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Vorberichte ProA // Viertelfinale Spiel 4

08.05.2025 20:00 Uhr // GIESSEN 46ers vs. Eisbären Bremerhaven

Die vierten Partien in den Viertelfinalserien der diesjährigen Playoffs in der ProA stehen an. Für die GIESSEN 46ers gibt es damit die Chance vor heimischer Kulisse den Halbfinaleinzug klar zu machen oder schaffen es die Bremerhavener zum zweiten Mal den Matchball abzuwehren und die Serie in ein letztes fünftes Spiel zu schicken?

Die 46ers wollten nach ihren beiden Auftaktsiegen schon am Dienstag in Bremerhaven ihr Halbfinalticket buchen, doch eine schwache zweite Halbzeit kostete den Sieg. „Es gibt halt so Partien, in denen du nichts triffst, in denen die Leistung trotz allen Bemühens nicht stimmt, in denen der Erwartungsdruck vielleicht zu groß war. Es gibt aber auch andere Matches, in denen du alles zuvor Geschehene vergessen machen kannst“, blickt Coach Ignjatovic durchaus positiv auf Spiel vier, zumal die Heimstärke der Lahnstädter ligaweit bekannt ist. Positiv stimmt auch, dass Mladen Vujic am Dienstag sein erstes Double Double in der ProA auflegen konnte, dennoch…

…konnten die Eisbären den Sweep verhindern und sind daher durchaus im Aufwind. Vor allem auf den großen Positionen hatten die Nordseestädter beim Heimsieg Vorteile. Hendrik Warner erzielte mit 23 Punkten ein Season High, auch Center-Kollege Anzac Rissetto zeigte mit neun Rebounds eine gute Leistung. Manko sind allerdings weiterhin die Ballverluste, im Schnitt leistete man sich in den drei bisherigen Partien mehr als 19 Turnover! Der Halbfinalgegner für den Sieger dieser Playoffserie steht übrigens bereits fest: Science City Jena hat per Sweep Bochum bezwungen und wartet nun auf Gießen oder Bremerhaven.

08.05.2025 20:00 Uhr // Tigers Tübingen vs. VET-CONCEPT Gladiators Trier

Schlagen die Tigers Tübingen erneut im Heimspiel gegen die VET-CONCEPT Gladiators Trier zurück?

Es steht 2:1 in der Playoffserie zwischen Trier und Tübingen, bislang konnten beide Teams ihre Siege vor heimischer Kulisse holen. Dabei soll es aus Tübinger Sicht natürlich auch in diesem vierten Aufeinandertreffen bleiben und die Hauptakteure in denen die schwäbische Hoffnung steckt sind einmal mehr Kenny Cooper und Samuel Idowu. Die Statistiken beider Spieler sprechen für sich. Cooper steht in den Playoffs bei durchschnittlich 18,7 Punkten, genauso wie Center Idowu, der sich zudem noch 8,3 Rebounds pro Partie abgreift. Daneben sind aber auch Spieler wie Vincent Neugebauer und Miles Tention deutlich verbessert gegenüber der Hauptrunde.

Die Trierer dagegen wollen sich mit einem Auswärtssieg das Halbfinalticket sichern. Der volle Kader steht Coach Schneider allerdings nicht zur Verfügung: „Leider sind nicht alle Spieler fit, Amir wird weiterhin ausfallen und auch Nolan ist gestern im Spiel umgeknickt. Er hat sich durchgebissen, hat nun aber diese Bänderverletzung und ob er einsatzfähig ist, wird sich leider erst morgen entscheiden.“ Doch es gibt genügend Akteure im tiefen Trierer Kader, die die Verletzungen auffangen können. Am Dienstag zeigte Maik Zirbes eine bärenstarke Leistung (23 Punkte, 6 Rebounds), zudem arbeitete Marco Hollersbacher stark und sicherte sich gleich 13 Rebounds. Gewinnen die Trierer, ziehen sie ins Halbfinale ein. Gegen wen treten sie dort an? Das könnte sich ebenfalls am Abend entscheiden, im Spiel:

08.05.2025 20:00 Uhr // Phoenix Hagen vs. HAKRO Merlins Crailsheim

Auch in dieser Viertelfinalpaarung konnten beide Teams bislang ihre Heimspiele gewinnen.

Obwohl es 2:1 für die Merlins steht, kann Phoenix durchaus positiv auf das anstehende Spiel blicken, denn im ersten Playoffspiel in der heimischen Ischelandhalle konnte man den deutlichsten Sieg der Serie erringen (83:67). Bei den beiden Niederlagen in Hohenlohe war man beide Male kurz vor Schluss knapp dran, startete jeweils die Aufholjagd einen Tacken zu spät. Entsprechend ist aber auch Coach Harris vorsichtig optimistisch: „Trotz der Niederlage in Crailsheim gehen wir gestärkt in dieses Spiel 4 vor heimischer Kulisse. Die Mannschaft hat in der zweiten Hälfte gezeigt, welche Energie in ihr steckt. Genau diese müssen wir mit in die Ischelandhalle nehmen. Und gemeinsam mit den Fans eine Atmosphäre schaffen, die alles aus dem Team herauskitzelt, um die Serie zu verlängern.“ Erfahren ist sein Team übrigens mit solchen Situationen, denn auch im letzten Jahr lag man gegen die Knights aus Kirchheim zurück, konnte den Matchball abwehren und die Serie drehen.

Die Merlins möchten es natürlich nicht so weit kommen lassen und mit einem Auswärtssieg das Halbfinale klar machen. Es gilt vor allem an die ersten drei Viertel aus Spiel drei anzuknüpfen, als man mit guter Defense und offensivem Flow eine deutliche Führung herausspielte. Ohne das letzte Viertel wäre es wohl ein deutlicherer Sieg für die Zauberer geworden: „In der zweiten Halbzeit ist uns das Spiel ein wenig entglitten, weil wir nicht mehr so gut verteidigt haben. Trotz unser schlechten Dreierquote haben wir in der Offensive einen guten Job gemacht.“ Das waren die Worte von Merlins-Coach McCray nach dem dritten Spiel und es stimmt, die Dreier fallen bei den Crailsheimern bislang noch gar nicht. Schaffen es die Merlins allerdings ihre Wurfquote von Downtown zu steigern, dürften sie schwer zu bezwingen sein.

Foto: Dennis Duddek

Nachberichte ProA // Viertelfinale Spiel 3

06.05.2025 19:00 Uhr // Eisbären Bremerhaven vs. GIESSEN 46ers 83:69

Matchball abgewehrt! Die Eisbären Bremerhaven gewinnen ihr erstes Playoffspiel mit dem Rücken zur Wand und verkürzen in der Viertelfinalserie auf 1:2.

In der ersten Halbzeit begegneten sich beide Teams größtenteils auf Augenhöhe. Bremerhaven eröffnete zwar stärker (13:5, Breitlauch – 4. Minute), doch die Gäste aus Hessen punkteten durch Kovacevic und Vujic und waren ebenfalls im Spiel (16:12 – 6. Minute). Mit 22:20 ging es in die zweiten zehn Minuten, die ein ähnlich ausgeglichenes Bild lieferten. Warnholtz glich das Spiel aus, dann der Auftritt von Hendrik Warner: Acht Zähler in drei aufeinanderfolgenden Angriffen legte der Bremerhavener Center auf, er wurde am Ende auch Top Scorer mit 23 Punkten. Sein Gießener Big Man-Pendant Mladen Vujic zeigte sich ebenfalls stark und sammelte bis zur Pause bereits 16 Zähler. In die Halbzeit ging es dann mit einem Buzzer Beater von Daniel Norl, der zum 43:41 traf.

Dieser Wurf war scheinbar das Signal für die Eisbären, nun die Intensität hochzufahren. Mitte des dritten Viertels legten die Gastgeber einen 10:0-Lauf hin und waren plötzlich deutlich in Front (67:52 – 28. Minute). Bei den 46ers hielten die Guards Castlin und McClain etwas dagegen, ihre Zähler brachten den Stand von 70:60 vor Beginn der letzten zehn Minuten. Und diese entwickelten sich zu einer Low Scoring-Angelegenheit. Zwar traf zunächst noch Castlin von Downtown, doch insgesamt gelangen den Gästen nur neun Zähler im Schlussabschnitt. Es hätte umgerechnet also sogar für die Eisbären zum Sieg gereicht, wenn sie im letzten Viertel gar keinen Punkt erzielt hätten. Das taten sie aber, kamen einmal mehr über die Bigs Warner und Rissetto zu erfolgreichen Abschlüssen und zogen am Ende den 83:69-Heimerfolg.

06.05.2025 19:30 Uhr // HAKRO Merlins Crailsheim vs. Phoenix Hagen 94:91

Die HAKRO Merlins Crailsheim haben sich die Führung zurückgeholt. Gegen Phoenix Hagen stand es letztlich knapp 94:91, damit stellen die Merlins auf 2:1.

Big Man de Oliveira eröffnete die Partie mit einem krachenden Dunking, Shahid legte von der Dreierlinie und in der Zone mit Zusatzfreiwurf nach – 8:3-Start nach drei Minuten. Anders als die ersten beiden Spiele startete das Duell am Dienstagabend mit viel offensiver Firepower, bereits nach fünf Spielminuten hatten beide Teams die 10-Punkte-Marke überschritten. Der letzte Angriff eines starken ersten Crailsheimer Viertels gehörte dann auch den Zauberern, Anthony Gaines zog unwiderstehlich zum Korb und legte den Ball zum 25:17 durch die Reuse. Crailsheim setzte sich zu Beginn des zweiten Viertels weiter ab, John erhöhte per Dunking auf 45:25 (18. Minute). Hagen kam erst kurz vor der Halbzeitsirene offensiv besser in das Spiel, angeführt von Top Scorer Sincere Carry, der mit seinem Dreier auf 13 Zähler Rückstand verkürzte. In die Pause ging es beim Stand von 49:34.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Crailsheimer zunächst das aktivere Team, kamen ein ums andere Mal in der Zone zu einfachen Zählern. Kraushaar antwortete für die Gäste via and-one und im Anschluss von der Dreierlinie, auch Krslovic traf seinen ersten Dreier. Doch die Führung der Crailsheimer war weiterhin im zweistelligen Bereich, da sie nun häufig an die Freiwurflinie kamen und von dort hochprozentig trafen. Vinnie Shahid traf dann aus gut zehn Metern und stellte auf 74:58 vor dem letzten Abschnitt. Dieser gehörte dann aber Phoenix. McCall brachte die Gäste wieder zum einstelligen Rückstand (85:77 – 37. Minute). Pünktlich zum Start der Crunchtime versprach die Schlussphase viel Spannung. Nun war das Momentum endgültig auf Hagener Seite, Kraushaar und Carry verwandelten ihre Korbleger und verkürzten auf fünf Zähler. Die HAKRO Merlins hatten mit Anthony Gaines aus der Mitteldistanz aber die passende Antwort parat (88:81 – 39. Minute). An der Freiwurflinie brachten die Merlins den Sieg ins Ziel.

06.05.2025 19:30 Uhr // Science City Jena vs. VfL SparkassenStars Bochum 102:77

Der erste Halbfinalist in den diesjährigen Playoffs der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA steht fest. Science City Jena holt den dritten deutlichen Sieg gegen die VfL SparkassenStars Bochum und wartet nun auf die GIESSEN 46ers oder die Eisbären Bremerhaven.

Die Bochumer traten personell geschwächt ohne Niklas Geske und Lars Kamp an. Dennoch war das Auftaktviertel zunächst ausgeglichen, vor allem weil Keith Braxton stark aufspielte. 13 der 20 Bochumer Punkte im ersten Viertel gingen auf sein Konto. Auf der anderen Seite erzielte Robin Christen zehn Zähler und trug so zum 26:20 nach den ersten zehn Minuten bei. Im zweiten Viertel schlichen sich dann Unsicherheiten bei den SparkassenStars ein, die die Thüringer eiskalt ausnutzten. Das Team von Björn Harmsen lief regelrecht heiß und setzte sich immer weiter ab, während die Wurfquoten der Gäste immer weiter runter gingen. Jena führte zur Halbzeit mit 58:38, das Spiel war schon mindestens leicht vorentschieden.

Die Jenaer Dominanz setzte sich im dritten Viertel fort. Vor allem Robin Christen zeigte, dass er einen Sahnetag erwischt hatte, 7/10 Dreier standen bei ihm im Statistikbogen. Den letzten Spielabschnitt konnten die Bochumer dann nochmal für sich entscheiden, am Ergebnis änderte das aber nichts signifikant. Damit gehen also die Jenaer per Sweep ins Halbfinale, während die erste Bochumer Playoffreise ohne Sieg endet.

06.05.2025 20:00 Uhr // VET-CONCEPT Gladiators Trier vs. Tigers Tübingen 94:75

2:1 für die Gladiators aus Trier! Mit einem deutlichen Heimsieg gehen die Trierer in der Viertelfinalserie gegen die Tigers Tübingen erneut in Führung.

