Schlagwortarchiv für: Abgang

Jekabs Beck und Leon Bulic verlassen Rhöndorf

Jekabs Beck musste sich direkt nach der Saison einer geplanten Operation unterziehen. Diese verlief erfolgreich und er befindet sich im stetigen voranschreitenden Genesungsprozess.

Aufgrund der langfristigen Ausfallzeit und damit verbundenen Unsicherheit, ob Jekabs diese Saison ins Geschehen eingreifen kann, haben beide Seiten einvernehmlich beschlossen, die Kaderplanung ohne ihn voranzubringen.

Headcoach Stephan Dohrn: „Jekabs hatte nach einigen verletzungsbedingten Rückschlägen gerade in den Playoffs Aufwind und einen erheblichen Anteil am Gewinn der Meisterschaft. Die Gesundheit geht nun aber vor, die OP musste sein und Jekabs soll sich nun ohne Druck darauf konzentrieren können, gesund und fit zu werden. Für diesen Prozess wünschen wir ihm alles erdenklich Gute.“

Die vergangene Saison war für Leon Bulic ein Wechselbad der Gefühle. Auf der einen Seite war sie durch den Titelgewinn der Dragons Rhöndorf, andererseits durch Verletzungen geprägt. Leider konnte der 2,11 Meter lange Center sein großes Potenzial nicht durchgängig unter Beweis stellen.

Der 23-jährige Kroate hat nämlich deutlich mehr drauf, als die Saisonstatistik für ihn ausweist. Durchschnittlich 9,5 Punkte und 6,2 Rebounds standen 2023/24 für den sympathischen Center zubuche. Er hatte das Zeug dazu schon in der abgelaufenen Spielzeit regelmäßig ein Double-Double aufzulegen. Auch ein Grund dafür, dass Leon Bulic mit einem Vertrag als Doppellizenzspieler bei den Telekom Baskets Bonn ausgestattet wurde. Wäre er verletzungsfrei geblieben, seine Einsatzzeiten bei unserem Kooperationspartner wären wohl nicht ganz so überschaubar ausgefallen.

Aber wie schon erwähnt, es war eine schwierige Saison für den gebürtigen Wiener. Es bleibt ihm zu wünschen, dass er vollkommenen Fit bei seinem zukünftigen Team antreten und dort die nächsten Entwicklungsschritte gehen wird. Auf jeden Fall darf man zur Verpflichtung von Leon Bulic gratulieren. Er ist nämlich ein absoluter Sympathieträger sowie ehrlicher und harter Arbeiter. Ergo, ein Spieler, den jeder Trainer gerne in seinem Kader hat.

Head Coach Stephan Dohrn „Nachdem Leons Zeit als Doppellizenzspieler für Bonn und Rhöndorf nach Beendigung der letzten Saison altersbedingt vorüber war, wünschen wir ihm nun alles Gute für die Zukunft.“

Quelle: Dragons Rhöndorf

SC Rist Wedel verabschiedet Nikola Sredojevic und Simonas Paukste

Für sechs Monate: Nikola Sredojevic sagt Servus

Die Mannschaften des SC Rist Wedel standen in den vergangenen Jahren ebenso wie die früheren Teams des jetzigen Rister ProB-Trainers Hamed Attarbashi immer dafür, mit Kampfgeist und hohem Einsatzwillen zu glänzen. Der laut Christoph Roquette, dem Sportlichen Leiter der Wedeler, „größte Kämpfer“ war in den vergangenen drei Jahren Nikola Sredojevic. „Er hat auch in jedem Training immer hundert Prozent gegeben – und deshalb wird er uns sehr fehlen“; erklärte Roquette.

Sredojevic verabschiedet sich nämlich Anfang September vom Steinberg, weil er sein duales BWL.-Studium ein halbes Jahr im Ausland fortsetzen wird. „Das hatte er im Frühjahr schon sehr frühzeitig kommuniziert, sodass wir Planungssicherheit hatten“, sagte Roquette dankbar. „Bis das Semester beginnt, wird Sredojevic noch bei uns mittrainieren“, ergänzte Attarbashi, der den Shooting Guard ebenfalls in den höchsten Tönen lobte: „Er ist kein Spieler, der 50 Punkte wirft – aber mit seiner hohen Intensität zieht er alle mit.“

Der hohe Einsatzwille von Sredojevic, der in der ProB-Saison 2023/2024 für die Wedeler in 27 Spielen im Schnitt auf 13:15 Einsatzminuten und 3,3 Punkte kam, sorgte laut Attarbashi dafür, „dass es im Training keine Phase gab, in der sich jemand ausruhen konnte“. Insofern hätten „alle Mitspieler von Sredojevic gelernt, auch wenn sie manchmal von ihm genervt waren“, ergänzte der Coach lächelnd. Weil sich der Flügelspieler, der im Juli seinen 22. Geburtstag feierte, keinem neuen Verein anschließen will, hat Attarbashi zudem die Hoffnung, dass er „in der Rückrunde wieder dabei sein wird“.

