball-Unterhaus weniger Zähler als die Reinboth-Truppe. Koblenz ist dazu das Schlusslicht bei den Distanzwürfen. Nur 29,4 Prozent aller Würfe gehen durch die gegnerische Reuse. Die Raubkatzen liegen mit einer Quote von 33,5 Prozent im ligainternen Vergleich auf Rang elf.

Angeführt werden die Gäste vom US-Amerikaner Taurus Cockfield Jr, der auf 19,5 Punkte, 3,4 Assists und 3,2 Rebounds kommt. Der Point Guard ist der Schlüsselspieler bei den Koblenzern. Ebenfalls zweistellig punkten ebenfalls Leon Friederici (11,2 ppg), Kapitän Dominique Johnson (10,1 ppg), David Böhm (10,0 ppg) und Michael Bradley (10,0 ppg). Der jüngste Neuzugang Brandon Averett kam in seinem ersten Spiel für sein Team gegen Kirchheim (71:79) auf gute 22 Zähler. Der 27-jährige US-Amerikaner wechselte vom Ligakonkurrenten ART Giants Düsseldorf an die Mosel.

09.02.2025 17:00 Uhr // VfL SparkassenStars Bochum vs. BBC Bayreuth

Die VfL SparkassenStars Bochum empfangen am Sonntag um 17:00 Uhr den BBC Bayreuth am Stadionring.

Die VfL SparkassenStars Bochum gehen mit einer zuletzt zu quittierenden Niederlage (81:96 bei den GIESSEN 46ers) ins Doppelspieltags-Wochenende. Aktuell hat das Team aus dem Ruhrgebiet 14 Siege und sieben Niederlagen auf dem Konto. Damit steht der VfL auf Tabellenplatz fünf. Beim Spiel in Gießen waren die Bochumer allerdings stark durch verletzungsbedingte Ausfälle geschwächt. Kapitän Niklas Geske, Lars Kamp, Tom Alte und Emil Loch fehlten dem Team, Kilian Dietz spielte stark angeschlagen. Die wichtigsten Leistungsträger im Bochumer Team sind Topscorer Keith Braxton mit im Schnitt 20,2 Punkten sowie Peter Kalthoff mit 14,7 und Niklas Geske mit im Schnitt 14,2 Zählern. Braxton ist auch Top-Rebounder mit im Schnitt 6,9 abgegriffenen Bällen vor Tom-Niclas Alte mit 5,6 Rebounds.

An das Hinspiel gegen den BBC Bayreuth am 21.12.2024 kann sich wohl jeder noch gut erinnern. Es war das wohl spannendste und dramatischste Spiel der bisherigen Saison. Am Ende gewannen die SparkassenStars mit 108:103 nach dreifacher Overtime. Der BBC Bayreuth belegt aktuell den siebten Tabellenplatz und konnte bisher sieben Spiele gewinnen. Das Team aus Franken hat den US-Point Guard KeVaughn Allen nachverpflichtet, der dem Team mehr Scoring-Power gibt. In drei Spielen erzielte er durchschnittlich 14,7 Punkte. Topscorer der Bayreuther ist weiterhin Demarcus Demonia mit durchschnittlich 19,8 Punkten pro Spiel.

09.02.2025 17:00 Uhr // Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. PS Karlsruhe LIONS

Am Sonntag empfangen die Bozic Estriche Knights Kirchheim die PS Karlsruhe LIONS zum Baden-Württemberg Derby in der heimischen Sporthalle Stadtmitte.

Die Kirchheimer Basketballer sind wieder im Rennen um die Playoffs. Nachdem durch den Heimsieg gegen Koblenz die weithin geltende Annahme, dass man mit 12 Siegen sicher nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird, erreicht hat, ist das Minimalziel frühzeitig in trockenen Tüchern und der Fokus richtet sich auf die Top Acht. Dabei entscheidend ist, dass man sich gegen die Mannschaften außerhalb der Playoff Platzierungen keine bzw. kaum Fehler erlaubt. Dies ist den Mannen von Head Coach Igor Perovic im bisherigen Saisonverlauf weitestgehend gut gelungen. Nun wartet jedoch ein entscheidender Doppelspieltag auf Kapitän Ward und Co. „Das werden zwei schwierige Spiele für uns. Nürnberg ist gerade im Hoch und möchte zuhause weiter Punkte einsammeln. Karlsruhe kämpft um die letzte Chance nochmals ins Playoff Geschehen einzugreifen. Wir brauchen ein gutes Wochenende um auf Kurs zu bleiben,“ so Head Coach Igor Perovic.

Nur zwei Tage nach ihrem Spiel in Nürnberg empfangen die Teckstädter mit den PS Karlsruhe LIONS den badischen Nachbarn der ProA. Der letztjährige Zweitligameister hat in dieser Spielzeit mit einer Vielzahl von Verletzungen zu kämpfen, wodurch die LIONS auf Platz zwölf abrutschten und derzeit um den Anschluss an die Playoffs kämpfen. Mit dem Abstieg wird die Truppe von Head Coach Aleksandar Scepanovic wohl nichts zu tun haben, dafür ist die Qualität rund um den letztjährigen Ritter Michael Miller einfach zu hoch. Nach einer drei Spiele andauernden Siegesserie, mussten sich die LIONS zuletzt den Spitzenteams aus Giessen (97:76) und Jena (106:68) geschlagen geben. Mit 18 Punkten pro Partie ist Abu Kigab derzeit Topscorer bei den Badenern. Sein Einsatz ist jedoch aufgrund einer Verletzung unsicher. Das Hinspiel ging mit 77:56 deutlich an die LIONS.

09.02.2025 18:00 Uhr // Uni Baskets Münster vs. RASTA Vechta II

Ein ausführlicher Vorbericht folgt in Kürze.

 

Foto: Nico Genslein

Nachberichte ProB Süd 23. Spieltag

16.03.2024 15:30 Uhr Porsche BBA Ludwigsburg vs. TSV Tröster Breitengüßbach

Trotz oder gerade aufgrund der zuletzt aufeinanderfolgenden Niederlagen starteten die Hausherren voll fokussiert ins Spiel – Esli Edigin, Aeneas Jung und Nico Santana Mojica verwandelten allesamt ihre ersten Würfe, die Defensiv- und Rebound-Arbeit waren gut und die zweistellige Führung ebenso wie die Auszeit von Mark Völkl folgerichtig (13:2, 3. Spielminute). Offenkundig wählte der Tröster-Headcoach die richtigen Worte, denn in den nächsten Minuten waren es einzig und allein die fränkischen Gäste, die punkteten und nun auf ganzer Länge überzeugten. Erst nach einem 0:18-Lauf (13:20) und zwischenzeitlichem unsportlichen Foul von Ognjen Veljkovic erlangten die Ludwigsburger wieder Zugriff. Marko Masic und Abdulhay Kömürkara verwandelten aus quasi identischer Position aus der Ecke und sorgten dafür, dass die BBA’ler wieder auf Augenhöhe agierten. (23:25, 10.).
 
Die eigenen Korberfolge sollten vorerst jedoch nicht für Souveränität sorgen: Zum Viertelende per Buzzerbeater und zum Viertelstart waren es abermals die Breitengüßbacher, die im Angriff zu überzeugen wussten. Die Gäste machten weitaus weniger Fehler, konsolidierten sich und gingen wieder in Führung (28:35), was Khee Rhee zur nächsten Timeout zwang. Die ebenda angesprochenen Justierungen brauchten zwar einige Augenblicke, dann war die Porsche BBA jedoch zurück im Spiel – Aeneas Jung, Dominykas Pleta und Co. zogen nun verstärkt zum Korb, Ludwigsburg suchte und fand sich gegenseitig in der Zone, zog Foulspiele gegen die nur zu acht angetretenen Franken und verdiente sich zum Seitenwechsel den Spielstand (43:41, 20.). Im Anschluss an den Seitenwechsel blieb die offensive Maßgabe unverändert, defensiv packten die Hausherren ein Level obendrauf, sodass sie weitaus besser standen und Breitengüßbachs Rhythmus zerstörten. Die Gäste mühten sich um Korberfolge, doch die Gelb-Schwarzen blieben obenauf, was auch am nun aufdrehenden Nico Santana Mojica lag. Ludwigsburgs Guard bestrafte ebenso wie Edigin und die Big-Men-Riege die Zonen-Verteidigung der Gäste, sorgte für mehrere Läufe und die erneut zweistellige Führung (68:56, 30.).
 
Mit dem Mute der Verzweiflung spielend und einige gelb-schwarze Fahrlässigkeiten ausnutzend, kamen der Aufsteiger im vierten Viertel zwar nochmals heran, doch die Rhee-Schützlinge verteidigten über die komplette zweite Halbzeit ihren Vorsprung: Santana Mojica (76:67) und Pleta (78:76) sorgten in der 38. Spielminute via Floater und Dunk dann für die endgültige Entscheidung zu Barockstädter Gunsten.
 
In Richtung potenzieller Top-8-Platzierung nachlegen können die BBA’ler in den kommenden und abschließenden drei Hauptrunden-Wochen gegen die direkte Konkurrenz. Gegen Oberhaching (23.03., 19:00 Uhr), Frankfurt (30.03., 15:30 Uhr) und Coburg (06.04., 19:30 Uhr) gibt’s dreifach die Gelegenheit für Big Points und, sofern das Playoff-Unterfangen gelingen soll, auch die Notwendigkeit.


16.03.2024 17:30 Uhr SV Fellbach Flashers vs. Black Forest Panthers

SV Fellbach Flashers – Black Forest Panthers 96:92 (23:15, 25:27, 21:19, 27:31). Blankes Entsetzen zeichnete sich in den Gesichtern der Panthers-Spieler nach Spielende ab. Nicht nur waren die Schwenninger Basketballer im „wichtigsten Spiel der Saison“ in Fellbach knapp unterlegen, sondern mit Ehingen hatte der größte Mitkonkurrent im Abstiegskampf zeitgleich seine Heimpartie gegen Coburg überraschend gewonnen. Rechnerisch steht der Abstieg zwar noch nicht fest. Doch die Panthers brauchen somit bei nur noch drei ausstehenden Spielen ein Basketballwunder, um den Klassenerhalt noch schaffen zu können. Denn ein Verbleib in der ProB ist sportlich nur noch dann zu schaffen, wenn die Schwarzwälder die verbleibenden Partien allesamt gewinnen könnten und Ehingen die letzten drei Spiele verlieren würde.

In Fellbach konnten die Schwenninger Basketballer auf die lautstarke Unterstützung von rund 40 Fans zählen. Für die Panthers starteten Jeremia Agyepong, Thomas Gaus, Damezi Anderson, Agust Kjartansson und Center Daniel Mayr in die Partie. In der Anfangsphase war das Spiel recht ausgeglichen. Nach Punkten von Anderson und Mayr gingen die Panthers in Führung (4:5). Es sollte jedoch die einzige Schwenninger Führung bleiben. Denn die Flashers erzielten zwischenzeitlich acht Zähler in Folge zum 20:11. Zudem leisteten sich die Schwenninger zu viele Ballverluste und gingen mit einem Rückstand von acht Punkten in die erste Viertelpause (23:15).

In den zweiten zehn Minuten kamen die Panthers zunächst durch Zähler von Mayr und Fanchini wieder in Schlagdistanz (23:21). Doch nach einer Fellbacher Auszeit zirkulierten die Gastgeber den Ball gut und fanden ihre sicheren Schützen in den Ecken. Brian Butler schraubte die Führung der Flashers mit einem Dunk erstmals in den zweistelligen Bereich. Bis zur Halbzeitpause gelang es den Panthers, den Rückstand wieder etwas zu verkürzen (48:42).

Nach dem Seitenwechsel bauten die Flashers ihre Führung aber wieder aus. Andreas Kronhardt und Lars Berger trafen in aufeinanderfolgenden Angriffen Dreipunktwürfe und sorgten so für den 60:46-Zwischenstand. Die Schwarzwälder vergaben fünf Freiwürfe hintereinander, ehe sie nach einer Auszeit sechs Punkte in Folge erzielten. Doch Nik Schlipf versenkte als Antwort den nächsten Dreipunktewurf für Fellbach zum 67:55. Vor dem Schlussviertel verkürzte Jeremia Agyepong per Korbleger auf 69:61.

Im Schlussviertel lief die Offensive der Panthers zwar wieder besser und man konnte sich wieder herankämpfen. Doch die Defensive blieb zu schwach. In der Schlussphase kamen die Panthers nach Dreipunktewürfen von Agust Kjartansson und Damezi Anderson fast nochmal in Schlagdistanz (92:88). Doch zweimal verpassten die Schwarzwälder die Chance auf Punkte und Fellbach brachte den 96:92-Sieg über die Ziellinie.


16.03.2024 18:00 Uhr TEAM EHINGEN URSPRING vs. BBC Coburg

In der Anfangsphase des 23. Spieltags tasten sich die beiden Mannschaften zunächst ab, und müssen ihr Visier wohl erst noch einstellen. Erst Mitte des ersten Viertels nimmt das Spiel dann Fahrt auf, während die Gäste in Person von Petkovic und Kuku ihre ersten Dreier versenken können, die in der ersten Ehinger Timeout resultieren (8:14). Das #teamingreen kann offensiv immer wieder punkten, hat gegen die schnelle Transition der Coburger aber noch keine Antwort und bleibt daher weiter im knappen Rückstand. Erst nach der Viertelpause kann die defensive Intensität erhöht werden und der Rückstand im folgenden verkürzt werden.

Dabei ist es Adam Thoseby, der nach eigenem Steal in der Verteidigung den ersten Ehingen-Dreier zur 27:26-Führung einnetzt. Der Australier wirft sich dann richtig heiß und kann auf den inzwischen ebenfalls offensiv stark aufspielenden Pedersen immer wieder antworten. Anschließend gelingt es dem #teamingreen sich immer weiter abzusetzen. Jared Grey kann dabei gleich zweimal geschickt den Ball stibitzen und vollenden, bevor Dani Zacek seinen zweiten Dreier des Abends zur 12-Punkte-Führung verwandelt. Bis zur Halbzeit hält der BBC dann aber dem Run entgegen und kann auf den 52:45 Halbzeitstand verkürzen.

Das TEAM von Headcoach Jo Hübner kommt gut aus der Kabine. Die beiden Importspieler Valtteri Mervola und Adam Thoseby wechseln sich mit schnellen Punkten ab und forcieren die nächste Timeout von Gästetrainer Patrick Seidel. Auch danach läuft die Offensive der Ehinger gegen die Zonenverteidigung der Coburger weiter gut und die Führung pendelt sich rund um die 10-Punkte-Marke ein. Immer wieder ist es Finn Döntgens, der die Durchstecker verwerten kann und auch mit der Schlusssirene des dritten Viertels vollenden kann. Zu Beginn des letzten Abschnitts kann dann Centerkollege Vincent Neugebauer übernehmen und wird gut von seinen Kollegen in Szene gesetzt. Das frühe Erreichen der Teamfoulgrenze befördert Coburg dann immer wieder an die Linie, weshalb sich die Hausherren noch nicht entscheidend absetzen können.

Es entwickelt sich eine spannende Crunchtime in der Gabriel Kuku zunächst mit seinem Dreier auf -5 und Adrian Petkovic danach sogar auf -2 aus Sicht der Gäste stellt. Adam Thoseby verwandelt 50 Sekunden vor Schluss seinen fünften und den wohl entscheidenden Dreier zum erneuten 5-Punkt-Abstand. Nachdem die Gäste nochmals verkürzen können, hat deren Topscorer Gabriel Kuku dann den Wurf zum Ausgleich in der Hand, verfehlt allerdings knapp. Damit steht der zweite Heimsieg der Ehinger in Folge in den Büchern und der BBC Coburg kann mit 94:90 besiegt werden.


16.03.2024 18:00 Uhr OrangeAcademy vs. FC Bayern Basketball II

Baldur Ragnarsson startete mit Maximilian Langenfeld, Philip Hecker, Alec Anigbata, Linus Stoll und Endurance Aiyamenkhue gegen die Münchner. Ein beidseitig foul- und turnoverreiches erstes Viertel gestaltete sich anfänglich ausgeglichen, beide Teams fanden stets Antworten auf die gegnerischen Angriffe. Für die jungen Uuulmer ging es allein im ersten Viertel elf Mal an die Linie, neun Freiwürfe konnte die OrangeAcademy erfolgreich ummünzen. Besonders das Trio um Ivan Karchenkov, Ivan Volf und Martin Kalu bereiteten der OrangeAcademy offensiv Schwierigkeiten und kamen auf jeweils sieben bzw. fünf Punkte bis zum Ende des ersten Viertels. Zwölf der 25 Münchner Punkte kamen von der Dreierlinie, während die jungen Uuulmer nur einen der zwei Dreipunktevrsuche einnetzten – mit 24:45 ging es in die erste Viertelpause. 

Per Dreipunktewurf eröffnete Maximilian Langenfeld das zweite Viertel, Noa Essengue legte per LayUp nach und erhöhte so die Führung für die jungen Uuulmer (29:25). Die Führung baute die deutlich dominantere OrangeAcademy auf zwischenzeitlich ganze 16 Punkte aus, besonders aus dem Zweipunktebereich waren die Gastgeber mit 75%iger Wurfquote den Münchnern (44% 2PTS) deutlich überlegen. Die Uuulmer Defensivarbeit verweigerte den Gegnern leichten Würfe während die Gastgeber offensiv immer mehr in Fahrt gerieten und mit einem Vorsprung von 13 Punkten (56:43) in die Halbzeitpause gingen. 

Maximilian Langenfeld legte mit vier von vier erfolgreichen Freiwürfen den Grundstein für ein weiteres erfolgreiches Viertel. Das gegnerische Offensivrebounding verschaffte den Gästen immer wieder zweite Wurfchancen, welche die Bayern jedoch nur niedrigprozentig umsetzen konnten. Mit einem weiteren Dreier durch Maximilian Langenfeld und erfolgreichem Tip In bauten die jungen Uuulmer den Vorsprung der 9:0-Lauf erfolgreich aus und zwangen die Gegner zur Auszeit (65:46). Zwei Blocks von Endurance Aiyamenkhue in Folge, im Verlauf der Partie insgesamt neun Ulmer Blocks, wiesen die Münchner offensiv in die Schranken und brachten die Münchner Offensive aus dem Rhythmus. Die erfolgreiche Defensivarbiet der jungen Uuulmer entsagte den Gästen über 5:36min einen Punkterfolg. Das dritte Viertel ging mit 18:9 an die jungen Uuulmer (74:52). 

Im vierten Spielabschnitt verlangsamte sich das offensive Tempo der jungen Uuulmer deutlich, vier erfolgreiche gegnerische Dreipunktewürfe erlaubten München bei sinkenden Uuulmer Wurfquoten einen 11:4-Lauf gegen die OrangeAcademy zu starten und das vierte Viertel mit 16:22 für sich zu entscheiden.Die OrangeAcademy sicherte sich mit 90:74 den zehnten Heimsieg der Saison und schloss die Hauptrunde auf heimischem Parkett erfolgreich ab.


16.03.2024 19:00 Uhr FRAPORT SKYLINERS Juniors vs. TSV Oberhaching Tropics

1,2 Sekunden auf der Spieluhr, Einwurf Tropics unterm Korb der Skyliners. Bode findet den freien Fynn Fischer, der aus ca. 4 Metern noch einen Sprungwurf losbekommt. Leider fällt der Ball aus dem Ring und die Enttäuschung war groß  im Lager der Oberhachinger Basketballer. Die komplette Mannschaft hat 40 Minuten lang alles auf dem Parkett gelassen und eine sehr starke kämpferische Leistung geboten.

