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Spielleitung: Spielverlust für TG s.Oliver Würzburg

Spielverlust für TG s.Oliver Würzburg
Im Spiel der ProB Süd zwischen BBC Coburg und TG s.Oliver Würzburg (22.12.2018) wurde von Würzburg ein nicht auf dem Spielbericht eingetragener Spieler eingesetzt. Die Spielleitung hat daher gemäß Spiel- und Veranstaltungsordnung § 71 Abs. 2 g) auf Spielverlust gegen den Bundesligisten TG s.Oliver Würzburg zu entscheiden. Das Spiel wird mit minus einem Wertungspunkt und 0:20 Korbpunkten für Würzburg gewertet. BBC Coburg erhält zwei Wertungs- und 20:0 Korbpunkte (SuVO § 72 Abs. 3).

 

 

Molosciakas und Penn verlassen Coburg

Eividas Molosciakas und Jason Penn verlassen den BBC COBURG. Die Verträge beider Akteure wurden in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. Mit der Verpflichtung von Chase Adams hatte sich ihre Spielzeitperspektive bei den Vestestädtern zuletzt deutlich verschlechtert.

Im Falle von Eividas Molosciakas kommt dazu, dass er nach seiner Hochzeit im Frühsommer eine Rückkehr in sein Heimatland Litauen und eine Neuausrichtung seines Lebens ohne Basketball in der Hauptrolle plant. „Simona und ich möchten auf lange Sicht eine Familie gründen. Wir hatten eine wunderbare Zeit in Deutschland, aber wir vermissen unsere Heimat.“

Der Guard, der eine Wiederaufnahme seines Wirtschaftsstudiums ins Auge fasst, macht aber keinen Hehl daraus, dass die sportliche Situation seinen Entschluss beschleunigt hat: „Durch die Verpflichtung von Chase Adams, der auf meiner Position spielt und einen Ausländerplatz belegt, sind meine Chancen auf Einsatzzeiten natürlich drastisch gesunken.“ Auch körperlich plagt sich der 25-Jährige permanent mit diversen Malaisen herum: „Manchmal fühle ich mich, als wäre ich schon vierzig. Seit Beginn meiner zweiten Saison in Coburg hatte ich wirklich Pech mit verschiedenen Verletzungen und Krankheiten, die fast nahtlos ineinander übergingen.“

Dennoch tritt Molosciakas mit mindestens einem weinenden Auge in circa einer Woche die lange Heimreise an: „Der BBC COBURG wird mir definitiv fehlen. Selbst in einer Basketballnation wie Litauen ist es undenkbar, dass so viele Fans ein Drittligateam derart frenetisch anfeuern. Ich habe dort in der zweiten Liga manchmal vor zwanzig Zuschauern gespielt.“

Vor allem seine erste, vom Meistertitel in der 1. Regionalliga gekrönte Spielzeit in Oberfranken bleibt ihm, aber auch dem Klub in allerbester Erinnerung. „Wenn wir Eivis nicht kurz vor Saisonbeginn noch unter Vertrag genommen hätten, wären wir aus meiner Sicht nicht aufgestiegen. Er hat uns in vielen Begegnungen getragen“, betont Matthias Haufer,

Sportlicher Leiter beim BBC, die Verdienste des scheidenden Spielers und ergänzt: „Auch abseits des Parketts war auf ihn stets Verlass. Er hat sich im Jugendbereich enorm engagiert und wenn Freiwillige gesucht wurden, konnte man auf ihn immer zählen – einfach ein toller Charakter!“

Neben Molosciakas beendet auch Jason Penn sein Engagement in Coburg. Der US-Amerikaner, der bereits nach Detroit zurückgeflogen ist, konnte von Headcoach Ulf Schabacker nach der Verpflichtung von Chase Adams aufgrund der Begrenzung der Nicht-EU-Ausländer durch die Liga nicht mehr eingesetzt werden. „Ich möchte der Organisation für diese Chance danken und es tut mir leid, dass es schlussendlich nicht funktioniert hat“, äußerte der Big Man aus Michigan vor seiner Abreise. „Jason hat sich absolut professionell verhalten, auch als bereits feststand, dass er aller Voraussicht nach nicht mehr spielen würde. Dafür gebührt ihm Hochachtung“, wünscht Haufer dem sympathischen Power Forward eine Fortsetzung seiner Karriere an anderer Stelle.

 

(BBC Coburg)

 

 

Der „Königstransfer“ zum Schluss

Der BBC COBURG hat sich für seine zweite Spielzeit in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB noch einmal signifikant verstärkt: Mit Dino Dizdarevic wechselt ein Backcourt-Allrounder an die Itz, der in der Vorsaison im Trikot der Oettinger Rockets Gotha noch fester Bestandteil der Erstliga-Rotation war.

Bei der Verkündung von Transfercoups wird die Floskel vom Königstransfer inzwischen quer durch die Sportarten arg überstrapaziert. Im Falle der jüngsten Verpflichtung des BBC COBURG sind derartige Superlative aber durchaus nicht unangebracht, schließlich ist den Vestestädtern nicht nur ein dicker Fisch, sondern gar ein veritabler Dino ins Netz gegangen. Dabei spielt der Wortwitz mitnichten auf das Alter des neuen Mannes an, denn mit 23 Jahren steht selbiger noch vor der Blüte seiner Schaffenskraft und ist vom Aussterben meilenweit entfernt. Stattdessen dreht sich’s um den Namen: Dino Dizdarevic konnte vom ambitionierten Coburger Projekt überzeugt werden und feiert in Oberfranken ein Wiedersehen mit seinem ehemaligen Breitengüßbacher NBBL-Meistercoach Ulf Schabacker.

