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Topspieler Marko Boksic kommt aus Itzehoe nach Iserlohn

Mit der Verpflichtung eines absoluten Hochkaräters beenden die Iserlohn Kangaroos die Kaderplanungen für die neue Spielzeit der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Von ProA-Absteiger Itzehoe Eagles wechselt Forward Marko Boksic in die Waldstadt. Er bringt dem Team Erfahrung, Länge, Beweglichkeit und Shooting – und vor allem einen Spieler, der sich jede Minute auf dem Feld verdienen will. Und sagt: „Iserlohn ist genau das, was ich für mich gesucht habe!“

„Egal, woher ich komme oder wo ich gespielt habe. Ich will keinen Sonderstatus, sondern mich in jedem Training anbieten – und mir so meine Spielzeit erarbeiten“, sagt der 28-jährige Kroate. In der Aufstiegssaison mit den Itzehoe Eagles legte der sympathische Forward in durchschnittlich 29 Minuten 14,8 Punkte, 5,1 Rebounds und 2,8 Assists auf. Aus dem Feld versenkte er knapp 55 Prozent seiner Würfe, aus der Distanz lag seine Quote bei 35,8 Prozent – womit der 2,03 Meter große Flügelspieler einer der absoluten Leistungsträger im Aufstiegsteam von Coach Pat Elzie war. In der ProA-Saison mit Itzehoe waren es in 23 Minuten 8,7 Punkte, 3,7 Rebounds und 1,8 Assists.

2014 wechselte Boksic von HKK Cpaljina aus der ersten bosnischen Liga in die 1. Regionalliga-West, schloss sich den Grevenbroich Elephants an. Und schon zu dieser Zeit sind sich auch Boksic und Kangaroos-Headcoach Dennis Shirvan zum ersten Mal begegnet. Als Spieler. „Und seitdem verfolge ich seinen Werdegang. Er hat sich super entwickelt in den vergangenen Jahren, ist in jedem Jahr besser und stärker geworden.“, sagt Shirvan. 

Und: Der 28-Jährige passt mit seiner Größe und seiner Spielweise perfekt in Shirvans Konzept. „Jeder unserer Spieler kann mindestens zwei Positionen spielen, was uns in der Umsetzung auf dem Feld zu jeder Zeit variabel macht“, so der Kangaroos-Coach. Und genau dieser Facettenreichtum ist es auch, den Boksic selbst als eine seiner Stärken bezeichnet: „Ich bin offensiv und defensiv beweglich, kann verschiedene Positionen verteidigen. Und im Angriff können sich so immer wieder Mismatches zu unseren Gunsten ergeben.“ Heißt: Kleinere Spieler kann er unter dem Korb attackieren, größere Gegenspieler durch seinen guten Wurf aus der Zone ziehen, um so Raum für seine Mitspieler zu schaffen.

Trotz seiner langen Zeit in Deutschland hat Boksic bislang nur für zwei verschiedene Klubs gespielt. Und das hat Gründe: „Ich mag es familiär. Und dass man sich aufeinander verlassen kann. Auf und abseits des Feldes. Für mich ist es einfacher, mich in einem Umfeld zu bewegen, in dem ich mich wohl- und wertgeschätzt fühle. Und das ist nach Grevenbroich und Itzehoe auch in Iserlohn absolut der Fall“, sagt der Forward. Entsprechend freut er sich auch auf seine neue Aufgabe: „Ich bin voll motiviert zu zeigen, dass wir gemeinsam eine gute, erfolgreiche Zeit haben können. Wie meine Rolle am Ende des Tages aussieht, ist mir eigentlich egal, solange wir als Team gemeinsam erfolgreich sind.“

„Mit Marko bekommen wir unseren Wunschspieler, der neben seinen Skills auch viel Erfahrung mit einbringt. Die Gespräche waren gut und konstruktiv, sodass wir uns ziemlich schnell einig waren. Wir haben festgestellt, dass wir was Wünsche, Ziele und Perspektiven angeht, sehr gut zusammenpassen. Auch was die Themen über den Basketball hinaus angehen, haben wir eine große Schnittmenge und werden schauen, was wir für Marko tun können, damit er sich auch neben dem Sport entsprechend weiterentwickeln kann“, erklärt Geschäftsführer Michael Dahmen. 