Die sehr heimstarken Hessen, die 10 Ihrer 11 Heimspiele gewonnen haben, konnten wie erwartet personell aus dem Vollen schöpfen und viele Akteure aus dem Pro A Kader aufbieten. Von Anfang an war jedoch zu erkennen, dass die Oberhachinger nicht den langen Weg an den Main angetreten haben, um die Punkte kampflos abzugeben. Neben Knox waren es vor allem Janosch Kögler und Maxwell Temoka, die in der ersten Halbzeit Punkte auf die Anzeigetafel brachten. Zur Halbzeit ging es mit einer 43:26 in die Kabine.

Nach der Pause zogen die Gastgeber vor allem defensiv stark an. Von Coach Sepehr Tarrah sehr gut eingestellt, verteidigten die Frankfurter dank Ihrer sehr athletischen Mannschaft auf höchsten Niveau. Aber auch die Tropics nahmen den Kampf an und zeigten einen großen Fight. Es entwickelte sich eine Defensivschlacht bei der sich keiner der beiden Teams entscheidend absetzen konnte. Als die Skyliners 10 Sekunden vor Ende der Partie auf 67:62 erhöhten, schien die Partie entschieden. Doch Omari Knox konterte mit einem schnellen Dreier. In der anschließenden Defensivsequenz konnte man per 5-Sekunden Regelverstoß einen Ballgewinn erzwingen und hatte plötzlich unerwartet eine Siegchance. Mit einem Foul vor dem Einwurf kam Knox an die Freiwurflinie und verkürzte auf 66:67. Dann folgte der am Anfang des Berichts erwähnte letzte Wurf der Gelbhemden, der leider nicht erfolgreich war.

Eine starke Leistung blieb unbelohnt. Nun gilt es nicht dem möglichen Sieg nachzutrauern, sondern den Fokus auf das kommende Heimspiel gegen Ludwigsburg zu legen. Gegen die Barrockstädter steht das nächste Endspiel um die Playoffteilnahme an.

Mario Matic : „Glückwunsch an Sepehr und die Frankfurter. Wir haben uns teuer verkauft und einen großen Kampf abgeliefert. Offensiv haben wir leider in der zweiten Halbzeit unsere Würfe nicht mehr getroffen. Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit unserer Leistung. Nun müssen wir uns gut auf Ludwigsburg vorbereiten.“


16.03.2024 19:30 Uhr Ahorn Camp BIS Baskets Speyer vs. CATL Basketball Löwen

Vor der Rekordkulisse von rund 700 Zuschauern haben die Ahorn Camp BIS Baskets Speyer Werbung in eigener Sache gemacht. Die Mannschaft um Kapitän DJ Woodmore bezwang die favorisierten Erfurter Basketball-Löwen mit 88:79 (51:30) und bleibt auf Tuchfühlung zu den Playoff-Plätzen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB.

„Vor einem solchen Publikum zu spielen, macht richtig viel Spaß. Die Zuschauer haben uns geholfen, diese Partie zu gewinnen“, betonte BIS-Flügelspieler Christoph Rupp. Der Routinier und seine Kollegen begeisterten die Besucher vor allem in den beiden ersten Vierteln. Sie gingen konzentriert zu Werke, waren sehr treffsicher und brachten ihre Gäste aus der Thüringer Landeshauptstadt immer wieder in Verlegenheit.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Speyerer dann allerdings einige Probleme mit den nun aggressiveren Erfurtern, die ihren Rückstand zwischenzeitlich bis auf vier Punkte verringerten. „Die Jungs waren extrem diszipliniert und haben das Spiel trotz einer problematischen Phase nach Hause gebracht“, urteilte BIS-Cheftrainer Carl Mbassa und schwärmte: „Es ist Wahnsinn, vor einer solch tollen Kulisse zu gewinnen.“ Er bedauerte allerdings, „dass wir nicht genügend Plätze für alle Basketballfans hatten, die das Spiel vor Ort mitverfolgen wollten“.


17.03.2024 16:00 Uhr Dragons Rhöndorf vs. BG Hessing Leitershofen

Aufatmen war bei den Dragons vor dem Spielbeginn angesagt: Avery Sullivan und Ferenc Gille machten sich warm und konnten spielen. Beide waren nicht bei 100 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit, lieferten sich aber packende Duelle mit Vanaclocha Sanchez sowie Jermane Carter und somit wertvolle Beiträge zum Erfolg.

Leitershofen startete mit der erwarteten Energie ins erste Viertel und setzte die Hausherren mit konsequenter Defensive unter Druck. Rhöndorf ließ reihenweise gute Korbchancen liegen. Aber auch Leitershofen tat sich in der Offensive schwer. Nach fünf Minuten stand es gerademal 4:4. Die Gäste lösten als erster die Handbremse und konnten wenig später durch ihren 2,10-Meter-Riesen Sanchez mit 11:8 in Führung gehen (7“). Allerdings blieben die Bayern jenseits der Dreipunktelinie glücklos. Nur einer von acht Versuchen fand das Ziel. Auf der Gegenseite markierte Tyresse Blunt neun Punkte und war damit der Initiator für die 20:15-Führung für die Dragons (10“).

Im zweiten Viertel gewann Rhöndorf ein wenig mehr Kontrolle über das Spiel. Jekabs Beck sorgte per Dreier sowie Marko Rosic mit zwei erfolgreichen Freiwürfen für erste komfortablere Führung (18“/27:19). Die Gäste ließen sich aber nicht abschütteln. Es entwickelte sich ein hin und her. Die Dragons legten vor, Leiterhofen verkürzte immer wieder. So ging der Tabellenführer mit zehn Punkten Vorsprung in die Halbzeitpause (20“/48:38).

In der 29. Minute konnten die Hausherren durch einen Dreier von Antonio Pilipovic die höchste Führung (29“/71:56) im Spiel erzielen. Im Mittel pendelte sich der Rückstand aus Sicht der Gäste jedoch bei zehn Punkten ein. Daran änderte sich auch im Schlussabschnitt nichts mehr. Das Team von Headcoach Emanuel Richter brachte sich immer wieder durch ärgerliche Ballverluste um die Chance noch einmal in Schlagdistanz heranzukommen. Auch wenn Desmond Carter im letzten Viertel noch einmal richtig aufdrehte. Der US-Amerikaner avancierte mit 25 Punkten nicht nur zum Topscorer des Spiels sondern griff auch noch zehn Rebounds ab und machte ein beeindruckendes Double-Double perfekt. Sicherlich nur ein schwacher Trost, haben die Bayern durch die Niederlage doch wertvollen Boden zu den Playoff-Plätzen verloren. In Rhöndorf war derweil Jubel angesagt. Durch den Sieg ist den Dragons der Platz an der Sonne in der ProB Süd nicht mehr zu nehmen.  

Stephan Dohrn: „Leitershofen hat zu keinem Zeitpunkt aufgegeben und uns alles abgefordert. Dabei hat unsere Mannschaft insgesamt ihren Job gemacht. Das wir so viele Rebounds am eigenen Brett abgegeben haben, ließ sich kaum vermeiden, der Gegner ist schon ziemlich groß besetzt. Trotzdem haben Jekabs, Avery und Ferenc ihre Sache gut gemacht. Man kann auch nicht immer erwarten, dass wir Teams aus dem Mittelfeld der Tabelle aus der Halle schießen. Ich freue mich für die Jungs, dass sie mit dem Sieg den ersten Platz im Süden gesichert haben.“   

Nachberichte ProB Nord 23. Spieltag

16.03.2024 15:00 Uhr Berlin Braves 2000 vs. RheinStars Köln

Die Trainer hatten sich ein Spiel mit Playoff-Charakter gewünscht – und das wurde es auch in der Sömmering-Halle. “Ich glaube, es war für die Mannschaft ein riesiger Sieg, emotional und gegen ganz viele Widerstände”, sagte Manager und Trainer Stephan Baeck abgekämpft, aber sehr zufrieden nach einem sehr harten Stück Arbeit. “Wir sind schlecht in die Partie gekommen, haben nichts getroffen und schlecht verteidigt. Das haben wir nach der Pause in den Griff bekommen, dazu haben in unserer kleinen Rotation Tim und Robin herausragend geholfen.” Tim Lang avancierte zum effektivsten Spieler auf dem Feld und mit 25 Punkten zum Kölner Topscorer, Robin Straub ackerte in der Verteidigung und war maßgeblich an der Wende im Spiel beteiligt.

Los ging es vor knapp 400 Zuschauern mit einer der wohl wildesten Halbzeiten der Saison, die sich die RheinStars und ihre Gastgeber zur besten Kaffeezeit lieferten. Technische Probleme im Scouting, Berliner Blitzstart, Dominanz unter den Körben und Kölner, die überhaupt nicht in die Partie kommen wollten. 18:29 ging das erste Viertel an die Braves. Trotzdem verlor ein Berliner als erster die Nerven in dem hitzigen Duell. Andreas Seiferth kassierte nach einer Tätlichkeit gegen RheinStars-Center Björn Rohwer ein disqualifizierendes Foul. Damit war der ehemalige Nationalspieler und der mit Abstand beste Akteur der Berliner raus.

Obwohl es schien, als ob die Berliner sich nicht schocken ließen und den RheinStars einen Dreier nach dem nächsten einschenkten (24:42/16.), verkürzten die Kölner bis zur Pause auf sieben Zähler (42:49). Wohl auch eine Folge der wechselnden Mann-Mann- und Zonen-Verteidigung. Köln revanchierte sich nach dem Seitenwechsel mit vier Dreiern in Folge und gelangte erstmals in Führung (54:53). Gespielt waren da gerade 22 Minuten. Fortan ging es Kopf an Kopf weiter und bei 69:70 ins letzte Viertel.

Köln zog auf 79:70 davon, doch vier Minuten vor dem Ende brachte ein wilder Not-Dreier von der Mittellinie und Freiwürfe die Berliner wieder auf einen Punkt heran. Es blieb ein „Nagelbeißer“ – für die Fans, die Spieler, die Trainer. Zehn Sekunden vor Schluss gelangt den RheinStars das 83:79 durch Robin Straub. Auszeit Braves. Wurfversuch Marley Jean-Louis, doch der verfehlte sein Ziel. Ein letztes Foul an Rohwer – und die Kölner gingen als Sieger aus der Sömmering-Halle. Gefeiert von den Flying Flönz, die wie auch bei den vorherigen Auswärtsfahrten fest und lautstark an der Seite der RheinStars standen.


16.03.2024 18:00 Uhr SBB Baskets Wolmirstedt vs. Itzehoe Eagles

Nach einem furiosen Start sicherten sich die SBB Baskets eine 9:0-Führung. Am Ende des ersten Spielabschnitts lagen die Hausherren mit 27:19 in Front. Kurz nach Beginn des zweiten Viertels kam es zu einer Schlüsselszene: SBB-Profi Bill Borekambi musste nach einem disqualifizierenden Foul für den Rest des Spiels zuschauen. Genau wie sein Gegenspieler aus Itzehoe, Hugo Ivan Catani. Zur Halbzeit stand eine 47:42-Führung für Wolmirstedt auf der Anzeigetafel. Im dritten Viertel hatten die SBB Baskets in einem zerfahrenen Spiel zunächst vor allem offensiv Probleme, führten vor dem Schlussabschnitt dennoch mit acht Zählern (69:61). Im letzten Viertel legte Wolmirstedt an beiden Enden des Spielfeldes jedoch wieder zu und brachte den Sieg schlussendlich souverän ins Ziel.

SBB-Cheftrainer Eiko Potthast sagt: „Es war das erwartet schwere Spiel. Für Itzehoe geht es um alles, sie spielen gegen den Abstieg. Uns war klar, dass sie zu keinem Zeitpunkt aufgeben würden. Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet, mit großartiger Energie. Danach haben wir defensiv unseren Faden verloren. Im dritten Viertel hatten wir Probleme, unsere Würfe zu treffen. Nichtsdestotrotz haben wir am Ende verdient mit 18 Punkten Vorsprung gewonnen. Energie war und ist ein großer Faktor – die der Mannschaft und auch die der Fans, für denen Unterstützung wir uns wieder nur bedanken können.“

Für die SBB Baskets punkteten vier Spieler zweistellig: Maxi Begue mit 16 Zählern, Marc Friederici mit 15, Chris Rollins mit 14 und Modestas Paulauskas mit zwölf. Als Team hatten die SBB Baskets eine starke Distanzquote von 40 Prozent vorzuweisen. Außerdem passte Wolmirstedt (14 Ballverluste) wesentlich besser auf den Ball auf als Itzehoe (24). 


16.03.2024 19:30 Uhr EN BASKETS Schwelm vs. Bayer Giants Leverkusen

Der Start in die Partie gehörte den Gästen. An der aggressiven Defense biss sich zu Beginn vor allem Chris Frazier die Zähne aus, der immer wieder Notwürfe von der Dreierlinie nehmen musste. Offensiv spielte Leverkusen allerdings selber fahrig und produzierte alleine sechs Turnover im ersten Viertel. Die Ballverluste in Kombination mit einfachen Punkten von der Freiwurflinie hielten die Gastgeber im Spiel.

Der 7-Punkte-Rückstand aus dem ersten Viertel stellte keine allzu hohe Bürde für die Blau-gelben dar, die offensiv wie verwandelt aus der Viertelpause kamen. Robert Merz traf mehrfach von der Dreierlinie und zündete die Fans in der wieder einmal ausverkauften Schwelm-ArENa so richtig an. Die Stimmung war schon in der ersten Hälfte überragend und trug die Mannschaft zu einem Fabelviertel, welches mit 22:13 nach Schwelm ging. Damit führte die Möller-Mannschaft zur Halbzeit, in einem Duell auf Augenhöhe, mit 35:33!

Die zweite Hälfte ließ zunächst auf einen offenen Schlagabtausch hoffen, bis Khalil Miller in der gegnerischen Hälfte sein drittes persönliches Foul zugesprochen bekommen hat. In der Phase ohne den Kanadier übernahmen die Giants die Kontrolle und punkteten ununterbrochen in Korbnähe. Offensiv verloren die EN Baskets ihren Rhythmus aus der zweiten Hälfte komplett und fanden keine Lösungen gegen die lange Giants-Defense. Beim Stand von 46:56 sah sich Falk Möller zur Auszeit gezwungen, um ein offenes spiel im Schlussviertel zu ermöglichen. Robert Merz traf erneut von Downtown und verkürzte den Rückstand noch einmal. Trotzdem führten die Giants nach drei Vierteln verdient mit 60:51.

Die Gastgeber schienen um die Wichtigkeit des Starts ins vierte Viertel Bescheid zu wissen und spielten wieder aggressivere Defense und fanden offensiv ihr Glück am Korb. Die Fans peitschen ihre Mannschaft zu zwei überragenden Defensivsequenzen, die den Ablauf der 24-Sekunden-Uhr zur Folge hatten. Der mittlerweile überragend aufspielende Miller brachte seine Farben drei Minuten vor Schluss nach langer Zeit wieder in Führung. Ein bitterer Turnover, der auf der anderen Seite in einem „and-one“ endete, sorgte für den entscheidenden Momentumwechsel. Leverkusen zeigte seine ganze Klasse und spielte die letzten zwei Minuten im Stile einer Spitzenmannschaft herunter. An der Freiwurflinie machten die Giants den Sack zu und gewannen am Ende in einem hart umkämpften Topspiel mit 67:73.

Falk Möller sagte folgendes nach der Partie: „Ich bin zufrieden mit der Leistung. Wir haben das Spiel lange offengehalten und am Ende ist das Pendel gegen uns ausgeschlagen. Am Ende ist die Niederlage mit Blick auf die Tabelle trotzdem bitter. Wir müssen schauen, was wir im Training diese Woche abspulen können. Einige Spieler sind lädiert nach den harten Wochen. Trotzdem können wir nächste Woche auf die Leistung aufbauen und wollen wieder gewinnen!“


16.03.2024 19:30 Uhr BBG Herford vs. SC Rist Wedel

Im Anschluss an eine Auszeit bei 16 Sekunden Restzeit gelangte der Ball zu Camron Reece. Der Wurf des US-Amerikaners ging daneben, doch sein Mannschaftskollege Al-Fayed Alegbe war zur Stelle, schnappte sich den ins Feld zurückspringenden Ball und traf. Zwei Sekunden blieben noch, aber erst nach einer erneuten Auszeit, diesmal auf Herforder Antrag. „Wir haben dann noch mal konzentriert verteidigt“, sagte Rist-Co-Trainerin Constanze Wegner. Man verhinderte, dass die BBG-Hauptkorbschützen in aussichtsreiche Wurfpositionen kamen, sodass mit Mikey De Sousa ein Herforder den letzten Versuch unternahm, der während des vorherigen Spielverlaufs wenig im Angriff in Erscheinung getreten war. De Sousa traf nicht.„

Herford ist ein gutes Team, gerade von den individuellen Spielern her – und auf keinen Fall ein Gegner, den man abschreiben darf“, betonte Wegner nach dem Sieg über den Tabellenvorletzten. Schon vor dem Spiel hatte sie eindringlich vor der BBG gewarnt. Herfords Shawn Gulley, der den Ristern im Hinspiel noch 37 Punkte einschenkte, hielt man nun bei deren neun. „Wir haben uns diesmal viel besser auf ihn vorbereitet“, sagte sie.
3:15 hieß es aus Wedeler Sicht nach viereinhalb und 12:20 nach zehn Minuten. Der Auftakt war schwierig, Herford bestimmte zunächst das Geschehen. „Wir haben uns zu Beginn ein Loch geschaufelt und sind in dieses Loch immer mal wieder hereingerutscht“, so Wegner und beklagte die eine oder andere Unkonzentriertheit etwa in der Verteidigung oder beim Rebound. „Und wir haben unterirdisch Freiwürfe geworfen“, sagte sie angesichts von elf Treffern bei 22 Versuchen. „Wir haben extrem viel am Korb liegenlassen und die Dreierquote ist ja sowieso nie unser ultimatives Steckenpferd“, zählte die Co-Trainerin auf.


Obwohl man sich in Herford letztlich bis auf die Schlusssekunden stets im Hintertreffen befand, sei der Auswärtssieg nicht unverdient, meinte Wegner und zog sinnbildlich ihren Hut vor der Tatsache, „dass unsere junge Truppe nicht den Willen aufgegeben hat, das Spiel am Ende doch für sich zu entscheiden, nachdem man die ganze Zeit immer wieder hinten lag. Man hat im Spiel immer wieder gesehen: Wenn wir konzentriert unser Tempo gehen und unser Spiel spielen, sahen wir gut genug aus, um auch zu gewinnen“, sagte sie.


17.03.2024 15:00 Uhr Seawolves Academy vs. Iserlohn Kangaroos

Die Iserlohn Kangaroos gewinnen deutlich bei der Rostock Seawolves Academy mit 60 zu 82! Am viertletzten Spieltag der Saison sind es ganz wichtige Punkte für die Iserlohner im Kampf um den Klassenerhalt. Die Waldstädter stehen nun mit acht Siegen auf dem elften Tabellenplatz, zu den Abstiegsrängen ist ein Sieg Abstand, während der erste Playoff-Platz zwei Siege entfernt ist.

Unter der Woche betonte Kangaroos Coach Toni Prostran immer wieder, wie wichtig das Thema Kontinuität ist, nach phasenweise guten Leistungen in den vergangenen Spielen brachten sich die Iserlohner mit einigen unaufmerksamen Minuten wiederholt um den eigenen Lohn. In Rostock sollte dann endlich wieder Kontinuität ins Spiel der Kangaroos einkehren und genau das gelang auch!

Zunächst sahen die Zuschauer in der Rostocker OSPA Arena ein ausgeglichenes Spiel in der ersten Halbzeit, in der beide Teams auf Augenhöhe agierten. Kein Team konnte sich so richtig absetzen und das Spiel ging dadurch mit einem Zwischenstand von 36 zu 39 in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel jedoch an Fahrt zu, die Kangaroos verteidigten aggressiv und intensiv über den gesamten Court und hielten die Gastgeber im dritten Viertel bei lediglich fünf Punkten. In der Offensive gelang es den Waldstädtern, das Spiel schnell zu machen und den offenen Schützen zu finden. So gewannen die Iserlohner das dritte Viertel mit 19 zu 5 und gingen mit einer komfortablen Führung in das Schlussviertel. 