Gleich zu Spielbeginn wurde deutlich, dass beide Mannschaften mit etwas weniger Tempo in die Partie starteten und den Fokus eher auf die Defensivarbeit legten. Die ersten Punkte auf beiden Seiten besorgten die beiden Big Men Samuel Idowu mit dem 0:2 für Tübingen und Marten Linßen mit zwei Insidetreffern zum 4:2. Die Startphase des dritten Playoffviertelfinales gestaltete sich ausgeglichen, kein Team konnte sich bis zur Mitte des ersten Spielabschnitts absetzen. Erst Maik Zirbes sorgte nach seiner Einwechslung mit einer starken Performance unter dem gegnerischen Korb für Kopfzerbrechen bei den Gästen. Mit gleich 13 Punkten im ersten Viertel hatte der Kapitän der Gladiatoren dann auch großen Anteil an der 25:18-Führung nach den ersten zehn Spielminuten. Auch im zweiten Viertel wurde das Spieltempo nur sehr dosiert erhöht und die Tübinger arbeiteten sich mit Punkten durch Cohn und Moreaux wieder in Schlagdistanz (27:24 – 12. Spielminute). Mit fortlaufender Spielzeit fanden die Gladiatoren immer besser in ihren Rhythmus, kontrollierten weiterhin den Rebound und hielten die Tigers defensiv vom eigenen Korb fern. Nach zwei getroffenen Dreiern durch Yakhchali und Adekunle nahm Gäste-Coach Detlev die Auszeit. Doch die Trierer legten weiter nach, ein 13:0-Lauf brachte die Führung über 20 Zähler, zur Pause stand es 59:33.

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Tübinger deutlich wacher und starteten gut in die zweite Spielhälfte. Über gute defensive Rotationen eroberten die Gäste regelmäßig den Ball und trafen offensiv besser aus der Distanz. Ein 63:47 in der 24. Spielminute verwandelte sich durch einen Dreier von Jönke in ein 66:57 und die Zuschauer in der SWT Arena sahen erneut ein offenes Playoffspiel. Letztendlich war der Halbzeitabstand innerhalb eines Viertels halbiert (76:63 – Ende Viertel drei). Im vierten Viertel zeigten die Gladiators dann wieder eine deutliche Intensitätssteigerung und schafften es vor allem defensiv wieder mehr Zugriff auf die Partie zu erhalten. Dank starker Mann-Mann-Defense und schnell ausgespielten Gegenangriffen wuchs die Trierer Führung schnell wieder an (82:65 – 32. Spielminute). So spielte man die letzten Spielminuten clever herunter, ließ die Tübinger nicht mehr ins Spiel kommen und sicherte sich letztlich souverän den zweiten Heimerfolg in der Viertelfinalserie mit 94:75.

Foto: Christoph Worsch

Die Dresden Titans stehen vor großen Herausforderungen

Der Basketball-Profisport in Dresden sieht schwierigen Zeiten entgegen. Dies ist das Ergebnis der Gesellschafterversammlung der Dresden Titans Basketball GmbH, die nach Abschluss der Saison am Montag turnusmäßig stattfand. Neben dem Hauptgesellschafter Dresden Titans e.V., der 51 Prozent der Anteile hält, engagierte sich die Ventura-Gruppe mit 49 Prozent der Anteile für die Entwicklung des Basketballsports in Dresden. Beide Gesellschafter verfolgen ein ambitioniertes Ziel: den Aufstieg der Dresdner Basketballprofis in die easycredit BBL – die erste Liga im Basketball-Profisport.

 

Kürzungen in der Sportförderung erschweren den Spielbetrieb

Zusätzlich erschweren angekündigte Kürzungen der Fördermittel von Stadt, Land und EU-Projektträgern die finanziellen Möglichkeiten des Dresden Titans e.V.. Vor diesem Hintergrund sieht die Dresden Titans Basketball GmbH große Herausforderungen auf den Profibasketballsport in Dresden zukommen. Eine Strategie für die nächsten Jahre soll erarbeitet werden. Die Ventura-Gruppe überträgt ihre gesamten Geschäftsanteile an Vorstandsmitglieder des Dresden Titans e.V.. Die Übertragung der Geschäftsanteile erfolgt gemäß den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und unter Berücksichtigung aller rechtlichen Vorgaben. Die Vorstandsmitglieder des Dresden Titans e.V. übernehmen alle Rechte und Pflichten, die mit den übertragenen Geschäftsanteilen verbunden sind. Für die neue Saison (2025/2026) hatte die Dresden Titans Basketball GmbH zur Wahrung der Fristen, sowohl für die 2. BARMER Basketball Bundesliga ProA als auch für die ProB eine Lizenz beantragt. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung hat der Verein den Entschluss getroffen worden, den Antrag für die ProA zurückzuziehen. Neben finanziellen Erwägungen ist diese Entscheidung getroffen worden, weil die ProB als bessere sportliche Plattform für die Entwicklung von jungen Nachwuchsspielern angesehen wird.

Gleichwohl wurde im Zuge der Neuausrichtung auch entschieden, dass der zum 30.06.25 auslaufende Vertrag von Michael Born nicht verlängert wird. Zudem wird auch ProA-Cheftrainer Fabian Strauß die Dresden Titans zum Ende der Saison verlassen. Jedwede weiteren personellen Entscheidungen sollen zeitnah getroffen werden.

 

20 Jahre Dresden Titans – Erfolgreiche Nachwuchsarbeit

Die Dresden Titans wurden vor 20 Jahren gegründet und haben eine überaus erfolgreiche Entwicklung genommen. Nach der Saison 2021/22 gelang der Aufstieg in die BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA, in der die TITANS auch in der gerade beendeten Saison gespielt haben. Besonders in der Nachwuchsarbeit kann der Verein große Erfolge vorweisen. Die leistungsorientierte Förderung junger Talente im Rahmen verschiedener Projekte gilt in der Branche als beispielhaft. Mittlerweile zählt der Dresden Titans e.V. über 650 Mitglieder, arbeitet mit mehr als 45 Schulen zusammen und bewegt so zusätzlich fast 1.000 Schüler pro Monat. Dazu ist der Verein zum Ausbildungsbetrieb für zehn junge Menschen geworden, die einem Freiwilligendienst nachgehen oder den Beruf als Trainer bzw. Sportmanager erlernen wollen. Ein Team von fünf hauptamtlichen und 50 ehrenamtlichen Trainern wurde geschaffen, die sowohl dem Breiten- als auch dem Leistungssport im Nachwuchs eine Heimat bieten. Die Ventura-Gruppe wird in den kommenden Jahren als Hauptsponsor des Dresden Titans Campus die Nachwuchsarbeit des Dresden Titans e.V. noch intensiver fördern. Ziel ist es, optimale Bedingungen zu schaffen, um in Zukunft professionellen Basketball in Dresden mit eigenen Talenten zu ermöglichen. Jan Wolf, Präsident des Dresden Titans e.V., führt hierzu aus: „Unser Ziel wird es sein, alle Partner, Mitglieder, Fans und Förderer mit auf eine neue Reise zu nehmen, die eigene Talente fördern und fordern wird, und mit denen man sich auch identifizieren kann. Und wer weiß? Am Ende dieser Reise kann man vielleicht in 10 Jahren ganz oben anklopfen.“

 

Foto: Florian Wolf

Vorberichte ProA // Viertelfinale Spiel 3

06.05.2025 19:00 Uhr // Eisbären Bremerhaven vs. GIESSEN 46ers

Do or Die! Das ist die Ausgangslage für die Eisbären Bremerhaven im Heimspiel am Dienstagabend, denn die ersten beiden Partien der Viertelfinalserie gingen an die GIESSEN 46ers.

Es fing in Spiel eins so gut an für die Eisbären: Die ersten beiden Viertel gegen die 46ers dominierte man, lag mit 18 Punkten vorne. Doch dann fingen sich die Gießener und gewannen Spiel eins in der Overtime in Bremerhaven. In Spiel zwei knüpften die Hessen daran an und spielten ihrerseits eine dominante erste Hälfte. Der Vorsprung reichte locker, um auch den zweiten Sieg ins Ziel zu bringen und so stehen die Bremerhavener nun unter Druck. Nur ein Sieg verlängert die Playoffserie und diesen peilt das Team von Steven Esterkamp nun unter Rückbesinnung auf die ersten zwei Viertel des ersten Spiels an: „Die 46ers haben sehr viel Erfahrung. Sie verstehen, was es heißt, Playoffs zu spielen. Sie gehen sehr physisch zu Werke, haben uns damit zu viel zu vielen Ballverlusten gezwungen und uns beeindruckt. Wir haben jetzt nur noch eine Chance, wenn wir so auftreten wie in den ersten 20 Minuten des ersten Matches. Vieles, ja fast alles muss werden, hauptsächlich müssen wir die Turnover-Quote drastisch senken.“ Und zumindest dabei gibt es auch eine positive Tendenz, den in der zweiten Hälfte von Spiel zwei leisteten sich die Eisbären nur fünf Ballverluste, nach noch zwölf in der ersten Hälfte.

Die Gießener dagegen wollen an der Nordseeküste den Sack zu machen und sich den dritten Sieg holen. Mit Ausnahme der ersten Hälfte in Spiel eins, ist Coach Ignjatovic vor allem mit einem zufrieden: „Gerade unsere Defense hat bisher stark performed. […] Wir haben Bremerhaven mächtig unter Druck gesetzt. Spielmacher Elijah Miller kam kaum zur Geltung, was sich aber schnell ändern kann. Wir müssen weiter hellwach sein, denn die Eisbären haben eine hohe Qualität, die sie bislang nur in Teilen abgerufen haben.“ Auch offensiv haben die 46ers durchaus Qualitäten gezeigt, seien es Kyle Castlin (27 Punkte in Spiel eins) oder Routinier Robin Benzing, der bei durchschnittlich 16,5 Punkten vor allem mit starken Quoten aus dem Zweier- (71,4%) und Dreierbereich (38,5%) glänzt.

06.05.2025 19:30 Uhr // HAKRO Merlins Crailsheim vs. Phoenix Hagen

Wird diese Serie die spannendste der vier Viertelfinalmatchups? Zumindest hat das Duell Crailsheim gegen Hagen nach dem 1:1-Ausgleich alles Potential dazu…

Die Merlins hatten zum Auftakt ihr Heimspiel gewonnen. Dabei lief es auf beiden Seiten eher stotternd, doch ein gutes drittes Viertel und die Reboundüberlegenheit waren am Ende die Grundlage für den Crailsheimer Heimsieg. In Spiel zwei schlug Hagen in der Ischelandhalle zurück und tat das vor allem durch gute Defense und wichtige Dreier im Schlussviertel. Nun wollen also die Merlins wieder in Führung gehen und dabei defensiv energischer zu Werke gehen: „Hagen hat 13 Dreier bei einer 45 Prozent Quote getroffen. Normalerweise sind wir eine Mannschaft, die den Dreier gut verteidigt, das haben wir heute nicht gut gemacht. Das war glaube ich der Schlüssel zum Sieg für Hagen“, so Headcoach McCray nach Spiel zwei. Zudem möchte man auch offensiv den eigenen Wurf hochprozentiger im gegnerischen Korb unterbringen: 28% Dreierquote in Spiel eins, nur 14% in Spiel zwei, da ist das Verbesserungspotential schnell ausgemacht.

Die Hagener dürften aus dem am Ende deutlichen Heimsieg (83:67) einiges an Rückenwind mit nach Hohenlohe nehmen. Defensiv kann man durchaus zufrieden sein: Legten die Crailsheimer in der Hauptrunde noch durchschnittlich über 88 Punkte pro Partie auf, waren es in den beiden Playoffspielen nur 72,5 Zähler. Ein Problem für Phoenix ist aber weiterhin das Rebouding am eigenen Brett: In Spiel eins erlaubte man den Merlins gleich 25 Offensivrebounds, in Spiel zwei waren es 18. Zudem profitierte man von den bisher schwachen Crailsheimer Wurfquoten. „Crailsheim hat bislang noch nicht so getroffen, wie sie es eigentlich können und es in einer Serie irgendwann passieren müsste – deswegen sind wir umso mehr auf der Hut. Gerade deswegen ist es nochmals wichtiger, dass wir uns weiter beim Rebound verbessern. Nur so können wir verhindern, dass die Merlins zu ihrem Rhythmus finden“, meint Coach Chris Harris.

06.05.2025 19:30 Uhr // Science City Jena vs. VfL SparkassenStars Bochum

Neben Gießen hat auch der Hauptrundenmeister Science City Jena einen Matchball. Und das sogar vor heimischer Kulisse gegen die VfL SparkassenStars Bochum.

Die bisherigen beiden Partien gingen klar an Jena. Im Auftaktspiel gewann man mit 99:75, auswärts setzte man sich ebenfalls deutlich mit 75:93 durch. Nun fehlt also nur noch ein Erfolg, um in das Halbfinale einzuziehen und sich zudem eine weitere Auswärtsfahrt nach Bochum zu sparen. Die Marschrichtung der Thüringer dürfte dabei nicht vom bislang erfolgreichen Muster der beiden Viertelfinal-Duelle abweichen. Mit aggressiver und intensiver Defense sollen vor allem die Leistungsträger des VfL gestresst und müde gespielt werden, während Science City im Spiel nach vorn auf seine Qualität und die tiefe Bank vertraut. Diese Taktik ging bislang gut auf, was sich daran ablesen lässt, dass sich die Jenaer in beiden Partien vor allem nach der Pause absetzen konnten.