Felix Kwast und Julius Treichel sind Kangaroos mit Perspektive

Mit Felix Kwast und Julius Treichel stehen zwei weitere Perspektivspieler bei den Iserlohn Kangaroos in den Startlöchern. Beide sind fleißig, beide brennen – und beide entwickeln sich mit jedem Training. Und genau deshalb gehören sie auch in der neuen Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB zum Kader von Headcoach Dennis Shirvan.

„Felix und Julius sind Jungs mit großem Potenzial aus der unmittelbaren Nachbarschaft. Deshalb sind wir sehr froh, dass sie durch ihren Willen und ihr Talent auf sich aufmerksam gemacht haben und mit uns die nächsten Schritte gehen wollen“, sagt Kangaroos-Geschäftsführer Michael Dahmen. Während Guard Felix Kwast (18), der im Sommer sein Abitur am Theodor-Heuss-Gymnasium in Hagen gebaut hat, schon seine ersten Minuten in der ProB absolviert hat, wartet der 2,13 Meter große Center Julius Treichel noch auf seinen ersten Einsatz. Aber: „Ich freue mich darauf, weiter mit den Coaches und mit dem Team zu arbeiten und mich weiterentwickeln zu können. Ich fühle mich in Iserlohn sehr gut aufgehoben – und möchte in meinem zweiten Jahr meinen Beitrag zum gemeinsamen Erfolg leisten“, sagt der 19-jährige Big Man. Und Kwast ergänzt: „Ich hoffe, dass wir als Team eine erfolgreiche Saison spielen und mit den Fans gemeinsam viele spannende Spiele erleben werden.“

Beiden ist zudem wichtig, dass sie Sport und außersportliche Entwicklung in Kombination vorantreiben können. Aus diesem Grund hat Kwast sich für ein Studium an der FernUni Hagen entschieden und nimmt dort im Herbst sein Studium der Wirtschaftswissenschaften auf. „Das gibt mir die Möglichkeit zur freien Zeiteinteilung, um bei jedem Training dabei sein zu können. Und in der sportfreien Zeit, lerne ich“, erklärt der 18-Jährige. Treichel, der in Dortmund wohnt, pendelt zwischen der Ruhr-Uni Bochum, seinem Zuhause und den Kangaroos – und geht bereits ins dritte Semester seines Jura-Studiums.

Als persönliche Ziele geben beide an, sich weiter zu entwickeln und verbessern zu wollen. Das stimmt auch mit der Sichtweise von Headcoach Dennis Shirvan überein: „Die beiden Jungs sind superfleißig, wollen lernen und sich mit jeder Einheit verbessern. Die Ansätze im Training sind sehr gut. Und entsprechend werden sich für beide Chancen und Möglichkeiten ergeben, sich zu beweisen.“

Beide werden auch in der kommenden Saison im Team der Kangaroos in der 2. Regionalliga spielen und dort sicherlich zu den Leistungsträgern zählen.

Trettin und Pavljak: Die Young-Guns der Kangaroos wollen weiter wachsen

Mit großem Hunger sind Linus Trettin (16) und David Pavljak (18) in die Offseason gestartet. Die beiden Perspektivspieler der Iserlohn Kangaroos arbeiten fleißig und hart – und bereiten sich darauf vor, in der Saison 2022/23 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB den nächsten Schritt machen zu können. 

„Linus und David sind zwei sehr talentierte und ehrgeizige Jungs. Gemeinsam mit Entwicklungscoach Toni Prostran haben sie in den vergangenen Wochen und Monaten hart an sich gearbeitet. Wir freuen uns über ihren Einsatz und ihren Willen, sich mit jedem Training zu verbessern. Beide haben großes Potenzial und werden uns in Zukunft hoffentlich noch viel Freude bereiten“, sagt Kangaroos-Geschäftsführer Michael Dahmen.