Klar ist, dass Sredojevic im Februar 2025 nach Norddeutschland zurückkommt. „Wir müssen schauen, ob wir dann wieder zusammenkommen – aber die Chance, dass er in der Folge wieder für uns spielt, ist auf jeden Fall da“, hofft auch Roquette, dass der jetzt bevorstehende Abschied „kein endgültiger ist“. Attarbashi gab zu bedenken, dass der 1,90-Meter-Mann nach sechs Monaten ohne Mannschaftstraining „natürlich nicht fit sein“ werde. Aber wenn es einem Spieler zuzutrauen ist, seinen Fitnessrückstand aufholen und sich in das Team kämpfen zu können, dann ist es Sredojevic!

Regionalliga statt Profi-Karriere für Paukste

Am vorletzten Valentinstag, dem 14. Februar 2023, gab Simonas Paukste sein Debüt in der 1. Bundesliga, als er für die Veolia Towers in der Partie beim FC Bayern München 42 Sekunden lang auf dem Parkett stand. Weitere Erstliga-Einsätze kamen für den Angriffsspieler nicht dazu – stattdessen habe er „unter großem Verletzungspech gelitten“, wie Christoph Roquette, Sportlicher Leiter von Paukstes Stammverein SC Rist Wedel, rückblickend feststellte.

In der Saison 2023/2024 kam Paukste für die Rister in der 2. Bundesliga ProB in 21 Spielen im Schnitt auf 12:55 Einsatzminuten und fünf Punkte. „In ihm steckt noch viel mehr“, war und ist Roquettes feste Überzeugung auch angesichts der Tatsache, dass der gebürtige Litauer im Mai erst seinen 20. Geburtstag feierte. „In der zurückliegenden Saison kam er verletzungsbedingt nicht richtig zum Zug – aber wir haben in vielen Gesprächen versucht, ihm aufzuzeigen, dass sein Weg bei uns noch lange nicht vorbei ist, sondern er weitere Entwicklungsmöglichkeiten hat“, beteuerte Roquette.

Zwischenzeitlich sah es so aus, als würde Paukste, der in Delingsdorf im Kreis Stormarn aufwuchs, wo er mit dem Basketballspielen beim TSV Bargteheide und Ahrensburger TSV begann, für ein weiteres Jahr am Steinberg bleiben. Letztlich entschied er sich aber doch für einen Abschied und eine sportliche Veränderung. „Der Aufwand, aus Stormarn für jede Übungseinheit eine lange Anreise absolvieren zu müssen, war ihm zu hoch“, nannte Roquette den Grund dafür, dass der 20-Jährige dem Profi-Basketball den Rücken kehren, sich einem Regionalligisten anschließen und seine berufliche Laufbahn forcieren will.

„Das ist sehr schade, aber wir müssen das so akzeptieren“, erklärte Roquette. Ähnlich äußerte sich Rist-Trainer Hamed Attarbashi: „Simonas ist ein guter Junge, den wir gerne in unserem Kreis behalten hätten.“ Mit Blick darauf, dass sich Paukste nach drei Jahren beim Bramfelder SV bereits im Sommer 2018 den Towers angeschlossen und seit 2020 den Ristern angehört hatte, ergänzte Attarbashi: „Wie die Verantwortlichen der Veolia Towers, so haben auch wir viel Arbeit in seine Entwicklung gesteckt – aber nun hat er sich für einen anderen Weg entschieden.“ Nicht jeder Spieler kann den Sprung zum Profi schaffen – und nicht jede Liebesgeschichte nimmt ein gutes Ende, unabhängig vom Valentinstag.