Dass ein Spieler dieses Kalibers den Weg zum BBC COBURG findet, ist keineswegs selbstverständlich. Immerhin kam der 1,94-Meter-Flügel in der abgelaufenen Runde noch in Deutschlands Basketball-Oberhaus easyCredit BBL zum Einsatz. Für die Oettinger Rockets stand Dizdarevic in 26 Partien im Schnitt knapp zehn Minuten auf dem Erstliga-Parkett und erzielte dabei durchschnittlich 2,4 Punkte. Gegen Brose Bamberg kam der gebürtige Mühlheimer auf neun Zähler in 31 Minuten, in seiner eigentlichen Heimatstadt München beim deutschen Meister Bayern Basketball waren es zehn Punkte in 18 Minuten. „Überhaupt auf einem solchen Niveau agieren zu dürfen war eine tolle Erfahrung. Einerseits geht in der ersten Liga alles ein bisschen schneller und es wird viel körperlicher gespielt. Wenn man zu lange überlegt, ist der Ball weg oder das Loch in der Verteidigung schon wieder geschlossen. Andererseits merkt man nach einiger Zeit auf diesem Level, dass auch dort nur mit Wasser gekocht wird und dass man durchaus mithalten kann“, denkt der Neu-Coburger gerne an seinen Abstecher nach Thüringen zurück, den er im Falle des Klassenerhaltes vermutlich verlängert hätte.

Es sollte jedoch anders kommen: Das Projekt in Gotha und Erfurt konnte aus wirtschaftlichen Gründen nicht wie geplant fortgeführt werden und Dizdarevic musste sich auf Jobsuche begeben. Dass neben diversen höherklassigen Klubs auch der BBC COBURG sein Interesse bekundete, kam ihm nicht ungelegen: „Unter Ulf Schabacker habe ich bereits in Breitengüßbach trainiert und wir haben zusammen 2012 die deutsche Meisterschaft in der NBBL geholt“, erinnert sich der Guard an eine „tolle Zeit und die vielleicht eingeschworenste Truppe, die ich je erlebt habe, denn wir sind mit einer echten Underdog-Mentalität an den Start gegangen und haben einige hohe Favoriten aus dem Weg geräumt.“ Mit von der Partie waren damals unter anderem BBC-Forward Christopher Wolf und Nationalmannschafts-Center Johannes Thiemann, den Dizdarevic zu seinen besten Freunden zählt. Auch mit BBC-Kapitän Steffen Walde ging er in ProA und ProB im Baunacher Trikot bereits gemeinsam auf Korbjagd.

An Meisterschaften mit dem BBC COBURG denkt der vielfache deutsche Jugendauswahlspieler, der schon früh seine kroatische Staatsbürgerschaft ablegte, noch lange nicht. „Für Platzierungsprognosen sind die anderen Teams zu schwer einzuschätzen. Kurz vor Weihnachten werden wir wissen, wo wir tatsächlich stehen“, vermeidet Dizdarevic die Festlegung auf ein Saisonziel.  Stattdessen will er den Vestestädtern dabei helfen, sich in Deutschlands dritthöchster Liga im zweiten Anlauf zu etablieren und cleverer zu agieren als bei der Premiere: „Ich bin seit 2013 Profi und möchte beim BBC trotz meiner jungen Jahre Verantwortung übernehmen. Intensität, Toughness und Physis sind Qualitäten, die ich einbringen und vorleben möchte.“ Zunächst einmal unabhängig von der Position, denn: „Von eins bis drei kann ich alles spielen und verteidigen, besondere Präferenzen habe ich nicht.“

Als Rückschritt begreift der Sohn einer Profihandballerin und eines Fußballers den Gang in die ProB ganz und gar nicht: „In der ersten Liga geht es für einen jungen deutschen Spieler meist hauptsächlich darum, ordentlich zu verteidigen und in der Offensive in der Ecke für den offenen Wurf bereit zu sein. Jetzt kann ich beweisen, dass ich mehr kann.“ Die ersten Trainingseinheiten kamen Dizdarevic indes irgendwie seltsam bekannt vor: „Es hat keine fünf Minuten gedauert, bevor ich von Ulf den ersten Einlauf bekam.“ Manches ändert sich eben nie – Königstransfer hin oder her.

 

 

(BBC Coburg)

Weiter mit Wolf und Walde

Der BBC COBURG hat zwei Leistungsträger und Identifikationsfiguren langfristig gebunden. Flügelspieler Steffen Walde bleibt für zwei, Forward Christopher Wolf sogar für drei weitere Jahre an der Itz. Beide sollen im Konzept des neuen Cheftrainers Ulf Schabacker Führungsrollen einnehmen.

Qualitätsspieler mit Local Player-Status sind in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB ein rares und entsprechend begehrtes Gut. Stammen diese Akteure dann auch noch aus der Heimatregion des jeweiligen Vereins und verfügen somit über echtes Identifikationspotential für die Anhängerschaft, ist jeder Klub bestrebt, sie wenn möglich gar nicht mehr gehen zu lassen. Exakt dieser Marschroute folgt der BBC COBURG mit den Vertragsverlängerungen von Steffen Walde und Christopher Wolf.

Der letztjährige Mannschaftskapitän Walde geht bereits in seine vierte Spielzeit bei den Vestestädtern und war maßgeblich an den Aufstiegen zunächst in die 1. Regionalliga Südost und schlussendlich in Deutschlands dritthöchste Liga beteiligt. In der ProB kam der athletische Flügelspieler mit dem starken Zug zum Korb im Schnitt auf 11,4 Punkte pro Partie und war damit drittbester Scorer seines Teams. In 19 von 25 Begegnungen punktete der 26-Jährige zweistellig.

Für die kommende Runde hat sich der ProA-erfahrene Jungunternehmer aus Bischberg jedoch noch deutlich mehr vorgenommen und lässt aus seinem spanischen Urlaubsdomizil verlauten:

„Als Team haben wir nach der sportlich enttäuschenden Premierensaison in der ProB natürlich einiges gut zu machen. Primär muss das heißen, den erneuten sportlichen Abstieg zu vermeiden. Persönlich möchte ich meine Erfahrung noch mehr einbringen und eine Konstante in unserem jungen Kader sein.“ Der Verbleib in Coburg war für Walde indes nur Formsache: „Von Beginn habe ich mich beim BBC einfach sehr wohl gefühlt. Man baut in vier Saisons eine enge Bindung zum Verein auf. Das Potenzial am Standort ist einfach riesig und ich freue mich darauf, in den nächsten zwei Jahren weitere Fortschritte gemeinsam mit dem Klub und den Fans zu erleben.“