Dem pflichtet auch Headcoach Dennis Shirvan zu: „Das sind zwei ganz smarte, willensstarke Jungs mit klarem Fokus und vielen guten Ansätzen. Wo es für Linus und David hingehen kann, liegt natürlich auch daran, wie sehr sie bereit sind, an sich und ihrer Entwicklung zu arbeiten – aber das sind sie. Deshalb glaube ich, dass sie in der neuen Saison den nächsten Step machen können.“

Linus Trettin kam in der vergangenen Saison fünf Mal zum Einsatz, erzielte seine ersten ProB-Punkte beim Auswärtssieg in Hamburg. David Pavljak wurde zwei Mal eingesetzt. Und markierte seine Premieren-Punkte im Heimspiel gegen Bernau. „Das war schon ein unglaubliches Gefühl. Auch wenn wir das Spiel verloren haben – vor so vielen Leuten, bei so fantastischer Stimmung die ersten Punkte in der zweiten Liga zu machen, war einfach toll“, sagt der Einser-Abiturient, der im Herbst sein Studium in Dortmund aufnehmen wird. Was wiederum belegt, dass sehr gute schulische Leistungen und Leistungssport sich nicht ausschließen müssen.

Und ebenso wie Trettin hofft Pavljak, dass dieses Gefühl der ersten Punkte erst der Anfang war. „Ich freue mich darauf, mehr Minuten und Punkte sammeln zu können. Und vor allem darauf, gemeinsam mit dem Team eine gute Saison zu spielen. Wir sind heiß und brennen darauf, endlich wieder loslegen zu können“, so Pavljak.

Henry van Herk: Der neue Kanadier der Kangaroos

Mobil, variabel, groß und smart. Das sind die prägenden Attribute der Neuverpflichtung der Iserlohn Kangaroos. Mit Henry van Herk haben sich die Waldstadt-Korbjäger für die Saison 2022/23 in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB die Dienste eines jungen Kanadiers gesichert. Der 2,06 Meter große Forward/Center kommt auf Empfehlung und verfolgt seit zwei Jahren aus der Entfernung, wie sich die Kangaroos entwickeln.

Die Queen’s University in Ontario ist Heimat eines der renommiertesten Basketball-Programme in Kanada. Ein Spieler, der dort ausgebildet worden und bei den Kangaroos bestens bekannt ist, ist Tanner Graham. Und eben jener war an der Uni ein Teamkollege von Henry van Herk. Als Graham nach Iserlohn wechselte, verfolgte van Herk aufmerksam die Entwicklung seines ehemaligen Teamkameraden. Und behielt die Kangaroos auch anschließend im Auge.

In diesem Sommer gab es dann erst die Annäherung. Und schließlich auch die Einigung. Der 24-Jährige kommt nach seiner College-Zeit nach Iserlohn, um die Kangaroos in der neuen Spielzeit zu unterstützen. An der Uni hat sich der mobile Big Man in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert und stand zuletzt in der Starting Five, legte 8,5 Punkte, 5,5 Rebounds und 1,2 Steals im Schnitt auf. „Henry ist ein unangenehmes Matchup auf den großen Positionen. Durch sein Skillset kann er das Spiel breit machen“, erklärt Headcoach Dennis Shirvan. Und genau das sind die Fertigkeiten, die er sich von seinen Centern wünscht: „Von Flügel bis Center kann Henry alles spielen, das gibt unserem Spiel weiteren Facettenreichtum und unterstreicht unsere Spielidee für die kommende Saison.“

Auch Kangaroos-Geschäftsführer Michael Dahmen ist angetan davon, wie sich die Gespräche entwickelt haben – und ist begeistert von der Spielanlage des gebürtig aus Toronto stammenden van Herk: „Was ich bislang gesehen habe, hat mir sehr gut gefallen. Auch die Tatsache, dass er charakterlich und menschlich einen sehr guten Eindruck macht, waren auch die Gespräche mit Tanner über Henry sehr zielführend, konstruktiv und geben mir den Eindruck, einen wirklichen guten Fang gemacht zu haben.“ Und Henry van Herk selbst hat ehrgeizige Ziele mit seinem neuen Team – und brennt schon auf seinen Umzug nach Iserlohn: „Ich bin absolut begeistert davon, Teil der Kangaroos zu werden. Die Gespräche waren sehr gut, sehr offen und sehr herzlich. Zwei Jahre lang habe ich die Entwicklung des Klubs verfolgt. Und ich freue mich sehr darauf, Teil dieses Teams zu werden. Und auf dem Feld dabei zu helfen, dass wir gemeinsam erfolgreich sind“, so der 24-Jährige.