Quelle: SC Rist Wedel

Duane Wilson verlässt die GIESSEN 46ers

Auch die Nummer vier ist unter Dach und Fach: Nach Dejan Kovacevic (BBC Bayreuth), Luca Kahl (Giants Leverkusen) und TreVion Crews (Den Helder SUNS/Niederlande) hat auch Duane Wilson einen neuen Club gefunden. Der letztjährige US-Shooting Guard der GIESSEN 46ers läuft künftig in Frankreichs 2. Liga, der „France ProB“, für Chartres Baskets Masculin auf. Von den fünf Abgängen der Truppe von Cheftrainer „Frenki“ Ignjatovic steht damit lediglich der neue Club von Big Man Stefan Fundic noch nicht fest.

„Wir sind sehr glücklich, dass sich Duane Wilson für ein Engagement bei uns entschieden hat. Er ist ein herausragender Spieler, der seine große internationale Erfahrung gewinnbringend für unser Team einsetzten wird“, lässt sich Trainer Moatassil Rhennam auf der Facebookseite des Vereins aus der 40.000 Einwohner zählenden Stadt rund 90 Kilometer südwestlich von Paris zitieren.

Der 29-Jährige aus Milwaukee/Wisconsin ist nach Gavin Kensmil (Pau-Orthez) aus Surinam und dem Kongolesen Rigo Edzata (Tours) der dritte Neuzugang des ambitionierten Zweitligisten, der in der vergangenen Saison ähnlich wie der Altmeister von der Lahn in den Playoffs zum Oberhaus früh scheiterte, obwohl er die Hauptrunde auf Rang drei abgeschlossen hatte.

In Gießen hatte Duane Wilson, der im Sommer 2023 von Stella Azzurra Roma aus Italiens 2. Liga zu den 46ers kam, alle 34 Partien der BARMER 2. Basketball-Bundesliga ProA sowie die vier Viertelfinals gegen Karlsruhe und die beiden Duelle im BBL-Pokal bestritten. Mit seinen in rund 31
Minuten pro Partie erzielten 18 Punkten avancierte er zum drittbesten Scorer des Unterhauses. Beim 90:82 zwischen den Jahren gegen Bochum markierte Wilson 25 Punkte, beim Playoff-Aus Anfang Mai gegen Karlsruhe waren es sogar 28.

Quelle: GIESSEN 46ers/Hendrik Bildat

Jamel McAllister verlässt Phoenix Hagen

Nach einer spannenden sowie ereignisreichen Saison 2023/2024 wird Jamel McAllister zur kommenden Spielzeit nicht nach Hagen zurückkehren. Der Linkshänder stand fest im Aufgebot des SV Haspe 70 (1. Regionalliga) und ergänzte darüber hinaus zunächst den Trainingskader von Phoenix Hagen. Nach dem Jahreswechsel feierte der Amerikaner sein ProA-Debüt im Dress der „Feuervögel“, mit denen er in der Folge in die Playoffs einzog und sogar das Halbfinale erreichte.

Chris Harris (Head Coach Phoenix Hagen): „Jamel hat im Anschluss an den Sprung von Bonn nach Hagen eine tolle Entwicklung vollzogen. In Haspe gehörte er zu den absoluten Leistungsträgern, wodurch er sich ganz klar für Minuten in der ProA empfohlen hat. Durch die enge Verzahnung mit dem SV70 fügte er sich im Frühjahr nahtlos in die feste Rotation ein. Für uns war Jamel ein wichtiger, perfekt passender Baustein in einer ganz entscheidenden Phase der Saison – wie er diese Rolle angenommen und ausgefüllt hat, verdient allerhöchsten Respekt. Er hat seine Chance genutzt und sich damit ganz sicher auf den Radar vieler Mannschaften gespielt.“

Jamel McAllister: „Ich möchte mich bei Phoenix Hagen dafür bedanken, Teil von etwas Besonderem gewesen sein und meine Fähigkeiten zeigen zu dürfen. Mein Dank geht auch an die Fans, die mich herzlich aufgenommen haben. Das vergangene Jahr war eine unglaubliche, lehrreiche Erfahrung für mich.“

Am 04.02.2024 stand McAllister erstmals im Phoenix-Trikot auf dem Parkett und wusste bei seinem Debüt gegen Paderborn (100:82) direkt mit zwölf Punkten (5/6 aus dem Feld) zu gefallen.

In seinen insgesamt 23 ProA-Partien ging er fünfmal mit zweistelliger Ausbeute vom Feld. Durchschnittlich kam der Forward auf solide 5,0 Punkte und 2,5 Rebounds.