Dort kam die Rostocker Offensiver dann wieder etwas besser in Fahrt, doch die Kangaroos spielten weiter konzentriert und konsequent bis zur Schlusssirene. Am Ende steht ein verdienter und deutlicher 82 zu 60 Auswärtssieg bei der Rostock Seawolves Academy, der Kangaroos Coach Prostran zufrieden stellt:

“Diesen Sieg haben wir uns mit der harten Arbeit der letzten Wochen verdient. Wir haben genau das gezeigt, was wir uns vorgenommen haben, intensive Defensive und schnell spielen in der Offensive. Die erste Halbzeit war solide, doch in der zweiten Hälfte haben wir wirklich dominiert! Der Ball lief super in der Offense, die Würfe fielen und wir haben konsequent verteidigt. Heute genießen wir den Sieg, doch wir sind noch lange nicht fertig und werden zu Beginn der neuen Woche wieder Vollgas im Training geben.”


17.03.2024 16:00 Uhr BSW Sixers vs. Ademax Ballers Ibbenbüren

Neben den Langzeitverletzten Victorio Dente und Jonas Kleinert fehlten auch noch die erkrankten Juan Barga und Hendrik Wiegard, der verletzte Kai Hänig sowie kurzfristig auch noch US-Boy Denzel Livingston (muskuläre Probleme). Ganze achte Akteure waren im Spieltagskader.

Trotz des so schlechten Voraussetzungen und eines schwachen ersten Viertels (14:20) ließen sich die Ademax Ballers nie hängen und glaubten mit zunehmender Spieldauer immer mehr an den Sieg. Vor dem Schlussviertel (50:52) waren die Ibbenbürener bereits auf Tuchfühlung mit den Sixers, die ihrerseits große Probleme mit der Zonenverteidigung des TVI hatten und sich viele Fahrkarten leisteten. Luka Zajic und Albert del Hoyo machten mit ihren Punkten zum 69:61 den Deckel drauf, trotz einer erneut schwachen Dreierquote schafften es die Ademax Ballers mit Engagement, Glauben und Willen den tollen Erfolg über die Zeit bringen.

Das sagt Coach Naoufal Uariachi: „Das war ein unglaublich hart erkämpfter Sieg. Wir haben heute morgen beim Shootaround noch Denzel verloren und sind mit einer extrem jungen Truppe und nur acht Mann an den Start gegangen. Wir haben gegen eine sehr gutes Team mit Bundesligaakteuren gespielt. Ich bin wahnsinnig stolz auf die Jungs, die sich heute wie echte Männer präsentiert haben.“

Das sagt Manager „Diesel“ Hülsmeier: „Die Jungs haben sich für ihren Kampf gegen den Sixers selbst belohnt. Trotz erneut schlechter Vorzeichen nie aufgegeben. Wir sind halt noch nicht ganz tot ;-). Ball together.“

Das sagt Teammanager Fabian Karg: „Geht doch! Ein wirklich starkes Spiel von allen Spielern. Trotz des kleinen Lineups haben wir den Sixers das Leben richtig schwer gemacht und am Ende in einem überragenden vierten Viertel gewonnen. Let´s go.“


17.03.2024 17:00 Uhr LOK BERNAU vs. TKS 49ers

Das Team von Bernau erwies sich von Anfang an als wachsam und bestimmend auf dem Feld. Die Gäste aus Stahnsdorf kamen mit einer reichlichen Anzahl von Fans, die bereit waren, Stimmung zu machen, dennoch ließ sich Bernau davon nicht beeindrucken. Bereits ab Sekunde eins des Spiels behauptete Bernau die Oberhand und machte es den TKS 49ers schwer, ins Spiel zu kommen. Der fehlende Teamgeist und die negative Chemie innerhalb der Mannschaft waren nicht mehr spürbar, was einen großen Unterschied zu den vorherigen Spielen ausmachte.

Die Mannschaft bewegte den Ball effektiv und nutze erfolgreich Cuts aus, die zu wichtigen Punkten in den ersten Minuten führten. Sowohl das Reboundverhalten als auch die Trefferquote waren im Vergleich zu den letzten Spielen deutlich verbessert. Das Spiel wurde jedoch im weiteren Verlauf immer physischer, was die Derbymentalität dieses Spiel unterstrich.

Im zweiten Viertel drosselten die TKS 49ers das Tempo und fanden ins Spiel. Bernau musste neue Ideen finden, um die Offensive und Defensive der Stahnsdorfer zu kontrollieren. Dies erwies sich anfänglich als schwer. Obwohl zunächst mehr Einzelaktionen zu sehen waren, die keine Punkte brachten, konnte sich Bernau bald wieder als Team zusammenschließen und Lösungen finden. Das Highlight des Spiels lieferte Ronnie Rousseau III mit einem Buzzerbeater von hinter der Mittellinie. Team und Fans waren außer sich über dieses Spektakel.

In der Halbzeit konnte LOK Bernau stolz den Pokal an die mu14 für die Meisterschaft in der brandenburgischen Oberliga überreichen. Im Finale gewinnen die Jungs zu Hause mit 74: 61 gegen die WSG Red Dragons. Damit unterstreicht der Verein, dass neben der ProB Mannschaft, die Jugendarbeit ein integraler Bestandteil ist.

Auch wenn die Halbzeit eine Chance bietet runterzukommen und mental die Resettaste zu drücken, war das alles andere als der Fall. Der Beginn der zweiten Halbzeit war geprägt von einem weiterhin intensiven Spiel, bei dem die Physis zunahm und die Fouls immer härter wurden. Das Resultat: Bis zum Ende des Spiels wurden zwei unsportliche Fouls gegen die TKS 49ers verhängt. Trotz einer Umstellung auf Zonenverteidigung seitens der TKS 49ers konnte Bernau die Oberhand behalten und sich eine zwischenzeitliche Führung von bis zu 10 Punkten erarbeiten. Obwohl die Gäste zwischenzeitlich die Führung auf nur zwei Punkte abbauten, behielt Bernau die Nerven. Stahnsdorf lief dennoch in dieser Zeit heiß und traf jeden Dreier, den sie geworfen haben. Nichtsdestotrotz konnte Bernau schnell mit eigenen Treffern antworten.

Die letzten 5 Minuten des Spiels brachten die Entscheidung, als die Puste bei den Gästen langsam ausging und Bernau die Führung sukzessive ausbauen konnte. Das hart umkämpfte Spiel endete schließlich mit einem verdienten 80:72-Sieg für LOK Bernau.

Zusammenfassend muss besonders die Teamleistung gelobt werden. Zum ersten Mal seit den größeren personellen Veränderungen in der Mannschaft hatte man das Gefühl, tatsächlich eine geschlossene Mannschaft spielen zu sehen. Die Teamchemie und Kommunikation untereinander waren spitzenmäßig.

Nach dem Spiel äußert sich Trainer Davide Bottinelli erleichert: „Unsere Fans überraschen uns wiedermal mit dieser tollen Unterstützung in der Halle. Man hat gespürt, dass auf der Tribüne nochmal extra Gas gegeben wurde, um die Mannschaft anzufeuern. Das hat uns als Mannschaft die nötige Energie gegeben, um in diesem Spiel als geschlossene Einheit zu agieren und schlussendlich zu gewinnen.“

Vorberichte ProB Süd 23. Spieltag

16.03.2024 15:30 Uhr Porsche BBA Ludwigsburg vs. TSV Tröster Breitengüßbach

Nach der Heimniederlage gegen Frankfurt am ersten März-Wochenende hatte der TSV Tröster Breitengüßbach nun zwei Wochen Zeit kleinere Verletzungen auszukurieren und sich auf das extrem wichtige Auswärtsspiel in Ludwigsburg vorzubereiten. Die Ausgangslage der Oberfranken verschlechterte sich am vergangenen Wochenende, da Ehingen gewann. So ist man momentan Tabellenletzter, punktgleich mit Schwenningen und hat zwei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer.

Die Porsche BBA liegt mit einer ausgeglichenen Bilanz von elf Siegen und elf Niederlagen auf dem neunten Tabellenrang, punktgleich mit dem Achten Leitershofen und dem Zehnten aus Speyer. Die Mannschaft von Rhee Kheeryoung steckt also noch mitten im Kampf um die Playoffplätze und wird am Samstag definitiv keine Geschenke verteilen. Im Hinspiel Anfang Dezember in der Güßbacher Hans-Jung-Halle führten die Hausherren nahezu das komplette Spiel und mussten sich dennoch am Ende knapp mit 71:72 geschlagen geben. Für diese bittere Hinspielniederlage möchte die Truppe von Headcoach Mark Völkl nun Revanche nehmen und einen Sieg in Ludwigsburg einfahren.

Auf den TSV Tröster Breitengüßbach wartet jedenfalls erneut eine intensive und harte Partie, wenn es wieder gegen ein Farmteam eines Bundesligisten geht. Wichtig wird es sein, den Kampf und die Intensität über 40 Minuten zu matchen. Das wollen die Güßbacher, die erneut als reine Amateurmannschaft auf eine Truppe voller (Jugend-)Profis treffen, nochmal zeigen und sich für die bittere Hinspielniederlage revanchieren. Ludwigsburgs Kader ist mit durchschnittlich 18,7 Jahren sehr jung und talentiert, aber kein Spieler ist älter als 22 Jahre alt. Die fehlende Erfahrung könnte dem TSV Tröster etwas in die Karten spielen, da man mit Engel, Walde, Dippold und Land selbst zum Teil sehr erfahrene Pro B-Spieler in den eigenen Reihen hat, die mit allen Wassern gewaschen sind. Bester Punktesammler der Porsche BBA ist Pleta mit durchschnittlich 18,8 Zählern pro Partie. Aber auch Mojica (14,6), Jung (13,8), Edigin (10,9) und Stübel (10,5) sind wichtige Eckpfeiler der Mannschaft, die ebenfalls im Schnitt zweistellig punkten. Wichtig wird es in der Defensive sein, dass man über das komplette Spiel über hart und intensiv verteidigt, den Gastgebern dadurch wenig offene Würfe gestattet und den ein oder anderen Turnover bei dieser relativ jungen Mannschaft forciert. Das Tempo sollte Breitengüßbach ebenfalls versuchen zu kontrollieren. Je schneller das Spiel wird, desto mehr spielt es den jungen Ludwigsburgern in die Karten.

Für die Tröster-Truppe kommt es auch auf den eigenen offensiven Rhythmus an. Im Vergleich zum Frankfurtspiel sollte man unbedingt wieder den Ball besser bewegen und die zahlreichen Ballverluste abstellen. Nur so hat man eine Chance gegen Ludwigsburg. Dass sie es besser können als zuletzt, wollen die Güßbacher am kommenden Samstag beweisen. Gute Ballbewegung mit dem Auge für den freien Mann am Brett oder an der Dreierlinie ist wichtig, damit man zu freien Würfen kommt, die hoffentlich dann mit einer hohen Quote versenkt werden. Auch der Rebound wird ein wichtiger Faktor im Spiel sein. Es müssen alle TSVler geschlossen um jeden Abpraller kämpfen, damit man den jungen Baden-Württembergern möglichst wenig zweite Wurfchancen gestattet.


16.03.2024 17:30 Uhr SV Fellbach Flashers vs. Black Forest Panthers

Ein ausführlicher Bericht folgt in Kürze.

16.03.2024 18:00 Uhr TEAM EHINGEN URSPRING vs. BBC Coburg

Für das TEAM EHINGEN URSPRING steht das zweite Heimspiel in Folge auf dem Programm. Nach einer emotionalen Woche inklusive Derbysieg und Zukunftsgespräch ist die Mannschaft für den nächsten Spieltag bereit! Zu Gast in der Sporthalle beim JVG ist dann der BBC Coburg.

In einem sehr knappen Hinspiel in der HUK COBURG Arena belohnte sich das #teamingreen für das 10-Punkt-Comeback in der Crunchtime nicht und zog letztendlich den Kürzeren. Beim Aufeinandertreffen in der Donaustadt soll der Spieß nun umgedreht werden und der zweite Heimsieg in Folge gelingen, der im Abstiegskampf so wichtig wäre. Nachdem Vincent Neugebauer und Philip Schneck vergangene Woche verletzt vom Spielfeld mussten, ist ein Einsatz des ProB-Kapitäns noch nicht ganz ausgeschlossen, während der NBBL-Captain bis auf weiteres ausfällt. An dieser Stelle wünschen wir dem 18-Jährigen gute Besserung und einen schnellen Heilungsverlauf.

Den Oberfranken fehlt noch der ein oder andere Sieg für eine sichere Playoff-Platzierung. Sicherlich möchten sich die Gäste mit einer bestmöglichen Ausgangssituation in Form von Heimrecht für eine bislang tolle Saison belohnen. Mit vier Siegen aus den letzten fünf Spielen sind sie dabei auch auf dem besten Weg. Der positive Trend der Saison resultierte unter anderem in der vorzeitigen Vertragsverlängerung von Headcoach Patrick Seidel. Neben einer starken Spitze aus Gabriel Kuku, Adrian Petkovic und Sven Lorber formte er einen breiten Kader, bei dem eine klare Rollenverteilung erkennbar ist und er die Last auf einige Schultern verteilen konnte.

Nachdem sich Daniel Zacek vergangene Woche um Liga-Topscorer Maxi Langenfeld kümmern musste, steht ihm dieses Wochenende das nächste Scoring-Talent gegenüber. Vergangene Saison in der zweiten Reihe der White Wings Hanau noch ein wenig unter dem Radar, zeigt der Coburger Shooting Guard Gabriel Kuku in dieser Saison was in ihm steckt. Insgesamt verbucht der 22-Jährige schon fast doppelt so viele Punkte als in der vergangenen Saison und feiert dadurch seine Breakout-Season. Für Daniel die nächste defensive Herausforderung, auf die er aber schon die ganze Woche brennt.


16.03.2024 18:00 Uhr OrangeAcademy vs. FC Bayern Basketball II

Die OrangeAcademy empfängt am Samstag zum letzten Heimspiel der Hauptrunde den FC Bayern Basketball II. Tip Off auf dem Main Court ist um 18 Uhr. Den Münchner Nachwuchs zu Gast hat die anstehende Partie der jungen Uuulmer eine besondere Präsenz um das dominierende Farmteam, nachdem das Pokalfinale der Profiteams an den FC Bayern Basketball ging. Im Oktober überzeugte die OrangeAcademy auswärts im BMW Park und holte dort nach zwei Niederlagen zu Saisonbeginn die ersten Punkte der Spielzeit (80:84). Zur noch jungen Saison legten die Münchner einen bemerkenswerten Lauf hin und holten sich in den ersten sechs Partien vier Siege.

Nach zuletzt drei Siegen in Folge über Ludwigsburg, Erfurt und such Ligaprimus Rhöndorf  belegt der FCBB II momentan Tabellenplatz sechs. Wie auch die OrangeAcademy (Durchschnittsalter 18,6 Jahre) ist München mit einem Durchschnittsalter von 18,2 Jahren sehr jung aufgestellt. Top Performer der Bayern sind Ivan Karchenkov, welcher im Schnitt neben rund 21 Punkten auch fünf Rebounds, zwei Steals und vier Assists auflegt, und der 19-jährige Martin Kalu (durchschnittlich 20 PTS + 5,5 RB + 2,1 ST). Beide sind wie die jungen Uuulmer Maximilian Langenfeld und Noa Essengue in den Scoring Top-Ten der Liga vertreten. 

Bei annähernd gleichen Wurfquoten aus dem Feld (rund 45%) zeigten sich die jungen Uuulmer im Saisonverlauf vor allem beim Assistieren (OAU: 16,6 AS + MUC: 15,3 AS), sowie beim Rebounding (OAU: 37,8 RB + MUC: 36,4 RB) leicht überlegen. Mit starkem Defensivrebounding (27 DR) und verbesserten Wurfquoten aus dem Zweierbereich (69%) gelang es im Oktober den ersten Saisonsieg zu holen, das möchte Headcoach Baldur Ragnarsson am Samstag wiederholen: „Das wird ein hartes Spiel. Bayern hat gegen zwei der drei Top Teams zuletzt Siege eingefahren und zuletzt einen deutlichen Aufschwung erlebt. Mit zwei offensiv so starken Spielern wir Kalt und Karchenkov wird es wichtig sein auf defensivem Topniveau zu spielen. Den Rebound zu kontrollieren, den Ball gut zu bewegen und wie auch im Hinspiel die richtigen Würfe zu nehmen wird der Schlüssel zum Sieg sein.“


16.03.2024 19:00 Uhr FRAPORT SKYLINERS Juniors vs. TSV Oberhaching Tropics

Am kommenden Samstag empfangen die FRAPORT SKYLINERS Juniors am 23.Spieltag der BARMER 2.Basketball Bundesliga ProB Süd den Tabellenfünften aus Oberhaching. Nach der Auswärtsniederlage am vergangenen Sonntag in Coburg gilt es für die Frankfurter, im Rennen um die Playoff Platzierungen, gegen einen weiteren Konkurrenten wieder den Weg auf die Siegerstraße zu finden. Tip off am Samstag ist um 19:00 Uhr im BCM (Basketball City Mainhattan).

Das Hinspiel in Bayern im Oktober konnten die FRAPORT SKYLINERS Juniors mit 91:79 für sich entscheiden. Vor dem anstehenden Heimspiel gegen die TSV Oberhaching Tropics stehen beide Teams auf einem Playoff Platz. Als Tabellensiebter würde ein Heimsieg nicht nur weitere Punkte, sondern auch den gewonnen direkten Vergleich mit einem Konkurrenten im Playoff Ranking bedeuten.

Angeführt von ihren Topscorern Omari Knox, der im Schnitt knapp 19 Punkte auflegt und über 5 Rebounds einsammelt und Jörg Dippold (15.6 Pkt, 2.7 Reb), sind die Oberhachinger eine erfahrene Mannschaft mit viel Physis, besonders in der Arbeit gegen den Ball. So rangieren die Bayern in der Kategorie Steals an der Spitze der Liga. Nach zuletzt drei Auswärtsspielen (1-2), will das Team von Headcoach Sepehr Tarrah am Samstag vor heimischer Kulisse ihre Bilanz auf 13-10 ausbauen und so in der Tabelle an der Mannschaft aus Oberhaching vorbeiziehen.

„Die Tropics sind immer unangenehm zu spielen. Sie haben sehr erfahrene Spieler, sind physisch in der Zone und immer gut gecoacht. Für uns ist es wichtig zu Hause von Anfang an Zugriff zu finden, aggressiv zu sein und dem Gegner unseren Spielstil aufzudrücken. Nach den Auswärtsspielen zuletzt freuen wir uns darauf, endlich wieder zu Hause spielen zu können.“, so Tarrah vor dem Spiel.

16.03.2024 19:30 Uhr Ahorn Camp BIS Baskets Speyer vs. CATL Basketball Löwen

Die Verantwortlichen der Ahorn Camp BIS Baskets Speyer bereiten sich auf ein Großereignis vor. Beim Heimspiel am Samstag, 16. März, ab 19.30 Uhr gegen die Erfurter Basketball-Löwen erwarten sie dank der Zusammenarbeit mit Schulen einen Zuschauerrekord. „Wir wollen einen Saisonhöhepunkt bieten“, kündigt Cheftrainer Carl Mbassa an.