Die Bochumer stehen also nun mit dem Rücken zur Wand, wollen aber natürlich ihrerseits ihren ersten Sieg in einem ProA-Playoffspiel jemals einfahren. Dass dafür aber alles zusammenpassen muss ist auch klar. Und vor allem braucht es eine starke Leistung vom in der Hauptrunde überragenden Keith Braxton. Er ist noch überhaupt nicht in den Playoffs angekommen, seine Zahlen liegen aktuell bei 5,5 Punkten pro Spiel, 0/7 Dreier und einer durchschnittlichen Effektivität von 5,0. Zum Vergleich: In der Hauptrunde legte er im Schnitt 20,3 Punkte auf, traf 37,2% seiner Dreier und kam pro Spiel auf einen Effektivitätswert von 21,6.

06.05.2025 20:00 Uhr // VET-CONCEPT Gladiators Trier vs. Tigers Tübingen

Mit ausgeglichenem Stand kehrt die Viertelfinalserie zwischen den VET-CONCEPT Gladiators Trier und den Tigers Tübingen zurück in die SWT Arena. Bisher konnten beide Teams jeweils ihre Heimspiele gewinnen.

Auf Trierer Seite ist ein Einsatz von Amir Hinton aktuell ungewiss, nach einer muskulären Verletzung im Auswärtsspiel am Samstag dauern die Untersuchungen durch das Medical Team der Gladiators noch an. Ansonsten kann Cheftrainer Jacques Schneider auf seine gesamte Rotation zurückgreifen. Für den Coach liegen nach den 106 kassierten Punkten in Spiel zwei vor allem im defensiven Bereich Verbesserungsmöglichkeiten: „Was auf der Hand liegt ist, dass wir defensiv einen besseren Zugriff bekommen und in der Transition-Defense schneller sein müssen. Natürlich gilt es auch, die besten Tübinger Spieler im Eins-gegen-Eins in den Griff zu bekommen.“

Die Tigers kommen mit Rückenwind in das Spiel, denn ihren Heimsieg am vergangenen Samstag hatte sicher nicht jeder auf dem Zettel. Vor allem Point Guard Kenneth Cooper und Center Samuel Idowu waren dabei die statistischen Anführer ihres Teams. Beide liegen in den Playoffs bei durchschnittlich 22 Punkten pro Partie, Idowu sammelt dazu noch acht Rebounds. Zudem passen die Raubkatzen gut auf den Ball auf, in beiden Spielen leistete man sich jeweils nur neun Turnover. Zum Vergleich: Bei den Gladiators sind es im Schnitt vier mehr. Das Potential zur Verbesserung liegt auch bei den Tigers im defensiven Bereich: Im Schnitt ließ man in den beiden Spielen gegen Trier 100 Punkte zu, geht das so weiter dürfte es schwer werden…

Foto: Dennis Green

Nachberichte ProA // Viertelfinale Spiel 2

03.05.2025 19:00 Uhr // Phoenix Hagen vs. HAKRO Merlins Crailsheim 83:67

Phoenix Hagen gleicht die Viertelfinalserie gegen die HAKRO Merlins Crailsheim aus. In der heimischen Ischelandhalle gewannen die Feuervögel mit 83:67.

Den besseren Start erwischten die Gäste aus Crailsheim. Keppeler erzielte die ersten Zähler, Gaines legte nach und so führten die Merlins schnell mit 7:2. Erst danach kamen dann auch die Hausherren besser ins Spiel, auch durch Dreier von den eher ungewohnten Schützen Omuvwie und Boner. So war die Partie erstmal ausgeglichen, folgerichtig ging es mit 21:21 in die zweiten zehn Minuten. Eröffnet wurden diese von Goodman und de Oliveira (21:26 – 12. Minute), allerdings stellten ihre fünf Punkte auch schon die Hälfte aller Crailsheimer Zähler in diesem Viertel dar. Stattdessen waren es die Hagener, die offensiv die Akzente setzten. Kapitän Nawrocki wurde nacheinander in beiden Ecken freigespielt und steuerte so zwei Dreier zum 10:0-Lauf von Phoenix bei. 39:31 war schließlich der Pausenstand.

Zum Start des dritten Abschnitts erzielte Shahid seine ersten Punkte an diesem Abend und startete so die Crailsheimer Aufholjagd. Fast fünf Minuten benötigten die Hagener, ehe sie ihren ersten Feldkorb im dritten Viertel erzielen konnten. Bis dahin waren die Gäste schon wieder rangekommen. Ganz gelang es den Merlins aber nicht das Spiel zu drehen, sodass es mit 56:51 in den Schlussabschnitt ging. Und dieser gehörte dann den Gastgebern. Zunächst punktete noch Gaines an der Freiwurflinie, doch dann folgte der Auftritt von Tyler Stephenson-Moore: Der Guard, bis dahin noch komplett ohne Wurfversuch, streute zwei Dreier ein, gerade der zweite davon spektakulär aus dem Dribbling. Damit schraubte er den Hagener Vorsprung in die Zweistelligkeit (62:52 – 33. Minute). Von dieser Treffsicherheit inspiriert, trafen in der Folge auch Kraushaar, Carry und Uhlemann von Downtown und brachten das Spiel für die Merlins so außer Reichweite. Damit steht es nun 1:1 in der Serie, Spiel drei steigt am Dienstag in der Arena Hohenlohe.

03.05.2025 19:30 Uhr // GIESSEN 46ers vs. Eisbären Bremerhaven 86:74

Matchball für die GIESSEN 46ers! Die Hessen gewinnen auch das zweite Spiel gegen die Eisbären Bremerhaven und benötigen jetzt nur noch einen Sieg um den Halbfinaleinzug perfekt zu machen.

Nachdem die 46ers eine dominierende Overtime in Bremerhaven gespielt hatten, knüpften sie zum Start von Spiel zwei nahezu nahtlos daran an. Kovacevic gab mit einem krachenden Dunk schon nach 15 Sekunden die Richtung vor. Brauner per Dreier, Benzing mit Foul, die Gießener legten direkt nach. Nach nicht einmal sieben Minuten stand es 19:4! Erst danach konnten sich die Eisbären durch einen persönlichen 5:0-Lauf von Norl etwas stabilisieren, doch es blieb zunächst deutlich (25:11 – Ende erstes Viertel). Und auch in den zweiten zehn Minuten waren die Gastgeber spielbestimmend. Viktor Kovacevic stellte auf 35:15 (15. Minute), in der Folge bauten die Gießener den Vorsprung noch weiter aus. Mit Ende der ersten Hälfte netzte Figge von Downtown und brachte damit den höchsten Vorsprung des Spiels, 24 Zähler Abstand beim 53:29.

Aus den Kabinen kamen dann aber die Eisbären mit mehr Schwung. Bis zur Mitte des dritten Viertels legten sie einen 13:3-Lauf hin und zwangen 46ers-Coach Ignjatovic zur Auszeit. Fortan bewegte sich der Vorsprung immer zwischen 15 und 20 Zählern. Erst Millers Dreier brachte die Bremerhavener wieder auf 14 Punkte heran (67:53), doch Benzing antwortete prompt, ebenfalls von draußen. Trotzdem, ganz aufgeben wollten sich die Gäste nicht. Warners Korbleger stellte auf 80:69, bei noch gut vier zu spielenden Minuten war noch etwas drin. Doch die Gießener blieben souverän und kamen über Top Scorer Kovacevic zu Punkten, die schlussendlich den 86:74-Heimerfolg sicherten. Am Dienstag findet das dritte Spiel statt, ein Sieg bringt die 46ers ins Halbfinale, die Eisbären müssen gewinnen, um die Serie zu verlängern.

03.05.2025 19:30 Uhr // Tigers Tübingen vs. VET-CONCEPT Gladiators Trier 106:95

Es war eine der Überraschungen dieses zweiten Playoffspieltags: Die Tigers Tübingen schlagen die VET-CONCEPT Gladiators Trier und stellen in der Viertelfinalserie auf 1:1.

In den ersten vier Angriffen scorten die Tübinger gleich dreimal von Downtown, und weil Trier nur schleppend ins Spiel kam, konnten sich die Gastgeber schnell absetzen. Für alle Zahlenfreunde: Philip Hecker erzielte das 11:2 nach 112 Sekunden, die Tigers legten also los wie die Feuerwehr… In der Folge blieben die Raubkatzen erstmal deutlich vorne, sodass Jacques Schneider, Headcoach der Gladiators, schon früh zur Auszeit greifen musste (15:6 – 4. Minute). Diese wirkte dann offensichtlich als Weckruf für seine Jungs, denn sie legten in den folgenden rund drei Minuten einen 12:4-Lauf hin, der das Spiel quasi ausglich (19:18 – 7. Minute). Mit 26:25 ging es in Viertel Nummer zwei. In diesem holten sich die Gäste die Führung zurück, in jener Phase wechselte diese fast mit jedem Angriff hin und her. Gegen Ende des Viertels starteten die Tübinger einen kleinen Lauf, den Niedermanner zur erneuten zweistelligen Führung abschloss (51:41 – 19. Minute). Vier Trierer Punkte später war beim 51:45 Halbzeitpause.

Auch nach dem Seitenwechsel ging es mit dem High Scoring-Game weiter. Mit einem schnellen 8:2-Lauf glichen die Gladiators aus (53:53 – 23. Minute), doch Idowu antwortete zweimal von draußen. Er war an diesem Abend der zweitbeste Tübinger Werfer (23 Punkte, 7 Rebounds), erfolgreichster Punktesammler war Kenny Cooper (26 Punkte), der mit einem persönlichen 5:0-Lauf seine Raubkatzen auf 68:60 in Front brachte (27. Minute). Mit 77:70 startete das Schlussviertel, in dem die Gastgeber ihre Führung zunächst weiter ausbauten. Tention per Dreier, Auszeit Schneider (84:72 – 32. Minute). Trier antwortete durch Jordan Roland, der am Ende mit 28 Punkten der überragende Mann bei den Gästen war. Noch dreieinhalb Minuten waren zu spielen, als Yakchali zwei Dreier in Serie einnetzte und das Spiel beim 95:92 wieder offen war (37. Minute). Doch abermals konterten Idowu und Cooper, letzterer knackte per Dreier die 100 Punkte-Marke. Mit 106:95 setzten sich die Gastgeber schließlich durch und gleichen damit in der Playoffserie aus.

03.05.2025 20:00 Uhr // VfL SparkassenStars Bochum vs. Science City Jena 75:93

Mit einem deutlichen Auswärtssieg geht Science City Jena in der Viertelfinalserie mit 2:0 in Führung. Bei den VfL SparkassenStars Bochum war das Endergebnis 75:93.

Für die Bochumer war es das erste Playoffheimspiel in ihrer ProA-Geschichte. Die Anfangsphase war von hoher Intensität geprägt, es dauerte bis beide Teams so etwas wie einen offensiven Rhythmus fanden. Zur Mitte des Viertels stand es 6:8. Mit einem kleinen Zwischenspurt setzten sich die Gäste etwas ab (8:15 – 7. Minute), doch Kamp antwortete per Dreier und so blieben seine Bochumer beim 14:18 nach den ersten zehn Minuten in Schlagdistanz. Ein ähnliches Bild offenbarte sich im zweite Viertel. Beide Teams blieben weiter intensiv, wobei Jena erneut etwas wegzog. Kristofer Krause traf von Downtown zur ersten zweistelligen Führung (16:26 – 12. Minute). Die SparkassenStars ließen sich aber wieder nicht abschütteln und verkürzten auf 31:34 (17. Minute). 35:41 war dann der Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel nahmen dann die Thüringer, wie schon in Spiel eins, das Heft des Handelns in die Hand. Mit einem 8:0-Lauf begannen die Jenaer das dritte Viertel, mit dem weiteren Verlauf bauten sie ihren Vorsprung immer weiter aus. Nelson brachte die Führung von der Freiwurflinie auf über 20 Zähler (49:70 – 30. Minute). Im Schlussviertel erreichte diese beim 55:80 ihren Höchststand (34. Minute). Die Bochumer hielten nochmal dagegen, Matt Strange erzielte sieben seiner zehn Punkte im letzten Abschnitt. Letztendlich stand aber der ungefährdete 75:93-Auswärtssieg für Jena.

Foto: Dennis Duddek

Vorberichte ProA // Viertelfinale Spiel 2

03.05.2025 19:00 Uhr // Phoenix Hagen vs. HAKRO Merlins Crailsheim

In einem umkämpften Auftaktspiel sind die HAKRO Merlins in der Viertelfinalserie gegen Phoenix Hagen mit 1:0 in Führung gegangen. Nun steht Spiel zwei in der Hagener Ischelandhalle an.

In Spiel eins konnten sich die Crailsheimer in der zweiten Halbzeit absetzen, doch die Hagener machten es nochmal spannend und hatten zum Ende durchaus noch Chancen das Spiel in Richtung Overtime oder Auswärtssieg zu bringen. Nun wollen die Westfalen vor heimischer Kulisse ausgleichen und dafür vor allem an einer Schwäche arbeiten. Im Auftaktmatch verteilte man nur magere fünf Assists, war sehr abhängig von den Einzelaktionen von Top Scorer Carry. Entsprechend meint Point Guard Bjarne Kraushaar: „Wir sind im ersten Spiel nicht wie erhofft in unser Teamplay reingekommen. Hier müssen wir zuhause unbedingt andere, bessere Lösungen finden. Wenn uns diese Anpassungen gelingen, sehen wir am Samstag ein gutes Spiel von uns, in dem wir Crailsheim nochmals anders fordern werden.“ Zudem muss man die Rebounds insbesondere am eigenen Brett kontrollieren, denn…

…die Merlins holten in Spiel eins gleich 25 Offensivrebounds. Das war der Schlüssel, um trotz der schlechten Wurfquoten erfolgreich zu sein. 19 Wurfversuche mehr standen für die Crailsheimer letztendlich zu Buche. Allerdings blieb man trotzdem mehr als zehn Punkte unter dem Saisonschnitt, es gibt also noch Verbesserungspotential. Motivation dürfte den Merlins das Hinspiel in der Hauptrunde in Hagen geben: Damals gewannen die Feuervögel mit 84:77, die Crailsheimer haben also noch eine Rechnung offen…

03.05.2025 19:30 Uhr // GIESSEN 46ers vs. Eisbären Bremerhaven

Die GIESSEN 46ers konnten am Mittwochabend den Heimvorteil aus Bremerhaven klauen. Für Spiel zwei geht es jetzt in die Sporthalle Gießen-Ost.