Uzoma: „Werde hart arbeiten, um das Vertrauen zu rechtfertigen!“

Die Iserlohn Kangaroos statten Big Man Ben Uzoma mit einem 1+1-Optionsvertrag aus. Der 2,10 Meter große Center wechselt, wie Samuel Mpacko, von den ART Giants Düsseldorf in die Waldstadt. Und ist zuversichtlich, in Headcoach Dennis Shirvan und Entwicklungscoach Toni Prostran Trainer an seiner Seite zu haben, die ihn fördern und fordern werden, um sich als Kraft unter den Körben der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB etablieren zu können.

„Wir haben uns nach den guten Gesprächen für den Optionsvertrag entschieden, weil Ben zweifellos Potenzial hat und wir uns gut vorstellen können, dass er sich hier in den kommenden Monaten und Jahren gut entwickeln kann“, erklärt Kangaroos-Geschäftsführer Michael Dahmen. Die getroffene Vereinbarung empfindet der 23-Jährige als Wertschätzung – und verspricht: „Ich werde viel und hart arbeiten, um das mir entgegengebrachte Vertrauen zu rechtfertigen!“

Die vergangenen anderthalb Spielzeiten hat er mit den ART Giants Düsseldorf verbracht. Und war somit auch Teil des Teams, das in der abgelaufenen Saison die Vizemeisterschaft und somit den Sprung in die ProA geschafft hat. Durchschnittlich kam er dabei rund acht Minuten pro Partie zum Einsatz. Und nutzte diese Zeit für 2,3 Punkte, 2,7 Rebounds und knapp einen Block. Seine Stärken sieht er vor allem in seiner Athletik und seiner Defense. Eine Einschätzung, die Headcoach Shirvan teilt: „Ben ist für seine Größe ziemlich beweglich und bringt uns unter den Körben offensiv wie defensiv wichtige Physis.“

Dass es unter den Körben zur Sache gehen kann, schreckt den jungen Center nicht ab. Im Gegenteil. „Das gehört dazu. Und ist ein wichtiger Teil des Spiels“, so der gebürtige Aachener. Und warum hat er sich für die Kangaroos entschieden? „Ich habe das Gefühl, dass in Iserlohn alles gut zusammenpasst. Und dass Iserlohn und ich zusammenpassen“, sagt der Big Man. Die Gespräche, das Training, das Umfeld – schon bei seiner ersten Visite in der Waldstadt hatte er ein gutes Gefühl. Und freut sich darauf, die Matthias-Grothe-Halle als Tollhaus zu erleben. Denn auch wenn er in der vergangenen Spielzeit gegen die Kangaroos aufgelaufen ist – in Iserlohn war er nicht dabei. „Bislang habe ich nur davon gehört und es in Videos gesehen, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Atmosphäre in der Halle ziemlich beeindruckend ist“, so Uzoma.

Buss und Dizdar nicht mehr im Kangaroos-Dress

Vom schüchternen Erstsemester zum selbstbewussten Bachelor: Diese Entwicklung hat Jonas Buss in vier Jahren mit den Iserlohn Kangaroos genommen. Und nach seinem vierten Jahr setzt er seine Prioritäten anders. Und steht somit nicht im Kader für die neue Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB. Aus dem Jungen ist ein Mann geworden, der auf und abseits des Feldes Sympathieträger und Identifikationsfigur war und ist.