Beim 98:79-Auswärtserfolg in Vechta legte McAllister mit 13 Zählern seinen persönlichen ProA-Bestwert auf.

Quelle: Phoenix Hagen/Simon Engelbert

Neuer Big Man für die VET-CONCEPT Gladiators Trier: Hendrik Drescher wechselt aus Bremerhaven an die Mosel

Der 24-Jährige wurde im Nachwuchsprogramm von Alba Berlin ausgebildet. Drescher passt perfekt ins Anforderungsprofil der Gladiatoren.

Mit Hendrik Drescher steht der nächste Neuzugang bei den VET-CONCEPT Gladiators Trier für die Saison 2024/25 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA fest. Der 2,04 Meter große gebürtige Berliner durchlief in seiner Heimatstadt das renommierte Jugendprogramm von Alba Berlin, bevor er über Oldenburg und Rist Wedel zu den VfL SparkassenStars Bochum wechselte, wo er in der Saison 22/23 als wichtiger Leistungsträger auf sich aufmerksam machte. Zur vergangenen Spielzeit folgte dann ein Wechsel zu den Eisbären Bremerhaven, wo sich der 24-jährige Power Forward, der auch als Center eingesetzt werden kann, weiter steigern konnte und auch im hohen Norden zu den wichtigsten deutschen Akteuren seines Teams gehörte.

Drescher bestritt alle 34 Saisonspiele für die Eisbären und stand durchschnittlich gut 20 Minuten pro Spiel auf dem Feld. In dieser Zeit erzielte er 9,9 Punkte und 3,5 Rebounds pro Partie und legte starke Wurfquoten von 62% aus dem Zweier- und 41,6% aus dem Dreierbereich auf. Sein wohl stärkstes Spiel machte Drescher vergangene Saison gegen sein Ex-Team Bochum, in dem er 26 Punkte erzielte und sechs seiner sieben Dreierversuche versenken konnte. Auch im letzten Saisonspiel der Bremerhavener – zuhause gegen die Gladiatoren aus Trier – überzeugte Drescher mit einer starken Leistung und erzielte 22 Punkte und sieben Rebounds. In Trier trägt Drescher die Rückennummer 20 und unterschreibt einen Vertrag über die kommende Saison.

„Nach den Leistungen, die Krimmer vergangene Saison bei uns erbracht hat, wussten wir früh, dass es zu einem Abgang seinerseits kommen kann. So haben wir die BBL und die ProA lange und sehr intensiv beobachtet und Hendrik hat sich als einer der besten deutschen Big Man der Liga dargestellt. Für uns war klar, dass wir versuchen wollten, ihn trotz zahlreicher anderer Interessenten nach Trier zu locken und wir sind sehr froh, dass uns das gelungen ist. Er ist ein Spieler, der noch sehr jung ist und viel Entwicklungspotenzial mitbringt und ich bin fest davon überzeugt, dass er in den kommenden Jahren auch seinen Weg in die BBL finden wird. Hendrik passt auch charakterlich hervorragend zu uns nach Trier und wird uns mit seinem Skillset in vielen Aspekten des Spiels bereichern. Für mich als Trainer ist es extrem vorteilhaft einen vielseitigen Spieler wie Hendrik im Team zu haben“, sagt Headcoach Jacques Schneider zu seiner ersten Neuverpflichtung für die Saison 2024/25.

„Jacques hat schon früh Kontakt mit mir aufgenommen, was mir sofort sehr positive Signale gesendet hat, dass der Verein mich wirklich verpflichten will. Ich glaube, Trier ist ein Verein, der sich aktuell extrem weiterentwickelt und gerade in der vergangenen Saison einen großen Schritt gemacht hat. Gegen Frankfurt war ich auch bei zwei Playoff-Heimspielen in der Arena in Trier, wurde dort schon sehr herzlich von den Verantwortlichen empfangen und konnte die Stimmung als Zuschauer erleben. Auch das hat mir einen sehr positiven Eindruck vom Standort Trier und den Gladiators vermittelt. Ich habe gelernt, dass man mit einer gewissen Demut in eine neue Saison gehen sollte und möchte daher gar keine großen Ankündigungen zu meinen persönlichen Zielen machen, sondern Gegner und die eigene Arbeit respektieren und für viele tolle Momente und Siege mit unseren Fans sorgen. Wir wollen jedes Spiel mit voller Konzentration angehen und in jedem Spiel alles geben. Ich freue mich sehr darauf mit Euch in Trier eine tolle Saison zu erleben“, sagt Hendrik Drescher zu seinem Wechsel in die älteste Stadt Deutschlands.