Zwischenzeitlich sah es ganz düster aus für die 46ers. Zur Halbzeitpause lag man in Bremerhaven mit 18 Zählern zurück. Doch was folgte war ein überragendes drittes Viertel, in dem man den Rückstand eindampfen konnte. Es ging dann in die Overtime, in der die Gießener eine dominante Leistung zeigten und am Ende mit 98:109 den Sieg aus der Nordseestadt mitnehmen konnten. Dadurch haben die Hessen nun die Chance, vor heimischer Kulisse auf 2:0 zu stellen und damit den Druck auf die Eisbären zu erhöhen. Und hierbei ist die Heimstärke der 46ers sicherlich ein wichtiger Faktor: In dieser Saison verloren die Gießener erst zweimal in der heimischen Osthalle.

Die Eisbären stehen nach der Auftaktniederlage schon etwas unter Zugzwang. „Viel zu viele Turnovers, schlechte Pässe und keine Disziplin“, so war am Mittwoch die Schnellanalyse der zweiten Hälfte von Coach Steven Esterkamp. Und tatsächlich, das Turnover-Verhältnis von 25:9 war mehr als deutlich. Auch dadurch erlaubte man den Gießenern gleich 19 Abschlüsse mehr aus dem Feld, da konnte man selbst mit den starken Wurfquoten (59% Zweier, 48% Dreier) nicht ausreichend dagegenhalten.

03.05.2025 19:30 Uhr // Tigers Tübingen vs. VET-CONCEPT Gladiators Trier

Das zweite Spiel der Playoff-Viertelfinale-Serie zwischen den Tigers Tübingen und den VET-CONCEPT Gladiators Trier steigt am Samstag, den 3. Mai 2025, um 19:30 Uhr in der Paul Horn-Arena.

Im ersten Aufeinandertreffen verlief die erste Halbzeit noch weitestgehend ausgeglichen, doch nach dem Seitenwechsel konnten die Trierer sich absetzen und ihr Heimspiel letztendlich deutlich mit 105:86 gewinnen. Tübingen-Coach Detlev zieht aber das Positive aus dem Viertelfinalauftakt: „Unser erster Auftritt war nicht schlecht. Es waren auch Momente dabei, wo das Spiel kippen kann. Wir werden alles in die Waagschale werfen und dann sehen, welche Antwort Trier für unser parat hat.“ Beim Spiel am Mittwoch konnte er sich vor allem auf seine Center verlassen. Sam Idowu wurde Top Scorer der gesamten Partie (21 Punkte, 9 Rebounds) und Vincent Neugebauer legte ein Double Double auf (12 Punkte, 10 Rebounds). Trotzdem ließ die Zweierquote des gesamten Teams noch Potential zur Verbesserung, dort lagen die Raubkatzen nur bei 39%.

Die Gladiators wollen in Tübingen vor allem an die zweite Halbzeit anknüpfen, in der man schönen Team-Basketball spielte, schlussendlich stand Trier bei 20 Assists. Generell punkteten die Moselstädter recht ausgeglichen, fünf Spieler scorten zweistellig, Marco Hollersbacher kratzte mit acht Punkten und neun Rebounds am Double Double. Allerdings mahnt Coach Schneider: „Wir haben einige Punkte im Spiel entdeckt, wo wir uns definitiv steigern können. Besonders beim Rebounding wollen wir in Spiel Zwei einen besseren Job machen. Wir wollen weiterhin schnell spielen, wir haben am Mittwoch sehr gute Fastbreaks ausgespielt und den Ball generell gut bewegt. Defensiv wissen wir jetzt natürlich weiterhin auf welche Spieler wir uns fokussieren müssen. Idowu war Tübingens Topscorer und da haben wir sicherlich noch Potential nach oben in unserer 1vs1-Defense.“

03.05.2025 20:00 Uhr // VfL SparkassenStars Bochum vs. Science City Jena

Mit einem klaren 99:75 startete die Serie des Tabellenersten gegen den -achten. Science City Jena reist damit mit dem 1:0 im Rücken nach Bochum.

Die Bochumer konnten in Jena nur in der ersten Hälfte dagegenhalten, nach dem Seitenwechsel zog der Hauptrundenmeister dann davon. Bochum-Coach Banobre meint dazu: „Wir haben in der ersten Hälfte gut mitgehalten, hatten aber auch unsere Ups and Downs. Jena hat sehr physisch agiert. Wir haben uns in der zweiten Hälfte teilweise nicht an unseren Plan gehalten und hatten ein paar entscheidende Turnover. Von da an hat Jena das Spiel kontrolliert.“ Nun soll es vor heimischer Kulisse anders laufen, gerade weil es ein historischer Moment werden wird. Zum ersten Mal werden die SparkassenStars am Samstag ein Playoffheimspiel in der ProA spielen. Alleine das dürfte genug Motivation geben. Zudem hat man es im Hinspiel der regulären Saison geschafft, Jena zuhause zu schlagen.

Das bedeutet allerdings auch, dass Jena noch eine Rechnung mit den Bochumern offen hat. Großer Pluspunkt, gerade in einer Playoffserie, ist für die Jenaer ihr breiter Kader. Das hat für Top Scorer Rasheed Moore schon in Spiel eins eine wichtige Rolle gespielt: „Für uns ging es vor allem darum, so viel Druck wie möglich auszuüben. Wir wissen, dass Bochums Stammspieler viele Minuten spielen müssen. Deshalb wollten wir aggressiv spielen und versuchen, sie müde zu machen. Wir haben eine tiefere Rotation, und das wollen und sollten wir zu unserem Vorteil nutzen.“ 

Foto: Alexander Mihm

Nachberichte ProA // Viertelfinale Spiel 1

30.04.2025 19:30 Uhr // HAKRO Merlins Crailsheim vs. Phoenix Hagen 78:71

Es war ein umkämpfter Playoffauftakt in der Arena Hohenlohe. Schlussendlich setzten sich die HAKRO Merlins Crailsheim mit 78:71 durch und gehen in der Serie gegen Phoenix Hagen mit 1:0 in Führung.

Die ersten Punkte erzielten die Teams jeweils per Dreier, für die Gäste war es McCall, bei den Crailsheimern Keppeler. Doch insgesamt verlief das erste Viertel ohne den allzu großen offensiven Rhythmus, viel mehr standen Kampf und starke Defensive im Vordergrund. So stand es nach zehn gespielten Minuten gerade einmal 13:13. Die defensive Ausrichtung blieb auch im zweiten Viertel bestehen, auf beiden Seiten fanden reihenweise Würfe nicht den Weg in den Korb. Vorteil für die Merlins: Sie sicherten sich schon jetzt deutlich mehr Rebounds, die immer wieder zweite Chancen ermöglichten. So setzten sich die Gastgeber gegen Ende des Viertels ab, Shahids langer Dreier stellte auf 31:24 (18. Minute). Doch in den letzten Sekunden der ersten Hälfte foulte Gaines unsportlich, nachdem schon Stuckey gefoult hatte. Sincere Carry ging dadurch viermal an die Freiwurflinie, traf drei der Würfe und legte im folgenden Angriff von Downtown nach. So war das Spiel in Nullkommanichts wieder ausgeglichen. Mit 34:35 ging es in die Halbzeitpause.

Aus dieser kamen die Crailsheimer dann besser. Vor allem Moe Stuckey zeigte sich heiß von außen und streute direkt zwei Dreier ein, die sein Team etwas davonziehen ließen (50:43). Und es kam noch besser: Shahid traf zum Ablauf des Viertels ebenfalls von draußen und schraubte den Vorsprung so auf neun Zähler (60:51). Im Schlussviertel stieg dieser in den zweistelligen Bereich, doch Hagen stemmte sich nochmal dagegen. Vor allem in Person von Sincere Carry, am Ende Top Scorer mit 29 Punkten. 30 Sekunden vor Schluss ließ Nawrocki Stuckey aussteigen und schweißte den Dreier zum 74:71 ein, das Spiel schien wieder greifbar für die Gäste. Shahid traf im Anschluss nur einen Freiwurf, doch im nächsten Hagener Angriff blockte Keppeler Uhlemann. Das war das vorentscheidende Play in dieser Partie, die die Merlins letztendlich mit 78:71 gewinnen sollten.

30.04.2025 19:30 Uhr // Science City Jena vs. VfL SparkassenStars Bochum 99:75

Am Ende war es eine deutliche Angelegenheit zu Gunsten des klaren Favoriten. Science City Jena schlägt die VfL SparkassenStars Bochum mit 99:75 und stellt im Playoff-Viertelfinale der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA auf 1:0.

Beide Teams starteten konzentriert in die Partie. Besonders defensiv legten sowohl die SparkassenStars als auch die Thüringer viel Intensität an den Tag. Jena traf hochprozentig von außen. Insbesondere Rasheed More lief schon früh heiß. Im ersten Viertel traf er 2/3 Dreier und erzielte insgesamt 9 Punkte. Jena führte nach dem ersten Spielabschnitt mit 22:16. Die Gäste starteten mit einem 6:0-Lauf in das zweite Viertel und glichen die Partie aus. Jena konterte allerdings seinerseits mit einem 8:0-Lauf. Das erste spektakuläre Highlight setzte Tamenang Choh als er bei zwei verbleibenden Minuten auf der Uhr Coast to Coast alle Gegenspieler austanzte und mit einem krachenden Dunk abschloss. Die Bochumer waren wieder auf drei Punkte herangekommen, doch Jena legte nochmal zu und sorgte unter anderem durch zwei Dreier für einen Halbzeitstand von 44:35.

Das dritte Viertel war dann spielentscheidend. Science City steigerte seine ohnehin schon sehr guten Wurfquoten nochmal und dominierte auch die Zone in dieser Phase. Nach sieben gespielten Minuten im dritten Viertel lagen die Gastgeber mit 20 Punkten vorn (59:39). Spektakulärer Schlusspunkt des Viertels war der Buzzer Beater Dreier von Chris Carter aus der eigenen Hälfte zum 79:52. Im letzten Spielabschnitt wuchs der Abstand sogar zeitweise auf 33 Punkte an, das Spiel war natürlich längst entschieden. Besonders von außen blieben die Bochumer größtenteils glücklos. Lediglich 2/13 Distanzwürfe landeten bis zu diesem Zeitpunkt im Korb. Doch im letzten Viertel lief es etwas besser. Am Ende lag die Dreierquote bei 29% (7/24). Dennoch stand letztendlich das überdeutliche 99:75.

30.04.2025 20:00 Uhr // VET-CONCEPT Gladiators Trier vs. Tigers Tübingen 105:86

Auch der zweite klare Favorit in den diesjährigen Playoffs setzt sich souverän durch. Trier gewinnt gegen Tübingen mit 105:86, damit steht es nun 1:0 in der Serie.

Von Beginn an entwickelte sich ein physisch geführtes Spiel mit hohem Tempo auf beiden Seiten. Die Gladiatoren starteten mit guter Defensive und fanden offensiv immer wieder den besser positionierten Mitspieler. Auch die Tübinger zeigten sich kämpferisch und erarbeiteten sich vor allem beim Rebounding leichte Vorteile. Die Gladiatoren hielten das Spieltempo weiter hoch und erspielten sich mit attraktivem Teambasketball und guten Wurfquoten am Brett eine zweistellige Führung nach dem ersten Spielabschnitt – 28:18. Im zweiten Viertel gestaltete sich die Partie dann allerdings wieder offener. Die Tigers erspielten sich nun bessere Würfe von außen, die sie hochprozentig versenken konnten. Weiterhin blieb die Partie sehr physisch und vor allem unter den Körben musste jede Position hart erkämpft werden. Mit fortlaufender Spielzeit gelang es den Tigers ihre Defense weiter zu stabilisieren und sich offensiv durch Offensivrebounds zweite Chancen zu sichern. Zwei Minuten vor Ende der ersten Halbzeit hatten die Gäste die Partie so beim Spielstand von 45:45 wieder ausgeglichen. Doch jetzt fanden auch die Moselstädter wieder die richtigen Antworten und so ging es mit 53:48 aus Trierer Sicht in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel ging das Spieltempo etwas zurück und beide Teams legten höheren Fokus auf ihre offensiven Systeme und das freispielen ihrer Big Men. Auf Trierer Seite gelang es Marten Linßen und Maik Zirbes immer wieder mit dem Rücken zum Korb abzuschließen und auch die Guards die Gladiators suchten nun vermehrt den Weg zum Korb. Dies führte zu zahlreichen Fouls und Freiwürfen, von denen die Gladiatoren jedoch ungewohnt viele nicht verwandeln konnten. Dennoch stand am Ende des dritten Spielabschnittes erneut eine zweistellige Trierer Führung zu Buche – 84:72. Im letzten Viertel ließen die Gladiatoren dann nichts mehr anbrennen. In den letzten Spielminuten kontrollierten die Gladiatoren dazu wieder die Rebounds, blieben vor allem nah am Korb extrem treffsicher und ließen die Tigers somit nicht mehr gefährlich in die Partie zurückkehren. Am Ende des ersten Playoff-Viertelfinalspiels stand somit ein 105:86 Heimsieg der VET-CONCEPT Gladiators. Topscorer des Spiels war allerdings ein Tübinger: Samuel Idowu mit 21 Zählern, der sich zudem neun Rebounds sicherte. Seinem Center-Kollegen Vincent Neugebauer gelang mit zwölf Punkten und zehn Rebounds ein Double Double.