Trotz der zu erwartenden Unterstützung von den Rängen müssen sich die Speyerer allerdings mit der Außenseiterroller begnügen. „Es wird ein Duell David gegen Goliath“, sagt Mbassa vor dem Kräftemessen mit dem Tabellendritten. Die Erfurter hatten bereits das Hinspiel mit 105:97 (67:47) zu ihren Gunsten entschieden und werden wohl auch in der PSD Bank-Halle Nord auf ihre Spitzenkräfte vertrauen. Dazu zählen Schütze Tyseem Lyles, Regisseur Jan Heber und Flügelspieler Paul Albrecht, der im Durchschnitt elf Rebounds pro Partie sichert.

„Wir müssen sportlich alles aufbieten, was uns zur Verfügung steht, und am besten 110 Prozent geben“, betont der BIS-Trainer. In einem Punkt hofft er auf einen Vorteil für seine Auswahl um Kapitän DJ Woodmore: „Ich setze auf unsere Heimstärke.“ Zu dem Vergleich mit den Thüringern erwarten die BIS Baskets Vertreter all ihrer Sponsoren und Unterstützer sowie Lokalpolitiker.

17.03.2024 16:00 Uhr Dragons Rhöndorf vs. BG Hessing Leitershofen

BG Hessing Leitershofen hat Rhöndorf im Hinspiel eine bittere 83:71-Niederlage beigebracht. Natürlich möchte der Tabellenführer der ProB-Süd Revanche nehmen. Die Vorsetzungen dafür sind allerdings nicht ideal.

Aktuell geht in Rhöndorf nämlich das „Verletzungs-Gespenst“ um. Ferenc Gille hat Probleme mit dem Sprunggelenk und Avery Sullivan mit dem Knie. Ob die medizinische Abteilung die beiden bis Sonntag fit bekommt bleibt abzuwarten. Keinesfalls mit von der Partie wird weiterhin Leon Bulic sein. Bedeutet im Umkehrschluss: im schlimmsten Fall fehlt den Dragons am Sonntag fast die gesamte Center-Riege. Was gerade gegen Leitershofen ein ziemlich ungünstiger Zeitpunkt wäre. Denn das Team aus Bayern hat auf den langen Positionen einiges zu bieten.

Der athletische und bewegliche Power Forward Jermane Carter steuert durchschnittlich 16,4 Punkte und knapp sieben Rebounds pro Partie bei. Damit ist der US-Amerikaner eine feste Größe im Team. Mit 210 Zentimeter bringt der Spanier Bernart Vanaclocha Sanchez schon deutlich mehr Länge und öfters auch ein Double-Double mit. Von der Bank kommen mit Ole Theiß und Bernhard Benke zwei weitere 2,08-Meter-Riesen. „Leitershofen ist schon groß besetzt“, stellt Stephan Dohrn nüchtern fest. Hinzu kommt eine junge, wilde Guard-Riege. Nicolas Lagerman, Jannik Westermeir und Bastian März sind nicht nur Jungs die gerne scoren sondern das Spiel ihrer Mannschaft erfolgreich ankurbeln können.

Was allerdings nicht die einzige Stärke der Gäste ist, wie der Dragons Coach weiß. „Die Mannschaft tritt immer mit viel Energie, Leidenschaft und Physis auf, damit haben sie das Hinspiel gegen uns auch völlig verdient gewonnen.“ Außerdem operiert das Team gerne mit wechselnden Verteidigungen, mal Mann-gegen-Mann- dann wieder mit Zonen-Defensive. „Auf Pick-and-Roll-Offensive reagiert auch nicht jeder mit Ice-Defense“, so Dohrn. „Auf jeden Fall pflegt Leitershofen einen anderen taktischen Ansatz als unsere beiden letzten Gegner.“ Entsprechend flexibel müssen die Dragons eingestellt sein. Die Aussage, Rhöndorf reagiere besonders anfällig auf Raumverteidigungen, hält Stephan Dohrn für ein Gerücht. „Rein statistisch betrachtet sind wir gegen beide Verteidigungsformen ähnlich erfolgreich.“

Trotz der aktuell angespannten Personalsituation blickt Stephan Dohrn dem nächsten Heimspiel optimistisch entgegen: „Unsere Jungs freuen sich aber schon darauf, gegen eine Zone zu spielen. Ganz einfach, weil sie überzeugt davon sind gut aus der Distanz werfen zu können. Dann muss der Ball natürlich auch in den Korb. Abgesehen davon ist die Balance wichtig. Wir brauchen Defensive Stopps, dann fällt dir in der Offensive vieles leichter. Gegen eine Zone wird‘s immer dann schwer, wenn du zu langsam spielst, weil außer Distanzwürfen nicht viel übrig bleibt. Ich will es jetzt aber nicht beschreien wollen, es gibt auch noch andere Umstände das Spiel entscheiden werden. Schauen wir mal, was der Sonntag so bringt.“

Vorberichte ProB Nord 23. Spieltag

16.03.2024 15:00 Uhr Berlin Braves 2000 vs. RheinStars Köln

Nach zwei Auswärtsspielen in Folge dürfen die Berlin Braves 2000 am Samstag wieder in der heimischen Sömmeringhalle ran. Mit dem Spiel gegen die Rheinstars Köln startet eine Serie von drei Heimspielen in Folge, die den Endspurt der Regular Season einleitet. Die Gäste aus Köln stehen aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz, nur zwei Punkte hinter Ligaprimus Leverkusen.

Die Berlin Braves konnten ihre zwei Auswärtsspiele in Folge mit Licht und Schatten gestalten. Im ersten Auswärtsspiel riss die Serie von vier Siegen am Stück gegen die EN Baskets Schwelm mit 77.65. Doch danach konnten sich die Berliner im zweiten Spiel direkt rehabilitieren und sich einen Sieg bei den Ademax Ballers aus Ibbenbüren schnappen (63:76). Im Spiel gegen die verletzungsgeplagten Ibbenbürener legten die Berliner einen Start nach Maß hin: fünf Dreier in Folge brachten eine deutliche Führung. In Viertel zwei und drei kamen die Gastgeber jedoch zurück und boten einen starken Fight. Am Ende fingen sich die Braves wieder und fuhren am Ende einen ungefährdeten Sieg ein. Der Spieler des Spiels war Kozhemiakin mit 15 Punkten, 3 Assists und 6 Rebounds.

Am Samstag geht es für die Berlin Braves gegen die Rheinstars Köln, die mit einer bisher überragenden Saison und einer Bilanz von (17:5) auf dem zweiten Tabellenplatz stehen. Aus ihren letzten fünf Spielen holten die Rheinstars vier Siege und konnten ihre Ambitionen auf die Playoffs inklusive Heimrecht unterstreichen. Im letzten Spiel gegen BBG Herford erlebten die Fans der Rheinstars eine Achterbahnfahrt. Ihre Mannschaft begann sehenswert und überrollte die Herforder im ersten Durchgang förmlich. Danach schalteten die Kölner jedoch einen Gang zurück und fühlten sich zu sicher. Die BBG Herford lief heiß und machte das Spiel nochmal richtig spannend. Am Ende konnten die Rheinstars eher glücklich den neunten Heimsieg in dieser Saison einfahren. Der Kölner Trainerstab war nach dem Spiel sichtlich unzufrieden mit der Leistung und haderte vor allem damit, dass die Mannschaft ihre anfängliche Dominanz nicht über die volle Spieldistanz aufrechterhalten konnte.

Die auffälligsten Rheinstars sind in dieser Saison Rupert Hennen, Björn Rohwer und Bryan Battle. Hennen kommt durchschnittlich auf 17.8 Punkte, 5 Assists und 3.2 Rebounds, Rohwer glänzte bisher mit 16.8 Punkten und starken 6.6 Rebounds und Battle erzielt im Schnitt 12.7 Punkte, 2.6 Assists und 4.7 Rebounds. Dieses Dreiergespann sollten die Braves auf dem Zettel haben und extra eng verteidigen.

Aufgrund der Tabellensituation sind die Rheinstars Köln ziemlich eindeutig favorisiert. Von ihnen wird nach dem durchwachsenen Auftritt gegen Herford erwartet, dass sie in Berlin wieder zu gewohnter Dominanz finden und sich den Auswärtssieg holen. Auf der anderen Seite müssen sich die Braves auf keinen Fall verstecken. Sie stehen als Aufsteiger super da, haben in den letzten Spielen starke Leistungen gezeigt und reichlich Siege eingefahren. Sie werden es den RheinStars in der heimischen Sömmeringhalle sicherlich nicht leicht machen und ihnen mit voller Motivation die Stirn bieten. 


16.03.2024 18:00 Uhr SBB Baskets Wolmirstedt vs. Itzehoe Eagles

Die Teilnahme an den Play-offs ist sicher, nun kämpfen die SBB Baskets in der Barmer 2. Basketball-Bundesliga Pro B um die bestmögliche Platzierung: Ein Heimsieg am Samstagabend (Beginn: 18 Uhr) gegen die Itzehoe Eagles wäre ein bedeutender Schritt, um noch einen Sprung in der Tabelle zu schaffen.

Die Itzehoe Eagles durchleben eine schwierige Saison, stecken noch mitten im Abstiegskampf. Mit sieben Siegen und 15 Niederlagen belegt Itzehoe aktuell den elften von 14 Tabellenplätzen. Das Hinspiel in Itzehoe konnten die SBB Baskets mit 92:81 gewinnen. Besonderes Augenmerkt sollte für Wolmirstedt auf Filmore Beck liegen. Der 32 Jahre alte Routinier ist der Fixpunkt im Spiel der Eagles. 19,1 Punkte erzielt Beck im Schnitt pro Partie, beweist immer wieder auch seine Treffsicherheit aus der Distanz.

Die SBB Baskets gehen mit reichlich Rückenwind in das zweite Heimspiel in Folge. Am vergangenen Wochenende wurde Schwelm vor heimischem Publikum souverän mit 91:72 besiegt. In der Woche zuvor konnte Stahnsdorf auswärts mit dem letzten Wurf des Spiels mit 62:60 bezwungen werden. Die SBB Baskets belegen aktuell den sechsten Tabellenplatz, wollen aber noch auf Rang vier springen, um in der Endrunde das Heimrecht zu haben.

SBB-Cheftrainer Eiko Potthast sagt: „Itzehoe ist ein sehr physisches Team. Da wird es wichtig, dass wir das Rebound-Duell gewinnen. Außerdem müssen wir die starken Schützen der Eagles verteidigen. Sie strahlen große Gefahr aus, das müssen wir limitieren. Wir müssen außerdem offensiv das Tempo diktieren und das Spiel schnell machen, aggressiv sein. Wichtig wird sein, dass wir gegen die wechselnde Verteidigung immer wieder neue Wege finden, um erfolgreich zu sein.“


16.03.2024 19:30 Uhr EN BASKETS Schwelm vs. Bayer Giants Leverkusen

Am 23. Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB erwartet die BAYER GIANTS ein brisantes Duell: Die Schützlinge von Cheftrainer Hansi Gnad treffen Am Samstag, 16.03.2024, um 19:30 Uhr, auf die EN BASKETS Schwelm – die Schwelm ArENa ist seit Wochen restlos ausverkauft!

Am Wochenende wird es „heiß“ in der BARMER 2. Basketball Bundesliga, genauer gesagt in der ProB-Nord. Die GIANTS reisen am Samstag (16.03.2024 um 19:30 Uhr) zum NRW-Duell nach Schwelm und treffen auf die dort ansässigen EN BASKETS. Nicht nur von der Tabellenkonstellation her weckt die Paarung große spielerische Erwartungen (Leverkusen führt die Tabelle an, die Schwelmer Korbjäger belegen Rang drei), sondern auch auf den Rängen darf man von einem Spektakel ausgehen. Die Schwelm ArENa, welche insgesamt 1.500 Zuschauer fasst, ist schon seit einigen Wochen bis auf den letzten Platz ausverkauft.

Auch die Fans des Rekordmeisters werden zahlreich anreisen und ihre Mannschaft unterstützen. Rund 200 Leverkusener werden die Tour u.a. in zwei Fanbussen in Richtung Ennepe-Ruhr-Kreis antreten. Über den Support freuen sich nicht nur die Spieler des 14-maligen Deutschen Meisters: „Das ist schon eine tolle Entwicklung die bei uns derzeit stattfindet. Damit meine ich nicht nur die Leistung der Jungs auf dem Feld, sondern auch bei den Fans auf den Rängen“, so Coach Hansi Gnad. „Wie wichtig diese rote Wand im Rücken ist, haben wir schon in Köln gemerkt. Deshalb freut es mich ungemein, dass uns fast 200 Leverkusener Anhängerinnen und Anhänger in Schwelm unterstützen werden.“

In den vergangenen Monaten haben sich die Schwelmer Basketballer im oberen Tabellendrittel der Nordstaffel etabliert. Die BASKETS konnten 16 ihrer insgesamt 22 Spiele für sich entscheiden und so steht das Team von Coach Falk Möller verdienterweise auf dem dritten Rang im Norden. Mit einem Erfolg gegen Leverkusen wäre das Heimrecht in der ersten Runde der Playoffs fix.


16.03.2024 19:30 Uhr BBG Herford vs. SC Rist Wedel

Vier Spiele bestreiten die Rister in der Hauptrunde der laufenden ProB-Saison noch. Der Beginn des Schlussspurts findet am Sonnabend (16. März, 19:30 Uhr) bei der BBG Herford statt.

Für die Rister geht es darum, den vierten Tabellenplatz zu halten – möglichst bis zum Schluss. „Mit Heimrecht in die Playoffs zu starten, wäre ein Traum“, sagt Co-Trainerin Constanze Wegner. Zumal in der Meisterrunde Überkreuzduelle ausgetragen werden, man also auf einen Gegner aus der Südstaffel trifft. Als Vierter hätte man im Fall eines entscheidenden dritten Spiels Heimrecht. „Aber wir wissen, dass noch einige schwere Aufgaben auf uns warten“, so Wegner.

Zunächst am Sonnabend in Herford. Die BBG kämpft um den Klassenerhalt. „Das wird nicht einfach“, blickt sie voraus. Bester Mann der Herforder ist Shawn Gulley, der knapp 23 Punkte pro Spiel erzielt. Im Hinspiel, das die BBG in Wedel 81:77 gewann, waren es sogar 37. Auch der US-Amerikaner Collin Turner (knapp 21 Punkte pro Spiel) ist abschlussstark und außerdem ein zuverlässiger Vorbereiter von Korberfolgen seiner Nebenmänner.

Wagt man einen Blick auf das übrige Restprogramm der Rister, warten weitere dicke Brocken. Nur noch ein Heimspiel (gegen Ibbenbüren) ist dabei. Man erinnere sich: Den ersten Vergleich mit dem Tabellenschlusslicht verlor man. Alles andere als ein Selbstläufer also. „Wir haben danach Berlin. Das wird eine Mammutaufgabe“, sagt Wegner. „Und wir fahren noch nach Köln. Wir haben da also noch so ein paar Hausnummern“, erläutert die Co-Trainerin. Wann sie wieder auf Mika Tangermann bauen kann, ist ungewiss. Der Center hat sich den Fuß gebrochen.


17.03.2024 15:00 Uhr Seawolves Academy vs. Iserlohn Kangaroos

Für die Seawolves Academy steht am Sonntag um 15:00 Uhr ein wichtiges Spiel im Kalender. In der OSPA Arena empfängt das Team von Coach Nicolai Coputerco die Iserlohn Kangaroos.

Nachdem die jungen Wölfe zuletzt nur einen Sieg aus den letzten fünf Spielen feiern konnten, soll nun gegen die Sauerländer die Heimstärke ausgespielt und ein wichtiger Sieg im Kampf um die Playoffs erbeutet werden.

Das Hinspiel in Iserlohn hatten die Rostocker Anfang Oktober mit 81:91 verloren. Trotz eines guten Saisonstarts rutschten die Kangaroos in der Tabelle immer weiter nach unten und kämpfen als Tabellenzwölfter um den Klassenerhalt in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord. Die Seawolves Academy hingegen hatte zwar jüngst gegen Leverkusen (44:86) und in Itzehoe (83:91) das Nachsehen. Mit einem Erfolgserlebnis könnte der achte Tabellenplatz jedoch gefestigt werden und die starke Leistung in der ProB-Premierensaison bestätigt werden.

Die Partie des 23. Spieltag wird wie gewohnt ab 14:45 Uhr auf sportdeutschland.tv live und kostenfrei übertragen.


17.03.2024 16:00 Uhr BSW Sixers vs. Ademax Ballers Ibbenbüren

Mit den Ademax Ballers aus Ibbenbüren empfangen die BSW Sixers am 23. Spieltag den stark abstiegsbedrohten Aufsteiger in Sandersdorf. In den letzten vier Spielen der regulären Saison benötigen die Sixers jeden Sieg, um in die Playoffs einzuziehen, während Ibbenbüren ein Erfolgserlebnis im Abstiegskampf benötigt. Im vorletzten Heimspiel wollen die Bundesligabasketballer aus Bitterfeld, Sandersdorf und Wolfen an den jüngsten Heimerfolg gegen Iserlohn anknüpfen. Das Rennen um die Playoffs bleibt weiterhin eng und jeder Sieg zählt. Mit einer ähnlichen Einstellung werden aber auch die Gäste aus Nordrhein-Westfalen nach Sandersdorf reisen, denn nur bei einem Sieg verbleibt eine Minimalchance auf den Klassenerhalt. Mit vier Siegen aus 22 Saisonspielen belegen die Ademax Ballers den letzten Tabellenplatz. Dabei verlief der Saisonstart für den Aufsteiger aus der Regionalliga vielversprechend. Bereits am vierten Spieltag konnte der erste Sieg gefeiert werden, doch Verletzungsprobleme und Veränderungen auf den Importpositionen stoppten den Rhythmus früh im Saisonverlauf. Mit der Nachverpflichtung des US-Amerikaner Denzel Livingston keimte neue Hoffnung auf und Siege gegen Itzehoe und Wedel folgten. Nach einer erneuten Niederlagenserie stellte der Verein Ende Januar Trainer Peer Reckinger frei. Seither steht der Marokkaner Naoufal Al Uariachi an der Seitenlinie, doch auch mit dem 54-Jährigen gelang lediglich ein Sieg aus sechs Spielen.

Auffälligster Akteur im Gästekader ist Denzel Livingston. Zu Beginn der Saison 2015/2016 noch im Kader des NBA-Teams der Houston Rockets, geht der US-Amerikaner seit Mitte November 2023 für Ibbenbüren auf Korbjagd. In seinem ersten Auftritt, damals gegen die BSW Sixers, erzielte er direkt 21 Punkte und 14 Rebounds. Insbesondere der Wurf aus der Distanz ist die Spezialität des Absolventen der University of Incarnate Word. Während der Italiener Victorio Dente seit Anfang November 2023 verletzungsbedingt kein Spiel mehr absolvieren konnte, stehen mit Landsmann Juan Barga und dem Spanier Albert del Hoyo Perez noch zwei weitere Importspieler im Kader. Viel ProB-Erfahrung bringt Center Kai Hänig (u.a. Oldenburg und Münster) mit. Durchschnittlich acht Punkte und sieben Rebounds legt der 36-Jährige im Schnitt auf. Dahinter steht ein Pool von jungen Spielern, die größtenteils ihre erste Saison in der ProB absolvieren. Auffälligster Akteur der „jungen wilden“ war in den letzten Spielen Luka Zajic. Über 17 Punkte erzielt der großgewachsene Guard in den letzten drei Spielen und nutzt damit die vielen Spielminuten, die zuletzt durch die Personalprobleme frei geworden sind. Das letzte Heimspiel konnten die Ademax Ballers Ibbenbüren lediglich mit sieben Spielern bestreiten, wie der Kader in Sandersdorf aussehen wird ist also offen.