Quelle: VET-CONCEPT Gladiators Trier/Dennis Green

Rückkehrer im Giants-Trikot: Joel Lungelu kommt aus Ehingen zurück nach Leverkusen

Nach einem Jahr im Süden der Bundesrepublik kehrt Joel Moketo Lungelu zurück zu den Bayer Giants. Der Power Forward unterschreibt einen Vertrag über die Spielzeit 2024/25 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB.

Eigentlich ist die Redewendung „man sieht sich immer zweimal im Leben“ nichts weiter als eine Floskel. Denn sind wir mal ehrlich: Wie oft kommt es vor allem im professionellen Sport zu einer Rückkehr eines Spielers an seine alte Wirkungsstätte…

Natürlich gibt es einige wenige prominente Beispiele, welche dies durchaus belegen. Doch im Endeffekt ist für Romantik nicht viel Platz im hart umkämpften Sportgeschäft. Auch nicht im Basketball. Aber manchmal passiert es eben doch und bei den Giants ist es, nach der Verpflichtung von Luca Finn Kahl, in diesem Sommer (glücklicherweise) schon wieder geschehen: Joel Lungelu wird 2024/25 für den Rekordmeister auflaufen. Des Weiteren wird er Teil der Herren II in der 1. Regionalliga West sein.

Von der Bayer-Jugend bis zum Giant

Die Geschichte von Joel Moketo Lungelu beim TSV Bayer 04 Leverkusen ist vielen Fans hinlänglich bekannt. So lief der deutsche Power Forward mit kongolesischen Wurzeln seit der U10 für die Farbenstädter auf. Beim TSV durchlief Joel dann alle Leistungsteams der Abteilung. Einer, der ihm immer dabei immer wieder über den Weg läuft, ist Thomas Röhrich. Der frühere Jugendkoordinator der Bayer-Basketballer blickt zurück: „Ich kann mich noch daran erinnern, als Joel in der U10 zu uns kam. Er war unbeweglich und musste an seinen Bewegungsabläufen arbeiten. Doch von Saison zu Saison verbesserte er sich und arbeitete akribisch an seinen Schwächen. Über die JBBL und die NBBL hat er es geschafft, sich in der zweiten Herren-Mannschaft festzuspielen und sich Minuten bei den Giants in der ProA zu erkämpfen. Das beweist, wie groß sein Kämpferherz ist.“

In der Tat konnte sich Lungelu auch im Leverkusener Seniorenbereich Spielzeit erkämpfen. Im ProA-Halbfinale 2022 gegen die Tigers Tübingen machte sich der Brettspieler erstmalig einen Namen, so erzielte er beim Gastspiel in Süddeutschland neun Zähler. Auch in der ProA-Saison 2022/23 erhielt „JML“ Minuten und kam in 14 Begegnungen zum Einsatz (Durchschnittliche Spielzeit: 8:52 Minuten pro Partie).

Eigentlich, so war der Plan, sollte Joel in der ProB einen weiteren Schritt im Giants-Dress machen. Coach Hansi Gnad hatte viel mit dem 2,05 Meter Mann vor, doch Lungelu hatte andere Pläne. Der Deutsch-Kongolese wollte einen neuen Weg einschlagen und unterschrieb bei der Talentschmiede des TEAM EHINGEN URSPRING in der Südstaffel der dritthöchsten Spielklasse. Doch so richtig funken wollte es nicht. Der Vierer hatte mit einigen Verletzungen zu kämpfen und kam in 16 Partien auf durchschnittlich 4,9 Punkte pro Paarung.