30.04.2025 20:00 Uhr // Eisbären Bremerhaven vs. GIESSEN 46ers 98:109

Es war das spannendste Spiel zum Auftakt ins Playoff-Viertelfinale. Nach Verlängerung holen sich die GIESSEN 46ers in Bremerhaven den Sieg und klauen damit den Heimvorteil aus der Seestadt.

Beide Teams starteten mit erfolgreichen Dreipunktwürfen in die Partie (3:3). Anschließend konnte sich Gießen leicht absetzen, vor allem weil Kyle Castlin früh aus dem Zweierbereich seinen Rhythmus fand (5:9). Doch die Eisbären hielten in Person von Elijah Miller dagegen (10:13). Peter Hemschemeier belebte das offensive Spiel der Gastgeber und holte mit fünf Punkten in Folge die Führung auf die Seite der Bremerhavener (18:17). Mit einem Buzzer Beater von Downtown sicherte er diese anschließend in die Viertelpause (23:20). Das zweite Viertel verlief dann aber gegensätzlich zum knappen Auftaktviertel. Den Gastgebern gelang offensiv vieles, während Gießen schier verzweifelte. Der Dunk von Kovacevic sollte in der 14. Minute der letzte Feldkorb der Gießener bis zur Halbzeitpause bleiben! So setzten sich die Bremerhavener deutlich ab, mit 50:32 ging es in die Kabinen.

Doch im dritten Abschnitt kehrte sich das Bild dann komplett um. Zwar legten die Eisbären ordentliche 17 Punkte auf, doch die 46ers waren offensiv wie entfesselt. 34 Zähler brachten die Hessen auf das Scoreboard und so war der Bremerhavener Vorsprung schon vor dem Schlussviertel nahezu komplett getilgt (67:66). Die letzten zehn Minuten boten dann nochmal einiges an Spannung und vor allem sollten es auch nicht die letzten Minuten sein… Denn trotz des zwischenzeitlichen Neun-Punkte-Vorsprungs (76:85 – 37. Minute) der 46ers, war das Spiel noch nicht entschieden. Die Eisbären kämpften sich zurück und kamen in der Schlusssekunde durch Warner zum Ausgleich. So musste das Spiel in der Overtime entschieden werden und diese gehörte dann den Gästen. Mit 6:17 dominierten die Gießener die Verlängerung, vor allem weil den Bremerhavenern in den letzten knapp dreieinhalb Minuten kein Korb mehr gelang.

Foto: Simon Engelbert

Vorberichte ProA // Viertelfinale Spiel 1

30.04.2025 19:30 Uhr // HAKRO Merlins Crailsheim vs. Phoenix Hagen

Der BBL-Absteiger aus Crailsheim ist in die Playoffs eingezogen und das souverän. Für die HAKRO Merlins geht es als Tabellendritter nun gegen den Sechsten Phoenix Hagen.

Die Merlins sind in guter Form. Die letzten fünf Spiele in Serie konnte das Team von David McCray für sich entscheiden. Das ist, gemeinsam mit Bremerhaven, die längste aktuell laufende Siegesserie aller ProA-Ligisten. So schaffte man es, am letzten Spieltag noch auf den dritten Platz zu klettern. Besonders wichtig im Hinblick auf die Playoffs: Die Merlins präsentierten sich zuletzt stark, wenn es darum ging enge Spiele zu gewinnen. Gegen Bayreuth und in Nürnberg holte man sich nur mit drei bzw. zwei Punkten Vorsprung den Sieg. Bei letzterem Spiel war es Vinnie Shahid, der per Buzzer Beater für die Entscheidung sorgte. Er ist offensiv einer der Go-to-guys und mit durchschnittlich 16,6 Zählern pro Partie der Top Scorer. Neben ihm ist vor allem Anthony Gaines ein wichtiges Puzzlestück im Crailsheimer Kader. Der US-Forward scort zweistellig (10,2 Punkte pro Spiel) und greift sich dazu noch starke 7,1 Rebounds pro Partie.

Die Hagener gehen dagegen mit einer kleinen Negativserie in die Playoffs. Zuletzt gab es drei Niederlagen, allesamt gegen Playoff-Kontrahenten. Immerhin, am letzten Spieltag präsentierte man sich bei Hauptrundenmeister Jena gut und schnupperte in den Schlusssekunden noch am Sieg. Diese Leistung will das Team von Chris Harris nun in die Serie gegen Crailsheim mitnehmen, mit denen man noch eine Rechung offen hat. Denn das Rückspiel beider Teams in Crailsheim ging mit 76:54 an die Merlins, das war seinerzeit eine der schlechtesten Saisonleistungen von Phoenix. Doch einer wird sich trotzdem gerne an die Arena Hohenlohe zurückerinnern, denn Nachverpflichtung Fabijan Krslovic spielte in jenem Spiel seine ersten Minuten im blaugelben Trikot. Er ist seitdem fester Bestandteil des Teams und verbreitert die Big Men-Rotation neben den starken Naz Bohannon (13,1 Punkte, 6,1 Rebounds pro Spiel) und Tim Uhlemann (11,1 Punkte pro Spiel, 45,8% Dreierquote). Und auf der Aufbauposition zeigte Sincere Carry in den letzten Spielen auch wieder, wie gut er sich seinen Wurf kreieren kann.

Schaut man auf das letzte Aufeinandertreffen beider Teams, dürfte diese Serie eine klare Angelegenheit werden. Doch im Hinspiel zeigten die Hagener, dass mit ihnen sehr wohl zu rechnen ist, dieses konnte man mit 84:77 für sich entscheiden. Beide Partien gingen also jeweils an die Heimteams, geht das nun so weiter und wir sehen eine Serie über fünf Spiele?

30.04.2025 19:30 Uhr // Science City Jena vs. VfL SparkassenStars Bochum

Der Hauptrundenmeister Science City Jena bekommt es im Viertelfinale mit den VfL SparkassenStars Bochum zu tun. Die Bochumer zogen erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in die Playoffs der ProA ein.

Science City Jena war die Saison mit dem klaren Ziel Aufstieg angegangen. Ein breiter und qualitativ hochwertiger Kader war die Grundlage dafür, dass die Thüringer sich souverän an der Spitze der Liga behaupteten und so schon mehrere Spieltage vor Schluss als Hauptrundenmeister feststanden. Insgesamt leisteten sich die Jenaer nur vier Niederlagen, allerdings stammen gleich zwei davon aus den letzten drei Spielen. Science City geht also nicht mit dem optimalen Rückenwind in die Playoffs, dennoch sprechen die Zahlen für sich: Zweitstärkste Offensive der Liga (92,3 Punkte pro Spiel), bestes Team bei den Rebounds (40,0 pro Spiel) und die treffsicherste Quote bei den Würfen von jenseits der Dreierlinie (37,8%). Dazu kann Björn Harmsen auf aufstiegserfahrene Spieler zurückgreifen, denn Chris Carter oder auch Tyler Nelson schafften mit ihren damaligen Teams schon den Weg in die BBL.

Während Jena also schon lange als Tabellenerster feststand, rutschten die SparkassenStars erst am allerletzten Spieltag wieder auf den achten Rang. Grund dafür war ein kurioser Vierervergleich, mit dem man sich noch vor Kirchheim schieben konnte. Damit gehören die Bochumer sicherlich zu den größten Überraschungsteams der aktuellen Spielzeit. Schaut man auf den Kader der Ruhrgebietler, fällt vor allem ein Name auf: Keith Braxton. Der US-Amerikaner war im Sommer der Glücksgriff auf dem Transfermarkt und ist ligaweit der beste Scorer, mit 20,3 Punkten im Schnitt. Er produziert offensiv verlässlich, insgesamt gab es nur drei Spiele in dieser Saison, in denen er nicht zweistellig punktete! Neben ihm ist Niklas Geske die Konstante auf der Aufbauposition und verteilt ligaweit die drittmeisten Assists (6,7 pro Partie).

Insgesamt ist schon beim Blick auf die tabellarische Ausgangssituation die Favoritenrolle klar verteilt. Die Bochumer dürften aber vor allem vor heimischer Kulisse auf die Überraschung hoffen, denn dort konnte man die Jenaer im Hinspiel überraschend mit 84:75 schlagen. Überragender Akteur damals? Keith Braxton…

30.04.2025 20:00 Uhr // VET-CONCEPT Gladiators Trier vs. Tigers Tübingen

Am 20.09.2024 startete die Saison in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA. Das Eröffnungsspiel damals? Trier gegen Tübingen. Nun, mehr als ein halbes Jahr später, treffen sich die Teams erneut in der SWT Arena, zum Auftakt in die Viertelfinalserie der Playoffs.

Als souveräner Tabellenzweiter zogen die VET-CONCEPT Gladiators Trier in die Playoffs ein. Nur zu Saisonbeginn leistete man sich eine schwächere Phase, damals verlor man vier der ersten acht Spiele. Doch in den darauffolgenden 26 Partien verlor man ebenfalls nur vier Mal, entsprechend deutlich ist also die Leistungssteigerung gewesen. Coach Jacques Schneider kann dabei auf den, neben Jena, tiefsten Kader der Liga zurückgreifen. Jordan Roland, Behnam Yakchali und Clay Guillozet überzeugen mit guten Wurfquoten und tragen dazu bei, dass die Trierer das offensivstärkste Team der ProA sind. 93,8 Punkte schenken die Gladiators ihren Gegnern im Schnitt ein. Zuletzt war das Auftreten etwas gemischt: Im Spitzenspiel gegen Jena gewann man souverän (101:74), nur um dann deutlich beim Abstiegskandidaten Düsseldorf zu verlieren (97:76). Bei diesem letzten Spiel fehlten in Yakchali, Linßen und Adekunle allerdings auch gleich drei Spieler, die im Schnitt mehr als 20 Minuten auf dem Parkett stehen. Wenn alles glatt läuft, dürften die drei aber zum Playoffauftakt wieder einsatzbereit sein.

Die Tigers Tübingen starteten die Saison mit einer Überraschung. Denn das erwähnte Eröffnungsspiel in Trier ging damals mit 69:77 an die Raubkatzen. Im Anschluss lief es zunächst gut, doch dann folgte ein Leistungseinbruch, der Trainer Domenik Reinboth schlussendlich den Job kostete. Unter Eric Detlev führte man dann die Mission Playoff-Qualifikation doch noch erfolgreich zu Ende und schob sich auf den siebten Platz. Insgesamt waren die Ergebnisse über die Saison hinweg wechselhaft. So gab es in der Rückrunde Siege gegen die Playoffkonkurrenz aus Bremerhaven und Bochum, aber auch Niederlagen gegen Abstiegskandidaten wie Düsseldorf und damals auch Karlsruhe. Positiv ist für die Tigers, dass Top Scorer Kenny Cooper seine Verletzung mittlerweile vollständig überstanden zu haben scheint, er steht seit Wochen wieder deutlich über 20 Minuten auf dem Feld. Der zweite wichtige offensive Baustein ist Center Sam Idowu, der über ein überraschend weiches Händchen verfügt (35,9% Dreierquote). Seine beste Dreierquote gelang ihm wann? Richtig, im Hinspiel gegen Trier (4/5)!

Der letztjährige Fast-Aufsteiger und der BBL-Absteiger werden es also im Viertelfinale miteinander aufnehmen. Auf dem Papier liegt die Favoritenrolle bei Trier, auch weil sie das letzte Duell beider Teams, im März in Tübingen, mit 71:86 deutlich für sich entscheiden konnten.

30.04.2025 20:00 Uhr // Eisbären Bremerhaven vs. GIESSEN 46ers

Schnelles Wiedersehen: Erst am Samstag empfingen die Eisbären Bremerhaven zuletzt die GIESSEN 46ers. Der am Ende deutliche Sieg (86:72) sicherte den Nordseestädtern den Heimvorteil und sorgte dafür, dass die 46ers nun direkt wieder die Auswärtsfahrt nach Bremerhaven antreten müssen.

Die Eisbären kann man durchaus ebenfalls zu den positiven Überraschungen in dieser ProA-Saison zählen. Nachdem man letztes Jahr die Postseason verpasste, blieb in der Hafenstadt kein Stein auf dem anderen und man präsentierte mit Ausnahme von Kapitän Breitlauch ein komplett neues Team unter einem neuen Coach. Der Neustart gelang und so war der Einzug in die Playoffs schon vor einigen Wochen abzusehen. Die aktuelle Form ist dennoch beeindruckend: Zuletzt gewann man fünf Mal in Folge und das gegen echte Gradmesser. Dem Heimsieg gegen Spitzenreiter Jena folgte ein Auswärtserfolg bei den heimstarken Hagenern. Zuletzt gab es dann ebenjenen Sieg gegen Gießen, der die Eisbären auf Platz vier klettern ließ. Das Team von Steven Esterkamp spielt als homogene Einheit, was sich etwa daraus ablesen lässt, dass die Eisbären in der Hauptrunde ligaweit die meisten Assists gespielt haben (19,4 pro Spiel). Zudem hat schon die halbe Mannschaft ihren Vertrag für die nächste Saison unterzeichnet, es scheint also alles zu passen an der Nordseeküste.