„Jonas ist ein fantastischer Typ mit einwandfreiem Charakter. Ein Spieler, den man im Team haben will, weil er sich immer in den Dienst der Mannschaft stellt, auch wenn es persönlich für ihn nicht rund läuft“, sagt Kangaroos-Headcoach Dennis Shirvan. Und tatsächlich ist genau das der Punkt, der Buss in seiner Zeit mit den Kangaroos die meisten Sympathien eingebracht hat. So richtig wollte der Knoten für ihn persönlich nicht platzen – aber er war immer für sein Team, seine Mitspieler und seinen Verein da.

„Ich habe wirklich lange darüber nachgedacht, wie es nach der Saison für mich weitergehen soll“, erklärt der 23-Jährige. Und beim Grübeln über Leistungssport und Karriere hat er sich am Ende seiner Gedankenspiele für die Arbeitswelt entschieden. „Mir ist wichtig, meinen Fokus auf eine Sache zu legen. Und nachdem ich mein Studium beendet habe, ist es für mich der nächste logische Schritt, ins Arbeitsleben zu starten“, so Buss. Er wolle die „nahe Zukunft nicht vom Basketball abhängig machen“, sagt er. Und deshalb musste für ihn eine klare Entscheidung her, in welche Richtung es gehen soll.

„Dass mir die Entscheidung mehr als eine schlaflose Nacht bereitet und diverse Kopfschmerzen verursacht hat, wird jeder verstehen, der mich in meiner Zeit mit den Kangaroos kennengelernt hat“, so der Power Forward. Und ergänzt: „Vom ersten Tag des Trainings in Iserlohn habe ich unglaubliches Vertrauen gespürt, eine familiäre Nähe, die es außerhalb der eigenen Familie so eigentlich nicht gibt. Ich bin hier gewachsen und gereift“, sagt Jonas Buss. Entsprechend schwer ist es ihm gefallen, dem Basketball vorerst den Rücken zu kehren. „Aber mir war es wichtig, eine Entscheidung zu treffen. Und das habe ich getan.“

Es sei großes Glück für ihn gewesen, in Iserlohn zu landen. Der Umgang, die Wertschätzung, die Teamchemie in den vergangenen Spielzeiten – all das sind Erfahrungen und Eindrücke, die er mitnimmt in das Danach. „Teil einer Organisation zu sein, die dich unterstützt, wertschätzt und dir die Möglichkeit gibt, dich auf vielen Ebenen zu entwickeln, ist nicht selbstverständlich. Deswegen kann ich mich für Vertrauen und Support auf und abseits des Feldes nur aus tiefstem Herzen bedanken“, so der 23-Jährige.

Auch Kangaroos-Geschäftsführer Michael Dahmen blickt mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf den Abschied des Sympathieträgers: „Jonas hat sich in seiner Zeit mit uns auf allen Ebenen eingebracht. Seine Energie, sein Teamspirit und sein Engagement waren bemerkenswert. Er hat sich hier toll entwickelt – und unsere Türen stehen ihm jederzeit offen. Wir wünschen Jonas von Herzen nur das Beste für seinen weiteren Lebensweg. Und freuen uns darauf, wenn sich unsere Wege wieder kreuzen. Egal, ob auf sportlicher oder privater Ebene.“

Auch Benjamin Dizdar wird in der kommenden Spielzeit nicht mehr im Kader der Kangaroos stehen. Nach vielen Gedankenspielen haben ihm die Verantwortlichen kein neues Angebot gemacht. „Benni ist ein supersympathischer, fleißiger und ehrgeiziger junger Mann. Ich schätze ihn sehr für seine positive Einstellung und bin mir sicher, dass er seinen Weg gehen wird. Wir wünschen ihm nur das Beste für seine private und sportliche Entwicklung“, sagt Headcoach Dennis Shirvan.

Moritz Hübner verabschiedet sich aus Iserlohn

Ein Mann, zwei Jahre – und ein Highlight-Tape, das sich gewaschen hat. Doch Moritz Hübner ist mehr als seine krachenden Dunkings. In zwei Jahren mit den Iserlohn Kangaroos hat er sein einzigartiges Skillset in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB mehr als einmal unter Beweis gestellt. Und auch wenn er sich in der Waldstadt wohlfühlt, zieht es ihn weiter. Seinen Träumen hinterher.