Lungelu: „In Leverkusen möchte ich mein gesamtes Potenzial ausschöpfen.“

Der Kontakt zwischen Bayer und Lungelu riss nie ab und so war es eigentlich selbstverständlich, dass beide Seiten nach der Saison 2023/24 ins Gespräch kamen. Nun kommt Joel zurück an die Bismarckstraße: „Es ist für mich etwas Besonderes wieder zurück zu den Giants zu wechseln. Der Klub hat sich direkt zu Beginn der Offseason um mich bemüht. Das weiß ich sehr zu schätzen“, so Lungelu. „Ich habe in Ehingen viel gelernt. Erstmals war ich weg von zuhause und musste auf eigenen Beinen stehen. Das hat mir zusätzliches Selbstbewusstsein verschafft. In Leverkusen möchte ich nun mein gesamtes Potenzial ausschöpfen und zeigen, was ich draufhabe. Daran werde ich hart arbeiten.“

Sein Cheftrainer Mike Koch ist optimistisch, dass Lungelu in seinem gewohnten Umfeld gute Leistungen zeigen wird: „Es ist natürlich toll, dass mit Joel ein weiterer alter Bekannter zurück nach Leverkusen wechselt. Er kennt das Umfeld und braucht keine lange Eingewöhnungszeit. In den ersten Trainingseinheiten hat Lungelu einen fitten und gesunden Eindruck hinterlassen. Er ist ein physischer Spieler, der auf der Position des Power Forwards zuhause ist und mit seinem sicheren Wurf das Feld breitmachen kann. Das ist im modernen Basketball eine gute und vor allem wichtige Eigenschaft, um der eigenen Mannschaft eine gewisse Variabilität zu verleihen.“

Quelle: Bayer Giants Leverkusen/TEAM EHINGEN URSPRING

49ers verabschieden Jorch, Lübken soll die Lücke füllen

Die TKS 49ers schreiten weiter in der Kaderplanung für die Saison 2024/25 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB voran. Mit Robin Jorch muss der Verein leider den ersten Abgang vermelden und sich von seinem Kapitän und Leistungsträger verabschieden. Im Gegenzug wird er vom ersten Neuzugang, dem 2,09 Meter großen Center Joshua Lübken, ersetzt, welcher Erfahrung aus der 1. Regionalliga und ProB mitbringt.

Robin Jorch verlässt die TKS 49ers, um sich in Zukunft mehr auf sein Berufsleben zu konzentrieren. In den letzten Jahren war er der Dreh- und Angelpunkt der 49ers-Offensive und sorgte vor allem unter den Körben für viel Unruhe bei den Gegnern. In der vergangenen Saison erzielte der TKS-Kapitän 12,3 Punkte pro Spiel und sammelte 5,2 Rebounds ein. Somit galt er als absoluter Leistungsträger bei den 49ers. Bereits im Jugendbereich und zu Anfang seiner Karriere im Herrenbereich war Jorch für den RSV Eintracht aktiv. Vor der Rückkehr 2021 zog es ihn mehrere Jahre ans US-College und in die ProA.

Der 29-jährige blickt nun positiv auf die letzten drei Jahre zurück: „Ich bin sehr dankbar, dass ich die letzten drei Jahre noch einmal für die 49ers spielen konnte. Der Abschied fällt mir nicht leicht, aber es ist an der Zeit, mich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Ich freue mich, euch alle nächstes Jahr wieder in der Halle zu sehen, auch wenn nur von der Tribüne aus.“

Als Jorch-Ersatz konnte TKS den jungen Berliner Joshua Lübken verpflichten. Lübken, welcher in der Jugend bei Alba Berlin ausgebildet wurde und später bei den ProB-Ligisten in Bernau, Wedel und Koblenz zum Einsatz kam, spielte zuletzt bei den Red Dragons Königs Wusterhausen in der 1. Regionalliga. Hier zählte er zu den wichtigsten Spielern und legte in 29 Minuten Spielzeit 11,8 Punkte und 5,9 Rebounds pro Spiel auf. Robin Jorch kann man nur schwer ersetzen, aber mit seiner Größe von 2,09 Meter und seiner Fähigkeit auch von jenseits der Dreierlinie Gefahr auszustrahlen (36,5%), wird Lübken die Gegner auf beiden Seiten des Feldes ärgern können.

Der 24-jährige freut sich auf die anstehende Herausforderung und Chance: „Für mich ist es eine super Möglichkeit, noch einmal auf höherem Niveau zu spielen. Es ist auch großartig, einige bekannte Gesichter wiederzusehen, mit denen man jetzt gemeinsame Ziele verfolgen kann. Ich freue mich auf die kommende Saison und bin gespannt, wo die Reise für uns als Team hingeht.“

Quelle: TKS 49ers/Oliver Schwandt

Ein Abschied und ein neuer Doppellizenzspieler für die VET-CONCEPT Gladiators Trier. Jannis Sonnefeld verlässt die Gladiatoren, Yannis Steger wechselt an die Mosel.