Ähnlich äußert sich Waldes früherer Güßbacher und Baunacher Weggefährte Wolf: „Ich fühle mich hier exzellent aufgehoben, auf wie neben dem Parkett. Gleich um drei Jahre zu verlängern ist nicht unbedingt üblich im Profibasketball und zeigt mir das große Vertrauen, das der Verein mir entgegenbringt. Auf der anderen Seite beweist der vorzeitige Ausbau der Zusammenarbeit aber auch, dass mir viel an diesem Verein liegt.“

Der 23 Jahre alte Zwei-Meter-Mann, der in seiner ersten Saison beim BBC COBURG im Schnitt auf solide 9,5 Zähler und 4,6 Rebounds kam und gerade aus dem Zweipunktbereich eine hervorragende Trefferquote von 67 Prozent an den Tag legte, hat in Zukunft noch einiges vor:

„Ich möchte in den kommenden drei Jahren zu einem echten Gesicht dieses Programms werden und zahlreiche sportliche Erfolge feiern. In der anstehenden Runde möchte ich mit dem Team natürlich die Play-Offs erreichen und zeigen, dass die abgelaufene Saison eine Art Betriebsunfall war und sehr unglücklich verlaufen ist. Individuell möchte ich dominanter auftreten und hoffentlich verletzungsfrei bleiben.“

Darauf hofft auch BBC-Headcoach Ulf Schabacker, der mit beiden Akteuren bereits im Jugendbereich gearbeitet hat: „Wir sind sehr glücklich, dass uns die beiden erhalten bleiben. Auf der einen Seite sind sie bereits gestandene Spieler mit einem gewissen Erfahrungsschatz, auf der anderen Seite ist ihre Entwicklung aber noch lange nicht abgeschlossen und beide können sich in verschiedenen Bereichen noch verbessern.“ Nach den bereits absolvierten individuellen Einheiten der „Vor-Vor-Saison“ wird diese Verbesserung ab dem 13. August in voller Teamstärke im Mannschaftstraining angegangen.

 

(BBC Coburg)

Penn macht die Zone dicht

Im Rahmen seines Informationsabends am vergangenen Donnerstag wurde es bereits angedeutet, nun folgt die offizielle Vorstellung: Der US-Amerikaner Jason Penn wird in der kommenden Spielzeit die Nicht-EU-Ausländerposition beim BBC COBURG einnehmen. Vom Power Forward aus Michigan erhoffen sich die Vestestädter vor allem Unterstützung beim Rebound und Effizienz unter den Körben.

Insgesamt 773 Rebounds und 34 Blocks verzeichnete der BBC COBURG in seiner Premierensaison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd. Lediglich Mitabsteiger Karlsruhe wies in beiden Kategorien noch schlechtere Statistiken auf. Zum Vergleich: Ligaprimus Elchingen kam bei gleicher Spielanzahl auf stolze 918 Rebounds und 71 geblockte Schüsse. Demzufolge erscheint es wenig verwunderlich, dass bei den Verantwortlichen der Oberfranken im Sommer eine nachhaltige Verbesserung dieser Werte ganz oben auf der Prioritätenliste rangierte und nach Akteuren Ausschau gehalten wurde, die beim Rebound ordentlich zupacken und zudem mit Fähigkeiten im Bereich Ringbeschützung aufwarten können. Einen solchen Spieler glauben Cheftrainer Ulf Schabacker und der sportliche Leiter Matthias Haufer nun in Person von Jason Penn gefunden zu haben.

Der Zwei-Meter-Mann von der University of Michigan-Dearborn aus der US-Collegeliga NAIA II sammelte in vier Jahren Universitätsbasketball stattliche 891 Abpraller vom Ring ein (Karriereschnitt 7,1) und verweigerte 172 gegnerischen Wurfversuchen die Weiterreise (Karriereschnitt 1,4). In der Saison 2016/2017 wurde Penn in seiner Conference ins All-Defensive-Team gewählt, eine Auszeichnung für gute Verteidigungsleistungen. Doch der 22-Jährige kann auch punkten: Er steigerte seine Ausbeute von 10,3 Zählern pro Begegnung als „Frischling“ in der Spielzeit 2014/2015 auf 16,8 in der abgelaufenen Runde. Fast noch wichtiger als die individuellen Qualitäten Penns erscheint Sportleiter Haufer jedoch ein anderes Gütesiegel:

„Michigan-Dearborn kann man nicht als traditionelle Basketball-Hochburg bezeichnen. Eishockey spielt dort die Hauptrolle. Erst mit Jason kam der Erfolg und die Wolverines konnten 2018 zum ersten Mal in der Programmhistorie ihr Conference-Turnier gewinnen und sich für die nationalen Meisterschaften qualifizieren.“

Auch abseits des Parketts traut Haufer dem Neu-Coburger den Sprung über den großen Teich zu:

„Wir haben mehrfach mit ihm gesprochen. Er wirkt trotz seiner jungen Jahre sehr reif und fokussiert. Er hat die richtigen Fragen gestellt und die Konversationen gingen über den ansonsten üblichen Austausch von Oberflächlichkeiten hinaus.“

In diesem Zusammenhang überrascht es kaum, dass Penn mit einem klaren Plan in seine akademische Laufbahn gestartet ist: „Ein Abschluss von Dearborn hat in den Vereinigten Staaten einen sehr guten Ruf. Das war der Hauptgrund für meine Wahl. Dass eine Karriere als Basketballprofi in Frage kommen könnte, hatte ich anfangs gar nicht wirklich auf dem Schirm, aber mit der Zeit haben meine Coaches mich darin bestärkt, dieses Ziel ins Visier zu nehmen.“ Seine Stärken sieht der Power Forward, der auch als Center auflaufen kann, vor allem in den Abteilungen Rebound, Defense und Scoring in Brettnähe.