Die GIESSEN 46ers gehen mit einem etwas gegenteiligen Trend in die Postseason. Lange Zeit stand man wie eingemeißelt auf dem dritten Platz, doch die Niederlage in Bremerhaven ließ die Hessen abrutschen und den Heimvorteil verlieren. Das ist umso bitterer, denn hinter Science City Jena sind die 46ers das zweitstärkste Heimteam der ProA. 15 Siege bei nur zwei Niederlagen, das ist eine Bilanz die deutlich macht, wie stark das Team von Frenkie Ignjatovic in der heimischen Osthalle aufspielt. Entsprechend dürfte es wichtig für die Gießener werden, im Idealfall schon Spiel eins in Bremerhaven zu klauen, um dann den eigenen Heimvorteil auszuspielen und so die Eisbären unter Druck zu setzen. Ein Schlüssel für die 46ers müssen die Rebounds sein, denn hier war man bislang das schwächste Team der Liga. Sichert man sich mehr Abpraller und kommt so zu mehr Wurfchancen, sieht es gut aus, denn den Ball verlieren die Hessen so selten, wie keine andere Mannschaft der ProA (10,9 Turnover pro Spiel).

Bremerhaven gegen Gießen ist nicht nur beim Blick auf die Ausgangsposition die ausgeglichenste Serie in den Viertelfinals. Zudem wird das Duell noch brisanter, da das letzte Aufeinandertreffen erst so kurz her ist. Schaffen es die Gießener sich zu revanchieren oder bleiben die Eisbären wie schon am Samstag das abgezocktere und coolere Team?

Diese Viertelfinalvorschau wurde schon gestern Abend im Newsletter der BARMER 2. Basketball Bundesliga veröffentlicht. Du möchtest immer als Erstes News und aktuelle Infos bekommen? Dann melde dich hier für den Newsletter an.

Foto: dieLICHTBUILDER

Nachberichte ProA // 34. Spieltag

Die Hauptrunde in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA ist beendet. Nach 34 spannenden Spieltagen sind die Entscheidungen gefallen. Schon am Mittwoch geht es mit den Playoffs los. Tipp: Alles Wissenswerte dazu erfahrt ihr morgen Abend im Newsletter der BARMER 2. Basketball Bundesliga, für den ihr euch hier anmelden könnt.

26.04.2025 19:30 Uhr // Tigers Tübingen vs. BBC Bayreuth 83:72

Die Tigers Tübingen haben das Heimspiel gegen den BBC Bayreuth vor 2.837 Zuschauern in der Paul Horn-Arena mit 83:72 (33:41) gewonnen. Damit sichert sich das Team von Trainer Eric Detlev die Playoff-Teilnahme.

Die Gäste um Trainer Florian Wedell waren der erwartet formstarke und schwere Gegner. In Minute 17 führten die Franken mit 21:36, die Raubkatzen zeigten sich beeindruckt von der Physis des Kontrahenten. Im zweiten Viertel blieben die Tigers Tübingen fast fünf Minuten ohne einen Punkt. Final ging es mit einem 33:41-Rückstand in die zweite Halbzeit, in welcher die Schwaben die Begegnung eindrucksvoll drehen konnten.

In Minute 23 brachte Tigers-Kapitän Till Jönke seine Mannschaft per Dreier wieder mit 44:43 in Front. Die Detlev-Truppe war zurück in der Partie und dominierte im weiteren Verlauf das Spielgeschehen. Die Intensität wurde massiv hochgefahren, die Raubkatzen erhöhten Schritt für Schritt den Vorsprung. Höhepunkt war das 81:61 nach 36 Minuten – die höchste Führung in der Partie. Topscorer des Spiels war Samuel Idowu, der 27-Jährige erzielte mit 19 Punkten und 13 Rebounds ein Double Double. Zweistellig für Tübingen punkteten ebenfalls Jönke (14 Punkte), Miles Tention (13) und Jay Nagle (zwölf). Bei den Franken war Demarcus Demonia mit 13 Zählern bester Schütze, Nat Diallo kam mit zwölf Punkten und zehn Rebounds ebenfalls auf ein Double Double. Die Rebounds gingen mit 40:35 an den Sieger, ebenso die Assists mit 18:14. Aus der Distanz haperte es in der ersten Hälfte, final standen jedoch zehn Treffer bei 32 Versuchen (31 Prozent) fest.

26.04.2025 19:30 Uhr // Eisbären Bremerhaven vs. GIESSEN 46ers 86:72

Ein ausführlicher Nachbericht folgt in Kürze.

26.04.2025 19:30 Uhr // HAKRO Merlins Crailsheim vs. Uni Baskets Münster 101:83

Die HAKRO Merlins Crailsheim haben sich souverän gegen die Uni Baskets Münster durchgesetzt. 101:83 war der Endstand, der den Merlins den Playoff-Heimvorteil sicherte.

Das Hinspiel hatten die Münsteraner gewonnen, entsprechend zur Revanche motiviert gingen die Gastgeber ins Spiel. Crailsheim kam gut in die Partie und zeigte sich treffsicher – doch auch Münster traf zu Beginn hochprozentig und glich Mitte des ersten Spielabschnitts aus (16:16). Dann kam Kapitän Moe Stuckey von der Bank, brachte defensive Intensität aufs Feld und reihte sich mit fünf Zählern ein. Den Schlusspunkt der ersten zehn Minuten setzte Anthony Gaines von der Dreierlinie – mit 28:22 ging es in das zweite Viertel. Auch dort blieb das Spiel hochkarätig auf beiden Seiten. Brock Gardner traf von weit außen zum 37:31. Kurze Zeit später kam Devon Goodman mit seiner Geschwindigkeit zweimal an seinem Gegenspieler vorbei, legte die Korbleger rein und stellte die erste zweistellige Führung des Abends her. Auch defensiv zeigten die Gastgeber immer wieder Highlights – LaDarien Griffin blockte seinen Gegenspieler Groce. Der kam aber auch ein ums andere Mal zu erfolgreichen Aktionen und war am Ende mit 25 Punkten und 12 Rebounds der überragende Mann bei den Uni Baskets. Mit 56:44 ging es in die Halbzeitpause.

Im dritten Viertel spielten sich die Merlins teilweise in einen Rausch, Gardner klaute seinem Gegner den Ball, Blunt und Otto legten von Downtown nach – höchste Merlins-Führung der Partie (72:53 – 26. Minute). Der Schlussabschnitt startete mit fünf Münsteraner Zählern und einer schnellen Auszeit von Merlins Headcoach David McCray. Auf den 8:0-Lauf der Gäste zum Viertelstart antworte Merlins-Kapitän Moe Stuckey mit seiner Paradedisziplin von jenseits der Drei-Punkte-Linie. Auch Devon Goodman traf von außen und stellte den 20-Punkte-Vorsprung wieder her. Gianni Otto machte in der Schlussminute noch die 100 voll und besorgt Donuts für die Mannschaft – am Ende setzten sich die Zauberer mit 101:83 durch. Damit geht es für die Merlins nun in den Playoffs gegen Phoenix Hagen.

26.04.2025 19:30 Uhr // Nürnberg Falcons BC vs. VfL SparkassenStars Bochum 76:85

Vor 2.627 Zuschauern verloren die Nürnberg Falcons ihr Heimspiel gegen die SparkassenStars Bochum mit 76:85 (35:35). Die Gäste sicherten sich damit den erstmaligen Einzug in die Playoffs, während die Falken ihre neunte ProA-Spielzeit auf Tabellenplatz 14 beendeten.

Die Nürnberger mussten auf Jack Pagenkopf verzichten, machten ihre Sache im 1. Viertel aber recht ordentlich, spielten schnell nach vorne und erarbeiteten sich eine 17:9-Führung, obwohl insbesondere von außen wenig ging. Die Bochumer taten sich da im weiteren Verlauf allerdings leichter und konnten nach zehn Minuten auf 17:14 aufschließen. Im 2. Viertel platzte bei Nürnberg der Knoten von jenseits der 6,75 Meter-Linie. Vincent Friederici traf doppelt und hatte so schon zur Pause zwölf Punkte gegen sein Ex-Team aufgelegt. Dennoch ging es mit 35:35 ausgeglichen in die zweite Hälfte.

Nach dem Seitenwechsel taten sich die Nürnberger schwer. Die SparkassenStars machten ihre Sache derweil besser, gewannen das 3. Viertel mit 24:18 und somit ging die Partie beim Stand von 53:59 in den Schlussabschnitt. Dort tat Nürnberg alles, das Ruder noch einmal herumzureißen, doch die Gäste erwiesen sich als zu clever und treffsicher, das Spiel in der Crunchtime noch aus der Hand zu geben. So endete die Partie mit 76:85. Bochum zieht, aufgrund eines Vierervergleichs, damit noch an Kirchheim vorbei und darf sich auf die Playoffs freuen. Dort trifft man auf den Hauptrundenmeister Science City Jena.

26.04.2025 19:30 Uhr // Science City Jena vs. Phoenix Hagen 90:86

Mit einem am Ende engen und umkämpften 90:86-Heimsieg gegen Phoenix Hagen verabschiedete sich Tabellenführer Science City Jena am Samstagabend vor 2.299 Zuschauern aus der regulären ProA-Saison und blickt nun voraus auf die Playoffs.

In dem für die Abschlussposition beider Teams eigentlich bedeutungslosen, phasenweise jedoch turbulenten Duell gelang es dem Harmsen-Team nach zuletzt zwei Niederlagen in die Erfolgsspur zurückzufinden. Von zahlreichen knappen Zwischenständen und einigen Führungswechseln geprägt, entwickelte sich bereits im Startviertel eine Partie, die vom eigentlich als Warmup für die Playoffs prognostizierten Duell abwich. Letztendlich bezwangen die Thüringer den hartnäckig kämpfenden Gast ohne ihren im dritten Viertel aufgrund zweier technischer Fouls aus der Arena verbannten Cheftrainer, dafür mit einer mannschaftlich geschlossenen Vorstellung, aus der kein Spieler herausragte. Im Verlauf der 40 Minuten hatte jeder Spieler mit Blick auf den anstehenden Playoff-Mittwoch ganz bewusst nur dosierte Einsatzzeiten unterhalb der 23-Minuten-Grenze erhalten.

Das war auch auf Hagener Seite ähnlich, nur Carry und Bohannon standen deutlich über 20 Minuten auf dem Parkett, beim Rest wechselte auch Chris Harris munter durch. Carry und Bohannon waren dann auch mit 20 bzw. 17 Punkten die erfolgreichsten Hagener Korbjäger, letzterer legte mit sieben Assists sogar einen persönlichen Bestwert auf. Jena trifft in den Playoffs nun auf Bochum, Phoenix bekommt es mit den HAKRO Merlins Crailsheim zu tun.

26.04.2025 19:30 Uhr // ART Giants Düsseldorf vs. VET-CONCEPT Gladiators Trier 97:76

Die ART Giants Düsseldorf setzten sich gegen die Gladiators aus Trier mit 97:76 (52:43) durch und sicherten sich damit quasi in letzter Minute den Klassenerhalt in der ProA.

Die Giants legten fulminant los und versenkten ihre ersten drei Distanzwürfe. Doch Trier hielt mit und schien auf jeden Angriff eine Antwort zu finden. Die Gäste stehen nicht umsonst auf dem zweiten Tabellenplatz: Düsseldorf setzte sich kurz ab, doch ein paar erfolglose Angriffe auf Seiten der Giants und plötzlich lag Trier zur Viertelpause wieder vorne (25:27). Im zweiten Abschnitt steigerten beide Teams die Intensität. Düsseldorf drehte das Spiel, führte beim Stand von 34:33 (14. Minute) erstmals wieder. Nach und nach bauten die Gastgeber ihren Vorsprung aus, Trier verzweifelte immer wieder an der kompakten Verteidigung der Giants. 90 Sekunden vor der Sirene führten die Giganten dank eines Dreiers von Emil Marshall erstmals zweistellig (49:38), auch wenn die Gladiators zur Pause noch einmal leicht verkürzen konnten. Mit einem Vorsprung von 52:43 gingen die Giants in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Giants konzentriert. Dank weiter starker Defense und diszipliniertem Offensivspiel baute man den Vorsprung kontinuierlich aus. Selbst eine Verkürzung des Vorsprungs auf nur noch 60:53 brachte die Rheinländer nicht aus der Ruhe. Stattdessen antwortete Düsseldorf mit einem 12:4-Run. Trier versuchte im letzten Abschnitt noch einmal, die Wende herbeizuführen, doch die Giants ließen sich nicht beirren. drei Minuten waren im letzten Abschnitt gespielt, als die Giants mit drei Dreiern und einem 88:66 Vorsprung (34. Minute) die Vorentscheidung herbeiführten. Die Düsseldorfer spielen zwischenzeitlich wie im Rausch. Als der Vorsprung drei Minuten vor dem Ende schließlich auf 26 Punkte angewachsen war, war klar: Die Giants bleiben auch in der kommenden Saison in der ProA. Trier bleibt trotz des Sieges souveräner Zweiter und trifft in den Playoffs aus die Tigers Tübingen.