Sonnefeld absolvierte acht Partien für die ProA-Mannschaft der Trierer und überzeugte vor allem bei Kooperationspartner Saarlouis. Steger wechselt aus der NBBL der Bayer Giants Leverkusen in die älteste Stadt Deutschlands.

Die VET-CONCEPT Gladiators treiben ihre Personalplanung für die neue Saison weiter voran und können bei ihren Doppellizenzspielern die nächsten Neuigkeiten verkünden: Jannis Sonnefeld verlässt die Gladiatoren und wird positionsgetreu von Neuzugang Yannis Steger ersetzt. Sonnefeld wechselte im Sommer aus Bamberg an die Mosel und erzielte in acht Partien für die Trierer durchschnittlich 1,9 Punkte und 0,4 Rebounds pro Parte. Als Leistungsträger übernahm der 2,07 Meter große Forward vor allem bei Kooperationspartner Saarlouis viel Verantwortung und absolvierte ein starkes Jahr bei den Sunkings. Um den nächsten Schritt in seiner noch jungen Karriere zu gehen wechselt der 21-jährige Sonnefeld in die ProB zu den Baskets Paderborn.

Mit Yannis Steger können die Verantwortlichen der Trierer Profibasketballer umgehend Sonnefelds Nachfolger präsentieren. Der 19-jährige Forward wechselt aus Leverkusen an die Mosel und wird ebenfalls mit einer Doppellizenz ausgestattet und so ebenfalls für die Saarlouis Sunkings auflaufen. Steger gehörte im erfolgreichen Nachwuchsprogramm der Rheinländer zu den Säulen der vergangenen U19-Bundesligamannschaft und soll in Trier die nächsten Entwicklungsschritte gehen und Erfahrungen im Profikader sammeln. Der 2,05 Meter große Forward führte sein Team bis ins Viertelfinale der diesjährigen NBBL-Saison, wo man mit 75:78 denkbar knapp an Oldenburg scheiterte und so den Einzug in das Top-4 verpasste.

„Jannis hat sich bei uns sehr, sehr gut entwickelt. Dafür wollen wir als Standort stehen und die Zusammenarbeit mit Saarlouis hat für Jannis sehr gut funktioniert. Auch wenn er bei uns nicht so große Spielanteile hatte, glaube ich, dass er einen riesen Impact auf den Erfolg der Mannschaft hatte. Ich freue mich, dass Jannis nun die Chance bekommt eine große Rolle bei einem ProB-Team einzunehmen. Das hat er sich verdient und er hat definitiv das Talent dafür. Wir werden sicherlich in Kontakt bleiben, denn er hat sich auch menschlich immer vorbildlich verhalten. Es ist schade, dass Jannis uns verlässt, aber wir wünschen ihm nur das Beste für seinen weiteren Weg. Yannis Steger ist ein Spieler mit herausragenden Anlagen und entspricht dem Profil eines modernen Basketballers. Er hat noch viel zu lernen aber hat ein unfassbar gutes Mindset und arbeitet extrem hart an seinen Defiziten. Er wird über einen längerfristigen Zeitraum definitiv seinen Weg in den Profibasketball finden. Wir sind froh ein solches Talent nach Trier lotsen konnten und ich bin mir sicher, dass er unserem Kader Tiefe geben wird und in der Zusammenarbeit mit Saarlouis auch für Yannis eine sehr gute Situation entstehen wird“, sagt Cheftrainer Jacques Schneider zum Personalwechsel auf den Doppellizenz-Positionen.

Quelle: VET-CONCEPT Gladiators Trier/Simon Engelbert

Siler Schneider verlässt Phoenix Hagen

Er war auf der Suche nach Freiheit, und hat diese in Hagen gefunden. Er wollte seine Fähigkeiten im Fluss des Spiels bestmöglich einsetzen, und hat Phoenix mitentscheidend bis ins ProA-Halbfinale gespült. Mit seinen Führungsqualitäten sowie seinem einwandfreien Charakter war Siler Schneider auf und abseits des Feldes einer der maßgeblichen Faktoren für die erfolgreiche Saison 2023/2024. Zur kommenden Spielzeit wird der Playmaker jedoch nicht an die Volme zurückkehren.