„Mein Spiel ist recht effizient. Wenn ich den Ball habe, komme ich schnell zur Sache, ohne unnötige Bewegungen. Außerdem verfüge ich über eine solide Spielübersicht. Verbessern muss ich meinen Wurf – sowohl aus der Halbdistanz als auch von der Freiwurflinie.“

Dass Penn, der bereits seit seinem fünften Lebensjahr auf Korbjagd geht, seine Profilaufbahn in Deutschland beginnt, stört ihn überhaupt nicht: „Ich weiß nicht genau, warum, aber ich wollte schon immer Deutsch lernen. Es hat mich stets mehr interessiert, als zum Beispiel südeuropäische Sprachen, die an US-Schulen viel häufiger unterrichtet werden.“ Die Gelegenheit dazu ergibt sich ab Mitte August. Dann wird der werdende Vater an der Itz erwartet.

 

(BBC Coburg)

BBC COBURG präsentiert neue Mannschaft

Sowohl auf als auch neben dem Parkett geht der BBC COBURG mit einer neuen Aufstellung in seine zweite Spielzeit in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB Süd. Gestern präsentierten die Vestestädter ihre neue Mannschaft vor und hinter den Kulissen im Rahmen eines Informationsabends bei ihrem Hauptsponsor Brose.

Trotz tropischer Außentemperaturen ließen es sich zahlreiche Politik-, Sponsoren- und Pressevertreter sowie sonstige Freunde und Förderer der Coburger Korbjäger nicht nehmen, in den etwas kühleren Räumlichkeiten von Hauptsponsor Brose getreu dem BBC-Motto Feel the Heat die Hitze im übertragenen Sinne zu fühlen und sich im Detail über die Zukunftsplanungen der Basketballer zu informieren. Nach Begrüßungsworten von Wolfgang Hörnlein, Vorsitzender des BBC COBURG e.V., und Frank Maier, Kaufmännischer Leiter bei Brose am Standort Coburg, der betonte, dass sein Arbeitgeber das Engagement beim BBC fortführen werde und die sportlich nicht nach Plan verlaufene Vorsaison an der Zusammenarbeit im Hinblick auf mittelfristige Ziele nichts geändert habe, ging Manuel „Bobby“ Fischer, bisheriger Geschäftsführer der BBC COBURG Spielbetriebs GmbH sogleich in medias res und schilderte die neue Struktur im Hintergrund, mit deren Hilfe sich der Klub in Zukunft noch professioneller aufstellen möchte.

Wolfgang Gremmelmaier „absolute Wunschlösung“ als Geschäftsführer

Zunächst sehen die Veränderungen die Installation eines sechsköpfigen Aufsichtsrates vor, dem fortan eine übergeordnete Kontrollfunktion zukommt. Neben Fischer selbst, der den Vorsitz übernimmt, gehören dem Gremium mit den eingangs erwähnten Wolfgang Hörnlein und Frank Maier sowie dem Architekten Peter Kammerscheid (stellvertretender Vorsitzender), dem Notar Dr. Jan Heisel und dem Rechtsanwalt Klaus Martin hochkarätige Coburger Persönlichkeiten an, die obendrein großenteils über einen Basketballbezug verfügen. So hatte es Dr. Heisel auf dem Feld bereits mit dem großen Dirk Nowitzki zu tun, während Kammerscheid zu Kronacher Zweitligazeiten aktiv war und sich damals unter anderem mit dem neuen BBC-Head Coach Ulf Schabacker duellierte.

„Ein unabhängiges Kontrollorgan, in dem auch die Interessen unserer Sponsoren vertreten werden, war uns gerade angesichts der stetig wachsenden wirtschaftlichen Anforderungen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga sehr wichtig“, kommentierte der neue Aufsichtsratsvorsitzende Fischer die Einsetzung.

Seine bisherige Aufgabe als Geschäftsführer der ausgegliederten BBC COBURG Spielbetriebs GmbH übernimmt mit Wolfgang Gremmelmaier eine „absolute Wunschlösung, die wir uns besser nicht hätten malen können“, wie es Matthias Haufer, Sportlicher Leiter und Pressesprecher bei den Oberfranken, in seiner Anmoderation ausdrückte. Der gebürtige Schwabe war von 2003 bis 2017 als Vorstand der VR-Bank Coburg tätig und soll seine hervorragende Vernetzung in der Region und sein wirtschaftliches Know-how ab sofort auch offiziell bei den Basketballern einbringen. „Als ich noch auf der anderen Seite als Sponsorenvertreter saß, war der Kontakt mit den Verantwortlichen des BBC immer gleichzeitig erfreulich und verbindlich. Deshalb war es für mich naheliegend, die freigewordene Zeit nach meiner Pensionierung für diesen Verein einzusetzen“, freut sich der 65-jährige ehemalige Tischtennis- und Handballspieler auf seine neue Aufgabe, die er vor allem darin sieht „die wirtschaftliche Solidität des Projektes zu garantieren, den Ausbau des Jugendbereichs zu unterstützen und dabei zu helfen, mittelfristig ambitionierte Ziele zu erreichen.“ Selbst zum orangefarbenen Leder greifen möchte der neue Geschäftsführer allerdings eher nicht mehr: „Mit Individualtraining wäre vielleicht noch etwas möglich, aber ich habe ein Alter erreicht, in dem es sicherer ist, die Dinge zu tun, die man schon kann.“

Trainer Ulf Schabacker mit lockerer Teamvorstellung

Die Action auf dem Parkett überlässt Gremmelmaier dann doch lieber der Mannschaft, für die in Person des erfahrenen Ulf Schabacker ein neuer Cheftrainer an Land gezogen wurde. Der in
Oberfranken bestens bekannte Übungsleiter ist ebenfalls kein Jungspund mehr, sieht darin aber keinerlei Problem. „Trainer fortgeschrittenen Alters erleben mit Jupp Heynckes oder Aito Reneses bei ALBA Berlin gerade eine Renaissance – vermutlich sind die Coburger deshalb an mich herangetreten“, kommentierte der ehemalige Breitengüßbacher seinen Standortwechsel mit einem Augenzwinkern. Um dann mit deutlich ernsthafterer Miene hinzuzufügen:

„Ich möchte versuchen, aus dem Kader das Optimum herauszuholen und die Jungs, die ich aus dem Bamberger Jugendprogramm ja teilweise schon kenne, weiterzuentwickeln. Meine Schlagworte sind Emotionalität, Authentizität und Intensität. Wenn aus der Truppe ein verschworener Haufen wird, werden wir unser Saisonziel, die Vermeidung der Abstiegsrunde durch Playoff-Teilnahme, auch erreichen. Die ersten Einheiten machen jedenfalls Mut.“