Nach dem jüngsten Heimsieg gegen die Iserlohn Kangaroos herrschte bei den Sixers zu Wochenbeginn gute Stimmung. Nun soll das Erfolgserlebnis im Heimspiel gegen Ibbenbüren wiederholt werden, um weiter im Rennen um die Playoffs dabei zu bleiben. Da Kooperationspartner SYNTAINICS MBC bereit am Samstagabend spielt, sollten zum vorletzten Heimspiel alle Doppellizenzspieler mit an Board sein. Lediglich Mohamed Ibrahim wird nicht im Kader stehen, da er am Sonntagmittag mit dem JBBL-Team der Mitteldeutschen Basketball Academy in den Playoffs der U16-Bundesliga aktiv sein wird.

„Der Sieg am vergangenen Wochenende hat uns natürlich Selbstvertrauen gegeben und wir wollen nun auch das zweite Spiel in Folge gewinnen. Ich erwarte einen Gegner, der mit dem Rücken zur Wand stehen alles in die Waagschale werfen wird. Wir müssen uns auf eine kämpferisch Partie einstellen in der es darauf ankommen wird den Ibbenbürener Top-Scorer Livingston als Mannschaft zu stoppen. Aber auch die anderen Spieler haben schon ihre Qualität bewiesen, von daher müssen wir hellwach und fokussiert in das Spiel gehen. Für unser Ziel in die Playoffs zu kommen ist das Spiel allerdings ein Must-Win, insofern erwarte ich einen Heimsieg.“ blickt Sixers-Trainer Chris Schreiber selbstbewusst auf die Partie voraus.


17.03.2024 17:00 Uhr LOK BERNAU vs. TKS 49ers

Am kommenden Sonntag wollen die TKS 49ers am 23. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB nach vier Niederlagen in Folge den so wichtigen zehnten Saisonsieg einfahren. Dafür muss ihnen ein Erfolg auswärts beim SSV LOK Bernau gelingen. Im Hinspiel musste man leider eine Heimniederlage hinnehmen. Das Ziel wird es dieses Mal sein sich zu revanchieren und weiterhin im Playoff-Rennen zu bleiben.

Die Chancen auf eine Playoff-Teilnahme sind nach der letzten Niederlage etwas gesunken, doch ein Sieg auswärts in Bernau könnte die Ausgangslage der TKS 49ers wieder erheblich verbessern. Trotz der vierten Pleite in Serie gibt es aus Sicht der 49ers dennoch positive Aspekte, auf die man bauen kann. In diesen vier Spielen war vor allem die Defensive eine bemerkenswerte Stärke. Insgesamt konnte man die Gegner im Schnitt unter 70 Punkten halten. Eine Stärke, die die 49ers am kommenden Wochenende gegen Bernau ein weiteres Mal unter Beweis stellen müssen. Die Offensive zählte in den letzten Wochen dagegen zu den schlechtesten der Liga. In der Abstinenz von Kapitän Robin Jorch konnte nicht einmal die 70 Punkte-Marke geknackt werden. Auch im Derby-Hinspiel gegen Bernau wurde den 49ers ihr schwächelnder Angriff zum Verhängnis. Bei der 62:71 Niederlage konnte lediglich Yannick Hildebrandt mit 14 Zählern zweistellig punkten. Bei Bernau war es vor allem Linus Ruf, der mit 22 Punkten überzeugte.

Neben Ruf müssen sich die 49ers gleichzeitig auf Elias Rapieque und Akim-Jamal Jonah sowie die Neuzugänge Emilio Banic und Ronald Rousseau vorbereiten. Jeder dieser Leistungsträger erzielt im Schnitt mehr als 13 Punkte pro Spiel. Und obwohl auch die Bernauer zuletzt drei Niederlagen hinnehmen mussten, befinden sich die Gastgeber mit nur einem Sieg weniger als die 49ers auf dem 10. Tabellenplatz. Für Vladimir Pastushenko und sein Team steht somit die nächste große Herausforderung an: „Bernau ist eine junge Mannschaft mit viel Potenzial, welche gut von erfahrenen Spielern ergänzt wird. Sie sind eine große, schnelle und aggressive Mannschaft, die Spielidee der Trainer ist daran gut zu erkennen. Wir müssen uns daher ideal vorbereiten, um am Sonntag erfolgreich zu sein.“

Nachberichte ProA 23. Spieltag

16.02.2024 19:30 Uhr EPG Baskets Koblenz vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier 66:63

In einem defensiv geprägten Duell zwischen den EPG Baskets Koblenz und den Römerstrom Gladiators Trier setzt sich vor 2850 Zuschauern die Heimmannschaft aus Koblenz mit 66-63 durch und beendet somit überraschend die zwölf Spiele anhaltende Siegesserie des Tabellenführers aus Trier. „Durch eine starke Defensivleistung als Team haben wir Trier nicht in einen offensiven Rhythmus kommen lassen. Wir haben um jeden einzelnen Rebound gekämpft, offensiv uns zwar zu viele Ballverluste geleistet, doch dafür die wichtigen Würfe getroffen und uns mit dem Sieg für die harte Arbeit belohnt.“, so fasst Trey Hall das Spiel in wenigen Sätzen treffend zusammen.

Die Gastgeber trafen in den ersten Spielminuten besser von außen und zwangen die Gladiatoren zu einem recht hektischen Spielaufbau. So lagen die Trierer nach knapp vier gespielten Minuten mit 3:8 in Rückstand, bev0r man selbst besser aus der Distanz traf und erst auf 8:8 ausgleichen (7. Minute) und dann mit 14:10 zum Ende des ersten Viertels in Führung gehen konnte. Weiterhin blieb die Partie defensiv geprägt und verlangte beiden Teams offensiv sehr viel Konzentration und Physis ab. Zu Beginn des zweiten Viertels zeigten sich die Gladiatoren defensiv sogar nochmal verbessert und intensivierten den Druck auf die Koblenzer Aufbauspieler. Dies sorgte immer wieder für schwere Würfe oder Ballverluste auf Seiten der EPG Baskets, während die Gladiatoren offensiv den Ball nun gut laufen ließen und die Führung bis auf 23:13 (14.) ausbauen konnten. Doch die Koblenzer fanden ebenfalls über eine verbesserte Dreierquote wieder in die Partie und schaffte es zügig, die Partie wieder auszugleichen (27:27, 17.). Der Start in die zweite Halbzeit verlief erneut sehr ausgeglichen. Beide Mannschaften fanden weiterhin defensiv gute Lösungen und erschwerten die Offensive auf der jeweils anderen Seite enorm. Im letzten Viertel gelang es den Gladiatoren nicht, dem Spiel nochmal eine entscheidende Wendung zu geben. Offensiv verlor die Partie stark an Tempo und die Trierer suchten nun immer wieder das Eins-gegen-Eins zum Korb, während die Koblenzer den Ball etwas besser laufen ließen. So stand auch zur Mitte des letzten Viertels eine knappe Koblenzer Führung auf der Anzeigetafel der CGM Arena (55:59, 34.). Zwar gelang es den Gladiatoren noch einmal das Spiel eng zu machen und dank einer verbesserten Defensiv- und Reboundarbeit nochmal auf 61:62 (37.) und letztlich auf 63:65 zu verkürzen. Bereits zwei Minuten vor Spielende traf Koblenz per Dreier zu diesem Spielstand, knapp zehn Sekunden vor Schluss – bei Trierer Ballbesitz – hatten die Gladiatoren so die Chance auf Verlängerung oder sogar den Sieg. Der anschließende Drei-Punkte-Wurf von Behnam Yakhchali verfehlte jedoch das Ziel und ein Reboundfoul der Trierer wurde noch mit zwei Freiwürfen für Maurice Pluskota bestraft. Dieser traf einen Freiwurf zum 63:66 Endstand im Derby-Rückspiel am 23. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Somit endet die 12 Spiele anhaltende Siegesserie der Moselstädter,

17.02.2024 18:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. Nürnberg Falcons BC 89:84

Wie bereits zuletzt machten die Bremerhavener es wieder spannend im Eisbärenkäfig. Selbst von einem schwachen Start ins dritte Viertel ließ sich das Team um Kapitän Robert Oehle dabei nicht beirren und zeigte ein unglaubliches Kämpferherz. Getragen von den lautstarken Fans holten sich die Seestädter bereits Ende des dritten Viertels die Führung zurück und behielten am Ende des Spiels die Nerven.

Es entwickelte sich ein Spiel auf Messers Schneide. Bis kurz vor Schluss konnte sich keines der Teams absetzen. Bei noch zweieinhalb zu spielenden Minuten glich Nürnberg auf 81:81 aus – Crunchtime. Nachdem die Eisbären nicht direkt wieder punkten konnten, verwarfen die Falcons zwei Freiwürfe. Nun übernahm Nick Hornsby Verantwortung, nahm einen Mitteldistanzwurf von Höhe der Freiwurflinie und versenkte diesen gewohnt sicher (83:81). Nürnberg glich mit zwei erfolgreichen Freiwürfen erneut aus, aber auch die Eisbären hatten eine Antwort parat. Nick Hornsby setzte Addi Breitlauch in Szene, der per Korbleger punktete (85:83). Nun stand die Defense der Bremerhavener. Zwei Stopps in Folge und bei noch 14 Sekunden Spielzeit zeigte Aaron Cook keine Nerven an der Freiwurflinie: seine zwei Versuche waren genauso erfolgreich wie die Beiden von Nick Hornsby sechs Sekunden vor Ende. So gewannen die Eisbären Bremerhaven letztendlich mit 89:84 und haben einen ganz wichtigen Sieg vor der Länderspielpause eingefahren.

Das betonte auch Headcoach Steven Key nach dem Spiel. „Der Sieg heute war immens wichtig für uns. Im dritten Viertel haben wir es uns selbst unnötig schwergemacht, aber auch solche Phasen gibt es in einem Spiel. Wir haben Moral bewiesen und die richtigen Antworten gefunden. Sich von so einem Lauf zu erholen ist nicht einfach. Deshalb bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft. Darüber hinaus haben wir das Rebound-Duell gewonnen und gut auf den Ball aufgepasst – Das ist sehr wichtig in so knappen Spielen. In diesem Jahr haben wir nun sechs aus acht Spielen gewonnen. Diesen Schwung wollen wir weiter mitnehmen, wenn nach der Länderspielpause direkt die nächsten wichtigen Spiele auf uns warten.“

17.02.2024 19:00 Uhr Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. Phoenix Hagen 77:76

Den vierten Sieg im vierten Spiel in Serie konnten die Bozic Knights am 23. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga gegen den Tabellenzweiten aus Hagen einfahren. Beim spannenden 77:76 Heimsieg steigern sich die Ritter im Laufe des Spiels und kompensieren erfolgreich den krankheits- bzw. verletzungsbedingten Ausfall von zwei Leistungsträgern. In der Tabelle bleiben die Knights auf Platz sechs.

Der Tabellenzweite kam mit der klaren Absicht in die Teckstadt, den Ausrutscher von Tabellenführer Trier vom Vortag zu nutzen und näher an Platz eins heranzurücken. Entsprechend engagiert startete die Truppe von Head Coach Chris Harris. Besonders der Ballvortrag der Ritter wurde konsequent attackiert und unter Druck gesetzt. Dementsprechend mickrig die Punkteausbeute auf Seiten der Knights in Abschnitt eins. Da jedoch auch die Defense der Gastgeber früh da war, bekamen die Zuschauer einen Abnutzungskampf zu sehen, der nach den ersten zehn Minuten in einem 19:14 Zwischenstand resultierte. Die Ritter fingen sich so langsam und fanden Mittel und Wege mit der intensiven Spielweise der Hagener klarzukommen. Bessere Lösungen wurden präsentiert und es wurde ein Spiel auf Augenhöhe. In die Halbzeit ging es mit einer 39:35 Führung für die Gäste. Den besseren Start in Halbzeit zwei erwischten die Hagener, doch dieser erwies sich nur als kurzes Zwischenhoch. Die Bozic Knights waren nun im Spiel angekommen und übernahmen Schritt für Schritt die Kontrolle über das Spieltempo. Die Führung wechselte pünktlich zum Viertelwechsel (58:57). Beide Teams kämpften verbissen. Den Rittern war nun die kurze Rotation anzumerken. Kapitän Mike Flowers plagte sich mit Krämpfen durchs Spiel, hielt jedoch wacker durch und auch seinem Pendant Mike Miller merkte man die Verletzungspause der vorherigen Woche an. In der Schlussphase der Partie setzten zuerst die Knights einen Lauf an und gingen mit vier Punkten in Führung. Phoenix konterte jedoch umgehend und ging seinerseits mit einem Zähler in Führung. Die Defensive der Ritter hielt und generierte einen entscheidenden Stopp. Auf der gegenüberliegenden Seite wurde Flowers bei noch fünf Sekunden Restspielzeit gefoult. Er verwandelte sicher von der Linie seine Punkte 24 und 25, mit denen der Guard Topscorer der Partie war. Den letzten Angriff konnte Hagen nicht mehr verwerten und so stand der verdiente Heimsieg zu Buche.

„Gratulation an meine Spieler. Sie haben in den letzten zwei Wochen außergewöhnliches gezeigt und sich die vier Siege verdient. Jetzt brauchen wir dringend die Pause um wieder neue Kraft zu tanken und wir hoffen, dass die verletzten Spieler bis zum nächsten Spieltag wieder fit sind,“ sagte Knights Coach Igor Perovic nach Spielende.

17.02.2024 19:00 Uhr ART Giants Düsseldorf vs. Gartenzaun24 Baskets Paderborn 71:88

Im Vorfeld der Begegnung gegen Paderborn war allen Beteiligten klar, dass diese Partie unter besonderen Vorzeichen stehen würde. Um dem verstorbenen Jugendspieler Volodymyr Yermakov zu gedenken und ihm einen würdevollen Abschied zu bereiten, hatten die Düsseldorfer zur Aktion „Zusammen gegen Gewalt“ aufgerufen. Es wurde auf Ticketeinnahmen verzichtet und dafür zur Unterstützung des Spendenaufrufs appelliert. Und so schlossen sich 2.521 Zuschauer dieser Aktion an und fanden am Samstagabend zum Heimspiel gegen Paderborn den Weg ins Castello. Spendenboxen wurden aufgestellt, ein Kondolenzbuch lag aus und Mitglieder, Spieler sowie Funktionäre des Vereins trugen gesonderte T-Shirts mit der Aufschrift „33 Volodymyr Yermakov – forever in our hearts“.

Kurz darauf begann dann die Partie auf dem Parkett, in der zunächst die Gäste den besseren Start fanden. Viele Abschlüsse der Giganten sprangen vom Ring ab, aber auch die Baskets aus Paderborn hatten im ersten Viertel offensiv noch Schwierigkeiten (13:16). Zwar eröffnete Paul Giese das zweite Viertel mit einem Dreier, doch in der Folge übernahmen die Westfalen die Spielkontrolle, weil man ihnen immer wieder leichte Treffer ermöglichte.

Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Hausherren deutlich präsenter, auch weil nun Mannschaftskapitän C.J. Anderson voranging, sowohl im kontrollierten Spielaufbau als auch im Scoring. Von den Rängen, sowohl bei den Heim- als auch den mitgereisten Auswärtsfans aus Paderborn, konnte man nun deutlich spüren, dass es in dieser Partie um viel geht. Der stark aufspielende Anderson (20 Punkte) war in diesem Abschnitt kaum zu stoppen, nahezu das gesamte Offensivspiel der Düsseldorfer lief über ihn. Dennoch hatte man defensiv zunehmend Probleme gegen die Baskets, die ihre Führung vor dem Schlussviertel deutlich ausbauen konnten (53:66). So musste aus Sicht der Giganten in den letzten zehn Minuten eine Leistungssteigerung her, um die Begegnung gegen den Tabellenletzten noch drehen zu können. Nach Belieben kam Paderborn jedoch weiterhin zu einfachen Abschlüssen, die das Team um Headcoach Steven Esterkamp sicher verwandelte. So rannten die Gastgeber rund fünf Minuten vor Spielende einem aussichtslosen Rückstand von mittlerweile 20 Punkten hinterher, der nicht mehr aufgeholt werden konnte. Letztlich musste man sich dem Tabellenschlusslicht aus Paderborn deutlich und auch verdient geschlagen geben (71:88).

17.02.2024 19:30 Uhr Uni Baskets Münster vs. VfL SparkassenStars Bochum 90:83

Bochum startete im ersten Viertel gut in die Begegnung mit den Uni Baskets und wirkte selbstbewusst. Gute Defense gegen die gefährlichen Dreierschützen und eigene gute Wurfquoten führten schnell zu einer Führung für die SparkassenStars. Leider wurden früh einige Fouls gegen die beiden Big Men Tom Alte und Kilian Dietz gepfiffen, die später noch entscheidend werden sollten. Nach dem ersten Viertel führten die Bochumer mit 25:16.

Im zweiten Spielabschnitt kamen die Münsteraner zunächst auf 7 Punkte heran, das beeindruckte die SparkassenStars aber nicht und sie zogen danach wieder weg und vergrößerten den Vorsprung auf 12 Punkte. So ging man auch mit einem zweistelligen Vorsprung (47:37) in die Halbzeitpause.

Anfang des dritten Viertels bauten die Bochumer den Vorsprung sogar auf 14 Punkte aus. Ein 8:0 Lauf brachte die Uni Baskets aber wieder in Schlagdistanz und erstmals waren auch die 2750 Zuschauer, darunter rund 250 Bochumer, richtig laut. Die SparkassenStars verteidigten die Führung bis zum Viertelende und gingen mit einer 67:61 Führung in den letzten Spielabschnitt.

Münster gelang der bessere Start ins Viertel. Nach 1 1/2 gespielten Minuten gelang Nathan Scott per Freiwurf der Ausgleich zum 69:69. Kurz danach musste Tom Alte mit seinem 5. Foul das Feld verlassen. 30 Sekunden später musste Kilian Dietz ebenfalls mit 5 Fouls runter. Münsters überragender Center Adam Touray war nun kaum noch zu stoppen und bekam dazu noch sehr viele Pfiffe. Er alleine durfte 15 mal an die Freiwurflinie. Münster drehte die Partie, aber die SparkassenStars kämpften, angefeuert von ihren lautstarken Fans, bis zum Ende. Die Partie endete mit einem 90:83 Sieg für die Uni Baskets Münster.

18.02.2024 15:00 Uhr BBC Bayreuth vs. PS Karlsruhe LIONS 77:71

Das Hinspiel in der Fächerstadt am 16. Dezember hatte das Karlsrudel spektakulär in der Overtime mit einem Punkt für sich entschieden. Nun, am 18. Februar, revanchierten sich die Franken in einer ähnlich intensiven Begegnung und behielten nach spannenden 40 Minuten mit 77:71 die Oberhand.

Die LIONS hatten zunächst Probleme, sich aus dem Spiel heraus gegen die Bayreuther Defense durchzusetzen. Die Spieler beherzigten die Ansagen ihres Trainers, hatten aber weiterhin wenig Glück im Abschluss – im Gegensatz zu den Hausherren, die den ersten Abschnitt mit einer 25:17-Führung beendeten. Kurz nach der Viertelpause schoben sich die LIONS mit schnellen Treffern auf drei Punkte heran und wirken auch in der Defense nochmals etwas konzentrierter. Beim 27:24 war es Gästecoach Mladen Drijencic, der in der 13. Minute Gesprächsbedarf mit seinem Team hatte. Die Bayreuther Auszeit änderte jedoch nichts am Führungswechsel zwei Minuten später, so dass beim 29:33 und angesichts eines 16:4-Laufs Karlsruhes gleich die nächste Auszeit bei den Gastgebern fällig war. In der Folge bekamen die Franken wieder mehr Zugriff auf die Partie und eroberten sich mittels einer starken Schlussphase einer insgesamt sehr abwechslungsreichen ersten Hälfte die Führung zurück. Nach der Rückkehr aus den Kabinen beim Stand von 42:36 waren es wieder die Badener, die die ersten Minuten des dritten Viertels prägten und zügig zum Ausgleich kamen. Im weiteren Verlauf sahen die Zuschauer in der Oberfrankenhalle eine enge Begegnung. Keiner der Kontrahenten konnte sich klare Vorteile erarbeiten und der Charakter des Duells war nun zunehmend kampfbetont.