Chris Harris (Head Coach Phoenix Hagen): „Als wir Siler vergangenen Sommer verpflichteten, hatten wir eine Idee, einen Wunsch, welche Rolle er für und bei Phoenix würde übernehmen können. Die letzten Monate haben all diese Gedankenspiele im positivsten Sinne übertroffen. Er hat mit seiner Professionalität, seiner Einstellung, seinem Kampfgeist, seinen Qualitäten als Leader all das verkörpert, für das wir in Hagen stehen wollen – und noch mehr. Wir wünschen ihm auf allen Ebenen nur das Beste und werden seinen weiteren Weg mit großer Freude weiterverfolgen.“

Siler Schneider: „Die Organisation und die ganze Stadt Hagen haben mich mit offenen Armen willkommen geheißen – dafür möchte ich mich bedanken. Ich habe meine Zeit in und mit dem Club geliebt und hier Freundschaften fürs Leben geschlossen. Phoenix Hagen wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben.“

Auf dem Weg zum dritten Platz nach der ProA-Hauptrunde legte Schneider durchschnittlich 13,3 Punkte, 3,5 Rebounds und 3,6 Assists auf. Dabei stand der Guard für Phoenix Hagen in 33 Partien auf dem Feld, zu denen sich im Laufe des tiefen Playoff-Runs acht weitere Begegnungen gesellten.

Im Laufe der Saison markierte er dreimal mehr als 20 Zähler, wobei die 22 Punkte beim 79:71-Erfolg in Karlsruhe (03.01.2024) seinen persönlichen ProA-Bestwert markierten. Beim 91:81-Sieg gegen den späteren Aufsteiger aus Frankfurt (22.12.2024) griff er sich neun Rebounds. In nur einem seiner 41 bestrittenen Pflichtspiele ging er ohne Assist vom Feld, gegen Nürnberg legten seine neun Vorlagen den Grundstein zum 77:67-Erfolg über die Falken (06.01.2024).

Quelle: Phoenix Hagen/Nina Sander

Till Isemann verstärkt die Eisbären Bremerhaven

Die nächste Verstärkung für die neue Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ist im Anmarsch. Mit Till Isemann können sich die Fans der Eisbären Bremerhaven auf einen sehr athletischen, körperlich starken Center mit viel Erfahrung und Potential freuen.

Im Oktober 1996 geboren, machte Isemann seine ersten Schritte im Basketball beim Oldenburger TB. Sein Debüt in der ProB gab er 2015 im Trikot der Baskets Akademie Weser Ems/Oldenburger TB. Zwei Jahre später nahmen ihn die EWE Baskets Oldenburg in ihren erweiterten Bundesliga-Kader auf, wodurch er auch Einsatzzeiten in der ersten Basketball Bundesliga sammelte. 2019 wechselte Isemann zurück in die ProB zu LOK BERNAU, von dort in die ProA zu Schwenningen, anschließend weiter nach Trier und Dresden.

Dort kam er letzte Saison in 28 Spielen zum Einsatz und erzielte 6,5 Punkte und 3,3 Rebounds pro Spiel. Hinzu kommt eine sehr starke Feldwurfquote von 60.3 % und starke 1,4 Offensivrebounds pro Spiel. Trotz etwas eingeschränkter Spielzeit legte er in einem Drittel seiner Spiele zweistellige Effizienzwerte auf und spielte somit eine wichtige Rolle in der Dresdener Rotation.

Nun verstärkt Isemann die Frontcourt-Rotation der Seestädter und Headcoach Steven Esterkamp freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem Center-Hühnen. „Till ist ein wahrer Center. Seine Skills passen perfekt zu dem Basketball, den wir etablieren und spielen wollen. Wir hatten viele, lange Gespräche über seinen Weg zum nächsten Level und wie wir ihn dorthin bringen können. Er ist mental und spielerisch sehr gut in der Lage uns viel Stabilität unter den Körben zu schaffen. Ich freue mich auf die Chance mit ihm zu arbeiten, nachdem ich viele Spiele gegen ihn gecoacht habe.“

Auch Neu-Bremerhavener Till freut sich auf die kommende Saison in Bremerhaven. „Nach den Gesprächen mit Steven war ich überzeugt von dem Weg, den die Eisbären einschlagen und dass ich dem Team gut helfen kann. Ich freue mich auf die Saison, den Eisbärenkäfig und die Fans in Bremerhaven.“

Quelle: Eisbären Bremerhaven/Ralf Zimmermann