Mut macht auch die Personalsituation beim ProB-Ligisten: Neben den bereits vorgestellten Flügelspielern Daniel Krause und Kevin Franceschi wurde mit dem US-Amerikaner Jason Penn gestern Abend exklusiv ein weiterer Neuzugang präsentiert. Der bullige Forward aus Michigan soll mit seiner Athletik und Beweglichkeit die notorische Reboundschwäche der Coburger beheben. „Mich hat beeindruckt, wie reif er mit 22 Jahren schon daherkommt. Sein Spiel ist klar und effizient“, so Sportleiter Haufer. Auch zwei langfristige Vertragsverlängerungen gibt es zu vermelden: Guard Steffen Walde bleibt für weitere zwei, Forward Christopher Wolf gar für zusätzliche drei Jahre an der Itz.

„Wir fühlen uns hier wohl und können es uns kaum mehr vorstellen, nicht in Coburg zu spielen. Zum einen hat das Programm riesiges Potenzial für die Zukunft, zum anderen hat aber auch die Wertschätzung, die wir hier erfahren, bei unserer Entscheidung für den BBC eine große Rolle gespielt. Langfristige Angebote und Kontinuität sind im Basketball bekanntlich eher unübliche, insbesondere nach einer schwächeren Runde“, erklärten beide fast unisono.

Eine Wertschätzung, die vom neuen Mann an der Seitenlinie aber sofort scherzhaft eingebremst wurde: „Ein bisschen enttäuscht bin ich von der Entwicklung des Einen oder Anderen schon; da muss bei mir einiges anders werden“, stichelte und stachelte Schabacker seine ehemaligen und zukünftigen Schützlinge gleich gehörig an.

Fortschritte beim Nachwuchs

Mehr und mehr Schützlinge hat der BBC COBURG auch im Jugendbereich zu verzeichnen. „Nicht zuletzt dank der hervorragenden Arbeit von Johannes Wunder und Yasin Turan, die dafür sorgen, dass es eine echte Schnittstelle zwischen erster Herrenmannschaft und Unterbau gibt, die so nicht viele Vereine zu bieten haben“, weiß Matthias Haufer um den Wert der beiden Erfolgsgaranten, die ihre Arbeitspapiere ebenfalls um drei Jahre verlängert haben. Wunder, der zukünftig auch verstärkt die Bereiche Personal- und Konzeptentwicklung betreuen wird, geht die nächsten Schritte mit reichlich Vorfreude und Engagement an: „Es ist toll, das Wachstum des Vereins zu erleben und gleichzeitig mitgestalten zu dürfen.“ Sein Trainerkollege Turan pflichtete sinngemäß bei, formulierte aber etwas Nachwuchsgerechter: „Ich habe richtig Bock auf das, was kommt!“

Zum Abschluss eines unterhaltsamen und informativen Abends nahm Neu-Geschäftsführer Gremmelmaier noch Stellung zu Medienberichten bezüglich einer kolportierten Möglichkeit für den
BBC COBURG, in der klassenhöheren ProA an den Start zu gehen: „Es stimmt, dass dieses Szenario diskutiert wurde und es ehrt uns, dass uns mit Wolfgang Heyder ein absoluter Basketballfachmann diesen Sprung zugetraut hätte. Allerdings wäre dieser Kraftakt weder wirtschaftlich noch sportlich oder logistisch in der Kürze der Zeit möglich gewesen. Obendrein hätte es den Sport ad absurdum geführt, wenn ein sportlicher Absteiger in die vierte Liga plötzlich durch die Hintertür in die zweite Liga gelangt wäre. Deswegen haben wir uns für die logischere und darstellbarere Option ProB entschieden. Das ist für uns momentan die richtige Spielklasse und wir müssen erst einmal nachweisen, dass wir dort den Ansprüchen genügen, bevor wir höhere Ziele anstreben.“

 

(BBC Coburg)

„Air France“ im Anflug auf Coburg

Der BBC COBURG rüstet sich weiter für seine zweite Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB: Mit dem Franzosen Kevin Franceschi wechselt ein vielseitiger und enorm athletischer Guard aus der dritten spanischen Liga an die Itz. Byron Sanford dagegen baut seine Zelte in Oberfranken ab.

Athletische Fertigkeiten standen auf dem „Einkaufszettel“ von Ulf Schabacker, dem neuen Headcoach des BBC COBURG, vor der sommerlichen Transferperiode ganz weit oben. Entsprechend enthusiastisch kommentiert der erfahrene Trainerfuchs die Verpflichtung des französischen Guards Kevin Franceschi, die sein neuer Klub vor einigen Tagen final in trockene Tücher bringen konnte: „Kevin ist ein extrem schneller, explosiver und sprungstarker Spieler. Er vereint alle Fähigkeiten, die einen modernen Guard auszeichnen, und kann von Position eins bis drei offensiv wie defensiv alle Spots abdecken.“ Der Neuzugang selbst, der zuletzt für CB Myrtia in der spanischen LEB Silver (3. Liga) auf Korbjagd ging, sieht es ähnlich: „Zu Beginn meiner Karriere habe ich hauptsächlich auf dem Flügel gespielt, aber in den letzten Jahren orientiere ich mich mehr und mehr auch in Richtung Spielaufbau.“

Besagter Karrierebeginn liegt übrigens noch gar nicht so lange zurück: Erst mit 13 wechselte Franceschi vom Fußballfeld auf die Freiplätze der Pariser Vorstadt Argenteuil, zwei Jahre später begann der mittlere von drei Brüdern mit ernsthaftem Vereinsbasketball. „Damals habe ich angefangen, morgens um 5 aufzustehen und verbissen an meinem Spiel zu arbeiten, um den Vorsprung der Anderen aufzuholen, die zum Teil schon zehn Jahre dabei waren. Ich war bereits 18, als ich zum ersten Mal einen Dunk hinbekommen habe. Man könnte mich also als lebenden Beweis dafür sehen, dass man sich Athletik eben doch antrainieren kann“, lacht der 24-Jährige, der sich inzwischen zu einem spektakulären „Kunstflieger“ entwickelt hat.