26.04.2025 19:30 Uhr // Dresden Titans vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim 90:101

Es ging in die Verlängerung zwischen den Dresden Titans und den Knights aus Kirchheim. Schlussendlich setzten sich die Gäste mit 90:101 durch, verpassen aber dennoch die Playoffs.

Die ersten Punkte der Partie konnte Wesley Dreamer durch drei Freiwürfe erzielen. Damit gab er erfolgreich sein Comeback nach vier verpassten Spielen. Kurze Zeit später traf auch der zweite Rückkehrer Daniel Kirchner. Matthew Ragsdale konnte anschließend mit zwei Dreiern auf einen Spielstand von 13:4 erhöhen. Die Gäste trafen zwischenzeitlich durch Cameron Henry und James Graham. Koen Sapwell verwandelte den nächsten Distanzwurf. Das 1. Viertel endete mit 24:17 für die Dresden Titans. Das zweite Viertel wurde von den Knights eröffnet. Lucien Schmikale konnte aber direkt mit einem Dreier dagegenhalten. Die Titans bauten ihre Führung weiter aus. Matthew Ragsdale traf daraufhin mit zwei weiteren Distanzwürfen und so zogen die Dresdener mit 14 Zählern davon. Es war ein ständiges hin und her, ein sehr physisches Spiel, aber die Führung blieb bei den Titans. In die Halbzeit ging es mit einer Führung für die Dresdner und einem Spielstand von 46:34.

Und auch im zweiten Durchgang machte Matthew Ragsdale so weiter wie in Halbzeit eins. Er traf direkt einen weiteren Dreier. Doch Kirchheim konnte mehrfach scoren und kam an die Dresdener ran. Daniel Kirchner beendete das 3. Viertel mit einem Buzzerbeater. Mit 64:55 ging es in die Crunchtime. Die Gäste starteten besser in das letzte Viertel. Sie kamen wieder näher, doch die Dresdener konnten ebenfalls scoren, Wesley Dreamer gab ein herausragendes Comeback. Knapp sieben Minuten vor Schluss musste Kapitän Sebastian Heck nach 5 Fouls das Feld verlassen. Schon zuvor musste auf Seite der Knights James Graham den Platz räumen. Die Arena bebte, doch die Knights konnten in letzter Sekunde ausgleichen und es ging in die Overtime. Die Gäste starteten mit 7 Punkten deutlich besser in die Verlängerung. Die Treffer erzielten Antonio Dorn und Braden Norris. So setzten sich die Kirchheimer ab, am Ende stand der Kirchheimer Sieg fest. Da aber parallel Bochum und Tübingen gewinnen konnten und Hagen verlor, fallen die Kirchheimer im Vierervergleich doch noch aus den Playoffrängen.

26.04.2025 19:30 Uhr // PS Karlsruhe LIONS vs. EPG Guardians Koblenz 73:91

Die EPG Guardians Koblenz überzeugten gegen die PS Karlsruhe LIONS mit einer weitgehend gelungenen Vorstellung, sicherten sich verdient die Punkte und damit auch den Klassenerhalt. Endstand vor 2.944 Zuschauern in der Fächerstadt: 73:91.

Die Anfangsphase der Partie war von gegenseitigem Abtasten geprägt, ohne dass unter dem jeweils gegnerischen Korb etwas gelingen wollte. Es dauerte fast zwei Minuten, bis sich der Ex-Karlsruher Dominique Johnson per Dreier für die Guardians als erster auf dem Scoreboard verewigte. LIONS-Rekordspieler Maurice Pluskota, der seinen Vertrag verlängert hat und auch in der kommenden Saison das Löwen-Trikot tragen wird, antwortete im direkten Gegenzug ebenfalls mit einem Distanztreffer und legte kurze Zeit später zwei Punkte zur ersten und einzigen Führung der Gastgeber nach. In der Folge kam auf beiden Seiten wenig Zählbares aus den Offense-Aktionen heraus. Doch mit zunehmender Spieldauer warfen sich die Guardians warm und überzeugten mehr und mehr von der Dreierlinie. Auch im folgenden Abschnitt regnete es weiterhin Dreier – hauptsächlich durch den LIONS-Korb. Die Begegnung war nun gekennzeichnet von zahlreichen Einzelaktionen. Nachdem der Rückstand sich bereits bedrohlich der 20-Punkte-Marke genähert hatte, kamen die Fans in der Europahalle wenigstens in den Genuss einiger weniger guter Sequenzen ihres Teams. Ein richtiger Run wollte aber nicht zustande kommen. Die letzten Minuten vor der Halbzeit gehörten wieder den Gästen vom Deutschen Eck, die beim Gang in die Kabinen auf eine starke Dreierquote von 50 % (LIONS: 27 %) sowie lediglich 2 Turnovers (LIONS: 9) blicken konnten.

In der zweiten Hälfte sollten sich diese Werte einander etwas annähern, aber ohne, dass es zu signifikanten Veränderungen im Spielverlauf kam. Zwar hatten die Hausherren direkt nach dem Seitenwechsel eine ihrer wenigen starken Phasen des Abends und schoben sich mit einem 12:4-Lauf sichtbar heran. Es blieb jedoch das Gefühl eines Strohfeuers zurück, nachdem die Guardians wieder zu ihrer Linie gefunden hatten. Am Ende des dritten Viertels hatten die LIONS dieses zwar für sich entschieden, lagen allerdings weiterhin klar zurück. Mit 52:70 ging es in den Schlussabschnitt, in dem es sechs Minuten vor dem Ende so aussah, als könne es doch noch einmal spannend werden. Mit einigen Dreiern binnen kurzer Zeit verkürzte Karlsruhe zwar den Rückstand auf 13 Punkte. Die Guardians schienen jedoch immer eine passende Antwort zu haben und gerieten letztlich nicht mehr ernsthaft in Bedrängnis. Dadurch sichern sich die Koblenzer den Klassenerhalt aus eigener Kraft.

26.04.2025 19:30 Uhr // RASTA Vechta II vs. Artland Dragons 79:85

Das kleine Derby zwischen RASTA Vechta II und den Artland Dragons ging mit 79:85 an die Gäste. Dennoch verbleiben die Dragons auf Abstiegsplatz 17.

In seinem 18. Jahr und letzten Spiel als Profi eröffnete Brandon Thomas das Scoring mit einem Dreier, gefolgt von einem Konfetti-Regen aus dem Gästeblock (1. Minute). Auf diesen folgten Monsterblocks von Vechtas Linus Trettin und von Quakenbrücks Robert Oehle, ehe der Gäste-Center einen von ihm nicht verwandelten Freiwurf im Nachsetzen per Dunking zum 16:10 (6. Minute) traf. RASTA II zeigte sich auch von einem Neun-Punkte-Rückstand (14:23, 8. Minute) unbeeindruckt und kam durch zwei Dreier in der 10. Minute von Kevin Smit zum 25:27-Anschluss. Im zweiten Viertel zeigten dann die Gäste, was in ihnen steckt. In Minute 14 stellte Lamont West nach einem schönen Spin-Move auf 41:32 – Auszeit RASTA II. Den nächsten Quakenbrücker Angriff vollendete Tajh Green per Dunking (43:32, 15. Minute), es folgte in selbiger Minute noch ein Step-Back-Three von Brandon Thomas (46:32), der die Gäste-Fans in Ekstase versetzte. Quakenbrück traf in diesem Abschnitt fünf von acht Dreier, holte 15:6 Rebounds und setzte sich mit 19 Punkten in Serie bis auf 53:32 (17. Minute) ab.

Mit einem Dunk von Linus Trettin zum 41:58 (21. Minute) unterstrich das Farmteam seinen Willen zum Comeback. Allerdings lagen Mitte des dritten Viertels, u.a. nachdem Trettin zwei weitere Dunkings gezeigt hatte und Lamont West Vechtas Luke House an einem solchen mit einem Monster-Block gehindert hatte (24. Minute), immer noch 16 Punkte zwischen Hausherren und Gästen – 52:68 (26. Minute). In der letzten Minute des dritten Abschnittes machte das Gruhn-Team aber noch sechs Punkte, Karl Bühner blockte Tajh Green bei dessen Dunking-Versuch, RASTA II gewann das dritte Viertel mit 20:12. Einmal angefixt von so einer schmackhaften Aufholjagd schmiss Vechtas Moritz Grüß, 16 Jahre jung, zu Beginn des 4. Viertels gleich mal einen Dreier rein (62:70, 31. Minute). Und mit dem 64:70 (32. Minute) von Jonathan Klussmann zwang man die Artland Dragons in eine Auszeit. Auf den Rängen des RASTA Domes herrschte nun Ausnahmezustand, aus dem kleinen Derby war ein großes Drama geworden. Roy Krupnikas sorgte mit seinem Transition-Three zum 75:77 (38.) für den Vechtaer Anschluss. Es folgte 105 Sekunden vor dem Ende der Ausgleich durch Kaya Bayram – 77:77. Das letzte Wort aber hatten die Gäste. Lamont West traf per Dreier zum 80:77 (39.), die Artland Dragons trafen alle ihre weiteren fünf Freiwürfe und sicherten sich den Sieg. Im Dreiervergleich mit Düsseldorf und Koblenz liegen die Dragons allerdings auf dem letzten Platz, sodass sie Rang 17 nicht mehr verlassen konnten.

Foto: Achim Kunetka

Vorberichte ProA // 34. Spieltag

Der letzte Spieltag in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA steht an, das bedeutet am Samstagabend um 19:30 Uhr finden alle neun Partien zeitgleich statt. Verfolgen könnt ihr die Spiele am besten in der ProA-Konferenz, moderiert und kommentiert von „Erstklassig Zweitklassig“. Hier geht es zur Übertragung, LIVE und kostenlos auf sportdeutschland.tv ab 18:45 Uhr.

26.04.2025 19:30 Uhr // Tigers Tübingen vs. BBC Bayreuth

Die Tigers Tübingen gehen als Achtplatzierter in den abschließenden 34. Spieltag. Mit einem Sieg gegen den BBC Bayreuth können sich die Schwaben das Ticket für die Playoffs sichern. Verlieren die Tigers allerdings, dürfte der Blick in die anderen Hallen gehen, denn dann muss Bochum verlieren, damit die Tübinger trotzdem unter den Top acht verweilen. Am vergangenen Wochenende musste man sich knapp den GIESSEN 46ers geschlagen geben. Dabei war Sam Idowu der überragende Mann, 26 Punkte und zehn Rebounds konnte er am Ende verbuchen. So eine Leistung wäre gegen Bayreuth auch hilfreich, wenn man sich, wie im Hinspiel (98:102 auswärts) den Sieg sichern will.

Doch mit dem BBC kommt eine der aktuell formstärksten Mannschaften in die Paul Horn-Arena. Fünf der letzten sieben Partien konnten die Jungs von Florian Wedell siegreich gestalten. Zwar kommt diese Phase für einen Playoffeinzug zu spät, allerdings will man sich in Franken im Fernduell mit den PS Karlsruhe LIONS noch den zwölften Platz sichern. Dafür müsste Bayreuth gewinnen und Karlsruhe verlieren. Helfen soll dabei einmal mehr die offensive Power von Demarcus Demonia (19,1 Punkte pro Spiel) sowie seiner Landsmänner KeVaughn Allen (13,7) und Tehree Horn (11,3).

26.04.2025 19:30 Uhr // Eisbären Bremerhaven vs. GIESSEN 46ers

Ein direktes Duell, das es in sich hat, steigt in der Stadthalle Bremerhaven. Die Eisbären empfangen die GIESSEN 46ers zu einem entscheidenden Spiel um das Heimrecht für das Playoff-Viertelfinale.

Die Eisbären spielen aktuell wie im Rausch und gehen mit einer vier Spiele währenden Siegesserie in das letzte Duell. In den letzten beiden Wochen konnte man mit Hauptrundenmeister Jena und Playoffkonkurrent Hagen zwei starke Teams bezwingen. So hat das Team von Steven Esterkamp sogar noch die Chance auf den Heimvorteil für die erste Playoffrunde. Für den Sprung auf Platz vier müsste ein Sieg gegen Gießen mit mindestens vier Zählern Differenz her. Gewinnt man mit weniger Abstand, bräuchte man parallel eine Crailsheimer Niederlage. Das allein dürfte genug Motivation geben, doch der Blick auf das Hinspiel dürfte diese nochmal steigern. Damals gewann Gießen mit 88:85, Peter Hemschemeier traf den Dreier zum vermeintlichen Ausgleich knapp nach Ablauf der Zeit.

Gießen geht mit der komfortableren Situation in das Spiel, denn mit einem Sieg mehr als die Eisbären rangieren die 46ers auf dem dritten Rang. Mit einem Erfolg behalten sie diesen auf jeden Fall, ebenso bei einer Crailsheimer Niederlage. Und es wäre durchaus wichtig den dritten Platz zu halten, denn sonst würde man in den Playoffs erneut auf Bremerhaven treffen. „So kurz hintereinander zweimal durch halb Deutschland zu reisen, wollen wir unbedingt vermeiden. Keiner meiner Jungs hat Lust, so lange im Bus zu sitzen. Das allein ist für sie Motivation genug“, weiß 46ers-Chefcoach „Frenki“ Ignjatovic. Motivation dürfte also auch bei den Gießenern genug da sein, entsprechend spannend wird die Partie werden.