Drei Minuten vor Ende, bei 71:64, hatte es Bayreuth in der Hand, eine Vorentscheidung zu erzwingen. Stattdessen blieb es spannend. Denn 100 Sekunden vor dem Ende stand der BBC immer noch bei 71 Punkten. Karlsruhe schob sich jedoch in diesem Moment durch einen Dreier von Point Guard O´Showen Williams wieder auf drei Zähler heran. Die verbliebene Crunchtime wurde von vielen Freiwürfen auf beiden Seiten bestimmt – mit dem besseren Ende für den BBL-Absteiger, der damit auch den direkten Vergleich aus Hin- und Rückspiel für sich entscheiden konnte.

18.02.2024 15:00 Uhr FRAPORT SKYLINERS vs. JobStairs GIESSEN 46ers 94:67

Zweites Hessenderby, zweite ordentliche Abreibung! Auch fünf Siege in Serie haben bei den JobStairs GIESSEN 46ers nicht dazu geführt, das besonders für die Anhänger wichtigste Spiel des Jahres selbstbewusst und erhobenen Hauptes zu bestreiten. 114 Tage nach dem 69:92-Heimdebakel verloren die Männer von Trainer „Frenki“ Ignjatovic auch das zweite Duell in der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA bei den FRAPORT SKYLINERS klar. Bei der 67:94 (29:46)-Niederlage am Main hatten die Mittelhessen spätestens ab Mitte des zweiten Viertels nicht mehr den Hauch einer Chance, verabschiedeten sich mit hängenden Köpfen in die zweiwöchige Länderspielpause und mussten konstatieren, dass ihnen in der Offensive noch nie so wenig gelungen war.

„Wenn du zweimal in einer Saison gegen den gleichen Gegner eine solche Packung bekommst, dann kannst du das nicht mehr als Blackout abtun, dann liegen die Probleme schlicht tiefer“, nahm der 46ers-Coach einen Teil der Schuld auf sich. „Es ist mir offenbar nicht gelungen, bei einigen meiner Jungs die mentalen Blockaden zu lösen“, wusste Ignjatovic, dass die Brisanz von Derbys nicht immer nur beflügelnd, sondern manchmal auch lähmend wirken kann.

Denis Wucherer (Headcoach FRAPORT SKYLINERS)

„Ein riesiges Kompliment geht an die Fans beider Lager, die für eine wirkliche großartige und stimmungsvolle Derbyatmosphäre gesorgt haben. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, vor allem mit der Art und Weise wie dieses für uns zustande gekommen ist. Wir waren vor Gießen gewarnt, sind aber mit genau der richtigen Energie und Spannung rausgekommen, so dass wir früh das Tempo bestimmen konnten. Die ProA hat an diesem Wochenende einmal mehr gezeigt, in was für einer wilden Liga wir uns befinden, weswegen wir umso glücklicher sind einen weiteren Schritt gen Playoff-Qualifikation gemacht zu haben.“

18.02.2024 16:00 Uhr Dresden Titans vs. Artland Dragons 86:95

Das Spiel startete mit vier Punkten für die Gäste. Ein sehenswerter Pass von Voigtmann veredelt von einem Distanztreffer durch Wendler ließ dann alle Dresdner Fans das erste Mal Jubeln. Der Mann mit der Nummer zehn machte munter weiter und besorgte kurz darauf den 7:7 Ausgleich. Beirren ließen sich die Gäste dadurch nicht, gingen abermals in Font und bauten ihren Vorsprung bis zur Viertelpause auf 24:34 aus. 

Die Mannschaft aus Quakenbrück startete besser in den zweiten Spielabschnitt und schickte die Truppe von Fabian Strauß erstmals in die Auszeit. Doch auch danach zeigten die Dragons stärke, wie Watkins per Dunk demonstrierte. Beim Treffer aus der Ferne gefoult und mit perfektem Freiwurf, verkürzte Daniel Kirchner auf 34:45. Bis zur Halbzeitpause versenkten die Titans noch drei weitere Versuche vom Perimeter und kamen so auf 47:53 heran. 

Nach zwei Zählern von Teichmann kam wieder eine gute Phase der Artland Dragons und ein 0:10-Lauf brachte „Elbflorenz“ wieder deutlich ins Hintertreffen. Eine Auszeit rüttelte die Hausherren etwas wach, sodass sie auch wieder zu Punkten kamen. Till Isemann stopfte durch den Korb, Benson zeigte einen spritzigen Drive und der Rückstand wurde wieder einstellig (62:71). Ein Dreier von Teichmann kurz vor Ablauf der dritten zehn Minuten verkürzte erneut auf neun Punkte Rückstand (64:73). 

Vier getroffene Freiwürfe von Till Isemann gaben den Startschuss für die sächsische Aufholjagd. Die Antwort aus Niedersachsen gab es in Form eines weiteren 0:7-Laufs wodurch die Gäste wieder auf 71:85 erhöhten. Das gab der Heimmannschaft den Rest. Zwar flog in letzter Sekunde noch ein Dreier von Graham durch den Ring, dieser stellte aber nur auf 86:95.

 Headcoach Fabian Strauß –„Wir wurden von Artland heute ganz einfach überpowert. Durch die vielen Ausfälle in den letzten Wochen kommt kein Rhythmus zustande. Das macht uns enorm zu schaffen.“ 

18.02.2024 16:30 Uhr Medipolis SC Jena vs. RASTA Vechta II 86:67

Während Johann Grünloh am Sonntag bei der Nationalmannschaft in Ludwigsburg erwartet wurde, ist Jack Kayil noch beim Basketball Without Borders Global Camp der NBA und der FIBA in den USA. Aber auch ohne die zwei 18-Jährigen Leistungsträger bot der Aufsteiger dem großen Favoriten toll Paroli. Erst im Schlussabschnitt ging den Gästen, die auf Blake Francis und Lorenz Bank verzichten mussten, der Sprit aus und Medipolis SC Jena wusste seine physischen Vorteile noch besser zu nutzen. Das Harmsen-Team bezwang die talentierte BBL-Reserve der Niedersachsen vor 2.511 Zuschauern aufgrund einer Leistungssteigerung während der zweiten Hälfte auch in dieser Höhe verdient und klettert auf den 4. Platz der BARMER 2. Basketball Bundesliga. Während die Saalestädter mit Blake Francis und Lorenz Bank erneut auf zwei wichtige Impulsgeber verzichten mussten, avancierte Amir Hinton mit 20 Punkten vor drei weiteren zweistellig scorenden Jenaern zum erfolgreichsten Werfer der Partie.

Foto: Dmitrij Zibart

Vorberichte ProA 23. Spieltag

16.02.2024 19:30 Uhr EPG Baskets Koblenz vs. RÖMERSTROM Gladiators Trier

Mit 12 Siegen in Serie und der Tabellenführung inklusive zwei Siegen Vorsprung auf Verfolger Phoenix Hagen haben sich die RÖMERSTROM Gladiators Trier mit Blick auf die anstehende Länderspielpause in der BARMER 2. Basketball Bundesliga eine hervorragende Position gesichert. Und es ist ein ganz besonderes Auswärtsspiel für die Profibasketballer aus der ältesten Stadt Deutschlands. Gemeinsam mit über 500 Fans machen sich die RÖMERSTROM Gladiators auf den Weg nach Koblenz, wo das Derby-Rückspiel gegen die EPG Baskets und das Wiedersehen mit Ex-Headcoach Marco van den Berg wartet.

Die Baskets, die im Hinspiel lange mithalten konnten, dann jedoch am Ende sich noch deutlich mit 68-84 geschlagen geben mussten, erwartet der wahrscheinlichste stärkste Gegner in dieser Saison. Trier weist sowohl die beste Zweier- als auch Freiwurfquote aller Zweitligisten auf, angelt sich die meisten Rebounds und begeht die wenigsten Fouls. Von den Zahlen her ein sehr schwieriges Unterfangen für das Team von Headcoach Marco van den Berg- nur mit einer überragenden Teamleistung ist für die Koblenzer Basketballer die große Überraschung möglich. Das Ziel muss es sein, die Partie so lange wie möglich offen zu gestalten, verhindern das Trier vorentscheidende Läufe generiert und in der heimischen CGM-Arena gezielt Nadelstiche ins Trierer Spiel zu setzen.

„Die Vorbereitung auf das Spiel in Koblenz ist nicht einfach, da wir uns auf verschiedene Szenarien einstellen wollen. Wir wissen nicht, ob Richmond spielen wird oder nicht und werden uns dementsprechend vorbereiten. Wie ich schon nach dem Hinspiel gesagt habe, hat Koblenz einen sehr tiefen und ausgeglichenen Kader, der über sehr viel Talent und Größe verfügt. Mit Richmond haben sie einen weiteren starken Guard hinzugefügt, der zuletzt sehr viel Einfluss auf das Spiel nehmen konnte. Sie brauchen dringend eine Siegesserie um einen Run auf die Playoffs zu starten, davor sind wir gewarnt. Es wird -wie jedes Spiel in der ProA – definitiv eine große Herausforderung werden. Natürlich macht die Unterstützung unserer Fans vor Ort vieles einfacher. Unser ganzes Team und ich sind wirklich extrem dankbar für diese unglaubliche Unterstützung, die wir auch auswärts erfahren und wir freuen uns wirklich sehr auf dieses tolle Derby in Koblenz“, sagt Headcoach Don Beck vor dem Auswärtsspiel am Freitagabend.

17.02.2024 18:00 Uhr Eisbären Bremerhaven vs. Nürnberg Falcons BC

Die Nürnberg Falcons sind aktuell direkter Tabellennachbar der Eisbären Bremerhaven. Bei gleichem Punktestand haben die Eisbären lediglich durch den direkten Vergleich aus dem Hinspiel, das 79:65 gewonnen wurde, die Nase vorn. Zuletzt war das Team von Headcoach Virgil Matthews sehr gut aufgelegt und gewann seit der Niederlage gegen die Eisbären Mitte Januar vier von fünf Spielen. Lediglich gegen Frankfurt mussten sie mit 63:78 eine Niederlage einstecken.

Eisbären Headcoach Steven Key möchte nach der Niederlage in Hagen unbedingt einen Sieg einfahren. „Nach dem Spiel in Hagen waren wir alle etwas unzufrieden, da auch dort ein Sieg für uns drin war. Jetzt kommt mit Nürnberg eine sehr erfahrene Mannschaft, die seit unserem letzten Spiel ein paar Kaderveränderungen gemacht und vier aus fünf Spielen gewonnen hat. Das heißt, es wird, wie jedes Wochenende, nicht leicht für uns. Die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ist sehr ausgeglichen in diesem Jahr und jeder Sieg zählt. Um gewinnen zu können, müssen wir unser „A-Game“ zeigen und 40 Minuten konstant spielen. – So wie wir es auch in Nürnberg gemacht haben. Im Kampf um die Playoffplätze ist jeder Sieg wichtig und wir wollen unbedingt den Anschluss halten. Dafür brauchen wir einen Sieg und werden alles geben, um diesen einzufahren.“

17.02.2024 19:00 Uhr Bozic Estriche Knights Kirchheim vs. Phoenix Hagen

Nach einer kraftraubenden englischen Woche mit drei Spielen innerhalb von acht Tagen, hatten die Kirchheimer Korbjäger einen Tag mehr freibekommen. Erst am Mittwoch rief Head Coach Perovic seine Mannen wieder zum Training. „Nach diesen intensiven Spielen hätte die halbe Mannschaft ohnehin nicht vorher trainieren können,“ so der 49-jährige Serbe. Und auch am Mittwoch fehlten zwei Akteure. Kayne Henry und Mike Flowers mussten mit Beschwerden am Sprunggelenk an der Seite individuelle Übungen absolvieren. Bei Beiden steht noch nicht fest, ob sie am Samstag gegen Hagen auflaufen können. Wieder mit an Bord war Mike Miller, der in der letzten Woche intensiv behandelt wurde und bereits am Dienstag individuell in der Halle trainierte. „Die Verletzung von Kayne ist weniger schlimm wie befürchtet. Dennoch wird es knapp werden. Bei Mike müssen wir vorsichtig sein, dass wir nicht zu früh mit der Belastung beginnen.

Mit dem Tabellenzweiten aus Hagen kommt eine unangenehme und physisch spielende Truppe in die Teckstadt, die sechs der letzten sieben Ligaspiele für sich entscheiden konnte. Das Hinspiel ging mit 88:74 an Phoenix. Topscorer im Team von Head Coach Chris Harris ist US Guard Brock Mackenzie mit 14,2 Punkten pro Partie. Dicht gefolgt von Nazihar Bohannon (12,9 PpS) und Siler Schneider (13,5 PpS). Emotionaler Anführer ist der ehemalige Ritter Dennis Nawrocki, der vor einigen Jahren in der Teckstadt auf Punktejagd gegangen ist und nun für Hagen als wichtiger Spieler agiert. „Hagen ist eine sehr physische und schnell spielende Mannschaft. Wir müssen von Beginn an dagegenhalten und selbstbewusst agieren. Wir dürfen uns nicht den Schneid abkaufen lassen,“ so Perovic, der auf zahlreiche Unterstützung der heimischen Fans hofft.

17.02.2024 19:00 Uhr ART Giants Düsseldorf vs. Gartenzaun24 Baskets Paderborn

Es ist mehr als schwer, sich in der aktuellen Situation auf den Basketballsport zu konzentrieren. Dennoch geht es für die ART Giants um Headcoach Andaç Yapicier am Wochenende weiter auf dem Parkett, wenngleich diese Aufgabe gerade emotional eine unbekannte Herausforderung werden dürfte. „Nach dem tragischen Schicksal um Volodymyr waren die vergangenen Tage für uns alle natürlich sehr schwer. Er hatte in Düsseldorf und bei uns im Verein sein neues Zuhause gefunden. Er wird für immer in unseren Erinnerungen und Herzen bleiben“, drückt Yapicier zunächst seine aktuelle Gefühlslage aus.

Im Rahmen des Heimspiels gegen das Tabellenschlusslicht aus Paderborn werden die Düsseldorfer daher bewusst zur Aktion „Zusammen gegen Gewalt“ aufrufen und haben beschlossen, auf jegliche Ticket-Einnahmen für diese Begegnung zu verzichten. Vielmehr möchte man den Spendenaufruf für die Familie des verstorbenen Jugendspielers Volodymyr Yermakov unterstützen. Alle interessierten Basketballfans können sich demnach über den Online-Ticketshop oder an der Tageskasse kostenlose Eintrittskarten für diese Begegnung sichern. Neben einem würdevollen und respektvollen Abschiednehmen von „Vova“ an diesem Abend, wollen die Giganten auch sportlich ein Zeichen setzen und gegen die Baskets möglichst einen Heimsieg einfahren. „Paderborn hat sich in letzter Zeit von Woche zu Woche spielerisch enorm gesteigert. Allein gegen Trier waren sie nah dran an einem Sieg. Wir werden sie, so wie jeden anderen Gegner auch, mit höchstem Respekt in der Spielvorbereitung angehen“, so der Düsseldorfer Headcoach.

Für die Giganten wird es in erster Linie darauf ankommen, endlich mehr Konstanz in das eigene Spiel zu bringen. Zwar gingen die jüngsten drei Auswärtsspiele in Folge allesamt verloren, doch in jeder Partie spielte das Yapicier-Team entweder gut mit oder hatte weitestgehend gar die Kontrolle über das Spiel, um diese jedoch hinten raus wieder aus der Hand zu geben. „Zuletzt haben wir uns defensiv recht ordentlich präsentiert und in jedem Spiel viel Einsatzbereitschaft aufs Parkett gebracht. Durch kleinere Fehler haben wir aber immer wieder die Siege liegengelassen. Daran wollen wir am Samstag arbeiten, um wieder erfolgreich sein zu können“, gibt Yapicier vor.

17.02.2024 19:30 Uhr Uni Baskets Münster vs. VfL SparkassenStars Bochum

Am vergangenen Spieltag mussten die Uni Baskets zwar vom Ergebnis her einen Dämpfer hinnehmen. Bei Tabellenführer Gladiators Trier unterlag der Tabellenachte erst in der Crunchtime, bot aber ersatzgeschwächt eine formidable Leistung und liegt auch weiterhin zwei Zähler vor dem ersten Nicht-Playoff-Rang, den BBL-Absteiger Bayreuth inne hat. Wie schon beim Erfolg drei Tage zuvor gegen Dresden begeisterten die Münsteraner ihren Coach Götz Rohdewald erneut mit toller Mentalität. Nun wollen die Uni-Städter diese mit in das Westfalenderby gegen Bochum nehmen. „Wir müssen von der ersten bis zur letzten Minute wachsam sein. So wie die Bochumer spielen, können sie innerhalb weniger Minuten 15 Punkte machen, fünf Dreier treffen, wenn es läuft. Bochum ist als Mannschaft immer gefährlich. Wir müssen ruhig und konzentriert sein“, forderte Rohdewald ein.

„Bochum hat eine andere Mannschaft als zu Saisonbeginn im Hinspiel. Das ist beinahe traditionell schon so, sie haben einige Amerikaner nachverpflichtet“, sagte Götz Rohdewald. „Andererseits ändert sich nichts an ihrem grundsätzlichen Spielstil. Sie versuchen, den Gegner aus dem Rhythmus zu kriegen mit verschiedenen Defensivtaktiken, um dann schnell zu spielen und Dreier zu werfen“, erklärte der Cheftrainer der Uni Baskets weiter.

18.02.2024 15:00 Uhr BBC Bayreuth vs. PS Karlsruhe LIONS

„In so einer Situation, wie die, in der wir uns jetzt befinden, ist die Vorfreude sogar noch größer“, ist Head Coach Mladen Drijencic überzeugt. „Die Jungs können es, das sollen sie beweisen“, sagt er optimistisch aber auch mit gewisser Strenge vor dem kommenden Heimspiel. Die PS Lions Karlsruhe weisen nach 22 Spielen zwei Siege mehr auf und stehen auf Playoff-Platz 7. Es wird also auch darum gehen, im Kampf um die Playoffs den Druck auf die direkten Konkurrenten hochzuhalten.

Im Hinspiel hatte der BBC die Lions in eigener Halle am Rande einer Niederlage. „Die Art und Weise, wie wir das Spiel verloren haben, hat mir gar nicht gefallen“, sagt der Coach mit Blick auf die letzten Spielminuten. Was nun gegen die Badener gefragt ist? „Der unbedingte Wille, ein großer Hunger nach dem Sieg“, fordert Drijencic von seinem Team physische und mentale Stärke gleichermaßen ein.

18.02.2024 15:00 Uhr FRAPORT SKYLINERS vs. JobStairs GIESSEN 46ers

Bei der schmerzlichen Niederlage im Herbst hatten die 46ers, bei denen unter der Woche Luca Kahl erkrankt fehlte, von Beginn an keine Chance. Frankfurt dominierte beide Bretter. Duane Wilson, der nur vier seiner 13 Würfe aus dem Halbfeld versenkte, und Kapitän Robin Benzing, der eine unterirdische Trefferquote von nur 15 Prozent aufzuweisen hatte, lagen weit unter ihren Möglichkeiten. Und nur neun Assists, dafür aber 16 Turnovers, sprachen aus Gießener Sicht einst ebenfalls nicht für ein Derby, das in den Kneipen in der Ludwigstraße lange gefeiert wurde.