Schon früh beschäftigte sich Franceschi mit der Möglichkeit, in den Vereinigten Staaten Sport und Studium zu verbinden. Im Jahr 2013 ging es dann ans Weatherford Junior College in die texanische Provinz. „Ein immenser Kulturschock: Alles war größer, der Akzent total ungewohnt. Ich fühlte mich wie im Film, habe mich aber schnell akklimatisiert“, erinnert sich Coburgs Neuzugang, der über die Stationen UMKC (NCAA Divsion 1) und Oklahoma Baptist (NCAA Division 2) sowohl zu einem Universitätsabschluss in Marketing und Management als auch zu einer Chance als Basketballprofi kam. Den USA fühlt sich Franceschi auch heute noch stark verbunden: „Meinen Sommer verbringe ich regelmäßig bei meiner amerikanischen Gastfamilie. Ich mag die Lebensart, die Kultur – trotzdem werde ich drüben wohl immer der „Frenchie“ bleiben und fühle mich nach wie vor als Franzose.“

Basketballerisch möchte „Air France“ die stark unterschiedlichen Spielstile zu einem stimmigen Gesamtpaket vereinen: „Der Basketball in den Staaten ist geprägt von Geschwindigkeit und Intensität. In Europa kommt es mehr darauf an, das Spiel lesen zu können. Meine erste Profisaison in Spanien hat mir enorm dabei geholfen, auf diesem Gebiet besser zu werden.“ In der Großstadt Murcia lief es zunächst richtig rund für den Rookie: 14,8 Punkte im Schnitt in den ersten sechs Partien deuteten auf einen Saisonverlauf hin, der Franceschi außerhalb der Reichweite des BBC COBURG katapultiert hätte. Ein Trainerwechsel jedoch verringerte die Spielzeit des Guards erheblich, am Ende landete er bei 9,8 Zählern und 2,9 Abprallern: „Eine wertvolle Erfahrung, denn als Profi kommt man immer wieder in Situationen, die man selbst nicht kontrollieren kann und man muss versuchen, das Beste daraus zu machen.“

Mit dieser Einstellung kommt Franceschi auch nach Oberfranken und freut sich vor allem auf die Atmosphäre in der HUK-COBURG arena: „Ich liebe es mit den Fans zu interagieren, der Kontakt zu Menschen wird mir niemals zu viel. Die Coburger Anhänger scheinen für lautstarken und beständigen Support bekannt zu sein – wir werden uns gut verstehen.“ Die Vestestadt kann sich also ab Anfang August auf Höhenflüge von „Air France“ freuen. Dann nämlich wird Kevin Franceschi mit der gleichnamigen Fluggesellschaft in Nürnberg einschweben. Die Vorfreude vergrößern kann ein Blick auf die Highlight-Clips des Spielers:

LEB Silver Spanien 2017/2018: https://www.youtube.com/watch?v=A5q-YvVUrzE

NCAA Division II 2016/2017: https://www.youtube.com/watch?v=V8-GWP69vUQ&t=1s

Byron Sanford verlässt die Vestestädter

Die Verpflichtung von Kevin Franceschi bedeutet gleichzeitig, dass Byron Sanford zumindest in der kommenden Saison nicht mehr im Trikot des BBC COBURG auflaufen wird. Der US-Guard fällt in erster Linie der neuen Regelung der BARMER 2. Basketball Bundesliga zum Opfer, wonach jedes ProB-Team in sämtlichen Partien nur noch einen Nicht-EU-Ausländer einsetzen darf. Der BBC COBURG bedankt sich beim sympathischen Aufbauspieler für seine starken Leistungen vor allem in der zweiten Saisonhälfte beim Kampf um den Klassenerhalt. Unvergessen bleiben wird seine 40-Punkte-Gala beim Heimsieg gegen den späteren Meister aus Elchingen. Insgesamt kam Sanford, der sich derzeit noch auf Vereinssuche befindet, in Coburg auf 12,0 Punkte, 4,7 Rebounds, 2,3 Assists und 1,3 Ballgewinne pro Begegnung.

Der Kader des BBC COBURG bisher:

Eividas Molosciakas, Yasin Turan, Christoph Bauer (alle PG), Kevin Franceschi (SG/PG), Daniel Krause (SG/SF), Matthias Fichtner (SF/PF), Christopher Wolf (PF), Max von der Wippel (C).

 

 

(BBC Coburg)

Mit ruhiger Hand

In Person von Flügelspieler Daniel Krause stößt ein routinierter Akteur zum BBC COBURG, der von der 1. Regionalliga bis zur BBL sämtliche höheren deutschen Basketballligen durchlaufen hat. Der Distanzwurfspezialist mit dem lockeren Handgelenk, den die Vestestädter bereits im Vorjahr gerne verpflichtet hätten, kommt aus Herzogenaurach an die Itz.

Daniel Krause hat eine klare Vorstellung davon, wie er dem BBC COBURG in der anstehenden Runde in der 2. Basketball-Bundesliga ProB helfen will: „Ich möchte meine Erfahrung einbringen und auch in Drucksituationen Ruhe ausstrahlen.“ Ambitionen, die bei den Verantwortlichen des Wieder-ProB-Ligisten gut ankommen dürften, denn es waren exakt diese Eigenschaften, die dem oft noch reichlich „grünen“ Aufsteiger in seiner Premierensaison in Deutschlands dritthöchster Spielklasse regelmäßig abgingen. Der Erfahrungsschatz, aus dem der 29-jährige „Swingman“ für die Positionen zwei und drei schöpfen kann, ist beträchtlich: Seit acht Jahren ist der gebürtige Niedersachse im professionellen Basketball unterwegs und hat dabei allen leistungsorientierten Ligen des Landes einen Besuch abgestattet.