26.04.2025 19:30 Uhr // HAKRO Merlins Crailsheim vs. Uni Baskets Münster

Am fünften Spieltag fügten die Uni Baskets Münster den HAKRO Merlins Crailsheim die erste Niederlage nach dem BBL-Abstieg zu. Nun, fast 30 Spiele später, gibt es für die Merlins die Chance zur Revanche.

Ein Sieg wäre nun für die Crailsheimer wichtig, sichert dieser doch das Heimrecht für die erste Runde der Playoffs. Bei einer Niederlage bringt nur ein Gießener Sieg den vierten Platz für die Merlins. Die letzten vier Spiele konnte das Team von David McCray gewinnen, darunter zweimal knapp gegen Bayreuth und zuletzt in Nürnberg. Crunchtime können die Crailsheimer also, eine wichtige Qualität im Hinblick auf die Playoffs? Jetzt geht es erstmal gegen die Münsteraner, für die die Merlins „definitiv ein Aufstiegsaspirant“ sind, so Coach Götz Rohdewald.

Für Münster geht es tabellarisch um nicht mehr viel, der zehnte Platz ist nach dem Sieg gegen Dresden am vergangenen Wochenende in Stein gemeißelt. Dennoch will man es schaffen, als eines von wenigen Teams, die Crailsheimer ein zweites Mal in dieser Spielzeit zu bezwingen. Coach Rohdewald erwartet: „Natürlich wird es ziemlich schwierig in Crailsheim. Da ist eine mega Stimmung und bei ihnen geht es auch noch um was. Das wird überhaupt kein einfaches Spiel werden. Kampfgeist erwarte ich und dass wir alles in das Spiel reinlegen, was wir haben.“ Im Hinspiel waren übrigens die Guards entscheidend: Sigu Jawara legte mit 24 Punkten und sieben Assists ein Monsterspiel hin, auch Aufbaukollege Jasper Günther legte 20 Punkte auf, sein Season-High.

26.04.2025 19:30 Uhr // Nürnberg Falcons BC vs. VfL SparkassenStars Bochum

In Nürnberg wollen die VfL SparkassenStars Bochum den letzten Strohhalm im Hinblick auf die Playoffs greifen. Und so schlecht wie es die Tabelle vermuten lässt, sieht es für die Bochumer gar nicht aus…

Die Falcons sind schon „locked in“ auf ihrem 14. Platz, eine tabellarische Veränderung der Platzierung ist nicht mehr drin. Viel mehr geht es darum, sich nochmal mit einem Heimsieg in die Sommerpause zu verabschieden. Entsprechend meint Coach Ralph Junge: „Es war eine spannende Saison, die wir dank unserer Fans und Partner zu einem guten Ende gebracht haben. Mit ihnen zusammen wollen wir hier zuhause für ein weiteres Basketball-Fest sorgen.“ Besonders motiviert dürfte übrigens Vincent Friederici sein, denn mit den SparkassenStars ist sein Ex-Team zu Gast im Frankenland…

…und dieses muss in jedem Fall gewinnen, um noch Chancen auf die Playoffs zu haben. Die Ausgangssituation mit aktuell drei punktgleichen Teams, die sich um zwei Playoffplätze streiten, ist durchaus komplex, für die Bochumer gilt aber Folgendes: Bei einem eigenen Sieg und einer parallelen Niederlage von Phoenix Hagen, den Bozic Knights oder den Tigers Tübingen sind die Bochumer für die Playoffs qualifiziert. Verlieren die SparkassenStars können sie nicht in die Postseason einziehen. Einen Big Point vergab man am vergangenen Wochenende, als man überraschend gegen die EPG Guardians Koblenz verlor. Nun soll der Sieg her, Schlüsselspieler dürfte einmal mehr Keith Braxton sein, der in dieser Saison in 30 der 33 Partien zweistellig scorte!

26.04.2025 19:30 Uhr // Science City Jena vs. Phoenix Hagen

Der Kreis der Hauptrunde schließt sich. Am ersten Spieltag empfing Phoenix Hagen Science City Jena, nun kommt es zum Rückspiel in Thüringen.

Aus Sicht von Science City Jena wird es darum gehen, eine Antwort auf die beiden Niederlagen gegen Bremerhaven und Trier geben zu können und sich erfolgreich aus der Hauptrunde zu verabschieden. Nachdem Robin Lodders am vergangenen Wochenende sein Comeback im Spieltageskader geben konnte, befindet sich zum aktuellen Zeitpunkt nur noch Lorenz Bank auf der Lazarett-Liste. Da der erste Platz nach der Hauptrunde schon feststeht, wird man sicherlich auch ein Auge auf den achten Platz haben, den sich aktuell noch Kirchheim, Tübingen und Bochum sichern können.

Für die Feuervögel wird die Partie in der Sparkassen-Arena ebenfalls maximal (nur noch) Warmup-Charakter haben, mit Blick auf ihre Viertelfinalserie, die Mitte der nächsten Woche eröffnet wird. Aktuell auf dem 6. Platz rangierend, kann weder nach oben noch nach unten etwas anbrennen und so wird ein Großteil der Fans im Traditionsstandort an der Volme bereits seinen aufmerksamen Blick auf die potenziellen Konkurrenz aus Gießen (3.) oder Crailsheim (4.) richten. Wie schon im Hinspiel wird es zum großen Wiedersehen kommen: Alex Herrera, Lorenz Bank und Kristofer Krause trugen bereits das Hagener Trikot, Phoenix-Captain Nawrocki lief von 2019-2021 in Thüringen auf.

26.04.2025 19:30 Uhr // ART Giants Düsseldorf vs. VET-CONCEPT Gladiators Trier

Abstiegskandidat gegen Vizemeister der Hauptrunde. Ein gegensätzliches Duell steigt im Düsseldorfer Castello.

Die ART Giants Düsseldorf sind eines von aktuell drei punktgleichen Teams, von denen eines am Ende den sportlichen Abstieg hinnehmen wird. Aus eigener Kraft kann Düsseldorf den Klassenerhalt mit einem Sieg schaffen, gelingt dies nicht, muss man auf eine Niederlage der EPG Guardians aus Koblenz hoffen. Die Giants kämpfen dabei mit Personalsorgen. Sowohl Kayne Henry als auch Finn Fleute fallen weiterhin aus, der Einsatz von Aufbau Jarelle Reischel war bis zuletzt fraglich. Die offensivstarken Guards um Isaiah Hart und Ajare Sanni sind aber fit, letzterer machte auch schon deutlich, dass man sich nicht auf irgendwelche Rechenspiele einlassen, sondern einfach sein Spiel gewinnen will.

Für die Gäste aus Trier geht es sportlich um nichts mehr, außer sich im Hinblick auf die Playoffs weiter einzuspielen. Schade ist dabei aber für Coach Jacques Schneider, dass ihm nicht alle Spieler zur Verfügung stehen werden. Behnam Yakhchali unterzog sich einer ambulanten Augenoperation, die nach einem Zusammenstoß mit einem Jenaer Spieler und einer dadurch bedingten Verletzung des Auges nötig war. Der Shooting Guard wird Anfang nächster Woche wieder im Teamtraining erwartet. Center Marten Linßen wird ebenfalls fehlen, er laboriert an einer Sprunggelenksverletzung, die auch er sich im Spiel gegen den Tabellenführer zuzog. Der letzte Ausfall für Samstag ist Nolan Adekunle, der sich bei einem Zusammenstoß im Training eine Prellung des Oberschenkels zuzog und so wie Marten Linßen ebenfalls Anfang der kommenden Woche wieder ins Training einsteigen soll.

26.04.2025 19:30 Uhr // Dresden Titans vs. Bozic Estriche Knights Kirchheim

Die Dresden Titans haben die Bozic Estriche Knights Kirchheim zu Gast. Für die Gäste geht es um den Playoffeinzug, den sie allerdings nicht selbst in der Hand haben.

Die Dresdner werden die Saison auf dem elften Platz beenden, nach oben und unten sind keine Veränderungen möglich. In den letzten Wochen verfolgte die Titans das Verletzungspech. Vergangenen Samstag hat es in Münster Aaron Kayser erwischt. Er ist am Fuß verletzt und fällt deshalb zum Saisonabschluss aus. Durch die vielen Verletzungen konnten die Titans die letzten fünf Spiele nicht für sich entscheiden. Trotzdem waren es enge Partien und die Chance auf den Sieg war fast jedes Mal gegeben. Die young guns konnten überzeugen und Spieler wie Lucien Schmikale, Koen Sapwell und Georg Kupke wurden zu entscheidenden Spielern bei den Elbriesen.

Die Kirchheimer stehen vor einer skurrilen Konstellation. Obwohl man aktuell auf Platz sieben steht, könnte man selbst bei einem Sieg noch aus den Playoffrängen rutschen, da man in einem Vierervergleich mit Hagen, Tübingen und Bochum auf dem letzten Platz läge. Zu diesem Szenario käme es bei einer Hagener Niederlage und Siegen von Tübingen und Bochum. Andersherum heißt das aber auch: Gewinnen Kirchheim und Hagen, ziehen die Knights als Siebter in die Playoffs ein. Mit zuletzt vier Siegen aus fünf Spielen zeigte man sich in guter Form, mit der man dann am liebsten in die Playoffs starten möchte.

26.04.2025 19:30 Uhr // PS Karlsruhe LIONS vs. EPG Guardians Koblenz

Vor exakt sechs Monaten trafen die PS Karlsruhe LIONS und die EPG Guardians Koblenz zuletzt aufeinander. Damals gewannen die Koblenzer knapp (71:67), jetzt kommt es zum Rückspiel.

Erstmals seit der Saison 2021/2022 werden die PS Karlsruhe LIONS nicht an den Playoffs um die Meisterschaft in der BARMER 2. Basketball Bundesliga ProA teilnehmen. Die Badener waren nach einem durchwachsenen Herbst im Verlauf des Winters sogar in die Nähe der Abstiegszone abgerutscht, konnten sich aber während des letzten Drittels der Hauptrunde wieder im unteren Tabellenmittelfeld festsetzen. Zahlreiche Leistungsträger, aber auch als Ersatz geholte Nachverpflichtungen, fehlten Headcoach Aleksandar Scepanovic teilweise über Monate hinweg. Allzu häufig musste der Trainer ein Rumpfteam in wechselnden Konstellationen auf den Court schicken, das trotz kämpferischen Auftretens am Ende häufig mit leeren Händen dastand. In den zurückliegenden Wochen wurde der Kader über die Starting Five hinaus regelmäßig mit U22-Spielern aus der zweiten Mannschaft aufgefüllt.

Die Koblenzer reisen mit einem klaren Ziel in die Fächerstadt. Mit einem Sieg würden die Guardians den Klassenerhalt perfekt machen. Verliert man dagegen, müsste man auf eine parallele Niederlage der Artland Dragons hoffen. Am letzten Wochenende landete man einen ebenso wichtigen wie überraschenden Sieg in Bochum. Überragender Mann war dabei William Lee, der 34 Punkte und neun Rebounds auflegte und daher auch zum Player of the week in der ProA gekürt wurde. Eine weitere Galavorstellung und es würde gut aussehen für die Rheinland-Pfälzer. Auch Ty Cockfield ist übrigens ein Kandidat dafür: In den letzten beiden Partien scorte er jeweils über 20 Punkte.

26.04.2025 19:30 Uhr // RASTA Vechta II vs. Artland Dragons

Letzter gegen Vorletzter – Das ist das Duell, das am 34. Spieltag im RASTA Dome in Vechta steigt.

Für die Gastgeber hat das Spiel keine Auswirkungen auf die Tabelle mehr. Mit lediglich vier Erfolgen aus 33 Spielen steht RASTA Vechta II abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Zuletzt setzte es elf Niederlagen in Serie.  Coach Hendrik Gruhn meint aber: „Jedenfalls werden alle 100 Prozent geben. Jeder kann sich in dieser Atmosphäre beweisen, darin wachsen und dazulernen. Wir werden die Jungs bestens vorbereiten und ich freue mich darauf, sie spielen zu sehen.“ Im kleinen Derby will sich das Team natürlich mit einem leidenschaftlichen Auftritt von den eigenen Fans verabschieden – und dem Nachbarn aus Quakenbrück die Suppe versalzen…

…denn die Artland Dragons sind quasi zum Siegen verdammt. Aktuell ist es der 17. Platz für die Quakenbrücker, damit wäre man sportlich abgestiegen. Doch das Szenario zum Klassenerhalt sieht wie folgt aus: Bei einem eigenen Sieg, müsste einer der Konkurrenten aus Koblenz oder Düsseldorf verlieren. Es gibt sogar eine Möglichkeit für Artland bei einer Niederlage die Klasse zu halten. Denn wenn Koblenz gewinnt und Düsseldorf verliert, ist Quakenbrück quasi sicher, da es aktuell die deutlich bessere Korbdifferenz vorweisen kann. Doch Coach Jackson sagt: „Wir wollen unser Spiel machen, fokussiert und mit vollem Einsatz. Was auf den anderen Plätzen passiert, liegt nicht in unserer Hand – aber unser Spiel, das müssen wir unbedingt gewinnen.“

Foto: Christina Pohler