„Meine Jungs waren damals wie gelähmt und völlig blockiert im Kopf. Das wird sich ändern“, verspricht Branislav Ignjatovic ein „völlig anderes Auftreten meiner Mannschaft“, die nach den Erfolgen in Düsseldorf, gegen Bayreuth, gegen Bremerhaven, in Koblenz und zuletzt im Gipfel gegen Jena voller Vorfreude, vor allem aber voller Selbstvertrauen in die Bankenmetropole reist. Was auch nötig sein wird gegen einen Erstliga-Absteiger, der seit der glanzvollen Vorstellung in Gießen und danach weiteren vier Erfolgen mit den Pleiten in Jena (75:86), in Quakenbrück (76:82), gegen Hagen (81:91), in Vechta (78:96), gegen Trier (77:84) und zuletzt auch am vergangenen Samstag gegen Karlsruhe (69:80) einige herbe und unerwartete Rückschläge zu verkraften hatte und sich deshalb auf einigen Positionen personell neu ausrichtete. Mit Ifeoluwa Joshua Ajayi verpflichteten die Skyliners einen US-Nigerianer, der mit seiner Statur, die der von Gießens Big Man Stefan Fundic gleicht, unter den Körben aufräumen soll.

„Frankfurt hat mit seinen Nachverpflichtungen deutlich gemacht, dass sie nach einem Jahr in der ProA wieder nach oben wollen“, weiß „Frenki“ Ignjatoivic, welcher Brocken vor der zweiwöchigen Länderspielpause auf seine Jungs wartet. Einer jedenfalls, gegen den es Revanche zu nehmen gilt. Der Serbe möchte zwar nicht lange zurückblicken, vergesslich aber ist er auch nicht …

18.02.2024 16:00 Uhr Dresden Titans vs. Artland Dragons

Beide Teams befinden sich aktuell auf einer Durststrecke ohne Sieg. Ein Team wird diese am Wochenende garantiert hinter sich lassen. Die Gäste aus Niedersachsen schlugen am vergangenen Samstag nochmal auf dem Spielermarkt zu und verpflichteten den 24-jährigen Finnen Michael Besselink. Der zuletzt in Helsinki spielende Forward soll den Drachen aus ihrer misslichen Lage auf Tabellenplatz 17 helfen, um den Abstieg zu verhindern. Wie man als Neuzugang in Quakenbrück einschlägt, machte Nikolaos Chouchoumis vor. In den acht Partien, in denen er bisher für Artland auf dem Parkett stand, ging seine Mannschaft dreimal als Sieger aus der Halle. In den Spielen kam er auf einen Schnitt von starken 17,3 Punkten und 4,3 Korbvorlagen. 

Titans Headcoach Fabian Strauß – „Mit den ganzen Nachverpflichtungen, die Artland in den letzten Wochen getätigt hat, haben sie gezeigt, dass sie in der Liga gewinnen können. Mittlerweile kann man die Idee ihres Teambasketballs erkennen und jeder Spieler der Starting-Five strahlt enorme Gefahr aus. Trotzdem bin ich für Sonntag optimistisch. Zwar stehen hinter Koen Sapwell und Sebastian Heck noch Fragezeichen, aber wir heben gegen Vechta und Bremerhaven bewiesen, dass wir Ausfälle kompensieren können.“

18.02.2024 16:30 Uhr Medipolis SC Jena vs. RASTA Vechta II

Bericht folgt

Nachberichte ProB Süd 23. Spieltag

Foto: Gerd Käser

Spieltag 23: 17.03.2023 19:30 Uhr EPG Baskets Koblenz vs. OrangeAcademy 109:73

Den 109:73 (52:35)-Heimerfolg des Tabellenführers in der Südstaffel der 2. Basketball-Bundesliga gegen die Orange Academy Ulm am Freitagabend sahen 1076 Zuschauer, womit sich die Kulisse in der der CGM Arena zum vierten Mal in Folge im vierstelligen Bereich bewegte.

Zu sehen bekamen die Zuschauer zwar keine übermäßig spannende, dafür aber eine unterhaltsame Partie. Die Gäste, Tabellenzehnter, waren ohne ihre Ausnahmetalente, den Österreicher David Fuchs, den Dänen Tobias Jensen und den Franzosen Pacome Dadiet, angetreten, dafür aber mit einer sehr jungen Mannschaft, in der mit dem Ex-Koblenzer Jordan Müller ein 16-Jähriger stand.

Die Ulmer lagen abgesehen von einer 2:0-und einer 4-2 Führung durch Joel Cwik durchweg in Rückstand. Die Baskets übernahmen fortan die Kontrolle und gingen mit einer deutlichen 25-13 Führung in die erste Viertelpause. Nach einem Koblenzer 7-0 Lauf zu Beginn des zweiten Spielabschnitts wuchs der Vorsprung der Hausherrn auf 19 Punkte, ehe Ulm wieder besser ins Spiel fand und nach einem Layup von Latrell Großkopf den Rückstand auf 14 Punkte reduzierte. Nach einer Auszeit von Pat Elzie stoppten die Baskets den kleinen Ulmer Lauf und gingen nach einem Dreier von Alani Moore unmittelbar vor Ertönen des Halbzeitsignals mit einer 52-35 Führung in die Pause.

Der dritte Spielabschnitt war der stärkste der jungen Ulmer. Zwar erwischten die Baskets nach der Pause den besseren Start, doch Ulm präsentierte sich in dieser Phase sehr treffsicher, verkürzte angetrieben von Antonio Dorn und Lenny Liedtke sukzessive den Rückstand zwischenzeitlich auf elf Punkte (73-62) und entschied das dritte Viertel mit 27-24 für sich.

Im letzten Viertel hielt Ulm zunächst noch gut mit, ehe die Baskets in den letzten sechs Minuten, die sie mit 28-5 für sich entscheiden konnten, und am Ende den doch sehr deutlichen Erfolg feiern konnten. Erfolgreichster Werfer bei den Baskets war Marvin Heckel mit 20 Punkten, effektivster Spieler Alani Moore mit 19 Punkten und zehn Assists. 

18.03.2023 19:00 Uhr FRAPORT SKYLINERS Juniors vs. BG Hessing Leitershofen 100:78

Nach zwei Siegen in Folge musste die BG Hessing Leitershofen/Stadtbergen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd am Samstagabend wieder einmal eine Niederlage hinnehmen. Bei den Fraport Skyliners Juniors verlor man am Ende verdient mit 78:100 (36:42).

Direkt zu Spielbeginn zeigten die FRAPORT SKYLNERS Juniors, dass sie den vorzeitigen Playoff-Einzug klarmachen wollten. Mit einem 11:0 Lauf, abgeschlossen mit einem Korbleger von Jordan Samare (06:43), starteten sie in die Partie. Nach 3,5 gespielten Minuten war es Lucas Mayer, der die ersten Punkte der Gäste zum 11:2 erzielte (06:29). Auch wenn die Gäste nun besser ins Spiel kamen, gelang es den Frankfurtern, die zu Beginn herausgespielte Führung im weiteren Verlauf des Viertels weiter zu behaupten. Kurz vor Viertelende erzielte Nolan Adekunle per 3er die 28:15 Führung (00:55). Ein verwandelter Freiwurf von Nino Tomic (00:43) sollte für den 28:16 Viertelstand sorgen. Im zweiten Viertel gelang es den Gästen aus Leitershofen, die Führung des ersten Viertels kontinuierlich zu verkleinern. Nach knapp drei gespielten Minuten war es Mario Hack Vazquez, der den Abstand auf sechs Punkte zum 30:24 verringerte (07:12). Mit einem erfolgreichen drei Punkte Wurf im Gegenzug verschaffte Jordan Samare den Juniors wieder ein wenig Luft (33:24; 06:55). Kurz vor Halbzeit sorgte Teathloach Pal mit einem verwandelten Korbleger für den 42:36 Halbzeitstand.

Die zweite Halbzeit eröffnete Philipp Hadenfeldt mit einem erfolgreichen drei Punkte Wurf zum 45:36 (09:40). Die Frankfurter zeigten nun wieder ihr Gesicht des ersten Viertels, der Abstand wuchs wieder kontinuierlich an. Ein erneuter 3er von Philipp Hadenfeldt (00:45) sowie ein verwandelter Freiwurf von Felix Hecker (00:17) sollte die Juniors schließlich mit 21 Punkten zum 72:51 in Führung bringen. Den Abschluss des Viertels markierte Lucas Mayer auf Seiten der Gäste mit einem erfolgreichen Sprungwurf zum 72:53. Auch im finalen Abschnitt machten die Frankfurter zunächst damit weiter, womit sie im Viertel zuvor aufgehört haben. Nach drei gespielten Minuten war es Nolan Adekunle, der den Frankfurtern mit einem Korbleger die höchste Führung (25 Punkte) der Partie bescherte (80:55; 07:03). Topscorer der Partie auf Frankfurter Seite sollte Justin Onyejiaka werden, der alleine im letzten Viertel neun seiner insgesamt 21 Punkte erzielte. Den Abschluss der Partie markierte Bennet Schubert, der mit einem Korbleger für den 100:78 Endstand sorgte.

BG-Headcoach Emanuel Richter: „Die Ausfälle von Jannik und Nico fielen heute schwer ins Gewicht, es wäre aber auch in kompletter Besetzung eine schwierige Aufgabe geworden gegen diesen starken Gegner mit vielen Spielern aus dem BBL-Kader. Der Sieg für Frankfurt geht in Ordnung und ist verdient. Wir werden die Köpfe hochhalten und in den nächsten drei Wochen noch alles versuchen, die Play-Offs zu erreichen.“

18.03.2023 19:00 Uhr BBC Coburg vs. TSV Oberhaching Tropics 100:73

Mit einem deutlichen Heimsieg gegen die Oberhaching Tropicssicherte sich der BBC Coburg den Einzug in die Playoffs der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Am Samstagabend gewann das Team um Kapitän Sven Lorber in der HUK-COBURG arena deutlich mit 100:73 (50:34). Die Gäste aus Oberbayern mussten auf Top-Scorer Omari Knox verzichten, der krankheitsbedingt ausfiel. Ohne seine Hilfe fehlten die Mittel gegen gut aufgelegte Coburger. Joaquin Carrasco zeigte sich nach seiner langen Verletzung am Handgelenk in Höchstform und steuerte 21 Punkte, sieben Assists und fünf Steals zum Coburger Erfolg bei.

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Sehr gut aufgelegte Gastgeber, deren Offensivstärke bestens bekannt ist, legten bereits im ersten Viertel los wie die Feuerwehr. Vor allem Tyrese Blunt und Martin Carrasco ließen die Oberhachinger Defense wie einen löchrigen Schweizer Käse aussehen. Der 15:26 Rückstand zur Viertelpause konnte in den zweiten 10 Minuten nicht verkürzt werden. Ganz im Gegenteil. Zwar hatte man offensiv durch starke Offensivrebounds von Bernhard Benke sowie Punkten von Noeres und Kögler nun bessere Momente, doch man schaffte es nicht die Coburger zu stoppen. Eklatant hierbei waren viele unnötige Ballverluste, die folgerichtig zu einfachsten Punkten der Vestestädter führten. Die Anzeigetafel in der HUK Arena zeigte nach 20 Minuten eine 50:34 Führung für den BBC.

Im dritten Viertel war es dann vor allem der 2,11 cm große Leon Bulic, der einen Dreier nach dem anderen einstreute und der Rückstand für Kögler & Co. war hier bereits über 20 Punkte. Dann folgte jedoch eine starke Phase der Tropics und es keimte Hoffnung auf als man auf 12 Punkte verkürzen konnte. Anstatt das Momentum zu nutzen produzierte man drei unnötige Ballverluste in Folge und die Entscheidung war nun gefallen. Die starken Gastgeber waren an diesem Abend einfach viel zu stark für die ersatzgeschwächten Oberhachinger Basketballer.

Mario Matic: “ Glückwunsch an Milos Petkovic, Patrick Seidel und das Coburger Team. Sie waren ohne Frage die eindeutig bessere Mannschaft. Mit 22 Ballverlusten, die teilweise sehr eklatant waren, und einer defensiv so schwachen Vorstellung kann man gegen so ein Team nicht bestehen. Wir haben im Kampf um die Playoff Teilnahme alles in eigener Hand und wollen nicht auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen. Wir werden im Heimspiel gegen Ehingen alles in die Waagschale werfen.“

18.03.2023 19:30 Uhr SEEBURGER College Wizards vs. FC Bayern Basketball II 72:79

Die SEEBURGER College Wizards haben das vorletzte Heimspiel gegen den FC Bayern Basketball II mit 72:79 verloren und bleiben auf dem 11. Platz in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd. Die Bayern hingegen rückten bis auf zwei Zähler ans rettende Ufer heran. „Wir haben nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Die Coronainfektionen haben bei den Spielern noch immer Spuren hinterlassen. Es hat uns einfach die Energie in der Schlussphase gefehlt“, zeigte sich Wizards-Geschäftsführer Zoran Seatovic enttäuscht.

Die Bayern versuchten von Beginn an Wizards-Topscorer Christian Rodriguez aus dem Spiel zu nehmen. Konnten Christoph Rupp und Karl Drammeh die sich bietenden Räume in der ersten Hälfte noch für sich nutzen, verteidigten die Gäste immer aggressiver und ließen den Karlsruhern kaum Möglichkeiten zum Abschluss zu kommen. Doch auch die Gäste aus der bayrischen Landeshauptstadt zeigten sich alles andere als treffsicher und produzierten bei den zahlreichen Fast-Breaks vermehrt Ballverluste statt erfolgreiche Korbleger. Und so blieb die Partie bis zur Pause eng und die KIT-Basketballer gingen mit nur einem Zähler Rückstand in die Kabine (37:38).

Die Partie war auch nach der Pause spannend. Die Wizards blieben in Schlagdistanz und gingen mit 5:34 Minuten auf der Uhr durch einen Dunking von Drammeh zum ersten Mal in der zweiten Hälfte mit 55:54 in Führung. Doch fortan drückte Amar Licina der Partie seinen Stempel auf. Mit elf Zählern in unter zwei Minuten, darunter drei erfolgreiche Dreier aus der Ecke, brachte der Point-Guard seinem Team einen komfortablen Neun-Punkte-Vorsprung, den sie nicht mehr aus der Hand gaben. Die Wizards versuchten zwar noch einmal alles das Spiel zu drehen, die Bemühungen blieben jedoch erfolglos.

19.03.2023 16:00 Uhr Basketball Löwen vs. TEAM EHINGEN URSPRING 100:84

Die Basketball Löwen gewinnen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd mit 100:84 gegen das TEAM EHINGEN URSPRING und stellen mit dem 7. Sieg in Folge einen neuen Rekord in der eigenen Vereinsgeschichte auf. Bislang bestand die längste Erfolgsserie des jungen Erfurter Klubs aus sechs Siegen am Stück und lag bereits vier Jahre zurück. In der Löwen-Auftaktsaison 2018/2019 krönten die Thüringer den eigenen Lauf mit einem Heimsieg gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern Basketball beim Weihnachtsspiel am 23. Dezember 2018 und durften sich damals über die erstmals ausverkaufte Kulisse in der Erfurter Riethsporthalle freuen. Mit dem aktuellen Heimsieg am 19. März 2023 qualifizieren sich die Basketball Löwen zudem vorzeitig für die Playoffs. Zwei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde stehen die Erfurter mit zwölf Siegen aus 22 Partien auf dem 5. Tabellenplatz der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd und würden im Achtelfinale auf den Viertplatzierten der Nord-Gruppe stoßen. Die Playoffs finden im Modus best-of-3 statt, das heißt zwei Mannschaften treffen im direkten Duell aufeinander. Sobald eine Mannschaft zwei Spiele für sich entscheidet, ist sie für die nächste Runde qualifiziert.

Die Basketball Löwen mussten in der Partie gegen das junge Team aus Baden-Württemberg auf Noah Kamdem und Ricky Stafford verzichten, die beide aufgrund von Knieverletzungen ausfielen. Im ersten Viertel lieferten sich die zwei Mannschaften einen stark offensiv geprägten Schlagabtausch, bei dem die Hausherren zwei Punkte weniger als die Gäste erzielten (25:27). Bis zur Halbzeit holten die Schützlinge der beiden Trainer Enrico Kufuor und Andreas Fischer den kleinen Rückstand auf und gingen mit 50:46 in Führung. Im dritten Viertel gelang den Löwen einmal mehr der spielerische Durchbruch und die Thüringer gingen mit einem 14 Punkte Vorsprung in den Schlussabschnitt (77:63). Auch wenn die Ehinger sich bis zum Schlusspfiff tapfer schlugen, konnten die Löwen-Trainer im letzten Viertel verstärkt den eigenen Nachwuchsspielern Einsatzzeit geben und zugleich den 100:84-Erfolg sichern. Die 1.000 Zuschauer sorgten über die gesamte Spielzeit für eine tolle Stimmung und feierten in der Schlussphase besonders die gelungenen Aktionen der fünf U19-Bundesligaspieler Dominykas Pleta, Lenni Kunzewitsch (beide vom Gothaer Partnerverein BiG Gotha), Musa Abra, Tim Herzog (beide vom BC Erfurt) und Friedrich Radefeld (vom USV Erfurt).

19.03.2023 17:00 Uhr Ahorn Camp BIS Baskets Speyer vs. WHITE WINGS Hanau 68:73

Viele der rund 350 Zuschauer in der Speyerer PSD Bank-Halle Nord hielt es in den Schlusssekunden nicht mehr auf den Sitzen. Auf dem Feld stemmten sich die gastgebenden Ahorn Camp BIS Baskets mit Macht gegen die drohende elfte Saisonniederlage in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd. Der finale Kraftakt gegen die White Wings aus Hanau wurde allerdings nicht belohnt. Die Speyerer unterlagen mit 68:73 (33:37) und haben den Startplatz in der Aufstiegsrunde zumindest rechnerisch immer noch nicht sicher.

„Die Hanauer waren die bessere Mannschaft. Sie haben intensiver gespielt und waren in der Offensive kreativer“, urteilte BIS-Trainer Carl Mbassa, der auf den erkrankten Dejan Bruce und den verletzten Samuel Schally verzichten musste. Dass der Vergleich in der Schlussphase noch einmal spannend werden würde, war während des ersten Viertels kaum zu erahnen. Mbassas Schützlinge vernachlässigten in den Anfangsminuten die Defensive und wirkten im Angriff wiederholt zerfahren. Dass die Auswahl um den starken Center David Aichele zu besseren Leistungen fähig ist, verdeutlichte sie in der Folge.

So konterten die Gastgeber beispielsweise einen 9:0-Lauf des Tabellenzweiten Hanau mit zehn Punkten in Folge. Dennoch war die Wurfausbeute während der gesamten Spielzeit mit 33 Prozent aus der Nahdistanz sehr mäßig. Zudem war der sonstige Führungsspieler der BIS Baskets, Jake Babic, weit von seiner Bestform entfernt. Erfolgreichste Werfer der Speyerer waren Kapitän DJ Woodmore (21 Punkte/3 Dreier) und David Aichele  (16/3), der zudem zwölf Mal bei Rebounds zur Stelle war.

Nachberichte ProB Nord 23. Spieltag

Foto: Stativ & Linse Fotoagentur

Spieltag 23: 18.03.2023 15:00 Uhr RASTA Vechta II vs. SC Rist Wedel 74:86

Die Rister haben ihre Durststrecke beendet, sie bezwangen den SC Rasta Vechta II am Sonnabendnachmittag mit 86:74.

„Wir haben drei gute Spiele in Folge gehabt: Erst Sandersdorf, dann Bernau, jetzt Vechta. Wir haben uns endlich mal belohnt“, freute sich Trainer Stephan Blode über den zweiten Sieg im Jahr 2023 und das Ende der Serie von sechs Niederlagen.