Richtig los ging es nach den Lehrjahren beim Heimatverein Artland Dragons und einem Highschool-Aufenthalt in Kansas im Jahr 2010 mit dem Wechsel zum damaligen ProB-Aufsteiger Rasta Vechta. „Bei den Drachen hatte ich damals keine echte Chance, in der Erstligamannschaft Fuß zu fassen, also habe ich mich für den Schritt nach Vechta entschieden.“ Eine Entscheidung, die der ehemalige Jugendfußballer nicht bereuen sollte: Bereits in seiner zweiten Saison feierten die „Rastaner“ den Aufstieg in die ProA, 2013 folgte der Durchmarsch in die Beletage. „Es war beziehungsweise ist unbeschreiblich, was dort abgeht. Der gesamte Verein hat sich unfassbar schnell entwickelt und der Hype wurde immer größer. Die neu gebaute Halle war über 100 Spiele in Folge ausverkauft“, erinnert sich der Neu-Coburger gerne an seine Zeit in Vechta, an deren Ende er sich sogar in die feste BBL-Rotation hineinspielte. Trotzdem folgte im Sommer 2014 der Wechsel in die ProA zu den Kirchheim Knights. Ein Jahr später ging es weiter nach Dresden, wo Krause als Teamkollege von BBC-Center Max von der Wippel zunächst den Aufstieg in die ProA und anschließend den sofortigen Wiederabstieg miterlebte. „Beide Erfahrungen sind wichtig für die eigene Entwicklung als Spieler“, möchte der Dreierspezialist weder die Höhen noch die Tiefen missen. Als es in Elbflorenz („eine wunderschöne Stadt“) am Ende der Saison 2016/2017 nach Trainerwechsel und zahlreichen Nachverpflichtungen ein wenig unübersichtlich wird, lässt sich Krause zu den Licher BasketBären in die ProB verleihen. Dort überzeugt er sowohl statistisch mit knapp 11 Punkten pro Partie und starken 37 Prozent von außen, als auch in seiner Funktion als ruhender Pol im letztlich erfolgreichen Abstiegskampf.

Schon im letzten Sommer ein Thema

Im folgenden Sommer trifft sich der weitgereiste Niedersachse mit den Entscheidungsträgern des BBC COBURG. „Wir hätten ihn schon damals sehr gerne verpflichtet“, erinnert sich Matthias Haufer, Sportlicher Leiter bei den Oberfranken, an angenehme Gespräche. „Es lag nicht an fehlendem Interesse meinerseits“, betont Krause und erläutert: „Ich hatte mich bei der Bundespolizei in Bamberg beworben und mir war angeraten worden, im ersten Ausbildungsjahr den Zeitaufwand im Sport in Grenzen zu halten.“ Aus diesem Grund heuerte der gelernte Augenoptiker bei den Longhorns Herzogenaurach in der 1. Regionalliga Südost an – und glänzte sofort: Mit 14,8 Punkten pro Begegnung und überdurchschnittlichen Wurfquoten (48% Zweier, 35% Dreier, 85% Freiwürfe) trug er maßgeblich zum Klassenerhalt der Mittelfranken bei.

„Gerade zum Saisonende hin wurde die Doppelbelastung mehr zur Routine und meine Leistungen immer besser.“ Grund genug, die erneute Coburger Kontaktaufnahme in diesem Frühsommer positiv zu bescheiden: „Ich vertrete die Meinung, dass man so hoch wie möglich spielen sollte, solange man noch entsprechend fit ist. Außerdem ist Coburg einfach eine spannende Situation mit toller Fanunterstützung, einer hervorragenden Halle und ambitionierten Verantwortlichen. Vieles erinnert mich an Vechta.“

Für eben erwähnte Verantwortliche ist es zu verschmerzen, dass Krause aufgrund von Polizeiverpflichtungen vermutlich die eine oder andere Partie verpassen wird: „Das geht natürlich vor. Dennoch merken wir bereits bei den ersten Einheiten, dass Daniel eine gewisse Qualität mitbringt, die uns guttun wird“, freut sich der neue Headcoach Ulf Schabacker über den Transfer des – Stand jetzt – ältesten Spielers im BBC-Kader. „Irgendwann musste es ja so kommen“, sieht Krause sein Alter gleichzeitig als Verpflichtung: „Ich habe früher die Veteranen immer mit Fragen gelöchert und mir Tipps geholt. Es versteht sich von selbst, dass ich den Jüngeren jetzt auch helfe, wo ich kann.“

Wichtiges Sextett bleibt

Fünf etablierte Korbjäger bleiben dem BBC COBURG unterdessen in jedem Fall erhalten, da ihre Verträge mit dem Ligaverbleib weiterhin Gültigkeit besitzen und eine Fortsetzung der Zusammenarbeit beiderseitig erwünscht ist. Dabei handelt es sich um das Aufbau-Duo Eividas Molosciakas und Yasin Turan, die Forwards Christopher Wolf und Matthias Fichtner sowie Center Max von der Wippel. „Es ist wichtig, einen soliden Stamm zu haben, auf den man zählen kann“, weiß Cheftrainer Schabacker. Auch Youngster Christoph Bauer bleibt an der Itz und erhält vom neuen Übungsleiter die Chance, sich noch näher an die erste Mannschaft heranzuspielen.

In der anstehenden Runde nicht mehr für den BBC COBURG auflaufen wird dagegen Kevin Eichelsdörfer. Der wurfstarke Point Guard, der maßgeblichen Anteil am „Doppelaufstieg“ aus der 2. Regionalliga in die ProB hatte, schließt sich nach drei Saisons in Coburg dem TTL Basketball Bamberg in der 1. Regionalliga Südost an. In der abgelaufenen Spielzeit kam der 26-Jährige im Durchschnitt auf 3,9 Punkte pro Partie und hatte mit 14 Zählern und vier Dreier entscheidenden Einfluss auf den Heimerfolg im ersten Frankenderby gegen Würzburg.

Weitere Zu- und Abgänge werden in den kommenden Wochen bekanntgegeben.

 

(BBC Coburg)

Artland Dragons treten in der ProA an – ein neues & ein altes Team in der ProB

Artland Dragons in der ProA – Coburg zurück – neues Team in der ProB – Eröffnungsspiel am 21.09.18 in Rostock

Wie Anfang der Woche berichtet, standen auf der Tagesordnung der heutigen Tagung der 2. Basketball-Bundesliga drei Anträge zur Übertragung von Teilnahmerechten. Mit einfacher Mehrheit sprachen sich die Bundesligisten in ihren jeweiligen Spielgruppen jeweils für die Anträge aus. Somit wird die 2. Liga Ende September die Spielzeit 18/19 in Sollstärke beginnen.