„Ich glaube, dass jeder, der unsere Spiele in den vergangenen zwei Jahren verfolgt hat, gesehen hat, wieviel Spaß es mir gemacht hat, in dieser Mannschaft und für diesen Verein zu spielen“, sagt der 2 Meter große Forward. Und ergänzt: „Aber ich möchte nochmal angreifen, ProA spielen. Und ich denke, die Chance habe ich mir verdient.“

In seinen Spielzeiten mit den Kangaroos hat sich Hübner kontinuierlich gesteigert. Nach 12,4 Punkten und 5,0 Rebounds in der ersten Saison, legte er im vergangenen Jahr 13,5 Punkte und knapp sieben Rebounds auf. Unvergessen sein Monsterspiel gegen die RheinStars Köln (84:66) und seine Performance beim 82:78-Erfolg gegen die TKS 49ers (21 Punkte, 17 Rebounds, 4 Blocks, 4 Assists). „Das wäre alles ohne das fantastische Team und die tolle Chemie nicht möglich gewesen“, sagt der 25-Jährige. Und ergänzt: „Ich kann mich nur aus tiefstem Herzen für die tolle Zeit in Iserlohn bedanken. Ich habe hier Freunde gefunden, einen Ruhepol, meinen Glauben an mich selbst und meinen Spaß am Spiel!“

Das Vertrauen, das er in den beiden Kangaroos-Jahren gespürt habe, habe ihn zudem seinen Hunger wiederentdecken lassen. Moritz‘ Reise ist noch nicht beendet. Nach dem Karriereknick vor seiner Zeit in der Waldstadt, will er sich beweisen, dass er auch größere Aufgaben in höheren Ligen bewältigen kann. Dass er das Potenzial für den Sprung nach oben hat, steht außer Frage. Und deshalb kämpft er jetzt um seine Chance. Um seine Träume zu verwirklichen.

„Der Abgang von Moritz ist für uns sehr bedauerlich, da es keinen deutschen Spieler in der ProB gibt, der auf seiner Position eine annähernd ähnliche Qualität aufweist. Ich hatte den Eindruck, dass sich Moritz hier sehr wohl gefühlt hat und in Iserlohn auch die Lust auf Basketball wiederentdeckt hat. Wir bedanken uns bei Mo für die zwei Jahre und wünschen ihm alles Gute für seinen weiteren Lebensweg“, sagt Geschäftsführer Michael Dahmen.

Qualität, Athletik und Erfahrung: Mpacko kommt aus Düsseldorf

Gute, schnelle und zielführende Gespräche machen aus einem Kontrahenten der Vorsaison ein Mosaikteilchen für die neue Spielzeit: Samuel Mpacko wechselt von den ART Giants Düsseldorf zu den Iserlohn Kangaroos und verstärkt den Backcourt im Kader von der Headcoach Dennis Shirvan.

Zwei Mal ist Mpacko in der vergangenen Saison der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB gegen die Kangaroos aufgelaufen. Zwei Mal überzeugte er. Kombiniert erzielte der 24-Jährige 14,0 Punkte sowie je 3,5 Rebounds und Assists gegen Shirvans Schützlinge. Nach dem Aufstieg der Düsseldorfer hat sich der frischgebackene DM-Dritte im 3X3 nach neuen Herausforderungen umgeschaut. Und ist in Iserlohn fündig geworden.

„Dennis und ich haben uns erst telefonisch ausgetauscht, dann persönlich kennengelernt und gemeinsam trainiert. Und dann ging alles relativ schnell“, erzählt der gebürtige Hamburger. „Die Perspektiven, die der Verein mir bietet, haben mich überzeugt, dass ich hier gut aufgehoben bin.“ Gelistet ist der 1,87 Meter große Spielmacher als Point Guard. Aber ebenso wie Ruben Dahmen und Toni Prostran kann er beide Guard-Positionen bekleiden.