Schon nach rund siebenminütiger Spielzeit lag man in Vechta mit mehr als 20 Zählern in Führung. „Wir haben in der ersten Halbzeit wirklich sehr konzentriert gespielt“, lobte Blode, hob die Umsichtigkeit im Angriff, gleichbedeutend mit einer geringen Anzahl an Ballverlusten, und das Reboundverhalten hervor. Das erste deutliche Aufbäumen der Hausherren nach der Halbzeit wehrte man ab, noch Mitte des dritten Viertels besaß der Vorsprung nach zwischenzeitlichen Wellenbewegungen in der Ergebniszeile rund 20 Punkte. Doch die Rister wurden im Umschalten von Angriff auf Abwehr nachlässig, Vechta stieß immer wieder mit Erfolg zum Korb vor. „Und wir haben nicht mehr das gemacht, was uns in der ersten Halbzeit stark gemacht hat“, sagte Blode. Inzwischen gab man den Ball allzu oft her, Abpraller nach Fehlwürfen wurden mittlerweile mehrheitlich Rasta-Beute. Spätestens vier Minuten und 47 Sekunden vor Schluss spürten die Rister den Atem der Gastgeber ganz deutlich, die auf 70:73 verkürzt hatten. „Aber wir haben gut reagiert, zurückgeschlagen und letztendlich auch verdient zweistellig gewonnen“, meinte der Wedeler Trainer.

Nicht ausschließlich, aber doch mehrmals war es Harrison Cleary, der den Ristern wohltuende Korberfolge verschaffte, wenn Vechta ihnen Stück für Stück auf die Pelle rückte. 32 Punkte bei einer Feldwurftrefferquote von 72 Prozent zeugten von der Angriffsleistung des US-Amerikaners. „Harrison hatte einen sehr guten Tag. Er hat sich mit seiner gewohnten Ruhe seine Würfe erarbeitet“, so Blode. „Aber es gab noch andere Spieler, die gut gespielt haben. Simonas (Paukste): Am Anfang gar nicht, in der zweiten Halbzeit hat er defensiv sehr gute Arbeit geleistet“, sagte er. Auch Christian Okolie als Schwerstarbeiter am Brett und Michal Kozak mit nennenswerter Treffsicherheit erhielten seitens des Trainers ebenfalls lobenswerte Erwähnung. Und dann war da noch Darren Egbe. Den 16-Jährigen nahm Blode erstmals zu einem ProB-Spiel mit und schickte ihn gegen Ende des Auftaktviertels aufs Feld. „Darren hat gut trainiert, deshalb hat er gespielt“, betonte er.

18.03.2023 18:00 Uhr RheinStars Köln vs. TKS 49ers 90:66

Die TKS 49ers mussten im Playoff-Rennen einen weiteren Dämpfer hinnehmen. Am 23. Spieltag der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord konnten die 49ers der hohen Intensität der Gastgeber aus Köln nicht standhalten und mussten sich am Ende mit 66:90 (36:45) geschlagen geben. Somit befinden sich die 49ers weiterhin auf dem 6./7. Tabellenplatz und man konnte sich vorerst nicht frühzeitig für die Playoffs qualifizieren.

Headcoach und Manager Stephan Baeck freute sich mit seinem Trainerteam sehr über den Auftritt seiner Mannschaft als miteinander agierendes Kollektiv. „Andrew hat stark gepunktet, Ali hat neun Assists. Zusammen mit Rupi hat er das Spiel kontrolliert. Unter den Körben hat Elijah die Härte und Intensität der 49ers matchen können. Und dann haben wir das Spiel über unsere Defense gewonnen und sind bis zum Schluss konzentriert geblieben.“

Dabei sind und waren die Gäste nicht leicht zu spielen mit ihrem ganz eigenen Basketballstil, der Gegner auf eine gewisse Weise einlullt und ihnen das Tempo entzieht. Und dass, obwohl die Stahnsdorfer gerade unter den Körben eine gesunde Härte verbreiten und beispielsweise in Robin Jorch einen spielschlauen Hünen im Kader haben. Der 211cm große und 115 Kilo schwere Center war am Ende nicht umsonst mit 17 Punkten und acht Rebounds der beste Spieler seiner Mannschaft. Doch vor allem Elijah Schmidt hielt mit seiner Intensität und 13 Rebounds mehr als dagegen. So ging auch das Rebound-Duell an Köln (38:35).

Dazu erwischte Andrew Onwuegbuzie (20 Punkte – Karrierebestleistung in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord) im Abschluss einen Sahnetag. Bei einer Trefferquote von 75 Prozent versenkte er zwei seiner drei Würfe aus dem Zweierbereich – und vier von fünf Dreiern. Zudem blieb es von der Freiwurflinie fehlerlos. In der Offense wurde der Ball besser und mannschaftsdienlicher als zuletzt bewegt. Ali Sow setzte mit neun Assists ebenso eine Bestleistung, Rupi Hennen kam auf sechs Assists  – und alle zusammen verteidigten die Kölner leidenschaftlich und erfolgreich.

Nach einem engen Beginn und einem gerade um die Halbzeitpause zähem Ringen entschwanden die RheinStars schließlich Punkt für Punkt. In der 24. Minute legten sie erstmals mehr als 15 Punkte (59:43) zwischen sich und ihren Kontrahenten. Auf mehr als 20 (83:62) ging es in der 35. Minute.

Noch drei Spiele lang müssen die Kölner nun mindestens den erreichten Platz verteidigen, um die Saison über die Hauptrunden verlängern zu können. Doch der Eindruck ist nach den letzten beiden Siegen ein anderer. Möglicherweise ist sogar noch mehr drin. Wäre das Playoffrennen ein Autorennen, dann wären die Kölner am Samstag urplötzlich wieder im Rückspiegel der nur noch einen Sieg vor ihnen liegenden Itzehoer und 49ers aufgetaucht. Und zwar sehr groß …

Bevor sich aber Gedankenspiele um eventuelle Überholmanöver gemacht werden, muss erstmal am kommenden Samstag die BBG Herford besiegt werden. Und die haben mit ihrem Erfolg in Schwelm bewiesen, dass mit ihnen zu rechnen ist. Leicht wird es da nicht.

18.03.2023 19:00 Uhr LOK BERNAU vs. BSW Sixers 83:88

In einem Hexenkessel unterliegt der SSV LOK Bernau nach 6 Monaten erstmalig zu Hause. Mit 83:88 zieht man gegen den Tabellenzweiten, die BSW Sixers, den Kürzeren. Da man allerdings insgesamt weniger Niederlagen als die Gäste aus Sachsen-Anhalt hat, bleiben die Hussitenstädter weiterhin Tabellenführer in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Nord. Mit 921 Besuchern war die Erich-Wünsch-Halle in Bernau bis auf den letzten Platz ausverkauft. Darunter auch knapp 60 Fans der Gastmannschaft, ausgerüstet mit Trommeln, Tröten und jeder Menge Engagement ihre Mannschaft zu unterstützen.

Alles war also für ein Spitzenspiel angerichtet und beide Mannschaften ließen sich im Viertel von Beginn an nicht lange bitten. Donte Nicholas trifft den 1. Dreier der Partie und Rikus Schulte legt mit einem Korbleger nach. Kristaps Lips – 3 Punkte, Rafail Lanaras im Gegenzug – 3 Punkte. Und dann trifft Abi Kameric nach 2:30 zur ersten Führung. Das Spiel bietet alles, was der eingefleischte Basketballfan erwartet. Toughe Verteidigung, schnelle Angriffsaktionen und ganz viel Emotionen – von den Rängen wie vom Feld. Das 1. Viertel geht folgerichtig verdient unentschieden aus. Mit dem 2. Viertel schleichen sich dann aber bei den Gastgebern die ersten leichten Fehler ein. Bernau gelingen zwei Sachen nicht so gut wie in der bisherigen Saison. Man lässt die Punkte aus den zweiten Chancen liegen und man findet in der Verteidigung nicht zum gewohnten Rhythmus. Und das nutzen die Sixers gnadenlos aus. Vor allem immer wieder Donte Nicholas jagt das orangefarbene Leder durch die Reuse. Er erwischt einen bärenstarken Abend und soll gegen Ende das Spiel mit 32 Punkten, 12 Rebounds und einer Effektivität von 36 beenden. Die Gäste sichern sich das Viertel mit 18:8.

Aber der SSV überlässt den Gästen nicht kampflos das Feld. Immer wieder kämpft man sich im weiteren Spielverlauf heran. Niemals lässt man die Gäste uneinholbar von dannen ziehen und selbst 40 Sekunden vor Schluss hat man noch die Chance,
das Spiel für sich zu entscheiden. Aber dafür triff die LOK an diesem Abend – vor allem von der Freiwurflinie – einfach
nicht gut genug. 12 Punkte holt man sich – vermeintlich einfach – eben nicht. Und somit kann der Sieg an diesem Abend auch nicht an den Gastgeber gehen.

Coach Davide Bottinelli: „Ich möchte ein riesiges Lob an die Fans in der Halle aussprechen. Es war ein tolles Event und es hat Spaß gemacht, vor solch einer tollen Kulisse zu coachen. Wir haben es heute in der Offensive versäumt, die Früchte für unsere gute Arbeit zu ernten. Wir haben einfach die Punkte – vor allem von der Freiwurflinie – nicht gemacht. In so einer engen Partie auf hohem Niveau macht das den Unterschied. Wir haben es auch leider nicht geschafft, die Leistungsträger der Sixers unter Kontrolle zu bekommen. Mir ist aber wichtig, dass wir nie aufgegeben haben und bis zur letzten Sekunde an unseren Sieg geglaubt haben.“

18.03.2023 19:30 Uhr EN BASKETS Schwelm vs. BBG Herford 87:90

Die EN Baskets starteten eigentlich ganz gut in die Partie, lagen gleich vorne. Doch die Gäste fanden von Minute zu Minute besser ins Spiel. Insbesondere waren es Gulley und Volkus, die nicht zu stoppen waren. Durch eine gute Wurfquote in der Anfangsphase konnten sich die Blau-Gelben aber einen 6-Punkte Vorsprung zur Viertelpause erhalten. Ziring und Frazier trafen dabei immer wieder.

Das zweite und dritte Viertel konnte Herford für sich entscheiden. Sie spielten physischer und kamen immer wieder im eins gegen eins zu zum Teil einfachen Punkten. Beim Rebound waren sie ein ums andere Mal schneller und aggressiver und sicherten sich so immer wieder zweite und zum Teil dritte Wurfchancen. Dennoch blieben die Baskets in Reichweite.

Im viertel Viertel drehten die EN Baskets, angeführt vom stark aufspielenden Johan Flaa, auf. Ein 20:5-Lauf innerhalb von knapp vier Minuten brachte die 84:73 Führung. Auszeit Herford. Diese hat gefruchtet. Die Baskets hörten auf, zu spielen und Herford kam bis auf 84:82 heran. Das Spiel ging hin und her, doch die Gäste waren in dieser entscheidenden Phase wieder aggressiver und cleverer. Am Ende gewinnt Herford verdient mit 90:87. Allein Gulley und Volkus legten ein Double-Double auf. Auch kontrollierten die Gäste die Bretter und gewannen das Rebound-Duell mit 45:31.

Für die Baskets ergibt sich durch dieses Spiel und den Kölner Sieg gegen TKS 49ers, dass man wieder aus den Play-Offs herausgerutscht ist. Doch es ist nur ein Sieg Rückstand bei noch drei Spielen. Es ist also weiterhin alles möglich.

18.03.2023 20:00 Uhr ROTH Energie Giessen Pointers vs. Dragons Rhöndorf 92:99

Die Enttäuschung war in der kompletten Osthalle nach Spielende nicht in Worte zu fassen: Nach der 92:99-Overtime-Niederlage gegen die Dragons Rhöndorf und dem zeitlichen Sieg der BBG Herford in Schwelm, stehen die ROTH Energie Giessen Pointers sportlich mit dem Rücken zur Wand. Aus den letzten drei Saisonbegegnungen müsste schon die volle Ausbeute her, um noch auf einen Nichtabstiegsplatz zu kommen.

Trotz der bitteren Niederlage und dem Ergebnis aus Schwelm war Pointers-Coach Dejan Kostic nach dem Spiel begeistert von dem Auftritt seiner Mannschaft „Es war ein sensationelles Spiel von uns, das generell wenig Tiefen hatte. Wir haben
über die gesamte Spielzeit eine tolle Leistung gezeigt und haben am Ende gegen eine absolute Spitzenmannschaft verloren. Eigentlich müssen wir sehr stolz sein, auf das was wir heute präsentiert haben. Die Arbeit, die wir Tag für Tag insbesondere in den letzten vier Wochen geleistet haben, hat sich heute spürbar ausgezahlt. Hier in Gießen geht es auch darum, Entwicklung zu sehen und diese haben wir trotz unseres Tabellenplatzes geleistet.“
, so Kostic im Nachgang des Osthallen-Thrillers, indem Jacob Ledoux mit bärenstarken 33 Punkten in insgesamt 43! Minuten brillierte.

Nach zweiwöchiger Pause empfingen die Giessen Pointers am Samstagabend den Tabellenfünften von den Dragons Rhöndorf vor 220 Zuschauern in der Osthalle, die über 45 Minuten ein hochemotionales und spannendes Basketballspiel sahen. Von Beginn an, zeigten beide Mannschaften ein offenes Visier, insbesondere die Rhöndorfer, die nach sechs Minuten bereits mit 16:10 in Front gingen. Eine Pointers-Auszeit und einige Angriffe später, war die Partie jedoch wieder völlig ausgeglichen. Folgerichtig ging es mit einer knappen 25:24-Führung für die Dragons in die erste kleine Pause. Im zweiten Abschnitt dann eine Sternstunde jenseits der 6,75-Meterlinie der Gäste – Ex-46er Florian Koch und Jonas Falkenstein bewiesen des Öfteren ein goldenes Händchen, so dass die Dragons zwischenzeitlich eine wahnsinnige Dreierquote von über 70% hinlegten. Doch die Pointers hielten dagegen, allerdings zogen die Lahnstädter das Spiel unterm Korb vor und machten viele Punkte durch starke Spielzüge. So blieb es auch zur Halbzeitsirene bei einer knappen 49:48-Führung für die Gäste.

Nach dem Seitenwechsel machten beide Mannschaften genau dort weiter, wo sie in der ersten Halbzeit aufgehört hatten. Immer wieder traf Rhöndorf von Außen, aber die Pointers blieben hartnäckig und ließen die Gäste nicht davonziehen. Doch einige Schiedsrichterentscheidungen später waren Benni Lischka und Nemanja Nadjfeji mit vier Fouls mehr als vorgewarnt. Daniel Dörr war immer wieder gezwungen die Leistungsträger vom Feld zu nehmen, um kein fünftes Foul zu riskieren. So war es vor allem Jacob Ledoux, der seine Mannschaft mit wichtigen Punkten in der Verlosung hielt. Am Ende des vorletzten Abschnitts konnten die Dragons eine 75:70-Führung genießen. Dann der dramatische Schlussakt eines tollen Spiels – keine Minute war im vierten Viertel gespielt, da war der Abend für Benni Lischka nach einem sehr späten Pfiff der Unparteiischen vorbei. Rhöndorf wusste, dass nun ihre Zeit gekommen war, doch ein sensationeller 9:0-Lauf der Pointers brachte die 79:78-Führung in die Hände der Gießener. In der Schlusssequenz des Viertels knappe 12 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit erzwang Jacob Ledoux mit dem Korb 86:86-Unentschieden, die vermeintliche Verlängerung, wenn die Dragons nicht noch Ballbesitz gehabt hätten. Doch den entscheidenden Angriff vertändelten die Gäste, sodass es nach 40 Minuten hochklassigen Basketball in die Overtime ging.

Dort waren es wieder die Dragons, die vorlegten – 91:86 für Rhöndorf stand es nach 90 gespielten Sekunden. Doch dann wieder die unermüdlich, kämpfenden Pointers, die mittlerweile auch auf Nemanja Nadjfeji verzichten musste, brachte Christoph Kenntemich mit seinem ersten Dreier des Abends zum 92:91 in Führung. Die 220 Zuschauer in der Osthalle jubelten lautstark mit, doch in der Crunchtime der Verlängerung zeigte Devon Goodman seine Qualitäten, sodass es am Ende ein 99:92-Erfolg für die Dragons Rhöndorf auf dem Papier war

19.03.2023 15:00 Uhr SBB Baskets Wolmirstedt vs. Itzehoe Eagles 84:86

Noch 6,4 Sekunden. Gerade haben die SBB Baskets Wolmirstedt gegen die Itzehoe Eagles zum 84:84 ausgeglichen. Die Itzehoer kommen aus einer Auszeit, Shaquille Rombley blockt Trey McBride frei. Der fängt den Einwurf, dribbelt kurz, ein kleiner Hüpfer zurück, Sprungwurf mit dem Fuß auf der Drei-Punkte-Linie – drin, 86:84! Nur noch 0,9 Sekunden verbleiben den Gastgebern, einen guten Wurf werden sie nicht mehr los. Dann steht der wichtige Sieg für die Eagles in der BARMER 2. Basketball Bundesliga fest: Das Tor zu den Playoffs ist weit offen. Die Viertelergebnisse: 18:12, 22:22, 27:21, 19:29.

Die ohne Tim Schlegel und Thore Dilschmann angetretenen Gäste zeigten sofort, dass sie die schmerzhafte Heimniederlage gegen Köln abgeschüttelt hatten. „Sehr wach“ nannte Coach Timo Völkerink den Start seines Teams: „Man hat gesehen, dass wir um die Playoffs kämpfen.“ In der Offensive bewegten die Itzehoer den Ball gut und zogen mehrfach erfolgreich zum Korb, die Verteidigung stand den Gastgebern auf den Füßen. Diesen fehlten gute Schützen, im ersten Drittel saß keiner der zehn Wolmirstedter Dreier-Versuche, insgesamt lag die Quote schließlich bei 28 Prozent.

Auch die Eagles trafen zunächst von außen nicht. Als sich das durch Jack Fritsche und Robert Heise änderte, konnten sie sich leicht absetzen. Auch zu Beginn des zweiten Viertels lief es nach dem Geschmack der Gäste: Das Wolmirstedter Tempospiel fand nicht statt, der starke Emil Marschall sorgte per Dreier für den ersten zweistelligen Vorsprung beim 23:12, bald darauf traf Fritsche zum 27:14, der höchsten Führung.

Dann allerdings kamen die Baskets besser in Fahrt, das Zusammenspiel funktionierte, die Würfe saßen. Beim 33:32 hatten sie die Führung zurück, aber nicht lange, weil Tim Lang einen Dreier traf. Mit der Schlusssirene ließ Trey McBride einen weiteren Distanzwurf folgen: 40:34 zur Halbzeit.

Sehr seriös spielten die Eagles weiter. Nach elf Ballverlusten in der ersten Halbzeit kamen nur noch zwei hinzu, auch Offensivrebounds der Gastgeber gab es kaum noch, immer wieder gelangten die Gäste jetzt auch an die Freiwurflinie. Beim 67:55 vor dem letzten Abschnitt sah es gut aus.

Doch nun folgte die beste Phase der Baskets, die viel konsequenter agierten und fast jeden Wurf trafen. Die Gastgeber holten schnell auf und führten schließlich sogar 77:71 – ihr Gegner aber zeigte Charakter und bremste den Schwung des Tabellendritten. Der treffsichere Fritsche holte per Dreier die Führung für die Eagles zurück, die in einem Hin und Her trotz starker Aktionen von SBB-Aufbauspieler Martin Bodgdanov bis in die Schlussminute hielt. McBride traf einen von zwei Freiwürfen zum 84:82 für die Eagles, die aber den schnellen Ausgleich nicht verhindern konnten. So war es Zeit für McBrides entscheidenden Wurf aus rund sechs Metern. Ein glücklicher Sieg für die Itzehoer, dieses Glück habe sich die Mannschaft erarbeitet, stellte Völkerink fest. Im Heimspiel gegen die Iserlohn Kangaroos am kommenden Sonnabend kann das Playoff-Ticket endgültig gelöst werden.