Die Artland Dragons werden künftig in der ProA spielen. Nach dem sofortigen Wiederabstieg der Coburger geht es für den Club durch die Teilnahmerechtsübertragung der Rockets II nun doch in der ProB weiter. Den letzten zu verhandelten Platz bekommt die neue XXL Baskets GmbH.

Die Geschäftsführung der 2. Basketball-Bundesliga sowie der Gutachterauschuss haben den neuen Antrag der XXL Baskets GmbH mit Sitz in Erfurt intensiv auf Wirtschaftlichkeit geprüft und konnten den Clubs die angestrebte Übertragung mit gutem Gewissen zur Abstimmung geben. Das Kölner Office wird im Sommer die Teams beim Übergang, Neuanfang und Wiedereinstieg begleiten und unterstützen.

Zu den Hintergründen: 

Um die volle Sollstärke in den Spielgruppen ProA und ProB  zu erreichen, ist es möglich ein Teilnahmerecht zu übertragen. BBL Absteiger Rockets verzichtete auf die Teilnahme in der ProA und hatte die Möglichkeit den Platz durch eine Teilnahmerechtsübertragung auf das ProB Team Artland Dragons weiterzugeben.

Eine zusätzliche Übertragung wurde durch das zweite Team der Rockets möglich. Hier wurde Anfang Juni bereits ein Nachlizenzierungsverfahren gegen die Rockets II eröffnet, weil es Zweifel an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit gab. Dem Abschluss des Nachlizenzierungsverfahrens kam ein Antrag auf Übertragung des Teilnahmerechts der BiG GmbH (für Rockets II) auf den BBC Coburg bei der 2. Basketball-Bundesliga zuvor.

Durch die erfolgreiche Übertragung des Startrechts in der ProA auf die Artland Dragons, konnte ein weiterer Startplatz in der ProB vergeben werden. Im Vorfeld einigten sich die Quakenbrücker mit der neu gegründeten XXL Baskets GmbH auf eine Teilnahmerechtsübertragung.

Turnusmäßig, alle zwei Jahre, wurde ebenso bei der Mitgliederversammlung der Vorstand der AG 2. Basketball-Bundesliga neu gewählt. Die Vertreter für die nächsten 2 Spielzeiten sind wie folgt:

  • Johannes Kopkow – Vorstandsvorsitzender
  • Carsten Bierwirth – Stellv. Vorstandsvorsitzender
  • Thorsten Wünschmann – Stell. Vorstandsvorsitzender
  • Marius Kröger, Geschäftsführer Artland Dragons – Vorstand Marketing
  • Florian Gut, Geschäftsführer XXL Baskets GmbH – Vorstand Sport
  • Konstantin Lwowsky – sportlicher Leiter NINERS Chemnitz – Vorstand Nachwuchs

Der Spielplan der ProA wird Anfang kommender Woche (KW 26) auf der Website der 2. Basketball-Bundesliga zu finden sein. Das Eröffnungsspiel für 18/19 wird in Rostock am 21.09.2018 mit den RÖMERSTROM Gladiators Trier als Gäste stattfinden. Die Nord-Süd Aufteilung wird ebenfalls im Laufe der Woche auf der Website veröffentlicht werden. Anfang Juli wird der ProB Spielplan folgen.

Zur Umstellung auf die neue Saison wird die Internetpräsenz der 2. Liga in den kommenden Wochen angepasst werden. Wir bitten alle berichterstattenden Medien und Fans die 2. Liga ab dem 01.07.2018 als BARMER 2. Basketball Bundesliga zu bezeichnen.

Drei Anträge auf Teilnahmerechtsübertragung

Um die volle Sollstärke in den Spielgruppen ProA und ProB  zu erreichen, ist es möglich ein Teilnahmerecht zu übertragen. BBL Absteiger Rockets verzichtet auf die Teilnahme in der ProA und strebt eine Teilnahmerechtsübertragung auf das ProB Team Artland Dragons an.

Eine zusätzliche Übertragung steht durch das zweite Team des Rockets ins Haus. Hier wurde Anfang Juni bereits ein Nachlizenzierungsverfahren gegen die Rockets II eröffnet, weil es Zweifel an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit gab. Dem Abschluss des Nachlizenzierungsverfahrens zuvor kommt nun der heutige Antrag auf Übertragung des Teilnahmerechts der BiG GmbH (für Rockets II) auf den BBC Coburg bei der 2. Basketball-Bundesliga.

Im Falle einer erfolgreichen Übertragung des Startrechts in der ProA auf die Artland Dragons, soll deren Startplatz in der ProB durch ein neues Team besetzt werden. Wie bereits angekündigt haben sich die Quakenbrücker auf eine Übertragung des Teilnahmerechts der Rockets I geeinigt und würden im Fall der Zustimmung der Clubs hierzu über zwei Teilnahmerechte (ProA und ProB) verfügen.

In diesem Fall möchten die Artland Dragons das Teilnahmerecht für die ProB auf die neu gegründete XXL Baskets GmbH mit Sitz in Erfurt übertragen. Diese wurde in den letzten Tagen von fünf Gesellschaftern mit dem Ziel der Fortführung von höherklassigem Basketball in Erfurt gegründet. Der Gesellschafterkreis besteht aus den drei Erfurtern Privatpersonen Marc Reimschüssel, der zugleich 2. Vorsitzender des Basketball Clubs Erfurts ist, Michael Bätz und Christian Staufenbiel, sowie den beiden vormals sportlich Verantwortlichen der Rockets, Wolfgang Heyder und Florian Gut. Die GmbH befindet sich aktuell noch in Gründung und durchläuft momentan die notwendige Nachlizenzierung zur Übertragung des Teilnahmerechts gemäß § 6 der Spiel- und Veranstaltungsordnung.

Insgesamt stehen im Rahmen der Tagung der AG 2. Basketball-Bundesliga e.V. am kommenden Wochenende drei Anträge zur Abstimmung und bedürfen einer Zustimmung der einfachen Mehrheit der betroffenen Spielklasse.