„Die Kombination, die wir durch Samuel im Backcourt haben, ist schon außergewöhnlich. So können wir jederzeit variabel agieren und haben gleich drei starke Spieler mit großem Spielverständnis und enorm guter Übersicht auf dieser Position“, sagt Dennis Shirvan. Und Geschäftsführer Michael Dahmen ergänzt: „Die Gespräche mit Samuel waren sehr unkompliziert und angenehm. Entsprechend froh bin ich, dass er sich für die Kangaroos entschieden hat und mit uns gemeinsam in die neue Saison geht. Er gibt uns durch seine Spielweise Qualität, Tiefe und bringt seine vielfältigen Erfahrungen im organisierten Basketball und im 3X3 ins Team ein.“

Darüber hinaus bringt Mpacko auch ein starkes Stück Athletik mit ins Team der Kangaroos und strahlt jederzeit Gefahr für die gegnerische Defense aus. Egal, ob durch seinen Zug zum Korb oder aus der Distanz. Knapp 36 Prozent seiner Würfe von Downtown jagte der Fern-Uni-Student in der vergangenen Spielzeit durch die Reuse. Und war nach seiner Verpflichtung ein wichtiger Faktor im Spiel der Düsseldorfer. Ein wichtiger Baustein im Team soll er auch in Iserlohn werden. Neue Herausforderungen, neue Möglichkeiten – und mehr Verantwortung inklusive. „Ich freue mich sehr auf meine neuen Aufgaben bei den Kangaroos. Und habe das Gefühl, dass sowohl zwischenmenschlich als auch sportlich alles passt“, sagt Mpacko.

Das Team der Kangaroos für die Saison 2022/23
Joshua Dahmen, Ruben Dahmen, Toni Prostran, Emil Loch, Elias Marei, Mathias Groh, Samuel Mpacko…

Quelle: Iserlohn Kangaroos

Vom „Betze“ zum Hemberg: Mathias Groh kommt aus Kaiserslautern

Wenn der erste Eindruck stimmt, kann etwas Großes entstehen: Zwischen den Iserlohn Kangaroos und Mathias Groh hat es beim ersten gemeinsamen Training gefunkt. Und folglich verbringen sie zusammen das nächste Jahr. Der 19-jährige Power Forward wechselt aus der Regionalliga Südwest in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB – und möchte sich nicht nur sportlich entwickeln. Entsprechend hat er einen Einjahresvertrag mit Verlängerungsoption unterschrieben.

„Eigentlich wollte ich mir den Standort Iserlohn einfach nur mal ansehen. Aber die Menschen vor Ort haben mich überzeugt, dass ich hier für meine Entwicklung gut aufgehoben bin“, blickt Mathias Groh auf seinen ersten Besuch in der Waldstadt zurück. Auch wenn die vergangene Spielzeit beim 1. FC  Kaiserslautern für ihn persönlich durchaus positiv verlaufen ist (15,6 Punkte; 8,9 Rebounds; 1,7 Assists), war es aus seiner Sicht dennoch ein sportlicher Rückschritt.

Denn ausgebildet wurde der 2,04 Meter große Forward an der Urspringschule. Dort spielte er in der Jugend- und Nachwuchs-Basketball-Bundesliga – und sammelte seine ersten Erfahrungen in der ProA. Nach dem Abitur zog es ihn zurück in seine Heimatstadt Kaiserslautern – und damit zu seinem Heimatverein, wo er mit knapp zehn Jahren begonnen hat, Basketball zu spielen. Mit seinen Statistiken war er der absolute Leistungsträger im Team der „roten Teufel“, konnte den Abstieg aber nicht verhindern.

„Matthias ist ein interessanter, junger Spieler, der mit seinem Skillset und seiner Art super zu uns passt. Schön, dass er sich für uns entschieden hat und uns somit das Vertrauen entgegenbringt, sich bei den Kangaroos auf und abseits des Feldes entwickeln zu können“, sagt Geschäftsführer Michael Dahmen. Denn tatsächlich war für Groh auch wichtig, dass er Basketball und Studium vernünftig kombinieren kann.

Den Sommer, der vor ihm liegt, beschreibt der Power Forward als „intensiv“. „Die Zeit, die ich habe, nutze ich, um mich fit zu machen für die Herausforderung bei den Kangaroos. Das wiederum fällt mir nicht schwer, weil Sport mir dabei hilft, den Kopf freizukriegen und abzuschalten“, erzählt der 19-Jährige. Auch Kangaroos-Headcoach Dennis Shirvan ist angetan von dem Talent und der Arbeitsmoral des jungen Pfälzers: „Ich freue mich darauf, mit ihm zu arbeiten. Mathias ist jung, hat Potenzial und ist hungrig. Das wird gut!“

Das Team der Kangaroos für die Saison 2022/23
Joshua Dahmen, Ruben Dahmen, Toni Prostran, Emil Loch, Elias Marei, Mathias Groh…

Headcoach:Dennis Shirvan 

Quelle: Iserlohn Kangaroos

Foto: Michael Schmitt_mssportfoto

Elias Marei: „Es wird ein spannendes Jahr für mich!“

Ein turbulentes Jahr liegt hinter Elias Marei. Nachdem er im vergangenen Sommer seinen ersten Profi-Vertrag bei den Iserlohn Kangaroos unterschrieben hatte, nahm die Entwicklung des 20-Jährigen rapide an Fahrt auf. Er wurde zum Nationalspieler Palästinas – und ließ bei seinen Einsätzen in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProB sein Herz für seinen Verein auf dem Feld. Sein Arbeitspapier ist jetzt verlängert worden – doch es wartet noch eine weitere Herausforderung auf den jungen Forward.

Denn mit Beginn des Spätsommers wird Elias Marei nicht nur Basketball in Iserlohn im Fokus haben. Sondern hinter den Kulissen des TuS Iserlohn Basketball kräftig mit anpacken. Nach seinem Fachabitur wird er als Bufdi angestellt.

Direkt nach der vergangenen Spielzeit hat er gemeinsam mit Toni Prostran an seinem Spiel und seiner Entwicklung gearbeitet. Anschließend war er bei einem dreiwöchigen Lehrgang der palästinensischen Nationalmannschaft, mit der er zwei Partien in einem Vor-Qualifikationsturnier zum FIBA Asia Cup 2025 absolviert hat. „Elias hat sich im vergangenen Jahr sportlich und menschlich enorm weiterentwickelt. In der ProB hat er in allen statistischen Kategorien persönliche Bestleistungen aufstellen können. Wir freuen uns sehr, dass er am Standort Iserlohn den nächsten Schritt seiner Entwicklung machen möchte – und das nicht nur auf sportlicher Ebene“, lobt Kangaroos-Geschäftsführer Michael Dahmen.

Vor allem in der Rückrunde der Saison 2021/22 hat der 20-Jährige immer wieder aufhorchen lassen. Sei es durch seinen unbändigen Einsatz in der Defense oder sein furchtloses Auftreten auf dem Parkett. „Je länger die Saison gedauert hat, desto mehr Vertrauen wurde mir entgegengebracht“, sagt Marei. Und ergänzt: „Mit Headcoach Dennis Shirvan und Toni Prostran habe ich zwei Leute, mit denen ich täglich zusammenarbeite – und von denen ich viel lernen kann. Darauf freue ich mich. Ebenso freue ich mich auf die Arbeit mit Kindern im und rund um unseren Verein. Es wird ein spannendes Jahr für mich!“

Auch Dennis Shirvan ist froh, dass der junge Forward Teil der Kangaroos bleibt: „Elias hat großes Potenzial und, wenn er hart an sich weiterarbeitet, die Chance, eine größere Rolle einzunehmen als bislang. Auch sein Bundesfreiwilligendienst beim Hauptverein zeigt, dass er sich hier wohlfühlt und dem Umfeld vertraut.“

Das Team der Kangaroos für die Saison 2022/23
Joshua Dahmen, Ruben Dahmen, Toni Prostran, Emil Loch, Elias Marei…

Quelle | Foto: Iserlohn Kangaroos